[0001] Die Erfindung betrifft eine Zange wie einen Mittenschneider oder einen Seitenschneider
mit an Zangenschenkeln ausgebildeten, einen Arbeitsbereich aufweisenden Zangenbacken,
wobei die Griffbereiche aufweisenden und sich überkreuzend ausgebildeten Zangenschenkel
um durch eine Lasche verbundene Lagerbolzen schwenkbar gelagert sind und die Zangenbacken
arbeitsbereichseitig der Lasche und der Kreuzungsbereich der Zangenschenkel auf der
anderen Seite der Lasche ausgebildet sind. Hiermit sind insbesondere hochübersetzte
Zangen angesprochen, zu denen auch Zangen wie Presszangen und Crimpzangen zählen.
[0002] Eine derartige Zange ist beispielsweise aus der
EP 331 927 B1 bekannt. Der Offenbarungsgehalt dieser Druckschrift wird hiermit hinsichtlich des
grundsätzlichen Aufbaus der Zange, insbesondere auch hinsichtlich des Zahnlückeneingriffs
und des Verlaufs der Zangenschenkel sowie des grundsätzlichen Zusammenhaltes mittels
einer Lasche, vollinhaltlich in die Offenbarung vorliegender Anmeldung mit einbezogen,
auch zu dem Zweck, Merkmale der vorbekannten Druckschrift in Ansprüche vorliegender
Anmeldung mit einzubeziehen. Zum Stand der Technik ist auch auf die
US 2 806 394 A zu verweisen.
[0003] Aus der
US 6 918 324 B2 ist eine Zange mit einem Gewerbebolzen bekannt, um welchen die Zangenschenkel schwenkbar
sind. Die Griffbereiche sind gelenkig an vom Gewerbebolzen sich griffseitig erstreckenden
Abschnitten angelenkt, für eine Verschwenkung quer zur Schwenkebene der Zangenschenkel.
Bei der aus der
US 7 249 752 B1 bekannten Zange ist in gleicher Weise eine Verschwenkbarkeit der Zangenschenkel um
nur einen Gewerbebolzen vorgesehen. Die Überkreuzung der Zangenschenkel ist im Gewerbebereich
ausgebildet.
[0004] Aus der
US 1 034 345 A ist ein Schneidwerkzeug bekannt, bei welchem keine Überkreuzung von Griffschenkeln
vorgesehen ist. Ein vergleichbares Schneidwerkzeug ist auch aus der
US 509 125 bekannt, wobei hier zwar eine Abbiegung von Griffschenkeln vorgesehen ist, aber wiederum
keine Überkreuzführung von Schenkeln.
[0005] Ausgehend von dem zunächst genannten Stand der Technik stellt sich der Erfindung
die Aufgabe, eine derartige Zange hinsichtlich vorteilhafter Handhabbarkeit anzugeben.
[0006] Diese Aufgabe ist beim Gegenstand des Anspruches 1 gelöst, wobei darauf abgestellt
ist, dass griffseitig bezüglich der Lasche in den Zangenschenkeln eine Abwinklung
ausgebildet ist in welcher hierdurch geschaffene unterschiedliche Schwenkebenen der
Zangenschenkel sich kreuzen, wobei in einer Schwenkebene die Griffbereiche und in
einer anderen Schwenkebene sich arbeitsbereichseitig der Abwinklung erstreckende Bereiche
der Zangenschenkel verlaufen und dass der Überkreuzungsbereich der Zangenschenkel
griffseitig der Abwinklung verläuft.
[0007] Aufgrund der Abwinklung ergibt sich eine vorteilhaft günstige und verbesserte Handhabbarkeit,
etwa in dem Falle, dass die Zange so angesetzt werden muss, dass die den Griffbereich
umfassenden Finger des Benutzers bereits mit einer Unterlage oder einem Einbau kollidieren
würden. Die Abwinklung ermöglicht ein vorteilhaftes Auseinanderfallen der Arbeitsebene
und der Ebene bzw. des Höhenbereiches, indem die Finger des Benutzers die Griffe umfassen.
Dadurch, dass die Abwinklung griffseitig der Lasche ausgeformt ist, kann der Schneidenbereich
und auch der Laschenbereich der bekannten Zange unverändert bleiben. Die günstigen
Schneideigenschaften etwa im Falle eines Mitten- oder Seitenschneiders bleiben erhalten.
Insbesondere ist auch ober- und unterseitig ein günstiger Schneidfreiraum gegeben.
Der Überkreuzungsbereich der Zangenschenkel verläuft griffseitig der Abwinklung. Die
Griffbereiche laufen also in einer Seitenansicht zusammen mit dem Überkreuzungsbereich
der Zangenschenkel praktisch geradlinig durch. Zu der Lasche zu ist sodann, bevorzugt
aufgrund einer Biegeverformung, in dem auch bevorzugt materialeinheitlich durchlaufenden
Zangenschenkel die Abwinklung realisiert, so dass der sich anschließende Bereich der
Zangenschenkel, der auch zusammengefasst als Kopfbereich der Zange anzusprechen ist,
gegenüber dem kombinierten Bereich der Griffbereiche und des Überkreuzungsbereichs
sich in einer anderen Schwenkebene erstreckt.
[0008] Die Zangenbacken können auch nur mit einer, einseitig angeordneten Lasche zusammengehalten
sein. Hiermit ist ein Aufsetzen der Zangenbacke unmittelbar auf den Arbeitsuntergrund
ermöglicht, wenn die eine Lasche oberseitig angeordnet ist. Grundsätzlich kann die
eine Lasche auch unterseitig angeordnet sein und so im oberseitigen Bereich die günstige
Heranführung an ein Werkstück oder die Einführung in einen Arbeitsraum ermöglichen.
[0009] Weiter bevorzugt sind an der Zange auch nur zwei unterschiedliche Schwenkebenen ausgebildet.
[0010] Weiter ist bevorzugt, dass die Lasche auf der Innenseite angeordnet ist, wenn eine
Abwinklung vorgesehen ist. Dies bedeutet auf der Winkel-Innenseite in der Seitenansicht.
Also in dem Raum, der den kleineren Winkel einschließt.
[0011] Weiter ist auch bevorzugt, dass die der Lasche gegenüberliegenden Rückseiten der
Zangenbacken eine gemeinsame Auflagefläche bilden, die aufgrund von Aufbautenfreiheit
in eine unmittelbare Anlage an ein Werkstück oder eine Unterlage gelangen kann. Die
Rückseiten der Zangenbacken, welche grundsätzlich, wie oben auch angesprochen, die
"Oberseiten" sein können, gehen hierbei bevorzugt fluchtend ineinander über, bilden
also jedenfalls in einem wesentlichen Teil der Rückseitenfläche eine gemeinsame Auflageebene
aus. In diese Auflageebene kann auch ein Teil oder die gesamte Überkreuzungsbereich-Rückseite
eines Zangenschenkels im Überkreuzungsbereich einbezogen sein. Aufgrund der kreuzenden
Anordnung dieser Rückseite des Zangenschenkels in dem genannten Bereich ergibt sich
auch eine zusätzliche Auflage-Stabilisierung.
[0012] Die Lagerung der Zangenbacken ist weiter mittels eines die Zangenbacken zueinander
fesselnden Zahnlücken-Eingriffs gebildet. Dieser Zahnlückeneingriff ist bevorzugt
durch einen Walzenkörper gebildet. Dieser Walzenkörper kann an eine der Zangenbacken
angeformt sein oder auch als gesondertes Teil, dann bevorzugt als grundsätzlich zylinderartiger
Bolzen, vorgesehen sein.
[0013] Bei Ausbildung des Zahnlückeneingriffs durch den gesonderten Bolzen ist weiter bevorzugt,
dass dieser Lagerbolzen gestuft ausgebildet ist. Eine solche gestufte Ausbildung ermöglicht
es, den Lagerbolzen auch bei Anordnung nur einer Lasche formschlüssig zu haltern.
Während er an einer Bewegung in eine Richtung durch die Lasche gehindert ist, ist
er an einer Bewegung - in Richtung seiner Längsachse - in der anderen Richtung durch
die Abstufung gehindert. Die Abstufung muss nicht im Sinne einer sich dann anschließenden
durchgehenden Durchmesserverringerung gebildet sein. Sie kann auch lediglich durch
eine Nut gebildet sein, in die etwa ein Vorsprung der Zangenbacken eingreift.
[0014] In allgemeinerer Form ist vorgesehen, dass eine Formschlusshalterung des Lagerbolzens
zum einen durch Zusammenwirkung mit der Lasche und zum anderen durch Zusammenwirken
mit den Zangenbacken erreicht ist.
[0015] Hinsichtlich der Halterung der bevorzugt einen Lasche mittels der Lagerbolzen ist
weiter bevorzugt vorgesehen, dass diese nietartig in den Zangenbacken gehaltert sind.
Hierbei kann weiter eine Stirnfläche eines der Lagerbolzen einen Teilbereich einer
Rückseitenfläche einer Zangenbacke bilden oder dieser gegenüber versetzt angeordnet
sein. Letzteres dann bevorzugt in dem Sinne, dass sich ein Rücksprung gegenüber der
Rückseitenfläche ergibt. Der andere Endbereich des Lagerbolzens kann nietkopfartig
geformt sein.
[0016] Nachstehend ist die Erfindung des Weiteren anhand der beigefügten Zeichnung, die
jedoch lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellt, erläutert. Hierbei zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht der Zange;
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf die Zange;
- Fig. 3
- eine Ansicht gemäß Fig. 2 betreffend die Rückseite;
- Fig. 4
- einen Querschnitt durch den Gegenstand der Fig. 3, geschnitten entlang der Linie IV-IV;
- Fig. 5
- eine Seitenansicht der Zange, betreffend den Kopfbereich, mit einem Teilabschnitt
der sich griffbereichseitig an die Lasche anschließenden Zangenschenkel, mit einer
ersten Anordnung der Abwinklung;
- Fig. 6
- eine Darstellung gemäß Fig. 5, mit einer zweiten Anordnung der Abwinklung;
- Fig. 7
- eine Darstellung der Zange in geöffnetem Zustand;
- Fig. 8
- eine Darstellung gemäß Fig. 6 die Rückseite darstellend.
[0017] Dargestellt und beschrieben ist eine als Mittenschneider ausgebildete Zange 1 mit
zwei Zangenschenkeln, die Griffbereiche 2, 3 ausbilden, welche Griffbereiche 2, 3
sich jeweils zunächst in einen Überkreuzungsbereich K der Zangenschenkel und dann
in eine Zangenbacke 4, 5 materialeinheitlich fortsetzen. Die Zangenschenkel sind Schmiedestücke.
Jeder Griffbereich 2, 3 bzw. Zangenbacke 4, 5 ist auf einem Lagerbolzen 6, 7 drehgelagert.
Die Lagerbolzen 6, 7 erstrecken sich quer zu einer Verschwenkebene der Zangenbacken
im vorderen Schneidenbereich der Zangenbacken.
[0018] Die Griffbereiche 2, 3 überkreuzen sich gelenkzapfenfrei bevor sie, entsprechend
nach Änderung ihrer Seiten-Relativlage zueinander, in den Bereich der die Gelenkbolzen
7, 6 verbindenden Lasche 8 übergehen. Die Lagerbolzen 6, 7 durchsetzen querschnittsangepasste
Durchgangsbohrungen der Lasche 8. Die Lasche 8, die nur einseitig, gemäß Fig. 1 auf
der Oberseite der dort dargestellten Zange, angeordnet ist, ist plattenartig ausgebildet.
Die im Wesentlichen lang rechteckig gestaltete Lasche 8 erstreckt sich mit ihrer längeren
Seite quer zur Längserstreckung der Griffbereiche 2, 3.
[0019] Zur Fixierung der Lagerbolzen 6, 7 weisen diese einseitig (vgl. etwa Fig. 4) Köpfe
9 auf und anderseitig Nietausformungen 10. Die Köpfe sind kegelstumpfförmig gestaltet.
Die Nietausformungen quer verrundet.
[0020] Im Bereich der den Arbeitsbereich der Zangenbacken 4, 5 bildenden, gegeneinander
gerichteten Schneiden 11, 12 weist die Lasche 8 eine ausgerundete Nische 13 auf. Letzteres
beispielsweise vorteilhaft im Hinblick auf eine zentrierende Wirkung für einen zu
schneidenden Gegenstand wie beispielsweise Draht.
[0021] Die Zangenbacken 4, 5 sind ersichtlich arbeitsbereichseitig der Lasche 8 ausgebildet
während der Kreuzungsbereich K der Zangenschenkel auf der anderer Seite der Lasche
8, griffbereichsseitig der Lasche 8, ausgebildet ist.
[0022] Im gleichen Abstand zu den Lagerbolzen 6, 7 ist zwischen diesen ein Walzenkörper
14, vgl. etwa Figuren 3, 4 und 7, eingelagert. Der Walzenkörper 14 bildet eine Art
Zahnlückeneingriff zwischen den Schneidbacken 11 und 12. Der Walzenkörper 14 ist grundsätzlich
zylindrischer Gestalt. Seine Kanten sind gefast.
[0023] Die axiale Länge des Walzenkörpers 14 entspricht etwa dem lichten Abstand der Unterseite
der Lasche 8 bis zur durch die Rückseite der Zangenbacken 4, 5 gebildeten Auflagefläche
15, siehe etwa Figuren 4 bis 6. Bevorzugt ist die Länge etwas geringer. Der somit
sich quer zu den Schneiden 11, 12 erstreckende zylinderförmige Walzenkörper 14 sitzt
je anteilig in einer entsprechend aus zwei Höhlungsabschnitten 16, 17, siehe etwa
Fig. 8, der Schneiden 11, 12 gebildete Durchdringungshöhlung. Da die Schneiden 11,12
keilförmig gestaltet sind und der Walzenkörper 14 zylindrischer Gestalt ist, weisen
die Höhlungsabschnitte 16, 17 beim Ausführungsbeispiel eine linsenförmige Wandungskontur
auf.
[0024] Wie aus einem Vergleich etwa der Figuren 1 und 7 hervorgeht, wandert der Walzenkörper
14 beim Öffnen der Zange optisch nach vorne und tritt teilweise unter der Lasche 8
hervor. Tatsächlich bewegt sich aber die Lasche 8 etwas nach hinten, vgl. auch Figuren
3 und 8 betreffend die Unteransicht.
[0025] Der Walzenkörper 14 kann nicht nur als gesondertes Teil ausgebildet sein, wie beim
Ausführungsbeispiel, sondern auch mit einer der Zangenbacken fest verbunden oder sogar
integral mit dieser hergestellt sein. Nur die andere Zangenbacke weist dann die Ausnehmung
16 auf.
[0026] Der griffseitig hinter der Lasche 8 anschließende verkröpfte Kreuzungsbereich K der
Griffbereiche 2, 3 ist gegenüber der Griff- und Backenzone deutlich verbreitert (siehe
etwa Draufsicht gemäß Fig. 1). In der Regel liegen die Flächen der Zangenschenkel
in diesem Überkreuzungsbereich K aber nicht aufeinander auf, sondern bewegen sich
mit Abstand zueinander.
[0027] Bezogen auf eine Seitenansicht, wie sie etwa in den Figuren 5 und 6 dargestellt ist,
ist die Abwinklung A jeweils griffseitig der Lasche 8 ausgebildet. Hierdurch verlaufen
die sich beidseitig an die Abwinklung A anschließenden Abschnitt der Zangenschenkel
in unterschiedlichen Schwenkebenen E1-E1 bzw. E2-E2. Die Schwenkebenen E1-E1 und E2-E2
kreuzen sich im Bereich der Abwinklung A .
[0028] Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 5 (die Figuren 1 bis 3 und 7, 8 beziehen sich auch
jeweils auf diese Ausführungsform) verlaufen die in der Seitenansicht insgesamt einheitlich
plattenförmig erscheinenden Zangenbacken und der sich unterhalb der Lasche 8 erstreckende
Bereich der Zangenschenkel in der Schwenkebene E1-E1 während der Überkreuzungsbereich
K zusammen mit den Griffbereichen 2, 3 sich in der Schwenkebene E2-E2 erstreckt. Die
Ebenen E1-E1 und E2-E2 schließen miteinander einen Winkel Alpha ein, der geringer
als 180° ist.
[0029] Die jeweilige Abwinklung A ist in weiterer Einzelheit durch eine Biegeverformung
18 geschaffen. Die Biegeverformung 18 ist in dem gegenüber den Griffbereichen 2, 3
deutlich reduzierten Dickenbereich der Zangenschenkel realisiert. Im Fall der Ausführungsform
gemäß Fig. 5 auch - gesehen von der Lasche 8 aus - vor der in einem Zangenschenkel
ausgebildeten Stufe S, die einerseits zur Überkreuzung der Zangenschenkel erforderlich
ist, andererseits, bei dem anderen Zangenschenkel, siehe etwa Fig. 1, als stabilisierende
Materialanhäufung vorgesehen ist. Zur Abbiegung ist also in diesem Fall der kerbteilartige
Einschnitt zwischen der Lasche und der Stufe S bzw. der diesbezüglichen Materialanhäufung
des anderen Zangenschenkels genutzt.
[0030] Die Dickenreduzierung beträgt 10 bis 70 %, bevorzugt etwa 40 bis 50 % der Dicke im
Griffbereich 2,3. Hierbei sind bezogen auf den größeren Prozentbereich auch alle Zwischenwerte
in die Offenbarung mit eingeschlossen.
[0031] Die Zange 1 besitzt nur eine Lasche 8. Diese Lasche 8 ist bezogen auf den Winkel
Alpha, vgl. Figuren 5, 6, der die Abwinklung A jeweils charakterisiert, im Winkelinnenraum
angeordnet.
[0032] Auf der der Lasche 8 gegenüberliegenden Seite, der Rückseite der Zangenbacken 4,
5 bilden die Zangenbacken 4, 5 eine gemeinsame ebene Auflagefläche 15. Diese Auflagefläche
15 erstreckt sich beim Ausführungsbeispiel, wie ersichtlich, über praktisch den ganzen
Querbereich der zusammengefassten Zangenbacken 4, 5 und in Längsrichtung der Zange
von einer Spitze 19 bis zur Abwinklung A. Diese Auflageebene ist auch aufbautenfrei.
Sie ist also nicht etwa gestört durch überstehende Zapfenabschnitte oder Nietköpfe.
Sie ist daher für eine unmittelbare Anlage an einem Werkstück oder eine Auflage auf
eine Unterlage geeignet.
[0033] Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 6 ist auch der Überkreuzungsbereich K, bzw. die
diesbezügliche Rückseite, in die Auflagefläche 15 einbezogen. Dagegen ist beim Ausführungsbeispiel
der Fig. 5 nur der sich von der Spitze 19 bis zur Abwinklung A erstreckende Rückseitenbereich
der Zangenschenkel bzw. der hiervon gebildeten Zangenbacken 4, 5 in die Auflagefläche
15 einbezogen.
[0034] In weiterer Einzelheit ist von Bedeutung, dass der Winkel Alpha zwischen 110° und
175° liegt. Bevorzugt zwischen 150° und 165°, wobei hierbei sämtliche Gradzahlen auch
Bruchteile von Gradzahlen, des genannten ersten Bereiches in die Offenbarung eingeschlossen
sind.
[0035] Die genannten Köpfe 9 der die Lasche 8 durchsetzenden Lagerbolzen 6, 7 bilden eine
ebenflächige untere, nach außen liegende Begrenzungsfläche aus, die ebenfalls in der
genannten Auflagefläche 15 einliegt oder dieser gegenüber, in Richtung der Lasche
8 gegebenenfalls etwas zurückversetzt ist.
[0036] In gleicher Weise bildet der Walzenkörper 14 eine untere Stirnfläche aus, die ebenfalls
in der Auflagefläche 15 einliegt oder, wie beim Ausführungsbeispiel, dieser gegenüber
leicht in Richtung der Lasche 8 zurückversetzt ist.
[0037] Der Walzenkörper 14 selbst ist abgestuft ausgebildet. Er besitzt einen oberen durchmessergrößeren
Bereich 14a und einen unteren durchmesserkleineren Bereich 14b, siehe Fig. 4.
[0038] Da der Übergang zwischen den Bereichen 14a und 14b auf einer entsprechenden Schulter
20 der Zangenbacken 4, 5 aufliegt und andererseits, wie schon erwähnt, der Walzenkörper
14 nach oben durch die Lasche 8 überdeckt ist, ist der Walzenkörper14 somit formschlüssig
im Zangenkopf gefangen.
1. Zange (1) wie Mittenschneider oder Seitenschneider mit an Zangenschenkeln ausgebildeten,
einen Arbeitsbereich aufweisenden Zangenbacken (4, 5), wobei die Griffbereiche (2,
3) aufweisenden und sich überkreuzend ausgebildeten Zangenschenkel um durch eine Lasche
(8) verbundene Lagerbolzen (6, 7) schwenkbar gelagert sind und die Zangenbacken arbeitsbereichseitig
der Lasche (8) und der Kreuzungsbereich (K) der Zangenschenkel auf der anderen Seite
der Lasche (8) ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, dass bezogen auf eine Seitenansicht, griffseitig bezüglich der Lasche (8) in den Zangenschenkeln
eine Abwinklung (A) ausgebildet ist in welcher hierdurch geschaffene unterschiedliche
Schwenkebenen (E1-E1) bzw. (E2-E2) der Zangenschenkel sich kreuzen, wobei in einer
Schwenkebene (E2-E2) die Griffbereiche (2, 3) und in einer anderen Schwenkebene (E1-E1)
sich arbeitsbereichseitig der Abwinklung (A) erstreckende Bereiche der Zangenschenkel
verlaufen, und dass der Überkreuzungsbereich (K) der Zangenschenkel griffseitig der
Abwinklung (A) verläuft.
2. Zange nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zangenbacken (4, 5) mit nur einer, einseitig angeordneten Lasche (8) zusammengehalten
sind.
3. Zange nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abwinklung durch eine Biegeverformung (18) gebildet ist.
4. Zange nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Lasche (8) auf der Innenseite, bezogen auf die Abwinklung, angeordnet ist.
5. Zange nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die der Lasche (8) gegenüberliegenden Rückseiten der Zangenbacken (4, 5) eine gemeinsame
ebenflächige Auflagefläche (15) bilden, die auf Grund von Aufbautenfreiheit in eine
unmittelbare Anlage an ein Werkstück oder eine Unterlage gelangen kann.
6. Zange nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflagefläche jedenfalls teilweise durch eine Überkreuzungsbereich-Rückseite
eines Zangenschenkels gebildet ist.
7. Zange nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein die Zangenbacken (4, 5) zueinander festsetzender Walzenkörper (14) vorgesehen
ist.
8. Zange nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Walzenkörper (14) durch die Lasche (8) zumindest teilweise überdeckt ist.
9. Zange nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Walzenkörper (14) gestuft ausgebildet ist.
10. Zange nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Lasche (8) mittels der Lagerbolzen (6, 7) in den Zangenbacken (4, 5) gehaltert
ist und dass eine Stirnfläche eines Lagerbolzens (6, 7) einen Teilbereich einer Rückseitenfläche
einer Zangenbacke (4, 5) bildet.
1. Pliers (1), such as a center cutter or a side cutter, having pliers jaws (4, 5) that
are formed on pliers limbs and have a working region, the pliers limbs, which have
gripping regions (2, 3) and are formed to cross over one another, being pivotably
mounted by bearing bolts (6, 7) that connect a cover plate (8), and the pliers jaws
being formed on the working region side of the cover plate (8) and the cross-over
region (K) of the pliers limbs being formed on the other side of the cover plate (8),
characterized in that a tangential bend (A), as seen in side view, is formed in the pliers limbs on the
gripping side relative to the cover plate (8), different pivot planes (E1-E1) and
(E2-E2) of the pliers limbs created thereby intersecting one another in the bend,
the gripping regions (2, 3) running in one pivot plane (E2-E2) and regions of the
pliers limbs extending on the working region side of the tangential bend (A) running
in another pivot plane (E1-E1), and that cross-over region (K) of the pliers limbs
runs on the gripping side of the tangential bend (A).
2. Pliers according to claim 1, characterized in that the pliers jaws (4, 5) are held together by only one cover plate (8), located on
one side.
3. Pliers according to one of the claims 1 or 2, characterized in that the tangential bend is formed by a bendingly formed portion (18).
4. Pliers according one of the claims 2 or 3, characterized in that the cover plate (8) is located on the inner side, with respect to the tangential
bend.
5. Pliers according to one of the claims 2 to 4, characterized in that the rear sides of the pliers jaws (4, 5), opposite from the cover plate (8), form
a common planar contact face (15), which can be directly engaged against a workpiece
or a base, because it is free of upstanding features.
6. Pliers according to claim 5, characterized in that the contact face is formed, in each case in part, by a rear side of the cross-over
region of a pliers limb.
7. Pliers according one of the claims 1 to 6, characterized in that a roller member (14) is provided, that fixes the pliers jaws (4, 5) to one another.
8. Pliers according to claim 7, characterized in that the roller member (14) is covered over, at least in part, by the cover plate (8).
9. Pliers according one of the claims 7 or 8, characterized in that the roller member (14) is of stepped form.
10. Pliers according one of the claim 1 to 9, characterized in that the cover plate (8) is held in the pliers jaws (4, 5) by means of the bearing bolts
(6, 7) and in that one end face of a bearing bolt (6, 7) forms a part region of a rear side face of
a pliers jaw (4, 5).
1. Pince (1), telle qu'une pince à coupe centrale ou une pince à coupe latérale, avec
des mâchoires de pince (4, 5) présentant une zone de travail et agencées sur des branches
de pince, dans laquelle les branches de pince, qui présentent des zones de poignée
(2, 3) et sont agencées de manière à se croiser, sont montées de manière pivotante
autour de pivots de palier (6, 7) reliés par une patte (8), les mâchoires de pince
sont agencées côté zone de travail de la patte (8) et la zone de croisement (K) des
branches de pince est agencée de l'autre côté de la patte (8), caractérisée en ce que, par rapport à une vue de côté, un coude (A) est formé dans les branches de pince
côté poignées par rapport à la patte (8) dans lequel se croisent différents plans
de pivotement des branches de pince ainsi créés (E1-E1), respectivement (E2-E2), dans
laquelle les zones de poignée (2, 3) s'étendent dans un plan de pivotement (E2-E2)
et des zones des branches de pince, situées côté zone de travail du coude (A), s'étendent
dans un autre plan de pivotement (E1-E1), et en ce que la zone de croisement (K) des branches de pince s'étend côté poignées du coude (A).
2. Pince selon la revendication 1, caractérisée en ce que les mâchoires de pince (4, 5) sont maintenues ensemble par une unique patte (8) agencée
d'un seul côté.
3. Pince selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisée en ce que le coude est formé par une déformation par pliage (18).
4. Pince selon l'une des revendications 2 ou 3, caractérisée en ce que la patte (8) est agencée sur le côté intérieur par rapport au coude.
5. Pince selon l'une des revendications 2 à 4, caractérisée en ce que les côtés arrière des mâchoires de pince (4, 5) situés à l'opposé de la patte (8)
forment une surface d'appui plane commune (15) qui peut entrer en contact direct avec
une pièce d'oeuvre ou un support du fait qu'elle est libre d'éléments saillants.
6. Pince selon la revendication 5, caractérisée en ce que la surface d'appui est formée au moins partiellement par un côté arrière de la zone
de croisement d'une branche de pince.
7. Pince selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce qu'est prévu un corps cylindrique (14) qui fixe ensemble les mâchoires de pince (4, 5).
8. Pince selon la revendication 7, caractérisée en ce que le corps cylindrique (14) est recouvert au moins partiellement par la patte (8).
9. Pince selon l'une des revendications 7 ou 8, caractérisée en ce que le corps cylindrique (14) est réalisé étagé.
10. Pince selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que la patte (8) est maintenue dans les mâchoires de pince (4, 5) au moyen des pivots
de palier (6, 7) et en ce qu'une surface frontale d'un pivot de palier (6, 7) forme une zone partielle d'une surface
arrière d'une mâchoire de pince (4, 5).