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(11) |
EP 2 250 347 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.11.2017 Patentblatt 2017/48 |
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Anmeldetag: 19.02.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2009/000229 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2009/106045 (03.09.2009 Gazette 2009/36) |
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AXIALER VERDICHTER MIT EINER VORRICHTUNG ZUR UMLEITUNG EINES LECKAGESTROMS
AXIAL COMPRESSOR WITH A DEVICE FOR REDIRECTING A LEAKAGE FLOW
COMPRESSEUR AXIAL AVEC UN DISPOSITIF POUR REDIRIGER UN COURANT DE FUITE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
28.02.2008 DE 102008011746
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.11.2010 Patentblatt 2010/46 |
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Patentinhaber: MTU Aero Engines AG |
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80995 München (DE) |
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Erfinder: |
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- ELORZA GOMEZ, Sergio
80997 München (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 574 670 WO-A-02/25066 GB-A- 2 119 027 JP-A- 60 159 304 US-A- 4 152 092
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EP-A2- 1 793 089 GB-A- 2 110 767 GB-A- 2 298 245 US-A- 3 291 447 US-A- 4 465 429
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen axialen Verdichter nach dem Oberbegriff
von Anspruch 1.
Gasturbinen können einen Verdichter aufweisen, in dem ein Rotor gegenüber einem feststehenden
Stator rotieren kann. Um Leckageströmungen zwischen dem rotierenden Rotor und einem
Innendeckband des feststehenden Stators zu minimieren kann eine als "inner air seal"
bezeichnete Dichtungsanordnung eingesetzt werden. Trotz einer solchen Dichtungsanordnung
ist es unvermeidlich, dass unter den Innendeckbändern von Verdichterstatoren eine
relativ kleine Menge Luft zurückfließt. Der Wiedereintritt dieses niederenergetischen
Leckage-Massenstromes in den Hauptkanal des Verdichters verursacht eine Aufdickung
der Nabengrenzschicht. Dadurch werden die Stabilität des Verdichters und sein Wirkungsgrad
beeinträchtigt. Einen axialen Verdichter, der zur Reduzierung dieses Effektes konfiguriert
ist, zeigt das Dokument
EP1793089A2, welches den nächstliegenden Stand der Technik gegenüber der vorliegenden Erfindung
darstellt.
[0002] Um den schädlichen Effekt des Leckage-Massenstromes zu reduzieren kann eine Minimierung
dieses Massenstroms angestrebt werden. Dazu können effektivere Dichtsysteme eingebaut
werden. Eine minimale Leckage ist jedoch notwendig und unvermeidbar, damit der Rotor
sich nicht zu sehr aufheizt.
Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung einen Verdichter mit einer Vorrichtung
zur Umleitung eines, zwischen einem Stator und einem Rotor fließenden Leckagestroms
bereitzustellen, welcher die unerwünschten Effekte des Leckagestroms reduzieren kann.
Es sei an dieser Stelle auf die Druckschriften
US 3 291 447 und
JP 60 159304 hingewiesen, welche jedoch keinen Verdichter sondern eine Turbine, die einen negativen
Druckgradienten entlang des Rotors und Stators realisieren und zusätzlich besonderen
Kühlbedarf haben. Ferner sei auf die Druckschrift
US 4 152 092 A hingewiesen, die jedoch keinen axialen Verdichter sondern eine radiale Turbine bzw.
einen radialen Verdichter offenbaren.
[0003] Gelöst werden diese Aufgaben durch einen axialen Verdichter gemäß den Merkmalen des
Anspruchs 1.
[0004] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den jeweiligen Unteransprüchen
beschrieben.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die Erkenntnis zu Grunde, dass die schädlichen Effekte
des Leckage-Massenstroms reduziert oder vermieden werden können, wenn der Leckagestrom
weiter stromauf vom Stator abgeblasen wird. Dadurch erhält der Leckagestrom mehr Zeit
zum Durchmischen mit einer Hauptströmung, bevor er den Stator erreicht. Auf diese
Weise kann der Stator mit einer gesünderen Grenzschicht angeströmt werden. Ferner
bietet der erfindungsgemäße Ansatz die Möglichkeit, dass der Leckagestrom mit höherer
Energie in die Hauptströmung eingeblasen werden kann, wobei die Einblaserichtung variierbar
und optimierbar ist. Damit kann die Durchmischung verbessert und die Nabengrenzschicht
dünner werden. Zusätzlich kann sich die pulsierende Strömung auf den Stator stabilisierend
auswirken.
[0006] Erfindungsgemäß lassen sich die schädlichen Effekte der Leckageströmungen im Bereich
der Inner Air Seals reduzieren, in dem die Leckageströmungen wieder weiter stromaufwärts
eingebracht werden. Auf diese Weise kann der Wiedereintritt des Leckagenmassenstroms
so optimiert werden, das der Wiedereintritt nicht in dem Spalt zwischen der Rotor-
und der Statorplattform erfolgt.
[0007] Ein erfindungsgemäßer axialer Verdichter mit einer Vorrichtung zur Umleitung eines
zwischen einem Stator und einem Rotor fließenden Leckagestroms umfasst ein Dichtelement
zum Unterbrechen des Leckagestroms, eine an dem Rotor angeordneten Austrittsöffnung
und eine Führung, die ausgebildet ist, um den Leckagestrom an dem Dichtelement vorbei
zu der Austrittsöffnung zu führen.
[0008] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann die Führung
ausgebildet sein, um dem Leckagestrom an der Austrittsöffnung eine definierte Einblasrichtung
vorzugeben, Durch die Vorgabe einer definierten Einblasrichtung kann die Durchmischung
des Leckagestroms mit der Hauptströmung optimiert werden.
[0009] Ferner kann die Führung einen durch eine Rotorplattform des Rotors führenden Kanal
aufweisen, der mit der Austrittsöffnung verbunden ist. Der Kanal lässt sich gut in
eine bestehende Rotorplattform integrieren. Zudem kann durch den Kanal eine gewünschte
Ausströmrichtung und Ausströmenergie des Leckagestroms eingestellt werden.
[0010] Beispielsweise kann die Austrittsöffnung in einer Rotorplattform des Rotors angeordnet
sein. Dadurch lässt sich der Leckagestrom stromaufwärts vom Stator abblasen.
[0011] In einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verdichters kann der Rotor
einen Fortsatz aufweisen, der ausgebildet ist, um einen sich in radialer Richtung
zwischen Rotor und Stator erstreckenden Spalt zu überbrücken, wobei das Dichtelement
an einem statorseitigen Ende des Fortsatzes angeordnet sein kann. Auf diese Weise
lässt sich ein Wiedereintreten des Leckagestroms in den Spalt zwischen Rotor und Stator
verhindern.
[0012] Die Führung kann ausgebildet sein, um den Leckagestrom zwischen einer Rotorwelle
des Rotors und dem Fortsatz entlang zu führen. Somit kann ein radial unten liegender
Bereich des Fortsatzes als Führung des Leckagestroms dienen.
[0013] Beispielsweise kann das Dichtelement an ein Innendeckband des Stators angrenzen,
wobei ein Abstand des Dichtelements zu einem radial außen liegenden Ende des Innendeckbands
größer ist als ein oder gleich groß wie ein Abstand des Dichtelements zu einem radial
innen liegenden Ende des Innendeckbands.
[0014] Alternativ kann das Dichtelement an ein Innendeckband des Stators angrenzen, wobei
ein Abstand des Dichtelements zu einem radial außen liegenden Ende des Innendeckbands
kleiner ist als ein Abstand des Dichtelements zu einem radial innen liegenden Ende
des Innendeckbands.
[0015] In einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verdichters kann die Austrittsöffnung
in einer Nabenfläche und/oder einer Stirnfläche des Rotors angeordnet sein. Auf diese
Weise lässt sich eine vorteilhafte Einblasung des Leckagestroms realisieren.
[0016] Dabei kann ein Abstand der Austrittsöffnung von einem, dem Stator abgewandten Rand
der Nabenfläche größer sein, als ein Abstand der Austrittsöffnung von einem dem Stator
zugewandten Rand der Nabenfläche.
[0017] Beispielsweise kann die Austrittsöffnung auch an einem dem Stator zugewandten Rand
der Nabenfläche angeordnet sein.
[0018] Ferner kann die Austrittsöffnung zwischen zwei Rotorblättern des Rotors angeordnet
sein, wobei die Austrittsöffnung näher an demjenigen der zwei Rotorblätter angeordnet
sein kann, dass in Bezug auf eine Drehrichtung des Rotors hinter der Austrittsöffnung
angeordnet ist.
[0019] Beispielsweise kann die Austrittsöffnung einen runden Querschnitt aufweisen. Ein
solcher Querschnitt lässt sich einfach durch eine Bohrung realisieren.
[0020] Alternativ kann die Austrittsöffnung als ein Schlitz ausgebildet sein. Eine solche
Ausformung kann beispielsweise vorteilhaft sein, wenn die Austrittsöffnung am Rand
der Rotor-plattform angeordnet ist
[0021] In einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verdichters kann die Vorrichtung
mindestens eine weitere an dem Rotor angeordnete Austrittsöffnung und mindestens eine
weitere Führung aufweisen, wobei die mindestens eine weitere Führung ausgebildet ist,
um zumindest einen Teil des Leckagestroms an dem Dichtelement vorbei zu der mindestens
einen weiteren Austrittsöffnung zu führen. Somit lässt sich ein Wiedereintritt des
Leckagestroms gleichmäßig verteilen.
[0022] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung eines zeichnerisch dargestellten Ausführungsbeispiels. Dabei zeigt
Figur 1 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Umleitung eines zwischen
einem Stator und einem Rotor fließenden Leckagestroms 106 eines erfindungsgemäßen
Verdichters;
Figur 2 eine weitere schematische Darstellung der in Figur 1 gezeigten Vorrichtung;
Figur 3 eine schematische Darstellung einer weiteren Vorrichtung in einem erfindungsgemäßen
Verdichter; und
Figur 4 eine weitere schematische Darstellung der in Figur 3 gezeigten Vorrichtung.
[0023] Gleiche oder ähnliche Elemente sind in den Figuren mit denselben Referenzzeichen
bezeichnet.
[0024] Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Umleitung eines
zwischen einem Stator 102 und einem Rotor 104 fließenden Leckagestroms 106in einem
erfindungsgemäßen Verdichter. Ein Fluss des Leckagestroms 106 ist durch eine Folge
von Pfeilen dargestellt. Um die Übersichtlichkeit nicht zu beeinträchtigen sind in
Figur 1 lediglich der erste und der letzte Pfeil des Leckagestroms 106 mit Bezugszeichen
versehen.
[0025] Die Vorrichtung weist ein Dichtelement 112 zum Unterbrechen des Leckagestroms 106,
eine an dem Rotor 104 angeordnete Austrittsöffnung 114 und eine Führung 116 auf. Die
Führung 116 ist ausgebildet, um den Leckagestrom 106 an dem Dichtelement 112 vorbei
zu der Austrittsöffnung 114 zu führen. In Bezug auf eine Hauptströmung, die durch
eine Drehbewegung des Rotors 104 erzeugt oder verstärkt werden kann, ist der Rotor
104 in Bezug auf den feststehenden Stator 102 stromaufwärts angeordnet. Die Führung
116 kann im Bereich der Austrittsöffnung 114 so ausgebildet sein, dass dem aus der
Austrittsöffnung 1 14 austretenden Leckagestrom 106 eine vorbestimmte Einblasrichtung
vorgegeben wird. Gemäß diesem Ausfuhrungsbeispiel weist die Einsblasrichtung zumindest
eine erste und eine zweite Richtungskomponente auf, wobei die erste Richtungskomponente
in Richtung der Hauptströmung und die zweite Richtungskomponente radial nach außen
weist. Zusätzlich kann eine Umfangskomponente vorhanden sein.
[0026] Der Rotor 104 kann eine Mehrzahl von Rotorblättern 122 aufweisen. In Figur 1 ist
lediglich ein Rotorblatt 122 dargestellt. Das Rotorblatt 122 ist radial nach außen
zeigend auf einer Rotorplattform 124 angeordnet. Die Rotorplattform 124 kann über
eine Rotorwelle 126 mit einem weiteren Rotor 104b gekoppelt sein. Der weitere Rotor
104b weist ebenfalls Rotorblätter 122b auf, die auf einer weiteren Rotorplattform
124b angeordnet sind. Die Rotoren 104, 104b können als Blisk (BLiSKs = Bladed Disks)
ausgeführt sein. Bei einem Blisk bilden die Schaufeln und die Scheiben eine Einheit
und werden nicht mehr getrennt voneinander hergestellt.
[0027] Gemäß diesem Ausführungsbeispiel weist die Rotorplattform 124 mindestens einen Schlitz
132 auf. Der in Figur 1 gezeigte Schlitz 132 formt einen Kanal durch die Rotorplattform
124. Der Schlitz 132 ist ein Teil der Führung 116 und ist ausgebildet, um den Leckagestrom
106 zu der Austrittsöffnung 114 in der Rotorplattform 124 zu führen.
[0028] Der Stator 102 kann eine Mehrzahl von feststehenden Statorschaufeln 142 aufweisen,
die mit einem Stator-Innendeckband 144 verbunden sind. In Figur 1 ist lediglich eine
Statorschaufel 142 gezeigt, die mit dem Stator-Innendeckband 144 verbunden ist. Zwischen
dem Stator-Innendeckband 144 und der Rotorplattform 124 ist ein sich in radialer Richtung
erstreckender Spalt vorhanden. Erfindungsgemäß wird ein Eintritt des Leckagestroms
106 in diesen Spalt vermieden. Dazu kann die Rotorplattform 102 einen Aufsatz 134
zur Strömungsführung aufweisen. Der Aufsatz 134 kann als Fortsatz der Rotorplattform
ausgebildet sein, mit dem sich der Spalt überbrücken und abdichten lässt. Um den Spalt
abzudichten kann das Dichtelement 112 an einem statorseitigen Ende des Fortsatzes
134 angeordnet sein. Somit kann das Dichtelement 112 eine Unterbrechung und Umleitung
des Leckagestroms 106 in die Führung 116 bewirken. Der Leckagestrom 106 kann somit
an dem Dichtelement 112 vorbei, zwischen der Rotorwelle 126 und dem Fortsatz 134 entlang,
zu dem Kanal 132 in der Rotorplattform 124 geführt werden.
[0029] Gemäß diesem Ausführungsbeispiel grenzt das Dichtelement 112 an einen radial innen
liegenden Absatz des Stator-Innendeckbands 144 an. Der Absatz ist so ausgebildet,
dass das Dichtelement 112 den Spalt zwischen der Rotorplattform 124 und dem Stator-Innendeckband
144 in der Nähe der Rotorwelle 126 abdichtet. Auf diese Weise ist ein Abstand des
Dichtelements 112 zu einem radial außen liegenden Ende des Stator-Innendeckbands 144
größer als ein Abstand des Dichtelements 112 zu einem radial innen liegenden Ende
des Stator-Innendeckbands 144.
[0030] In einem umlaufenden Spalt zwischen der Rotorwelle 126 und dem Stator-Innendeckband
144 können weitere Dichtungseinrichtungen 152 angeordnet sein. In Figur 1 sind drei
weitere Dichtungseinrichtungen 152 gezeigt. Der Leckagestrom 106 strömt von einem
Spalt zwischen dem Stator 102 und dem weiteren Rotor 104b, an den weiteren Dichtungseinrichtungen
152 vorbei in Richtung des Dichtelements 112. Für die weiteren Dichtungseinrichtungen
152 und für das Dichtelement 112 können beliebige Dichtungsanordnungen eingesetzt
werden, die zur Abdichtung des Spalts zwischen dem Stator-Innendeckband 144 und der
Rotorwelle 126 geeignet sind.
[0031] Figur 2 zeigt eine weitere schematische Darstellung des in Figur 1 gezeigten Rotors
104, des Stators 102 und des weiteren Rotors 104b. Die Rotoren 104, 104b weisen eine
Mehrzahl von Rotorblättern 122, 122b auf. Der Stator 102 weist eine Mehrzahl von StatorSchaufeln
142 auf.
[0032] Gemäß diesem Ansführungsbeispiel ist jeweils zwischen zwei Rotorblättern 122 eine
Austrittsöffnung 114 angeordnet. Die Austrittsöffnungen 114 können dabei in einer
Rotomabenfläche des Rotors 104 angeordnet sein. Gemäß diesem Ausführungsbeispiel sind
die Austrittsöffnungen 114 als rechteckige Schlitze ausgeformt. Die Austrittsöffnungen
114 sind an demjenigen Rand der Rotomabenfläche angeordnet, der dem Stator 102 zugewandt
ist.
[0033] Die Austrittsöffnungen 114 können so zwischen zwei Rotorblättern 122 angeordnet sein,
dass eine Austrittsöffnung 114 jeweils näher an demjenigen der zwei benachbarten Rotorblätter
122 angeordnet ist, dass in Bezug auf eine Drehrichtung 152 des Rotors hinter der
Austrittsöffnung 114 angeordnet ist.
[0034] Figur 3 zeigt eine schematische Darstellung der Vorrichtung gemäß einem weiteren
Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Verdichters. Das in Figur 3 gezeigte Ausführungsbeispiel
unterscheidet sich von dem in Figur 1 gezeigten Ausfuhrungsbeispiel in der konstruktiven
Umsetzung der Führung 132 des Leckagestroms 106. Elemente, die sich nicht von dem
in Figur 1 gezeigten Ausführungsbeispiel unterscheiden, sind im folgenden nicht erneut
beschrieben.
[0035] Gemäß dem in Figur 3 gezeigten Ausführungsbeispiel grenzt das Dichtelement 112 wiederum
an einen Absatz des Stator-Innendeckbands 144 an. Der Absatz ist hier jedoch so ausgebildet,
dass das Dichtelement 112 den Spalt zwischen der Rotorplattform 124 und dem Stator-Innendeckband
144 in der Nähe des radial äußeren Endes des Stator-Innendeckbands 144 abdichtet.
Auf diese Weise ist ein Abstand des Dichtelements 112 zu einem radial außen liegenden
Ende des Stator-Innendeckbands 144 kleiner als ein Abstand des Dichtelements 112 zu
einem radial innen liegenden Ende des Stator-Innendeckbands 144. Der Leckagestrom
106 kann innerhalb eines Hohlraums zwischen der Rotorwelle 126 und dem Fortsatz 134
der Rotorplattform 124 zu dem Kanal 132 geführt werden. Gemäß diesem Ausführungsbeispiel
kann der Kanal 132 als Bohrung für eine geführte Leckagenausströmung ausgeführt sein.
Die Austrittsöffnung 114 des Kanals 132 kann an der Nabenfläche und/oder der Stirnfläche
der Rotorplattform 134 angeordnet sein, wobei auch eine Strömungskomponente entgegen
der Hauptströmungsrichtung möglich ist (siehe gestrichelte, strichpunktierte und strichdoppelpunktierte
Darstellung).
[0036] Figur 4 zeigt, entsprechend zu der Figur 2, eine weitere schematische Darstellung
des in Figur 3 gezeigten Rotors 104, des Stators 102 und des weiteren Rotors 104b.
[0037] Aus der Figur 4 ist ersichtlich, dass die Austrittsöffnungen 114 gemäß dem in Figur
3 gezeigten Ausführungsbeispiel einen runden Querschnitt aufweisen können. Die Austrittsöffnungen
114 können von dem Rand der Rotornabe beabstandet angeordnet sein. Dabei kann ein
Abstand der Austrittsöffnungen 114 von einem, dem Stator 102 abgewandten Rand der
Rotornabe größer sein, als ein Abstand der Austrittsöffnung von einem dem Stator 102
zugewandten Rand der Rotornabe.
[0038] Das Verfahren ermöglicht die Umleitung des Leckagestroms 106, indem ein Fluss des
Leckagestroms 106 in dem Spalt zwischen Stator-Innendeckband 144 und Rotorplattform
124 mit Hilfe des Dichtelements 112 unterbrochen wird und der Leckagestrom statt dessen
an dem Dichtelement 112 vorbei zu der an dem Rotor 102 angeordneten Austrittsöffnung
114 geführt wird.
[0039] In anderen Worten beschrieben, können Leckageströmungen 106 im Bereich der Inner
Air Seals 152 weiter stromaufwärts eingebracht werden. Somit kann ein Umleiten des
Leckage-Massenstromes 106 durch Kanäle 116, 132 erfolgen, die unter der letzte Dichtspitze
112 hindurch bis zu Öffnungen 114 des stromaufwärts liegenden Rotors 104 führen können.
Dadurch kann eine umfangsdiskrete Abblasung des Kavitäten-Massenstroms 106 über die
Rotor-Plattform 124 von axialen Verdichtern zur Verbesserung der Strömungsqualität
an der Statornabe erfolgen.
[0040] Weist ein Verdichter eine Mehrzahl von Rotor-Stator-Paaren auf, so kann der erfindungsgemäße
Ansatz bei jedem Rotor-Stator-Paar angewendet werden.
[0041] Die gezeigten Ausführungsbeispiele sind lediglich beispielhaft gewählt und können
miteinander kombiniert werden. Die beschriebenen Elemente, deren Formgebung sowie
deren Anordnung können im Rahmen des erfindungsgemäßen Ansatzes geändert werden. Ebenso
kann eine Anzahl und Anordnung der Austrittsöffnungen geändert werden. Insbesondere
sind diejenigen Elemente anpassbar, die eine Variation und Optimierung der Einblasrichtung
des Leckagestroms ermöglichen. Der erfindungsgemäße Ansatz zur Umleitung eines Leckagestroms
ist dabei nicht auf die beschriebene Anwendung im Zusammenhang mit einem Innendeckband
eines Stators beschränkt, sondern kann generell innerhalb und außerhalb der vorliegenden
Erfindung zur Führung von Leckageströmen eingesetzt werden, die im Grenzbereich zwischen
statischen und beweglichen Baugruppen auftreten.
1. Axialer Verdichter mit mindestens einem Rotor (104) und mit mindestens einem Stator
(102), wobei der Rotor in Bezug auf eine Hauptströmung in dem Verdichter stromaufwärts
zu dem Stator angeordnet ist, aufweisend eine Vorrichtung zur Umleitung eines zwischen
dem Stator (102) und dem Rotor (104) fließenden Leckagestroms (106), mit folgenden
Merkmalen:
einem Dichtelement (112); einer an dem Rotor angeordneten Austrittsöffnung (114);
und
einer Führung (116, 132), die ausgebildet ist, um den Leckagestrom an dem Dichtelement
vorbei zu der Austrittsöffnung zu führen, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtelement (112) ein Dichtelement zum Unterbrechen des Leckagestroms ist.
2. Axialer Verdichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung (116, 132) ausgebildet ist, um dem Leckagestrom (106) an der Austrittsöffnung
(114) eine definierte Einblasrichtung vorzugeben.
3. Axialer Verdichter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung (116, 132) einen durch eine Rotorplattform (124) des Rotors (102) führenden
Kanal (116) aufweist, der mit der Austrittsöffnung (114) verbunden ist.
4. Axialer Verdichter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Austrittsöffnung (114) in einer Rotorplattform (124) des Rotors (104) angeordnet
ist.
5. Axialer Verdichter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor (104) einen Fortsatz (134) aufweist, der ausgebildet ist, um einen sich
in radialer Richtung zwischen Rotor und Stator (102) erstreckenden Spalt zu überbrücken,
wobei das Dichtelement (112) an einem statorseitigen Ende des Fortsatzes angeordnet
ist.
6. Axialer Verdichter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung (116, 132) ausgebildet ist, um den Leckagestrom (106) zwischen einer
Rotorwelle (126) des Rotors (104) und dem Fortsatz (134) entlang zu führen.
7. Axialer Verdichter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtelement (112) an ein Innendeckband (144) des Stators (102) angrenzt, wobei
ein Abstand des Dichtelements zu einem radial außen liegenden Ende des Innendeckbands
größer ist als, oder gleich groß ist wie ein Abstand des Dichtelements zu einem radial
innen liegenden Ende des Innendeckbands.
8. Axialer Verdichter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtelement (112) an ein Innendeckband (144) des Stators (102) angrenzt, wobei
ein Abstand des Dichtelements zu einem radial außen liegenden Ende des Innendeckbands
kleiner ist als ein Abstand des Dichtelements zu einem radial innen liegenden Ende
des Innendeckbands.
9. Axialer Verdichter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Austrittsöffnung (114) in einer Nabenfläche und/oder an einer Stirnfläche des
Rotors (104) angeordnet ist.
10. Axialer Verdichter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abstand der Austrittsöffnung (114) von einem, dem Stator (104) abgewandten Rand
der Nabenfläche größer ist, als ein Abstand der Austrittsöffnung von einem dem Stator
zugewandten Rand der Nabenfläche.
11. Axialer Verdichter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Austrittsöffnung (114) an einem dem Stator (102) zugewandten Rand der Nabenfläche
angeordnet ist.
12. Axialer Verdichter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Austrittsöffnung (114) zwischen zwei Rotorblättern (122) des Rotors (104) angeordnet
ist, wobei die Austrittsöffnung näher an demjenigen der zwei Rotorblätter angeordnet
ist, das in Bezug auf eine Drehrichtung (152) des Rotors hinter der Austrittsöffnung
angeordnet ist.
13. Axialer Verdichter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Austrittsöffnung (114) einen runden Querschnitt aufweist.
14. Axialer Verdichter nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Austrittsöffnung (114) als ein Schlitz ausgebildet ist.
15. Axialer Verdichter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit mindestens einer weiteren
an dem Rotor (104) angeordneten Austrittsöffnung (114) und mindestens einer weiteren
Führung (116, 132), die ausgebildet ist, um zumindest einen Teil des Leckagestroms
106 an dem Dichtelement (112) vorbei zu der mindestens einen weiteren Austrittsöffnung
zu führen.
1. An axial compressor, including at least one rotor (104) and at least one stator (102),
the rotor being disposed upstream of the stator in relation to a main flow in the
compressor, comprising a device for redirecting a leakage current (106) flowing between
the stator (102) and the rotor (104), having the following features:
a sealing element (112);
an outlet opening (114) disposed on the rotor; and
a guide (116, 132) configured to direct the leakage current past the sealing element
to the outlet opening, characterized in that the sealing element (112) is a sealing element for interrupting the leakage current.
2. The axial compressor according to claim 1, characterized in that the guide (116, 132) is configured to provide a defined injection direction for the
leakage current (106) at the outlet opening (114).
3. The axial compressor according to claim 1 or 2, characterized in that the guide (116, 132) has a channel (116) leading through a rotor platform (124) of
the rotor (102), the channel being connected to the outlet opening (114).
4. The axial compressor according to any one of the preceding claims, characterized in that the outlet opening (114) is disposed in a rotor platform (124) of the rotor (104).
5. The axial compressor according to any one of the preceding claims, characterized in that the rotor (104) has an extension (134), which is configured to bridge a gap extending
in a radial direction between the rotor and the stator (102), wherein the sealing
element (112) is disposed on a stator-side end of the extension.
6. The axial compressor according to claim 5, characterized in that the guide (116, 132) is configured to guide the leakage current (106) between a rotor
shaft (126) of the rotor (104) and the extension (134).
7. The axial compressor according to any one of the preceding claims, characterized in that the sealing element (112) abuts an inner cover band (144) of the stator (102), wherein
a distance between the sealing element and a radially outer end of the inner cover
band is greater than, or equal to, a distance between the sealing element and a radially
inner end of the inner cover band.
8. The axial compressor according to any one of claims 1 to 6, characterized in that the sealing element (112) abuts an inner cover band (144) of the stator (102), wherein
a distance between the sealing element and a radially outer end of the inner cover
band is smaller than a distance between the sealing element and a radially inner end
of the inner cover band.
9. The axial compressor according to any one of the preceding claims, characterized in that the outlet opening (114) is disposed in a hub surface and/or on an end face of the
rotor (104).
10. The axial compressor according to claim 9, characterized in that a distance between the outlet opening (114) and an edge of the hub surface facing
away from the stator (104) is greater than a distance between the outlet opening and
an edge of the hub surface facing the stator,
11. The axial compressor according to claim 9, characterized in that the outlet opening (114) is disposed on an edge of the hub surface facing the stator
(102).
12. The axial compressor according to any one of the preceding claims, characterized in that the outlet opening (114) is disposed between two rotor blades (122) of the rotor
(104), wherein the outlet opening is disposed closer to the one of the two rotor blades
which, in relation to a rotational direction (152) of the rotor, is disposed behind
the outlet opening.
13. The axial compressor according to any one of the preceding claims, characterized in that the outlet opening (114) has a round cross-section.
14. The axial compressor according to any one of claims 1 to 12, characterized in that the outlet opening (114) is configured as a slot.
15. The axial compressor according to any one of the preceding claims, furthermore comprising
at least one further outlet opening (114) disposed on the rotor (104) and at least
one further guide (116, 132), which is configured to guide at least a portion of the
leakage current (106) past the sealing element (112) to the at least one further outlet
opening.
1. Compresseur axial comportant au moins un rotor (104) et au moins un stator (102),
le rotor étant disposé en amont du stator par rapport à un écoulement principal dans
le compresseur, présentant un dispositif de déviation d'un courant de fuite (106)
s'écoulant entre le stator (102) et le rotor (104), comportant les caractéristiques
suivantes :
un élément d'étanchéité (112) ;
un orifice de sortie (114) disposé au niveau du rotor ; et
un guide (116, 132) qui est conçu pour guider le courant de fuite en passant devant
l'élément d'étanchéité vers l'orifice de sortie,
caractérisé en ce que l'élément d'étanchéité (112) est un élément d'étanchéité permettant d'interrompre
le courant de fuite.
2. Compresseur axial selon la revendication 1, caractérisé en ce que le guide (116, 132) est conçu pour imposer un sens de soufflage défini au courant
de fuite (106) au niveau de l'orifice de sortie (114).
3. Compresseur axial selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le guide (116, 132) présente un canal (116) passant par une plate-forme de rotor
(124) du rotor (102) et qui est raccordé à l'orifice de sortie (114).
4. Compresseur axial selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'orifice de sortie (114) est disposé dans une plate-forme de rotor (124) du rotor
(104).
5. Compresseur axial selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le rotor (104) présente un prolongement (134) qui est conçu pour chevaucher une fente
s'étendant dans le sens radial entre le rotor et le stator (102), l'élément d'étanchéité
(112) étant disposé à une extrémité du prolongement située du côté du stator.
6. Compresseur axial selon la revendication 5, caractérisé en ce que le guide (116, 132) est conçu pour guider le courant de fuite (106) entre un arbre
de rotor (126) du rotor (104) et le prolongement (134) .
7. Compresseur axial selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément d'étanchéité (112) est adjacent à une bande de couverture interne (144)
du stator (102), une distance entre l'élément d'étanchéité et une extrémité située
radialement à l'extérieur de la bande de couverture interne étant supérieure ou égale
à une distance entre l'élément d'étanchéité et une extrémité située radialement à
l'intérieur de la bande de couverture interne.
8. Compresseur axial selon une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'élément d'étanchéité (112) est adjacent à une bande de couverture interne (144)
du stator (102), une distance entre l'élément d'étanchéité et une extrémité située
radialement à l'extérieur de la bande de couverture interne étant inférieure à une
distance entre l'élément d'étanchéité et une extrémité située radialement à l'intérieur
de la bande de couverture interne.
9. Compresseur axial selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'orifice de sortie (114) est disposé dans une surface de moyeu et/ou au niveau d'une
surface frontale du rotor (104).
10. Compresseur axial selon la revendication 9, caractérisé en ce qu'une distance entre l'orifice de sortie (114) et un bord détourné du stator (104) de
la surface de moyeu est supérieure à une distance entre l'orifice de sortie et un
bord tourné vers le stator de la surface de moyeu.
11. Compresseur axial selon la revendication 9, caractérisé en ce que l'orifice de sortie (114) est disposé au niveau d'un bord tourné vers le stator (102)
de la surface de moyeu.
12. Compresseur axial selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'orifice de sortie (114) est disposé entre deux pales de rotor (122) du rotor (104),
l'orifice de sortie étant disposé plus près de celle des deux pales de rotor qui est
disposée derrière l'orifice de sortie par rapport à un sens de rotation (152) du rotor.
13. Compresseur axial selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'orifice de sortie (114) présente une section transversale ronde.
14. Compresseur axial selon une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que l'orifice de sortie (114) est réalisé sous forme d'une fente.
15. Compresseur axial selon une des revendications précédentes, comportant au moins un
autre orifice de sortie (114) disposé au niveau du rotor (104) et au moins un autre
guide (116, 132) qui est conçu pour guider au moins une partie du courant de fuite
(106) en passant devant l'élément d'étanchéité (112) vers l'au moins un autre orifice
de sortie.
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