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(11) |
EP 2 250 362 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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26.12.2012 Patentblatt 2012/52 |
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Anmeldetag: 28.01.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2009/000533 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2009/095215 (06.08.2009 Gazette 2009/32) |
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| (54) |
NOCKENWELLENMODUL
CAMSHAFT MODULE
MODULE D'ARBRE À CAME
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
31.01.2008 DE 102008007091
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.11.2010 Patentblatt 2010/46 |
| (73) |
Patentinhaber: |
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- ThyssenKrupp Presta TecCenter AG
9492 Eschen (LI)
- POLYTEC PLASTICS Germany GmbH & Co. KG
49393 Lohne (DE)
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Erfinder: |
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- ILGEROTH, Mario
06502 Thale (DE)
- FREYTAG, Andreas
06484 Quedlinburg (DE)
- LANGER, Alexander
09112 Chemnitz (DE)
- WAGNER, Henrik
38871 Ilsenburg (DE)
- RETZLAFF, Stefan
38855 Wernigerode (DE)
- SOARES, Jorge, Manuel, Miranda
48493 Wettringen (DE)
- SCHULING, Norbert
49393 Lohne (DE)
- JANSSEN, Hans
49413 Dinklage (DE)
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Vertreter: Adams, Steffen |
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ThyssenKrupp AG
Corporate Center Legal & Compliance/Patents
ThyssenKrupp Allee 1 45143 Essen 45143 Essen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 998 034 DE-A1- 4 017 048 DE-A1- 19 831 772 DE-U1- 20 120 912 US-A- 3 352 293
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DE-A1- 3 643 673 DE-A1- 19 603 692 DE-C1- 3 641 129 DE-U1-202006 018 359 US-A- 3 672 338
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein vormontiertes Nockenwellenmodul mit den Merkmalen des
Oberbegriffes des Patentanspruchs 1. Ein derartiges Nockenwellenmodul ist aus dem
deutschen Gebrauchsmuster
DE 201 20 912 U1 bekannt. Bei diesem bekannten Nockenwellenmodul ist eine Zylinderkopfhaube vorgesehen,
die einstückig mit ihr verbundene erste Lagerhälften für die Nockenwellenlager einer
Nockenwelle aufweist. Um ein vormontiertes Nockenwellenmodul zu erzeugen, das anschließend
mit dem Zylinderkopf verschraubt werden kann, werden die Nockenwellen in die integral
mit der Zylinderkopfhaube ausgebildeten ersten Lagerhälften eingesetzt und die zweiten
Lagerhälften werden aufgeschraubt. Dadurch werden die einzelnen Bauteile Zylinderkopfhaube,
Nockenwelle und zweite Lagerhälften zu einem Modul vormontiert. Dieses vormontierte
Nockenwellenmodul bzw. Zylinderkopfhauben-Modul kann dann insgesamt auf dem Zylinderkopf
montiert werden.
[0002] Nachteilig bei diesem bekannten Nockenwellenmodul ist, dass die die Nockenwellen
aufnehmenden ersten Lagerhälften integral mit der Zylinderkopfhaube ausgebildet sind.
Dadurch kann die Zylinderkopfhaube z.B. nicht aus Kunststoff ausgebildet werden, sondern
sie muss aus einem Werkstoff bestehen, der für die Lagerhälften zur Lagerung der Nockenwelle
geeignet ist und eine ausreichende Festigkeit aufweist. Daher wird die Zylinderkopfhaube
gemäß
DE 201 20 912 U1 aus einem geeigneten Metall, wie z.B. Aluminium, bestehen.
[0003] Nachteilig ist weiterhin, dass die mit der Zylinderkopfhaube integral ausgebildeten
Lagerhälften aufwändig spanend bearbeitet werden muss, um die für die Lagerung der
Nockenwelle erforderlichen Maße, Toleranzen und Oberflächenqualität zu erreichen.
[0004] Darüber hinaus ist der Prozess der Vormontage des Nockenwellenmoduls und dessen Verschraubung
mit dem Zylinderkopf des Verbrennungsmotors bei dem aus der
DE 201 20 912 U1 bekannten Nockenwellenmodul vergleichsweise aufwändig. Nachdem die zweiten Lagerhälften
mit den ersten, integral mit der Zylinderkopfhaube ausgebildeten Lagerhälften verschraubt
sind, muss das auf diese Weise vormontierte Nockenwellenmodul an separaten Befestigungspunkten
und über separate Schrauben mit dem Zylinderkopf verschraubt werden. Es sind daher
zwei Sätze Befestigungsschrauben und zwei aufeinander folgende, getrennte Verschraubungsvorgänge
erforderlich, nämlich zum einen der Verschraubungsvorgang, mit dem die zweiten Lagerhälften
mit den ersten Lagerhälften verschraubt werden, und zum anderen der Verschraubungsvorgang,
mit dem das vormontierte Nockenwellenmodul mit dem Zylinderkopf verschraubt wird.
[0005] In der
DE 196 03 692 A1 wird ein vormontierbares Nockenwellenmodul nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1 beschrieben. Beim Gegenstand der
DE 196 03 692 A1 bildet das Kunststoffgehäuse 5 zusammen mit dem damit einstückig verbundenen Lagergassenträger
2 und der inneren Lagerhälfte 8 (Deckel 8) ein vormontiertes Nockenwellenmodul. Die
Lagerelemente 21, 22 und 24 nehmen die Nockenwelle 3 drehbar gelagert auf. Die Lagerelemente
21 und 24 sind als geschlossene Lager ausgebildet. Die Lagerelemente 22 sind offene
Stützschalen, die erst im Zusammenwirken mit dem Deckel 8, der die innere Lagerhälfte
bildet, Lagerungen für die Nockenwelle 3 bilden. Über die durchgehenden Schrauben
7 sind der Deckel 8 und die aus dem Kunststoffgehäuse 5 und dem Lagergassenträger
2 bestehende Baueinheit miteinander verbunden (vgl. Fig. 2), so dass sie ein vormontiertes
Nockenwellenmodul bilden. Nachteilig bei der aus
DE 196 03 692 A1 bekannten Lösung ist, dass sie konstruktiv vergleichsweise aufwändig ist und eine
größere Teileanzahl erforderlich macht. So werden z.B. neben den durchgehenden Schrauben
7 auch noch weitere Schrauben benötigt, um den die inneren Lagerhälften bildenden
Deckel 8 an dem Kunststoffgehäuse 5 zu befestigen (vgl. Fig. 7). Außerdem muss der
Lagergassenträger 2 gemäß
DE 196 03 692 A1 mit dem Kunststoffgehäuse verbunden werden.
[0006] Die Druckschrift
DE 198 31 772 A 1 offenbart kein vormontiertes Nockenwellenmodul. Im Patentanspruch 1 der
DE 198 31 772 A 1 ist angegeben, dass die Nockenelemente 5 der Nockenwelle größer sind als die
Bohrungen 16, in denen die Nockenwelle drehbar gelagert wird. Dies führt dazu, dass
"die Nockenwelle erst im Zylinderkopf verdrehfest zusammengefügt werden kann". Der
Lagerrahmen 13 und der Deckel 12 bilden somit keine vormontierte Baueinheit mit fertig
montierter Nockenwelle. Aus der
DE 198 31 772 A1 ist bekannt, zwei nebeneinander liegende Nockenwellen in einem Lagerrahmen zu lagern,
wobei z.B. bei der Ausführungsform nach Fig. 3 die Stege 15 einander gegenüberliegend
angeordnet sind. Der Zusammenbau eines Zylinderkopfes gemäß
DE 198 31 772 A1 ist aufwändig und kompliziert, da kein vormontiertes Nockenwellenmodul eingesetzt
werden kann.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein vormontiertes Nockenwellenmodul nach
dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 zur Verfügung zu stellen, bei dem die Vormontage
des Moduls und dessen Befestigung auf dem Zylinderkopf einfach, schnell und mit möglichst
wenigen Befestigungsmitteln möglich ist. Außerdem soll es möglich sein, eine Zylinderkopfhaube
aus Kunststoff einzusetzen.
[0008] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Nockenwellenmodul mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0009] Gemäß der Erfindung ist vorgesehen, dass die Nockenwelle in separaten Lagerböcken
drehbar gelagert aufgenommen ist, und dass diese Lagerböcke an einzelnen Befestigungspunkten
mit der Zylinderkopfhaube über ein Befestigungsmittel miteinander verbunden sind.
Gleichzeitig ist das Nockenwellenmodul an den vorgenannten Befestigungspunkten über
dieselben vorgenannten Befestigungsmittel mit dem Zylinderkopf des Verbrennungsmotors
fest verbunden. Die Befestigungsmittel können als Schrauben ausgebildet sein. Auf
diese Weise wird nur ein Satz Schrauben benötigt, um das Nockenwellenmodul vorzumontieren
und dieses dann fest mit dem Zylinderkopf zu verschrauben.
[0010] Die Erfindung ist anwendbar bei Motoren mit mehreren Nockenwellen. Erfindungsgemäß
werden beispielsweise für Motoren, bei denen zwei Nockenwellen vorhanden sind, Nockenwellenmodule
mit zwei parallel zueinander ausgerichteten Nockenwellen eingesetzt. Erfindungsgemäß
ist bei derartigen Nockenwellenmodulen jede Nockenwelle über mehrere Lagerböcke drehbar
aufgenommen, wobei jeweils zwei Lagerböcke jeder Nockenwelle zueinander benachbart
und miteinander fluchtend in einer Ebene angeordnet sind, die quer zur Längsachse
der Nockenwellen verläuft. Jedes Paar benachbarter, miteinander fluchtender Lagerböcke
ist über lediglich drei Befestigungspunkte mit der Zylinderkopfhaube verbunden. Dadurch
wird auch das Nockenwellenmodul jeweils an diesen drei Befestigungspunkten mit dem
Zylinderkopf verschraubt. Gegenüber Lösungen, bei denen einzelne Lagerschalenhälften
in die Zylinderkopfhaube integriert ausgebildet sind, wird durch diese erfindungsgemäße
Lösung pro Lagerbockpaar ein Befestigungspunkt und damit auch eine Schraube eingespart.
[0011] Besonders vorteilhaft ist es, wenn zwei benachbarte, miteinander fluchtende Lagerböcke
jeder Nockenwelle einander im Bereich zwischen den beiden Nockenwellen überlappen
und in dem Überlappungsbereich einen gemeinsamen Befestigungspunkt aufweisen. Auf
diese Weise können die beiden Lagerböcke des Lagerbockpaars über lediglich drei Befestigungspunkte
ohne Qualitätseinbußen hinsichtlich der Befestigung mit dem Zylinderkopf verbunden
werden.
[0012] Das erfindungsgemäße Nockenwellenmodul weist mindestens zwei Nockenwellen auf. Die
Lagerböcke können als einzelne Lagerböcke oder auch als so genannte Doppellagerböcke
ausgebildet sein. Sind sie als einzelne Lagerböcke ausgebildet, so können die einzelnen
Lagerböcke so ausgebildet sein, dass sie miteinander verbunden werden können.
[0013] In jeder Ausführungsform der Erfindung können die Lagerböcke als geteilte oder als
geschlossene (einstückige) Lagerböcke ausgebildet sein.
[0014] Durch die einzelnen Schrauben werden die Zylinderkopfhaube und die die Nockenwelle
aufnehmenden Lagerböcke zusammengehalten, sodass ein vormontiertes Nockenwellenmodul
vorliegt. Das auf diese Weise vormontierte Nockenwellenmodul wird dann auf den Zylinderkopf
aufgesetzt und mit denselben Befestigungsmitteln, also z.B. mit denselben Schrauben,
die zur Vormontage des Nockenwellenmoduls dienen, auf dem Zylinderkopf befestigt.
[0015] Vorteilhaft können zur Erzeugung des vormontierten Nockenwellenmoduls auch eine oder
mehrere Steckverbindungen vorgesehen sein, durch welche die die Nockenwellen aufnehmenden
Lagerböcke mit der Zylinderkopfhaube verbindbar, d.h. zusammensteckbar sind. In diesem
Fall werden die Lagerböcke mitsamt der Nockenwelle zunächst einfach mit der Zylinderkopfhaube
zusammengesteckt und dadurch kraftschlüssig, formschlüssig oder kraft- und formschlüssig
zusammengehalten. Dieses Zusammenstecken stellt einen vorläufigen Zusammenbau des
Nockenwellenmoduls dar. Anschließend werden die Schrauben angebracht, um das fertig
vormontierte Nockenwellenmodul zu erzeugen. Sind die Befestigungsmittel als Schrauben
ausgebildet, so werden die Schrauben vorzugsweise durch Durchgangsbohrungen der Lagerböcke
hindurchgesteckt oder eingeschraubt, so dass sie die Lagerböcke und die in den Lagerböcken
gelagerten Nockenwellen mit der Zylinderkopfhaube verbinden.
[0016] Das auf diese Weise vormontierte Nockenwellenmodul wird dann anschließend über dieselben
Schrauben mit dem Zylinderkopf verschraubt. Diese Montage des Nockenwellenmoduls auf
dem Zylinderkopf des Motors erfolgt in der Regel erst bei dem Fahrzeughersteller in
der Zusammenbaulinie für die Montage der einzelnen Motorkomponenten. Mit dem erfindungsgemäßen
Nockenwellenmodul kann der Zulieferer des Moduls dem Fahrzeughersteller somit ein
Modul zur Verfügung stellen, das einbaufertig an das Montageband des Fahrzeugherstellers
angeliefert werden kann. Die für die Montage des Moduls auf dem Zylinderkopf erforderlichen
Schrauben sind bereits vorhanden und in das vormontierte Modul integriert. Es ist
für den Fahrzeughersteller daher nicht erforderlich, seinerseits Schrauben für die
Befestigung des Moduls auf dem Zylinderkopf vorzuhalten und an dem Montageband bereitzustellen.
[0017] Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass das erfindungsgemäße Nockenwellenmodul
so demontierbar ist, dass die Zylinderkopfhaube abgenommen werden kann, ohne dass
die Nockenwellen mit entfernt werden müssten. Dadurch sind die Nockenwellen z.B. für
den Kundendienst frei zugänglich. Dies ist ein wichtiger Vorteil gegenüber dem aus
der
DE 201 20 912 U1 bekannten Nockenwellenmodul, bei dem die Zylinderkopfhaube wegen der integral mit
der Zylinderkopfhaube ausgebildeten Lagerhälften nicht getrennt von den Nockenwellen
abgebaut werden kann.
[0018] Die erfindungsgemäße Lösung ermöglicht die Verwendung sowohl geteilter als auch nicht
geteilter Lagerböcke. Nicht geteilte Lagerböcke müssen auf den Wellenkörper der Nockenwelle
während des Zusammenbaus der Nockenwelle aufgeschoben werden. Im Unterschied dazu
können geteilte Lagerböcke auch nach dem Zusammenbau der Nockenwelle an dieser montiert
werden. Insbesondere ermöglicht die vorliegende Erfindung die Realisierung kleiner
Lagerdurchmesser, d.h. es können Lagerböcke verwendet werden, deren Außendurchmesser
kleiner ist als die radiale Erstreckung der Nocken der Nockenwelle. Auf diese Weise
können große Lagerdurchmesser, die eine höhere Reibleistung aufweisen als kleine Lagerdurchmesser,
vermieden werden.
[0019] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung können eine oder mehrere
Steckverbindungen vorgesehen sein, über die die Zylinderkopfhaube und die die Nockenwelle
aufnehmenden Lagerböcke miteinander verbunden werden können. Nach dem Zusammenstecken
der Steckverbindungen sind die Zylinderkopfhaube und die Lagerböcke kraftschlüssig,
formschlüssig oder kraft- und formschlüssig miteinander verbunden. Die auf diese Weise
vorfixierten Bauteile können dann durch Einschrauben oder Einstecken der Schrauben
so miteinander verbunden werden, dass die Schrauben die einzelnen Modulbauteile zusammenhalten.
[0020] Vorzugsweise sind an den Lagerböcken an den Stellen der Befestigungspunkte Aufnahmehülsen
vorgesehen, die ein Innengewinde aufweisen können, in das die Schrauben einschraubbar
sind. Die Aufnahmehülsen müssen allerdings kein Innengewinde aufweisen. Es genügt,
lediglich einen einzigen Gewindegang in der Aufnahmehülse vorzusehen, so dass sich
die Schraube ausreichend fest ziehen lässt, um die Modulbauteile zusammenzuhalten.
Denkbar wäre auch, anstelle eines Gewindes oder eine einzelnen Gewindeganges über
die Wahl geeigneter Toleranzen die Bohrungen der Aufnahmehülsen so zu dimensionieren,
dass die Schrauben lediglich eingesteckt werden und die Modulbauteile kraftschlüssig
und/oder formschlüssig zusammenhalten. Erfindungsgemäß kommt es lediglich darauf an,
dass die beiden Baugruppen des Nockenwellenmoduls, nämlich die Zylinderkopfhaube und
die Nockenwelle(n) mit den Lagerböcken, im vormontierten Zustand derart zusammengehalten
werden, dass sie an das Montageband für die Zylinderkopfmontage beim Kunden angeliefert
werden können und dort mit denselben Befestigungsmitteln auf dem Zylinderkopf befestigt
werden können, mit denen das Nockenwellenmodul zusammengehalten wird.
[0021] Ist vorgesehen, dass die Modulbauteile vor dem Anbringen der Schrauben durch eine
Steckverbindung miteinander verbunden werden, so können die Aufnahmehülsen als Fügepartner
einer solchen Steckverbindung dienen und für diese Zwecke genutzt werden. Die Zylinderkopfhaube
weist an den Befestigungspunkten Ausnehmungen auf, durch die die Aufnahmehülsen hindurchgreifen.
Daher kann die vorgenannte Steckverbindung zwischen Zylinderkopfhaube und Lagerböcken
auf einfache Weise zwischen den Ausnehmungen und den Aufnahmehülsen realisiert werden.
[0022] An den Befestigungspunkten können zwischen der Aufnahmehülse und der der jeweiligen
Aufnahmehülse zugeordneten Ausnehmung in der Zylinderkopfhaube konzentrisch zu der
Aufnahmehülse angeordnete Elastomerringe vorgesehen sein. Durch diese Elastomerringe
wird die Zylinderkopfhaube von den Lagerböcken und dem Zylinderkopf des Motors akustisch
entkoppelt. Schallwellen werden wegen der Elastomerringe nicht auf die Zylinderkopfhaube
übertragen, so dass keine unterwünschten Geräusche wie z.B. Dröhnen über die Zylinderkopfhaube
erzeugt oder weitergegeben werden.
[0023] Bei dem erfindungsgemäßen Nockenwellenmodul besteht die Zylinderkopfhaube vorteilhaft
aus Kunststoff. Einerseits können dadurch Gewichtseinsparungen im Vergleich mit Zylinderkopfhauben
aus Aluminium oder anderen Metallen realisiert werden. Andererseits bietet die Verwendung
von Zylinderkopfhauben aus Kunststoff gegenüber solchen aus Metall auch akustische
Vorteile, denn bei Zylinderkopfhauben aus Kunststoff werden von dem Zylinderkopf ausgehenden
Körperschallwellen besser gedämpft als bei Zylinderkopfhauben aus Metall.
[0024] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert. Im Einzelnen
zeigen
- Fig. 1a
- eine perspektivische Ansicht des erfindungsgemäßen vormontierten Nockenwellenmoduls;
- Fig. 1b
- eine Explosionsdarstellung des Nockenwellenmoduls gemäß Fig. 1a;
- Fig. 1c
- eine perspektivische Ansicht des vormontierten Nockenwellenmoduls gemäß Fig. 1a von
unten, d.h. vom Zylinderkopf des Motors aus gesehen;
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch ein zueinander benachbartes Lagerbockpaar des Nockenwellenmoduls
gemäß Fig. 1 a;
- Fig. 3
- einen Längsschnitt durch eine Nockenwelle des Nockenwellenmoduls gemäß Fig. 1a
- Fig. 4
- einen Querschnitt durch ein Nockenwellenmodul in einer Ausführung für zwei parallele
Nockenwellen und mit einem Doppellagerbock und Elastomerringen, die zwischen der Aufnahmehülse
und der Zylinderkopfhaube angeordnet sind;
- Fig. 5a
- eine vergrößerte Darstellung eines äußeren Befestigungspunktes des Nockenwellenmoduls
gemäß Fig. 1a;
- Fig. 5b
- eine vergrößerte Darstellung eines Befestigungspunktes des Nockenwellenmoduls gemäß
Fig. 1a, der im Überlappungsbereich zweier benachbarter Lagerböcke angeordnet ist.
[0025] In Fig. 1a ist das erfindungsgemäße Nockenwellenmodul im vormontierten Zustand in
perspektivischer Ansicht dargestellt. Die Zylinderhaube 1 ist mit den Lagerböcken
5 über Schrauben 8 zusammengehalten. Die Lagerböcke 5 nehmen die Nockenwellen 2 drehbar
gelagert in sich auf. Die Lagerböcke 5 sind als völlig separat von der Zylinderkopfhaube
1 ausgebildete Lagerelemente ausgebildet. Die Lagerböcke 5 sind an einzelnen Befestigungspunkten
4 über die Schrauben 8 mit der Zylinderkopfhaube 1 verbunden.
[0026] Insgesamt sind 15 Befestigungspunkte 4 vorhanden, an denen die Zylinderkopfhaube
1 mit den Lagerböcken 5 über die Schrauben 8 verbunden ist. In Fig. 1a sind aus Gründen
einer besseren Übersichtlichkeit nur die äußeren Reihen der Befestigungspunkte 4 mit
Bezugszeichen gekennzeichnet. Die zwischen den beiden Nockenwellen 2 angeordnete Reihe
von Befestigungspunkten 4 ist nicht mit Bezugszeichen gekennzeichnet. An diesen nicht
gekennzeichneten Befestigungspunkten 4, die im Bereich zwischen den beiden Nockenwellen
2 angeordnet sind, sind jeweils die beiden zueinander benachbart angeordneten Lagerböcke
5 der jeweiligen Nockenwelle miteinander über eine gemeinsame Schraube 8 verbunden.
Die zueinander benachbarten Lagerböcke 5 der Nockenwellen 2 weisen in dem Bereich
zwischen den beiden Nockenwellen einen Überlappungsbereich auf, in dem sich die beiden
Lagerböcke überlappen. Die in Fig. 1a mittlere Reihe der Schrauben 8 durchstößt somit
in dem Überlappungsbereich beide benachbart zueinander angeordneten Lagerböcke 5,
sodass in diesem Überlappungsbereich beide Lagerböcke über eine einzige Schraube mit
der Zylinderkopfhaube 1 verbunden sind.
[0027] Anstelle einzelner, einander überlappender Lagerböcke 5 könnte auch abweichend von
dem in Fig. 1a dargestellten Ausführungsbeispiel ein einstückiger Doppellagerbock
eingesetzt werden. In diesem Fall würde kein Überlappungsbereich wie im dargestellten
Ausführungsbeispiel vorliegen, sondern die beiden die Nockenwellen aufnehmenden Lageröffnungen
wären einstückig über einen Verbindungsbereich miteinander verbunden. In diesem Verbindungsbereich
könnte dann eine Bohrung zur Durchführung der Schrauben 8 vorgesehen sein, es wäre
jedoch auch möglich, auf die Schrauben 8 in dem Verbindungsbereich ganz zu verzichten
und die Doppellagerböcke nur mit den in Fig. 1a jeweils außen angeordneten Schrauben
8 mit der Zylinderkopfhaube 1 zu verbinden..
[0028] Die an den Befestigungspunkten 4 angeordneten Schrauben 8 dienen aber nicht nur dazu,
die aus Nockenwelle 2 und Lagerböcken 5 gebildete Baugruppe mit der Zylinderkopfhaube
1 zusammenzuhalten, sondern sie dienen auch dazu, das Nockenwellenmodul auf dem Zylinderkopf
zu befestigen. Das in Fig. 1a dargestellte Nockenwellenmodul kann vom Automobilzulieferer
als komplett vormontiertes Modul dem Fahrzeughersteller angeliefert werden, und dieses
Nockenwellenmodul kann dann so wie es ist direkt an der Montagelinie auf den Zylinderkopf
des Verbrennungsmotors aufgeschraubt werden. Für den Fahrzeughersteller ist es nicht
erforderlich, am Montagearbeitsplatz gesonderte Befestigungsschrauben für die Montage
des Nockenwellenmoduls bereitzuhalten. Dadurch vereinfacht sich die Montage des erfindungsgemäßen
Nockenwellenmoduls auf dem Zylinderkopf im Vergleich zu bekannten Nockenwellenmodulen,
wie z.B. dem aus der
DE 201 20 912 U1 bekannten Nockenwellenmodul.
[0029] Bei dem erfindungsgemäßen Nockenwellenmodul gemäß Fig. 1a ist die Zylinderkopfhaube
1 aus Kunststoff ausgebildet. Dies ist ohne weiteres deswegen möglich, weil die die
Nockenwellen 2 drehbar lagernden Lagerböcke 5 als von der Zylinderkopfhaube völlig
getrennt ausgebildete Lagerelemente ausgestaltet sind. Die Lagerböcke 5 sind vorzugsweise
aus Metall gebildet.
[0030] In Fig. 1b ist das Nockenwellenmodul nach Fig. 1a in einer Explosionsdarstellung
dargestellt. Diese Darstellung dient zum besseren Verständnis des Aufbaus des Nockenwellenmoduls.
Gut zu erkennen ist, dass die Lagerböcke 5 und die Zylinderkopfhaube 1 voneinander
getrennte Bauteile bilden, die über die Schrauben 8 miteinander zu einem vormontierten
Nockenwellenmodul verbunden werden können. Gut zu erkennen ist ebenfalls, wie der
Überlappungsbereich ausgebildet ist, in dem sich zwei einander benachbarte Lagerböcke
5 überlappen. Hierzu ist in jedem Lagerbock 5 eine Ausnehmung 5a bzw. 5b vorgesehen.
Diese Ausnehmungen 5a, 5b sind so dimensioniert, dass sich im zusammengebauten Zustand
die Ausnehmungen 5a, 5b zu einer vollen Materialstärke des Lagerbocks ergänzen.
[0031] In der Darstellung gemäß Fig. 1b ist besonders gut zu erkennen, dass die Lagerböcke
5 an den Befestigungspunkten 4 Aufnahmehülsen 9 für die Aufnahme der Schrauben 8 aufweisen.
Die Aufnahmehülsen 9 sind in dem dargestellten Ausführungsbeispiel mit einem Innengewinde
ausgestattet, sodass die Schrauben 8 in die Aufnahmehülsen 9 eingeschraubt werden
können. Grundsätzlich wäre es aber auch denkbar, auf ein Innengewinde in den Aufnahmehülsen
9 zu verzichten und die Schrauben 8 lediglich in die Aufnahmehülsen 9 einzustecken.
In diesem Fall würden die Schrauben eine kraftschlüssige und/oder formschlüssige Verbindung
zwischen der Baugruppe Nockenwellen 2 mit Lagerböcken 5 und Zylinderkopfhaube 1 bilden.
Zwischen der Zylinderkopfhaube 1 und den Lagerböcken 5 sind Dichtringe 20 angeordnet,
welche die Aufnahmehülsen 9 umschließen. Diese Dichtungsringe 20 dienen zur akustischen
Entkopplung der Zylinderkopfhaube 1, denn durch die Dichtringe 20 wird eine Schallbrücke
zwischen Zylinderkopfhaube 1 und Zylinderkopf vermieden.
[0032] Weiterhin ist in Fig. 1b eine umlaufende Dichtung 30 dargestellt, welche die Abdichtung
gegenüber dem Zylinderkopf im montierten Zustand des Nockenwellenmoduls gewährleistet.
[0033] In Fig. 1 c ist eine perspektivische Ansicht des Nockenwellenmoduls gemäß Fig. 1a
im vormontierten Zustand dargestellt. In dieser Ansicht ist zu erkennen, dass die
mit der Zylinderkopfhaube 1 verbundenen Lagerböcke 5 eine ebene Montagefläche 40 aufweisen.
Diese ebenen Montageflächen 40 stützen sich auf entsprechenden Gegenflächen des Zylinderkopfes
ab, wenn das Nockenwellenmodul mit dem Zylinderkopf verschraubt ist. Die Zylinderkopfhaube
1 weist Flansche 51, 52, 53 auf, auf denen die Dichtung 30 angebracht ist. Die Flansche
51, 52, 53 stützen sich auf entsprechenden Gegenflächen des Zylinderkopfes ab, wenn
das Nockenwellenmodul montiert ist, und die Dichtung 30 dichtet den zwischen Zylinderkopf
und Zylinderkopfhaube 1 eingeschlossenen Raum nach außen ab. Die Flansche 51, 52,
53 bilden somit Kontaktflächen der Zylinderkopfhaube 1, mit denen diese im montierten
Zustand in Kontakt mit dem (nicht dargestellten) Zylinderkopf steht.
[0034] In Fig. 2 ist ein Querschnitt durch zwei zueinander benachbart angeordnete Lagerböcke
5 des Nockenwellenmoduls gemäß Fig. 1a dargestellt. Die beiden zueinander benachbart
angeordneten Lagerböcke 5 liegen zueinander fluchtend in einer quer zur Längsachse
der Nockenwellen 2 ausgerichteten Ebene. Jedes Nockenwellenmodul nimmt eine Nockenwelle
2 drehbar gelagert in sich auf. Die Zylinderkopfhaube 1 weist Ausnehmungen 10 auf,
welche die Aufnahmehülsen 9 der Lagerböcke 5 in sich aufnehmen. Die Aufnahmehülsen
9 weisen Innengewinde auf, in die die Schrauben 8 eingeschraubt sind. Auf diese Weise
wird die aus Lagerböcken 5 und Nockenwellen 2 gebildete Bauteilgruppe mit der Zylinderkopfhaube
1 zusammengehalten. Zwischen der Zylinderkopfhaube 1 und den Lagerböcken 5 sind Dichtungsringe
20 angeordnet, durch die die Zylinderkopfhaube 1 akustisch von den Lagerböcken 5 und
damit von dem Zylinderkopf entkoppelt ist. In dieser Querschnittsdarstellung gemäß
Fig. 2 ist gut zu erkennen, dass die Schrauben 8 einen Kragen 8a aufweisen und dass
zwischen dem Kragen 8a der Schrauben 8 und der Zylinderkopfhaube 1 ein Dichtring 41
angeordnet ist. Dieser Dichtring 41 dient zur Abdichtung des von der Zylinderkopfhaube
1 umschlossenen Innenraums gegenüber der Umgebung.
[0035] In Fig. 2 ist ebenfalls gut zu erkennen, wie die Überlappung der Lagerböcke 5', 5"
im Überlappungsbereich zwischen den beiden Nockenwellen 2 konstruktiv ausgebildet
ist. Beide Lagerböcke 5', 5" weisen Aufnahmehülsen 9, 9', 9" auf, die einstückig mit
den Lagerböcken 5', 5" ausgebildet sind. Die Aufnahmehülse 9' des in Fig. 2 links
dargestellten Lagerbockes 5' greift in eine Ausnehmung im Überlappungsbereich des
in Fig. 2 rechts dargestellten Lagerbockes 5" ein. Zusammen mit der Aufnahmehülse
9" des in Fig. 2 rechts dargestellten Lagerbockes 5" bilden die beiden Aufnahmehülsen
9', 9" eine gemeinsame Aufnahmehülse für die Schraube 8. Die Aufnahmehülse 9' des
in Fig. 2 links dargestellten Lagerbockes 5' dient gleichzeitig als Zentrierung, durch
die die beiden Lagerböcke 5', 5" zueinander in Montagestellung ausgerichtet werden.
[0036] Die seitlichen Flansche 51 und 53 sind in der Darstellung gemäß Fig. 2 ebenfalls
gut zu erkennen. Sie tragen die Dichtung 30, die zur Abdichtung des von der Zylinderkopfhaube
1 und dem nicht dargestellten Zylinderkopf umschlossenen Innenraumes gegenüber der
Umgebung dient.
[0037] Wie Fig. 2 zeigt, weisen die Lagerböcke 5 ebene Montageflächen 40 auf, die sich auf
entsprechenden Gegenflächen des nicht dargestellten Zylinderkopfes abstützen, wenn
das Nockenwellenmodul auf den Zylinderkopf befestigt wird. Zur Befestigung des Nockenwellenmoduls
auf dem Zylinderkopf ist es lediglich erforderlich, die Schrauben 8 in entsprechende
Gewindebohrungen im Zylinderkopf einzuschrauben. Zusätzliche Befestigungsschrauben
sind nicht erforderlich.
[0038] In Fig. 3 ist ein Längsschnitt durch eine Nockenwelle 2 gemäß Fig. 1a bzw. Fig. 2
dargestellt. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Nockenwelle mit einem rohrförmigen
Wellenkörper ausgebildet. Selbstverständlich kann im Rahmen der Erfindung aber auch
eine Nockenwelle eingesetzt werden, die als Vollwelle ausgebildet ist. In dieser Darstellung
gemäß Fig. 3 sind wiederum die räumlich hinter der Nockenwelle 2 angeordneten Schrauben
8 zu erkennen, die in die nicht sichtbaren Aufnahmehülsen 9 der Lagerböcke 5 eingeschraubt
sind. Der in Fig. 3 ganz rechts außen dargestellte Lagerbock 5 weist sich in Längsrichtung
der Nockenwelle 2 erstreckende Ansätze 70 auf. Die Ansätze 70 sind zwischen einem
auf der Nockenwelle 2 befestigten Nockenwellenbauteil 71 und dem radialen Kragen 73
eines in den rohrförmigen Wellenkörper der Nockenwelle 2 eingepressten Verschlussstopfens
74 eingespannt. Der Verschlussstopfen 74 weist eine zentrale Gewindebohrung 75 auf,
in die ein nicht dargestelltes Verschlusselement oder Antriebselement eingeschraubt
werden kann.
[0039] Fig. 4 zeigt einen Querschnitt durch ein erfindungsgemäßes Nockenwellenmodul in einer
Ausführungsform für zwei parallele Nockenwellen, wobei zwischen den Aufnahmehülsen
9 und den in der Zylinderkopfhaube 1 vorgesehenen Ausnehmungen 10 Elastomerringe 6,
7 angeordnet sind. Diese Elastomerringe bewirken eine akustische Entkopplung der Zylinderkopfhaube
von den Lagerböcken und dem Zylinderkopf des Motors. Außerdem ist der Lagerbock 50
bei dieser Ausführungsform der Erfindung als einteiliger Doppellagerbock ausgebildet,
der zwei Lageröffnungen 51, 52 aufweist. Diese Lageröffnungen 51, 52 sind über einen
Verbindungsbereich miteinander verbunden. In dem Verbindungsbereich ist ein Befestigungspunkt
4 vorgesehen, der analog zu den äußeren beiden Befestigungspunkten 4 ausgebildet ist.
An dem in Fig. 4 rechten Befestigungspunkt 4 ist beispielhaft ein einziger Gewindegang
G dargestellt, durch den die Vormontage des Nockenwellenmoduls durch Einschrauben
der Schrauben 8 erfolgen kann. Auch an den anderen Befestigungspunkten sind derartige
Gewindegänge vorhanden, diese sind in der Fig. 4 zur Erzielung einer besseren Übersichtlichkeit
allerdings nicht dargestellt worden.
[0040] In Fig. 5a ist ein in Fig. 1a außen angeordneter Befestigungspunkt 4 in einer vergrößerten
Darstellung gezeigt. Bei dieser Ausführungsform sind keine Elastomerringe zwischen
der Aufnahmehülse 9 des Lagerbockes 5 und der Zylinderkopfhaube 1 angeordnet, sondern
die Aufnahmehülse 9 dient unmittelbar als "Zentrierstift", der genau in die Ausnehmung
10 in der Zylinderkopfhaube 1 hineinpasst. Gut zu erkennen ist auch der Dichtring
20, der zwischen dem Lagerbock 5 und der Zylinderkopfhaube 1 angeordnet ist, und der
Dichtring 41, der zwischen der Zylinderkopfhaube 1 und dem Kragen 8a der Schraube
8 angeordnet ist.
[0041] Fig. 5b zeigt die vergrößerte Darstellung eines Befestigungspunktes im Überlappungsbereich
zweier benachbart zueinander angeordneter Lagerböcke 5', 5". Der Lagerbock 5' weist
eine Aufnahmehülse 9' auf, die in eine Ausnehmung des Lagerbockes 5" eingreift. Der
Lagerbock 5" weist seinerseits auch eine Aufnahmehülse 9" auf, die koaxial zu der
Aufnahmehülse 9' ausgerichtet ist. Die beiden Teil-Aufnahmehülsen 9', 9" ergänzen
sich zu einer die Schraube 8 aufnehmenden Aufnahmehülse 9.
1. Vormontiertes Nockenwellenmodul für die Befestigung auf einem Zylinderkopf eines Verbrennungsmotors,
umfassend eine Zylinderkopfhaube (1), mindestens eine Nockenwelle (2) und Lagerelemente
(5, 50) zur drehbaren Lagerung der Nockenwelle (2), wobei die Lagerelemente (5, 50)
an einzelnen Befestigungspunkten (4) mit der Zylinderkopfhaube (1) verbunden sind
und die Nockenwelle (2) von den Lagerelementen (5, 50) drehbar gelagert aufgenommen
ist, wobei die Lagerelemente als Lagerböcke (5, 50) ausgebildet sind, die zur Erzeugung
des vormontierten Nockenwellenmoduls mit der Zylinderkopfhaube (1) an den Befestigungspunkten
(4) über ein Befestigungsmittel (8) verbunden sind, und dass das Nockenwellenmodul
an diesen Befestigungspunkten (4) über dasselbe Befestigungsmittel (8) mit dem Zylinderkopf
verbindbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Nockenwellen (2) vorhanden sind, die parallel zueinander ausgerichtet
sind, wobei jede Nockenwelle (2) über mehrere Lagerböcke (5, 50) drehbar aufgenommen
ist, wobei je zwei Lagerböcke (5, 50) jeder Nockenwelle (2) zueinander benachbart
und miteinander fluchtend in einer Ebene angeordnet sind, die quer zur Längsachse
der Nockenwellen (2) verläuft, und wobei die Paare benachbarter, miteinander fluchtender
Lagerböcke (5, 50) über lediglich drei Befestigungspunkte (4) mit der Zylinderkopfhaube
(1) verbunden sind.
2. Nockenwellenmodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel (8) Schrauben sind.
3. Nockenwellenmodul nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zylinderkopfhaube (1) und die die Nockenwelle (2) aufnehmenden Lagerböcke (5,
50) über die Schrauben (8) zusammengehalten werden, wenn das Nockenwellenmodul noch
nicht mit dem Zylinderkopf verschraubt ist.
4. Nockenwellenmodul nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zylinderkopfhaube (1) und die die Nockenwelle (2) aufnehmenden Lagerböcke (5,
50) durch mindestens eine Steckverbindung kraftschlüssig, formschlüssig, oder kraft-
und formschlüssig zusammensteckbar sind, bevor die Schrauben (8) angebracht werden.
5. Nockenwellenmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerböcke (5, 50) an den Befestigungspunkten (4) Aufnahmehülsen (9) mit Innengewinde
aufweisen, in die die Schrauben (8) einschraubbar sind.
6. Nockenwellenmodul nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Zylinderkopfhaube (1) an den Befestigungspunkten (4) Ausnehmungen (10) aufweist,
durch die die Aufnahmehülsen (9) hindurchgreifen.
7. Nockenwellenmodul nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass an den Befestigungspunkten (4) zwischen der Aufnahmehülse (9) und der Ausnehmung
(10) konzentrisch zu der Aufnahmehülse (9) angeordnete Elastomerringe (6, 7) vorgesehen
sind.
8. Nockenwellenmodul nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zylinderkopfhaube (1) aus Kunststoff besteht.
9. Nockenwellenmodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei benachbarte, miteinander fluchtende Lagerböcke (5) einander im Bereich zwischen
den beiden Nockenwellen (2) überlappen und im Überlappungsbereich einen gemeinsamen
Befestigungspunkt (4) aufweisen.
10. Nockenwellenmodul nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein erster Lagerbock (5') im Überlappungsbereich eine erste Aufnahmehülse (9') und
ein zweiter Lagerbock (5") eine zweite Aufnahmehülse (9") aufweist, wobei die erste
Aufnahmehülse (9') derart in eine Ausnehmung in dem zweiten Lagerbock (5") eingreift,
dass beide Aufnahmehülsen (9', 9") zueinander koaxial angeordnet sind und eine gemeinsame
Aufnahmehülse (9) bilden.
11. Nockenwellenmodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nockenwellen (2) in Lageröffnungen von Mehrfachlagerböcken drehbar aufgenommen
sind.
12. Nockenwellenmodul nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Mehrfachlagerböcke einteilig ausgebildet sind, so dass die Lageröffnungen über
einen Verbindungsbereich miteinander verbunden sind.
13. Nockenwellenmodul nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass genau zwei Nockenwellen (2) vorhanden sind, die in den jeweiligen Lageröffnungen
(51, 52) von Doppellagerböcken (50) drehbar aufgenommen sind.
14. Nockenwellenmodul nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Doppellagerböcke (50) lediglich an ihren Außenseiten über die Befestigungsmittel
(8) mit der Zylinderkopfhaube (1) verbunden sind.
1. Pre-assembled camshaft module for attachment to a cylinder head of an internal combustion
engine, comprising a cylinder head cover (1), at least one camshaft (2) and bearing
elements (5, 50) for rotatable mounting of the camshaft (2), wherein the bearing elements
(5, 50) are connected to the cylinder head cover (1) at individual attachment points
(4), and the camshaft (2) is received in a rotatably mounted manner by the bearing
elements (5, 50), wherein the bearing elements are formed as bearing brackets (5,
50) which are connected to the cylinder head cover (1) at the attachment points (4)
by attachment means (8) in order to produce the pre-assembled camshaft module, and
that the camshaft module can be connected to the cylinder head at these attachment
points (4) by the same attachment means (8), characterised in that at least two camshafts (2) are provided which are oriented in parallel with each
other, wherein each camshaft (2) is rotatably received by a plurality of bearing brackets
(5, 50), wherein every two bearing brackets (5, 50) of each camshaft (2) are disposed
adjacent to each other and aligned with each other in a plane which extends transversely
to the longitudinal axis of the camshafts (2), and wherein the pairs of adjacent,
mutually aligned bearing brackets (5, 50) are connected to the cylinder head cover
(1) by only three attachment points (4).
2. Camshaft module as claimed in claim 1, characterised in that the attachment means (8) are screws.
3. Camshaft module as claimed in claim 2, characterised in that the cylinder head cover (1) and the bearing brackets (5, 50) receiving the camshaft
(2) are held together by the screws (8) when the camshaft module has still not been
screwed to the cylinder head.
4. Camshaft module as claimed in claim 3, characterised in that the cylinder head cover (1) and the bearing brackets (5, 50) receiving the camshaft
(2) can be fitted together by at least one plug connection in a non-positive, positive,
or non-positive and positive manner before the screws (8) are attached.
5. Camshaft module as claimed in any one of claims 1 to 4, characterised in that, at the attachment points (4), the bearing brackets (5, 50) comprise receiving sleeves
(9) with an internal thread into which the screws (8) can be screwed.
6. Camshaft module as claimed in claim 5, characterised in that, at the attachment points (4), the cylinder head cover (1) has apertures (10) through
which the receiving sleeves (9) engage.
7. Camshaft module as claimed in claim 5 or 6, characterised in that, at the attachment points (4) between the receiving sleeve (9) and the aperture (10),
elastomeric rings (6, 7) are provided disposed concentric to the receiving sleeve
(9).
8. Camshaft module as claimed in any one of the preceding claims, characterised in that the cylinder head cover (1) consists of synthetic material.
9. Camshaft module as claimed in claim 1, characterised in that two adjacent, mutually aligned bearing brackets (5) overlap with each other in the
region between the two camshafts (2) and have a common attachment point (4) in the
overlapping region.
10. Camshaft module as claimed in claim 9, characterised in that, in the overlapping region, a first bearing bracket (5') has a first receiving sleeve
(9') and a second bearing bracket (5") has a second receiving sleeve (9"), wherein
the first receiving sleeve (9') engages in an aperture in the second bearing bracket
(5") in such a way that the two receiving sleeves (9', 9") are disposed coaxially
to each other and form a common receiving sleeve (9).
11. Camshaft module as claimed in claim 1, characterised in that the camshafts (2) are rotatably received in bearing orifices in multi-bearing brackets.
12. Camshaft module as claimed in claim 11, characterised in that the multi-bearing brackets are formed as one piece so that the bearing orifices are
connected to each other via a connecting region.
13. Camshaft module as claimed in claim 11 or 12, characterised in that exactly two camshafts (2) are provided which are rotatably received in the respective
bearing orifices (51, 52) of double bearing brackets (50).
14. Camshaft module as claimed in claim 13, characterised in that the double bearing brackets (50) are connected to the cylinder head cover (1) only
on their outer sides via the attachment means (8).
1. Module d'arbre à came pré-monté, destiné à être fixé sur une culasse d'un moteur à
combustion interne, qui comprend un couvercle (1) de culasse, au moins un arbre à
came (2) et des éléments de support (5. 50) pour le montage en rotation d'un arbre
à came (2), sachant que les éléments de support (5, 50) sont reliés au couvercle (1)
de la culasse à différents points de fixation (4) et que l'arbre à came (2) est monté
à rotation, dans les éléments de support (5, 50), sachant que les éléments de support
sont réalisés sous la forme de supports de palier (5, 50), qui, pour la formation
du module d'arbre à came pré-monté, sont reliés au couvercle (1) de la culasse aux
point de fixation (4) par l'intermédiaire de moyens de fixation (8), et que le module
d'arbre à came peut être relié à la culasse, à ces point de fixation (4), par l'intermédiaire
desdits moyens de fixation (8), caractérisé en ce que sont prévus au moins deux arbres à came (2), qui sont disposés parallèlement l'un
à l'autre, sachant que chaque arbre à came (2) est monté en rotation par l'intermédiaire
de plusieurs supports de palier (5, 50), sachant que deux supports de palier (50)
de chaque arbre à came (2) sont contigus et disposés en alignement l'un par rapport
à l'autre, sur un plan, qui s'étend transversalement par rapport à l'axe longitudinal
des arbres à came (2), et sachant que les couples de supports de palier (5 50) contigus,
en alignement l'un par rapport à l'autre, ne sont reliés au couvercle (1) de la culasse
que par l'intermédiaire de trois point de fixation (4).
2. Module d'arbre à came selon la revendication 1, caractérisé en ce que les moyens de fixation (8) sont des vis.
3. Module d'arbre à came selon la revendication 2, caractérisé en ce que le couvercle (1) de la culasse et les supports de palier (5, 50), recevant l'arbre
à came (2), sont maintenus ensemble au moyen de vis (8) quand le module d'arbre à
came n'est pas encore vissé avec la culasse.
4. Module d'arbre à came selon la revendication 3, caractérisé en ce que le couvercle (1) de la culasse et les supports de palier (5, 50), recevant l'arbre
à came (2), peuvent être réunis assemblés par adhérence, emboîtement ou par adhérence
et emboîtement, au moyen d'au moins un système d'enfichage, avant que les vis (8)
soient mises en place.
5. Module d'arbre à came selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les supports de palier (5, 50) sont dotés, aux points de fixation (4), de douilles
de réception (9) avec filet intérieur, dans lesquelles les vis (8) peuvent être vissées.
6. Module d'arbre à came selon la revendication 5, caractérisé en ce le couvercle (1)
de la culasse est doté, aux points de fixation, d'évidements (10) à travers lesquels
s'engagent les douilles de réception (9)
7. Module d'arbre à came selon revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que, sur les points de fixation (4), entre la douille de réception (9) et l'évidement
(10) sont prévues des bagues en élastomère (6, 7), disposées concentriquement par
rapport à la douille de réception (9).
8. Module d'arbre à came selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le couvercle (1) de la culasse consiste en matière synthétique.
9. Module d'arbre à came selon la revendication 1, caractérisé en ce que deux première supports de paliers (5) voisins, en alignement l'un par rapport à l'autre,
se chevauchent dans la zone entre les deux arbres à came (2) et présentent, dans la
zone de chevauchement, un point de fixation (4) commun.
10. Module d'arbre à came selon la revendication 9, caractérisé en ce que, dans la zone de chevauchement, un premier support de palier (5') est doté d'une
première douille de réception (9') et qu'un deuxième support de palier (5") est doté
d'une deuxième douille de réception (9"), sachant que la première douille de réception
(9') s'engage dans un évidement dans le deuxième support de palier (5") de sorte que
les deux douilles de réception (9', 9") se trouvent disposées coaxialement l'une par
rapport à l'autre et forment une douille de réception commune (9).
11. Module d'arbre à came selon la revendication 1, caractérisé en ce que les arbres à came (2) sont logés dans les ouvertures de supports de paliers multiples.
12. Module d'arbre à came selon la revendication 11, caractérisé en ce que les supports de paliers multiples sont réalisés d'une pièce de sorte que les ouvertures
de paliers se trouvent reliées ensemble par l'intermédiaire d'une zone de liaison.
13. Module d'arbre à came selon revendication 11 ou 12, caractérisé en ce que sont prévus exactement deux arbres à came (2), qui sont logés à rotation dans les
ouvertures support (51, 52) respectives de doubles supports de palier (50).
14. Module d'arbre à came selon la revendication 13, caractérisé en ce que les doubles supports de palier (50) sont reliés seulement sur leurs côtés extérieurs
au
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