[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Sortieren von verschiedenartigen
Gegenständen, insbesondere von flachen Postsendungen, nach einem vorgegebenen Merkmal.
[0002] Ein Verfahren mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 und eine Vorrichtung
mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 sind aus
DE 10 2006 029 723 B3 bekannt.
[0003] In
DE 10 2006 029 723 B3 werden ein Verfahren und eine Vorrichtung beschrieben, um große Postsendungen mit
kleineren Postsendungen zusammenzuführen. Die großen Postsendungen sind manuell verarbeitbar,
die kleineren Postsendungen wurden zuvor von einer Sortieranlage in eine Reihenfolge
gebracht. Die jeweilige Zieladresse jeder kleineren Postsendung wurde ermittelt, und
die kleineren Postsendungen wurden automatisch gemäß einer Gangfolge unter den möglichen
Zieladressen sortiert. Nach dem Sortieren werden mehrere Bereiche von Postsendungen
für jeweils einen Abschnitt dieser Gangfolge gebildet. In diese Abfolge von vorsortierten
kleineren Postsendungen werden die größeren Postsendungen an die jeweils richtige
Stelle eingefügt. Um das Einsortieren der großen Postsendungen zu erleichtern, werden
zusammen mit den kleineren Postsendungen Trennkarten sortiert, z. B. eine Trennkarte
pro Routenabschnitt. Diese Trennkarte zeigt den Beginn des Routenabschnitts an.
[0004] In
US 20060283784 A1 wird vorgeschlagen, Postsendungen oder andere Gegenstände zunächst vorzusortieren,
z. B. auf verschiedene Gegenstands-Klassen, die durch die Abmessungen der Postsendungen
definiert sind. Eine Sortieranlage für die erste Klasse ("letters", also Standardbriefe)
sortiert die Postsendungen dieser Klasse gemäß einer vorgegebenen Zielpunkte-Reihenfolge.
Die Postsendungen der zweiten Klasse ("flats", also Großbriefe) werden ebenfalls sortiert
und hierbei mit den Postsendungen der ersten Klasse vermischt. In einer Ausführungsform
werden die Postsendungen der ersten Klasse in zwei Sortierläufen ("two-pass sorting")
sortiert. Für die Postsendungen der zweiten Klasse wird ein erster Sortierlauf durchgeführt.
In einem zweiten Sortierlauf werden sortierte Teilstapel von Standardbriefen mit den
Großbriefen vermischt. Hierbei werden die Teilstapel zwischen einen Strom von Großbriefen
eingeschleust.
[0005] In
EP 1093402 B1 werden ein Verfahren und eine Vorrichtung beschrieben, um mehrere Stapel von Postsendungen
zu einem Gesamtstapel zusammenzuführen. Die Postsendungen jedes Stapels wurden vor
dem Zusammenführen bereits gemäß den Zielpunkt-Angaben auf den Postsendungen und einer
vorgegebenen Reihenfolge unter Zielpunkten sortiert. Der Gesamtstapel wird dadurch
gebildet, dass die Postsendungen auf einem Transportstrang gemäß einer bestimmten
Vorgehensweise abgelegt werden.
[0006] In
DE 10342804 B3 werden ebenfalls Postsendungen aus verschiedenen Stapeln zu einem Gesamtstapel pro
Zielpunkt zusammengefügt. Die Gesamtstapel werden auf einem Förderband gebildet, das
in Abschnitten unterteilt ist, wobei jeder Abschnitt einem Zielpunkt zugeordnet ist.
Zunächst werden größere Postsendungen gemäß ihren Zielpunkten auf die Abschnitte verteilt,
so dass die Postsendungen waagrecht im jeweiligen Abschnitt auf dem Förderband liegen.
Oberhalb des Förderbands befindet sich eine Transportbahn mit Behältern, die relativ
zum Förderband bewegt wird. Kleinere Postsendungen für einen Zielpunkt befinden sich
im jeweiligen Behälter. Der Behälter wird über den jeweiligen Abschnitt gefahren und
dort entleert.
[0007] In
US 5,347,790 wird ein "automatic sweeping device" für Postsendungen beschrieben. Die Vorrichtung
besitzt drei Trennelemente ("plates 35, 36, 37"). Diese Trennelemente 35, 36, 37 lassen
sich linear hin- und herbewegen. In einer Eingriffs-Position greift ein Trennelement
von der Seite in einen Stapel von Postsendungen ein. Dieser Stapel besteht aus Postsendungen,
die aufrecht auf einer Unterlage stehen. Der Stapel lässt sich an einem Trennelement
in einer FreigabePosition vorbei bewegen. Die Vorrichtung verbringt einen Teilstapel
dieses Stapels in einen Behälter, der unter der Unterlage steht. Der Teilstapel fällt
durch eine Öffnung, die zum richtigen Zeitpunkt geöffnet wird, von oben in den Behälter.
Hierzu fährt ein Teilelement in den Stapel ein und erzeugt dadurch einen Teilstapel.
Dieses Trennelement wird auf ein zweites Trennelement zu bewegt, so dass diese beiden
Trennelemente den Teilstapel definieren und zwischen sich zusammendrücken und durch
ihre Bewegung den Teilstapel über die Öffnung verbringen. Zwei Türflügel in der Öffnung
werden kurzzeitig geöffnet, so dass der Teilstapel hinabfallen kann.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren mit den Merkmalen des Oberbegriffs
des Anspruchs 1 und eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs
8 bereitzustellen, durch die vermieden wird, dass ein flacher Gegenstand beim Einfügen
beschädigt wird.
[0009] Die Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und eine Vorrichtung
mit den Merkmalen des Anspruchs 8 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den
Unteransprüchen angegeben.
[0010] Das lösungsgemäße Verfahren und die lösungsgemäße Vorrichtung sind dazu ausgestaltet,
Gegenstände nach einem vorgegebenen Merkmal zu sortieren.
[0011] Vorgegeben wird das Merkmal, nach dem zu sortieren ist. Der Wertebereich dieses Merkmals
umfasst diskrete Werte oder wird in diskrete Werte zerlegt. Unter diesen möglichen
Werten des Sortier-Merkmals wird eine Merkmalswerte-Reihenfolge vorgegeben.
[0012] Mehrere Trennelemente und ein Handhabungsautomat werden verwendet.
[0013] Für jeden zu sortierenden Gegenstand wird gemessen, welchen Wert das Merkmal für
diesen Gegenstand annimmt.
[0014] Mindestens eine Sequenz, also eine Abfolge von Gegenständen wird gebildet. Diese
mindestens eine Sequenz wird dergestalt gebildet, dass
- jede Sequenz aus einer Abfolge von Teilsequenzen besteht,
- alle Gegenstände einer Teilsequenz den gleichen Merkmalswert aufweisen und
- die Reihenfolge der Teilsequenzen in der Sequenz der vorgegebenen Merkmalswerte-Reihenfolge
entspricht.
[0015] Wenn eine Sequenz drei verschiedene Teilsequenzen umfasst, befindet sich mindestens
eine Teilsequenz im Inneren der Sequenz, d. h. diese Teilsequenz wird auf beiden Seiten
von je einer anderen Teilsequenz begrenzt. In mindestens eine Sequenz mit drei verschiedenen
Teilsequenzen fügt der Handhabungsautomat mehrere Trennelemente ein. Die Teilsequenzen
dieser Sequenz werden unter Verwendung der Trennelemente dergestalt erzeugt, dass
folgendes bewirkt wird:
- Jede Teilsequenz im Inneren der Sequenz grenzt an ein Paar mit mindestens zwei Trennelementen
an, so dass ein Trennelement des Trennelemente-Paares unmittelbar an die Teilsequenz
angrenzt.
- Das Trennelemente-Paar trennt diese Teilsequenz von einer benachbarten Teilsequenz
der Sequenz.
[0016] Um weitere Gegenstände in diese bereits gebildete Sequenz von Gegenständen einzufügen,
wird wiederholt ein Einfügungsschritt durchgeführt. In jedem Einfügungsschritt fügt
der Handhabungsautomat jeweils mindestens einen Gegenstand in eine Sequenz ein. Den
Gegenstand fügt der Handhabungsautomat hierbei dergestalt in die Sequenz ein, dass
eine Teilsequenz der Sequenz, deren Gegenstände alle den gleichen Merkmalswert wie
der einzufügende Gegenstand aufweisen, um den einzufügenden Gegenstand ergänzt wird.
[0017] Der Einfügungsschritt wird dergestalt durchgeführt, dass sich nach dem Einfügungsschritt
zwischen den Trennelementen des Trennelemente-Paares kein Gegenstand befindet.
[0018] Wenn der Einfügungsschritt bewirkt, dass eine Teilsequenz im Inneren einer Sequenz
um einen Gegenstand ergänzt wird, so umfasst dieser Einfügungsschritt folgende Schritte:
- Ein Trennelemente-Paar wird ermittelt, das an diese Teilsequenz angrenzt und diese
Teilsequenz von einer angrenzenden Teilsequenz trennt.
- Der Handhabungsautomat fügt den Gegenstand zwischen zwei Trennelemente des ermittelten
Trennelemente-Paares ein.
Diese Einfügungsschritte werden durchgeführt, bis jeder zu sortierende Gegenstand
in eine Sequenz eingefügt worden ist.
[0019] Dank der Trennelemente wird verhindert, dass ein Gegenstand direkt zwischen zwei
andere, bereits sortierte Gegenstände eingefügt werden muss. Durch eine solche direkte
Einfügung könnte ein Gegenstand geknickt oder sonst wie beschädigt werden. Außerdem
könnten Gegenstände aneinander haften. Vielmehr wird ein Gegenstand zwischen zwei
Trennelemente eingefügt. Durch geeignete Ausgestaltung der Trennelemente wird erreicht,
dass eine Beschädigung vermieden wird.
[0020] Dank der Trennelemente ist es möglich, auch flache biegsame Gegenstände in eine Reihenfolge
zu bringen, ohne sie zu beschädigen, beispielsweise flache Postsendungen, Geldscheine,
Lebensmittel, Bücher etc.
[0021] Dank der Erfindung wird es ermöglicht, einen Gegenstand ein eine richtige Stelle
in die Abfolge von bereits sortierten Gegenständen einzufügen, wobei "richtig" sich
auf die vorgegebene Merkmalswerte-Reihenfolge bezieht. Jeder Gegenstand wird an einem
Ende einer Teilsequenz mit Gegenständen gleicher Merkmalswerte eingefügt.
[0022] In einer bevorzugten Ausgestaltung umfasst mindestens ein Einfügungsschritt, bei
dem eine Teilsequenz im Inneren der Sequenz um einen Gegenstand ergänzt wird, folgende
Schritte:
Ein Trennelemente-Paar wird ermittelt, das an diese Teilsequenz angrenzt und diese
Teilsequenz von einer angrenzenden Teilsequenz trennt.
[0023] Der Handhabungsautomat fügt ein weiteres Trennelement zwischen zwei Trennelemente
des ermittelten Trennelemente-Paares ein.
[0024] Der Gegenstand sowie das weitere Trennelement werden vom Handhabungsautomaten dergestalt
eingefügt, dass sich nach dem Einfügen des Gegenstands und des weiteren Trennelements
- der Gegenstand zwischen dem weiteren Trennelement und demjenigen Trennelement des
ermittelten Trennelemente-Paares befindet, das an die Teilsequenz unmittelbar angrenzt
und
- das weitere Trennelement sich zwischen zwei Trennelementen des ermittelten Trennelemente-Paares
befindet.
[0025] Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels beschrieben. Dabei
zeigen:
- Fig. 1
- schematisch die Zusammenführ-Sortieranlage des Aus- führungsbeispiels von oben;
- Fig. 2
- einen Stapel in einer Ausgabeeinheit vor Einfügen einer zusätzlichen Postsendung;
- Fig. 3
- den Stapel von Fig. 2 mit einem eingefügten zusätz- lichen Trennelement;
- Fig. 4
- den Stapel von Fig. 3 mit einer eingefügten zusätz- lichen Postsendung;
- Fig. 5
- den Stapel von Fig. 4 nach Entfernen eines Trennele- ments;
[0026] Im Ausführungsbeispiel sind die zu sortierenden flachen Gegenstände Postsendungen,
also Standardbriefe, Großbriefe, Kataloge, Postkarten etc. Jede Postsendung erstreckt
sich in einer Gegenstandsebene.
[0027] Jede zu sortierende Postsendung ist an jeweils einen Zielpunkt zu transportieren.
Alle diese Zielpunkte liegen in einem vorgegebenen Gebiet, das z. B. zum Einzugsgebiet
eines Sortierzentrums gehört. Im Ausführungsbeispiel ist das Gebiet in disjunkte Teilgebiete
unterteilt, d. h. jeder mögliche Zielpunkt gehört zu genau einem Teilgebiet. Jedes
Teilgebiet ist einem Zusteller zugeordnet.
[0028] Jede Postsendung ist mit Angaben zu demjenigen Zielpunkt versehen, an den diese Postsendung
zu transportieren ist. Diese Zielpunkt-Angaben fungieren im Ausführungsbeispiel als
die Merkmalswerte, nach denen die Gegenstände zu sortieren sind. Möglich ist natürlich,
dass eine Vorausverfügung ("endorsement") vorliegt und die Postsendung gemäß dieser
Vorausverfügung zu transportieren ist.
[0029] Für jedes Teilgebiet wird jeweils eine Zielpunkte-Reihenfolge vorgegeben. Jede Zielpunkte-Reihenfolge
("delivery sequence") ist durch die Gangfolge vorgegeben, in der der Zusteller die
Zielpunkte des ihm zugeordneten Teilgebiets aufsucht, um die Postsendungen auszutragen
und an den jeweiligen Zielpunkten einzuwerfen oder abzugeben. Die Zielpunkt-Reihenfolge
ist die vorgegebene Merkmalswerte-Reihenfolge.
[0030] Eine Sortieranlage soll alle Postsendungen für Zieladressen in dem Gebiet dergestalt
sortieren, dass alle Postsendungen gemäß den Zielpunkte-Reihenfolgen für die Teilgebiete
sortiert sind, und dies für alle Formate von Postsendungen. Die Postsendungen für
ein Teilgebiet sollen nach dem Sortieren in einen oder mehrere Transportbehälter verbracht
werden und in diesen Transportbehältern sortiert zum jeweiligen Zustell-Postamt transportiert
werden. Dort erhält ein Zusteller die Postsendungen für sein Teilgebiet. Der Zusteller
braucht die Postsendungen nicht mehr zu sortieren, weil die Postsendungen in den Behältern
so liegen, dass sie gemäß der Gangfolge sortiert sind.
[0031] Die Postsendungen variieren erheblich in ihren Abmessungen. Im Ausführungsbeispiel
werden daher mindestens zwei Klassen von Postsendungen unterschieden. Eine erste Klasse
von Postsendungen enthält die Standardbriefe, also die Postsendungen, deren Breite,
Höhe und Dicke in vorgegebenen Wertebereichen liegen. Eine zweite Klasse enthält jede
Postsendung mit einer Abmessung, die außerhalb des jeweils vorgegebenen Wertebereichs
liegt, also lange oder dicke Postsendungen.
[0032] Zunächst werden die Postsendungen gemäß ihren Abmessungen auf die mindestens zwei
vorgegebenen Klassen aufgeteilt. Hierfür wird bevorzugt eine Formattrenn-Einrichtung
eingesetzt, z. B. eine Trommel mit unterschiedlich breiten Lamellen oder eine Einrichtung
mit unterschiedlich breiten Schlitzen. Derartige Einrichtungen sind
DE 10148226 C1,
DE 10141375 C1 und
DE 10223349 B4 bekannt. Möglich ist auch, dass ein Großeinlieferer Postsendung von vornherein nach
Klassen sortiert einliefert, z. B. um Transportentgelte zu sparen.
[0033] In einem nachfolgenden ersten Sortierlauf werden anschließend die Postsendungen einer
Klasse getrennt von den Postsendungen der anderen Klassen sortiert. Eine erste Sortieranlage
sortiert die Postsendungen der ersten Klasse, also die Standardbriefe. Die erste Sortieranlage
ist auf einen hohen Durchsatz hin optimiert und vermag daher Standardbriefe rasch
zu sortieren. Eine zweite Sortieranlage sortiert die Postsendungen der zweiten Klasse,
also die Großbriefe, Kataloge etc. Die zweite Sortieranlage ist dafür optimiert, Postsendungen
unterschiedlicher Abmessungen rasch verarbeiten zu können. Derartige Sortieranlage
sind z. B. aus
WO 2006100594 A1,
WO 2006100601 A1 und
WO 2006100592 A1 bekannt. Eine einzige Sortieranlage für beide Klassen von Postsendungen würde einen
geringeren Durchsatz erzielen als die beiden Sortieranlagen, die für ihre jeweilige
Aufgabe optimiert sind. Der erste Sortierlauf wird sowohl von der ersten Sortieranlage
als auch von der zweiten Sortieranlage durchgeführt.
[0034] Eine dritte Sortieranlage, im Folgenden als "Zusammenführ-Sortieranlage" bezeichnet,
sortiert die Postsendungen beider Klassen in einem nachfolgenden zweiten Sortierlauf
und stellt die vorgegebenen Zielpunkte-Reihenfolgen unter diesen Postsendungen her.
Diese Zusammenführ-Sortieranlage ist für das Gebiet zuständig, in das die Postsendungen
zu transportierten sind.
[0035] Fig. 1 zeigt schematisch die Zusammenführ-Sortieranlage des Ausführungsbeispiels
von oben. Diese Sortieranlage umfasst folgende Bestandteile:
- jeweils mindestens eine Zuführeinrichtung ("feeder") mit einem Vereinzeler 20.1, 20.2
pro Klasse von Postsendungen,
- eine Transporteinrichtung 21,
- eine Leseeinrichtung 22,
- eine Ausschleusvorrichtung 23,
- eine Anordnung mit einer Vielzahl von Ausgabeeinrichtungen 2.1, 2.2, ...
- eine Fördereinrichtung 1 mit einem Endlos-Förderband 11,
- eine Positioniereinrichtung und
- eine Maschinensteuerung 24.
[0036] In der schematischen Darstellung von Fig. 1 vereinzelt der Vereinzeler 20.1 die Standardbriefe
und der Vereinzeler 20.2 die Großbriefe.
[0037] Jede Zuführeinrichtung für eine Klasse ist dazu ausgestaltet, dass nacheinander Stapel
von Postsendungen dieser Klasse der Zuführeinrichtung zugeführt werden und die Zuführeinrichtung
die zugeführten Postsendungen vereinzelt, so dass ein Strom von zueinander beabstandeten
Postsendungen einer Klasse gebildet wird. Die Zuführeinrichtung für die erste Klasse
von Postsendungen (Standardbriefe) hat im Ausführungsbeispiel einen höheren Durchsatz
als die Zuführeinrichtung für die zweite Klasse (Großbriefe). Dafür sind in der Regel
deutlich mehr Standardbriefe als Großbriefe zu sortieren.
[0038] Im Beispiel der Fig. 1 transportiert das Endlos-Förderband 26.1 Standardbriefe zum
Vereinzeler 20.1, und das Endlos-Förderband 26.2 transportiert Großbriefe zum Vereinzeler
20.2.
[0039] Die Transporteinrichtung 21 transportiert die Abfolge von zueinander beabstandeten
und aufrecht stehenden Postsendungen durch die Sortieranlage. Vorzugsweise umfasst
die Transporteinrichtung 21 ein System von mehreren vertikal angeordneten Endlos-Förderbändern,
von denen jeweils zwei eine Postsendung zeitweise zwischen sich einklemmen. Möglich
ist, dass eine Postsendung von zwei Förderbändern gewendet wird.
[0040] Während des Transports passieren die Postsendungen die Leseeinrichtung 22. Die Leseeinrichtung
22 erzeugt jeweils ein digitales Abbild von derjenigen Seite einer Postsendung, auf
der die Angaben zur Zustelladresse aufgebracht sind. Die Leseeinrichtung 22 wertet
dieses Abbild aus und versucht zunächst, automatisch die Zustelladresse zu entziffern,
z. B. per "Optical Character Recognition" (OCR) oder per "bar code reading". Gelingt
dies nicht, so wird das Abbild auf einem Bildschirm einer Videocodierstation dargestellt.
Ein Bearbeiter liest die Zustelladresse und gibt diese in eine Tastatur o. ä. ein.
[0041] Die Maschinensteuerung 24 wertet einen rechnerverfügbaren Sortierplan SP aus. Dieser
Sortierplan SP ordnet jeder möglichen Zustelladresse einer Postsendung jeweils eine
Ausgabeeinrichtung zu. Dadurch legt der Sortierplan SP fest, Postsendungen mit welchen
Zustelladressen in welche Ausgabeeinrichtung auszuschleusen sind. Im Ausführungsbeispiel
gibt es erheblich mehr mögliche Zustelladressen als Ausgabeeinrichtungen, so dass
der Sortierplan SP einer Ausgabeeinrichtung 2.1, 2.2, ... in der Regel mehrere Zustelladressen
zuordnet. Möglich ist, dass der Sortierplan SP einzelne Ausgabeeinrichtungen für jeweils
nur eine einzige Zustelladresse reserviert, weil an diese Zustelladresse viele Postsendungen
gerichtet sind.
[0042] Die Transporteinrichtung 21 transportiert die Postsendung weiter zur Ausschleusvorrichtung
23. Diese Ausschleusvorrichtung 23 umfasst bevorzugt eine Abfolge von Weichen, nämlich
jeweils mindestens eine Weiche pro Ausgabeeinrichtung 2.1, 2.2, .... Jeweils ein Ausschleusungspfad
verbindet den Transportpfad mit der Ausgabeeinrichtung. Die Weiche lenkt wahlweise
eine Postsendung in den Ausschleusungspfad um oder belässt die Postsendung im Transportpfad.
[0043] Gemessen wird die tatsächliche Transportgeschwindigkeit jedes Transportpfads. Die
Maschinensteuerung 24 "weiß" daher, zu welchem Zeitpunkt sich jede Postsendung an
welcher Stelle in der Transporteinrichtung 21 befindet. Außerdem "kennt" die Maschinensteuerung
24 die jeweilige Zustelladresse jeder Postsendung, nachdem die Leseeinrichtung 22
diese Zustelladresse entziffert hat. Die Maschinensteuerung 24 steuert diejenige Weiche
an, die den Transportpfad mit demjenigen Ausschleusungspfad verbindet, der zu derjenigen
Ausgabeeinrichtung führt, in die die Postsendung gemäß der gelesenen Zustelladresse
und dem Sortierplan SP auszuschleusen ist. Die Postsendung wird mittels der Weiche
aus dem Transportpfad ausgeschleust und auf dem Ausschleusungspfad zur Ausgabeeinrichtung
transportiert.
[0044] Die Vielzahl von Ausgabeeinrichtungen 2.1, 2.2, ... sind - gesehen in eine Längsrichtung
L - hintereinander angeordnet. Im Ausführungsbeispiel zeigt die Längsrichtung L von
der Zuführeinrichtung weg. Möglich ist, dass die Ausgabeeinrichtungen 2.1, 2.2, ...
in mehreren Reihen angebracht sind und die Reihen senkrecht oder schräg übereinander
angeordnet sind. Jede Reihe erstreckt sich entlang der Längsrichtung L.
[0045] Auch die Fördereinrichtung 1 erstreckt sich entlang der Längsrichtung L. Das Endlos-Förderband
11 transportiert Postsendungen aus den Ausgabeeinheiten 2.1, 2.2, ... entweder in
die Transportrichtung T zum Endlos-Förderband 26.1, damit die Postsendungen in einem
zweiten Sortierlauf erneut die Zusammenführ-Sortieranlage durchlaufen können, oder
in die entgegengesetzte Richtung. Eine Stützeinrichtung 10 verhindert, dass Postsendungen
vom Förderband 11 fallen können.
[0046] In einer Ausführungsform umfasst jede Ausgabeeinheit eine Auflagefläche und eine
Koppelstelle zum zeitweisen Ankoppeln von jeweils einem Transportbehälter. Ein Transportbehälter
wird in definierter Position mit der Ausgabeeinheit verbinden, wird von der Sortieranlage
automatisch mit sortierten Postsendungen befüllt und wird nach dem Befüllen wieder
von der Ausgabeeinheit getrennt und abtransportiert.
[0047] In einer anderen Ausführungsform enthält jede Ausgabeeinheit jeweils ein Sortierfach
für Postsendungen und eine Auflagefläche für mindestens einen Transportbehälter. Die
Sortieranlage schleust die Postsendungen für einen Transportbehälter in das Sortierfach
der Ausgabeeinheit aus. Nachdem alle Postsendungen sortiert worden sind, werden die
sortierten Postsendungen aus jeweils einem Sortierfach in einen Transportbehälter
verbracht, wobei der Transportbehälter auf der Auflagefläche steht, und in diesem
Transportbehälter abtransportiert.
[0048] In beiden Ausgestaltungen wird in oder auf jeder Ausgabeeinheit jeweils ein Stapel
von flachen und aufrecht stehenden Postsendungen gebildet. Alle Gegenstandsebenen
der Postsendungen dieses Stapels stehen annähernd senkrecht auf einer Stapelrichtung,
in der sich der Stapel erstreckt.
[0049] In einer Ausführungsform ist der Boden der Ausgabeeinheit geneigt. Dadurch wird auch
ein Transportbehälter, der in der Ausgabeeinheit steht, geneigt. Diese Ausgestaltung
bewirkt, dass die flachen und aufrecht stehenden Postsendungen in der Ausgabeeinheit
an einer Seitenwand oder Kante der Ausgabeeinheit sowie am Boden ausgerichtet werden,
also an zwei Ebenen. Die Richtung, in die der Boden der Ausgabeeinheit geneigt ist,
steht in einer Ausgestaltung senkrecht zur Stapelrichtung. Gesehen in Stapelrichtung
bilden die Böden benachbarter Ausgabeeinheiten eine sägezahnförmige Linie.
[0050] In einer anderen Ausführungsform drückt ein Stützelement den Stapel zusammen. Der
wachsende Stapel verschiebt dieses Stützelement entgegen der Kraft einer Feder. Die
beiden Ausführungsformen "geneigter Boden" und "Stützelement" lassen sich kombinieren.
[0051] Vorzugsweise sind die Ausgabeeinheiten in einer oder mehreren Reihen angeordnet,
so dass mindestens eine Ausgabeeinheiten-Reihenfolge gebildet wird. Jede Reihe besteht
aus einer Anzahl von nebeneinander liegenden Ausgabeeinheiten. Vorzugsweise liegen
mehrere Reihen von Ausgabeeinheiten senkrecht oder schräg übereinander.
[0052] Die Zusammenführ-Sortieranlage wendet einen rechnerverfügbaren Sortierplan an. Dieser
Sortierplan ordnet jedem möglichen Zielpunkt des Gebiets jeweils eine Ausgabeeinheit
zu. Weil es viel mehr mögliche Zielpunkte als Ausgabeeinheiten gibt, ordnet der Sortierplan
jeweils mehreren möglichen Zielpunkten dieselbe Ausgabeeinheit zu. Vorzugsweise stellt
der Sortierplan sicher, dass die vorgegebene Zielpunkte-Reihenfolge der Ausgabeeinheiten-Reihenfolge
entspricht. Dies bedeutet, dass der Sortierplan zwei möglichen Zielpunkten, die in
derselben Zielpunkte-Reihenfolge unmittelbar aufeinander folgen, entweder dieselbe
Ausgabeeinheit oder aber zwei unmittelbar benachbarte Ausgabeeinheiten zuordnet.
[0053] Jede Ausgabeeinheit besitzt außerdem jeweils ein Führungselement und mehrere bewegliche
Trennelemente.
[0054] Jedes Trennelement besitzt in einer Ausgestaltung eine Trennfläche und ein Verbindungsglied.
Das Verbindungsglied verbindet die Trennfläche mit der Führungseinheit. Das Trennelement
hat beispielsweise die Form eines Paddels und hat eine glatte Oberfläche, so dass
eine Postsendung an der Trennfläche mit geringer Reibung entlang gleiten kann. Die
Trennfläche ist vorzugsweise so starr, dass das Einfügen einer Postsendung die Trennfläche
nicht verbiegt.
[0055] Das Führungselement ist an einer Seite der Ausgabeeinheit angebracht. Der Stapel
mit den Postsendungen liegt neben dem Führungselement, z. B. schräg oberhalb des Führungselements.
Jedes Trennelement lässt sich durch eine Linearbewegung in die und entgegengesetzt
der Stapelrichtung verschieben. Das Führungselement stellt sicher, dass das Trennelement
nur Linearbewegungen entlang einer auf beiden Seiten begrenzten Strecke auszuführen
vermag. Die Trennfläche erstreckt sich annähernd parallel zu den Gegenstandsebenen
der flachen Postsendungen des Stapels.
[0056] Jedes Trennelement lässt sich außerdem um eine Drehachse drehen, die parallel zur
Stapelrichtung verläuft, Hierdurch lässt sich das Trennelement zwischen einer Eingreifposition,
in der das Trennelement in einen Stapel in der Ausgabeeinheit eingreift, und einer
Freigabeposition, in der das Trennelement nicht in den Stapel eingreift, hin und her
schwenken. Möglich ist auch, dass jedes oder wenigstens einige der Trennelemente sich
durch eine vertikale Linearbewegung zwischen der Eingreifposition und der Freigabeposition
hin- und herschwenken lassen.
[0057] In einer anderen Ausgestaltung besteht jedes Trennelement nur aus einer flachen Trennfläche,
die nicht mit der Ausgabeeinheit verbunden sind.
[0058] Die Zusammenführ-Sortieranlage besitzt außerdem mindestens einen Handhabungsautomaten,
z. B. einen Roboter. Dieser Handhabungsautomat vermag eine Postsendung zwischen zwei
Postsendungen eines Stapels in einer Ausgabeeinheit einzufügen, und zwar in jede Position
im Stapel. Jede Ausgabeeinheit der Zusammenführ-Sortieranlage ist von mindestens einem
Handhabungsautomaten erreichbar, und zwar an jeder Position eines Stapels mit Postsendungen
in dieser Ausgabeeinheit. Jeweils einer der Handhabungsautomaten vermag auch ein Trennelement
an jeder gewünschten Position jeder Ausgabeeinheit zu positionieren. Beispielsweise
verbringt der Handhabungsautomat das Trennelement in die Freigabeposition, verschiebt
das Trennelement entlang des Führungselements und verbringt das Trennelement an der
gewünschten Position in die Eingreifposition. Oder der Handhabungsautomat entnimmt
das Trennelement aus einem Vorrat von gerade nicht verwendeten Trennelementen und
positioniert das Trennelement an der gewünschten Position. Möglich ist, dass ein Handhabungsautomat
mehrere Ausgabeeinheiten zu erreichen vermag.
[0059] Im Ausführungsbeispiel besitzt die Zusammenführ-Sortieranlage pro Ausgabeeinheit
jeweils einen Handhabungsautomaten. In Fig. 1 werden schematisch vier Handhabungsautomaten
12.1, 12.2, 12.3 und 12.4 gezeigt, die den vier Ausgabeeinheiten 2.1, 2.2, 2.3 und
2.4 zugeordnet sind. In den nachfolgenden Figuren wird der Handhabungsautomat 2.2
schematisch gezeigt. Jeder Handhabungsautomat 2.1, 2.2, ... vermag ein Trennelement
sowie eine weitere Postsendung in einem Stapel in der zugeordneten Ausgabeeinheit
2.1, 2.2, ... einzufügen und das Trennelement wieder aus diesem Stapel zu entfernen.
[0060] Jeder Ausgabeeinheit ist weiterhin ein Zwischenspeicher zugeordnet. Die Transporteinrichtung
verbringt jede Postsendung von der jeweiligen Zuführeinrichtung über einen Transportpfad
zum Zwischenspeicher derjenigen Ausgabeeinheit, in die diese Postsendung auszuschleusen
ist. Ist dieser Zwischenspeicher gefüllt, so verbringt die Transporteinrichtung die
Postsendung in einen anderen Zwischenspeicher, der aktuell frei ist, z. B. in den
Zwischenspeicher einer benachbarten Ausgabeeinheit.
[0061] Dieser Zwischenspeicher vermag eine Postsendung aufzunehmen, und zwar auch die größte
mögliche Postsendung. Nicht erforderlich ist, dass der Zwischenspeicher mehrere Postsendungen
aufzunehmen vermag. Der Zwischenspeicher ist beispielsweise eine Tasche oder ein schmales
Fach, in welche eine Postsendung gesteckt wird, oder eine Fläche, auf die die Postsendung
gelegt wird, oder eine Klammer, die die Postsendung zeitweise greift. Vorzugsweise
umfasst der Zwischenspeicher einen Sensor, der feststellt und meldet, ob sich aktuell
eine Postsendung im Zwischenspeicher befindet oder nicht.
[0062] Wie bereits erwähnt, werden die beiden Klassen von Postsendungen im ersten Sortierlauf
getrennt voneinander sortiert, nämlich die Postsendungen der ersten Klasse von der
ersten Sortieranlage und die der zweiten Klasse von der zweiten Sortieranlage. Anschließend
erreicht ein Strom von Postsendungen für das Gebiet die Zusammenführ-Sortieranlage.
Beispielsweise erreichen zunächst die Postsendungen der ersten Klasse für das Gebiet
(die Standardbriefe) die Zusammenführ-Sortieranlage und danach die Postsendungen der
zweiten Klasse (die Großbriefe) oder umgekehrt. Möglich ist auch, dass Postsendungen
beider Klassen in vermischter Reihenfolge die Zusammenführ-Sortieranlage erreichen.
[0063] Jede Postsendung durchläuft die Zusammenführ-Sortieranlage. Die Zusammenführ-Sortieranlage
stellt fest, an welchen Zielpunkt diese Postsendung zu transportieren ist. Hierfür
liest die Zusammenführ-Sortieranlage entweder eine maschinenlesbare Codierung, z.
B. ein Strichmuster ("bar code"), auf der Postsendung. Oder die Zusammenführ-Sortieranlage
wendet ein Verfahren des "Fingerprint" an, um die Postsendung anhand eines Merkmalsvektors
wiederzuerkennen und um die bereits einmal gelesenen und abgespeicherten Zielpunkt-Angaben
wiederzugewinnen. Derartige Verfahren werden z. B. in
DE 4000603 C2,
EP 1222037 B1 und
WO 2008059017 A1 beschrieben.
[0064] Die Zusammenführ-Sortieranlage wertet den Sortierplan aus, stellt fest, welche Ausgabeeinheit
dem Zielpunkt der Postsendung zugeordnet ist, und ermittelt dadurch, in welche Ausgabeeinheit
diese Postsendung auszuschleusen ist. Eine Transporteinrichtung der Zusammenführ-Sortieranlage
transportiert die Postsendung zu dem Zwischenspeicher dieser ermittelten Ausgabeeinheit.
[0065] Diese zusätzliche Postsendung ist nunmehr in den Stapel von Postsendungen, der sich
bereits in der Ausgabeeinheit befindet, einzufügen, und zwar an der richtigen Position,
also an der Position, die durch die Zieladresse der zusätzlichen Postsendung sowie
durch die vorgegebene Zielpunkte-Reihenfolge festgelegt ist. Die Postsendungen des
Stapels sind bereits gemäß der Zielpunkte-Reihenfolge sortiert und können Postsendungen
aller Klassen enthalten. Diejenigen Postsendungen des Stapels, die an denselben Zielpunkt
zu transportieren sind, bilden einen Teilstapel im Stapel. Der Stapel umfasst also
eine Abfolge von Teilstapeln. In welcher Reihenfolge die Postsendungen für denselben
Zielpunkt in den Teilstapel einsortiert werden oder sich in diesem Teilstapel befinden,
ist egal.
[0066] In einer bevorzugten Ausgestaltung besteht der Stapel aus einer Sequenz von jeweils
zwei Trennelementen in Eingreifposition, dann zwei Teilstapel mit Postsendungen, dann
wieder zwei Trennelementen in Eingreifposition, dann wieder zwei Teilstapel mit Postsendungen
und so fort. Die Teilstapel sind bereits gemäß der Zielpunkte-Reihenfolge sortiert.
Weil insgesamt zwei Trennelemente weniger in den Stapel eingreifen, als Teilstapel
vorhanden sind, werden Trennelemente gegenüber einer Ausführungsform eingespart, bei
der stets jeweils ein Trennelement zwischen zwei Trennelementen vorgesehen wird. Dadurch
werden Trennelemente sowie Platz in Stapelrichtung eingespart.
[0067] Die Trennelemente sind vorzugsweise gleichartig. In einer Ausgestaltung ist jedes
Trennelement mit einer maschinenlesbaren Kennzeichnung versehen. In einer anderen
Ausgestaltung sind die Trennelemente nicht unterscheidbar.
[0068] Fig. 2 zeigt beispielhaft einen Stapel in einer Ausgabeeinheit 2.2 vor dem Einfügen
einer zusätzlichen Postsendung Ps. Gezeigt wird der Ausschnitt des Stapels, der aus
den Teilstapeln TS(9) bis TS(14) für die Zielpunkte ZP(9) bis ZP(14) besteht. Der
Teilstapel TS(i) besteht aus allen bislang in die Ausgabeeinheit 2.2 ausgeschleusten
Postsendungen, die an den Zielpunkt ZP(i) zu transportieren sind (i=1, 2, ...). Die
Zielpunkte-Reihenfolge legt folgende Reihenfolge fest: Zunächst ZP(1), dann ZP(2),
dann ZP(3) und so fort fest. Weiterhin wird in Fig. 2 der Zwischenspeicher Zw2 der
Ausgabeeinheit 2.2 angedeutet.
[0069] Weiterhin sind sechs Trennelemente TE1, ... TE6 dargestellt, die von einem Führungselement
FE1 geführt werden. Die Trennelemente TE1 und TE2 trennen die Postsendungen der Teilstapel
TS(9) und TS(10) voneinander, die Trennelemente TE3 und TE4 trennen die Postsendungen
der Teilstapel TS(11) und TS(12), und die Trennelemente TE5 und TE6 trennen die Postsendungen
der Teilstapel TS(13) und TS(14). Zur Verdeutlichung sind die Grenzen zwischen den
Teilstapeln TS(9), TS(10), ... durch gestrichelte Linien angedeutet. Zwischen den
Teilstapeln TS(10) und TS(11), den Teilstapeln TS(12) und TS(13) sowie zwischen den
Teilstapeln TS(14) und TS(15) befinden sich keine Trennelemente oder sonstige Trennungen.
[0070] Die Zusammenführ-Sortieranlage hat die Information abgespeichert, welche Postsendungen
bereits in die Ausgabeeinheit 2.2 ausgeschleust wurden und sich in welchen Teilstapeln
befinden. Außerdem hat die Zusammenführ-Sortieranlage abgespeichert, welche Teilstapel
durch jeweils zwei Trennelemente voneinander getrennt sind und welche nicht. Falls
die Trennelemente mit maschinenlesbaren Kennzeichnungen versehen sind, so hat die
Zusammenführ-Sortieranlage abgespeichert, welches Trennelement sich zwischen welchen
Teilstapeln befindet. Ansonsten hat die Zusammenführ-Sortieranlage abgespeichert,
welche Teilstapel (d. h. Teilstapel für welche Zielpunkte) durch Trennelemente getrennt
sind.
[0071] Nunmehr ist eine zusätzliche Postsendung Ps auszuschleusen und in den Stapel einzufügen.
Die Zusammenführ-Sortieranlage hat festgestellt, dass diese Postsendung Ps an den
Zielpunkt ZP(10) zu transportieren ist und daher der Teilstapel TS(10) um diese Postsendung
Ps zu ergänzen ist. Durch Auswertung des Sortierplans stellt die Zusammenführ-Sortieranlage
fest, dass dem Zielpunkt ZP(10) die Ausgabeeinheit 2.2 zugeordnet ist. Daher transportiert
die Zusammenführ-Sortieranlage die zusätzliche Postsendung Ps zum Zwischenspeicher
Zw2 der Ausgabeeinheit 2.2.
[0072] Der Handhabungsautomat stellt automatisch fest, dass der Teilstapel TS(10) sich zwischen
dem Trennelemente-Paar mit den Trennelementen TE2 und TE3 befindet und an das Trennelement
TE2 angrenzt. An das Trennelement TE2 grenzt das Trennelement TE1 an. Der Handhabungsautomat
wertet für diese Feststellung die Informationen über Teilstapel und Trennelemente
aus, die die Zusammenführ-Sortieranlage so wie oben beschrieben ermittelt und abgespeichert
hat. Falls die Trennelemente mit maschinenlesbaren Kennzeichnungen versehen sind,
so wertet ein Lesegerät des Handhabungsautomaten diese Kennzeichnungen aus. Ansonsten
zählt ein Lesegerät die Trennelemente beginnend mit dem ersten Trennelement in der
Ausgabeeinheit 2.2, um das Trennelemente-Paar zu finden, an das der Teilstapel TS(10)
angrenzt.
[0073] Die zusätzliche Postsendung Ps soll den Teilstapel TS(10) ergänzen. Die zusätzliche
Postsendung Ps wird daher zwischen die beiden Trennelemente TE1 und TE2 eingefügt.
[0074] In einer Ausgestaltung wird anschließend das Trennelement TE2 verschoben, nämlich
zwischen die zusätzliche Postsendung Ps und das Trennelement TE1 eingeschoben.
[0075] In einer bevorzugten Ausgestaltung wird vermieden, dass das Trennelement TE2 beim
Einfügen die zusätzliche Postsendung Ps oder eine andere Postsendung beschädigt.
[0076] Die Ausgabeeinheit 2.2 besitzt mindestens ein zusätzliches Trennelement TE7. Dieses
zusätzliche Trennelement TE7 ist aktuell entweder in einer Freigabeposition und befindet
sich in einer separaten Parkposition. Oder aber das zusätzliche Trennelement TE7 ist
in einer Eingreifposition und befindet sich an derjenigen Stelle in den Stapel in
der Ausgabeeinheit 2.2, an der der Handhabungsautomat das zusätzliche Trennelement
TE7 zuvor eingefügt hat.
[0077] Der Handhabungsautomat positioniert in der bevorzugten Ausgestaltung zunächst das
zusätzliche Trennelement TE7 in den Stapel dergestalt in eine Eingreifposition, dass
das zusätzliche Trennelement TE7 sich zwischen den beiden Trennelemente TE1 und TE2
befindet. Beim Einfügen kommt das zusätzliche Trennelement TE7 nicht mit Postsendungen
in Kontakt. Diesen Kontakt vermeiden die beiden Trennelemente TE1 und TE2. Dadurch
befinden sich zwischen den beiden Teilstapeln TS(9) und TS(10) nunmehr die Trennelemente
TE1, TE7 und TE3. Diese Situation zeigt Fig. 3.
[0078] Die zusätzliche Postsendung Ps wird zwischen zwei dieser drei Trennelemente TE1,
TE7 und TE2 eingefügt. Die zusätzliche Postsendung Ps soll den Teilstapel TS(10) ergänzen.
Daher wird die zusätzliche Postsendung Ps zwischen das Trennelement TE2, das an den
Ziel-Teilstapel TS(10) für den Zielpunkt ZP(10) der zusätzlichen Postsendung Ps angrenzt,
und dem Trennelement TE7, das an das Trennelement TE2 angrenzt, eingefügt.
[0079] Der Handhabungsautomat greift die einzufügende Postsendung Ps vom Zwischenspeicher
Zw2 der Ausgabeeinheit 2.2 und fügt die Postsendung Ps zwischen die Trennelemente
TE2 und TE7 ein. Die Situation nach diesem Einfügen zeigt Fig. 4. Weil der Handhabungsautomat
eine Postsendung zwischen die beiden Trennflächen der Trennelemente TE2 und TE7 einfügt,
ist es ausgeschlossen, dass die eingefügte Postsendung Ps oder eine bereits im Stapel
befindliche Postsendung durch den Vorgang des Einfügens geknickt oder auf andere Weise
beschädigt wird oder dass die Postsendung Ps mit einer anderen Postsendung zusammenheftet.
Dieser Vorteil wird erzielt, egal wie groß die Postsendung Ps ist.
[0080] Der Handhabungsautomat schließt das Einfügen der Postsendung Ps in den Stapel ab.
Anschließend wird das Trennelement TE2 nicht mehr benötigt, um die Postsendung Ps
einzufügen. Das Trennelement TE2 fungiert nunmehr als das zusätzliche Trennelement
der Ausgabeeinheit 2.2, nimmt also die Funktion wahr, die zuvor das Trennelement TE7
eingenommen hat.
[0081] In einer Ausführungsform verbleibt das Trennelement TE2 im Stapel an dieser Stelle
und in der Eingreifposition, bis eine weitere Postsendung in den Stapel einzufügen
ist oder die Sortierung abgeschlossen ist.
[0082] In einer anderen Ausführungsform entfernt der Handhabungsautomat das Trennelement
TE2 aus dem Stapel, beispielsweise indem der Handhabungsautomat das Trennelement TE2
sogleich aus der Eingreifposition in die Freigabeposition überführt. Fig. 5 zeigt
die Situation nach dem Entfernen des Trennelements TE2. Bei Bedarf schieben die Trennelemente
den Stapel in der Ausgabeeinheit 2.2 zusammen und schließen damit die Lücke, die durch
das Entfernen des Trennelements TE2 entstanden ist.
[0083] Vorzugsweise weist die Ausgabeeinheit 2.2 ein Rückhalteelement auf. Dieses Rückhalteelement
verhindert, dass eine Postsendung aus dem Stapel in der Ausgabeeinheit gezogen wird,
wenn der Handhabungsautomat das Trennelement TE2 aus dem Stapel entfernt. Beispielsweise
ist das Rückhalteelement als Rückhaltekante oder aber als Stange ausgestaltet. Der
Handhabungsautomat fügt eine Postsendung in den Stapel ein, wobei der Handhabungsautomat
die Postsendung um das Rückhalteelement herum führt.
[0084] In dem gerade beschriebenen Ausführungsbeispiel wurde der Zwischenspeicher Zw2 der
Ausgabeeinheit 2.2 verwendet, um die zusätzliche Postsendung Ps zwischenzuspeichern.
Nachdem die Postsendung Ps in den Stapel eingefügt wurde, steht dieser Zwischenspeicher
Zw2 wieder für weitere Postsendungen zur Verfügung. Der Sensor des Zwischenspeichers
Zw2 meldet der Zusammenführ-Sortieranlage, ob der Zwischenspeicher Zw2 aktuell belegt
oder frei ist.
[0085] Falls der Zwischenspeicher Zw2 nicht zur Verfügung steht, z. B. weil unmittelbar
nach der Postsendung Ps eine weitere Postsendung in die Ausgabeeinheit 2.2 auszuschleusen
ist, so verwendet die Zusammenführ-Sortieranlage entweder einen freien Zwischenspeicher
einer benachbarten Ausgabeeinheit oder einen speziellen Überlauf-Zwischenspeicher.
Der Handhabungsautomat vermag über mehrere Ausgabeeinheiten hinweg zu greifen und
daher eine Postsendung wahlweise aus einem von mehreren erreichbaren Zwischenspeichern
zu entnehmen.
[0086] Die Ausgabeeinheit 2.2 hat vorzugsweise einen Füllstandssensor. Möglich ist, dass
die Zusammenführ-Sortieranlage feststellt, dass die Ausgabeeinheit 2.2 einen vorgegebenen
Füllstand erreicht hat und keine weiteren Postsendungen mehr aufzunehmen vermag. Dies
stellt die Zusammenführ-Sortieranlage entweder aufgrund einer Meldung vom Füllstandssensor
fest oder indem sie die Anzahl der Postsendungen zählt, die die Zusammenführ-Sortieranlage
bislang in die Ausgabeeinheit 2.2 ausgeschleust hat, oder die Dicken dieser Postsendungen
misst und aufaddiert. Falls dann weitere Postsendung "eigentlich" in die Ausgabeeinheit
2.2 auszuschleusen ist, so werden vorzugsweise die nachfolgend beschriebenen Schritte
durchgeführt.
[0087] Die Zusammenführ-Sortieranlage ändert den vorgegebenen Sortierplan ab. Zwei Zielpunkten
ZP(n) und ZP(n+1) ordnet der geänderte Sortierplan nicht mehr die vollständig gefüllte
Ausgabeeinheit 2.2 zu, sondern eine andere, weniger gefüllte Ausgabeeinheit 2.x. Diese
beiden Zielpunkte ZP(n) und ZP(n+1) werden so ausgewählt, dass sie in der Zielpunkte-Reihenfolge
unmittelbar aufeinander folgen und die beiden Teilstapel TS(n) und TS(n+1) für diese
beiden ausgewählten Zielpunkte sich zwischen zwei Trennelementen befinden.
[0088] Der Handhabungsautomat entnimmt die beiden Teilstapel TS(n) und TS(n+1) aus der gefüllte
Ausgabeeinheit 2.2. Hierbei führt der Handhabungsautomat eine Greifhand oder ein ähnliches
Greifelement zwischen die beiden Trennelemente und die beiden Teilstapel TS(n) und
TS(n+1) in den Stapel ein. Das Greifelement greift die beiden Teilstapel TS(n) und
TS(n+1), entnimmt sie aus der Ausgabeeinheit 2.2 und fügt sie in die weniger gefüllte
Ausgabeeinheit 2.x ein.
[0089] Sobald alle Postsendungen für das Gebiet sortiert und auf die Ausgabeeinheiten verteilt
sind, werden die Trennelemente TE1, TE2, ... nicht mehr benötigt. Der Handhabungsautomat
entnimmt die Trennelemente, beispielsweise indem er alle Trennelemente aus der Eingreifposition
in die Freigabeposition überführt. Nunmehr befindet sich in jeder Ausgabeeinheit jeweils
ein Stapel mit Postsendungen, die gemäß der vorgegebenen Zielpunkte-Reihenfolge sortiert
sind. Die Rückhalteelemente verhindern, dass eine Postsendung beim Entfernen der Trennelemente
TE1, TE2, ... ungewollt aus einer Ausgabeeinheit entfernt wird.
Bezugszeichenliste
| Bezugszeichen |
Bedeutung |
| 2.1, 2.2, ... |
Ausgabeeinheiten |
| 2.2 |
Ausgabeeinheit mit den Teilstapeln TS(9), TS(10), ... |
| 2.x |
Ausgabeeinheit, in die dann Postsendungen ausgeschleust werden, wenn die Ausgabeeinheit
2.2 gefüllt ist |
| 10 |
Stützeinrichtung der Fördereinrichtung 1 |
| 11 |
Endlos-Förderband der Fördereinrichtung 1 |
| 12.1, 12.2,... |
Handhabungsautomat, die den Ausgabeeinheiten 2.1, 2.2, ... zugeordnet sind |
| 20.1 |
Vereinzeler für Standardbriefe |
| 20.2 |
Vereinzeler für Großbriefe |
| 21 |
Transporteinrichtung |
| 22 |
Leseeinrichtung |
| 23 |
Ausschleusvorrichtung |
| 24 |
Maschinensteuerung |
| 26.1 |
Endlos-Förderband, das Standardbriefe zum Vereinzeler 20.1 transportiert |
| 26.2 |
Endlos-Förderband, das Großbriefe zum Vereinzeler 20.2 transportiert |
| FE1 |
Führungselement der Ausgabeeinheit 2.2 |
| Ps |
Postsendung, um die der Teilstapel TS(10) zu ergänzen ist |
| T1 |
Transportrichtung, in die das Förderband 26.2 einen Stapel Postsendungen transportiert |
| T2 |
Transportrichtung, in die das Förderband 26.1 einen Stapel Postsendungen transportiert |
| TE1, TE2, ... |
Trennelemente der Ausgabeeinheit 2.2 |
| TS(i) |
Teilstapel mit denjenigen Postsendungen, die bereits in die Ausgabeeinheit 2.2 ausgeschleust
wurden und an den Zielpunkt ZP(i) zu transportieren sind (i=1,2,...) |
| ZP(i) |
Zielpunkt an der Position i der vorgegebenen Zielpunkte-Reihenfolge (i=1,2,...) |
| Zw2 |
Zwischenspeicher der Ausgabeeinheit 2.2 |
1. Verfahren zum Sortieren von Gegenständen nach einem vorgegebenen Merkmal,
wobei
eine Merkmalswerte-Reihenfolge unter den möglichen Werten (ZP(9), ZP(10), ...) des
Merkmals vorgegeben wird und
das Verfahren die Schritte umfasst, dass
für jeden Gegenstand gemessen wird, welchen Wert (ZP(9), ZP(10), ...) das Merkmal
für diesen Gegenstand annimmt,
mindestens eine Sequenz von Gegenständen dergestalt gebildet wird, dass
- jede Sequenz aus einer Abfolge von Teilsequenzen (TS(9), TS(10), ...) besteht,
- alle Gegenstände einer Teilsequenz (TS(9), TS(10), ...) den gleichen Merkmalswert
aufweisen und
- die Reihenfolge der Teilsequenzen (TS(9), TS(10), ...) in der Sequenz der vorgegebenen
Merkmalswerte-Reihenfolge (ZP(9), ZP(10), ...) entspricht,
wiederholt ein Einfügungsschritt durchgeführt wird,
in jedem Einfügungsschritt jeweils mindestens ein Gegenstand (Ps) in eine Sequenz
dergestalt eingefügt wird,
dass eine Teilsequenz (TS(10)) der Sequenz, deren Gegenstände alle den gleichen Merkmalswert
(ZP(10)) wie der einzufügende Gegenstand (Ps) aufweisen, um den einzufügenden Gegenstand
(Ps) ergänzt wird, und
die Einfügungsschritte durchgeführt werden, bis jeder zu sortierende Gegenstand in
eine Sequenz eingefügt worden ist, und
in mindestens eine Sequenz, die drei verschiedene Teilsequenzen (TS(9), TS(10), ...)
umfasst, mehrere Trennelemente (TE1, TE2, ...) eingefügt werden,
dadurch gekennzeichnet, dass
mindestens ein Handhabungsautomat (12.1, 12.2, ...) diese Trennelemente (TE1, TE2,
...) einfügt und
diese mindestens eine Sequenz dergestalt erzeugt wird, dass
- jede Teilsequenz (TS(10)) im Inneren der Sequenz an ein Paar mit mindestens zwei
Trennelementen (TE1, TE2, ...) angrenzt, so dass ein Trennelement (TE2) des Trennelemente-Paares
(TE1, TE2) unmittelbar an die Teilsequenz (TS(10)) angrenzt,
- das Trennelemente-Paar (TE1, TE2) diese Teilsequenz (TS(10)) von einer benachbarten
Teilsequenz (TS(9)) der Sequenz trennt und
- sich nach einem Einfügungsschritt zwischen den Trennelementen des Trennelemente-Paares
(TE1, TE2) kein Gegenstand befindet,
jeder Einfügungsschritt, bei dem eine Teilsequenz (TS(10)) im Inneren dieser Sequenz
um einen Gegenstand (Ps) ergänzt wird, die Schritte umfasst, dass
- ein Trennelemente-Paar (TE1, TE2) ermittelt wird, das an diese Teilsequenz (TS(10))
angrenzt und diese Teilsequenz (TS(10)) von einer angrenzenden Teilsequenz (TS(9))
trennt, und
- der Handhabungsautomat (12.1, 12.2, ...) den Gegenstand (Ps) zwischen zwei Trennelemente
(TE1, TE2) des ermittelten Trennelemente-Paares (TE1, TE2) einfügt.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
mindestens ein Einfügungsschritt, bei dem eine Teilsequenz (TS(10)) im Inneren um
einen Gegenstand (Ps) ergänzt wird, den Schritt umfasst, dass
der Handhabungsautomat (12.1, 12.2, ...) den Gegenstand (Ps) sowie ein weiteres Trennelement
(TE7) dergestalt zwischen zwei Trennelemente (TE1, TE2) des ermittelten Trennelemente-Paares
(TE1, TE2) einfügt,
dass sich nach dem Einfügen des Gegenstands (Ps) und des weiteren Trennelements (TE7)
- der Gegenstand (Ps) zwischen dem weiteren Trennelement (TE7) und demjenigen Trennelement
(TE2) des ermittelten Trennelemente-Paares (TE1, TE2) befindet, das an die Teilsequenz
(TS(10)) unmittelbar angrenzt und
- das weitere Trennelement (TE7) sich zwischen zwei Trennelementen des ermittelten
Trennelemente-Paares (TE1, TE2) befindet.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Handhabungsautomat (12.1, 12.2, ...)
- zuerst das weitere Trennelement (TE7) zwischen die beiden Trennelemente (TE1, TE2)
des ermittelten Trennelemente-Paares einfügt und
- anschließend den Gegenstand (Ps) einfügt.
4. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Handhabungsautomat (12.1, 12.2, ...)
- zuerst den Gegenstand (Ps) zwischen die beiden Trennelemente (TE1, TE2) des ermittelten
Trennelemente-Paares einfügt und
- anschließend das weitere Trennelement (TE7) einfügt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
nach dem Einfügen des weiteren Trennelements (TE7) und des Gegenstands (Ps)
- der Handhabungsautomat (12.1, 12.2, ...) mindestens ein Trennelement (TE2) desjenigen
Trennelemente-Paares (TE1, TE2), das sich zwischen dem eingefügten weiteren Trennelement
(TE7) und derjenigen Teilsequenz (TS(10)), die um den einzufügenden Gegenstand (Ps)
ergänzt wird, befindet, aus der Sequenz entfernt,
- der Handhabungsautomat (12.1, 12.2, ...) das weitere Trennelement und jedes verbleibende
Trennelement (TE1) als neues Trennelemente-Paar, das an die Teilsequenz (TS(10)) angrenzt,
verwendet und
- das aus der Sequenz entfernte Trennelement (TE2) in einem nachfolgenden Einfügungsschritt
als weiteres Trennelement verwendet.
6. Verfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Schritt, das eine Trennelement (TE2) des Trennelemente-Paares (TE1, TE2) aus der
Sequenz zu entfernen,
als Teilschritt des nachfolgenden Einfügungsschritts durchgeführt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
mindestens eine Sequenz dergestalt erzeugt wird,
dass zwei benachbarte Teilsequenzen (TS(9), TS(10)) der Sequenz an dasselbe Trennelemente-Paar
(TE1, TE2) angrenzen,
wobei zwei verschiedene Trennelemente des Trennelemente-Paares (TE1, TE2) an jeweils
eine der beiden angrenzenden Teilsequenzen (TS(9), TS(10)) unmittelbar angrenzen.
8. Sortieranlage zum Sortieren von Gegenständen nach einem vorgegebenen Merkmal,
wobei die Sortieranlage
- einen Datenspeicher,
- eine Messeinrichtung,
- mindestens eine Ausgabeeinrichtung (2.1, 2.2, ...) und
- mehrere Trennelemente (TE1, TE2, ...)
umfasst,
im Datenspeicher eine rechnerverfügbare Merkmalswerte-Reihenfolge unter den möglichen
Werten (ZP(9), ZP(10), ...) des Merkmals abgespeichert ist,
die Messeinrichtung dazu ausgestaltet ist, für jeden Gegenstand zu messen, welchen
Wert (ZP(9), ZP(10), ...) das Merkmal für diesen Gegenstand annimmt,
die Sortieranlage dazu ausgestaltet ist, mindestens eine Sequenz von Gegenständen
dergestalt zu bilden, dass
- jede Sequenz aus einer Abfolge von Teilsequenzen (TS(9), TS(10), ...) besteht,
- alle Gegenstände einer Teilsequenz (TS(9), TS(10), ...) den gleichen Merkmalswert
aufweisen und
- die Reihenfolge der Teilsequenzen (TS(9), TS(10), ...) in der Sequenz der vorgegebenen
Merkmalswerte-Reihenfolge (ZP(9), ZP(10), ...) entspricht,
die Sortieranlage weiterhin dazu ausgestaltet ist, wiederholt einen Einfügungsschritt
durchzuführen und
in jedem Einfügungsschritt jeweils mindestens ein Gegenstand (Ps) in eine Sequenz
dergestalt einzufügen,
dass eine Teilsequenz (TS(10)) der Sequenz, deren Gegenstände alle den gleichen Merkmalswert
(ZP(10)) wie der einzufügende Gegenstand (Ps) aufweisen, um den einzufügenden Gegenstand
(Ps) ergänzt wird, und
die Sortieranlage weiterhin dazu ausgestaltet ist, die Einfügungsschritte durchzuführen,
bis jeder zu sortierende Gegenstand in eine Sequenz eingefügt worden ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Sortieranlage zusätzlich mindestens einen Handhabungsautomaten (12.1, 12.2, ...)
umfasst,
der mindestens eine Handhabungsautomat (12.1, 12.2, ...) zum wiederholten Durchführen
eines Einfügungsschritts ausgestaltet ist und
der Handhabungsautomat (12.1, 12.2, ...) dazu ausgestaltet ist,
in mindestens eine Sequenz, die drei verschiedene Teilsequenzen (TS(9), TS(10), ...)
umfasst, mehrere Trennelemente (TE1, TE2, ...) einzufügen und
diese Sequenz dergestalt zu erzeugen, dass
- jede Teilsequenz (TS(10)) im Inneren der Sequenz an ein Paar mit mindestens zwei
Trennelementen (TE1, TE2, ...) angrenzt, so dass ein Trennelement (TE2) des Trennelemente-Paares
(TE1, TE2) unmittelbar an die Teilsequenz (TS(10)) angrenzt,
- das Trennelemente-Paar (TE1, TE2) diese Teilsequenz von einer benachbarten Teilsequenz
(TS(9)) der Sequenz trennt und
- sich nach einem Einfügungsschritt zwischen den Trennelementen des Trennelemente-Paares
(TE1, TE2) kein Gegenstand befindet, und
der Handhabungsautomat (12.1, 12.2, ...) weiterhin dazu ausgestaltet ist,
bei jedem Einfügungsschritt, bei dem eine Teilsequenz (TS(10)) im Inneren dieser Sequenz
um einen Gegenstand (Ps) ergänzt wird, die Schritte durchzuführen,
- ein Trennelemente-Paar (TE1, TE2) zu ermitteln, das an diese Teilsequenz (TS(10))
angrenzt und diese Teilsequenz (TS(10)) von einer angrenzenden Teilsequenz (TS(9))
trennt, und
- der Gegenstand (Ps) zwischen zwei Trennelemente (TE1, TE2) des ermittelten Trennelemente-Paares
(TE1, TE2) einzufügen.