[0001] Die Erfindung betrifft eine mechanisch-magnetische Verbindungskonstruktion, d. h.
Verbindungskonstruktion mit einer mechanischen Verriegelung mittels Magnetkraftunterstützung,
wobei diese Verbindungskonstruktion besonders für Verschlüsse geeignet ist, wie sie
an Taschen, Rucksäcken und vergleichbaren Gegenständen benutzt werden. Diese Aufzählung
beschränkt jedoch nicht den Einsatzbereich der Erfindung.
[0002] An diese per Hand betätigten Verschlüsse werden je nach deren Anwendung unterschiedlichste
Anforderungen gestellt.
[0003] So gibt es z. B. die Anforderung, dass sich der Verschluss unter Last selbst blockiert.
Um diese Anforderung zu erreichen, weisen derartige Verschlüsse Hinterschnitte oder
Schrägen auf und sind so konstruiert, dass eine formschlüssige Verriegelung entsteht,
wenn der Verschluss in der vorgesehenen Belastungsrichtung belastet wird. Zum Schließen
des Verschlusses werden die zu verbindenden Verschlusshälften in Schließrichtung zueinander
bewegt und dann meist ineinander gehängt.
[0004] Nachfolgende Erläuterungen beziehen sich auf Verschlusshälften, die geschlossen werden
sollen und die dabei unter Vorspannung stehen, d. h. an den Verschlusshälften liegt
eine Kraft an, die entgegengesetzt zur Schließrichtung wirkt.
[0005] Zum Ineinanderhängen werden die Verschlusshälften in eine Schließlage gebracht, in
der sie über einen Einhängepunkt aufeinander zu bewegt werden. Je nach der Tiefe des
Hinterschnitts bewegen sich die Verschlusshälften während des Einhängens ein kleineres
oder größeres Wegstück entgegengesetzt zur Vorspannung. Zum öffnen müssen diese Verschlusshälften
erneut dieses Wegstück entgegengesetzt zur Vorspannung bewegt werden, um die Verschlusshälften
auszuklinken, d. h. um den Hinterschnitt zu überwinden. Die Verschlußhälften sind
also unter Vorspannung schwerer zu lösen als ohne Vorspannung. Beim Ausklinken oder
Aushängen ist es häufig auch notwendig, die Verschlusshälften leicht seitwärts zu
bewegen. Diese Bewegungsabläufe werden normalerweise vom Menschen nicht registriert,
weil die menschliche Hand solche Bewegungen problemlos bewältigt. Wenn jedoch die
Funktionsfähigkeit der Hand eingeschränkt ist, z. B. wegen einer Krankheit, oder wenn
ein Skihandschuh getragen wird, erlangen die Bewegungsabläufe beim Öffnen und Schließen
große Bedeutung, insbesondere dann, wenn beim Schließen an wenigstens einer Verschlusshälfte
eine Kraft angreift, gegen die die menschliche Handkraft arbeiten muss.
[0006] Die Anforderung, dass sich der Verschluss unter Belastung nicht oder nur schwer öffnen
lässt, wurde also mittels der vorstehend beschriebenen Verriegelung mit den Hinterschnitten
erreicht, allerdings nur um den Preis, dass der Verschluss unter Vorspannung genauso
schwer schließt wie er öffnet.
[0007] Es gibt aber auch die Anforderung, wonach sich der Verschluss unter Belastung komfortabel
schließen lassen soll. Das kann z. B. dadurch erreicht werden, indem z. B. eine Steckschnalle
neben der mechanischen Verriegelung auch eine Magnet-Anker-Konstruktion enthält. Damit
wird erreicht, dass sich die Verschlusshälften von selbst zusammenziehen und somit
die Handkraft durch die magnetische Anzugskraft unterstützt wird.
[0008] Solche Verschlüsse lassen sich oft nur ruckartig wieder öffnen, weil beim Öffnen
die Magnetkraft überwunden werden muss. Es ist jedoch bei einer Reihe von Anwendungen
gewünscht, dass sich der Verschluss auch sehr bequem und leicht öffnen lassen soll,
sodass auch Personen, die dicke Handschuhe tragen oder in ihrer Handmotorik eingeschränkt
sind, den Verschluss problemlos öffnen können, wenn der Verschluss unbelastet ist.
[0009] Aus dem Stand der Technik sind verschiedenste Verschlusskonstruktionen bekannt, die
jedoch immer nur einen Teil der vorstehend beschriebenen Forderungen erfüllen.
[0010] So beschreiben die Dokumente
WO2008/006357 A2 und
WO2009/010049 A2 zwei Verschlusskonstruktionen, die sich sehr leicht schließen und öffnen lassen,
jedoch keine sichere Verriegelung unter Belastung bieten. Demzufolge kann ein solcher
Verschluss unter Belastung versehentlich aufgehen, was bei sicherheitsrelevanten Anforderungen
vermieden werden muss. Bei diesen beiden Verschlusskonstruktionen wird das Verschließen
mit Hilfe von Magnetkraft erreicht oder unterstützt.
[0011] In dem Dokument
EP 0 907 331 B1 ist eine Verschlusskonstruktion für Schmuckwaren beschrieben, bei der die gebrauchsmäßige
Belastung ebenfalls mittels einer formschlüssigen mechanischen Verbindung aufgenommen
wird. Weiterhin sind Magnete vorgesehen, die eine gewisse Hilfe beim Schließen bewirken.
Dieser Magnetverschluss öffnet unter Last schwerer als ohne Last, da die Verschlusshälften
wie eingangs beschrieben, ineinander gehängt werden und beim Aushängen ein Stück aufeinander
zu bewegt werden müssen. Er schließt jedoch beim Schließen unter Last genauso schwer,
da er um die Tiefe des Hinterschnitts gegen die Last bewegt werden muss. Außerdem
muss auch teilweise gegen die Magnetkraft gearbeitet werden. Je nach konstruktiver
Ausführung solcher Magnetverschlüsse entsteht ein mehr oder weniger ruckartiges Trennen
des Magneten vom Anker, was die Öffnungshaptik des Verschlusses beeinträchtigt.
[0012] Aus dem Spektrum der unterschiedlichen Anforderungsprofile an das Öffnungs- und Schließverhalten
von Verschlüssen, die von Hand geöffnet und geschlossen werden, ist folgendes Anforderungsprofil
aus dem Stand der Technik noch nicht bekannt geworden:
- Selbsttätiges oder sehr leichtes Schließen ohne Belastung
- Schließkraftunterstützung beim Schließen unter Belastung
- Sichere Verriegelung unter Belastung
- Sehr einfaches Öffnen ohne Belastung
[0013] Es ist die Aufgabe der Erfindung, einen Verschluss bereitzustellen, der das vorstehend
beschriebene Anforderungsprofil erfüllt.
[0014] Diese Aufgabe wird mit den erfindungsgemäßen Verschlusskonstruktionen nach Anspruch
1 und 2 gelöst.
[0015] Nach Anspruch 1 weist eine mechanisch-magnetische Verbindungskonstruktion zwei Verbindungsmodule
zum Verbinden von zwei Elementen auf. An jedem der Elemente ist jeweils eines der
Verbindungsmodule befestigbar. Die Befestigung erfolgt an der Lastaufnahme des Verbindungsmoduls.
Die Lastaufnahme z. B. bei einer Steckschnalle sind die schlitzförmigen Öffnungen,
in die die Gurtbänder eingefädelt werden, um die Gurtbänder an der Steckschnalle zu
befestigen. Die Verbindungsmodule können bereits beim Schließen mit einer Last F
L belastet werden, d. h. die Verbindungsmodule müssen z. B. von Hand gegen die durch
die Last erzeugte Kraft zusammengezogen werden, bevor sie in Eingriff kommen und sich
verriegeln.
[0016] Die Kraftrichtung der Last F
L verläuft im Wesentlichen in Richtung der Verbindungslinie zwischen den Lastaufnahmen,
d. h., bei einer Steckschnallenanordnung verläuft die Kraftrichtung auf einer Linie
in Richtung zwei gespannter Gurtbänder, deren Endabschnitte mittels der Steckschnalle
miteinander verbunden sind.
[0017] Die Verbindungsmodule weisen nachfolgende Merkmale auf: eine Verriegelungsvorrichtung
zum formschlüssigen Verriegeln der Verbindungsmodule, wobei die Verriegelungsvorrichtung
ein Federverriegelungselement aufweist, das im ersten Verbindungsmodul angeordnet
ist. Im zweiten Verbindungsmodul ist ein dazu passendes Sperrstück angeordnet.
[0018] Es ist eine Magnet-Anker-Konstruktion vorgesehen mit einem ersten Magneten, der in
einem der Verbindungsmodule angeordnet ist und einem Anker oder einem zweiten Magnet,
der in dem anderen Verbindungsmodul angeordnet ist.
[0019] Weiterhin ist im ersten Verbindungsmodul eine Verschiebebahn ausgebildet, auf der
das Sperrstück des zweiten Verbindungsmoduls von einer Schließposition, d. h. einem
Verriegelungszustand, in eine Offenposition, d. h. in einen entriegelten Zustand verschiebbar
ist.
[0020] Die Verriegelungsvorrichtung, die Magnet-Anker-Konstruktion und die Verschiebebahn
sind durch nachfolgende Merkmale in Wirkverbindung:
Beim Öffnen werden die Verbindungsmodule von der Schließposition in die Offenposition
auf der Verschiebebahn verschoben, wobei der erste Magnet und der Anker oder der zweite
Magnet gegeneinander verschoben werden, sodass eine allmähliche Abschwächung der gegenseitigen
magnetischen Anziehung eintritt.
[0021] Gleichzeitig werden bei dieser Verschiebung das Sperrstück und das Federverriegelungselement
auf der Verschiebebahn so weit gegeneinander verschoben, bis das Federverriegelungselement
in eine dafür vorgesehene Ausnehmung am Sperrstück eintritt und somit nicht mehr in
Eingriff mit dem Sperrstück ist, ohne dass das Federverriegelungselement dabei beiseite
gedrängt wird.
[0022] Beim Schließen verriegeln die Verbindungsmodule mittels der Verriegelungsvorrichtung
im Gegensatz zum Gegenstand der
EP 0 907 331 B1 direkt in die Schließposition, wobei das Sperrstück das Federverriegelungselement
gegen eine Federkraft des Federverriegelungselements beiseite drückt, bis es einrastet.
[0023] Gleichzeitig zieht beim Schließen die Magnet-Anker-Konstruktion die Verbindungsmodule
zueinander, wodurch das Verriegeln der Verriegelungsvorrichtung wenigstens unterstützt
wird.
[0024] Erfindungsgemäß sind die räumliche Lage der Lastaufnahmen auf den Verbindungsmodulen
und die räumliche Lage und die Form der Verschiebebahn so gewählt und ausgebildet,
dass sich beim Verschieben der Verbindungsmodule von der Schließposition in die Offenposition
die Lastaufnahmen der Verbindungsmodule um einen Betrag Δx aufeinander zu bewegen
müssen. Diese Öffnungsbewegung erfolgt gegen die Last F
L, sodass dazu eine physikalische Arbeit
W = F
L x Δx nötig ist. Somit lässt sich die Verbindungskonstruktion unter der Last F
L schwerer öffnen als ohne die Last F
L.
[0025] Somit wurde die Aufgabe der Erfindung gelöst. Die Verbindungskonstruktion schließt
ohne Belastung selbsttätig oder sehr leicht, da die Magnetkraft die Schließbewegung
kräftig unterstützt. Weiterhin schließt die Verbindungskonstruktion aufgrund der magnetischen
Schließkraftunterstützung auch noch unter Belastung komfortabel. Unter Belastung erfolgt
eine sehr sichere Verriegelung, die umso größer ist, je größer die Kraft der angreifenden
Last wird. Und ohne Belastung lässt sich die Verbindungskonstruktion sehr leicht öffnen.
[0026] Nach Anspruch 2 weist eine mechanisch-magnetische Verbindungskonstruktion zwei Verbindungsmodule
zum Verbinden von zwei Elementen auf. An jedem der Elemente ist jeweils eines der
Verbindungsmodule befestigbar. Die Befestigung erfolgt an der Lastaufnahme des Verbindungsmoduls.
Die Lastaufnahme bei einer Steckschnalle sind die schlitzförmigen Öffnungen, in die
die Gurtbänder eingefädelt werden, um die Gurtbänder an der Steckschnalle zu befestigen.
Die Verbindungsmodule können bereits beim Schließen mit einer Last F
L belastet werden, d. h., die Verbindungsmodule müssen z. B. von Hand gegen die durch
die Last erzeugte Kraft zusammengezogen werden, bevor sie in Eingriff kommen und sich
verriegeln.
[0027] Die Kraftrichtung der Last F
L verläuft im Wesentlichen in Richtung der Verbindungslinie zwischen den Lastaufnahmen,
d. h., bei einer Steckschnallenanordnung verläuft die Kraftrichtung auf einer Linie
in Richtung zwei gespannter Gurtbänder, deren Endabschnitte mittels der Steckschnalle
miteinander verbunden sind.
[0028] Die Verbindungsmodule weisen nachfolgende Merkmale auf: eine Verriegelungsvorrichtung
zum formschlüssigen Verriegeln der Verbindungsmodule, wobei die Verriegelungsvorrichtung
ein Federverriegelungselement aufweist, das im ersten Verbindungsmodul angeordnet
ist. Im einem zweiten Verbindungsmodul ist ein dazu passendes Sperrstück angeordnet.
Außerdem ist im zweiten Verbindungsmodul eine kraftumleitende Schräge vorgesehen.
[0029] Es ist eine Magnet-Anker-Konstruktion vorgesehen mit einem ersten Magneten, der in
einem der Verbindungsmodule angeordnet ist und einem Anker oder einem zweiten Magnet,
der in dem anderen Verbindungsmodul angeordnet ist.
[0030] Weiterhin ist im ersten Verbindungsmodul eine Verschiebebahn ausgebildet, auf der
das Sperrstück des zweiten Verbindungsmoduls von einer Schließposition, d. h. einem
Verriegelungszustand, in eine Offenposition, d. h. in einen entriegelten Zustand verschiebbar
ist.
[0031] Die Verriegelungsvorrichtung, die Magnet-Anker-Konstruktion und die Verschiebebahn
sind durch nachfolgende Merkmale in Wirkverbindung:
Beim Öffnen werden die Verbindungsmodule von der Schließposition in die Offenposition
auf der Verschiebebahn verschoben, wobei der erste Magnet und der Anker oder der zweite
Magnet gegeneinander verschoben werden, sodass eine allmähliche Abschwächung der gegenseitigen
magnetischen Anziehung eintritt.
[0032] Gleichzeitig werden bei dieser Verschiebung das Sperrstück und das Federverriegelungselement
auf der Verschiebebahn gegeneinander verschoben, wobei das Federverriegelungselement
durch die kraftumleitende Schräge so weit beiseite gedrängt wird, bis das Federverriegelungselement
nicht mehr in Eingriff mit dem Sperrstück ist.
[0033] Beim Schließen rasten die Verbindungsmodule mittels der Verriegelungsvorrichtung
im Gegensatz zum Gegenstand der
EP 0 907 331 B1 direkt in die Schließposition ein, wobei das Sperrstück das Federverriegelungselement
gegen eine Federkraft des Federverriegelungselements beiseite drückt, bis es einrastet.
[0034] Gleichzeitig zieht beim Schließen die Magnet-Anker-Konstruktion die Verbindungsmodule
zueinander, wodurch das Verriegeln der Verriegelungsvorrichtung wenigstens unterstützt
wird.
[0035] Erfindungsgemäß sind auch hier, wie nach Anspruch 1, die räumliche Lage der Lastaufnahmen
auf den Verbindungsmodulen und die räumliche Lage und die Form der Verschiebebahn
so gewählt und ausgebildet, dass sich beim Verschieben der Verbindungsmodule von der
Schließposition in die Offenposition die Lastaufnahmen der Verbindungsmodule um einen
Betrag Δx aufeinander bewegen müssen. Diese Öffnungsbewegung erfolgt gegen die Last
F
L, sodass dazu eine physikalische Arbeit W = F
L x Δx nötig ist. Somit lässt sich die Verbindungskonstruktion unter der Last F
L schwerer zu öffnen als ohne die Last F
L.
[0036] Um die der Erfindung zugrunde liegende technische Lehre zu erläutern, wird zunächst
diese Lehre an Hand abstrahierter Zeichnungen aufgezeigt, da dieses Prinzip in allen
danach folgenden konkreten Verschlusskonstruktionen enthalten ist.
[0037] Das Zusammenwirken der Verschlusshälften beim Schließen und Öffnen des Verschlusses
und die dabei vorliegenden räumlichen Lagen der wesentlichen Funktionselemente werden
beschrieben. Weiterhin werden die beim Schließen und Öffnen, d. h. beim Verbinden
und Trennen der Verschlusshälften wirkenden Kräfte dargestellt und die physikalische
Arbeit, die beim Verbinden und Trennen erforderlich ist, beschrieben. Zum besseren
Verständnis wird die erfindungsgemäße technische Lehre mit der technischen Lehre verglichen,
die der Verschlusskonstruktion der vorstehend genannten
EP 0 907 331 B1 zugrunde liegt.
[0038] Die Erfindungsgegenstände nach Patentanspruch 1 und 2 unterscheiden sich lediglich
durch ein Merkmal im Oberbegriff dieser Ansprüche und beziehen sich auf die als Stand
der Technik genannten Dokumente
WO 2008/00637 A2 und
WO 2009/010049 A2. Der Unterschied zwischen den beiden Erfindungsgegenständen nach PA1 und PA2 ist
ein Detail des Öffnungsmechanismus der Verriegelungsvorrichtung. Bei der nachfolgenden
Beschreibung der technischen Lehre der Erfindung wird daher der Übersicht halber nur
die Merkmalskombination nach Anspruch 1 zugrunde gelegt, da die erfindungsgemäße technische
Lehre nach Anspruch 2 zu Anspruch 1 identisch ist.
[0039] Aus den Ausführungsbeispielen, mit denen konkrete Produkte beschrieben und gezeigt
werden, können diese zwei unterschiedlichen Öffnungsmechanismen entnommen werden.
Der Öffnungsmechanismus nach Anspruch 2 ist aus der Fig. 5a-e entnehmbar. Eine Kombination
der zwei Öffnungsmechanismen ist aus der Fig. 6a-e entnehmbar.
[0040] Nachfolgend werden die Weiterbildungen der Erfindungen nach den Ansprüchen 1 und
2 in den Unteransprüchen 3 bis 13 dargelegt.
[0041] Nach Anspruch 3 ist die Verschiebebahn schräg gestellt, sodass sich beim Verschieben
der Verbindungsmodule von der Schließposition in die Offenposition die Lastaufnahmen
um einen Betrag Δx gegen die Last F
L aufeinander zu bewegen, wie es in den Fig.1a-e, Fig. 5a-d, Fig. 6a-g, Fig. 7, Fig.
8a-f gezeigt ist.
[0042] Nach Anspruch 4 ist die Verschiebebahn (60b) kreisbogenförmig gekrümmt und hat genau
eine Offenposition, wobei der Mittelpunkt (M) dieser kreisförmig gekrümmten Verschiebebahn
seitlich aus der Verbindungslinie zwischen den Lastaufnahmen nach der Seite der Offenposition
der Verschiebebahn verschoben ist, sodass sich beim Verschieben der Verbindungsmodule
von der Schließposition in die Offenposition die Lastaufnahmen um einen Betrag Δx
gegen die Last F
L aufeinander zu bewegen, wie es in den Fig. 9a-e gezeigt ist.
[0043] Nach Anspruch 5 ist die Verschiebebahn (60b) ebenfalls kreisbogenförmig gekrümmt,
wobei die Lastaufnahme (51) im zweiten Verbindungsmodul (1) oberhalb des Mittelpunkts
(M) der Verschiebebahn liegt und der Mittelpunkt (M) auf der Verbindungslinie zwischen
den Lastaufnahmen liegt, sodass sich beim Verschieben der Verbindungsmodule von der
Schließposition in die Offenposition die Lastaufnahmen um einen Betrag Δx gegen die
Last F
L aufeinander zu bewegen, wie es in den Fig. 3a-e gezeigt ist.
[0044] Nach Anspruch 6 hat die Verschiebebahn in der Mitte eine Schließposition und rechts
und links davon zwei Offenpositionen, d. h., dass das Sperrstück kann von einer Mittellage
nach links oder nach rechts in eine der beiden Offenpositionen verschoben werden,
wie es in den Fig. 2 a-e, 3 a-e, 4 und 8a-f gezeigt ist.
[0045] Nach Anspruch 7 ist die Verschiebebahn (60b) kreisbogenförmig gekrümmt, wobei die
Lastaufnahme (51) im zweiten Verbindungsmodul (1) unterhalb des Mittelpunkts der Krümmung
liegt, der Mittelpunkt (M) auf der Verbindungslinie zwischen den Lastaufnahmen liegt
und an der Lastaufnahme (51) eine steife Verlängerung (98) befestigt ist, deren belastetes
Ende (51a) oberhalb des Mittelpunkts der Krümmung liegt, sodass sich beim Verschieben
der Verbindungsmodule von der Schließposition in die Offenposition das belastete Ende
(51a) und die Lastaufnahme (52) um einen Betrag Δx gegen die Last F
L aufeinander zu bewegen, wie es in der Fig. 2e gezeigt ist.
[0046] Nach Anspruch 8 sind das Sperrstück und die Verschiebebahn in Form und Größe so ausgebildet,
dass das Sperrstück während der Verschiebung auf der Verschiebebahn geführt wird,
d. h. dass ein Sperrstück mit schrägen Abschnitten auf einer schrägen Verschiebebahn
zwangsgeführt wird oder ein Sperrstück mit kreisbogenförmigen Abschnitten auf einer
kreisbogenförmigen Verschiebebahn ebenfalls zwangsgeführt wird, wie in den Fig. 1
a-e, 2 a-e, 3 a-e, 4, 5 a-d, 6 a-e gezeigt ist.
[0047] Nach Anspruch 9 sind das Sperrstück und die Verschiebebahn in Form und Größe so ausgebildet,
dass das zweite Verbindungsmodul (1) und das erste Verbindungsmodule (2) gegeneinander
verschwenkbar sind, wie in den Fig. 8 a-f gezeigt ist.
[0048] Nach Anspruch 10 ist die Verschiebebahn mäanderförmig mehrfach gekrümmt oder abgewinkelt,
sodass sich beim Verschieben der Verbindungsmodule von der Schließposition in die
Offenposition die Lastaufnahmen (51, 52) mehrfach um einen Betrag Δx gegen die Last
F
L aufeinander zu und wieder zurückbewegen.
[0049] Nach Anspruch 11 weisen die unter Last aufeinander liegenden Flächen des Sperrstücks
und der Verschiebebahn durch Aufrauungen oder Verzahnungen eine erhöhte Reibung auf,
sodass beim Verschieben der Verbindungsmodule von der Schließposition in die Offenposition
unter der Last F
L eine erhöhte Kraft nötig ist.
[0050] Nach Anspruch 12 sind der erste Magnet und der Anker oder der zweite Magnet so angeordnet
und bemessen, d. h. dimensioniert, dass die Magnetkraft die Verriegelungseinrichtung
selbsttätig zusammenzieht, sofern beim Einrasten keine Last F
L wirkt.
[0051] Nach Anspruch 13 sind die Magnete und der Anker oder zweiter Magnet so um einen Versatz
angeordnet, dass die Magnetkraft in Schließposition eine Rückstellkraft erzeugt, die
ein selbsttätiges Zurückstellen von zweiten Verbindungsmodul (1) in die Schließposition
bewirkt.
[0052] Die Erfindung wird nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen und Konstruktionszeichnungen
näher erläutert. In den Figuren zeigen:
- Fig. 1a-e
- jeweils in Aufsicht, Schnittansicht A-A und perspektivischer Ansicht eine erfindungsgemäße
Linear-Steck-Schiebeschnalle für Gurtbänder nach den Ansprüchen 1 und 3 in den wichtigsten
Bewegungsphasen während des Öffnens und Schließens;
- Fig. 2a-e
- jeweils in Aufsicht, Schnittansicht A-A und perspektivischer Ansicht eine bogenförmige
Steck-Schwenkschnalle für Gurtbänder in den wichtigsten Bewegungsphasen während des
Öffnens und Schließens nach den Patentansprüchen 1, 6, 7;
- Fig. 3a-e
- jeweils in Aufsicht, Schnittansicht A-A und perspektivischer Ansicht eine weitere
erfindungsgemäße Ausführungsform einer bogenförmige Steck-Schwenkschnalle für Gurtbänder
in den wichtigsten Bewegungsphasen während des Öffnens und Schließens nach den Ansprüchen
1, 5, 6;
- Fig. 4
- eine Weiterbildung der Erfindung nach Fig. 3a-e;
- Fig. 5a-d
- eine lineare Steck-Schiebeschnalle mit Öffnung durch kraftumleitende Fläche nach Anspruch
2;
- Fig. 6a-g
- eine Frontal-Schiebeschnalle, die im Unterschied zu Fig. 1 senkrecht zur Last FL in Richtung X schließt, nach den Ansprüchen 1 und 3;
- Fig. 7
- eine Weiterbildung der linear-Steck-Schiebeschnalle;
- Fig. 8a-f
- jeweils in Aufsicht, Schnittansicht A-A und perspektivischer Ansicht eine erfindungsgemäße
bogenförmige Steck-Schwenkschnalle für Gurtbänder in den wichtigsten Bewegungsphasen
während des Öffnens und Schließens nach Anspruch 1,6 und 9;
- Fig. 9a-e
- jeweils in Aufsicht, Schnittansicht A-A und perspektivischer Ansicht eine erfindungsgemäße
bogenförmige Steck-Schwenkschnalle für Gurtbänder in den wichtigsten Bewegungsphasen
während des Öffnens und Schließens nach den Ansprüchen 1 und 4;
- Fig. 10a-c
- in Diagrammform konstruktive und auch funktionale Merkmale eines hakenförmigen Verschlusses
während des Schließens und Öffnens und
- Fig. 11a-c
- den Gegenstand der Erfindung nach Anspruch 1 und Anspruch 2.
[0053] Die erfindungsgemäße Lehre wird zuerst im Vergleich anhand der Funktionen und Effekte
erläutert, die an einem Magnetverschluss nach dem Stand der Technik gemäß
EP 0 907 331 B1 auftreten.
[0054] Die Figuren 10a bis 10c zeigen in Diagrammform konstruktive und auch funktionale
Merkmale eines hakenförmigen Verschlusses während des Schließens und Öffnens. Dieser
Verschluss enthält in jedem Verbindungsmodul 1 und 2 je einen Magneten 48 und 80 und
Verschlussmittel, die als Zunge 74 und Sockel 38 ausgebildet sind.
[0055] Fig. 10a zeigt von links nach rechts in zwei Bewegungsabschnitten die physikalische
Arbeit, die beim Schließen des Verschlusses unter Last aufgewendet werden muss.
[0056] Ausgehend von einem Ruhezustand wird zuerst das Verbindungsmodul 2 gegen eine abwärtsgerichtete
Kraft F
L von einer Trennungsposition auf eine Höhe P0 angehoben, wozu die Arbeit W
Δy nötig ist. Die Höhe P
0 ist die Höhenposition, die das Verbindungsmodul 2 auch im eingehängten Zustand hat.
Da die Magnetkraft dieses Anheben etwas unterstützt, beträgt die tatsächlich aufzubringende
Arbeit W
Δy minus W
mag1, vergl. unterer Doppelpfeil links. Die Kraft F
L ist die Kraft, die beim Schließen unter Belastung zu überwinden ist, um den Verschluss
einzuhängen.
[0057] Im nächsten Bewegungsschritt wird das Verbindungsmodul 2 weiter angehoben, sodass
es der Ausnehmung des Verbindungsmoduls 1 gegenübersteht. Dieser beim Anheben zurückgelegt
Weg ist mit Δx bezeichnet. Um diesen Weg Δx zurückzulegen, ist eine Arbeit W
Δx erforderlich. Außerdem werden die sich soweit bisher möglich angenäherten Magnete
wieder voneinander entfernt. Dazu ist ebenfalls eine Arbeit erforderlich, die mit
W
mag2 bezeichnet und das Schließen zusätzlich erschwert. Es ist festzustellen, dass das
Schließen dieses Verschlusses umso schwerer ist, je stärker die abwärtsgerichtete
Kraft F
L ist. Gerade im kritischen Moment des Einhängens des Verbindungsmoduls 2 behindert
jedoch zusätzlich die Magnetkraft den Einfädelvorgang.
[0058] Zur Vollständigkeit werden noch die geschlossene Position und der Öffnungsvorgang
des Verschlusses beschrieben.
[0059] Die Fig. 10b zeigt die geschlossene Position des Verschlusses, in der das Verbindungsmodul
2 auf die Höhe Po abgesenkt ist.
[0060] Die Fig. 10c zeigt das öffnen des Verschlusses, wobei das Verbindungsmodul 2 gegen
die Last F
L um Δx gehoben werden muss.
[0061] Im Gegensatz zu der vorstehend beschriebenen, aus dem Stand der Technik bekannten
technischen Lehre schließt der erfindungsgemäße Verschluss komfortabler, insbesondere
unter Last, was nachfolgend erläutert wird.
[0062] Analog zu den Fig. 10a bis 10c wird nun die erfindungsgemäße technische Lehre anhand
der Fig. 11a bis 11c erläutert. Zum besseren Verständnis wird zuerst der Unterschied
bezüglich der zu leistenden Arbeit beim Schließen beschrieben.
[0063] Fig. 11a zeigt die Arbeit, die zum Schließen des Verschlusses aufgewendet werden
muss. Das Verbindungsmodul 2 befindet sich in einer Position, in der die Magnetkraft
zu wirken beginnt. Obwohl das Verbindungsmodul 2 durch die angreifende Kraft F
L abwärts gezogen wird, unterstützt die Magnetkraft die Aufwärtsbewegung des Verbindungsmoduls
2 gegen die Last F
L, bis es in die Schließposition Po einschnappt. Dazu muss die Arbeit W
Δy verrichtet werden. Bedingt durch die Magnete 4 und 8 wirkt gleichzeitig die Magnetkraft
zwischen diesen Magneten und leistet eine Arbeit W
magnet. Demzufolge reduziert sich die tatsächlich zu leistenden Arbeit W
Δy um die durch die Magnetkraft aufgebrachte Arbeit W
magnet.
[0064] Die Fig. 11b zeigt den Verschluss in der Schließposition Po, d. h. die Verbindungsmodule
1 und 2 sind eingeschnappt, d. h. mittels einer Federverriegelungseinrichtung miteinander
verrastet. Die Federverriegelungseinrichtung besteht aus einem Federverriegelungselement
9 und einem Sperrstück 5. Beim Einrasten wird das Federverriegelungselement 9 gegen
das Sperrstück 5 gedrückt, wobei das Federverriegelungselement 9 soweit beiseite gedrückt
wird, bis es hinter das Sperrstück 5 einrastet. Da diese Federverriegelungseinrichtung
aus dem einleitend genannten Stand der Stand der Technik bekannt ist, kann auf eine
nähere Beschreibung verzichtet werden.
[0065] Im Unterschied zu dem in den Figuren 10a bis 10c gezeigten Stand der Technik wurde
der erfindungsgemäße Verschluss ohne die Aufbringung einer zusätzlichen Arbeit geschlossen.
Demzufolge schließt dieser Verschluss gemäß der Aufgabe der Erfindung auch unter Belastung
vergleichsweise leichter und auch komfortabler, da lediglich eine gradlinige Bewegung
zum Einrasten erforderlich ist und keine komplizierte Einhängbewegung.
[0066] Nachfolgend wird erläutert, dass dieser Verschluss auch die Aufgabe löst, sich unter
Belastung schwer öffnen zu lassen.
[0067] Die Fig. 11c zeigt den Öffnungsvorgang. Dazu wird das Verbindungsmodul 1 und Verbindungsmodul
2 auf einer Verschiebebahn 60a verschoben, wodurch die Verriegelungsvorrichtung außer
Eingriff gelangt ist. Die Lage der Lastaufnahmen 51, 51 und die Lage und die Form
der Verschiebebahn 60a sind gemäß der technischen Lehre der Erfindung so gewählt,
dass bei dieser Öffnungsverschiebung der Verbindungsmodule die Lastaufnahmen 51, 52
gegen die Kraft FL um die Strecke Δx aufeinander zu bewegt wurden, sodass hierfür
eine Arbeit W
Δx geleistet werden musste. Die erforderliche Arbeit ist umso größer, je größer die
Last F
L ist, d. h., der Verschluss öffnet schwerer mit Last als ohne Last.
[0068] Die Fig. 11a bis 11c beschreiben sowohl den Gegenstand der Erfindung nach Anspruch
1 als auch nach Anspruch 2.
[0069] Die Funktionalität wurde hier anhand einer schrägen Verschiebebahn (60a) gezeigt,
aber wie die folgenden Ausführungsbeispiele zeigen, kann die technische Lehre der
Erfindung auch durch gekrümmte Bahnen umgesetzt werden.
[0070] Fig. 1a-e zeigen jeweils in Aufsicht, Schnittansicht A-A und perspektivischer Ansicht
eine erfindungsgemäße Linear-Steck-Schiebeschnalle für Gurtbänder nach den Ansprüchen
1 und 3 in den wichtigsten Bewegungsphasen während des Öffnens und Schließens. Nach
Anspruch 3 ist die Verschiebebahn schräg ausgebildet. Die Lastaufnahmen 51, 52 sind
hier für die Aufnahme von Gurtbändern ausgebildet und sind nachfolgend Gurtbandaufnahmen
51, 52 genannt. Auch weitere Merkmale sind in diesem und in dem folgenden Ausführungsbeispiel
je nach Ausführungsbeispiel umbenannt, aber mit gleichem Bezugszeichen versehen, wenn
dies dem Verständnis des Ausführungsbeispiels dient.
[0071] Fig. 1a zeigt eine linear-Steck-Schiebeschnalle aus Stecker 1 und Gehäuse 2 mit den
Gurtbandaufnahmen 51 und 52, wobei Stecker und Gehäuse sich voneinander getrennt gegenüberstehen.
Sie werden nun in Richtung X gegen die Kraft F
L zusammengesteckt, die gebrauchsmäßig in Richtung der Verbindungslinie zwischen den
Gurtbandaufnahmen wirkt. Diese Verbindungslinie ist in der Figur identisch mit der
Schnittlinie A-A. Im Stecker ist ein Magnet 4 und im Gehäuse ein Anker oder ein zweiter
Magnet 8 vorgesehen. Durch die magnetische Anziehung werden Stecker 1 und Gehäuse
2 in Richtung X zusammengezogen, die Magnetkraft unterstützt also das Schließen unter
Last. Am Stecker angebrachte Sperrstücke 5a, 5b und am Gehäuse angebrachte Federverriegelungselemente
9, 9' bilden zusammen einen Rastverschluß.
[0072] Fig. 1b zeigt die linear-Steck-Schiebeschnalle während des Einrastens. Dabei werden
die Rastnasen 9a, 9b der Federverriegelungselemente durch die Sperrstücke gegen die
Federkraft der Federverriegelungselemente beiseite gedrückt, bis sie einrasten.
[0073] Fig. 1c zeigt die linear-Steck-Schiebeschnalle nach dem Einrasten in Schließposition.
Als nächstes wird der Stecker 1 relativ zum Gehäuse 2 zum Öffnen auf einer schrägen
Verschiebebahn 60a in einer Öffnungsrichtung Y verschoben. Die schräge Verschiebebahn
60a ist gegenüber der Horizontalen H (Senkrechte zu Last F
L) um den Winkel alpha schräg angestellt, mit anderen Worten: der Winkel zwischen Last
F
L und Öffnungsrichtung Y ist größer als 90°.
[0074] Fig. 1d und Fig. 1e zeigen die linear-Steck-Schiebeschnalle nach erfolgter Verschiebung
in die Offenposition. Durch die Verschiebung wurden drei Funktionen bewirkt:
- Magnet 4 und Anker oder zweiter Magnet 8 wurden allmählich voneinander abgeschert,
wodurch eine angenehme, subjektiv kaum Kraft erfordernde Haptik erzielt wird,
- Die Sperrstücke 5a, 5b und den Federverriegelungselemente 9, 9' wurden soweit seitlich
gegeneinander verschoben, dass sie außer Eingriff gelangt sind, ohne dass das Federverriegelungselement
9, 9' beiseite gedrängt wurde, d.h., der Rastverschluss wurde ohne zusätzlichen Kraftaufwand
geöffnet,
- Erfindungsgemäß wurde das Verbindungsmodul 1 auf der schrägen Verschiebebahn 60a so
verschoben, dass es um einen Betrag delta x entgegen der Last FL gezogen wurde. Hierfür war eine von der Last abhängig Kraft nötig, d.h. die linear-Steck-Schiebeschnalle
ist unter Last schwerer zu öffnen, als ohne Belastung. Je größer alpha ist, desto
schwerer ist die linear-Steck-Schiebeschnalle unter Last zu öffnen. Es sind also verschiedene
Variationen denkbar: bei einer linear-Steck-Schiebeschnalle für den Gebrauch an Rucksäcken
etc. wird der Winkel alpha= ca. 10°-20° ausreichend für eine Sicherung der Schnalle
unter Last sein. Der Winkel alpha kann für den Gebrauch an Sicherheitsausrüstung wesentlich
größer gewählt werden.
[0075] In Fig. 7 ist eine Weiterbildung der linear-Steck-Schiebeschnalle gezeigt.
[0076] Fig. 2a-e zeigen jeweils in Aufsicht, Schnittansicht A-A und perspektivischer Ansicht
eine bogenförmige Steck-Schwenkschnalle für Gurtbänder in den wichtigsten Bewegungsphasen
während des Öffnens und Schließens nach den Patentansprüchen 1, 6, 7:
Fig. 2a zeigt die getrennte bogenförmige, beidseitig zu öffnende bogenförmige Steck-Schwenkschnalle,
bestehend aus Stecker 1 und Gehäuse 2 mit den Gurtbandaufnahmen 51 und 52, wobei Stecker
und Gehäuse sich voneinander getrennt gegenüberstehen. Sie werden nun gegen die Kraft
FL zusammengesteckt, die gebrauchsmäßig in Richtung der Verbindungslinie zwischen den
Gurtbandaufnahmen wirkt. Diese Verbindungslinie ist in der Figur identisch mit der
Schnittlinie A-A. Im Stecker ist ein Magnet 4 und im Gehäuse ein Anker oder ein zweiter
Magnet 8 vorgesehen. Durch die magnetische Anziehung werden Stecker 1 und Gehäuse
2 in Richtung X zusammengezogen, die Magnetkraft unterstützt also das Schließen unter
Last. Am Stecker angebrachte Sperrstücke 5a, 5b und am Gehäuse angebrachte Federverriegelungselemente
9, 9' bilden zusammen einen Rastverschluß.
[0077] Fig. 2b zeigt die bogenförmige Steck-Schwenkschnalle während des Einrastens. Dabei
werden die Rastnasen 9a, 9b der Federverriegelungselemente durch die Sperrstücke gegen
die Federkraft der Federverriegelungselemente beiseite gedrückt, bis sie einrasten.
[0078] Fig. 2c zeigt die bogenförmige Steck-Schwenkschnalle nach dem Einrasten in Schließposition.
Als nächstes wird der Stecker 1 relativ zum Gehäuse 2 zum Öffnen auf einer kreisbogenförmigen
Verschiebebahn 60b in einer Öffnungsrichtung Y verschoben. In diesen Ausführungsbeispiel
hat die Verschiebebahn nach Anspruch 6 zwei Offenpositionen, die durch Verschiebung
in Richtung Y oder Y' erlangt werden
[0079] Fig. 2d zeigt die bogenförmige Steck-Schwenkschnalle nach erfolgter Verschiebung
in die Offenposition. Durch die Verschiebung wurden drei Funktionen bewirkt:
- Magnet 4 und Anker oder zweiter Magnet 8 wurden allmählich voneinander abgeschert,
wodurch eine angenehme, subjektiv kaum Kraft erfordernde Haptik erzielt wird,
- Die Sperrstücke5a, 5b und den Federverriegelungselemente 9, 9' wurden soweit seitlich
verschoben, dass sie außer Eingriff gelangt sind, ohne dass das Federverriegelungselement
9, 9' beiseite gedrängt wurde, d.h. der Rastverschluss wurde ohne zusätzlichen Kraftaufwand
geöffnet,
- Nach Anspruch 7 ist am Stecker ein Gurtband 98 angebracht und Gurtband und Stecker
sind als eine steife konstruktive Einheit betrachtet worden, was bei gebräuchlichen
modernen dicht gewebten Gurtbändern aus Kunststoff zulässig ist. In diesem Ausführungsbeispiel
nach Anspruch 7 liegt der Mittelpunkt der kreisbogenförmigen Verschiebebahn 60b außerhalb
des Steckers 1 und auf der Verbindungslinie zwischen den Lastaufnahmen. Das Gurtband
98 muss eine größere Länge als den Radius der Verschiebebahn haben, damit das belastete
Ende 51a oberhalb des Mittelpunktes M liegt.
[0080] Fig. 2e zeigt, wie der Stecker 1 auf der kreisbogenförmigen Verschiebebahn 60b so
verschoben wurde, dass das belastete Ende 51a des Gurtbands 98 um einen Betrag delta
x entgegen der Last F
L gezogen wurde. Für die Verschiebung in Richtung Y war eine von der Last abhängig
Kraft nötig, d.h. die bogenförmige Steck-Schwenkschnalle ist unter Last schwerer zu
öffnen, als ohne Belastung, sofern die Länge des Gurtbandes und der Radius der Verschiebebahn
entsprechend gewählt wurden.
[0081] Fig. 2e zeigt dieses delta x im Vergleich der Schließposition und Offenposition.
[0082] Fig. 3a-e zeigen jeweils in Aufsicht, Schnittansicht A-A und perspektivischer Ansicht
eine weitere erfindungsgemäße Ausführungsform einer bogenförmige Steck-Schwenkschnalle
für Gurtbänder in den wichtigsten Bewegungsphasen während des Öffnens und Schließens
nach den Ansprüchen 1, 5, 6:
Fig. 3a zeigt die geöffnete bogenförmige Steck-Schwenkschnalle, bestehend aus Stecker
1 und Gehäuse 2 mit den Gurtbandaufnahmen 51 und 52, wobei Stecker und Gehäuse sich
voneinander getrennt gegenüberstehen. Sie werden nun in Richtung X gegen die Kraft
FL zusammengesteckt, die gebrauchsmäßig in Richtung der Verbindungslinie zwischen den
Gurtbandaufnahmen wirkt. Diese Verbindungslinie ist in dieser Figur identisch mit
der Schnittlinie A-A. Im Stecker ist ein Magnet 4 und im Gehäuse ein Anker oder ein
zweiter Magnet 8 vorgesehen. Durch die magnetische Anziehung werden Stecker 1 und
Gehäuse 2 in Richtung X zusammengezogen, die Magnetkraft unterstützt also das Schließen
unter Last.
[0083] Am Stecker angebrachte Sperrstücke 5a, 5b und am Gehäuse angebrachte Federverriegelungselemente
9, 9' bilden zusammen einen Rastverschluß.
[0084] Fig. 3b zeigt die bogenförmige Steck-Schwenkschnalle während des Einrastens. Dabei
werden die Rastnasen 9a, 9b der Federverriegelungselemente durch die Sperrstücke gegen
die Federkraft der Federverriegelungselemente beiseite gedrückt, bis sie einrasten.
[0085] Fig. 3c zeigt die bogenförmige Steck-Schwenkschnalle nach dem Einrasten in Schließposition.
Als nächstes wird 1 relativ zum Gehäuse 2 zum Öffnen auf der kreisbogenförmigen Verschiebebahn
60b in einer Öffnungsrichtung Y verschoben. In diesem Ausführungsbeispiel hat die
Verschiebebahn nach Anspruch 6 zwei Offenpositionen, die durch Verschiebung in Richtung
Y oder Y' erlangt werden
[0086] Fig. 3d und Fig. 3e zeigt die bogenförmige Steck-Schwenkschnalle nach erfolgter Verschiebung
in die Offenposition. Durch die Verschiebung wurden drei Funktionen bewirkt:
- Magnet 4 und Anker oder zweiter Magnet 8 wurden allmählich voneinander abgeschert,
wodurch eine angenehme, subjektiv kaum Kraft erfordernde Haptik erzielt wird,
- Die Sperrstücke 5a, 5b und den Federverriegelungselemente 9, 9' wurden soweit seitlich
verschoben, dass sie außer Eingriff gelangt sind, ohne dass das Federverriegelungselement
9, 9' beiseite gedrängt wurde, d.h. der Rastverschluss wurde ohne zusätzlichen Kraftaufwand
geöffnet,
- Der Stecker 1 wurde auf der kreisbogenförmigen Verschiebebahn 60b so weit verschoben,
dass die Gurtbandaufnahme 51 um einen Betrag delta x entgegen der Last FL gezogen wurde. Nach Anspruch 5 liegt der Mittelpunkt M der Verschiebebahn 60b in
diesem Ausführungsbeispiel innerhalb des Steckers 1, der Mittelpunkt (M) liegt auf
der Verbindungslinie zwischen den Lastaufnahmen und die Gurtbandaufnahme 51 liegt
oberhalb des Mittelpunkts M. Für die Verschiebung der Gurtbandaufnahme 51 um delta
x war eine von der Last FL abhängig Kraft nötig, d.h. die bogenförmige Steck-Schiebschnalle ist unter Last schwerer
zu öffnen als ohne Last.
[0087] Fig. 3e zeigt das delta x im Vergleich der Schließposition und Offenposition.
[0088] Je nachdem, wie stark die bogenförmige Steck-Schwenkschnalle unter Last gesichert
sein soll, wird man den Radius der Verschiebebahn 60b und den Abstand der Gurtbandaufnahme
51 vom Mittelpunkt M entsprechend wählen.
[0089] Fig. 4 zeigt eine Weiterbildung der Erfindung nach Fig. 3a-e. Hier erfolgt die Freigabe
des Sperrstücks erst sehr spät, obwohl Magnet 4 und Anker 8 schon voneinander abgeschert
wurden. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel erfolgt die Freigabe erst nach einer Drehung
um 180°. Das Sperrstück ist rundum ausgebildet ist und nur durch die Freigabelücke
66 unterbrochen. Bei einer Drehung um ca. 180° kann durch geeignete Anordnung der
Magnete die Öffnung durch den umgepolten Magnet 4 im Stecker 1 unterstützt werden.
[0090] Fig. 5a-d zeigen eine lineare Steck-Schiebeschnalle mit Öffnung durch kraftumleitende
Fläche nach Anspruch 2. Sie unterscheidet sich von der Ausführung nach Fig1a-e nur
durch die unterschiedliche Öffnung laut den Oberbegriffen der Ansprüche 1 und 2. Es
wird daher nur auf die von Fig. 1 verschiedene Öffnung eingegangen.
[0091] Am Stecker sind die kraftumleitenden, angeschrägten Flächen 70a, 70b angeordnet und
an den Federverriegelungselementen des Gehäuses 2 sind die kraftumleitenden, angeschrägten
Flächen 71a, 71b angeordnet. Die kraftumlenkenden Flächen 71a, 71b sind funktionell
nicht unbedingt nötig, verbessern aber die Funktion.
[0092] Fig. 5a zeigt in Aufsicht und Schnittansicht A-A eine lineare Steck-Schiebeschnalle
aus Stecker 1 und Gehäuse 2 in getrennter Position.
[0093] Fig. 5b zeigt den Stecker und Fig. 5d zeigt das Gehäuse jeweils in verschiedenen
Ansichten zum besseren Verständnis der Lage der kraftumleitenden, angeschrägten Flächen
70a,b und 71a,b.
[0094] Fig. 5c zeigt die von Fig. 1c verschiedene Öffnung: durch die kraftumlenkenden Flächen
70a, b 71a, b wird während der Verschiebung von Stecker von Schließposition in Offenposition
in Richtung Y allmählich das Federverriegelungselement beiseite gedrängt, d.h. es
ist im Vergleich zur Version nach Fig. 1 ein gewisser zusätzlicher Kraftaufwand nötig,
um die lineare Steck-Schiebeschnalle zu lösen. Dies ist vorteilhaft, wenn die Öffnung
der linearen Steck-Schiebeschnalle erschwert sein soll, z.B. bei Sicherheitsanwendungen.
[0095] Fig. 6a-g zeigen eine Frontal-Schiebeschnalle, die im Unterschied zu Fig. 1 senkrecht
zur Last F
L in Richtung X schließt nach den Ansprüchen 1 und 3.
[0096] Fig. 6f und 6g zeigen eine Explosionsdarstellung von unten bzw. oben.
[0097] Im Stecker 1 ist ein Magnet 4 angeordnet. Er wird mit einer Zierkappe 62 verdeckt.
Am Stecker ist ein Sperrstück 5a als ein um einen Zylinder 65 umlaufender, angeschrägter
Rand angeordnet, der mit einem im Gehäuse angeordneten Federring 9 einen Rastverschluss
bildet. Am Stecker ist eine Gurtbandaufnahme 52 angeordnet. Im Gehäuse 2 ist der Federring
9 mit einer umlaufenden Rastnase 9a angeordnet. Er wird mit einem Innenanschlag 63
einer Abdeckkappe 61 zentriert im Gehäuse gehalten. Am Gehäuse ist eine Gurtbandaufnahme
51 vorgesehen. Über eine schräge Verschiebebahn 60a, die um einen Winkel alpha schräg
zu einer Horizontalen H gerichtet ist, wobei die Horizontale senkrecht zu einer gebrauchsmäßigen,
vertikalen zwischen den Gurtbandaufnahmen 51, 52 anliegenden Last F
L steht, werden Stecker und Gehäuse schräg geführt gegeneinander verschoben.
[0098] Die Phasen Fig. 6a-6e entsprechen den Phasen nach Fig. 1a-e, sie zeigen jeweils in
Aufsicht, Schnittansicht A-A und perspektivischer Ansicht eine erfindungsgemäße Frontal-Schiebeschnalle
für Gurtbänder in den wichtigsten Bewegungsphasen während des Öffnens und Schließens:
[0099] Fig. 6a zeigt eine Frontal-Schiebeschnalle aus Stecker 1 und Gehäuse 2 mit den Gurtbandaufnahmen
51 und 52, wobei Stecker und Gehäuse sich voneinander getrennt gegenüberstehen. Sie
werden nun in Richtung X zusammengesteckt. Im Stecker ist ein Magnet 4 und im Gehäuse
ein Anker oder ein zweiter Magnet 8 vorgesehen. Durch die magnetische Anziehung werden
Stecker 1 und Gehäuse 2 in Richtung X zusammengezogen, die Magnetkraft unterstützt
also das Schließen unter Last. Die Magnetkraftunterstützung beim Schließen ist hier
wegen der zu Fig1 unterschiedlichen Lage der Schließrichtung X nicht so ausgeprägt,
wie in Fig. 1. Die Magnetkraft unterstützt das Schließen durch die Rückstellkraft
der Magnete seitlich zur Hauptanziehungsrichtung. Diese Rückstellkraft ist schwächer
als die Anziehung in Hauptanziehungsrichtung. Wesentlich für ein leichtes Schließen
unter Last ist jedoch, dass Stecker und Gehäuse nicht um ein zusätzliches delta y
wie in Fig. 10a bei einem Verschluss nach dem Stand der Technik beim Schließen gegeneinander
gegen die Last F
L gezogen werden müssen, sodass keine unnötige Kraft beim Schließen erforderlich ist.
Das am Stecker angebrachte Sperrstücke 5a und der im Gehäuse angeordnete Federring
9 bilden zusammen einen Rastverschluß.
[0100] Fig. 6b zeigt die Frontal-Schiebeschnalle während des Einrastens. Magnet 4 und Anker
oder zweiter Magnet 8 sind so bemessen und angeordnet, dass ihre Anziehungskraft ausreicht,
um den Rastverschluss in Richtung X selbstständig zusammenzuziehen. Dabei wird der
Federring 9 durch das Sperrstück 5a gegen die Federkraft des Federrings gespreizt,
bis das Sperrstück hinter die Rastnase 9a einrastet.
[0101] Fig. 6c zeigt die Frontal-Schiebeschnalle nach dem Einrasten in Schließposition.
Als nächstes wird der Stecker 1 relativ zum Gehäuse 2 zum Öffnen auf einer schrägen
Verschiebebahn 60a in Öffnungsrichtung Y verschoben. Die schräge Verschiebebahn 60a
ist gegenüber der Horizontalen H (Senkrechte zur Last F
L) um den Winkel alpha schräg angestellt, mit anderen Worten: der Winkel zwischen Last
F
L und Öffnungsrichtung Y ist größer als 90°.
[0102] Fig. 6d und Fig. 6e zeigen die Frontal-Schiebeschnalle nach erfolgter Verschiebung
in Offenposition. Durch die Verschiebung wurden drei Funktionen bewirkt:
- Magnet 4 und Anker oder zweiter Magnet 8 wurden allmählich voneinander abgeschert,
wodurch eine angenehme, subjektiv kaum Kraft erfordernde Haptik erzielt wird.
- Der Zylinder 65 mit Sperrstück 5a und der Federring 9 wurden soweit seitlich gegeneinander
verschoben, dass sie außer Eingriff gelangt sind, d.h. der Rastverschluss wurde geöffnet.
Hierbei tritt der Zylinder durch eine Öffnung 64 im Federring.
- Erfindungsgemäß wurde der Stecker 1 auf der schrägen Verschiebebahn 60a so verschoben,
dass es um einen Betrag delta x entgegen der Last FL gezogen wurde. Hierfür war eine von der Last FL abhängig Kraft nötig, d.h. die Frontal-Schiebeschnalle ist unter Last schwerer zu
öffnen, als ohne Belastung. Je größer alpha ist, desto schwerer ist die Frontal-Schiebeschnalle
zu öffnen. Es sind also verschiedene Variationen denkbar: bei einer Frontal-Schiebeschnalle
für den Gebrauch an Rucksäcken etc. wird der Winkel alpha= ca. 10°-20° ausreichend
für eine Sicherung der Schnalle unter Last sein. Der Winkel alpha kann für den Gebrauch
an Sicherheitsausrüstung wesentlich größer gewählt werden.
[0103] Fig. 6e zeigt das delta x im Vergleich der Schließposition und Offenposition.
[0104] Die Öffnung 64 im Federring, aus der der Zylinder 65 bei der Öffnung heraustritt,
kann für verschiedene Anwendungen unterschiedlich groß gewählt werden.
- Wird die Öffnung 64 gleich groß mit dem Zylinder 65 gewählt, wird der Federring während
der Verschiebung in Richtung Y nicht gespreizt, d.h. die Frontal-Schiebeschnalle öffnet
sehr leicht.
- Wird die Öffnung 64 kleiner als der Durchmesser des Zylinders 65 gewählt, wird der
Federring während der Verschiebung in Richtung Y gespreizt, d.h. die Frontal-Schiebeschnalle
öffnet mit einem vorbestimmten Widerstand.
- Wird die Öffnung 64 sehr klein gewählt, sodass sich der Federring weiter als beim
Einrastvorrang nach Fig. 6b spreizt, liegt ein verschiedenes Öffnungsverhalten vor:
Der Federring wurde dann so weit gespreizt, dass eine Öffnung auch entgegen der Schließrichtung
X möglich ist, es liegt eine alternative Öffnungsvariante durch ein Beiseitedrücken
des Federverriegelungselements durch eine kraftumleitende, angeschrägte Fläche nach
Anspruch 2 vor.
[0105] Fig. 7 zeigt in Schnittdarstellung die Steck-Schiebeschnalle aus Fig. 1a-e in Schließposition.
Sie ist weitergebildet, indem die Magnete 4 und 8 um den Versatz 50 so versetzt gegeneinander
montiert sind, dass die Magnetkraft in Schließposition eine Rückstellkraft erzeugt,
die ein selbsttätiges Zurückstellen von Verbindungsmodul 1 in die Schließposition
bewirkt. Dies verhindert zusätzlich zu der schrägen Verschiebebahn ein unbeabsichtigtes
Öffnen unter Last, insbesondere beim Beginn einer unbeabsichtigten Verschiebung von
Schließposition in Offenposition.
[0106] Fig. 8a-f zeigen jeweils in Aufsicht, Schnittansicht A-A und perspektivischer Ansicht
eine erfindungsgemäße bogenförmige Steck-Schwenkschnalle für Gurtbänder in den wichtigsten
Bewegungsphasen während des Öffnens und Schließens nach Anspruch 1,6 und 9. Sie ist
nach Anspruch 6 beidseitig in zwei Offenpositionen durch Verschiebung in Richtung
Y oder Y' zu öffnen. Nach Anspruch 9 sind Sperrstück 5a und Führungsbahn 60a, 60a'
so ausgebildet, dass das Sperrstück sich unabhängig von der Kontur von Sperrstück
und Verschiebebahn verschwenken kann, d.h. dass es nicht zwangsläufig in der Kontur
der Verschiebebahn geführt wird. Durch die Verschwenkbarkeit können sich Stecker und
Gehäuse durch die Last F
L kollinear ausrichten.
[0107] Fig. 8a zeigt die geöffnete Steck-Schiebeschnalle, bestehend aus Stecker 1 und Gehäuse
2 mit den Gurtbandaufnahmen 51 und 52, wobei Stecker und Gehäuse sich voneinander
getrennt gegenüberstehen. Sie werden nun in Richtung X gegen die Kraft F
L zusammengesteckt, die gebrauchsmäßig in Richtung der Verbindungslinie zwischen den
Gurtbandaufnahmen wirkt. Diese Verbindungslinie ist in dieser Figur identisch mit
der Schnittlinie A-A. Im Stecker ist ein Magnet 4 und im Gehäuse ein Anker oder ein
zweiter Magnet 8 vorgesehen. Durch die magnetische Anziehung werden Stecker 1 und
Gehäuse 2 in Richtung X zusammengezogen, die Magnetkraft unterstützt also das Schließen
unter Last. Am Stecker angebrachte Sperrstücke 5a, 5b und am Gehäuse angebrachte Federverriegelungselemente
9, 9' bilden zusammen einen Rastverschluß.
[0108] Fig. 8b zeigt die Steck-Schiebeschnalle während des Einrastens. Dabei werden die
Rastnasen 9a, 9b der Federverriegelungselemente durch die Sperrstücke gegen die Federkraft
der Federverriegelungselemente beiseite gedrückt, bis sie einrasten.
[0109] Fig. 8c zeigt die Steck-Schiebeschnalle nach dem Einrasten in Schließposition. Als
nächstes wird der Stecker 1 relativ zum Gehäuse 2 zum Öffnen auf der schrägen Verschiebebahn
60' in einer Öffnungsrichtung Y' verschoben. In diesen Ausführungsbeispiel hat die
Verschiebebahn nach Anspruch 6 zwei Offenpositionen, die durch Verschiebung in Richtung
Y oder Y' erlangt werden. Die Schließposition liegt in der Mitte dazwischen.
[0110] Fig. 8d, Fig. 8e und Fig. 8f zeigen die bogenförmige Steck-Schwenkschnalle nach erfolgter
Verschiebung in einer Offenposition. Durch die Verschiebung wurden drei Funktionen
bewirkt:
- Magnet 4 und Anker oder zweiter Magnet 8 wurden allmählich voneinander abgeschert,
wodurch eine angenehme, subjektiv kaum Kraft erfordernde Haptik erzielt wird,
- Die Sperrstücke 5a, 5b und die Federverriegelungselemente 9, 9' wurden soweit seitlich
verschoben, dass sie außer Eingriff gelangt sind, ohne dass das Federverriegelungselement
9, 9' beiseite gedrängt wurde, d.h. der Rastverschluss wurde ohne zusätzlichen Kraftaufwand
geöffnet,
- Der Stecker 1 wurde auf der schrägen Verschiebebahn 60a' so weit verschoben, dass
die Gurtbandaufnahme 51 um einen Betrag delta x entgegen der Last FL gezogen wurde.
[0111] Nach Anspruch 9 ist das Sperrstück 5a innerhalb der schrägen Verschiebebahn 60a oder
60a' beweglich. Mit anderen Worten: Stecker und Gehäuse werden zwar gegeneinander
verschoben, aber nicht exakt gegeneinander geführt, sodass Stecker und Gehäuse unabhängig
von der Form des Sperrstücks und der Verschiebebahn gegeneinander verschwenkbar sind
und sich nach der anliegenden Kraft ausrichten können. Fig 8f zeigt eine Variante
mit einem rund ausgebildeten Sperrstück, das besonders gut in der Verschiebebahn bewegbar
ist, so dass Stecker und Gehäuse gegeneinander geschwenkt werden können.
[0112] Fig. 8e zeigt das delta x im Vergleich der Schließposition und Offenposition.
[0113] Fig. 9a-e zeigen jeweils in Aufsicht, Schnittansicht A-A und perspektivischer Ansicht
eine erfindungsgemäße bogenförmige Steck-Schwenkschnalle für Gurtbänder in den wichtigsten
Bewegungsphasen während des Öffnens und Schließens nach den Ansprüchen 1 und 4. Nach
Anspruch 4 ist der Mittelpunkt der kreisbogenförmigen Verschiebebahn 60b seitlich
nach der Seite der Offenposition aus der Mittelposition auf der Verbindungslinie zwischen
den Lastaufnahmen 51, 52 verschoben.
[0114] Fig. 9a zeigt die geöffnete, einseitige Steck-Schwenkschnalle nach Anspruch 1 und
4, bestehend aus Stecker 1 und Gehäuse 2 mit den Gurtbandaufnahmen 51 und 52, wobei
Stecker und Gehäuse sich voneinander getrennt gegenüberstehen. Sie werden nun in Richtung
X gegen die Kraft F
L zusammengesteckt, die gebrauchsmäßig in Richtung der Verbindungslinie zwischen den
Gurtbandaufnahmen wirkt. Diese Verbindungslinie ist in dieser Figur identisch mit
der Schnittlinie A-A.
[0115] Im Stecker ist ein Magnet 4 und im Gehäuse ein Anker oder ein zweiter Magnet 8 vorgesehen.
Durch die magnetische Anziehung werden Stecker 1 und Gehäuse 2 in Richtung X zusammengezogen,
die Magnetkraft unterstützt also das Schließen unter Last.
[0116] Am Stecker angebrachte Sperrstücke 5a, 5b und am Gehäuse angebrachte Federverriegelungselemente
9, 9' bilden zusammen einen Rastverschluß.
[0117] Fig. 9b zeigt die einseitige Steck-Schwenkschnalle während des Einrastens. Dabei
werden die Rastnasen 9a, 9b der Federverriegelungselemente durch die Sperrstücke gegen
die Federkraft der Federverriegelungselemente beiseite gedrückt, bis sie einrasten.
[0118] Fig. 9c zeigt die einseitige Steck-Schwenkschnalle nach dem Einrasten in Schließposition.
Als nächstes wird der Stecker 1 relativ zum Gehäuse 2 zum Öffnen auf der kreisbogenförmigen
Verschiebebahn 60b in Öffnungsrichtung Y verschoben.
[0119] Fig. 9d und Fig. 9e zeigt die einseitige Steck-Schwenkschnalle nach erfolgter Verschiebung
in die Offenposition. Durch die Verschiebung wurden drei Funktionen bewirkt:
- Magnet 4 und Anker oder zweiter Magnet 8 wurden allmählich voneinander abgeschert,
wodurch eine angenehme, subjektiv kaum Kraft erfordernde Haptik erzielt wird,
- Die Sperrstücke 5a, 5b und die Federverriegelungselemente 9, 9' wurden soweit seitlich
verschoben, dass sie außer Eingriff gelangt sind, ohne dass das Federverriegelungselement
9, 9' beiseite gedrängt wurde, d.h. der Rastverschluss wurde ohne zusätzlichen Kraftaufwand
geöffnet,
- Der Stecker 1 wurde auf der kreisbogenförmigen Verschiebebahn 60b so weit verschoben,
dass die Gurtbandaufnahme 51 um einen Betrag delta x entgegen der Last FL gezogen wurde.
[0120] Fig. 9e zeigt delta x im Vergleich der Schließposition und Offenposition.
[0121] Die Erfindung wurde sowohl anhand von schematischen Diagrammen, als auch anhand von
Konstruktionszeichnungen erläutert. Die Konstruktionszeichnungen zeigen konkrete Produkte,
deren Aufbau und Funktion auch in Bezug auf die schematischen Diagramme erläutert
wurden. Aufgrund der Vielzahl der beschriebenen Ausführungsformen ist klar, dass es
noch weitere Abwandlungen und Modifikationen der Erfindung gibt, die aber der Fachmann
aufgrund der offenbarten technischen Lehre und bei Betrachtung der einzelnen Ausführungsformen
finden kann, ohne dazu erfinderisch tätig werden zu müssen.
[0122] Insbesondere ist dem Fachmann ist klar, dass der erfindungsgemäße Verschluss nicht
nur als Schnalle für Gurte eingesetzt werden kann, sondern auch durch annähbare, anschweissbare,
aufrastbare oder anderweitig Befestigungsstücke mit dem zu verbindenden Gegenstand
verbunden sein kann. Der Verschluss kann auch direkt in zwei zu verbindende Gegenstände
integriert sein. Die Last muss dabei aber in der Hauptsache in Richtung der Verbindungslinie
der Lastaufnahmen wirken, um die Lastsicherung nach Anspruch 1 zu gewährleisten.
[0123] Dem Fachmann ist klar, dass die gekrümmten Bahnen nicht auf exakt kreisbogenförmige
Bahnen beschränkt sind.
[0124] Dem Fachmann ist weiterhin klar, dass vielfältige nicht gezeichnete Kombinationen
zwischen den Unteransprüchen auf Basis der Hauptansprüche möglich sind. Dem Fachmann
ist schließlich auch klar, dass auch mehrpolige Magnetsysteme aus mehreren Magneten
oder Ankern eingesetzt werden können, die nach Verschiebung von der Schließposition
in die Offenposition eine gegenseitige Abstoßung der Verbindungsmodule bewirken.
Bezugszeichenliste:
[0125]
- 1
- erstes Verbindungsmodul / Verbindungsmodul 1 / Stecker
- 2
- zweites Verbindungsmodul / Verbindungsmodul 2 / Gehäuse
- 4
- Magnet
- 5, 5a, 5b
- Sperrstück
- 8
- Anker oder zweiter Magnet
- 9
- Federverriegelungselement, Federring
- 9a, 9b
- Rastnase
- 38
- Sockel
- 48
- Magnet
- 50
- Versatz von Magneten
- 51
- Lastaufnahme, Gurtbandaufnahme
- 51a
- belastetes Ende von Gurtband
- 52
- Lastaufnahme, Gurtbandaufnahme
- 60
- Verschiebebahn
- 60a, 60a'
- schräge Verschiebebahn
- 60b, 60b'
- kreisbogenförmig gekrümmte Verschiebebahn
- 61
- Abdeckkappe
- 62
- Zierkappe
- 63
- Innenanschlag
- 64
- Öffnung in Federring
- 65
- Zylinder an Stecker
- 66
- Lücke in Sperrstück
- 70, 70a, 70b
- kraftumlenkende Schräge
- 71a, 71b
- kraftumlenkende Schräge
- 74
- Zunge
- 80
- Magnet
- 98
- steife Verlängerung, Gurtband
- H
- Horizontale
- FL
- Last
- X
- Schließrichtung
- Y, Y'
- Öffnungsrichtung
- Δx
- Verschiebung Lastaufnahme gegen Last (beim Öffnen)
- Δy
- Verschiebung Lastaufnahme gegen Last (beim Schließen)
- WΔx
- physikalische Arbeit für Verschiebung Δx
- WΔy
- physikalische Arbeit für Verschiebung Δy
- Wmag1, Wmag2, Wmagnet
- physikalische Arbeit aus Magnetkraft
- delta M
- Verschiebung Mittelpunkt
- alpha
- Winkel der schrägen Verschiebebahn gegen H
- M
- Mittelpunkt kreisbogenförmige Verschiebebahn
- R
- Radius kreisbogenförmige Verschiebebahn
- P0
- Schließposition, Energieniveau auf Schließposition
1. Mechanisch-magnetische Verbindungskonstruktion, bestehend aus zwei, je eine Lastaufnahme
(51, 52) aufweisenden Verbindungsmodulen (1, 2) zum Verbinden von zwei Elementen,
an denen jeweils eines der Verbindungsmodule (1, 2) befestigbar ist, wobei die zu
schließenden Verbindungsmodule (1, 2) mit einer Last F
L vorbelastbar sind, die im Wesentlichen in Richtung der Verbindungslinie zwischen
den Lastaufnahmen (51, 52) wirkt, und die Verbindungsmodule (1, 2) nachfolgende Merkmale
aufweisen:
- eine Verriegelungsvorrichtung mit
- einem Federverriegelungselement (9), das im ersten Verbindungsmodul (2) angeordnet
ist und
- einem Sperrstück (5), das im zweiten Verbindungsmodul (1) angeordnet ist, zum formschlüssigen
Verriegeln der Verbindungsmodule (1, 2),
- eine Magnet-Anker-Konstruktion mit
- einem ersten Magneten (4), der in einem der Verbindungsmodule (1, 2) angeordnet
ist und
- einem Anker oder einem zweiten Magnet (8), der in dem anderen der Verbindungsmodule
(1, 2) angeordnet ist, und
- eine Verschiebebahn (60) im ersten Verbindungsmodul (2), auf der das Sperrstück
(5) des zweiten Verbindungsmoduls (1) von einer Schließposition in eine Offenposition
verschiebbar ist,
wobei die Verriegelungsvorrichtung, die Magnet-Anker-Konstruktion und die Verschiebebahn
(60) durch nachfolgende Merkmale in Wirkverbindung sind:
a. beim Öffnen werden die Verbindungsmodule (1, 2) von der Schließposition in die
Offenposition auf der Verschiebebahn (60) verschoben, wobei der erste Magnet (8) und
der Anker oder der zweite Magnet (4) gegeneinander verschoben werden, so dass eine
allmähliche Abschwächung der gegenseitigen Anziehung eintritt, und
b. beim Öffnen werden die Verbindungsmodule (1, 2) von der Schließposition in die
Offenposition auf der Verschiebebahn (60) verschoben, wobei das Sperrstück (5) und
das Federverriegelungselement (9) gegeneinander verschoben werden, bis das Federverriegelungselement
(9) nicht mehr in Eingriff mit dem Sperrstück (5) ist, ohne dass das Federverriegelungselement
(9) dabei beiseite gedrängt wird; und
c. beim Schließen rasten die Verbindungsmodule (1, 2) mittels der Verriegelungsvorrichtung
in die Schließposition ein, wobei das Sperrstück (5) das Federverriegelungselement
(9) gegen eine Federkraft des Federverriegelungselements (9) beiseite drückt, bis
es einrastet; und
d. beim Schließen zieht die Magnet-Anker-Konstruktion die Verbindungsmodule (1, 2)
zueinander, wodurch das Verriegeln der Verriegelungsvorrichtung wenigstens unterstützt
wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Lage der Lastaufnahmen (51, 52) auf den Verbindungsmodulen (1, 2) und die Lage
und die Form der Verschiebebahn (60) so ausgebildet sind, dass sich beim Verschieben
der Verbindungsmodule (1, 2) von der Schließposition in die Offenposition die Lastaufnahmen
(51, 52) um einen Betrag Δx gegen die Last F
L aufeinander zu bewegen, sodass zum Öffnen die physikalische Arbeit W = F
L x Δx nötig ist und so die Verbindungskonstruktion unter der Last F
L schwerer zu öffnen ist als ohne die Last F
L.
2. Mechanisch-magnetische Verbindungskonstruktion, bestehend aus zwei, je eine Lastaufnahme
(51, 52) aufweisenden Verbindungsmodulen (1, 2) zum Verbinden von zwei Elementen,
an denen jeweils eines der Verbindungsmodule (1, 2) befestigbar ist, wobei die zu
schließenden Verbindungsmodule (1, 2) mit einer Last F
L vorbelastbar sind, die im Wesentlichen in Richtung der Verbindungslinie zwischen
den Lastaufnahmen (51, 52) wirkt, und die Verbindungsmodule (1, 2) nachfolgende Merkmale
aufweisen:
- eine Verriegelungsvorrichtung mit
- einem Federverriegelungselement (9), das im ersten Verbindungsmodul (2) angeordnet
ist,
- einem Sperrstück (5), das im zweiten Verbindungsmodul (1) angeordnet ist, zum formschlüssigen
Verriegeln der Verbindungsmodule (1, 2) und
- einer kraftumleitende Schräge (70), die ebenfalls in dem zweiten Verbindungsmodul
(1) angeordnet ist,
- eine Magnet-Anker-Konstruktion mit
- einem ersten Magneten (4), der in einem der Verbindungsmodule (1, 2) angeordnet
ist und
- einem Anker oder einem zweiten Magnet (8), der in dem anderen der Verbindungsmodule
(1, 2) angeordnet ist, und
- eine Verschiebebahn (60) im ersten Verbindungsmodul (2), auf der das Sperrstück
(5) des zweiten Verbindungsmoduls (1) von einer Schließposition in eine Offenposition
verschiebbar ist,
wobei die Verriegelungsvorrichtung, die Magnet-Anker-Konstruktion und die Verschiebebahn
(60) durch nachfolgende Merkmale in Wirkverbindung sind:
a. beim Öffnen werden die Verbindungsmodule (1, 2) von der Schließposition in die
Offenposition auf der Verschiebebahn (60) verschoben, wobei der erste Magnet (4) und
der Anker oder der zweite Magnet (8) gegeneinander verschoben werden, so dass eine
allmähliche Abschwächung der gegenseitigen Anziehung eintritt, und
b. beim Öffnen werden die Verbindungsmodule (1, 2) von der Schließposition in die
Offenposition auf der Verschiebebahn (60) verschoben, wobei das Federverriegelungselement
(9) durch die kraftumleitende Schräge (70) beiseite gedrängt wird, bis das Federverriegelungselement
(9) nicht mehr in Eingriff mit dem Sperrstück (5) ist; und
c. beim Schließen rasten die Verbindungsmodule (1, 2) mittels der Verriegelungsvorrichtung
in die Schließposition ein, wobei das Sperrstück (5) das Federverriegelungselement
(9) gegen eine Federkraft des Federverriegelungselements (9) beiseite drückt, bis
es einrastet; und
d. beim Schließen zieht die Magnet-Anker-Konstruktion die Verbindungsmodule (1, 2)
zueinander, wodurch das Verriegeln der Verriegelungsvorrichtung wenigstens unterstützt
wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Lage der Lastaufnahmen (51, 52) auf den Verbindungsmodulen (1, 2) und die Lage
und die Form der Verschiebebahn (60) so ausgebildet sind, dass sich beim Verschieben
der Verbindungsmodule (1, 2) von der Schließposition in die Offenposition die Lastaufnahmen
(51, 52) um einen Betrag Δx gegen die Last F
L aufeinander zu bewegen, so dass zum Öffnen die physikalische Arbeit W = F
L x Δx nötig ist und so die Verbindungskonstruktion unter der Last F
L schwerer zu öffnen ist als ohne die Last F
L.
3. Mechanisch-magnetische Verbindungskonstruktion nach Anspruch 1 oder Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, dass die Verschiebebahn (60) schräg ausgebildet ist, sodass sich beim Verschieben der
Verbindungsmodule (1, 2) von der Schließposition in die Offenposition die Lastaufnahmen
(51, 52) um einen Betrag Δx gegen die Last FL aufeinander zu bewegen.
4. Mechanisch-magnetische Verbindungskonstruktion nach Anspruch 1 oder Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, dass die Verschiebebahn (60) kreisbogenförmig gekrümmt ist, genau eine Offenposition hat
und der Mittelpunkt (M) der kreisförmig gekrümmten Verschiebebahn (60) seitlich aus
der Verbindungslinie zwischen den Lastaufnahmen (51, 52) nach der Seite der Offenposition
der Verschiebebahn (60) verschoben ist, sodass sich beim Verschieben der Verbindungsmodule
(1, 2) von der Schließposition in die Offenposition die Lastaufnahmen (51, 52) um
einen Betrag Δx gegen die Last FL aufeinander zu bewegen.
5. Mechanisch-magnetische Verbindungskonstruktion nach Anspruch 1 oder Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, dass die Verschiebebahn (60) kreisbogenförmig gekrümmt ist, wobei die Lastaufnahme (51)
im zweiten Verbindungsmodul (1) oberhalb des Mittelpunkts (M) der Verschiebebahn (60)
liegt und der Mittelpunkt (M) auf der Verbindungslinie zwischen den Lastaufnahmen
(51, 52) liegt, sodass sich beim Verschieben der Verbindungsmodule (1, 2) von der
Schließposition in die Offenposition die Lastaufnahmen (51, 52) um einen Betrag Δx
gegen die Last FL aufeinander zu bewegen.
6. Mechanisch-magnetische Verbindungskonstruktion nach Anspruch 1 oder Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, dass die Verschiebebahn (60) in der Mitte eine Schließposition hat und rechts und links
davon zwei Offenpositionen hat, d.h. dass das Sperrstück (5) von einer Mittellage
nach links oder nach rechts in eine der beiden Offenpositionen verschoben werden kann.
7. Mechanisch-magnetische Verbindungskonstruktion nach Anspruch 1 oder Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, dass die Verschiebebahn (60) kreisbogenförmig gekrümmt ist, wobei die Lastaufnahme (51)
im zweiten Verbindungsmodul (1) unterhalb des Mittelpunkts (M) der Krümmung liegt,
der Mittelpunkt (M) auf der Verbindungslinie zwischen den Lastaufnahmen (51, 52) liegt
und an der Lastaufnahme (51) im ersten der Verbindungsmodule (1, 2) eine steife Verlängerung
befestigt ist, deren belastetes Ende (51a) oberhalb des Mittelpunkts (M) der Krümmung
liegt, so dass sich beim Verschieben der Verbindungsmodule (1, 2) von der Schließposition
in die Offenposition das belastete Ende (51a) und die Lastaufnahme (52) um einen Betrag
Δx gegen die Last FL aufeinander zu bewegen.
8. Mechanisch-magnetische Verbindungskonstruktion nach Anspruch 1 oder Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, dass das das Sperrstück (5) und die Verschiebebahn (60) in Form und Größe so ausgebildet
sind, dass das Sperrstück (5) auf der Verschiebebahn (60) während der Verschiebung
geführt wird, d.h. dass ein Sperrstück (5) mit schrägen Abschnitten auf einer schrägen
Verschiebebahn (60) zwangsgeführt wird oder ein Sperrstück (5) mit kreisbogenförmigen
Abschnitten auf einer kreisbogenförmigen Verschiebebahn (60) ebenfalls zwangsgeführt
wird.
9. Mechanisch-magnetische Verbindungskonstruktion nach Anspruch 1 oder Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrstück (5) und die Verschiebebahn (60) in Form und Größe so ausgebildet sind,
dass das zweite Verbindungsmodul (1) und das erste Verbindungsmodule (2) gegeneinander
verschwenkbar sind.
10. Mechanisch-magnetische Verbindungskonstruktion nach Anspruch 1 oder Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, dass die Verschiebebahn (60) mäanderförmig mehrfach gekrümmt oder abgewinkelt ist, sodass
sich beim Verschieben der Verbindungsmodule (1, 2) von der Schließposition in die
Offenposition die Lastaufnahmen (51, 52) mehrfach um einen Betrag Δx gegen die Last
FL aufeinander zu und wieder zurück bewegen.
11. Mechanisch-magnetische Verbindungskonstruktion nach Anspruch 1 oder Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, dass die unter Last aufeinander liegenden Flächen des Sperrstücks (5) und der Verschiebebahn
(60) durch Aufrauungen oder Verzahnungen eine erhöhte Reibung aufweisen, so dass beim
Verschieben der Verbindungsmodule (1, 2) von der Schließposition in die Offenposition
unter der Last FL eine erhöhte Kraft nötig ist.
12. Mechanisch-magnetische Verbindungskonstruktion nach Anspruch 1 oder Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, dass der erste Magnet (4) und der Anker oder der zweite Magnet (8) so angeordnet und bemessen
sind, dass die Magnetkraft die Verriegelungseinrichtung selbsttätig zusammenzieht,
sofern beim Einrasten keine Last FL wirkt.
13. Mechanisch-magnetische Verbindungskonstruktion nach Anspruch 1 oder Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, dass der erste Magnet (4) und der Anker oder der zweite Magnet (8) so um einen Versatz
(50) angeordnet sind, dass die Magnetkraft in Schließposition eine Rückstellkraft
erzeugt, die ein selbsttätiges Zurückstellen von dem zweiten Verbindungsmodul (1)
in die Schließposition bewirkt.
1. A magnetomechanical connection assembly consisting of two connecting modules (1, 2)
each including a load housing (51, 52) for connecting two elements, to each of which
one of the connecting modules (1, 2) can be attached, wherein the connecting modules
to be closed can be preloaded with a load F
L which substantially acts in direction of the connecting line between the load housings
(51, 52), and the connecting modules have the following features:
- a locking device with
- a spring locking element (9) which is arranged in the first connecting module (2),
and
- a locking piece (5) which is arranged in the second connecting module (1), for positively
locking the connecting modules (1, 2),
- a magnet-armature construction with
- a magnet (4) which is arranged in one of the connecting modules (1, 2), and
- an armature or a second magnet (8), which is arranged in the other connecting module
(1, 2), and
- a movement track (60) in the first connecting module (2), on which the locking piece
(5) of the second connecting module (1) can be shifted from a closed position into
an open position, wherein the locking device, the magnet-armature construction and
the movement track (60) are operatively connected by the following features:
a. on opening, the connecting modules (1, 2) are shifted on the movement track (60)
from the closed position into the open position, wherein magnet (4) and armature or
second magnet (8) are shifted against each other, so that a gradual attenuation of
the mutual attraction occurs, and
b. on opening, the connecting modules (1, 2) are shifted on the movement track (60)
from the closed position into the open position, wherein the locking piece (5) and
the spring locking element (9) are shifted against each other, until the spring locking
element (9) no longer is in engagement with the locking piece (5) without the spring
locking element (9) being pushed to the side; and
c. on closing, the connecting modules (1, 2) snap into the closed position by means
of the locking device, wherein the locking piece (5) pushes the spring locking element
(9) to the side against the spring force of the spring locking element (9), until
it snaps into place; and
d. on closing, the magnet-armature construction pulls the connecting modules (1, 2)
towards each other, whereby the locking of the locking device is at least supported,
characterized in that
the position of the load housings (51, 52) on the connecting modules (1, 2) and the
position and shape of the movement track (60) are formed such that on shifting the
connecting modules (1, 2) from the closed position into the open position the load
housings (51, 52) are moved towards each other by an amount Δx against the load F
L, so that for opening the physical work W = F
L x Δx is required and thus the connection assembly is harder to open under the load
F
L than without the load F
L.
2. A magnetomechanical connection assembly consisting of two connecting modules (1, 2)
each including a load housing (51, 52) for connecting two elements, to each of which
one of the connecting modules (1, 2) can be attached, wherein the connecting modules
(1, 2) to be closed can be preloaded with a load F
L which substantially acts in direction of the connecting line between the load housings
(51, 52), and the connecting modules (1, 2) have the following features:
- a locking device with
- a spring locking element (9) which is arranged in the first connecting module (2),
- a locking piece (5) which is arranged in the second connecting module (1), for positively
locking the connecting modules (1, 2) and
- a force-deflecting bevel (70) which likewise is arranged in the second (1) connecting
module,
- a magnet-armature construction with
- a first magnet (4) which is arranged in one of the connecting modules (1, 2), and
- an armature or a second magnet (8), which is arranged in the other of the connecting
modules (1, 2), and
- a movement track (60) in the first connecting module (2), on which the locking piece
(5) of the second connecting module (1) can be shifted from a closed position into
an open position,
wherein the locking device, the magnet-armature construction and the movement track
(60) are operatively connected by the following features:
a. on opening, the connecting modules (1, 2) are shifted on the movement track (60)
from the closed position into the open position, wherein magnet (4) and armature or
second magnet (8) are shifted against each other, so that a gradual attenuation of
the mutual attraction occurs, and
b. on opening, the connecting modules (1, 2) are shifted on the movement track (60)
from the closed position into the open position, wherein the spring locking element
(9) is pushed to the side by the force-deflecting bevel (70), until the spring locking
element (9) no longer is in engagement with the locking piece (5); and
c. on closing, the connecting modules (1, 2) snap into the closed position by means
of the locking device, wherein the locking piece (5) pushes the spring locking element
(9) to the side against the spring force of the spring locking element (9), until
it snaps into place; and
d. on closing, the magnet-armature construction pulls the connecting modules (1, 2)
towards each other, whereby the locking of the locking device is at least supported,
characterized in that
the position of the load housings (51, 52) on the connecting modules and the position
and shape of the movement track (60) are formed such that on shifting the connecting
modules from the closed position into the open position the load housings (51, 52)
are moved towards each other by an amount Δx against the load F
L, so that for opening the physical work W = F
L x Δx is necessary and thus the connection assembly is harder to open under the load
F
L than without the load F
L.
3. The magnetomechanical connection assembly according to claim 1 or 2, characterized in that
the movement track (60) is formed with an inclination, so that on shifting the connecting
modules (1, 2) from the closed position into the open position the load housings (51,
52) move towards each other by an amount Δx against the load FL.
4. The magnetomechanical connection assembly according to claim 1 or 2, characterized in that the movement track (60) is curved in the shape of a circular arc, has exactly one
open position, and the center (M) of the circularly curved movement track (60) is
laterally shifted from the connecting line between the load housings (51, 52) towards
the side of the open position of the movement track (60), so that on shifting the
connecting modules (1, 2) from the closed position into the open position the load
housings (51, 52) move towards each other by an amount Δx against the load FL.
5. The magnetomechanical connection assembly according to claim 1 or claim 2, characterized in that the movement track (60) is curved in the shape of a circular arc, wherein the load
housing (51) in the second connecting module (1) lies above the center (M) of the
movement track (60) and the center (M) lies on the connecting line between the load
housings (51, 52), so that on shifting the connecting modules (1, 2) from the closed
position into the open position the load housings (51, 52) move towards each other
by an amount Δx against the load FL.
6. The magnetomechanical connection assembly according to claim 1 or claim 2, characterized in that the movement track (60) has a closed position in the center and two open positions
to the right and left thereof, i.e. the locking piece (5) can be shifted from a center
position to the left or to the right into one of the two open positions.
7. The magnetomechanical connection assembly according to claim 1 or claim 2, characterized in that the movement track (60) is curved in the shape of a circular arc, wherein the load
housing (51) in the second connecting module (1) lies below the center (M) of the
curvature, the center (M) lies on the connecting line between the load housings (51,
52), and to the load housing (51) in the first of the connecting modules (1, 2) a
rigid extension is attached, whose loaded end (51a) lies above the center (M) of the
curvature, so that on shifting the connecting modules (1, 2) from the closed position
into the open position the loaded end (51a) and the load housing (52) move towards
each other by an amount Δx against the load FL.
8. The magnetomechanical connection assembly according to claim 1 or claim 2, characterized in that the locking piece (5) and the movement track (60) are formed with such a shape and
size that during shifting the locking piece (5) is guided on the movement track (60),
i.e. a locking piece (5) with inclined portions is forcibly guided on an inclined
movement track (60) or a locking piece (5) with circular-arc-shaped portions likewise
is forcibly guided on a circular-arc-shaped track (60).
9. The magnetomechanical connection assembly according to claim 1 or claim 2, characterized in that the locking piece and the movement track (60) are formed with such a shape and size
that the second connecting module (1) and first connecting module (2) can be swiveled
against each other.
10. The magnetomechanical connection assembly according to claim 1 or claim 2, characterized in that the movement track (60) is repeatedly curved or angled in a meandrous manner, so
that on shifting the connecting modules (1, 2) from the closed position into the open
position the load housings (51, 52) repeatedly move towards each other and back again
by an amount Δx against the load FL.
11. The magnetomechanical connection assembly according to claim 1 or claim 2, characterized in that the surfaces of the locking piece (5) and of the movement track (60), which lie on
each other under load, have an increased friction due to roughened portions or toothings,
so that on shifting the connecting modules (1, 2) from the closed position into the
open position under the load FL an increased force is required.
12. The magnetomechanical connection assembly according to claim 1 or claim 2, characterized in that the first magnet (4) and the armature or the second magnet (8) are arranged and dimensioned
such that the magnetic force automatically pulls the locking means together, unless
a load FL acts when snapping into place.
13. The magnetomechanical connection assembly according to claim 1 or claim 2, characterized in that the first magnet (4) and the armature or second magnet (8) are arranged with an offset
(50) such that in the closed position the magnetic force produces a restoring force,
which effects an automatic return of the second connecting module (1) into the closed
position.
1. Structure d'assemblage mécano-magnétique constituée de deux modules d'assemblage (1,
2) présentant chacun une réception de charge (51, 52) pour l'assemblage de deux éléments,
sur lesquels respectivement un des modules d'assemblage (1, 2) peut être fixé, dans
laquelle les modules d'assemblage (1, 2) à fermer peuvent être préchargés avec une
charge F
L qui agit sensiblement en direction de la ligne d'assemblage entre les réceptions
de charge (51, 52), et les modules d'assemblage (1, 2) présentent les caractéristiques
suivantes :
- un dispositif de verrouillage avec
-- un élément de verrouillage à ressort (9) qui est agencé dans le premier module
d'assemblage (2) et
-- une pièce de blocage (5) qui est agencée dans le second module d'assemblage (1)
pour le verrouillage à complémentarité de formes des modules d'assemblage (1, 2),
- une structure à aimant et induit avec
-- un premier aimant (4) qui est agencé dans un des modules d'assemblage (1, 2) et
-- un induit ou un second aimant (8) qui est agencé dans l'autre des modules d'assemblage
(1, 2), et
- une glissière (60) dans le premier module d'assemblage (2) sur laquelle la pièce
de blocage (5) du second module d'assemblage (1) est mobile d'une position fermée
à une position ouverte,
dans laquelle le dispositif de verrouillage, la structure à aimant et induit et la
glissière (60) sont en liaison active par les caractéristiques suivantes :
a. lors de l'ouverture, les modules d'assemblage (1, 2) sont déplacés de la position
fermée à la position ouverte sur la glissière (60), dans laquelle le premier aimant
(4) et l'induit ou le second aimant (8) sont déplacés l'un contre l'autre de sorte
qu'un affaiblissement progressif de l'attraction mutuelle se produise, et
b. lors de l'ouverture, les modules d'assemblage (1, 2) sont déplacés de la position
fermée à la position ouverte sur la glissière (60), dans laquelle la pièce de blocage
(5) et l'élément de verrouillage à ressort (9) sont déplacés l'un contre l'autre jusqu'à
ce que l'élément de verrouillage à ressort (9) ne soit plus en prise avec la pièce
de blocage (5) sans que l'élément de verrouillage à ressort (9) ne soit poussé sur
le côté ; et
c. lors de la fermeture, les modules d'assemblage (1, 2) s'encliquettent à l'aide
du dispositif de verrouillage dans la position fermée, dans laquelle la pièce de blocage
(5) presse sur le côté l'élément de verrouillage à ressort (9) contre une force de
ressort de l'élément de verrouillage à ressort (9) jusqu'à ce qu'il s'encliquette
; et
d. lors de la fermeture la structure à aimant et induit attire les modules d'assemblage
(1,2) l'un contre l'autre, moyennant quoi le verrouillage du dispositif de verrouillage
est au moins soutenu,
caractérisée en ce que
la position des réceptions de charge (51, 52) sur les modules d'assemblage (1, 2)
et la position et la forme de la glissière (60) sont réalisées de sorte que lors du
déplacement des modules d'assemblage (1, 2) de la position fermée à la position ouverte
les réceptions de charge (51, 52) se déplacent d'une valeur Δx contre la charge F
L l'une vers l'autre de sorte que pour l'ouverture le travail physique W = F
L x Δx est requis, impliquant ainsi que la structure d'assemblage soit plus difficile
à ouvrir sous la charge F
L que sans la charge F
L.
2. Structure d'assemblage mécano-magnétique constituée de deux modules d'assemblage (1,
2) présentant chacun une réception de charge (51, 52) pour l'assemblage de deux éléments,
sur lesquels respectivement un des modules d'assemblage (1, 2) peut être fixé, dans
laquelle les modules d'assemblage (1, 2) à fermer peuvent être préchargés avec une
charge F
L qui agit sensiblement en direction de la ligne d'assemblage entre les réceptions
de charge (51, 52), et les modules d'assemblage (1, 2) présentent les caractéristiques
suivantes :
- un dispositif de verrouillage avec
-- un élément de verrouillage à ressort (9) qui est agencé dans le premier module
d'assemblage (2),
-- une pièce de blocage (5) qui est agencée dans le second module d'assemblage (1)
pour le verrouillage à complémentarité de formes des modules d'assemblage (1, 2) et
-- une pente (70) à déviation de force qui est aussi agencée dans le second module
d'assemblage (1),
- une structure à aimant et induit avec
-- un premier aimant (4) qui est agencé dans un des modules d'assemblage (1, 2) et
-- un induit ou un second aimant (8) qui est agencé dans l'autre des modules d'assemblage
(1, 2), et
- une glissière (60) dans le premier module d'assemblage (2) sur laquelle la pièce
de blocage (5) du second module d'assemblage (1) est mobile d'une position fermée
à une position ouverte,
dans laquelle le dispositif de verrouillage, la structure à aimant et induit et la
glissière (60) sont en liaison active par les caractéristiques suivantes :
a. lors de l'ouverture, les modules d'assemblage (1, 2) sont déplacés de la position
fermée à la position ouverte sur la glissière (60), dans laquelle le premier aimant
(4) et l'induit ou le second aimant (8) sont déplacés l'un contre l'autre de sorte
qu'un affaiblissement progressif de l'attraction mutuelle se produise, et
b. lors de l'ouverture, les modules d'assemblage (1, 2) sont déplacés de la position
fermée à la position ouverte sur la glissière (60), dans laquelle l'élément de verrouillage
à ressort (9) est poussé sur le côté par la pente (70) à déviation de force jusqu'à
ce que l'élément de verrouillage à ressort (9) ne soit plus en prise avec la pièce
de blocage (5) ; et
c. lors de la fermeture, les modules d'assemblage (1, 2) s'encliquettent à l'aide
du dispositif de verrouillage dans la position fermée, dans laquelle la pièce de blocage
(5) presse sur le côté l'élément de verrouillage à ressort (9) contre une force de
ressort de l'élément de verrouillage à ressort (9) jusqu'à ce qu'il s'encliquette
; et
d. lors de la fermeture la structure à aimant et induit attire les modules d'assemblage
(1, 2) l'un vers l'autre, moyennant quoi le verrouillage du dispositif de verrouillage
est au moins soutenu,
caractérisée en ce que
la position des réceptions de charge (51, 52) sur les modules d'assemblage (1, 2)
et la position et la forme de la glissière (60) sont réalisées de sorte que lors du
déplacement des modules d'assemblage (1, 2) de la position fermée à la position ouverte
les réceptions de charge (51, 52) se déplacent d'une valeur Δx contre la charge F
L l'une vers l'autre de sorte que pour l'ouverture le travail physique W = F
L x Δx est requis, impliquant ainsi que la structure d'assemblage soit plus difficile
à ouvrir sous la charge F
L que sans la charge F
L.
3. Structure d'assemblage mécano-magnétique selon la revendication 1 ou la revendication
2, caractérisée en ce que la glissière (60) est réalisée en biais de sorte que lors du déplacement des modules
d'assemblage (1, 2) de la position fermée à la position ouverte les réceptions de
charge (51, 52) se déplacent d'une valeur Δx contre la charge FL l'une vers l'autre.
4. Structure d'assemblage mécano-magnétique selon la revendication 1 ou la revendication
2, caractérisée en ce que la glissière (60) est courbée en forme d'arc de cercle, présente précisément une
position ouverte, et le point médian (M) de la glissière (60) courbée de façon circulaire
est déplacé latéralement de la ligne d'assemblage entre les réceptions de charge (51,
52) après le côté de la position ouverte de la glissière (60), de sorte que lors du
déplacement des modules d'assemblage (1, 2) de la position fermée à la position ouverte
les réceptions de charge (51, 52) se déplacent d'une valeur Δx contre la charge FL l'une vers l'autre.
5. Structure d'assemblage mécano-magnétique selon la revendication 1 ou la revendication
2, caractérisée en ce que la glissière (60) est courbée en forme d'arc de cercle, dans laquelle la réception
de charge (51) se trouve dans le second module d'assemblage (1) au-dessus du point
médian (M) de la glissière (60) et le point médian (M) se trouve sur la ligne d'assemblage
entre les réceptions de charge (51, 52) de sorte que lors du déplacement des modules
d'assemblage (1, 2) de la position fermée à la position ouverte les réceptions de
charge (51, 52) se déplacent d'une valeur Δx contre la charge FL l'une vers l'autre.
6. Structure d'assemblage mécano-magnétique selon la revendication 1 ou la revendication
2, caractérisée en ce que la glissière (60) présente au milieu une position fermée et, à droite et gauche de
celle-ci, deux positions ouvertes, ce qui signifie que la pièce de blocage (5) peut
être déplacée d'une position médiane vers la gauche ou la droite dans une des deux
positions ouvertes.
7. Structure d'assemblage mécano-magnétique selon la revendication 1 ou la revendication
2, caractérisée en ce que la glissière (60) est courbée en arc de cercle, la réception de charge (51) se trouvant
dans le second module d'assemblage (1) au-dessous du point médian (M) de la courbure,
le point médian (M) sur la ligne d'assemblage se trouvant entre les réceptions de
charge (51, 52), une extension rigide de prolongement étant fixée sur la réception
de charge (51) dans le premier des modules d'assemblage (1, 2), dont l'extrémité sollicitée
(51a) se trouve au-dessus du point médian (M) de la courbure de sorte que lors du
déplacement des modules d'assemblage (1, 2) de la position fermée à la position ouverte,
l'extrémité sollicitée (51a) et la réception de charge (52) se déplacent d'une valeur
Δx contre la charge FL l'une vers l'autre.
8. Structure d'assemblage mécano-magnétique selon la revendication 1 ou la revendication
2, caractérisée en ce que la pièce de blocage (5) et la glissière (60) sont réalisées en forme et taille de
telle sorte que la pièce de blocage (5) soit guidée sur la glissière (60) pendant
le déplacement, c'est-à-dire qu'une pièce de blocage (5) soit guidée à force avec
des sections obliques sur une glissière (60) oblique ou une pièce de blocage (5) soit
aussi guidée à force avec des sections en forme d'arc de cercle sur une glissière
(60) en forme d'arc de cercle.
9. Structure d'assemblage mécano-magnétique selon la revendication 1 ou la revendication
2, caractérisée en ce que la pièce de blocage (5) et la glissière (60) sont réalisées en forme et taille de
telle sorte que le second module d'assemblage (1) et le premier module d'assemblage
(2) soient pivotants l'un contre l'autre.
10. Structure d'assemblage mécano-magnétique selon la revendication 1 ou la revendication
2, caractérisée en ce que la glissière (60) est courbée ou coudée en forme de méandre à plusieurs reprises
de sorte que, lors du déplacement des modules d'assemblage (1, 2) de la position fermée
à la position ouverte, les réceptions de charge (51, 52) se déplacent à plusieurs
reprises d'une valeur Δx contre la charge FL l'une vers l'autre et reviennent de nouveau.
11. Structure d'assemblage mécano-magnétique selon la revendication 1 ou la revendication
2, caractérisée en ce que les surfaces se trouvant sous charge l'une sur l'autre de la pièce de blocage (5)
et la glissière (60) présentent, par des rugosités ou dentures, une friction accrue
de sorte que lors du déplacement des modules d'assemblage (1, 2) de la position fermée
à la position ouverte une force accrue soit nécessaire sous la charge FL.
12. Structure d'assemblage mécano-magnétique selon la revendication 1 ou la revendication
2, caractérisée en ce que le premier aimant (4) et l'induit ou le second aimant (8) sont agencés et dimensionnés
de sorte que la force magnétique contracte automatiquement le dispositif de verrouillage
dans la mesure où aucune charge FL n'agit lors de l'encliquetage.
13. Structure d'assemblage mécano-magnétique selon la revendication 1 ou la revendication
2, caractérisée en ce que le premier aimant (4) et l'induit ou le second amant (8) sont agencés avec un décalage
(50), de sorte que la force magnétique génère en position fermée une force de rappel
qui provoque un rappel automatique du second module d'assemblage (1) dans la position
fermée.