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(11) |
EP 2 255 139 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.01.2013 Patentblatt 2013/01 |
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Anmeldetag: 10.11.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/AT2008/000405 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2009/059345 (14.05.2009 Gazette 2009/20) |
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| (54) |
ELEKTRISCH BEHEIZTER SCHACHTOFEN
ELECTRICALLY HEATED SHAFT FURNACE
FOUR À CUVE À CHAUFFAGE ÉLECTRIQUE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
08.11.2007 AT 18032007 11.12.2007 AT 20042007
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.12.2010 Patentblatt 2010/48 |
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Patentinhaber: Patco Engineering GmbH |
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6300 Zug (CH) |
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Erfinder: |
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- EDLINGER, Alfred
A-6780 Bartholomäberg (AT)
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| (74) |
Vertreter: Manitz, Finsterwald & Partner GbR |
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Postfach 31 02 20 80102 München 80102 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-96/01033 DE-A1- 2 311 467 DE-C- 201 202
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DE-A1- 2 235 706 DE-A1- 3 601 014
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- DATABASE WPI Week 198611 Thomson Scientific, London, GB; AN 1986-070799 XP002514045
& ES 8 507 421 A (DEL VALLE F M) 16. Dezember 1985 (1985-12-16)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen elektrisch beheizten Schachtofen mit wenigstens
einem von elektrischen Leitern gebildeten Heizelement.
[0002] In der
WO 2006/079132 A1 wurde ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Reduzieren von metalloxidhaltigen Schlacken
bzw. Gläsern und/oder Entgasen von mineralischen Schmelzen vorgeschlagen, bei welcher
die schmelzflüssigen Schlacken auf ein induktiv beheiztes Koksbett aufgegeben wurden.
Die Charge wurde hierbei einem Schachtofen zugeführt und das Koksbett induktiv auf
Temperaturen aufgeheizt, welche sicherstellen, dass sich bis zum Abstichende eine
Schmelze ausbildet oder die Schmelztemperatur aufrecht erhalten wird. Durch den Einsatz
von induktiv beheiztem Koks wurde ein Bett mit hohem Reduktionspotential bereitgestellt,
sodass die Reduktion von oxidischen bzw. mit Organika belasteten Schlacken und metallurischen
Stäuben auch mit hohen Gehalten an Chromoxid- und Vanadiumoxidschlacken in einfacher
Weise vorgenommen werden konnte. Induktiv beheizte Öfen sind auch als Tiegelöfen bekannt.
Im Fall von elektrisch beheizten Öfen wurde zumeist der elektrische Widerstand der
Schmelze genützt und die elektrische Energie über in die Schmelze eintauchende Elektroden
aufgebracht. Für eine induktive Heizung wurden bereits Kupferspulen vorgeschlagen,
wobei die Übertragung von Wärme durch Induktion nur dann mit hohem Wirkungsgrad gelingt,
wenn zwischen der Induktionsspule und dem induktiv zu beheizendem Medium nur geringe
Abstände überbrückt werden müssen. Im Falle von Schmelzen bedeutet dies, dass entsprechende
Wärme auch in die Induktionsspulen abgestrahlt wird, sodass im Falle von Kupferwicklungen
wassergekühlte Kupferrohre als Leiter vorgeschlagen wurden. Wassergekühlte Leiter
weisen aber eine bedeutende Verlustleistung auf.
[0003] In der
DE 2 235 706 wird ein Kupolofen zur Herstellen einer Metallschmelze offenbart, wobei der Kupolofen
einen Überhitzungsraum umfasst, in dem ein graphithaltiger Mantel vorgesehen ist,
in dem gekühlte Induktionsspulen angeordnet sind, durch welche das in dem Überhitzungsraum
vorhandene Einsatzgut erhitzt wird. Ähnliche Öfen sind aus der
JP 06-074,653 A, aus der
WO 2006/079132 A1 und aus der
US 2,122,241 bekannt.
[0004] In der
CN 86-108,553 A wird ein Ofen zum Schmelzen von Metallen und Legierungen offenbart, wobei dieser
Ofen mit einer Induktionsheizung, dessen Induktor aus Graphitband zusammengesetzt
ist, ausgestattet ist. Dabei ist das Graphitband hinter einer hinter einem Graphitmantel
vorgesehenen elektrischen Isolierung angeordnet.
[0005] Die Erfindung zielt nun darauf ab, eine Ausbildung für die elektrische Beheizung
eines Schachtofens zu schaffen, bei welcher mit geringer Verlustleistung Hochfrequenzenergie
eingebracht werden kann oder wahlweise andere Formen der elektrischen Beheizung realisiert
werden können und mit der die beim Stand der Technik vorgesehene aufwendige Wasserkühlung
vermieden werden kann.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein elektrisch beheizter Schachtofen zur Schmelzreduktion
mit einer Induktionsheizung mit wenigstens einem Induktor bereitgestellt, wobei der
Induktor von elektrischen Leitern, welche aus Graphit bestehen, gebildet ist, und,
wobei der Schachtofen einen Innenmantel umfasst, der aus feuerfestem Material besteht
und an seiner Innenfläche Rillen aufweist, in denen aus Graphit gebildeten Leiter
vorgesehen sind. Die Wahl von Graphit für den Leiter und damit dem Induktor hat zur
Folge, dass hier ein hochfeuerfestes Material eingesetzt wird, das keine aufwendige
Kühlung mehr erfordert. Die Leitfähigkeit von Graphit steigt mit zunehmender Temperatur,
sodass eine entsprechende stufenweise Erhitzung vorteilhaft erscheint, wofür zu Beginn
beispielsweise auch der Leiter nach Art einer Widerstandsheizung geschaltet werden
kann.
[0007] In besonders vorteilhafter Weise kann der Induktor von Graphitringen oder -ringsegmenten
oder alternativ von Graphitstäben gebildet sein.
[0008] Graphit hat in der Regel weniger als die Hälfte der Leitfähigkeit von Kupfer, wodurch
entsprechend große Graphit-Induktoren bzw. Graphit-Leiterquerschnitte vorgesehen werden
müssen. Gemäß der vorliegenden Erfindung wird dies dadurch erreicht, dass die Ausbildung
so getroffen ist, dass der Innenmantel des Schachtofens aus feuerfestem Material besteht
und an seiner Innenfläche Rillen, insbesondere schraubenlinienförmige Rillen, für
die Aufnahme der aus Graphit gebildeten Leiterbahnen aufweist. Die Leiterschicht bzw.
die Graphitringe können hierbei unmittelbar in die Feuerfestummantelung des Schachtofens
eingearbeitet werden, wobei Graphit selbst ein hervorragendes refaktäres Material
ist und auch bei sehr hohen Temperaturen formbeständig bleibt. Da die Induktionsverluste
im Fall einer induktiven Beheizung quadratisch mit dem Abstand zwischen dem Induktor
und dem anzukoppelnden Material, beispielsweise einem Koksbett, steigen, können die
Induktionsverluste dadurch wesentlich minimiert werden, dass der Leiter unmittelbar
in das feuerfeste Material eingebettet ist, wobei lediglich eine entsprechende elektrische
Isolation zwischen einem Koksbett und dem Induktor erforderlich ist, wofür aber besonders
einfache Maßnahmen ausreichen.
[0009] Mit Vorteil wird die Ausbildung hierbei so getroffen, dass der Innenmantel mit einer
feuerfesten Isolationsschicht bzw. Folie oder Isolationsmatte ausgekleidet ist, wobei
vorzugsweise das feuerfeste Material und/oder die Isolationsschicht aus MgO oder Al
2O
3 gebildet ist. Alternativ zu dieser Verwendung einer Folie kann bei entsprechend schmalen
Rillen und einem entsprechenden Dimensionieren der Leiterbahnen bzw. der Graphitringe
bei gleichzeitig entsprechend großer Korngröße der Koksschüttung so vorgegangen werden,
dass die Tiefe der Rillen im Mantel größer als die Breite der Leiterbahnen bzw. der
Graphitringe gewählt ist und der radiale Abstand der Leiterbahnen von der Achse bzw.
der Innendurchmesser der Graphitringe größer als der Innendurchmesser des Mantels
des Schachtofens gewählt ist.
[0010] In besonders einfacher Weise gelingt der elektrische Anschluss an die Leiterbahnen
so, dass die Graphitringe an ihrem Umfang geschlitzt ausgebildet sind und die freien
Enden der Ringe parallel oder in Serie an eine Stromquelle anlegbar sind. Die Ausbildung
kann hierbei mit Vorteil so getroffen sein, dass die Leiterbahnen aus gestampftem
Graphitpulver oder einem mit elektrisch leitenden Substanzen, insbesondere thermisch
dissoziierenden Salzen dotiert ausgebildet sind.
[0011] Alternativ zu der beschriebenen Ausbildung, bei welcher der Induktor von längs einer
Schraubenlinie oder kreisringförmig angeordneten Leiterbahnen aus Kohlenstoff gebildet
sind, kann aber in besonders einfacher Weise die Ausbildung so getroffen sein, dass
der Induktor von Graphitstäben gebildet ist. In diesem Falle ist die Anordnung bevorzugt
so getroffen, dass die Stäbe im Wesentlichen parallel zur Achse des rohrförmigen Schachtofens
angeordnet sind, wobei mit Vorteil der Schachtofen zylindrisch ausgebildet ist und
eine Mehrzahl von Stäben auf einem konzentrisch zur Achse verlaufenden Kreis angeordnet
sind. Bei dieser Ausbildung kann mit Graphit stäben gearbeitet werden, wie sie auch
als Elektroden für Elektroöfen zum Einsatz gelangen. Das entsprechende Elektrodenmaterial
kann graphitiert werden und zeichnet sich durch überaus hohe, auch mechanische, Stabilität
aus. Die Anordnung von derartigen Stäben parallel zur Achse eines Schachtofens erlaubt
es zu allem Überfluss beliebige Schaltungen dieser Stäbe zu realisieren, wobei die
Ausbildung mit Vorteil so getroffen sein kann, dass die Stäbe jeweils an einem Ende
mit einem benachbarten Ende eines in Umfangsrichtung des Schachtofens benachbarten
Stabes verbunden sind. Bei einer derartigen Ausbildung kann mit Vorteil die Verbindung
benachbarter Stäbe schaltbar sein, wobei die Stäbe wahlweise miteinander verbindbar
oder gesondert mit der Stromquelle verbindbar sind. In Umfangsrichtung gesehen können
somit einzelne Stäbe in Serie oder parallel geschaltet betrieben werden, wobei zu
allem Überfluss einzelne Stäbe oder Gruppen von Stäben mit unterschiedlicher Frequenz
zur induktiven Erwärmung eingesetzt werden können.
[0012] Die Bauweise als Schachtofen, bei welchem der gesamte Mantel induktive Heizelemente
trägt, mit welchen überaus hohen Temperaturen ohne weiteres realisiert werden können,
ermöglicht hier besonders bevorzugte Verwendungen eines derartigen Schachtofens. Erfindungsgemäß
besteht eine derartige bevorzugte Verwendung darin, dass der Schachtofen zum reduzierenden
Erschmelzen von Silizium, Siliziumcarbid, Eisensilizium oder Phosphor verwendet wird.
[0013] Prinzipiell eignet sich ein aus Kohlenstoff bzw. Graphit gebildeter Leiter für den
Einsatz über einen überaus großen Frequenzbereich, wobei im Fall von Gleichstrom bzw.
Wechselstrom mit Frequenz f = 0 eine rein konduktive Erhitzung der Graphitleiterbahnen,
insbesonders Stäbe oder Ringsegmente, auf Grund des ohmschen Widerstandes erfolgt.
Wenn Wechselstrom angelegt wird, dann wird je nach Frequenz des Wechselstroms die
Widerstandsheizung oder eine Induktionserhitzung des Einsatzgutes, beispielsweise
eines Koksbettes oder im Falle eines Tiegels einer Stahlschmelze, erfolgen, wobei
die Verwendung von Graphit als Leiter überall dort besonders vorteilhaft ist, wo neutrale
bis reduktive Bedingungen herrschen. Induktionsschmelzöfen, bei denen im Vakuum oder
unter Inertgas hochschmelzende Stahllegierungen erschmolzen werden, sind hier ein
mögliches Anwendungsbeispiel. Gegenüber wassergekühlten Kup-ferspulen wird hier die
mögliche Explosionsgefahr eliminiert, da es im Fall von Leckstellen bei Austreten
von Wasser zur Bildung von Knallgas kommen kann, wobei zu allem Überfluss Wasserstoff
in die Stahlschmelze diffundieren könnte. Die Verwendung des hochfeuerfesten Leitermaterials
erlaubt es, die Temperatur des Leiters im Wesentlichen gleich der Temperatur des Behandlungsgutes
zu wählen, womit die Leitfähigkeit signifikant ansteigt. Eine weitere Erhöhung der
Leitfähigkeit bei höheren Temperaturen gelingt wie bereits oben erwähnt durch Beimengen
von thermisch dissoziierenden Metallsalzen, welche bei hohen Temperaturen sehr gute
Leiter darstellen.
[0014] Der erfindungsgemäße elektrisch beheizte Schachtofen wird als Induktionsofen betrieben,
wobei im Falle elektrisch leitender Chargen und insbesondere im Falle eines Koksbettes
oder eines Tiegels mit Stahlschmelze Temperaturen von ungefähr 2300° C ohne weiteres
realisiert werden können. Graphit bleibt in reduzierender Atmosphäre bis zu Temperaturen
von etwa 3400° C formbeständig.
[0015] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten
Ausführungsbeispiels eines Schachtofens näher erläutert. In dieser zeigen Fig. 1 eine
Draufsicht auf einen geschlitzten Graphitring, Fig. 2 eine Schnittdarstellung in Richtung
des Pfeiles II - II der Fig. 1 und Fig. 3 eine Schnittdarstellung in Richtung des
Pfeiles III - III der Fig. 1. Die Schnittdarstellung nach Fig. 2 und Fig. 3 zeigen
hierbei jeweils nur den halben Schachtofen im Schnitt. Fig. 4 zeigt einen Axialschnitt
durch eine abgewandelte Ausbildung des Schachtofens mit stabformoge Induktor, Fig.
5 einen Schnitt nach der Linie V, V der Fig. 4 nicht gemäß der Erfindung, Fig. 6 eine
abgewandelte Ausbildung in einer Darstellung entsprechend der Fig. 5 nicht gemäß der
Erfindung und Fig. 7 einen Querschnitt durch eine abgewandelte Ausbildung mit achsparallel
verlaufenden Leiterbahnen.
[0016] In Fig. 1 ist mit 1 ein geschlitzter Graphitring bezeichnet, dessen freie Enden in
Stirnflächen 2 und 3 münden. Über diese Stirnflächen 2 und 3 können die geschlitzten
Graphitringe elektrisch kontaktiert werden und entsprechend mit Gleichstrom, niederfrequentem
oder hochfrequentem Wechselstrom beaufschlagt werden.
[0017] Bei der Darstellung nach Fig. 2 sind jeweils die Kontaktflächen 3 ersichtlich, die
bei in Richtung der Achse 4 des Schachtofens 5 übereinander liegenden Graphitringen
miteinander verbunden sind. Über den Bereich a sind hierbei, wie sich in Kombination
mit der Darstellung nach Fig. 3 ergibt, die Graphitringe in Serie geschaltet, wohingegen
über den axialen Bereich b zwei Graphitringe parallel zu einander betrieben werden.
[0018] Bei der Darstellung nach Fig. 3 sind jeweils die freien Stirnflächen 2 der geschlitzten
Ringe ersichtlich. In Kombination mit der Darstellung nach Fig. 2 mit den Stirnflächen
3 ergibt sich somit, dass über den Bereich a Strom an die unterste Stirnfläche 2 angelegt
wird und in der Folge über in Höhenrichtung benachbarte Stirnflächen 3 die Kontaktierung
auf den nachfolgenden Graphitring 1 erfolgt, worauf wiederum - um einen Winkel von
etwa 180° verdreht - die Kontaktierung benachbarter Stirnflächen 2 zur Erzielung einer
Serienschaltung der Ringe erfolgt. Über die Anschlüsse 6 und 7 kann hier niederfrequenter
Wechselstrom zugeführt werden. Für die Zufuhr von hochfrequentem Wechselstrom und
insbesondere für den Einsatz bei Frequenzen von über 60 kHz, und zwar bis etwa 350
kHz, empfiehlt sich eine Parallelschaltung, wie sie im axialen Bereich b ersichtlich
ist, wobei die entsprechenden Anschlüsse hier mit 8 und 9 bezeichnet sind und jeweils
zwei in Achsrichtung aufeinander folgende Ringe 1 parallel geschaltet sind. Eine derartige
Parallelschaltung führt zu einer Verringerung der benötigten Spannung im Falle einer
induktiven Beheizung, sodass das Gefahren- und Überschlagspotenzial verringert wird.
[0019] Im Prinzip kann die Ausbildung über die axiale Höhe des Schachtofens 5 flexibel gewählt
werden und es kann wahlweise in einzelnen axialen Breichen eine Parallelschaltung
oder eine serielle Schaltung vorgenommen werden um den jeweils erforderlichen Temperaturprofilen
Rechnung tragen zu können.
[0020] Fig. 4 zeigt einen Querschnitt durch einen Schachtofen 10, in dessen feuerfesten
Mantel 11 stabförmig Heizelemente 12 eingelassen sind. Die stabförmigen Heizelemente
12 sind hierbei von Graphitstäben gebildet. Die benachbarten Enden derartiger Graphitstäbe
12 können wahlweise über leitende Verbindungen 13 an einem Ende und leitenden Verbindungen
14 am anderen Ende der Stäbe jeweils mit einander verbunden sein, wodurch sich eine
Serienschaltung von drei neben einander angeordneten Graphitstäben 12 realisieren
lässt. Die durch diese Serienschaltung erzielten Enden des Gesamtwiderstandes und
der Gesamtinduktivität kann sowohl bei Verwendung als induktive Beheizung unter Anschluss
von Wechselstrom, als auch von konduktiver Heizung unter Anschluss von Gleichstrom
entsprechend verwendet werden. Die Schaltung der einzelnen Stäbe ergibt sich hierbei
aus der Schnittdarstellung nach Fig. 7, wobei sich insgesamt ein Käfig aus Graphitstäben
als Induktor ausbilden lässt, wobei die einzelnen Graphitstäbe des Käfigs parallel
oder seriell geschaltet werden können.
[0021] Die leicht abgewandelte Ausbildung nach Fig. 6, deren Darstellung im Wesentlichen
der Darstellung nach Fig. 5 entspricht, lässt einen mehrschichtigen Aufbau des Mantels
erkennen und ist bevorzugt bei Höchsttemperaturen eingesezt, um Grahitierungs-reaktionen
hervorzurufen. Die Heizelemente 12 sind hierbei von einem ersten Mantel aus Graphit
umgeben, wobei dieser erste Mantel 15 aus einzelnen Segmenten zusammengesetzt werden
kann. Die freistehenden Graphitstäbe bzw. Graphitelektroden können hierbei, soweit
es erforderliche ist, gegebenenfalls mit Inertgas gespült werden, wofür Einlassöffnungen
16 vorgesehen sind. Der Graphitmantel 15 wird außen von einem weiteren Mantel aus
feuerfestem Material umgeben, welcher mit 17 bezeichnet wird. Eine derartige Ausbildung
kann beispielsweise für das Graphitisieren von Kohlenstoffstäben verwendet werden,
wie dies schematisch durch ein Koksextrudat 18 angedeutet ist, welches in Richtung
des Pfeiles 19 durch den Schachtofen hindurch gefördert werden kann. Bei entsprechend
hoher Temperatur und entsprechender Verweilzeit kann neben einem kontinuierlichen
Backen auch ein Graphitieren von Koksextrudat 18 erzielt werden, wodurch die Kristallisation
des Kohlenstoffs im Koksextrudat 18 bewirkt werden kann.
[0022] In Fig. 7 werden schematisch verschiedene Anwendungsbeispiele des Schachtofens dargestellt,
wobei wiederum eine abgewandelte Ausbildung des Schachtofens vorgesehen ist. In dem
Mantel 11 aus feuerfestem Material sind hier Rillen bzw. Nuten 20 vorgesehen, welche
schwalbenschwanzförmig ausgebildet sind und die Leiterbahnen bzw. Graphitstäbe 21
enthalten. Die innere Fläche dieses Graphitstabes bzw. der Leiterbahn ist hierbei
auf einem größeren radialen Abstand von der Achse 22 des Schachtofens als die Innenwand
23 des feuerfesten Mantels, sodass im Falle der Verwendung eines Koksbettes zur Schmelzreduktion
eine unmittelbar leitende Berührung zwischen dem Koksbett und dem Graphitstab verhindert
wird. Eine derartige Beschickung bzw. ein derartiger Einsatz eines Koksbettes ist
durch die Koksstücke angedeutet. Alternativ kann wie in einem weiteren Segment des
Schachtofens im Querschnitt angedeutet, eine Schmelze hergestellt werden und der Schachtofen
als Tiegel zum Schmelzen von Stahl eingesetzt werden. Die Schmelze ist hierbei schematisch
mit 24 angedeutet. In einem weiteren Abschnitt 25, welcher eine weitere mögliche Verwendung
des Schachtofens verdeutlicht, kann das Verfahren so verwendet werden, das ein Graphitwärmetauscher,
mit dem Bezugszeichen 25 angedeutet, zur Herstellung von Drittelschlacke eingesetzt
wird.
1. Elektrisch beheizter Schachtofen (5, 10) zur Schmelzreduktion mit einer Induktionsheizung
mit wenigstens einem Induktor (12), wobei der Induktor (12) von elektrischen Leitern,
welche aus Graphit bestehen, gebildet ist, und, wobei der Schachtofen (5, 10) einen
Innenmantel (11) umfasst, der aus feuerfestem Material besteht und an seiner Innenfläche
Rillen (20) aufweist, in denen aus Graphit gebildeten Leiter vorgesehen sind.
2. Schachtofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Induktor (12) von in Umfangsrichtung in Form von Ringen, Ringsegmenten (1) oder
einer Schraubenlinie angeordneten Leitern aus Graphit gebildet ist.
3. Schachtofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Induktor von Graphitstäben (12) gebildet ist.
4. Schachtofen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Graphitstäbe (12) parallel zur Achse (22) des rohrförmigen Schachtofens (5, 10)
angeordnet sind.
5. Schachtofen nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Schachtofen (5, 10) zylindrisch ausgebildet ist und eine Mehrzahl von Graphitstäben
(12) auf einem konzentrisch zur Achse (22) verlaufenden Kreis angeordnet sind.
6. Schachtofen nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Rillen als schraubenlinienförmigen Rillen ausgebildet sind.
7. Schachtofen nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenmantel (11) mit einer feuerfesten Isolationsschicht (17) bzw. Folie oder
Isolationsmatte ausgekleidet ist.
8. Schachtofen nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das feuerfeste Material und/oder die Isolationsschicht aus MgO, Al2O3 oder Schamotte gebildet ist.
9. Schachtofen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Graphitringe (1) an ihrem Umfang geschlitzt ausgebildet sind und die freien Enden
(2, 3) der Graphitringe (1) parallel oder in Serie an eine Stromquelle anlegbar sind.
10. Schachtofen nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterbahnen aus gestampftem Graphitpulver oder mit elektrisch leitenden Substanzen
dotiert ausgebildet sind.
11. Schachtofen nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterbahnen mit thermisch dissozüerenden Salzen dotiert ausgebildet sind.
12. Schachtofen nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Tiefe der Rillen (20) im Mantel (11) grösser als die Breite der Leiterbahnen
(21), vorzugsweise der Graphitringe (1), ist und der radiale Abstand der Leiterbahnen
(21) von der Achse (22), vorzugsweise der Innendurchmesser der Graphitringe (1), größer
als der Innendurchmesser des Mantels (11) des Schachtofens (5, 10) gewählt ist.
13. Schachtofen nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Graphitstäbe (12) jeweils an einem Ende mit einem benachbarten Ende eines in
Umfangsrichtung des Schachtofens benachbarten Graphitstabes (12) verbunden sind.
14. Schachtofen nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung benachbarter Graphitstäbe (12) schaltbar ist und die Graphitstäbe
(12) wahlweise miteinander verbindbar oder gesondert mit der Stromquelle verbindbar
sind.
15. Verwendung eines Schachtofens nach einem der Ansprüche 1 bis 14 zum reduktiven Erschmelzen
von Si, SiC, FeSi oder P.
1. An electrically heated shaft furnace (5, 10) for enamel reduction using an induction
heater having at least one inductor (12), wherein the inductor (12) is formed by electrical
conductors comprising graphite, and wherein the shaft furnace (5, 10) includes an
inner jacket (11) which comprises refractory material and has grooves (20) at its
inner surface in which grooves conductors formed from graphite are provided.
2. A shaft furnace in accordance with claim 1, characterised in that the inductor (12) is formed by conductors of graphite arranged in the peripheral
direction in the form of rings, ring segments (1) or a helix.
3. A shaft furnace in accordance with claim 1, characterised in that the inductor is formed by graphite bars (12).
4. A shaft furnace in accordance with claim 3, characterised in that the graphite bars (12) are arranged in parallel to the axis (22) of the tubular shaft
furnace (5, 10).
5. A shaft furnace in accordance with claim 3 or claim 4, characterised in that the shaft furnace (5, 10) is of cylindrical design and a plurality of graphite bars
(12) are arranged on a circle extending concentrically to the axis (22).
6. A shaft furnace in accordance with any one of the claims 1 to 5, characterised in that the grooves are formed as helical grooves.
7. A shaft furnace in accordance with any one of the claims 1 to 6, characterised in that the inner jacket (11) is lined with a refractory insulation layer (17) and/ or film
or insulation mat.
8. A shaft furnace in accordance with claim 7, characterised in that the refractory material and/or the insulation layer is formed from MgO, Al2O3 or chamotte.
9. A shaft furnace in accordance with claim 2, characterised in that the graphite rings (1) are slit at their periphery and the free ends (2, 3) of the
graphite rings (1) can be applied in parallel or in series to a power source.
10. A shaft furnace in accordance with any one of the claims 1 to 9, characterised in that the conductor tracks are formed from tamped graphite powder or are formed doped with
electrically conductive substances.
11. A shaft furnace in accordance with claim 10, characterised in that the conductor tracks are formed doped with thermally dissociating salts.
12. A shaft furnace in accordance with any one of the claims 1 to 11, characterised in that the depth of the grooves (20) in the jacket (11) is larger than the width of the
conductor tracks (21), preferably of the graphite rings (1), and the radial spacing
of the conductor tracks (21) from the axis (22), preferably the inner diameter of
the graphite rings (1), is selected larger than the inner diameter of the jacket (11)
of the shaft furnace (5, 10).
13. A shaft furnace in accordance with any one of the claims 3 to 5, characterised in that the graphite bars (12) are each connected at one end to an adjacent end of a graphite
bar (12) adjacent in the peripheral direction of the shaft furnace.
14. A shaft furnace in accordance with claim 13, characterised in that the connection of adjacent graphite bars (12) is switchable and the graphite bars
(12) can selectively be connected to one another or separately to the power source.
15. Use of a shaft furnace in accordance with any one of the claims 1 to 14 for the reductive
melting down of Si, SiC, FeSi or P.
1. Four à cuve (5, 10) à chauffage électrique pour la réduction par fusion, comprenant
un chauffage à induction avec au moins un inducteur (12), ledit inducteur (12) étant
formé par des conducteurs électriques qui sont constitués en graphite, et dans lequel
le four à cuve (5, 10) comporte une enveloppe intérieure (11) qui est constituée en
matériau réfractaire et présente à sa surface intérieure des rainures (20) dans lesquelles
sont prévus des conducteurs réalisés en graphite.
2. Four à cuve selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'inducteur (12) est réalisé par des conducteurs en graphite, agencés en direction
périphérique sous la forme d'anneaux, de segments d'anneaux (1) ou d'une ligne hélicoïdale.
3. Four à cuve selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'inducteur est formé par des barreaux en graphite (12).
4. Four à cuve selon la revendication 3, caractérisé en ce que les barreaux en graphite (12) sont agencés parallèlement à l'axe (22) du four à cuve
(5, 10) de forme tubulaire.
5. Four à cuve selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que le four à cuve (5, 10) est réalisé cylindrique, et une pluralité de barreaux en graphite
(12) sont agencés sur un cercle s'étendant concentriquement à l'axe (22).
6. Four à cuve selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les rainures sont réalisées comme des rainures de forme hélicoïdale.
7. Four à cuve selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'enveloppe intérieure (11) est habillée avec une couche d'isolation ou un film réfractaire
(17) ou encore un tapis isolant.
8. Four à cuve selon la revendication 7, caractérisé en ce que le matériau réfractaire et/ou la couche d'isolation est réalisé(e) en MgO, Al2O3, ou en chamotte.
9. Four à cuve selon la revendication 2, caractérisé en ce que les bagues en graphite (1) sont réalisées fendues à leur périphérie, et les extrémités
libres (2, 3) des bagues en graphite (1) sont susceptibles d'être branchées à une
source de courant en parallèle ou en série.
10. Four à cuve selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que les pistes conductrices sont réalisées à partir de poudre de graphite tassée ou sont
dopées avec des substances conductrices de l'électricité.
11. Four à cuve selon la revendication 10, caractérisé en ce que les pistes conductrices sont réalisées dopées avec des sels dissociés par voie thermique.
12. Four à cuve selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que la profondeur des rainures (20) dans l'enveloppe (11) est supérieure à la largeur
des pistes conductrices (21), de préférence des bagues en graphite (1), et la distance
radiale des pistes conductrices (21) depuis l'axe (22), de préférence le diamètre
intérieur des bagues en graphite (1), est choisie supérieure au diamètre intérieur
de l'enveloppe (11) du four à cuve (5, 10).
13. Four à cuve selon l'une des revendications 3 à 5, caractérisé en ce que les barreaux en graphite (12) sont reliés respectivement à une extrémité avec une
extrémité voisine d'un barreau en graphite (12) voisin en direction périphérique du
four à cuve.
14. Four à cuve selon la revendication 13, caractérisé en ce que la liaison de barreaux en graphite voisins (12) est commutable, et les barreaux en
graphite (12) sont susceptibles d'être connectés sélectivement les uns aux autres
ou en particulier à la source de courant.
15. Utilisation d'un four à cuve selon l'une des revendications 1 à 14 pour la fusion
réductrice de Si, SiC, FeSi ou P.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente