[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Reinigung eines Leergutrücknahmeautomaten,
der eine Anzahl von Funktionsmodulen mit Baugruppen aufweist, wobei als Funktionsmodul
ein Transportmodul zur Förderung eines Rückgabebehältnisses und/oder ein Eingabemodul
zum Einbringen des Rückgabebehältnisses in den Leergutrücknahmeautomaten und/oder
ein Erkennungsmodul zur Identifikation eines Rückgabebehältnisses und/oder ein Sortiermodul
zur Zuleitung des demselben zugeführten Rückgabebehältnisses zu einem von mehreren
Sortierwegen und/oder ein Kompaktiermodul zur Verkleinerung des Rückgabebehältnisses
angeordnet sind.
[0002] Aus der
DE 103 47 565 B4 ist eine Reinigungsvorrichtung für Leergutrücknahmeautomaten bekannt, die ein Erkennungsmodul
zur Identifikation eines Rückgabebehältnisses, ein Eingabemodul zum Einbringen des
Rückgabebehältnisses in den Leergutrücknahmeautomaten und wenigstens ein Transportmodul
zur Förderung des Rückgabebehältnisses aufweist. Ferner ist ein Reinigungsmodul als
separate Baueinheit ausgeführt. Das Reinigungsmodul kann in einem Reinigungsbetrieb
über das Eingabemodul in den Leergutrücknahmeautomaten eingegeben werden und von einem
Transportband des Transportmoduls in den Automaten gefördert werden. Das Reinigungsmodul
weist einen geschlossenen, mit einer Reinigungsflüssigkeit gefüllten Hohlkörper mit
festen Wandungen auf. Die Wandungen des Reinigungsmoduls sind zum Austritt der Reinigungsflüssigkeit
perforiert ausgebildet. Der Leergutrücknahmeautomat und/oder das Reinigungsmodul weisen
zudem Haltemittel auf, über die das Reinigungsmodul bei eingeschaltetem Transportband
im Wesentlichen ortsfest auf dem Transportband gehalten ist. Auf diese Weise wird
das umlaufende Transportband gereinigt. Nachteilig hierbei ist, dass das Reinigungsmodul
allein zur Reinigung des Transportbandes einsetzbar ist. Andere Baugruppen des Transportmoduls
können mit dem Reinigungsmodul ebenso wenig gereinigt werden wie andere Funktionsmodule
des Leergutrücknahmeautomaten. Darüber hinaus ist nachteilig, dass das Reinigungsmodul
als separate Baueinheit ausgeführt ist und zur Reinigung manuell in den Automaten
eingesetzt werden muss. Es besteht hierdurch die Gefahr, dass das Reinigungsmodul
verlegt wird. Ferner besteht aufgrund des manuellen Eingreifens nicht die Möglichkeit
einer automatischen, beispielsweise vom Verschmutzungsgrad oder der Betriebszeit abhängigen
Reinigung des Leergutrücknahmeautomaten.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung und ein Verfahren zur
Reinigung eines Leergutrücknahmeautomaten derart weiterzubilden, dass die Reinigung
einer oder einer Mehrzahl von Baugruppen weiter vereinfacht und ohne manuelles Zutun
ermöglicht wird.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Erfindung in Verbindung mit dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein in einem Vorratsbehältnis bereitgehaltenes Fluid mittels einer Druckerzeugungseinrichtung
derart mit Druck beaufschlagbar ist, dass das Fluid über Zuführmittel mindestens einer
Baugruppe zuführbar ist.
[0005] Der besondere Vorteil der Erfindung besteht darin, dass ein mit Druck beaufschlagtes
Fluid, beispielsweise ein Wasch-Fluid oder ein Spül-Fluid, einer oder einer Mehrzahl
von in dem Leergutrücknahmeautomaten verteilt angeordneten Baugruppen zuführbar ist.
Die Zuführmittel können hierbei beispielsweise als ein Leitungssystem mit einer oder
einer Mehrzahl von Austrittsöffnungen für das Fluid ausgeführt sein. Das Fluid kann
so in einfacher Weise an nahezu beliebigen Stellen des Leergutrücknahmeautomaten gelangen.
Die Druckerzeugungseinrichtung kann zentral, beispielsweise in der Nähe eines das
Fluid bereitstellenden Vorratsbehältnisses angeordnet sein. Ferner kann die Druckerzeugungseinrichtung
über eine zentrale Antriebseinheit betätigt werden. Die Reinigungsvorrichtung baut
hierdurch klein und kompakt.
[0006] Durch das Vorsehen einer zentralen Druckerzeugungseinrichtung und die Verteilung
des Fluids über Zuführmittel kann die Reinigungsvorrichtung zudem derart modular aufgebaut
sein, dass je nach Konfiguration, Typ und/oder Einsatzzweck des Leergutrücknahmeautomaten
unterschiedliche Funktionsmodule gereinigt werden können. Auf diese Weise kann eine
standardisierte Druckerzeugungseinrichtung durch das Vorsehen unterschiedlicher Varianten
von Zuführmitteln zur Bildung einer großen Vielzahl von Reinigungsvorrichtungen genutzt
werden. Durch die somit bewirkte Verwendbarkeit einer standardisierten Druckerzeugungseinrichtung
kann diese in großer Stückzahl besonders wirtschaftlich gefertigt werden.
[0007] Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist das Zuführmittel mindestens
eine Sprühdüse auf zur Zerstäubung des Fluids beim Austritt aus dem Zuführmittel.
Durch das Vorsehen einer Sprühdüse zur sprühnebelartigen Zerstäubung des Fluids wird
eine gute Verteilung des Fluids in der zu reinigenden Baugruppe bewirkt. Die Anzahl
der Austrittsöffnungen für das Fluid kann entsprechend gering sein. Beispielsweise
kann das Fluid durch die bauliche Ausgestaltung der Sprühdüse unter Bildung eines
Sprühkegels aus dem Zuführmittel austreten. Der Sprühkegel kann hierbei so geformt
sein, dass in Abhängigkeit von der Geometrie der Sprühdüse und des Abstandes zwischen
den zu reinigenden Baugruppen und der Sprühdüse ein vordefinierter Reinigungsbereich
gebildet wird.
[0008] Darüber hinaus kann durch die sprühnebelartige Zerstäubung des Fluids die für einen
Reinigungsvorgang erforderliche Fluidmenge gering sein. Dies führt zum einen zu wirtschaftlichen
Vorteilen. Zum anderen reduziert sich durch das Einbringen geringer Fluidmengen die
Gefahr einer Beschädigung des Leergutrücknahmeautomaten beispielsweise durch Korrosion
oder durch Eindringen von Feuchtigkeit in eine elektronische Komponente, beispielsweise
einen Sensor oder ein Steuergerät.
[0009] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist die mindestens eine Sprühdüse derart angeordnet,
dass mindestens ein Teil der zu reinigenden Baugruppe flächig von dem sprühnebelförmig
zerstäubten Fluid erfasst wird. Vorteilhaft kann die Anzahl an Sprühdüsen durch eine
verteilte Anordnung derselben in dem Leergutrücknahmeautomaten reduziert wird. Jede
Sprühdüse kann hierbei so geformt sein, dass eine zu reinigende Fläche vollständig
von dem zerstäubten Fluid benetzt wird. Die Sprühdüse kann hierbei wahlweise fest
oder - zur Vergrößerung der mit dem Sprühnebel beaufschlagten Fläche - beweglich in
dem Leergutrücknahmeautomaten angeordnet sein. Die bewegliche Sprühdüse kann wahlweise
aktiv positioniert oder durch den Druck des Fluids passiv geschwenkt werden.
[0010] Nach einer Weiterbildung der Erfindung sind die Druckerzeugungseinrichtung und/oder
das mindestens eine Vorratsbehältnis räumlich in dem Leergutrücknahmeautomaten integriert.
Die räumliche Integration der Reinigungsvorrichtung macht ein manuelles Einsetzen
derselben entbehrlich. Der Reinigungsvorgang kann demzufolge automatisch, beispielsweise
in vorgegebenen Zeitintervallen, in Abhängigkeit vom Verschmutzungsgrad des Leergutrücknahmeautomaten
oder nach einer vorgegebenen Anzahl an Rücknahmevorgängen gereinigt werden. Dessen
ungeachtet kann es ebenfalls möglich sein, den Reinigungsvorgang manuell zu starten,
beispielsweise durch Betätigung eines entsprechenden Eingabeelements.
[0011] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist zwischen der Druckerzeugungseinrichtung
und dem Vorratsbehältnis ein Druckluftspeicher angeordnet zur Zwischenspeicherung
der in der Druckerzeugungseinrichtung erzeugten Druckluft. Durch das Vorsehen eines
Zwischenspeichers kann eine vorgegebene und für den Reinigungsvorgang vorteilhafte
Menge an Druckluft bereitgestellt und/oder mit einem vorgegebenen Druck beaufschlagt
werden. Der Druckluftspeicher dient hierbei quasi als Puffer zwischen der Druckerzeugungseinrichtung
und dem in dem mindestens einen Vorratsbehältnis bevorrateten Fluid. Er gleicht Druckschwankungen
bzw. -pulsationen in der von der Druckerzeugungseinrichtung bereitgestellten Druckluft
aus. Der Reinigungsvorgang kann durch das Vorsehen des Druckluftspeichers darüber
hinaus von dem Betrieb der Druckerzeugungseinrichtung zeitlich gekoppelt werden. Es
ist demzufolge möglich und unter Umständen vorteilhaft, aber nicht zwingend erforderlich,
dass die Druckerzeugungseinrichtung während des Aufbringens des Fluids auf die zu
reinigenden Baugruppen betätigt ist.
[0012] Nach einer Weiterbildung der Erfindung weist die Druckerzeugungseinrichtung einen
Pneumatikzylinder auf zur Erzeugung der Druckluft. Der Pneumatikzylinder kann als
ein einseitig oder als ein zweiseitig wirkender Zylinder ausgebildet sein und eine
Kolbenstange aufweisen, die über eine rotatorisch wirkende Antriebseinheit und eine
Kurbelschwinge mittels einer rotatorisch wirkenden Antriebseinheit betätigbar ist.
Einseitig und/oder zweiseitig wirkende Pneumatikzylinder sind als standardisierte
Bauteile in großer Stückzahl kostengünstig verfügbar. Es kann hierbei zwischen unterschiedlichen
Druckniveaus und Zylindergrößen gewählt werden, so dass eine große Flexibilität hinsichtlich
der Volumenströme und des Druckniveaus besteht. Bei einem einseitig wirkenden Pneumatikzylinder,
bei dem pro Umdrehung der Antriebseinheit ein Arbeitshub und ein Leerhub erbracht
werden, ist hierbei der Dichtungsaufwand sowie der Aufwand für die pneumatische Schaltung
gering. Bei dem zweiseitig wirkenden Doppelzylinder werden pro Rotation der Antriebseinheit
zwei Arbeitshübe erbracht, so dass der Volumenstrom - bei ansonsten gleichen Abmessungen
- entsprechend größer oder der Bauraum - bei ansonsten gleichen Volumenstrom - entsprechend
geringer gewählt werden kann. Durch das Vorsehen einer rotatorischen Antriebsbewegung
und einer Kurbelschwinge kann ein kostengünstiger, robust gebauter und in großer Stückzahl
verfügbarer Elektromotor eingesetzt werden. Die rotatorische Antriebsbewegung wird
hierbei über die Kurbelschwinge in eine Linearbewegung gewandelt. Hierzu kann die
Kurbelstange und/oder der Pneumatikzylinder selbst verschwenkbar gelagert sein. Nach
einer Weiterbildung der Erfindung ist zwischen der Druckerzeugungseinrichtung und
der Antriebseinheit eine Kopplungseinheit angeordnet, derart, dass die Druckerzeugungseinrichtung
in Abhängigkeit von der Drehrichtung der Antriebseinheit betätigbar ist. Die Kopplungseinheit
ist als ein Freilauf ausgebildet derart, dass bei Betätigung der Antriebseinheit in
einem Normalbetrieb die Druckerzeugungseinrichtung nicht aktiviert ist und dass bei
Betätigung der Antriebseinheit in einem Reinigungsbetrieb die Druckerzeugungseinrichtung
aktiviert ist. Vorteilhaft kann die Antriebseinheit hierdurch beispielsweise im Normalbetrieb
zum Antrieb eines Transportbands benutzt werden, welches in ein Transportmodul zur
Beförderung der Rückgabebehältnisse angeordnet ist. Die gleiche Antriebseinheit kann
in dem Reinigungsbetrieb die Druckerzeugungseinrichtung betätigen. Dreht die Antriebseinheit
im Normalbetrieb beispielsweise im Uhrzeigersinn, wird das Rückgabebehältnis in einer
Transportrichtung auf dem Transportband gefördert. Der Freilauf sorgt hierbei für
eine Entkopplung der Druckerzeugungseinrichtung, das heißt die Antriebsbewegung wird
nicht auf die Druckerzeugungseinrichtung übertragen. Im Reinigungsbetrieb dreht die
Antriebseinheit dann im Gegenuhrzeigersinn. Der Freilauf überträgt die Bewegung der
Antriebseinheit auf die Druckerzeugungseinrichtung. Darüber hinaus wird das Transportband
gegen die Transportrichtung bewegt. Ein gleichzeitiger Transport des Rückgabebehältnisses
in Transportrichtung und die Betätigung der Druckerzeugungseinrichtung ist in diesem
Fall nicht vorgesehen.
[0013] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist eine Mehrzahl von Vorratsbehältnissen
mit Fluid angeordnet. Über mindestens ein zwischen der Druckerzeugungseinrichtung
und den Vorratsbehältnissen angeordnetes, schaltbares Ventil kann wahlweise keiner,
einer oder eine Mehrzahl der Vorratsbehältnisse mit Druckluft beaufschlagt werden.
Durch das Vorsehen einer Mehrzahl von Vorratsbehältnissen können unterschiedliche
Fluide zur Reinigung des Leergutrücknahmeautomaten bereitgestellt werden. Beispielsweise
können für unterschiedliche Funktionsmodule abhängig von den baulichen und funktionalen
Randbedingungen und den zu reinigenden Werkstoffen unterschiedliche Fluide Verwendung
finden. Ferner ist denkbar, dass der Reinigungsprozess mehrstufig, beispielsweise
zweistufig gestaltet ist und zunächst ein Wasch-Fluid und danach ein Spül-Fluid auf
die zu reinigenden Baugruppen aufgebracht wird. Ferner ist denkbar, dass durch die
Mischung unterschiedlicher Fluide während des Reinigungsbetriebs ein spezielles Reinigungsmittel,
welches beispielsweise chemisch reagiert oder flüchtig ist, unmittelbar nach der Durchmischung
verarbeitet wird. Über das Vorsehen eines schaltbaren Ventils zwischen der Druckerzeugungseinrichtung
und dem Vorratsbehältnis können hierbei der oder die mit Druck zu beaufschlagenden
Vorratsbehältnisse angesteuert werden.
[0014] Nach einer Weiterbildung der Erfindung kann das wenigstens eine Vorratsbehältnis
in Abhängigkeit von einer Betriebsstellung einer zweiten Antriebseinheit eines Funktionsmoduls
des Leergutrücknahmeautomaten mit Druckluft beaufschlagbar sein. Die zweite Antriebseinheit
kann hierbei im Reinigungsbetrieb zur Betätigung des schaltbaren Ventils oder eines
anderen Stellmittels dienen. Im Normalbetrieb kann diese Antriebseinheit zu einem
anderen Zweck vorgesehen sein, beispielsweise zum Antrieb einer Steuerkulisse eines
Sortiermoduls, eines Transportbands oder der mechanischen Komponenten eines Kompaktiermoduls.
[0015] Nach einer Weiterbildung der Erfindung dient eine der ersten Antriebseinheit und/oder
der zweiten Antriebseinheit zugeordnete Steuereinheit zur Steuerung der Druckerzeugungseinrichtung
und/oder des mindestens einen steuerbaren Ventils und/oder zur Steuerung mindestens
eines Funktionsmoduls und/oder zur Steuerung des Leergutrücknahmeautomaten. Vorteilhaft
kann durch die Integration der Ansteuerung auf eine separate Steuereinheit für die
Reinigungsvorrichtung verzichtet werden. Die in dem Leergutrücknahmeautomaten ohnehin
vorhandenen Steuereinheiten dienen zusätzlich der Steuerung der Druckerzeugungseinrichtung
und/oder der schaltbaren Ventile, so dass auf das Vorsehen zusätzlicher Hardwarekomponenten
verzichtet werden kann.
[0016] Zur Lösung der Aufgabe ist die Erfindung auch als Verfahren in Verbindung mit dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 11
dadurch gekennzeichnet, dass in einem Reinigungsbetrieb des Leergutrücknahmeautomaten mindestens ein Fluid mit
Druckluft beaufschlagt wird und das mindestens eine Fluid über Zuführmittel auf wenigstens
einen Teil der zu reinigenden Baugruppen aufgebracht wird.
[0017] Der besondere Vorteil der Erfindung ist, dass das Fluid in einem einzigen Reinigungsprozess
auf eine bzw. eine Mehrzahl von zu reinigenden und in dem Leergutrücknahmeautomaten
verteilt angeordneten Baugruppen aufgebracht werden kann. Hierdurch kann eine großflächige
und zugleich zeitsparende Reinigung bewirkt werden, die Funktionsprinzip bedingt nicht
auf von außen zugängliche oder anderweitig gut zu erreichende Baugruppen des Leergutrücknahmeautomaten
beschränkt ist. Indem das Fluid mit Druck beaufschlagt wird, kann dieses beispielsweise
mechanisch auf die zu reinigenden Baugruppen aufgespritzt oder mittels entsprechender
Düsen zerstäubt werden.
[0018] Nach einer Weiterbildung der Erfindung wird in dem Reinigungsbetrieb zunächst ein
Wasch-Fluid und danach ein Spül-Fluid auf wenigstens einen Teil der zu reinigenden
Baugruppen aufgebracht. Vorteilhaft können mit dem Wasch-Fluid chemische, biologische
oder mechanische Reinigungssubstanzen auf die zu reinigende Baugruppe aufgebracht
werden. Anschließend, beispielsweise nach einer vorgegebenen Einwirkzeit, werden die
Reinigungssubstanzen durch das Aufbringen eines Spül-Fluids von den Baugruppen abgespült,
so dass keine oder nur geringe Reste der Reinigungssubstanzen auf den zu reinigenden
Baugruppen verbleiben. Der mehrstufige, sequentielle Reinigungsprozess gewährleistet
hierbei zum einen eine effektive Reinigung der Funktionsmodule. Zum anderen wird sichergestellt,
dass mechanisch, chemisch oder biologisch wirksame und bei zu langer Einwirkung mitunter
die Baugruppe schädigende Reinigungssubstanzen ausgespült werden.
[0019] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Unteransprüchen.
[0020] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Figur näher erläutert.
[0021] Die Figur zeigt einen Leergutrücknahmeautomaten 1. Der Leergutrücknahmeautomat 1
wird beispielsweise in Einzelhandelsunternehmen als ein Selbstbedienungsgerät verwendet,
an dem Kunden ohne das Zutun des Personals Einweg- und/oder Mehrwegrückgabebehältnisse,
insbesondere Flaschen aus Kunststoff oder Glas sowie Metalldosen, zurückgeben können.
Im Gegenzug erhalten Sie den Pfandwert der Rückgabebehältnisse in bar und/oder als
Gutschrift (Bon).
[0022] Der Leergutrücknahmeautomat 1 weist typischerweise eine Mehrzahl von Funktionsmodulen
2, 3, 4, 5, 6 auf, die als baulich, funktional bzw. räumlich geschlossene Einheiten
ausgeführt sein können. Jedes Funktionsmodul 2, 3, 4, 5, 6 besteht aus einer Anzahl
an Baugruppen, die aus Einzelteilen (z. B. mechanische Bauteile, elektrische Bauelemente)
und/oder Unterbaugruppen bestehen und die gegenständlichen Komponenten des Funktionsmoduls
2, 3, 4, 5, 6 bilden.
[0023] Typische Funktionsmodule 2, 3, 4, 5, 6 des Leergutrücknahmeautomaten 1 sind ein oder
mehrere Eingabemodule 2 zum Einbringen der Rückgabebehältnisse in den Leergutrücknahmeautomaten
1, ein oder mehrere Transportmodule 3 zur Förderung des Rückgabebehältnisses in bzw.
durch den Leergutrücknahmeautomaten 1, ein oder mehrere Erkennungsmodule 4 zur Identifikation
des Rückgabebehältnisses, ein oder mehrere Sortiermodule 5 zur Zuleitung des denselben
zugeführten Rückgabebehältnisses zu einem von mehreren Sortierwegen und/oder ein oder
mehrere Kompaktiermodule 6 zur Verkleinerung des Rückgabebehältnisses. Art und Anzahl
der Funktionsmodule 2, 3, 4, 5, 6 können hierbei abhängig vom Typ des Leergutrücknahmeautomaten
1, seinem Einsatzzweck und seinem Einsatzort variieren.
[0024] Beispielsweise können zwei Eingabemodule 2 vorgesehen sein zur Aufnahme von Flaschen
und/oder Dosen einerseits und zur Rückgabe von in Kisten angeordneten Rückgabebehältnissen
anderseits. Ebenso ist denkbar, dass zur Erhöhung des Durchsatzes des Leergutrücknahmeautomaten
1 zwei Eingabemodule 2 für Flaschen bzw. Dosen parallel angeordnet sind.
[0025] Die Anzahl an Transportmodulen 3 kann in Abhängigkeit von der Anzahl der Eingabemodule
2 und/oder der möglichen Sortierwege ebenfalls variieren. Im einfachsten Fall wird
das über das Eingabemodul 2 zugeführte Rückgabebehältnis über ein einziges Transportmodul
3 einem Sammelbehältnis zugeführt. Komplexe Leergutrücknahmeautomaten 1 weisen demgegenüber
eine Vielzahl von Transportmodulen 3 auf. Beispielsweise sind Leergutrücknahmeautomaten
1 bekannt, in denen die Rückgabebehältnisse über ein als Zuführband ausgebildetes
erstes Transportmodul 3 einem Sortiermodul 5 zugeführt und dort an eines von mehreren
als Abfuhrbahnen ausgebildeten Transportmodulen 2 übergeben werden.
[0026] Das Sortiermodul 5 kann zur Separierung von Einweg-Rückgabebehältnissen einerseits
und Mehrweg-Rückgabebehältnissen andererseits dienen. Die Einweg-Rückgabebehältnisse
können hierbei in einem dem Sortiermodul 5 nachgeschalteten Kompaktiermodul 6 verkleinert,
beispielsweise zerquetscht und/oder zertrennt werden. Auf diese Weise wird das Volumen
der Rückgabebehältnisse reduziert, so dass Lagerung und Rücktransport der Rückgabebehältnisse
wirtschaftlicher gestaltet werden können.
[0027] Typischerweise, aber nicht zwingend ist darüber hinaus jedem Eingabemodul 2 ein separates
Erkennungsmodul 4 zur Erkennung des Typs des Rückgabebehältnisses zugeordnet. Über
den Typ des Rückgabebehältnisses kann zum einen der Pfandwert desselben und zum anderen
eine Steuergröße für das Sortiermodul 5 und/oder das Kompaktiermodul 6 ermittelt werden.
Bekannt ist auch, dass das Erkennungsmodul 4 funktional und/oder baulich in das Kompaktiermodul
6 integriert ist. Die Anzahl der Eingabemodule 2 korrespondiert daher nicht zwingend
mit der Anzahl der Erkennungsmodule 4.
[0028] Im vorliegenden Fall wird lediglich exemplarisch ein Leergutrücknahmeautomat 1 beschrieben,
der ein Eingabemodul 2, ein Transportmodul 3, ein Erkennungsmodul 4, ein Sortiermodul
5 und ein Kompaktiermodul 6 aufweist. Gleichwohl bezieht sich die Erfindung auch auf
Leergutrücknahmeautomaten 1, in denen zusätzliche hier nicht beschriebene Funktionsmodule
2, 3, 4, 5, 6 oder die beschriebenen Funktionsmodule nicht oder in abweichender Anzahl
angeordnet sind.
[0029] Während des Gebrauchs verschmutzen die einzelnen Funktionsmodule 2, 3, 4, 5, 6 aufgrund
der Rückgabe teilgefüllter bzw. verschmutzter Rückgabebehältnisse. Die Säuberung einzelner
oder aller Funktionsmodule 2, 3, 4, 5, 6 dient der Sicherung der Funktion und zur
Erhöhung der Lebensdauer. Zu diesem Zweck weist der Leergutrücknahmeautomat 1 eine
Reinigungsvorrichtung 7 auf. Die Reinigungsvorrichtung 7 umfasst eine Druckerzeugungseinrichtung
8 sowie zwei Vorratsbehältnisse 9, 10 zur Bevorratung von Fluiden. Ferner sind eine
Anzahl von Zuführmitteln (Leitungen 11, Sprühdüsen 12, Verbindungsventil 20) angeordnet,
über die die Druckerzeugungseinrichtung 8 mit den Vorratsbehältnissen 9, 10 und die
Vorratsbehältnisse 9, 10 mit einer Mehrzahl von Sprühdüsen 12 verbunden sind.
[0030] Die Druckerzeugungseinrichtung 8 ist über einen Wandler 13 und ein zusätzliches,
als ein Freilauf ausgebildetes Kopplungselement 14 mit einer ersten Antriebseinheit
15 verbunden. Der Wandler 13 dient dazu, die Drehzahl der ersten Antriebseinheit 15
an die Betriebserfordernisse der Druckerzeugungseinrichtung 8 anzupassen, insbesondere
Drehzahl und Drehmoment. Der Freilauf 14 sorgt dafür, dass die Antriebsbewegung der
ersten Antriebseinheit 15 in Abhängigkeit von der Drehrichtung derselben die Druckerzeugungseinrichtung
8 betätigt bzw. nicht betätigt. Beispielsweise kann der Freilauf 14 derart gestaltet
sein, dass eine Rotation der ersten Antriebseinheit 15 im Uhrzeigersinn die Druckerzeugungseinrichtung
8 betätigt, eine Rotation im Gegenuhrzeigersinn vom Freilauf 14 jedoch nicht an die
Druckerzeugungseinrichtung 8 übertragen wird.
[0031] Die erste Antriebseinheit 15 wird im vorliegenden Ausführungsbeispiel auch als Antriebseinheit
für das Transportmodul 3 eingesetzt. Sie dient zum Antrieb eines Transportbands 16
und wird über eine Steuereinheit 17 des Transportmoduls 3 angesteuert. Der ersten
Antriebseinheit 15 kommt insofern eine Doppelfunktion zu, als dass die erste Antriebseinheit
15 in einem Normalbetrieb zum Transport der Rückgabebehältnisse auf dem Transportband
16 und im Reinigungsbetrieb zum Antrieb der Druckerzeugungseinrichtung 8 genutzt wird.
[0032] In einer alternativen, nicht dargestellten Ausführungsform der Erfindung kann gleichwohl
eine separate Antriebseinheit für die Druckerzeugungseinrichtung 8 vorgesehen sein,
die unabhängig von der Antriebseinheit 15 des Transportmoduls 3 oder eines anderen
Funktionsmoduls 2, 4, 5, 6 betätigbar ist. Ferner kann auf den Wandler 13 und/oder
den Freilauf 14 verzichtet werden. Ebenso kann statt der ersten Antriebseinheit 15,
die im vorliegenden Beispiel dem Transportmodul 3 zugeordnet ist, eine Antriebseinheit
eines beliebigen anderen Funktionsmoduls 2, 4, 5, 6 die Druckerzeugungseinrichtung
8 betätigen. Insbesondere kann eine Antriebseinheit des Kompaktiermoduls 6 benutzt
werden. Diese bietet typischerweise ein hohes Drehmoment. Darüber hinaus bietet das
Kompaktiermodul 6 die Möglichkeit, auch großbauende Zylinder einzusetzen. Hier erscheint
es möglich, Drücke von 5 bar oder mehr zu erzeugen.
[0033] Zwischen der Druckerzeugungseinrichtung 8 und den Vorratsbehältnissen 9, 10 sind
ein Druckluftspeicher 18 und ein schaltbares Ventil 19 angeordnet. Der Druckluftspeicher
18 dient zur Zwischenspeicherung der in der Druckerzeugungseinrichtung 8 erzeugten
Druckluft. Die in dem Druckluftspeicher 18 bevorratete Druckluft kann über das schaltbare
Ventil 19 keinem, einem oder beiden Vorratsbehältnissen 9, 10 zugeführt werden, so
dass die in den Vorratsbehältnissen 9, 10 bevorrateten Fluide mit Druckluft beaufschlagt
werden. Über die den Vorratsbehältnissen 9, 10 nachgelagerten Leitungen 11 sowie ein
Verbindungsventil 20 werden das bzw. die mit Druck beaufschlagten Fluide den Sprühdüsen
12 zugeführt. Das Verbindungsventil 20 sorgt dafür, dass das in dem ersten Vorratsbehältnis
9 bevorratete erste Fluid in Richtung der Sprühdüsen 12, nicht jedoch in Richtung
des zweiten Vorratsbehältnisses 10 förderbar ist. Ebenso sorgt das Verbindungsventil
20 dafür, dass das in dem zweiten Vorratsbehältnis 10 bevorratete zweite Fluid in
Richtung der Sprühdüsen 12, nicht jedoch in Richtung des ersten Vorratsbehältnisses
9 gefördert werden kann.
[0034] Das schaltbare Ventil 19 wird über eine zweite Antriebseinheit 21 betätigt. Die zweite
Antriebseinheit 21 ist dem Sortiermodul 5 zugeordnet und dient dort primär zum Antrieb
einer Steuerkulisse 22, über die nicht dargestellte Stellelemente des Sortiermoduls
5 in eine Mehrzahl von Sortierstellungen verbringbar sind. Die Kulisse 22 ist derart
ausgestaltet, dass alle Sortierstellungen mit einer Stellbewegung der zweiten Antriebseinheit
21 von weniger als 360° eingenommen werden können. Hierdurch ist es möglich, zusätzlich
zwei Anschläge zu positionieren, gegen die die Kulisse 22 oder ein anderes mit ihr
verbundenes Bauteil mittels der zweiten Antriebseinheit 22 verfahren werden kann.
[0035] Bei Betätigung des ersten Anschlags wird über das schaltbare Ventil 19 das erste
Vorratsbehältnis 9 mit Druckluft beaufschlagt, so dass das in dem Vorratsbehältnis
9 bevorratete Fluid über die Sprühdüsen 12 auf die zu reinigenden Baugruppen der Funktionsmodule
2, 3, 4, 5, 6 aufbringbar ist. Analog wird Vorratsbehältnis 10 mit Druckluft beaufschlagt
und das in dem zweiten Vorratsbehältnis 10 bevorratete Fluid ausgebracht. Beim Anfahren
der Anschläge kann das schaltbare Ventil 19 über ein mechanisches Verbindungsmittel
23 betätigt werden. Ebenso kann das Anfahren des Anschlags sensorisch, zum Beispiel
über einen Kontaktschalter, oder sensorfrei, beispielsweise anhand eines Anstiegs
des Motorstroms der zweiten Antriebseinheit 21 detektiert werden. Die entsprechende
Schaltinformation kann in der Steuereinheit 24 des Sortiermoduls 5 verarbeitet und
über eine Datenleitung 25 dem aktiv ausgebildeten Ventil 19 zugeführt werden.
[0036] Nach einer alternativen, nicht dargestellten Ausführungsform der Erfindung kann zur
Betätigung des schaltbaren Ventils 19 ein separater Stellantrieb angeordnet sein.
Ferner kann anstelle der dem Sortiermodul 5 zugeordneten zweiten Antriebseinheit 22
eine Antriebseinheit eines beliebigen anderen Funktionsmoduls 2, 3, 5, 6, 7 benutzt
werden. Statt der Steuereinheit 24 des Sortiermoduls 4 kann eine der Reinigungsvorrichtung
7 zugeordnete, nicht dargestellte Steuereinheit oder eine beliebige andere Steuereinheit
des Leergutrücknahmeautomaten 1 dienen.
[0037] Zum Reinigen der dargestellten Funktionsmodule 3, 4, 5, 6 wird wie folgt verfahren.
[0038] Der Leergutrücknahmeautomat 1 wird vom Normalbetrieb, in dem die erste Antriebseinheit
15 das Transportband 16 des Transportmoduls 3 in Förderrichtung der Rückgabebehältnisse
antreibt und die zweite Antriebseinheit 21 des Sortiermoduls 5 über die Kulisse 22
die nicht dargestellten Stellelemente betätigt, in den Reinigungsbetrieb verbracht.
Dies kann über die Zentralsteuerung des Leergutrücknahmeautomaten 1 bzw. über eine
beliebige andere Steuereinheit 17, 24 eines beliebigen Funktionsmoduls 2, 3, 4, 5,
6 erfolgen. Im Reinigungsbetrieb wird die Drehrichtung der ersten Antriebseinheit
15 invertiert, so dass diese über den Wandler 13 und den Freilauf 14 die Druckerzeugungseinrichtung
8 betätigt. Mittels der Druckerzeugungseinrichtung 8 wird der Druckluftspeicher 18
mit Druckluft gefüllt.
[0039] Nach Erreichen einer vorgegebenen Druckluftmenge und/oder eines vorgegebenen Drucks
im Druckluftspeicher 18 wird die Kulisse 22 mittels der zweiten Antriebseinheit 21
gegen den nicht dargestellten ersten Anschlag verfahren und über das schaltbare Ventil
19 das in dem ersten Vorratsbehältnis 9 bevorratete Fluid mit Druckluft beaufschlagt.
Das mit Druckluft beaufschlagte Fluid strömt durch die Leitungen 11 und des Verbindungsventils
20 in Richtung der Sprühdüsen 12. Beim Austritt aus den Sprühdüsen 12 wird das Fluid
sprühnebelförm ig zerstäubt, so dass mindestens ein Teil der zu reinigenden Baugruppen
der Funktionsmodule 3, 4, 5, 6 mit einer hinreichenden Menge gut verteilten Fluids
flächig angespritzt und benetzt werden. In dem ersten Vorratsbehältnis 9 ist beispielsweise
ein Wasch-Fluid bevorratet, das mechanisch, chemisch oder biologisch wirksame Reinigungssubstanzen
enthält.
[0040] In einem weiteren Verfahrensschritt wird die Kulisse 22 über die zweite Antriebseinheit
21 gegen den nicht dargestellten zweiten Anschlag verfahren. Die Druckbeaufschlagung
des ersten Vorratsbehältnisses 9 wird hierdurch beendet. Das in dem zweiten Vorratsbehältnis
10 bevorratete Fluid wird über das schaltbare Ventil 19 mit Druck beaufschlagt, so
dass es in Richtung der Sprühdüsen 12 strömt und in bekannter Weise auf die zu reinigenden
Baugruppen aufgebracht wird. Bei dem zweiten Fluid kann es sich beispielsweise um
Spül-Fluid handeln, das dazu dient, das Wasch-Fluid abzuspülen und ein Verbleiben
der reaktiven Reinigungssubstanzen auf den Baugruppen zu verhindern. Das zerstäubte
erste und zweite Fluid werden in unterhalb der zu reinigenden Baugruppen angeordneten
nicht dargestellten Auffangmitteln, die untereinander verbunden sein können und/oder
in einem nicht dargestellten zentralen Auffangmittel münden können, gesammelt. Auf
diese Weise wird eine unkontrollierte Ausbreitung des Fluids in dem Leergutrücknahmeautomaten
1 verhindert.
[0041] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel verläuft der Reinigungsprozess zeitgesteuert.
Für die Betätigung der Druckerzeugungseinrichtung 8 ist ein festes Zeitintervall vorgesehen.
Nach Ablauf des Zeitintervalls wird mittels der zweiten Antriebseinheit 21 der erste
Anschlag angefahren. Nach Ablauf eines weiteren Zeitintervalls wird in bekannter Weise
der zweite Anschlag angefahren. Auf diese Weise kann der komplette Reinigungsprozess
ohne zusätzliche Sensorelemente bzw. zusätzliche Steuerungseinheiten allein mittels
der ohnehin vorhandenen Antriebseinheiten 15, 21 und Steuereinheiten 17, 24 realisiert
werden.
[0042] Alternativ kann zwischen dem Aufbringen des ersten Fluids und des zweiten Fluids
auf die zu reinigende Baugruppe die Druckerzeugungseinrichtung 8 erneut betätigt und
der Druckspeicher 18 erneut gefüllt werden. Die Betätigung der Druckerzeugungseinrichtung
kann hierbei wie gehabt zeitgesteuert erfolgen.
[0043] Alternativ ist es selbstverständlich möglich, durch zusätzliche Sensorkomponenten
beispielsweise den Volumenstrom zu messen bzw. den Druck in dem Druckluftspeicher
zu ermitteln. Ebenso können Sensoren, beispielsweise optisch wirkende Sensoren, eingesetzt
werden, um die Dauer des Reinigungsprozesses anhand des aktuellen Verschmutzungsgrades
zu steuern. Darüber hinaus können über Füllstandssensoren die Mengen der in den Vorratsbehältnissen
9, 10 bevorrateten Fluide ermittelt werden.
[0044] Gesteuert werden kann der Reinigungsprozess in diesem Fall von einer separaten nicht
dargestellten Steuereinheit der Reinigungsvorrichtung 7, von einer der ohnehin vorgesehenen
Steuereinheiten 17, 24 oder von einer nicht dargestellten Steuereinheit des Eingabemoduls
2, des Erkennungsmoduls 4 oder des Kompaktiermoduls 6. Ferner kann statt der dezentralen
Steuereinheiten 17, 24 der Funktionsmodule 3, 5 eine zentrale Steuereinheit für den
gesamten Leergutrücknahmeautomaten 1 angeordnet sein, die zum einen die Funktionsmodule
2, 3, 4, 5, 6 und zum anderen die Reinigungsvorrichtung 7 steuert.
[0045] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel der Erfindung ist jeweils eine Sprühdüse 12 dem
Transportmodul 3, dem Erkennungsmodul 4, dem Sortiermodul 5 und dem Kompaktiermodul
6 zugeordnet. Dem Eingabemodul 2 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel keine Sprühdüse
12 zugeordnet. Gleichwohl können mit der Reinigungsvorrichtung 7 in einer alternativen
Ausführungsform der Erfindung alle oder eine andere als die dargestellte Auswahl an
Funktionsmodulen 2, 3, 4, 5, 6 gereinigt werden. Ebenso ist es möglich, mehr als eine
Sprühdüse 12 je Funktionsmodul 2, 3, 4, 5, 6 anzuordnen. Die Sprühdüsen 12 der einzelnen
Funktionsmodule 2, 3, 4, 5, 6 können sich hinsichtlich ihrer Anzahl, Anordnung und
geometrischen Gestaltung unterscheiden. Ebenso ist denkbar, dass durch zusätzliche
Ventile das Fluid lediglich ausgewählten Funktionsmodulen 2, 3, 4, 5, 6 zugeführt
wird, während andere Funktionsmodule 2, 3, 4, 5, 6, denen eine Sprühdüse 12 zugeordnet
ist, aufgrund der Ventilstellung nicht gereinigt werden.
[0046] Den Vorratsbehältnissen 9, 10 kann ein manuelles Anzeigemittel zur Füllstandsanzeige,
beispielsweise ein Schwimmer oder ein Sichtfenster zugeordnet sein. Auf diese Weise
kann die Vorratsmenge des Fluids manuell ermittelt werden. Bei einer nicht hinreichenden
Fluidmenge kann das Vorratsbehältnis 9, 10 ersetzt und/oder Fluid nachgefüllt werden.
Bezugszeichenliste
[0047]
- 1
- Leergutrücknahmeautomat
- 2
- Funktionsmodul (Eingabemodul)
- 3
- Funktionsmodul (Transportmodul)
- 4
- Funktionsmodul (Erkennungsmodul)
- 5
- Funktionsmodul (Sortiermodul)
- 6
- Funktionsmodul (Kompaktiermodul)
- 7
- Reinigungsvorrichtung
- 8
- Druckerzeugungseinrichtung
- 9
- Vorratsbehältnis
- 10
- Vorratsbehältnis
- 11
- Leitung
- 12
- Sprühdüsen
- 13
- Wandler
- 14
- Kopplungsmittel / Freilauf
- 15
- erste Antriebseinheit
- 16
- Transportband
- 17
- Steuereinheit
- 18
- Druckluftspeicher
- 19
- schaltbares Ventil
- 20
- Verbindungsventil
- 21
- zweite Antriebseinheit
- 22
- Kulisse
- 23
- mechanisches Verbindungsmittel
- 24
- Steuereinheit
- 25
- Datenleitung
1. Vorrichtung zur Reinigung eines Leergutrücknahmeautomaten, der eine Anzahl von Funktionsmodulen
mit Baugruppen aufweist, wobei als Funktionsmodul ein Transportmodul zur Förderung
eines Rückgabebehältnisses und/oder ein Eingabemodul zum Einbringen des Rückgabebehältnisses
in den Leergutrücknahmeautomaten und/oder ein Erkennungsmodul zur Identifikation eines
Rückgabebehältnisses und/oder ein Sortiermodul zur Zuleitung des demselben zugeführten
Rückgabebehältnisses zu einem von mehreren Sortierwegen und/oder ein Kompaktiermodul
zur Verkleinerung des Rückgabebehältnisses angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein in einem Vorratsbehältnis (9, 10) bereitgehaltenes Fluid mittels einer
Druckerzeugungseinrichtung (8) derart mit Druck beaufschlagbar ist, dass das Fluid
über Zuführmittel mindestens einer Baugruppe zuführbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Zuführmittel mindestens eine Sprühdüse (12) aufweist zur Zerstäubung des Fluids
beim Austritt aus dem Zuführmittel.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Sprühdüse (12) derart angeordnet ist, dass mindestens ein Teil
einer Baugruppe flächig von dem sprühnebelförmig zerstäubten Fluid erfasst wird.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckerzeugungseinrichtung (8) und/oder das mindestens eine Vorratsbehältnis
räumlich in dem Leergutrücknahmeautomaten (1) integriert angeordnet sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Druckerzeugungseinrichtung (8) und dem Vorratsbehältnis (9, 10) ein
Druckluftspeicher (18) angeordnet ist zur Zwischenspeicherung der in der Druckerzeugungseinrichtung
(8) erzeugten Druckluft.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckerzeugungseinrichtung (8) über eine Kopplungseinheit (14) mit einer ersten
Antriebseinheit (15) zusammenwirkt.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckerzeugungseinrichtung (8) einen Pneumatikzylinder aufweist zur Erzeugung
von Druckluft, wobei der Pneumatikzylinder als ein einseitig oder zweiseitig wirkender
Pneumatikzylinder ausgebildet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Pneumatikzylinder eine Kolbenstange aufweist, die über eine rotatorisch wirkende
Antriebseinheit (erste Antriebseinheit 15) und eine Kurbelschwinge antreibbar ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplungseinheit (14) als ein Freilauf ausgebildet ist derart, dass bei Betätigung
der ersten Antriebseinheit (15) in einem Normalbetrieb die Druckerzeugungseinrichtung
(8) nicht aktiviert ist und dass bei Betätigung der ersten Antriebseinheit (15) in
einem Reinigungsbetrieb die Druckerzeugungseinrichtung (8) aktiviert ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der zu reinigenden Baugruppe ein Auffangmittel zugeordnet ist zur Sammlung des mindestens
einen Fluids nach der Reinigung der Baugruppen.
11. Verfahren zur Reinigung eines Leergutrücknahmeautomaten, der eine Anzahl von Funktionsmodulen
mit Baugruppen aufweist, wobei als Funktionsmodul ein Transportmodul zur Förderung
eines Rückgabebehältnisses und/oder ein Eingabemodul zum Einbringen des Rückgabebehältnisses
in den Leergutrücknahmeautomaten und/oder ein Erkennungsmodul zur Identifikation des
Rückgabebehältnisses und/oder ein Sortiermodul zur Zuleitung des demselben zugeführten
Rückgabebehältnisses zu einem von mehreren Sortierwegen und/oder ein Kompaktiermodul
zur Verkleinerung des Rückgabebehältnisses angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet, dass in einem Reinigungsbetrieb des Leergutrücknahmeautomaten
- mindestens ein Fluid mit Druckluft beaufschlagt wird und
- das mindestens eine Fluid über Zuführmittel auf wenigstens einen Teil der zu reinigenden
Baugruppen aufgebracht wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass in dem Reinigungsbetrieb
- zunächst ein Wasch-Fluid und
- danach ein Spül-Fluid auf wenigstens einen Teil der zu reinigenden Baugruppen aufgebracht
wird.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine Druckerzeugungseinrichtung (8) über eine erste Antriebseinheit (15) eines Funktionsmoduls
(2, 3, 4, 5, 6) des Leergutrücknahmeautomaten (1) angetrieben wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckerzeugungseinrichtung (8) lediglich in einer von zwei Bewegungsrichtungen
der ersten Antriebseinheit (15) angetrieben wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass ein zwischen der Druckerzeugungseinrichtung (8) und dem wenigstens einen Vorratsbehältnis
(9, 10) zur Bevorratung des Fluids angeordnetes, schaltbares Ventil (19) in Abhängigkeit
von der Drehstellung einer zweiten Antriebseinheit (21) betätigt wird derart, dass
wahlweise kein, ein oder eine Mehrzahl von bevorrateten Fluiden mit Druckluft beaufschlagt
wird.