| (19) |
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(11) |
EP 2 250 308 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.09.2011 Patentblatt 2011/38 |
| (22) |
Anmeldetag: 02.03.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2009/052467 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2009/109553 (11.09.2009 Gazette 2009/37) |
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| (54) |
VORRICHTUNG ZUM VERNADELN EINER FASERBAHN
DEVICE FOR NEEDLING A WEB OF FIBER
DISPOSITIF D'AIGUILLETAGE D'UNE BANDE FIBREUSE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
03.03.2008 DE 102008012294 02.05.2008 DE 102008021958
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.11.2010 Patentblatt 2010/46 |
| (73) |
Patentinhaber: Oerlikon Textile GmbH & Co. KG |
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42897 Remscheid (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- REUTTER, Tilman
24601 Stolpe (DE)
- PLUMP, Andreas
A-4020 Linz (AT)
- MAYER, Andreas
91054 Erlangen (DE)
- BU, Daniel
A-4052 Ansfelden (AT)
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| (74) |
Vertreter: Kahlhöfer, Hermann |
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KNH Patentanwälte
Kahlhöfer Neumann Rößler Heine
Postfach 10 33 63 40024 Düsseldorf 40024 Düsseldorf (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
AT-B- 412 162 GB-A- 1 257 669
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DE-A1- 19 615 697 GB-A- 1 288 935
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Vernadeln einer Faserbahn gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Bei Vorrichtungen zum Vernadeln einer Faserbahn wird ein Nadelbalken, an dessen Unterseite
eine Vielzahl von Nadeln gehalten sind, in eine oszillierende Auf-und Abwärtsbewegung
angetrieben, so dass die Nadeln die auf einer Unterlage geführte Faserbahn wiederkehrend
durchstechen. Zum Antrieb derartiger Nadelbalken werden üblicherweise Kurbeltriebe
verwendet, wobei eine exzentrisch umlaufende Exzentermasse zum Massenausgleich üblicherweise
durch entsprechende Ausgleichsmassen an der Kurbelwelle kompensiert werden. Damit
lassen sich die Massenwirkungen aufgrund der rotierenden uns oszillierenden Massen
innerhalb der Vorrichtung derart klein halten, dass keine unzulässigen Schwingungen
in dem Maschinengestell auftreten. Um höhere Produktionsgeschwindigkeiten beim Vernadeln
einer Faserbahn zu erreichen sind nun Antriebskonzepte des Nadelbalkens bekannt, bei
welcher eine überlagerte in horizontaler Richtung ausgerichtete Hin- und Herbewegung
des Nadelbalkens zu der Auf- und Abwärtsbewegung erzeugt wird. Eine derartige Vorrichtung
ist beispielsweise aus der
DE 196 15 697 A1 bekannt.
[0003] Bei der bekannten Vorrichtung wird der Nadelbalken durch ein Vertikaltriebwerk zu
einer Auf- und Abwärtsbewegung und durch ein Horizontaltriebwerk überlagert zu einer
Hin- und Herbewegung angetrieben. Hierbei treten die Massenkräfte in der Vorrichtung
sowohl in vertikaler Richtung als auch in horizontaler Richtung auf. Zum Ausgleich
der Massenkräfte und Massenmomente sind bei der bekannten Vorrichtung mehrere Ausgleichswellen
in dem Maschinengestell angeordnet, die durch gegenläufig drehende Exzentermassen
den Massenkräften und Massenmomenten der Kurbelantriebe entgegenwirken. Diese Form
des Massenausgleichs ist technisch sehr aufwändig und erfordert innerhalb der Vorrichtung
einen erheblichen Platzbedarf. Besonders problematisch sind die sich bei variabler
Hubeinstellung des Horizontaltriebwerkes auftretenden freien Massenkräfte und Massenmomente,
da diese quadratisch mit der Hubfrequenz und linear mit der Hubhöhe steigen. Somit
führen höhere Hubfrequenzen und damit höhere Produktionsgeschwindigkeiten sowie größere
Horizontalhübe des Nadelbalkens bei der bekannten Vorrichtung zwangsläufig zu erhöhten
Schwingungen im Maschinengestell. Derartige Schwingungen sind jedoch im Hinblick auf
Geräusche und insbesondere im Hinblick auf die Produktqualität sehr negativ.
[0004] Es ist somit Aufgabe der Erfindung eine Vorrichtung zum Vernadeln einer Faserbahn
der gattungsgemäßen Art derart auszubilden, dass ein Massenausgleich der in vertikaler
und horizontaler Richtung auftretenden Massenkräfte mit einfachen Mitteln möglich
ist.
[0005] Ein weiteres Ziel der Erfindung liegt darin, eine Vorrichtung der gattungsgemäβen
Art bereitzustellen, die variable Hubeinstellungen des Nadelbalkens mit relativ großen
Horizontalhüben und hohen Hubfrequenzen ermöglicht.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen nach
Anspruch 1 gelöst.
[0007] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind durch die Merkmale und Merkmalskombinationen
der Unteransprüche definiert.
[0008] Die Erfindung trennt sich von dem Prinzip, die an einem Kurbelantrieb wirksamen Massekräfte
durch eine Gegenmasse zu kompensieren, die in einer Exzenterebene gegenüberliegend
der Exzentermasse angeordnet ist. Die Erfindung basiert auf der Erkenntnis, dass der
Kurbelantrieb des Vertikaltriebwerkes dazu genutzt werden kann, um neben den vertikal
gerichteten Massenkräften auch die horizontal gerichteten Massenkräfte entgegenzuwirken.
Hierzu ist eine Ausgleichsmasse der Massenausgleichseinrichtung dem Kurbelantrieb
des Vertikaltriebwerkes zugeordnet und um einen Winkel im Bereich <180° versetzt zu
einem Exzenter des Kurbelantriebes angeordnet. Die Größe der Ausgleichsmasse sowie
die Winkellage der Ausgleichsmasse an dem Kurbelantrieb lässt sich dabei in Abhängigkeit
von den in vertikaler Richtung und horizontaler Richtung wirkenden Massenkräften und
Massenmomenten wählen. Damit lassen sich Ausgleichfunktionen an den vorhandenen Kurbelantrieben
realisieren, die sonst nur durch zusätzliche Ausgleichswellen oder andere aufwändige
Maßnahmen zu erreichen wären. Die Ausgleichsmasse ist hierzu unmittelbar an einer
Kurbelwelle oder einer Exzenterwelle des Kurbelantriebes angeordnet. Hierbei ist es
unerheblich, ob die überlagerte Horizontalbewegung des Nadelbalkens durch ein Horizontaltriebwerk
oder bei Phasenverstellung direkt durch das Vertikaltriebwerk erzeugt wird. In jedem
Fall lassen sich die dabei auftretenden horizontalen Massenkräfte durch die Ausgleichsmasse
an dem Kurbeltrieb des Vertikaltriebwerkes ausgleichen.
[0009] Bei einer besonders bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist die Ausgleichsmasse
um den Winkel von 90° versetzt zu dem Exzenter des Kurbelantriebes angeordnet und
eine zweite Ausgleichsmasse um den Winkel von 180° versetzt zu dem Exzenter des Kurbelantriebes
angebracht. Damit lassen sich die vertikalen Massekräfte des Nadelbalkens an dem Kurbelantrieb
vollständig kompensieren. Den horizontalen Massenkräften wird dabei die um 90° versetzt
zur Exzentermasse des Kurbelantriebes angeordnete Ausgleichmasse entgegen. So lässt
sich bei konstantem Horizontalhub des Nadelbalkens ein vollständiger Massenausgleich
realisieren. Der Nadelbalken lässt sich mit entsprechend hohen Hubfrequenzen betreiben
ohne dass unzulässige Schwingungen an dem Maschinengestell wirksam werden.
[0010] Die einem Kurbelantrieb zugeordneten Ausgleichsmassen können in ihrer Größe gleich
oder unterschiedlich ausgebildet sein. Die Wahl der Größe der Ausgleichsmassen ist
wesentlich von den während des Betriebes auftretenden Massenkräften abhängig.
[0011] Um eine parallele Führung des Nadelbalkens innerhalb eines Maschinengestells zu realisieren,
wird das Vertikaltriebwerk bevorzugt durch zwei synchron umlaufende Kurbelantriebe
gebildet. Hierbei ist gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung jedem
der Kurbelantriebe jeweils eine oder mehrere Ausgleichsmassen zugeordnet. Somit lässt
sich jeder Kurbelantrieb zum Massenausgleich der vertikalen und horizontalen Massenkräfte
nutzen. Die Ausgleichsmassen an den Kurbelantrieben des Vertikaltriebwerkes können
an jedem der Kurbelantriebe identisch oder unterschiedlich ausgebildet sein. So lässt
sich beispielsweise einer der Kurbelantriebe mit zwei Ausgleichsmassen bestücken,
wo hingegen der zweite Kurbelantrieb nur eine Ausgleichsmasse erhält.
[0012] Bei besonders komplexen Antriebskonzepten des Nadelbalkens lässt sich die Massenausgleichseinrichtung
auch dadurch erweitern, dass innerhalb des Maschinengestells eine zusätzliche Ausgleichswelle
mit einer umlaufenden Exzentermasse angeordnet ist. Damit können insbesondere auch
die Massenmomente innerhalb des Maschinengestells vollständig kompensiert werden.
Je nach Antriebskonzept kann die Ausgleichswelle mit einer umlaufenden Exzentermasse
oder mit zwei um 90° versetzt umlaufenden Exzentermassen bestückt sein.
[0013] Für den Fall, dass die Horizontalbewegung über die Phasenverstellung des Vertikaltriebwerkes
erzeugt wird, weist die Phasenverstelleinrichtung vorzugsweise zwei separat steuerbare
Stellmotore auf, die den Kurbelwellen der Kurbeltriebe des Vertikaltriebwerkes zugeordnet
sind. Damit lassen sich je nach Phasendifferenz zwischen den Kurbelwellen verschieden
große Hübe bei der Horizontalbewegung realisieren. Zum Massen- und Momentenausgleich
ist die Ausgleichswelle bevorzugt symmetrisch zu den beiden Kurbelwellen der Kurbeltriebe
angeordnet.
[0014] Um bei einem separaten Kurbelantrieb des Horizontaltriebwerkes unmittelbar die in
dem Horizontaltriebwerk wirksamen Massenkräfte kompensieren zu können, wird gemäß
einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung zumindest eine weitere Ausgleichsmasse
dem Kurbelantrieb des Horizontaltriebwerkes zugeordnet und um einen Winkel im Bereich
<180° versetzt zu dem Exzenter des Kurbelantriebes angeordnet.
[0015] Alternativ besteht jedoch auch die Möglichkeit, die Anordnung der Ausgleichsmassen
an dem Kurbelantrieb des Horizontaltriebwerkes derart zu wählen, dass die Ausgleichsmasse
um 90° versetzt zu dem Exzenter gehalten wird und eine zweite Ausgleichsmasse gegenüberliegend
zur Exzentermasse angeordnet ist.
[0016] Um möglichst einen flexiblen horizontalen Antrieb des Nadelbalkens zu realisieren,
wird bevorzugt das Horizontaltriebwerk durch zwei synchron umlaufende Kurbelantriebe
gebildet. Hierbei wird vorteilhaft jedem der Kurbelantriebe zumindest eine der Ausgleichsmassen
zugeordnet.
[0017] Um eine variable Hubeinstellung zu ermöglichen, sind die Kurbelantriebe des Horizontaltriebwerks
gegensinnig antreibbar und in ihren Phasenlagen verstellbar ausgebildet. Durch die
den Kurbelantrieben zugeordneten Ausgleichsmassen lassen sich dabei neben den konstanten
Massenkräften auch die variablen Massenkräfte kompensieren. Bei geeigneter Wahl der
Ausgleichsmassen verschwindet somit die resultierende Massenkraft annähernd für jede
horizontale Hubeinstellung zwischen null und einem Maximalhub.
[0018] Um eine möglichst stabile Führung der Antriebsbewegung des Nadelbalkens zu erhalten,
werden die Kurbelantriebe des Horizontaltriebwerkes bevorzugt durch ein Kopplungsgetriebe
mit dem Nadelbalken verbunden. So lässt sich die Antriebsbewegung der Kurbelantriebe
über das Kopplungsgetriebe in eine fast ausschließliche Gradbewegung an dem Nadelbalken
umsetzen.
[0019] Die Kurbelantriebe des Vertikaltriebwerkes sowie des Horizontaltriebwerkes werden
üblicherweise durch jeweils eine angetriebene Kurbelwelle oder eine angetriebene Exzenterwelle
ausgebildet, die über einem Pleuelkopf mit einer Pleuelstange verbunden sind.
[0020] Zum Ausgleich der Massenkräfte werden die Ausgleichsmassen direkt an der Kurbelwelle
oder an der Exzenterwelle angebracht.
[0021] Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels
unter Hinweis auf die beigefügten Figuren näher erläutert.
[0022] Es stellen dar:
- Fig. 1.1 und 1.2
- schematisch eine Seitenansicht eines ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Vorrichtung
- Fig. 2
- schematisch eine Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels eines Kurbel- antriebes
mit Massenausgleich
- Fig. 3.1 und 3.2
- schematisch eine Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Vorrichtung
- Fig. 4
- schematisch eine Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Vorrichtung
- Fig. 5
- schematisch eine Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Vorrichtung
[0023] In den Fig. 1.1 und 1.2 ist ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zum Vernadeln einer Faserbahn dargestellt. Das Ausführungsbeispiel ist
in den Fig. 1.1 und 1.2 in unterschiedlichen Betriebssituationen dargestellt. Die
Beschreibung gilt daher für beide Figuren. Das Ausführungsbeispiel der erfmdungsgemäßen
Vorrichtung weist einen Balkenträger 2 auf, der an seiner Unterseite einen Nadelbalken
1 hält. Der Nadelbalken 1 hält an seiner Unterseite ein Nadelbrett 24 mit einer Vielzahl
von Nadeln 25.
[0024] An dem Balkenträger 2 greift ein Vertikaltriebwerk 3 und ein Horizontaltriebwerk
10 an. Durch das Vertikaltriebwerk 3 wird der Balkenträger 2 in vertikaler Richtung
oszillierend bewegt, so dass der Nadelbalken 1 mit dem Nadelbrett 24 eine Auf- und
Abwärtsbewegung ausführt. Das Vertikaltriebwerk 3 ist durch zwei parallel angeordnete
Kurbelantriebe 4.1 und 4.2 gebildet. Die Kurbelantriebe 4.1 und 4.2 weisen zwei parallel
nebeneinander angeordnete Kurbelwellen 5.1 und 5.2 auf, die oberhalb des Balkenträgers
2 angeordnet sind. Die Kurbelwellen 5.1 und 5.2 weisen jeweils zumindest einen Exzenter
6.1 und 6.2 zur Aufnahme jeweils einer Pleuelstange 7.1 und 7.2 auf.
[0025] In Fig. 1 sind die an dem Balkenträger 2 angeordneten Pleuelstangen 7.1 und 7.2 gezeigt,
die mit ihren Pleuelköpfen an den Exzentern 6.1 und 6.2 der Kurbelwellen 5.1 und 5.2
gehalten sind. An den Kurbelwellen 5.1 und 5.2 können noch weitere - hier nicht dargestellte
- Pleuelstangen angeordnet sein.
[0026] Die Pleuelstangen 7.1 und 7.2 sind mit ihren freien Enden durch die Drehgelenke 8.1
und 8.2 mit dem Balkenträger 2 verbunden. Die Kurbelwellen 5.1 und 5.2 werden gleich-
oder gegensinnig synchron angetrieben, so dass der Balkenträger 2 zumindest annähernd
parallel geführt ist.
[0027] Zur überlagerten Horizontalbewegung des Nadelbalkens 1 greift das Horizontaltriebwerk
10 über einen Kurbelantrieb 11.1 unmittelbar an den Balkenträger 2 an. Der Kurbelantrieb
11.1 des Horizontaltriebwerkes 10 weist hierzu eine Kurbelwelle 12.1 und eine Pleuelstange
14.1 auf. Die Pleuelstange 14.1 ist über einen Exzenter 13.1 mit der Kurbelwelle 12.1
verbunden. Am freien Ende ist die Pleuelstange 14.1 durch das Drehgelenk 15 mit dem
Balkenträger 2 gekoppelt. Die Kurbelwelle 12.1 wird synchron zu den Kurbelwellen 5.1
und 5.2 des Vertikaltriebwerkes angetrieben, so dass der Nadelbalken 1 eine Hubbewegung
mit einem konstanten Horizontalhub ausführt.
[0028] Dem Vertikaltriebwerk 3 und dem Horizontaltriebwerk 10 ist eine Massenausgleichseinrichtung
zum Ausgleich der Massenkräfte der Kurbelantriebe zugeordnet. Die Massenausgleichseinrichtung
wird hierbei durch mehrere Ausgleichmassen gebildet, die den Kurbelantrieben 4.1,
4.2 und 5.1 zugeordnet sind. Der Kurbelantrieb 4.1 weist die Ausgleichsmassen 9.1
und 9.2 auf. Die Ausgleichsmasse 9.1 ist hierzu um einen Winkel von 180° versetzt
zu dem Exzenter 6.1 an der Kurbelwelle 5.1 angeordnet. Die Ausgleichsmasse 9.2 ist
um einen Winkel von 90° versetzt zu dem Exzenter 6.1 an der Kurbelwelle 5.1 gehalten.
[0029] Eine dritte Ausgleichsmasse 9.3 ist als Gegenmasse an dem Kurbelantrieb 4.2 angeordnet.
Hierzu ist die Ausgleichsmasse 9.3 um einen Winkel von 180° versetzt zu dem Exzenter
6.2 an der Kurbelwelle 5.2 angeordnet.
[0030] Dem Kurbelantrieb 11.1 des Horizontaltriebwerkes 10 sind die Ausgleichsmassen 16.1
und 16.2 zugeordnet. Die Ausgleichsmasse 16.1 ist hierzu um den Winkel von 180° versetzt
zu dem Exzenter 13.1 an der Kurbelwelle 12.1 gehalten. Die andere Ausgleichsmasse
16.2 ist um den Winkel von 90° versetzt zu dem Exzenter 13.1 an der Kurbelwelle 12.1
befestigt.
[0031] Zur weiteren Erläuterung der Massenausgleichseinrichtung ist das Ausführungsbeispiel
in Fig. 1.1 in einer Betriebssituation dargestellt, bei welcher der Nadelbalken in
einer oberen Stellung mit vertikal gerichteten Massenkräften gezeigt ist. In Fig.
1.2 ist das Ausführungsbeispiel demgegenüber in einer mittleren Balkenstellung gezeigt,
in welcher horizontale Massenkräfte wirksam sind.
[0032] In der in Fig. 1.1 dargestellten Situationen sind die durch die Ausgleichsmassen
9.1, 9.2, 9.3, 16.1 und 16.2 erzeugte Massenkräfte als Vektoren dargestellt. So ist
der Kraftvektor der Ausgleichmasse 9.1 mit dem Kennbuchstaben F
E1 gekennzeichnet. Dementsprechend wird die Massenkraft der Ausgleichsmasse 9.2 an dem
Kurbelantrieb 4.1 durch den Buchstaben F
N1 bezeichnet. Analog wird der Kraftvektor der Ausgleichsmasse 9.3, die dem Kurbelantrieb
4.2 zugeordnet ist, mit dem Buchstaben F
E2 bezeichnet. Die dem Kurbelantrieb 11.1 des Horizontaltriebwerkes 10 zugeordneten
Ausgleichsmassen 16.1 und 16.2 sind durch die Kennbuchstaben F
N3 sowie F
E3 bezeichnet und als Kraftvektoren eingezeichnet.
[0033] Bei den in Fig. 1.1 und 1.2 dargestellten Betriebsstellungen wird die am Nadelbalken
angreifende Massenkraft F
B durch die Kräfte F
E1 + F
E2 + F
E3 der Ausgleichsmassen 9.1, 9.2 und 9.3 der Kurbelantriebe 4.1 und 4.2 kompensiert.
In den gezeigten Betriebsstellungen stehen sich die Massenkräfte F
N1 und F
N3 der Ausgleichsmassen 9.2 und 16.2 gegenüber. So ist es möglich, durch die Ausgleichsmassen
9.1, 9.2 und 9.3 die horizontale und die vertikale Massenkraft auszugleichen. Die
Ausgleichsmassen 9.2 und 16.2, die die Massenkräfte F
N1 und F
N3 hervorrufen, werden nun so gewählt, dass sie sich in jeder Stellung des Nadelbalkens
gegenseitig aufheben und einen Massenmoment zur Kompensation des durch den Wirklinienabstand
zwischen Balkenkräften und Ausgleichskräften verursachten Massenmomentes bewirken.
[0034] Bei dem in den Fig. 1.1 und 1.2 dargestellten Ausführungsbeispielen bestehen grundsätzlich
zwei Möglichkeiten die Ausgleichsmassen an dem jeweiligen Kurbelantrieb anzubringen.
In Fig. 2 ist eine weitere mögliche Anordnung einer Ausgleichmasse gezeigt, wie sie
beispielsweise an dem Kurbelantrieb 4.1 des Vertikalantriebwerkes 3 oder des Kurbelantriebes
11.1 des Horizontaltriebwerkes 10 alternativ ausgeführt werden können. Hierzu wird
dem Kurbelantrieb 4.1 eine Ausgleichmasse 9.2 zugeordnet. Die Ausgleichsmasse 9.2
ist um einen Winkel α versetzt zu dem Exzenter 6.1 der Kurbelwelle 5.1 angeordnet.
Der Winkel α ist kleiner 180° und vorzugsweise derart gewählt, dass durch die Ausgleichsmasse
9.2 sowohl horizontal wirkende als auch vertikal wirkende Kräfte kompensierbar sind.
Damit lässt sich bei gleichbleibender Wirkung die Anzahl der Ausgleichsmassen verringern.
[0035] In den Fig. 3.1 und 3.2 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäβen
Vorrichtung schematisch in einer Seitenansicht in mehreren Betriebspositionen dargestellt.
Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 3.1 und 3.2 ist im Wesentlichen identisch zu dem
Ausführungsbeispiel nach Fig. 1.1 und 1.2, so dass an dieser Stelle nur die Unterschiede
erläutert werden und ansonsten Bezug zu der vorgenannten Beschreibung genommen wird.
In Fig. 3.1 ist das Ausführungsbeispiel in einer oberen Stellung des Nadelbalkens
und in Fig. 3.2 in einer mittleren Stellung des Nadelbalkens gezeigt.
[0036] Bei dem in den Fig. 3.1 und 3.2 dargestellten Ausführungsbeispiel sind an dem Balkenträger
2 jeweils zwei Nadelbalken 1.1 und 1.2 gehalten, die jeweils an ihren Unterseiten
ein Nadelbrett 24 und einer Mehrzahl von Nadeln 25 tragen. Der Balkenträger 2 ist
mit einem Vertikaltriebwerk 3 gekoppelt, der identisch zu dem vorgenannten Ausführungsbeispiel
ausgebildet ist. Zur horizontalen Bewegung des Balkenträgers 2 ist der Balkenträger
2 über ein mittleres Drehgelenk 15 mit einem Lenker 19 gekoppelt. In diesem Ausführungsbeispiel
ist das Drehgelenk 15 im wesentlichen mit den Drehgelenken 8.1 und 8.2 zur Anbindung
des Vertikaltriebwerkes 3 auf einer gemeinsamen Höhe am Balkenträger 2 angeordnet,
so dass die zu den Querseiten des Balkenträgers 2 angeordneten Lenker 19 die Kraftanleitung
und die Führung des Balkenträgers 2 ermöglichen.
[0037] Zur Auslenkung des Lenkers 19 ist ein Horizontaltriebwerk 10 vorgesehen, das durch
zwei Kurbelantriebe 11.1 und 11.2 gebildet wird. Die Kurbelantriebe 11.1 und 11.2
weisen jeweils eine Kurbelwelle 12.1 und 12.2 auf, die parallel nebeneinander angeordnet
sind und gemeinsam mit den Kurbelwellen 5.1 und 5.2 des Vertikaltriebwerkes 3 eine
gemeinsame Antriebsebene bilden. Die Kurbelwellen 12.1 und 12.2 sind über ihre Exzenter
13.1 und 13.2 jeweils mit einer Pleuelstange 14.1 und 14.2 verbunden. Die Pleuelstangen
14.1 und 14.2 sind in einer Schräglage zueinander gerichtet, so dass die freien Enden
der Pleuelstangen 14.1 und 14.2 über ein Doppeldrehgelenk 21 gemeinsam mit einem Koppelgetriebe
17 verbunden sind.
[0038] Das Koppelgetriebe 17 besteht in diesem Ausführungsbeispiel aus einem Kipphebel 18,
der an einem Schwenklager 26 schwenkbar gelagert ist. Der Kipphebel 18 weist an einem
freien Ende unterhalb des Schwenklagers 26 ein Drehgelenk auf, mit welchem der Lenker
19 mit dem Kipphebel 18 verbunden ist. An dem gegenüberliegenden freien Ende des Kipphebels
18 ist ein weiteres Drehgelenk vorgesehen, an welchem eine Schubstange 20 angreift.
Die Schubstange 20 ist mit einem gegenüberliegenden Ende durch das Doppeldrehgelenk
21 mit den Pleuelstangen 14.1 und 14.2 gekoppelt.
[0039] Die Kurbelwellen 12.1 und 12.2 der Kurbelantriebe 11.1 und 11.2 werden gegensinnig
mit gleicher Drehzahl angetrieben, wobei die Phasenlagen der Kurbelwellen 12.1 und
12.2 in Abhängigkeit von einem gewünschten Horizontalhub zueinander einstellbar sind.
Die Phasenlagen und damit der gewünschte Horizontalhub der Kurbelwellen 12.1 und 12.2
lässt sich beispielsweise durch zwei separate Stellmotoren ausführen, die eine Verdrehung
der Kurbelwellen 12.1 und 12.2 zueinander bewirken. Der Antrieb der Kurbelwellen 14.1
und 14.2 lässt sich durch einen gemeinsamen Antrieb oder separat über getrennte Antriebe
ausführen.
[0040] Zum Ausgleich der Massenkräfte an den Kurbelantrieben 4.1, 4.2, 11.1 und 11.2 ist
eine Massenausgleichseinrichtung vorgesehen, die durch mehrere den Kurbelantrieben
zugeordnete Ausgleichmassen gebildet wird. Jeder der Kurbelantriebe 4.1 und 4.2 des
Vertikaltriebwerkes 3 weist zwei Ausgleichsmassen auf. Eine erste Ausgleichsmasse
ist als Gegenmasse an den Kurbelantrieben 4.1 und 4.2 angeordnet und um einen Winkel
von 180° versetzt zu den Exzentern 6.1 und 6.2 der Kurbelwellen 5.1 und 5.2 angeordnet.
Die Ausgleichsmassen sind mit dem Bezugszeichen 9.1 an dem Kurbelantrieb 4.1 und 9.3
an dem Kurbelantrieb 4.2 bezeichnet. Eine zweite Ausgleichsmasse ist um 90° versetzt
zu den Exzentern 6.1 und 6.2 an den Kurbewellen 5.1 und 5.2 angeordnet. Die Ausgleichsmassen
9.2 und 9.4 der Kurbelantrieb 4.1 und 4.2 sind dabei in ihrer Masse größer ausgebildet,
als die Ausgleichsmassen 9.1 und 9.3.
[0041] Die Kurbelantriebe 11.1 und 11.2 des Horizontaltriebwerkes 10 weisen jeweils eine
Ausgleichsmasse 16.1 und 16.2 auf. An dem Kurbelantrieb 11.1 ist die Ausgleichsmasse
16.1 in einem Winkel <180° versetzt zu dem Exzenter 13.1 der Kurbelwelle 12.1 angeordnet.
Der Winkel α, der den Versatz zwischen dem Exzenter 13.1 und der Ausgleichsmasse 16.1
an der Kurbelwelle 12.1 bezeichnet ist in diesem Ausführungsbeispiel ca. 20°. Die
Lage der Ausgleichsmasse 16.1 und auch die Lage der Ausgleichsmasse 16.2 wird im Wesentlichen
durch die Anordnung der Kurbelantriebe 11.1 und 11.2 zueinander bestimmt. So sind
die Pleuelstangen 14.1 und 14.2 in einer Schräglage angeordnet und über das Doppeldrehgelenk
21 miteinander verbunden. Die Ausgleichsmasse 16.2 an dem Kurbelantrieb 11.2 ist somit
in gleicher Lage und in gleicher Größe an dem Kurbelantrieb 11.2 angebracht.
[0042] Zum Antrieb der Nadelbalken 1.1 und 1.2 werden sowohl die Kurbelantriebe 4.1 und
4.2 des Vertikaltriebwerkes 3 als auch die Kurbelantriebe 11.1 und 11.2 des Horizontaltriebwerkes
10 synchron und gegensinnig angetrieben. In der Fig. 3.1 ist die Situation gezeigt,
bei welcher der Balkenträger 2 mit dem Nadelbalken 1.1 und 1.2 in einer oberen Todlage
gehalten ist. Die Fig. 3.2 stellt das Ausführungsbeispiel in der Betriebssituation
dar, in welcher der Balkenträger 2 mit dem Nadelbalken 1.1 und 1.2 in einer mittleren
Stellung bei Ausführung einer Horizontalbewegung dar. Die den Ausgleichsmassen 9.1
bis 9.4 sowie den Ausgleichsmassen 16.1 und 16.2 zugeordneten Massenkräfte sind mit
den Kennbuchstaben F
A und F
E bezeichnet.
[0043] Die vier Ausgleichskräfte F
A1 bis F
A4 der Ausgleichsmassen 9.2, 9.4, 16.1 und 16.2 kompensieren sich in den Todlagen des
Balkenträgers 2 wie aus der Fig. 3.1 ersichtlich ist. Die durch die Ausgleichsmassen
9.1 und 9.4 bewirkten Massenkräfte F
E1 und F
E2 stehen der am Balkenträger 2 angreifenden Massenkraft F
B gegenüber. Zwischen den Todlagen verbleibt aufgrund der Schiefstellung der Kraftkomponenten
eine resultierende Massenkraft. Bei geeigneter Wahl der Ausgleichsmassen 9.2, 9.4,
16.1 und 16.2 wird mit dieser Kraftkomponente die horizontale Massenkraft des Balkenträgers
mit den Nadelbalken 1.1 und 1.2 in horizontaler Richtung kompensiert. In vertikaler
Richtung ändert sich die Ausgleichskraft insbesondere bei geringen Verstellwinkeln
und damit Schiefstellungen der Kraftkomponenten nur wenig, so dass der Kraftausgleich
für jeden Horizontalhub bis zu einem maximalen Verstellwinkel von ca. 20° in sehr
guter Nährung erhalten bleibt, wie dies aus der Situation in Fig. 3.2 hervorgeht.
[0044] Es ist jedoch auch möglich, den Massenausgleich beispielsweise auf einen Verstellwinkel
auszulegen, der von null verschieden ist. Das bedeutet, dass die Ausgleichsmassen
auf den Kurbelantrieben 11.1 und 11.2 des Horizontaltriebwerkes 10 um den Winkel α
verdreht angebracht werden, so dass die entsprechenden Ausgleichskräfte bei einem
entsprechenden Verstellwinkel senkrecht stehen. Dies hat zur Folge, dass der nutzbare
Verstellwinkel verdoppelt werden kann, ohne dass es zu nennenswerten Abweichungen
im vertikalen Kraftausgleich kommt. Die Ausgleichsmassen 9.1 bis 9.4 an den Kurbelantrieben
4.1 und 4.2 des Vertikaltriebwerkes 3 sind in diesem Fall so anzupassen, dass für
den Bereich des Horizontalhubes die Massenkräfte in vertikaler und horizontaler Richtung
ausgeglichen sind.
[0045] Um insbesondere neben dem Ausgleich der Massenkräfte auch jede Form von auftretenden
freien Massenmomenten zu kompensieren, lässt sich die in den Fig. 3.1 und 3.2 dargestellte
Ausführung der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit einer Massenausgleichseinrichtung
ausführen, bei welcher neben den Ausgleichsmassen zusätzlich eine Ausgleichswelle
mit einer umlaufenden Exzentermasse vorgesehen ist. Ein derartiges Ausführungsbeispiel
ist in Fig. 4 dargestellt.
[0046] Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 ist bis auf die Massenausgleichseinrichtung identisch
zu dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3.1. Insoweit wird auf die vorgenannte Beschreibung
Bezug genommen und anschließend nur die Unterschiede erläutert.
[0047] Zum Massenausgleich weist die Massenausgleichseinrichtung mehrere Ausgleichsmassen
sowie eine Ausgleichswelle mit umlaufender Exzentermasse auf. Die Ausgleichswelle
22 ist in der Antriebsebene zwischen den Kurbelantrieben 11.1 und 11.2 des Horizontaltriebwerkes
10 angeordnet. Die Ausgleichswelle 22 erstreckt sich parallel zu den in der Antriebsebene
liegenden Kurbelwellen 12.1 und 12.2, die ebenfalls parallel zu den in gleicher Ebene
angeordneten Kurbelwellen 5.1 und 5.2 des Vertikaltriebwerkes 3 gehalten sind. An
der Ausgleichswelle 22 ist eine Exzentermasse 23 angeordnet. Die Ausgleichswelle 22
wird synchron zu den Kurbelwellen 12.1 und 12.2 der Kurbelantriebe 11.1 und 11.2 angetrieben,
wobei die Ausgleichswelle 22 und die Kurbelwelle 12.1 den gleichen Drehsinn aufweisen.
[0048] Zum Massenausgleich sind die Ausgleichsmassen 16.1 und 16.2 an den Kurbelwellen 12.1
und 12.2 der Kurbelantriebe 11.1 und 11.2 angeordnet. Die Anordnung ist dabei identisch
zu dem vorher beschriebenen Ausführungsbeispiel nach Fig. 3.1.
[0049] Den Kurbelantrieben 4.1 und 4.2 der Vertikaltriebwerke 3 sind ebenfalls jeweils zwei
Ausgleichsmassen in versetzter Anordnung zueinander zugeordnet. So sind die Ausgleichsmassen
9.1 und 9.2 dem Kurbelantrieb 4.1 und die Ausgleichsmassen 9.3 und 9.4 dem Kurbelantrieb
4.2 zugeordnet. Die Ausgleichsmassen 9.1 bis 9.4 der Kurbelantriebe 4.1 und 4.2 sind
in ihrer Größe unterschiedlich ausgebildet. Die im Wesentlichen zur Ausgleichung von
horizontalen Massenkräften an dem Kurbelantrieb 4.1 angeordnete Ausgleichsmasse 9.2
ist kleiner ausgebildet als die Ausgleichsmasse 9.4 an dem zweiten Kurbelantrieb 4.2
des Vertikaltriebwerkes 3.
[0050] Insgesamt ergibt sich bei der in Fig. 4 dargestellten Situation ein Kräftegleichgewicht
zwischen den durch die Ausgleichsmassen erzeugten Kräfte. Die Massenkraft F
M der Exzentermasse 23 wirkt gleichgerichtet zur Massenkraft F
A4 der Ausgleichsmasse 16.2 an dem Kurbelantrieb 11.2. Die Massenkräfte F
M und F
A4 stehen die Massekräfte F
A1, F
A2 und F
A3 entgegen. Die an dem Balkenträger 2 wirksame vertikale Massenkraft F
B wird durch die an den Kurbelantrieben 4.1 und 4.2 angeordneten Ausgleichsmassen 9.1
und 9.4 und deren Massenkräfte F
E1 und F
E2 ausgeglichen.
[0051] In Fig. 5 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung
zum Vernadeln einer Faserbahn schematisch in einer Seitenansicht dargestellt. Das
Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 unterscheidet sich im Wesentlichen von den vorgenannten
Ausführungsbeispielen dadurch, dass zur Erzeugung einer überlagerten Horizontalbewegung
des Nadelbalkens kein separates Horizontaltriebwerk vorhanden ist. Bei dem in Fig.
5 dargestellten Ausführungsbeispiel der erfmdungsgemäßen Vorrichtung wird die überlagerte
Horizontalbewegung des Nadelbalkens über das Vertikaltriebwerk 3 eingeleitet.
[0052] Hierzu weist das mit dem Balkenträger 2 verbundene Vertikaltriebwerk zwei parallel
nebeneinander angeordnete Kurbelantriebe 4.1 und 4.2 auf. Die Kurbelantriebe 4.1 und
4.2 besitzen zwei parallel nebeneinander angeordnete Kurbelwellen 5.1 und 5.2, die
oberhalb des Balkenträgers 2 angeordnet sind. Die Kurbelwellen 5.1 und 5.2 weisen
jeweils mindestens einen Exzenterabschnitt zur Aufnahme mindestens einer Pleuelstange
auf. In Fig. 5 sind die an einem Balkenträger 2 angeordneten Pleuelstangen 7.1 und
7.2 gezeigt, die mit ihren Pleuelköpfen an den Kurbelwellen 5.1 und 5.2 geführt sind.
[0053] Den Kurbelwellen 5.1 und 5.2 ist eine Phasenverstelleinrichtung 36 zugeordnet. Die
Phasenverstelleinrichtung 36 weist zwei Stellmotoren 34.1 und 34.2 auf, die den Kurbelwellen
5.1 und 5.2 zugeordnet sind. Die Stellmotoren 34.1 und 34.2 sind mit einer Steuereinrichtung
35 verbunden. Über die Steuereinrichtung 35 lassen sich die Stellmotoren 34.1 und
34.2 unabhängig voneinander aktivieren, um die Kurbelwellen 5.1 und 5.2 in ihren Lagen
zu verdrehen. Somit lässt sich die Phasenlage zwischen den beiden Kurbelwellen 5.1
und 5.2 verstellen. Neben der reinen vertikalen Auf- und Abwärtsbewegung des Balkenträgers
2 lässt sich dadurch eine überlagerte Horizontalbewegung an dem Balkenträger 2 ausführen.
Bei einem Versatz der Phasenlagen der Kurbelwellen 5.1 und 5.2 wird über die Pleuelstangen
7.1 und 7.2 an dem Balkenträger 2 eine Schiefstellung eingeleitet, die bei fortschreitender
Bewegung eine in Bewegungsrichtung einer Faserbahn gerichtete Bewegungskomponente
erzeugt. Die Größe der Phasenverstellung zwischen den Kurbelwellen 5.1 und 5.2 ist
direkt proportional einer Hublänge der Horizontalbewegung. Der Hub der Horizontalbewegung
lässt sich also über den Phasenwinkel der Kurbelwellen 5.1 und 5.2 einstellen.
[0054] Bei der in Fig. 5 dargestellten Situation ist zwischen den Kurbelwellen 5.1 und 5.2
eine Phasendifferenz eingestellt, so dass der Balkenträger 2 mit dem Nadelbalken 1.1
und 1.2 einen konstanten Hub in horizontaler Richtung ausführt.
[0055] Zur Führung des Balkenträgers 2 ist eine Führungseinrichtung 27 vorgesehen. Die Führungseinrichtung
weist einen Lenker 19 auf, der mit einem freien Ende über ein Drehgelenk 15 mit dem
Balkenträger 2 verbunden ist. An dem gegenüberliegenden Ende des Lenkers greift eine
erste Schwinge 28 an, die über ein Drehlager 32 an ein Maschinengestell und über ein
Drehgelenk 30 mit dem Lenker verbunden ist. Im Abstand zu der ersten Schwinge 28 ist
eine zweite Schwinge 29 vorgesehen, die über ein Drehgelenk 31 im mittleren Bereich
des Lenkers 19 und über ein Drehlager 33 gehalten ist.
[0056] Die Führungseinrichtung 27 ist oberhalb des Balkenträgers 2 angeordnet. Die Drehlager
32 und 33 sind zwischen den Pleuelstangen 7.1 und 7.2 angeordnet. Der Lenker 19 ist
in der Balkenmitte über das Drehgelenk 15 mit dem Balkenträger verbunden. Damit lässt
sich eine sichere Führung des Balkenträgers während der Antriebsbewegung durch das
Vertikaltriebwerk 3 realisieren.
[0057] Die den Kurbelantrieben 4.1 und 4.2 zugeordnete Massenausgleichseinrichtung wird
in diesem Ausführungsbeispiel durch insgesamt vier Ausgleichsmassen 9.1, 9.2, 9.3
und 9.4 gebildet. Die Ausgleichsmassen 9.1 und 9.2 sind der Kurbelwelle 5.1 zugeordnet.
Die Ausgleichsmassen 9.3 und 9.4 sind an der Kurbelwelle 5.2 befestigt. Die Ausgleichsmasse
9.1 ist an der Kurbelwelle 5.1 um den Winkel 180° versetzt zu dem Exzenter 6.1 angeordnet.
Die Ausgleichsmasse 9.2 ist um einen Winkel um 90° versetzt zu der ersten Ausgleichsmasse
9.1 an der Kurbelwelle 5.1 befestigt.
[0058] Bei dem Kurbelantrieb 4.2 ist die Ausgleichsmasse 9.3 um 180° versetzt zu dem Exzenter
6.2 an der Kurbelwelle 5.2 gehalten. Die Ausgleichsmasse 9.4 ist um den Winkel von
90° versetzt zu der ersten Ausgleichsmasse 9.3 an der Kurbelwelle 5.2 gehalten. Somit
lassen sich sowohl die vertikalen als auch die horizontalen Massenkräfte an den Kurbelantrieben
4.1 und 4.2 vorteilhaft durch die Ausgleichsmassen 9.1 bis 9.4 ausgleichen.
[0059] Um insbesondere einen vollständigen Ausgleich der Massenkräfte und Massenmomente
zu erreichen, weist die Massenausgleichseinrichtung zusätzliche eine Ausgleichwelle
22 auf, die oberhalb der Kurbelwellen 5.1 und 5.2 angeordnet ist. Die Ausgleichswelle
22 wird hierbei symmetrisch zu den Kurbelantrieben 4.1 und 4.2 gehalten. An der Ausgleichswelle
22 sind zwei Exzentermassen 23.1 und 23.2 angeordnet. Die Ausgleichswelle 22 erstreckt
sich parallel zu den Kurbelwellen 5.1 und 5.2 und wird synchron zu den Kurbelwellen
5.1 und 5.2 angetrieben. Der Drehsinn der Ausgleichswelle 22 und der Drehsinn der
Kurbelwellen 5.1 und 5.2 ist in Fig. 5 jeweils durch einen Pfeil gekennzeichnet.
[0060] Die Funktion zum Ausgleich der Massenkräfte im Betrieb der in Fig. 5 dargestellten
Vorrichtung ist identisch zu den vorgenannten Ausführungsbeispielen, so dass hierzu
keine weitere Erläuterung erfolgt.
[0061] Die Erfindung erstreckt sich nicht nur auf die in Fig. 1, 3 und 4 gezeigten Ausführungsbeispielen
einer Vorrichtung zum Vernadeln einer Faserbahn, sondern lässt sich auch vorteilhaft
auf andere Triebwerkskonzepte, bei welchem der Nadelbalken mit konstantem Horizontalhub
oder mit variablen Horizontalhüben geführt wird, einsetzen. Besonders vorteilhaft
ist die Erfindung bei derartigen Vorrichtungen, bei welchem die Hubeinstellung des
Horizontalhubes durch Verdrehung zweier Exzenterwellen zueinander erfolgt. So sei
an dieser Stelle ausdrücklich erwähnt, dass die Erfindung nicht darauf beschränkt
ist, dass die Kurbelantriebe durch Kurbelwellen angetrieben werden. Grundsätzlich
können die Kurbelwellen problemlos durch Exzenterwellen ersetzt werden.
Bezugszeichenliste
[0062]
- 1, 1.1, 1.2
- Nadelbalken
- 2
- Balkenträger
- 3
- Vertikaltriebwerk
- 4.1,4.2
- Kurbelantriebe
- 5.1,5.2
- Kurbelwellen
- 6.1, 6.2
- Exzenter
- 7.1, 7.2
- Pleuelstangen
- 8.1,8.2
- Drehgelenk
- 9.1, 9.2, 9.3
- Ausgleichsmasse
- 10
- Horizontalantrieb
- 11.1, 11.2
- Kurbelantrieb
- 12.1, 12.2
- Kurbelwelle
- 13.1, 13.2
- Exzenter
- 14.1, 14.2
- Pleuelstange
- 15
- Drehgelenk
- 16.1, 16.2
- Ausgleichsmasse
- 17
- Koppelgetriebe
- 18
- Kipphebel
- 19
- Lenker
- 20
- Koppelglied
- 21
- Doppeldrehgelenk
- 22
- Ausgleichswelle
- 23, 23.1, 23.2
- Exzentermasse
- 24
- Nadelbrett
- 25
- Nadeln
- 26
- Schwenklager
- 27
- Führungseinrichtung
- 28
- erste Schwinge
- 29
- zweite Schwinge
- 30
- Drehgelenk
- 31
- Drehgelenk
- 32
- Drehlager
- 33
- Drehlager
- 34.1,34.2
- Stellmotor
- 35
- Steuereinrichtung
- 36
- Phasenverstelleinrichtung
1. Vorrichtung zum Vernadeln einer Faserbahn mit zumindest einem angetriebenen Nadelbalken
(1), mit einem Vertikaltriebwerk (3) zur oszillierenden Bewegung des Nadelbalkens
(1) in einer vertikalen Auf- und Abwärtsbewegung, mit einem Horizontaltriebwerk (10)
oder einer dem Vertikaltriebwerk (3) zugeordneten Phasenverstelleinrichtung (36) zur
Ausführung einer überlagerten oszillierenden Bewegung des Nadelbalkens (1) in einer
horizontalen Hin- und Herbewegung, wobei das Vertikaltriebwerk (3) separate Kurbelantriebe
(4.1, 4.2) aufweist, und mit einer Massenausgleichseinrichtung (9.1, 9.2) zum Ausgleich
der Massenkräfte der Kurbelantriebe (4.1, 4.2),
dadurch gekennzeichnet, dass
die Massen ausgleichseinrichtung durch zumindest eine Ausgleichsmasse (9.2) gebildet
ist, die dem Kurbelantrieb (4.1) des Vertikaltriebwerkes (3) zugeordnet ist und die
um einen Winkel (α) im Bereich kleiner 180° versetzt zu einem Exzenter (6.1) des Kurbelantriebs
(4.1) angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Ausgleichsmasse (9.2) um den Winkel von 90° versetzt zu dem Exzenter (6.1) des
Kurbelantriebs (4.1) angeordnet ist und dass eine zweite Ausgleichsmasse (9.1) um
den Winkel von 180° versetzt zu dem Exzenter (6.1) des Kurbelantriebs (4.1) angeordnet
ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die beiden Ausgleichsmassen (9.1, 9.2) gleich groß oder ungleich groß ausgebildet
sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Vertikaltriebwerk (3) durch zwei synchron umlaufende Kurbelantriebe (4.1, 4.2)
gebildet ist und dass die Massenausgleichseinrichtung durch mehrere Ausgleichsmassen
(9.1 - 9.4) gebildet ist, die den beiden Kurbelantrieben (4.1, 4.2) zugeordnet sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
den Exzentern (6.1, 6.2) der Kurbelantriebe (4.1, 4.2) des Vertikaltriebwerk (3) jeweils
zumindest eine der Ausgleichsmassen (9.1 - 9.4) zugeordnet sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Massenausgleichseinrichtung eine zusätzlich Ausgleichswelle (22) mit einer umlaufenden
Exzentermasse (23) oder mit zwei um 90° versetzt zueinander umlaufenden Exzentermassen
(23.1, 23.2) aufweist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Phasenverstelleinrichtung (36) zwei den Kurbelwellen (5.1, 5.2) der Kurbelantriebe
(4.1, 4.2) zugeordnete Stellmotoren (34.1, 34.2) aufweist und dass die Ausgleichswelle
(22) symmetrische zu den Kurbelwellen (5.1, 5.2) angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Horizontaltriebwerk (10) zumindest einen separaten Kurbelantrieb (11.1) aufweist
und dass zumindest eine weitere Ausgleichsmasse (16.1) vorgesehen ist, die dem Kurbelantrieb
(11.1) des Horizontaltriebwerks (10) zugeordnet ist und die um einen Winkel im Bereich
kleiner 180° versetzt zu einem Exzenter (13.1) des Kurbelantriebs (11.1) angeordnet
ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Ausgleichsmasse (16.1) um den Winkel von 90° versetzt zu dem Exzenter (13.1) des
Kurbelantriebs (11.1) angeordnet ist und dass eine zweite Ausgleichsmasse (16.2) um
den Winkel von 180° versetzt zu dem Exzenter (13.1) des Kurbelantriebs (11.1) angeordnet
ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Horizontaltriebwerk (10) durch zwei synchron umlaufende Kurbelantriebe (11.1,
11.2) gebildet ist und dass jedem der Kurbelantriebe (11.1, 11.2) zumindest eine der
Ausgleichsmassen (16.1, 16.2) zugeordnet sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Kurbelantriebe (11.1, 11.2) des Horizontaltriebwerks (10) gegensinnig antreibbar
sind und dass die Phasenlagen der beiden Kurbelantriebe (11.1, 11.2) zur Einstellung
eines Hubes verstellbar ausgebildet sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Horizontaltriebwerk (10) ein Kopplungsgetriebe (17) aufweist, das die Verbindung
zwischen den Kurbelantrieben (11.1, 11.2) und dem Nadelbalken (1) bildet.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Kurbelantriebe (4.1, 4.2, 11.1, 11.2) jeweils eine angetriebene Kurbelwelle (5.1,
5.2, 12.1, 12.2) oder Exzenterwelle und eine über einen Pleuelkopf mit der Kurbelwelle
oder Exzenterwelle verbundene Pleuelstange (7.1, 7.2, 14.1, 14.2) aufweisen.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Ausgleichsmasse (9.2) oder die Ausgleichsmassen (9.1 - 9.4, 16.1, 16.2) an der
Kurbelwelle (5.1, 5.2, 12.1, 12.2) oder Exzenterwelle angeordnet sind.
1. Device for needling of a fiber web with at least one driven needle beam (1) with a
vertical drive mechanism (3) for oscillating movement of the needle beam (1) in a
vertical up-and-down movement, with a horizontal drive mechanism (10) or a phase adjustment
device (36) assigned to the vertical drive mechanism (3) for execution of a superimposed
oscillating movement of the needle beam (1) in a horizontal back-and-forth movement,
in which the vertical drive mechanism (3) has separate crank mechanisms (4.1, 4.2),
and with a balancing device (9.1, 9.2) to balance the inertial forces of the crank
mechanisms (4.1, 4.2),
characterized by the fact that
the balancing device is formed by at least one balancing weight (9.2) assigned to
the crank mechanism (4.1) of the vertical drive mechanism (3) and offset at an angle
(α) in the range less than 180° to an eccentric (6.1) of the crank mechanism (4.1).
2. Device according to Claim 1,
characterized by the fact that
the balancing weight (9.2) is offset by an angle of 90°relative to the eccentric (6.1)
of the crank mechanism (4.1), and that a second balancing weight (9.1) is offset by
an angle of 180° to the eccentric (6.1) of the crank mechanism (4.1).
3. Device according to Claim 2,
characterized by the fact that
the two balancing weights (9.1, 9.2) are equally large or unequally large.
4. Device according to one of the Claims 1 to 3,
characterized by the fact that
the vertical drive mechanism (3) is formed by two synchronously running crank mechanisms
(4.1, 4.2), and that the balancing device is formed by several balancing weights (9.1-9.4)
assigned to the two crank mechanisms (4.1, 4.2).
5. Device according to Claim 3,
characterized by the fact that
the eccentric (6.1, 6.2) of the crank mechanisms (4.1, 4.2) of the vertical drive
mechanism (3) are assigned at least one of the balancing weights (9.1-9.4).
6. Device according to one of the Claims 1 to 5,
characterized by the fact that
the balancing device has an additional balancing shaft (22) with a rotating eccentric
weight (23) or with two rotating eccentric weights (23.1, 23.2) offset by 90° relative
to each other.
7. Device according to one of the Claims 1 to 6,
characterized by the fact that
the phase adjustment device (36) has two servo motors (34.1, 34.2) assigned to the
crankshafts (5.1, 5.2) of the crank mechanisms (4.1, 4.2), and that the balancing
shaft (22) is arranged symmetric to the crankshafts (5.1, 5.2).
8. Device according to one of the Claims 1 to 6,
characterized by the fact that
the horizontal drive mechanism (10) has at least one separate crank mechanism (11.1),
and that at least one additional balancing weight (16.1) is provided, which is assigned
to the crank mechanism (11.1) of the horizontal drive mechanism (10), and which is
offset by an angle in the range less than 180° to an eccentric (13.1) of the drive
mechanism (11.1).
9. Device according to Claim 8,
characterized by the fact that
the balancing weight (16.1) is offset by an angle of 90° to the eccentric (13.1) to
crank mechanism (11.1), and that a second balancing weight (16.2) is offset by an
angle of 180° to the eccentric (13.1) of the crank mechanism (11.1).
10. Device according to Claim 8 or 9,
characterized by the fact that
the horizontal drive mechanism (10) is formed by two synchronously running crank mechanisms
(11.1, 11.2), and that at least one of the balancing weights (16.1, 16.2) is assigned
to each of the crank mechanisms (11.1, 11.2).
11. Device according to Claim 10,
characterized by the fact that
the crank mechanisms (11.1, 11.2) of the horizontal drive mechanism (10) are driven
oppositely, and that the phase positions of the two crank mechanisms (11.1, 11.2)
are designed adjustable to set a stroke.
12. Device according to Claim 10 or 11,
characterized by the fact that
the horizontal drive mechanism (10) has a coupling mechanism (17) that forms the connection
between the crank mechanisms (11.1, 11.2) and the needle beam (1).
13. Device according to one of the Claims 1 to 12, characterized by the fact that
the crank mechanisms (4.1, 4.2, 11.1, 11.2) each have a driven crankshaft (5.1, 5.2,
12.1, 12.2) or eccentric shaft and connecting rods (7.1, 7.2, 14.1, 14.2) connected
to the crankshaft or eccentric shaft via a connecting rod small end.
14. Device according to Claim 13,
characterized by the fact that
the balancing weight (9.2) or the balancing weights (9.1-9.4, 16.1, 16.2) are arranged
on the crankshaft (5.1, 5.2, 12.1, 12.2) or eccentric shaft.
1. Dispositif d'aiguilletage d'une bande fibreuse avec au moins une barre d'aiguilles
entraînée (1), avec un réacteur vertical (3) pour un mouvement oscillatoire de la
barre d'aiguilles (1) en un mouvement vertical vers le haut et vers le bas, avec un
réacteur horizontal (10) ou une installation d'ajustement de phase (36) attribuée
au réacteur vertical (3), pour effectuer un mouvement oscillatoire interféré de la
barre d'aiguilles (1) en un mouvement horizontal de va - et vient, le réacteur vertical
(3) ayant des entraînements à manivelle séparés (4.1, 4.2), et avec une installation
pour l'équilibrage des masses (9.1, 9.2) pour équilibrer la force de masse des entraînements
à manivelle (4.1, 4.2), caractérisé en ce que l'installation pour l'équilibrage des masses (9.1, 9.2) est formée par au moins une
masse d'équilibrage (9.2) qui est attribuée à l'entraînement à la manivelle (4.1)
du réacteur vertical (3) et qui suivant un angle (α) de l'ordre de < 180° est agencée
de façon décalée par rapport à un excentrique (6.1) de l'entraînement à la manivelle
(4.1).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la masse d'équilibrage (9.2) est agencée suivant l'angle de 90° de façon décalée
par rapport à l'excentrique (6.1) de l'entraînement à la manivelle (4.1) et en ce qu'une deuxième masse d'équilibrage (9.2) est agencée suivant l'angle de 180° de façon
décalée par rapport à l'excentrique (6.1) de l'entraînement à la manivelle (4.1).
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que les deux masses d'équilibrage (9.1, 9.2) ont la même taille ou n'ont pas la même
taille.
4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le réacteur vertical (3) est formé par deux entraînements à la manivelle (4.1, 4.2)
qui s'étendent de manière synchrone et circonférentielle et en ce que l'installation pour l'équilibrage des masses (9.1, 9.2) est formée par une pluralité
de masses d'équilibrage (9.1, 9.2) qui sont attribuées aux deux entraînements à la
manivelle (4.1, 4.2).
5. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce qu'au moins respectivement une des masses d'équilibrage (9.1 - 9.2) est attribuée aux
excentriques (6.1, 6.2) des entraînements à la manivelle (4.1, 4.2) du réacteur vertical
(3).
6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'installation pour l'équilibrage des masses a un arbre d'équilibrage (22) supplémentaire
avec une masse excentrique qui s'étend de manière périphérique (23) ou avec deux masses
excentriques avec décalage suivant un angle de 90°(23.1, 23.2).
7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'installation d'ajustement de phase (36) a deux servomoteurs (34.1, 34.2) attribués
aux vilebrequins (5.1, 5.2) des entraînements à la manivelle (4.1, 4.2) et en ce que l'arbre d'équilibrage (22) est agencé symétriquement par rapport aux vilebrequins
(5.1, 5.2).
8. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le réacteur horizontal (10) dispose au moins d'un entraînement à manivelle (11.1)
séparé et en ce qu'au moins une masse d'équilibrage supplémentaire (16.1) est prévue qui est attribuée
à l'entraînement à manivelle (11.1) du réacteur horizontal (10) et qui est agencée
de façon décalée par rapport à un excentrique suivant un angle de l'ordre plus petit
que 180°.
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que la masse d'équilibrage (16.1) est agencée suivant l'angle de 90° décalé par rapport
à l'excentrique (13.1) de l'entraînement à manivelle et en ce qu'une deuxième masse d'équilibrage (16.2) est agencée suivant l'angle de 180°, décalée
par rapport à l'excentrique (13.1) de l'entraînement à la manivelle (11.1).
10. Dispositif selon la revendication 8 ou 9, caractérisé en ce que le réacteur horizontal (10) est formé par deux entraînements à manivelle s'étendant
synchroniquement de manière périphérique (11.1, 11.2) et qu'au moins une des masses
d'équilibrage (16.1, 16.2) est attribuée à chacun des entraînements à manivelle (11.1,
11.2).
11. Dispositif selon la revendication 10, caractérisé en ce que les entraînements à manivelle (11.1, 11.2) du réacteur horizontal (10) peuvent être
entraînés de manière opposée et en ce que pour ajuster une course les couches des phases des deux entraînements à manivelle
(11.1, 11.2) sont réalisées de manière à pouvoir être ajustées.
12. Dispositif selon la revendication 10 ou 11, caractérisé en ce que le réacteur horizontal (10) a une boite à vitesses de couplage (17) qui crée la liaison
entre les entraînements à manivelle (11.1, 11.2) et la barre d'aiguilles (1).
13. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que les entraînements à manivelle (4.1, 4.2, 11.1, 11.2) ont respectivement un vilebrequin
(5.1, 5.2, 12.1, 12.2) ou un excentrique entraîné et une bielle (7.1, 7.2, 14.1, 14.2)
reliée avec le vilebrequin ou avec l'excentrique à l'intermédiaire d'une tête de bielle.
14. Dispositif selon la revendication 13, caractérisé en ce que la masse d'équilibrage (9.2) ou les masses d'équilibrage (9.1 - 9.4, 16.1, 16.2)
sont agencées sur le vilebrequin (5.1, 5.2, 12.1, 12.2) ou sur l'excentrique.
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