[0001] Die Erfindung betrifft eine Waschmaschine mit einem Gehäuse, mit einem in dem Gehäuse
schwingend befestigten Laugenbehälter mit einer darin drehbar angeordneten Trommel
mit einer wenigstens annähernd horizontalen Drehachse, die mittels eines Motors antreibbar
ist und einer Erfassungseinrichtung zur Erfassung der Position und/oder der Lage des
Laugenbehälters in dem Gehäuse, die einen am Gehäuse befestigten Magnetfeldsensor
mit einem korrespondierenden Magneten umfasst, der dazu eingerichtet ist, die Flussdichte
und die Richtung des vom Magneten ausgehenden Magnetfeldes zu erfassen.
[0002] Bekannte Trommelwaschmaschinen besitzen einen im Gehäuse schwingbeweglich aufgehängten
Laugenbehälter, in dem eine horizontal drehbare Trommel gelagert ist. Beim Betrieb
der Waschmaschine gerät der Laugenbehälter aufgrund des Wäschefalls oder der Unwuchten
in Schwingung, die aufgrund der federnden Aufhängung und einer zusätzlichen Dämpfung
möglichst gut abgefangen bzw. nicht auf das Gehäuse oder den Boden übertragen werden.
Das Schwingen des Laugenbehälters muss jedoch überwacht werden, damit bei der Gefahr
von zu großen Schwingungen die Waschbewegung oder der Schleudergang gestoppt werden
kann, damit keine Schäden durch eine Kollision des Laugenbehälters mit dem Gehäuse
oder einem anderen Bauteil entstehen. Ferner kann anhand des Schwingverhaltens das
Wäschegewicht oder eine Unwucht ermittelt werden, so dass ausgleichende Maßnahmen,
wie eine Neuverteilung der Wäsche, vorgenommen werden können.
[0003] Aus der
DE 20 2007 002 626 U1 ist eine Waschmaschine bekannt, die eine Erfassungseinrichtung zur Erfassung der
Position und/oder der Lage des Laugenbehälters in dem Gehäuse besitzt. Die Erfassungseinrichtung
umfasst einen am beweglichen Laugenbehälter angebrachten Magneten, der in Wirkverbindung
mit einem relativ zum Gehäuse feststehenden Sensor steht. Der Sensor ist dazu eingerichtet,
neben der Flussdichte des Magnetfeldes auch die Richtung des Magnetfeldes zu bestimmen.
Der Sensor ist hierbei nicht mit dem Magneten gekoppelt, so dass es vorkommen kann,
dass bei einer ungünstigen Bewegung des Laugenbehälters der Magnet den Wirkbereich
des Sensors verlässt. Hierbei würde es zu Fehlsensierungen kommen, so dass unnötige
Maßnahmen zur Unwuchtbegrenzung eingeleitet würden. Im schlimmeren Fall könnten starke
Bewegungen nicht frühzeitig als solche erkannt werden, was zu unerwünschten starken
Vibrationen führen würde. Ferner ist der Sensor recht aufwändig gestaltet, da der
Wirkbereich des Sensors selbst den gesamten Auslenkungsweg des Laugenbehälters abdecken
muss.
[0004] Aus der
DE 100 22 609 A1 ist es bekannt, am Umfang des Laugenbehälters mehrere Sensoren anzubringen, um eine
genaue Erfassung von unwuchtbedingten Bewegungen oder Auslenkungen des Laugenbehälters
zu erreichen. Diese Anordnung ist aufgrund der Verschaltung von mehreren Sensoren
recht aufwändig.
[0005] Aus der
EP 0 972 874 B1 ist eine Waschmaschine mit einer vertikal drehenden Trommel bekannt, bei der eine
Erfassungseinrichtung zur Erkennung von Vibrationen oder Auslenkungen des Laugenbehälters
in einer Halterung angeordnet ist, die im Inneren einen Magnetfeldsensor und einem
Magneten aufweist. Hierbei ist der Magnet mit einer Halterung mit dem Laugenbehälter
gekoppelt, wobei der Sensor am gehäuseseitigen Ende der Halterung fest positioniert
ist. Die Anordnung des Magneten relativ zum Sensor ist derart gestaltet, dass nur
die Intensität des Magnetfeldes erfasst werden kann, wobei hierbei nur Abstandsänderungen
zwischen Magnet und Sensor erfasst werden können. Seitliche Pendelbewegungen oder
horizontale Verschiebebewegungen oder Dreh-Taumelbewegungen können nicht erfasst werden,
die bei einer Trommelwaschmaschine häufig vorkommen.
[0006] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Trommel-Waschmaschine bereit
zu stellen, bei der die Erfassung von Auslenkungen bzw. Verkippungen des Laugenbehälters
einfach und zuverlässig erfolgt.
[0007] Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den
abhängigen Ansprüchen 2 bis 11.
[0008] Die mit der Erfindung erreichbaren Vorteile bestehen darin, dass eine sehr genaue
Erfassung der Position und Lage des Laugenbehälters bereitgestellt wird, so dass gezielt
angepasste Maßnahmen zur Begrenzung der Auslenkungen des Laugenbehälters eingeleitet
werden können.
[0009] Bei der erfindungsgemäßen Waschmaschine ist der Magnetfeldsensor im Wesentlichen
fest dem Gehäuse zugeordnet, wobei der mit dem Magnetfeldsensor zusammenwirkende Magnet
in einem Haltemittel angebracht ist, das mittels zumindest einer Feder an dem Laugenbehälter
angekoppelt ist und dadurch mit ihm in Wirkverbindung steht. Das Haltemittel ist dazu
ausgebildet, eine Bewegung des Magneten relativ zum Sensor zuzulassen, wobei die Feder
dazu eingerichtet ist, eine Bewegung und/oder Positionsänderung des Laugenbehälters
auf den Magneten zu übertragen. Durch diese Anordnung wird die Laugenbehälterbewegung
indirekt auf den Magneten übertragen, wobei das Haltemittel den Magneten stets im
optimalen Wirkbereich des Magnetfeldsensors führt bzw. begrenzt. Dadurch werden Fehlsensierungen
weitestgehend vermieden, sodass ein zuverlässiger Betrieb der Waschmaschine auch bei
ungünstigen Betriebsbedingungen gegeben ist. Durch die optimalen Betriebsbedingungen
für den Sensor können die Positionswerte schneller erfasst und ausgewertet werden.
Auch die Beladung der Trommel, bei der die gewichtsbedingte Absenkung des Laugenbehälters
erfasst wird, kann mit dieser Erfassungseinrichtung gemessen bzw. bestimmt werden.
[0010] In einer vorteilhaften Ausführung ist das Haltemittel dazu eingerichtet, gleichmäßige
Abstandsänderungen zwischen Magneten und Sensor oder Kipp- oder Drehbewegungen des
Magneten relativ zum Sensor zuzulassen. Somit können die rotatorischen Bewegungen
und die translatorischen Bewegungen in nahezu allen Raumrichtungen erfasst werden,
die für einen Laugenbehälter in einer Waschmaschine relevant sind. Die erfassten Messwerte
können dann einer mathematischen Transformation unterworfen werden, um auf die tatsächliche
Laugenbehälterbewegung zu schließen. Diese Umrechnung erfolgt zweckmäßigerweise in
einem Mikrocomputer der Steuereinrichtung.
[0011] In einer vorteilhaften Weiterbildung ist das Haltemittel im Zusammenwirken mit der
Feder dazu eingerichtet, die Bewegung des Laugenbehälters untersetzt auf den Magneten
zu übertragen. Die Untersetzung ermöglicht es, größere Auslenkungen des Laugenbehälters,
die im Bereich von 1 bis 5 cm gegenüber der Ruhelage liegen, auf einen Auslenkungsbereich
des Magneten im Bereich von 1 bis 10 mm zu begrenzen, sodass der Wirkbereich des korrespondierenden
Sensors entsprechend klein gehalten werden kann.
[0012] Zur Bereitstellung der optimalen Bewegungsfreiheit des Magneten ist der Sensor an
einer Kugel eines am Gehäuse angebrachten Kugelgelenks angeordnet, und das Haltemittel
umfasst eine Pfanne, die die Kugel zumindest teilweise umgreift, wobei der Magnet
im Haltemittel beabstandet zum Sensor angeordnet ist.
[0013] Zur Bereitstellung der optimalen Bewegungsfreiheit hinsichtlich der Variation des
Abstandes des Magneten zum Sensor ist es zweckmäßig, dass der Magnet auf einem im
Halteteil beweglichen Träger befestigt ist, der mittels einer weiteren Feder innerhalb
des Trägers die Kopplung zur Feder, die mit dem Laugenbehälter verbunden ist, bereitstellt.
Durch das Verhältnis der Federkraft bzw. Federkonstanten der weiteren Feder gegenüber
der äußeren Feder, welche an den Laugenbehälter angekoppelt ist, wird die Untersetzung
hinsichtlich des Abstandsbereichs zwischen Magnet und Sensor bestimmt.
[0014] In einer vorteilhaften Weiterbildung ist in betriebsgemäßer Aufstellposition der
Waschmaschine das laugenbehälterseitige Ende der Feder am vorderen, oberen Bereich
des Laugenbehälters angekoppelt. Diese Ankoppelstelle ist bei einem Laugenbehälter
einer Trommelwaschmaschine besonders geeignet, da nahezu alle Bewegungen, zumindest
zwei rotatorische Bewegungen und eine translatorische Bewegung des Laugenbehälters,
wie oben beschrieben, genau in diesem Bereich auch eine erfassbare Bewegung vollziehen.
[0015] Bei Haushaltwaschmaschinen ist es aus Kostengründen weit verbreitet, den Laugenbehälter
innerhalb des Gehäuses oberseitig mittels Haltefedern schwingbeweglich aufzuhängen.
Bei dieser Art der Aufhängung ist es vorteilhaft, das Haltemittel an oder in der Haltefeder
derart anzubringen, dass eine Untersetzung der Bewegung des Laugenbehälters zum Magneten
bereitgestellt wird. Hierdurch wird die Übertragungsfeder eingespart, es muss jedoch
eine entsprechende mathematische Transformation bzw. rechnerische Bewertung der Messsignale
vorgenommen werden, da die Haltefeder üblicherweise nicht im optimalen Erfassungsbereich
am Laugenbehälter angekoppelt ist.
[0016] Für diese Waschmaschinen ist in einer zweckmäßigen Weiterbildung das Haltemittel
als kolbenförmiger Führungskörper ausgeführt, der im Inneren der als Zugfeder ausgebildeten
Haltefeder angeordnet ist, wobei der Führungskörper in einem Bereich mit der Feder
gekoppelt ist, der näher zum gehäuseseitigen Ende als zum laugenbehälterseitigen Ende
der Zugfeder liegt. Der Führungskörper liegt also im Inneren der schraubenförmig gewendelten
Haltefeder.
[0017] Die Haltefeder weist gehäuseseitig ein gekrümmtes Ende auf, das auf einer gekrümmten
Auflage aufliegt, zur Bereitstellung von Bewegungen in verschiedenen Dreh- und Pendelrichtungen
an der Auflage, wobei der Sensor in Richtung der Feder bzw. des Magneten weisend im
Bereich der Auflage angebracht ist. Somit wird gehäuseseitig eine einfache und zuverlässige
Kopplung der Haltefeder erreicht.
[0018] In einer vorteilhaften Weiterbildung ist der Führungskörper zumindest bereichweise
mit der Feder reibwirkend zur Dämpfung von Eigenschwingungen der Feder ausgebildet.
Dadurch wird die Messgenauigkeit nochmals verbessert, da Fehlmessungen aufgrund kurzzeitiger
Abstandsänderungen aufgrund von Eigenschwingungen der Feder vermieden oder zumindest
vermindert werden.
[0019] In einer anderen vorteilhaften Ausführung weist die Erfassungseinrichtung zumindest
einen weiteren Magnetfeldsensor mit einem weiteren mit diesem Sensor in Wirkverbindung
stehendem Magneten auf, wobei der weitere Magnet beabstandet zu der Ankopplung des
ersten Magneten an den Laugenbehälter angekoppelt ist. Dadurch kann auf einfache Weise
mit einfachen Sensoren eine sehr präzise Erfassung der Laugenbehälterbewegung erreicht
werden, da aufgrund der bekannten Verhältnisse hinsichtlich der Bewegung an den beiden
Ankopplungsorten eine einfache rechnerische Transformation der Messsignale möglich
ist.
[0020] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt
und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1:
- eine skizzierte Ansicht einer Waschmaschine mit der Erfassungseinrichtung;
- Fig. 2
- eine skizzierte Detailansicht der Erfassungseinrichtung;
- Fig. 3
- eine skizzierte Ansicht einer Waschmaschine mit der Erfassungseinrichtung in einer
alternativen Ausführung und
- Fig. 4
- eine skizzierte Detailansicht der alternativen Ausführung.
[0021] Die Fig. 1 zeigt in einer skizzierten Ansicht eine Waschmaschine 1, welche ein Gehäuse
2 mit einem darin schwingbeweglich angebrachten Laugenbehälter 4 umfasst. Der Laugenbehälter
4 ist mittels angedeuteter Federelemente 11 schwingbeweglich in dem Gehäuse 2 aufgehängt
und mittels Dämpfer 12 hinsichtlich seiner Bewegung gedämpft. In dem Laugenbehälter
4 ist eine drehbare Trommel 3 mit einer wenigstens annähernd horizontalen Drehachse
6 angeordnet. Die Trommel 3 ist mit einem Motor 5 antreibbar, so dass die Drehbewegung
beim Waschen oder beim Schleudern bereitgestellt wird. Die Waschmaschine 1 umfasst
ferner eine Erfassungseinrichtung 7 zur Erfassung der Position und/oder Lage und/oder
der Bewegung des Laugenbehälters 4 relativ zum Gehäuse 2. Eine Haltemittel 14 ist
dazu eingerichtet, den Magneten 9 (Fig. 2) zu halten, wobei von diesem Haltemittel
ausgehend sich die Feder 13 zur Ankopplung des Haltemittels 13 bzw. des Magneten 9
an den Laugenbehälter 4 erstreckt. Die Feder 13 ist an dem vorderen oberen Bereich
18 an der Laugenbehälterwand außenseitig befestigt. Die Richtungsangaben beziehen
sich auf die betriebsgemäße Aufstellposition der Waschmaschine 1. In dem gezeigten
Beispiel hat die Waschmaschine 1 eine stirnseitige Beladungsöffnung, die Erfassungseinrichtung
7 ist jedoch in gleicher Weise für eine mantelbeschickbare Waschmaschine, wie beispielsweise
einen Toplader, verwendbar.
[0022] Fig. 2 zeigt die Erfassungseinrichtung 7 in einer skizzierten, detaillierten Ansicht.
In dieser Ausführung umfasst die Erfassungseinrichtung 7 einen Magnetfeldsensor 8,
der ortsfest relativ zum Gehäuse 2 befestigt ist. Ein Magnet 9 ist im Wirkbereich
des Sensors 8 angeordnet, der mittels der Feder 13 bewegt werden kann, wobei die Bewegung
von der Schwingung oder Positionsänderung des Laugenbehälters 4 verursacht wird. Die
Pfeilangaben x, y, z deuten an, dass translatorische Bewegungen des Laugenbehälters
in zumindest nahezu allen drei Raumrichtungen zu entsprechend auswertbaren Bewegungen
des Magneten 9 relativ zum Magnetfeldsensor 8 führen, wobei hier die translatorische
Bewegung in vertikaler Richtung ytrans erfasst werden kann. Auch rotatorische Bewegungen
xrot oder zrot des Laugenbehälters 4 werden untersetzt an den Magneten 9 übertragen,
so dass mittels einer rechnerischen Transformation des erfassten Sensorsignals die
tatsächliche Position und Bewegung des Laugenbehälters 4 ermittelt werden kann. Hierzu
wird der Mikrocomputer der Steuereinrichtung 22 (Fig. 1) verwendet, der die Signale
des Sensors 8 zugeführt werden. Die Transformation der Sensorsignale in von der Steuerung
22 verwertbare Daten kann alternativ auch mittels einer separaten elektronischen Schaltung
oder einer separaten Mikroprozessorschaltung durchgeführt werden, die vorzugsweise
mit dem Sensor 8 als Einheit ausgebildet ist.
[0023] Fig. 3 zeigt die Ausführung der Waschmaschine 1 mit einer anderen Kopplung des Magneten
mit dem Laugenbehälter 4. Wie im ersten Beispiel ist der Laugenbehälter 4 mittels
Haltefedern 11 innerhalb des Gehäuses 2 schwingbeweglich aufgehängt. Zur Schwingungsdämpfung
sind am Laugenbehälter 4 Dämpfer 12 angebracht, die sich gegen die Unterseite des
Gehäuses 2 abstützen. Die Erfassungseinrichtung 7 umfasst ein kolbenförmiges Führungsmittel
19, das den Magneten 9 (Fig. 4) trägt. Das Führungsmittel 19 mit dem Magneten ist
innerhalb der als Schraubfeder ausgeführten Haltefeder 11 angeordnet. Zur genaueren
Erfassung umfasst die Erfassungseinrichtung 7 in einer weiteren Ausführung in einer
weiteren Haltefeder 11a ein zweites Führungsmittel 19a, das einen weiteren Magneten
9a trägt. Jedem Magneten 9, 9a ist jeweils ein separater Sensor 8, 8a zugeordnet.
Die von jedem Sensor 8, 8a erzeugten Signale werden entsprechend bewertet, um daraus
jeweils die tatsächliche momentane Position und Bewegung des Laugenbehälters 4 zu
berechnen bzw. zu bestimmen.
[0024] Fig. 4 zeigt die Erfassungseinrichtung 7 für diese Ausführung. Das gehäuseseitige
Ende 20 der Haltefeder 11 ist gekrümmt bzw. bogenförmig ausgebildet, das auf einer
gekrümmten Auflage 21 aufliegt. Dadurch kann die Feder einer Schwenkbewegung des Laugenbehälters
(Fig. 3) nachfolgen, ohne dass die Schraubfeder selbst verbogen wird. Innerhalb der
Federwindungen ist der kolbenförmige Führungskörper 19 angeordnet, der auf seinem
zur gehäuseseitigen Auflage 21 weisenden Ende den Magneten 9 trägt. An der Auflage
21 ist zur Feder bzw. zum Magneten 9 weisend der Magnetfeldsensor 8 befestigt, der
sich in diesem Beispiel auf einer Leiterplatte 23 befindet, die in diesem Beispiel
ferner eine elektronische Schaltung oder eine Mikroprozessorschaltung zur Umsetzung
bzw. Transformation der Messsignale trägt. Der Führungskörper 19 ist reibwirkend in
der Haltefeder 11 eingesetzt, so dass Eigenschwingungen der Feder 11 im Bereich des
Magneten 9 gedämpft bzw. unterbunden werden, wodurch unerwünschte Fehlmessungen vermieden
werden. Der Führungskörper 19 ist am Befestigungsort 25 an der Feder 11 befestigt,
wobei der Befestigungsort 25 näher zum gehäuseseitigen Ende 20 liegt, als zum laugenbehälterseitigen
Ende 24. Für die Untersetzung der Bewegung ist jedoch nicht die räumliche Anordnung
allein ausschlaggebend, sondern das Verhältnis des kleineren Federweges zwischen Befestigungsort
25 und gehäuseseitigem Ende 20 zum größeren Federweg des Befestigungsortes 25 zum
laugenbehälterseitigen Ende 24.
1. Waschmaschine (1) mit einem Gehäuse (2), mit einem in dem Gehäuse (2) schwingbeweglich
angeordneten Laugenbehälter (4) mit einer darin drehbar angeordneten Trommel (3) mit
einer wenigstens annähernd horizontalen Drehachse (6), die mittels eines Motors (5)
antreibbar ist und einer Erfassungseinrichtung (7) zur Erfassung der Position und/oder
Lage des Laugenbehälters (4) in dem Gehäuse (2), die einen Magnetfeldsensor (8) mit
einem korrespondierenden Magneten (9) umfasst, der dazu eingerichtet ist, die Flussdichte
und die Richtung des vom Magneten (9) ausgehenden Magnetfeldes zu erfassen,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Magnetfeldsensor (8) im wesentlichen fest dem Gehäuse (2) zugeordnet ist, wobei
der mit dem Magnetfeldsensor (8) zusammenwirkende Magnet (9) in einem Haltemittel
(14, 19) angebracht ist, das mittels zumindest einer Feder (11,11a, 13, 17) an dem
Laugenbehälter (4) angekoppelt ist, wobei das Haltemittel (14, 19) dazu ausgebildet
ist, eine Bewegung des Magneten (9) relativ zum Sensor (8) zuzulassen, wobei die Feder
(11,11a, 13, 17) dazu eingerichtet ist, eine Bewegung und/oder Positionsänderung des
Laugenbehälters (4) auf den Magneten (9) zu übertragen.
2. Waschmaschine (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Haltemittel (14, 19) dazu eingerichtet ist, Abstandsänderungen zwischen Magneten
(9) und Sensor (8) oder Kipp,- oder Drehbewegungen des Magneten (9) relativ zum Sensor
(8) zuzulassen.
3. Waschmaschine (1) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Haltemittel (14, 19) im Zusammenwirken mit der Feder (11,11a, 13, 17) dazu eingerichtet
ist, die Bewegung des Laugenbehälters (4) untersetzt auf den Magneten (9) zu übertragen.
4. Waschmaschine (1) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Sensor (8) an einer Kugel (15a) eines am Gehäuse (2) angebrachten Kugelgelenks
(15) angeordnet ist, und dass das Haltemittel (14) eine Pfanne (15b) umfasst, die
die Kugel (15a) zumindest teilweise umgreift, wobei der Magnet (9) im Haltemittel
(14) beabstandet zum Sensor (8) angeordnet ist.
5. Waschmaschine (1) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Magnet (9) innerhalb des Halteteils (14) beweglich geführt ist, und mittels einer
weiteren Feder (17) die mit der Feder (13) für die Kopplung zum Laugenbehälter (4)
verbunden ist, gekoppelt ist.
6. Waschmaschine (1) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das laugenbehälterseitige Ende der Feder (13) in betriebsgemäßer Aufstellposition
der Waschmaschine (1) am vorderen, oberen Bereich (18) des Laugenbehälters (4) angekoppelt
ist.
7. Waschmaschine (1) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Laugenbehälter (4) innerhalb des Gehäuses (2) oberseitig mittels Haltefedern
(11, 11a) schwingbeweglich aufgehängt ist und dass das Haltemittel (19) an oder in
der Feder (11, 11a) derart angebracht ist, dass eine Untersetzung der Bewegung des
Laugenbehälters (4) zum Magneten (9) bereitgestellt wird.
8. Waschmaschine (1) nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Haltemittel als kolbenförmiger Führungskörper (19) ausgeführt ist, der im Inneren
der Zugfeder (11) angeordnet ist, wobei der Führungskörper (19) in einem Bereich (25)
mit der Feder (11) gekoppelt ist, der näher zum gehäuseseitigen Ende (20) als zum
laugenbehälterseitigen Ende (24) der Zugfeder (11) liegt.
9. Waschmaschine (1) nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Haltefeder (11) gehäuseseitig ein gekrümmtes Ende (20) aufweist, das auf einer
gekrümmten Auflage (21) aufliegt, zur Bereitstellung von Bewegungen in verschiedenen
Dreh- und Pendelrichtungen (x, y, z) an der Auflage (21), wobei der Sensor (8) in
Richtung des Magneten (9) weisend angebracht ist.
10. Waschmaschine (1) nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Führungskörper (19) zumindest bereichweise mit der Feder (11) reibwirkend zur
Dämpfung von Eigenschwingungen der Feder (11) ausgebildet ist.
11. Waschmaschine (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Erfassungseinrichtung (7) zumindest einen weiteren Magnetfeldsensor (8a) mit
einem weiteren mit diesem Sensor (8a) in Wirkverbindung stehenden Magneten (9a) aufweist,
wobei der weitere Magnet (9a) beabstandet zu der Ankopplung des ersten Magneten (9)
an den Laugenbehälter (4) angekoppelt ist.