[0001] Vorrichtung zum flüssigkeitsdichten Abdecken eines Objekts, Verfahren zur Herstellung
einer flüssigkeitsdichten Abdeckung, und flüssigkeitsabsorbierendes Element
TECHNISCHES GEBIET
[0002] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum flüssigkeitsdichten Abdecken
eines Objekts, insbesondere zum flüssigkeitsdichten Abdecken eines Flachdachs, umfassend
ein flüssigkeitsdichtes Abdichtungselement. Außerdem betrifft die vorliegende Erfindung
ein Verfahren zur Herstellung einer flüssigkeitsundurchlässigen Abdeckung eines Objekts,
insbesondere eines Flachdachs, insbesondere unter Verwendung der genannten Vorrichtung
und ein flüssigkeitsabsorbierendes Element.
STAND DER TECHNIK
[0003] Es ist bekannt, Bauwerke, insbesondere Flachdächer, mittels Kunststofffolien abzudichten.
Diese werden in der Regel einlagig ausgeführt.
[0004] Aufgrund von Umwelteinflüssen, Witterungsbedingungen, Einwirkungen durch Mensch oder
Tier, etc. treten jedoch unvermeidbare Beschädigungen der Kunststofffolie, insbesondere
Leckagen, auf. Insbesondere kann sich Wasser unter der Abdeckfolie ansammeln oder
zu einer anderen Stelle hin abfließen. Durch die Flüssigkeit können zu erheblichen
Schäden am Dach bzw. am Gebäude entstehen.
[0005] Als besonders problematisch ist die Tatsache anzusehen, dass Leckagen in der Regel
nicht unmittelbar nach ihrem Entstehen aufgefunden werden, sondern erst nach einer
erheblichen Zeitspanne. In der Zwischenzeit kann Wasser bereits in großem Umfang eingetreten
sein und entsprechende Schäden verursacht haben.
AUFGABE DER ERFINDUNG
[0006] Ausgehend davon ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung und
ein Verfahren zur Herstellung einer flüssigkeitsundurchlässigen Abdeckung bereitzustellen,
die ein schnelles Auffinden von Leckagen erlauben und das Auftreten von Beschädigungen
am abzudeckenden Objekt verhindern.
TECHNISCHE LÖSUNG
[0007] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung zum flüssigkeitsdichten Abdecken
eines Objekts, insbesondere eine Vorrichtung zum flüssigkeitsdichten Abdecken eines
Flachdachs, nach Anspruch 1, ein Verfahren zur Herstellung einer flüssigkeitsdichten
Abdeckung an einem Objekt, insbesondere an einem Flachdach, nach Anspruch 11, und
ein flüssigkeitsabsorbierendes Element nach Anspruch 14.
[0008] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum flüssigkeitsdichten Abdecken eines Objekts,
insbesondere eines Flachdachs, umfasst ein flüssigkeitsdichtes Abdichtungselement,
und einen benachbart zum flüssigkeitsdichten Abdichtungselement angeordnetes flüssigkeitsabsorbierendes
Element zur Aufnahme von durch Lecks innerhalb des flüssigkeitsdichten Abdichtungselements
hindurch tretender Flüssigkeit.
[0009] Bekanntermaßen kann das Auftreten von Leckagen, Rissen, Löchern, usw. in einem bestimmungsgemäß
flüssigkeitsdichten Abdichtungselement, beispielsweise einer Kunststofffolie oder
einem Bitumenbelag, nicht zuverlässig verhindert werden. Die am Flachdach bzw. am
Gebäude durch eindringende Flüssigkeit entstehenden Schäden können erhebliche Ausmaße
annehmen.
[0010] Das erfindungsgemäß unterhalb der Abdeckfolie angeordnete flüssigkeitsabsorbierende
Element, beispielsweise eine Absorbermatte, die ein Superabsorbermaterial enthält,
absorbiert die durch ein Leck hindurch tretende Flüssigkeit zunächst. Die Aufnahmekapazität
des flüssigkeitsabsorbierenden Elements kann über die Mattendicke und/oder die pro
Flächeneinheit eingebrachte Menge an Superabsorbermaterial gesteuert werden. In vorteilhafter
Weise wandelt sich das zunächst in Pulverform vorliegende Absorbermaterial (z. B.
Polyacrylsäure) beim Kontakt mit Wasser in ein Gel um, das die Feuchtigkeit auch unter
Druck speichern kann. Die Aufnahmekapazität übersteigt ein Vielfaches des Eigengewichts
des Absorbermaterials. Eine Absorbermatte kann beispielsweise so konzipiert sein,
dass 60-100 l/m
2 Wasser aufgenommen werden können.
[0011] Außerdem dehnt sich das Superabsorbermaterial bei der Aufnahme von Wasser aus. Dies
führt dazu, dass sich an einer Stelle, an der Wasser eingedrungen ist, die Abdeckfolie
nach Außen vom Objekt weg wölbt. Dadurch wird das Leck, durch das Wasser eingedrungen
ist, zum einen auf ein höheres Niveau angehoben. Weiteres auf die Abdeckfolie auftreffendes
Wasser wird so daran gehindert, durch das Leck zur Objektseite hin zu fließen. Zum
anderen wird ein Leck durch die in der Abdeckfolie erzeugte Wölbung nach Außen hin
sichtbar und somit leicht auffindbar. Das Leck kann somit vor dem Auftreten erheblicher
Schäden am Objekt aufgrund eindringender Flüssigkeit ohne Weiteres beseitigt werden.
[0012] Mit Hilfe der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird gewährleistet, dass undichte Stellen
im Abdichtungselement frühzeitig erkannt und lokalisiert werden können. Durch das
Anheben des Niveaus des Abdichtungselements im Bereich eines Lecks werden ein weiteres
Einfließen von Flüssigkeit und eine daraus resultierende Beschädigung des Objekts
wirksam verhindert.
[0013] Vorzugsweise ist das flüssigkeitsdichte Abdichtungselement flexibel und/oder verformbar
ausgebildet. Wenn sich das flüssigkeitsabsorbierende Element unter Aufnahme von Flüssigkeit
ausdehnt, wölbt sich das Abdichtungselement im Bereich des Lecks nach Außen vom Objekt
weg. Die Verformung der Folie kann zur Lokalisierung des Lecks im Abdichtungselement
genutzt werden und hebt das Niveau des Lecks zur Verhinderung eines weiteren Einfließens
von Flüssigkeit an.
[0014] In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst das Abdichtungselement eine flüssigkeitsundurchlässige
Abdeckfolie. Da durch Alterung, Materialfehler, Witterung, äußere Einflüsse, etc.,
Beschädigungen und Leckagen in der Folie unvermeidbar sind, kann ein Durchdringen
von Wasser durch die Folie nicht ausgeschlossen werden. Mit Hilfe der erfindungsgemäßen
Lösung kann jedoch eine Beschädigung in kurzer Zeit lokalisiert werden, bevor die
Flüssigkeit zum Objekt vordringt.
[0015] Als Material für die flüssigkeitsundurchlässige Abdeckfolie kann beispielsweise eine
Kunststofffolie verwendet werden. Geeignete Kunststoffe, die hohen Belastungen standhalten,
sind bekannt. Die genannten Probleme können jedoch auch beim Einsatz sehr robuster
Folien nicht ausgeschlossen werden.
[0016] In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst das flüssigkeitsabsorbierende Element
einen flüssigkeitsabsorbierenden Stoff. Die Oberfläche des flüssigkeitsabsorbierenden
Elements ist wasserdurchlässig, so dass Wasser in den Körper des flüssigkeitsabsorbierenden
Elements eindringen kann. Innerhalb des flüssigkeitsabsorbierenden Elements kann das
Wasser im flüssigkeitsabsorbierenden Stoff absorbiert und gespeichert werden. Der
flüssigkeitsabsorbierende Stoff kann ein Superabsorbermaterial umfassen, das ein Vielfaches
seines Eigengewichts an Wasser aufnehmen kann. Beispiele für erfindungsgemäß einsetzbare
Superabsorber sind Materialien, die auf (vernetzter) Polyacrylsäure basieren.
[0017] Das Superabsorbermaterial kann zunächst in Pulverform vorliegen. Beim Kontakt mit
Wasser wandelt sich das Pulver in ein Gel um. Polyacrylsäure-Netzwerke können beispielsweise
bis zu 1000 g Wasser pro Gramm Polymer aufnehmen und auch unter Druck speichern.
[0018] Das Superabsorbermaterial kann in das flüssigkeitsabsorbierende Element in geeigneten
Beladungsstufen eingebracht werden. Das eindringende Wasser kann auf diese Weise sicher
aufgenommen werden. Durch die deutliche Volumenzunahme tritt eine Wölbung des Abdichtungselements
auf. Bei einer horizontalen Anordnung des Abdichtungselements führt dies zu einer
lokalen Erhöhung der Leckagestelle an einen Hochpunkt, wodurch ein weiteres Eindringen
von Feuchtigkeit verhindert bzw. verringert wird. Außerdem dient die Erhöhung einer
schnellen Erkennbarkeit der Leckage.
[0019] Insbesondere ist das flüssigkeitsabsorbierende Element objektseitig relativ zum Abdichtungselement
angeordnet. Die objektseitige Anordnung relativ zum Abdichtungselement bedeutet, dass
das flüssigkeitsabsorbierende Element unterhalb des Abdichtungselements angeordnet
ist.
[0020] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform umfasst das flüssigkeitsabsorbierende
Element eine oder eine Vielzahl von Matten. Diese Absorbermatte ist an sich zumindest
zur Abdichtungsfolie hin wasserdurchlässig und kann durch die Folie durchdringendes
Wasser aufnehmen.
[0021] Insbesondere ist der flüssigkeitsabsorbierende Stoff in der Matte aufgenommen. Der
flüssigkeitsabsorbierende Stoff, beispielsweise ein Superabsorbermaterial, kann in
Pulverform bereitgestellt werden. Es kann im Trägermaterial der Matte enthalten bzw.
eingearbeitet oder aufgenommen sein. Das Superabsorbermaterial kann im Trägermaterial
der Matte integriert oder in innerhalb der Matte ausgebildeten Taschen angeordnet
sein.
[0022] Vorzugsweise umfasst das flüssigkeitsabsorbierende Element wenigstens ein Trägermaterial.
Dieses weist eine für Flüssigkeit durchlässige Oberfläche auf, so dass Wasser eindringen
und absorbiert werden kann.
[0023] Insbesondere weist das Trägermaterial wenigstens ein Vlies, Vliesstoff, ein Gewebe,
ein textiles Material, eine Membran, etc. auf. Besonders bevorzugt wird ein Kunststoffvlies
bzw. ein isotroper oder aninsotroper Vliesstoff eingesetzt.
[0024] Insbesondere weist das Trägermaterial wenigstens einen Hohlraum zur Aufnahme des
flüssigkeitsabsorbierenden Stoffs auf. Der Hohlraum kann als Tasche innerhalb des
Trägermaterials ausgebildet sein.
[0025] In einer bevorzugten Ausführungsform weist das flüssigkeitsabsorbierende Element
wenigstens eine erste Lage eines ersten flüssigkeitsdurchlässigen Materials und wenigstens
eine zweite Lage eines zweiten Materials auf, wobei die erste Lage und die zweite
Lage wenigstens einen Hohlraum zur Abnahme des flüssigkeitsabsorbierenden Stoffs begrenzen.
[0026] Vorzugsweise werden die erste Lage und die zweite Lage so aneinander befestigt, dass
zwischen der ersten Lage und der zweiten Lage eine oder mehrere Taschen zur Aufnahme
des flüssigkeitsabsorbierenden Stoffs ausgebildet werden. Der Hohlraum kann aus durch
die beiden Lagen definierte Taschen bestehen. Die zweite Lage kann wahlweise flüssigkeitsundurchlässig
oder flüssigkeitsdurchlässig sein. Vorzugsweise sind beide Lagen aus gleichem oder
ähnlichem Material, beispielsweise einem Kunststoffvlies, hergestellt. Die beiden
Lagen können übereinander gelegt, und, sobald der flüssigkeitsabsorbierende Stoff
in den Zwischenraum zwischen den Lagen eingebracht ist, miteinander vernäht werden.
Die Nahtstellen definieren dabei die seitlichen Abgrenzungen der einzelnen Taschen.
Auf diese Weise wird der flüssigkeitsabsorbierende Stoff relativ gleichmäßig verteilt
über die gesamte Fläche der Matte verteilt und festgelegt. Somit entstehen keine Stellen,
durch die Flüssigkeit durch die Matte hindurch dringen kann, ohne eine Volumenausdehnung
des flüssigkeitsabsorbierenden Stoffs zu bewirken.
[0027] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist der flüssigkeitsabsorbierende
Stoff eine Zusammensetzung der Art auf, dass er bei der Absorption von Flüssigkeit
eine Volumenvergrößerung erfährt. Derartige Zusammensetzungen, die beim Kontakt mit
Flüssigkeit aufquellen, sind bekannt (z. B. Polyacrylsäure). Diese Stoffe müssen lediglich
derart und in einer Konzentration/Menge pro Flächeneinheit im flüssigkeitsabsorbierenden
Element angeordnet werden, dass sich bei einer Volumenvergrößerung des absorbierenden
Stoffs auch das Volumen des flüssigkeitsabsorbierenden Elements derart vergrößert,
dass eine Leckage zu einer erkennbaren Ausbuchtung im Abdichtungselement führt.
[0028] Insbesondere können das Abdichtungselement und das flüssigkeitsabsorbierende Element
lösbar und/oder unlösbar, d.h. fest, miteinander verbunden sein.
[0029] Die Aufgabe wird auch gelöst durch ein Verfahren zur Herstellung einer flüssigkeitsundurchlässigen
Abdeckung an einem Objekt, insbesondere an einem Flachdach, bevorzugt unter Verwendung
einer Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, umfassend die Schritte:
a) Anordnen eines flüssigkeitsabsorbierenden Elements an bzw. auf dem abzudeckenden
Objekt; und b) Anordnen eines flüssigkeitsundurchlässigen Abdichtungselements über
dem flüssigkeitsabsorbierenden Element.
[0030] Durch die Durchführung der Verfahrensschritte a) und b) in der beschriebenen Reihenfolge
wird das flüssigkeitsabsorbierende Element objektseitig, d. h. in der Regel unterhalb
des Abdichtungselements, angeordnet. Das flüssigkeitsabsorbierende Element befindet
sich somit zwischen dem abzudeckenden Objekt und dem Abdichtungselement. Dadurch wird
durch Leckagen im Abdichtungselement durchdringende Flüssigkeit vom flüssigkeitsabsorbierenden
Element aufgenommen.
[0031] In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst der Schritt a) das Anordnen einer oder
mehrerer flüssigkeitsabsorbierender Matten am Objekt.
[0032] Das flüssigkeitsabsorbierende Element kann an bzw. auf dem abzudeckenden Objekt im
Schritt a) derart angeordnet werden, dass in das flüssigkeitsabsorbierende Element
eindringende Flüssigkeit zu einer Volumenvergrößerung desselben und zu einer lokalen
Ausbuchtung des flüssigkeitsundurchlässigen Abdichtungselements im Bereich der eingedrungenen
Flüssigkeit führt.
[0033] In einer bevorzugten Ausführungsform können die flüssigkeitsabsorbierenden Elemente
und das Abdichtungselement lösbar oder unlösbar miteinander verbunden werden.
[0034] Die Aufgabe wird auch gelöst durch ein flüssigkeitsabsorbierendes Element, umfassend
wenigstens eine erste Lage eines ersten flüssigkeitsdurchlässigen Materials und wenigstens
eine zweite Lage eines zweiten Materials, wobei die erste Lage und die zweite Lage
wenigstens einen Hohlraum zur Aufnahme eines flüssigkeitsabsorbierenden Stoffs begrenzen.
[0035] Die erste Lage und die zweite Lage können so aneinander befestigt werden, dass zwischen
der ersten Lage und der zweite Lage eine oder mehrere Taschen zur Aufnahme des flüssigkeitsabsorbierenden
Stoffs ausgebildet sind.
[0036] Die in Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung beschriebenen Eigenschaften
des flüssigkeitsabsorbierenden Elements werden im Rahmen dieser Erfindung einzeln
und in beliebigen Kombinationen beansprucht.
BESCHREIBUNG DER FIGUREN
[0037] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden anhand der nachfolgenden Beschreibung
bevorzugter Ausführungsbeispiele im Zusammenhang mit den Figuren deutlich. Es zeigen
die
- Figur 1
- ein Gebäude, versehen mit einer erfindungsgemäßen Abdichtung;
- Figur 2
- eine erste Ausführungsform einer wasserabdichtenden erfindungsgemäßen Matte; und
- Figur 3
- eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen wasserabsorbierenden Matte.
BESCHREIBEN SPEZIELLER AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
[0038] Die Figur 1 zeigt ein Gebäude 1, dessen Wand- und Dachbereiche mit der erfindungsgemäßen
Abdichtung 2 versehen sind.
[0039] An der Außenseite des Gebäudes 1 sind zunächst in herkömmlicher Weise eine Dampfbremse
3 und eine Wärmedämmung 4 angeordnet. Über der Wärmedämmung 4 schließt sich die erfindungsgemäße
Abdichtung 2 an. Diese umfasst ein erfindungsgemäßes wasserabsorbierendes Vlies 5
und eine Abdichtfolie 6. Das Vlies 5 ist zwischen dem Gebäude 1 und der Abdichtfolie
6 angeordnet.
[0040] Wenn durch ein in der Abdichtfolie 6 auftretendes Leck Wasser durch die Abdichtfolie
6 zum flüssigkeitsabsorbierenden Vlies 5 durchdringt, wird das Wasser vom flüssigkeitsabsorbierenden
Vlies 5 aufgenommen. Das im flüssigkeitsabsorbierenden Vlies 5 pulverförmig eingebrachte
Superabsorbermaterial wandelt sich dabei unter einer Volumenvergrößerung in ein Gel
um. Damit wird, wie durch das Bezugszeichen 7 angedeutet, die Abdichtungsfolie 6 im
Bereich des Lecks nach Oben gewölbt. Auf diese Weise wird zum einen das Leck auf ein
höheres Niveau angehoben, wodurch das Eintreten weiterer Flüssigkeit durch das Leck
zum Gebäude 1 hin weitgehend verhindert wird. Des Weiteren wird der Bereich 7, in
dem die Abdichtfolie 6 ein Leck aufweist, frühzeitig sichtbar bzw. auffindbar. Dies
ermöglicht eine Reparatur der Abdeckung 2, bevor Schäden am Gebäude 1, an der Dampfbremse
3 und/oder an der Wärmedämmung 4 auftreten können.
[0041] Die Figur 2 zeigt eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen feuchtigkeitsabsorbierenden
Vliesmatte 5. Diese weist eine obere Lage 5a aus Vliesstoff und eine untere Lage 5b
aus Vliesstoff auf. Die obere Lage 5a und die untere Lage 5b sind wasserdurchlässig
und können selbst eine bestimmte Menge an Flüssigkeit aufnehmen. Die obere Lage 5a
und die untere Lage 5b sind streifenartig so miteinander vernäht, dass zwischen der
oberen Lage 5a und der unteren Lage 5b rechteckige bzw. quadratische Taschen, z. B.
8a und 8b, ausgebildet werden. Innerhalb der abgegrenzten Taschen (z. B. 8a und 8b)
ist ein pulverförmiges Superabsorbermaterial 9, beispielsweise Polyacrylsäure, angeordnet.
Das Superabsorbermaterial 9 dehnt sich bei der Aufnahme von eindringendem Wasser erheblich
aus, so dass sich die flüssigkeitsabsorbierende Matte 5 an der entsprechenden Stelle
nach Oben (und/oder nach Unten) wölbt.
[0042] Die Figur 3 zeigt eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen flüssigkeitsabsorbierenden
Matte 5. Diese weist eine erste, wasserdurchlässige obere Lage 5a aus Vliesstoff,
und eine zweite, wasserundurchlässige untere Lage 10 auf. Zwischen den Lagen 5a und
10 ist in abgegrenzten Bereichen Superabsorbermaterial 9 in einer gewünschten Menge
pro Flächeneinheit eingebracht.
[0043] Durch die obere Lage 5a durchdringendes Wasser kann vom Superabsorbermaterial 9 aufgenommen
werden. Durch die Volumenzunahme des Superabsorbermaterials 9 aufgrund der Flüssigkeitsaufnahme
wölbt sich die Oberfläche der ersten Lage 5a lokal nach Außen. Auf diese Weise wird
ein Leck, das sich in einer über der Matte 5 angeordneten Abdichtungsfolie 6 befindet,
sichtbar gemacht und nach Oben angehoben.
1. Vorrichtung (5, 6) zum flüssigkeitsdichten Abdecken eines Objekts (1), insbesondere
zum flüssigkeitsdichten Abdecken eines Flachdachs, umfassend ein flüssigkeitsdichtes
Abdichtungselement (6), und ein benachbart zum flüssigkeitsdichten Abdichtungselement
(6) angeordnetes flüssigkeitsabsorbierendes Element (5) zur Aufnahme von durch Lecks
innerhalb des flüssigkeitsdichten Abdichtungselements (6) hindurch tretender Flüssigkeit.
2. Vorrichtung (5, 6) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das flüssigkeitsdichte Abdichtungselement (6) flexibel und/oder verformbar ausgebildet
ist.
3. Vorrichtung (5, 6) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
das flüssigkeitsdichte Abdichtungselement (6) eine flüssigkeitsundurchlässige Abdeckfolie
umfasst.
4. Vorrichtung (5, 6) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das flüssigkeitsabsorbierende Element (5) objektseitig relativ zum flüssigkeitsdichten
Abdichtungselement (6) angeordnet ist.
5. Vorrichtung (5, 6) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das flüssigkeitsabsorbierende Element (5) eine oder eine Vielzahl von Matten umfasst.
6. Vorrichtung (5, 6) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
der flüssigkeitsabsorbierende Stoff (9) innerhalb der Matte bzw. der Matten angeordnet
ist.
7. Vorrichtung (5, 6) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das flüssigkeitsabsorbierende Element (5) wenigstens ein Trägermaterial umfasst, das
wenigstens ein Vlies, Vliesstoff, Gewebe, textiles Material, eine Membran, etc., umfasst.
8. Vorrichtung (5, 6) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das flüssigkeitsabsorbierende Element (5) wenigstens einen Hohlraum (8a, 8b) zur Aufnahme
des flüssigkeitsabsorbierenden Stoffs (9) umfasst.
9. Vorrichtung (5, 6) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das flüssigkeitsabsorbierende Element (5) wenigstens eine erste Lage (5a) eines ersten
flüssigkeitsdurchlässigen Materials, und wenigstens eine zweite Lage (5b, 10) eines
zweiten Materials umfasst, wobei die erste Lage (5a) und die zweite Lage (5b, 10)
wenigstens einen Hohlraum (8a, 8b), der durch eine oder mehrere Taschen (8a, 8b) gebildet
ist, zur Aufnahme des flüssigkeitsabsorbierenden Stoffs (9) begrenzen.
10. Vorrichtung (5, 6) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der flüssigkeitsabsorbierende Stoff (9) eine Zusammensetzung derart aufweist, dass
bei einer Absorption von Flüssigkeit eine Volumenvergrößerung des flüssigkeitsabsorbierenden
Stoffs (9) auftritt.
11. Verfahren zur Herstellung einer flüssigkeitsundurchlässigen Abdeckung (5, 6) an einem
Objekt (1), insbesondere unter Verwendung einer Vorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, umfassend die Schritte:
a) Anordnen eines flüssigkeitsabsorbierenden Elements (5) an bzw. auf dem abzudeckenden
Objekt (1); und
b) Anordnen eines flüssigkeitsundurchlässigen Abdichtungselements (6) über dem flüssigkeitsabsorbierenden
Element (5).
12. Verfahren nach Anspruch 115,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Schritt a) das Anordnen einer oder mehrerer flüssigkeitsabsorbierender Matten
(5) am Objekt (1) umfasst.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
das flüssigkeitsabsorbierenden Element (5) an bzw. auf dem abzudeckenden Objekt (1)
im Schritt a) derart angeordnet wird, dass in das flüssigkeitsabsorbierende Element
(5) eindringende Flüssigkeit zu einer Volumenvergrößerung desselben und zu einer lokalen
Ausbuchtung des flüssigkeitsundurchlässigen Abdichtungselements (6) im Bereich der
eingedrungenen Flüssigkeit führt.
14. Flüssigkeitsabsorbierendes Element (5), umfassend wenigstens eine erste Lage (5a)
eines ersten flüssigkeitsdurchlässigen Materials, und wenigstens eine zweite Lage
(5b, 10) eines zweiten Materials, wobei die erste Lage (5a) und die zweite Lage (5b,
10) wenigstens einen Hohlraum zur Aufnahme eines flüssigkeitsabsorbierenden Stoffs
(9) begrenzen.
15. Flüssigkeitsabsorbierendes Element (5) nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Abdichtungselement (6) die erste Lage (5a) und die zweite Lage (5b, 10) so aneinander
befestigt sind, dass zwischen der ersten Lage (5a) und der zweite Lage (5b, 10) eine
oder mehrere Taschen (8a, 8b) zur Aufnahme des flüssigkeitsabsorbierenden Stoffs (9)
ausgebildet sind.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Vorrichtung (5, 6) zum flüssigkeitsdichten Abdecken eines Objekts (1), insbesondere
zum flüssigkeitsdichten Abdecken eines Flachdachs, umfassend ein flüssigkeitsdichtes
Abdichtungselement (6) in Form einer flüssigkeitsundurchlässigen Abdeckfolie, und
ein benachbart zum flüssigkeitsdichten Abdichtungselement (6) angeordnetes flüssigkeitsabsorbierendes
Element (5) zur Aufnahme von durch Lecks innerhalb des flüssigkeitsdichten Abdichtungselements
(6) hindurch tretender Flüssigkeit, wobei das flüssigkeitsabsorbierende Element ein
pulverförmiges Superabsorbermaterial (9) umfasst, das bei Kontakt mit Wasser in Gel
umgewandelt wird, wobei sich das Superabsorbermaterial (9) bei Aufnahme von Wasser
ausdehnt, sich das Abdichtelement (6) im Bereich (7) des Lecks des Wassers nach außen
weg wölbt und das Niveau des Lecks zur Verminderung eines weiteren Einfließens von
Flüssigkeit anhebt.
2. Vorrichtung (5,6) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das flüssigkeitsdichte Abdichtungselement (6) flexibel und/oder verformbar ausgebildet
ist.
3. Vorrichtung (5,6) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das flüssigkeitsabsorbierende Element (5) objektseitig relativ zum flüssigkeitsdichten
Abdichtungselement (6) angeordnet ist.
4. Vorrichtung (5,6) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das flüssigkeitsabsorbierende Element (5) eine oder eine Vielzahl von Matten umfasst.
5. Vorrichtung (5,6) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
der flüssigkeitsabsorbierende Stoff (9) innerhalb der Matte bzw. der Matten angeordnet
ist.
6. Vorrichtung (5,6) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das flüssigkeitsabsorbierende Element (5) wenigstens ein Trägermaterial umfasst, das
wenigstens ein Vlies, Vliesstoff, Gewebe, textiles Material, eine Membran, etc., umfasst.
7. Vorrichtung (5, 6) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das flüssigkeitsabsorbierende Element (5) wenigstens einen Hohlraum (8a, 8b) zur Aufnahme
des flüssigkeitsabsorbierenden Stoffs (9) umfasst.
8. Vorrichtung (5,6) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das flüssigkeitsabsorbierende Element (5) wenigstens eine erste Lage (5a) eines ersten
flüssigkeitsdurchlässigen Materials, und wenigstens eine zweite Lage (5b, 10) eines
zweiten Materials umfasst, wobei die erste Lage (5a) und die zweite Lage (5b, 10)
wenigstens einen Hohlraum (8a, 8b), der durch eine oder mehrere Taschen (8a, 8b) gebildet
ist, zur Aufnahme des flüssigkeitsabsorbierenden Stoffs (9) begrenzen.
9. Vorrichtung (5, 6) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der flüssigkeitsabsorbierende Stoff (9) eine Zusammensetzung derart aufweist, dass
bei einer Absorption von Flüssigkeit eine Volumenvergrößerung des flüssigkeitsabsorbierenden
Stoffs (9) auftritt.
10. Verfahren zur Herstellung einer flüssigkeitsundurchlässigen Abdeckung (5,6) an einem
Objekt (1) unter Verwendung einer Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
umfassend die Schritte:
a) Anordnen eines flüssigkeitsabsorbierenden Elements (5) an bzw. auf dem abzudeckenden
Objekt (1); und
b) Anordnen eines flüssigkeitsundurchlässigen Abdichtungselements (6) über dem flüssigkeitsabsorbierenden
Element (5).
11. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Schritt a) das Anordnen einer oder mehrerer flüssigkeitsabsorbierender Matten
(5) am Objekt (1) umfasst.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichet, dass
das flüssigkeitsabsorbierenden Element (5) an bzw. auf dem abzudeckenden Objekt (1)
im Schritt a) derart angeordnet wird, dass in das flüssigkeitsabsorbierende Element
(5) eindringende Flüssigkeit zu einer Volumenvergrößerung desselben und zu einer lokalen
Ausbuchtung des flüssigkeitsundurchlässigen Abdichtungselements (6) im Bereich der
eingedrungenen Flüssigkeit führt.