[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren, eine Vorrichtung sowie eine Ionisationsquelle
zur Ionisation von Raumluft nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1, 9 bzw. 15.
[0002] Verfahren zur Ionisation von Luft kommen in verschiedenen Bereichen zum Einsatz.
Aus [1],
DE10157524A1, ist bekannt, dass Luftionisationsgeräte zur Beseitigung elektrostatischer Aufladungen
von Gegenständen, insbesondere von dielektrischen Gegenständen aus Flachmaterial,
z.B. Folien, verwendet werden. Bei den in [1] offenbarten Vorrichtungen werden dazu
Spitzenelektroden eingesetzt, an die eine Hochspannung angelegt wird, so dass eine
Koronaentladung zündet und freie Ladungsträger gebildet werden. Sind die Spitzenelektroden
mit negativer Hochspannung verbunden, so werden negative Ladungsträger erzeugt. Sind
die Spitzenelektroden mit einer positiven Hochspannung verbunden, so werden entsprechend
positive Ladungsträger erzeugt.
[0003] Ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Erzeugen von Koronarentladungen in Luft sind
ferner aus [2],
CH 666372 A5 bekannt. Der in [2] offenbarte Luftionisationsgenerator weist eine Ionisationsröhre
auf, in deren Innenraum sich eine hülsenförmige Innenelektrode innenwandnah erstreckt,
während eine hülsenförmige Aussenelektrode auf der Aussenfläche der Ionisationsröhre
aufgeschoben und gegenüber der Innenelektrode verschiebbar ist. Die Aussenelektrode
ist aus einem Drahtgewebe geformt, an dem nach Anlegen einer Hochspannung von 1500
- 3000 Volt Koronaren entstehen, durch die bei gegebenen Parametern der Ionisationsröhre
und der Elektroden eine diffuse Elektronenemission erzeugt wird, die zur Bildung von
Sauerstoff-Clustern mit 10-80 Sauerstoffmolekülen pro cm3 Luft führt. Die Bildung
der ionisierten Sauerstoffmoleküle dient der Luftdesinfektion, der Desodorierung und
der Luftaufbereitung im Sinne der Bioklimatik.
[0004] Aus [3],
WO2006130997A1, sind ein Verfahren und eine Vorrichtung zur gesteuerten Erzeugung einer Ionisation
in Luft oder Industriegasen bekannt. Dieser Lösung liegt die Erkenntnis zu Grunde,
dass bei Koronaentladungen auch Ozon auftreten kann, dessen Menge gesteuert werden
soll, weil ein zu grosser Ozon-Anteil gesundheitsschädlich sein kann. Die in [3] offenbarte
Vorrichtung weist einen Transformator auf, an dessen Sekundärseite eine Steuervorrichtung
vorgesehen ist, mittels der die Höhe der an die Elektroden angelegten Spannung steuerbar
ist.
[0005] In [4],
Niels Jonassen, "Are Ions Good for You?", Compliance Engineering, 11/12-2002, untersucht der Autor den Einfluss von ionisierter Luft auf das Wohlbefinden des
Anwenders. Zusammenfassend erkennt der Autor keine relevanten Auswirkungen der Luftionisation.
Tatsächlich treten bei der Anwendung der Luftionisation ausserordentlich komplexe
Vorgänge auf, deren Auswirkungen noch nicht abschliessend erforscht sind. Der Nutzen
heutiger Luftionisationgeräte für den Anwender ist daher nicht abschliessend geklärt.
Während in [4] die Ansicht vertreten wird, dass die Luftionisation keine Auswirkungen
auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Anwenders hat, so stellt sich die Frage,
ob bei einer tatsächlichen Auswirkung der Luftionisation diese für den Anwender eher
vorteilhaft oder belastend ist.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und Vorrichtung
zur Ionisation von Raumluft anzugeben, welche für den jeweiligen Anwender vorteilhafte
Auswirkungen mit sich bringt. Weiterhin ist eine Ionisationsquelle anzugeben, mittels
der die Lösung der gestellten Aufgabe besonders vorteilhaft gelingt.
[0007] Diese Aufgabe wird mit einem Verfahren und eine Vorrichtung gelöst, welche die in
Anspruch 1, 9 bzw. 15 angegebenen Merkmale aufweisen. Vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindung sind in weiteren Ansprüchen angegeben.
[0008] Die der Ionisation von Raumluft dienende Vorrichtung weist eine Steuereinheit auf,
von der wenigstens eine von einer Stromversorgungsvorrichtung erzeugte Ausgangspannung
wenigstens einer Ionisationsquelle zuführbar ist.
[0009] Erfindungsgemäss ist in der Steuereinheit ein erstes Mass für die Erzeugung positiver
Luft-Ionen und/oder ein zweites Mass für die Erzeugung negativer Luft-Ionen vorgebbar
oder ermittelbar. Gestützt auf diese Informationen wird von der Steuereinheit die
wenigstens eine Ausgangspannung mit der erforderlichen Polarität und Grösse, zeitlich
beschränkt oder unbeschränkt, bereit gestellt und der Ionisationsquelle zuführt.
[0010] Die erfindungsgemässe Vorrichtung wird dabei derart betrieben, dass die Luftionisation
optimal an die Bedürfnisse des Anwenders angepasst wird. Dabei wird vorzugsweise zwischen
zwei Betriebsarten unterschieden. In der ersten Betriebsart erfolgt die Reinigung
der Raumluft, was ein generelles Bedürfnis aller Anwender darstellt. Die entsprechenden
Betriebsparameter sind dabei weitgehend unabhängig von den Eigenschaften des Anwenders.
Hingegen ist hier die Qualität der Luft selbst für die Wahl der Einstellungen bestimmend.
[0011] In der zweiten Betriebsart wird durch die Luftionisation das weitere Wohlbefinden
des Anwenders gesteigert, wobei generelle und/oder individuell an den jeweiligen Anwender
angepasste Betriebsprofile angewendet werden.
[0012] Ferner kann vorgesehen werden, dass die erste Betriebsart zwingend vor der Anwendung
der zweiten Betriebsart aktiviert wird, so dass der therapeutische Betrieb der Vorrichtung
erst dann erfolgt, wenn die Luft weitgehend gereinigt und frei von störenden, gegebenenfalls
koagulierten Partikeln ist.
[0013] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zu Grunde, dass die Erzeugung nur einer bestimmten
Art von Luft-Ionen den tatsächlichen Bedürfnissen der Anwender nicht gerecht wird.
Es ist z.B. bekannt, dass Atmungsbeschwerden oder Migränebeschwerden als Folge von
Gefässveränderungen auftreten. Diese Beschwerden lassen sich durch die Ionisation
der Atmungsluft beeinflussen. Dabei wurde stets angenommen, dass Erfolge bei der Anwendung
von Therapien mit negativ geladenen Luft-Ionen Erfolg versprechend sind. Diese Annahme
hat jedoch zu kontroversen Diskussionen geführt, in denen die entsprechenden Therapien
in Frage gestellt werden (siehe [4]).
[0014] Aufgrund der kontroversen Diskussionen wurde dieser Sachverhalt näher untersucht
und festgestellt, dass die Auswirkungen der Luftionisation bei verschiedenen Anwendern
unterschiedlich sind. Bisher wurde nicht erkannt, dass eine bestimmte Luftionisation
die Luftreinheit verbessern, gleichzeitig aber auch zu einem Unwohlsein des Anwenders
führen kann. Ebenso kann eine bestimmte Luftionisation bei einem Anwender Unwohlsein
hervorrufen, während bei einem anderen Anwender das Wohlbefinden verbessert wird.
[0015] Aus [5],
http://www.netdoktor.at/krankheiten/fakta/migraene.htm ist bekannt, dass sich die Blutgefässe im Gehirn im Vorstadium eines Migräneanfalls
verengen (Vasokonstriktion) und sich kurz darauf wieder erweitern (Vasodilatation).
Dieser Vorgang aktiviert Schmerzrezeptoren und ruft so Schmerzen hervor. Der Auslöser
für die Verengung und die folgende Gefässerweiterung ist gemäss [5] noch nicht bekannt.
Durch entsprechende Behandlung kann nun der Vasokonstriktion oder der Vasodilatation
entgegengewirkt werden, was bei einzelnen Patienten zu unterschiedlichem Erfolg führen
kann. Z.B. kann der Vasokonstriktion entgegengewirkt oder die Vasodilatation verzögert
werden. Es ist daher wesentlich, dass die geeignete Behandlungsmethode gefunden wird,
was mit der erfindungsgemässen Vorrichtung durch Erzeugung von Luft-Ionen in geeigneter
Konzentration und Polarität gelingt.
[0016] Die Erfindung macht sich den Umstand zu Nutze, dass durch die Luftionisation der
Spiegel des Serotonins, welches als Neurotransmitter dient, beeinflussbar ist. Ein
höherer Serotonin-Spiegel kann, wie eine Lichttherapie, zu gesteigertem Wohlbefinden
und rascherer Wundheilung führen. Gleichzeitig kann ein erhöhter Serotonin-Spiegel
in Lunge und Niere gefässverengend wirken, z.B. zu Atmungsstörungen führen. Ein gesenkter
Serotonin-Spiegel kann hingegen zu Schlaflosigkeit führen. Ferner wird die Verdauung
durch den Serotonin-Spiegel beeinflusst.
[0017] Die erfindungsgemässe Vorrichtung wird daher angepasst an die Bedürfnisse des Anwenders
in wenigstens einer ersten und/oder einer zweiten Betriebsart betrieben.
[0018] In der vorzugsweise vorgesehenen ersten Betriebsart wird die Raumluft gereinigt,
wozu vorzugsweise positiv und negativ geladene Luft-Ionen erzeugt werden. Dabei hat
sich gezeigt, dass sich die Anzahl störender Partikel bzw. Aerosole innerhalb von
wenigen Minuten mit einem exponentiellen Verlauf drastisch reduziert. Erfindungsgemäss
wird daher vorzugsweise vorgesehen, dass die erste Betriebsart jeweils nur für eine
kurze Dauer von z.B. 15 Minuten eingestellt wird. Dabei hat sich gezeigt, dass mit
der Erzeugung positiv und negativ geladener Luft-Ionen die Luftreinigung in kurzer
Zeit möglich ist. Ferner erfolgt bei der Verwendung positiv und negativ geladener
Luft-Ionen nach Abschluss der ersten Betriebsart innerhalb kurzer Zeit ein Ladungsausgleich,
so dass die IonenKonzentration in der Folge neu eingestellt werden kann. Um während
der Luftreinigung einen raschen Ladungsausgleich zu verhindern, wird vorzugsweise
ein Ventilator zugeschaltet, durch den die Luft-Ionen gleichmässig im Raum verteilt
werden, so dass eine optimale Wirkung erzielt wird. Es Ventilator kann auf Wunsch
des Anwenders auch in einer weiteren Betriebsart zugeschaltet werden.
[0019] Weiterhin kann die Vorrichtung einen Partikelsensor aufweisen oder mit einem solchen
verbunden werden, wonach die Erzeugung von Luft-Ionen in der ersten Betriebsart entsprechend
erhöht oder reduziert werden kann. Z.B. kann die erste Betriebsart auch nur dann eingesetzt
werden, wenn vom Partikelsensor eine entsprechende Verunreinigung gemeldet wird. Solange
in einem Raum geraucht wird, so kann die Vorrichtung durchgehend in der ersten Betriebsart
betrieben werden. Nachdem der Anwender das Rauchen eingestellt hat und der Raum gereinigt
wurde, kann auf den Betrieb in der ersten Betriebsart gegebenenfalls vollständig verzichtet
werden.
[0020] In einer weiteren vorzugsweisen Ausgestaltung der Erfindung wird die Wetterlage mittels
einer lokalen oder zentralen Wetterstation gemessen, gegebenenfalls über ein Netzwerk
zur Vorrichtung übertragen, und die Intensität und/oder die Dauer der Erzeugung von
Luft-Ionen in der ersten oder einer weiteren Betriebsart vorzugsweise derart gesteuert,
dass störende Ionenkonzentrationen kompensiert werden. Dadurch gelingt es generell,
Wettereinflüsse, die das Wohlbefinden des Anwenders beeinträchtigen können, zu reduzieren.
Vorzugsweise wird diese Betriebsart den Bedürfnissen des Anwenders angepasst. Sofern
Wettereinflüsse für den Anwender nicht störend sind, so kann diese Betriebsart nicht
implementiert oder zugeschaltet werden. Vorzugsweise werden Witterungseinflüsse jedoch
auch in der zweiten Betriebsart berücksichtigt, um die Ionenkonzentration präzise
auf ein gewünschtes Mass einstellen zu können. Sofern unter bestimmten Wetterbedingungen
eine erhöhte Konzentration von positiven oder negativen Luft-Ionen erwartet wird,
wird dies berücksichtigt, um eine für den Anwender festgelegte Ionenkonzentration
zu erreichen.
[0021] In der zweiten Betriebsart erfolgt die Erzeugung von Luft-Ionen bedarfsweise nach
dem Profil des Anwenders. Das Betriebsprofil der Vorrichtung 1 wird dabei dem Profil
des Anwenders angepasst. Für Anwender mit Problemen im Atmungssystem werden vorzugsweise
überwiegend negativ geladene Luft-Ionen erzeugt. Für Anwender, bei denen psychische
Erkrankungen, physische Verletzungen oder Schlaflosigkeit vorliegen, werden vorzugsweise
überwiegend positiv geladene Luft-Ionen erzeugt. Sofern das Anwenderprofil verschiedene
der genannten Merkmale zeigt, kann auch ein Mischbetrieb innerhalb der zweiten Betriebsart
vorgesehen werden, wobei positiv und negativ geladene Luft-Ionen gleichzeitig oder
alternierend in einander folgenden Zeitabschnitten erzeugt werden können. Insbesondere
im Mischbetrieb können Rückmeldungen des Anwenders vorteilhaft registriert und zur
Anpassung des Betriebsprofils der Vorrichtung verwendet werden.
[0022] Zur Aufnahme des Anwenderprofils und gegebenenfalls der Umgebung, insbesondere Raumluft,
weist die Steuereinheit ein Speichermodul auf, in dem vorzugsweise eine Tabelle mit
entsprechenden Datenfeldern vorgesehen ist. Die Eingabe der Daten erfolgt vorzugsweise
programmgesteuert mittels eines Prozessors, einer z.B. mit einem Tastenfeld versehenen
Eingabeeinheit und mit einer Anzeigeeinheit, auf der der Anwender Eingabeabfragen
ablesen und seine Eingaben kontrollieren kann. Vorzugsweise ist eine Menüsteuerung
vorhanden, über die Abfragen für verschiedene Betriebsarten oder Statusanzeigen ansteuerbar
sind. Besonders vorteilhaft erfolgt die Dateneingabe von einem Rechner über ein Kommunikationsnetz.
[0023] Für das Anwenderprofil sind vorzugsweise Informationen zum Atmungssystem, zum Herz-Kreislauf-System,
zum Magen-Darm-System zum Nervensystem, zum Schlafverhalten, zum physischen Zustand
(vorliegen von Verletzungen) und/oder zum psychischen Zustand des Anwenders (z.B.
Depressionen) speicherbar.
[0024] Das Anwenderprofil kann auch einen zeitlichen Verlauf berücksichtigen. Z.B. kann
berücksichtigt werden, dass der Anwender jeweils in den Morgenstunden einen unruhigen
Schlaf hat. In diesem Zeitbereich kann daher eine diesen Schlafstörungen entgegenwirkende
Ionisation vorgesehen werden.
[0025] Im Speichermodul ist ferner ein Betriebsprogramm mit Instruktionen abgespeichert,
die
- a) zu den Informationen des Anwenderprofils; und/oder
- b) zur gemessenen oder vom Anwender vorgegebenen Luftreinheit; und/oder
- c) zur gemessenen Raumtemperatur und/oder Aussentemperatur;
und/oder
- d) zur gemessenen Luftfeuchtigkeit; und/oder
- e) zu den vom Anwender eingegebenen Erfahrungswerten;
[0026] korrespondieren und durch die das jeweilige Betriebsprofil der Vorrichtung gebildet
wird.
[0027] Das Betriebsprofil basiert bei der Initialisierung der Vorrichtung auf Erfahrungswerten,
die beispielsweise vom Hersteller ermittelt wurden. Die erfindungsgemässe Vorrichtung
erlaubt nun die Adaption des Betriebsprofils an die tatsächlichen Bedürfnisse des
aktuellen Anwenders. Die bei der Initialisierung des Geräts vorhandenen Instruktionen
betreffen nämlich Standardwerte bzw. eine Standardrezeptur, die in den meisten Fällen
vorteilhaft ist, jedoch nicht jedem Anwender gerecht wird. Durch die Rückmeldung und
Erfassung von Erfahrungswerten des aktuellen Anwenders kann die Steuereinheit die
Rezeptur gezielt verbessern. Z.B. kann der Anwender Veränderungen des Schlafverhaltens,
der Atmungsaktivität und der Verdauung eingeben. In der Folge kann die Rezeptur, welche
die Erzeugung von positiven und negativen Luft-Ionen, gegebenenfalls über einen Verlauf
von 24 Stunden festlegt, unter Berücksichtigung der Rückmeldungen schrittweise angepasst
werden. Besonders vorteilhaft ist diese Ausgestaltung der Erfindung in Fällen, in
denen für das Krankheitsbild bzw. das Anwenderprofil keine zuverlässigen Standardrezepturen
vorhanden sind. Im Falle eines Migränepatienten wird z.B. standardmässig vorgesehen,
dass negativ geladene Luft-Ionen erzeugt werden. Sofern der Anwender nun rückmeldet,
dass die Beschwerde mit diesen Einstellungen nicht behoben wurden oder sich gar verstärkt
haben, ändert das System die Polarität der Luft-Ionen oder deren Konzentration, um
sich einem optimalen Bereich anzunähern.
[0028] Auf diese Weise kann der Anwender nach einer Betriebsdauer von mehreren Wochen zu
einer idealen Rezeptur gelangen, die seinen individuellen Bedürfnissen optimal entspricht.
[0029] In vorzugsweisen Ausgestaltungen kann die Steuereinheit auch mit einem Zentralrechner
verbunden werden, von dem Standardrezepturen geladen werden können oder an den das
Anwenderprofil und die ermittelte Anwenderrezeptur gesandt werden können, um die Wirkung
der Geräte weiter zu erforschen und vorteilhafte Rezepte zu evaluieren.
[0030] Die Kommunikation zwischen der Steuereinheit und einem Zentralrechner kann über beliebige
Netzwerke, wie drahtlose oder drahtgebundene Netzwerke erfolgen. Z.B. kann die Kommunikation
über das Internet oder ein Mobilfunknetz erfolgen. Ferner kann die Steuereinheit aus
zwei Modulen bestehen, von denen eines im Personalcomputer des Anwenders und das andere
in der Vorrichtung selbst implementiert ist. Die beiden Module können z.B. über ein
Ad-Hoc- Netzwerke, z.B. ein Bluetooth-System kommunizieren.
[0031] Erfindungsgemässe Vorrichtungen können mit konventionellen Ionisationsquellen betrieben
werden, welche typischerweise aus einem hohlzylindrischen Isolationskörper bestehen,
an dessen Innenseite und Aussenseite eine Innenelektrode und Aussenelektrode vorgesehen
ist. Elektroden werden vorzugsweise als Metallgitter oder Metallfolien ausgebildet.
Typischerweise weist die Aussenelektrode eine Gitterstruktur oder eine Netzstruktur
auf. Die Aussenelektrode kann vorteilhaft auch als Spule ausgestaltet sein. Die Innenelektrode,
an der normalerweise die Hochspannung anliegt, ist typischerweise eine dünne Metallschicht,
beispielsweise eine Folie.
[0032] Ferner sind erfindungsgemässe Vorrichtungen auch mit neuen, erfindungsgemässen Ionisationsquellen
besonders vorteilhaft betreibbar.
[0033] Insbesondere für die vorliegende Erfindung, welche die wahlweise dosierte Erzeugung
von positiv und negativ geladene Luft-Ionen vorsieht, wird ferner eine erfindungsgemässe
Ionisationsquelle vorgeschlagen, welche drei oder mehr Elektroden aufweist. Mittels
dieser neuen Ionisationsquellen ist die Erzeugung positiv und/oder negativ geladene
Luft-Ionen besonders einfach und mit hoher Effizienz möglich. Die neuen Ionisationsquellen
sind daher in erfindungsgemässen Vorrichtungen, aber auch in konventionellen Vorrichtungen
besonders vorteilhaft einsetzbar. Die neuen Ionisationsquellen können als Trioden,
Tetroden oder Pentoden aufgebaut sein, welche nebeneinander und/oder koaxial übereinander
liegende Elektroden aufweisen.
[0034] Beispielsweise kann eine als Triode aufgebaute Ionisationsquelle realisiert werden,
in denen an der Innenseite oder Aussenseite eines hohlzylindrischen Isolationskörpers
zwei voneinander getrennte Elektroden vorgesehen werden, die nebeneinander liegen
oder z.B. fingerförmig ineinander eingreifen. Auf der gegenüberliegenden Aussenseite
bzw. Innenseite ist bei der Triode nur eine einzige Elektrode vorgesehen.
[0035] Als besonders vorteilhaft erweist sich die Verwendung eines Isolationskörpers mit
wenigstens zwei Isolationselementen, zwischen denen eine oder mehrere Elektroden eingeschlossen
sind, welche mit Hochspannung verbunden werden. Dadurch, dass die mit Hochspannung
zu verbindenden Elektroden zwischen zwei Isolationselementen eingeschlossen werden,
ist es möglich Ionisationsquellen mit beliebigen Formen zu schaffen. Die Isolationselemente
können hohlzylindrisch oder plattenförmig ausgestaltet sein. Die Verwendung von plattenförmigen
Ionisationsquellen hat den besonderen Vorteil, dass diese besonders einfach gefertigt
und installiert werden können und im Raum eine optimale Wirkung entfalten, ohne dass
sie störend in Erscheinung treten. Die Einbettung einer Elektrode zwischen zwei Isolationselementen
kann bei Ionisationsquellen vorteilhaft verändert werden, die als Diode, Triode, Tetrode
oder Pentode aufgebaut sind. Mittels dieser Ionisationsquellen ist es auch möglich,
die gesamte Vorrichtung neuartig und besonders vorteilhaft zu gestalten, was hinsichtlich
der Innenarchitektur von besonderem Vorteil ist. Bei der Verwendung einer plattenförmigen
Ionisationsquelle, die als Diode ausgestaltet ist, kann ein plattenförmiges Isolationselementen
dem Raum zugewandt und besonders vorteilhaft ausgestaltet sein, so dass dieses dekorative
Isolationselement einen ästhetisch vorteilhaften Eindruck hinterlässt.
[0036] Die Isolationskörper können auch aus zwei hohlzylindrischen Isolationselementen bestehen,
die je an der Innenseite und/oder Aussenseite mit Elektroden versehen sind. Z.B. wird
auf der Innenseite und Aussenseite des inneren Zylinderelements eine Metallschicht
vorgesehen, die vorteilhaft aufgedampft werden kann. In der Folge wird das innere
Zylinderelement in das äussere Zylinderelement verschoben, an dessen Aussenseite die
gitterförmige Aussenelektrode vorgesehen ist. Röhrenförmige Ionisationsquellen dieser
Art sind vorzugsweise beidseitig geöffnet. Besonders vorteilhaft bei dieser Ausgestaltung
der Ionisationsquellen ist, dass bei der Förderung von Raumluft durch die röhrenförmigen
Isolationselemente die erzeugten Luft-Ionen mit entsprechend hoher Geschwindigkeit
in den Raum gefördert werden können, wodurch, unter Vermeidung einer raschen Entladung,
eine optimale Wirkung erzielt wird.
[0037] Ferner sind auch Ionisationsquellen mit mehr als drei Elektroden vorteilhaft realisierbar.
Z.B. können Tetroden und Pentoden mit Steuerelektroden vorgesehen realisiert werden,
die mit reduzierter Spannung entsprechender Polarität beaufschlagt werden. Durch die
Steuerelektroden können die Ladungsträger voneinander getrennt werden, so dass unmittelbare
Entladungen durch Kopplung negativ und positiv geladener Luft-Ionen verhindert werden.
Die Effizienz der Ionisationsquellen kann dadurch mit geringem Aufwand bedeutend gesteigert
werden. Wie erwähnt, können auch zwei oder mehrere Ionisationsquellen vorgesehen werden,
mittels derer unterschiedlich geladene Luft-Ionen erzeugt werden. Die Ionisationsquellen
werden vorzugsweise durch Trennelemente separiert, so dass auch hier eine unerwünschte
vorzeitige Entladung verhindert wird. Dies ist insbesondere bei plattenförmigen Ionisationsquellen
besonders einfach und wirkungsvoll möglich.
[0038] Die Intensität der Luftionisation wird beispielsweise durch die Höhe der erzeugten
Ausgangspannung sowie durch die Länge der Intervalle gesteuert, innerhalb derer die
Ausgangspannung an die Ionisationsquelle angelegt wird. Vorzugsweise werden Spannungen
vermieden, die zu einer Ozonbildung führen können.
[0039] Sofern die Vorrichtung zwei oder mehrere Ionisationsquellen aufweist, können die
Ionisationsquelle zu- oder abgeschaltet werden, um die Erzeugung von Ladungsträger
entsprechend zu steuern. Sofern Ionisationsquellen mit mehreren Elektroden verwendet
werden, so können zum selben Zweck auch einzelne Elektroden zu- oder abgeschaltet
werden. Weiterhin kann die Höhe der angelegten Spannung geändert werden. Dies ist
beispielsweise bei der in Figur 2 gezeigten Stromversorgungseinheit besonders einfach
möglich, indem mehrere Sekundärwicklungen des Transformators entsprechend beschaltet
und/oder angezapft werden.
[0040] Der Zerfall der aufgebauten Ionisation im Raum ist dabei von der Luftfeuchtigkeit
und dem Luftaustausch mit der Umgebung abhängig. In einer vorzugsweisen Ausgestaltung
wird die Luftfeuchtigkeit mittels eines Feuchtigkeitssensors gemessen, wonach die
Erzeugung der Luft-Ionen in Abhängigkeit der Luftfeuchtigkeit gesteuert wird. Bei
trockener Luft wird die Luftionisation vorzugsweise reduziert.
[0041] Durch die Messung der Raumtemperatur und der Aussentemperatur wird festgestellt,
ob ein Luftaustausch vorliegt. Sofern eine Temperaturdifferenz gemessen wird, wird
angenommen, dass kein oder nur ein geringer Luftaustausch vorliegt und die Luftionisation
nur langsam abgebaut wird. Auch in diesem Fall wird die Erzeugung der Luftionisation
vorzugsweise reduziert. Ferner kann auch die Umschaltung in die erste Betriebsart
in Abhängigkeit der Temperaturdifferenz gesteuert werden. Z.B. erfolgt bei Erreichen
einer bestimmten Temperaturdifferenz eine vermehrte Umschaltung in die erste Betriebsart.
[0042] Die Stromversorgungseinheit kann konventionell aufgebaut sein und einen Transformator
aufweisen, welcher gewünschte Sekundärspannungen erzeugt, die von einer Gleichrichterschaltung
gewandelt und von der Steuervorrichtung gegebenenfalls der wenigstens einen Ionisationsquelle
zugeführt werden. Diese Bildung hoher Spannungen einer ersten und zweiten Polarität
ist mit erheblichem Aufwand und Kosten verbunden. Aufgrund der hohen sekundärseitig
auftretenden Spannungen sind spannungsfeste Bauteile erforderlich.
[0043] In einer weiteren vorzugsweisen Ausgestaltung wird daher vorgesehen, die vom Versorgungsnetz
zur Verfügung gestellte Wechselspannung primärseitig gleich zu richten, wodurch mit
geringem Aufwand sekundärseitig Spannungsimpulse einer gewünschten Polarität und Amplitude
erzeugt werden können. Wie erwähnt, kann die Höhe dieser sekundärseitigen Spannungen
durch die wahlweise Beschaltung der Sekundärwicklungen besonders einfach eingestellt
werden.
[0044] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigt:
- Fig. 1
- eine erfindungsgemässe Vorrichtung 1, die der Ionisation von Raumluft dient, einerseits,
um die Raumluft optimal zu reinigen und andererseits, um mittels der gezielter Ionisation
das Wohlbefinden des Anwenders zu erhöhen;
- Fig. 2
- eine erfindungsgemässe Vorrichtung 1 mit einer Stromversorgungseinheit 10, die einen
Transformator 2 aufweist, dessen Primärwicklung 21 mit Halbleiterelementen 31, 32
verbindbar ist, die der Gleichrichtung der zugeführten Wechselspannung Un dienen;
- Fig. 3
- eine erfindungsgemässe Vorrichtung 1 mit einer Stromversorgungseinheit 10, die einen
Transformator 2 aufweist, dessen Sekundärwicklung 22 mit einer Gleichrichterschaltung
3 verbunden ist, mittels der zwei Gleichspannungen U21, U22 unterschiedlicher Polarität
erzeugt und mittels zwei von einer Steuereinheit 8 gesteuerten Schaltelementen 51,
52 wahlweise an zwei Elektroden 621, 622 einer erfindungsgemässen Ionisationsquelle 600 angelegt werden, die als Triode ausgestaltet
ist;
- Fig. 4
- eine weitere als Tetrode ausgestaltete erfindungsgemässe Ionisationsquelle 605, mit
zwei hohlzylindrischen Isolationskörpern 601, 602, zwischen denen die vorzugsweise
mit Hochspannungen beaufschlagten Elektroden621, 622 eingeschlossen sind;
- Fig. 5
- eine weitere als Triode ausgestaltete erfindungs- gemässe Ionisationsquelle 606, mit
zwei hohlzylindrischen Isolationskörpern 601, 602, zwischen denen eine einzige mit
Hochspannung beaufschlagte Elektrode 62 eingeschlossen ist; und
- Fig. 6
- eine weitere als Triode ausgestaltete erfindungs- gemässe Ionisationsquelle 607, mit
zwei plattenförmigen Isolationskörpern 601, 602, zwischen denen eine einzige mit Hochspannung
beaufschlagte Elektrode 62 eingeschlossen ist.
[0045] Die in Figur 1 gezeigte erfindungsgemässe Vorrichtung 1, die der Ionisation von Raumluft
dient, weist eine Stromversorgungseinheit 10 auf, die zwei Ausgangsspannungen U21,
U22 unterschiedlicher Polarität erzeugt, die über ein von einer Steuereinheit 8 gesteuertes
Schaltelement 50 wahlweise einer ersten oder einer ersten und einer zweiten Ionisationsquelle
6, 6' zuführbar sind. Das Schaltelement 50 kann ein Schalttransistor oder ein Relais
sein, welches über eine Steuerleitung 891 angesteuert wird.
[0046] Die Stromversorgungseinheit 10 weist einen Transformator 2 mit einer Primärwicklung
21, der von einem Stromversorgungsnetz eine Wechselspannung Un zugeführt wird, und
eine Sekundärwicklung 22 auf, die mit einer Gleichrichterschaltung 3 verbunden ist,
welche eine positive Gleichspannung U21 an einen ersten Kondensator 41 und eine negative
Gleichspannung U22 an einen zweiten Kondensator 42 abgibt. In der gezeigten Ausgestaltung
weist das Schaltelement 50 einen Schaltkontakt auf, über den eine Anschlussleitung
501 entweder mit dem ersten oder dem zweiten Kondensator 41; 42 oder mit einem freien
Kontakt verbindbar ist. Auf diese Weise können die positiven oder negativen Ausgangspannungen
U21, U22 der Stromversorgungseinheit 10 wahlweise und mit beliebiger Dauer an die
Ionisationsquelle 6 angelegt werden.
[0047] Die Ionisationsquelle 6 besteht in dieser Ausgestaltung aus einem hohlzylinderförmigen
Isolator 60, an dessen Innenwand eine erste Elektrode 61 und an dessen Aussenwand
eine zweite Elektrode 62 angeordnet ist. Die in Figur 1 gezeigte Ionisationsquelle
6 kann konventionell aufgebaut sein. Z.B. kann eine Ionisationsquelle verwendet werden,
wie sie in [3] beschrieben ist. Die Stromversorgungseinheit 10 ist vorzugsweise in
die Ionisationsquelle 6 oder deren Sockel integriert.
[0048] Die Isolatoren 60 aller beschriebenen Ionisationsquellen 60 bestehen beispielsweise
aus Glas, Kunststoff oder vorzugsweise Keramik.
[0049] Sofern die mit Hochspannung zu verbindende Elektrode 62 zwischen zwei Elementen des
Isolators 60 eingeschlossen ist, kann die Ionisationsquelle 6 bzw. der Isolator 60
beliebig ausgestaltet sein. In vorzugsweisen Ausgestaltungen werden starre plattenförmige
oder flexible schichtförmige Isolatoren 6 verwendet. Die Ionisationsquelle 6 kann
daher vorteilhaft als starres oder flexibles Laminat aufgebaut werden. Sofern ein
flexibles Laminat verwendet wird, ergeben sich besondere Vorteile hinsichtlich der
Lagerung und des Transports. Ferner eröffnet die Ausgestaltung als Laminat neue gestalterische
Möglichkeiten. Ionisationsquellen können mit grösseren Abmessungen eingesetzt werden
und treten nicht als technische Gegenstände störend in Erscheinung. Durch die Verwendung
neuer Materialien, insbesondere Keramik, können dünnere Isolationsschichten verwendet
werden, welche bereits bei tieferen Spannungen die gewünschten Koronaentladungen erlauben.
[0050] Vorzugsweise werden die Elektroden aus Edelmetallen, wie Gold, Silber oder Aluminium,
oder aus Metall gefertigt, welches mit Edelmetall beschichtet ist. Auch diesbezüglich
ist der Laminataufbau, der es erlaubt, dünnere Schichten aufzutragen wiederum besonders
vorteilhaft. Es können qualitativ hochwertige Ionisationsquellen mit relativ geringen
Kosten gefertigt werden, welche einen höheren Wirkungsgrad aufweisen. Die Verwendung
dünnerer Isolatoren 60 bzw. Isolationsschichten erlaubt den Betrieb mit tieferen Spannungen,
bei denen die unerwünschte Ozonbildung vermieden wird.
[0051] Eine prinzipielle Ausgestaltung einer Ionisationsquelle 6 mit einem Laminataufbau,
einschliesslich weiterer diesbezüglicher Vorteile, wird mit Bezug auf Figur 6 nachstehend
beschrieben.
[0052] In vorzugsweisen Ausgestaltungen weist die erfindungsgemässe Vorrichtung 1 zwei solche
Ionisationsquellen 6, 6' oder eine erfindungsgemässe Ionisationsquelle 600, 605 auf,
welche mit wenigstens zwei Elektroden 61
2, 62
2 versehen ist, welche an der Innenseite oder der Aussenseite des Isolationskörpers
60 oder zwischen zwei Elementen des Isolationskörpers 60 angeordnet sind und die mit
wenigstens einer an der Aussenseite des Isolationskörpers 60 vorgesehenen weiteren
Elektrode 61 zusammenwirken können. Solche Ionisationsquellen 600, 605 sind in vorzugsweisen
Ausgestaltungen in den Figuren 3 und 4 gezeigt. Erfindungsgemässe Ionisationsquellen
600, 605 dieser Art können als Dioden, Trioden, Tetroden oder Pentoden ausgestaltet
sein.
[0053] Die Verwendung von zwei Ionisationsquellen 6, 6' oder einer z.B. als Triode ausgebildeten
erfindungsgemässen Ionisationsquelle 600 erlaubt eine flexiblere Erzeugung von positiv
oder negativ geladenen Luft-Ionen. Diese können alternierend oder gleichzeitig erzeugt
werden. In Figur 1 ist eine zweite Ionisationsquelle 6' gezeigt, die über eine weitere
Anschlussleitung 502 mit der Stromversorgungseinheit 10 verbindbar ist. Der Anschluss
der beiden Anschlussleitungen 501, 502 erfolgt z.B. über zwei Schaltelemente 51, 52,
wie dies in Figur 3 gezeigt ist. Dort ist ferner ein drittes Schaltelement 53 gezeigt,
durch das die beiden Hochspannungs-Elektroden 61
2, 62
2 miteinander verbunden werden, falls beide Elektroden 61
2, 62
2 (analog dazu beide Ionisationsquellen 6, 6') mit derselben Ausgangspannung U21 oder
U22 beaufschlagt werden sollen, um Luft-Ionen mit gleicher Polarität in erhöhter Menge
zu generieren.
[0054] In Figur 1 ist gezeigt, dass zwischen den Ionisationsquellen 6, 6' oder den Elektroden
621, 622 ein Trennelement 7 vorgesehen ist, durch das eine unerwünschte Entladung
der Ladungsträger verhindert oder zumindest verzögert werden. Besonders vorteilhaft
sind elektrisch geladene Platten oder Gitter einsetzbar, welche als Barrieren für
die Ladungsträger dienen und positiv und negativ geladene Ladungsträger voneinander
trennen. Wenigstens eine Ladung wird z.B. mittels der Steuereinheit 8 über eine Leitung
957 an das Trennelement 7 angelegt, welches aus mehreren Platten oder Gittern bestehen
kann, die auf unterschiedliche elektrische Potenziale gesetzt werden können. Vorzugsweise
wird eine Ionisationsquelle als Tetrode oder Pentode ausgebildet, die eine bzw. zwei
Abschirmungselektroden bzw. Steuerelektroden aufweist. Alternativ können die Elektroden
61
2, 62
2 derart angesteuert werden, dass jeweils die eine als Abschirmungselektrode dient,
während die andere zur Erzeugung von Luft-Ionen verwendet wird.
[0055] In Figur 1 ist ferner ein Ventilator 95 gezeigt, welcher von der Steuereinheit 8
über eine Leitung 951 steuerbar ist. Dabei wird vorzugsweise vorgesehen, dass der
Ventilator 95 insbesondere dann betrieben wird, wenn gleichzeitig Luft-Ionen positiver
und negativer Polarität erzeugt werden. Auf diese Weise wird bewirkt, dass sich die
Luft-Ionen rasch im Raum verteilen und mit Fremdpartikeln bzw. Aerosolen zusammenschliessen,
welche die Raumluft verunreinigen. Da dieser Vorgang insbesondere bei der Abgabe von
Luft-Ionen beider Polaritäten mit hoher Effizienz durchgeführt wird, erfolgt eine
Luftreinigung bereits innerhalb kurzer Zeit, z.B. innerhalb einer Viertelstunde. Vorzugsweise
wird der Ventilator 95 derart betrieben, dass zumindest ein Teil der bewegten Raumluft
durch eine rohrförmige Ionisationsquelle 605, 606 hindurchgeführt wird, wie sie in
Figur 4 oder 5 gezeigt ist.
[0056] Die Vorrichtung 1 wird vorzugsweise in wenigstens zwei Betriebsarten betrieben. In
der ersten Betriebsart ist die Erzeugung von Luft-Ionen hinsichtlich der Luftreinigung
optimiert. In der zweiten Betriebsart erfolgt die Erzeugung von Luft-Ionen entsprechend
dem Profil des Anwenders. Nach der Luftreinigung wird die Vorrichtung 1 normalerweise
für längere Zeit in der zweiten Betriebsart betrieben. Grundsätzlich kann die Vorrichtung
1 jedoch auch nur für den Betrieb in einer der beiden Betriebsarten ausgelegt sein.
[0057] In Figur 1 ist ferner gezeigt, dass die Steuereinheit 8 über Messleitungen 911, 921,
931, 941 mit einem der Messung der Luftfeuchtigkeit dienenden Feuchtigkeitssensor
91, einem der Messung der Luftreinheit dienenden Partikelsensor 92, einem der Messung
der Raumtemperatur dienenden ersten Temperatursensor 93 und einem der Messung der
Aussentemperatur dienenden zweiten Temperatursensor 94 verbunden ist.
[0058] Durch die Messung der Luftfeuchtigkeit kann das Mass der Erzeugung von Luft-Ionen
entsprechend gesteuert werden. Da bei erhöhter Luftfeuchtigkeit mit einer rascheren
Entladung der Luft-Ionen zu rechnen ist, wird das Mass der Erzeugung der Luft-Ionen
mit steigender Luftfeuchtigkeit entsprechend geändert.
[0059] Durch die Messung der Luftreinheit kann festgestellt werden, wann eine Umschaltung
in die erste Betriebsart erforderlich ist, in der die Luftreinigung durchgeführt wird.
[0060] Durch die Messung der Raumtemperatur und der Aussentemperatur können ebenfalls interessante
Informationen für den Betrieb der Vorrichtung gewonnen werden. Z.B. wird bei einer
reduzierten Temperaturdifferenz die Erzeugung von Luft-Ionen erhöht. Eine solche Steuerung
erfolgt vorzugsweise unter Berücksichtigung der saisonalen Klimabedingungen.
[0061] Die vorzugsweise angeschlossenen Sensoren 91, 92, 93 und/oder 94 erlauben daher eine
präzise an die Raumverhältnisse angepasste Steuerung der Vorrichtung 1. Dies ist insbesondere
deshalb wünschenswert, damit die eingestellten Betriebsprofile nicht durch Randbedingungen
verfälscht werden.
[0062] In der zweiten Betriebsart, die vorzugsweise als Standard vorgegeben ist und jeweils
nur kurz durch die erste Betriebsart abgelöst wird, erfolgt die Erzeugung von Luft-Ionen
angepasst an das Profil des Anwenders, welches dessen physischen und psychischen Zustand
sowie dessen Präferenzen widerspiegeln kann.
[0063] Zur Eingabe des Anwenderprofils und weiterer Informationen, z.B. der klimatischen
Verhältnisse oder der Luftverhältnisse in der Umgebung, weist die Steuereinheit eine
Eingabeeinheit 84 mit Bedienungstasten, eine Anzeigeeinheit 83 sowie einen Prozessor
81 und ein Speichermodul 82 auf, in dem die eingegebenen Daten sowie Betriebsprogramme
gespeichert werden. Z.B. wird ein so genannter Microcontroller verwendet, welcher
das Speichermodul 82 sowie Peripheriefunktionen, z.B. ein Netzwerkmodul 86 umfasst.
Die Steuereinheit 8 bildet daher ein eigenständiges Computersystem, welches vorzugsweise
mit weiteren Schnittstellenbauteilen versehen ist, über die eine drahtlose oder drahtgebundenen
Kommunikation mit einem Zentralrechner 800 möglich ist. Z.B. ist vorgesehen, dass
Verbindungen über ein lokales Netzwerk 801, 802 mit einem Personalcomputer des Anwenders
oder über das Internet mit einem Rechner des Herstellers erstellt werden können. Sofern
eine Bedienung der Vorrichtung 1 über ein Netzwerk 801, 802 vorgesehen ist, erübrigen
sich die Eingabeeinheit 84 und die Anzeigeeinheit 83 grundsätzlich. Über die Netzwerkverbindung
kann ferner vorteilhaft einen Austausch von Daten erfolgen. Z.B. kann das Betriebsprogramm
aktualisiert werden. Insbesondere können neue und vorteilhafte Einstellungen und Rezepturen
zur Vorrichtung 1 transferiert werden. Umgekehrt können in einem an das Internet angeschlossenen
Zentralrechner 800 wertvolle Informationen zu Anwenderprofilen und zu den Resultaten
der entsprechend eingesetzten Rezepturen gesammelt werden.
[0064] Die in der Steuereinheit 8 vorgesehenen Betriebsprogramme umfassen Instruktionen
anhand derer ein dem gespeicherten Anwenderprofil entsprechendes Betriebsprofil gebildet
werden kann.
[0065] Gemäss diesem Betriebsprofil ist festgelegt, ob die Vorrichtung 1 in einer oder mehreren
Betriebsarten betrieben wird. Für jede Betriebsart ist festgelegt, mit welchen Ausgangspannung
Ua; Ua1, Ua2 die wenigstens eine Ionisationsquelle 6, 6' betrieben wird. Z.B. wird
die Höhe der wenigstens einen Ausgangspannung Ua; Ua1, Ua2 und die Dauer festgelegt,
mit der die Ausgangspannungen Ua; Ua1, Ua2 an die wenigstens eine Ionisationsquelle
6; 6' angelegt werden. Gegebenenfalls wird vorgesehen, dass zwei Ionisationsquellen
6; 6' in zeitlichen Intervallen von wenigen Minuten alternierend oder simultan betrieben
werden. Weiterhin kann eine zeitliche Veränderung des Betriebsprofils vorgesehen werden.
[0066] Zur zeitlichen Steuerung dieser Vorgänge weist die Steuereinheit 8 einen Timer 85
auf, z.B. einen Taktgeben, einen Zähler oder eine Uhr. Die Uhr kann natürlich auch
zur weiteren Programmierung der Vorrichtung 1 verwendet werden. Z.B. ist die Einschaltung
oder Abschaltung der Vorrichtung 1 programmierbar. Ferner können für den Tagbetrieb
und für den Nachtbetrieb unterschiedliche Betriebsarten und Betriebsprofile vorgesehen
werden.
[0067] Der Betrieb der Vorrichtung 1 bzw. das Betriebsprofil kann individuell an die Bedürfnisse
des Anwenders angepasst werden. Sofern der Anwender unter Atmungsbeschwerden leidet,
wird vorgesehen, dass eine erhöhte Konzentration von negativ geladenen Luft-Ionen
erzeugt wird. Sofern der Anwender hingegen unter Schlafstörungen, körperlichen Verletzungen
oder Depressionen leidet, wird vorgesehen, dass eine erhöhte Konzentration von positiv
geladenen Luft-Ionen erzeugt wird. Weiterhin kann ein Mischbetrieb vorgesehen werden.
[0068] Sofern der Anwender solche physischen oder psychischen Symptome bestimmten zeitlichen
Perioden während des Tages oder der Nacht zuordnen kann, so kann die entsprechend
programmierte Vorrichtung 1 das Ionen-Klima im Raum für den Verlauf der vorgegebenen
Zeitdauer entsprechend anpassen. Sofern der Anwender abends unter Atembeschwerden
leidet, wird zu dieser Zeit ein Überschuss an negativ geladenen Luft-Ionen produziert,
wodurch Gefässerweiterungen in der Lunge resultieren, welche eine freiere Atmung ermöglichen.
Sofern derselbe Anwender jeweils morgens unter einem unruhigen Schlaf leidet, wird
in den Morgenstunden ein Überschuss an positiv geladenen Luft-Ionen erzeugt, welcher
ein gesteigertes Wohlbefinden und einen ruhigeren Schlaf bewirkt. Der Anwender braucht
nicht zu wissen, welche Art von Luft-Ionen zu erzeugen sind sind. Er wird lediglich
aufgefordert, sein Profil möglichst detailliert einzugeben, wonach dieses anhand des
Betriebsprogramms interpretiert und ein entsprechendes Betriebsprofil erstellt wird.
[0069] Dazu erfolgt vorzugsweise eine Menu-gesteuerte Abfrage, welche es dem Anwender erlaubt,
dessen Eigenschaften vorzugsweise mit zeitlichen Angaben versehen, in die Steuereinheit
8 einzugeben. Dies kann über die vorzugsweise vorgesehene Tastatur 84 oder von einem
Personalcomputer des Anwenders oder einem Zentralrechner 800 z.B. eines Spitals erfolgen.
In Spitälern sind erfindungsgemässe Vorrichtungen 1 besonders vorteilhaft einsetzbar.
Anhand der gespeicherten Patientendaten können die in den Aufenthaltsräumen der Patienten
vorgesehenen Vorrichtungen 1 von einem Zentralrechner 8 gesteuert werden, um die Behandlungen
individuell zu unterstützen und die Heilungsprozesse zu fördern. Die erfindungsgemässen
Vorrichtungen 1 können daher vorteilhaft in ein leitungsgebundenes oder mobiles Kommunikations-Netzwerk
eines Spitals eingebunden werden. Da die Kommunikationsmittel in den Aufenthaltsräumen
der Spitäler vermehrt die Internet-Technologie nutzen, werden auch die erfindungsgemässen
Vorrichtungen 1 vorzugsweise mit entsprechenden Netzwerkkarten und Programmen ausgerüstet,
die gemäss den TCP-IP Protokollen arbeiten. Ferner werden in grösseren Gebäuden die
Anlagen der Gebäudetechnik oftmals zentral gesteuert. Die erfindungsgemässen Vorrichtungen
1 können daher vorteilhaft an diese Anlagen angeschlossen werden und deren Informationen
nutzen.
[0070] Da bestimmten Symptomen kein ideales Betriebsprofil zugeordnet werden kann, werden
für das Betriebsprofil vorzugsweise Arbeitsbereiche eingeführt, innerhalb derer Änderungen
schrittweise durchgeführt werden, falls entsprechende Rückmeldungen des Anwenders
vorliegen. Das Betriebsprogramm geht dabei von einem empfohlenen Erfahrungswert aus
und ändert die Einstellung unter Berücksichtigung der Rückmeldung des Anwenders schrittweise
in eine Richtung, bis ein optimaler Wert erreicht ist. Dabei ist es möglich, dass
eine Änderung von einer Einstellung, in der überwiegend negativ geladene Ionen erzeugt
werden, zu einer Einstellung erfolgt, in der überwiegend positiv geladene Ionen erzeugt
werden.
[0071] Bei Migränesymptomen wird z.B. ein Erfahrungswert gewählt, der einen Überschuss an
negativen Luft-Ionen vorsieht. Sofern der Anwender nach ersten Betriebsintervallen
rückmeldet, dass keine Besserung eingetreten ist, wird die Einstellung schrittweise
geändert. Die erfindungsgemässe Vorrichtung 1 erlaubt daher eine schrittweise Adaption
an ein optimales Betriebsprofil. Für den Hersteller der Vorrichtungen sowie für Organisationen
und Betriebe, welche die Vorrichtungen in grossen Stückzahlen betreiben und zentral
steuern, sind die erzielten Einstellungen von grossem Interesse. Vorzugsweise werden
anonymisierte Anwenderprofile und zugehörige Betriebsprofil von den Vorrichtungen
1 zu einem Zentralrechner übertragen und dort ausgewertet. Auf diese Weise gelingt
es, die Erfahrungswerte zu optimieren und neue Erkenntnisse zur Anwendung von Luft-Ionen
zu gewinnen.
[0072] In den Vorrichtungen 1 sind beliebige Stromversorgungsvorrichtungen 10 einsetzbar,
die zur Erzeugung von Gleichspannungen und/oder Halbwellen positiver und negativer
Polarität geeignet sind.
[0073] In [3] ist ausgeführt, dass an die Elektroden der Ionisationsquelle eine Spannung
von mehreren tausend Volt angelegt wird, um Koronaentladungen an Spitzen und Kanten
der normalerweise gitterförmigen Elektroden zu erzielen. An der Sekundärseite des
Transformators 2 treten daher hohe Spannungen auf, die anhand spannungsfester Gleichrichterelemente
zu verarbeiten sind. Gleichrichterelemente dieser Art verursachen normalerweise relativ
hohe Kosten und können aufgrund hoher Belastungen frühzeitig ausfallen.
[0074] Bei der in Figur 2 gezeigten Stromversorgungsvorrichtung 10 wird dieses Problem vermieden,
indem die Gleichrichterelemente an der Primärseite des Transformators 2 vorgesehen
werden.
[0075] In [6], Andreas Kremser, Grundzüge elektrischer Maschinen und Antriebe, Teubner Verlag,
Stuttgart, 1997, Kapitel 3.10.1, Seiten 72 und 73 sind die Vorgänge beim Zuschalten
eines leer laufenden Transformators an das starre Netz beschrieben. In Bild 3.16 ist
gezeigt, dass beim Einschalten an der Sekundärseite des Transformators 2 ein praktisch
unipolarer Einschaltstromstoss resultiert, der langsam abklingt. Durch die Anordnung
wenigstens einer Diode 31, 32 (oder wenigstens eines Thyristors) im Primärkreis des
Transformators 2 gelingt es, diesen Einschaltstromstoss periodisch hervorzurufen und
unipolare Spannungen am Ausgang des Transformators 2 zu erzeugen. Die Polarität der
Sekundärspannungen U2 ist dabei vom Wicklungssinn der Sekundärwicklung und von der
Polarität der zugeschalteten Dioden 31; 32 abhängig und kann durch Betätigung von
Schaltelementen 51, 52 wahlweise gesteuert werden. In Figur 2 ist gezeigt, dass der
erste Schalter 51 geschlossen und die erste Diode 31 zugeschaltet ist. Dadurch resultieren
beim Auftreten positiver Halbwellen der Wechselspannung Un jeweils die genannten Einschaltvorgänge
und somit unipolare Signale an der Sekundärseite des Transformators 2, deren Amplituden
durch die Anzahl der Windungen der Sekundärwicklung 22 festgelegt ist. An der Sekundärseite
des Transformators 2 können daher die gewünschten unipolaren Spannungen erzeugt werden,
ohne dass dort Halbleiterelemente eingesetzt werden müssen. Durch das Öffnen des ersten
Schalters 51 und das Schliessen des zweiten Schalters 52 wird die umgekehrt polarisierte
zweite Diode 32 in den Primärkreis des Transformators 2 eingebunden, weshalb die Polarität
der sekundärseitig erzeugten Spannungen ändert. Möglich ist ferner die Verwendung
mehrerer Sekundärwicklungen mit unterschiedlicher Windungszahl und unterschiedlichem
Wicklungssinn, welche Spannungen der gewünschten Qualität und Höhe abgeben.
[0076] Figur 3 zeigt eine erfindungsgemässe Vorrichtung 1 mit der Stromversorgungsvorrichtung
von Figur 1, mittels der an den Kondensatoren 41 und 42 Gleichspannungen U21, U22
unterschiedlicher Polarität erzeugt werden. Diese Gleichspannungen U21, U22 werden
über einen ersten und einen zweiten Schalter 51, 52, z.B. Schalttransistoren, gleichzeitig
oder alternierend einer ersten und zweiten Elektrode 62
1, 62
2 der Ionisationsquelle 600 zugeführt. Sofern nur Luft-Ionen einer Polarität erzeugt
werden sollen, so kann nur einer der Schalter 51 bzw. 52 geschlossen und die entsprechende
Spannung der zugehörigen ersten oder zweiten Elektrode 62
1 bzw. 62
2 zugeführt werden. Durch Schliessen eines dritten Schalters 53 ist es möglich, die
am ersten oder am zweiten Kondensator 41 bzw. 42 anliegende Spannung beiden Elektroden
62
1, 62
2 zuzuführen.
[0077] Figur 4 zeigt eine weitere erfindungsgemässe Ionisationsquelle 605, welche aus einem
inneren hohlzylindrischen Isolationselemente 60
1 besteht, dessen Aussenradius etwa dem Innenradius eines zweiten Isolationselements
60
2 entspricht, so dass die beiden Isolationselemente 60
1, 60
2 praktisch spielfrei ineinander verschiebbar sind. Das innere Isolationselement 60
1 weist an dessen Aussenfläche zwei Elektroden 62
1, 62
2 auf, welche über die Schaltelemente 51, 52 mit den Kondensatoren 41, 42 wahlweise
verbindbar sind. Die beiden Elektroden 62
1, 62
2 können auf die Aussenseite des inneren Isolationselements 60
1 aufgedampft oder in die Oberfläche eingesenkt werden. Nach dem Ineinanderschieben
der beiden Isolationselemente 60
1, 60
2 sind die beiden Elektroden 62
1, 62
2 daher zwischen den Isolationselementen 60
1, 60
2 eingeschlossen, weshalb selbst dann kein manueller Zugriff auf die Elektroden 62
1, 62
2 gegeben ist, wenn die Isolationselemente 60
1, 60
2 frontseitig nicht abgeschlossen sind. Die beiden Isolationselementen 60
1, 60
2 werden vorzugsweise miteinander vergossen, so dass die Elektroden 62
1, 62
2, an denen während des Betriebs der Vorrichtung 1 hohe Spannungen anliegen können,
auch nach Manipulationen nicht zugänglich sind. Auf der Innenseite des inneren und
der Aussenseite des äusseren Isolationselements 60
1, 60
2 sind weitere Elektroden 61
1, 61
2 vorgesehen, die mit den im Isolationskörper 60 eingeschlossenen Hochspannungs-Elektroden
62
1, 62
2 zusammenwirken. Die Beschaltung der Elektroden 61
1, 61
2; 62
1, 62
2 kann auf unterschiedliche Weise erfolgen. Beispielsweise können den frei zugänglichen
inneren und äusseren Elektroden 61
1, 61
2 die Hochspannungen zugeführt werden, sofern der Schutz des Anwenders gewährleistet
ist. Vorzugsweise werden jedoch die eingeschlossenen Elektroden 62
1, 62
2 an die Hochspannungen und die freiliegenden Elektroden 61
1, 61
2 an Erdpotenzial gelegt, so dass Gefahren für den Anwender vollständig ausgeschlossen
werden. Durch die Verbindung der freiliegenden Elektroden 61
1, 61
2 über Schalter 510, 520 an Erdpotenzial kann die wirksame Fläche der Elektroden 61
1, 61
2; 62
1, 62
2 wiederum mit einfachen Massnahmen eingestellt werden. Dabei sind verschiedene vorteilhafte
Kombinationen möglich. Sofern beispielsweise die Schalter 51 und 510 geschlossen und
die weiteren Schalter 52, 520 geöffnet sind, so werden positiv geladene Luft-Ionen
innerhalb der Ionisationsquelle 605 erzeugt. Sofern hingegen die Schalter 52 und 520
geschlossen und die weiteren Schalter 51, 510 geöffnet sind, so werden negativ geladene
Luft-Ionen an der Aussenseite der Ionisationsquelle 605 erzeugt. Es kann daher nicht
nur Ionenkonzentration gesteuert, sondern auch festgelegt werden, an welchem Ort Luft-Ionen
der gewünschten Ladungsart erzeugt werden. Vorzugsweise sind mehrere bzw. n Elektroden
vorgesehen, die wahlweise miteinander oder mit Erdpotenzial verbindbar sind.
[0078] Durch diese Ausgestaltung der erfindungsgemässen Ionisationsquelle 605 gelingt es,
die wirksame Elektrodenfläche praktisch zu verdoppeln, ohne die geometrischen Abmessungen
der Ionisationsquelle insgesamt zu verändern. Die Ausgestaltung der Ionisationsquelle
605 mit mehreren koaxial und parallel zueinander ausgerichteten Elektroden 61
1, 61
2; 62
1, 62
2 führt somit zu wesentlichen Vorteilen. Durch Anlegen von Hochspannung an die entsprechenden
Elektroden 61
1, 61
2; 62
1, 62
2 können Luft-Ionen unterschiedlicher Polarität effizient erzeugt werden.
[0079] Sofern mit der Vorrichtung 1 nur Luft-Ionen einer Polarität erzeugt werden sollen,
so kann die erfindungsgemässe Ionisationsquelle 605 trotzdem mit optimaler Wirkung
eingesetzt werden, indem die im Isolationskörper 60 eingeschlossenen Elektroden 62
1, 62
2 durch einen Schalter 53 miteinander verbunden werden.
[0080] Für den Fall, dass Luft-Ionen unterschiedlicher Polarität nicht gleichzeitig erzeugt
werden sollen, kann auch die in Figur 5 gezeigte Ionisationsquelle 606 vorteilhaft
eingesetzt werden, bei der im Isolationskörper 60 nur eine Elektrode 62 eingeschlossen
ist und die äusseren Elektroden 61
1, 61
2 galvanisch miteinander gekoppelt sind.
[0081] Von besonderem Interesse ist ferner die in Figur 6 gezeigte Ionisationsquelle 607,
bei der eine oder mehrere Elektroden 62; 62
1, 62
2, denen vorzugsweise die Betriebsspannung Ua zugeführt wird, zwischen plattenförmigen
Elementen 60
1, 60
2 eines Isolationskörpers 60 eingeschlossen sind, an dessen Unterseite und/oder Oberseite
wenigstens eine weitere mit Erde verbundene Elektrode 61
1, 61
2 vorgesehen wird. Bei der Verwendung von zwei Aussenelektroden 61
1, 61
2 resultiert wiederum eine Verdopplung des Wirkungsgrads.
[0082] Diese Ausgestaltung der Ionisationsquellen 6 mit einem Schichtaufbau oder Laminataufbau,
die oben bereits eingeführt wurde, erlaubt nicht nur besonders vorteilhafte ästhetische
Ausgestaltungen der Vorrichtung 1 sondern auch die Realisierung grossflächiger Elektroden
61
1, 61
2; 62; 62
1, 62
2, die eine optimale Wirkung entfalten. Derartige erfindungsgemässe Vorrichtung können
mit geringer Bauhöhe realisiert werden. Sofern der Isolationskörper 60 nur an einer
Seite mit einer Elektrode 61
1 oder 61
2 versehen wird, kann die frei liegende Seite des Isolationskörpers 60 dekorativ ausgestaltet
werden und als Abdeckung der Vorrichtung dienen, wodurch wiederum eine funktional
und ästhetisch vorteilhafte Ausgestaltung resultiert. Das Gehäuse der Vorrichtung
1 und die Ionisationsquelle 607 ergänzen sich bei dieser Ausgestaltung daher besonders
vorteilhaft.
[0083] Wesentlich ist zudem, dass durch den zuverlässigen Einschluss der Elektroden 62;
62
1, 62
2, denen eine hohe Spannung zugeführt wird, die Sicherheitsbestimmungen zuverlässig
eingehalten werden.
[0084] Zur Erzeugung der gewünschten Ionisation können verschiedene Massnahmen getroffen
werden, die oben bereits erwähnt wurden. Es können mehrere Ionisationsquellen 60 zu-
oder abgeschaltet werden. Bei erfindungsgemässen Ionisationsquellen 60 mit mehreren
Elektroden 61
1, 61
2; 62; 62
1, 62
2 werden einzelne der Elektroden 61
1, 61
2; 62; 62
1, 62
2 wahlweise zu- oder abgeschaltet. Dabei können die an Erde liegenden Elektroden 61
1, 61
2 oder die 62; 62
1, 62
2, denen die Betriebsspannung Ua, Ua1, Ua2 zugeführt wird, entsprechend gestaltet oder
angesteuert werden. Weiterhin kann die Höhe, die Frequenz und/oder die Wellenform
der Betriebs- bzw. Ausgangspannung Ua wahlweise eingestellt werden. Mit höherer Frequenz
und/oder durch Anlegen einer Rechteckspannung wird die Häufigkeit der Koronaentladungen
typischerweise erhöht. Durch die Änderung der Amplitude, durch eine Pulsweitenmodulation
(PWM) der Rechteckspannung oder durch die Änderung der Frequenz kann der Vorgang wahlweise
gesteuert werden.
[0085] In den Figuren 1, 2 und 3 ist ferner gezeigt, dass der Anwender das Anwenderprofil
über die Tastatur 84 eingeben (siehe Figur 1), das Anwenderprofil aufdatieren (siehe
Figur 2) oder aktuelle Daten abrufen kann (siehe Figur 3).
Literaturverzeichnis
1. Verfahren zur Ionisation von Raumluft anhand einer Vorrichtung (1), die eine Steuereinheit
(8) aufweist, von der wenigstens eine von einer Stromversorgungsvorrichtung (10) erzeugte
Ausgangspannung (Ua; Ua1, Ua2) wenigstens einer Ionisationsquelle (6) zugeführt, dadurch gekennzeichnet, dass in der Steuereinheit (8) ein erstes Mass für die Erzeugung positiver Luft-Ionen und/oder
ein zweites Mass für die Erzeugung negativer Luft-Ionen vorgegeben oder ermittelt,
und die Ausgangspannung (Ua; Ua1, Ua2) dementsprechend mit der erforderlichen Polarität
und Grösse zeitlich beschränkt oder unbeschränkt bereit gestellt und der Ionisationsquelle
(6) zugeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (8) die Vorrichtung (1) in einer ersten Betriebsart, in der die
Luft gereinigt wird, und/oder in einer zweiten Betriebsart betreiben kann, in der
das Mass der Erzeugung positiver und/oder negativer Luft-Ionen an das Profil des Anwenders
angepasst ist, wobei die Dauer des Betriebs in der ersten und zweiten Betriebsart
und/oder die Dauer der Abgabe von positiven und/oder negativen Luft-Ionen innerhalb
der ersten und zweiten Betriebsart gesteuert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftfeuchtigkeit mittels eines Feuchtigkeitssensors (91) und/oder die Differenz
zwischen der Innentemperatur und der Aussentemperatur mittels Temperaturfühlern (93,
94) gemessen und die Erzeugung von Luft-Ionen in der ersten und/oder zweiten Betriebsart
vorzugsweise proportional dazu gesteuert wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Anteil von Fremdpartikeln in der Raumluft mittels eines Partikelsensors (92)
gemessen und die Intensität und/oder die Dauer der Erzeugung von Luft-Ionen zumindest
in der ersten Betriebsart vorzugsweise proportional dazu gesteuert wird und/oder dass
die Wetterlage mittels einer lokalen oder zentralen Wetterstation gemessen und die
Intensität und/oder die Dauer der Erzeugung von Luft-Ionen in der ersten oder einer
weiteren Betriebsart vorzugsweise derart gesteuert wird, dass störende Ionenkonzentrationen
kompensiert werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass in der ersten Betriebsart, in der vorzugsweise ein Ventilator (95) aktiviert wird,
positive und/oder negative Luft-Ionen erzeugt werden, mittels derer Schadstoffe und
Organismen in der Raumluft reduziert werden und dass in der zweiten Betriebsart in
Abhängigkeit des Anwenderprofils positive und/oder negative Luft-Ionen erzeugt werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 - 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (8) ein Speichermodul (82) aufweist, in welches das Anwenderprofil
und/oder die Werte der Luftqualität abgespeichert werden, wonach die Erzeugung positiver
und/oder negativer Luft-Ionen oder die alternierende Erzeugung von positiven und/oder
negativen Luft-Ionen entsprechend den abgespeicherten Daten gesteuert wird, wobei
für das Anwenderprofil Informationen zum Atmungssystem, zum Herz-Kreislauf-System,
zum Magen-Darm-System zum Nervensystem, zum Schlafverhalten, zum physischen Zustand
und/oder zum psychischen Zustand des Anwenders abgespeichert werden.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass im Speichermodul (82) Instruktionen abgespeichert werden, die
a) zu den Informationen des Anwenderprofils; und/oder
b) zur gemessenen oder vom Anwender vorgegebenen Luftreinheit; und/oder
c) zur gemessenen Raumtemperatur und/oder Aussentemperatur; und/oder
d) zur gemessenen Luftfeuchtigkeit; und/oder
e) zu den vom Anwender eingegebenen Erfahrungswerten; korrespondieren und anhand derer
ein Betriebsprofil, insbesondere die Polarität, die Höhe und/oder der zeitliche Verlauf
der wenigstens einen Ausgangspannung (Ua, Ua1, Ua2), eingestellt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 - 7,
dadurch gekennzeichnet,
a) dass die Ionisationsquelle (6) mit einer Innenelektrode (61) und einer Aussenelektrode
(62) versehen ist, an die alternierend Ausgangspannungen (Ua1, Ua2) unterschiedlicher
Polarität angelegt werden oder an die eine Ausgangspannung (Ua) in Form einer Wechselspannung
mit oder ohne Gleichspannungsanteil angelegt wird; und/oder
b) dass die Röhre (6) mit einer Innenelektrode (61) und wenigstens zwei Aussenelektroden
(621, 622) versehen ist, an die, gleichzeitig oder alternierend, Ausgangspannungen (Ua; Ua1,
Ua2) unterschiedlicher Polarität angelegt werden, oder dass die Röhre (6) mit einer
Aussenelektrode (62) und wenigstens zwei Innenelektroden versehen ist, an die, gleichzeitig
oder alternierend, Ausgangspannungen (Ua; Ua1, Ua2) unterschiedlicher Polarität angelegt
werden; und/oder
c) dass zwei Röhren (6, 6') mit wenigstens zwei Elektroden (61, 62) vorgesehen sind, denen
Ausgangspannungen (Ua1, Ua2) gleicher oder unterschiedlicher Polarität zugeführt werden.
9. Vorrichtung (1) zur Ionisation von Raumluft mit einer der Durchführung des Verfahrens
gemäss einem der Ansprüche 1-8 dienenden Steuereinheit (8), von der wenigstens eine
von einer Stromversorgungsvorrichtung (10) erzeugte Ausgangspannung (Ua; Ua1, Ua2)
wenigstens einer Ionisationsquelle (6) geführt wird, wobei in der Steuereinheit (8)
ein erstes Mass für die Erzeugung positiver Luft-Ionen und/oder ein zweites Mass für
die Erzeugung negativer Luft-Ionen vorgebbar oder ermittelbar ist, gesteuert durch
die Steuereinheit (8), die Ausgangspannung (Ua; Ua1, Ua2) mit der erforderlichen Polarität
und Grösse zeitlich beschränkt oder unbeschränkt und/oder mit einem wählbaren zeitlichen
Verlauf bereitstellbar und der wenigstens einen Ionisationsquelle (6) zuführbar ist.
10. Vorrichtung (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die zur programmgesteuerten Umschaltung zwischen wenigstens einer ersten Betriebsart,
in der die Luft gereinigt wird, und einer zweiten Betriebsart, in der das Mass der
Erzeugung positiver und/oder negativer Luft-Ionen an das Profil des Anwenders angepasst
ist, vorgesehene Steuereinheit (8) einen Prozessor (81) und ein Speichermodul (82)
aufweist, in dem das Anwenderprofil Anwenderdaten und ein Betriebsprogramm abgelegt
sind, wobei Daten über eine lokale Eingabeeinheit (84) und eine Ausgabeeinheit (83)
und/oder über ein Netzwerk (801, 802) austauschbar sind.
11. Vorrichtung (1) nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein der Messung der Luftfeuchtigkeit dienender Feuchtigkeitssensor (91) und/oder
der Messung der Innentemperatur und der Aussentemperatur dienende Temperaturfühler
(93, 94) und/oder ein der Messung von Fremdpartikeln dienender Partikelsensor (92)
an die Steuereinheit (8) angeschlossen sind und die Erzeugung und/oder die Dauer der
Erzeugung von Luft-Ionen in Abhängigkeit der zugeführten Messwerte steuerbar ist.
12. Vorrichtung (1) nach Anspruch 9, 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet, dass im Speichermodul (82) Instruktionen speicherbar sind, die zu den Informationen des
Anwenderprofils, den gemessenen oder vorgegebenen Umgebungswerten, insbesondere der
Wetterlage, und/oder zu den vom Anwender eingegebenen Erfahrungswerten korrespondieren
und anhand derer
a) eine Ausgangspannung (Ua) in Form einer entsprechend hohen Wechselspannung einer
von zwei Elektroden (61, 62) der Ionisationsquelle (6) zuführbar ist; oder
b) zwei Ausgangspannungen (Ua1, Ua2) unterschiedlicher Polarität, entsprechender Höhe
und zeitlicher Dauer, alternierend einer der zwei Elektroden (61, 62) der Ionisationsquelle
(6) zuführbar ist; oder
c) zwei Ausgangspannungen (Ua1, Ua2) unterschiedlicher Polarität, entsprechender Höhe
und zeitlicher Dauer, alternierend oder gleichzeitig je einer von zwei Innenelektroden
(611, 612) oder je einer von zwei Aussenelektroden (621, 622) der Ionisationsquelle (6) zuführbar ist, die wenigstens eine den beiden Innenelektroden
(611, 612) gegenüber liegende Aussenelektrode (62) bzw. wenigstens eine den beiden Aussenelektroden
(621, 622) gegenüberliegende Innenelektrode (61) aufweist; oder
d) zwei Ausgangspannungen (Ua1, Ua2) unterschiedlicher Polarität, entsprechender Höhe
und zeitlicher Dauer, alternierend oder gleichzeitig je einer ersten und einer zweiten
Ionisationsquelle (6, 6') zuführbar ist bzw. sind.
13. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 9 - 12, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Innenelektroden (611, 612) bzw. die beiden Aussenelektroden (621, 622) bzw. die beiden Ionisationsquellen (6, 6'), gegebenenfalls innerhalb der Ionisationsquelle
(6), durch Trennelemente oder elektrisch geladene Steuerelektroden (7) voneinander
separiert sind, welche der Neutralisierung der erzeugten Luft-Ionen entgegenwirken.
14. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 9 - 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromversorgungsvorrichtung (10) einen Transformator (2) mit wenigstens einer
Sekundärwicklung (22) und wenigstens einer Primärwicklung (21) umfasst, die über wenigstens
ein gegebenenfalls steuerbares Gleichrichterelement (31, 32) mit einer Versorgungsspannung
verbindbar ist, wodurch an der wenigstens einen Sekundärwicklung (22) unipolare Signale
resultieren, deren Polarität durch die Zuschaltung des entsprechenden Gleichrichterelements
(31; 32) wählbar ist.
15. Ionisationsquelle (6', 601, 605), insbesondere für eine Vorrichtung (1) nach einem
der Ansprüche 9-14, mit wenigstens zwei Elektroden (61, 62; 621, 622) die durch einen Isolationskörper (60) voneinander getrennt sind, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder mehrere der Elektroden (61, 62; 621, 622) zwischen wenigstens einem ersten und einem zweiten vorzugsweise plattenförmigen
oder hohlzylindrischen Isolationselement (601, 602) des Isolationskörpers (60) eingeschlossen ist und dass wenigstens eine weitere der
Elektroden (61, 62; 621, 622) an der freiliegenden Seite des ersten und/oder zweiten Isolationselements (601, 602) anliegt.
16. Ionisationsquelle (6', 601, 605), insbesondere für eine Vorrichtung (1) nach einem
der Ansprüche 9-14, mit wenigstens zwei Elektroden (61, 62; 621, 622) die durch einen vorzugsweise hohlzylindrischen Isolationskörper (60) voneinander
getrennt sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Isolationskörper (60) an dessen Innenseite wenigstens zwei Innenelektroden (611, 612) und an dessen Aussenseite wenigstens eine Aussenelektrode (62) anliegen oder an
dessen Innenseite wenigstens eine Innenelektrode (61) und an dessen Aussenseite wenigstens
zwei Aussenelektroden (621, 622) anliegen.