[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Gewinnung, Konservierung und
Lagerung von Probenmaterial, bei der ein Probenbehälter für biologisches Probenmaterial
Anwendung findet.
[0002] Gattungsgemässe Vorrichtungen sind z.B. aus der
EP 1 088 212 bekannt. Die dort beschriebene Vorrichtung ist in eine Ohrmarke für Tiere integriert
und weist ein Probengewinnungsmittel und einen Probenbehälter auf.
[0003] Üblicherweise wird biologisches Probenmaterial nicht direkt nach seiner Gewinnung
aufgearbeitet. In einigen Fällen soll das Probenmaterial nach seiner Gewinnung lediglich
für eine eventuelle spätere Aufarbeitung gelagert werden. In anderen Fällen erfolgt
routinemäßig eine nachgeschaltete Aufarbeitung, wobei der zwischen Gewinnung und Aufarbeitung
liegende Zeitabstand von einer Reihe logistischer und sonstiger Faktoren abhängig
ist.
[0004] Zu beachten ist, dass in z.B. biologischen Gewebeproben unmittelbar nach der Gewinnung
Zersetzungsprozesse einsetzen, deren Grad unter anderem abhängig von dem Feuchtigkeitsgehalt
der Probe ist. Werden z.B. bei Reihenuntersuchungen von Tieren zunächst eine Vielzahl
von Proben gesammelt und diese erst nach einem gewissen Zeitraum ins Labor verschickt,
so kann eine Lagerung des gewonnenen Probenmaterials ohne Konservierung in Form von
Trocknung, Kühlung etc. dazu führen, dass ein beträchtlicher Prozentsatz des gewonnenen
Probematerials nicht mehr zur weiteren Verarbeitung brauchbar ist.
[0005] In diesem Zusammenhang ist aus der
DE 199 57 861 ein Probenbehälter bekannt geworden, in dem als Trocknungsmittel eine hygroskopische
Substanz enthalten ist. Dieser bekannte Probenbehälter ermöglicht eine direkte Konservierung
des Probenmaterials am Gewinnungsort, bei der insbesondere die Protein- und Nukleinsäureanteile
stabilisiert werden. Weitere Probenbehälter sind aus der
US 4865813, der
US 4073693 und der
US 2007/0297939 bekannt.
[0006] Ein Problem bei den bekannten Probenbehältern besteht darin, dass sich in dem Probenbehälter
aufgenommenes Probenmaterial, z.B. im Rahmen einer automatisierten Entnahme des Probematerials
aus dem Probenbehälter, mit dem Trocknungsmittel vermischen kann, was insbesondere
bei der späteren Aufarbeitung, störend sein kann.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es daher, ausgehend von dem Stand der Technik eine Vorrichtung
mit einem Probenbehälter zu schaffen, der die genannten Nachteile vermeidet und die
sich in besonders einfacher Weise in z.B. eine Ohrmarke integrieren lässt.
[0008] Gelöst wird die Aufgabe mit einer Vorrichtung, die die kennzeichnenden Merkmale des
Anspruches 1 aufweist.
[0009] Die erfindungsgemässe Vorrichtung zur Gewinnung und Lagerung von biologischem Probenmaterial
weist
- einen Probenbehälter für biologisches Probenmaterial auf, der einen durchdringbaren
Deckel aufweist und
- ein Probengewinnungsmittel, das mit seinem einen unteren Ende durch den durchdringbaren
Deckel des Probenbehälters hindurch in diesen führbar ist, wobei das untere Ende dann
in dem Probenbehälter in definierter Position oberhalb und im Abstand zu der oberen
Öffnung des Probenkompartiments angeordnet ist, und an dem unteren Ende des Probengewinnungsmittels
eine Schneid- oder Stanzeinrichtung vorgesehen ist, mit der sich insbesondere bei
Durchführen des unteren Endes durch Gewebe eine Probe gewinnen lässt und wobei
die Position der Schneid- oder Stanzeinrichtung an dem unteren Ende des Probengewinnungsmittels
und die obere Öffnung des Probenkompartimentes in dem Probenbehälter so aufeinander
abgestimmt sind, dass sich eine mit der Schneid- oder Stanzeinrichtung gewonnene Probe
nach Einsetzen des Probengewinnungsmittels in dem Probenbehälter oberhalb des Probenkompartiments
befindet bzw. in jenen fällt.
[0010] Der in der erfindungsgemäßen Vorrichtung vorgesehene Probenbehälter weist eine obere
Öffnung auf, die durch einen Deckel verschließbar ist, sowie einen seitlichen Wandbereich
und einen Boden. Das Innere des Probenbehälters enthält eine hygroskopische Substanz
zur Trocknung von Probenmaterial. Weiterhin ist der Probenbehälter in mindestens zwei
Kompartimente aufgeteilt, von denen das eine (Probenkompartiment) z.B. die Probe aufnehmen
kann und das andere ein die hygroskopische Substanz aufweisendes Trocknungskompartiment
ist. Die hygroskopische Substanz steht dabei in Dampfaustauschverbindung zum Innern
des Probenbehälters und ggf. des Probenkompartiments.
[0011] Mit Dampfaustauschverbindung ist gemeint, dass die aus dem Probematerial austretende
Feuchtigkeit von der hygroskopischen Substanz aufgenommen werden kann. Die Eigenschaften
und Menge der hygroskopischen Substanz sind dabei auf den gewünschten Trocknungseffekt
bzw. das zu trocknende Probematerial abgestimmt. Die Auswahl geeigneter Substanzen
und ihre Dosierung stellt für den Fachmann kein Problem dar und soll hier nicht weiter
erläutert werden.
[0012] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass das Probenkompartiment eine in seinem oberen
Ende vorgesehene obere Öffnung aufweist, die der Öffnung des Probenbehälters zugewandt
ist. Das Probenkompartiment erstreckt sich von seinem oberen Ende in Längsrichtung
zu der Öffnung fluchtend nach unten bis zum Boden des Probenbehälters, wobei wie weiter
unten beschrieben der Boden des Probenbehälters im Bereich des Probenkompartiments
eine Öffnung aufweisen kann. Die Öffnung in dem oberen Ende des Probenkompartiments
kann dann z.B. durch einen durchdringbaren Deckel oder Wandbereich verschlossen sein.
[0013] Die Begriffe Probenkompartiment und Trocknungskompartiment sind weit zu fassen.
[0014] Das Probenkompartiment kann z.B. einen Bereich umfassen, in dem Probenmaterial zur
Lagerung aufgenommen wird. Abgedeckt ist aber mit Begriff auch ein Bereich, der lediglich
zur Führung des Probenmaterials bei seiner Entnahme aus dem Probenbehälter zur Weiterverarbeitung
dient. Schließlich kann das Probenkompartiment auch schon Reagenzien enthalten, die
eine Aufarbeitung des Probenmaterials ermöglichen. Diese unterschiedlichen Möglichkeiten
werden weiter unten im Detail erläutert.
[0015] Auch der Begriff Trocknungskompartiment ist weit zu fassen. Es kann sich dabei um
einen durch z. B. durch eine Wand abgetrennten Bereich im Inneren des Probenbehälters
handeln, in dem hygroskopische Substanz angeordnet ist. Umfasst werden von dem Begriff
Trocknungskompartiment aber auch im Inneren des Probenbehälters angeordnete oder ausgebildete
Formteile mit hygroskopischen Eigenschaften.
[0016] Denkbar ist selbstverständlich auch, dass insbesondere das Trocknungskompartiment
noch in weitere Kompartimente unterteilt wird. Man könnte sich z.B. vorstellen, dass
Kompartimente mit unterschiedlichen hygroskopischen Substanzen oder Eigenschaften
vorgesehen werden, die unter Umständen bestimmten Trocknungsanforderungen besser angepasst
sind.
[0017] Im Gegensatz zum Stand der Technik ist damit erfindungsgemäß ein in Längsrichtung
durch den Probenbehälter, also von seiner Öffnung bis zu seinem der Öffnung gegenüberliegenden
Boden, verlaufender Bereich vorgesehen, der frei von hygroskopischer Substanz ist.
Dies ist insbesondere von Vorteil bei der automatisierten Entnahme der Probe mittels
eines von oben durch den Probenbehälter hindurchgeführten Stempels, wie weiter unten
beschrieben wird (siehe z.B. Fig. 3). Insbesondere bei einer solchen Entnahme kann
das Probenmaterial weitgehend ohne Verschleppung von eventuell in dem Probebehälter
enthaltener hygroskopischer Substanz zur Aufarbeitung aus dem Probenbehälter entfernt
werden.
[0018] Es ist dabei, wie weiter unten noch im Detail erläutert wird, nicht unbedingt erforderlich,
dass das Probenmaterial nach seiner Gewinnung in dem Probenkompartiment aufgenommen
wird. In Abhängigkeit von den verwendeten Techniken ist es auch möglich, dass das
Probenmaterial zunächst noch im Bereich der Öffnung des Probenbehälters oberhalb des
Probenkompartimentes verbleibt und erst später bei Entnahme der Probe mittels des
Stempels aus diesem Bereich durch das Probenkompartiment geführt nach unten aus dem
Probenbehälter herausgedrückt wird. Dies ist aber nur eine Möglichkeit. Es ist selbstverständlich
auch denkbar, dass die Probe auf andere Weise gewonnen wird und z.B. mittels einer
Pinzette oder einem anderen geeigneten Instrument direkt in das Probenkompartiment
eingeführt wird.
[0019] Es versteht sich, dass das obere Ende eines mittels einer Wand abgetrennten Probenkompartimentes
so in dem Probenbehälter positioniert ist, dass eine Dampfaustauschverbindung zwischen
z.B. der in dem Trocknungskompartiment enthaltenen hygroskopischen Substanz und der
Probe erfolgen kann, unabhängig davon ob das Probenmaterial oberhalb des Probenkompartimentes
fixiert oder in dem Kompartiment angeordnet ist. Bei der Variante mit einem Trocknungskompartiment
in Form eines hygroskopischen Formteils besteht dagegen eine direkte Dampfaustauschverbindung
zum Innern des Probenkompartiments. Bei dieser Variante kann das obere Ende des Probenkompartiments
daher beliebig angeordnet werden.
[0020] Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angesprochen.
[0021] In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist vorgesehen, dass das Trocknungskompartiment
ein die hygroskopische Substanz enthaltendes Formteil ist. Denkbar ist z.B. dass die
hygroskopische Substanz in einen Kunststoff eingebettet wird, aus dem dann z. B. ein
Folienmaterial hergestellt werden kann, das nach Einsetzen oder Einlegen in den Probenbehälter
dort das Trocknungskompartiment darstellt. Im Stand der Technik sind derartige, z.
B. im Spritzgußverfahren herstellbare Kunststoffmaterialien bekannt, die bis zu 70
% an hygroskopischer Substanz (z.B. Molekularsieb) aufweisen können. Denkbar ist selbstverständlich
auch, aus solchen Kunststoffen Trocknungseinrichtungen mit anderen geeigneten Formen
zu spritzen und diese dann einzusetzen. Selbstverständlich ist es im Rahmen der Erfindung
auch möglich, mittels eines angepassten Spritzgußverfahrens das Trocknungskompartiment
während der Herstellung des Probenbehälters bereits in diesem auszubilden. Neben dem
angesprochenen Spritzgußverfahren sind selbstverständlich auch andere Verfahren wie
z.B. Extrudieren oder Walzen möglich.
[0022] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass ein Trocknungskompartiment
ausbildendes Formteil durch Verpressen, Sintern oder Extrudieren von hygroskopischer
Substanz hergestellt ist. Auch bei dieser Ausgestaltung ist es möglich, dem Trocknungskompartiment
eine gewünschte Form zu geben. Bei dieser Ausgestaltung handelt es sich in aller Regel
um ein Formteil, das separat hergestellt und dann als Trocknungskompartiment in einen
Probenbehälter eingesetzt wird.
[0023] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Probenkompartiment
durch mindestens eine in dem Probenbehälter ausgebildete Wand insbesondere gegenüber
einem Trocknungskompartiment begrenzt ist, in dem hygroskopische Substanz aufgenommen
ist.
[0024] Die das Probenkompartiment begrenzende Wand sowie der Wandbereich und Boden des Probenbehälters
können aus allen in diesem Zusammenhang bekannten Materialien hergestellt werden.
Geeignet sind insbesondere Kunststoffe aber auch Glas.
[0025] Die folgenden weiteren Ausgestaltungen des Probenbehälters können in Verbindung mit
jeder der oben angesprochenen Ausgestaltungen des Trocknungskompartiments verwirklicht
werden.
[0026] Um eine möglichst gleichmäßige Trocknung der Probe zu gewährleisten, kann gemäß einer
bevorzugten Ausgestaltung vorgesehen sein, dass das Probenkompartiment von dem Trocknungskompartiment
umgeben ist.
[0027] Konstruktiv am einfachsten lässt sich dies insbesondere bei üblicherweise runden
Probenbehältern verwirklichen, wenn, wie in einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung
vorgesehen, das Probenkompartiment ein im Abstand zu der Seitenwand des Probenbehälters
ausgebildeter Hohlzylinder ist, dessen unteres Ende durch den Boden des Probenbehälters
verschlossen ist.
[0028] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung weist der Probenbehälter ein Probenkompartiment
auf, dessen im Bereich seines oberen Endes vorgesehene Öffnung durch einen durchdringbaren
Wandbereich verschlossen ist und bei dem in einem von dem Querschnitt des Trocknungskompartiments
abgedeckten Bereich des Bodens des Probenbehälters eine Öffnung vorgesehen ist. Ein
solcher Probenbehälter lässt sich besonders einfach, z.B. im Spritzgußververfahren,
herstellen. Gleichzeitig ist sichergestellt, dass keinerlei hygroskopische Substanz
in das Probenkompartiment gelangen kann.
[0029] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung weist der Probenbehälter ein Probenkompartiment
auf, in dem mittels einer durchdringbaren Querwand ein separater Bereich ausgebildet
ist. In dem separaten Bereich können zur Behandlung des Probematerials geeignete Reagenzien,
insbesondere in flüssiger Form vorgelegt werden.
[0030] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der Probenbehälter durch einen Deckel verschlossen
ist. Der Deckel verhindert ein Austreten der hygroskopischen Substanz sowie ein Eintreten
von Feuchtigkeit. Außerdem lassen sich so Kontaminationen des Innenraumes des Probenbehälters
vermeiden.
[0031] Wie oben angesprochen ist der Deckel des Probenbehälters durchdringbar ausgebildet
ist. Hierzu kann z.B. ein Schwächungsbereich im Deckel vorgesehen werden. Dieses Merkmal
macht insbesondere bei Verwendung eines z.B. aus der
EP 1 088 212 bekannten Probengewinnungsmittels Sinn. Dieses Probengewinnungsmittel weist an seinem
unteren Ende eine Stanzeinrichtung auf und ist so dimensioniert, dass es nach Durchdringen
des Deckels eines Probenbehälters seinerseits den Probenbehälter verschließen kann.
Hierauf wird weiter unten noch weiter eingegangen.
[0032] Weiterhin kann vorgesehen sein, dass der Bodenbereich des Probenbehälters einen Schwächungsbereich
in dem von dem Probenkompartiment abgedeckten Querschnitt aufweist. Dieser Schwächungsbereich
würde ein Herausdrücken der Probe mit dem oben erwähnten Stempel durch den Boden des
Probenbehälters erleichtern.
[0033] Die in dem Trocknungskompartiment erfindungsgemäß vorgesehene hygroskopische Substanz
kann bevorzugt Zeolith, Silikagel oder Molekularsieb sein. Bevorzugt wird die feinkörnige
oder pulverförmige Form solcher Substanzen eingesetzt.
[0034] Das in der erfindungdgemässen Vorrichtung vorgesehene Probengewinnungsmittel kann
alleine zur Probenentnahme eingesetzt und dabei z.B. manuell oder automatisch bewegt
werden.
[0035] Denkbar ist aber auch, dass das Probengewinnungsmittel und der Probenbehälter Bestandteile
einer zur gleichzeitigen Markierung und Probennahme von Tieren verwendeten Ohrmarke
sind.
[0036] Eine solche Ohrmarke ist in der
EP 1 088 212 im Detail beschrieben. Bei der dort beschriebenen Ohrmarke befindet sich das Probengewinnungsmittel
am freien Ende eines an einem männlichen Teil der Ohrmarke angeordneten Domes. Die
Ohrmarke enthält weiterhin einen weiblichen Teil, an dem der Probenbehälter angeordnet
ist. Bei Markierung/Probennahme wird mit einer geeigneten Vorrichtung, z.B. einer
Zange, der weibliche und männliche Teil der Ohrmarke jeweils auf unterschiedlichen
Seiten des Tierohres angeordnet. Dann wird mit der Zange der Dorn mit dem Probengewinnungsmittel
voran durch das Ohr gedrückt, wobei eine Probe ausgestanzt wird. Nach Passieren des
Ohres tritt das von dem Dorn geschobene Probengewinnungsmittel in den am weiblichen
Teil der Ohrmarke vorgesehenen Probenbehälter ein, und verschließt diesen, während
ein angrenzender Bereich des Domes gleichzeitig in dem weiblichen Teil der Ohrmarke
verrastet wird. Dorn und Probengewinnungsmittel sind lösbar miteinander verbunden,
so dass der nunmehr mit dem Gewinnungsmittel verschlossene Probenbehälter von dem
weiblichen Teil entfernt werden kann, während die Marke am Ohr verbleibt.
[0037] Dies, wie gesagt, ist eine Variante, die insbesondere bei der Markierung und Probennahme
von Tieren im Ohrbereich zur Anwendung kommen kann. Die Erfindung ist selbstverständlich
nicht auf solche abgestimmte Systeme beschränkt. Es ist auch denkbar, dass das System
lediglich das Probengewinnungsmittel und den Probenbehälter umfasst.
[0038] Wesentlich an diesem System ist, dass das Probengewinnungsmittel nach Durchdringen
des Deckels so positioniert ist, dass sich seine Schneid- bzw. Stanzeinrichtung zentral
oberhalb der Öffnung des Probenkompartimentes befindet. Auf diese Weise ist die Probe
entweder oberhalb des Probenkompartimentes gehalten oder kann aus diesem z.B. im Zuge
der fortschreitenden Trocknung in das Kompartiment fallen. Denkbar ist, dass, wie
in einer bevorzugten Ausgestaltung, das untere Ende des Probengewinnungsmittels den
Probenbehälter verschließt. Es ist aber auch denkbar, dass ein separater Deckel vorgesehen
wird, mit dem der Probenbehälter verschlossen wird, nachdem ein Prohengewinnungsmittel
eingesetzt wurde, das nicht in der Lage ist, den Behälter zu verschließen.
[0039] Wie oben bereits erwähnt, sieht eine weitere bevorzugte Ausgestaltung vor, dass die
Vorrichtung Bestandteil einer Ohrmarke zur Kennzeichnung von Tieren ist.
[0040] Im Folgenden soll die Erfindung anhand von Figuren, die mehrere Ausführungsformen
darstellen, näher erläutert werden.
[0041] Dabei zeigt:
- Fig. 1
- einen Probenbehälter vor dem Einführen der Probe,
- Fig. 2
- den Behälter aus Fig. 1 nach dem Einführen einer Probe,
- Fig. 3
- den Probenbehälter aus Fig. 2 vor der Entnahme des Probenmaterials zu seiner Aufarbeitung,
- Figs. 4-6
- weiteren Ausführungsformen des Probenbehälters.
[0042] Fig. 1 zeigt einen Probenbehälter 10 mit einer oberen Öffnung 11, einem seitlichen
Wandbereich 12 sowie einem Boden 13. Verschlossen ist der Probenbehälter 10 mit einem
Deckel 14, der an seinem zentralen Bereich 15 durchdringbar ausgebildet ist. In dem
Probenbehälter 10 ist ein Probenkompartiment 16 in Form eines Hohlzylinders mit einer
oberen Öffnung 40 ausgebildet. Fluchtend zu dieser Öffnung 40 erstreckt sich das Probenkompartiment
16 in Längsrichtung nach unten bis zu dem Boden 13. Begrenzt wird das Probenkompartiment
durch eine umlaufende Wand 17.
[0043] Weiterhin ist ein das Probenkompartiment 16 umgebendes Trocknungskompartiment 18
in dem Probenbehälter 10 ausgebildet. Das Trocknungskompartiment 18 ist nach oben
hin offen und wird zu seinen Seiten von dem Seitenwandbereich 12 sowie der Wand 17
und nach unten hin durch den Boden 13 des Probenbehälters 10 begrenzt. In dem Trocknungskompartiment
18 ist eine hygroskopische Substanz 19 vorgesehen, die, wie sich aus Fig. 1 ergibt,
in Dampfaustauschverbindung mit dem Inneren des Probenbehälters 10 sowie dem Inneren
des Probenkompartimentes 16 steht.
[0044] Um zu verhindern, dass sich die hygroskopische Substanz 19 in dem Probenbehälter
10 verteilt, kann die Substanz z.B. in das Kompartiment 18 eingepresst sein. Denkbar
ist auch, z.B. die obere Schicht mit einem nur in Fig 1 dargestellten Sieb 70 oder
einer sonstigen Einrichtung, z.B. einer semipermeablen Membran abzudecken, die die
Substanz an Ort und Stelle hält. Natürlich ist es auch möglich, die hygroskopische
Substanz 19 durch Verklebung etc. zu fixieren. Entscheidend ist allerdings, dass durch
solche Maßnahmen die Dampfaustauschrate nicht so beeinträchtigt wird, dass die gewünschte
Trocknung von Probenmaterial in dem Probenbehälter 10 nicht oder nicht mehr effektiv
erfolgt.
[0045] Weiterhin zeigt Fig. 1 ein oberhalb des Probenbehälters 10 schematisch angedeutetes
Probengewinnungsmittel 20, mit einem unteren Ende 21, in dem eine Stanzeinrichtung
22 angeordnet ist.
[0046] Im gezeigten Fall wurde mit dem Probengewinnungsmittel 20 bereits biologisches Probenmaterial
23 gewonnen, das bei der Gewinnung in die Stanzvorrichtung 22 hineingepresst wurde
und dort zunächst verbleibt. Im weiteren Verlauf der Probengewinnung und -bearbeitung
wird das Probengewinnungsmittel 20 in Richtung des Pfeils 25 bewegt. Der sich dann
einstellende Zustand ist in Fig. 2 dargestellt.
[0047] In Fig. 2 hat das Probengewinnungsmittel 20 mit seinem unteren Ende 21 nunmehr den
Deckel 14 des Probenbehälters 10 in seinem zentralen geschwächten Bereich 15 durchdrungen
und verschließt nun seinerseits die obere Öffnung 11. Man erkennt, dass die Stanzeinrichtung
22 und das Probenkompartiment 16 dergestalt zueinander ausgerichtet sind, dass sich
das Probenmaterial 23 direkt oberhalb der Öffnung 40 befindet.
[0048] In Fig. 3 ist der Probenbehälter in dem in Fig. 2 gezeigten Zustand in ein Gefäß
50 einer ansonsten nur schematisch dargestellten Mikrotiterplatte 51 eingesetzt. Von
oben bewegt sich in Richtung eines Pfeils 52 ein Stempel 53 auf den Probenbehälter
10 und das darauf aufgesetzte Probengewinnungsmittel 20 zu. Im weiteren Verlauf seiner
Bewegung wird das untere Ende des Stempels 53 das Probengewinnungsmittel 20 durchdringen,
das biologische Probenmaterial 23 aus der Schneid- und Stanzeinrichtung 22 in das
Probenkompartiment 17 hinein- und durch diesen und den Boden 13 des Probenbehälters
10 hindurch in das Gefäß 50 drücken.
[0049] Aus Fig. 3 ergibt sich, dass das mit dem Stempel 53 durch den Probenbehälter 10 bewegte
Probenmaterial 23 nicht in Kontakt mit der hygroskopischen Substanz 19 gelangt. Um
sicherzugehen, dass auch nach Durchstoßen des Bodens 13 keine hygroskopische Substanz
mit austritt, kann z.B. im Bodenbereich des Trocknungskompartimentes eine ringförmige
Verstärkung oder eine sonst wie geartete Einrichtung vorgesehen werden, die ein Austreten
von hygroskopischer Substanz auch dann verhindert, wenn der Boden 13 im Bereich des
Trocknungskompartimentes 18 zerstört wird.
[0050] Wie oben bereits angesprochen kann die Aufgabe des in dem erfindungsgemäßen Probenbehälter
vorgesehenen Probenkompartimentes z.B. in der Aufnahme von biologischem Probenmaterial
aber auch in seiner Führung bei der Entnahme aus dem Behälter und/oder der Aufbereitung
bestehen.
[0051] Die Figuren 4 und 5 betreffen Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Probenbehälters,
bei denen (Fig. 4) die Führung des Probematerials bzw. (Fig. 5) seine Aufarbeitung
im Vordergrund steht.
[0052] Das in Fig. 4 gezeigte Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Probenbehälters
100 weist wiederum einen Deckel 140, Seitenwandbereiche 120 sowie einen Bodenbereich
130 auf. In dem Probenbehälter 100 ist ein Probenkompartiment 160 vorgesehen, das
durch eine Wand 170 begrenzt wird. Das Probenkompartiment 160 umgebend ist ein Trocknungskompartiment
180 vorgesehen, in dem hygroskopische Substanz 190 angeordnet ist. Das Trocknungskompartiment
180 wird durch die Wand 170 bzw. den seitlichen Wandbereich 120 begrenzt.
[0053] Das Probenkompartiment 160 weist eine obere Öffnung 400 auf, die im Gegensatz zu
dem bislang in den Figuren 1 - 3 gezeigten Ausführungsbeispiel durch einen Deckel
bzw. einen Wandbereich 410 verschlossen ist.
[0054] Auch bei diesem Ausführungsbeispiel erstreckt sich das Probenkompartiment zu der
oberen Öffnung 400 fluchtend nach unten bis zu dem Boden 130 des Probenbehälters 100,
wobei allerdings in diesem Fall der Bodenbereich 130 in dem durch das Probenkompartiment
160 abgedeckten Querschnitt nicht ausgebildet, also offen ist.
[0055] Ein besonderer Vorteil dieses Ausführungsbeispieles besteht darin, wie nachfolgend
erläutert, dass keine hygroskopische Substanz 190 in das Probenkompartiment gelangen
kann.
[0056] Auch bei diesem Ausführungsbeispiel kann die Probengewinnung mittels eines Probengewinnungsmittels
200 erfolgen, das ein unteres Ende 210 aufweist, in dem eine Schneide- und Stanzeinrichtung
220 vorgesehen ist. Im gezeigten Fall wurde mit der Schneide- und Stanzeinrichtung
220 bereits biologisches Probematerial 230 gewonnen, das wie auch bei den anderen
gezeigten Ausführungsbeispielen im Rahmen der Gewinnung in das Schneide- und Stanzwerkzeug
220 hineingepresst wurde und dort verbleibt.
[0057] Man erkennt weiterhin, dass in dem seitlichen Wandbereich 120 des Probenbehälters
ein umlaufender Vorsprung 240 ausgebildet ist, in den das Probengewinnungsmittel 200
mit einer entsprechenden umlaufenden Ausnehmung 250 eingerastet wurde. In dieser Stellung
verbleibt das Probengewinnungsmittel 200 während eines Zeitraums zwischen Gewinnung
und Aufarbeitung.
[0058] Die Verbindung zwischen Ausnehmung 250 und Vorsprung 240 ist so gewählt, dass durch
weiteres Drücken z. B. mit einen nur schematisch angedeuteten ringförmigen breiten
Stempel 300 das Probengewinnungsmittels weiter in den Probenbehälter 100 hineingedrückt
werden kann, wobei dann die Schneide- und Stanzvorrichtung 220 den Deckel oder Wandbereich
310 durchdringt. Sobald dies geschehen ist, kann mit einem weiteren schmaleren Stempel
510 durch das Probengewinnungsmittel 200 hindurch das biologische Probenmaterial 230
aus der Schneide- und Stanzeinrichtung 220 hinaus und durch das Probenkompartiment
160 hindurch aus dem Probenbehälter 100 gedrückt werden.
[0059] Figur 5 betrifft ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Probenbehälters
500.
[0060] Dieses Ausführungsbeispiel stimmt im Wesentlichen mit dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel
überein. So weist auch der Probenbehälter 500 einen Deckel 540, einen Seitenwandbereich
520 und einen Bodenwandbereich 530 auf. In dem Probenbehälter 500 ist wiederum ein
Probenkompartiment 560 vorgesehen, das von einem Trocknungskompartiment 580 umgeben
ist, das hygroskopische Substanz 590 enthält.
[0061] Im Unterschied zu den bislang gezeigten Ausführungsbeispielen ist weiterhin in dem
Probenkompartiment 560 ein querverlaufender Wandbereich 600 vorgesehen. Der Wandbereich
600 ist im gezeigten Fall in etwa auf mittlerer Höhe in dem Probenkompartiment 560
angeordnet. Er kann sich aber ohne weiteres auch in einer anderen Höhenposition z.
B. direkt im Bereich einer Öffnung 40 des Probenkompartimentes 560 befinden.
[0062] In dem nunmehr durch die querverlaufende Wand 600 sowie eine seitliche Wand 570 des
Probenkompartimentes 560 und den Boden 530 des Probenbehälters 500 geschlossenen Bereich
660 können zur Aufarbeitung, Konservierung bzw. sonstiger Behandlung des in dieser
Figur nicht dargestellten Probenmaterials geeignete Reagenzien, insbesondere in flüssiger
Form 610 vorgelegt werden.
[0063] Denkbar ist, hier z.B. einen Lysispuffer vorzusehen, mit dem Probenmaterial zur Vorbereitung
der Aufarbeitung im Labor in Kontakt gebracht wird. Denkbar ist auch, Reagenzien für
weitere Aufarbeitungsschritte vorzulegen. Auf diese Weise kann Zeit- bzw. können Arbeitsschritte
eingespart werden, da der in Fig. 5 dargestellte Probenbehälter 500 sowohl die Möglichkeit
bietet, das Probenmaterial nach der Gewinnung zu trocknen als auch in ihm nach Durchstoßen
der Wand 600 erste Aufarbeitungsschritte durchzuführen.
[0064] Diese Ausführung erlaubt weiterhin in vorteilhafter Weise ein kontaminationsfreies
Arbeiten im Labor, da das Probenmaterial nicht in ein weiteres Laborgefäß transferiert
werden muss. Der Kontakt zwischen Probenmaterial und Reagenz kann hergestellt werden
ohne dass in das von Probenbehälter und Probengewinnungsmittel gebildete geschlossene
System eingegriffen, bzw. dieses geschlossene System geöffnet werden muss. Denkbar
wäre auch, dass man nicht nur die Erstaufbereitung des Probenmaterials in diesem Probenbehälter
durchführt, sondern dass durch die Ausgestaltung weiterer Kompartimente in diesem
geschlossenen System auch z.B. eine PCR-Reaktion oder ein Elisa-Test durchgeführt
werden könnten.
[0065] Fig. 6 zeigt einen Probenbehälter 700, in dem ein als Formteil 785 ausgebildetes
Trocknungskompartiment 780 vorgesehen ist. Bei dem Formteil 785 handelt es sich um
eine dickwandige Folie, in die hygroskopische Substanz 790 eingebettet ist und die
den Probenbehälter 700 im Seitenwandbereich 720 von innen auskleidet.
[0066] In der dargestellten Ausführungsform umgibt das Trocknungskompartiment 780 ein Probenkompartiment
760, ohne dass zwischen beiden Kompartimenten eine Wand vorgesehen ist. Dies ist im
gezeigten Ausführungsbeispiel nicht erforderlich, da aufgrund seiner Einbettung in
das Formteil 785 keine Kontaminationsgefahr durch die hygroskopische Substanz 790
besteht.
[0067] Im gezeigten Ausführungsbeispiel handelt es sich bei dem das Trocknungskompartiment
780 ausbildenden Formteil 785 um eine Art Folie, bzw. in den Probenbehälter 700 einsetzbare
Hülse. Denkbar sind selbstverständlich auch andere Formen.
[0068] Weiterhin ist, wie oben bereits angesprochen, auch denkbar, dass das Trocknungskompartiment
in dieser Ausführungsform extern hergestellt und dann in den Probenbehälter eingesetzt
wird. Genauso gut ist es möglich, dass Probenbehälter und Trocknungskompartiment gemeinsam
hergestellt werden, z. B. durch aufeinanderfolgende Schritte eines Spritzgußverfahrens.
1. Vorrichtung zur Gewinnung und Lagerung von Probenmaterial mit
- einem Probenbehälter (10, 100, 500) für biologisches Probenmaterial (23, 230), mit
einer oberen Öffnung (11), die durch einen Deckel (14, 140, 540) verschließbar ist,
einem seitlichen Wandbereich (12, 120, 520) und einem Boden (13, 130, 530) und im
Inneren des Probenbehälters (10, 100, 500) enthaltener hygroskopischer Substanz (19,
190, 590) zur Trocknung von Probenmaterial (23, 230) in dem Probenbehälter (10, 100,
500), wobei der Probenbehälter (10, 100, 500) in mindestens zwei Kompartimente (16,
160, 560; 18, 180, 580) aufgeteilt ist, von denen das eine ein Probenkompartiment
(16, 160, 560) und das andere ein Trocknungskompartiment (18, 180, 580) ist, das die
hygroskopische Substanz (19, 190, 590) enthält und wobei die hygroskopische Substanz
(19, 190, 590) in Dampfaustauschverbindung zum Innern des Probenbehälters (10, 100,
500) steht, und wobei das Probenkompartiment (16, 160, 560) sich von einem oberen
mit einer Öffnung (40, 400) versehenen Ende in Längsrichtung von der Öffnung (40,
400) fluchtend bis zum Boden (13, 130, 530) des Probenbehälters (10, 100, 500) erstreckt
und durch mindestens eine in dem Probenbehälter (10, 100, 500) ausgebildete Wand (17,
170 , 570) begrenzt wird, wobei der Probenbehälter (10, 100, 500) einen durchdringbaren
Deckel (14, 140, 540) aufweist,
- einem Probengewinnungsmittel (20, 200), das mit seinem einen unteren Ende (21, 210)
in den Probenbehälter (10, 100, 500) einsetzbar ist, wobei das untere Ende (21, 210)
dann in dem Probenbehälter (10, 100, 500) in definierter Position oberhalb und beabstandet
zu der oberen Öffnung (40, 400) des Probenkompartiments (16, 160, 560) angeordnet
ist, und wobei an dem unteren Ende des Probengewinnungsmittels (20, 200) eine Schneid-
oder Stanzeinrichtung (22, 220) angeordnet ist, mit der sich bei Durchführen des unteren
Endes (21, 210) durch Gewebe biologisches Probenmaterial (23, 230) gewinnen lässt
und wobei
die Position der Schneid- oder Stanzeinrichtung (22, 220) an dem unteren Ende (21,
210) des Probengewinnungsmittels (20, 200) und die obere Öffnung (40, 400) des Probenkompartimentes
(16, 160, 560) in dem Probenbehälter (10, 100, 500) so aufeinander abgestimmt sind,
dass sich das mit der Schneid- oder Stanzeinrichtung (22, 220) gewonnene Probenmaterial
(23, 230) nach Einsetzen des Probengewinnungsmittels (20, 200) in den Probenbehälter
(10, 100, 500) oberhalb des Probenkompartiments (16, 160, 560) befindet oder in jenen
fällt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei das untere Ende (21, 210) des Probengewinnungsmittels
(20, 200) den Probenbehälter (10, 100, 500) nach dem Einführen verschließt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei in dem Probenbehälter (10, 100, 500) das
Probenkompartiment (16, 160, 560) von dem Trocknungskompartiment (18, 180, 580) umgeben
ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das Probenkompartiment (160) im
Bereich seines oberen Endes (400) durch einen durchdringbaren Wandbereich (410) verschlossen
ist und in einem von dem Querschnitt des Probenkompartiments (160) abgedeckten Bereich
in dem Boden (130) des Probenbehälters eine Öffnung (135) vorhanden ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei in dem Probenkompartiment (560)
mittels einer Querwand (600) ein separater Bereich (660) ausgebildet ist, in dem zur
Behandlung des Probematerials geeignete Reagenzien (610), insbesondere in flüssiger
Form aufgenommen sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das Probenkompartiment (16, 160,
560) ein im Abstand zu dem Seitenwandbereich (12, 120, 520) des Probenbehälters (10,
100, 500) ausgebildeter Hohlzylinder ist, dessen unteres Ende an den Boden (13, 130,
530) des Probenbehälters (10, 100, 500) angrenzt.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die hygroskopische Substanz (19,
190, 590) ausgewählt ist aus der Gruppe umfassend Zeolith, Silikagel oder Molekularsieb.
1. A device for collection and storage of sample material comprising
- a sample container (10, 100, 500) for biological sample material (23, 230) comprising
an upper opening (11) which can be closed by a lid (14, 140, 540), a lateral wall
region (12, 120, 520) and a base (13, 130, 530) and a hygroscopic substance (19, 190,
590) contained in the interior of the sample container (10, 100, 500) for drying sample
material (23, 230) in the sample container (10, 100, 500), wherein the sample container
(10, 100, 500) is divided into at least two compartments (16, 160, 560; 18, 180, 580),
of which one is a sample compartment (16, 160, 560) and the other is a drying compartment
(18, 180, 580) containing the hygroscopic substance (19, 190, 590), and wherein the
hygroscopic substance (19, 190, 590) communicates via a steam exchange connection
with the interior of the sample container (10, 100, 500), and wherein the sample compartment
(16, 160, 560) extends in a flush manner from an upper end provided with an opening
(40, 400) in the longitudinal direction from the opening (40, 400) to the base (13,
130, 530) of the sample container (10, 100, 500) and is delimited by at least one
wall (17, 170, 570) formed in the sample container (10, 100, 500), wherein the sample
container (10, 100, 500) is closed by means of a penetrable lid (14, 140, 540),
- a sample collection means (20, 200) which can be inserted with its one lower end
(21, 210) into the sample container (10, 100, 500), wherein the lower end (21, 210)
is arranged in the sample container (10, 100, 500) in a defined position above and
spaced apart from the upper opening (40, 400) of the sample compartment (16, 160,
560), and wherein at the lower end of the sample preparation means (20, 200) a cutting
or stamping device (22, 220) is provided, by which biological sample material (23,
230) can be obtained by passage of the lower end (21, 210) through tissue, and wherein
- the position of the cutting or stamping device (22, 220) on the lower end (21, 210)
of the sample collection means (20, 200) and the upper opening (40, 400) of the sample
compartment (16, 160, 560) in the sample container (10, 100, 500) are adapted to one
another in such a way that the sample material (23, 230) obtained by the cutting or
stamping device (22, 220) is located above the sample compartment (16, 160, 560) or
falls into the sample compartment after insertion of the sample preparation means
(20, 200) into the sample container (10, 100, 500).
2. The device according to claim 1, wherein the lower end (21, 210) of the sample collection
means (20, 200) closes the sample container (10, 100, 500) after the insertion.
3. The device according to claim 1 or 2, wherein in the sample container (10, 100, 500)
the sample compartment (16, 160, 560) is surrounded by the drying compartment (18,
180, 580).
4. The device according to one of claims 1 to 3, wherein the sample compartment (160)
is closed in the region of its upper end (400) by a penetrable wall region (410) and
an opening (135) is provided in the base (130) of the sample container in a region
covered by the cross-section of the sample compartment (160).
5. The device according to one of claims 1 to 3, wherein a separate region (660) in which
reagents (610), in particular in liquid form, which are suitable for the processing
of the sample material are received, is formed in the sample compartment (560) by
means of a transverse wall (600).
6. The device according to one of claims 1 to 5, wherein the sample compartment (16,
160, 560) is a hollow cylinder which is spaced apart from a side wall region (12,
120, 520) of the sample container (10, 100, 500) and of which the lower end borders
the base (13, 130, 530) of the sample container (10, 100, 500).
7. The device according to one of claims 1 to 6, wherein the hygroscopic substance (19,
190, 590) is selected from the group consisting of zeolite, silica gel and molecular
sieve.
1. Dispositif de collecte et de stockage d'un échantillon de matière, comprenant
- un récipient d'échantillon (10, 100, 500), destiné à un échantillon de matière biologique
(23, 230), qui comporte une ouverture supérieure (11) pouvant être fermée par un couvercle
(14, 140, 540), une zone de paroi latérale (12, 120, 520) et un fond (13, 130, 530)
et une substance hygroscopique (19, 190, 590) contenue à l'intérieur du récipient
d'échantillon (10, 100, 500) et destinée à la dessiccation de l'échantillon de matière
(23, 230) dans le récipient d'échantillon (10, 100, 500), le récipient d'échantillon
(10, 100, 500) étant divisé en au moins deux compartiments (16, 160, 560 ; 18, 180,
580) dont l'un est un compartiment d'échantillon (16, 160, 560) et l'autre un compartiment
de dessiccation (18, 180, 580) qui contient la substance hygroscopique (19, 190, 590),
et la substance hygroscopique (19, 190, 590) étant en relation d'échange de vapeur
avec l'intérieur du récipient d'échantillon (10, 100, 500), et le compartiment d'échantillon
(16, 160, 560) s'étendant en alignement depuis une extrémité supérieure, pourvue d'une
ouverture (40, 400), par référence à la direction longitudinale de l'ouverture (40,
400), jusqu'au fond (13, 130, 530) du récipient d'échantillon (10, 100, 500) et étant
délimité par au moins une paroi (17, 170, 570) formée dans le récipient d'échantillon
(10, 100, 500), le récipient d'échantillon (10, 100, 500) comportant un couvercle
traversable (14, 140, 540).
- un moyen de collecte d'échantillons (20, 200) qui peut être inséré par son extrémité
inférieure (21, 210) dans le récipient d'échantillon (10, 100, 500), l'extrémité inférieure
(21, 210) étant disposée ensuite à une position définie au-dessus et à distance de
l'ouverture supérieure (40, 400) du compartiment d'échantillon (16, 160, 560) dans
le récipient d'échantillon (10, 100, 500) et un moyen de coupe ou de perforation (22,
220), qui permet de collecter un échantillon de matière biologique (23, 230) lors
du passage de l'extrémité inférieure (21, 210) à travers le tissu, étant disposé à
l'extrémité inférieure du moyen de collecte d'échantillon (20, 200) et
la position du moyen de coupe ou de perforation (22, 220) à l'extrémité inférieure
(21, 210) du moyen de collecte d'échantillon (20, 200) et l'ouverture supérieure (40,
400) du compartiment d'échantillon (16, 160, 560) dans le récipient d'échantillon
(10, 100, 500) étant ajustées l'une à l'autre de sorte que l'échantillon de matière
(23, 230) collecté avec le moyen de coupe et de perforation (22, 220) se trouve au-dessus
du compartiment d'échantillon (16, 160, 560) ou tombe dans celui-ci après insertion
du moyen de collecte d'échantillon (20, 200) dans le récipient d'échantillon (10,
100, 500).
2. Dispositif selon la revendication 1, dans lequel l'extrémité inférieure (21, 210)
du moyen de collecte d'échantillon (20, 200) ferme le récipient d'échantillon (10,
100, 500) après l'insertion.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, dans lequel, dans le récipient d'échantillon
(10, 100, 500), le compartiment d'échantillon (16, 160, 560) est entouré par le compartiment
de dessiccation (18, 180, 580).
4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, dans lequel le compartiment d'échantillon
(160) est fermé, dans la zone de son extrémité supérieure (400), par une zone de paroi
traversable (410) et une ouverture (135) est ménagée dans le fond (130) du récipient
d'échantillon dans une zone couverte par la section transversale du compartiment d'échantillon
(160).
5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, dans lequel une zone séparée (660),
dans laquelle des réactifs (610), appropriés au traitement de l'échantillon de matière,
sont placés en particulier sous forme liquide, est formée dans le compartiment d'échantillon
(560) au moyen d'une paroi transversale (600).
6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 5, dans lequel le compartiment d'échantillon
(16, 160, 560) est un cylindre creux qui est formé à une certaine distance de la zone
de paroi latérale (12, 120, 520) du récipient d'échantillon (10, 100, 500) et dont
l'extrémité inférieure est adjacente au fond (13, 130, 530) du récipient d'échantillon
(10, 100, 500).
7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, dans lequel la substance hygroscopique
(19, 190, 590) est choisie dans le groupe comportant une zéolite, un gel de silice
ou un tamis moléculaire.