[0001] Die Erfindung betrifft eine Infrarot-Heizung, insbesondere zum Beheizen von Hallen,
Ställen und Gewächshäusern, gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
[0002] Derartige Infrarot-Heizungen werden von der Anmelderin seit langem vertrieben, und
umfassen ein in der Regel horizontal aufgehängtes, nach unten offenes Reflektorgehäuse,
in welchem ein Strahlungsrohr aufgenommen ist, das durch einen Brenner, insbesondere
durch einen Gasbrenner, mit einem Heizmedium beaufschlagt wird und die Wärme in Form
von Infrarotlicht in die Halle abstrahlt. Der Brenner ist hierbei in einem kastenförmig
ausgestalteten Brennergehäuse aufgenommen, welches stirnseitig an einem Ende des Strahlungsrohres
außerhalb des Reflektorgehäuses angeordnet ist.
[0003] Bei den bekannten Infrarot-Heizungen ergibt sich das Problem, dass die vom Strahlungsrohr
durch die abgestrahlte Infrarotstrahlung zwischen dem Strahlungsrohr und der Unterseite
des Reflektorgehäuses befindliche Luft sehr stark erhitzt wird und in unerwünschter
Weise als Konvektionswärme über die unteren Kanten der Seitenwände des Reflektorgehäuses
entweicht, von wo aus sie in dem zu beheizenden Raum aufsteigt und lediglich ungenutzt
dazu dient, die Luft im oberen Bereich der Halle zu erwärmen.
[0004] Um dem Energieverlust durch die entweichende Konvektionswärme zu entgegnen, wird
in der
EP 0162445 vorgeschlagen, den Brenner innerhalb des nach unten geöffneten und im Querschnitt
glockenförmig ausgestalteten Reflektorgehäuses anzuordnen.
[0005] Weiterhin ist es aus der
DE 3217948 C2 bekannt, das Reflektorgehäuse zweischalig auszugestalten und zwischen den beiden
Schalen des Reflektorgehäuses einen Lüftungskanal vorzusehen, in dem die durch diesen
geförderte Luft aufgrund der entstehenden Konvektionswärme erwärmt wird und im Anschluss
daran für die Beheizung des Gebäudes zur Verfügung steht. Die hierbei der durch den
Lüftungskanal hindurch geführten Luft zugeführte Wärmeenergie wird dabei zum Teil
dem Strahlungsrohr entzogen, wodurch sich der abgestrahlte IR-Anteil verringert.
[0006] Nachteilig bei den beiden zuvor genannten Strahlungsheizungen ist es hierbei weiterhin,
dass die abgeführte Energie in ineffizienter Weise zur Erwärmung von Luft eingesetzt
wird, und demgemäß nicht mehr als Strahlungsenergie zur Verfügung steht, mit welcher
die Erwärmung von Objekten in einem größeren Abstand vom Strahlungsrohr in erheblich
effizienterer Weise durch die Übertragung von Wärmestrahlung, d.h. von Infrarot-Strahlung,
erfolgt. So wurde von der Anmelderin gefunden, dass bei den bisherigen Strahlungsheizungen
der eingangs beschriebenen Art zwischen 15 % und 40 % der eingesetzten Energie in
unerwünschter Weise als Konvektion entweichen.
[0007] Demgemäß ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Infrarot-Heizung zu
schaffen, bei der die Energieverluste aufgrund von entstehender Konvektion weiter
vermindert werden.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale von Anspruch 1 gelöst.
[0009] Weitere Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen enthalten.
[0010] Gemäß der Erfindung umfasst eine Infrarot-Heizung, die insbesondere zum Beheizen
von Hallen eingesetzt wird, einen Reflektor mit einem Reflektorgehäuse, in dem ein
Infrarot-Strahlungsrohr verläuft, das durch einen Brenner, insbesondere einen Gasbrenner
oder auch einen Ölbrenner, der bevorzugt außerhalb des Reflektorgehäuses angeordnet
ist, mit Heißgas beaufschlagt wird.
[0011] Dem Brenner wird hierbei Frischluft über eine Luftzufuhröffnung zugeführt, und das
Reflektorgehäuse besitzt einen im Querschnitt bevorzugt glockenförmigen Aufbau, mit
wenigstens einer sich seitlich des Strahlungsrohres entlang erstreckenden Seitenwand,
an deren Innenfläche die vom Strahlungsrohr abgegebene Infrarot-Strahlung, bei einem
bevorzugt horizontal in einer Halle aufgehängten Reflektorgehäuse in Richtung zum
Hallenboden reflektiert wird, um dort befindliche Objekte durch die Infrarot-Strahlung
zu erwärmen.
[0012] Gemäß der Erfindung weist die Seitenwand im Bereich ihrer sich entlang des Strahlungsrohres
erstreckenden Längskante und gleichzeitig oder auch alternativ das Reflektorgehäuse
in einem oberhalb des Strahlungsrohres angeordneten zentralen Gehäuseabschnitt wenigstens
eine Absaugöffnung auf, die über einen Luftabsaugkanal, der bevorzugt im Inneren der
Seitenwand verläuft, jedoch alternativ auch als separate Leitung z.B. auf der Außenseite
der Seitenwand geführt sein kann, mit der Luftzufuhröffnung des Brenners in Strömungsverbindung
steht. Durch die Absaugöffnung hindurch wird die im Bereich der Innenseite des Reflektorgehäuses
durch den Kontakt der Luftmoleküle mit der die Infrarot-Strahlung reflektierenden
Innenwand des Reflektorgehäuses erwärmte Luft abgesaugt und dem Brenner als vorgewärmte
Luft mit einer Temperatur von z.B. 150 °C bis 250 °C zugeführt. Da die in der vorgewärmten
Luft enthaltene Wärmeenergie nicht zur Erwärmung von Luft im oberen Teil eines Raums
oder Gebäudes sondern zur Aufheizung des Strahlungsrohres eingesetzt wird, ergibt
sich durch die erfindungsgemäße Lösung beim Einsatz einer vorgegebenen Menge an Brennstoff
welcher dem Brenner zugeführt wird, eine Erhöhung des Infrarot-Anteils um 3% bis 5%.
[0013] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Infrarot-Heizung besteht darin, dass es
durch die Absaugung der erhitzten Luft im Bereich der Längskanten des Reflektorgehäuses
nicht zu einer Abkühlung des Strahlungsrohres und damit zu einer unerwünschten Reduzierung
des IR-Anteils kommt.
[0014] Die Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf die Zeichnungen anhand bevorzugter Ausführungsformen
beschrieben.
[0015] In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Querschnittsansicht einer erfindungsgemäßen Infrarot-Heizung mit
der durch Pfeile angedeuteten Luftführung,
- Fig. 2
- eine Aufsicht auf die erfindungsgemäße Infrarot-Heizung von Fig. 1,
- Fig. 3
- eine schematische Querschnittsansicht der bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäße
Infrarot-Heizung, und
- Fig. 4
- eine schematische Aufsicht auf eine abgewandelte Ausführungsform der Erfindung, bei
der zusätzlich oder alternativ zu den Öffnungen in den Seitenwänden des Reflektorgehäuses
Absaugöffnungen im Bereich oberhalb des Strahlungsrohres auf der dem Brenner gegenüberliegenden
Seite des Reflektorgehäuses angeordnet sind.
[0016] Wie in Fig. 1 geneigt ist, umfasst eine erfindungsgemäße Infrarot-Heizung 1 ein Reflektorgehäuse
2 in welchem ein U-förmiges Strahlungsrohr 4 angeordnet ist, das durch einen Brenner
6, welcher an einem ersten Ende des Strahlungsrohres 4 angeordnet ist, mit Heizenergie
beaufschlagt wird.
[0017] Der Brenner 6 ist hierbei ein bekannter Gasbrenner oder Ölbrenner, dem ein nicht
näher gezeigter Brennstoff, beispielsweise Gas oder Öl zugeführt wird, welches innerhalb
des Strahlungsrohres 4 nach Vermischen mit Frischluft 10, die dem Brenner 6 über eine
Luftzufuhröffnung 8 zugeführt wird, verbrannt wird und das Strahlungsrohr 4 auf seiner
Außenseite hierbei auf eine Temperatur von im Mittel z.B. 280°C bis 350 °C oder mehr
erwärmt.
[0018] Die vom Strahlungsrohr 4 abgestrahlte Infrarotstrahlung wird einerseits vom Strahlungsrohr
4 direkt in Richtung auf nicht näher gezeigte zu erwärmende Objekte abgestrahlt, oder
nach einer Reflektion an den Innenseiten des Reflektorgehäuses 2, bzw. an einem oberhalb
des Strahlungsrohres 4 angeordneten Zusatzreflektor 18 in Richtung der zu beheizenden
Objekte reflektiert.
[0019] Wie hierbei der Darstellung der Figuren 1 bis 3 weiterhin entnommen werden kann,
besitzt das Reflektorgehäuse 2 eine im Querschnitt betrachtet glockenartige Form und
erstreckt sich bevorzugt über die gesamte Länge des Strahlungsrohres 4 hinweg.
[0020] Gemäß der Darstellung von Fig. 3 weist das Reflektorgehäuse 2 dabei wenigstens eine,
bevorzugt jedoch zwei Seitenwände 12a, 12b auf, die sich in einem Winkel von beispielsweise
45° geneigt an einen zentralen Gehäuseabschnitt 14 anschließen, der bevorzugt horizontal
angeordnet wird, wenn die erfindungsgemäße Infrarot-Heizung 1 über in den Figuren
schematisch angedeutete Nivellierelemente 16 an der Decke eines zu beheizenden Gebäudes
aufgehängt wird. Die Nivellierelemente 16 erlauben hierbei zum Beispiel durch ein
in den Elementen vorgesehenes Rechts-Links-Gewinde, in welches entsprechende Gewindestangenabschnitte
eingeschraubt werden, die an Aufhängungselementen wie Seilen oder Stangen befestigt
sind, eine Veränderung der Länge der Aufhängungselemente, um die Neigung des Reflektorgehäuses
2, bzw. des Strahlungsrohres 4 zu verändern.
[0021] Wie der Darstellung der Figuren 1 bis 3 weiterhin entnommen werden kann, wird die
Frischluft 10 über wenigstens eine, bevorzugt jedoch mehrere Absaugöffnungen 20a,
20b abgesaugt. Diese sind erfindungsgemäß in der sich im Wesentlichen parallel zum
Strahlungsrohr 4 erstreckenden Längskante 22a, 22b der zugehörigen Seitenwand 12a,
12b des Reflektorgehäuses angeordnet.
[0022] Durch die Absaugöffnungen 20a, 20b wird die durch die Pfeile symbolisierte Luft 10
im Bereich der Längskanten 22a, 22b abgesaugt und im Anschluss daran durch einen der
jeweiligen Absaugöffnung 20a, 20b zugeordneten Luftabsaugkanal 24a, 24b dem Brenner
6 als vorgewärmte Verbrennungsluft zugeführt, die z.B. eine Temperatur im Bereich
von 150 bis 250 °C besitzt.
[0023] Wie der Darstellung von Fig. 3 weiterhin entnommen werden kann, weist das Reflektorgehäuse
2 bevorzugt einen zweischaligen Aufbau auf, wobei die erste und zweite Seitenwand
12a, 12b des Reflektorgehäuses jeweils eine dem Strahlungsrohr 4 zugewandte Innenwand
26a, 26b und eine im Abstand zu dieser angeordnete Außenwand 28a, 28b besitzt, zwischen
denen der Luftabsaugkanal 24a, 24b geformt ist. Der Abstand kann dabei z.B. 1 bis
5 cm betragen und durch nicht näher eingezeichnete Abstandshalter, wie z. B. Distanzhülsen
oder Stege, erzeugt werden.
[0024] Gemäß der Darstellung von Fig. 3 überragt die freie Kante 30a, 30b der jeweiligen
Außenwand oder äußeren Schale 28a, 28b bei dieser Ausführungsform der Erfindung die
sich entlang des Strahlungsrohres 4 erstreckende freie Kante 32a, 32b der Innenwand
oder inneren Schale 26a, 26b um ein vorgegebenes Maß, beispielsweise um 1 bis 3 cm,
um hierdurch im gewissen Sinne ein Barriere zu bilden, die ein ungehindertes Abströmen
von erhitzter Luft an den Absaugöffnungen 20a, 20b vorbei unterbindet. Hierdurch kann
der Wirkungsgrad der erfindungsgemäßen Infrarot-Heizung 1 in vorteilhafter Weise weiter
gesteigert werden. Die Innenwand 26a, 26b ist auf der dem Strahlungsrohr 4 zugewandten
Seite zur weiteren Steigerung des Wirkungsgrades bevorzugt mit einer Beschichtung
versehen, die IR-Stralalung in dem jeweiligen Wellenlängenbereich reflektiert. Die
Beschichtung kann beispielsweise eine Aluminiumbesehichtung sein.
[0025] Wie in der Darstellung von Fig. 3 weiterhin durch die strichpunktierte Linie 34 angedeutet
ist, liegen die freie Kante 30a, 30b der zugehörigen Außenwand 28a, 28b und die freie
Kante 32a, 32b der zugehörigen Innenwand 26a, 26b des Reflektorgehäuses 2 bevorzugt
auf einer Tangente 34 zu dem Strahlungsrohr 4. Beim Einsatz eines in den Darstellungen
gezeigten U-fömigen Strahlungsrohr 4 verläuft die Tangente 34 hierbei genau genommen
entlang des entfernt von der jeweiligen Längskante 22a, 22b liegenden Teilabschnitts
des Strahlungsrohrs 4, wie dies in Fig. 3 am Beispiel der zweiten Seitenwand 12b des
Reflektorgehäuses 2 angedeutet ist. Durch diese Ausgestaltung der Seitenwände ergibt
sich der Vorteil, dass bei einem möglichst großen Abstrahlungsbereich für die Infrarotstrahlung
die vom Strahlungsrohr 4 emittierte Infrarotstrahlung nicht direkt auf die Innenseite
der Außenwand 28a, 28b auftrifft und diese erwärmt. Dadurch wird die abgesaugte Luft
beim Kontakt mit diesem Wandabschnitt vor ihrem Eintritt in die Absaugöffnungen 20a,
20b nicht zusätzlich erhitzt, wodurch der Gesamtwirkungsgrad für den abgestrahlten
IR-Anteil weiter gesteigert werden kann.
[0026] Bei der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, bei der das Reflektorgehäuse 2
wie zuvor erwähnt - zweischalig aufgebaut ist, kann in jeder der beiden Seitenwände
12a, 12b eine einzelne Absaugöffnung vorgesehen sein, die sich bevorzugt über im Wesentlichen
die gesamte Länge der jeweiligen Längskanten 22a, 22b des entsprechenden Seitenteils
12a,12b erstreckt.
[0027] Hierbei ist es in Hinblick auf eine möglichst laminare Strömung und einen im Wesentlichen
homogenen Druckverlaufinnerhalb der Luftabsaugkanäle 24a, 24b von besonderem Vorteil,
wenn sich der Querschnitt der Absaugöffnungen 20a, 20b - vom Brenner 6 aus betrachtet
- über im Wesentlichen die gesamte Länge des Reflektorgehäuses 2 hinweg bevorzugt
stetig erweitert.
[0028] Alternativ kann über die Länge der jeweiligen Längskante 22a, 22b der beiden Seitenwände
12a,12b hinweg eine Vielzahl von Absaugöffnungen 20a, 20b angeordnet sein, wie sie
in der Seitendarstellung von Fig. 1 im Detail angedeutet sind.
[0029] Jede der Absaugöffnungen 20a, 20b ist dabei bevorzugt über ein Verschlusselement
36, beispielsweise einen plättchenförmigen Schieber, in ihrer Größe veränderbar, um
die Menge an durch die jeweilige Absaugöffnung 20a, 20b hindurch abgesaugter Luft
10 und die Strömungsverhältnisse innerhalb der Luftzufuhrkanäle 24a, 24b in Abhängigkeit
von den jeweiligen Umgebungsbedingungen anpassen zu können.
[0030] Wie der Darstellung von Fig. 1 und Fig. 2 weiterhin entnommen werden kann, laufen
die Luftabsaugkanäle 24a, 24b in den Seitenwänden 12a, 12b bei der bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung in einer zentralen Sammelleitung 40 zusammen, die bevorzugt entlang
des zentralen Gehäuseabschnitts 14 des Reflektorgehäuses 2 verläuft. Die Sammelleitung
40 geht dabei an der Außenseite des Reflektorgehäuses 2 in einen sich konisch oder
dreieckförmig verjüngenden Stutzen 38 über, der durch einen senkrecht zur zentralen
Sammelleitung 40 verlaufenden Umlenkabschnitt 42 mit der Luftzufuhröfnung 8 des Brenners
6 strömungsmäßig verbunden ist.
[0031] Obgleich bei dieser Ausführungsform der Erfindung dem Brenner 6 neben der über die
Absaugöffnung 20a, 20b und die zentrale Sammelleitung 40 zugeführten vorgewärmten
Luft über eine nicht näher dargestellte Mischklappe oder ein Ventil gewünschten Falls
zusätzlich auch kühlere Frischluft aus der Umgebung zugeführt werden kann, erfolgt
die Zufuhr der Verbrennungsluft zur Erzielung eines maximalen Wirkungsgrades bevorzugt
ausschließlich über die zentrale Sammelleitung 40.
[0032] Um den Wirkungsgrad noch weiter zu erhöhen, kann es hierbei vorgesehen sein, dass
der oder die Luftabsaugkanäle 24a, 24b sowie bevorzugt auch die zentrale Sammelleitung
40 und der Stutzen 38 sowie der Umlenkabschnitt 42 mit einem thermisch isolierenden
Werkstoff, beispielsweise mit Steinwolle oder Glaswolle oder einem anderen thermisch
beständigen Werkstoff nach außen hin isoliert werden, um eine Abstrahlung von Wärmeenergie
der über die Absaugöffnungen 20a, 20b angesaugten vorgewärmten Luft 10 bei ihrem Weg
durch die Luftabsaugkanäle 24a, 24b sowie die zentrale Sammelleitung 40, den Stutzen
38 und den Umlenkabschnitt 42 nach Möglichkeit zu vermeiden, bzw. so gering wie möglich
zu halten. Das zuvor erwähnte Isolationsmaterial ist in den Zeichnungen aus darstellungstechnischen
Gründen nicht näher gezeigt.
[0033] Ebenso kann es im Hinblick auf einen optimalen Wirkungsgrad von Vorteil sein, wenn
die Seitenwände 12a, 12b sowie auch der zentrale Gehäuseabschnitt 14 auf der Innenseite
sowie gegebenenfalls auch auf der Außenseite der Innenwände 26a, 26b und/oder der
Innenseite der Außenwände 28a, 28b mit einem thermischen Isolierwerkstoff besetzt
sind, um die durch Konvektion entstehenden Energieverluste die so gering wie möglich
zu halten.
[0034] Gemäß der in Fig. 4 gezeigten weiteren Ausführungsform der Erfindung, können zusätzlich
oder auch alternativ zu den Öffnungen in den Seitenwänden des Reflektorgehäuses 2
eine oder mehrere Absaugöffnungen 102a in einem oberhalb des Strahlungsrohres 4 angeordneten
Gehäuseabschnitt, insbesondere dem zentralen Gehäuseabschnitt 14 angeordnet sein.
[0035] Wie die Anmelderin gefunden hat, kann durch den Einsatz von Luftabsaugöffnungen 120a
im Bereich unmittelbar oberhalb des Strahlungsrohres 4 ein Teil der oberhalb des Strahlungsrohres
befindlichen Luft abgesaugt und dem Brenner 6 als vorgewärmte Luft wieder zugeführt
werden, um den Gesamt-Strahlungswirkungsgrad weiter zu steigern. Dies ist nach Auffassung
der Anmelderin darauf zurück zu führen ist, dass die den Wirkungsgrad steigernde Vorwärmung
der dem Brenner zugeführten Luft in diesem Bereich in erster Linie durch einen Kontakt
derselben mit der Oberseite des Strahlungsrohres 4 erfolgt, welches hierdurch geringfügig
abgekühlt wird und einen gegenüber der Unterseite des Strahlungsrohres reduzierten
Anteil an Infrarotstrahlung abstrahlt. Allerdings fällt die lokale Abkühlung und die
damit einhergehend Verringerung des IR-Strahlungsanteils auf der Oberseite des Strahlungsrohres
4 nicht weiter ins Gewicht, da ein gewisser Teil der von der Oberseite des Rohres
emittierten IR-Strahlung nach ihrer Reflexion am Reflektorgehäuse oberhalb des Strahlungsrohres
wieder auf das Strahlungsrohr auftrifft und dadurch nicht - wie gewünscht - als IR-Strahlung
in den untenliegenden Raum abgestrahlt wird, sondern das Rohr an der Oberseite wieder
aufheizt.
[0036] Der zuvor beschriebene Effekt tritt insbesondere dann verstärkt auf, wenn die Absaugöffnungen
120a ausschließlich an dem entfernt vom Brenner 6 angeordneten Ende des Reflektorgehäuses
2 in den zentralen Gehäuseabschnitt 14 eingebracht sind, bevorzugt in den Bereich
des U-förmigen Abschnitts, in dem das Strahlungsrohr 4 umgelenkt wird. Obgleich die
Absaugung der Luft prinzipiell auch ausschließlich über die im zentralen Gehäuseabschnitt
14 angeordneten Absaugöffnungen 120a erfolgen kann, lässt sich der dem Brenner 6 zugeführte
vorgewärmte Luftstrom zur Optimierung des Wirkungsgrades dadurch sehr leicht an die
jeweiligen Verhältnisse anpassen, wenn zusätzlich Luftabsaugöffnungen 20a, 20b in
den Längskanten 22a, 22b des Reflektorgehäuses 2 vorgesehen sind, deren Größe über
Verschlusselemente 36 veränderbar ist. Mit Ausnahme der Öffnungen 120a entspricht
diese Ausführungsform der Erfindung vom grundsätzlichen Aufbau her im Wesentlichen
der Ausführungsform der Figuren 1 bis 3.
Liste der Bezugszeichen
[0037]
- 1
- Infrarot-Heizung
- 2
- Reflektorgehäuse
- 4
- U-förmiges Strahlungsrohr
- 6
- Brenner
- 8
- Luftzufuhröffnung
- 10
- Frischluft
- 12a
- Seitenwand
- 12b
- Seitenwand
- 14
- zentraler Gehäuseabschnitt
- 16
- Nivellierelemente
- 18
- Zusatzreflektor
- 20a, 120a
- Absaugöffnung
- 20b
- Absaugöffnung
- 22a
- Längskante
- 22b
- Längskante
- 24a
- Luftabsaugkanal
- 24b
- Luftabsaugkanal
- 26a
- Innenwand
- 26b
- Innenwand
- 28a
- Außenwand
- 28b
- Außenwand
- 30a
- freie Kante der Außenwand
- 30b
- freie Kante der Außenwand
- 32a
- freie Kante der Innenwand
- 32b
- freie Kante der Innenwand
- 34
- strich-punktierte Linie
- 36
- Verschlusselement
- 38
- konischer oder dreieckförmiger Stutzen
- 40
- zentrale Sammelleitung
- 42
- Umlenkabschnitt
1. Infrarot-Heizung (1), insbesondere zum Beheizen von Hallen, mit einem in einem Reflektorgehäuse
(2) aufgenommenen Strahlungsrohr (4), das durch einen Brenner (6) mit Heizenergie
beaufschlagt wird, welchem über eine Luftzufuhröffnung (8) Frischluft (10) zugeführt
wird, wobei das Reflektorgehäuse (2) wenigstens eine sich seitlich des Strahlungsrohres
(4) entlang desselben erstreckende Seitenwand (12a, 12b) aufweist, an der die vom
Strahlungsrohr (4) abgegebene Infrarot-Strahlung reflektiert wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Seitenwand (12a, 12b) im Bereich ihrer sich entlang des Strahlungsrohres (4) erstreckenden
Längskante (22a, 22b) und/oder das Reflektorgehäuse (2) in einem oberhalb des Strahlungsrohres
(4) angeordneten Gehäuseabschnitt (14) wenigstens eine Absaugöffnung (20a, 20b;120a)
besitzt, die über einen Luftabsaugkanal (24a, 24b) mit der Luftzufuhröffnung (8) des
Brenners (6) in Strömungsverbindung steht und durch die hindurch im Bereich der Innenseite
des Reflektorgehäuses (2) erwärmte Luft abgesaugt und dem Brenner (6) zugeführt wird.
2. Infrarot-Heizung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Reflektorgehäuse (2) zweischalig aufgebaut ist, wobei die Seitenwand (12a, 12b)
des Reflektorgehäuses (2) eine dem Strahlungsrohr (4) zugewandte Innenwand (26a, 26b)
und eine im Abstand zu dieser angeordnete Außenwand (28a, 28b) aufweist, zwischen
denen der Luftabsaugkanal (24a, 24b) angeordnet ist.
3. Infrarot-Heizung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die sich entlang des Strahlungsrohres (4) erstreckende freie Kante (30a, 30b) der
Außenwand (28a, 28b) die sich entlang des Strahlungsrohres erstreckende freie Kante
(32a, 32b) der Innenwand (26a, 26b) überragt.
4. Infrarot-Heizung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die freie Kante (30a, 30b) der Außenwand (28a, 28b) und die freie Kante (32a, 32b)
der Innenwand (26a, 26b) auf einer Tangente (34) an das Strahlungsrohr (4) liegen.
5. Infrarot-Heizung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Seitenwand (12a,12b) eine einzelne Absaugöffnung (20a, 20b) aufweist, die sich
über im Wesentlichen die gesamte Länge der Längskante (22a, 22b) hinweg erstreckt.
6. Infrarot-Heizung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Absaugöffnung (20a, 20b) einen sich über die Länge des Reflektorgehäuses (2)
hinweg erweiternden Querschnitt aufweist.
7. Infrarot-Heizung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass über die Länge des Reflektorgehäuses (2) hinweg eine Vielzahl von Absaugöffnungen
(20a, 20b) vorgesehen ist, durch die hindurch erwärmte Luft (10) abgesaugt wird.
8. Infrarot-Heizung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
der Querschnitt der Absaugöffnung (20a, 20b; 120a) und/oder des Luftabsaugkanals (24a,
24b) über Verschlusselemente (36) veränderbar ist.
9. Infrarot-Heizung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Reflektorgehäuse (2) einen oberhalb des Strahlungsrohres (4) angeordneten zentralen
Gehäuseabschnitt (14) sowie zwei sich von diesem im Winkel wegerstreckende Seitenwände
(12a, 12b) mit darin angeordneten Absaugöffnungen (20a, 20b) ausweist, und dass eine
gemeinsame, mit den Absaugöffnungen (20a, 20b; 120a) strömungsmäßig verbundene Sammelleitung
(40) vorgesehen ist, über welche die abgesaugte Luft (10) der Luftzufuhröffuung (8)
des Brenners (6) zugeführt wird.
10. Infrarot-Heizung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Luftabsaugöffnungen (120a) an dem entfernt vom Brenner (6) angeordneten Ende
des Reflektorgehäuses (2) in den Gehäuseabschnitt (14) eingebracht sind.
11. Infrarot-Heizung nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Luftabsaugöffnungen (120a) ausschließlich an dem entfernt vom Brenner (6) angeordneten
Ende des Reflektorgehäuses (2) im zentralen Gehäuseabschnitt (14) angeordnet sind.
12. Infrarot-Heizung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Luftabsaugkanal (24a, 24b) und/oder das Reflektorgehäuse (2) zur Vermeidung von
Wärmeverlusten zumindest abschnittsweise thermisch isoliert sind.
13. Infrarot-Heizung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Reflektorgehäuse (2) über Nivellier-Elemente (16) um eine parallel zum Strahlungsrohr
(4) verlaufende Achse neigbar aufgenommen ist.
14. Infrarot-Heizung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Luftabsaugkanal (24a, 24b) einen solchen Querschnitt besitzt, dass die durch
die Absaugöffnungen (20a, 20b) hindurch abgesaugte Luft als laminare Luftströmung
zum Brenner (6) geleitet wird.