[0001] Die Erfindung betrifft einen Kran, insbesondere Fahrzeugkran, mit einem ersten Kranarm
und wenigstens einem zweiten Kranarm, welche über ein Gelenk miteinander verbunden
sind und über einen eine Kolben-Zylinder-Einheit aufweisenden Antrieb relativ zueinander
verschwenkbar sind, jeweils ausgehend von einer der beiden Endstellungen in welcher
die Kranarme im Wesentlichen parallel zueinander liegen, bis zum Erreichen eines Totpunktes,
wenn sich die Längsachse der Kolben-Zylinder-Einheit im Wesentlichen auf einer Linie
mit dem Gelenk befindet.
[0002] Eine gebräuchliche Methode, um die Totpunktlage einer Kolben-Zylinder-Einheit zum
Gelenk zu überwinden ist jene, bei der die Kranarme mit ihrem Lastaufnahmemittel gegen
den Untergrund gestemmt werden. Das dabei auftretende Drehmoment gegenüber dem Gelenk
bringt dabei die Kolben-Zylinder-Einheit über den Totpunkt hinaus und der Kran kann
zusammengeklappt werden. Diese Methode ist äußerst kostengünstig, da keinerlei zusätzlicher
Materialaufwand notwendig ist. Der Nachteil dieser Methode ist, dass das Zusammenklappen
somit relativ zeitaufwendig und platzaufwendig ist, da die Kranarme - genaugenommen
deren Lastaufnahmemittel - Bodenkontakt herstellen muss, während die beiden Kranarme
ausgeklappt sind. Oftmals sind derartige Kräne so ausgeführt, dass der Antrieb nicht
nur eine Kolben-Zylinder-Einheit aufweist sondern zum Beispiel zwei parallel ausgeführte
Kolben-Zylinder-Einheiten zum Einsatz kommen, die symmetrisch in gleicher Richtung
wirkend die beiden Kranarme relativ zueinander bewegen. Hierbei tritt der Totpunkt
der beiden Kolben-Zylinder-Einheiten an der gleichen Position des Gelenks ein, das
Überwinden der Totpunktlage hat auf dieselbe Art und Weise wie eben beschrieben zu
erfolgen.
[0003] Aus der
DE 69 16 283 ist eine Drehgelenkanordnung für Knickausleger bekannt, die ein Zwischenglied zwischen
den beiden Kranarmen und zwei an den Kranarmen und am Zwischenglied angebrachten Hubzylindern
aufweist. Der gesamte Schwenkwinkel wird dadurch vergrößert, dass ein Hubzylinder
für einen Schwenkbereich von ca. 160 Grad und der zweite Hubzylinder für einen weiteren
zusätzlichen Schwenkbereich von ca. 120 Grad zuständig ist. Somit wird es vermieden,
den Totpunkt eines Hubzylinders überwinden zu müssen, da keiner der beiden Hubzylinder
bis zu seinem Totpunkt ausgefahren werden muss. Dadurch sind die Arbeitsbereiche auf
die beiden Hubzylinder aufgeteilt. Der Nachteil dieser Methode ist, das sie mit erhöhtem
Materialaufwand und dadurch erhöhten Kosten verbunden ist, da ein Zwischenglied und
zwei leistungsstarke Hubzylinder notwendig sind um einen Schwenkbereich der beiden
Kranarme zu erreichen, der größer als 180 Grad ist.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es die vorbeschriebenen Nachteile zu vermeiden und einen
gegenüber dem Stand der Technik verbesserten Kran, bei dem der Totpunkt der Kolben-Zylinder-Einheit
zum Gelenk überwunden wird, anzugeben.
[0005] Diese Aufgabe wird beim erfindungsgemäßen Kran dadurch gelöst, dass wenigstens ein
weiterer Antrieb vorgesehen ist, durch den die Totpunktlage der Kolben-Zylinder-Einheit
zum Gelenk überwindbar ist.
[0006] Mit anderen Worten bewirkt dieser weitere Antrieb, dass eine sich im Bereich der
Totpunktlage befindliche Kolben-Zylinder-Einheit - genaugenommen tritt der Totpunkt
dann ein, wenn sich der Kraftvektor der Kolben-Zylinder-Einheit in einer Linie mit
dem Gelenk zwischen erstem Kranarm und zweitem Kranarm befindet - aus dieser Totpunktlage
befreit wird und somit wieder die Kolben-Zylinder-Einheit das weitere Verschwenken
der beiden Kranarme zueinander übernimmt. Somit erfolgt das Verschwenken der beiden
Kranarme - abgesehen vom Bereich der Totpunktlage - über den gesamten Bereich von
annähernd 360 Grad mit ein und derselben Kolben-Zylinder-Einheit. Der weitere Antrieb
ist ausschließlich im Bereich der Totpunktlage der beiden Kranarme erforderlich und
muss somit nur so leistungsstark ausgeführt werden, dass seine Kraft ausreicht um
den Totpunkt zu überwinden. Der weitere Antrieb muss nicht so ausgeführt werden, um
die beiden Kranarme weiter zu verschwenken, da nach Überwindung des Totpunktes wieder
die Kolben-Zylinder-Einheit das Verschwenken übernimmt, man könnte ihn somit als einen
Hilfsantrieb ansehen. Die bisherige Konstruktion eines Krans kann - im Gegensatz zu
dem in der
DE 69 16 283 gezeigten Kran - beibehalten werden, es sind keine großartigen Modifikationen notwendig,
die Kranarme werden lediglich zusätzlich mit dem weiteren Antrieb ausgestattet. Es
ist somit auch möglich, dass bestehende Kräne nachträglich mit einem derartigen weiteren
Antrieb ausgestattet werden, um eine Totpunktlage der Kolben-Zylinder-Einheit zu überwinden.
Der Platzbedarf während des Einschwenkens wird minimiert, da kein Abstützen der ausgeklappten
Kranarme am Untergrund notwendig ist und dies ebenso in angehobenem Zustand der Kranarme
erfolgen kann, was besonders auf engem Raum - wie zwischen Häusern, auf Baustellen
und im Wald etc. - ein großer Vorteil ist. Hierbei sei angemerkt, dass es natürlich
ebenso möglich ist, die Kolben-Zylinder-Einheit so auszuführen, dass zum Beispiel
zwei im Wesentlichen parallel ausgeführte Kolben-Zylinder-Einheiten zum Einsatz kommen,
die symmetrisch in gleicher Richtung wirkend die beiden Kranarme relativ zueinander
bewegen. Durch Verwendung eines weiteren Antriebes ist man weiters nicht auf ein zusätzliches
Gelenk oder Zwischenglied zwischen den beiden Kranarmen und der Kolben-Zylinder-Einheit
angewiesen um eine Schwenkung über den Totpunktbereich hinaus zu ermöglichen.
[0007] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen
definiert:
Vorzugsweise umfasst der weitere Antrieb einen Linearantrieb, besonders vorteilhaft
ist dabei wenn der Linearantrieb eine Kolben-Zylinder-Einheit aufweist, da diese sowohl
eine kleine Bauform ermöglicht als auch gut gegen Umwelteinflüsse geschützt werden
kann.
[0008] Vorzugsweise wird der weitere Antrieb mit einem Zugmittel versehen, das sich von
der Unterseite des ersten Kranarmes am Gelenk vorbei zur Oberseite des zweiten Kranarmes
erstreckt und dadurch eine gute Kraftübertragung bei geringem Platzbedarf ermöglicht.
Ebenfalls besonders vorteilhaft ist hier eine Kette als Zugmittel geeignet, ebenso
sind natürlich auch Riemen, Seile und andere bewegliche Zugmittel möglich.
[0009] Gemäß einer bevorzugten Ausführung kann vorgesehen sein, den weiteren Antrieb über
eine lösbare Kopplungseinrichtung wirken zu lassen, da dadurch geringe Baugrößen ermöglicht
werden und somit das Zusammenklappen nicht durch Gestänge, Gelenke oder ähnlichem
begrenzt ist. So kann etwa der erste Kopplungsteil als Fangeinrichtung und der ge
fangene zweite Kopplungsteil am weiteren Antrieb ausgebildet sein. Vorzugsweise kann
die lösbare Kopplungseinrichtung auch mit einem Hebel versehen werden, da dies eine
verbesserte Kraftübertragung ermöglicht.
[0010] Als besonders vorteilhaft hat sich dabei herausgestellt, wenn der weitere Antrieb
im Inneren eines der beiden Kranarme ausgeführt wird, da es somit zu keiner Platzbeanspruchung
an der Außenseite eines der beiden Kranarme kommt und somit eine maximale Zusammenklappbarkeit
und Platzersparnis gewährleistet ist. Vorzugsweise werden die Kranarme teleskopierbar
ausgeführt, da dadurch größere Reichweiten erzielt werden können.
[0011] Gemäß einer bevorzugten Ausführung kann vorgesehen sein, den Kran mit einer Steuervorrichtung
auszustatten, welche ein automatisches Umschalten der Wirkrichtung der Kolben-Zylinder-Einheit
auslöst und somit kein manuelles Umschalten benötigt wird. Vorzugsweise wird dieser
Umschaltvorgang von einer Schaltvorrichtung ausgeführt, die ein Schaltventil aufweist,
das als Endschalter fungiert, welches beim Schaltpunkt eine Umkehrung der Kolben-Zylinder-Einheit
bewirkt. Als Schaltvorrichtung kann natürlich ebenso jede andere technische Möglichkeit
in Betracht gezogen werden, die einen Schaltvorgang auslösen kann, wie zum Beispiel
ein Sensor oder eine Lichtschranke oder ähnliches.
[0012] Gemäß einer bevorzugten Ausführung kann vorgesehen sein, den weiteren Antrieb so
am Kranarm anzuordnen, dass die Totpunktlage der Kolben-Zylinder-Einheit an einer
anderen Gelenksposition eintritt als die Totpunktlage der Kolben-Zylinder-Einheit
des weiteren Antriebs. Somit ist es möglich, dass eine Kolben-Zylinder-Einheit die
andere Kolben-Zylinder-Einheit aus deren Totpunktlage befreit.
[0013] Als besonders vorteilhaft hat sich dabei herausgestellt, wenn die Kolben -Zylinder-Einheiten
der Antriebe so ausgeführt sind, dass sie im Wesentlichen gleichwertig sind und ihre
Anordnung zueinander im Wesentlichen parallel an den Seiten des ersten Kranarmes und
asymmetrisch an den Seiten des zweiten Kranarmes ist.
[0014] Als besonders geeignetes Einsatzgebiet kann vorgesehen sein, den Kran als Z-Kran
auszuführen, welcher über eine drehbar gelagerte vertikale Kransäule verfügt, einem
daran angelenkten Hubarm und wenigstens einen mit dem Hubarm drehgelenkig verbundenen
Knickarm aufweist. Im Folgenden wird beispielhaft der Hubarm als erster Kranarm und
der Knickarm als zweiter Kranarm bezeichnet, jedoch ist dies nicht als Einschränkung
zu sehen.
[0015] Konkret kann ein derartiger Kran auf einem Fahrzeug zum Einsatz kommen. Weitere Einzelheiten
und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand der Figurenbeschreibung unter
Bezugnahme auf die in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele im Folgenden
näher erläutert. Darin zeigen:
- Fig. 1 bis 8
- Ausführungsbeispiele einer erfindungsgemäßen Anordnung in 8 schematischen Ansichten,
- Fig. 9 bis 11
- schematische Darstellung der Steuer- und Schaltvorrichtung und
- Fig. 12 & 13
- Z-Kran in Parkierstellung (zusammengeklappt).
[0016] In Fig. 1 ist ein erster Kranarm 11 gezeigt, der über das Gelenk 14 mit einem zweiten
Kranarm 12 gelenkig verbunden ist. An der Unterseite des ersten Kranarmes 11 ist der
weitere Antrieb angebracht, der über eine Kolben-Zylinder-Einheit 3 verfügt. Die Kolben-Zylinder-Einheit
3 ist über eine Kette 5 mit dem zweiten Kranarm 12 verbunden. Das Ausschwenken verläuft
wie gehabt - ohne Zutun des weiteren Antriebs - die Kolben-Zylinder-Einheit 13 fährt
den zweiten Kranarm 12 solange aus, bis die Kolben-Zylinder-Einheit 13 in den Bereich
des Totpunktes gelangt (wenn die Längsachse der Kolben-Zylinder-Einheit 13 und das
Gelenk 14 in einer Linie verlaufen). Aufgrund der Gravitationskraft wird die Totpunktlage
überwunden und die Kolben-Zylinder-Einheit 13 kann einfahren und den zweiten Kranarm
12 bewegen. Zum Einschwenken des zweiten Kranarmes 12 fährt die Kolben-Zylinder-Einheit
13 solange aus, bis sie in den Bereich ihres Totpunktes gelangt. Nun fährt die Kolben-Zylinder-Einheit
3 des weiteren Antriebs ein, die Kette 5 bewegt den zweiten Kranarm 12 und die Kolben-Zylinder-Einheit
13 überwindet dabei ihre Totpunktlage. Anschließend fährt die Kolben-Zylinder-Einheit
13 solange ein, bis die beiden Kranarme ihre Endlage, die Parkierposition, erreichen.
[0017] In Fig. 2 ist eine Variante zu Fig. 1 zu sehen, in der die Kolben-Zylinder-Einheit
3 des weiteren Antriebs an der Oberseite des zweiten Kranarms 12 befestigt ist. Der
Verlauf der Kette 5 des weiteren Antriebes ist ebenso von der Unterseite des ersten
Kranarmes 11 zur Oberseite des zweiten Kranarmes 12. Die Funktionsweise des Einschwenkvorganges
ist sinngemäß ident zur Beschreibung der Fig. 1.
[0018] In Fig. 3 ist eine lösbare Kopplungseinrichtung 6 gezeigt, bei der ein erster Kopplungsteil
7, der als Fangeinrichtung ausgeführt ist, am ersten Kranarm 11 befestigt ist und
der zweite Kopplungsteil 8 an der Kolben-Zylinder-Einheit 3 des weiteren Antriebs
angebracht ist. Im Bereich der Totpunktlage der Kolben-Zylinder-Einheit 13 fährt die
Kolben-Zylinder-Einheit 3 des weiteren Antriebs ein und der zweite Kopplungsteil 8
greift in den ersten Kopplungsteil 7 ein und bewirkt damit, dass der zweite Kranarm
12 nach oben geklappt wird und die Kolben-Zylinder-Einheit 13 aus ihrer Totpunktlage
befreit wird. Anschließend fährt die Kolben-Zylinder-Einheit 13 solange ein, bis die
beiden Kranarme ihre Endlage, die Parkierposition, erreichen, dabei haben sich während
des Einfahrens die beiden Kopplungsteile 7 und 8 wieder voneinander getrennt.
[0019] In Fig. 4 ist eine Variante von Fig. 3 zu sehen, bei der sich die Kolben-Zylinder-Einheit
3 des weiteren Antriebs am ersten Kranarm 11 befindet und der erste Kopplungsteil
7, ebenfalls als Fangeinrichtung ausgeführt, am zweiten Kranarm 12. Die Funktionsweise
des Einschwenkvorganges ist sinngemäß ident zur Beschreibung der Fig. 3.
[0020] In Fig. 5 ist gezeigt wie die Kolben-Zylinder-Einheit 3 des weiteren Antriebs, die
sich am ersten Kranarm 11 befindet, auf einen Hebel 9 drückt, der sich am zweiten
Kranarm 12 befindet, und somit die Totpunktlage der Kolben-Zylinder-Einheit 13 zum
Gelenk 14 überwinden kann. Der Ablauf des Einschwenkvorganges ist sinngemäß ident
zu den vorangegangen gezeigten Beispielen.
[0021] In Fig. 6 ist eine Variante von Fig. 5 gezeigt, bei der sich die Kolben-Zylinder-Einheit
3 des weiteren Antriebs am zweiten Kranarm 12 und der Hebel 9 am ersten Kranarm 11
befindet. Der Ablauf des Einschwenkvorganges ist sinngemäß ident zu den vorangegangen
gezeigten Beispielen.
[0022] In Fig. 7 ist eine Variante zu Fig. 1 gezeigt, bei der der weitere Antrieb im Inneren
des ersten Kranarms 11 ausgeführt ist und sich nicht an der Außenseite eines der beiden
Kranarme befindet. Somit ergibt sich eine maximale Platzersparnis. Die Funktionsweise
des Einschwenkvorganges ist ident zur Beschreibung der Fig. 1.
[0023] In Fig. 8 ist eine asymmetrische Anordnung der Kolben-Zylinder-Einheit 13 zu der
Kolben-Zylinder-Einheit 3 des weiteren Antriebs vom ersten Kranarm 11 zum zweiten
Kranarm 12 gezeigt, wobei die Kolben-Zylinder-Einheit 13 auf der linken Seite der
Kranarme angebracht ist und die Kolben-Zylinder-Einheit 3 des weiteren Antriebs auf
der rechten Seite der Kranarme angebracht ist. Aus Gründen der besseren Übersichtlichkeit
sind in der Fig. 8 beide Kolben-Zylinder-Einheiten sichtbar dargestellt, damit die
Unterschiede besser erkennbar sind. Dabei ist die Kolben-Zylinder-Einheit 3 des weiteren
Antriebs an einer anderen, tieferen Position am Kranarm 12 angelenkt als die Kolben-Zylinder-Einheit
13, womit sich ergibt, dass die Totpunktlage der jeweiligen Kolben-Zylinder-Einheit
an einer unterschiedlichen Position des Gelenks 14 eintritt. Zum Einschwenken des
zweiten Kranarmes 12 fährt sowohl die Kolben-Zylinder-Einheit 13 als auch die Kolben-Zylinder-Einheit
3 des weiteren Antriebs solange aus, bis die Kolben-Zylinder-Einheit 13 in den Bereich
ihres Totpunktes gelangt. Die Kolben-Zylinder-Einheit 3 des weiteren Antriebes hat
dabei ihren Totpunkt noch nicht erreicht und fährt weiter aus und bewirkt damit, dass
die Kolben-Zylinder-Einheit 13 ihren Totpunkt überwindet. Anschließend fahren die
beiden Kolben-Zylinder-Einheiten solange ein, bis die beiden Kranarme ihre Endlage,
die Parkierposition, erreichen.
[0024] In Fig. 9 ist eine Steuervorrichtung 20 gezeigt, welche über die Schaltvorrichtung
21 die Kolben-Zylinder-Einheit 13 dazu veranlasst, eine Richtungsumkehr ihrer Wirkrichtung
auszuführen. Ausgelöst wird diese Richtungsumkehr durch das Schaltventil 22, das als
Endschalter fungiert.
[0025] In Fig. 10 sind die beiden ausgeklappten Kranarme eines Krans und ein Schaltventil
22 gezeigt, welches im Bereich der Totpunktlage der Kolben-Zylinder-Einheit 13 zum
Gelenk 14 die Steuervorrichtung 20 dazu veranlasst, eine Richtungsumkehr der Wirkrichtung
der Kolben-Zylinder-Einheit 13 auszuführen. Somit ist kein manuelles Gegensteuern
beziehungsweise Umschalten durch den Bediener erforderlich und die beiden Kranarme
fahren bis zu ihrer Endlage, der Parkierposition, ein.
[0026] In Fig. 11 ist eine Steuervorrichtung 20 gezeigt, welche über die Schaltvorrichtung
21 die Kolben-Zylinder-Einheit 13 dazu veranlasst, eine Richtungsumkehr ihrer Wirkrichtung
auszuführen. Ausgelöst wird diese Richtungsumkehr durch das Schaltventil 22 (siehe
dazu auch Fig. 8). Weiters wird über die Schaltvorrichtung 24 die Kolben-Zylinder-Einheit
3 dazu veranlasst, eine Richtungsumkehr ihrer Wirkrichtung auszuführen. Ausgelöst
wird diese Richtungsumkehr durch das Schaltventil 23 (siehe dazu ebenfalls Fig. 8).
[0027] In Fig. 12 ist ein zusammengeklappte Z-Kran 1 gezeigt, bestehend aus einer Kransäule
2 und zwei Kranarmen. Die Kolben-Zylinder-Einheit 3 des weiteren Antriebs ist dabei
im Inneren des ersten Kranarms 11 ausgeführt.
[0028] Fig. 13 zeigt ebenso einen zusammengeklappten Z-Kran 1 (Parkierposition) bei dem
die Kolben-Zylinder-Einheit 3 des weiteren Antriebs am ersten Kranarm 11 außen ausgeführt
ist.
[0029] Wenn auch die Erfindung anhand des gezeigten Ausführungsbeispieles konkret beschrieben
wurde, versteht es sich von selbst, dass der Anmeidungsgegenstand nicht auf dieses
Ausführungsbeispiel beschränkt ist. Vielmehr versteht es sich von selbst, dass Maßnahmen
und Abwandlungen, die dazu dienen den Erfindungsgedanken umzusetzen, durchaus denkbar
und erwünscht sind.
Bezugszeichenliste:
[0030]
- 1
- Z-Kran
- 2
- Kransäule
- 3
- Kolben-Zylinder-Einheit des weiteren Antriebs
- 4
- Zugpunkt der Kette 5
- 5
- Kette
- 6
- Kopplungseinrichtung
- 7
- Erster Kopplungsteil
- 8
- Zweiter Kopplungsteil
- 9
- Hebel
- 11
- Erster Kranarm
- 12
- Zweiter Kranarm
- 13
- Kolben-Zylinder-Einheit
- 14
- Gelenk
- 20
- Steuervorrichtung
- 21
- Schaltvorrichtung der Kolben-Zylinder-Einheit 13
- 22
- Schaltventil der Schaltvorrichtung 21
- 23
- Schaltventil der Schaltvorrichtung 24
- 24
- Schaltvorrichtung der Kolben-Zylinder-Einheit 3
1. Kran, insbesondere Fahrzeugkran,
- mit einem ersten Kranarm und wenigstens einem zweiten Kranarm,
- welche über ein Gelenk miteinander verbunden sind und
- Ober einen eine Kolben-Zylinder-Einheit aufweisenden Antrieb relativ zueinander
verschwenkbar sind, jeweils ausgehend von einer der beiden Endstellungen in weicher
die Kranarme im Wesentlichen parallel zueinander liegen, bis zum Erreichen eines Totpunktes,
wenn sich die Längsachse der Kolben-Zylinder-Einheit im Wesentlichen auf einer Linie
mit dem Gelenk befindet,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein weiterer Antrieb vorgesehen ist, durch den die Totpunktlage der Kolben-Zylinder-Einheit
(13) zum Gelenk (14) überwindbar ist.
2. Kran nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der weitere Antrieb einen Linearantrieb umfasst.
3. Kran nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Linearantrieb wenigstens eine Koiben-Zylinder-Einheit (3) aufweist.
4. Kran nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der weitere Antrieb ein Zugmittel aufweist, welches sich bei im Wesentlichen gestreckten
Kranarmen von der Unterseite des ersten Kranarmes (11) zur Oberseite des zweiten Kranarmes
(12) hin erstreckt.
5. Kran nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugmittel eine Kette (5) ist.
6. Kran nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der weitere Antrieb über eine lösbare Kopplungseinrichtung (6) mit dem ersten Kranarm
(11) oder dem zweiten Kranarm (12) zumindest im Bereich des Totpunktes in Wirkverbindung
steht.
7. Kran nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplungseinrichtung (6) einen am ersten Kranarm (11) gelagerten ersten Kopplungsteil
(7) aufweist, der mit einem am zweiten Kranarm (12) gelagerten, korrespondierenden
zweiten Kopplungsteil (8) - wenigstens im Bereich des Totpunktes - gekoppelt ist und
außerhalb des Bereiches des Totpunktes von diesem zweiten Kopplungsteil (8) gelöst
ist.
8. Kran nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplungseinrichtung (6) wenigstens einen Hebel (9) aufweist.
9. Kran nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der weitere Antrieb zumindest bereichsweise, vorzugsweise im Wesentlichen vollständig,
im Inneren des ersten Kranarmes (11) oder des zweiten Kranarmes (12) angeordnet ist.
10. Kran nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einer der Kranarme (11, 12) teleskopierbar ausgeführt ist.
11. Kran nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuervorrichtung (20) vorgesehen ist, durch welche die Kolben-Zylinder-Einheit
(13) bei einem bestimmten Winkel des ersten Kranarms (11) zum zweiten Kranarm (12)
eine Umschaltung der Wirkrichtung der Kolben-Zylinder-Einheit (13) erfährt.
12. Kran nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Schaltvorrichtung (21) vorgesehen ist, deren Signale der Steuervorrichtung
(20) zuführbar sind.
13. Kran nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltvorrichtung (21) ein Schaltventil (22) aufweist, durch das bei Erreichen
des Schaltpunktes die Wirkrichtung der Kolben-Zylitlder-Einheit (13) umkehrbar ist.
14. Kran nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Gelenksposition der beiden Kranarme, an der die Totpunktlage der Kolben-Zylinder-Einheit
(13) zum Gelenk (14) eintritt, abweicht von der Gelenksposition, an der die Totpunktlage
der Kolben-Zylinder-Einheit (3) des weiteren Antriebs zum Gelenk (14) eintritt.
15. Kran nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Kolben-Zylinder-Einheit (13) und die Kolben-Zylinder-Einhalt(3) des weiteren
Antriebs asymmetrisch an wenigstens einem der beiden Kranarme angelenkt sind.
16. Kran nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Kran als Z-Kran (1) ausgeführt ist.
17. Fahrzeug mit einem Kran nach einem der Ansprüche 1 bis 16.