Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Lackieren von Türen und insbesondere
eine Vorrichtung zum Neulackieren von Türen, die in Wandausschnitten von Gebäuden
verwendet werden.
Stand der Technik
[0002] Beim erneuten Lackieren von Türen werden diese üblicherweise in der Nähe ihres Einsatzorts,
beispielsweise einen Durchgang eines Gebäudes mit neuer Farbe beschichtet, gegebenenfalls
nachdem diese abgeschliffen werden. Auch beim Lackieren von neuen Türen, d.h. beim
erstmaligen Lackieren beispielsweise von Holztüren werden die Türen während des Lackierens
wie folgt gehandhabt: zunächst wird die Tür aus dem Rahmen entfernt, insbesondere
durch Aushängen. Auch bei bislang unlackierten Türen wird die Tür zunächst an eine.
Wand gelehnt. In beiden Fällen wird die Tür bearbeitet, während sie an die Wand gelehnt
ist, wobei zur Vermeidung von Beschädigungen Abstandselemente wie Holzplättchen zwischen
die Oberkante der Tür und die Wand geklemmt werden. Die beiden Seiten der Türen werden
daher gemäß dem Stand der Technik nacheinander bearbeitet, wobei die zweite Seite
erst dann lackiert wird, wenn der Lack oder die Farbe auf der ersten Seite (von der
Wand wegweisend) getrocknet ist. Zur Aufbewahrung während der Trocknung sind ferner
schubfachartige Türtrockenvorrichtungen bekannt, mit denen sich Türen zueinander beabstandet
stapeln lassen.
[0003] Wenn die Türen an einer Wand gelehnt getrocknet werden, bedeutet dies eine feste
Belegung dieser Wandfläche für den gesamten Trocknungszeitraum, während bei der Verwendung
von Trockenschubfächern die Türen im frisch lackierten Zustand bewegt werden müssen.
Ferner stellen Trockenschubfächer eine raumgreifende und kostenintensive Anordnung
dar, die unabhängig von ihrer Benutzung Platz, beispielsweise in einer Werkstätte,
einnimmt. Darüber hinaus sind derartige Trocknungsregale lediglich für den Werkstattbetrieb
einsetzbar und sind nicht für den Einsatz vor Ort geeignet. Daher werden insbesondere
Türen bei wiederholter Lackierung direkt vor Ort bearbeitet, wobei die Türen während
des Trocknungsprozesses ungeschützt sind und insbesondere beim Verrutschen des eingeklemmten
Abstandselements Lackschäden entstehen.
[0004] Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, eine Möglichkeit vorzusehen, die das Lackieren
von Türen ermöglicht, ohne auf ein werkstattbasiertes Trocknungsregal zurückgreifen
zu müssen, die Türen während der Trocknungszeit ungeschützter Umgebung auszusetzen
und mit dem sich insbesondere beide Seiten der Türen mit geringem Zeitaufwand lackieren
lassen.
Offenbarung der Erfindung
[0005] Die Aufgabe wird gelöst durch eine Türlackierhalterung gemäß Anspruch 1.
[0006] Das der Erfindung zu Grunde liegende Konzept, demgemäß die erfindungsgemäße Türlackierhalterung
ausgebildet ist, die Tür mittels einer Halterung während der Bearbeitung von beiden
Seiten zugänglich zu halten. Zudem kann durch die separate Halterung die Tür an einen
beliebigen Ort verbracht werden und kann in flexibler Weise bearbeitet werden. Hierbei
hält die erfindungsgemäße Türlackierhalterung die Tür in der Weise, in der sie im
Türrahmen eingelassen ist: über ein Teil des Türblatts (das als Teil eines Gelenks
üblicherweise nicht mitlackiert wird) wird die Tür in der Türhalterung gehalten. Dadurch
sieht das Türbandelement, welches an der Tür befestigt ist, (beispielsweise das Bandoberteil)
ein bereits mit der Tür vorgesehenes Element vor, mit dem ein zum vollständigen Lackieren
notwendiger Abstand zu äußeren Befestigungsvorrichtungen eingehalten wird. Somit beruht
das der Erfindung zu Grunde liegende Konzept unter anderem darauf, das nicht ein Teil
der zu lackierenden Tür selbst sondern ein damit bereits üblicherweise verbundener
Teil, nämlich das Bandoberteil, zur Befestigung der Tür während dem Lackieren verwendet
wird. Dadurch verbleibt die vollständige zu lackierende Oberfläche frei von Kontakt
zu Befestigungselementen.
[0007] Die erfindungsgemäße Türlackierhalterung umfasst somit ein Sockelelement, eine Stütze
und ein Auflager-Bandelement. Das Sockelelement dient der Auflage auf einem Boden
und der Unterstützung der Standfestigkeit der Halterung. Die Stütze erstreckt sich
hierzu senkrecht, um das mindestens eine Auflager-Bandelement zum Einhängen der Tür
in das Bandelement anzuordnen. Gemäß einem Aspekt der Erfindung stellt somit die Stütze
einen Teil des Türrahmens nach, wobei das mindestens eine Auflage-Bandelement den
Teil des Bandes wiedergibt, der im Türrahmen zur Befestigung der Tür vorgesehen ist.
[0008] An dem Sockelelement ist somit eine im Wesentlichen senkrecht befestigte Stütze vorzugsweise
lösbar angeordnet. Das Auflager-Bandelement ist eingerichtet, um die Tür an dem entsprechenden
komplementären Drehgelenksteil zu halten. Das Auflager-Bandelement entspricht dem
Teil des Türbands, der zusammen mit dem an dem Tür befestigtem Teil das Band bildet,
und der von der Tür abtrennbar ist, beispielsweise durch Aushängen. Das Auflager-Bandelement
ist an der Stütze befestigt, vorzugsweise lösbar. Das Auflager-Bandelement ist im
Allgemeinen zum Halten bzw. Einhängen des Drehgelenkteils eingerichtet, das an der
Tür befestigt ist. Ferner ist das mindestens eine Auflager-Bandelement zur Aufnahme
eines dazu komplementären Drehgelenkteils eingerichtet. Wie bereits bemerkt, bilden
Drehgelenkteil und Auflager-Bandelement zusammen ein Türband oder eine Halterung,
die das Türbandteil hält, welches an der Tür befestigt ist. Vorzugsweise ist für jedes
komplementäre Drehgelenkteil der zu lackierenden Tür genau ein Auflager-Bandelement
vorgesehen, um die Tür an allen komplementären Drehgelenkteilen zu halten. Gemäß einer
vereinfachten Ausführungsform sieht die Türlackierhalterung nur zwei Auflager-Bandelemente
vor, selbst wenn die davon zu haltende Tür mehr als zwei komplementäre Drehgelenkteile
aufweist.
[0009] Grundsätzlich wird die erfindungsgemäße Türlackierhalterung mit einer zu lackierenden
Tür kombiniert, um ihre Funktion auszuführen. Jedoch weist die Türlackierhalterung
lediglich Elemente auf, die für dazu komplementäre Teile der Tür eingerichtet sind,
insbesondere zu deren Aufnahme. Daher sind Komponenten der erfindungsgemäßen Türlackierhalterung
auf eine zu lackierende Tür abgestimmt, ohne dass die erfindungsgemäße Türlackierhalterung
jedoch eine Tür notwendigerweise umfasst. Vielmehr umfasst die Türlackierhalterung
erfindungsgemäß lediglich Sockelelement, Stütze und Auflager-Bandelement, das mit
der Tür verbindbar ist, jedoch nicht mit der Tür als Teil der erfindungsgemäßen Vorrichtung
prinzipiell verbunden ist.
[0010] Erfindungsgemäß ist das mindestens eine Auflager-Bandelement über eine Verbindung
mit der Stütze verbunden, die entlang der Stütze verschiebbar ist. Somit ist das Auflager-Bandelement
zur Stütze entlang dieser verschiebbar. Die Verbindung zwischen Auflager-Bandelement
und Stütze ist vorzugsweise lösbar. Um während des Einhängens einer Türe das Auflager-Bandelement
in der entsprechenden Höhe des dazu komplementären Drehgelenkteils anzuordnen ist
die Verbindung vorzugsweise arretierbar. Damit ist das Auflager-Bandelement in einer
bestimmten Höhe der Stütze mit dieser verbunden. Die arretierbare Verbindung ist vorzugsweise
derart eingerichtet, dass die Gewichtskraft des Auflager-Bandelement (inklusive gegebener
Verbindungselemente) nicht ausreicht, um das Auflager-Bandelement relativ zur Stütze
zu verschieben. Wird jedoch eine Türe eingehängt, wobei das komplementäre Drehgelenkteil
der Türe auf das Auflager-Bandelement eine deutlich stärkere Gewichtskraft ausübt,
dann ist die Verbindung zwischen Auflager-Bandelement und Stütze vorzugsweise derart
vorgesehen, dass diese eine Verschiebung ermöglicht bis die Gewichtskraft der Tür
von einem weiteren Auflager aufgenommen wird, wenn die Türe relativ zur Stütze eine
entsprechende Absenkung erfahren hat.
[0011] Das mindestens eine Auflager-Bandelement, welches die Stütze über komplementäre Drehgelenkteile
mit der Tür verbindet, ist vorzugsweise mit einer Anzahl von zwei oder mehr vorgesehen.
Bei der Verwendung von zwei oder mehr Auflager-Bandelementen sind diese entlang der
Stütze verteilt bzw. mit einem gewissen Abstand zueinander beabstandet. Vorzugsweise
befinden sich die Auflager-Bandelemente in der Höhe, in der sich die dazu komplementären
Drehgelenkteile der daran zu befestigenden Tür befinden. Die Auflager-Bandelemente
können um eine zusätzliche vorgegebene Höhendifferenz oberhalb der zu erwartenden
komplementären Drehgelenkteile der zu haltenden Tür angeordnet sein, wobei durch das
Einhängen der Tür die Auflager-Bandelemente automatisch nach unten verschoben werden.
Beispielsweise können hierzu die Auflager-Bandelemente mit einer Federkraft beaufschlagt
sein, die die Elemente (bis zu einer Mindestbelastung) gegenüber der Stütze arretieren
und ab dieser Mindestbelastung (beispielsweise durch die Gewichtskraft der Tür) ein
Absenken ermöglichen. Ferner kann das mindestens eine Auflager-Bandelement mit einer
Federkraft parallel zur Stütze vorgesehen sein, um der Gewichtskraft der Tür entgegenzuwirken.
Auf diese Weise stützt die Türlackierhalterung und insbesondere stützen die Auflager-Bandelemente
die Tür mit einem federkraftbeaufschlagten Lager, wobei die Federkraftbeaufschlagung
parallel zur Türdrehachse wirkt. Die Verbindung zwischen Auflager-Bandelement und
Stütze dient in diesem Fall als gefedertes Lager.
[0012] Das Auflager-Bandelement entspricht entweder dem Drehgelenkteil, das üblicherweise
an den Türrahmen oder der Türzarge befestigt ist und bildet somit ein Auflager für
das dazu komplementäre Drehgelenkteil einer zu haltenden Tür. Das Auflager-Bandelement
und das komplementäre Drehgelenkteil bilden somit ein vollständiges Türband. Da bei
der erfindungsgemäßen Türlackierhalterung jedoch nicht die Drehgelenkfunktion sondern
nur die Halterung im Vordergrund steht, kann als Auflager-Bandelement ebenso ein Element
verwendet werden, das in das dazu komplementäre Drehgelenkteil der Tür eingreifen
kann, um für die Tür ein Lager zu bilden. Eine optimale Drehgelenkverbindung zum sicheren
wiederholten Öffnen und Schließen der Tür steht somit nicht im Vordergrund. Daher
kann als Auflager-Bandelement auch ein nicht drehsymmetrischer Körper verwendet werden,
der für eine Drehgelenkverbindung nicht optimal wäre. Insbesondere können Hacken mit
rechteckigem Querschnitt verwendet werden, die in das komplementäre Drehgelenkteil
eingreifen, um dieses zu haltern, ohne jedoch eine optimale Drehverbindung vorzusehen,
wie es beispielsweise bei einem zylindrischen Zapfen der Fall wäre.
[0013] Vorzugsweise wird jedoch als Auflager-Bandelement eine Ausformung des Bandelementteils
verwendet, das mit dem Türrahmen oder mit der Türzarge verbunden ist, sodass das Auflager-Bandelement
vorzugsweise eine Drehbolzen oder einen Zapfen umfasst, mit dem das komplementäre
Drehgelenkteil (üblicherweise in Form einer Buchse oder Hülse) in Angriff gebracht
werden kann. Grundsätzlich sind auch andere Ausführungsformen denkbar, bei denen an
einer zu haltenden Tür komplementäre Drehgelenkteile mit einem Drehbolzen oder einem
Zapfen vorgesehen sind, der in Eingriff mit einem Auflager-Bandelement in Form einer
Buchse oder Hülse gebracht wird. In diesem Fall umfasst das Auflager-Bandelement eine
Buchse oder eine Hülse, mit dem das dazu komplementäre Drehgelenkteil in Form eines
Drehbolzens oder eines Zapfens in Eingriff gebracht werden kann. Grundsätzlich entspricht
die äußere Form des Auflager-Bandelements im Wesentlichen der Oberflächenform des
dazu komplementären Drehgelenkteils.
[0014] Die Stütze, welche das mindestens eine Auflager-Bandelement trägt, umfasst mindestens
eine Führung, die sich entlang der Stütze erstreckt. In diese greift das mindestens
eine Auflager-Bandelement ein, entweder unmittelbar oder über ein Verbindungselement
wie ein Nutenstein, Läufer oder ähnliches. Die Führung ermöglicht somit dem Auflagerbandelement
(und gegebenenfalls unmittelbar dem Verbindungselement) eine Bewegung entlang der
Stütze. Dadurch bilden Führung und Verbindungselement bzw. Führung und Auflager-Bandelement
ein Schubelement. Zusammen mit dem komplementären Drehgelenkteil (das eine weitere
Rotation ermöglicht), bilden Drehgelenkteil, Auflager-Bandelement und Führung (gegebenenfalls
inklusive Verbindungselement) ein Drehschubgelenk mit einem Rotationsfreiheitsgrad
und einem Transaktionsfreiheitsgrad. Ansonsten bilden Auflager-Bandelement und Führung
ein Schubgelenk mit einem Transaktionsfreiheitsgrad.
[0015] Die mindestens eine Führung der Stütze ist vorzugsweise auf einer Seite offen (die
von der Stützenlängsachse abgewandt ist). Die Führung weist eine beidseitige Hinterschneidung
auf, vorzugsweise eine symmetrische Hinterschneidung, um das Auflager-Bandelement
an einer Bewegung senkrecht zur Stützenlängsachse zu hindern. Die Führung bildet ein
Gegenlager für Kräfte senkrecht zur Stütze. Die Stütze kann eine einzelne Führung
oder mehrere Führungen umfassen, beispielsweise zwei, drei, vier, fünf, oder sechs
Führungen, vorzugsweise in gegenüberliegenden Paaren jeweils zweier gleichartiger
Führungen. Die Stütze umfasst vorzugsweise ein, zwei, drei oder mehr Paar gegenüberliegende
Führungen. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform umfasst die Stütze vier
Führungen, die jeweils als Paare gegenüberliegend angeordnet sind und die gegenüber
der Längsachse in ihrer Orientierung um jeweils 90° versetzt sind. Jedes Auflager-Bandelementpaar
ist mit einer zugehörigen Führung über ein Verbindungselement verbunden, das in die
beidseitigen Hinterschneidungen eingreift. Das Verbindungselement kann die Führung
unmittelbar mit dem Auflager-Bandelement verbinden. Alternativ kann das Verbindungselement
auch einen zusätzlichen, vordefinierten Abstand zwischen Führung und Auflager-Bandelement
vorsehen, wobei der zusätzliche Abstand senkrecht zum Längsverlauf der Führung verläuft.
Durch den zusätzlichen, vordefinierten Abstand kann die Führung sowie die Stütze vor
versehentlichem Farbauftrag geschützt werden, wenn die (durch den Abstand zusätzlich
entfernte Tür) lackiert wird. Der zusätzliche Abstand kann durch ein Verbindungsblech
oder ein Verbindungssteg zwischen Verbindungselement, das unmittelbar in die Führung
eingreift, und dem Auflager-Bandelement mit einer Länge von beispielsweise 1 cm -
20 cm, 2 cm - 10 cm oder 3 cm - 8 cm vorgesehen werden.
[0016] Das Verbindungselement kann einteilig mit dem Auflager-Bandelement ausgebildet sein,
oder kann über eine feste Verbindung mit diesem verbunden sein, beispielsweise über
ein Schweißverbindung, Schraubverbindung oder eine Einsteckverbindung. Gegebenenfalls
können Verbindungselemente und Auflager-Bandelement auch über diese Verbindungsarten
(ausgenommen die Schweißverbindung) lösbar miteinander verbunden sein. Das Verbindungselement
umfasst ein Führungs-Arretierungselement, um das Verbindungselement (und somit auch
das Auflager-Bandelement) relativ zur Führung zu arretieren. Die Arretierung hat zur
Folge, dass die Bewegung entlang der Führung eingeschränkt ist bzw. blockiert ist.
Das Führungs-Arretierungselement ist vorzugsweise zur Ausübung einer Reibungskraft
innerhalb der Führung eingerichtet, beispielsweise durch Einspannen oder durch eine
Federkraft. Im Allgemeinen kann das Führungs-Arretierungselement über Kraftschluss
und/oder über Formschluss lösbar mit der Führung befestigt werden. Insbesondere kann
das Führungs-Arretierungselement durch einen lösbaren Formschluss (beispielsweise
Bohrungen oder Nuten in der Führung) mit dieser verbunden sein.
[0017] Das Führungs-Arretierungselement kann einen Spannhebel, ein Schraubengewinde, eine
Spiralfeder oder eine Blattfeder umfassen. Mit diesen Elementen lässt sich eine Reibkraft
und somit ein Kraftschluss zwischen Verbindungselement und Führung erzeugen. Das mit
dem Führungs-Arretierungselement verbundene Verbindungselement umfasst eine Gewindeplatte,
einen Nutenstein, einen einschwenkbaren Nutenstein oder einen Läufer. Der einschwenkbare
Nutenstein kann insbesondere mit der Blattfeder befestigt sein, sodass beim Einschwenken
des Nutensteins in die Führung die Blattfeder einen Druck auf die Innenseite der Führung
ausübt und durch die entstehende Reibung den Nutenstein bis zu einer Mindestbelastung
arretiert. Diese Mindestbelastung liegt vorzugsweise höher als die Gewichtskraft des
Verbindungselements, des Führungs-Arretierungselements und des Auflager-Bandelements
in Summe.
[0018] Das Sockelelement umfasst vorzugsweise eine Türauflagefläche, die auf einer Seite
vorgesehen ist, die zur Stütze hingewandt ist. Die Türauflagefläche zeigt somit nach
oben, um eine von oben in die erfindungsgemäße Türlackierungshalterung eingehängt
Tür von unten abzustützen. Die Türauflagefläche bildet somit eine Auflagerfläche für
eine Türe, die bei der Verwendung der Erfindung die erfindungsgemäße Halterung eingebracht
wird. Somit wird die Tür, die in das Auflager-Bandelement der Erfmdung eingehängt
wird, von der Auflagerfläche gestützt.
[0019] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die erfindungsgemäße Türlackierhalterung
mit einem Tür-Arretierungselement vorgesehen. Das mindestens eine Tür-Arretierungselement
ist in der mindestens einen Türauflagefläche angeordnet, um die Tür von der Türunterseite
her zu halten. Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist das Tür-Arretierungselement
nicht in der Türauflagefläche sondern seitlich zu dieser und entfernt zu der Stütze
angeordnet, um die Tür von einer seitlichen Außenfläche der Tür diese zu halten. Das
Tür-Arretierungselement ist zum Eingreifen in einer Unterfläche oder in eine Seitenfläche
der Tür eingerichtet. Hierzu umfasst das Tür-Arretierungselement einen Dorn, einen
Stab, einen Zapfen oder ähnliches, wobei diese Elemente vertikal nach oben zur Seite
der Stütze hin angeordnet sind. Der Dom bzw. der Zapfen ist vorzugsweise ausfahrbar,
gegebenenfalls mit einer Längs-Federkraft beaufschlagt, wobei die Längs-Federkraft
entlang der Stütze nach oben gerichtet ist. Gemäß einer weiteren Ausführungsform der
Erfindung umfasst diese eine Arretier-Pedaleinrichtung, mit der der Dom oder Zapfen
verbunden ist. Dadurch lässt sich der Dom oder Zapfen durch Betätigung des Pedals
relativ zu der Türauflagefläche bewegen bzw. relativ zu einer Tür bewegen, für deren
Halterung die Türlackierhalterung vorgesehen ist. Somit lässt sich beispielsweise
der Dorn oder der Zapfen von der Türauflagefläche heraus nach oben bewegen, um in
eine Unterseite der Tür (die im Allgemeinen nicht lackiert wird) einzugreifen und
somit Pendelbewegungen der Tür relativ zur Stütze zu unterbinden. Das Tür-Arretierungselement
kann auch ein Schraubenelement, beispielsweise eine Rändelschraube umfassen. Während
ein Teil des Schraubenelement in der Türauflagefläche bzw. in dem Sockelelement vorgesehen
ist und mit diesem über Kraftschluss oder Formschluss verbunden ist, ist ein Türhalteteil
zur Arretierung der Tür vorgehen. Beispielweise ein Schraubenkopf oder eine Rändelmutter
kann zur Betätigung des Schraubenelements verwendet werden, der bzw. die mit dem Schraubenelement
über eine Schraubverbindung verbunden ist, um den Türhalteteil des Schraubenelements
zur Tür hin und von dieser weg zu bewegen. Der Türhalteteil kann einen Dom aufweisen,
einen Zapfen, oder kann durch ein Schraubenende (des Schraubenelements) gebildet werden.
Der Türhalteteil kann mit einem Gummiblock oder einer Gummispitze versehen werden.
[0020] Das Sockelelement umfasst vorzugsweise Streben, die senkrecht zu der Stütze verlaufen.
Insbesondere kann das Sockelelement Streben umfassen, die in einer Ebene verlaufen,
die senkrecht zu der Stütze ist. An einem unteren Ende der Stütze sind die Streben
mit der Stütze verbunden, vorzugsweise über eine lösbare Verbindung. Die lösbare Verbindung
kann durch eine Federkraft beaufschlagte Schnappverbindung vorgesehen sein bzw. über
Federbeaufschlagte Schnappverbindungen, die jeweils einer Strebe zugeordnet sind.
Dadurch lassen sich die Streben in die Stütze einklinken. Vorzugsweise ist somit das
Sockelelement mit der Stütze lösbar verbunden, sodass sich die erfindungsgemäße Türlackierhalterung
bzw. deren größten Komponenten sich voneinander trennen lassen, um die Türlackierhalterung
zusammenfaltbar auszugestalten.
[0021] Das Sockelelement umfasst ferner vorzugsweise Füße, mit denen die Türlackierhalterung
über das Sockelelement auf einen Untergrund aufgestellt werden kann. Mindestens einer
der Füße hat eine Bodenfläche, die in ihrem Abstand zum Sockelelement eingestellt
werden kann. Somit ist zumindest einer der Füße justierbar, beispielsweise über eine
verstellbare Schraubenverbindung, um Unebenheiten im Untergrund ausgleichen zu können.
Mindestens einer der Füße umfasst ein gelagertes Rad. Dieses kann in seiner Höhe gegenüber
dem Sockelelement feststehendes ein oder kann versenkbar sein. Im letzteren Fall umfasst
die Türlackierhalterung vorzugsweise eine Rollen-Pedaleinrichtung, die mit dem absenkbaren
Rad verbunden ist, sodass das Rad in Richtung Stütze versenkt werden kann. Die Rollen-Pedaleinrichtung
ist vorzugsweise einrastbar, wobei das Rad nur dann den Untergrund berührt, wenn dieses
über die Rollen-Pedaleinrichtung ausgefahren ist. Ansonsten berührt anstatt des Rads
ein feststehender Fuß den Untergrund, um somit unabsichtliches Wegrollen zu verhindern.
Mindestens einer der Füße ist fest oder einsteckbar mit dem Sockelelement verbunden.
Gemäß einer Alternative ist mindestens einer der Füße über ein arretierbares Gleitlager
mit dem Sockelelement verbunden, um den Fuß arretierbar entlang dem Sockelelement,
radial zur Stütze verschieben zu können und an einer gewünschten Position arretieren
zu können. Umfasst das Sockelelement beispielsweise ein Profil, das eine Führung auf
der Seite des Sockelelements erlaubt, die zum Boden hin gewandt ist, oder eine Strebe
mit einer Führung, dann kann der Fuß über ein Verbindungselement, das in die Führung
eingreift entlang einer Radialerstreckung des Sockelelements verschoben werden und
gezielt mit gewünschtem Abstand zur Stütze arretiert werden. Als Arretierungsmittel
können Komponenten verwendet werden, wie sie auch für die Tür-Arretierungselemente
oder die Führungs-Arretierungselemente verwendet werden. Tür-Arretierungselemente
Gleitlager der Füße bzw. die Füße selbst können symmetrisch zum Sockelelement vorgesehen
werden und ggf aus den gleichen Komponenten vorgesehen werden. Das Sockelelement weist
in diesem Fall symmetrische Führungen auf, eine Führung zur Stütze hin gewandt und
eine entgegengesetzte Führung zum Boden hin gewandt. Die Führung der Füße verläuft
radial zur Stütze, entlang eines Profils oder einer Strebe. In die Führung kann zur
Verbindung ein Schlitten vorgesehen sein, der zur Führung arretierbar ist, und der
sich entlang der Führung verschiebbar ist. Dieser Schlitten dient zur Befestigung
eines der Füße mit dem Sockelelement, in dem die Führung vorgesehen ist oder die mit
der Führung verbunden ist.
[0022] Vorzugsweise ist die gesamte Türlackierhalterung aus Komponenten dargestellt, die
entweder austauschbar sind (insbesondere das Auflager-Bandelement, um verschiedene
Türtypen aufnehmen zu können) oder die voneinander abtrennbar sind, um die Türlackierhalterung
in Einzelteilen transportieren zu können.
[0023] Zum Schutz vor Lackspritzern kann in der Führung ein Dichtungsstreifen vorgesehen
sein, der sich über einen Teil oder über die gesamte Länge der Führung erstreckt,
um das Innere der Führung vor Lack zu schützen. Gleichzeitig ermöglicht der Dichtungsstreifen
durch elastische Eigenschaften, dass das Auflager-Bandelement bzw. eine dazugehörige
Befestigung in der Führung bewegt werden kann. Alternativ oder in Kombination hierzu
kann ein Schutz vorgesehen sein, der sich von der Stütze aus an dem Ende, an dem die
Stütze mit dem Sockelelement befestigt ist, über einen Abschnitt des Sockelelements
erstreckt. Ein derartiger Schutz kann beispielsweise die Verbindung zwischen Sockelelement
und Stütze vor Lackspritzern schützen. Das Sockelelement kann Teil der Türauflagefläche
sein und wird somit bei dem Einhängen einer Tür in die Halterung belastet. Ferner
kann durch eine entsprechende Ausfräsung oder durch Anordnung einer Stütze in der
Führung in der Nähe des Sockelelements ein Lager für die einzuhängende Tür geschaffen
werden, um den Schutz des Sockelelements und die Oberfläche des Sockelelements nicht
mit einer eingehängten Tür zu belasten. Der Schutz kann beispielsweise durch eine
flexible Platte, beispielsweise aus Gummi oder Silikon, vorgesehen werden.
[0024] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind sowohl die Stütze als auch
zumindest Teile des Sockelelements aus einem Metallprofil, vorzugsweise aus einem
Aluminiumprofil ausgestaltet. Durch geeignete Ausgestaltung des Querschnitts kann
ein Profil gleichzeitig die Stütze und die Führung einteilig ausbilden. Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform ist insbesondere die Stütze mit einem im Wesentlichen
quadratischen Querschnitt ausgestaltet, wobei jede Seite des Quadrats eine Hinterschneidung
für eine Führung vorsieht.
[0025] Die Tür-Arretierungselemente können mit einem Dom oder mit einem Zapfen vorgesehen
sein. In einer besonders einfachen Ausführungsform wird das Tür-Arretierungselement
von einem Gummiblock gebildet, der durch Reibungseigenschaften die Tür an Drehbewegungen
um die Stütze hindert. Ferner kann der Zapfen mit einer Gummispitze versehen sein,
um dadurch die Reibungskraft gegenüber der Tür zu erhöhen. Bei der Verwendung eines
Doms ist dieser mit einer Spitze vorgesehen, die geringfügig in die Unterseite der
Tür eindringt, um diese zu Arretieren.
[0026] Das Sockelelement kann nur aus Streben vorgesehen sein, die an der Befestigung zur
Stütze zusammenlaufen. Ferner kann das Sockelelement ein einteilig ausgebildetes Zentrallagerteil
umfassen, an dem radial äußere Sockelelemente befestigt sind, und in dessen Mitte
die Stütze eingelassen bzw. befestigt ist. Neben einer sternförmigen Ausbildung des
Sockelelements bzw. der Komponenten des Sockelelements können auch in H-Form befestigte
Streben bzw. Schienen verwendet werden.
[0027] Gemäß einer besonderen Ausführungsform der Erfindung umfasst die Türlackierhalterung
eine Absaughaube, die zur Stütze gerichtet ist und an einem Ende der Stütze befestigt
ist, das dem Ende entgegengesetzt ist, welches mit dem Sockelelement befestigt ist.
[0028] Die Stütze umfasst vorzugsweise eine Längenskala, die sich entlang der Stütze erstreckt.
Die Skala ist vorzugsweise tangential versetzt zu der Linie angebracht, die die Auflager-Bandelemente
verbindet. Die Skala dient zur Vorjustierung der Höhe der Auflager-Bandelemente, um
die Türe(n) aufzunehmen, ohne dass es nötig ist, die Auflager-Bandelemente um größere
Distanzen zu verschieben, wenn die Tür(en) eingehängt wird (werden). Die Skala kann
Markierungen in Zentimetern oder in Zoll aufweisen und/oder Markierungen für Standard-Türenmaße
aufweisen. Die Skala beginnt vorzugsweise in der Höhe der Türauflagerfläche und setzt
sich nach oben (von dem Sockelelement weg) fort.
[0029] Die Verbindung zwischen den Auflager-Bandelemente und Stütze umfasst vorzugsweise
ein in Stützenrichtung wirkendes Federelement, um die Auflager-Bandelemente (und somit
die angehängte Tür) federnd zu lagern. Die Federkonstante der Feder beträgt beispielsweise
zwischen 1 N/cm und 500 N/cm, zwischen 5 N/cm und 100 N/cm, oder zwischen 10 N/cm
und 50 N/cm. Damit ist es möglich, die Auflager-Bandelemente zunächst etwas höher
als die spätere Endposition anzuordnen und durch das Einhängen der Türe eine stabile
Endposition zu erreichen, bei der die Türe auf der Türauflagerfläche aufliegt. Die
Feder kann eine Zugfeder sein, die das Auflager-Bandelement (oder deren Verbindung
zu der Stütze) ausgehend von einer Position oberhalb dem Auflager-Bandelement aufhängt,
oder kann eine Druckfeder sein, die das Auflager-Bandelement (oder deren Verbindung
zu der Stütze) ausgehend von einer Position unterhalb dem Auflager-Bandelement stützt.
Das Federelement kann eine Zugfeder in Form einer Spiralfeder oder eines Gummibands
sein, die bzw. das innerhalb der Führung bzw. innerhalb der Stütze verläuft.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0030]
Die Figur 1 zeigt eine erfindungsgemäße Türlackierhalterung;
Die Figuren 2a-2c zeigen verschiedene Sockelelemente der erfindungsgemäßen Türlackierhalterung;
und
Figur 3 zeigen den Querschnitt einer beispielhaften Stütze einer erfindungsgemäßen
Türlackierhalterung.
Detaillierte Beschreibung der Zeichnungen
[0031] Die in Figur 1 dargestellt Türlackierhalterung umfasst ein Sockelelement 10, eine
daran befestigte Stütze 20, die sich senkrecht zum Sockelelement 10 erstreckt. An
der Stütze 20 sind vier Auflager-Bandelement 30a-c befestigt. Jeweils ein Paar Auflager-Bandelemente
ist auf einer Seite der Stütze 20 angeordnet, wobei innerhalb eines Paars ein Auflager-Bandelement
an einem oberen Ende der Stütze angeordnet ist, und das andere Auflager-Bandelement
an einem unteren Ende der Stütze. Somit umfasst die in Figur 1 dargestellte Türlackierhalterung
10 vier Bandelemente, die in einem ersten Paar 30a,b und einem zweiten Paar 30c, d
angeordnet sind, wobei jedes dieser Paare ein oberes Auflager-Bandelement 30a,c umfasst
und ein unteres Auflager-Bandelement 30b,d. Das Sockelelement umfasst Türauflagerflächen
12a, 12b sowie Tür-Arretierungselemente 14a,b, die vorzugsweise mit einem vorbestimmtem
minimalen radialen Abstand zur Stütze 20 auf einer Seite des Sockelelements angeordnet
sind, die zur Stütze 20 hingewandt ist.
[0032] Auf der gegenüberliegenden Unterseite des Sockelelements 10 sind Füße 16a-c ausgebildet.
Wie bereits oben dargelegt können die Füße fest mit dem Sockelelement 10 verbunden
sein oder gemäß einem arretierbaren Gleitlager (nicht dargestellt) zu dem Sockelelements
10 auf der Unterseite des Sockelelements 10 verschiebbar sein. Vorzugsweise werden
grundsätzlich mehrere Füße verwendet.
[0033] In der Figur 1 sind die Füße 16 gleichmäßig auf der Unterseite des Sockelelements
10 verteilt. Fuß 16 b ist unterhalb der Stütze befestigt. Alternativ oder in Kombination
hierzu kann mindestens ein Fuß seitlich versetzt an dem Sockelelement in der Nähe
der, jedoch außerhalb Mitte des Sockelelements 10 angeordnet sein. Umfasst das Sockelelement
einzelne Streben, die mit der Stütze verbunden sind, dann kann mindestens einer der
Füße (oder für jede Strebe ein Fuß) an der Strebe befestigt sein, wie die Füße 16a,c,
jedoch im Gegensatz zu diesen Füßen an dem Ende jeder Strebe, an der die Strebe mit
der Stütze verbunden ist. Ferner können die Füße 16a,c entlang dem Sockelelement 10
mittels eines arretierbaren Gleitlagers verschiebbar sein und mit dem Sockelelement
10 über das Gleitlager verbunden sein. Damit lässt sich der Abstand zwischen Fuß 16a
oder 16c und Stütze 20 gezielt und arretierbar einstellen, um gegebenenfalls Bodeneigenschaften
rechnung zu tragen.
[0034] Die Stütze umfasst ferner Führungen 40a,b wobei eine Führung 40a für das eine Paar
Auflager-Bandelemente 30a,b vorgesehen ist, und die gegenüberliegende Führung 40b
für die Auflager-Bandelemente 30c,d des gegenüberliegenden Paars. Die Auflager-Bandelemente
sind jeweils über Verbindungselemente 34a-c, die zumindest teilweise in der jeweiligen
Führung 40a,b vorgesehen sind, mit der Stütze 20 befestigt. Die Führungen 40a,b sind
einteilig mit der Stütze 20 ausgebildet. Die Auflager-Bandelemente 30a-c umfassen
ferner jeweils einen Drehbolzen 33a-d, der zur Aufnahme eines komplementären Drehgelenkteils
ausgebildet ist. Eine in der erfindungsgemäßen Türlackierhalterung eingehängte Tür
bzw. deren grobe Position ist mit gestrichelter Linie in Figur 1 dargestellt. Ferner
sind mit gestrichelter Linie die komplementären Drehgelenkteile dargestellt, die mit
dem Auflager-Bandelement 30a-d verbunden sind und in die jeweiligen Bolzen 32a-d der
Bandelemente eingreifen.
[0035] In der Figur 2 ist eine erste Ausführungsform eines Sockelelements dargestellt. Das
Sockelelement 110 umfasst vier in der Mitte zusammenlaufende Streifen, wobei in deren
Zentrum die Stütze 120 (die sich senkrecht zur Zeichenebene erstreckt) vorgesehen
ist. Die einzelnen Streben bilden ein Kreuz, um einen stabilen Stand für die Türlackierhalterung
vorzusehen.
[0036] Aus Figur 2a ist zu erkennen, dass die dort verwendeten vier Schienen, die das Sockelelement
110 bilden, gleichartig ausgebildet sind und unmittelbar mit der Stütze 120 verbunden
sind. Somit wird das Sockelelement ausschließlich von den Schienen gebildet, die auf
die Stütze 120 zulaufen.
[0037] Die Figur 2b zeigt eine alternative Ausführungsform, bei der zwei parallele Quer-
und eine verbindende Längstange das Sockelelement 110 bilden. Die Mitte der Längsstange
dient zur Befestigung der Stütze 120', die sich senkrecht zur Zeichenebene erstreckt.
Die Verbindungsstrebe, in Figur 2b vertikal dargestellt, kann auf den parallelen Streben
aufliegen und mit diesen befestigt sein, wie in Figur 2b dargestellt, oder kann in
der gleichen Ebene wie diese verlaufen.
[0038] In der Figur 2c ist eine Prinzipdarstellung eines weiteren Sockelelements dargestellt,
bei dem das Sockelelement 110" vier in Kreuzform angeordnete Streben umfasst, die
jeweils mit einer Zentraldoppelkomponente verbunden sind. Die Zentralsockelkomponente
bildet wiederum die Basis für die Stütze 120", die senkrecht zur Zeichenebene verläuft.
Da am Verbindungspunkt zwischen Stütze und Sockelelement die größten Drehmomentsbelastungen
auftreten, sieht das in Figur 2c dargestellte Sockelelement eine Zentral-Doppelkomponente
vor, die einteilig ausgebildet ist, und an die sich radial vier Streben in 90 Gradversetzung
zueinander erstrecken. Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind die in Figur 2c dargestellten
Streben einteilig mit der Zentral-Doppelkomponente verbunden, sodass die Zentral-Doppelkomponente
durch den höheren Material-Flächenbelag eine erhöhte Festigkeit vorsieht.
[0039] In der Figur 3 ist ein Querschnitt einer Stütze 220 dargestellt, in der vier senkrecht
zur Zeichenebene verlaufende Führungen 240 vorgesehen sind. Jede Führung 240 umfasst
eine Hinterschneidung 242a,b beidseits der Längsachse der Führung, um so eine Schulterfläche
zur Führung eines Auflager-Bandelements oder eines Verbindungselements hierfür vorzusehen.
In der oberen Führung ist beispielhaft ein Teil eines Verbindungselements 234 dargestellt,
das innerhalb der Führung vorgesehen ist und sich teilweise in die Hinterschneidungen
hinein erstreckt. Dadurch ergibt sich ein Gleitlager entlang der Längserstreckung
der Stütze (d.h. senkrecht zur Zeichenebene). Die Figur 3 zeigt eine Prinzipdarstellung
einer bevorzugten Profilform, die für die Stütze und gegebenenfalls auch für Komponenten
des Sockelelements verwendet wird. Gemäß einer nicht in Figur 3 dargestellten Ausführungsform
umfasst die Stütze nur eine Führung oder zwei Führungen, so dass nicht jede Außenseite
der Stütze eine Führung vorsieht. Derartig vereinfachte Bauformen erlauben eine Kostenersparnis.
[0040] Grundsätzlich können die Stütze und/oder das Sockelelement aus Metall geformt sein,
vorzugsweise aus Aluminium (beispielsweise in Form eines Aluminiumprofils) oder aus
Stahl (beispielsweise in Form eines Aluminiumprofils). Ferner können Stütze und/oder
Sockelelement aus Holz gefertigt sein. Zudem können diese Materialien kombiniert werden,
um den erfindungsgemäßen Türhalter vorzusehen.
1. Türlackierhalterung mit einem Sockelelement (10), einer daran im wesentlichen senkrecht
befestigten Stütze (20) und mindestens einem Auflager-Bandelement (30a-d), das an
der Stütze (20) befestigt ist, wobei das mindestens eine Auflager-Bandelement (30a-d)
zur Aufnahme mindestens eines zum Auflager-Bandelement komplementären Drehgelenkteils
eingerichtet ist und zusammen mit der Stütze (20) und dem Sockelelement (10) eine
aufrechte Halterung für eine an dem komplementären Drehgelenkteil befestigten Tür
vorsieht.
2. Türlackierhalterung nach Anspruch 1, wobei das mindestens eine Auflager-Bandelement
(30a-d) über eine lösbare, entlang der Stütze (20) verschiebbare und/oder arretierbare
Verbindung (34a-d) mit der Stütze (20) verbunden ist.
3. Türlackierhalterung nach Anspruch 1 oder 2, wobei das mindestens eine Auflager-Bandelement
(30a-d) zwei oder mehr entlang der Stütze (20) verteilte Auflager-Bandelemente (30a-d)
umfasst.
4. Türlackierhalterung nach einem der vorgenannten Ansprüche, wobei das Auflager-Bandelement
(30a-d) einen Drehbolzen (32a-d) oder einen Zapfen umfasst, mit dem das dazu komplementäre
Drehgelenkteil in Form einer Buchse oder einer Hülse in Eingriff gebracht werden kann,
oder wobei das Auflager-Bandelement (30a-d) eine Buchse oder eine Hülse umfasst, mit
dem das dazu komplementäre Drehgelenkteil in Form eines Drehbolzens oder eines Zapfens
in Eingriff gebracht werden kann.
5. Türlackierhalterung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Stütze (20)
mindestens eine Führung (40a,b) umfasst, die sich entlang der Stütze (20) erstreckt
und in die das mindestens eine Auflager-Bandelement (30a-d) unmittelbar oder über
ein Verbindungselement (34a-d) eingreift, wobei das Auflager-Bandelement (30a-d) und
die Führung (40a,b) für eine Bewegung entlang der Stütze (20) eingerichtet sind.
6. Türlackierhalterung nach Anspruch 5, wobei die mindestens eine Führung (40a,b) auf
einer Seite offen ist, die von der Stützenlängsachse abgewandt ist und eine beidseitige
Hinterschneidung aufweist, um ein Gegenlager für Kräfte senkrecht zur Stütze (20)
zu bilden, wobei die Stütze (20) ein, zwei oder drei Paar gegenüberliegende, gleichartige
Führungen (40a,b) umfasst, und jedes Auflager-Bandelement (30a-d) mit einer zugehörigen
Führung (40a,b) über ein Verbindungselement (34a-d) verbunden ist, das in die beidseitigen
Hinterschneidungen eingreift, und das Verbindungselement (40a,b) ein Führungs-Arretierungselement
umfasst, das zur Ausübung einer Reibungskraft innerhalb der Führung (40a,b) eingerichtet
ist.
7. Türlackierungshalterung nach Anspruch 6, wobei das Führungs-Arretierungselement einen
Spannhebel, ein Schraubengewinde, eine Spiralfeder oder ein Blattfeder umfasst und
das damit verbundene Verbindungselement eine Gewindeplatte, einen Nutenstein, einen
einschwenkbaren Nutenstein oder einen Läufer umfasst.
8. Türlackierungshalterung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Sockelelement
(10) mindestens eine Türauflagefläche (12a,b) umfasst, die auf einer zur Stütze (20)
gewandten Seite angeordnet ist, und die Türauflagefläche (12a,b) eingerichtet ist,
eine Auflagerfläche für eine Türe vorzusehen, für deren Halterung das Auflager-Bandelement
(30a-d) vorgesehen ist.
9. Türlackierungshalterung nach Anspruch 8, die ferner mindestens ein Tür-Arretierungselement
(14a,b) umfasst, das in der mindestens einen Türauflagefläche (12a,b) angeordnet ist,
wobei das Tür-Arretierungselement (14a,b) zum Eingreifen in eine Unterfläche oder
Seitenfläche der Tür eingerichtet ist, wobei das Tür-Arretierungselement (14a,b) einen
Dorn, einen ausfahrbaren Dorn, eine Schnappverbindung, einen Zapfen, einen ausfahrbaren
Zapfen oder einen mit einer Längs-Federkraft beaufschlagten Zapfen umfasst, und die
Türlackierungshalterung insbesondere eine Arretier-Pedaleinrichtung umfasst, mit der
der ausfahrbare Dom oder Zapfen verbunden ist, um relativ zu der Türauflagefläche
(12a,b) bewegt werden zu können.
10. Türlackierungshalterung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Sockelelement
(10) Streben umfasst, die senkrecht zu der Stütze (20) verlaufen und an einem unteren
Ende der Stütze (20) mit dieser lösbar verbunden sind.
11. Türlackierungshalterung nach Anspruch 10, wobei die Streben über eine federkraftbeaufschlagte
Schnappverbindung mit der Stütze (20) verbunden sind.
12. Türlackierungshalterung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Sockelelement
(10) Füße (16a-c) umfasst, mit denen die Türlackierungshalterung über das Sockelelement
(10) auf einem Untergrund aufgestellt werden kann, wobei zumindest einer der Füße
(16a-c) eine Bodenfläche aufweist, die in ihrem Abstand zum Sockelelement (10) eingestellt
werden kann, insbesondere zumindest einen Fuß, der über eine verstellbare Schraubenverbindung
mit dem Sockelelement (10) verbunden ist.
13. Türlackierungshalterung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei mindestens einer
der Füße (16a-c) ein Rad umfasst, das senkrecht zu seiner Drehachse schwenkbar ist
oder feststeht, und das in seiner Höhe gegenüber dem Sockelelement (10) feststeht
oder über eine Rollen-Pedaleinrichtung der Türlackierungshalterung gegenüber dem Sockelelement
(10) versenkbar ist.