[0001] Die Erfindung betrifft einen Bügeltisch mit einer Grundplatte, einer Polsterschicht
und einem Oberbezug.
[0002] Bügeltische werden u.a. bei der Herstellung von Bekleidung eingesetzt. In Zwischenschritten
bei der Herstellung werden einzelne Teile bzw. Zuschnitte aber auch Nähte und Säume
geglättet. Das entstandene Endprodukt wird durch Bügeln in Form gebracht.
[0003] Solche Bügeltische umfassen üblicherweise ein Gebläse und eine Arbeitsfläche. Die
Kleidungsstücke bzw. Zuschnitte werden auf die Arbeitsfläche aufgebracht und mit einem
Bügeleisen, meist unter Dampfeinwirkung, geglättet. Über das Gebläse wird Luft von
der Arbeitsfläche abgesaugt oder zur Arbeitsfläche hin geblasen. Durch das Absaugen
wird der über das Bügeleisen in den zu bügelnden Stoff eingebrachte Dampf entfernt,
die Textilfasern werden abgekühlt und dadurch fixiert. Durch das Absaugen des Dampfs
durch das Bezugssystem der Arbeitsfläche hindurch wird die Kondensation des Wasserdampfs
im Bezug vermindert. Es tritt daher keine bzw. geringere Feuchtigkeitsbildung in dem
Bezug auf. Weiterhin werden die Kleidungsstücke durch den beim Absaugen entstehenden
Unterdruck auf der Arbeitsfläche fixiert. Durch Luftausblasen können die Kleidungsstücke
leichter auf die Arbeitsfläche aufgebracht und von ihr abgenommen werden. Faltenbildung
beim Auflegen der Kleidungsstücke auf die Arbeitsfläche wird vermieden.
[0004] Die Arbeitsflächen sind üblicherweise aus mehreren Schichten aufgebaut und umfassen
im Allgemeinen eine Grundplatte, mindestens eine Polsterschicht und einen Oberbezug.
Je nach Anforderungen können allerdings noch weitere Schichten vorgesehen werden.
Als Grundplatte wird üblicherweise ein Lochblech eingesetzt, auf dem die weiteren
Schichten angeordnet sind. Bei einfachen Bezugssystemen ist auf dem Lochblech eine
Polsterschicht aus Schaumstoff angeordnet, durch die vermieden wird, dass beim Bügeln
Knopfabdrücke und glänzende Stellen im Bügelgut entstehen. Diese Polsterschicht wird
mit einem Oberbezug am Lochblech befestigt.
[0005] Dies ist beispielsweise in der
WO 2007/121758 A1 beschrieben. In diesem Fall ist die Grundplatte des Bügeltisches so ausgebildet,
dass die Fläche eines Durchbruchs bzw. Lochs des Lochblechs kleiner ist als 15 mm
2 und die Fläche aller Durchbrüche in der Grundplatte maximal 7. % der Gesamtfläche
der Grundplatte beträgt. Dadurch weist der Bügeltisch ein gleichmäßiges Saug-/Blasverhalten
über der gesamten Arbeitsfläche auf.
[0006] Bei höheren Ansprüchen an das Bügelergebnis wird ein anderes Bezugssystem eingesetzt.
In diesem Fall wird eine gelochte Silikonmatte mit einer bestimmten Dicke auf der
Grundplatte angeordnet. Auf der gelochten Silikonmatte ist ein Kunststoffgewebe angeordnet,
um die durch das Bezugssystem gesaugte Luft zu filtern und somit die Silikon matte
und gegebenenfalls die Lüftereinheit vor Verschmutzung zu schützen. Auf dem Kunststoffgewebe
ist eine Polsterschicht aus Schaumstoff angeordnet, mit der wiederum die Bildung von
Knopfabdrücken und Glanzstellen in dem Bügelgut vermieden werden soll. Auch bei diesem
Bezugssystem ist ein Oberbezug vorgesehen, mit dem die anderen Lagen auf der Grundplatte
fixiert werden. Der Oberbezug muss in allen Bezugssystemen besonders temperaturbeständig
sein, da er direkt mit dem Bügeleisen in Kontakt kommt.
[0007] In der
US 2,254,567 A ist eine Polsterung für eine Bügelpresse offenbart, bei der übereinanderliegende
Lagen von Kettfäden aus gezwirntem Glas vorgesehen und mit Schussfäden aus gezwirntem
Glas verwoben sind, wobei mehrere Lagen übereinanderliegender Kettfäden durch die
Schussfäden verwoben sind. Ferner sind an den Längsrändern einer Polsterschicht zusätzliche
Verbundfäden aus gezwirntem Glas vorgesehen, um die Schussfäden zu fixieren. Insgesamt
entsteht dadurch eine Polsterung, die unter anderem feuchteundurchlässig und höchst
widerstandsfähig gegen Kompression ist.
[0008] Die
WO 2007/065456 A1 zeigt ein textiles Flächengebilde für Fahrzeuglnnenverkleidungen oder zur Abpolsterung
von Sitzen und Liegen, das in einer Ausführungsform ein Abstandsgewirk mit einer technisch-textilen,
gewirkten Oberfläche und einer technisch-textilen, gewirkten Unterfläche aufweist,
wobei die Ober- und Unterfläche durch dicht nebeneinander angeordnete, bogenförmig
verlaufende, elastische und in die Außenflächen eingebundene Fäden auf definiertem
Abstand gehalten werden. Die bogenförmig verlaufenden Fäden gewährleisten dabei die
gewünschte Druckelastizität und Volumigkeit entsprechend ihrer Dicke, ihres Abstands
voneinander und ihrer Länge, während die Oberflächenstrukturen der Außenflächen im
Wesentlichen die gewünschten Festigkeiten in der Fläche bewirken.
[0009] Aus der
DE 20 2005 008 325 U1 ist ein Walzenbelag für eine Mangelmaschine bekannt. Der Walzenbelag umfasst ein
Abstandstextil mit zwei beabstandeten Lagen, die über Abstandsfäden verbunden sind.
Zwischen den beiden Lagen des Abstandstextils ist eine elastische Polsterschicht angeordnet.
Die Polsterschicht sorgt für Gummielastizität des Walzenbelags in Dickenrichtung.
[0010] Die bekannten Bezugssysteme weisen jedoch eine Reihe von Nachteilen auf. Bei dem
einfachen Bezugssystem, in dem die Polsterschicht lediglich aus einer Schaumstoffschicht
besteht, wird die Schaumstoffschicht durch die Wärme und Druckeinwirkung während des
Bügelns zusammengedrückt, kann verkleben und sich dann nicht mehr komplett entspannen,
so dass die Polstereigenschaften nachlassen. Zudem kann sich Nässe in dem Schaumstoff
sammeln.
[0011] Nachteilig an den mehrschichtigen, die Silikonmatte umfassenden Bezugssystemen ist,
dass diese Bezugssysteme einen komplexen Aufbau aufweisen, daher nicht einfach zu
wechseln und zudem relativ teuer sind.
[0012] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Bügeltisch mit einem Bezug
bereitzustellen, der gute Polstereigenschaften und auch nach längerer Benutzung und
starker Belastung noch rückfedernde Eigenschaften aufweist. Der Bügeltisch soll ferner
einen einfachen Aufbau aufweisen und günstig herzustellen sein.
[0013] Hierzu ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Polsterschicht ein dreidimensionales
Gewirk mit einer dampf- und luftdurchlässigen, gewirkten Deckschicht, einer dampf-
und luftdurchlässigen, gewirkten Basisschicht und die Deckschicht und die Basisschicht
miteinander verbindenden Abstandsfäden umfasst, wobei die Abstandsfäden bogenförmig
sind, gebogen sowohl in die Deckschicht als auch in die Basisschicht hineinragen und
als biegebeanspruchte Federn ausgebildet sind.
[0014] Unter einem Gewirk werden im vorliegenden Fall alle Arten von Textilgebilden verstanden,
in welchen Fäden maschinell miteinander verbunden werden, beispielsweise verknüpft,
verwoben, gestrickt oder gewirkt.
[0015] Der beim Bügeln zugeführte Dampf und die zugeführte Wärme können durch das dreidimensionale
Gewirk nach unten durch die Grundplatte weggeführt bzw. abgesaugt und weggeführt werden.
Während des Bügelns unter Druck polstert das dreidimensionale Gewirk die Grundplatte
ab, so dass auf dem Bügelgut keine Glanzstellen und keine Abdrücke durch Knöpfe oder
ähnliches entstehen. Bedingt durch die Bogenform weisen die Abstandsfäden rückfedernde
Eigenschaften auf. Bei Entlasten des dreidimensionalen Gewirks, d.h. bei Entfernen
des Bügeleisens, federn die Abstandsfäden zurück, die Polsterschicht kann entspannen.
Das dreidimensionale Gewirk wird also nicht dauerhaft zusammengedrückt.
[0016] Durch die beim Bügeln. über das Bügeleisen aufgebrachte Kraft werden die Federn bzw.
die Abstandsfäden zusammengedrückt und daher auf Biegung beansprucht. Vorzugsweise
ist die Federkennlinie der Federn bzw. Abstandsfäden linear oder progressiv, d.h.
die zum Zusammendrücken der Abstandsfäden und damit des dreidimensionalen Gewirks
benötigte Kraft nimmt zu, je stärker die Federn bzw. Abstandsfäden zusammengedrückt
sind. Dadurch wird erreicht, dass sich das dreidimensionale Gewirk beim Bügeln zwar
etwas verformt und somit den gewünschten Polstereffekt aufweist. Nach einem gewissen
Eindringen wird das Bügeleisen aber abgebremst und kann nicht bis zur Grundplatte
durchdringen oder durchschlagen. Auch dadurch wird vermieden, dass das dreidimensionale
Gewirk beim Bügeln so stark zusammengedrückt wird, dass die Deckschicht mit der Grundplatte
in Berührung kommt und das Bügelgut rückbefeuchtet wird.
[0017] Eine zweckmäßige Ausführungsform sieht vor, dass die Abstandsfäden in die gewirkte
Deckschicht und in die gewirkte Basisschicht eingebunden sind. Wie bereits beschrieben,
werden im vorliegenden Fall unter dem Begriff Gewirk und damit auch unter wirken bzw.
gewirkt alle Arten von miteinander verbundenen Fäden, Garnen oder Fasern bzw. das
Verbinden von Fäden, Garnen, Fasern, etc. zu einem Textilgebilde verstanden. Die Deckschicht
und die Basisschicht können daher auch gewebt, gestrickt oder anderweitig hergestellt
sein. Durch das Einbinden der Abstandsfäden in die Deckschicht und die Basisschicht
wird eine feste Verbindung der Abstandsfäden mit der Deckschicht und der Basisschicht
erzielt, das dreidimensionale Gewirk hält fest zusammen und kann sich nicht einfach
auflösen.
[0018] Bevorzugt können die Abstandsfäden zumindest in einer Richtung des dreidimensionalen
Gewirks einander kreuzend verlaufen und ein Fachwerk ausbilden. Durch dieses Fachwerk
wird eine zusätzliche Stabilisierung des dreidimensionalen Gewirks erzielt, die Rückfederung
des dreidimensionalen Gewirks in den Ausgangszustand nach dem Bügeln wird unterstützt.
[0019] Zweckmäßigerweise weist das dreidimensionale Gewirk eine Temperaturbeständigkeit
von mindestens 180°C auf. Das dreidimensionale Gewirk, insbesondere die Abstandsfäden,
darf sich durch die während des Bügelns aufgebrachten Wärme nicht verformen, schmelzen
oder zusammenfallen. Versuche haben gezeigt, dass eine Temperaturbeständigkeit von
180°C ausreichend ist.
[0020] In einer günstigen Ausgestaltung ist daher vorgesehen, dass das dreidimensionale
Gewirk Polyester enthält. Polyester weist eine hohe Temperaturbeständigkeit und gute
elastische Eigenschaften auf. Zudem ist Polyester dampfbeständig.
[0021] Es kann aber auch vorgesehen werden, dass die Deckschicht, die Basisschicht und die
Abstandsfäden aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Somit können die Deckschicht,
die Basisschicht und die Abstandsfäden an die unterschiedlichen Anforderungen optimal
angepasst werden. Die Deckschicht muss eine höhere Temperaturbeständigkeit aufweisen
als die Abstandsfäden und die Basisschicht. Zudem sollte die Deckschicht gewisse Polstereigenschaften
aufweisen und glatt sein, um die Ausbildung von Glanzstellen bzw. Abdrücken auf dem
Bügelgut zu vermeiden. Für die Abstandsfäden kann ein federndes Material eingesetzt
werden, die Basisschicht besteht vorzugsweise aus einem stabilen Material. Durch diesen
Aufbau können ferner Kosten eingespart werden.
[0022] Eine Variante sieht vor, dass das dreidimensionale Gewirk eine Dicke von mindestens
4 mm, vorzugsweise 6 - 15 mm, aufweist. Versuche haben gezeigt, dass bei dieser Dicke
gute Polstereigenschaften erzielt werden. Zudem wird ein Durchdrücken der Deckschicht
während des Bügelns auf die Grundplatte vermieden. Auf dem Bügelgut entstehen so keine
Abdrücke, zudem wird die Deckschicht nicht mit eventuell auf der Grundplatte kondensiertem
Wasserdampf in Berührung gebracht, der sonst zu einem Rückbefeuchten des Bügelguts
führen könnte.
[0023] Um eine gleichmäßige Polsterung über die gesamte Fläche des Bügeltisches zu erhalten,
kann vorgesehen werden, dass die Dichte der Abstandsfäden in dem dreidimensionalen
Gewirk mindestens 30 Fäden/cm
2, vorzugsweise 50 bis 500 Fäden/cm
2 beträgt.
[0024] Eine weitere bevorzugte Ausbildung sieht vor, dass die Abstandsfäden einen Eintrittswinkel
von 15° bis 90°, vorzugsweise 30° bis 60°, mit der Deckschicht bzw. der Basisschicht
aufspannen. Der Eintrittswinkel ist dabei jeweils der kleinere der beiden Winkel,
die zwischen der Ebene der Deckschicht bzw. der Ebene der Basisschicht und einer Tangente
an den Abstandsfaden im Eintrittspunkt des Abstandsfadens in die jeweilige Ebene aufgespannt
werden. Bei diesen Eintrittswinkeln ist die freie Länge der Abstandsfäden, also das
Fadenstück, das sich frei zwischen der Basisschicht und der Deckschicht erstreckt,
so kurz, dass ein Knicken der Abstandsfäden vermieden wird und die rückfedernden Eigenschaften
erhalten bleiben.
[0025] Noch eine weitere günstige Ausgestaltung sieht vor, dass die Polsterschicht einlagig
ist und nur das dreidimensionale Gewirk umfasst. Da keine weiteren Schichten bzw.
Zwischenschichten in der Polsterschicht des Bügeltisches notwendig sind, wird damit
ein kostengünstiger Aufbau erzielt.
[0026] Der Aufbau des Bügeltisches kann weiter vereinfacht werden, wenn die Polsterschicht
direkt auf der Grundplatte aufliegt.
[0027] Hierbei hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn das dreidimensionale
Gewirk wasserabweisend ist. Sollte Wasserdampf in dem dreidimensionalen Gewirk kondensieren,
so perlt das Kondensat an dem dreidimensionalen Gewirk ab und kann leicht durch die
Grundplatte abgesaugt werden. Ein Rückbefeuchten des Bügelguts wird dadurch vermieden.
[0028] Zweckmäßigerweise kann ferner vorgesehen werden, dass die Deckschicht und die Basisschicht
unterschiedliche Gewirke aufweisen. So kann beispielsweise die Deckschicht eine glatte
Oberseite aufweisen, um die Abdruckbildung auf dem Bügelgut zu vermeiden. Die Basisschicht
weist vorzugsweise ein grobmaschiges Gewirk auf, das für gute Stabilität und hohe
Luftdurchlässigkeit sorgt.
[0029] Im Folgenden werden Ausführungsformen der Erfindung anhand einer Zeichnung näher
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- dreidimensionale Darstellung eines Bügeltisches,
- Fig. 2
- Schnitt durch die Bügelfläche des Bügeltisches aus Fig. 1 entlang der Linie 11-11
und
- Fig. 3
- vergrößerte perspektivische Darstellung des dreidimensionalen Gewirks aus Fig. 2.
[0030] In Fig. 1 ist ein erfindungsgemäßer Bügeltisch 1 dargestellt. Der Bügeltisch 1 umfasst
ein Grundgerät 2, in dem eine Lüftereinheit angeordnet ist. Das Grundgerät 2 ist mit
der Bügelfläche 3 verbunden, so dass über die Lüftereinheit Luft von der Bügelfläche
3 abgesaugt oder in die Bügelfläche 3 hineingeblasen werden kann. Das Grundgerät 2
ist weiterhin mit einem Fußschalter 4 verbunden, über den die Umschaltung der Lüftereinheit
vom Saugbetrieb in den Blasbetrieb erfolgt.
[0031] Der Bügeltisch 1 kann neben der Bügelfläche 3 auch noch Schwenkarme 5, 6 aufweisen,
an denen weitere Bügelflächen 7, 8 befestigt sind. Die Bügelflächen 7, 8 sind kleiner
als die Bügelfläche 3 und dienen beispielsweise zum Bügeln von Herndärmeln. Die Bügelflächen
7, 8 sind ebenfalls mit dem Grundgerät 2 verbunden, so dass auch hier eine Absaugung
oder Blasung erfolgen kann.
[0032] Der Bügeltisch 1 verfügt über einen Kamin 9, durch den die von der Lüftereinheit
angesaugte Luft wieder an die Umgebung abgegeben wird. Dadurch kann die Abluft gezielt
vom Bügeltisch 1 weggeführt werden. In den Kamin 9 ist eine Bedieneinheit 10 integriert,
über die das Grundgerät 2 gesteuert werden kann. An dem Kamin 9 ist eine Beleuchtungseinheit
11 mit einer Büglerschwebe 12 befestigt. An der Büglerschwebe 12 kann der Bügler befestigt
werden, so dass das Gewicht des Büglers hauptsächlich von der Büglerschwebe 12 getragen
wird.
[0033] Fig. 2 zeigt einen Schnitt durch die Bügelfläche 3 des Bügeltisches 1 entlang der
Linie II-II. Die Bügelfläche 3 umfasst eine Wanne 13, die mit dem Grundgerät 2 verbunden
ist, so dass in der Wanne 13 ein Überdruck oder ein Unterdruck erzeugt und entsprechend
Luft angesaugt oder weggeblasen werden kann. Auf der Wanne 13 ist eine Grundplatte
14 angebracht. Die Grundplatte 14 wird auf die Wanne 13 geschraubt oder anderweitig
befestigt und seitlich mit einem Dichtband abgedichtet, um Falschluftansaugung zu
vermeiden. So wird die volle Lüfterleistung auf der Bügelfläche 3 genutzt. Die Grundplatte
14 ist vorzugsweise ein Lochblech, es ist aber auch denkbar andere Platten mit entsprechenden
Öffnungen zur Luftabsaugung einzusetzen. Auf der Grundplatte 14 ist eine Polsterschicht
15 aufgebracht. Vorzugsweise liegt die Polsterschicht 15 direkt auf der Grundplatte
14 auf. Es kann aber auch vorgesehen werden, Zwischenlagen zwischen der Grundplatte
14 und der Polsterschicht 15 vorzusehen, beispielsweise ein Gewebe aus Kunststoff
oder Metall.
[0034] Die Polsterschicht 15 umfasst ein dreidimensionales Gewirk mit einer gewirkten Basisschicht
17, einer gewirkten Deckschicht 18 und Abstandsfäden 19, die die Basisschicht 17 mit
der Deckschicht 18 verbinden. Wie bereits beschrieben, werden unter dem Begriff Gewirk
im vorliegenden Fall alle Arten von miteinander verbundenen Fäden, Garnen, Fasern,
etc. verstanden, die ein Textilgebilde ausbilden, also auch Gewebe, Gestricke, etc..
Vorzugsweise umfasst die Polsterschicht 15 nur dieses dreidimensionale Gewirk. Es
kann aber auch vorgesehen werden, dass weitere Lagen in der Polsterschicht angeordnet
sind. Die Polsterschicht 15 und eventuell weitere auf der Grundplatte 14 angebrachte
Schichten werden mit einem Oberbezug 16 auf die Grundplatte 14 bzw. die Wanne 13 gespannt.
Der Oberbezug 16 besteht vorzugsweise aus temperaturbeständigem Kunststoff.
[0035] In Fig. 3 ist eine perspektivische Darstellung des dreidimensionalen Gewirks, das
als Polsterschicht eingesetzt wird, gezeigt. Das dreidimensionale Gewirk umfasst eine
Basisschicht 17, die der Grundplatte 14 zugewandt ist. Auf der dem Oberbezug 16 zugewandten
Seite umfasst das dreidimensionale Gewirk eine Deckschicht 18. Sowohl die Basisschicht
17 als auch die Deckschicht 18 sind aus einem dampf- und luftdurchlässigem Gewirk.
Die Basisschicht 17 und die Deckschicht 18 sind mit Abstandsfäden 19 miteinander verbunden.
Die Abstandsfäden 19 sind bogenförmig und ragen gebogen in die Deckschicht 18 und
die Basisschicht 17 hinein.
[0036] In der Basisschicht 17 und der Deckschicht 18 sind die Abstandsfäden 19 in das jeweilige
Gewirk eingebunden, also eingewoben oder eingewirkt, etc. und folgen dem Fadenverlauf
in der Basisschicht 17 bzw. in der Deckschicht 18. Als Abstandsfäden 19 werden also
sehr lange Fäden eingesetzt, die jeweils mehrmals in die Deckschicht 18 bzw. die Basisschicht
17 eingeführt werden und aus diesen wieder heraustreten. Die Abstandsfäden 19 sind
dabei so in die Basisschicht 17 und die Deckschicht 18 eingewoben bzw. eingewirkt,
dass sie zumindest in einer Richtung des dreidimensionalen Gewirks einander kreuzend
verlaufen und ein Fachwerk ausbilden. Die Abstandsfäden 19 schließen also sowohl mit
der Deckschicht 18 als auch mit der Basisschicht 17 unterschiedliche Entrittswinkel
α
1, α
2 ein. Die Basisschicht 17 und die Deckschicht 18 sind durch die Abstandsfäden 19 so
miteinander verbunden, dass das dreidimensionale Gewirk eine einstückige Stoffbahn
ausbildet und die einzelnen Schichten nicht mehr voneinander trennbar sind, ohne das
dreidimensionale Gewirk zu zerstören.
[0037] Der Eintrittswinkel α
1, α
2, d.h. der kleinere der beiden Winkel, die jeweils zwischen der Deckschicht 18 bzw.
der Basisschicht 17 und einer im Eintrittspunkt der Abstandsfäden 19 in die Deckschicht
18 bzw. die Basisschicht 17 an die Abstandsflächen 19 anliegenden Tangente aufgespannt
werden, liegt im Bereich von 15° bis 90°, vorzugsweise 30° bis 60°. Wie bereits beschreiben,
müssen die Eintrittswinkel α
1, α
2 der Abstandsfäden 19 in die Deckschicht 18 und in die Basisschicht 17 nicht identisch
sein, sondern können unterschiedliche Werte annehmen, d.h. sowohl die Eintrittswinkel
α
1 verschiedener Abstandsflächen 19 in die Basisschicht 17 können unterschiedliche Werte
annehmen, als auch die Eintrittswinkel α
2 verschiedener Abstandsflächen 19 in die Deckschicht 18 können unterschiedliche Werte
annehmen.
[0038] Das dreidimensionale Gewirk weist eine Temperaturbeständigkeit von mindestens 180°C
auf, um eine Zerstörung durch die beim Bügeln eingeführte Wärme zu vermeiden. Vorzugsweise
enthält das dreidimensionale Gewirk Polyester, wobei auch vorgesehen werden kann,
dass die Deckschicht 18, die Abstandsfäden 19 und die Basisschicht 17 aus unterschiedlichen
Materialien bestehen. Um Kosten einzusparen, kann vorgesehen werden, dass die Deckschicht
18 aus temperaturbeständigerem Material besteht, als die Abstandsfäden 19 und die
Basisschicht 17. Das dreidimensionale Gewirk weist eine Dicke von mindestens 4 mm
auf. Versuche haben gezeigt, dass ein dreidimensionales Gewirk mit dieser Dicke beim
Bügeln nicht so stark zusammengedrückt wird, dass die Deckschicht 18 mit der Grundplatte
14 in Berührung kommt und somit an der Grundplatte 14 kondensiertes Wasser zu einem
Rückbefeuchten des Bügelguts führen würde. Vorzugsweise liegt die Dicke des dreidimensionalen
Gewirks in einem Bereich von 6-15 mm.
[0039] Wie bereits oben beschrieben, weisen die Abstandsfäden 19 zwischen der Basisschicht
17 und der Deckschicht 18 eine Bogenform auf. Wird beim Bügeln Druck auf das dreidimensionale
Gewirk aufgebracht, so werden die Abstandsfäden 19 in die durch die Biegung vorgegebene
Richtung weiter gebogen und knicken nicht ein. Durch die Biegung wird außerdem sichergestellt,
dass die Abstandsfäden 19 leicht in die Ausgangsstellung zurückfedern. Die Abstandsfäden
19 sind vorzugsweise als biegebeanspruchte Federn ausgebildet. Die Federkennlinie
der Federn bzw. Abstandsfäden 19 ist dabei linear oder progressiv. Um eine gleichmäßige
Rückfederung über der gesamten Bügelfläche 3 zu erhalten, beträgt die Dichte der Abstandsfäden
19 in dem dreidimensionalen Gewirk mindestens 30 Fäden/cm
2, vorzugsweise 50 bis 500 Fäden/cm
2. Die Dicke der Abstandsfäden liegt in einem Bereich von etwa 0,1 bis 0,75 mm. Werden
dickere Abstandsfäden eingesetzt, so kann die Anzahl der Fäden/cm
2 reduziert werden.
[0040] Das Material des dreidimensionalen Gewirks ist vorzugsweise wasserabweisend. Kondensiert
während des Bügelns Wasserdampf in dem dreidimensionalen Gewirk, so perlt das Kondensat
an dem dreidimensionalen Gewirk ab und kann leicht nach unten durch die Wanne 13 abgesaugt
werden.
[0041] Es kann auch vorgesehen werden, dass die Deckschicht 18 und die Basisschicht 17 des
dreidimensionalen Gewirks unterschiedliche Gewirke aufweisen. Die Deckschicht 18 besteht
vorzugsweise aus einem Gewirk, das zumindest auf der Oberseite, die zum Oberbezug
16 hin gewandt ist, glatt ist, um so die Bildung von Glanzstellen oder Abdrücken in
dem Bügelgut zu vermeiden. Die Basisschicht 17 kann beispielsweise aus einem grobmaschigem
Gewirk gebildet sein, wodurch die Absaugung von Kondensat erleichtert wird.
1. Bügeltisch (1) mit einer Grundplatte (14), einer Polsterschicht (15) und einem Oberbezug
(16),
wobei die Polsterschicht (15) ein dreidimensionales Gewirk mit einer dampf und luftdurchlässigen,
gewirkten Deckschicht (18), einer dampf- und luftdurchlässigen, gewirkten Basisschicht
(17) und die Deckschicht (18) und die Basisschicht (17) miteinander verbindenden Abstandsfäden
(19) umfasst,
wobei das dreidimensionale Gewirk eine Temperaturbeständigkeit , von mindestens 180°C
aufweist,
wobei die Abstandsfäden (19) bogenförmig sind, gebogen sowohl in die Deckschicht (18)
als auch in die Basisschicht (17) hineinragen und als biegebeanspruchte Federn ausgebildet
sind, und
wobei die Abstandsfäden (19) zumindest in einer Richtung des dreidimensionalen Gewirks
einander kreuzend verlaufen und ein Fachwerk ausbilden.
2. Bügeltisch (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandsfäden (19) in die gewirkte Deckschicht (18) und in die gewirkte Basisschicht
(17) eingebunden sind.
3. Bügeltisch (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das dreidimensionale Gewirk Polyester enthält.
4. Bügeltisch (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckschicht (18), die Basisschicht (17) und die Abstandsfäden (19) aus unterschiedlichen
Materialien bestehen.
5. Bügeltisch (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das dreidimensionale Gewirk eine Dicke von mindestens 4 mm, vorzugsweise 6-15 mm,
aufweist.
6. Bügeltisch (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichte der Abstandsfäden (19) in dem dreidimensionalen Gewirk mindestens 30 Fäden/cm2, vorzugsweise 50 bis 500 Fäden/cm2 beträgt.
7. Bügeltisch (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandsfäden (19) einen Eintrittswinkel (α1, α2) von 15° bis 90°, vorzugsweise 30° bis 60°, mit der Deckschicht (18) bzw. Basisschicht
(17) aufspannen.
8. Bügeltisch (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Polsterschicht (15) einlagig ist und nur das dreidimensionale Gewirk umfasst.
9. Bügeltisch (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Polsterschicht (15) direkt auf der Grundplatte (14) aufliegt.
10. Bügeltisch (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das dreidimensionale Gewirk wasserabweisend ist.
11. Bügeltisch (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckschicht (18) und die Basisschicht (17) unterschiedliche Gewirke aufweisen.
1. An ironing table (1) comprising a base plate (14), a padding layer (15), and an upper
cover (16),
the padding layer (15) including a three-dimensional knitted fabric having a knitted
covering layer (18) that is permeable to steam and air, a knitted base layer (17)
that is permeable to steam and air, and spacer threads (19) connecting the covering
layer (18) and the base layer (17) with each other,
the three-dimensional knitted fabric having a temperature stability of at least 180°C,
the spacer threads (19) being arc-shaped, projecting in a bent condition both into
the covering layer (18) and into the base layer (17), and being configured as springs
subjected to a bending stress, and
the spacer threads (19) running in a manner crossing each other at least in a direction
of the three-dimensional knitted fabric and forming a latticework.
2. The ironing table (1) according to claim 1, characterized in that the spacer threads (19) are incorporated in the knitted covering layer (18) and in
the knitted base layer (17).
3. The ironing table (1) according to claim 1 or 2, characterized in that the three-dimensional knitted fabric contains polyester.
4. The ironing table (1) according to any of the preceding claims, characterized in that the covering layer (18), the base layer (17), and the spacer threads (19) are made
of different materials.
5. The ironing table (1) according to any of the preceding claims, characterized in that the three-dimensional knitted fabric has a thickness of at least 4 mm, preferably
6-15 mm.
6. The ironing table (1) according to any of the preceding claims, characterized in that the density of the spacer threads (19) in the three-dimensional knitted fabric amounts
to at least 30 threads/cm2, preferably 50 to 500 threads/cm2.
7. The ironing table (1) according to any of the preceding claims, characterized in that the spacer threads (19) span an entrance angle (α1, α2) of 15° to 90°, preferably of 30° to 60°, with the covering layer (18) and the base
layer (17), respectively.
8. The ironing table (1) according to any of the preceding claims, characterized in that the padding layer (15) is single-ply and only comprises the three-dimensional knitted
fabric.
9. The ironing table (1) according to any of the preceding claims, characterized in that the padding layer (15) rests directly on the base plate (14).
10. The ironing table (1) according to any of the preceding claims, characterized in that the three-dimensional knitted fabric is water-repellent.
11. The ironing table (1) according to any of the preceding claims, characterized in that the covering layer (18) and the base layer (17) include different knitted fabrics.
1. Table à repasser (1) comportant une plaque de base (14), une couche rembourrée (15)
et un revêtement supérieur (16),
la couche rembourrée (15) comprenant un tissu à mailles tridimensionnel avec une couche
de recouvrement (18) tissée perméable à la vapeur et à l'air, une couche de base (17)
tissée perméable à la vapeur et à l'air et des fils d'espacement (19) reliant l'une
à l'autre la couche de recouvrement (18) et la couche de base (17),
le tissu à mailles tridimensionnel présentant une résistance à la température d'au
moins 180°C,
les fils d'espacement (19) étant arqués, faisant saillie tant dans la couche de recouvrement
(18) que dans la couche de base (17) lorsqu'ils sont recourbés et étant réalisés sous
forme de ressorts chargés par flexion, et
les fils d'espacement (19) s'étendant au moins dans une direction du tissu à mailles
tridimensionnel en se croisant et réalisant un treillis.
2. Table à repasser (1) selon la revendication 1, caractérisée en ce que les fils d'espacement (19) sont liés dans la couche de recouvrement (18) tissée et
dans la couche de base (17) tissée.
3. Table à repasser (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le tissu à mailles tridimensionnel contient du polyester.
4. Table à repasser (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la couche de recouvrement (18), la couche de base (17) et les fils d'espacement (19)
sont en matériaux différents.
5. Table à repasser (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le tissu à mailles tridimensionnel présente une épaisseur d'au moins 4 mm, de préférence
de 6 à 15 mm.
6. Table à repasser (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la densité des fils d'espacement (19) dans le tissu à mailles tridimensionnel comporte
au moins 30 fils par cm2, de préférence 50 à 500 fils par cm2.
7. Table à repasser (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que les fils d'espacement (19) forment avec la couche de recouvrement (18) et avec la
couche de base (17), respectivement, un angle d'entrée (α1, α2) de 15° à 90°, de préférence de 30° à 60°.
8. Table à repasser (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la couche de rembourrage (15) est à une seule couche et ne comprend que le tissu
à mailles tridimensionnel.
9. Table à repasser (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la couche de rembourrage (15) repose directement sur la plaque de base (14).
10. Table à repasser (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le tissu à mailles tridimensionnel est hydrophobe.
11. Table à repasser (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la couche de recouvrement (18) et la couche de base (17) présentent des tissus à
mailles différents.