[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Befüllen und Verpacken von Getränkebehältern.
[0002] Das Verfahren kann insbesondere in Brauereien oder von anderen Getränkebestellern
eingesetzt werden, um Getränke (z.B. Bier, Wasser, Fruchtsäfte, Softdrinks) in Getränkebehälter
zu füllen und die befüllten Getränkebehälter in Behälter für Lagerung und Transport
zu verpacken. Bei den Getränkebehältern kann es sich um Flaschen oder Dosen handeln.
[0003] Herkömmlicherweise werden in Brauereien Getränke in Mehrwegflaschen abgefüllt und
die Mehrwegflaschen in Getränkekisten eingestellt. Ferner bekannt ist, die Mehrwegflaschen
in Umverpackungen aus Karton verpackt in Getränkekisten einzusetzen. Einwegflaschen
werden vielfach nach Befüllen in den Brauereien in Umverpackungen aus Karton verpackt,
auf Trays aus Pappe gesetzt und in mehreren Lagen auf Paletten gepackt. Die bepackte
Palette wird mit einer Folie umhüllt. Getränkedosen werden vielfach in manschettenartigen
Umverpackungen aus Karton in den Handel gebracht.
[0004] Aus der
EP 1 847 895 A1 ist ein Verfahren zum Distribuieren von Getränken in Mehrwegflaschen mit den nachfolgenden
Schritten bekannt: Zunächst werden in mindestens einer Abfüll- und Verpackungsstation
Getränke in einheitliche Mehrwegflaschen gefüllt. Es kommen beispielsweise Mehrwegflaschen
mit einem Füllvolumen von 0,33 Litern und/oder 0,5 Litern zum Einsatz. Die Abfüll-
und Verpackungsstation kann sich in einer Brauerei befinden oder eine zentrale Einrichtung
sein, die für mehrere Brauereien arbeitet.
[0005] In der Abfüll- und Verpackungsstation werden die befüllten Mehrwegflaschen in herstellerindividualisierten
Umverpackungen verpackt. Bei den Umverpackungen handelt es sich bevorzugt um Verpackungen
vom Körbchentyp ("open baskets"). Die Umverpackungen sind bevorzugt aus Karton und/oder
Pappe und/oder Kunststoff hergestellt. Sie sind beispielsweise durch aufgedruckte
Hersteller-und/oder Marken- und/oder Werbeangaben herstellerindividualisiert.
[0006] Die Umverpackungen mit den darin enthaltenen Mehrwegflaschen werden auf einheitliche
Träger gesetzt. Die einheitlichen Träger sind als Trägerplatten (sogenannte "Trays")
ausgestaltet. Diese weisen bevorzugt an der Oberseite Aufnahmen für die Bodenbereiche
von Flaschen und an der Unterseite Aufnahmen für Kopfbereiche von Flaschen auf. Infolgedessen
können mehrere befüllte Trägerplatten übereinandergestapelt werden. Derartige Trägerplatten
sind z.B. in der
EP 0 853 053 A1 und in der
EP 1 593 608 A1 beschrieben oder als K.Hartwall-Träger und als Logipack-Träger bekannt. Derartige
Trägerplatten können so ausgestaltet sein, dass sie mit (Getränke-)Kisten stapelbar
sind. Gegebenenfalls werden befüllte Mehrwegflaschen in der Abfüll- und Verpackungsstation
in Kisten eingesetzt.
[0007] Die Träger mit den darauf gesetzten Umverpackungen und den darin enthaltenen, befüllten
Mehrwegflaschen werden ggfs. gemeinsam mit oder getrennt von Getränkekisten zu Vollgutstapeln
übereinandergestapelt. Die Vollgutstapel werden von der mindestens einen Abfiill-
und Verpackungsstation zu mindestens einem Zentrallager transportiert. Hierbei handelt
es sich um ein Zentrallager des Handels oder um einen Getränkefachgroßhändler. Die
Vollgutstapel werden von dem mindestens einen Zentrallager zu verschiedenen Verkaufsstellen
transportiert.
[0008] In den Verkaufsstellen werden die Vollgutstapel aufgestellt, sodass Verbraucher Umverpackungen
mit den darin enthaltenen Mehrwegflaschen von den Trägern bzw. aus Kisten bzw. befüllte
Kisten von den Vollgutstapeln ab- und mitnehmen können und Verbraucher geleerte Mehrwegflaschen
in Umverpackungen und/oder ohne Umverpackungen bzw. in Kisten zu Verkaufsstellen zurückbringen
können. In den Verkaufsstellen werden die geleerten Mehrwegflaschen in den Umverpackungen
und/oder ohne Umverpackungen auf Träger bzw. in Kisten gesetzt und die Träger bzw.
Kisten mit den darauf gesetzten geleerten Mehrwegflaschen in Umverpackungen und/oder
ohne Umverpackungen werden zu Leergutstapeln übereinandergestapelt.
[0009] Die Leergutstapel werden von den Verkaufsstellen zu dem mindestens einen Zentrallager
transportiert und von dem mindestens einen Zentrallager zu der mindestens einen Abfüll-
und Verpackungsstation transportiert. Damit ist der Kreislauf der Mehrwegflaschen
und Träger geschlossen.
[0010] Durch dieses Verfahren wird der Aufwand für das Distribuieren von Getränken in Mehrwegflaschen
beträchtlich gesenkt, wobei eine besonders verkaufsfördernde Präsentation und verbraucherfreundliche
Konfektionierung der Ware erreicht wird.
[0011] Für das Befüllen von Getränkebehältern, Verpacken der befüllten
Getränkebehälter in Umverpackungen und Setzen der Umverpackungen mit den darin enthaltenen Getränkebehältern
auf Trägerplatten steht kein Verfahren zur Verfügung, das sich für eine einfache Implementierung
und automatische Erzeugung großer Ausbringungsmengen in Brauereien eignet.
[0012] Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Befüllen,
Verpacken der befüllten Getränkebehälter_in Umverpackungen und Setzen der Umverpackungen
mit den darin enthaltenen Getränkebehältern_auf Trägerplatten zur Verfügung zu stellen,
das für eine einfache Implementierung in Brauereien und automatische Erzeugung großer
Ausbringungsmengen geeignet ist.
[0013] Die Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen des Verfahrens sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0014] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Befüllen und Verpacken von Getränkebehältern
werden:
- einer Abfüllanlage leere Getränkebehälter auf Ladungsträgern zugeführt und in der
Abfüllanlage
- die leeren Getränkebehälter von den Ladungsträgern abgenommen,
- die abgenommenen Getränkebehälter gereinigt und
- die gereinigten Getränkebehälter mit einem Getränk befüllt, und
- einer Verpackungsanlage befüllte Getränkebehälter aus der Abfüllanlage und Trägerplatten
zugeführt und in der Verpackungsanlage
- die Getränkebehälter in Umverpackungen eingesetzt und
- die Getränkebehälter enthaltenden Umverpackungen auf Trägerplatten gesetzt.
[0015] Das erfindungsgemäße Verfahren bedient sich einer Abfüllanlage und einer Verpackungsanlage.
Hierbei handelt es sich um eigenständige Anlagen, die in der Lage sind, unabhängig
voneinander zu arbeiten und konstruktiv nicht miteinander verbunden sind. Im eingangs
erwähnten Stand der Technik ist keine Abfüll- und Verpackungsstation beschrieben,
die voneinander unabhängige und konstruktiv voneinander getrennte Abfüll- und Verpackungsanlagen
umfasst. Die Eigenständigkeit der Abfüll- und Verpackungsanlagen hat den Vorteil,
dass zur Durchführung des Verfahrens auf herkömmliche Abfüllanlagen zurückgegriffen
werden kann, denen beispielsweise leere Mehrwegflaschen in Getränkekisten zugeführt
werden und die befüllte Mehrwegflaschen in Getränkekisten produzieren. Für das erfindungsgemäße
Verfahren können somit in Brauereien oder bei Getränkeproduzenten vorhandene Abfüllanlagen
genutzt werden. Auch möglich ist, zur Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
eine Abfüllanlage zu erstellen, die entsprechend einer herkömmlichen Abfüllanlage
zum Verarbeiten von Mehrwegflaschen in Getränkekisten konstruiert ist. Die Ausbringungsmenge
bzw. Taktzahl der Abfüllanlage kann wie bei der Verarbeitung von Mehrwegflaschen in
Getränkekisten außerordentlich hoch sein.
[0016] Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren werden die befüllten Getränkebehälter einer
neuartigen Verpackungsanlage zugeführt. In der Verpackungsanlage werden die befüllten
Getränkebehälter in Umverpackungen eingesetzt und die Getränkebehälter enthaltenden
Umverpackungen auf Trägerplatten gesetzt. Diese Schritte können von einer verhältnismäßig
kompakten, eine hohe Ausprägungsmenge bzw. Taktzahl aufweisenden und betriebssicheren
Verpackungsanlage automatisch oder halbautomatisch durchgeführt werden. Die Taktzahl
der Verpackungsanlage kann der Taktzahl der Abfüllanlage angepasst werden. Die kompakte
Ausführung der Verpackungsanlage begünstigt insbesondere eine Integration des Verfahrens
in bestehenden Brauereien, indem eine dort vorhandene oder neuerstellte Abfüllanlage
grundsätzlich bekannter Konstruktion durch die kompakte Verpackungsanlage ergänzt
wird.
[0017] Bei den Trägerplatten handelt es sich um im Wesentlichen plattenförmigen Träger für
Getränkebehälter_Diese haben gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung an der Oberseite
Aufnahmen für die Bodenbereiche von
Getränkebehältern und an der Unterseite Aufnahmen für die Kopfbereiche von
Getränkebehältern, wie sie z.B. in der
EP 0 853 053 B1 und in der
EP 1 593 608 A1 beschrieben sind. Bevorzugt sind die Trägerplatten so ausgestaltet, dass sie mit
(Getränke-)Kisten stapelbar sind.
[0018] Gemäß einer anderen Ausgestaltung sind die Trägerplatten aus Pappe oder Wellpappe.
Bevorzugt haben sie an den Seiten hochgefaltete Klappen, die die Getränkebehälter
in den Umverpackungen seitlich einfassen.
[0019] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung sind die Getränkebehälter Mehrwegflaschen und/oder
Einwegflaschen (nachfolgend "Flaschen") und/oder Dosen.
[0020] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung sind die Ladungsträger Trägerplatten und/oder
Kisten und/oder Blockpacks. Herkömmliche Abfüllanlagen sind bereits mit Einrichtungen
versehen, mit denen Flaschen aus Kisten entnehmbar sind. Diese Einrichtungen sind
auch geeignet, Flaschen von Trägerplatten und/oder von den Trennwänden eines Blockpacks
aufzunehmen und in den nachfolgenden Reinigungs- und Abfüllprozess einzuspeisen.
[0021] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung werden in der Abfüllanlage befüllte Getränkebehälter
auf Trägerplatten aufgesetzt und/oder in Kisten eingesetzt. Die auf Trägerplatten
aufgesetzten und/oder in Kisten eingesetzten Getränkebehälter können an der Verpackungsanlage
vorbei dem Prozess entnommen werden, gegebenenfalls nach Stapelung und Palettierung.
Bevorzugt werden die auf Trägerplatten aufgesetzten und/oder in Kisten eingesetzten
Getränkebehältern der Verpackungsanlage zugeführt.
[0022] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens werden
- mit befüllten Getränkebehältern bestückten Trägerplatten und/oder Kisten der Verpackungsanlage
zugeführt, in der
- die befüllten Getränkebehälter von den Trägerplatten und/oder Kisten abgenommen werden,
- die abgenommenen Getränkebehälter in Umverpackungen eingesetzt werden und
- die Getränkebehälter enthaltenden Umverpackungen auf Trägerplatten gesetzt werden.
[0023] Das erfindungsgemäße Verfahren basiert auf herkömmlichen Produktionsanlagen mit integrierten
Abfüll- und Verpackungseinrichtungen, denen leere Mehrwegflaschen in Getränkekisten
zugeführt werden und die befüllte Mehrwegflaschen in Getränkekisten produzieren. Es
hat sich herausgestellt, dass derartige Produktionsanlagen auch zur Verarbeitung von
Mehrwegflaschen auf Trägerplatten geeignet sind. Für die Verarbeitung von Getränkebehältern_auf
Trägerplatten sind allenfalls geringe Modifikationen bekannter Abfüllanlagen zum Verarbeiten
von Mehrwegflaschen in Getränkekisten erforderlich. Eine Abfüllanlage zum Verarbeiten
von Getränkebehältern in Getränkekisten ist grundsätzlich geeignet, Getränkebehälter
auf Trägerplatten zu verarbeiten, die Aufnahmen für die Bodenbereiche von Getränkebehältern
an der Oberseite und an der Unterseite Aufnahmen für die Kopfbereiche von Getränkebehältern
aufweisen. Dies gilt insbesondere für Trägerplatten, wie sie z.B. in
EP 0 853 053 B1 und in der
EP 1 593 608 A1 beschrieben sind. Insbesondere gilt dies für Trägerplatten, die mit Kisten stapelbar
sind.
[0024] Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren werden die befüllten Getränkebehälter auf Trägerplatten
und/oder Kisten der Verpackungsanlage zugeführt. In der Verpackungsanlage werden die
befüllten Getränkebehälter von den Trägerplatten und/oder Kisten abgenommen, die abgenommenen
Getränkebehälter in Umverpackungen eingesetzt und die Getränkebehälter enthaltenden
Umverpackungen auf Trägerplatten gesetzt. Diese Schritte können von einer verhältnismäßig
kompakten, eine hohe Ausbringungsmenge bzw. Taktzahl aufweisenden und betriebssicheren
Verpackungsanlage automatisch durchgeführt werden. Die Taktzahl der Verpackungsanlage
kann der Taktzahl der Abfüllanlage angepasst werden. Die kompakte Ausführung der Verpackungsanlage
begünstigt insbesondere eine Integration des Verfahrens in bestehenden Brauereien,
indem eine dort vorhandene oder neu erstellte Abfüllanlage grundsätzlich bekannter
Konstruktion durch die kompakte Verpackungsanlage ergänzt wird.
[0025] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren erscheint zwar das Setzen befüllter Getränkebehälter
auf Trägerplatten und/oder Kisten in der Abfüllanlage und das Abnehmen der befüllten
Getränkebehälter von den Trägerplatten und/oder Kisten in der Verpackungsanlage als
überflüssig. Überraschenderweise wird jedoch gerade durch diese Maßnahme eine automatische
Ausführung des Verfahrens mit hohen Ausbringungsmengen und eine einfache Implementierung
in Brauereien ermöglicht.
[0026] Gemäß einer anderen Ausgestaltung des Verfahrens werden befüllte Getränkebehälter,
die nicht in einen Ladungsträger eingestellt sind, der Verpackungsanlage zugeführt.
Bei dieser Ausgestaltung entfällt das Einstellen der Getränkebehälter in Trägerplatten
und/oder Kisten in der Abfüllanlage und das Entnehmen der Getränkebehälter von den
Trägerplatten und/oder Kisten in der Verpackungsstation, um die Getränkebehälter in
Umverpackungen einzusetzen. Die Getränkebehälter können chargenweise mittels geeigneter
Transportmittel von der Abfüllanlage zur Verpackungsanlage gebracht werden. Gemäß
einer bevorzugten Ausgestaltung werden die Getränke mittels eines Transportbandes
von der Abfüllanlage zur Verpackungsanlage transportiert, so dass ein fortlaufender,
ununterbrochener Transport zwischen Abfüllanlage und Verpackungsanlage möglich ist.
[0027] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung werden in der Abfüllanlage die entleerten Ladungsträger
gereinigt. Die Reinigung kann insbesondere durch Waschen der Ladungsträger erfolgen.
Falls Trägerplatten und/oder Kisten als Ladungsträger eingesetzt werden können für
die Reinigung vorhandene Reinigungseinrichtungen einer herkömmlichen Abfüllanlage
genutzt werden.
[0028] Gemäß einer Ausgestaltung des Verfahrens werden der Abfüllanlage leere Flaschen auf
Trägerplatten und/oder leere Flaschen in Kisten zugeführt, die leeren Flaschen von
den Trägerplatten abgenommen und/oder aus den Kisten entnommen und die befüllten Flaschen
auf Trägerplatten aufgesetzt und/oder in Kisten eingesetzt. Bei dieser Ausgestaltung
kann das Verfahren sowohl Flaschen auf Trägerplatten als auch Flaschen in Kisten verarbeiten.
Diese Ausgestaltung macht sich zunutze, dass das Verfahren eine Abfüllanlage einsetzt,
deren Konstruktion auf die Verarbeitung von Flaschen in Flaschenkisten ausgerichtet
ist. Diese Ausgestaltung erhöht die Flexibilität der Brauerei hinsichtlich der Art
des zu verarbeitbaren Leergutes und Art des zu produzierenden Vollgutes. Bei den Kisten
handelt es sich um Getränkekisten aus Kunststoff.
[0029] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens werden zur Reduzierung des Stellflächenbedarfs
Leergutstapel zugeführt, die mit leeren Getränkebehältern bestückte und übereinandergestapelte
Trägerplatten und/oder Kisten umfassen und/oder werden in der Verpackungsanlage mit
Getränkebehältern in Umverpackungen bestückte Trägerplatten zu Vollgutstapeln übereinandergestapelt.
Bevorzugt weisen die Leergutstapel oben eine unbefüllte Trägerplatte und/oder die
Vollgutstapel oben eine unbefüllte Trägerplatte auf. Die unbefüllte Trägerplatte stabilisiert
die obere Lage Getränkebehälter. Bei geeigneter Ausgestaltung der Trägerplatten können
Leergutstapel und/oder Vollgutstapel Trägerplatten und Kisten umfassen. Leergutstapel
und/oder Vollgutstapel können aber auch ausschließlich mit Trägerplatten oder Kisten
bestückt sein.
[0030] Gemäß einer Ausgestaltung umfassen die Leergutstapel und/oder die Vollgutstapel acht
Ladungsträger und sieben Lagen Getränkebehälter. Bei dieser Ausgestaltung werden stabile
Leergutstapel und/oder Vollgutstapel erzeugt und vorhandene Transport- und Lagerkapazitäten
bestmöglich ausgenutzt.
[0031] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung werden in der Abfüllanlage die mit leeren Getränkebehältern
bestückten Ladungsträger lagenweise von Leergutstapeln abgenommen, von denen dann
die leeren Getränkebehälter abgenommen werden.
[0032] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung werden leere Trägerplatten aus der Abfüllanlage
der Verpackungsanlage und/oder dem Bepalettierer zugeführt und in der Verpackungsanlage
überschüssige Getränkebehälter in Umverpackungen eingesetzt und die so bestückten
Umverpackungen auf die leeren Trägerplatten aufgesetzt und/oder die leeren Trägerplatten
im Bepalettierer auf Vollgutstapel aufgesetzt. In der Verpackungsanlage kann ein Überschuss
von Getränkebehälter dadurch entstehen, dass die Formate der Trägerplatten und der
Umverpackungen so gewählt sind, dass die auf den Trägerplatten vorhandenen Plätze
für Flaschen nicht vollständig genutzt werden, wenn die Trägerplatten mit Mehrwegflaschen
in Umverpackungen bestückt werden. Bevorzugt werden der Verpackungsanlage nämlich
Trägerplatten zugeführt, die in der Abfüllanlage vollständig mit befüllten Mehrwegflaschen
bestückt wurden. Somit kann in der Verpackungsanlage ein Überschuss an befüllten Mehrwegflaschen
entstehen, der in Umverpackungen auf leere Trägerplatten gesetzt wird, die von der
Abfüllanlage zusätzlich bereitgestellt werden.
[0033] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung wird zum Zuführen leerer Trägerplatten zur Verpackungsanlage
und/oder zum Bepalettierer im Einpacker das Aufsetzen befüllter Getränkebehälter auf
Trägerplatten unterbrochen und es werden die unbefüllten Trägerplatten der Verpackungsanlage
und/oder dem Bepalettierer zugeführt.
[0034] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung werden mit Getränkebehältern befüllte Kisten und/oder
Trägerplatten an der Verpackungsanlage vorbeigeschleust. Je nach Nachfrage kann das
Verfahren wahlweise mit Getränkebehältern in Umverpackungen oder ohne Umverpackungen
bestückte Kisten und/oder Trägerplatten bereitstellen.
[0035] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung werden in der Verpackungsanlage Umverpackungen
aufgerichtet und in die aufgerichteten Umverpackungen befüllte Getränkebehälter eingesetzt.
Die Umverpackungen können vorgefaltet und vorgeklebt in Stapeln flachliegend vom Verpackungshersteller
geliefert werden. Grundsätzlich stehen Umverpackungen zur Verfügung, die lediglich
durch Aufrichten in gebrauchsfertigen Zustand gebracht werden können, ohne dass es
einer Verklebung bedarf. Ferner können Umverpackungen zum Einsatz kommen, die nach
dem Aufrichten noch verklebt werden müssen, beispielsweise durch Verkleben von Abschnitten
einer Bodenwand und/oder durch Ankleben eines Deckels, der eine Entnahmesicherung
für eingefüllte Flaschen oder andere Getränkebehälter bildet. Bevorzugt kommen körbchenartige
Umverpackungen ("open baskets") zum Einsatz insbesondere für Flaschen. Für den Einsatz
im erfindungsgemäßen Verfahren sind geeignete Umverpackungen z.B. in der
DE 298 10 833 U1,
DE 299 11 034 U1,
DE 201 18 181 U1,
EP 1 829 792 B1 und
EP 1 772 393 B1 beschrieben.
[0036] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung werden in der Verpackungsanlage die Flaschen mit
ihren Halsetiketten in eine vorgegebene Richtung bezüglich der Umverpackungen ausgerichtet.
Durch diese Ausrichtung kann erreicht werden, dass die Halsetiketten vom Verbraucher
besser wahrgenommen werden. In bisherigen Verfahren zum Befüllen und Verpacken von
Flaschen wurden die Halsetiketten von Flaschen nicht bezüglich der Umverpackungen
ausgerichtet.
[0037] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung wird in der Verpackungsanlage ein Haltbarkeitsdatum
auf die Trägerplatten aufgebracht.
[0038] Gemäß einer Ausgestaltung werden in der Verpackungsanlage Umverpackungen für sechs
Getränkebehälter mit sechs Getränkebehältern und/oder Umverpackungen für vier Getränkebehälter
mit vier Getränkebehältern und/oder Umverpackungen für acht Getränkebehälter mit acht
Getränkebehältern und/oder Umverpackungen für zehn Getränkebehälter mit zehn Getränkebehältern
und/oder Umverpackungen für zwölf Getränkebehälter mit zwölf Getränkebehältern befüllt.
Die Verpackungsanlage kann so ausgestaltet sein, dass wahlweise Umverpackungen für
verschiedene Getränkebehälterzahlen zum Einsatz kommen können. Gemäß einer Ausgestaltung
des Verfahrens können wahlweise Trägerplatten mit mehreren Umverpackungen bestückt
werden, die dieselbe Anzahl Getränkebehälter aufnehmen, oder mit Umverpackungen, die
verschiedene Anzahlen Getränkebehälter aufnehmen.
[0039] Schließlich werden gemäß einer Ausgestaltung in der Verpackungsanlage Umverpackungen
mit Deckeln verdeckelt, die die befüllten Getränkebehälter zurückhalten. Die Deckel
verhindern, dass die Mehrwegflaschen aus den Umverpackungen heraustreten.
[0040] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der anliegenden Zeichnungen erläutert. In den
Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- ein Ablaufschema des erfindungsgemäßen Verfahrens in einem Kreislauf für Mehrwegflaschen,
Trägerplatten und Umverpackungen.
- Fig. 2
- vergrößerter Ausschnitt II von Fig. 1;
- Fig. 3
- vergrößerter Ausschnitt III von Fig. 1;
- Fig. 4
- vergrößerter Ausschnitt IV von Fig. 1;
- Fig. 5
- vergrößerter Ausschnitt V von Fig. 1;
- Fig. 6
- vergrößerter Ausschnitt VI von Fig. 1;
- Fig. 7
- vergrößerter Ausschnitt VII von Fig. 1;
- Fig. 8
- vergrößerter Ausschnitt VIII von Fig. 1;
- Fig. 9
- vergrößerter Ausschnitt IX von Fig. 1;
- Fig. 10
- vergrößerter Ausschnitt X von Fig. 1;
- Fig. 11
- vergrößerter Ausschnitt XI von Fig. 1;
- Fig. 12
- vergrößerter Ausschnitt XII von Fig. 1;
- Fig. 13
- vergrößerter Ausschnitt XIII von Fig. 1;
- Fig. 14
- vergrößerter Ausschnitt XIV von Fig. 1;
- Fig. 15
- vergrößerter Ausschnitt XV von Fig. 1;
- Fig. 16
- vergrößerter Ausschnitt XVI von Fig. 1;
- Fig. 17
- vergrößerter Ausschnitt XVII von Fig. 1;
- Fig. 18
- vergrößerter Ausschnitt XVIII von Fig. 1;
- Fig. 19
- ein Ablaufschema einer Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens, bei dem der Verpackungsanlage
Getränkebehälter in Kisten zugeführt und in Umverpackungen auf Trägerplatten umgepackt
werden;
- Fig. 20
- ein Ablaufschema einer zweiten Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens, bei der
einzelne Flaschen von der Abfüllanlage zur Verpackungsanlage überführt und in Umverpackungen
auf Trägerplatten gesetzt werden;
- Fig. 21
- ein Ablaufschema einer weiteren Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens, bei der
Neuglas in Blockpacks der Abfüllanlage zugeführt wird und der Verpackungsanlage wahlweise
einzelne Flaschen oder Flaschen in Kisten zugeführt werden.
[0041] Bei der nachfolgenden Erläuterung verschiedener Ausführungsbeispiele werden für im
Wesentlichen übereinstimmende Gegenstände dieselben Bezugsziffern verwendet.
[0042] An Position 1 des Ablaufschemas von Fig. 1 werden Leergutstapel 100 auf Paletten
101 einer Abfüllanlage 2 zugeführt. Die Leergutstapel 100 umfassen jeweils mehrere
Trägerplatten 102 (z.B. 8) und mehrere Lagen 103 (z.B. 7) mit jeweils einer Vielzahl
Mehrwegflaschen 104 (z.B. 20). Auf jeder Palette 101 sind mehrere (z.B. 4) Leergutstapel
100 angeordnet.
[0043] In der Abfüllanlage 2 werden mittels eines Entpalettierers 3 die zugeführten Paletten
101 lagenweise abgestapelt, indem einzelne Trägerplatten 102 mit den darauf angeordneten
Mehrwegflaschen 104 vom Leergutstapel 100 abgenommen werden. Die einzelnen Trägerplatten
102 mit den darauf befindlichen Mehrwegflaschen 104 werden einem Auspacker 4 zugeführt.
[0044] In dem Auspacker 4 werden die Mehrwegflaschen 104 mit Hilfe von Packtulpen 105 aus
den Trägerplatten 102 entnommen und in Position 5 auf ein Flaschenband gestellt.
[0045] Auf dem Flaschenband durchlaufen die Mehrwegflaschen 104 die Flaschenabfüllung 6,
die Vorrichtungen zur Flaschenreinigung 7, zum Befüllen der Mehrwegflaschen 104 mit
Getränken 8, zum Verschließen 9 befüllter Mehrwegflaschen 104 und zum Etikettieren
10 umfasst.
[0046] Die im Auspacker 4 geleerten Trägerplatten 102 werden einem Kastenwascher 11 zugeführt
und gelangen nach der Reinigung in einen Einpacker 12. Dort werden sie mit den befüllten
und etikettierten Mehrwegflaschen 104 aus der Flaschenabfüllung 6 bestückt. Die mit
Mehrwegflaschen 104 bestückten Trägerplatten 102 werden der Verpackungsanlage 14 zugeführt.
[0047] Um leere Trägerplatten 102 zwecks Palettierung zu einem Bepalettierer 13 bzw. zwecks
Verpackung überschüssiger Mehrwegflaschen 104 zu einer Verpackungsanlage 14 zu transportieren,
wird im Einpacker 12 der Bestückungsprozess taktweise unterbrochen und werden leere
Trägerplatten 102 durch den Einpacker 12 hindurchgeschleust. Durch eine Steuerung
werden an einer Weiche entweder leere Trägerplatten in einen Bypass 15 zum Bepalettierer
13 oder zur Verpackungsanlage 14 transportiert.
[0048] In der Verpackungsanlage 14 werden die Trägerplatten 102 mit Mehrwegflaschen 104
in Umverpackungen 106 bestückt, wobei z.B. jede Umverpackung 106 sechs Mehrwegflaschen
104 enthält. Auf eine Trägerplatte 102 für z.B. 20 Mehrwegflaschen 104 passen somit
drei befüllte Umverpackungen 106 und zwei Flaschenplätze bleiben auf der Trägerplatte
102 unbesetzt. Da die Verpackungsanlage 14 mit Trägerplatten 102 beschickt wird, die
vollständig mit Mehrwegflaschen 104 befüllt sind, entsteht in der Verpackungsanlage
14 ein Flaschenüberschuss. Mit diesem Überschuss werden leere Trägerplatten 102 aus
dem Einpacker 12 bestückt, die zusätzlich der Verpackungsanlage 14 zugeführt werden.
[0049] In der Verpackungsanlage 14 nimmt ein Entladeroboter Mehrwegflaschen 104 von den
Trägerplatten 102 ab und setzt die Mehrwegflaschen 104 in eine Transportvorrichtung
ein.
[0050] Die vorgefalteten und vorgeklebten Zuschnitte der Umverpackungen 106 werden in der
Verpackungsanlage 14 aufgerichtet und in eine Transportvorrichtung eingesetzt.
[0051] Ferner dreht ein Packroboter der Verpackungsanlage 14 die Mehrwegflaschen 104 so,
dass alle Halsetiketten in eine vorgegebene Richtung bezüglich der Umverpackung 106
zeigen. Ferner werden in der Verpackungsanlage 14 die Umverpackungen 106 mit den Mehrwegflaschen
104 bestückt.
[0052] Des Weiteren werden in der Verpackungsanlage 14 auf die mit Mehrwegflaschen 104 bestückten
Umverpackungen 106 Deckel 107 aufgebracht und mit Heißleim angeklebt.
[0053] Die Trägerplatten 102 werden in der Verpackungsanlage 14 geprüft und ggfs. gedreht.
[0054] Schließlich werden in der Verpackungsanlage 14 die verschlossenen und bestückten
Umverpackungen 106 mit einem Roboter auf die Trägerplatten 102 gestellt.
[0055] Die bestückten Trägerplatten 102 werden von der Verpackungsanlage 14 zum Bepalettierer
13 transportiert. Dort werden sie auf Paletten 101 (z.B. Europaletten) zu Vollgutstapeln
108 übereinandergestapelt, wobei jeder Vollgutstapel 108 acht Trägerplatten 102 und
sieben Lagen 109 Mehrwegflaschen 104 und jede Palette 101 vier Vollgutstapel 108 umfasst.
Dabei wird auf jeden Vollgutstapel 108 als Abschluss oben eine Trägerplatte 102 aufgesetzt.
Diese leeren Trägerplatten 102 werden entweder aus der Verpackungsanlage 14 oder über
den Bypass 15 zugeführt.
[0056] Der Entpalettierer 3, der Auspacker 4, die gesamte Flaschenabfüllung 6, der Kastenwäscher
11, der Einpacker 12 und der Bepalettierer 13 sind Bestandteile der Abfüllanlage 2
für Mehrwegflaschen 104 in (Getränke-)Kisten 110. Die Abfüllanlage 2 - hierbei handelt
es sich um eine herkömmliche Abfüllanlage - weist ggfs. Modifikationen auf, um diese
für Trägerplatten 102 gangbar zu machen. Dabei ist die Abfüllanlage 2 weiterhin für
die Verarbeitung von Mehrwegflaschen 104 in Getränkekisten 110 geeignet. Bei Verarbeitung
von Mehrwegflaschen 104 in Getränkekisten 110 werden diese über den Bypass 15 an der
Verpackungsanlage 14 vorbeigeschleust.
[0057] Die Vollgutstapel 108 können ausschließlich aus mit Mehrwegflaschen 104 befüllten
Trägerplatten 102 oder aus mit Mehrwegflaschen 104 befüllten Getränkekisten 110 gebildet
sein. Es ist aber auch möglich, Vollgutstapel 108 aus einer Kombination von mit Mehrwegflaschen
104 befüllten Trägerplatten 102 und Getränkekisten 110 zu bilden.
[0058] Die mit Vollgutstapeln 108 bestückten Paletten 101 werden vom Bepalettierer 13 ins
Fertigwarenlager der Brauerei transportiert. Von dort gelangen sie über den Transportweg
16 zum Zentrallager 17 des Getränkefachgroßhandels oder Einzelhandels. Im Zentralalger
17 werden die Vollgutstapel 108 feinkommissioniert und über den Transportweg 18 zu
Verkaufsstellen 19 verbracht.
[0059] In den Verkaufsstellen 19 können die mit Mehrwegflaschen 104 in Umverpackungen 106
bestückten Trägerplatten 102 sowohl im Regal angeordnet als auch auf rollende oder
statische Ladungsträger im Verkaufsbereich präsentiert werden.
[0060] Die Umverpackungen 106 können vom Verbraucher zum Rücktragen der leeren Mehrwegflaschen
zu den Verkaufsstellen 19 genutzt werden. Die mit leeren Mehrwergflaschen 104 befüllten
Umverpackungen 106 werden in den Verkaufsstellen 19 auf Trägerplatten 102 gesetzt.
Somit sind sowohl die Mehrwegflaschen 104 als auch die Umverpackungen 106 im Kreislauf
gehalten.
[0061] In den Verkaufsstellen 19 werden sowohl die Umverpackungen 106 als auch lose Mehrwegflaschen
104 auf den Trägerplatten 102 verpackt. Auf einer Palette 101 kann somit die gleiche
Anzahl Mehrwegflaschen 104 auf Trägerplatten 102 wie auf Getränkekisten 110 bereitgestellt
werden.
[0062] Aus den Verkaufsstellen 19 werden die Leergutstapel 100, die ggfs. die Umverpackungen
106 enthalten, über den Transportweg 20 zu den Zentrallagern 17 des Getränkefachgroßhandels
und Lebensmittelhandels gebracht. Dort und/oder in über einen weiteren Transportweg
21 erreichbaren Leergut-Clearing Centern 22 können die Trägerplatten 102 von den Umverpackungen
106 befreit und die Mehrwegflaschen 102 nach Größe, Farbe, individualisiertem Relief
sortiert und dann nach Sorten getrennt auf Trägerplatten 102 positioniert und in Leergutstapeln
100 auf Paletten 101 gelagert werden.
[0063] Jede Brauerei erhält über einen weiteren Transportweg 23 ihr individualisiertes Mehrweg-Leergut
zurück. Dieses wird zu der jeweiligen Brauerei transportiert und bei 1 der Abfüllanlage
2 zugeführt.
[0064] Das Ablaufschema von Fig. 19 unterscheidet sich von dem Vorbeschriebenen dadurch,
dass das Leergut in Position 1 nicht auf Trägerplatten 104 sondern auf Getränkekisten
110 dem Entpalletierer zugeführt wird. In dem Auspacker 4 werden die Flaschen 104
aus den Getränkekisten 110 entnommen. Die Getränkekisten 110 werden in Kastenwascher
11 gewaschen und gelangen nach der Reinigung in den Einpacker 12. Dort werden sie
mit den inzwischen gereinigten, befüllten und etikettierten Flaschen 104 aus der Flaschenabfüllung
6 bestückt und im Bepalettierer 13 palettiert.
[0065] Zwischen der Abfüllanlage 2 und der Verpackungsanlage 14 besteht grundsätzlich kein
kontinuierlicher Materialfluss. Der Verpackungsanlage 14 werden die vom Bepalettierer
13 bereitgestellten Kisten 10 nach Bedarf zugeführt, beispielsweise mittels Gabelstapler.
[0066] Die Verpackungsanlage 14 weist am Eingang einen Palettierer 120 auf, der die befüllten
Flaschen 104 aus den Kisten 110 entnimmt. Vom Palettierer 120 werden die Flaschen
in der bereits beschriebenen Weise von einem Packroboter aus den Kisten 110 entnommen
und ausgerichtet. Danach werden sie in Umverpackungen 106 eingesetzt, mit einem Deckel
107 verdeckelt und auf Trägerplatten 102 gesetzt.
[0067] Die bestückten Trägerplatten 102 werden zu einem weiteren Palettierer 130 der Verpackungsanlage
13 transportiert und dort auf Paletten 101 zu Vollgutstapeln 108 übereinander gestapelt.
Bevorzugt weist jeder Vollgutstapel 108 acht Trägerplatten 102 und sieben Lagen 109
Flaschen 104 und jede Palette 101 vier Vollgutstapel 108 auf.
[0068] Bevorzugt werden in den Palettierer 130 von außen übereinander gestapelte Trägerplatten
102 zugeführt. Im Palettierer 130 werden einzelne Trägerplatten 102 vom Stapel abgenommen
und dem Verpackungsprozess zugeführt.
[0069] Das Verfahren gemäß Fig. 20 unterscheidet sich von dem Vorbeschriebenen dadurch,
dass die in der Flaschenabfüllung 6 befüllten Flaschen 104 wahlweise im Einpacker
12 in Kisten 110 eingestellt oder der Verpackungsanlage 14 zugeführt werden. Bevorzugt
werden die befüllten Flaschen 104 über ein Flaschenband in einem kontinuierlichen
Strom einzeln der Verpackungsanlage 14 zugeführt.
[0070] In der Verpackungsanlage 14 werden die Flaschen 104 in der bereits beschriebenen
Weise in Umverpackungen 106 eingesetzt und in den Umverpackungen 106 auf Trägerplatten
102 gesetzt. In dem Palettierer 130 der Verpackungsanlage 14 werden die bestückten
Trägerplatten 102 in der beschriebenen Weise übereinander gestapelt und auf Paletten
gesetzt. Auch bei dieser Ausführung dient der Palettierer 130 dazu, Trägerplatten
102 von zugeführten Stapeln abzunehmen und für den Verpackungsprozess bereitzustellen.
[0071] Gemäß einer weiteren Besonderheit dieses Verfahrens werden Flaschen 104 der Abfüllanlage
6 in Blockpacks zugeführt. Blockpacks umfassen eine Vielzahl neuer Flaschen, bei denen
es sich meist um Einwegflaschen handelt. Die Flaschen sind in mehreren Lagen übereinander
gestapelt, wobei zwischen den Lagen Trennplatten angeordnet und die Stapel auf Paletten
gesetzt sind. Die Anordnung wird zumeist von einer Folie zusammengehalten.
[0072] Blockpacks 140 werden über einen Neuglasabräumer 150 eingespeist, indem einzelne
Lagen vom Blockpack abgenommen und der Flaschenreinigung 7 zugeführt werden. Falls
das Verfahren ausschließlich Einwegflaschen produziert, können diese ausschließlich
über Blockpacks dem Verfahren zugeführt werden. Ein Kreislauf, wie bei dem Verfahren
von Fig. 1, besteht dann nicht. Bei einer solchen Ausgestaltung können Entpalettierer
3, Auspacker 4, Kastenwascher 11, Einpacker 12 und Palettierer 13 entfallen. Es ist
aber auch möglich, mit Hilfe der vorgenannten Anlagenteile wahlweise dem Verfahren
zugeführten Trägerplatten 102 oder Getränkekisten 110 zu waschen und wahlweise befüllte
Flaschen 104 in Trägerplatten 102 oder Getränkekisten 110 zu packen. Gegebenenfalls
können die Trägerplatten 102 auch der Verpackungsanlage 14 zugeführt werden.
[0073] Das Verfahren von Fig. 21 unterscheidet sich von dem Vorbeschriebenen lediglich dadurch,
dass der Verpackungsanlage 14 wahlweise über den Palettierer 120 befüllte Flaschen
104 in Kisten 110 zugeführt werden. Der Palettierer 120 nimmt einzelne Kisten 110
von Stapeln ab, damit sie vom Packroboter entleert werden können. Umgekehrt stapelt
der Palettierer 120 entleerte Kisten 110.
[0074] Die Verfahren können entsprechend auch mit Einwegflaschen oder Dosen durchgeführt
werden.
1. Verfahren zum Befüllen und Verpacken von Getränkebehältern,
bei dem
• einer Abfüllanlage leere Getränkebehälter auf Ladungsträgern zugeführt werden und
in der Abfüllanlage
• die leeren Getränkebehälter von den Ladungsträgern abgenommen werden,
• die abgenommenen Getränkebehälter gereinigt werden und
• die gereinigten Getränkebehälter mit einem Getränk befüllt werden
dadurch gekennzeichnet, dass
• einer Verpackungsanlage befüllte Getränkebehälter aus der Abfüllanlage und Trägerplatten
zugeführt werden und in der Verpackungsanlage
• die Getränkebehälter in Umverpackungen eingesetzt werden und
• die Getränkebehälter enthaltenden Umverpackungen auf Trägerplatten gesetzt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Getränkebehälter Mehrwegflaschen und/oder Einwegflaschen und/oder Dosen sind.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ladungsträger Trägerplatten und/oder Kisten und/oder Blockpacks sind.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, das in der Abfüllanlage befüllte Getränkebehälter auf Trägerplatten aufgesetzt und/oder
in Kisten eingesetzt werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
• mit befüllten Getränkebehältern bestückte Trägerplatten und/oder Kisten der Verpackungsanlage
zugeführt werden, in der
• die befüllten Getränkebehälter von den Trägerplatten und/oder Kisten abgenommen
und in Umverpackungen eingesetzt werden und
• die Getränkebehälter enthaltenden Umverpackungen auf Trägerplatten gesetzt werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass befüllte Getränkebehälter, die nicht in einen Ladungsträger eingestellt sind, der
Verpackungsanlage zugeführt werden.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass befüllte Getränkebehälter mittels eines Transportbandes von der Abfüllanlage zur
Verpackungsanlage transportiert werden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass in der Abfüllanlage die entleerten Ladungsträger gereinigt werden.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei dem Leergutstapel zugeführt werden,
die mit leeren Getränkebehältern bestückte, übereinandergestapelte Trägerplatten und/oder
Kisten umfassen und/oder bei dem die mit Getränkebehältern in Umverpackungen bestückten
Trägerplatten zu Vollgutstapeln übereinander-gestapelt werden.
10. Verfahren nach Anspruch 9, bei dem die Leergutstapel oben eine unbefüllte Trägerplatte
aufweisen und/oder bei dem die Vollgutstapel oben mit einer unbefüllten Trägerplatte
versehen werden.
11. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, bei dem die Leergutstapel und/oder die Vollgutstapel
acht Trägerplatten und sieben Lagen Getränkebehälter umfassen.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 11, bei dem auf Paletten angeordnete Leergutstapel
zugeführt werden und/oder bei dem die Vollgutstapel und/oder die befüllten Kisten
in Stapeln auf Paletten gesetzt werden.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 12, bei dem in der Abfüllanlage die mit
leeren Getränkebehältern bestückten Trägerplatten und/oder Kisten lagenweise von Leergutstapeln
abgenommen werden.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, bei dem leere Trägerplatten aus der Abfüllanlage
der Verpackungsanlage und/oder dem Bepalettierer zugeführt und in der Verpackungsanlage
mit überschüssigen Getränkebehältern in Umverpackungen bestückt werden und/oder im
Bepalettierer oben auf Vollgutstapel aufgesetzt werden.
15. Verfahren nach Anspruch 14, bei dem zum Zuführen leerer Trägerplatten zur Verpackungsanlage
und/oder zum Bepalettierer im Einpacker das Aufsetzen befiillter Getränkebehälter
auf Trägerplatten unterbrochen und die unbefiillten Trägerplatten der Verpackungsanlage
und/oder dem Bepalettierer zugeführt werden.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15, bei dem mit Getränkebehältern bestückte
Kisten und/oder Trägerplatten an der Verpackungsanlage vorbeigeschleust werden.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 16, bei dem in der Verpackungsanlage Umverpackungen
aufgerichtet und mit befüllten Getränkebehältern befüllt werden.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 17, bei dem in der Verpackungsanlage die
Flaschen mit ihren Halsetiketten in eine vorgegebene Richtung bezüglich der Umverpackungen
ausgerichtet werden.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 18, bei dem in der Verpackungsanlage ein
Haltbarkeitsdatum auf die Trägerplatten aufgebracht wird.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 19, bei dem in der Verpackungsanlage Umverpackungen
enthaltend mit sechs Getränkebehältern und/oder Umverpackungen für vier Getränkebehälter
mit vier Getränkebehältern und/oder Umverpackungen für acht Getränkebehälter mit acht
Getränkebehältern und/oder Umverpackungen für zehn Getränkebehälter mit zehn Getränkebehältern
und/oder Umverpackungen für zwölf Getränkebehälter mit zwölf Getränkebehältern befüllt
werden.
21. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 20, bei dem in der Verpackungsanlage Trägerplatten
wahlweise mit mehreren Umverpackungen bestückt werden, die dieselbe Anzahl Getränkebehälter
aufnehmen, oder mit Umverpackungen, die verschiedene Anzahlen Getränkebehälter aufnehmen.
22. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 21, bei dem in der Verpackungsanlage Umverpackungen
mit Deckeln verdeckelt werden, die die befüllten Getränkebehälter zurückhalten.