[0001] Die Erfindung betrifft ein Kältegerät, insbesondere Haushaltskältegerät, mit einem
Korpus, der einen Innenbehälter mit einem Kühlraum und einem Gefrierraum bildet, sowie
einen Einkreiskältekreislauf, aufweisend einen dem Gefrierraum zugeordneten ersten
Verdampfer und einen dem Kühlraum zugeordneten, hinter einer Rückwand des Kühlraums
verborgen angeordneten zweiten Verdampfer, wobei die Rückwand des Innenbehälters eine
Tauwasserrinne aufweist.
[0002] Aus der
DE 199 07 124 A1 ist ein Kühlschrank mit einem außerhalb des Kühlraums liegenden Verdampfer und einer
innen liegenden Tauwasser-Auffangrinne bekannt. Eine Innenverkleidung dient zur Auskleidung
des Kühlraumes, welcher anhand des an seiner Rückwand angeordneten Verdampfers gekühlt
ist. Der Boden des Kühlraums ist unterhalb des Verdampfers mit einer Tauwasser-Auffangrinne
versehen, welche zum Auffangen des während eines Abtauvorganges des Verdampfers anfallenden
Schmelzwassers im wesentlichen über die Breite des Kühlraumes angeordnet ist. Die
Tauwasser-Auffangrinne weist ein Rinnenbett mit einem in etwa in der Mitte ihrer Breite
vorspringenden Abschnitt auf. Das Rinnenbett ist aus einer Rinnenwandung und einem
Rinnenboden gebildet, an dessen freien Rändern die Rinnenwandung umlaufend angeordnet
ist. Der Rinnenboden besitzt ein Gefälle, welches auf eine in ihn eingebrachte, innerhalb
des vorspringenden Abschnitts angeordnete Abflussöffnung zuläuft. Die Abflussöffnung
mündet in einem Tauwasserablaufrohr.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Kältegerät, insbesondere Haushaltskältegerät, mit
einem Einkreiskältekreislauf zu schaffen, bei dem ein vom Gefrierraum getrennter Kühlraum
für einen Benutzer zweckmäßiger genutzt werden kann.
[0004] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Kältegerät, insbesondere Haushaltskältegerät,
mit einem Korpus, der einen Innenbehälter mit einem Kühlraum und einem Gefrierraum
bildet, sowie einen Einkreiskältekreislauf, aufweisend einen dem Gefrierraum zugeordneten
ersten Verdampfer und einen dem Kühlraum zugeordneten, hinter einer Rückwand des Kühlraums
verborgen angeordneten zweiten Verdampfer, wobei die Rückwand des Innenbehälters eine
Tauwasserrinne aufweist, wobei die Tauwasserrinne an der Innenseite der Rückwand in
einer Höhe unmittelbar unterhalb des zweiten Verdampfers angeordnet ist.
[0005] Bei Kühlgeräten mit innen liegenden Verdampfern ist es bekannt, eine Tauwasserrinne
unmittelbar unterhalb der Verdampferplatte anzuordnen. Dabei wird eine als gesondertes
Bauteil ausgebildete Tauwasserrinne unmittelbar an der Verdampferplatte befestigt
oder an der Innenseite der Rückwand des Kühlraumes angebracht. Aufgrund der sichtbaren
und in den Kühlraum hineinragenden Anbringung der Verdampferplatte ist der nutzbare
Stauraum für Kühlgut durch die Verdampferplatte von vorne herein eingeschränkt. Insoweit
ist es bei innen liegenden Verdampfern unschädlich, auch die Tauwasserrinne unmittelbar
unterhalb der Verdampferplatte anzuordnen, da der für die Tauwasserrinne benötigte
Einbauraum sowieso für das Kühlgut nicht zur Verfügung steht.
[0006] Anders verhält es sich bei Kühlgeräten mit verdeckt angeordnetem Verdampfer. Bei
verdeckt angeordneten Verdampfern befindet sich das Verdampferrohr oder die Verdampferplatte
außerhalb des Kühlraums meist zwischen der Rückwand und der Schaumisolierung, d.h.
der Verdampfer steht in Kontakt mit der nach außen orientierten Seite der Rückwand.
Die nach innen in den Kühlraum weisende Seite der Rückwand ist glattwandig, meist
ohne jegliche Vorsprünge ausgebildet. Dies wird als vorteilhaft gesehen, da keinerlei
innen liegende Einbauten in den Kühlraum ragen und das zur Lagerung von Kühlgut zur
Verfügung stehende Nutzvolumen somit nicht reduziert wird. Insoweit wurde bisher der
Glattwandigkeit der Rückwand bei Kühlgeräten mit verdeckt angeordnetem Verdampfer
der Vorzug gegeben. Die notwendige Tauwasserrinne wurde stets am Boden des Innenbehälters
vorgesehen. Einerseits, um die Rückwand über die gesamte Höhe des Kühlraums frei von
vorspringenden Teilen zu halten und andererseits, um das von der Tauwasserrinne aufgefangene
Tauwasser auf kürzestem Wege ohne aufwändige Ableitungsrohre dem Kompressor zuführen
zu können, wo das gesammelte Tauwasser außerhalb des Kühlraumes wieder verdampft wurde.
Insoweit wurde es bisher als nachteilig angesehen, die Tauwasserrinne nach oben zu
setzen.
[0007] Es wurde nun erkannt, dass Luftfeuchtigkeit, die bspw. während eines Offenstehens
der Kältegerätetür in den Kühlraum eindringt, sich nur auf derjenigen Fläche der Innenseite
der Rückwand niederschlägt, hinter der sich der Verdampfer befindet und dieses nur
an dieser Fläche kondensierte Wasser aufgrund der Schwerkraft bis zum Boden des Kühlraumes
herunter läuft und insoweit auch die unterhalb des Verdampfers befindliche Fläche
der Rückwand benetzt, welche eigentlich trocken bleiben würde, da sich dort keine
Luftfeuchtigkeit niederschlägt bzw. daran kondensiert. Da jedoch bei den bisherigen
Ausgestaltungen mit einer bodenseitigen Tauwasserrinne die Rückwand über ihre gesamte
Höhe mit herunter rinnendem Tauwasser benetzt wird, mussten die Fachböden mit einem
gewissen Abstand von der Rückwand angeordnet werden, um eine Berührung von Kühlgut
mit der Rückwand zuverlässig verhindern zu können. Mit anderen Worten ist ein unnötig
großes Stück der Rückwand mit abfließendem Tauwasser benetzt worden, als dies technisch
notwendig wäre. Aus diesem Grund wurde das ablaufende Kondenswasser des Verdampfers
im Kühlraum auf eine viel größere Fläche als eigentlich notwendig verteilt. Dies hat
jedoch das Nutzvolumen des Kühlraumes reduziert.
[0008] Durch ein nach oben Schieben des Wasserablaufs kann diese Fläche erfindungsgemäß
deutlich verringert werden. Erfindungsgemäß wurde nun erkannt, dass ein Höhersetzen
der bodenseitigen Tauwasserrinne, vorzugsweise bis in eine Höhe der Unterkante des
verdeckten Verdampfers zwar auf Höhe der neu angeordneten Tauwasserrinne die nutzbare
Tiefe geringfügig reduziert, aber durch Erzielen einer trockenen Rückwand unterhalb
der Tauwasserrinne bzw. unterhalb des Verdampfers mehr Nutzvolumen geschaffen wird.
Dies liegt unter anderem daran, dass nun Kühlgut bis anliegend an die Rückwand verstaut
werden kann, ohne dass eine Gefahr bestünde, dass das Kühlgut feucht wird oder an
der Rückwand anfriert. Bei den unterhalb der erfindungsgemäßen Tauwasserrinne befindlichen
Fachböden kann deshalb eine Begrenzungsleiste an diesen Fachböden entfallen. Von Vorteil
ist es insbesondere, dass Kondenswasser das Kältegerät schneller verlassen kann, da
die Tauwasserrinne unmittelbar unterhalb des Verdampfers angeordnet ist. Ein weiterer
Vorteil ergibt sich aus einer Veränderbarkeit der Temperaturschichtung.
[0009] Eine Oberkante der Tauwasserrinne kann an der Innenseite der Rückwand in einer Höhe
angeordnet sein, in der sich eine Unterkante des zweiten, hinter der Rückwand verborgenen
Verdampfers befindet. Insbesondere bei Kühlgefrierkombinationsgeräten ist der Verdampfer
des Kühlraumes in der Fläche deutlich kleiner als die Rückwand des Kühlraumes. Dies
ist insbesondere bei Kühlgefrierkombinationsgeräten mit einem Einkreis-Kühlkreislauf
der Fall. Nur auf derjenigen Innenfläche der Rückwand, die von dem verdeckten Verdampfer
gekühlt wird, entsteht Kondenswasser. An Teilen der Rückwand, die nicht von dem Verdampfer
gekühlt werden, entsteht kein Kondenswasser. Ohne höher gelegter Tauwasserrinne wird
dieser ungekühlte Teil der Rückwand jedoch feucht, durch das Herunterlaufen von Tauwassertropfen,
die im Bereich des Verdampfers kondensiert sind. Durch die erfindungsgemäß höher gesetzte
Tauwasserrinne werden die Tauwassertropfen unmittelbar unterhalb des Verdampfers aufgefangen,
so dass sie nicht auf den ungekühlten Teil der Rückwand gelangen können. Die Tauwassertropfen
werden als aufgefangen, bevor sie den ungekühlten Teil der Rückwand befeuchten können.
Dieser ungekühlte Teil der Rückwand bleibt folglich trocken. Da dieser ungekühlte
Teil der Rückwand trocken ist, kann Kühlgut bis zu einer Berührung mit der Rückwand
im Kühlraum gelagert werden. Damit wird das nutzbare Volumen des Kältegerätes vergrößert.
Die Tauwasserrinne wird vorzugsweise also dort angeordnet, wo an der nach innen zum
Kühlraum weisenden Seite der Rückwand ein gekühlter Abschnitt der Rückwand an einen
ungekühlten Abschnitt der Rückwand grenzt. Diese Grenze muss sich nicht zwingend genau
in Höhe der Unterkante des Verdampfers befinden. Je nach Wärmeverteilung bzw. Kälteverteilung
in der Rückwand kann der gekühlte Abschnitt, an dem Luftfeuchtigkeit kondensieren
kann, geringfügig von der Höhe der Unterkante des Verdampfers nach oben oder nach
unten abweichen.
[0010] Der zweite Verdampfer kann jedoch beispielsweise in einem oberen Drittel des Kühlraums
hinter der Innenseite der Rückwand angeordnet sein, wobei die Tauwasserrinne auf Höhe
zwei Drittels der Gesamthöhe des Kühlraums an der Innenseite der Rückwand angebracht
ist. Insbesondere bei Kühlgefrierkombinationsgeräten mit einem Einkreis-Kältekreislauf
wird der Verdampfer für den Kühlraum deutlich kleiner ausgebildet, als bei Einzelkühlgeräten
ohne Gefrierraum bzw. als bei Kühlgefrierkombinationsgeräten mit getrennten Kühlkreisen
für Kühlraum und Gefrierraum. So ergibt sich gerade bei Kühlgefrierkombinationsgeräten
mit einem Einkreis-Kältekreislauf der Umstand, dass eine sehr große Fläche der Rückwand
ungekühlt ist. Ein erfindungsgemäßes "Nach-oben-legen" der Tauwasserrinne ist folglich
bei Kühlgefrierkombinationsgeräten mit einem Einkreis-Kältekreislauf besonders vorteilhaft
bzw. wirksam.
[0011] Die Tauwasserrinne kann einteilig mit dem die Rückwand aufweisenden Innenbehälter
ausgebildet sein. Die Tauwasserrinne kann konstruktiv als Ausformung in der Rückwand
des Innenbehälters des Kältegeräts ausgebildet sein. Dies hat den Vorteil, dass keine
Montage der Tauwasserrinne erforderlich ist und die Teilevielzahl reduziert ist, weshalb
das Kältegerät kostengünstig hergestellt werden kann. Um jedoch aufwändige Formwerkzeuge
zu vermeiden, könnte die Tauwasserrinne als gesondertes Bauteil, bspw. als Kunststoffspritzgussteil,
an der Rückwand befestigt werden.
[0012] Die Tauwasserrinne kann einen Ablaufstutzen aufweisen, an den ein Ablaufschlauch,
zum Ableiten von Tauwasser aus der Tauwasserrinne zu einer Verdampfungsschale an einem
Kompressor des Kältegeräts, angeschlossen ist. Das von der Tauwasserrinne gesammelte
Tauwasser wird weiterhin einer Verdampfungsschale an einem Kompressor des Kältegeräts
zugeleitet. Dieses Zuleiten erfolgt über den Ablaufschlauch. Üblicherweise befindet
sich der Kompressor unterhalb des Bodens des Kühlraumes außerhalb des Innenbehälters
des Kältegeräts. Der Ablaufschlauch kann auf der Innenseite der Rückwand mittig oder
in einem Eckbereich von der Unterseite der Tauwasserrinne nach unten geführt sein.
[0013] Der Ablaufschlauch kann aber auch unmittelbar bzw. kurz unterhalb der Tauwasserrinne
durch die Rückwand nach hinten herausgeführt sein und bspw. im Isolierschaum außerhalb
des Kühlraumes nach unten zu dem Kompressor geführt sein. Dies hat den Vorteil, dass
im Kühlraum kein Platz für den Ablaufschlauch verschwendet wird.
[0014] Der Ablaufschlauch kann somit hinter der Rückwand verborgen verlaufend, außerhalb
des Kühlraums zu einem unterhalb des Innenbehälters angeordneten Kompressor geführt
sein.
[0015] In allen erfindungsgemäßen Ausgestaltungen kann im Kühlraum mindestens ein oberer
Fachboden oberhalb der Tauwasserrinne und mindestens ein unterer Fachboden unterhalb
der Tauwasserrinne angeordnet sein, wobei der mindestens eine untere Fachboden zum
die Rückwand berührenden Lagern von Kühlgut ohne Begrenzungsleiste ausgebildet ist.
Da das oberhalb der Tauwasserrinne kondensierende Tauwasser in Höhe der Tauwasserrinne
aufgefangen wird, bleibt die Rückwand unterhalb der Tauwasserrinne trocken. So kann
Kühlgut auf den unterhalb der Tauwasserrinne befindlichen Fachböden bis zu einem die
Rückwand berührenden Ausmaß gelagert werden. In diesem Fall sind keine Einrichtungen
notwendig, die das Kühlgut von der Rückwand fernhalten. Eine Begrenzungsleiste oder
ein sonstiger Anschlag kann deshalb erfindungsgemäß entfallen. Fachböden und insbesondere
Glasplatten die vor dem Verdampfer bzw. vor dem Ablaufbereich des Kondenswassers liegen,
müssen hinten, d.h. auf ihrer der Rückwand zugewandten Seite, eine Begrenzung bzw.
einen Anschlag aufweisen, damit ein Benutzer nicht unbeabsichtigt Kühlgut mit der
Rückwand in Kontakt bringt. Falls dies doch geschehen würde, so besteht die Gefahr,
dass das Kühlgut mit dem Kondenswasser durchfeuchtet wird oder gar an der kalten Rückwand
anfriert. Wird die Tauwasserrinne erfindungsgemäß nach oben verlegt, so ist die Rückwand
unterhalb der Tauwasserrinne nicht nass und nicht kalt. Im Ergebnis besteht für einen
Benutzer dann keine Gefahr des Durchfeuchtens oder des Anfrierens. Aus diesem Grund
kann der hintere Anschlag bzw. die Begrenzungsleiste an den Fachböden entfallen. Dies
hat den einen Vorteil, dass die Fachböden kostengünstiger hergestellt werden können.
Ein weitere Vorteil ist, dass durch den Wegfall des hinteren Anschlags bzw. der Begrenzungsleiste
sich die Stellfläche auf dem Fachboden vergrößert, was einen erhöhten Kundennutzen
bedeutet.
[0016] Es ergibt sich also ein Kostenvorteil, da Material- und Montagekosten für den hinteren
Anschlag bzw. die Begrenzungsleiste wegfallen, weil diese hinteren Leisten an mehreren
Fachböden bzw. Glasplatten entfallen können. Es erhöht sich der Kundennutzen, da nur
ein geringerer Teil der Behälterrückwand feucht ist. Es besteht keine Durchfeuchtungsgefahr
oder Gefahr des Anfrierens von zu lagerndem Kühlgut. Es vergrößert sich die Stellfläche,
da der hintere Anschlag bzw. die Begrenzungsleiste entfällt und somit die Lagerfläche
nicht eingeschränkt wird.
[0017] Dabei können ein oder mehrere obere Fachböden zum Fernhalten des Kühlguts von der
Rückwand mit einer Begrenzungsleiste und die ein oder mehreren unteren Fachböden zum
die Rückwand berührenden Lagern von Kühlgut ohne Begrenzungsleiste ausgebildet sein.
Bei denjenigen Fachböden, die sich in einer Höhe befinden, auf der die Rückwand von
dem Verdampfer gekühlt ist, werden weiterhin Begrenzungsleisten benötigt, um Kühlgut
von der Rückwand fernhalten zu können. Bei Fachböden, die unterhalb der Tauwasserrinne
angeordnet werden, können hingegen die Begrenzungsleisten entfallen. So können insbesondere
meist die Fachböden der unteren zwei Drittel der Gesamthöhe des Kühlraumes ohne Begrenzungsleisten
auskommen.
[0018] Der mindestens eine untere Fachboden kann eine größere Tiefe als der mindestens eine
obere Fachboden aufweisen. Es fallen nicht nur die Begrenzungsleisten weg, sondern
es ist auch nicht mehr erforderlich, dass ein gewisser Abstand zwischen der hinteren,
der Rückwand zugewandten Kante des Fachbodens und der Rückwand eingehalten wird. So
kann erfindungsgemäß der Fachboden bis ganz an die Rückwand herangezogen werden. Im
Ergebnis können die unteren Fachböden, d.h. die Fachböden, die unterhalb der Tauwasserrinne
angeordnet sind, eine größere Tiefe aufweisen, als die oberen Fachböden, die oberhalb
der Tauwasserrinne angeordnet sind.
[0019] Die zur offenen Seite des Innenbehälters bzw. zur Türseite des Kältegeräts weisenden
Stirnenden der oberen und unteren Fachböden können in einer gemeinsamen Frontebene
enden. In diesem Fall ergibt sich durch die größere Tiefe der unteren Fachböden eine
Vergrößerung der gesamten verfügbaren Stellfläche innerhalb des Kühlraumes.
[0020] Eine beispielhafte Ausführungsform der Erfindung ist an Hand der Figuren 1 bis 4
beschrieben. Aus der detaillierten Beschreibung dieses konkreten Ausführungsbeispiels
ergeben sich auch weitere generelle Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung.
[0021] Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht eines Kältegeräts für Haushaltszwecke mit einem Innenbehälter,
der einen Kühlraum und einen Gefrierraum aufweist;
- Figur 2
- eine perspektivische Teilansicht des Kältegeräts gemäß Fig. 1 mit einer gegenüber
dem Stand der Technik erfindungsgemäß nach oben versetzen Tauwasserrinne;
- Figur 3
- eine Querschnitts-Ansicht des Kältegeräts gemäß Fig. 1 mit Aufnahmen für obere und
untere Fachböden;
- Figur 4
- zwei erfindungsgemäß obere Fachböden und drei erfindungsgemäß untere Fachböden, die
als Glasplatten ausgebildet sind.
[0022] Ein in Fig. 1 dargestelltes Haushaltskältegerät 1 weist einen Korpus 2 mit einem
Innenbehälter 3 auf. Der Innenbehälter 3 ist in einen oben angeordneten Gefrierraum
4 und einen unten angeordneten Kühlraum 5 aufgeteilt. Der Gefrierraum 4 dient im allgemeinen
zum Tiefgefrieren von Gefriergut bei ca. minus 18 Grad Celsius. Dem Gefrierraum 4
ist ein erster Verdampfer 6 zugeordnet, der verdeckt hinter einer Gefrierraumrückwand
7 angeordnet ist. Im Gefrierraum 4 ist ein Rost 8 für die Lagerung von Gefriergut
auf zwei Ebenen eingesetzt. Der Gefrierraum 4 ist bei geöffneter Gefrierraumtür 9
zugänglich. Zum Öffnen weist die Gefrierraumtür 9 einen ersten Griff 10 auf.
[0023] Der Kühlraum 5 dient im allgemeinen zum frostfreien Kühlen von Kühlgut vorzugsweise
bei Temperaturen zwischen plus 4 und plus 8 Grad Celsius. Der Kühlraum 5 kann jedoch
auch als Null-Grad-Fach, insbesondere zum Frischhalten von Obst oder Gemüse ausgebildet
sein. Der Kühlraum 5 weist eine Rückwand 11 auf, hinter der verborgen ein zweiter
Verdampfer 12 angeordnet ist. Der zweite Verdampfer 12 ist mit dem ersten Verdampfer
6 in Reihe geschalten, d.h. es handelt sich um einen Einkreis-Kältekreislauf, der
an einen gemeinsamen Kompressor 13 (Fig. 3) angeschlossen ist. Der Kühlraum 5 ist
bei geöffneter Kühlraumtür 14 zugänglich. Zum Öffnen weist die Kühlraumtür 14 einen
zweiten Griff 15 auf. An Seitenwänden 16 des Innenbehälters 3 bzw. des Kühlraums 5
sind Aufnahmen 17 für obere Fachböden 18 und untere Fachböden 19 angeordnet. In einer
Höhe unmittelbar unterhalb des zweiten Verdampfers 12 ist eine Tauwasserrinne 20 an
der Innenseite der Rückwand 11 angeordnet. Die Tauwasserrinne 20 weist einen Ablaufstutzen
21 auf, an den ein Ablaufschlauch 22 (Fig. 3) angeschlossen ist. In dem Kühlraum 5
kann, wie in Fig.1 dargestellt, ein optionaler Ventilator 23 angeordnet sein, der
für eine Luftzirkulation innerhalb des Kühlraums 5 sorgt, ohne jedoch zusätzliche
Kaltluft von außerhalb des Innenbehälters 3 in den Kühlraum 5 einzublasen.
[0024] In der Fig. 2 ist dargestellt, wie die erfindungsgemäß Tauwasserrinne 20 gegenüber
einer Ausgestaltung S nach dem Stand der Technik nach oben versetzt angeordnet ist.
Bei den gattungsgemäßen Kühlgefrierkombinationsgeräten ist die Tauwasserrinne nach
der Ausgestaltung S am Boden 24 bzw. an einer Bodenstufe des Innenbehälters 3 angeordnet.
Gegenüber dieser bekannten Lage ist die erfindungsgemäße Tauwasserrinne 20, wie durch
den Pfeil P in Fig. 2 angedeutet, nach oben versetzt. Hinter einem ersten Wandabschnitt
25 ist der zweite Verdampfer 12 verdeckt (und deshalb in Fig. 2 nicht sichtbar) angeordnet.
Im Bereich des ersten Wandabschnitts 25, der durch den zweiten Verdampfer 12 gekühlt
ist, kann Luftfeuchtigkeit in Form von Tauwassertropfen 26 kondensieren. Ein zweiter
Wandabschnitts 26 ist ungekühlt, da sich hinter diesem Wandabschnitt 26 der zweite
Verdampfer 12 nicht mehr erstreckt. Der Bereich des zweiten Wandabschnitts 26 ist
deshalb trocken, d.h. es sind keine Tauwassertropfen dargestellt. Die Tauwasserrinne
20 befindet sich im Übergangsbereich zwischen dem ersten gekühlten Wandabschnitt 25
und dem zweiten ungekühlten Wandabschnitt 26.
[0025] Die Tauwasserrinne 20 weist ein Rinnenbett 27 auf. Das Rinnenbett 27 ist aus einer
Rinnenwandung 28 und einem Rinnenboden 29 gebildet, an dessen freien Rändern die Rinnenwandung
28 umlaufend angeordnet ist. Der Rinnenboden 29 besitzt ein Gefälle, welches auf den
in ihn eingebrachten Ablaufstutzen 21 zuläuft. Der Ablaufstutzen 21 mündet in dem
Ablaufschlauch 22 (Fig. 3). Unterhalb der Tauwasserrinne 20 sind an den Seitenwänden
16 des Innenbehälters 3 bzw. des Kühlraums 5 erste Aufnahmen 17a für untere Fachböden
19 und beispielhaft eine zweite Aufnahme 17b für einen oberen Fachboden 18 dargestellt.
[0026] In Fig. 3 sind im Querschnitt mehrere zweite Aufnahme 17b für obere Fachböden 18
und mehrere erste Aufnahmen 17a für untere Fachböden 19 gezeigt. Auf einer Höhe zwischen
den zweiten Aufnahme 17b der oberen Fachböden 18 und den ersten Aufnahmen 17a der
unteren Fachböden 19 ist die erfindungsgemäße Tauwasserrinne 20 angeordnet. An die
Tauwasserrinne 20 ist der Ablaufschlauch 22 angeschlossen. Der Ablaufschlauch 22 ist
bis zu einer Verdampferschale 30 geführt, die auf der Oberseite des Kompressors 13
angeordnet ist. Statt, wie in Fig.2 gezeigt innerhalb des Kühlraums 5 verlaufend,
kann der Ablaufschlauch 22 auch innerhalb der Schaumisolierung 31 verlaufend angeordnet
sein.
[0027] In Fig. 4 sind umgrenzt von dem gestrichelt dargestellten Korpus 2 zwei erfindungsgemäß
obere Fachböden 18 und drei erfindungsgemäß untere Fachböden 19, die als Glasplatten
32 ausgebildet sind, gezeigt. Jede Glasplatte 32 weist einen umspritzten Rahmen 33
auf. Nur die oberen Fachböden 18 weisen zusätzlich eine Begrenzungsleiste 34 auf.
Die unteren Fachböden 19 sind ohne eine Begrenzungsleiste 34 ausgebildet. Die unteren
Fachböden 19 weisen auch eine größere Tiefe T auf, als die Tiefe t der oberen Fachböden
18. Die zur offenen Seite des Innenbehälters 3 bzw. zur Türseite des Kältegeräts weisenden
Stirnenden 35 der oberen Fachböden 18 und unteren Fachböden 19 enden in einer gemeinsamen
Frontebene 36 .
BEZUGSZEICHENLISTE
[0028]
- 1
- Haushaltskältegerät
- 2
- Korpus
- 3
- Innenbehälter
- 4
- Gefrierraum
- 5
- Kühlraum
- 6
- erster Verdampfer
- 7
- Gefrierraumrückwand
- 8
- Rost
- 9
- Gefrierraumtür
- 10
- erster Griff
- 11
- Rückwand
- 12
- zweiter Verdampfer
- 13
- Kompressor
- 14
- Kühlraumtür
- 15
- zweiter Griff
- 16
- Seitenwände
- 17
- Aufnahmen
- 18
- obere Fachböden
- 19
- untere Fachböden
- 20
- Tauwasserrinne
- 21
- Ablaufstutzen
- 22
- Ablaufschlauch
- 23
- Ventilator
- 24
- Boden
- 25
- erster, gekühlter Wandabschnitt
- 26
- zweiter, ungekühlter Wandabschnitt
- 27
- Rinnenbett
- 28
- Rinnenwandung
- 29
- Rinnenboden
- 30
- Verdampferschale
- 31
- Schaumisolierung
- 32
- Glasplatte
- 33
- umspritzter Rahmen
- 34
- Begrenzungsleiste S Tauwasserrinne nach dem Stand der Technik
- P
- Pfeil
- T
- Tiefe
1. Kältegerät, insbesondere Haushaltskältegerät (1), mit einem Korpus (2), der einen
Innenbehälter (3) mit einem Kühlraum (5) und einem Gefrierraum (4) bildet, sowie einen
Einkreiskältekreislauf, aufweisend einen dem Gefrierraum (4) zugeordneten ersten Verdampfer
(6) und einen dem Kühlraum (5) zugeordneten, hinter einer Rückwand (11) des Kühlraums
(5) verborgen angeordneten zweiten Verdampfer (12), wobei die Rückwand (11) des Innenbehälters
(3) eine Tauwasserrinne (20) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Tauwasserrinne (20) an der Innenseite der Rückwand (11) in einer Höhe unmittelbar
unterhalb des zweiten Verdampfers (12) angeordnet ist.
2. Kältegerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Oberkante der Tauwasserrinne (20) an der Innenseite der Rückwand (11) in einer
Höhe angeordnet ist, in der sich eine Unterkante des zweiten, hinter der Rückwand
(11) verborgenen Verdampfers (12) befindet.
3. Kältegerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Verdampfer (12) in einem oberen Drittel des Kühlraums (5) hinter der Innenseite
der Rückwand (11) angeordnet und die Tauwasserrinne (20) auf Höhe zwei Drittels der
Gesamthöhe des Kühlraums (5) an der Innenseite der Rückwand (11) angebracht ist.
4. Kältegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Tauwasserrinne (20) einteilig mit dem die Rückwand (11) aufweisenden Innenbehälter
(3) ausgebildet ist.
5. Kältegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Tauwasserrinne (20) einen Ablaufstutzen (21) aufweist, an den ein Ablaufschlauch
(22), zum Ableiten von Tauwasser aus der Tauwasserrinne (20) zu einer Verdampfungsschale
(30) an einem Kompressor (13) des Kältegeräts, angeschlossen ist.
6. Kältegerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Ablaufschlauch (22) hinter der Rückwand (11) verborgen verlaufend, außerhalb
des Kühlraums (5) zu einem unterhalb des Innenbehälters (3) angeordneten Kompressor
(13) geführt ist.
7. Kältegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass im Kühlraum (5) mindestens ein oberer Fachboden (18) oberhalb der Tauwasserrinne
(20) und mindestens ein unterer Fachboden (19) unterhalb der Tauwasserrinne (20) angeordnet
ist, wobei der mindestens eine untere Fachboden (19) zum die Rückwand (11) berührenden
Lagern von Kühlgut ohne Begrenzungsleiste (34) ausgebildet ist.
8. Kältegerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere obere Fachböden (18) zum Fernhalten des Kühlguts von der Rückwand
(11) mit einer Begrenzungsleiste (34) und die ein oder mehreren untere Fachböden (19)
zum die Rückwand (11) berührenden Lagern von Kühlgut ohne Begrenzungsleiste (34) ausgebildet
sind.
9. Kältegerät nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine untere Fachboden (19) eine größere Tiefe als der mindestens eine
obere Fachboden (18) aufweist.
10. Kältegerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die zur offenen Seite des Innenbehälters (3) bzw. zur Türseite des Kältegeräts weisenden
Stirnenden (35) der oberen Fachböden (18) und der unteren Fachböden (19) in einer
gemeinsamen Frontebene (36) enden.