[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Behälter nach dem Oberbegriff von Anspruch
1.
[0002] Solche Behälter kommen vor allem bei der Herstellung von Wein- und Fruchtgummi, aber
auch für alle Arten von so genannten "Candy"-Produkten zum Einsatz. Dabei wird eine
flüssige und heiße Wein- oder Fruchtgummimasse, die in der Regel aus Glukose, Kristallzucker,
Gelatine und Wasser besteht, in den Behälter gefüllt und kühlt danach in dem Behälter
ab, um eine feste Form zu bilden. Der Masse können weitere Zusatzstoffe, wie Aromen
und Farbstoffe, vor dem Abkühlen zugeführt werden. Das Abkühlen dauert dann üblicherweise
zwischen 2 und 5 Tagen, wobei die Masse auch trocknet. Dieser Abkühlungs- und Trocknungsschritt
ist sehr wichtig in der Wein- und Fruchtgummiherstellung, wobei Raumtemperatur und
Luftfeuchtigkeit die maßgeblichen Einflussfaktoren für die Qualität des Gummis sind.
[0003] Um ein Anhaften der Gummimasse an den Behältern zu verhindern und damit ein Entfernen
des fertigen Gummis nach dessen Auskühlung aus dem Behälter zu ermöglichen, wird das
Behälterinnere üblicherweise mit Stärkepuder ausgekleidet und so ein so genannter
"Puderkasten" gebildet. Gleichzeitig kann der Stärkepuder auch zur Formgebung dadurch
verwendet werden, dass durch Prägestempel in den Stärkepuder Negativabbilder der herzustellenden
Gummiprodukte gepresst werden.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es nun, einen Behälter anzugeben, der diesen
Herstellungsprozess effizienter und damit kostengünstiger möglich macht.
[0005] Diese Aufgabe wird gelöst mit einem Behälter gemäß Anspruch 1. Vorteilhafte Weiterbildungen
dieses Gegenstandes sind dabei in den abhängigen Unteransprüchen angegeben.
[0006] Der erfindungsgemäße Behälter hat einen Behälterboden, eine Behälterwandung und ein
Behälterinneres und es ist zumindest ein Ventilationskanal vorgesehen, der eine Luftströmung
zwischen dem Behälterboden und der Behälterwandung ermöglicht. Der Begriff "Luftströmung
zwischen dem Behälterboden und der Behälterwandung" bedeutet dabei, dass Luft von
dem Bereich unter dem Behälterboden in den Bereich neben der Behälterwandung übertreten
kann, und umgekehrt. Dieser Übertritt erfolgt unabhängig von Luftströmungen um den
Behälter herum. Dadurch wird unter anderem vorteilhaft sichergestellt, dass bei einer
Stapelung mehrere solcher Behälter Luft vom Stapeläußeren in das Behälterinnere eines
in dem Stapel befindlichen Behälters gelangen kann, und zwar durch eine Luftströmung
von der Stapelseite über das Behälterbodenäußere eines aufgestapelten Behälters in
das Behälterinnere eines sich direkt unter dem aufgestapelten Behälters befindlichen
Behälters. Anders ausgedrückt handelt es sich bei dem Ventilationskanal um einen Kanal,
der zwischen Behälterwandung und Behälterboden eines Behälters verläuft, jedoch nicht
in das Behälterinnere dieses Behälters mit einer Öffnung reicht.
[0007] Dies ist für die Qualität herzustellenden Wein- und Fruchtgummis besonders wichtig.
Da die Wein- und Fruchtgummimasse flüssig und heiß in den Behälter gegossen wird,
mussten bisher die Behälter einzeln solange gelagert werden, bis die Masse sowohl
abgekühlt als auch getrocknet war. Mit dem erfindungsgemäßen Behälter kann nunmehr
einen wesentliche effizientere und kostengünstigere Herstellung von Wein- und Fruchtgummimasse
dadurch erfolgen, dass viele solche Behälter übereinander gestapelt werden können
und so der Stellplatz wesentlich reduziert wird. Durch die Ventilationskanäle kann
nämlich auch im gestapelten Zustand ausreichend Luft zur Trocknung zirkulieren und
gleichzeitig auch Wärme durch die Ventilationsöffnungen entweichen. Trotz der Stapelung
wird aufgrund der Ventilationsöffnungen die Trocknungs- und Abkühlungszeit nicht negativ
beeinflusst und eine hohe Wein- und Fruchtgummiqualität wird erreicht. Die Menge der
zirkulierenden Luft kann dabei durch die Anzahl und Größe der Ventilationskanäle gezielt
beeinflusst werden.
[0008] Der Ventilationskanal kann dabei als Durchbrechung ausgebildet, d.h. mit einer umgebenden
Wand versehen sein, jedoch kann alternativ auch vorgesehen sein, dass der Ventilationskanal
ohne einen Wandabschnitt im Bereich der Behälterkante zwischen Behälterwandung und
Behälterboden, also als eine Art Einkerbung ausgebildet ist, die die Zirkulation ermöglicht.
[0009] In einer weiteren besonders vorteilhaften Ausgestaltung weist der Behälter ein Behälterunterteil
auf und es ist eine Einlage vorgesehen, wobei die Einlage in dem Behälterunterteil
anordenbar und mit dem Behälterunterteil fest verbindbar ist. Durch diese vorteilhafte
Ausgestaltung kommt nicht mehr der gesamte Behälter mit den aufzunehmenden Produkten
in Kontakt, kann somit schneller gereinigt und bei Vorhaltung einer Vielzahl von Einlagen
schneller wieder verwendet werden. Insbesondere bei der Wein- und Fruchtgummiherstellung
können schon vorgepuderte Einlagen bereitgehalten werden, die dann Behälterunterteilen
eingefügt werden, aus denen die fertigen Produkte und die benutzten Einlagen entfernt
wurden. Es müssen also nicht so viele Behälter bevorrätigt werden, was den Herstellungsprozess
kostengünstiger macht. Außerdem können der Einlage spezielle auf die in dem Behälter
zu lagernden Gegenstände angepasste Eigenschaften gegeben werden, wobei der Herstellungsprozess
des Behälters erleichtert ist, weil das Behälterunterteil beispielsweise in klassischen
Spritzgussverfahren herstellbar ist und dem Behälter die notwendige Stabilität verleiht.
Insbesondere soll die Einlage im Behälterinneren den Behälterboden und zumindest teilweise
die Behälterwandung bedecken.
[0010] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Einlage mit einem Fixierrahmen
an dem Behälterunterteil und insbesondere an der Behälterwandung lösbar fixiert. Durch
diesen Fixierrahmen muss nicht die Einlage selbst Fixierungselemente aufweisen und
somit können die zu bevorrätigenden Elemente weiter reduziert werden, weil jetzt für
mehrere nacheinander zu benutzende Behälter nur ein Behälterunterteil und ein Fixierrahmen
sowie mehrere Einlagen notwendig sind. Zweckmäßig ist dabei die die Einlage zwischen
Fixierrahmen und dem Behälterunterteil angeordnet, da sie auf diese Weise besonders
sicher befestigt werden kann. Vorteilhaft sind Verrastungselemente zur lösbaren Verrastung
von Fixierrahmen und Behälterunterteil vorgesehen, wobei diese insbesondere als clipsartige
Verrastungselemente ausgebildet sind.
[0011] Zweckmäßig weist das Behälterunterteil zumindest im Übergang von Behälterboden zur
Behälterwandung im Behälterinneren gerundete Kantenbereiche auf. Dann lässt sich das
Behälterunterteil leichter herstellen und weist insbesondere beim Spritzgussverfahren
keine Einfallstellen auf. Außerdem lassen sich solchermaßen ausgebildete Kantenbereiche
leichter reinigen.
[0012] In einer bevorzugten Ausgestaltung ist die Einlage im Bezug auf das Behälterunterteil
vorgeformt ausgebildet. Dann passen Einlage und Behälterunterteil formschlüssig zusammen
und die Einlage wird über der gesamten Grundfläche von dem Behälterunterteil abgestützt.
[0013] Wenn die Einlage aus Einwegmaterial ausgebildet ist, ist sie besonders kostengünstig
herstellbar und es entfallen gesonderte Reinigungsprozesse. Allerdings kann die Einlage
auch aus Mehrwegmaterial bestehen.
[0014] Vorteilhaft ist die Einlage zumindest teilweise flexibel ausgebildet. Beispielsweise
kann der Rand mit dem die Einlage an dem Behälterunterteil fixiert wird, steif ausgebildet
sein und der Rest flexibel. Dann ist der Prozess der Entleerung des Behälters besonders
einfach möglich, da die Einlage dann sackartig in dem Behälterunterteil vorliegt und
beim Stürzen des Behälters sich der Sack vom Behälterboden entfernen kann. Hierzu
kann erleichternd zweckmäßig vorgesehen sein, dass in dem Behälterunterteil zum Behälterinneren
weisende Durchbrüche vorgesehen sind, die einen Vakuumeffekt in Bezug auf die Einlage
verhindern, diese Durchbrüche erleichtern natürlich zugleich auf die Einfügung der
Einlage in das Behälterunterteil.
[0015] Besonders bevorzugt ist die in das Behälterinnere weisende Oberfläche der Einlage
haftungsvermeidend, insbesondere haftungsverhindernd ausgebildet. Dann lässt sich
das in dem Behälter gelagerte Produkt besonders leicht aus dem Behälter entfernen.
Dem Fachmann ist geläufig, wie in Bezug auf bestimmt Produkte eine solche Haftungsvermeidung
bzw. -verhinderung eingestellt wird. Beispielsweise kann dies dadurch geschehen, dass
die Oberfläche hydrophob eingestellt wird und/oder die Oberflächenstruktur so gestaltet
wird, dass sich der bekannte Lotuseffekt einstellt.
[0016] Zur Erleichterung der Handhabung des Behälters sind zweckmäßig zumindest zwei gegenüberliegende
Handgriffe in der Behälterwandung vorgesehen.
[0017] Um die Stapelung zu unterstützen und auch gegenüber einem Verrutschen sicher zu gewährleisten,
können an dem Behälterboden ein Stapelrand und/oder eine Stapelkante vorgesehen werden,
wobei die Stapelkante bei Stapelung zweier gleicher Behälter aufeinander insbesondere
formschlüssig in den unteren Behälter eingreift bzw. ein Stapelrand eine entsprechende
Stapelkante eines unteren Behälters formschlüssig umgreift.
[0018] Die Merkmale der vorliegenden Erfindung sowie weitere Vorteile werden nun anhand
der Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispieles im Zusammenhang mit der Zeichnung
deutlich werden. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Behälters,
- Fig. 2
- eine Explosionsdarstellung des Behälters nach Fig. 1,
- Fig. 3
- eine ausschnittsweise Vergrößerung eines Eckbereiches des Behälterunterteils des Behälters
nach Fig. 1 und
- Fig. 4
- eine ausschnittsweise Darstellung der Unterseite des Behälterunterteiles gem. Fig.
3.
[0019] In den Figuren 1 bis 4 ist rein schematisch eine bevorzugte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Behälters 1 dargestellt. In Fig. 1 und Fig. 2 ist zu erkennen, dass der Behälter 1
einen Behälterboden 2 und eine Behälterwandung 3 aufweist, die das Behälterinnere
4 umgeben, wobei das Behälterinnere 4 gegenüberliegend vom Behälterboden 2 offen zugänglich
ist. Neben dem Behälterunterteil 5 weist der Behälter 1 eine Einlage 6 auf, die mittels
eines Fixierrandes 7 an der Behälterwandung 3 angeordnet ist und den Behälterboden
2 und die Behälterwandung 3, die beide am Behälterunterteil 5 angeordnet sind, bedeckt.
Der Behälter 1 weist bevorzugt einen im Wesentlichen viereckigen, vorliegend einen
rechteckigen Behälterboden 2 auf und die Behälterwandung 3 umfasst vier Behälterseiten
8, 9, 10, 11.
[0020] Insbesondere aus der Explosionsdarstellung der Fig. 2 ist zu erkennen, dass er Behälter
1 vorzugsweise dreiteilig ausgebildet ist, und zwar aus dem Behälterunterteil 5, der
Einlage 6 und dem Fixierrand 7. Im Zusammenhang mit Fig. 3 ist zu erkennen, dass das
Behälterunterteil 5 in den Eckbereichen 12 jeweils Rastnasen 13 aufweist, die in entsprechende
Rastöffnungen 14 des Fixierrandes 7 eingreifen. Das Behälterunterteil 5 weist weiterhin
eine obere Kante 15 auf, die gegenüber den Rastnasen 13 zurück versetzt angeordnet
ist. Die Einlage 6 wiederum weist einen Kragen 16 auf, der die Kante 15 des Behälterunterteils
5 formschlüssig umgreift. Der Fixierrahmen 7 wiederum weist einen umlaufenden Kragen
17 auf, der seinerseits den umlaufenden Kragen 16 der Einlage 6 formschlüssig umgreift
und somit durch Zusammenwirkung der Verrastungselemente 13, 14 die Einlage 6 an dem
Behälterunterteil 5 fixiert.
[0021] Der umlaufende Kragen 17 des Fixierrahmens 7 weist in den Kantenbereichen zungenförmige
Auswölbungen 18 auf, die im Zusammenspiel mit einer gewissen Flexibilität des bevorzugt
aus Kunststoff im Spritzgussverfahren hergestellten Fixierrahmens 7 die Auflösung
der Verrastung zwischen den Verrastungselementen 13, 14 durch Aufhebelung ermöglichen.
[0022] Das Behälterunterteil 5 ist ebenfalls vorzugsweise aus Kunststoff im Spritzgussverfahren
hergestellt. Die Einlage 6 kann aus einem Einwegmaterial oder Mehrwegmaterial hergestellt
sein und weist vorzugsweise - wie dargestellt - eine vorgeformte Form auf, die der
Innenkontur des Behälterunterteils 5 formschlüssig entspricht. Vorteilhaft ist diese
Einlage 6 dahingehend flexibel ausgebildet, dass ihr Boden 19 gegenüber dem Boden
20 des Behälterunterteils 5 auch dann sackartig abhebbar ist, wenn der umlaufende
Kragen 16 an dem Behälterunterteil 5 mittels des Fixierrandes 7 fixiert ist. Hierzu
kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass das Behälterunterteil 5 Durchbrüche (nicht
gezeigt) aufweist, die den Lufteintritt in den Zwischenraum zwischen Einlage 6 und
Behälterunterteil 5 ermöglichen und so einen Vakuumeffekt verhindern. Diese Ausgestaltung
ist natürlich auch beim Zusammenfügen, also Einsetzen der Einlage 6 in das Behälterunterteil
5 sinnvoll.
[0023] Aus den Figuren 3 und 4 ist zu erkennen, dass das Behälterunterteil 5 sowohl an der
Behälterwandung 3 als auch am Behälterboden 2 zahlreiche Versteifungsrippen 21 aufweist,
die dem Behälter 1 zusätzlich Stabilität verleihen. Auf zwei gegenüberliegenden Seiten
8, 10 der Behälterwandung 3 sind weiterhin Handgriffe 22, 23 vorgesehen, wobei die
oberen Handgriffe 22 zum Transport des Behälters 1 im leeren Zustand und die unteren
Behältergriffe 23 vorzugsweise zum Transport des Behälters 1 im gefüllten Zustand
dienen.
[0024] Zu erkennen ist weiterhin, dass die unteren Handgriffe 23 einen einen im Behälterboden
2 vorgesehenen Ventilationskanal 24 umgreifenden Steg 25 aufweisen, wobei der Ventilationskanal
24 eine Luftzirkulation zwischen dem Raum unter dem Behälterboden 2 und dem Raum neben
der Behälterwandung 3 gestattet, jedoch keine direkte Luftzufuhr zum Behälterinneren
4. Zusätzlich sind zwischen der Behälterwandung 3 und dem Behälterboden noch weitere
Ventilationskanäle 26 vorgesehen, die ebenfalls zur Luftzirkulation beitragen, jedoch
ebenfalls keine Durchbrechung in das Behälterinnere 4 darstellen. Bei den Durchbrechungen
24, 26 handelt es sich also nur im Durchbrechungen zwischen der Behälterwandung 3
und dem Behälterboden 2, die nicht in das Behälterinnere 4 reichen. Damit diese Durchbrechungen
26 keine Schwächung des Behälterunterteils 5 bewirken, sind zwischen jeweils zwei
Durchbrechungen 26 ebenfalls Versteifungsstreben 21 vorgesehen.
[0025] Alternativ kann auch vorgesehen sein, dass der Steg 25 weggelassen wird, wobei dann
der Ventilationskanal 24 als Einkerbung in der Kante zwischen Behälterwandung 3 und
Behälterboden 2 ausgebildet ist. Auch die anderen Ventilationskanäle 26 können als
solche Einkerbungen ausgebildet sein. Allerdings ist die Ausbildung der Ventilationskanäle
24, 26 wie gezeigt als Durchbrüche bevorzugt wird, da die Behälter 1 dann eine höhere
Stabilität aufweisen.
Aus Fig. 4 ist zu erkennen, dass der Behälterboden 2 mit einem Stapelrand 27 und einer
Stapelkante 28 versehen ist. Bei der Stapelung mehrerer Behälter 1 übereinander liegt
dann der Stapelrand 27 auf dem umlaufenden Kragen 17 des Fixierrahmens 7 auf und die
Stapelkante 28 greift formschlüssig in das Behälterinnere 4 des darunter befindlichen
Behälters 1 ein. Durch die Durchbrüche 24, 26 wird zum einen ein Druckausgleich ermöglicht,
so dass gestapelte Behälter 1 leicht wieder entstapelt werden können und zum anderen
ist eine großzügige Zirkulation auch zwischen den Behälterinneren 4 von im Stapel
sich befindenden Behältern 1 mit dem Stapeläußeren gewährleistet, so dass eine hohe
Qualität der Wein- und Fruchtgummimasse während des Abkühlungs- und Trocknungsprozesses
gewährleistet wird. Für die Ermöglichung der Zirkulation ist natürlich vorteilhaft,
dass die Ventilationsöffnungen 24, 26 im gestapelten Zustand des Behälters 1 nicht
von der Behälterwandung 3 eines unter diesem Behälter 1 gestapelten weiteren Behälters
1 verdeckt bzw. abgedichtet wird und die Behälter 1 sind entsprechend auszulegen.
[0026] Speziell aus Fig. 2, 3 und 4 ist zu erkennen, dass die unteren Kantenbereiche 29,
29' des Behälterunterteils 5 und damit auch die unteren Kantenbereiche 30, 30' der
Einlage 6 mit einer Abrundung mit großem Radius versehen sind.
[0027] Die Einlage 6 ist flexibel sackartig ausgebildet und liegt wegen ihrer Vorformung
an dem Behälterunterteil 5 allseitig an, so dass sie von diesem abgestützt wird. Bei
der Verwendung des Behälters 1 als Puderkasten in der Wein- und Fruchtgummiherstellung
kann der fertige Gummi nun einfach durch Stürzen des Behälters 1 entnommen werden
und nach Auswechseln der Einlage 6 gegen eine neue kann ein neuer Herstellungsprozess
beginnen. Alternativ kann natürlich auch die verwendete Einlage 6 direkt nochmals
verwendet werden. Allerdings ist der Einlagentausch schneller zu bewerkstelligen,
da so schon mit Stärkepuder präparierte Einlagen 6 vorrätig gehalten werden können.
[0028] Die Einlage 6 ist dabei antihaftend ausgerüstet, wobei die Oberfläche der Einlage
6 hydrophob ausgebildet ist. Zusätzlich könnte die Oberfläche auch besonders strukturiert
sein, um einen Lotuseffekt zu bewirken.
[0029] Die Einlage 6 ist vorzugsweise aus einer Kunststofffolie gebildet, die lebensmittelecht
ist im Falle einer Anwendung für den Lebensmittelbereich. Jede geeignete Kunststofffolie
kann im übrigen verwendet werden, wobei die Dicke im Bereich von 0,1 bis 1 mm liegt.
Damit wird die gewünschte Flexibilität gewährleistet. Es ist aber auch möglich, dass
diese Kunststofffolien als bereits vorgeformte sackartige Folien verwendet werden
und dabei bereits eine gewisse Formstabilität in sich aufweisen. Für diesen Anwendungsfall
werden insbesondere dickere Folien im Bereich von 0,5 bis 1,5 mm verwendet.
[0030] Aus den vorstehenden Ausführungen ist deutlich geworden, dass mit der vorliegenden
Erfindung ein Behälter 1 zur Verfügung gestellt wird, der insbesondere bei der Wein-
und Fruchtgummiherstellung den Herstellungsprozess aufgrund der Stapelbarkeit mit
Ventilationseffekt effektiver und kostengünstiger gestalten lässt, wobei dennoch eine
sehr gut Qualität erzielbar ist, da eine ausreichende Luft- und Wärmezirkulation gewährleistet
wird. Der Behälter 1 kann natürlich auch für andere Anwendungen vorteilhaft eingesetzt
werden, insbesondere dann, wenn es auf eine ausreichende Luftzirkulation in das Behälterinnere
4 bei mehreren übereinander gestapelten Behältern 1 ankommt. Insbesondere ein modularer
Aufbau aus Behälterunterteil 5 und Einlage 6 erleichtert eine Behälterreinigung und
die Anpassung des Behälters 1 an verschiedene aufzunehmende Erzeugnisse. Der Einlage
6 können so ganz gezielt Oberflächeneigenschaften gegeben werden, die positiv mit
dem Erzeugnis zusammenwirken, die jedoch dem Behälterunterteil 5 in einem kostengünstigen
und üblichen Herstellungsprozess, wie beispielsweise dem Spritzgießen, nicht ohne
weiteres verliehen werden können.
1. Behälter (1), insbesondere zur Herstellung und Lagerung von Wein- und Fruchtgummimasse
und dgl., mit einem Behälterboden (2), einer Behälterwandung (3) und einem Behälterinneren
(4), dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Ventilationskanal (24, 26) vorgesehen ist, der eine Luftströmung zwischen
dem Behälterboden (2) und der Behälterwandung (3) ermöglicht.
2. Behälter (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilationskanal (24, 26) als Durchbruch ausgebildet ist.
3. Behälter (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (1) ein Behälterunterteil (5) und eine Einlage (6) aufweist, wobei die
Einlage (6) in dem Behälterunterteil (5) anordenbar und mit dem Behälterunterteil
(5) fest verbindbar ist.
4. Behälter (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlage (6) mit einem Fixierrahmen (7) an dem Behälterunterteil (5), insbesondere
an der Behälterwandung (3) lösbar fixiert ist.
5. Behälter (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlage (6) zwischen Fixierrahmen (7) und dem Behälterunterteil (5) angeordnet
ist.
6. Behälter (1) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass Verrastungselemente (13, 14) zur lösbaren Verrastung von Fixierrahmen (7) und Behälterunterteil
(5) vorgesehen sind, wobei die Verrastungselemente (13, 14) insbesondere clipsartig
ausgebildet sind.
7. Behälter (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Behälterunterteil (5) zumindest im Übergang von Behälterboden (2) zur Behälterwandung
(3) im Behälterinneren (4) gerundete Kantenbereiche (29, 29') aufweist.
8. Behälter (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlage (6) im Bezug auf das Behälterunterteil (5) vorgeformt ausgebildet ist.
9. Behälter (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlage (6) aus Einwegmaterial ausgebildet ist.
10. Behälter (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlage (6) zumindest teilweise flexibel, insbesondere vollständig flexibel ausgebildet
ist und vorzugsweise aus einer Kunststofffolie gebildet ist.
11. Behälter (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Behälterunterteil (5) zum Behälterinneren (4) weisende Durchbrüche vorgesehen
sind.
12. Behälter (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die in das Behälterinnere (4) weisende Oberfläche (19) der Einlage (6) haftungsvermeidend,
insbesondere haftungsverhindernd ausgebildet ist.
13. Behälter (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei gegenüberliegende Handgriffe (22, 23) in der Behälterwandung (3) vorgesehen
sind.
14. Behälter (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Behälterboden (2) ein Stapelrand (27) und/oder eine Stapelkante (28) vorgesehen
sind, wobei die Stapelkante (28) bei Stapelung zweier gleicher Behälter (1) aufeinander
insbesondere formschlüssig in den unteren Behälter (1) eingreift.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Behälter (1), insbesondere zur Herstellung und Lagerung von Wein- und Fruchtgummimasse
und dgl., mit einem Behälterboden (2), einer Behälterwandung (3) und einem Behälterinneren
(4), dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein als Durchbruch ausgebildeter Ventilationskanal (24, 26) vorgesehen
ist, der eine Luftströmung zwischen dem Behälterboden (2) und der Behälterwandung
(3) ermöglicht.
2. Behälter (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (1) ein Behälterunterteil (5) und eine Einlage (6) aufweist, wobei die
Einlage (6) in dem Behälterunterteil (5) anordenbar und mit dem Behälterunterteil
(5) fest verbindbar ist.
3. Behälter (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlage (6) mit einem Fixierrahmen (7) an dem Behälterunterteil (5), insbesondere
an der Behälterwandung (3) lösbar fixiert ist.
4. Behälter (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlage (6) zwischen Fixierrahmen (7) und dem Behälterunterteil (5) angeordnet
ist.
5. Behälter (1) nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass Verrastungselemente (13, 14) zur lösbaren Verrastung von Fixierrahmen (7) und Behälterunterteil
(5) vorgesehen sind, wobei die Verrastungselemente (13, 14) insbesondere clipsartig
ausgebildet sind.
6. Behälter (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Behälterunterteil (5) zumindest im Übergang von Behälterboden (2) zur Behälterwandung
(3) im Behälterinneren (4) gerundete Kantenbereiche (29, 29') aufweist.
7. Behälter (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlage (6) im Bezug auf das Behälterunterteil (5) vorgeformt ausgebildet ist.
8. Behälter (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlage (6) aus Einwegmaterial ausgebildet ist.
9. Behälter (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlage (6) zumindest teilweise flexibel, insbesondere vollständig flexibel ausgebildet
ist und vorzugsweise aus einer Kunststofffolie gebildet ist.
10. Behälter (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Behälterunterteil (5) zum Behälterinneren (4) weisende Durchbrüche vorgesehen
sind.
11. Behälter (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die in das Behälterinnere (4) weisende Oberfläche (19) der Einlage (6) haftungsvermeidend,
insbesondere haftungsverhindernd ausgebildet ist.
12. Behälter (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei gegenüberliegende Handgriffe (22, 23) in der Behälterwandung (3) vorgesehen
sind.
13. Behälter (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Behälterboden (2) ein Stapelrand (27) und/oder eine Stapelkante (28) vorgesehen
sind, wobei die Stapelkante (28) bei Stapelung zweier gleicher Behälter (1) aufeinander
insbesondere formschlüssig in den unteren Behälter (1) eingreift.