[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Druckvorrichtung gemäß Oberbegriff Patentanspruch
1 und dabei speziell auf eine Druckvorrichtung zum Bedrucken von Behältern unter Verwendung
wenigstens eines elektronisch oder digital ansteuerbaren Druckkopfes.
[0002] Das Bedrucken und insbesondere auch direkte Bedrucken von Behältern ist grundsätzlich
bekannt, speziell auch in der Form, dass das auf den jeweiligen Behälter aufgebrachte
vorzugsweise mehrfarbige Druckbild beispielsweise ähnlich einem herkömmlichen Etikett
ein wesentliches Element der Ausstattung des jeweiligen Behälters bildet. Verwendung
finden hierbei vielfach elektrostatische Druckköpfe, wie z.B. Tintenstrahl-Druckköpfe
oder Druckköpfe, die unter der Bezeichnung "Tonejet" bekannt sind, also Druckköpfe,
die nach den Tintenstrahldruck- oder Tonejet-Prinzip arbeiten und jeweils eine Vielzahl
von Einzeldüsen aufweisen, welche an einer aktiven Druckkopfseite in einer Druckkopflängsachse
in wenigstens einer Reihe auf einander folgend angeordnet und zur Abgabe von Tinte,
Druckfarbe und/oder beispielsweise Coatings und Schutzlacke individuell ansteuerbar
sind. Unter Tinte, Druckfarbe oder dergleichen ist im Sinne der Erfindung ganz allgemein
ein Betriebsmittel zu verstehen, mit dem unter Verwendung des Druckkopfes das jeweilige
Druckbild mit unterschiedlichen Qualitätsmerkmalen erzeugt wird.
[0003] Ein spezielles Problem insbesondere bei Druckvorrichtungen zum Bedrucken von Behältern
unter Verwendung von Druckköpfen, die nach dem Tintenstrahldruck- oder Tonejet-Prinzip
arbeiten, besteht darin, dass während des Druckvorgangs jeweils ein Teil der Druckfarbe
nicht auf den zu bedruckenden Bereich der Behälteraußenfläche gelangt, sondern in
die umgebende Luft versprüht wird und ein Aerosol aus fein verteilten Tinten- oder
Druckfarbenpartikel bildet. Diese versprühten Tinten- oder Druckfarbenpartikel lagern
sich dann in unerwünschter Weise u.a. auf Elementen der jeweiligen Druckvorrichtung
ab und verursachen dadurch Verschmutzungen, die nur mit einem hohen Reinigungsaufwand
wieder entfernt werden können.
[0004] Problematisch ist bei bekannten Druckvorrichtungen auch, dass speziell bei hohen
Leistungen die Behälter während des Bedruckens mit hohen Transportgeschwindigkeiten
bewegt werden, und zwar mit der Folge von starken Luftverwirbelungen oder -turbulenzen
an den Behältern, was zu einem Verwischen der Druckfarbe sowie zu Fehlern oder Qualitätsverlusten
beim Bedrucken führt.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Druckvorrichtung aufzuzeigen, die derartige Nachteile
vermeidet und ohne die Gefahr einer Verschmutzung der Druckvorrichtung durch Druckfarbe
hochqualitative Druckbilder sicherstellt. Zur Lösung dieser Aufgabe ist eine Druckvorrichtung
entsprechend dem Patentanspruch 1 ausgebildet.
[0006] Weiterbildungen, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung ergeben sich
auch aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen und aus den Figuren.
Dabei sind alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten Merkmale für sich oder
in beliebiger Kombination grundsätzlich Gegenstand der Erfindung, unabhängig von ihrer
Zusammenfassung in den Ansprüchen oder deren Rückbeziehung. Auch wird der Inhalt der
Ansprüche zu einem Bestandteil der Beschreibung gemacht.
[0007] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren an Ausführungsbeispielen erläutert.
Dies zeigen:
- Fig. 1
- In vereinfachter Darstellung und in Draufsicht eine Druckvorrichtung zum direkten
Bedrucken von Behältern, beispielsweise mit nach dem Tinten- strahldruck- oder Tonejet-Prinzip
arbeitenden Druckköpfen;
- Fig. 2
- in vereinfachter perspektivischer Darstellung mehrere der am Umfang ei- nes Rotors
vorgesehenen Druckpositionen;
- Fig. 3
- in vergrößerter perspektivischer Darstellung mehrere der am Umfang des Rotors vorgesehenen
Druckpositionen;
- Fig. 4
- in vergrößerter Teildarstellung und in Draufsicht zwei der am Umfang des Rotors vorgesehenen
Druckpositionen;
- Fig. 5
- Eine Darstellung ähnlich Fig. 2 bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung.
[0008] Die in den Figuren 1-4 allgemein mit 1 bezeichnete Druckvorrichtung dient zum direkten
Bedrucken von Behältern, die bei der dargestellten Ausführungsform Flaschen und dabei
speziell PET-Flaschen 2 sind.
[0009] Die Druckvorrichtung 1 umfasst u. a. einen um eine vertikale Maschinenachse Z umlaufend
(Pfeil A) antreibbaren Druckkreisel oder Rotor 3 , an dessen Umfang in gleichmäßigen
Winkelabständen um die Maschinenachse Z verteilt eine Vielzahl von Behandlungs- oder
Druckpositionen 4 gebildet sind.
[0010] Die zu bedruckenden Flaschen 2 werden einem, einen Einlaufstern 5 aufweisenden Behältereinlauf
der Druckvorrichtung 1 über einen äußeren Transporteur 6 aufrecht stehen, d.h. mit
ihrer Flaschenachse in vertikaler Richtung orientiert und in Förderrichtung B des
Transporteurs 6 aufeinander folgend zugeführt und gelangen über den Einlaufstand 5
an jeweils eine Druckposition 4. Die bedruckten Flaschen 2 werden der jeweiligen Druckposition
4 an einem einen Auslaufstern 7 aufweisenden Behälterauslauf entnommen und über einen
äußeren Transporteur 8 in dessen Förderrichtung C einer weiteren Verwendung zugeführt.
[0011] Jede Druckposition umfasst im wesentlichen einen Behälterträger, der bei der dargestellten
Ausführungsform von einem Flaschen- oder Behälterteller 9 gebildet ist und um seine
Behältertellerachse Y, die parallel zur Maschinenachse Z orientiert ist, gesteuert
dreh- oder schwenkbar ist (Pfeil D). Weiterhin umfasst jede Druckposition 4 einen
Stempel 10, mit dem die jeweilige Flasche 2 nach der Übergabe an die Druckposition
4 u.a. gegen Umfallen gesichert ist, und zwar durch Einspannen zwischen dem Behälterteller
9 und dem Stempel 10. Jeder Stempel 10 ist zum Sichern sowie zum Freigeben der jeweiligen
Flasche 2 in Drehtellerachse Y gesteuert ab- und aufbewegbar ist.
[0012] Die Druckposition 4 umfassen weiterhin jeweils eine hülsenartige Einhausung oder
Schutzhülse 11, die bei der Druckvorrichtung 1 jeweils dreiteilig ausgebildet ist
und im geschlossenen Zustand die an der betreffenden Druckposition 4 vorgesehene Flasche
2 auf ihrer gesamten Höhe mit Abstand umschließt und aufnimmt. Jede Schutzhülse 11
umfasst ein Einhausungs- oder Schutzhülsenelement 11.1, welches beispielsweise drehfest,
d.h. mit dem jeweiligen Behälterteller 9 nicht mitdrehend am Rotor 3 vorgesehen und
mit der Krümmungsachse seiner teilkreiszylinderförmigen Innen- und Außenfläche achsgleich
mit der Behältertellerachse Y des zugehörigen Behältertellers angeordnet ist, und
zwar in Bezug auf die Maschinenachse Z gegenüber der zugehörigen Behältertellerachse
Y radial nach innen versetzt. Am oberen Rand ist jedes Schutzhülsenelement 11.1 mit
einem kreisscheibenförmigen Einhausungs- oder Schutzhülsenelement 11.2 verbunden,
welches achsgleich mit der Behältertellerachse Y angeordnet Teil des Stempels 10 ist
oder mit diesem verbunden ist.
[0013] Jede Schutzhülse 11 umfasst weiterhin ein Einhausungs- oder Schutzhülsenelement 11.3,
welches bezogen auf die Maschinenachse Z gegenüber Behältertellerachse Y radial nach
Außen versetzt ist und zum Schließen und Öffnen der jeweiligen Schutzhülse 11 in einer
Achsrichtung parallel zur Maschinenachse Z gesteuert ab- und aufbewegbar ist, dies
in der Figur 2 mit den Pfeilen E und F angedeutet ist.
[0014] An jeder Druckposition 4 sind im inneren Schutzhülsenelement 11.1 in Drehrichtung
D des Behältertellers 9 aufeinanderfolgend ein Druckkopf 12 zur Erzeugung eines Mehrfarben-Druckbildes
auf einem zum Aufbringen dieses Druckbildes vorgesehenen Bereich der Außenfläche der
jeweiligen Flasche 2 sowie auf diesen Druckkopf 12 folgend eine Einrichtung 13 zum
Fixieren der Druckfarbe vorgesehen. Der Druckkopf 12 besteht aus mehreren Einzeldruckköpfen,
die jeweils digital oder elektronisch ansteuerbar sind und z.B. nach dem Tonejet-Prinzip
oder -Verfahren arbeiten, d.h. jeder Einzeldruckkopf besitzt eine Vielzahl von Düsenöffnungen
zum Ausbringen der jeweiligen Druckfarbe, die in wenigstens einer Reihe parallel oder
im wesentlichen parallel zur Behältertellerachse Y angeordnet und zum Ausbringen der
Druckfarbe individuell ansteuerbar sind. Der Druckkopf 12 ist dabei so angeordnet,
dass die Druckrichtung des Druckkopfes 12, d. h. die Richtung, in der die Druckfarbe
aus dem Druckkopf 12 bzw. den Einzeldruckköpfen ausgebracht wird, radial oder im wesentlichen
radial zur Maschinenachse Z orientiert ist, so dass das Ausbringen der Druckfarbe
auf die jeweilige Flasche 2 durch die bei umlaufendem Rotor 3 erzeugten Zentrifugalkräfte
unterstützt wird.
[0015] Zur Erzeugung der unterschiedlichen Farbauszüge enthalten die Einzeldruckköpfe Druckfarben
unterschiedlicher Farbgebung, beispielsweise Rot, Blau, Gelb und Schwarz. Das jeweilige
Druckbild bzw. dessen einzelne Farbsätze werden durch Ansteuerung des Druckkopfes
12 bzw. der Einzeldruckköpfe entsprechend einer elektronisch in einem Rechner abgelegten
Druckvorlage erzeugt, und zwar bei über den jeweiligen Behälterteller 3 um die Behältertellerachse
Y und damit um die Flaschenachse gesteuert gedrehte Flasche 2.
[0016] Im einzelnen erfolgt das Bedrucken der Flaschen 2 z.B. derart, dass jede Flasche
2 bei geöffneter Schutzhülse 11, d. h. bei entsprechend angehobenem Schutzhülsenelement
11.3 an die betreffende Druckposition 4 übergeben wird. Unmittelbar bei dieser Übergabe,
d.h. dann, wenn die jeweilige Flasche 2 noch im Einlaufstern 5 gehalten ist, erfolgt
durch Absenken des Stempels 10 das Sichern der Flasche 2 gegen Umfallen sowie auch
das Zentrieren der Flasche 2 in der Form, dass die Flaschenachse achsgleich mit der
Behältertellerachse Y des entsprechenden Behältertellers 9 angeordnet ist. Auf einem
ersten, an den Behältereinlauf anschließenden Winkelbereichen Drehbewegung des Rotors
3 erfolgt dann das Schließen der jeweiligen Schutzhülse 11 durch gesteuertes Absenken
des Schutzhülsenelementes 11.3. Auf einem weiteren Winkelbereich der Drehbewegung
des Rotors 3 erfolg bei geschlossener Schutzhülse 11 das Bedrucken der jeweiligen
Flasche 2, und zwar beispielsweise in der Form, dass bei jeder vollen Umdrehung der
Flasche 2 um ihre Flaschenachse ein Farbsatz des Druckbildes mit dem Druckknopf 12
bzw. mit dem diesem Farbsatz zugeordneten Einzeldruckkopf aufgebracht und dieser Farbsatz
anschließend mit der Einrichtung 13 fixiert wird, und zwar beispielsweise durch Trocknen
oder einen entsprechenden Energieeintrag in Form von Wärmeenergie, z.B. von Warmluft
oder Infrarot-Strahlung, von UV-Strahlung, von Mikrowellenenergie usw. Im Anschluss
daran erfolgt bei einer weiteren Umdrehung der Flasche 2 um ihre Flaschenachse das
Aufbringen des nächsten Farbsatzes mit dem Druckkopf 12 und das anschließende Fixieren
diese Farbsatzes mit der Einrichtung 13 usw.
[0017] Grundsätzlich sind auch andere Methoden des Aufbringens der einzelnen Farbsätze des
Mehrfarbigen Druckbildes möglich, beispielsweise in der Weise, dass in einem einzigen
Druckprozess bereits das Mehrfarbendruckbild mit einem Druckkopf 12 oder mehreren,
am Behälterumfang orientierten Druckköpfen, einem so genannten "wet in wet printing",
erzeugt und anschließend an der Einrichtung 13 fixiert wird.
[0018] Unabhängig von der Art des Druckverfahrens gelangt ein Teil der Druckfarbe nicht
auf die jeweils zu bedruckende Fläche der Flaschen 2, sondern bildet mit der die Flasche
2 umgebenden Luft ein Aerosol, welches die die Druckfarbe versprüht enthält und zu
einer starken Verschmutzung der Druckvorrichtung 1 mit Druckfarbe führen würde. Um
dies zu vermeiden, erfolgt das Bedrucken jeder Flasche 2 bei geschlossener Schutzhülse
11. Zum Absaugen von versprühter Druckfarbe ist eine Absaugeinrichtung vorgesehen,
die bei der dargestellten Ausführungsform mehrere an dem oberen Schutzhülsenelement
11.2 in den Innenraum der jeweiligen Schutzhülse 11 mündende Absaugrohre 14 umfasst.
Diese sind jeweils über Sammelrohre oder - leitungen 15 mit einer für sämtliche Druckpositionen
4 gemeinsamen Absaugvorrichtung verbunden. Um das Absaugen der versprühten Druckfarbe
zu ermöglichen, ist jede Schutzhülse 11 so ausgebildet, dass am unteren Rand der geschlossenen
Schutzhülse eine schlitzförmige Öffnung für einen Luftstrom (Zuluft) in den Schutzhülseninnenraum
verbleibt.
[0019] Durch das Absaugen der in den Innenraum der Schutzhülse 11 versprühten Druckfarbe
wird insbesondere auch verhindert, dass sich Druckfarbenpartikel unkontrolliert an
der Außenfläche der jeweiligen Flasche 2 anlagern und damit das optische Erscheinungsbild
der Flasche 2 beeinträchtigen können.
[0020] Um den Anteil an versprühter Druckfarbe zu reduzieren und um die Qualität bzw. die
Schärfe des Druckbildes zu erhöhen ist an der Innenseite jedes Schutzhülsenelementes
11.1 in Drehrichtung D des Behältertellers 9 vor dem Druckkopf 12 wenigstens eine
beispielsweise stabförmige Elektrode 16 vorgesehen, die zumindest vor Beginn des jeweiligen
Druckvorgangs und während des Druckvorgangs mit einer erhöhten Gleichspannung beaufschlagt
wird, beispielsweise mit einer Gleichspannung von bis zu 30 kV. Durch diese Hochspannung
erfolgt eine statische Aufladung der jeweiligen Flasche 2 an ihrem zu bedruckenden
Bereich, so dass bei entgegengesetzter Polung des Druckkopfes 12 bzw. der Einzeldruckköpfe,
beispielsweise auf Massepotential die Druckfarbenpartikel in dem elektrostatischen
Feld zwischen dem Druckkopf und der Flasche gezielt auf den dortigen Druckbereich
beschleunigt. Weiterhin wird durch die Spannung an der wenigstens einen s Elektrode
16 eine Ionenwolke erzeugt, durch die umherschwebende Druckfarbepartikel aufgeladen
und abgetragen werden.
[0021] Durch die Einhausung der Flaschen 2 innerhalb der Schutzhülsen 11 während des Bedruckens
wird aber nicht nur ein Verschmutzen der Druckvorrichtung 1 durch versprühte Druckfarbe
vermieden, sondern durch die Einhausung sind auch die Qualität des jeweilige Druckbild
beeinträchtigende Luftverwirbelungen an den Flaschen 2 vermieden. Hierbei ist zu berücksichtigen,
dass insbesondere dann, wenn die Druckvorrichtung 1 mit hoher Leistung (hohe Anzahl
der bedruckten Flaschen 2 je Zeiteinheit) betrieben wird, der Rotor 3 mit hoher Geschwindigkeit
um die Maschinenachse Z umläuft. Hierdurch ergibt sich an jeder Druckposition 4 eine
erhebliche Luftströmung, wie dies in der Figur 4 mit den Pfeilen 17 angedeutet ist.
Durch die geschlossene Schutzhülse 11 sind die Flaschen 2 bzw. Druckbereiche beim
Drucken gegenüber dieser Luftströmung 17 geschützt. Dadurch wird eine Ablenkung des
abgefeuerten Tintentropfens aus seiner Flugbahn verhindert, und somit die gewünschte
Tropfenplatzierung erzielt und die Qualität des vorgegebenen Druckbildes erreicht.
Das, vom Druckkopfhersteller vorgegebene Verhältnis von Tropfengeschwindigkeit zur
Druckgeschwindigkeit wird somit nicht durch extern einwirkende Luftströme 17 negativ
beeinflusst.
[0022] Vorstehend wurde davon ausgegangen, dass bei der Übergabe der jeweiligen Flasche
2 von dem Einlaufstern 5 an eine Druckposition bzw. bei der Abnahme der bedruckten
Flasche 2 von einer Druckposition 4 am Auslaufstern 7 (jeweils bei geöffneter Schutzhülse
11) der jeweilige Stempel 10 abgesenkt bzw. angehoben wird. Grundsätzlich besteht
auch die Möglichkeit, dass bei nicht beweglichen Stempeln 10 die Flaschen 2 am Einlaufstern
5 an den Stempel 10 angehoben und angedrückt sowie am Auslaufstern 7 von dem Stempel
10 abgesenkt werden, und zwar jeweils mit dem Behälterteller 9 und bei geöffneter
Schutzhülse 11.
[0023] Vorstehend wurde weiterhin davon ausgegangen, dass das Schutzhülsenelement 11.3 zum
Öffnen und Schließen der jeweiligen Schutzhülse 11 gesteuert abgesenkt bzw. angehoben
wird. Auch andere Ausführungen sind denkbar. Beispielsweise ist es möglich, das jeweilige
Schutzhülsenelement 11.3. zum Öffnen der Schutzhülse 11 abzusenken und zum Schließen
der Schutzhülse 11 anzuheben und/oder zum Öffnen und Schließen der Schutzhülse 11
schwenkbar vorzusehen. Weiterhin ist es auch möglich, die jeweilige Schutzhülse 11
insgesamt zum Einhausen der jeweiligen Flasche 2 für das Bedrucken und zum Freigeben
der Flasche 2 nach dem Bedrucken abzusenken und anzuheben.
[0024] Die Figur 5 zeigt in einer Darstellung ähnlich Figur 2 eine Druckvorrichtung 1a,
die sich von der Druckvorrichtung 1 im wesentlichen nur dadurch unterscheidet, dass
für die Einhausung beim Drucken jeweils eine geschlossene, als Hohlzylinder mit einer
hohlzylinderförmigen Innen- und Außenfläche ausgebildete Schutzhülse 11a vorgesehen
ist. An dem Behältereinlauf bzw. Einlaufstern 5 wird dann jede an einen Behälterteller
9 übergebene Flasche 2 durch gesteuertes Anheben des Behältertellers 9 von unten her
in die betreffende Schutzhülse 11a eingeführt. Am Behälterauslauf bzw. am Auslaufstern
7 wird jede bedruckte Flasche 2 durch gesteuertes Absenken des zugehörigen Behältertellers
9 nach unten aus der Schutzhülse 11a herausbewegt, so dass sie dann von dem Anlaufstern
7 übernommen und an den äußeren Transporteur 8 weitergeleitet werden kann.
[0025] Die Schutzhülse 11 und dabei insbesondere deren Schutzhülsenelemente 11.1 und 11.3
sowie die Schutzhülse 11a sind beispielsweise aus Kunststoff oder aus Karton bzw.
Pappe gefertigt, und zwar als Wegwerfelemente, die bei starker Verschmutzung durch
versprühte oder verspritzte Druckfarbe durch frische Schutzhülsenelemente 11 bzw.
11a ersetzt werden.
[0026] Vorstehend wurde davon ausgegangen, dass am unteren Rand der jeweiligen Schutzhülse
11 bzw. 11a ein Spalt gebildet ist, über den beim Absaugen der versprühten oder verspritzten
Druckfarbe Zuluft in den Schutzhülseninnenraum strömen kann. Zusätzlich hierzu oder
anstelle hiervon können auch andere Öffnungen für die Zuluft gebildet sein, insbesondere
auch Öffnungen in der Seitenwand oder im Mantel der jeweiligen Schutzhülse 11 bzw.
11a. Hierbei besteht insbesondere die Möglichkeit, die Schutzhülsen 11 bzw. 11a zumindest
in Teilbereichen doppelwandig auszuführen, und zwar innen mit einer vielfach gelochten
Wandung, so dass dann die für das Absaugen erforderliche Zuluft nicht durch einen
Spalt am unteren Rand der jeweiligen Schutzhülse 11 bzw. 11a in den Schutzhülseninnenraum
strömt, sondern über den Zwischenraum zwischen dem äußeren und dem inneren Wandelement
und den im inneren Wandelement vorgesehenen Öffnungen.
[0027] Die Erfindung wurde voranstehend an Ausführungsbeispielen beschrieben. Es versteht
sich, dass zahlreiche Änderungen sowie Abwandlungen möglich sind, ohne dass dadurch
der der Erfindung zugrunde liegende Erfindungsgedanke verlassen wird.
Bezugszeichenliste
[0028]
- 1, 1a
- Druckvorrichtung zum Bedrucken von Behältern
- 2
- Flasche
- 3
- Rotor
- 4
- Druckposition
- 5
- Einlaufstern
- 6
- äußerer Transporteur
- 7
- Auslaufstern
- 8
- äußerer Transporteur
- 9
- Flaschen- oder Behälterteller
- 10
- Stempel
- 11, 11a
- Schutzhülse
- 11.1, 11.2, 11.3
- Hülsenelemente
- 12
- Druckkopf
- 13
- Einrichtung zum Fixieren der Druckfarbe
- 14
- Absaugrohr
- 15
- Sammelrohr
- 16
- stabförmige Elektrode
- 17
- Luftströmung
- A
- Drehrichtung des Rotors 3
- B, C
- Transportrichtung des äußeren Transporteurs 6 bzw. 8
- D
- Drehrichtung des Behältertellers 9
- E
- Absenkgrube des Schutzhülsenelements 11.3
- F
- Öffnungsgrube des Schutzhülsenelements 11.3
- G, H
- Bewegungshub des jeweiligen Behältertellers 9
- Y
- Behältertellerachse
- Z
- Maschinenachse
1. Druckvorrichtung zum Bedrucken von Flaschen oder dergleichen Behältern (2) mit mehreren
Druckpositionen (4) an einem umlaufend antreibbaren Transportelement (3), mit dem
die Druckpositionen (4) und die Behälter (2) auf einer in sich geschlossenen Bewegungsbahn
zwischen wenigstens einer Behälteraufgabe (5) und wenigstens einer Behälterabnahme
(7) bewegt werden, mit Druckköpfen (12) zum Aufbringen jeweils wenigstens eines vorzugsweise
mehrfarbigen Druckbildes auf einen zu bedruckenden Bereich der Behälteraußenfläche
der Behälter (2), und zwar bei Relativbewegung der jeweiligen Behälteraußenfläche
und wenigstens eines Druckkopfes (12), dadurch gekennzeichnet, dass jeder Druckposition (4) eine eigenständige Einhausung (11, 11a) zugeordnet ist, in
der jeder an einer Druckposition (4) vorgesehene Behälter (2) während des Druckvorgangs
zumindest mit seinem zu bedruckenden Bereich aufgenommen ist.
2. Druckvorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Mittel zum Absaugen von versprühter und/oder verspritzter Druckfarbe aus der Einhausung
(11, 11a).
3. Druckvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckköpfe (12) elektronische oder digitale Druckköpfe, vorzugsweise nach dem
Tintenstrahldruck- oder Tonejet-Prinzip arbeitende Druckköpfe sind.
4. Druckvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an jeder Druckposition (4) ein Behälterträger, beispielsweise in Form eines Behälter-
oder Flaschentellers (9) vorgesehen ist, und dass der Behälterträger (9) und/oder
der wenigstens eine Druckkopf (12) zur Erzeugung der Relativbewegung beim Drucken
um eine Behälterträgerachse (Y) gesteuert dreh- oder schwenkbar sind.
5. Druckvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einhausung (11, 11a) oder wenigstens ein Teilelement (11.3) der Einhausung (11)
zum Aufnehmen und Freigeben des jeweiligen Behälters (2) beweglich ausgebildet ist,
beispielsweise für ein gesteuertes Heben oder Senken und/oder Drehen und/oder Schwenken.
6. Druckvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Einhausung (11, 11a) aus Karton oder Pappe oder aus Kunststoff
besteht.
7. Druckvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigsten eine Einhausung (11, 11a) zumindest in einem Teilbereich doppelwandig
ausgeführt ist, beispielsweise mit einer mehrfach gelochten Innenwand.
1. Printing apparatus for printing bottles or similar containers (2), having a plurality
of printing positions (4) on a transport element (3), which can be driven in rotation,
by which the printing positions (4) and the containers (2) are moved on a closed path
of movement between at least one container take-up (5) and at least one container
drop (7), having print heads (12) for applying at least one print image, preferably
multi-colour, onto a region to be printed on the external container surface of the
containers (2), namely during relative movement of the respective external container
surface and at least one print head (12), characterised in that each printing position (4) is assigned a separate enclosure (11, 11a) in which each
container (2) provided at a printing position (4) is housed during the printing process
with at least the region to be printed thereof.
2. Printing apparatus according to claim 1, characterised by means for sucking sprayed and/or injected printing ink out of the enclosure (11,
11a).
3. Printing apparatus according to claim 1 or 2, characterised in that the print heads (12) are electronic or digital print heads, preferably print heads
operating according to the inkjet printing principle or tonejet principle.
4. Printing apparatus according to any one of the preceding claims, characterised in that a container support, for example in the form of a container or bottle plate (9),
is provided at each printing position (4), and in that the container support (9) and/or the at least one print head (12) can be rotated
or swivelled in a controlled manner about a container support axis (Y) in order to
generate the relative movement during printing.
5. Printing apparatus according to any one of the preceding claims, characterised in that the enclosure (11, 11a) or at least one sub-element (11.3) of the enclosure (11)
is designed to be movable, for example for a controlled raising or lowering and/or
rotation and/or swivelling, in order to house and release the respective container
(2).
6. Printing apparatus according to any one of the preceding claims, characterised in that the at least one enclosure (11, 11a) is made from cardboard or paperboard or plastic.
7. Printing apparatus according to any one of the preceding claims, characterised in that the at least one enclosure (11, 11a) is of double-walled design at least in a sub-region,
for example with an inner wall having multiple perforations.
1. Dispositif d'impression pour imprimer des bouteilles ou des récipients similaires
(2), avec plusieurs positions d'impression (4) sur un élément de transport (3) pouvant
être entraîné en circulation et qui déplace les positions d'impression (4) et les
récipients (2) sur une trajectoire fermée en elle-même entre au moins une alimentation
de récipients (5) et au moins une réception de récipients (7), avec des têtes d'impression
(12) pour appliquer respectivement au moins une image imprimée, de préférence polychrome,
sur une zone à imprimer de la surface extérieure de récipient des récipients (2),
notamment en cas de mouvement relatif de la surface extérieure de récipient respective
et d'au moins une tête d'impression (12), caractérisé en ce qu'une enceinte (11, 11a) individuelle, dans laquelle chaque récipient (2) prévu dans
une position d'impression (4) est reçu pendant l'opération d'impression au moins avec
sa zone à imprimer, est associée à chaque position d'impression (4).
2. Dispositif d'impression selon la revendication 1, caractérisé par des moyens pour aspirer de l'enceinte (11, 11a) de l'encre d'imprimerie dispersée
et/ou éjectée.
3. Dispositif d'impression selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les têtes d'impression (12) sont des têtes d'impression électroniques ou numériques,
de préférence des têtes d'impression fonctionnant selon le principe de l'impression
à jet d'encre ou Tonejet.
4. Dispositif d'impression selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que dans chaque position d'impression (4), un support de récipients, par exemple sous
la forme d'un plateau à récipients ou à bouteilles (9) est prévu, et en ce que le support de récipients (9) et/ou ladite au moins une tête d'impression (12) peuvent
tourner ou pivoter de façon commandée pour générer le mouvement relatif lors de l'impression
autour d'un axe de support de récipient (Y).
5. Dispositif d'impression selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'enceinte (11, 11a), ou du moins un élément partiel (11.3) de l'enceinte (11), est
réalisé(e) de façon mobile pour recevoir et libérer le récipient (2) respectif, par
exemple pour une montée ou descente et/ou une rotation et/ou un pivotement commandés.
6. Dispositif d'impression selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que ladite au moins une enceinte (11, 11 a) est composée de carton ou de carton-pâte
ou de matière plastique.
7. Dispositif d'impression selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que ladite au moins une enceinte (11, 11a) est réalisée à paroi double au moins dans
une zone partielle, par exemple avec une paroi intérieure à trous multiples.