[0001] Die Erfindung betrifft einen Klappenbeschlag für eine Möbelklappe, mit wenigstens
einem einerseits an einem Möbelkorpus um eine ortsfeste Schwenkachse und andererseits
an der Möbelklappe an einer klappenseitigen Schwenkachse schwenkbar lagerbaren Stellarm
zur Bewegung der Möbelklappe zwischen einer ein Schrankfach im Möbelkorpus verschließenden
Schließstellung und einer nach oben bewegten Offenstellung, und mit einem auf den
wenigstens einen Stellarm wirkenden Stellantrieb, über den der Stellarm derart antreibbar
ist, dass die Möbelklappe von der Schließstellung in Richtung der Offenstellung und
umgekehrt bewegbar ist, wobei zwischen dem Stellantrieb und dem Stellarm eine Drehmoment-Übertragungseinrichtung
angeordnet ist. Die Erfindung betrifft ferner ein mit einem derartigen Klappenbeschlag
ausgestattetes Möbel, beispielsweise in Form eines Schranks, insbesondere Oberschranks.
[0002] Ein Möbel mit einem derartigen Klappenbeschlag ist beispielsweise aus der
WO 2006/099645 A1 bekannt, wobei dort ein elektrischer Antrieb mit Elektromotor vorgesehen ist, der
in der Schließstellung der Möbelklappe einen Startimpuls auf den Stellarm überträgt,
wodurch der Stellarm über eine Neutrallage bewegt wird, ab der eine selbsttätige Bewegung
in die vollständige Offenstellung ohne Motorunterstützung erfolgt. Befindet sich die
Möbelklappe in der vollständigen Offenstellung, wird zum Schließen ebenfalls ein Startimpuls
eingeleitet, wodurch die Möbelklappe dann wieder über die Neutrallage hinausbewegt
wird, ab der dann eine selbsttätige Bewegung in die Schließstellung ohne Motorunterstützung
erfolgt. Der elektrische Antrieb ist also nur über einen Teil der Stellbewegung zwischen
der Schließ- und der Offenstellung wirksam. Zwischen dem elektrischen Stellantrieb
und dem Stellarm ist eine Drehmoment-Übertragungseinrichtung in Form einer sogenannten
Freilaufkupplung eingeschaltet. Dabei sind zwei Kupplungsteile vorgesehen, die derart
miteinander gekuppelt sind, dass eine Drehmomentübertragung in eine Drehrichtung möglich
ist, während in die andere Drehrichtung zunächst ein Freilauf ausgebildet ist, wodurch
sich die beiden Kupplungsteile ein Stück weit relativ zueinander verdrehen können.
Befindet sich die Möbelklappe in der Schließstellung, ist ein manuelles Öffnen nicht
möglich, da die Selbsthemmung des elektrischen Antriebs entgegenwirkt. Ebenfalls erwähnt
ist eine Überlastkupplungseinrichtung, die auf die Freilaufkupplung wirkt. Die Überlastkupplungseinrichtung
ist als Schlingfederkupplung ausgestaltet, die in eine Drehrichtung eine Drehmomentübertragung
zulässt, während in der anderen Drehrichtung ein Freilauf vorliegt.
[0003] Aus der
US 2,912,237 ist eine elektrisch angetriebene Möbelklappe offenbart. Zwischen dem elektrischen
Stellantrieb und dem Stellarm ist ein Getriebe mit einer Freilaufkupplung eingeschaltet.
Der elektrische Stellantrieb treibt über ein Riemengetriebe eine Abtriebswelle des
Getriebes an, die wiederum mit einem Kupplungsteil verbunden ist. Auf dieses Kupplungsteil
ist ein zweites Kupplungsteil aufgesteckt, an dem wiederum der Stellarm sitzt. Beide
Kupplungsteile werden von einer Schlingfeder umschlossen, wodurch in die eine Drehrichtung
eine Drehmomentübertragung stattfindet, während in die andere Drehrichtung ein Freilauf
vorliegt.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Klappenbeschlag und ein damit ausgestattetes
Möbel zu schaffen, mit dem sich eine daran angeordnete Möbelklappe komfortabel und
auf zwei unterschiedliche Arten, nämlich zum einen automatisch mittels eines Stellantriebs
oder manuell öffnen und schließen lässt.
[0005] Diese Aufgabe wird durch einen Klappenbeschlag mit den Merkmalen des unabhängigen
Anspruchs 1 sowie einem Möbel mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 15 gelöst.
Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen dargestellt.
[0006] Der erfindungsgemäße Klappenbeschlag zeichnet sich dadurch aus, dass die Drehmoment-Übertragungseinrichtung
als Überlastkupplung ausgebildet ist, die bei Überschreitung eines bestimmten Drehmomentes
ein Entkuppeln von Stellantrieb und Stellarm sowohl bei der Bewegung der Möbelklappe
in die Offenstellung als auch bei der Bewegung der Möbelklappe in die Schließstellung
bewirkt.
[0007] Durch die Überlastkupplung lässt sich die Möbelklappe auf zwei unterschiedliche Arten
öffnen oder schließen. Zum einen ist ein automatisches Öffnen oder Schließen mittels
des Stellantriebs möglich, wobei vorzugsweise die Öffnungsbewegung von der Schließstellung
in die vollständige Offenstellung und umgekehrt komplett automatisch erfolgt. Andererseits
lässt sich die Möbelklappe auch jederzeit manuell öffnen oder schließen, wobei in
diesem Fall das durch die manuelle Handhabe der Möbelklappe eingebrachte Drehmoment
dafür sorgt, dass die Überlastkupplung den Stellarm vom Stellantrieb entkuppelt, wodurch
dann eine stellantriebslose Weiterbewegung der Möbelklappe möglich ist, ohne Behinderung
durch die Selbsthemmung des Stellantriebs. Die Überlastkupplung trägt ferner zum Schutz
des Klappenbeschlags gegen unbeabsichtigte Beschädigung bei. Einer in Schließstellung
befindlichen Möbelklappe sieht man von außen in der Regel nicht an, dass es sich hierbei
um eine automatisch betätigbare Möbelklappe handelt. Bei der aus der
WO 2006/099645 A1 bekannten Möbelklappe kann der Fall eintreten, dass der Bediener nicht erkennt, dass
es sich um eine elektrisch betriebene Möbelklappe handelt, so dass versucht wird,
durch Ziehen die Möbelklappe manuell zu öffnen. Das Ziehen an der Möbelklappe wird
aber nichts bewirken, falls die Aktivierung des elektrischen Antriebs durch kurzen
Druck in Richtung Möbelkorpus erfolgt. Im nächsten Schritt kann es dann durchaus der
Fall sein, dass der Bediener der Ansicht ist, dass die Möbelklappe einfach klemmt
und dann noch stärker an der Möbelklappe zieht, wodurch dann möglicherweise das dem
elektrischen Antrieb zugeordnete Getriebe oder der elektrische Antrieb selber beschädigt
wird. Ein derartiges Szenario ist mit dem erfindungsgemäßen Klappenbeschlag nicht
möglich, da in diesem Fall die Überlastkupplung anspricht, die für das Entkuppeln
von Stellarm und Stellantrieb sorgt. Die Überlastkupplung wirkt zudem in beide Bewegungsrichtungen
der Möbelklappe, so dass sowohl ein manuelles Öffnen als auch ein manuelles Schließen
der Möbelklappe möglich ist.
[0008] In besonders bevorzugter Weise handelt es sich bei dem Stellantrieb um einen elektrischen
Stellantrieb mit Elektromotor. Prinzipiell wäre jedoch auch alternativ ein pneumatischer
Stellantrieb einsetzbar.
[0009] Bei einer Weiterbildung der Erfindung erfolgt die Drehmomentübertragung vom Stellantrieb
auf den Stellarm mittels der Überlastkupplung durch Formschluss. Die Überlastkupplung
könnte daher auch als Formschluss-Überlastkupplung bezeichnet werden. Alternativ wäre
auch eine Drehmomentübertragung mittels Reibschluss möglich.
[0010] In besonders bevorzugter Weise weist die Überlastkupplung ein in Antriebsverbindung
mit dem elektrischen Stellantrieb stehendes erstes Kupplungsteil und ein in Antriebsverbindung
mit dem Stellarm stehendes zweites Kupplungsteil sowie den beiden Kupplungsteilen
zugeordnete Rastmittel auf, die zwischen einer die beiden Kupplungsteile drehfest
miteinander kuppelnden Raststellung und einer eine Relativbewegung zwischen den beiden
Kupplungsteilen ermöglichenden Freigabestellung bewegbar sind. In der Raststellung
der Rastmittel erfolgt also eine Drehmomentübertragung vom Stellantrieb auf den Stellarm,
während die beiden Kupplungsteile in der Freigabestellung relativ zueinander bewegbar
sind, wodurch die manuelle Betätigung der Möbelklappe möglich ist, ohne dass die Selbsthemmung
des Stellantriebs die Betätigung der Möbelklappe verhindert.
[0011] Bei einer Weiterbildung der Erfindung sind die beiden Kupplungsteile radförmig ausgestaltet
und koaxial zu einer Rotationsachse der Kupplungsteile zueinander angeordnet, wobei
die Rastmittel zwischen den beiden Kupplungsteilen angeordnet sind. Die Rastmittel
sind also Platz sparend zwischen diesen beiden radförmigen Kupplungsteilen untergebracht.
[0012] In besonders bevorzugter Weise weisen die Rastmittel wenigstens eine mittels wenigstens
einer Feder beaufschlagte, drehfest mit einem der beiden Kupplungsteile verbundene
Rastnocke und wenigstens eine am anderen der beiden Kupplungsteile ausgebildete Rastausnehmung
auf, wobei die wenigstens eine Rastnocke durch die Federkraft der Feder im Stellantriebsbetrieb
in die Rastausnehmung eingerastet und bei Überschreitung eines bestimmten Drehmoments
entgegen der Federkraft der Feder ausgerastet ist, sich also in der Freigabestellung
befindet. Die Rastnocke kann somit als Mitnehmer fungieren und nimmt im eingerasteten
Zustand, also in der Raststellung, das andere Kupplungsteil mit, wodurch eine Drehmomentübertragung
auf den Stellarm möglich ist.
[0013] Zweckmäßigerweise ist die Rastnocke zwischen der Rast- und der Freigabestellung mittels
einer linearen, insbesondere radial zur Rotationsachse verlaufenden Stellbewegung
bewegbar. Prinzipiell wäre es jedoch auch möglich, dass die Rastnocke zwischen der
Rast- und der Freigabestellung mittels einer Schwenkbewegung verschwenkt wird. Als
Alternative zur radial zur Rotationsachse verlaufenden Stellbewegung ist auch eine
Stellbewegung in Axialrichtung möglich.
[0014] Bei einer weiterbildung der Erfindung sind Rastnocke und zugeordnete Feder in einem
Nockengehäuse verstellbar gelagert. Rastnocke, Feder und Nockengehäuse können also
eine Baueinheit bilden. Es ist möglich, dass das Nockengehäuse einstükkig mit dem
zugeordneten Kupplungsteil verbunden ist, beispielsweise bei der Herstellung des Kupplungsteils
gleich mitangebracht wird. Alternativ ist es möglich, dass das Nokkengehäuse lösbar
am zugeordneten Kupplungsteil befestigt und im befestigten Zustand dann drehfest mit
diesem Kupplungsteil verbunden ist. Im letzteren Fall ist ein Austausch des Nockengehäuses,
beispielsweise bei Beschädigung der Feder oder der Rastnocke, in einfacher Weise möglich.
[0015] In besonders bevorzugter Weise ist die wenigstens eine Rastaufnahme als Rastkerbe
mit zwei jeweils einer der beiden einander entgegengesetzten Stellantriebs-Drehrichtungen
des Stellantriebs zugeordneten Kerbflanken ausgebildet, wobei die Kerbflanken jeweils
schräg zur zugeordneten Stellantriebs-Drehrichtung ausgerichtet sind und eine Flankensteigung
aufweisen. Die Rastnocke kann also an der Flankensteigung in Anlage liegen, wobei
das Lösen der Rastnocke und damit Ausrasten aus der Raststellung durch die Steigung
der Kerbflanken vorgegeben werden kann. Durch die Steigung der Kerbflanken ist das
maximale Drehmoment, bei dem noch eine Drehmomentübertragung auf den Stellarm ausgeübt
wird, vorgebbar.
[0016] Bei einer Weiterbildung der Erfindung sind zwei diametral bezüglich der Rotationsachse
angeordnete Rastnocken vorgesehen, die jeweils durch wenigstens eine Feder beaufschlagt
sind.
[0017] Zweckmäßigerweise ist ein Federpaket mit wenigstens zwei Federn zur Beaufschlagung
der wenigstens einen, insbesondere zwei Rastnocken vorgesehen. Das Federpaket kann
beispielsweise aus einer Ringfeder in Kombination mit einer Druckfeder, beispielsweise
Schraubenfeder, bestehen oder aus wenigstens zwei parallel zueinander angeordneten
Druckfedern. Alternativ kann auch wenigstens eine Blattfeder eingesetzt werden.
[0018] Bei einer Weiterbildung der Erfindung sind die beiden Kupplungsteile als Kupplungs-Zahnräder
ausgestaltet, die Bestandteil eines zwischen dem elektrischen Stellantrieb und dem
Stellarm angeordneten Zahnradgetriebes sind. Als Alternative zum Zahnradgetriebe kann
auch ein Riemengetriebe eingesetzt werden.
[0019] Es ist möglich, dass ein unangetriebener Lenkhebel vorgesehen ist, der einenends
schwenkbar an der Möbelklappe und andernends schwenkbar am Möbelkorpus gelagert ist
und gemeinsam mit dem angetriebenen Stellarm ein für die Bewegung einer einteiligen
Möbelklappe geeignetes Viergelenk bildet. Alternativ ist es möglich, dass die Möbelklappe
als so genannte Faltklappe ausgebildet ist, mit zwei Klappenteilen, die relativ zueinander
bewegbar sind, wobei dann ein einzelner Stellarm vorgesehen sein kann, der beispielsweise
am unteren spielsweise ein Schwenkscharnier am Möbelkorpus schwenkbar gelagert ist.
[0020] Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist wenigstens ein Positionsdetektionselement
zur Detektion der Schließ- und der Offenstellung der Möbelklappe vorgesehen, das mittels
Signalübertragung den Stellantrieb bhei Erreichen der Öffnungs- oder Schließstellung
zum Anhalten bringt.
[0021] Zweckmäßigerweise sind zwei Positionsdetektionselemente vorgesehen, von denen eines
der Schließstellung und das andere der Offenstellung der Möbelklappe zugeordnet ist,
wobei die Positionsdetektionselemente jeweils mit einem am Stellarm angeordneten Auslöseelement
derart zusammenwirken, dass das Auslöseelement in der Schließstellung und in der Offenstellung
das betreffende Positionsdetektionselement aktiviert, das dann ein den Stellantrieb
stoppendes Signal abgibt.
[0022] Als Positionsdetektionselement ist ein Positionssensor, beispielsweise im Form eines
Hall-Sensors einsetzbar, wobei Letzterer beispielsweise direkt auf einer Abtriebswelle
des Stellantriebs sitzen kann. Im Falle von zwei Positionsdektionselementen können
diese beispielsweise als Positionsschalter, insbesondere Reed-Schalter, ausgebildet
sein.
[0023] Die Erfindung umfasst ferner noch ein Möbel mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs
15.
[0024] Das erfindungsgemäße Möbel zeichnet sich dadurch aus, dass die Drehmoment-Übertragungseinrichtung
als Überlastkupplung ausgebildet ist, die bei Überschreitung eines bestimmten Drehmoments
ein Entkuppeln von elektrischem Stellantrieb und Stellarm sowohl bei der Bewegung
der Möbelklappe in die Offenstellung als auch bei der Bewegung der Möbelklappe in
die Schließstellung bewirkt.
[0025] Das Möbel kann Aktivierungsmittel zur Aktivierung des elektrischen Stellantriebs
aufweisen, vorzugsweise umfassend einen am Möbelkorpus angeordneten Aktivierungsschalter.
Statt des Aktivierungsschalters kann auch eine Fernbedienung zur Aktivierung des elektrischen
Stellantriebs vorgesehen sein.
[0026] Das Möbel kann ferner ein insbesondere am Möbelkorpus angeordnete elektronische Steuerungseinrichtung
zur Ansteuerung des Stellantriebs aufweisen.
[0027] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und
werden im Folgenden näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:
- Figur 1
- ein erstes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemä- ßen Klappenbeschlags, wobei eine
einem Schrankfach zugeordnete Möbelklappe im Vertikalschnitt gezeigt ist und der Klappenbeschlag
in Draufsicht ohne Ab- deckung erscheint, wobei sich die Möbelklappe in der Offenstellung
befindet,
- Figur 2
- eine Darstellung gemäß Figur 1, wobei der Klappen- beschlag ohne weitere Abdeckung
erscheint, so dass das zwischen Stellantrieb und Stellarm angeordnete Getriebe sichtbar
ist, wobei sich die Möbelklappe in der Offenstellung befindet,
- Figur 3
- der Klappenhalter, der Möbelkorpus und die Möbel- klappe von Figur 2, wobei sich die
Möbelklappe in der Schließstellung befindet,
- Figur 4
- eine perspektivische Darstellung der Überlastkupp- lung,
- Figur 5
- eine perspektivische Draufsicht auf eines der bei- den Kupplungsteile, wobei die Rastmittel
sichtbar sind,
- Figur 6
- eine perspektivische Draufsicht auf das Kupplungs- teil von Figur 5 ohne Rastmittel
und
- Figur 7
- ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung, wo- bei hier eine perspektivische Draufsicht
auf eine andere Ausführungsform der Rastmittel gezeigt ist.
[0028] Die Figuren 1 bis 6 zeigen ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Klappenbeschlags 11, der auch als Klappenhalter bezeichnet werden kann.
[0029] Der Klappenbeschlag 11 ist an einem Möbel 10, vorzugsweise Schrank, insbesondere
Oberschrank, angeordnet, der in der Höhe an einer Gebäudewand hängend befestigt wird.
Der Möbelkorpus 12 des Schrankes weist zwei zueinander entgegengesetzte, vertikale
Seitenwände 13, von denen in der Zeichnung nur eine sichtbar ist, eine Bodenwand 14,
eine Deckenwand 15 und eine Rückwand auf und enthält ein von diesen Wänden begrenztes
Schrankfach 16, dass durch ein Fachbrett (nicht dargestellt) in der Höhe unterteilt
sein kann.
[0030] Der vorderseite des Schrankfachs 16 ist eine Möbelklappe 17 zugeordnete, die in ihrer
Schließstellung eine vertikale Lage einnimmt und das Schrankfach 16 verschließt. Die
Möbelklappe 17 kann aus dieser Schließstellung nach Zurücklegen eines bestimmten Öffnungswinkels
in eine den Zugang zum Schrankfach 16 gestattenden Offenstellung verstellt werden.
[0031] Die Möbelklappe 17 ist beispielhaft anhand einer einteiligen Möbelklappe 17 dargestellt.
Bei einer nicht dargestellten Alternative könnte jedoch auch eine zweigeteilte Möbelklappe
vorgesehen sein, die dann ihrerseits von einem oberen Klappenteil und einem unteren
Klappenteil gebildet ist, die an einer Scharnierachse gelenkig miteinander verbunden
sind. In diesem Fall wird die Scharnierachse üblicherweise von zwei jeweils an einem
der beiden seitlichen Endbereichen der Möbelklappe angeordneten Scharnieren gebildet.
Das Scharnier kann ein am oberen Klappenteil zu befestigendes oberes Scharnierteil
und ein am unteren Klappenteil zu befestigendes unteres Scharnierteil aufweisen, die
mittels eines die Scharnierachse bildenden Scharnierstiftes oder dergleichen aneinander
angelenkt sind. Die beiden Scharnierteile können an der dem Schrankfach zugewandten
Innenseite der Klappenteile befestigt sein. Die Scharnierachse kann nahe der Fuge
zwischen den beiden Klappenteilen oder auch mit einem gewissen Abstand ober- oder
unterhalb der Fuge angeordnet sein. Das obere Klappenteil ist ferner noch um ein Gelenkachse
verschwenkbar am Möbelkorpus gelagert. Beim Überführen in die Offenstellung führen
die beiden Klappenteile gegensinnige Schwenkbewegungen aus, indem das obere Klappenteil
vom Schrankfach und somit vom Möbelkorpus wegschwenkt, während das untere Klappenteil
zum Möbelkorpus hinschwenkt, so dass die Möbelklappe sozusagen zusammengefaltet wird.
[0032] Im Folgenden wird die Funktion der Erfindung jedoch beispielhaft im Zusammenhang
mit einer einteiligen Möbelklappe 17 erläutert.
[0033] Der Klappenbeschlag 11 besitzt einen einerseits an dem Möbelkorpus 12 um eine ortsfeste
Schwenkachse 18 und andererseits an einer klappenseitigen Schwenkachse 19 schwenkbar
gelagerten ersten Stellarm 20 zur Bewegung der Möbelklappe 17 zwischen der das Schrankfach
16 verschließenden Schließstellung und der nach oben bewegten Offenstellung.
[0034] Die ortsfeste Schwenkachse 18 des Stellarms 20 befindet sich nicht weit unterhalb
der Deckenwand 15 des Möbelkorpus 12. Zweckmäßigerweise sitzt die ortsfeste Schwenkachse
18 an einer nicht dargestellten Beschlagplatte, die ihrerseits wiederum an der Seitenwand
13 des Möbelkorpus 12 befestigt ist. Prinzipiell wäre es jedoch auch möglich, die
ortsfeste Schwenkachse 18 direkt an der Seitenwand 13 anzuordnen. Die klappenseitige
Schwenkachse 19 sitzt an einem Halteteil 21, der auch als Türwinkel bezeichnet werden
kann, das wiederum an der Klappenrückseite der Möbelklappe 17 befestigt ist.
[0035] Das Halteteil 21 besteht in beispielhafter Ausführung aus einem Befestigungsabschnitt
22, der an der Klappenrückseite befestigt, beispielsweise auf eine dort angebrachte
Clipleiste aufgeclipt wird, und einem im Wesentlichen senkrecht vom Befestigungsabschnitt
22 abstehenden finger- oder hebelartigen Lagerabschnitt. Das Halteteil 21 kann einstückig
ausgeführt sein, wobei dann Befestigungsabschnitt 22 und Lagerabschnitt 23 eine Einheit
bilden oder alternativ zweiteilig, wobei dann der Befestigungsabschnitt und der Lagerabschnitt
als getrennte und aneinander befestigbare Bauteile ausgeführt sein können.
[0036] Der Klappenbeschlag 11 besitzt einen Lenkhebel 24, der einenends um eine Gelenkachse
25 schwenkbar am Möbelkorpus 12 und andernends um eine klappenseitige Gelenkachse
26 schwenkbar an der Möbelklappe 17 gelagert ist. Der Lenkhebel ist beispielhaft als
bogenförmiger Hebel ausgebildet, wobei dessen klappenseitige Gelenkachse 26 am Ende
des Lagerabschnitts 23 des Halteteils 21 liegt, das dem Befestigungsabschnitt 22 des
Halteteils 21 gegenüberliegt. Stellarm 20 und Lenkhebel 24 bilden somit gemeinsam
mit ihren Schwenk- oder Gelenkachsen 18, 19, 25, 26 ein Viergelenk, das die Bewegungskinematik
bei der Bewegung der Möbelklappe 17 zwischen der Schließ- und der Offenstellung vorgibt.
[0037] Bei der alternativen Ausführungsform einer Faltklappe wäre lediglich der Stellarm
20 notwendig, da die Faltklappe selber ja zusätzlich noch zwei Gelenkpunkte aufweist,
nämlich die Anlenkung des oberen Klappenteils am Möbelkorpus und der Gelenkpunkt zwischen
den beiden Klappenteilen, so dass auch hier ein Viergelenk gebildet wird.
[0038] Die klappenseitige Gelenkachse 26 des Lenkhebels kann oberhalb der klappenseitigen
Schwenkachse 19 des ersten Stellarms 20 liegen.
[0039] Es ist ferner ein auf den Stellarm 20 wirkender Stellantrieb 27 vorgesehen, über
den der Stellarm 20 derart antreibbar ist, dass die Möbelklappe 17 von der Schließstellung
in Richtung der Offenstellung und umgekehrt bewegbar ist. Der Stellantrieb 27 ist
beispielhaft in Form eines elektrischen Stellantriebs gezeigt, der einen Elektromotor
28 besitzt, der eine Abtriebswelle rotatorisch antreibt. Der Elektromotor 28 ist über
ein Getriebe, das hier beispielhaft in Form eines Zahnradgetriebes 29 dargestellt
ist, mit dem Stellarm 20 verbunden. Dabei treibt ein Schneckenrad 30 ein erstes Zahnrad
31 an, das die Antriebsbewegung auf zwei weitere zahnräder 32, 33 überträgt. Von dort
wird die Antriebsbewegung auf eine Drehmoment-Übertragungseinrichtung, auf die nachfolgend
noch detaillierter eingegangen wird, übertragen, die dann ihrerseits die Antriebsbewegung
auf ein Stellarm-Zahnrad 34 überträgt, wobei Letzteres drehfest mit dem Stellarm verbunden
ist, insbesondere direkt auf der ortsfesten Schwenkachse 18 des Stellarms 20 sitzt.
[0040] Die Drehmoment-Übertragungseinrichtung, die in den Figuren 4 bis 7 näher dargestellt
ist, ist als Überlastkupplung 35 ausgebildet. Die Überlastkupplung 35 ermöglicht ein
Entkuppeln von Stellantrieb 27, insbesondere Elektromotor 28, vom Stellarm 20, falls
ein bestimmtes Drehmoment überschritten wird. Das Entkuppeln von Stellantrieb 27 und
Stellarm 20 ist sowohl bei der Bewegung der Möbelklappe von der Schließ- in die Offenstellung
als auch bei der Bewegung von der Offen- in die Schließstellung möglich. Die Überlastkupplung
ist als so genannte Formschluss-Überlastkupplung 35 ausgebildet, wobei im eingekuppelten
Zustand eine Drehmomentübertragung mittels Formschluss erfolgt.
[0041] Wie insbesondere in Figur 4 dargestellt, besitzt die Überlastkupplung 35 ein in Antriebsverbindung
mit dem Elektromotor 28 des Stellantriebs 27 verbundenes erstes Kupplungsteil 36 in
Form eines Kupplungs-Zahnrads und ein in Antriebsverbindung mit dem Stellarm 20 verbundenes
zweites Kupplungsteil 37, ebenfalls in Form eines Kupplungs-Zahnrads. Wie insbesondere
in den Figuren 2 und 3 dargestellt, ist das erste Kupplungsteil 36 mit dem dritten
Zahnrad 33 antriebsmäßig verbunden und kämmt mit diesem. Die Antriebsbewegung des
Elektromotors 28 wird also stets auf dieses erste Kupplungsteil 36 übertragen, das
dadurch seinerseits in Rotationsbewegung um eine Rotationsachse 38 versetzt wird.
Das zweite Kupplungsteil 37 ist mit dem Stellarm-Zahnrad 34 antriebsmäßig verbunden
und kämmt mit diesem.
[0042] Es sind ferner Rastmittel vorgesehen, die den beiden Kupplungsteilen 36, 37 zugeordnet
sind, wobei die Rastmittel zwischen einer die beiden Kupplungsteile 36, 37 drehfest
miteinander kuppelnden Raststellung und einer eine Relativbewegung zwischen den Kupplungsteilen
36, 37 ermöglichenden Freigabestellung bewegbar sind.
[0043] Eine erste Ausführungsform der Rastmittel ist in der Figur 5 dargestellt. Dabei weisen
die Rastmittel wenigstens eine mittels wenigstens einer Feder 39 beaufschlagte, drehfest
mit einem der beiden Kupplungsteile 36, 37 verbundene Rastnocke 40 und wenigstens
eine am anderen der beiden Kupplungsteile 36, 37 ausgebildete Rastausnehmung in Form
einer Rastkerbe 41 auf. Gemäß der ersten Ausführungsform der Überlastkupplung 35 sind
zwei Rastnocken 40a, 40b vorgesehen, die diametral zur Rotationsachse 38 angeordnet
sind. Die Rastnocken 40a, 40b sind in einem Nockengehäuse 42 beweglich gelagert. Gemäß
dieser Ausführungsform ist ferner noch eine Druckfeder 39a, beispielsweise in Form
einer Schraubenfeder und eine Ringfeder 39b vorgesehen, die gemeinsam die Rastnocken
40a, 40b derart beaufschlagen, dass diese mit Federkraft nach radial außen über den
Umfang des Nockengehäuses 42 hinausstehen. In dieser Stellung sind die Rastnocken
40a, 40b jeweils in die zugeordneten Rastkerben 41a, 41b eingerastet, befinden sich
also mithin in der Raststellung. Die Druckfeder 39a ist hierzu in einem in Radialrichtung
verlaufenden linearen Führungskanal 43 beweglichen im Nockengehäuse 42 gelagert, während
die Ringfeder 39b in einem Ringkanal 44 beweglichen im Nockengehäuse 42 gelagert ist.
Druckfeder 39a und Ringfeder 39b wirken also gemeinsam auf die jeweiligen Unterseiten
der Rastnocken 40a, 40b und versuchen diese nach radial außen zu drücken. Das Nockengehäuse
42 ist zweckmäßigerweise einstükkig mit dem ersten, antriebsseitigen Kupplungsteil
36 verbunden.
[0044] Die Figuren 5 und 6 zeigt das stellarmseitige zweite Kupplungsteil 37, wobei hier
die Rastkerben 41 zu erkennen sind. Das zweite Kupplungsteil 37 besitzt hierzu an
seiner Innenseite einen umfangsseitig umlaufenden Ringbund 45, der den vertieft gelegenen
zentralen Bereich der Innenseite des zweiten Kupplungsteils 37 ringförmig umschließt.
Die Rastkerben 41a, 41b sind an der Innenwandung 46 des Ringbundes 45 ausgebildet.
Die Rastkerben 41a, 41b besitzen jeweils einer der beiden einander entgegengesetzten
Antriebs-Drehrichtungen des Elektromotors 28 zugeordnete Kerbflanken 47a1, 47a2, 47b1,
47b2, die jeweils schräg zur zugeordneten Antriebs-Drehrichtung ausgerichtet sind
und eine Flankensteigung aufweisen. Die jeweiligen Kerbflanken 47a1, 47a2, 47b1, 47b2,
sind hier beispielhaft bogenförmig also mit Radius dargestellt. Die Flankensteigungen
der Kerbflanken 47a1, 47a2, 47b1, 47b2 bestimmen das maximale Drehmoment, das vom
antriebsseitigen Kupplungsteil 36 auf das stellarmseitige Kupplungsteil 37 in der
Raststellung der Rastnocken 40a, 40b ausgeübt werden kann. Wird dieses maximale Drehmoment
überschritten, so rasten die Rastnocken 40a, 40b aus den zugeordneten Rastkerben 41a,
41b aus. Die Flankensteigungen der Kerbflanken einer jeweiligen Rastkerbe 41a, 41b
können unterschiedlich geneigt ausgebildet sein, so dass in der einen Antriebs-Drehrichtung
ein größeres maximales Drehmoment möglich ist als in der anderen Antriebs-Drehrichtung,
die mit einer flacheren Flankensteigung der zugeordneten Kerbflanke korrespondiert.
[0045] Figur 7 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Klappenbeschlags
11. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist eine andere Ausführungsform der Rastmittel
gewählt. Diese Ausführungsform unterscheidet sich von der zuvor beschriebenen und
insbesondere in Figur 5 dargestellten Ausführungsform dadurch, dass ein Federpaket
mit wenigstens zwei parallel zueinander angeordneten Druckfedern 39a vorgesehen ist.
Diese Druckfedern 39a sind in einem Federraum 48 innerhalb des Nokkengehäuses 42 beweglich
untergebracht. Die Federn 39 drücken jeweils einerseits auf ein erstes Druckteil 49
und andererseits jeweils auf ein zweites Druckteil 50, wobei die Druckteile 49, 50
jeweils wieder die Unterseiten der Rastnocken 40a, 40b beaufschlagen.
[0046] Wie in den Figuren 1 bis 3 dargestellt, ist wenigstens ein Positionsdetektionselement
51 vorgesehen, über das sich die Schließ- und die vollständige Offenstellung der Möbelklappe
17 detektieren lässt. Es sind hier beispielhaft zwei Positionsdetektionselemente in
Form von Positionsschaltern, beispielsweise Reed-Schalter, dargestellt, die an der
Umfangsseite ober- und unterhalb des Stellarm-Zahnrads 34 angeordnet sind. Die beiden
Positionsschalter wirken mit einem am Stellarm-Zahnrad 34 angeordneten Auslöseelement
52 zusammen, das hier beispielhaft als von der Stirnseite des Stellarm-Zahnrads 34
nach außen abstehender Stift ausgebildet ist. Kommt das stiftartige Auslöseelement
52 mit einem der beiden Positionsschalter in Kontakt oder in die Nähe des Positionsschalters,
so wird der Positionsschalter aktiviert und gibt ein Signal ab, wodurch der Elektromotor
28 veranlasst wird, seine Antriebsbewegung zu stoppen.
[0047] Wie insbesondere in Figur 1 dargestellt, sind Aktivierungs-mittel vorgesehen, mit
denen sich der Elektromotor 28 aktivieren lässt, wodurch dann die Antriebsbewegung
auf den Stellarm 20 eingeleitet wird, wodurch die Möbelklappe 17 dann entweder geschlossen
oder geöffnet wird. Als Aktivierungsmittel kann beispielsweise ein am Möbelkorpus
12 angeordneter Aktivierungsschalter 53 vorgesehen sein.
[0048] Es ist ferner eine elektronische Steuerungseinrichtung 54 vorgesehen, die zur Ansteuerung
des Elektromotors 28 dient.
Die Steuerungseinrichtung 54 empfängt Signale zum einen vom Aktivierungsschalter 53
und zum anderen von den Positionsschaltern 51, wobei im Falle eines vom Aktivierungsschalter
53 empfangenen Signals ein Startsignal an den Elektromotor 38 ausgegeben wird, während
im Falle von einem vom Positionsschalter 51 empfangenen Signal ein Stoppsignal an
den Elektromotor 38 ausgegeben wird. In bevorzugter Weise ist die Signalübertragung
von den Positionsschaltern bzw. dem Aktivierungsschalter 53 an die elektronische Steuerungseinrichtung
und von dort an den Elektromotor 38 drahtlos, insbesondere erfolgt eine Signalübermittlung
mittels Funksignalen.
[0049] Wie nachfolgend noch detaillierter erläutert, kann die Möbelklappe 17 wahlweise motorisch
oder manuell bedient werden. Um das Öffnen bzw. Schließen insbesondere bei schweren
Möbelklappen zu erleichtern, ist hierzu eine Steuereinrichtung vorgesehen, die eine
das Bewegungsverhalten der Möbelklappe 17 kräftemäßig beeinflussende Steuerkurve aufweist,
die an einem am Möbelkorpus beweglich gelagerten Steuerkurventräger sitzt. Die Steuerkurve
wirkt mit einem an ihr in Anlage liegenden Druckstück zusammen, das am Ende des Steuerarms
angeordnet ist, wobei eine Federeinrichtung den beweglich gelagerten Steuerkurventräger
in Anlage an das Druckstück hält. Steuerkurve und Druckstück wirken derart zusammen,
dass in der Schließstellung der Möbelklappe ein Schwenkmoment in Richtung zum Möbelkorpus
hin ausgeübt wird, so dass sich eine Zuhaltekraft ergibt. Wird nun die Möbelklappe
geöffnet, wird ab Überschreitung eines bestimmten Totpunktes ein Schwenkmoment in
Öffnungsrichtung ausgeübt, das gegen das Klappengewicht gerichtet ist. Es wird somit
eine Öffnungskraft erzeugt, die beim Öffnen unterstützend wirkt. Durch entsprechende
Konturierung der Steuerkurve kann die Möbelklappe in beliebig geöffneter Zwischenstellung
stehen bleiben.
[0050] Der Klappenbeschlag 11 besitzt ferner noch eine Dämpfungseinrichtung 55 zur Dämpfung
der Möbelklappe beim Einfahren in die Schließstellung.
[0051] Zum Einleiten der motorischen Stellbewegung der Möbelklappe 17 wird zunächst ein
kurzer Druck oder Zug auf die Vorderseite der Möbelklappe 17 ausgeübt, wodurch der
Aktivierungsschalter 53 betätigt wird, der wiederum ein Signal an die elektronische
Steuerungseinrichtung 54 ausgibt. Die Steuerungseinrichtung 50 gibt dann ein mittels
Funk übertragenes Startsignal an den Elektromotor 28 aus, der dann eingeschaltet wird
und eine Antriebsbewegung generiert. Diese Antriebsbewegung wird über das Schneckenrad
30 und die drei darauf folgenden Zahnräder 31 bis 33 auf das antriebsseitige erste
Kupplungsteil 36, das ebenfalls als Zahnrad ausgebildet ist, übertragen. Die Rastnocken
40a, 40b sind in ihrer Raststellung, also in den zugeordneten Rastkerben 41a, 41b
eingerastet. Dadurch wird die Drehbewegung des ersten Kupplungsteils 36 über die Rastnocken
und Rastkerben auf das zweite Kupplungsteil 37 übertragen. Es findet also eine Drehmomentübertragung
statt. Das zweite Kupplungsteil ist wiederum mit dem Stellarm-Zahnrad 34 verbunden,
das darüber in Rotation versetzt wird und den angekoppelten Stellarm 20 mitnimmt.
Die am Stellarm 20 angekoppelte Möbelklappe 17 wird somit geöffnet und in die Offenstellung
gefahren. Die Bewegung der Möbelklappe wird so lange fortgesetzt, bis das stiftartige
Auslöseelement den der Offenstellung zugeordneten Positionsschalter aktiviert, der
dann wiederum ein Signal an die Steuerungseinrichtung 54 ausgibt, die ein mittels
Funk übermitteltes Stoppsignal an den Elektromotor 28 abgibt, der daraufhin ausgeschaltet
wird. Bei der Rückbewegung der Möbelklappe 17 von der Offenstellung in die Schließstellung
erzeugt der Elektromotor 28 eine Antriebsbewegung in entgegengesetzter Antriebs-Drehrichtung.
[0052] Die Möbelklappe 17 kann bei Bedarf auch jederzeit manuell bedient werden. Befindet
sich die Möbelklappe 17 also beider Möbelklappe, so wird der Stellarm 20 und somit
das Stellarm-Zahnrad 34 bewegt, wobei das Stellarm-Zahnrad 34 diese Drehbewegung auf
das zweite Kupplungsteil 37 überträgt. Das Drehmoment ist hierbei so hoch, dass die
Überlastkupplung 35 anspricht, d.h. die Rastnocken 40a, 40b entgegen der Federkraft
der ihr zugeordneten Federn 39 nach radial innen gedrückt werden, wodurch sie aus
den zugeordneten Rastkerben 41a, 4b ausrasten. In dieser Freigabestellung lassen sich
die beiden Kupplungsteile 36, 37 relativ zueinander bewegen, d.h. das zweite Kupplungsteil
kann rotieren, während das erste Kupplungsteil stehen bleibt. Die Möbelklappe 17 kann
daher geöffnet werden. Soll dann nach dem manuellen Öffnen der Möbelklappe 17 anschließend
ein motorisches Schließen der Möbelklappe 17 erfolgen, so ist wiederum in einfacher
Weise der Aktivierungsschalter zu betätigen, der dann über die elektronische Steuerungseinrichtung
54 den Elektromotor aktiviert. Dabei dreht sich das erste Kupplungsteil 36 gegenüber
dem zweiten Kupplungsteil 37 so weit, bis die Rastnocken 40a, 40b in den Bereich der
Rastkerben 41a, 4ab am zweiten Kupplungsteil 37 kommen und einrasten, wodurch eine
Drehmomentübertragung auf den Stellarm 20 und somit eine Schließbewegung der Möbelklappe
ermöglicht wird.
1. Klappenbeschlag für eine Möbelklappe (17) mit wenigstens einem einerseits an einem
Möbelkorpus (12) um eine ortsfeste Schwenkachse (18) und andererseits an der Möbelklappe
(17) an einer klappenseitigen Schwenkachse (19) schwenkbar lagerbaren Stellarm (20)
zur Bewegung der Möbelklappe (17) zwischen einer ein Schrankfach im Möbelkorpus (12)
verschließenden Schließstellung und einer nach oben bewegten Offenstellung,
und mit einem auf den wenigstens einen Stellarm (20) wirkenden Stellantrieb (27) über
den der Stellarm (20) derart antreibbar ist, dass die Möbelklappe (17) von der Schließstellung
in Richtung der Offenstellung und umgekehrt bewegbar ist, wobei zwischen dem Stellantrieb
(27) und dem Stellarm (20) eine Drehmoment-Übertragungseinrichtung angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Drehmoment-Übertragungseinrichtung als Überlastkupplung (35) ausgebildet ist,
die bei Überschreitung eines bestimmten Drehmomentes ein Entkuppeln von Stellantrieb
(27) und Stellarm (20) sowohl bei der Bewegung der Möbelklappe (17) in die Offenstellung
als auch bei der Bewegung der Möbelklappe (17) in die Schließstellung bewirkt.
2. Klappenbeschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass der Stellantrieb (27) als elektrischer Stellantrieb ausgebildet ist und einen Elektromotor
(28) aufweist.
3. Klappenbeschlag nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehmomentübertragung mittels der Überlastkupplung (35) durch Formschluss erfolgt.
4. Klappenbeschlag nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
dass die Überlastkupplung (35) ein in Antriebsverbindung mit dem Stellantrieb (27) stehendes
erstes Kupplungsteil (36) und
ein in Antriebsverbindung mit dem Stellarm (20) stehendes zweites Kupplungsteil (37)
sowie den beiden Kupplungsteilen (36, 37) zugeordnete Rastmittel aufweist, die zwischen
einer die beiden Kupplungsteile (36, 37) drehfest miteinander kuppelnden Raststellung
und einer eine Relativbewegung zwischen den beiden Kupplungsteilen (36, 37) ermöglichenden
Freigabestellung bewegbar sind.
5. Klappenbeschlag nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden Kupplungsteile (36, 37) radförmig ausgestaltet und koaxial zu einer Rotationsachse
(38) zueinander angeordnet sind, wobei die Rastmittel zwischen den beiden Kupplungsteilen
(36, 37) angeordnet sind.
6. Klappenbeschlag nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastmittel wenigstens eine mittels wenigstens einer Feder (39) beaufschlagte,
drehfest mit einem der beiden Kupplungsteile (36, 37) verbundene Rastnocke (40a,
40b) und wenigstens eine am anderen der beiden Kupplungsteile (36, 37) ausgebildete
Rastausnehmung aufweist, wobei die wenigstens eine Rastnocke (40a, 40b) durch die
Federkraft der Feder (39) im Stellantriebsbetrieb in die Rastausnehmung eingerastet
und bei Überlast entgegen der Federkraft der Feder (39) ausgerastet ist.
7. Kupplungseinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastnocke (40a, 40b) zwischen der Rast- und der Freigabestellung mittels einer
linearen, insbesondere radial zur Rotationsachse (38) verlaufenden Stellbewegung bewegbar
ist.
8. Klappenbeschlag nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass Rastnocke (40a, 40b) und zugeordnete Feder (39) in einem Nockengehäuse (42) verstellbar
gelagert sind.
9. Klappenbeschlag nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Rastausnehmung als Rastkerbe (41a, 41b)mit zwei jeweils einer
der beiden einander entgegengesetzten Antriebs-Drehrichtungen zugeordneten Kerbflanken
(47a1, 47a2, 47b1, 47b2) ausgebildet ist, wobei die Kerbflanken (47a1, 47a2, 47b1,
47b2) jeweils schräg zur zugeordneten Antriebs-Drehrichtung ausgerichtet sind und
eine Flankensteigung aufweisen.
10. Klappenbeschlag nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass zwei diametral bezüglich der Rotationsachse (38) angeordnete Rastnocken (40a, 40b)
vorgesehen sind, die jeweils durch wenigstens eine Feder (39) federbeaufschlagt sind.
11. Klappenbeschlag nach einem der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Kupplungsteile (36, 37) als Kupplungs-Zahnräder ausgestaltet sind, die
Bestandteil eines zwischen dem Stellantrieb (27) und dem Stellarm (20) angeordneten
Zahnradgetriebes (29) sind.
12. Klappenbeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein unangetriebener Lenkhebel (24) vorgesehen ist, der einerends schwenkbar mit der
Möbelklappe (17) verbunden ist und andernends schwenkbar am Möbelkorpus (12) gelagert
ist und gemeinsam mit dem angetriebenen Stellarm (20) ein für die Bewegung einer einteiligen
Möbelklappe (17) geeignetes Viergelenk bildet.
13. Klappenbeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Positionsdetektionselement (51) zur Detektierung der Schließ- und
Offenstellung der Möbelklappe (17) vorgesehen ist.
14. Klappenbeschlag nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Positionsdetektionselemente (51) vorgesehen sind, von denen eines der Schließstellung
und das andere der Offenstellung der Möbelklappe (17) zugeordnet ist, wobei die Positionsdetektionselemente
(51) jeweils mit einem am Stellarm (20) angeordneten Auslöselement (52) derart zusammenwirken,
dass das Auslöseelement (52) in der Schließstellung und in der Offenstellung das betreffende
Positionsdetektionselement (51) aktiviert, das dann ein den Stellantriebsbetrieb been-dendes
Signal ausgibt.
15. Möbel, mit einem Möbelkorpus (12) und wenigstens einer Möbelklappe (17), die durch
wenigstens einen, einerseits am Möbelkorpus (12) um eine ortsfeste Schwenkachse (18)
und andererseits an der Möbelklappe (17) an einer klappenseitigen Schwenkachse (19)
schwenkbar gelagerten Stellarm (20) zwischen einer ein Schrankfach im Möbelkorpus
(12) verschließenden Schließstellung und einer nach oben bewegten Offenstellung bewegbar
ist, und mit einem auf den wenigstens einen Stellarm (20) wirkenden Stellantrieb,
über den der Stellarm (20) derart antreibbar ist, dass die Möbelklappe (17) von der
Schließstellung in Richtung der Offenstellung und umgekehrt bewegbar ist, wobei zwischen
dem Stellantrieb (27) und dem Stellarm (20) eine Drehmoment-Übertragungseinrichtung
angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehmoment-Übertragungseinrichtung als Überlastkupplung (35) ausgebildet ist,
die bei Überschreitung eines bestimmten Drehmomentes ein Entkuppeln von Stellantrieb
(27) und Stellarm (20) sowohl bei der Bewegung der Möbelklappe (17) in die Offenstellung
als auch bei der Bewegung der Möbelklappe (17) in die Schließstellung bewirkt.
16. Möbel nach Anspruch 15, gekennzeichnet durch einen Klappenbeschlag nach einem der Ansprüche 2 bis 14.
17. Möbel nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass Aktivierungsmittel zur Aktivierung des Stellantriebs (27) vorgesehen sind, vorzugsweise
umfassend einen am Möbelkorpus (12) angeordneten Aktivierungsschalter (53).
18. Möbel nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass eine insbesondere am Möbelkorpus (12) angeordnete elektronische Steuerungseinrichtung
zur Ansteuerung des Stellantriebs (27) vorgesehen ist.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Klappenbeschlag für eine Möbelklappe (17) mit wenigstens einem einerseits an einem
Möbelkorpus (12) um eine ortsfeste Schwenkachse (18) und andererseits an der Möbelklappe
(17) an einer klappenseitigen Schwenkachse (19) schwenkbar lagerbaren Stellarm (20)
zur Bewegung der Möbelklappe (17) zwischen einer ein Schrankfach im Möbelkorpus (12)
verschließenden Schließstellung und einer nach oben bewegten Offenstellung, und mit
einem auf den wenigstens einen Stellarm (20) wirkenden Stellantrieb (27) über den
der Stellarm (20) derart antreibbar ist, dass die Möbelklappe (17) von der Schließstellung
in Richtung der Offenstellung und umgekehrt bewegbar ist, wobei zwischen dem Stellantrieb
(27) und dem Stellarm (20) eine Drehmoment-Übertragungseinrichtung angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Drehmoment-Übertragungseinrichtung als Überlastkupplung (35) ausgebildet ist,
die bei Überschreitung eines bestimmten Drehmomentes ein Entkuppeln von Stellantrieb
(27) und Stellarm (20) sowohl bei der Bewegung der Möbelklappe (17) in die Offenstellung
als auch bei der Bewegung der Möbelklappe (17) in die Schließstellung bewirkt, wobei
die Überlastkupplung (35) ein in Antriebsverbindung mit dem Stellantrieb (27) stehendes
erstes Kupplungsteil (36) und ein in Antriebsverbindung mit dem Stellarm (20) stehendes
zweites Kupplungsteil (37) sowie den beiden Kupplungsteilen (36, 37) zugeordnete Rastmittel
aufweist, die zwischen einer die beiden Kupplungsteile (36, 37) drehfest miteinander
kuppelnden Raststellung und einer eine Relativbewegung zwischen den beiden Kupplungsteilen
(36, 37) ermöglichenden Freigabestellung bewegbar sind, wobei die Rastmittel zwei
diametral bezüglich der Rotationsachse (38) angeordnete, mittels wenigstens einer
Feder (39) beaufschlagte, drehfest mit einem der beiden Kupplungsteile (36, 37) verbundene
Rastnocken (40a, 40b) und zwei korrespondierende am anderen der beiden Kupplungsteile
(36, 37) ausgebildete Rastausnehmungen aufweisen, wobei die beiden Rastnocken (40a,
40b) durch die Federkraft der Feder (39) im Stellantriebsbetrieb in die Rastausnehmungen
eingerastet und bei Überlast entgegen der Federkraft der Feder (39) ausgerastet sind,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Federpaket mit wenigstens zwei Federn (39a, 39b) zur Beaufschlagung der beiden
Rastnocken (40a, 40b) derart vorgesehen ist, dass die beiden Federn (39a, 39b) jeweils
einerseits auf die Unterseite der einen Rastnocke (40a) und andererseits auf die Unterseite
der anderen Rastnocke (40b) wirken und versuchen die beiden Rastnocken (40a, 40b)
nach radial außen zu drücken.
2. Klappenbeschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stellantrieb (27) als elektrischer Stellantrieb ausgebildet ist und einen Elektromotor
(28) aufweist.
3. Klappenbeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Kupplungsteile (36, 37) radförmig ausgestaltet und koaxial zu einer Rotationsachse
(38) zueinander angeordnet sind, wobei die Rastnocken (40a, 40b) zwischen den beiden
Kupplungsteilen (36, 37) angeordnet sind.
4. Klappenbeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Rastnocken (40a, 40b) zwischen der Rast- und der Freigabestellung
mittels einer linearen, insbesondere radial zur Rotationsachse (38) verlaufenden Stellbewegung
bewegbar ist.
5. Klappenbeschlag nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass Rastnocken (40a, 40b) und zugeordnete Federn (39a, 39b) in einem Nockengehäuse (42)
verstellbar gelagert sind.
6. Klappenbeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastausnehmungen jeweils als Rastkerbe (41a, 41b) mit zwei jeweils einer der
beiden einander entgegengesetzten Antriebs-Drehrichtungen zugeordneten Kerbflanken
(47a1, 47a2, 47b1, 47b2) ausgebildet sind, wobei die Kerbflanken (47a1, 47a2, 47b1,
47b2) jeweils schräg zur zugeordneten Antriebs-Drehrichtung ausgerichtet sind und
eine Flankensteigung aufweisen.
7. Klappenbeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Federpaket wenigstens zwei parallel zueinander angeordnete Druckfedern (39a)
aufweist.
8. Klappenbeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Federpaket eine Ringfeder (39b) und eine Druckfeder (39a) aufweist.
9. Klappenbeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Kupplungsteile (36, 37) als Kupplungs-Zahnräder ausgestaltet sind, die
Bestandteil eines zwischen dem Stellantrieb (27) und dem Stellarm (20) angeordneten
Zahnradgetriebes (29) sind.
10. Klappenbeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein unangetriebener Lenkhebel (24) vorgesehen ist, der einenends schwenkbar mit der
Möbelklappe (17) verbunden ist und andernends schwenkbar am Möbelkorpus (12) gelagert
ist und gemeinsam mit dem angetriebenen Stellarm (20) ein für die Bewegung einer einteiligen
Möbelklappe (17) geeignetes Viergelenk bildet.
11. Klappenbeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Positionsdetektionselement (51) zur Detektierung der Schließ- und
Offenstellung der Möbelklappe (17) vorgesehen ist.
12. Klappenbeschlag nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Positionsdetektionselemente (51) vorgesehen sind, von denen eines der Schließstellung
und das andere der Offenstellung der Möbelklappe (17) zugeordnet ist, wobei die Positionsdetektionselemente
(51) jeweils mit einem am Stellarm (20) angeordneten Auslöselement (52) derart zusammenwirken,
dass das Auslöseelement (52) in der Schließstellung und in der Offenstellung das betreffende
Positionsdetektionselement (51) aktiviert, das dann ein den Stellantriebsbetrieb beendendes
Signal ausgibt.
13. Möbel, mit einem Möbelkorpus (12) und wenigstens einer Möbelklappe (17), gekennzeichnet durch einen Klappenbeschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 12.
14. Möbel nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass Aktivierungsmittel zur Aktivierung des Stellantriebs (27) vorgesehen sind, vorzugsweise
umfassend einen am Möbelkorpus (12) angeordneten Aktivierungsschalter (53).
15. Möbel nach einem der Ansprüche 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass eine insbesondere am Möbelkorpus (12) angeordnete elektronische Steuerungseinrichtung
zur Ansteuerung des Stellantriebs (27) vorgesehen ist.