[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Flurförderzeug mit einem Antriebsteil und
einem mit diesem verbundenen Hubgerüst. Das Antriebsteil weist mindestens einen Batterieraum
auf, der eine oder mehrere Batterien aufnehmen kann. Das Hubgerüst ist mit einem Mittelmast
ausgestattet, dessen zum Antriebsteil gewandte Rückseite teilweise an den Batterieraum
angrenzt.
[0002] Der Batterieraum und die Rückseite des Mittelmastes sind verkleidet, wobei der Batterieraum
und die Rückseite des Mittelmastes mindestens teilweise bedeckt sind. Hier können
für die Verkleidung drei Verkleidungsteile vorgesehen werden, von denen ein erstes
Verkleidungsteil die Rückseite des Mittelmastes teilweise und die zwei anderen Verkleidungsteile
jeweils seitlich des Mittelmastes angeordnet sind und den Batterieraum in einem vorgesehenen
Bereich abdecken. Als nachteilig bei einer solchen mehrteiligen Verkleidung hat sich
herausgestellt, dass drei Verkleidungsteile vorgesehen sein müssen, die einen zusätzlichen
Montageaufwand darstellen und zudem zusätzliche Herstellungskosten sowie Logistikkosten
für die Produktion bedeuten. Ferner ist auch die Montage durch auftretende Toleranzen
und Einstellarbeiten der Verkleidungsteile relativ zueinander erschwert.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Flurförderzeug mit einer Verkleidung
bereitzustellen, bei dem in besonders einfacher Weise der Batterieraum und die Rückseite
eines Mittelmastes teilweise verkleidet werden können.
[0004] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch ein Flurförderzeug mit den Merkmalen aus Anspruch
1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen bilden den Gegenstand der Unteransprüche.
[0005] Das erfindungsgemäße Flurförderzeug besitzt ein Antriebsteil, das mindestens einen
Batterieraum aufweist sowie ein Hubgerüst, das einen Mittelmast besitzt. Die zum Antriebsteil
gewandte Rückseite des Mittelmastes grenzt teilweise an den Batterieraum an, wobei
der Batterieraum und mindestens ein Teil der Rückseite des Mittelmastes eine Verkleidung
tragen. Die erfindungsgemäße Verkleidung bildet eine Batterieraumverkleidung an der
Oberseite des Batterieraums, die diesen mindestens teilweise bedeckt. Erfindungsgemäß
besitzt die Verkleidung für den Batterieraum einen Ansatz, der teilweise die Rückseite
des Mittelmastes mit abdeckt. Bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung der Verkleidung
ist ein Verkleidungsteil für den Batterieraum ausreichend, um den Batterieraum teilweise
und einen unteren Abschnitt auf der Antriebsseite des Mittelmastes abzudecken. Die
erfindungsgemäße Batterieraumverkleidung kann den Batterieraum auch seitlich des Mittelmastes
abdecken. In dem Bereich, in dem die Batterieraumverkleidung auf den Mast stößt, ist
an dieser ein Ansatz ausgebildet, der nicht nur den Batterieraum sondern auch einen
unteren Teil des Mittelmastes abdeckt. Hierdurch ist es möglich, die Batterieraumverkleidung,
die ohne diesen Ansatz zweiteilig ausgebildet wäre oder deren Teile allenfalls über
einen dünnen instabilen Steg miteinander verbunden werden könnten, einteilig als stabiles
Verkleidungsteil auszubilden. Indem die Batterieraumverkleidung auch teilweise den
Mittelmast an dessen Rückseite abdeckt, steht für die Batterieraumverkleidung ausreichend
Material zur Verfügung, um so eine in sich formstabile und damit für die Montage gut
handhabbare Batterieraumverkleidung zu schaffen. Weiterhin kann aufgrund der stabilen
Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Verkleidung auch die Anzahl der Befestigungspunkte
an dem Antriebsteil reduziert werden.
[0006] In einer bevorzugten Ausgestaltung bedeckt eine Mastverkleidung die Rückseite des
Mittelmastes oberhalb des Ansatzes der Batterieraumverkleidung. In einer bevorzugten
Ausgestaltung der Batterieraumverkleidung besitzt deren Ansatz einen Querschnitt,
der in seinen Abmessungen mit dem Querschnitt der Mastverkleidung für den Mittelmast
übereinstimmt. Die Mastverkleidung des Mittelmastes setzt dabei oberhalb des Ansatzes
an und stellt sicher, dass eine an dem Fahrzeugkörper arbeitende Bedienperson nicht
direkt in Kontakt mit dem Mittelmast und den sich darin bewegenden Teilen gelangt.
Indem der Ansatz der Batterieraumverkleidung das Profil der Mastverkleidung aufgreift,
können sowohl Batterieraumverkleidung als auch Mastverkleidung in einem Anschlussbereich
direkt ineinander übergehen, wobei hier ein definierter Spalt zwischen der Batterieraumverkleidung
und der darüber liegenden Verkleidung für den Mast vorgesehen werden kann.
[0007] In einer bevorzugten Ausgestaltung weist die Batterieraumverkleidung im Bereich des
Ansatzes eine Öffnung auf, durch die ein Bedienelement aus der Verkleidung vorsteht.
Bei dem Bedienelement kann es sich beispielsweise um einen zentral hinter dem Mittelmast
angeordneten Not-Stopp-Hebel handeln. Auch ist es möglich, andere Bedienelemente,
die bevorzugt in einer zentralen Lage an dem Flurförderzeug positioniert werden sollen,
in der Ausnehmung an dem Ansatz vorzusehen.
[0008] In einer zweckmäßigen Ausgestaltung deckt die Batterieraumverkleidung den Batterieraum
auf seiner Oberseite mindestens teilweise ab.
[0009] Ebenso kann die Batterieraumverkleidung den Batterieraum teilweise auf der zum Hubgerüst
weisenden Seite abdecken. Zweckmäßigerweise besitzt die Batterieraumverkleidung einen
seitlich umgebogenen Rand, der sich von der Oberseite bis zur Vorderseite des Batterieraums
erstreckt.
[0010] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung besitzt der Ansatz der Batterieraumverkleidung
auf der Rückseite des Mastes eine quer zur Längsrichtung des Mittelmastes verlaufende
rückseitige Anschlusskante und jeweils eine seitliche Anschlusskante, die in die rückseitige
Anschlusskante mündet und eine Neigung aufweist, die einen spitzen Winkel mit der
Längsrichtung des Mastes einschließt. Ein besonderer Vorteil der so ausgebildeten
Anschlusskanten der Batterieraumverkleidung ist, dass die oberhalb der Batterieraumverkleidung
angebrachte Mastverkleidung, insbesondere über die Neigung der seitlichen Anschlusskanten,
unabhängig von der Batterieraumverkleidung montiert und demontiert werden kann.
[0011] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung besitzt die seitliche Anschlusskante
drei Abschnitte, von denen ein erster und dritter Abschnitt quer zur Längsrichtung
des Mastes verlaufen und ein mittlerer zweiter Abschnitt, geneigt zwischen dem ersten
und dem dritten Abschnitt verläuft, wobei die Neigung zu dem Mast hinweist. Die Orientierung
der Anschlusskante stellt sicher, dass die oberhalb der Batterieraumverkleidung montierte
Mastverkleidung bei der Demontage von dem Mast fort nach schräg oben entfernt werden
kann. Zudem können Batterieraum- und Mastverkleidung unabhängig voneinander und in
beliebiger Reihenfolge montiert und demontiert werden.
[0012] Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung wird nachfolgend anhand von Figuren näher
erläutert.
[0013] Es zeigt:
- Fig. 1
- ein deichsel geführtes Hochhubfahrzeug mit Mittelmast in einer perspektivischen Ansicht
von der Antriebsseite,
- Fig. 1a
- die Batterieraumverkleidung in einer leicht angehobenen Position in einer perspektivischen
Ansicht von der Gabelseite,
- Fig. 2
- das Fahrzeug aus Fig.1 in einer Ansicht von der Seite,
- Fig. 3
- das Fahrzeug aus Fig. 1 in einer Ansicht von oben und
- Fig. 4
- eine Schnittansicht durch den Mittelmast im Bereich der Mastverkleidung.
[0014] Fig. 1 zeigt ein deichselgeführtes Hochhubfahrzeug 10, bei dem das Antriebsteil 12
über eine Deichsel 14 geführt wird. Das Antriebsteil 12 besitzt einen Batterieraum
16, der sich in seitliche Batterieräume 16a und 16b unterteilt. In der Fachsprache
wird der Begriff "Batterieraum" allgemein für einen Raum im Fahrzeug verwendet, der
eine Batterie für das Fahrzeug aufnehmen kann, in dem aber auch andere Komponenten
des Fahrzeugs, wie beispielsweise Ladegerät und/oder Steuereinheit für das Flurförderzeug,
vorgesehen sein können. An das Antriebsteil 12 schließt sich das Hubgerüst 18 an,
von dem in Fig. 1 der Mittelmast 20 und zwei parallele Gabelzinken 22 zu erkennen
sind. Der Mittelmast 20 ist mittig im Hinblick auf die Breite des Antriebsteils 12
angeordnet und besteht aus mehreren Profilschienen, mit denen ein Lastschlitten mit
zwei Gabelzinken 22 verfahrbar verbunden ist.
[0015] Der Mittelmast besitzt auf seiner zum Antriebsteil gewandten Rückseite eine Mastverkleidung
24, die sich über die gesamte freie Höhe des Mittelmastes 20 erstreckt. Die Mastverkleidung
24 mündet antriebsseitig auf einer Batterieraumverkleidung 26. Die Batterieraumverkleidung
26 erstreckt sich über die gesamte Breite des Batterieraums 16 und bedeckt den Batterieraum
teilweise auch gabelseitig. An die Batterieraumverkleidung 26 schließt sich antriebsseitig
eine weitere Verkleidung 28 an, die das Antriebsteil antriebsseitig bedeckt. Die Batterieraumverkleidung
26 besitzt einen einstückig mit dieser ausgebildeten Ansatz 30, der einen Übergang
von der Batterieraumverkleidung zu der Mastverkleidung 24 bildet. Der Ansatz 30 besitzt
eine Öffnung, durch die ein Not-Stopp-Hebel 32 aus dem Fahrzeuginneren vorsteht und
für eine Bedienperson gut sichtbar und zugänglich ist.
[0016] Fig. 1a zeigt die Batterieraumverkleidung 26 in einer perspektivischen Ansicht von
der Gabelseite. In dem angehobenen Zustand sind die beiden Batterieräume 16a und 16b
zu erkennen. Ferner ist zu erkennen, dass der Ansatz 30 und die gabelseitige Abdeckung
des Batterieraums eine Aussparung bilden, die den Mittelmast des Hubgerüsts teilweise
aufnimmt.
[0017] Fig. 2 zeigt das Flurförderzeug aus einer Ansicht von der Seite. Deutlich zu erkennen
ist, dass die Mastverkleidung 24 zur Spitze des Mittelmastes hin sich verjüngt. In
ihrem zum Antriebsteil weisenden Ende schließt die Mastverkleidung 24 an den Ansatz
30 der Batterieraumverkleidung an. Mastverkleidung 24 und Ansatz 30 grenzen an der
Rückseite des Mastes entlang der Kante 31 (vergleiche Fig. 1) aneinander, wobei hier
ein definierter Spalt zwischen beiden Teilen der Verkleidung vorgesehen sein kann.
Der Anschlussbereich zwischen der Mastverkleidung 24 und dem Ansatz 30 besteht seitlich
aus einer Anschlusskante, die zwei parallele, horizontal zueinander verlaufende Kantenabschnitte
33 und 34 aufweisen. Beide Kantenabschnitte, die in Längsrichtung des Mastes 20 voneinander
beabstandet sind, werden durch einen Mittelabschnitt 38 miteinander verbunden. Der
Mittelabschnitt 38 der Anschlusskante ist dabei zum Mast 20 hin geneigt. Durch die
Ausgestaltung der Anschlusskante wird sichergestellt, dass die Mastverkleidung 24,
die noch nicht mit dem Mittelmast 20 verbunden ist, durch die Orientierung des Mittelabschnitts
38 an dem Ansatz und den Verlauf der entsprechenden zugehörigen Anschlusskanten an
der Mastverkleidung unabhängig von der Batterieraumverkleidung montiert und demontiert
werden kann.
[0018] Wie in Fig. 4 dargestellt bedeckt die Mastverkleidung 24 nur die Rückseite des Mittelmastes
und erstreckt sich nicht über die seitlichen Wandabschnitte des Mittelmastes. Grundsätzlich
ist es auch möglich, den Mittelmast mit einer integralen Verkleidung auszubilden.
[0019] In Fig. 2 ist ferner zu erkennen, dass die Batterieraumverkleidung 26 sich im Bereich
einer Kante 40 auch seitlich an dem Antriebsteil erstreckt. Zur besseren Übersicht
sind die übrigen Verkleidungsteile an dem Fahrzeugkörper sowie der Mast in Fig. 2
dunkel dargestellt, während die Batterieraumverkleidung sowie weitere Verkleidungsteile
für den Batterieraum, den Mast und das Antriebsteil hell dargestellt sind. Der Bereich
der Kante 40 bildet dabei eine abgerundete Kante ohne scharfe Ecken.
[0020] Fig. 3 zeigt das Flurförderzeug aus Fig. 1 in einer Ansicht von oben. Es ist zu erkennen,
dass die Batterieraumverkleidung die obere Seite des Batterieraums teilweise verdeckt.
Ferner ist der Ansatz 30 zu erkennen, aus dem der Not-Stopp-Hebel 32 hervorsteht.
Aus der gewählten Perspektive ist von der Mastverkleidung 24 in der Draufsicht lediglich
der durch Verbreiterung der Mastverkleidung sichtbare untere Teil zu erkennen.
1. Flurförderzeug mit einem Antriebsteil (12), das mindestens einen Batterieraum (16a,
16b) aufweist, und mit einem Hubgerüst (18), das einen Mittelmast (20) aufweist, dessen
zum Antriebsteil gewandte Rückseite teilweise an den Batterieraum grenzt, wobei der
Batterieraum verkleidet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Verkleidung eine Batterieraumverkleidung (26) aufweist, die eine Oberseite des
Batterieraums (16a, 16b) mindestens teilweise bedeckt und einen Ansatz (30) besitzt,
der teilweise die Rückseite des Mittelmastes (20) mit abdeckt.
2. Flurförderzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Mast eine Verkleidung oberhalb des Ansatzes der Batterieraumverkleidung aufweist.
3. Flurförderzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ansatz (30) der Batterieraumverkleidung (26) einen Querschnitt aufweist, der
im Querschnitt mit der Mastverkleidung übereinstimmt.
4. Flurförderzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Batterieverkleidung im Bereich des Ansatzes eine Öffnung aufweist, durch die
ein Bedienelement (32) für das Flurförderzeug aus der Verkleidung vorsteht.
5. Flurförderzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Batterieraumverkleidung den Batterieraum auf seiner Antriebsseite teilweise bedeckt.
6. Flurförderzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Batterieraumverkleidung teilweise den Batterieraum auf der Gabelseite bedeckt.
7. Flurförderzeug nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Batterieraumverkleidung einen seitlich umgebogenen Rand (40) aufweist, der sich
von der Oberseite bis zur Vorderseite erstreckt.
8. Flurförderzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschluss zwischen Ansatz (30) der Batterieraumverkleidung (26) auf der Rückseite
des Mastes eine quer zur Längsrichtung des Mastes verlaufende Anschlusskante (31)
besitzt und seitlich jeweils eine Anschlusskante (33, 34, 38) aufweist, die in die
rückseitige Anschlusskante (31) mündet und einen Kantenabschnitt (38) aufweist, der
einen spitzen Winkel mit der Längsrichtung des Mastes einschließt.
9. Flurförderzeug nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die seitliche Anschlusskante drei Abschnitte (33, 34, 38) aufweist, von denen ein
erster Abschnitt (33) und ein zweiter Abschnitt (34) quer zur Längsrichtung des Mastes
(20) verlaufen und ein mittlerer Abschnitt (38) geneigt zwischen dem ersten und dem
dritten Abschnitt (33, 34) verläuft und der mittlere Abschnitt zu dem Mast geneigt
ist.