[0001] Die Erfindung betrifft Bürstenscheiben für Bodenreinigungsmaschinen mit einer auf
der Unterseite vorgesehenen Vielzahl von Löchern zum Einsetzen und Befestigen von
Borstenbündeln.
[0002] Derartige Bürstenscheiben sind in vielfältiger Art und Weise aus dem vorbekannten
Stand der Technik bekannt. Beispielsweise zeigt die
WO 2006/034815 A2 derartige Bürstenscheiben.
[0003] In der Praxis w die Bürstenscheiben an den Bodenreinigungsmaschinen befestigt und
rotierend angetrieben. Gleichzeitig wird in der Regel eine Reinigungsflüssigkeit,
beispielsweise Wasser, hinzugegeben, um einen besseren Reinigungseffekt zu erzielen.
In der Praxis hat sich gezeigt, dass der Reinigungsflüssigkeitsverbrauch nicht unerheblich
ist. Durch den Verbrauch von Wasser und Reinigungsmitteln entstehen Kosten. Zudem
ist die Reichweite von Bodenreinigungsmaschinen durch die Kapazität des Wasser- und
Schmutzwassertanks begrenzt.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, Bürstenscheiben bereit
zu stellen, welche einerseits einen guten Reinigungseffekt erzielen und welche zudem
den Wasserverbrauch möglichst minimieren.
[0005] Diese Aufgabe wird mit einer Bürstenscheibe gelöst, die die Merkmale des Anspruchs
1 aufweist. Eine solche Bürstenscheibe zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass
in Draufsicht auf die Unterseite der Bürstenscheibe eine Verteilung einer Vielzahl
von Löchern derart vorgesehen ist, dass die jeweils nächstliegend benachbarten Löcher
entlang einer von radial innen nach radial außen gekrümmt verlaufenden Schaufellinie
angeordnet sind.
[0006] Durch das Vorsehen von den jeweiligen Löchern entlang einer Schaufellinie kann, bei
sich drehender Bürstenscheibe, der Effekt erzielt werden, dass die Reinigungsflüssigkeit
länger unterhalb der Bürstenscheibe gehalten wird, als bei Bürstenscheiben, wie sie
gemäß dem Stand der Technik vorbekannt sind. Die Krümmung der Schaufellinie ist dabei
insbesondere lediglich in eine Richtung gekrümmt, bzw. weist keinen Vorzeichenwechsel
auf.
[0007] Vorteilhafterweise sind alle oder die Mehrzahl der Schaufellinien derart ausgebildet,
dass sie eine identische Krümmung aufweisen und/oder um lediglich einen Drehwinkel
der Bürstenscheibe versetzt angeordnet sind. Hierdurch ergibt sich eine vergleichsweise
symmetrische Verteilung von Schaufellinien, die einen gleichmäßigen Reinigungseffekt
erzielen.
[0008] Dabei können alle oder die Mehrzahl der Schaufellinien eine konstante Krümmung aufweisen,
d.h. sie verlaufen entlang eines
[0009] Kreisabschnitts, oder sie weisen eine Krümmung auf, die von radial innen nach radial
außen abnimmt. Auch ist grundsätzlich eine Krümmung denkbar, die von radial außen
nach radial innen abnimmt.
[0010] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus,
dass die Schaufellinie im radial inneren Bereich eine durch die Drehachse verlaufende
Radiallinie unter einem Winkel (α) im Bereich von 0 bis 25° und insbesondere im Bereich
von 0 bis 10° und weiter insbesondere im Bereich von 0 bis 5° schneidet. Die Schaufellinie
kann insbesondere im radial inneren Bereich wenigstens nahezu tangential in eine entsprechende
Radiallinie übergehen.
[0011] Entsprechend ist vorteilhaft, wenn die Schaufellinie im radial äußeren Bereich eine
durch die Drehachse verlaufende Radiallinie unter einem Winkel (β) von 45 bis 90°
und insbesondere unter 60 bis 90° und weiter insbesondere unter 75 bis 90° schneidet.
Vorzugsweise kann die Schaufellinie im radial äußeren Bereich eine entsprechende Radiallinie
wenigstens nahezu unter 90° schneiden.
[0012] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung ergibt sich dann, wenn eine durch die Drehachse
verlaufende Radiallinie, die das innenliegende Loch einer Schaufellinie schneidet
mit einer Radiallinie die durch die Drehachse verläuft und das radial außenliegende
Loch der selben Schaufellinie schneidet einen Winkel (γ) im Bereich von 25 bis 65°,
vorzugsweise im Bereich von 40 bis 50° und weiter vorzugsweise im Bereich von 45°
bilden. Bei einer derartigen Ausgestaltung haben sich insbesondere bei geringen Drehzahlen
der Bürstenscheibe Ergebnisse ergeben, bei welchen die Reinigungsflüssigkeit vergleichsweise
lange unterhalb der Bürstenscheibe verbleibt.
[0013] Weiter ist vorteilhaft, wenn alle oder die Mehrzahl der Schaufellinien von einer
gleichen Anzahl von Löchern gebildet werden. Hierdurch ergibt sich ein vergleichsweise
symmetrisches Bild, was zu einer gleichmäßigen Reinigung führt.
[0014] Zur vereinfachten Herstellung der Bürstenscheibe ist denkbar, dass alle oder die
Mehrzahl der vorgesehenen Löcher auf um die Drehachse verlaufenden Kreisbahnen liegen,
wobei bei allen oder der Mehrzahl der Kreisbahnen gleich viele Löcher entlang der
jeweiligen Kreisbahn vorgesehen sind.
[0015] Denkbar ist ebenfalls, dass wenigstens zwei benachbarte Schaufellinien vorgesehen
sind, wobei die Löcher dieser Schaufellinien wenigstens teilweise nicht auf den gleichen
um die Drehachse verlaufenden Kreisbahnen liegen. Die Löcher der benachbarten Schaufellinien
sind vielmehr insbesondere versetzt zueinander angeordnet. Dies hat den Vorteil, dass
bei sich drehenden Bürstenscheiben und bei stehender Bodenreinigungsmaschine dennoch
der Bereich unter der Bürstenscheibe lückenlos gereinigt wird. Unerwünschte "Kreisspuren",
die von den einzelnen, voneinander beabstandeten Kreisbahnen herrühren, werden vermieden.
[0016] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist denkbar, dass wenigstens zwei benachbarte
Schaufellinien im radial äußeren Bereich tangential ineinander übergehen und/oder
wenigstens ein gemeinsames Loch oder mehrere gemeinsame Löcher aufweisen.
[0017] Vorzugsweise sind alle Löcher, die in der Bürstenscheibe vorgesehen sind, mit identisch
ausgebildeten Borsten versehen.
[0018] Andererseits ist gemäß der Erfindung auch denkbar, dass wenigstens auf einer Extraschaufellinie
liegende Löcher mit zu in den anderen Löchern vorhandenen Borsten unterschiedlich
ausgebildeten Extraborsten versehen sind. Dabei können vorzugsweise mehrere Extraschaufellinien,
insbesondere symmetrisch verteilt, auf der Unterseite der Bürstenscheibe vorgesehen
sein. Insgesamt ergibt sich hierdurch auch ein gleichmäßiges Reinigungsbild.
[0019] Die Extraborsten als solche können insbesondere dünner ausgebildet sein und derart
dichter gefasst werden, als die Borsten, die in den anderen Löchern vorgesehen sind,
dass Reinigungsflüssigkeit, die entlang der Extraschaufellinie vorhandenen Extraborsten
schlechter passieren kann, als die entlang der anderen Schaufellinien verlaufenden
Borsten. Hierdurch wird aufgrund der in den Extraschaufellinien vorhandenen Extraborsten
ein weiterer, verbesserter Rückhalteschutz für die unter der Bürstenscheibe vorhandenen
Reinigungsflüssigkeit erzielt.
[0020] Dabei hat sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn die Löcher wenigstens zweier
benachbarter Schaufellinien mit Extraborsten versehen sind und/oder vorzugsweise einem
in Kreisrichtung geringeren Abstand als andere benachbarte Schaufellinien aufweisen
und/oder weiter vorzugsweise die Löcher dieser beiden Schaufellinien wenigstens teilweise
nicht auf den gleichen um die Drehachse verlaufenden Kreisbahnen liegen.
[0021] Hierdurch wird erreicht, dass die Löcher, welche die benachbarten Schaufellinien
bilden, versetzt zueinander angeordnet sind. Es kann damit ein gleichmäßigeres Reinigen
des Bodens gewährleistet werden.
[0022] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass entlang
einer um die Drehachse verlaufenden Bahn Extraborsten vorgesehen sind. Diese Bahn
kann insbesondere eine Kreisbahn sein. Andererseits ist denkbar, dass es sich bei
der Bahn um eine entlang einer Kreisbahn sich wellenförmig schlängelnden Linie handelt.
Aufgrund des Vorsehens einer solchen Bahn wird ein weiterer Rückhalteeffekt von Reinigungsflüssigkeit
unterhalb der Bürstenscheibe erreicht. Ferner ist denkbar, dass die Extraborsten in
Axialrichtung über die anderen Borstenenden wenigstens geringfügig überstehen. Dies
ist insbesondere dann unschädlich, wenn die Extraborsten dünner und auch weicher ausgebildet
sind, als die restlichen Borsten. Hierdurch wird ein besserer Reinigungsflüssigkeitsrückhalteffekt
erzielt. Zudem kann aufgrund dieser Borsten eine bessere Reinigung von Böden erreicht
werden, welche Furchen oder Fugen, wie sie beispielsweise bei gefliestem Boden auftreten,
erzielt werden.
[0023] Eine andere vorzugsweise Ausgestaltung der Erfindung ist derart, dass die Bürstenscheibe
entlang einer oder mehrerer Schaufellinien verlaufende Flüssigkeitsrückhaltemittel,
wie etwa Dichtlippen, aufweist. Insbesondere kann anstelle von Extraschaufellinie
mit Extraborsten eine entsprechende Schaufellinie mit vorzugsweise einer Dichtlippe
vorgesehen sein. Entsprechend den Extraschaufellinien können insbesondere mehrere
in symmetrischen Abständen angebrachte geeignete Mittel vorgesehen sein. Die axiale
Höhe der Rückhaltemittel entspricht dabei vorzugsweise der Höhe der Borsten. Rückhaltemittel
in Form von Dichtlippen können auch geringfügig unterhalb der Borstenhöhe derart verlaufend
angeordnet sein, dass sie dann zum Tragen kommen, wenn auf die Bürstenscheibe eine
vorgegebenen Kraft gegen die zu reinigenden Ebene wirkt. Die entsprechenden Mittel
können insbesondere mit einer der anderen Schaufellinien entsprechenden Krümmung versehen
sein.
[0024] Insbesondere ist vorteilhaft, wenn die Löcher im radial inneren Bereich der Bürstenscheibe
senkrecht zur Ebene der Unterseite der Bürstenscheibe verlaufen. Insbesondere im radial
äußeren Bereich kann allerdings vorgesehen sein, dass der Stellungswinkel der Löcher
in einer die Drehachse schneidenden Radialebene abnimmt. Die Neigung der Löcher kann
folglich von radial innen nach radial außen entsprechend größer werden.
[0025] Weitere Einzelheiten und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind der nachfolgenden
Beschreibung zu entnehmen, anhand derer ein in den Figuren dargestelltes Ausführungsbeispiel
der Erfindung näher beschrieben und erläutert ist.
[0026] Es zeigen:
- Figur 1
- zeigt eine Draufsicht auf die Unterseite einer erfindungsgemäßen Bürstenscheibe;
- Figur 2
- eine Seitenansicht der Bürstenscheibe gemäß Figur 1,
- Figur 3
- einen Ausschnitt der Bürstenscheibe gemäß Figur 1 ohne Borsten;
- Figur 4
- eine Tabelle hinsichtlich der Lochverteilung.
[0027] In den Figuren 1 bis 3 ist eine Bürstenscheibe 10 für nicht dargestellte Bodenreinigungsmaschinen
gezeigt, welche in Betrieb um die Drehachse 12 in Richtung des Pfeils 13 gedreht wird.
Die Bürstenscheibe 10 ist, wie insbesondere aus Figur 2 deutlich wird, scheibenartig
ausgebildet und weist einen äußeren, um eine Drehachse 12 entlang einer Kreisbahn
verlaufenden Rand 14 auf. Ferner ist bei der in den Figuren gezeigten Bürstenscheiben
ein radial innenliegender, ebenfalls um die Drehachse 12 verlaufender Innenrand 16
vorgesehen.
[0028] Bei den Figuren 1 und 2 sind auf der Bürstenscheibe 10 eine Vielzahl von Borsten
vorgesehen, welche auf der Unterseite der Bürstenscheibe vorgesehene Löcher 18 eingesetzt
und dort befestigt sind. In jedem Loch 18 ist folglich ein Borstenbüschel 20, wie
insbesondere aus Figur 1 und 2 deutlich wird, vorhanden.
[0029] Das besondere bei der in den Figuren dargestellten Bürstenscheibe 10 ist, dass in
Draufsicht auf die Unterseite der Bürstenscheibe eine Verteilung der Mehrzahl der
Löcher 18 derart vorgesehen ist, dass die jeweils nächstliegend benachbarten Löcher
18.1, 18.2,..., 18.18 jeweils entlang einer von radial innen nach radial außen gekrümmten
Schaufellinie 22 angeordnet sind. Sämtliche Schaufellinien 22 sind ohne Vorzeichen
wechselgekrümmt.
[0030] Wie insbesondere aus Figur 1 deutlich wird, sind zwei unterschiedliche Arten von
Schaufellinien vorgesehen. Bei der Mehrzahl der Schaufellinien handelt es sich um
die Schaufellinien 22, die - wie aus Figur 3 deutlich wird - einen vergleichsweise
großen Abstand zueinander aufweisen. Ferner sind Extraschaufellinien 24 vorgesehen,
deren Löcher dichter beieinander liegen.
[0031] Die Schaufellinien 22, 24 sind dabei derart gewählt, dass ihre radial äußeren Enden
tendenziell in Drehrichtung der Bürstenscheibe zeigen.
[0032] Bei dem in den Figuren gezeigten Ausführungsbeispiel werden die Löcher 18 der Extraschaufellinien
24 mit anderen Borsten, nämlich mit weicheren und dichter gesetzten Borsten besetzt
als die Löcher 18 der restlichen Schaufellinien 22.
[0033] Insgesamt wird durch die Anordnung der Löcher, und damit der Borstenbüschel 20, entlang
der Schaufellinien 22, 24 Vorteile erzielt. Insbesondere wird Reinigungsflüssigkeit,
die sich unterhalb der Bürstenscheibe befindet, in dessen Betrieb länger unterhalb
der Bürstenscheibe gehalten. Insofern kann der Reinigungsflüssigkeitsverbrauch mit
einer in den Figuren dargestellten Bürstenscheibe 10 erheblich gesenkt werden im Vergleich
zu Bürstenscheiben, deren Löcher bzw. Borstenbüschel entlang von Radiallinien angeordnet
sind.
[0034] Die einzelnen Schaufellinien 22 weisen jeweils eine identische Krümmung auf und sind
lediglich um einen Drehwinkel versetzt. Wie insbesondere aus Figur 3 deutlich wird,
verändert sich die Krümmung der Schaufellinien 22 und auch der erste Schaufellinien
24 von radial innen nach radial außen.
[0035] Die Schaufellinien 22, 24 schneiden im radialinneren Bereich eine durch die Drehachsen
verlaufende Radiallinie r
1 unter einem spitzen Winkel α. Ein solcher Winkel α ist in Figur 3 eingezeichnet.
[0036] Auf der radial außen liegenden Seite schneiden die Schaufellinien 22 und 24 eine
durch die Drehachse verlaufende Radiallinie r
2 unter einem Winkel β, der im Bereich von 70° liegt.
[0037] Aus Figur 3 wird ferner deutlich, dass eine erste Radiallinie r
3, welche das radial innen liegende Loch einer Schaufellinie 22 schneidet, einen Winkel
γ mit einer zweiten Radiallinie r
4 bildet, welche durch das radial außenliegende Loch der selben Schaufellinie 22 verläuft,
wobei der Winkel γ im Bereich von cirka 40° liegt.
[0038] Bei der Bürstenscheibe weisen sämtliche Schaufellinien 22 die gleiche Anzahl von
Löchern, nämlich 18 Löcher auf. Die Anzahl der Löcher kann dabei selbstverständlich
je nach Größe und Anwendung der Scheibe unterschiedlich sein.
[0039] Die eine Extraschaufellinie 24.1 weist gem. Fig. 1 ebenfalls 18 Löcher auf. Die andere
Schaufellinie 24.2 weist lediglich 16 Löcher auf, die nicht auf den gleichen Kreisbahnen
der Löcher der ersten Extraschaufellinie 24.1 liegen, sondern welche auf Kreisbahnen
liegen, welche zwischen den Kreisbahnen der Löcher der Schaufellinie 24.1 verlaufen.
Insofern sind die Löcher der beiden Extraschaufellinien 24.1 und 24.2 versetzt zueinander
angeordnet. Ferner ist denkbar, eine dritte, ebenfalls versetzte Extraschaufellinie
vorzusehen.
[0040] Was insbesondere aus Figur 1 deutlich wird, sind insgesamt 5 Paarungen von Extraschaufellinien
24.1 und 24.2 vorgesehen. Dabei sind die Löcher der Extraschaufellinien 24.1 jeweils
versetzt zu den Löchern der Extraschaufellinien 24.2 angeordnet.
[0041] Vorteilhafterweise sind die Borstenbüschel auf den Extraschaufellinien derart ausgebildet,
dass sie in axialer Richtung geringfügig über die restlichen Borstenbüschel 20 überstehen.
Um einen verbesserten Reinigungseffekt zu erzielen und zudem möglichst lange Reinigungsflüssigkeit
unterhalb der Bürstenscheibe zu halten, ist je nach Anwendungsfall denkbar, dass die
freien Enden der Extraborsten, d.h. der Borstenbüschel auf den Extraschaufellinien,
gespleist ausgebildet sind.
[0042] Wie aus Figur 4, erste Zeile, deutlich wird, sind bei der in der Figur gezeigten
Ausführungsform insgesamt 34 um die Drehachse vorgesehene Kreisbahnen mit den Reihennummern
1 bis 34 vorgesehen. Die Nummern sind in Figur 3 beispielhaft in den Extraschaufellinien
24.1 und 24.2 dargestellt. In der nächsten Zeile der Figur 4 ist der Reihendurchmesser
der entsprechenden Reihe, beispielsweise in mm, dargestellt. Ferner ist in der nächsten
Zeile angegeben, wie viele Bündel insgesamt in der jeweiligen Reihe vorgesehen sind.
Daraus wird deutlich, dass bis zur Reihe 25 in den jeweils geraden Reihen lediglich
5 Borstenbündel und ab Reihe 27 in den ungeraden Reihennummern ebenfalls lediglich
5 Borstenbüschel vorgesehen sind. Die Löcher dieser Reihennummer bilden die Löcher
der Extraschaufellinie 24.2. Die Löcher der Extraschaufellinie 24.1 liegen auf den
gleichen Reihen wie die restlichen Löcher.
[0043] In der vorletzten Zeile der Figur 4 ist angegeben, unter welchem Stellungswinkel
die Löcher hinsichtlich einer Radialebene gebohrt sind. Daraus wird deutlich, dass
insbesondere die innenliegenden Löcher einen Stellungswinkel von 0° aufweisen. Die
radial außenliegenden Löcher der Reihen 1 und 3 weisen den maximalen Stellungswinkel
40 in nach radial außen gewandter Richtung auf.
[0044] In der letzten Zeile der Figur 4 ist schließlich noch der Drehwinkel angegeben, in
welchen sich die einzelnen Reihen 1 bis 34, ausgehend von Reihe 34, befinden.
[0045] Erfindungsgemäß ist denkbar, dass anstelle der Löcher der Schaufellinie 24.2 eine
entlang der Schaufellinie 24.2 verlaufende Gummilippe vorgesehen wird. Auch eine derartige
Dichtlippe trägt dazu bei, dass Reinigungsflüssigkeit länger unter der Bürstenscheibe
gehalten wird. Gemäß der Erfindung können zudem beliebig anders ausgebildete, weitere
Einrichtungen vorgesehen sein, welche entlang einer Schaufellinie verlaufend dazu
geeignet sind, dass Reinigungsflüssigkeit unterhalb der Bürstenscheibe länger verbleibt.
1. Bürstenscheibe (10) für Bodenreinigungsmaschinen mit einer auf der Unterseite des
Tellers (10) vorgesehenen Vielzahl von Löchern (18) zum Einsetzen und Befestigen von
Borstenbüscheln (20) , dadurch gekennzeichnet, dass in Draufsicht auf die Unterseite der Bürstenscheibe (10) eine Verteilung einer Vielzahl
von Löchern (18) derart vorgesehen ist, dass die jeweils nächstliegend benachbarten
Löcher (18.1,... 18;18) jeweils entlang einer von radial innen nach radial außen gekrümmt
verlaufenden Schaufellinie (22, 24) angeordnet sind.
2. Bürstenscheibe (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass alle oder die Mehrzahl der Schaufellinien (22, 24) eine identische Krümmung aufweisen
und/oder um lediglich einen Drehwinkel der Bürstenscheibe (10) versetzt angeordnet
sind.
3. Bürstenscheibe (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass alle oder die Mehrzahl der Schaufellinien (22, 24) eine konstante Krümmung aufweisen
oder eine Krümmung aufweisen, die sich von radial innen nach radial außen verändert
und vorzugsweise abnimmt.
4. Bürstenscheibe (10) nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaufellinien (22, 24) im radial inneren Bereich eine durch die Drehachse (12)
verlaufende Radiallinie unter einem Winkel (α) im Bereich von 0 bis 25° und insbesondere
im Bereich von 0 bis 10° und weiter insbesondere im Bereich von 0° bis 5° schneiden.
5. Bürstenscheibe (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaufellinien (22, 24) im radial äußeren Bereich eine durch die Drehachse verlaufende
Radiallinie unter einem Winkel (β) im Bereich von 30° bis 90° und insbesondere im
Bereich von 60° bis 90° und weiter insbesondere im Bereich von 75° bis 90° schneiden.
6. Bürstenscheibe (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine durch die Drehachse (12) verlaufende und das radial innen liegende Loch einer
Schaufellinie (22, 24) schneidende erste Radiallinie und eine durch die Drehasche
verlaufende und das radial außen liegende Loch der gleichen Schaufellinie (22, 24)
schneidende zweite Radiallinie einen Winkel (γ) im Bereich von 25° bis 65°, vorzugsweise
im Bereich von 40° bis 50° und weiter vorzugsweise im Bereich von 45° schneidet.
7. Bürstenscheibe (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass alle oder die Mehrzahl der Schaufellinien (22, 24) von einer gleichen Anzahl von
Löchern gebildet wird.
8. Bürstenscheibe (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass alle oder die Mehrzahl der vorgesehenen Löcher (18) auf um die Drehachse verlaufenden
Kreisbahnen liegen, wobei bei allen oder der Mehrzahl der Kreisbahnen gleich viele
Löcher entlang der jeweiligen Kreisbahn vorgesehen sind.
9. Bürstenscheibe (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei benachbarte Schaufellinien (24.1., 24.2) vorgesehen sind, wobei die
Löcher dieser beiden Schaufellinien wenigstens teilweise nicht auf den gleichen um
die Drehachse verlaufenden Kreisbahnen liegen.
10. Bürstenscheibe (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei benachbarte Schaufellinie im radial äußeren Bereich tangential ineinander
übergehen und/oder wenigstens ein gemeinsames Loch oder mehrere gemeinsame Löcher
aufweisen.
11. Bürstenscheibe (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass alle Löcher mit identisch ausgebildeten Borsten versehen sind.
12. Bürstenscheibe (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens auf einer Extraschaufellinie (24) liegende Löcher mit zu in anderen Löchern
vorhandenen Borsten unterschiedlich ausgebildeten Extraborsten (26) versehen sind.
13. Bürstenscheibe (10) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Extraborsten dünner ausgebildet sind und derart dichter gefasst werden als die
Borsten, die in den anderen Löchern vorgesehen sind, dass Reinigungsflüssigkeit die
entlang der Extraschaufellinie (24.1, 24.2) vorhandenen Extraborsten schlechter passieren
kann als die entlang der anderen Schaufellinien (22) verlaufenden Borsten.
14. Bürstenscheibe (10) nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Löcher mindestens zweier benachbarter Schaufellinien (24.1 und 24.2) mit Extraborsten
versehen sind und/oder vorzugsweise einen in Kreisbahnrichtung geringeren Abstand
als andere benachbarte Schaufellinien (22) aufweisen und/oder weiter vorzugsweise
die Löcher dieser beiden Schaufellinien wenigstens teilweise nicht auf den gleichen
um die Drehachse (12) verlaufenden Kreisbahnen liegen.
15. Bürstenscheibe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass entlang einer um die Drehachse verlaufenden Bahn Extraborsten vorgesehen sind.
16. Bürstenscheibe (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bürstenscheibe (10) entlang einer oder mehrerer Schaufellinien verlaufende Flüssigkeitsrückhaltemittel,
vorzugsweise Dichtlippen, aufweist.