[0001] Die Erfindung betrifft zunächst einen Dichtstreifen, der einen mit einer Umhüllung
durch eine Kunststofffolie versehenen Schaumstoffstreifen aufweist.
[0002] Weiter betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines Schaumstoffstreifens
mit einer Folienumhüllung.
[0003] Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf einen Dichtstreifen zur Abdichtung einer
Fuge zwischen einem Rahmenprofil, etwa einem Fensterrahmenprofil, und einer Wand,
mit einem elastisch rückstellfähigen Schaumstoffstreifen.
[0004] Den
US-Patentschriften 4,204,373 und
4,344,265 ist der Vorschlag entnehmbar, das Öffnen der Umhüllung durch eine Reißleine zu bewirken
mit endseitig angeordnetem Zugring als Greifhandhabe. Die Umhüllung besteht dort aus
einem im Querschnitt etwa hutprofilierten Leistenkörper, dessen Hutrand eine kartenartige
Verschlusswand aufweist und sich am Objekt antackern lässt.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Dichtstreifen der gattungsgemäßen Art baulich
und zuordnungsvorteilhaft auszubilden sowie ein Verfahren zur Herstellung anzugeben.
[0006] Diese Aufgabe ist zunächst bei einem Dichtstreifen mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst, wobei darauf abgestellt ist, dass der Schaumstoffstreifen mit der Kunststofffolie
vermittels eines doppelseitig wirkenden Klebestreifens verbunden ist, wobei der Klebestreifen
auf der einen Seite mit der Kunststofffolie und auf der anderen Seite mit dem Schaumstoffstreifen
verklebt ist.
[0007] Zunächst sei darauf hingewiesen, dass es sich bezüglich des Schaumstoffstreifens
um einen offenporigen PU-Schaum handeln kann. Dabei ist vorgesehen, dass der Schaumstoffstreifen
zur verzögerten Rückstellung imprägniert ist. Als Imprägnierungsmittel kommt bspw.
ein Acrylat in Frage. Hinsichtlich des verzögert rückstellfähigen, offenzelligen Schaumstoffes
sei auf die europäischen Patentanmeldungen
88 117 173 und
88 118 716 verwiesen sowie auf das europäische Patent
72 955.
[0008] Die Verhaftung zwischen Schaumstoffstreifen und Kunststofffolie ist durch Verkleben
gebildet. Bevorzugt wird ein Haftkleber verwendet, der im offenporigen Schaumstoffstreifen
eine gute Verankerung erfährt.
[0009] Zur Positionierung des Dichtstreifens erweist es sich als vorteilhaft, dass dieser
außenseitig einen Längsklebestreifen aufweist zur Klebeverbindung mit dem Rahmenprofil
oder einer Leiste. Dieser im Rücken des inneren Klebestreifens liegende Längsklebestreifen
führt zu einer laminatartigen Wandungsversteifung als vorteilhafte Abstützbasis für
den sich entspannenden Schaumstoffstreifen. Das schlägt sich merkmalsmäßig darin nieder,
dass der Längsklebestreifen in Überdeckung zur innenseitigen Verhaftung zwischen dem
Schaumstoffstreifen und der Kunststofffolie angeordnet ist. Optimiert ist das noch
dadurch, dass im Bereich der Verhaftung zwischen Schaumstoffstreifen und der Kunststofffolie
bzw. des äußeren Längsklebestreifens die Kunststofffolie verstärkt ausgebildet ist.
Bevorzugt ist die Verstärkung durch Verstärkungsfäden verwirklicht. Solche Verstärkungsfäden
können als Verstärkungsnetz angeordnet sein. Zur Positionierung einer entsprechenden
Armierung dient die Maßnahme, dass die Verstärkung an der Kunststofffolie angeklebt
ist. Eine gute Einbettung der Verstärkung wird erreicht, wenn diese eine Zwischenlage
zwischen dem inneren doppelseitigen Klebestreifen und der Innenfläche der Kunststofffolie
bildet.
[0010] Der Gegenstand der Erfindung ist nachstehend anhand eines zeichnerisch veranschaulichten
Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- in perspektivischer Darstellung einen Ab schnitt eines Schaumstoff- streifens in seinem
unkomprimierten Zustand,
- Fig. 2
- einen Abschnitt eines Dichtstreifens mit ein getaschtem Schaumstoff- streifen, komprimiert,
gleichfalls in schaubildlicher Darstellung wie- dergegeben,
- Fig. 3
- die Draufsicht auf einen Abschnitt des Dichtstreifens, stark vergrößert sowie schichtweise
aufgebrochen,
- Fig. 4
- den Schnitt gemäß Linie IV-IV in Fig. 3 und
- Fig. 5
- eine Herausvergrößerung der Fig. 4.
[0011] Herzstück des erfindungsgemäßen Dichtstreifens 1 ist ein elastisch rückstellfähiger
Schaumstoffstreifen 2.
[0012] Der ist offenporig und besteht bspw. aus PU-Schaum.
[0013] Der Schaumstoffstreifen 2 ist im Falle der Bevorzugung einer verzögerten Rückstellung
imprägniert. Als Imprägnierungsmittel kommt Acrylat in Frage.
[0014] Der Schaumstoffstreifen 2 weist rechteckigen Querschnitt auf. Die Komprimierung liegt
in einer Ebene parallel zur längeren Seite des Rechtecks. Die längere Seite ist etwa
um das Maß einer halben Breite des Dichtstreifens 2 länger ausgebildet. Die vollständige
Breite ist mit x bezeichnet und beträgt im dargestellten Ausführungsbeispiel ca. 15
mm.
[0015] Die Komprimierung liegt im Zustand einer volumenkleineren Eintaschung vor. Die ist
in Fig. 2 wiedergegeben, erreicht durch eine Aufreiß-Umhüllung 3.
[0016] Die Aufreiß-Umhüllung 3 besteht aus einer den Schaumstoffstreifen 2 einschließenden
Kunststofffolie F, die zugleich eine sich in Längsrichtung des Dichtstreifens 1 erstreckende
Abreißlasche 4 ausbildet. Die Kunststofffolie F ist lappig eingestellt. Es handelt
sich um einen um eine längsverlaufende Kehre 5 umgelenkten Streifen. Der ist im Abstand
vor der Kehre 5 zu einem Saum- oder Schlauch gestaltet, bildend die besagte Aufreiß-Umhüllung
3.
[0017] Der Innenraum des Saumes bzw. Schlauches, welcher den komprimierten, rückstellfähigen
Körper aufnimmt, ist mit 6 bezeichnet. Er steht unter einer die Rollfähigkeit eines
solchen Dichtstreifens 1 nicht behindernder Prallfüllung.
[0018] Der Schaumstoffstreifen 2 ist gegenüber der ihn umhüllenden Kunststofffolie F gegen
Wandern gesichert festgelegt. Hierzu ist der Schaumstoffstreifen 2 innenseitig der
Aufreiß-Umhüllung 3 verhaftet. Diese Verhaftung zwischen Schaumstoffstreifen 2 und
der Kunststofffolie F ist durch Verkleben gebildet. Zur Anwendung kommt ein doppelseitig
wirkender Klebestreifen 10. Es sei auf Fig. 4 und die daraus entwickelte Vergrößerung
verwiesen. Der Klebestreifen 10 ist auf der einen Seite mit der Kunststofffolie F
und auf der anderen Seite mit dem Schaumstoffstreifen 2 verklebt. Das hat zugleich
fertigungstechnischen Vorteil, da sich bei noch offener, also nicht zur Bildung des
Innenraumes 6 geführter Aufreiß-Umhüllung der Schaumstoffstreifen 2 exakt auf dem
noch offenen, d. h. aufgefaltet planen Streifen der Kunststofffolie F haltern lässt.
[0019] Wie Fig. 4 außerdem entnehmbar, ist der Dichtstreifen 1 außenseitig mit einem Längsklebestreifen
11 versehen.
[0020] Über diesen lässt sich der Dichtstreifen an einem vorgesehenen Objekt haltern, wie
bspw. an einem Rahmenprofil 12 oder einer damit verbundenen Leiste 13. In beiden Fällen
kann es sich um Kunststoff-Profilmaterial handeln.
[0021] Auch der Längsklebestreifen 11 ist ein doppelseitig wirkender Klebestreifen. Der
Längsklebestreifen 11 befindet sich, wie das aus Fig. 5 auch zeichnerisch hervorgeht,
räumlich in Überdeckung zur innenseitigen Verhaftung zwischen dem Schaumstoffstreifen
2 und der Kunststofffolie F. Auf diese Weise entsteht, einbezogen den die Aufreiß-Umhüllung
3 bildenden Part, ein dreilagiges Laminat von guter Festigkeit. Die ist noch durch
eine besondere Armierungsmaßnahme erhöht. Fertigungstechnisch schlägt sich das in
der Maßnahme nieder, dass im Bereich der Verhaftung zwischen Schaumstoffstreifen 2
und der Kunststofffolie F bzw. des äußeren Längsklebestreifens 11 die Kunststofffolie
verstärkt ausgebildet ist. Diese Verstärkung ist durch Verstärkungsfäden 14 gegeben.
Die setzt sich aus längsverlaufenden Fäden und querverlaufenden Fäden zusammen, die
alle mit 14 bezeichnet sind. Die Längsfäden verlaufen zumindest in den Nahbereichen
zur Kehre 5 bzw. Verhaftung 7. Die Querfäden nehmen einen im Wesentlichen zickzackförmigen
Verlauf, wobei jedoch die Winkelkehren gekappt sind.
[0022] Erkennbar sind die Längs- und Querfäden zu einem Verstärkungsnetz zusammengesetzt.
Ein solches Netz oder Gitter kann an den Kreuzungspunkten bezüglich der Fäden fixiert
sein, bspw. verschmolzen. Diese Verstärkung ist ansonsten an der Kunststofffolie F
unter Nutzung der Klebestreifen 10 angeklebt. Das so auch in den Kreuzungspunkten
weitestgehend gehaltene Verstärkungsnetz toleriert ebenfalls die oben angedeutete
Aufrollbevorratung.
[0023] Erkennbar bildet die Verstärkung insgesamt eine Zwischenlage zwischen dem inneren
doppelseitigen Klebestreifen 10 und der Innenfläche der Kunststofffolie F.
1. Dichtstreifen der einen mit einer Umhüllung durch eine Kunststofffolie (F) versehenen
Schaumstoffstreifen (2) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaumstoffstreifen (2) mit der Kunststofffolie (F) vermittels eines doppelseitig
wirkenden Klebestreifens (10) verbunden ist, wobei der Klebestreifen (10) auf der
einen Seite mit der Kunststofffolie (F) und auf der anderen Seite mit dem Schaumstoffstreifen
(2) verklebt ist.
2. Dichtstreifen nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaumstoffstreifen (2) außenseitig einen Längsklebestreifen (11) aufweist zur
Klebeverbindung mit einem Rahmenprofil (12) oder einer Leiste (13).
3. Dichtstreifen nach einem der Ansprüche 1 oder 2, gekennzeichnet durch einen offenporigen PU-Schaumstoffstreifen (2).
4. Dichtstreifen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaumstoffstreifen (2) zur verzögerten Rückstellung imprägniert ist.
5. Dichtstreifen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Imprägnierungsmittel ein Acrylat ist.
6. Dichtstreifen nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Längsklebestreifen (11) in Überdeckung zur innenseitigen Verhaftung zwischen
dem Schaumstoffstreifen (2) und der Kunststofffolie (F) angeordnet ist.
7. Dichtstreifen nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Verhaftung zwischen dem Schaumstoffstreifen (2) und der Kunststofffolie
(F) bzw. dem äußeren Längsklebestreifens (11) die Kunststofffolie (F) verstärkt ausgebildet
ist.
8. Dichtstreifen nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkung durch Verstärkungsfäden (14) gebildet ist.
9. Dichtstreifen nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkungsfäden (14) als Verstärkungsnetz angeordnet sind.
10. Dichtstreifen nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkung an der Kunststofffolie (F) angeklebt ist.
11. Dichtstreifen nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkung eine Zwischenlage zwischen dem inneren doppelseitigen Klebestreifen
(10) und der Innenfläche der Kunststofffolie (F) bildet.
12. Verfahren zur Herstellung eines Schaumstoffstreifens mit einer Folienumhüllung, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaumstoffstreifen auf dem noch offenen, das heißt aufgefalteten planen Streifen
der Kunststofffolie mittels eines doppelseitig wirkenden Klebestreifens gehaltert
wird, wobei der Klebestreifen auf der einen Seite mit der Kunststofffolie und auf
der anderen Seite mit dem Schaumstoffstreifen verklebt.