[0001] Die Erfindung betrifft eine Buchfertigungsstrasse zur Herstellung von aus einer Buchdecke
und einem in diese eingehängten Buchblock gebildeten Büchern, bestehend aus einer
an dem Förderende der Fertigungsstrasse angeordneten Einhängevorrichtung, welcher
entlang einer Fördervorrichtung mehrere in regelmässigen Teilabständen angeordnete
Verarbeitungsstationen zur Bearbeitung des Buchblockrückens, in Förderrichtung betrachtet
wenigstens eine Zuführstation, eine Beleim- sowie eine Hinterklebestation in dieser
Reihenfolge vorgeschaltet sind, denen die Buchblocks mit nach oben freistehendem Rücken
zugewandt und durch die Fördervorrichtung taktweise nacheinander zuführbar sind.
[0002] Eine Buchfertigungsstrasse dieser Art vermittelt die vorveröffentlichte
DE 43 34 224 A1, bei der die Buchblocks mit einer letztere einspannenden und wieder freigebenden
Fördervorrichtung von der Runde- in die Abpressstation resp. von der Ausricht- in
die Entnahmestation taktweise resp. diskontinuierlich transportiert werden.
[0003] Die Buchblocks werden von einem umlaufend angetriebenen Kettensystem mit Mitnehmern
unter Ausrichtung auf Blockhöhenmitte in eine Blockübernahmestation bewegt, wobei
sich der Buchblock mit seinem Frontschnitt auf einem Steg abstützt. Der Blockübernahmestation,
der Rundestation, der Abpressstation und der Buchausricht- bzw. Entnahmestation ist
eine Zange eines Transportwagens zugeordnet, der in beidseits des Bewegungsweges des
Buchblocks angeordneten Führungsbahnen vor- und zurück bewegbar ist. Die Zangen befinden
sich in gleichen gegenseitigen Abständen am Transportwagen und werden gemeinsam und
taktweise zum Ueberführen der Buchblocks in die nächste Verarbeitungsstation vorwärtsbewegt,
um dann nach Freigabe der Buchblocks wieder in ihre Ausgangsstellung zur Aufnahme
eines weiteren zugeführten Buchblocks zurückzukehren.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Buchfertigungsstrasse bereitzustellen,
mit welcher zur Herstellung von Büchern mit flachen Buchblockrücken ein geringerer
maschineller Aufwand erforderlich ist und ein modularer Aufbau begünstigt wird.
[0005] Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass jeweils eine zwischen Zuführstation
und Beleimstatio optional an- oder einbaubare Runde- und Abpressstation modular ausgebildet
sind und zur Verarbeitung von Buchblocks mit flachen Buchrücken durch eine der Zuführstation
nachgeschaltete, modular einbaubar ausgebildete Ueberführungsstation ersetzbar sind.
[0006] Die Verwendung einer Fertigungsstrasse, bei der anstelle einer Runde- und Abpressstation
eine Ueberführungsstation eingebaut ist, macht aus wirtschaftlichen Ueberlegungen
Sinn, weil solche Verarbeitungsbetriebe, die ausschliesslich Buchblocks mit flachen
resp. geraden Buchblocksrücken herstellen, die erheblich höheren Anschaffungskosten
für Runde- und Abpresstationen ausschliessen können.
[0007] Hierbei können Runde- und Abpressstation als zwei in Förderrichtung betrachtet benachbarte
Stationen oder vereint als eine Station ausgebildet sein.
[0008] Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf den zitierten resp. den zitierenden
Stand der Technik und die Zeichnung, auf die bezüglich aller in der Beschreibung nicht
näher erwähnten Einzelheiten verwiesen wird, anhand eines Ausführungsbeispiels erläutert.
In der Zeichnung zeigt die
einzige Figur in einer räumlichen Darstellung auszugsweise eine Buchfertigungsstrasse
auf einer Verarbeitungsstrecke zwischen Zuführstation und Hinterklebestation.
[0009] In der einzigen Figur ist eine Verarbeitungsstrecke 2 einer unvollständig dargestellten
Buchfertigungsstrasse 1 veranschaulicht. Eine Buchfertigungsstrasse, die am Fertigungsende
eine Einhängestation (nicht ersichtlich) aufweist, vermittelt die
DE 20 16 425 A. Die Verarbeitungsstrecke 2 resp. die Buchfertigungsstrasse besteht aus einer Zuführstation
3 mit einer Zuführvorrichtung 4, einer eine Runde- und Abpressstation (nicht ersichtlich)
ersetztende Ueberführungsstation 5 mit einer Ueberführungsvorrichtung 6, eine an diese
in Förderrichtung F anschliessende Beleimstation 7 mit einer Beleimvorrichtung 8 sowie
eine Hinterklebestation 9 mit einer Hinterklebevorrichtung 10, die entlang der Verarbeitungsstrecke
2 in dieser Reihenfolge in Förderrichtung angeordnet sind. Die auf der Verarbeitungsstrecke
2 transportierten und bearbeiteten Buchblocks sind mit dem Bezugszeichen 12 bezeichnet
und weisen einen flachen, etwa rechtwinklig zu den Aussenflächen des Buchblocks 12
ausgerichteten Buchblockrücken 13 auf. Die Buchblocks 12 können fadengeheftet, klebe-
oder sonstwie gebunden sein.
[0010] Eine durch einen an einem umlaufenden Zugmittel befestigten Mitnehmer 14 angedeutete
Zuführvorrichtung 4 einer Zuführstation 3 überstellt die gebundenen Buchblocks 12
auf der offenen Buchblockkante, auch Schnitt bezeichnet, stehend an die Ueberführungsstation
5 resp. der Ueberführungsvorrichtung 6. Die anstelle der Rundestation und der Abpressstation
in die Verarbeitungsstrecke 2 resp. Fertigungsstrasse (auch ersatzweise) eingebaute,
modular ausgebildete Ueberführungsstation 5 resp. Ueberführungsvorrichtung 6 ist zur
Aufnahme von wenigstens zwei arbeitstaktweise einzeln nacheinander überstellten Buchblocks
12 ausgebildet. Die Position der Buchblocks 12 in der Ueberführungsstation 5 ist auf
die nachfolgenden Verarbeitungsstationen resp. Verarbeitungsvorrichtungen an der Verarbeitungsstrecke
2 abgestimmt. Hierzu ist ein verstellbarer Positionsanschlag 15 angeordnet, der vor
der Ueberstellung eines Buchblocks 12 durch die Zuführvorrichtung 4 in die Ueberführungsstation
5 resp. in die Ueberführungsvorrichtung 6 in die Verarbeitungsstrecke positionsbestimmend
eingefahren wird. Der auf die Vorderkante 16 oder Kopf des ankommenden Buchblocks
12 ausgerichtete Positionsanschlag 15 ist entlang der Verarbeitungsstrecke 2 so angeordnet,
dass der in die Ueberführungsstation 3 überstellte Buchblock 12 die zur Bearbeitung
der Buchblocks 12 in den nachgeschalteten Verarbeitungsstationen 8, 9 entsprechende
Position einnimmt. Ueberdies ist der Positionsanschlag 15 in Förderrichtung F verstellbar
angeordnet, damit unterschiedlich grosse Buchblocks 12 verarbeitbar sind. Der in die
Ueberführungsstation 5 überstellte Buchblock 12 steht auf einer Abstellfläche 17,
bevor er erfasst und weitertransportiert wird. Die Abstellfläche 17 könnte sich auch
über die Förderrichtung F ganze Länge der Ueberführungsstation 5 erstrecken. Eine
alternative Möglichkeit zeigt die einzige Figur und wird anschliessend kurz beschrieben.
Der überstellte Buchblock 12 wird durch den in den Förderweg der Buchblocks 12 elektrisch
, pneumatisch oder mechanisch gestellten Positionsanschlag 15 in einer Bearbeitungsposition
angehalten, die er in den weiteren Arbeitstaktschritten beibehält. Dadurch, dass für
die in der Verarbeitungsstrecke nicht vorhandenen Runde- und Abpressstationen üblicherweise
zwei Arbeitstaktschritten durchlaufen werden, ist die Ueberführungsstation 5 resp.
Ueberführungsvorrichtung 6 an diese zwei Arbeitstaktschritte anzupassen und weist
dementsprechend eine Länge für zwei Arbeitstaktschritte auf, d.h. , ein Buchblock
12 verweilt über zwei Arbeitstaktschritte in der Ueberführungsstation 5. Der Weitertransport
der Buchblocks 12 in der Ueberführungsstation 5 erfolgt jeweils zu zweit und bildet
in Förderrichtung einen ersten Förderabschnitt 18 auf der Verarbeitungsstrecke 2 resp.
der Fördervorrichtung 11, d.h., es werden von der Ueberführungsvorrichtung 6 jeweils
zwei hintereinander beabstandet positionierte Buchblocks 12 weitertransportiert und
zwar ein Buchblock 12 aus der Ueberführungsstation 5 auf einen zweiten, in Förderrichtung
F an den ersten Förderabschnitt 18 anschliessenden Förderabschnitt 19 der Verarbeitungsstrecke
2 resp. der Fördervorrichtung 11 und der nachpositionierte Buchblock 12 erreicht die
Stelle des ersteren in der Ueberführungsstation 5. Dieser Doppeltransport resp. zweistufige
Transport eines Buchblocks 12 durch die Ueberführungsvorrichtung 6 erfolgt mit einer
in Föderrichtung F hin und her oder vorwärts und rückwärts resp. hubartig angetriebenen
Transportzange 20, die jeweils zwei sich in der Ueberführungsstation 5 befindende
Buchblocks 12 mit einer Schliessbewegung erfasst und wie schon erwähnt, den in Förderrichtung
F vorderen Buchblock 12 in eine Folgestation und den nachfolgenden Buchblock 12 in
die Position des ersteren in der Ueberführungsstation 5 überführt. D. h., dass jeder
Arbeitshub der der Ueberführungsvorrichtung 6 zugeordneten Transportzange 20 einem
Teilungsabstand zwischen den Verarbeitungsstationen entspricht. Wie schon bemerkt,
kann zur Einhaltung der Position des jeweils ersten oder in Förderrichtung F vorderen
Buchblocks 12 in der Ueberführungsstation 5 diese eine verlängerte Abstellfläche 17
aufweisen oder an deren Stelle kann eine die Buchblocks 12 in Annäherung zum Buchblockrücken
13 auf die Seitenflächen 21 einwirkende Greifvorrichtung 22 vorgesehen sein, die den
Buchblock 12 nach dem Oeffnen der Transportzange 20 in der durch die Abstellfläche
17 bestimmten Lage hält. Die Greifvorrichtung 22 kann, wie veranschaulicht, aus zwei
auf die Seitenflächen 21 eines Buchblocks 12 klemmend einwirkenden Rundstangen gebildet
sein.
[0011] Die Greifvorrichtung 22 kann auch zur Höhenausrichtung, insbesondere für kleine Buchblöcke,
beispielsweise 70 x 100 mm, ausgebildet sein. Mit einem Schrittmotor können die Buchblöcke
angehoben oder abgesenkt werden. Auf diese Weise lässt sich der Buchblock auf die
Höhe der Leimstation bzw. Kapitalstation ausrichten. Der Antrieb in Längsrichtung
zur Förderrichtung F hin und her erfolgt durch eine mit 23 bezeichnete Antriebsvorrichtung,
die vorzugsweise aus einem drehwinkelgesteuerten Elektromotor 24 besteht, der durch
ein Antriebsrad 25 mit einem Getriebe 26 verbunden ist, das seinerseits mit einer
an der Transportzange 20 befestigten Zahnstange 27 kämmt. Der auch als Stellmotor
oder Servomotor bezeichnete Elektormotor 24 kann zur Momenten-, Geschwindigkeits-
und/oder Positionsregelung verwendet werden und zur Aenderung dieser Eigenschaften
vorliegend nützlich sein. Die die lineare Transportbewegung der Buchblocks 12 ausübende
Transportzange 20 besteht aus zwei der Ueberführungsstation 5 zugeordneten Klemmbalken
28, 29, die in der Längsmittelebene eines Buchblocks 12 verlaufenden Längsmittelachse
der Verarbeitungsstrecke 2 gleichmässig verteilt resp. symmetrisch verteilt angeordnet
und miteinander antriebsverbunden sind, wobei die Transportbewegung der Transportzange
20 in den Engangsbereich des zweiten Förderabschnittes 19 reicht. Für die Transportbewegung
ist ein nicht gezeigtes Maschinengestell vorgesehen, an dem die Tranportzange 20 durch
eine Führungsanordnung (nicht ersichtlich) in Förderrichtung hin und her beweglich
geführt ist. Das Schliessen und Oeffnen der Transportzange 20 erfolgt durch pneumatische,
elektromechanische und/oder mechanische Betätigungsmittel, die jeweils zwischen dem
Maschinengestell und den Klemmbalken 28, 29 angeordnet sind. Die beispielhaft dargestellte
Antriebsvorrichtung 23 gestattet auch ein Oeffnen und Schliessen der Transportzange
20 während den Längsbewegungen letzterer. Selbstverständlich ist der Abstand zwischen
den Klemmbalken 28, 29 angepasst an die variierenden Buchblockdicken verstellbar.
Dieser Mechanismus ist der Fach- sowie der Patentliteratur entnehmbar und ist nicht
Gegenstand der vorliegenden Buchfertigungsstrasse. Wie die einzige Figur zeigt sind
die Bereiche der Buchblockpositionen in der Transportzange 20 durch einen weichen,
die Buchblocks 12 schonenden Belag 30 beschichtet. Wie schon oben berichtet schliesst
in Förderrichtung F betrachtet an den ersten Förderabschnitt 18 der Verarbeitungsstrecke
2 resp. der Fördervorrichtung 11 ein mit dem Förderende des ersten Förderabschnittes
18 förderwirksam und arbeitstaktverbundener zweiter Förderabschnitt 19 an. An dem
zweiten Förderabschnitt 19 der Verarbeitungsstrecke 2 resp. der Fördervorrichtung
11 befinden sich eine Beleimstation resp. eine Beleimvorrichtung 8 und im Anschluss
fördergerichtet abwärts eine Hinterklebestation 9 resp. eine Hinterklebevorrichtung
10. Beide Stationen 8, 9 sind bezüglich ihrer Funktion aus dem Stand der Technik hinreichend
bekannt und bedürfen hier keiner speziellen Beschreibung.
[0012] Durch die Transportzange 20 wird der in Föderrichtung F vordere aus einer stehenden
oder hängenden Lage erneut erfasste Buchblock 12 auf den zweiten Förderabschnitt 19
überführt. In der einzigen Figur ist die Ueberführunsposition der transportzange 20
zur Ueberführung der Buchblocks 12 auf den zweiten Förderabschnitt 19 durch strichpunktierte
Linien angedeutet. Zur Ueberführung eines Buchblocks 12 auf den zweiten Förderabschnitt
19 wird bei Verwendung einer Greifvorrichtung 22 diese nach Erfassen des Buchblocks
12 durch die Transportzange 20 gelöst und anschliessend der Buchblock 12 überführt.
[0013] Der zweite Förderabschnitt 19 wird durch zwei entlang der Verarbeitungsstrecke 2
seitlich gleichmässig auf die in der Längsmittelebene der Buchblocks 12 verlaufenden
Längsmittelachse der Verarbeitungsstrecke 2 seitlich verteilt beabstandete Fördertrums
31, 32 zweier benachbarter synchron umlaufender Förderbänder 33, 34 oder - ketten
33, 34 gebildet, wobei die Förderbänder 33, 34 um etwa senkrechte Achsen nicht ersichtlicher
Umlenkrollen umlaufen. Der förderstromaufwärts liegende Einlaufbereich 35 des zweiten
Förderabschnittes 19 überragt gegen die Förderrichtung F die strichpunktiert dargestellte
Ueberführungsposition der Transportanlage 20 resp. der Klemmbalken 28, 29, so dass
eine Wegeüberlagerung beider Förderabschnitte 18, 19 vorliegt. Für eine störungsfreie
Ueberführung der Buchblöcke 12 vom ersten 18 auf den zweiten Förderabschnitt 19 erfolgt
üblicherweise im Stillstand. Der Buchblock wird von der Transportzange 20 in das geöffnete
Kettenmaul gefahren. In der Endposition schliesst das Kettenmaul und übernimmt so
den Buchblock. Der Zangenwagen kehrt anschliessend in seine Ausgangslage zurück. Die
Ueberführungsgeschwindigkeit der Transportzange 20 und die Geschwindigkeit der Fördertrums
31, 32 resp. der Förderbänder 33, 34 gleich gross. Die einzige Figur vermittelt die
Möglichkeit, den Einlaufbereich 35 als sog. Kettenmaul auszubilden. Dadurch kann der
Einlaufbereich 35 gegenüber dem Abstand der beiden Förderrums 31, 32 der Förderbänder
33, 34 oder Ketten förderstromaufwärts regelmässig zunehmend erweitert werden, sodass
in Förderrichtung F eine keilartige Verengung und dadurch eine sanfte Ueberführung
der Buchblocks 12 vom ersten Förderabschnitt 18 auf den zweiten Förderabschnitt 19
entsteht. Angepasst an die Buchblockdicke können zur Veränderung des Förderspaltes
36 zwischen den Förder- 31, 32 oder Arbeitstrums die Förderbänder 33, 34 resp. - ketten
bezüglich ihrem gegenseitigen Abstand gleichmässig verteilt auf die durch die Buchblocks
12 bestimmte Längsmittelachse verstellt werden. Durch die V-förmige Ausbildung des
Einlaufbereichs 35 ist auf der von den Fördertrums 31, 32 abgewandten Leertrums 37,
38 der Förderbänder 33, 34 eine Stützrolle 39, 40 und an der Innenseite eine nicht
sichtbare Führungsleiste für die Förderbänder 33, 34 oder -kettenvorgesehen.
1. Buchfertigungsstrasse (1) zur Herstellung von aus einer Buchdecke und einem in diese
eingehängten Buchblock (12) gebildeten Büchern, bestehend aus einer an dem Förderende
der Fertigungsstrasse (1) angeordneten Einhängevorrichtung, welcher entlang einer
Verarbeitungsstrecke (2) resp. einer Fördervorrichtung (11) mehrere in regelmässigen
Teilabständen angeordnete Verarbeitungsstationen zur Bearbeitung eines Buchblockrückens
(13), in Förderrichtung (F) betrachtet wenigstens eine Zuführstation (3), eine Beleim-
(7) sowie Hinterklebestation (9) in dieser Reihenfolge vorgeschaltet sind, denen die
Buchblocks (12) mit nach oben freistehendem Buchblockrücken (13) zugewandt und durch
die Fördervorrichtung (11) taktweise nacheinander zuführbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils eine zwischen Zuführstation (3) und Beleimstation (7) optional an- oder einbaubare
Runde- und Abpressstation modular ausgebildet sind und zur Verarbeitung von Buchblocks
(12) mit flachen Buchrücken (13) durch eine der Zuführstation (3) nachgeschaltete,
modular einbaubar ausgebildete Ueberführungsstation (5) ersetzbar sind.
2. Fertigungsstrasse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die an die Ueberführungsstation (5) resp. Runde - und Abpressstationen angrenzenden
Verarbeitungsstationen modular verbindbar ausgebildet sind.
3. Fertigungsstrasse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ueberführungsstation (5) eine die Buchblocks (12) in die Ueberführungsstation
(5) transportierende Zuführstation (3) vorgeschaltet ist.
4. Fertigungsstrasse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ueberführungsstation (5) zur Aufnahme und zum Transport wenigstens zweier resp.
mehrerer in Förderrichtung F beabstandeter Buchblocks (12) ausgebildet ist.
5. Fertigungsstrasse nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Ueberführungsstation (5) ein auf die Vorderkante der zugeführten Buchblocks (12)
zustellbarer Positionsanschlag (15) zugeordnet ist.
6. Fertigungsstrasse nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ueberführungsstation (5) einen ersten Förderabschnitt (18) der Verarbeitungsstrecke
(2) resp. der Fördervorrichtung (11) bildet, der eine beidseits auf die hintereinander
beabstandet stehend transportierten Buchblocks (12) einwirkende und in Förderrichtung
(F) und zurück antreibbare Transportzange (20) aufweist.
7. Fertigungsstrasse nach Anspruch 6, bei der ein Arbeitshub der Transportkette (20)
jeweils der Länge eines Teilabstandes der Arbeitsstationen entspricht, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportzange (20) in Förderrichtung (F) wenigstens zwei den stehenden Buchblocks
(12) zugeordnete Klemmbereiche aufweist.
8. Fertigungsstrasse nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportzange (20) auf eine Längsmittelachse der Buchblocks (12) bezogen gleichmässig
verteilt und in Förderrichtung (F) sich erstreckende, gegenüberstehende und antriebsverbundene
Klemmbalken (28, 29) ausgebildet ist.
9. Fertigungsstrasse nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Ueberführungsstation (5) eine Ueberführungsvorrichtung (6) aufweist, die taktgebunden,
elektromechanisch oder pneumatisch angetrieben ausgebildet ist.
10. Fertingungsstrasse nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die der Ueberführungsvorrichtung (6) zugeordnete, in Förderrichtung (F) hubartige
Bewegungen ausübende Transportzange (20) mit einem drehwinkelgesteuerten Elektromotor
(24) antriebsverbunden ist.
11. Fertigungsstrasse nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass dem ersten Förderabschnitt (18) in Förderrichtung (F) betrachtet ein zweiter, die
Buchblocks (12) von der Ueberführungsstation (5) übernehmender Förderabschnitt (19)
der Fördervorrichtung (11) nachgeschaltet ist.
12. Fertigungsstrasse nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Förderabschnitt (19) durch beidseits auf die stehenden Buchblocks (12)
kraft- oder formschlüssig einwirkende, umlaufende Förderbänder (33, 34) oder -ketten
ausgebildet ist.
13. Fertigungsstrasse nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Ueberführungsstation (5) eine die Buchblocks (12) in Hängelage übernehmende Haltevorrichtung
(22) zugeordnet ist.
14. Fertigungsstrasse nach Anspruch 13, mit einer über zwei Verarbeitungstakte sich erstreckende
Ueberführungsstation (5), dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung (22) im zweiten Verarbeitungstakt wirkend angeordnet ist.