Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft ein Wert- und/oder Sicherheitsdokument, umfassend einen monolithischen
Dokumentenkörper, der aus mehreren Substratschichten zusammengefügt ist, wobei auf
mindestens eine der Substratschichten drucktechnisch ein Sicherheitsdruckmuster als
Sicherheitsmerkmal aufgebracht ist, welches ein feines Linienmuster umfasst. Die Erfindung
betrifft ferner ein Verfahren zum Herstellen eines solchen Wert- und/oder Sicherheitsdokuments.
Stand der Technik und Hintergrund der Erfindung
[0002] Wert- und/oder Sicherheitsdokumente umfassen Reisepässe, Personalausweise, Identifikationskarten,
Zugangsberechtigungskarten, Kreditkarten, Geldkarten, Telefonkarten, Banknoten, Führerscheine
usw. Eine Gruppe dieser Wert- und/oder Sicherheitsdokumente umfasst einen monolithischen
Dokumentenkörper, der aus mehreren Kunststoffschichten hergestellt ist. Diese werden
vorzugsweise über ein Laminationsverfahren zu einem monolithischen Körper zusammengefügt.
[0003] Wert- und/oder Sicherheitsdokumente enthalten individualisierende und/oder personalisierende
und/oder andere identifizierende Informationen, die eine Zuordnung des Wert- und/oder
Sicherheitsdokuments zu einem Wert, Gegenstand und/oder einer Person und/oder einer
Gruppe von Personen ermöglicht. Eine Kreditkarte enthält beispielsweise Informationen
über ein Kreditkartenkonto und einen Kontoinhaber sowie die kontoführende Bank. Die
Kreditkarte ermöglicht es, dem zugeordneten Nutzer Zahlungen an Dritte aus dem entsprechenden
Konto durch die Bank zu veranlassen. Ein Identifikationsdokument, beispielsweise ein
Pass oder Personalausweis, umfasst personalisierende Informationen über einen zugeordneten
Nutzer sowie Informationen, die einen Aussteller, beispielsweise einen Staat, des
Identifikationsdokuments angeben. Das Identifikationsdokument kann die zugeordnete
Person nutzen, um sich auszuweisen.
[0004] Um ein Kopieren, Nachahmen und/oder Verfälschen von Wert- und/oder Sicherheitsdokumenten
zu verhindern oder zumindest zu erschweren, werden in die Wert-und/oder Sicherheitsdokumente
Sicherheitsmerkmale eingearbeitet. Hierbei ist im Stand der Technik eine Vielzahl
von Sicherheitsmerkmalen bekannt.
[0005] Eine Gruppe von Sicherheitsmerkmalen umfasst ein drucktechnisches Aufbringen eines
Sicherheitsdruckmusters. Als Sicherheitsdruckmuster werden Muster angesehen, die so
ausgestaltet sind, dass eine Nachahmung und/oder Verfälschung durch eine nicht autorisierte
Stelle nur erschwert oder vorzugsweise unmöglich ist. Eine Gruppe von Sicherheitsdruckmustern
umfasst ein feines Linienmuster. Solche feinen Linienmuster werden klassisch insbesondere
bei einer drucktechnischen Ausstattung von Identifikationsdokumenten, Wertpapieren
und Banknoten verwendet. Die feinen Linien werden hierbei häufig in einer so hohen
Liniendichte pro Fläche verwendet, dass sie von einem Betrachter, der das Wert- und/oder
Sicherheitsdokument betrachtet, zunächst nicht als einzelne Linien, sondern als eine
Fläche mit einer Textur oder einem Farbwert wahrgenommen werden. Eine Helligkeit und/oder
Intensität, mit der ein Farbton wahrgenommen wird, hängt beispielsweise von einer
Linienanzahl pro Fläche ab.
[0006] Aus der
WO 84/02309 A1 ist eine Plastikkarte für Sicherheits-, Identifikations- oder Bankzwecke bekannt.
Die Plastikkarte weist ein Substrat mit einem Tintenfeld auf, in welches eine Abbildung
eingraviert ist. Ein transparenter Schutzfilm ist über die gesamte obere Oberfläche
der Karte laminiert. Der Film weist ein Tintenmuster auf, welches das Tintenfeld kontrastiert,
wodurch die Abbildung durch das kontrastierende Tintenmuster gesehen werden kann.
Ein Offsetdruck auf einer oberen Oberfläche des Substrats umfasst ein Sicherheitsguillochenmuster
aus feinen Linien, die mit dem Tintenmuster ausgerichtet sind, wenn der Film im Register
mit der Karte angeordnet ist.
[0007] Aus der
JP 2006 123207 A sind Drucksachen bekannt, bei denen ein Muster, welches Linien verwendet, auf ein
Basismaterial aufgebracht wird, und einige Buchstaben oder Zeichen von dem Muster
umfasst sind und mittels der Linien ausgebildet sind.
[0008] Aus der
JP 2000 118121 A ist ein Verfahren zum Ausbilden eines maschinenlesbaren gedruckten Elements bekannt.
Alternierend werden in einer Linie abwechselnd gedruckte und nicht gedruckte Elemente
angeordnet. Die gedruckten Elemente weisen entlang einer Abtastrichtung und quer zu
einer Abtastrichtung unterschiedliche Längen bzw. Breiten auf, um hierüber eine versteckte
Information zu codieren.
[0009] Aus der
DE 10 2006 019 616 A1 ist ein Wert- und/oder Sicherheitsdokument mit einem grafischen Element bekannt,
wobei das grafische Element aus einer Mehrzahl von mindestens in einem Teilbereich
im Wesentlichen parallel verlaufenden Linien gebildet ist, wobei je in dem Teilbereich
angeordneten Linien im Hinblick auf ihre Breite und/oder ihren Abstand voneinander
mit der Maßgabe ausgebildet sind, dass eine Folge der Linie in dem Teilbereich ein
Zeichen oder eine Zeichenfolge codiert. Bei den Linien kann es sich beispielsweise
um Guillochenlinien eines Guillochenmusters handeln. Zu dem Verfahren ist beschrieben,
dass das grafische Element beispielsweise auf ein Substrat des Wert- und/oder Sicherheitsdokuments
aufgedruckt wird. Als beispielhafte Druckverfahren sind Naßoffsetdruck, wasserloser
Offsetdruck, Siebdruck, Tintenstrahldruck, Rastertiefdruck, (Stahl- oder Kupfer-)
Stichtiefdruck, Flexodruck, indirekter Hochdruck (Letterset) und direkter Hochdruck
(Buchdruck) genannt. Als Substrate sind Werkstoffe auf Papier- und/oder Kunststoffbasis
genannt.
[0010] Das beschriebene Wert- und/oder Sicherheitsdokument sowie das Verfahren zu dessen
Herstellung sind zwar geeignet, um ein zusätzliches, in der Regel verstecktes, Sicherheitsmerkmal
auszubilden. Dennoch ist eine Codierung nur in bestimmten Teilbereichen bzw. nur in
bestimmten Linienmustern möglich, die bestimmte Anforderungen an eine Parallelität
verschiedener Linien in einem Teilbereich des grafischen Elements bzw. eines Linienmusters
erfüllen.
Technisches Problem der Erfindung
[0011] Grundsätzlich besteht der Bedarf, möglichst viele und verschiedene Sicherheitselemente,
welche möglichst schwierig für einen Fälscher nachzuahmen sind, in ein Wert- und/oder
Sicherheitsdokument zu integrieren.
[0012] Der Erfindung liegt somit das technische Problem zugrunde, ein neuartiges Sicherheitsmerkmal
für ein Wert- und/oder Sicherheitsdokument eingangs genannter Art zu schaffen sowie
ein Verfahren zu dessen Herstellung anzugeben.
Beschreibung der Erfindung
[0013] Zur Lösung des technischen Problems ist erfindungsgemäß vorgesehen, ein ein feines
Linienmuster umfassendes Sicherheitsdruckmuster in mindestens zwei Druckauszüge aufzuteilen,
die einander ergänzen, so dass beim Drucken eines jeden der Druckauszüge jeweils ein
Anteil von mindestens einer feinen Linie des feinen Linienmusters gedruckt wird, und
die mindestens zwei Druckauszüge mit mindestens zwei unterschiedlichen Druckverfahren
zu drucken, wobei zumindest ein Druckauszug mittels eines (zwangsweise) Druckpunkte
verwendenden Druckverfahrens gedruckt wird und zumindest ein Druckauszug mittels eines
Druckverfahrens gedruckt wird, das den oder die Anteile der mindestens eine Linie
als glatte Kontur oder glatte Konturen druckt. Hierdurch erhält man ein Wert- und/oder
Sicherheitsdokument, welches ein feines Linienmusters umfasst, in dem eine, vorzugsweise
mehrere feine Linien mit Hilfe von zwei unterschiedlichen Druckauszügen hergestellt
sind, die einander ergänzen und mit unterschiedlichen Druckverfahren hergestellt sind.
Ein oder mehrere Anteile der mindestens einen Linie oder vorzugsweise von mehreren
Linien sind mit einem Druckpunkte verwendenden Druckverfahren hergestellt. Druckpunkte
können verschiedne Formen aufweisen. Ein anderer Anteil bzw. andere Anteile sind mit
einem Druckverfahren hergestellt, welches diese als glatte Konturen druckt. Als ein
Druckverfahren, dass glatte Konturen wird ein Druckverfahren angesehen, dass in der
Lage ist, eine Linie konstanter Linienstärke mit im Wesentlichen parallel zueinander
ausgerichteten und dem Verlauf der Linie folgenden Kanten der Linie zu drucken. Ein
solches Druckverfahren ist in der Lage Druckbilder zu erzeugen, die nicht zwangsläufig
bei einer vergrößerten Betrachtung eine Aufspaltung in Pixel (kleinste Bildelemente),
d. h., ein Bestehen aus Druckpunkten, zeigen. Je nach verwendeter Auflösung beim Drucken
des feinen Linienmusters bzw. je nach Ausgestaltung des feinen Linienmusters ist es
ohne oder nur mit technischen Hilfsmitteln möglich, die unterschiedlichen Anteile
der mindestens einen Linie aufgrund ihres unterschiedlichen Druckbildes zu erkennen
und zu unterscheiden. Bei geeigneter Wahl der Druckauflösung und/oder einer Linienstärke
ist es somit für einen menschlichen Betrachter nicht ohne weiteres möglich, ohne technische
Hilfsmittel zu erkennen, dass eine oder mehrere Linien mittels unterschiedlicher Druckverfahren
hergestellt sind. Mittels technischer Hilfsmittel ist jedoch eine eindeutige Identifizierung
der unterschiedlichen Anteile in dem Druckbild möglich. Eine Manipulation an einem
Anteil der mindesten einen feinen Linie ist zusätzlich jedoch für einen Betrachter
in der Regel einfach zu erkennen.
[0014] Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass eines der mindestens
zwei unterschiedlichen Druckverfahren ein Druckpunkte druckendes Tintenstrahldruckverfahren
ist. Hierüber ist es möglich, ein deutlich abweichendes Druckbild zu drucken, welches
leicht individualisierbar und/oder personalisierbar ist.
[0015] Als ein Druckverfahren, welches die mindestens eine Linie oder Anteile hiervon als
kontinuierliche, glatte Abschnitte oder Konturen druckt, eignen sich insbesondere
ein Nass-Offset-Druckverfahren, ein wasserloses Offset-Druckverfahren oder ein direktes
und indirektes Hochdruckverfahren.
[0016] Ein Zerlegen der mindestens zwei Druckauszüge erfolgt bevorzugt so, dass die mindestens
zwei Druckauszüge jeweils mehrere Linienabschnitte der mindestens einen feinen Linie
umfassen. Die vollständige mindestens eine feine Linie ergibt sich lediglich aus einem
passergenauen Druck der Linienabschnitte der mindestens zwei Druckauszüge. Ein einzelner
der mindestens zwei Druckauszüge umfasst somit nicht die vollständige Konturinformation
der mindestens einen feinen Linie.
[0017] Die Linienabschnitte eines Druckauszuges sind getrennte Abschnitt der mindestens
einen feinen Linie. Dieses bedeutet, dass zwischen zwei Abschnitten im Linienverlauf
immer eine Lücke vorhanden ist.
[0018] Eine Fälschungssicherheit wird dadurch erhöht, dass die mindestens eine feine Linie
mit abwechselnden Farbverläufen zwischen mindestens zwei Farbtönen drucktechnisch
aufgebracht wird. Als Farbtöne oder Farben werden hier von einem menschlichen Betrachter
wahrgenommene Farbeindrücke verstanden. Im Idealfall lässt sich ein solches Linienmuster
mittels zweier Druckfarben drucken, die jeweils einen der Farbtöne aufweisen. Bei
einer bevorzugten Ausführungsform drucken die Druckauszüge jeweils einen Farbanteil
der mindestens einen Linie.
[0019] Um einen fließenden Farbübergang, d.h. eine Art Irisdruck, zu erhalten, ist bei einer
Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, dass die Linienabschnitte der verschiedenen
der mindestens zwei Druckauszüge einander teilweise überlappend gedruckt werden. In
dem Überlappungsbereich bildet sich ein Farbeindruck, der sich durch Farbaddition
und/oder Farbsubtraktion für einen menschlichen Betrachter ergibt. Dieser Farbeindruck
ist eine Mischfarbe zwischen den zwei Farbtönen, die zum Drucken der mindestens zwei
Druckauszüge verwendet werden.
[0020] Um einen möglichst fließenden Übergang zu gewährleisten, ist bei einer bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, dass die mindestens zwei Druckauszüge, die
jeweils mehrere Linienabschnitte der mindestens einen feinen Linie umfassen, so ausgebildet
sind, dass die Linienabschnitte jeweils eine Linienstärke aufweisen, die zu Enden
der Linienabschnitte jeweils abnehmen. Dies bedeutet, dass sich die einzelnen Linienabschnitte,
die sich vorzugsweise an ihren Enden mit einem Linienabschnitt eines anderen Druckauszugs
überlappen, sich verjüngen. Hierdurch wird erreicht, dass ein Flächenfarbanteil eines
Linienabschnitts zu seinen Enden jeweils abnimmt. Werden die verschiedenen Linienabschnitte
der verschiedenen der mindestens zwei Druckauszüge teilweise überlappend aufgedruckt,
so kann dies so erfolgen, dass ein Flächenanteil des einen Linienabschnitts in dem
gleichen Maße abnimmt, wie eine Linienstärke des anderen überlappend gedruckten Linienabschnitts
zunimmt.
[0021] Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Linienabschnitte
des mindestens einen mittels des Tintenstrahldrucks hergestellten Druckauszugs aus
lediglich in Linienverlaufsrichtung überlappenden Druckpunkten hergestellt werden
bzw. sind. Dies bedeutet, dass die mindestens eine feine Linie durch eine Aneinanderreihung
von Druckpunkten hergestellt ist bzw. wird, die sich entlang einer Tangente an einer
Kontur der mindestens einen feinen Linie überlappen. Die mindestens eine feine Linie
stellt somit eine einreihige, sich gegebenenfalls entlang einer Verlaufsrichtung überlappende
Aneinanderreihung von Druckpunkten dar.
[0022] Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass eine Linienstärke des
mindestens einen Druckauszugs, der mittels Tintenstrahldruck hergestellt ist oder
wird, über eine Druckpunktgröße variiert ist oder wird. Eine Verjüngung zu den Enden
von Linienabschnitten wird somit über eine Reduzierung einer Druckpunktgröße herbeigeführt.
Alternativ und zusätzlich kann vorgesehen sein, dass eine Anzahl von Druckpunkten
entlang eines Verlaufs der mindestens einen feinen Linie bzw. eines Linienabschnitts
variiert wird, beispielsweise verringert wird, um einen Farbanteil je Fläche zu reduzieren.
Dies kann zusätzlich oder alternativ zu einer Verringerung einer Punktgröße, d.h.
einer Verjüngung einer Linienstärke, verwendet werden, um einen möglichst sanften
Farbübergang zwischen zwei unterschiedlichen Farbtönen zu erzeugen, in denen einander
überlappende Linienabschnitte gedruckt werden. Da mit Druckverfahren, die die mindestens
eine feine Linie bzw. Linienabschnitte als glatte Konturen oder glatte Konturabschnitte
drucken, in der Regel feinere Linienstärken zu realisieren sind als mit Druckverfahren,
die Druckpunkte verwenden, wie beispielsweise den Tintenstrahldruck, kann eine Ausführungsform
der Erfindung vorsehen, dass die Linienabschnitte sich zu ihren Enden bei dem Druckauszug
verjüngen, bei dem die Linienabschnitte als glatte Kontur gedruckt werden, und die
Linienabschnitte, welche mit dem Druckpunkte verwendenden Druckverfahren hergestellt
sind, eine Dichte der Druckpunkte zu den Enden der Teilabschnitte abnehmen, um einen
guten gleichmäßigen Farbübergang zu erhalten. Selbstverständlich kann zusätzlich auch
eine Druckpunktgröße variiert werden.
[0023] Eine Verwendung eines feinen Linienmusters ist historisch auf Substraten üblich,
die auf Papierbasis hergestellt sind. Um jedoch insbesondere Sicherheitsdokumente,
die ausschließlich oder überwiegend aus Substratschichten hergestellt werden oder
sind, die aus einem Kunststoffmaterial bestehen, mit einem feinen Linienmuster zu
versehen, ist bei einer Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, das feine Linienmuster
zumindest teilweise auf die mindestens eine Substratschicht zu drucken, die eine Kunststoffschicht
ist. Vorzugsweise wird das gesamte feine Linienmuster bzw. die mindestens eine feine
Linie ausschließlich auf Substratschichten aus Kunststoffmaterialien gedruckt. Hierdurch
lassen sich andere Sicherheitsmerkmale, die in die oder auf die Substratschichten
aus Kunststoffmaterialien auf- oder eingebracht sind, zusätzlich durch das aufgedruckte
feine Linienmuster absichern.
[0024] Eine Erhöhung der Fälschungssicherheit wird dadurch erreicht, dass die mindestens
zwei Druckauszüge auf unterschiedliche Substratoberflächen der Substratschichten gedruckt
werden, so dass diese sich passergenau für eine Betrachtung des Sicherheitsdruckmusters
ergänzen.
[0025] Bei einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass die mindestens zwei Druckauszüge auf
gegenüberliegende Oberflächen einer Substratschicht gedruckt werden. Hierbei versteht
es sich, dass ein auf die Unterseite gedruckter Druckauszug spiegelbildlich ausgestaltet
sein muss, so dass bei einer Betrachtung von einer Seite der Substratschicht, welche
transparent oder transluzent ausgebildet sein muss, sich die beiden Druckauszüge zu
dem Sicherheitsdruckmuster passergenau ergänzen.
[0026] Eine weitere Erhöhung der Fälschungssicherheit erreicht man dadurch, dass man die
unterschiedlichen Druckauszüge auf Substratschichtoberflächen unterschiedlicher Substratschichten
druckt. Hierbei ist neben einer sehr genauen drucktechnischen Justierung des Aufdrucks
relativ zu der Substratschicht auch ein sehr präzises Zusammentragen und exaktes Zusammenfügen
der Substratschichten zu dem monolithischen Verbundkörper notwendig.
[0027] Als feines Linienmuster wird vorzugsweise ein geometrischen Gesetzmäßigkeiten folgendes
verschlungenes Schutzlinienwerk drucktechnisch aufgebracht. Ein solches Schutzlinienwerk
wird als Guillochenmuster bezeichnet. Die einzelnen Linien eines solchen Guillochenmusters
werden als Guillochen bezeichnet.
[0028] Grundsätzlich sind als Werkstoffe für die Substratschichten alle im Bereich der Sicherheits-
und/oder Wertdokumente üblichen Werkstoffe einsetzbar. Bevorzugt werden Polymerschichten
verwendet. Die Polymerschichten können, gleich oder verschieden, auf Basis eines Polymerwerkstoffes
aus der Gruppe umfassend PC (Polycarbonat, insbesondere Bisphenol A Polycarbonat),
PET (Polyethylenglykolterephthalat), PMMA (Polymethylmethacrylat), TPU (Thermoplastische
Polyurethan Elastomere), PE (Polyethylen), PP (Polypropylen), PI (Polyimid oder Poly-trans-Isopren).
PVC (Polyvinylchlorid) und Copolymeren solcher Polymere gebildet sein. Bevorzugt ist
der Einsatz von PC-Werkstoffen, wobei beispielsweise, aber keinesfalls notwendigerweise,
auch so genannte Nieder-T
g-Werkstoffe einsetzbar sind, insbesondere für die Polymerschichten, auf welche die
Druckauszüge aufgedruckt sind, und/oder für die Polymerschichten, welche mit der oder
den Polymerschichten, die bedruckt sind, verbunden sind, und zwar auf der Seite mit
der Tintenstrahlbedruckung. Nieder-T
g-Werkstoffe sind Polymere, deren Glastemperatur unterhalb von 140 °C liegt.
[0029] Die Polymerschichten können gefüllt oder ungefüllt eingesetzt werden. Die gefüllten
Polymerschichten enthalten insbesondere Farbpigmente oder andere Füllstoffe. Die Polymerschichten
können auch mittels Farbstoffe gefärbt oder farblos sein und in letzterem Falle transparent
oder transluzent.
[0030] Bevorzugt ist es dabei, wenn das Grundpolymer zumindest einer der zu verbindenden
Polymerschichten gleiche oder verschiedene miteinander reaktive Gruppen enthält, wobei
bei einer Laminiertemperatur von weniger als 200°C reaktive Gruppen einer ersten Polymerschicht
miteinander und/oder mit reaktiven Gruppen einer zweiten Polymerschicht reagieren.
Dadurch kann die Laminiertemperatur herabgesetzt werden, ohne dass dadurch der innige
Verbund der laminierten Schichten gefährdet wird. Dies liegt im Falle verschiedener
Polymerschichten mit reaktiven Gruppen daran, dass die verschiedenen Polymerschichten
auf Grund der Reaktion der jeweiligen reaktiven Gruppen nicht mehr ohne weiteres delaminiert
werden können. Denn es findet zwischen den Polymerschichten eine reaktive Kopplung
statt, gleichsam ein reaktives Laminieren. Des Weiteren wird ermöglicht, dass wegen
der niedrigeren Laminiertemperatur eine Veränderung der farbigen Druckfarbe, insbesondere
eine Farbveränderung, verhindert wird. Bevorzugt ist es dabei, wenn die Glastemperatur
T
g der zumindest einen Polymerschicht vor der thermischen Laminierung weniger als 120
°C (oder auch weniger als 110 °C oder weniger als 100 °C) beträgt, wobei die Glastemperatur
dieser Polymerschicht nach der thermischen Laminierung durch Reaktion reaktiver Gruppen
des Grundpolymers der Polymerschicht miteinander um zumindest 5 °C, vorzugsweise zumindest
20 °C, höher als die Glastemperatur vor der thermischen Laminierung ist. Hierbei erfolgt
nicht nur eine reaktive Kopplung der miteinander zu laminierenden Schichten, vielmehr
erfolgt eine Erhöhung des Molekulargewichts und somit der Glastemperatur durch Vernetzung
des Polymers innerhalb der Schicht und zwischen den Schichten. Dies erschwert ein
Delaminieren zusätzlich, insbesondere da bei einem Manipulationsversuch die hohen
notwendigen Delaminationstemperaturen z.B. die Farben irreversibel beschädigen können
und so das Dokument zerstört wird. Vorzugsweise beträgt die Laminiertemperatur beim
Einsatz solcher Polymerwerkstoffe weniger als 180 °C, besser noch weniger als 150
°C. Die Auswahl der geeigneten reaktiven Gruppen ist für einen Fachmann auf dem Gebiet
der Polymerchemie ohne Probleme möglich. Beispielhafte reaktive Gruppen sind ausgewählt
aus der Gruppe umfassend -CN, -OCN, - NCO, -NC, -SH, -S
x, -Tos, -SCN, -NCS, -H, Epoxy (-CHOCH
2), -NH
2, -NN
+, -NN-R, -OH, - COOH, -CHO, -COOR, -HaI (-F, -Cl, -Br, -I), -Me-HaI (Me = zumindest
zweiwertiges Metall, beispielsweise Mg), -Si(OR)
3, -SiHaI
3, -CH=CH
2, und -COR, wobei R eine beliebige reaktive oder nicht-reaktive Gruppe sein kann,
beispielsweise -H, -HaI, C
1-C
20-Alkyl, C
3-C
20-Aryl, C
4-C
20-ArAlkyl, jeweils verzweigt oder linear, gesättigt oder ungesättigt, optional substituiert,
oder korrespondierende Heterocyklen mit einem oder mehreren gleichen oder verschiedenen
Heteroatomen N, O, oder S. Andere reaktive Gruppen sind selbstverständlich möglich.
Hierzu gehören die Reaktionspartner der Diels-Alder Reaktion oder einer Metathese.
Die reaktiven Gruppen können direkt an dem Grundpolymer gebunden oder über eine Spacergruppe
mit dem Grundpolymer verbunden sein. Als Spacergruppen kommen alle dem Fachmann für
Polymerchemie bekannten Spacergruppen in Frage. Dabei können die Spacergruppen auch
Oligomere oder Polymere sein, welche Elastizität vermitteln, wodurch eine Bruchgefahr
des Sicherheits- und/oder Wertdokuments reduziert wird. Solche elastizitätsvermittelnde
Spacergruppen sind dem Fachmann bekannt und brauchen daher hier nicht weiter beschrieben
zu werden. Lediglich beispielhaft seien Spacergruppen genannt, welche ausgewählt sind
aus der Gruppe umfassend -(CH
2)
n-, -(CH
2-CH
2-O)
n-, -(SiR
2-O)
n-, -(C
6H
4)
n-, -(C
6H
10)
n-, C
1-C
n-Alkyl, C
3-C
(n+3)-Aryl, C
4-C
(n+4)-ArAlkyl, jeweils verzweigt oder linear, gesättigt oder ungesättigt, optional substituiert,
oder korrespondierende Heterocyklen mit einem oder mehreren, gleichen oder verschiedenen
Heteroatomen O N, oder S, wobei n=1 bis 20, vorzugsweise 1 bis 10. Bezüglich weiterer
reaktiver Gruppen oder Möglichkeiten der Modifikation wird auf die Literaturstelle
"
Ullmann's Encyclopaedia of Industrial Chemistry", Wiley Verlag, elektronische Ausgabe
2006, verwiesen. Der Begriff des Grundpolymers bezeichnet im Rahmen der vorstehenden Ausführungen
eine Polymerstruktur, welche keine unter den eingesetzten Laminierbedingungen reaktiven
Gruppen trägt. Es kann sich dabei um Homopolymere oder Copolymere handeln. Es sind
auch gegenüber den genannten Polymeren modifizierte Polymere umfasst.
[0031] Für einen Tintenstrahl-Druck, insbesondere auf Polycarbonat-Substratschichten, sind
grundsätzlich alle fachüblichen Tinten einsetzbar. Bevorzugt ist die Verwendung einer
Zubereitung, enthaltend: A) 0,1 bis 20 Gew.-% eines Bindemittels mit einem Polycarbonatderivat,
B) 30 bis 99,9 Gew.% eines vorzugsweise organischen Lösungsmittels oder Lösungsmittelgemischs,
C) 0 bis 10 Gew.-% eines Farbmittels oder Farbmittelgemischs (Gew.-% bezogen auf dessen
Trockenmasse), D) 0 bis 10 Gew.-% eines funktionalen Materials oder einer Mischung
funktionaler Materialien, E) 0 bis 30 Gew.-% Additive und/oder Hilfsstoffe, oder einer
Mischung solcher Stoffe, wobei die Summe der Komponenten A) bis E) stets 100 Gew.-%
ergibt, als Tintenstrahldruckfarbe. Solche Polycarbonatderivate sind hochkompatibel
mit Polycarbonatwerkstoffen, insbesondere mit Polycarbonaten auf Basis Bisphenol A,
wie beispielsweise Makrofol® Folien. Zudem ist das eingesetzte Polycarbonatderivat
hochtemperaturstabil und zeigt keinerlei Verfärbungen bei laminationstypischen Temperaturen
bis zu 200°C und mehr, wodurch auch der Einsatz der vorstehend beschriebenen Nieder-T
g-Werkstoffe nicht notwendig ist. Im Einzelnen kann das Polycarbonatderivat funktionelle
Carbonatstruktureinheiten der Formel (I) enthalten,

worin R
1 und R
2 unabhängig voneinander Wasserstoff, Halogen, bevorzugt Chlor oder Brom, C
1-C
8-Alkyl, C
5-C
6-Cycloalkyl, C
6-C
10-Aryl, bevorzugt Phenyl, und C
7-C
12-Aralkyl, bevorzugt Phenyl-C
1-C
4-Alkyl, insbesondere Benzyl sind;
m eine ganze Zahl von 4 bis 7, bevorzugt 4 oder 5 ist; R
3 und R
4 für jedes X individuell wählbar, unabhängig voneinander Wasserstoff oder C
1-C
6-Alkyl ist; X Kohlenstoff und n eine ganze Zahl größer 20 bedeuten, mit der Maßgabe,
dass an mindestens einem Atom X, R
3 und R
4 gleichzeitig Alkyl bedeuten. Bevorzugt ist es, wenn an 1 bis 2 Atomen X, insbesondere
nur an einem Atom X, R
3 und R
4 gleichzeitig Alkyl sind. R
3 und R
4 können insbesondere Methyl sein. Die X-Atome in alpha-Stellung zu dem Diphenyl-substituierten
C-Atom (C1) können nicht dialkylsubstituiert sein. Die X-Atome in beta-Stellung zu
C1 können mit Alkyl disubstituiert sein. Bevorzugt ist m = 4 oder 5. Das Polycarbonatderivat
kann beispielsweise auf Basis von Monomeren, wie 4,4'-(3,3,5-trimethylcyclohexan-1,1-diyl)diphenol,
4,4'-(3,3-dimethylcyclohexan-1,1-diyl)diphenol, oder 4,4'-(2,4,4-trimethylcyclopentan-1,1-diyl)diphenol
gebildet sein. Ein solches Polycarbonatderivat kann beispielsweise gemäß der Literaturstelle
DE 38 32 396 A1 aus Diphenolen der Formel (la) hergestellt werden, deren Offenbarungsgehalt hiermit
vollumfänglich in den Offenbarungsgehalt dieser Beschreibung aufgenommen wird. Es
können sowohl ein Diphenol der Formel (la) unter Bildung von Homopolycarbonaten als
auch mehrere Diphenole der Formel (Ia) unter Bildung von Copolycarbonaten verwendet
werden (Bedeutung von Resten, Gruppen und Parametern, wie in Formel I).

[0032] Außerdem können die Diphenole der Formel (Ia) auch im Gemisch mit anderen Diphenolen,
beispielsweise mit denen der Formel (Ib)
HO - Z - OH (Ib)
,
zur Herstellung von hochmolekularen, thermoplastischen, aromatischen Polycarbonatderivaten
verwendet werden.
[0033] Geeignete andere Diphenole der Formel (Ib) sind solche, in denen Z ein aromatischer
Rest mit 6 bis 30 C-Atomen ist, der einen oder mehrere aromatische Kerne enthalten
kann, substituiert sein kann und aliphatische Reste oder andere cycloaliphatische
Reste als die der Formel (Ia) oder Heteroatome als Brückenglieder enthalten kann.
Beispiele der Diphenole der Formel (Ib) sind: Hydrochinon, Resorcin, Dihydroxydiphenyle,
Bi-(hydroxyphenyl)-alkane, Bis-(hydroxyphenyl)-cycloalkane, Bis-(hydroxyphenyl)-sulfide,
Bis-(hydroxyphenyl)-ether, Bis-(hydroxyphenyl)-ketone, Bis-(hydroxyphenyl)-sulfone,
Bis-(hydroxyphenyl)-sulfoxide, alpha , alpha'-Bis-(hydroxyphenyl)-diisopropylbenzole
sowie deren kernalkylierte und kernhalogenierte Verbindungen. Diese und weitere geeignete
Diphenole sind z.B. in den Literaturstellen
US-A 3,028,365,
2,999,835,
3,148,172,
3,275,601,
2,991,273,
3,271,367,
3,062,781,
2,970,131 und
2,999,846, in den Literaturstellen
DE-A 1 570 703,
2 063 050,
2 063 052,
2 211 956, der
FR-A 1 561 518 und in der Monographie "
H. Schnell, Chemistry and Physics of Polycarbonates, Interscience Publishers, New
York 1964", beschrieben, welche hiermit vollumfänglich in den Offenbarungsgehalt der vorliegenden
Anmeldung aufgenommen werden. Bevorzugte andere Diphenole sind beispielsweise: 4,4'-Dihydroxydiphenyl,
2,2-Bis-(4-hydroxyphenyl)-propan, 2,4-Bis-(4-hydroxyphenyl)-2-methylbutan, 1,1-Bis-(4-hydroxyphenyl)-cyclohexan,
alpha , alpha -Bis-(4-hydroxyphenyl)-p-diisopropylbenzol, 2,2-Bis-(3-methyl-4-hydroxyphenyl)-propan,
2,2-Bis-(3-chlor-4-hydroxyphenyl)-propan, Bis-(3,5-dimethyl-4-hydroxyphenyl)-methan,
2,2-Bis-(3,5-dimethyl-4-hydroxyphenyl)-propan, Bis-(3,5-dimethyl-4-hydroxyphenyl)-sulfon,
2,4-Bis-(3,5-dimethyl-4-hydroxyphenyl)-2-methylbutan, 1,1-Bis-(3,5-dimethyl-4-hydroxyphenyl)-cyclohexan,
alpha, alpha -Bis-(3,5-dimethyl-4-hydroxyphenyl)-p-diisopropylbenzol, 2,2-Bis-(3,5-dichlor-4-hydroxyphenyl)-propan
und 2,2-Bis-(3,5-dibrom-4-hydroxyphenyl)-propan. Besonders bevorzugte Diphenole der
Formel (Ib) sind beispielsweise: 2,2-Bis-(4-hydroxyphenyl)-propan, 2,2-Bis-(3,5-dimethyl-4-hydroxyphenyl)-propan,
2,2-Bis-(3,5-dichlor-4-hydroxyphenyl)-propan, 2,2-Bis-(3,5-dibrom-4-hydroxyphenyl)-propan
und 1,1-Bis-(4-hydroxyphenyl)-cyclohexan. Insbesondere ist 2,2-Bis-(4-hydroxyphenyl)-propan
bevorzugt. Die anderen Diphenole können sowohl einzeln als auch im Gemisch eingesetzt
werden. Das molare Verhältnis von Diphenolen der Formel (la) zu den gegebenenfalls
mitzuverwendenden anderen Diphenolen der Formel (Ib), soll zwischen 100 Mol-% (Ia)
zu 0 Mol-% (Ib) und 2 Mol-% (Ia) zu 98 Mol-% (Ib), vorzugsweise zwischen 100 Mol-%
(Ia) zu 0 Mol-% (Ib) und 10 Mol-% (Ia) zu 90 Mol-% (Ib) und insbesondere zwischen
100 Mol-% (Ia) zu 0 Mol-% (Ib) und 30 Mol-% (Ia) zu 70 Mol-% (Ib) liegen. Die hochmolekularen
Polycarbonatderivate aus den Diphenolen der Formel (Ia), gegebenenfalls in Kombination
mit anderen Diphenolen, können nach den bekannten Polycarbonat-Herstellungsverfahren
hergestellt werden. Dabei können die verschiedenen Diphenole sowohl statistisch als
auch blockweise miteinander verknüpft sein. Die eingesetzten Polycarbonatderivate
können in an sich bekannter Weise verzweigt sein. Wenn die Verzweigung gewünscht wird,
kann diese in bekannter Weise durch Einkondensieren geringer Mengen, vorzugsweise
Mengen von 0,05 bis 2,0 Mol-% (bezogen auf eingesetzte Diphenole), an drei- oder mehr
als dreifunktionellen Verbindungen, insbesondere solchen mit drei oder mehr als drei
phenolischen Hydroxylgruppen, erreicht werden. Einige Verzweiger mit drei oder mehr
als drei phenolischen Hydroxylgruppen sind: Phloroglucin, 4,6-Dimethyl-2,4,6-tri-(4-hydroxyphenyl)-hepten-2,4,6-Dimethyl-2,4,6-tri-(4-hydroxyphenyl)-heptan,
1,3,5-Tri-(4-hydroxyphenyl)-benzol, 1,1,1-Tri-(4-hydroxyphenyl)-ethan, Tri-(4-hydroxyphenyl)-phenylmethan,
2,2-Bis-[4,4-bis-(4-hydroxyphenyl)-cyclohexyl]-propan, 2,4-Bis-(4-hydroxyphenyl-isopropyl)-phenol,
2,6-is-(2-hydroxy-5-methyl-benzyl)-4-methylphenol, 2-(4-hydroxyphenyl)-2-(2,4-dihydroxyphenyl)-propan,
Hexa-[4-(4-hydroxyphenyl-isopropyl)-phenyl]-orthoterephthalsäureester, Tetra-(4-hydroxyphenyl)-methan,
Tetra-[4-(4-hydroxyphenyl-isopropyl)phenoxy]-methan und 1,4-Bis-[4',4"-dihydroxytriphenyl)-methyl]-benzol.
Einige der sonstigen dreifunktionellen Verbindungen sind 2,4-Dihydroxybenzoesäure,
Trimesinsäure, Cyanurchlorid und 3,3-Bis-(3-methyl-4-hydroxyphenyl)-2-oxo-2,3-dihydroindol.
Als Kettenabbrecher zur an sich bekannten Regelung des Molekulargewichts der Polycarbonatderivate
dienen monofunktionelle Verbindungen in üblichen Konzentraten. Geeignete Verbindungen
sind z.B. Phenol, tert.-Butylphenole oder andere Alkyl-substituierte Phenole. Zur
Regelung des Molekulargewichts sind insbesondere kleine Mengen Phenole der Formel
(Ic) geeignet

worin R einen verzweigten C
8- und/oder C
9-Alkylrest darstellt. Bevorzugt ist im Alkylrest R der Anteil an CH
3-Protonen zwischen 47 % und 89 % und der Anteil der CH- und CH
2-Protonen zwischen 53 % und 11 %; ebenfalls bevorzugt ist R in o- und/oder p-Stellung
zur OH-Gruppe, und besonders bevorzugt die obere Grenze des ortho-Anteils 20 %. Die
Kettenabbrecher werden im allgemeinen in Mengen von 0,5 bis 10, bevorzugt 1,5 bis
8 Mol-%, bezogen auf eingesetzte Diphenole, eingesetzt. Die Polycarbonatderivate können
vorzugsweise nach dem Phasengrenzflächenverhalten (vgl.
H. Schnell "Chemistry and Physics of Polycarbonates", Polymer Reviews, Vol. IX, Seite
33ff., Interscience Publ. 1964) in an sich bekannter Weise hergestellt werden. Hierbei werden die Diphenole der
Formel (Ia) in wässrig alkalischer Phase gelöst. Zur Herstellung von Copolycarbonaten
mit anderen Diphenolen werden Gemische von Diphenolen der Formel (Ia) und den anderen
Diphenolen, beispielsweise denen der Formel (Ib), eingesetzt. Zur Regulierung des
Molekulargewichts können Kettenabbrecher z.B. der Formel (Ic) zugegeben werden. Dann
wird in Gegenwart einer inerten, vorzugsweise Polycarbonat lösenden, organischen Phase
mit Phosgen nach der Methode der Phasengrenzflächenkondensation umgesetzt. Die Reaktionstemperatur
liegt zwischen 0°C und 40°C. Die gegebenenfalls mitverwendeten Verzweiger (bevorzugt
0,05 bis 2,0 Mol-%) können entweder mit den Diphenolen in der wässrig alkalischen
Phase vorgelegt werden oder in dem organischen Lösungsmittel gelöst vor Phosgenierung
zugegeben werden. Neben den Diphenolen der Formel (Ia) und gegebenenfalls anderen
Diphenolen (Ib) können auch deren Mono- und/oder Bis-chlorkohlensäureester mitverwendet
werden, wobei diese in organischen Lösungsmitteln gelöst zugegeben werden. Die Menge
an Kettenabbrechern sowie an Verzweigern richtet sich dann nach der molaren Menge
von Diphenolat-Resten entsprechend Formel (Ia) und gegebenenfalls Formel (Ib); bei
Mitverwendung von Chlorkohlensäureestern kann die Phosgenmenge in bekannter Weise
entsprechend reduziert werden. Geeignete organische Lösungsmittel für die Kettenabbrecher
sowie gegebenenfalls für die Verzweiger und die Chlorkohlensäureester sind beispielsweise
Methylenchlorid, Chlorbenzol sowie insbesondere Mischungen aus Methylenchlorid und
Chlorbenzol. Gegebenenfalls können die verwendeten Kettenabbrecher und Verzweiger
im gleichen Solvens gelöst werden. Als organische Phase für die Phasengrenzflächenpolykondensation
dienen beispielsweise Methylenchlorid, Chlorbenzol sowie Mischungen aus Methylenchlorid
und Chlorbenzol. Als wässrige alkalische Phase dient beispielsweise NaOH-Lösung. Die
Herstellung der Polycarbonatderivate nach dem Phasengrenzflächenverfahren kann in
üblicher Weise durch Katalysatoren wie tertiäre Amine, insbesondere tertiäre aliphatische
Amine wie Tributylamin oder Triethylamin katalysiert werden; die Katalysatoren können
in Mengen von 0,05 bis 10 Mol-%, bezogen auf Mole an eingesetzten Diphenolen, eingesetzt
werden. Die Katalysatoren können vor Beginn der Phosgenierung oder während oder auch
nach der Phosgenierung zugesetzt werden. Die Polycarbonatderivate können nach dem
bekannten Verfahren in homogener Phase, dem sogenannten "Pyridinverfahren" sowie nach
dem bekannten Schmelzeumesterungsverfahren unter Verwendung von beispielsweise Diphenylcarbonat
anstelle von Phosgen hergestellt werden. Die Polycarbonatderivate können linear oder
verzweigt sein, sie sind Homopolycarbonate oder Copolycarbonate auf Basis der Diphenole
der Formel (Ia). Durch die beliebige Komposition mit anderen Diphenolen, insbesondere
mit denen der Formel (Ib) lassen sich die Polycarbonateigenschaften in günstiger Weise
variierten. In solchen Copolycarbonaten sind die Diphenole der Formel (Ia) in Mengen
von 100 Mol-% bis 2 Mol-%, vorzugsweise in Mengen von 100 Mol-% bis 10 Mol-% und insbesondere
in Mengen von 100 Mol-% bis 30 Mol-%, bezogen auf die Gesamtmenge von 100 Mol-% an
Diphenoleinheiten, in Polycarbonatderivaten enthalten. Das Polycarbonatderivat kann
ein Copolymer sein enthaltend, insbesondere hieraus bestehend, Monomereinheiten M1
auf Basis der Formel (Ib),vorzugsweise Bisphenol A, sowie Monomereinheiten M2 auf
Basis des geminal disubstituierten Dihydroxydiphenylcycloalkans, vorzugsweise des
4,4'-(3,3,5-trimethylcyclohexan-1,1-diyl)diphenols, wobei das Molverhältnis M2/M1
vorzugsweise größer als 0,3, insbesondere größer als 0,4, beispielsweise größer als
0,5 ist. Bevorzugt ist es, wenn das Polycarbonatderivat ein mittleres Molekulargewicht
(Gewichtsmittel) von mindestens 10.000, vorzugsweise von 20.000 bis 300.000, aufweist.
[0034] Die Komponente B kann grundsätzlich im Wesentlichen organisch oder wässrig sein.
Im Wesentlichen wässrig bedeutet dabei, dass bis zu 20 Gew.-% der Komponente B) organische
Lösungsmittel sein können. Im Wesentlichen organisch bedeutet, dass bis zu 5 Gew.-%
Wasser in der Komponente B) vorliegen können. Vorzugsweise enthält die Komponente
B einen bzw. besteht aus einem flüssigen aliphatischen, cycloaliphatischen, und/oder
aromatischen Kohlenwasserstoff, einem flüssigen organischen Ester und/oder einer Mischung
solcher Substanzen. Die eingesetzten organischen Lösungsmittel sind vorzugsweise halogenfreie
organische Lösungsmittel. In Frage kommen insbesondere aliphatische, cycloaliphatische,
aromatische Kohlenwasserstoffe, wie Mesitylen, 1,2,4-Trimethylbenzol, Cumol und Solvent
Naptha, Toluol, Xylol; (organische) Ester, wie Methylacetat, Ethylacetat, Butylacetat,
Methoxypropylacetat, Ethyl-3-ethoxypropionat. Bevorzugt sind Mesitylen, 1,2,4-Trimethylbenzol,
Cumol und Solvent Naptha, Toluol, Xylol. Essigsäuremethylester, Essigsäureethylester,
Methoxypropylacetat. Ethyl-3-ethoxypropionat. Ganz besonders bevorzugt sind: Mesitylen
(1,3,5-Trimethylbenzol), 1,2,4-Trimethylbenzol, Cumol (2-Phenylpropan), Solvent Naptha
und Ethyl-3-ethoxypropionat. Ein geeignetes Lösungsmittelgemisch umfasst beispielsweise
L1) 0 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 1 bis 5 Gew.-%, insbesondere 2 bis 3 Gew.-%, Mesitylen,
L2) 10 bis 50 Gew.-%, vorzugsweise 25 bis 50 Gew.-%, insbesondere 30 bis 40 Gew.-%,
1-Methoxy-2-propanolacetat, L3) 0 bis 20 Gew.-%, vorzugsweise 1 bis 20 Gew.-%, insbesondere
7 bis 15 Gew.-%, 1,2,4-Trimethylbenzol, L4) 10 bis 50 Gew.-%, vorzugsweise 25 bis
50 Gew.-%, insbesondere 30 bis 40 Gew.-%, Ethyl-3-ethoxypropionat, L5) 0 bis 10 Gew.-%,
vorzugsweise 0,01 bis 2 Gew.-%, insbesondere 0,05 bis 0,5 Gew.-%, Cumol, und L6) 0
bis 80 Gew.-%, vorzugsweise 1 bis 40 Gew.-%, insbesondere 15 bis 25 Gew.-%, Solvent
Naphtha, wobei die Summe der Komponenten L1 bis L6 stets 100 Gew.-% ergibt. Das Polycarbonatderivat
weist typischerweise ein mittleres Molekulargewicht (Gewichtsmittel) von mindestens
10.000, vorzugsweise von 20.000 bis 300.000.
[0035] Die Zubereitung kann im Detail enthalten: A) 0,1 bis 10 Gew.-%, insbesondere 0,5
bis 5 Gew.-%, eines Bindemittels mit einem Polycarbonatderivat auf Basis eines geminal
disubstituierten Dihydroxydiphenylcycloalkans, B) 40 bis 99,9 Gew.-%, insbesondere
45 bis 99,5 Gew.-%, eines organischen Lösungsmittels oder Lösungsmittelgemischs, C)
0,1 bis 6 Gew.-%, insbesondere 0,5 bis 4 Gew.-%, eines Farbmittels oder Farbmittelgemischs,
D) 0,001 bis 6 Gew.-%, insbesondere 0,1 bis 4 Gew.-%, eines funktionales Materials
oder einer Mischung funktionaler Materialien, E) 0,1 bis 30 Gew.-%, insbesondere 1
bis 20 Gew.-%, Additive und/oder Hilfsstoffe, oder einer Mischung solcher Stoffe.
[0036] Als Komponente C, sofern ein Farbmittel vorgesehen sein soll, kommt grundsätzlich
jedes beliebige Farbmittel oder Farbmittelgemisch in Frage. Unter Farbmittel sind
alle farbgebenden Stoffe bezeichnet. Das bedeutet, es kann sich sowohl um Farbstoffe
(einen Überblick über Farbstoffe gibt
Ullmann's Encyclopedia of Industrial Chemistry, Electronic Release 2007, Wiley Verlag,
Kapitel "Dyes, General Survey") wie auch Pigmente (einen Überblick über organische wie anorganische Pigmente gibt
Ullmann's Encyclopedia of Industrial Chemistry, Electronic Release 2007, Wiley Verlag,
Kapitel "Pigments, Organic" bzw. "Pigments, Inorganic") handeln. Farbstoffe sollten in den Lösungsmitteln der Komponente B löslich bzw.
(stabil) dispergierbar oder suspendierbar sein. Des Weiteren ist es vorteilhaft, wenn
das Farbmittel bei Temperaturen von 160 °C und mehr für einen Zeitraum von mehr als
5 min. stabil, insbesondere farbstabil ist. Es ist auch möglich, dass das Farbmittel
einer vorgegebenen und reproduzierbaren Farbveränderung unter den Verarbeitungsbedingungen
unterworfen ist und entsprechend ausgewählt wird. Pigmente müssen neben der Temperaturstabilität
insbesondere in feinster Partikelgrößenverteilung vorliegen. In der Praxis des Tintenstrahldrucks
bedeutet dies, dass die Teilchengröße nicht über 1,0 µm hinausgehen sollte, da sonst
Verstopfungen im Druckkopf die Folge sind. In der Regel haben sich nanoskalige Festkörperpigmente
und gelöste Farbstoffe bewährt. Die Farbmittel können kationisch, anionisch oder auch
neutral sein. Lediglich als Beispiele für im Tintenstrahldruck verwendbare Farbmittel
seinen genannt: Brillantschwarz C.I. Nr. 28440, Chromogenschwarz C.I. Nr. 14645, Direkttiefschwarz
E C.I. Nr. 30235, Echtschwarzsalz B C.I. Nr. 37245, Echtschwarzsalz K C.I. Nr. 37190,
Sudanschwarz HB C.I. 26150, Naphtolschwarz C.I. Nr. 20470, Bayscript
® Schwarz flüssig, C.I. Basic Black 11, C.I. Basic Blue 154, Cartasol
® Türkis K-ZL flüssig, Cartasol
® Türkis K-RL flüssig (C.I. Basic Blue 140), Cartasol Blau K5R flüssig. Geeignet sind
des Weiteren z. B. die im Handel erhältlichen Farbstoffe Hostafine
® Schwarz TS flüssig (vertrieben von Clariant GmbH Deutschland), Bayscript
® Schwarz flüssig (C.I.-Gemisch, vertrieben von Bayer AG Deutschland), Cartasol
® Schwarz MG flüssig (C.I. Basic Black 11, Eingetragenes Markenzeichen der Clariant
GmbH Deutschland), Flexonylschwarz
® PR 100 (E C.I. Nr. 30235, vertrieben von Hoechst AG), Rhodamin B, Cartasol
® Orange K3 GL, Cartasol
® Gelb K4 GL, Cartasol
® K GL, oder Cartasol
® Rot K-3B. Des Weiteren können als lösliche Farbmittel Anthrachinon-, Azo-, Chinophthalon-,
Cumarin-, Methin-, Perinon-, und/oder Pyrazolfarbstoffe, z.B. unter dem Markennamen
Macrolex® erhältlich, Verwendung finden. Weitere geeignete Farbmittel sind in der
Literaturstelle Ullmann's Encyclopedia of Industrial Chemistry, Electronic Release
2007, Wiley Verlag, Kapitel "Colorants Used in Ink Jet Inks" beschrieben. Gut lösliche Farbmittel führen zu einer optimalen Integration in die
Matrix bzw. das Bindemittel der Druckschicht. Die Farbmittel können entweder direkt
als Farbstoff bzw. Pigment zugesetzt werden oder als Paste, einem Gemisch aus Farbstoff
und Pigment zusammen mit einem weiteren Bindemittel. Dieses zusätzliche Bindemittel
sollte chemisch kompatibel mit den weiteren Komponenten der Zubereitung sein. Sofern
eine solche Paste als Farbmittel eingesetzt wird, bezieht sich die Mengenangabe der
Komponente B auf das Farbmittel ohne die sonstigen Komponenten der Paste. Diese sonstigen
Komponenten der Paste sind dann unter die Komponente E zu subsumieren. Bei Verwendung
von so genannten Buntpigmenten in den Skalenfarben Cyan-Magenta-Yellow und bevorzugt
auch (Ruß)-Schwarz sind Volltonfarbabbildungen möglich.
[0037] Die Komponente D umfasst Substanzen, die unter Einsatz von technischen Hilfsmitteln
unmittelbar durch das menschliche Auge oder durch Verwendung von geeigneten Detektoren
ersichtlich sind. Hier sind die dem Fachmann einschlägig bekannten Materialien (vgl.
auch van Renesse,
Optical document security, 3rd Ed., Artech House, 2005) gemeint, die zur Absicherung von Wert und Sicherheitsdokumenten
eingesetzt werden. Dazu zählen Lumineszenzstoffe (Farbstoffe oder Pigmente, organisch
oder anorganisch) wie z.B. Photoluminophore, Elektroluminophore, Antistokes Luminophore,
Fluorophore aber auch magnetisierbare, photoakustisch adressierbare oder piezoelektrische
Materialien. Des Weiteren können Raman-aktive oder Ramanverstärkende Materialien eingesetzt
werden, ebenso wie so genannte Barcode-Materialien. Auch hier gelten als bevorzugte
Kriterien entweder die Löslichkeit in der Komponente B oder bei pigmentierten Systemen
Teilchengrößen < 1 µm sowie eine Temperaturstabilität für Temperaturen > 160 °C im
Sinne der Ausführungen zur Komponente C. Funktionale Materialien können direkt zugegeben
werden oder über eine Paste, d.h. einem Gemisch mit einem weiteren Bindemittel, welches
dann Bestandteil der Komponente E bildet, oder dem eingesetzten Bindemittel der Komponente
A.
[0038] Die Komponente E umfasst bei Tinten für einen Tintenstrahldruck üblicherweise eingerichtete
Stoffe wie Antischaummittel, Stellmittel, Netzmittel, Tenside, Fließmittel, Trockner,
Katalysatoren, (Licht-) Stabilisatoren, Konservierungsmittel, Biozide, Tenside, organische
Polymere zur Viskositätseinstellung, Puffersysteme, etc. Als Stellmittel kommen fachübliche
Stellsalze in Frage. Ein Beispiel hierfür ist Natriumlactat. Als Biozide kommen alle
handelsüblichen Konservierungsmittel, welche für Tinten verwendet werden, in Frage.
Beispiele hierfür sind Proxel
®GXL und Parmetol
® A26. Als Tenside kommen alle handelsüblichen Tenside, welche für Tinten verwendet
werden, in Frage. Bevorzugt sind amphotere oder nichtionische Tenside. Selbstverständlich
ist aber auch der Einsatz spezieller anionischer oder kationischer Tenside, welche
die Eigenschaften des Farbstoffs nicht verändern, möglich. Beispiele für geeignete
Tenside sind Betaine, ethoxilierte Diole usw.. Beispiele sind die Produktreihen Surfynol
® und Tergitol
®. Die Menge an Tensiden wird insbesondere bei einer Anwendung für den Tintenstrahldruck
beispielsweise mit der Maßgabe gewählt, dass die Oberflächenspannung der Tinte im
Bereich von 10 bis 60 mN/m, vorzugsweise 20 bis 45 mN/m, gemessen bei 25 °C, liegt.
Es kann ein Puffersystem eingerichtet sein, welches den pH-Wert im Bereich von 2,5
bis 8,5, insbesondere im Bereich von 5 bis 8, stabilisiert. Geeignete Puffersysteme
sind Lithiumacetat, Boratpuffer, Triethanolamin oder Essigsäure/Natriumacetet. Ein
Puffersystem wird insbesondere im Falle einer im Wesentlichen wässrigen Komponente
B in Frage kommen. Zur Einstellung der Viskosität der Tinte können (ggf. wasserlösliche)
Polymere vorgesehen sein. Hier kommen alle für übliche Tintenformulierungen geeigneten
Polymere in Frage. Beispiele sind wasserlösliche Stärke, insbesondere mit einem mittleren
Molekulargewicht von 3.000 bis 7.000, Polyvinylpyrrolidon, insbesondere mit einem
mittleren Molekulargewicht von 25.000 bis 250.000, Polyvinylalkohol, insbesondere
mit einem mittleren Molekulargewicht von 10.000 bis 20.000, XanthanGummi, Carboxy-Methylcellulose,
Ethylenoxid/Propylenoxid-Blockcopolymer, insbesondere mit einem mittleren Molekulargewicht
von 1.000 bis 8.000. Ein Beispiel für das letztgenannte Blockcopolymer ist die Produktreihe
Pluronic
®. Der Anteil an Biozid, bezogen auf die Gesamtmenge an Tinte, kann im Bereich von
0 bis 0,5 Gew-%, vorzugsweise 0,1 bis 0,3 Gew.-%, liegen. Der Anteil an Tensid, bezogen
auf die Gesamtmenge an Tinte, kann im Bereich von 0 bis 0,2 Gew.-% liegen. Der Anteil
an Stellmitteln kann, bezogen auf die Gesamtmenge an Tinte, 0 bis 1 Gew.-%, vorzugsweise
0,1 bis 0,5 Gew.-%, betragen. Zu den Hilfsmitteln werden auch sonstige Komponenten
gezählt, wie beispielsweise Essigsäure, Ameisensäure oder n-Methyl-Pyrrolidon oder
sonstige Polymere aus der eingesetzten Farbstofflösung oder -Paste. Bezüglich Substanzen,
welche als Komponente E geeignet sind, wird ergänzend beispielsweise auf
Ullmann's Encyclopedia of Chemical Industry, Electronic Release 2007, Wiley Verlag,
Kapitel "Paints and Coatings", Sektion "Paint Additives", verwiesen.
[0039] Die beschriebene Zubereitung kann identisch oder in ähnlicher Weise auch als Druckfarbe
für ein Druckverfahren verwendet werden, welches Anteile, insbesondere Linienabschnitte
der mindestens einen Linie, des feinen Linienmusters des Sicherheitsdruckmusters als
glatte Konturen oder Konturabschnitte druckt.
[0040] Die Verwendung die Zubereitung im Zusammenhang mit Substartschichten, die auf Polycarbonatbasis
hergestellt sind, bietet den Vorteil, dass sich beim Laminieren ein monolithischer
Dokumentenkörper ergibt, in dem die Tinte oder Druckfarbe vollständig stoffschlüssig
homogen integriert ist. Auch große bedruckte Flächen stellen somit kein Risiko hinsichtlich
einer möglichen unerwünschten Delamination dar, wie es bei vielen anderen Druckfarben
der Fall ist.
[0041] Darüber hinaus besteht ein Bedarf, eine personalisierende und/oder individualisierende
Information zu speichern. Hierfür wird vorgeschlagen, dieses über Längen und/oder
Positionen und/oder Formgestaltungen der Linienabschnitte der mindestens einen feinen
Linie zu erreichen. Nach einer Ausführungsform wird beispielsweise die mindestens
eine feine Linie abschnittsweise in voneinander getrennten Teilabschnitten durch die
Linienabschnitte des einen Druckauszugs gedruckt, der mittels eines Druckverfahrens
hergestellt wird, welches glatte Linienkonturen bzw. Linienabschnitte druckt. Die
in der mindestens einen feinen Linie verbleibenden Lücken werden anschließend mittels
des Druckpunkte verwendenden Druckverfahrens durch Linienabschnitte des zweiten Druckauszugs
ergänzt. Hierbei können Überlappungslängen zwischen den als kontinuierliche glatte
Kontur gedruckten Linienabschnitten und in durch Druckpunkte gedruckten Linienabschnitten
des anderen Druckauszugs variiert werden und zur Codierung verwendet werden. Eine
andere Codierungsmöglichkeit besteht darin, dass Verhältnisse der Überlappungslängen
an den entgegengesetzten Enden der Linienabschnitte, d.h. Verhältnisse der Überlappungslängen,
zur Codierung verwendet werden. Wieder eine andere Ausführungsform sieht vor, dass
die Linien als geschwungene Linien ausgeführt sind. Wird die mindestens eine feine
Linie beispielsweise sinus- oder kosinusförmig ausgebildet und jeweils eine Halbwelle
mittels des Druckpunkte verwendenden Druckverfahrens gedruckt, so können Amplituden
dieser Halbwellen im Verhältnis zu den Amplituden, die nach einem anderen Druckverfahren
hergestellt sind, zur Codierung der individualisierenden und/oder personalisierenden
Information verwendet werden.
[0042] Eine andere Codierungsmöglichkeit besteht darin, eine Punktdichte der Druckpunkte
in den wechselnd aufeinander folgenden Linienabschnitten, insbesondere in den Überlappungsbereichen,
in denen beispielsweise ein Farbübergang herbeigeführt wird, zu variieren.
[0043] Für den Fachmann ergibt es sich, dass eine Vielzahl weiterer Möglichkeiten besteht,
um eine individualisierende und/oder personalisierende Information durch die Verwendung
von mindestens zwei Druckauszügen, die mittels unterschiedlicher Druckverfahren gedruckt
werden und zusammen ein feines Linienmuster ergeben, zu codieren. Beispielsweise können
mehr als zwei Druckauszüge verwendet werden, die jeweils Linienabschnitte der mindestens
einen feinen Linie auf unterschiedliche Substratschichtoberflächen drucken. Eine Codierung
kann auch darüber erfolgen, auf welcher der Substratschichtseiten die verbleibenden
Lücken in der Linie geschlossen werden, deren Teilabschnitte mittels eines Druckverfahrens
gedruckt sind, das Linienabschnitte als glatte Konturen druckt.
[0044] Ferner können auch bei einer sinusartigen feinen Linie eine Anzahl von Halb- oder
Vollwellen der mit den verschiedenen Druckverfahren gedruckten aufeinander folgenden
Linienabschnitte variiert werden.
[0045] Eine Codierung kann auch über Kombinationen der aufgeführten Codierungsmöglichkeiten
erfolgen, beispielsweise über eine Anordnung der Linienabschnitte auf unterschiedlichen
Substratschichtoberflächen, eine Variation der Form und eine Variation der Überlappungslängen.
[0046] Nachfolgend wird die Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele erläutert.
Hierbei zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Draufsicht auf ein Sicherheitsdokument mit einem Sicherheitsdruckmuster;
- Fig. 2a
- eine schematische Ansicht einer Kontur einer feinen Linie;
- Fig. 2b, 2c
- schematische Darstellungen von Druckauszügen zur Herstellung der feinen Linie nach
Fig. 2a;
- Fig. 2d
- schematische Ansicht der gedruckten feinen Linie;
- Fig. 3a, 3b
- schematische Druckauszüge einer weiteren feinen Linie;
- Fig. 3c
- schematische Ansicht eines Druckbilds der feinen Linie nach Fig. 3a und 3b;
- Fig. 4a, 4b
- weitere schematische Druckauszüge einer weiteren feinen Linie mit einem Farbübergang;
- Fig. 4c
- schematische Ansicht der gedruckten weiteren feinen Linie, die mittels der Druckauszüge
nach Fig. 4a und 4b hergestellt ist;
- Fig. 5
- eine schematische Ansicht eines Übergangsbereichs, in dem ein Farbübergang realisiert
ist;
- Fig. 6a
- eine Schnittansicht durch ein Sicherheitsdokument, bei dem zwei Druckauszüge auf dieselbe
Substratschichtoberfläche gedruckt sind;
- Fig. 6b
- eine schematische Schnittansicht durch ein Sicherheitsdokument, bei dem die gedruckte
feine Linie einen Farbübergang umfasst und zwei Druckauszüge auf dieselbe Substratschichtoberfläche
gedruckt sind;
- Fig. 6c
- eine schematische Schnittansicht eines Sicherheitsdokuments, bei dem die Druckauszüge
auf gegenüberliegende Oberflächen derselben Substratschicht gedruckt sind;
- Fig. 7a-7c
- Schnittansichten eines Sicherheitsdokuments, bei denen über unterschiedliche Anordnungen
von Linienabschnitten der feinen Linie in unterschiedlichen Ebenen eine individualisierende
und/oder personalisierende Information codiert ist;
- Fig. 8
- eine schematische Schnittansicht, bei der eine individualisierende und/oder personalisierende
Information über eine Variation von Überlappungslängen unterschiedlicher Linienabschnitte
einer feinen Linie codiert ist;
- Fig. 9a, 9b
- Druckansichten einer ersten und einer zweiten Substratschicht, auf die unterschiedliche
einander ergänzende Druckauszüge einer feinen Linie gedruckt sind;
- Fig. 9c
- eine schematische Draufsicht auf ein Sicherheitsdokument, das aus den Substratschichten
nach Fig. 9a und 9b hergestellt ist und in dem eine individualisierende und/oder personalisierende
Information über eine Form der feinen Linie codiert ist; und
- Fig. 9d
- eine Schnittansicht des Sicherheitsdokuments nach Fig. 9c.
[0047] In Fig. 1 ist eine schematische Draufsicht auf ein Sicherheitsdokument 1 dargestellt.
Das Sicherheitsdokument 1 weist eindrucktechnisch aufgebrachtes Sicherheitsdruckmuster
2 auf. Dieses umfasst ein feines Linienmuster 3. Das dargestellte feine Linienmuster
3 umfasst zwei ineinander verschlungene feine Linien 4, 5. Ein solches aus feinen
Linien hergestelltes Schutzlinienwerk wird auch als Guillochenmuster bezeichnet. Die
Linien eines Guillochenmusters werden als Guillochenlinien oder kurz Guillochen bezeichnet.
Die feinen Linien 4 und 5 stellen somit Guillochen dar. Bei einem Guillochenmuster
sind die Guillochen gemäß bestimmten geometrischen Gesetzen ausgebildet. Dennoch sind
diese geometrischen Gesetzmäßigkeiten aus einem Guillochenmuster in der Regel nicht
direkt ableitbar. Daher ist eine Nachahmung und Nachbildung des Guillochenmusters
schwierig. Zur weiteren Absicherung dieses als feines Linienmuster ausgebildeten Sicherheitsmerkmals
werden die einzelnen Guillochen bzw. die feinen Linien 4, 5 häufig so gedruckt, dass
sie entlang ihres Verlaufs wechselnd zwischen zwei verschiedenen Farbtönen gedruckt
sind, wobei ein Übergang von dem einen Farbton zu dem anderen Farbton und umgekehrt
mittels eines stetigen Farbübergangs ausgebildet ist. Im Folgenden wird nur noch der
Begriff feine Linie verwendet, welcher jedoch den Begriff Guilloche umfassen soll.
Zusätzlich zu dem feinen Linienmuster 3 kann das Sicherheitsdokument 1 selbstverständlich
eine Vielzahl weiterer Sicherheitsmerkmale enthalten, die hier aus Gründen der Vereinfachung
nicht dargestellt sind. Beispielsweise kann das Sicherheitsdokument eine Seriennummer
und/oder zusätzliche individualisierende und/oder personalisierende Informationen
in nicht codierter und/oder codierter Weise umfassen. Ferner ist aus Gründen der Vereinheitlichung
im Folgenden von dem feinen Linienmuster 3 jeweils nur eine feine Linie dargestellt.
In allen Figuren werden für ähnliche technische Merkmale identische Bezugszeichen
verwendet.
[0048] In Fig. 2a ist eine Kontur einer feinen Linie 4 schematisch dargestellt. Die feine
Linie 4 nach Fig. 2a weist eine kosinusförmige Kontur auf. Die feine Linie 4 wird
anschließend in Linienabschnitte 6-8 zerlegt, die jeweils eine Kosinusvollwelle umfassen.
Die einzelnen Linienabschnitte 6-8 werden alternierend zwei Druckauszügen zugeordnet,
die schematisch in Fig. 2b und 2c dargestellt sind. Zur drucktechnischen Darstellung
der feinen Linie 4 nach Fig. 2a ist vorgesehen, dass die zwei Druckauszüge nach Fig.
2b und 2c mittels unterschiedlicher Druckverfahren auf eine oder mehrere Substratschichten
aufgedruckt werden, die anschließend zu einem monolithischen Dokumentenkörper des
Wert- und/oder Sicherheitsdokuments, vorzugsweise über eine Lamination, zusammengefügt
werden. Der Druckauszug nach Fig. 2b wird beispielsweise mittels eines Druckverfahrens,
beispielsweise einem Nass-Offset-Druckverfahren, einem wasserlosen Offset-Druckverfahren
oder einem direkten und indirekten Hochdruckverfahren, auf eine Substratschicht aufgedruckt.
Das Druckverfahren ist so gewählt, dass es die Linienabschnitte 6, 8 als kontinuierliche
glatte Konturen bzw. Konturabschnitte auf das Substrat druckt. Der zweite Druckauszug
nach Fig. 2c wird hingegen mit einem anderen Druckverfahren gedruckt, welches Druckpunkte
zum Ausbilden eines Druckbildes verwendet. Ein solches Druckverfahren ist beispielsweise
ein Tintenstrahldruckverfahren, bei dem die einzelnen Düsen eines Druckkopfes "pulsierend"
angesteuert werden. Eine Zuordnung der Druckauszüge 2b und 2c zu den Druckverfahren
ist über eine Darstellung der Linienabschnitte 6-8 jeweils kenntlich gemacht. Sind
die Linienabschnitte als durchgezogene Linien dargestellt, so wird der entsprechende
Druckauszug mittels eines Druckverfahrens gedruckt, der kontinuierliche glatte Konturen
als Linienabschnitte drucken kann. Ist der Linienabschnitt gepunktet dargestellt,
so deutet dies an, dass der entsprechende Druckauszug mittels eines Druckverfahrens
gedruckt wird, das zwangsweise Druckpunkte beim Drucken verwendet. Diese Konvention
wird in allen Figuren dieser Anmeldung eingehalten. Ein Drucken der beiden Druckauszüge
erfolgt so, dass sie sich in dem fertiggestellten Sicherheitsdokument passergenau
zu der Kontur der feinen Linie 4 nach Fig. 2a ergänzen. In Fig. 2d ist schematisch
das Druckbild 11 der feinen Linie 4 dargestellt, die sich aus den Linienabschnitten
6-8 ergibt, die einander zu der feinen Linie 4 ergänzen. Bei geeigneter Wahl der Auflösung,
insbesondere für den Druckpunkte verwendenden Druck, ist ein menschlicher Betrachter
nicht in der Lage festzustellen, mit welchem Druckverfahren oder Druckverfahrentyp
die einzelnen Linienabschnitte hergestellt sind. Darüber hinaus ist der Betrachter
bei einer ausreichend guten passergenauen Ausführung des Sicherheitsdokuments nicht
einmal in der Lage zu erkennen, dass und in welche Linienabschnitte die feine Linie
unterteilt ist. Erst unter Zuhilfenahme technischer Hilfsmittel, insbesondere optischer
Vergrößerungsgeräte, wird der Betrachter in die Lage versetzt, die Linienabschnitte
zu erkennen und ihnen die entsprechenden Druckverfahren oder Verfahrenstypen zuzuordnen.
Somit ist es möglich, ein gefälschtes Dokument, bei dem die feine Linie mit einem
einheitlichen Druckverfahren hergestellt ist, von einem Originaldokument zu unterscheiden,
bei dem die feine Linie mittels unterschiedlicher Druckverfahrentypen hergestellt
ist.
[0049] In Fig. 3a und 3b sind zwei unterschiedliche Druckauszüge 9, 10 einer weiteren feinen
Linie dargestellt, die aus Gründen der Vereinfachung als Gerade bzw. Strecke angenommen
ist. Die Linie besteht aus gleichlangen Abschnitten, die alternierend in zwei Farbtönen
dargestellt ist. Die feine Linie weist unterschiedlich farbige Linienabschnitte 6,
6', ... und 7, 7', ... auf, die alternierend angeordnet sind. Der eine Druckauszug
9 umfasst die Linienabschnitte 6, 6', ... der einen Farbe oder des einen Farbtons
und der zweite Druckauszug 10 umfasst die Linienabschnitte 7, 7', ... der anderen
Farbe bzw. des anderen Farbtons. In Fig. 3c ist ein Druckbild 11 der feinen Linie
4 dargestellt, die sich aus dem passergenauen Anordnen der Druckauszüge als gerade
Linie mit Linienabschnitten 6, 7 alternierender Farbtöne ergibt. Die Linienabschnitte
6, 6', ... weisen beispielsweise die Farbe Magenta auf. Die Linienabschnitte 7, 7',
... weisen hingegen beispielsweise die Farbe Cyan auf.
[0050] Während bei der Ausführungsform nach Fig. 3a bis 3c die Linie scharfe Farbübergänge
zwischen den Farben Magenta und Cyan und umgekehrt aufweist, wird es bevorzugt, zwischen
diesen beiden Farben bzw. Farbtönen jeweils einen kontinuierlichen Farbübergang bzw.
einen Farbverlauf zu drucken. In Fig. 4a und 4b sind Druckauszüge 9, 10 ähnlich zu
denen nach Fig. 3a und 3b dargestellt, bei denen jedoch die einzelnen Linienabschnitte
6, 6', ... und 7, 7', ... verändert so ausgebildet sind, dass diese einander im Druckbild
an ihren Enden jeweils überlappen. Ein entsprechendes Druckbild 11 ist in Fig. 4c
dargestellt. Die Farbe in der Mitte der Linienabschnitte 6, 6', ..., die ein Betrachter
wahrnimmt, ist magentafarben. In der Mitte der Linienabschnitte 7, 7', ..., die mittels
des zweiten Druckauszugs 10 gedruckt wurden, welcher mittels eines Druckpunkte verwendenden
Druckverfahrens gedruckt ist, ergibt sich für den Betrachter ein cyanfarbener Eindruck.
In einem Überlappungsbereich ergibt sich bei einem Übergang beispielsweise von dem
Linienabschnitt 6' zu dem Linienabschnitt 7' ein Übergang von Magenta über Blau zu
Cyan.
[0051] Bei einer Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass die beiden Druckauszüge 9, 10
in kurzer zeitlicher Abfolge mittels der unterschiedlichen Druckverfahren auf eine
Substratschichtoberfläche eines Substrats aufgedruckt werden, so dass eine Mischung
der Druckfarben eintritt. Bei einer anderen Ausführungsform kann vorgesehen sein,
dass sich die einzelnen Linienabschnitte 6, 6', ... und die Linienabschnitte 7, 7',
... bezüglich einer Linienstärke 13 zu Enden 14, 15 hin jeweils verjüngen. Dieses
ist exemplarisch in Fig. 5 dargestellt. Während der mittels eines Druckverfahrens,
welches kontinuierliche glatte Konturabschnitte erzeugt, gedruckte Linienabschnitt
6 eine sich verjüngende Kontur zu einem Ende 14 des Linienabschnitts 6 aufweist, wird
eine Linienstärke 13 des Linienabschnitts 7 durch eine Variation einer Druckpunktgröße
herbeigeführt. Zu einem Ende 15 des Linienabschnitts 7, der mit dem Druckpunkte verwendenden
Druckverfahren hergestellt ist, nimmt eine Druckpunktgröße ab. Hierdurch wird erreicht,
dass ein Flächenanteil jenes Farbtons, mit dem der entsprechende Linienabschnitt bzw.
der zugehörige Druckauszug gedruckt wird, abnimmt. Vorzugsweise sind die Enden 14,
15 der Linienabschnitte 6, 7 so aufeinander abgestimmt, dass eine Abnahme eines Farbflächenanteils
eines Linienabschnitts mit einer Zunahme eines Farbflächenanteils des anderen Linienabschnitts
korrespondiert. Hierdurch lässt sich ein besonders gleichmäßiger Farbübergang zwischen
den unterschiedlichen Farbtönen erreichen. Weitere Ausführungsformen können alternativ
und/oder zusätzlich vorsehen, dass ein Abstand 16 der Druckpunkte entlang eines Konturverlaufs
des Linienabschnitts 7 zu dem Ende 15 hin abnimmt, um zu einer Verringerung eines
Farbflächenanteils des Linienabschnitts 7 beizutragen.
[0052] Die bisher beschriebenen Ausführungsformen wurden so beschrieben, dass die zwei Druckauszüge
9, 10 jeweils auf ein und dieselbe Substratschichtoberfläche gedruckt sind.
[0053] In Fig. 6a und 6b sind exemplarische schematische Querschnittsansichten von Sicherheitsdokumenten
1 dargestellt, die auf diese Weise hergestellt sind. Die Sicherheitsdokumente 1 sind
jeweils aus Substratschichten 21-25, welche vorzugsweise aus einem thermoplastischen
Kunststoffmaterial, beispielsweise Polycarbonat, bestehen, hergestellt. Von den bereitgestellten
Schichten 21-25 aus einem Kunststoffmaterial wird beispielsweise die Schicht 22 mit
den verschiedenen Druckauszügen 9, 10 nach Fig. 3a und 3b (korrespondierend mit Fig.
6a) bzw. nach Fig. 4a und 4b (korrespondierend mit Fig. 6b) bedruckt. Die zwei Druckauszüge
9, 10 werden, wie oben beschrieben wurde, mittels unterschiedlicher Druckverfahren
gedruckt. Anschließend werden die Substratschichten zu einem Substratschichtenstapel
so zusammengetragen, dass die Substratschicht 22 eine innere Substratschicht ist.
Hierdurch wird vermieden, dass das aufgedruckte Sicherheitsdruckmuster für eine Manipulation
von außen zugänglich ist. Alternativ ist es selbstverständlich möglich, eine Unterseite
einer obersten Druckschicht 21 bzw. eine Oberseite der untersten Druckschicht 25 mit
den Druckauszügen 9, 10 oder jede andere innere Substratschichtoberfläche zu bedrucken.
Anschließend wird der Substratschichtenstapel in einem Laminationsverfahren in einer
Heiß-Kalt-Presse zu einem monolithischen Sicherheitsdokumentkörper 26 gefügt. Bei
den Ausführungsformen nach Fig. 6a und 6b ist das drucktechnisch aufgebrachte Sicherheitsmerkmal
in einer Ebene des Dokuments angeordnet.
[0054] Fig. 6c zeigt jedoch eine weitere Ausführungsform eines Sicherheitsdokuments, bei
der die unterschiedlichen Druckauszüge 9, 10 auf unterschiedliche Oberflächen 27,
28 der Substratschicht 22 aufgedruckt sind. Die Druckauszüge gleichen ansonsten den
Druckauszügen nach Fig. 4a und 4b. Über eine Analyse, in welcher Ebene des Sicherheitsdokuments
die einzelnen Linienabschnitte bzw. einzelnen Druckauszüge 9, 10 gedruckt sind, ist
eine weitere Verifikation hinsichtlich einer möglichen Fälschung möglich. Dies bedeutet,
eine Anordnung der unterschiedlichen Druckauszüge in unterschiedlichen Ebenen des
Sicherheitsdokuments stellt ein weiteres Sicherheitsmerkmal dar.
[0055] In den Fig. 7a bis 7c sind Schnittansichten weiterer Sicherheitsdokumente 1 gezeigt,
in denen über eine Anordnung von Druckauszügen 9, 10 bzw. Linienabschnitten 6, 6',
..., 7, 7', 7... in unterschiedlichen Ebenen, d.h. ein Drucken auf unterschiedliche
Substratschichtoberflächen, eine Codierung einer individuellen und/oder personalisierenden
Information möglich ist. Bei den Beispielen nach Fig. 7a und 7b ist ein Druckauszug
9, der als kontinuierliche glatte Konturen dargestellte Linienabschnitte 6, 6', ...
umfasst, jeweils auf eine obere Oberfläche der Substratschicht 22 gedruckt. Bei der
Ausführungsform nach Fig. 7a gibt es darüber hinaus drei weitere Druckauszüge 10,
10', 10", die jeweils Linienabschnitte 7, 7', 7" umfassen, die Lücken zwischen den
Linienabschnitten 6, 6', ... jeweils passergenau "ausfüllen". Während der Druckauszug
10 ebenfalls auf die obere Oberfläche 27 der Substratschicht 22 aufgedruckt ist, ist
der Druckauszug 10' auf die untere Oberfläche 28 der Substratschicht 22 aufgedruckt.
Der Druckauszug 10" ist beispielsweise auf eine obere Oberfläche 29 der Substratschicht
24 aufgedruckt. Den einzelnen Ebenen kann beispielsweise ein Wert oder Code zugeordnet
sein. Hierüber ist es möglich, beliebige Zeichen oder Zeichenfolgen in das Sicherheitsdokument
zu codieren. Bei einer Betrachtung des Sicherheitsdokuments durch eine Oberfläche
30 der obersten Schicht 21 ist für einen menschlichen Betrachter bei senkrechter Draufsicht
die Tiefeninformation der einzelnen Linienabschnitte nicht ohne weiteres wahrnehmbar,
wobei selbstverständlich vorausgesetzt wird, dass die Substratschichten, die zwischen
einem am weitesten innen liegenden bedruckten Druckauszug, hier den Druckauszug 10",
und der Oberfläche 30 des Sicherheitsdokuments 1, durch welche das Sicherheitsdruckmuster
betrachtet wird, transparent oder zumindest transluzent sind.
[0056] Bei der Ausführungsform nach Fig. 7b ist eine Lücke 31 zwischen den Linienabschnitten
6', 8" durch zwei Linienabschnitte 7" und 7"' "gefüllt", die unterschiedlichen Druckauszügen
10 und 10' zugeordnet sind. Während der Druckauszug 10 wie der Druckauszug 9, mit
dem die Linienabschnitte 6' und 6" gedruckt sind, auf die obere Oberfläche 27 der
Substratschicht 22 gedruckt ist, ist der Druckauszug 10' auf die untere Oberfläche
29 der Substratschicht 22 aufgedruckt.
[0057] Fig. 7c zeigt eine Ausführungsform, zu deren Herstellung insgesamt 5 Druckauszüge
verwendet wurden. Die Druckauszüge 9, 9', die entsprechend auf die obere Oberfläche
27 und die untere Oberfläche 28 der Substratschicht 22 aufgedruckt sind, sind jeweils
mittels eines Druckverfahrens bedruckt, welches die Linienabschnitte 6, 6' als kontinuierliche
glatte Konturen druckt. Die Druckauszüge 10, 10', 10" sind entsprechend auf unterschiedliche
Oberflächen der Substratschicht 22 und 24 gedruckt. Wie der Fachmann erkennt, ergibt
sich somit über eine unterschiedliche Anordnung von Linienabschnitten in unterschiedlichen
Ebenen des Sicherheitsdokuments eine vielfältige Möglichkeit, Informationen zu codieren.
[0058] Eine weitere Möglichkeit, Informationen in eine feine Linie zu codieren, ist in einer
Ausführungsform nach Fig. 8 dargestellt. Zwei mit unterschiedlichem Druckverfahren
hergestellte Druckauszüge 9 und 10 sind auf eine Oberseite 27 der Substratschicht
22 und eine untere Oberfläche 28 der Substratschicht 22 aufgedruckt. Die einzelnen
Linienabschnitte 7, 7', 7", 7'" des Druckauszugs 10, der mit dem Druckpunkte verwendenden
Druckverfahren gedruckt ist, weisen unterschiedliche Überlappungslängen 32-35 mit
den entsprechenden angrenzenden Linienabschnitten 6, 6', 6", 6'" des Druckauszugs
9 auf. Während beispielsweise der Linienabschnitt 7' Überlappungsabschnitte oder Überlappungsbereiche
32, 33 aufweist, die jeweils identisch lang sind, weist der Linienabschnitt 7" mit
seinen angrenzenden Linienabschnitten 6', 6" keine Überlappungslängen bzw. Überlappungslängen
der Länge Null auf. Der Linienabschnitt 7'" hingegen weist mit den angrenzenden Linienabschnitten
6" und 6'" unterschiedlich lange Überlappungsbereiche 34 und 35 auf. Über die Länge
und eine gegebenenfalls vorhandene Asymmetrie können somit ebenfalls Information zur
Individualisierung und/oder Personalisierung des Sicherheitsdokuments codiert und
gespeichert werden.
[0059] Anhand von Fig. 9a bis 9d soll erläutert werden, wie über Variation der Linienform
einzelner Linienabschnitte ebenfalls individualisierende und/oder personalisierende
Informationen codiert werden können. In Fig. 9a und 9b sind Draufsichten auf verschiedene
Substratschichten 22, 23 dargestellt, auf die jeweils ein Druckauszug 9 bzw. 10 einer
feinen Linie aufgedruckt sind. Der Druckauszug 9 ist mittels eines Druckverfahrens
hergestellt, der kontinuierliche glatte Linienabschnitte 6, 6', ... druckt. Der Druckauszug
10 ist mittels eines Druckverfahrens, beispielsweise eines Tintenstrahldruckverfahrens,
gedruckt, der Druckpunkte zur Darstellung des Druckbilds 11 verwendet. Die beiden
Druckauszüge 9, 10 sind so aufgedruckt und ausgestaltet, dass bei einer passergenauen
Überlagerung sich die feine Linie 4 ergibt. In Fig. 9c ist eine Draufsicht auf das
fertige Sicherheitsdokument 1 dargestellt, in das die Substratschichten 22 und 23
nach Fig. 9a und 9b als innere Substratschichten eingefügt sind. Als Strichpunktlinie
ist eine "Symmetrieachse" 41 einer als wellenartig angenommene Grundkontur der feinen
Linie 4 eingezeichnet. Jeweils eine Halbwelle dieser Grundkontur ist dem Druckauszug
9 zugeordnet, der mittels des Druckverfahrens gedruckt wird, das kontinuierliche glatte
Konturabschnitte darstellt. Die andere Halbwelle wird jeweils mit dem anderen Druckverfahren,
welches Druckpunkte verwendet, gedruckt. Hierbei wird beispielsweise die Amplitude
in vier Schritten variiert, wie mittels der gestrichelten Hilfslinie 42-46 angedeutet
ist. Die Symmetrieachse 41 und die Hilfslinien 42-46 sind nur zur Veranschaulichung
in den Fig. 9a bis 9c enthalten und nicht auf realen Substratschichten oder in einem
realen Sicherheits- oder Wertdokument vorhanden. In Fig. 9d ist schließlich eine Schnittansicht
des Sicherheitsdokuments 1 dargestellt. Zu erkennen ist, dass die einzelnen Druckauszüge
9, 10 bei dieser Ausführungsform in unterschiedlichen Ebenen, d.h. auf unterschiedlichen
Oberflächen der Substratschicht 22, gedruckt sind. Selbstverständlich ist eine Ausführungsform
möglich, bei der die beiden Druckauszüge 9, 10 auf dieselbe Substratschichtoberfläche
gedruckt sind.
[0060] Die beschriebenen Ausführungsbeispiele stellen lediglich exemplarische, stark vereinfachte
Ausführungsformen der Erfindung dar. Es ergibt sich für den Fachmann, dass die einzelnen
Merkmale, insbesondere die einzelnen Codierungsarten zum Codieren einer individualisierenden
und/oder personalisierenden Information in einem Wert- und/oder Sicherheitsdokument,
beliebig miteinander kombiniert werden können. Hierdurch wird die Möglichkeit geschaffen,
mit einer relativ geringen Anzahl von Linienabschnitten eine hohe Informationsdichte
zu realisieren. Alternativ und/oder zusätzlich können zwei unterschiedliche Codierungsarten
verwendet werden, um eine Redundanz der codierten Information, die in einzelne Linienabschnitte
oder einzelnen Folgen von Linienabschnitten codiert sind, zu erreichen. Hierüber kann
auch eine Verifikation einer korrekten Prüfung der Codierung vorgenommen werden. Beispielsweise
ist es möglich, dass ein Linienabschnitt, der mit seinen angrenzenden Linienabschnitten
bestimmte Überlappungslängen aufweist, jeweils in einer bestimmten Ebene des Dokuments
gedruckt ist. Linienabschnitte mit einer anderen Überlappungslänge mit ihren angrenzenden
Linienabschnitten können beispielsweise in einer anderen Ebene des Dokuments, d.h.
auf eine andere Substratschichtoberfläche, bei der Herstellung gedruckt werden.
[0061] Die verschienen Ausführungsformen lassen sich mit unterschiedlichen Druckfarben und
Tinten realisieren. Um einen besonders stabilen monolithischen Dokumentenkörper für
das Sicherheits- und/oder Wertdokument zu erhalten, ist es jedoch von Vorteil, ausschließlich
Substratschichten aus thermoplastischem Polycarbonat zu verwenden. In einem solchen
Fall bietet es sich an, den Druckpunkte verwendenden Druck als Tintenstrahldruck auszuführen
und eine Tinte auf Polycarbonatbasis zu verwenden. Auch das kontinuierliche glatte
Konturen druckende weitere eingesetzte Druckverfahren kann eine ähnliche Zubereitung
als Druckfarbe verwenden.
[0062] Im Folgenden werden Beispiele für eine Herstellung eines hierfür einsetzbaren Polycarbonatderivats,
eine Herstellung einer für die Herstellung einer Tintenstrahldruckfarbe geeigneten
flüssigen Zubereitung und Herstellung einer ersten geeignet einsetzbaren Tintenstrahldruckfarbe
angegeben.
Beispiel 1: Herstellung eines geeignet einsetzbaren Polycarbonatderivats
[0063] 149,0 g (0,65 Mol) Bisphenol A (2,2-Bis-(4-hydroxyphenyl)-propan, 107,9 g (0,35 Mol)
1,1-Bis-(4-hydroxyphenyl)-3,3,5-trimethylcyclohexan, 336,6 g (6 Mol) KOH und 2700
g Wasser werden in einer Inertgas-Atmosphäre unter Rühren gelöst. Dann fügt man eine
Lösung von 1,88 g Phenol in 2500 ml Methylenchlorid zu. In die gut gerührte Lösung
wurden bei pH 13 bis 14 und 21 bis 25°C 198 g (2 Mol) Phosgen eingeleitet. Danach
wird 1 ml Ethylpiperidin zugegeben und noch 45 Min. gerührt. Die bisphenolatfreie
wässrige Phase wird abgetrennt, die organische Phase nach Ansäuern mit Phosphorsäure
mit Wasser neutral gewaschen und vom Lösungsmittel befreit.
[0064] Das Polycarbonatderivat zeigte eine relative Lösungsviskosität von 1,263. Die Glastemperatur
wurde zu 183 °C bestimmt (DSC).
Beispiel 2: Herstellung einer für die Herstellung einer Tintenstrahldruckfarbe geeigneten
flüssigen Zubereitung
[0065] Eine flüssige Zubereitung wurde aus 17,5 Gew.-Teile des Polycarbonatderivats aus
Beispiel 1 und 82,5 Gew.-Teile eines Lsgm.-Gemisches gemäß Tabelle I hergestellt.
Tabelle I
| Mesitylen |
2,4 |
| 1-Methoxy-2-propanolacetat |
34,95 |
| 1,2,4-Trimethylbenzol |
10,75 |
| Ethyl-3-ethoxypropionat |
33,35 |
| Cumol |
0,105 |
| Solvent Naphtha |
18,45 |
[0066] Es wurde eine farblose, hochviskose Lösung mit einer Lösungsviskosität bei Raumtemperatur
von 800m Pas erhalten.
Beispiel 3: Herstellung einer ersten geeigneten einsetzbaren Tintenstrahldruckfarbe
[0067] In einem 50-ml-Weithalsgewindeglas wurden 10 g Polycarbonatlösung aus Beispiel 2
und 32,5 g des Lösungsmittelgemisches aus Beispiel 2 mit einem Magnetrührer homogenisiert
(4 %-ige PC-Lösung). Es wurde eine farblose, niederviskose Lösung mit einer Lösungsviskosität
bei 20 °C von 5,02 mPa.s erhalten.
[0068] Die erhaltene Polycarbonat-Lösung wurde zusätzlich mit ca. 2% Pigment Black 28 versetzt.
Es ergibt sich eine Tinte, mittels welcher schwarz/weiß Bilder auf Polycarbonatfolien
gedruckt werden können. Durch eine äquivalente Zugabe anderer Pigmente oder Farbstoffe
lassen sich entsprechend monochrome und/oder farbige Tinten herstellen.
[0069] Eine Änderung der Auflösung eines mit der Tinte gedruckte aus Druckpunkten zusammengesetzten
Musters tritt bei dem Fügevorgang, in dem die mit dem Muster bedrucke Substratschicht
mit einer darüber angeordneten Substratschicht verbunden wird, nahezu nicht auf. Dieses
bedeutet, dass das Muster auch nach der Lamination in nahezu der gleichen Auflösung
erhalten bleibt.
[0070] Eine optische Untersuchung des Verbundes ergab ansonsten keinerlei erkennbare Phasengrenze.
Der Verbund zeigte sich als monolithischer Block, der auch Delamination hervorragend
widersteht.
Bezugszeichenliste
[0071]
- 1
- Sicherheitsdokument
- 2
- Sicherheitsdruckmuster
- 3
- feines Linienmuster
- 4, 5
- feine Linien
- 6-8
- Linienabschnitte
- 9, 10
- Druckauszüge
- 11
- Druckbild
- 12
- Überlappungsbereich
- 13
- Linienstärke
- 14, 15
- Enden
- 21-25
- Substratschichten
- 26
- Dokumentenkörper
- 27
- obere Oberfläche der Substratschicht 22
- 28
- untere Oberfläche der Substratschicht 22
- 29
- obere Oberfläche der Substratschicht 24
- 31
- Lücke
- 32-35
- Überlappungsbereiche
- 41
- Symmetrieachse
- 42-46
- Hilfslinien
1. Verfahren zum Herstellen eines Wert- und/oder Sicherheitsdokuments (1) umfassend:
Bereitstellen von Substratsehichten (21-25),
drucktechnisches Aufbringen eines Sicherheitsdruckmusters (2), welches ein feines
Linienmuster (3) umfasst, auf mindestens eine der Substratschichten (21-25) als Sicherheitsmerkmal,
Zusammenfügen der Substratschichten (21-25) zu einem monolithischen Dokumentenkörper
(26),
dadurch gekennzeichnet, dass
das Sicherheitsdruckmuster (2) in mindestens zwei Druckauszüge (9, 10) aufgeteilt
wird, die einander ergänzen, so dass beim Drucken eines jeden der Druckauszüge (9,
10) jeweils ein Anteil von mindestens einer feinen Linie (4) des feinen Linienmusters
gedruckt wird und die mindestens zwei Druckauszüge (9, 10) mit mindestens zwei unterschiedlichen
Druckverfahren gedruckt werden, wobei zumindest einer der mindestens zwei Druckauszüge
(9, 10) mittels eines Druckpunkte verwendenden Druckverfahrens und zumindest ein anderer
der mindestens zwei Druckauszüge (9, 10) mittels eines Druckverfahrens gedruckt werden,
das den oder die Anteile der mindestens einen feinen Linie (4) in Form einer glatten
Kontur oder glatten Konturen druckt, wobei eines der Druckverfahren ein Druckpunkte
druckendes Tintenstrahidruckverfahren ist, bei dem einer der mindestens zwei Druckauszüge
(9, 10) in Form von Druckpunkten gedruckt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Druckauszug mit einem nicht digitalen Druckverfahren, insbesondere einem Nass-Offset-Druckverfahren,
einem wasserlosen Offset-Druckverfahren oder einem direkten und indirekten Hochdruckverfahren,
gedruckt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als das Linienmuster (3) mindestens eine feine Linie (4, 5) mit abwechseinden Farbverläufen
zwischen mindestens zwei Farbtönen drucktechnisch aufgebracht wird.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitsdruckmuster so zerlegt wird, dass die mindestens zwei Druckauszüge
(9, 10) jeweils mehrere Linienabschnitte (6, 6', ..., 7, 7', ...) der mindestens einen
feinen Linie (4) umfassen.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Linienabschnitte (6, 6', ..., 7, 7', ...) der verschiedenen der mindestens zwei
Druckauszüge (9, 10) einander teilweise übertappend gedruckt werden.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Druckauszüge (9, 10) jeweils mehrere Linienabschnitte (6, 6',
..., 7, 7', ...) der mindestens einen feinen Linie (4) umfassen und die Linienabschnitte
(6, 6', ..., 7, 7', ...) jeweils eine Linienstärke (13) aufweisen und so gedruckt
werden, dass die Linienstärke (13) jeweils zu Enden (14, 15) der Linienabschnitte
(6, 6', ..., 7,7', ...) abnimmt.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Linienstärke (13) über eine Druckpunktgröße variiert wird.
8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckauszüge (9, 10) auf unterschiedliche Substratoberflächen (27, 28, 29) der
Substratschichten (21-25) aufgedruckt werden, so dass diese sich passergenau für eine
Betrachtung des Sicherheitsdruckmusters (2) ergänzen.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Linienabschnitte (6, 6', ..., 7, 7', ...) des mindestens einen mittels des Tintenstrahldrucks
hergestellten Druckauszugs (9, 10) aus lediglich in Linienverlaufsrichtung überlappenden
Druckpunkten hergestellt werden.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine personalisierende und/oder individualisierende Information über Längen und/oder
Positionen der Linienabschnitte (6, 6', ..., 7, 7', ...) der mindestens einen feinen
Linie (4) gespeichert wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die eine personalisierende und/oder individualisierende Information über Längen der
entlang der mindestens einen feinen Linie (4) aufeinander folgenden Linienabschnitte
(6, 6', ..., 7, 7', ...) in einem der mindestens zwei Druckauszüge (9, 10) gespeichert
wird.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die eine personalisierende und/oder individualisierende Information über Längen von
Überlappungsbereichen (12, 32-35) der Linienabschnitte (6, 6', ..., 7, 7', ...) der
mindestens einen feinen Linie (4) der mindestens zwei Druckauszüge (9, 10) gespeichert
wird.
13. Wert- und/oder Sicherheitsdokuments (1) umfassend:
einen monolithischen Dokumentenkörper (26), der aus mehreren Substratschichten (21-25)
zusammengefügt ist, wobei auf mindestens eine der Substratschichten (21-25) drucktechnisch
ein Sicherheitsdruckmuster (3) als Sicherheitsmerkmal aufgebracht ist, welches ein
feines Linienmuster (3) umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Sicherheitsdruckmuster (2) in mindestens zwei Druckauszüge (9, 10) aufgeteilt
ist, die einander ergänzen, so dass beim Drucken eines jeden der Druckauszüge (9,
10) jeweils ein Anteil von mindestens einer feinen Linie (4) des feinen Linienmüsters
(3) gedruckt ist und die mindestens zwei Druckauszüge (9, 10) mit unterschiedlichen
Druckverfahren gedruckt sind, wobei zumindest einer der mindestens zwei Druckauszüge
(9, 10) mittels eines Druckpunkte verwendenden Druckverfahren und zumindest ein anderer
der mindestens zwei Druckauszüge (9, 10) mittel eines Druckverfahrens gedruckt sind,
das den oder die Anteile der mindestens einen feinen Linie (4) in Form einer glatten
Kontur oder glatter Konturen druckt, wobei einer der mindestens zwei Druckauszüge
(9, 10) mittels eines aus Druckpunkten zusammengesetzten Tintenstrahidrucks hergestellt
ist.
14. Wert- und/oder Sicherheitsdokuments (1) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass ein Druckauszug mit einem nicht digitalen Druckverfahren, insbesondere einem Nass-Offset-Druckverfahren,
einem wasserlosen Offset-Druckverfahren oder einem direkten und indirekten Hochdruckverfahren,
gedruckt ist.
15. Wert- und/oder Sicherheitsdokuments (1) nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Druckauszüge (9, 10) jeweils mehrere Linienabschnitte (6, 6'
..., 7, 7', ...) der mindestens einen feinen Linie (4) umfassen.
1. Method for production of a value and/or security document (1) comprising:
provision of substrate layers (21 - 25),
printed application of a printed security pattern (2) comprising a fine line pattern
(3) onto at least one of the substrate layers (21-25) as a security feature,
joining of the substrate layers (21-25) into a monolithic document body (26),
characterized in that
the printed security pattern (2) is subdivided into at least two partial prints (9,
10) which complement each other such that one section of at least one fine line (4)
of the fine line pattern is printed when each partial print (9, 10) is printed, and
the at least two partial prints (9, 10) are printed using at least two different printing
processes, wherein at least one of the at least two partial prints (9, 10) is printed
by means of a printing process using printed dots, and
at least one other of the at least two partial prints (9, 10) is printed by means
of a printing process that prints the section or sections of the at least one fine
line (4) in the form of a smooth contour or smooth contours, wherein one of the printing
processes is an inkjet printing process printing printed dots, in which one of the
at least two partial prints (9, 10) is printed in the form of printed dots.
2. Method according to claim 1, characterized in that one partial print is printed with a non-digital printing process, in particular a
wet offset printing process, a waterless offset printing process or a direct and indirect
letterpress process.
3. Method according to claim 1 or 2, characterized in that as a line pattern (3), at least one fine line (4, 5) with changing colour developments
between at least two shades is applied by printing.
4. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that the printed security pattern is broken down such that the at least two partial prints
(9, 10) each comprise several line segments (6, 6',... 7, 7', ...) of the at least
one fine line (4).
5. Method according to claim 4, characterised in that the line segments (6, 6', ..., 7, 7', ...) of the different at least two partial
prints (9, 10) are printed partly overlapping each other.
6. Method according to claim 4 or 5, characterised in that the at least two partial prints (9, 10) each comprise several line segments (6, 6',
..., 7, 7', ...) of the at least one fine line (4), and the line segments (6, 6',
..., 7, 7', ...) each have a line thickness (13) and are printed so that the line
thickness (13) in each case diminishes towards the ends (14, 15) of the line segments
(6, 6', ..., 7, 7', ...).
7. Method according to claim 6, characterised in that a line thickness (13) is varied via a printed dot size,
8. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that the partial prints (9, 10) are printed onto different substrate surfaces (27, 28,
29) of the substrate layers (21-25) so that these complement each other with a precise
fit for viewing the printed security pattern (2).
9. Method according to any one of claims 4 to 8, characterised in that the line segments (6, 6', ..., 7, 7', ...) of the at least one partial print (9,
10) produced by means of the inkjet printing are produced from printed dots overlapping
only in the direction of the line course.
10. Method according to any one of claims 4 to 9, characterised in that personalising and/or individualising information is stored via lengths and/or positions
of the line segments (6, 6', ..., 7, 7', ...) of the at least one fine line (4).
11. Method according to claim 10, characterised in that the personalising and/or individualising information is stored via lengths of the
line segments (6, 6', ..., 7, 7', ...) succeeding each other along the at least one
fine line (4) in one of the at least two partial prints (9, 10).
12. Method according to claim 10 or 11, characterised in that the personalising and/or individualising information is stored via lengths of overlapping
regions (12, 32-35) of the line segments (6, 6', ..., 7, 7', ...) of the at least
one fine line (4) of the at least two partial prints (9, 10).
13. Value and/or security document (1) comprising:
a monolithic document body (26) that is composed of several substrate layers (21-25),
wherein a printed security pattern (3) is printed onto at least one of the substrate
layers (21-25) as a security feature encompassing a fine line pattern (3),
characterised in that
the printed security pattern (2) is subdivided into at least two partial prints (9,
10) which complement each other such that one section of at least one fine line (4)
of the fine line pattern (3) is printed when each partial print (9, 10) is printed,
and the at least two partial prints (9, 10) are printed using different printing processes,
wherein at least one of the at least two partial prints (9, 10) is printed by means
of a printing process using printed dots, and at least one other of the at least two
separate partial prints (9, 10) is printed by means of a printing process that prints
the section or sections of the at least one fine line (4) in the form of a smooth
contour or smooth contours, wherein one of the at least two partial prints (9, 10)
is produced by means of an inkjet print composed of printed dots.
14. Value and/or security document (1) according to claim 13, characterised in that one partial print is printed with a non-digital printing process, in particular a
wet offset printing process, a waterless offset printing process or a direct and indirect
letterpress process.
15. Value and/or security document (1) according to claim 13 or 14, characterised in that the at least two partial prints (9, 10) each comprise several line segments (6, 6',
..., 7, 7', ...) of the at least one fine line (4).
1. Procédé de fabrication d'un document de valeur et/ou de sécurité (1) comprenant les
étapes suivantes :
mise à disposition de couches de substrat (21-25),
application par impression d'un motif d'impression de sécurité (2) qui comporte un
motif de lignes fines (3), sur au moins l'une des couches de substrat (21-25) comme
caractéristique de sécurité,
assemblage des couches de substrat (21-25) en un corps de document (26) monolithique,
caractérisé en ce que le motif d'impression de sécurité (2) est séparé en au moins deux extraits d'impression
(9, 10) qui se complètent de sorte que lors de l'impression de chaque extrait d'impression
(9, 10), respectivement une part d'au moins une ligne fine (4) du motif de lignes
fines est imprimée et les au moins deux extraits d'impression (9, 10) sont imprimés
avec au moins deux procédés d'impression différents, au moins l'un des au moins deux
extraits d'impression (9, 10) étant imprimé à l'aide d'un procédé d'impression utilisant
des points d'impression et au moins un autre des au moins deux extraits d'impression
(9, 10) à l'aide d'un procédé d'impression qui imprime la ou les parts de l'au moins
une ligne fine (4) sous la forme d'un contour lisse ou de contours lisses, l'un des
procédés d'impression étant un procédé d'impression par jet d'encre imprimant des
points d'impression, pour lequel l'un des au moins deux extraits d'impression (9,
10) est imprimé sous la forme de points d'impression.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un extrait d'impression est imprimé avec un procédé d'impression non numérique, en
particulier un procédé d'impression offset à l'humide, un procédé d'impression offset
sans eau ou un procédé d'impression en relief direct ou indirect.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'au moins une ligne fine (4, 5) est appliquée par impression comme motif de lignes
(3) avec des dégradés de couleur en alternance entre au moins deux teintes.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le motif d'impression de sécurité est décomposé de sorte que les au moins deux extraits
d'impression (9, 10) comportent respectivement plusieurs sections de ligne (6, 6',
..., 7, 7', ...) de l'au moins une ligne fine (4).
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que les sections de ligne (6, 6', ..., 7, 7', ...) des différents des au moins deux extraits
d'impression (9, 10) sont imprimées en se chevauchant en partie.
6. Procédé selon la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce que les au moins deux extraits d'impression (9, 10) comportent respectivement plusieurs
sections de ligne (6, 6', ..., 7, 7', ...) de l'au moins une ligne fine (4) et les
sections de ligne (6, 6', ..., 7, 7', ...) présentent respectivement une épaisseur
de ligne (13) et sont imprimées de sorte que l'épaisseur de ligne (13) diminue respectivement
vers des extrémités (14, 15) des sections de ligne (6, 6', ..., 7, 7', ...).
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce qu'une épaisseur de ligne (13) est variée par une grandeur de point d'impression.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les extraits d'impression (9, 10) sont appliqués sur différentes surfaces de substrat
(27, 28, 29) des couches de substrat (21-25) de sorte que ceux-ci se complètent en
ajustement précis pour une considération du motif d'impression de sécurité (2).
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications 4 à 8, caractérisé en ce que les sections de ligne (6, 6', ..., 7, 7', ...) de l'au moins un extrait d'impression
(9, 10) fabriqué à l'aide de l'impression par jet d'encre sont fabriquées en points
d'impression se chevauchant juste dans le sens de tracé des lignes.
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications 4 à 9, caractérisé en ce qu'une information de personnalisation et/ou d'individualisation est enregistrée sur
des longueurs et/ou positions des sections de ligne (6, 6', ..., 7, 7', ...) de l'au
moins une ligne fine (4).
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce que l'information de personnalisation et/ou d'individualisation est enregistrée sur des
longueurs des sections de ligne (6, 6', ..., 7, 7', ...) se suivant le long de l'au
moins une ligne fine (4) dans l'un des au moins deux extraits d'impression (9, 10).
12. Procédé selon la revendication 10 ou 11, caractérisé en ce que l'une information de personnalisation et/ou d'individualisation est enregistrée sur
des longueurs de zones de chevauchement (12, 32-35) des sections de ligne (6, 6',
..., 7, 7', ...) de l'au moins une ligne fine (4) des au moins deux extraits d'impression
(9, 10).
13. Document de valeur et/ou de sécurité (1) comprenant :
un corps de document (26) monolithique qui est composé de plusieurs couches de substrat
(21-25), un motif d'impression de sécurité (3) étant appliqué par impression comme
caractéristique de sécurité sur au moins l'une des couches de substrat (21-25),
lequel comporte un motif de lignes fines (3), caractérisé en ce que le motif d'impression de sécurité (2) est séparé en au moins deux extraits d'impression
(9, 10) qui se complètent de sorte que lors de l'impression de chaque extrait d'impression
(9, 10), respectivement une part d'au moins une ligne fine (4) du motif de lignes
fines (3) soit imprimée et les au moins deux extraits d'impression (9, 10) soient
imprimés avec différents procédés d'impression, au moins l'un des au moins deux extraits
d'impression (9, 10) étant imprimé à l'aide d'un procédé d'impression utilisant des
points d'impression et au moins un autre des au moins deux extraits d'impression (9,
10) étant imprimé à l'aide d'un procédé d'impression qui imprime la ou les parts des
au moins une ligne fine (4) sous la forme d'un contour lisse ou de contours lisses,
l'un des au moins deux extraits d'impression (9, 10) étant fabriqué à l'aide d'une
impression à jet d'encre composée de points d'impression.
14. Document de valeur et/ou de sécurité (1) selon la revendication 13, caractérisé en ce qu'un extrait d'impression est imprimé avec un procédé d'impression non numérique, en
particulier un procédé d'impression offset à l'humide, un procédé d'impression offset
sans eau ou un procédé d'impression en relief direct et indirect.
15. Document de valeur et/ou de sécurité (1) selon la revendication 13 ou 14, caractérisé en ce que les au moins deux extraits d'impression (9, 10) comportent respectivement plusieurs
sections de ligne (6, 6', ..., 7, 7', ...) de l'au moins une ligne fine (4).