[0001] Die Erfindung betrifft eine Ampullenbrechhilfe, gemäß dem Oberbegriff von Anspruch
1.
[0002] Für die vor Verunreinigung sichere Aufbewahrung von Flüssigkeiten haben sich Ampullen
aus Glas bewährt, die die Flüssigkeit vollständig umgeben. In Gegensatz zu einer Flasche
verfügen derartige Ampullen nicht über einen Deckel oder sonstigen Verschluss. Zum
Öffnen wird vielmehr der obere Teil der Ampulle, der sogenannte Kopfabschnitt, kurzerhand
abgebrochen, und die Nutzflüssigkeit steht dann in dem unteren Teil der Ampulle, dem
sogenannten Nutzabschnitt, zur Verfügung. Derartige Ampullen können beispielsweise
im pharmazeutischen Bereich, insbesondere aber für Dentalapplikationen, die erforderliche
Flüssigkeit in der geforderten geringen Menge preisgünstig zur Verfügung zu stellen.
[0003] Das Abbrechen des Kopfabschnitts erfolgt zweckmäßig über eine Sollbruchstelle, beispielsweise
eine Einschnürung an der Ampulle. Typischerweise gelingt das Brechen, indem der Zahnarzt
oder Arzt von Hand die Ampulle an der entsprechenden Stelle abknickt. Der Nutzabschnitt
der Ampulle ist für sich jedoch nicht aufstellbar oder abstellbar, so dass der Arzt
oder Zahnarzt bei einem Teilverbrauch der Flüssigkeit den Nutzabschnitt kurzerhand
auf eine Unterlage legt, in der Hoffnung, dass durch die Kohäsion der Flüssigkeit
und die im Durchmesser verminderte Auslassöffnung an der Einschnürung der Sollbruchstelle
keine Flüssigkeit austritt.
[0004] Manche Ärzte und Zahnärzte empfinden das Brechen der Glasampulle von Hand als Risiko
und haben die Befürchtung, dass sie sich verletzen, wenn die Ampulle an einer unerwünschten
Stelle zerbricht. In der Praxis etwas relevanter ist auch die Tatsache, dass an der
Sollbruchstelle meist ein scharfkantiger Glasrand vorliegt, der tatsächlich ein gewisses
Verletzungsrisiko mit sich bringt.
[0005] Um die Risiken zu reduzieren und die Handhabung zu verbessern, sind Ampullenhalter
bekannt geworden, die als Schutz für die Ampulle dienen. Eine derartige Lösung lässt
sich beispielsweise der
DE 691 10 145 entnehmen. Bei dieser Lösung ist eine asymmetrische Aufnahme der Ampulle in der Ampullenbrechhilfe
vorgesehen. Die Ampullenbrechhilfe umgibt die Ampulle vollständig. Er ist im Grunde
zweiteilig ausgebildet und besteht aus einem Grundkörper für die Aufnahme des Nutzabschnitts
und einer Kappe für die Aufnahme des Kopfabschnitts. Die Kappe ist asymmetrisch zum
Kopfabschnitt, und für das Einführen muss die Ampulle an eine bestimmte Stelle gedrückt
werden, damit die Sollbruchstelle im Wesentlichen mit der Trennlinie zwischen Kappe
und Grundkörper übereinstimmt.
[0006] Diese Lösung ist zwar im Grunde gut für den Schutz der Ampulle geeignet. Nachteilig
bei dieser Lösung ist jedoch, dass in der Praxis ein Brechen an einer Fehlstelle,
also nicht gerade an der Sollbruchstelle, nicht ausgeschlossen ist. Dies kann sogar
dazu führen, dass Glaspartikel absplittern und ggf. in die Flüssigkeit geraten, oder
sonst zu Verletzungen beitragen können. Dies ist besonders unerwünscht und auch gefährlich,
denn auch gerade bei in Ampullenhaltern aufgenommenen Ampullen wird leicht übersehen,
dass ein kleines Stückchen Glas fehlt. Der Zahnarzt oder Arzt hat auch keine Möglichkeit,
durch Aneinanderhalten des Kopfabschnitts und des Nutzabschnitts festzustellen, ob
ein Glaspartikelchen verloren gegangen ist, denn der Ampullenhalter oder die Ampullenbrechhilfe
verdeckt die Glasampulle ständig oder nahezu vollständig.
[0007] Es sind darüber hinaus zahlreiche andere Ausgestaltungen von Ampullenhaltern und
Ampullenschutzvorrichtungen bekannt geworden. Beispielhaft sei in diesem Zusammenhang
auf die immerhin etwas neuere
US 6,540,125 verwiesen. Diese Lösung ist recht stark von der Geschicklichkeit des handhabenden
Arztes oder Zahnarztes abhängig.
[0008] Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Ampullenbrechhilfe gemäß
dem Oberbegriff von Anspruch 1 zu schaffen, der zuverlässiger bedienbar, preisgünstig
herzustellen und ergonomisch verbessert ist.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen
ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0010] Erfindungsgemäß ist es vorgesehen, die Ampullenbrechhilfe mit einem definierten Drehlager
zu versehen, das eine sichere Führung von Kopfabschnitt und Nutzabschnitt gewährleistet.
Durch die exakte Höhenfestlegung der Glasampulle gegenüber der Ampullenbrechhilfe
ist damit sichergestellt, dass die Knickwirkung stets an der gleichen Stelle, nämlich
an der Sollbruchstelle der Ampulle, aktiv ist, so dass ein Bruch mit Splitterwirkung
mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen ist.
[0011] Erfindungsgemäß besonders günstig ist es, dass durch die Drehachse mit dem Drehlager
ein gezieltes und geführtes Abrollen von Kopfabschnitt und Nutzabschnitt aufeinander
bzw. aneinander realisiert werden kann. Dies ermöglicht es, die abrupte Bruchbewegung,
die die Überwindung eines Widerstands erfordert, in eine geführte und insofern definiert
verlaufende Bewegung zu überführen, wobei zugleich sichergestellt ist, dass weder
die offenen Schnittkanten der Kappe noch diejenigen des Grundkörpers nach Trennung
dieser voneinander vorspringen.
[0012] Dies kann beispielsweise dadurch realisiert sein, dass entsprechend dem Drehlager
ein Abschnitt an seiner dem anderen Abschnitt zugewandten Stirmseite nach der Art
einer Gelenkpfanne und der andere nach der Art eines Gelenkkopfes augebildet ist.
Die Drehachse verläuft stets quer durch die Ampulle und durch die Sollbruchstelle.
In Richtung der Längsachse der Ampulle entsteht dadurch ein Vorspringen eines Teils
des Nutzabschnitts und eines Teils des Kopfabschnitts in Richtung auf den anderen
Abschnitt zu, da diese insofern ineinander greifen.
[0013] Dies bedingt, dass die Schnittkanten und Schnittstellen je gegenüber den vordersten
Stellen der Abschnitte zurückspringen, so dass insofern gegenüber eine geschützte
Aufnahme der Schnittkanten realisiert ist.
[0014] Dies ist mit überraschend einfachen Mitteln möglich; der Nutzabschnitt und der Kopfabschnitt
können je aus einem preisgünstigen Kunststoffmaterial realisiert sein, das auch zusätzlich
eine gewisse Dämpfungsfunktion für Erschütterungen ermöglicht, so dass die aus Glas
bestehende Ampulle besser geschützt ist.
[0015] In vorteilhafter Ausgestaltung ist es möglich, die Höhenlage der Ampulle relativ
zur Ampullenbrechhilfe durch Vorsprünge festzulegen, die sicherstellen, dass die Drehachse
exakt durch die Sollbruchstelle verläuft. Bevorzugt ist eine im Wesentlichen kreissymmetrische
Ausgestaltung oder eine Ausgestaltung mit Rippen, die sich kreisförmig erstrecken,
so dass nach innen eine gleichmäßige Abstützung der Ampulle erfolgt.
[0016] Bevorzugt ist zusätzlich eine Art Auszugssicherung der Glasampulle in ihrem Grundkörper
aus dem Nutzabschnitt vorgesehen. Dies kann durch eine federnde Rastnase realisiert
sein, die verhindert, dass der Nutzabschnitt nach Brechen der Sollbruchstelle versehentlich
den Grundkörper verlässt.
[0017] Andererseits ist es besonders günstig, wenn der Grundkörper selbst für sich genommen
standfest ist und an seiner Grundfläche beispielsweise ein Verhältnis von höchstens
1:2 zur Höhe des Grundkörpers aufweist. Die Standsicherheit ist dadurch in besonders
guten Maße gegeben, wobei es auch möglich ist, kleine Füßchen vorzusehen, die sich
nach außen wegspreizen, oder einen vorspringenden Wulst anzubringen, um materialsparend
die erwünschte Standfestigkeit zu realisieren.
[0018] Erfindungsgemäß besonders günstig ist es, dass das Drehlager durch zueindander passende
Bogenabschnitte an den Stirnflächen von Kappe und Grundkörper gebildet ist, wobei
der konvexe Bogenabschnitt insbesondere an dem Grundkörper ausgebildet ist.
[0019] Erfindungsgemäß besonders günstig ist es, dass die Kappe und der Grundkörper an ihren
einander zugewandten Stirnflächen Stützflächen aufweisen, die die Drehbewegung des
Drehlagers begrenzen und dass die Schwenkbeweglichkeit des Lagers insbesondere auf
weniger als +/- 30°, bevorzugt weniger als +/- 20° und besonders bevorzugt auf etwa
+/-10° beschränkt ist.
[0020] Erfindungsgemäß besonders günstig ist es, dass der Grundkörper und/oder die Kappe
aus einem elastischeren und insbesondere auch weicheren Material als die Glasampulle,
insbesondere aus elastisch eingestelltem Kunststoff, gebildet ist.
[0021] Erfindungsgemäß besonders günstig ist es, dass der Grundkörper eine Standfläche aufweist,
über welche die in der Ampullenbrechhilfe aufgenommene Glasampulle sicher steht, auch
bei abgebrochenem Kopfabschnitt, und dass der Grundkörper insbesondere von der Standfläche
ausgehend zum Drehlager hin sich konisch zulaufend verjüngt.
[0022] Erfindungsgemäß besonders günstig ist es, dass die Standfläche einen nach außen weisenden
Vorsprung, insbesondere einen umlaufenden Wulst, aufweist.
[0023] Erfindungsgemäß besonders günstig ist es, dass der Kopfabschnitt und der Nutzabschnitt
an dem Drehlager miteinander übereinstimmende Innenkonturen und Außenkonturen aufweisen.
[0024] Erfindungsgemäß besonders günstig ist es, dass der Grundkörper und/oder die Kappe
an ihren einander zugewandten Stirnflächen Schürzen aufweisen, die der Abstützung
von Grundkörper und Kappe aneinander quer zur Richtung der Drehachse des Drehlagers
dienen.
[0025] Erfindungsgemäß besonders günstig ist es, dass der Nutzabschnitt in dem Grundkörper
bodenseitig und seitlich insbesondere spielfrei abgestützt ist und durch Reibschluss
in diesem gehalten ist, so dass der Nutzabschnitt beim Ausschütten einer in den Nutzabschnitt
aufgenommenen Flüssigkeit in dem Grundkörper verbleibt.
[0026] Erfindungsgemäß besonderes günstig ist es, dass der Grundkörper eine Füllstandsanzeige,
insbesondere einen vertikalen Sichtschlitz aufweist, der den Flüssigkeitsspiegel der
in dem Nutzabschnitt aufbewarten Nutzflüssigkeit zeigt.
[0027] Erfindungsgemäß besonders günstig ist es, dass der Kopfabschnitt in der Kappe insbesondere
reibschlüssig aufgenommen ist, und dass die Kappe eine insbesondere konisch zulaufende
Innenkontur aufweist.
[0028] Erfindungsgemäß besonders günstig ist es, dass die Kappe mindestens einen radial
nach einwärts weisenden Vorsprung für die Abstützung des Kopfabschnitts aufweist.
[0029] Erfindungsgemäß besonders günstig ist es, dass der Grundkörper und die Kappe die
Glasampulle vollständig, ggf. unter Belassung von Fenstern, umgibt.
[0030] Erfindungsgemäß besonders günstig ist es, dass der Grundkörper und die Kappe zweiteilig
ausgebildet sind und in aufgebrochenem Zustand der Glasampulle sowohl der Nutzabschnitt
in den Grundkörper als auch der Kopfabschnitt in der Kappe je vesenkt aufgenommen
sind, so dass die Sollbruchstelle der Glasampulle gegenüber den Stirnflächen von Kappe
und Grundkörper im Wesentlichen je versenkt angeordnet ist.
[0031] Erfindungsgemäß besonders günstig ist es, dass ein von der Ampullenbrechhilfe zur
Glasampulle hin weisender Vorsprung vorgesehen ist, der die Glasampulle abstützt und
die relative Höhe der Ampulle in der Ampullenbrechhilfe festlegt.
[0032] Weitere Vorteile, Einzelheiten und Merkmale ergeben sich aus der nachfolgende Beschreibung
mehrerer Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnungen. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht einer Ausführungsform einer erfindungsge- mäßen Ampullenbrechhilfe;
- Fig. 2
- eine teilweise aufgebrochene Seitenansicht der Ausführungsform gemäß Fig. 1, jedoch
aus einer anderen Blickrichtung;
- Fig. 3
- eine vergrößerte Darstellung des Drehlagers in der Ausführungsform gemäß Fig. 1;
- Fig. 4
- eine weitere Darstellung des Drehlagers gemäß Fig. 3 jedoch in einer anderen Schwenkposition;
- Fig. 5
- eine Schnittdarstellung einer erfindungsgemäßen Ampullenbrechhilfe, unter Darstellung
der Ampulle;
- Fig. 6
- eine Darstellung gemäß Fig. 5, wobei die Ampulle jedoch bereits gebrochen ist;
- Fig. 7
- eine modifizierte Ausführung der Kappe für eine Ampullenbrechhilfe gemäß Fig. 5 und
Fig. 6;
- Fig. 8
- eine modifizierte Darstellung eines Grundkörpers für eine Ampullenbrechhilfe gemäß
den Fig. 5 und Fig. 6;
- Fig. 9
- eine Seitenansicht des Grundkörpers gemäß Fig. 8; und
- Fig. 10
- die Verwendung eines Grundkörpers gemäß Fig. 8 und Fig. 9 für eine modifi- zierte
Ausführungsform einer Ampullenbrechhilfe.
[0033] Die Ampullenbrechhilfe 10 gemäß Fig. 1 weist eine Kappe 12 und einen Grundkörper
14 auf, die eine zueinander passende Ausgestaltung an ihren Stirnflächen 16 und 18
aufweisen.
[0034] Die Kappe 12 weist eine grundsätzliche Ausgestaltung auf, die sich von unten nach
oben konisch verjüngt. Dies gilt gleichermaßen für den Grundkörper 18, dessen obere
Stirnfläche im Wesentlichen den gleichen Durchmesser wie die untere Stirnfläche 18
der Kappe 12 aufweist.
[0035] Die Kappe 12 weisst eine Griffmulde 20 auf, die die Führung der Hand beim Brechen
der Ampulle erleichtern soll. An ihrer Unterseite sind in der Darstellung gemäß Fig.
1 rechts und links Gelenkpfannen 22 und 24 eines Drehlagers 26 ausgebildet, das mit
entsprechenden Gelenkköpfen 28 und 30 an der Oberseite des Grundkörpers 14 zusammenwirkt.
[0036] Ferner erstrecken sich seitlich daneben Schürzen 32 und 34 der Kappe 12 über das
Drehlager 26 nach unten hinaus, die zugleich der Führung der beiden Teile der Ampullenbrechhilfe
aneinander dienen und auch eine Abstützung ermöglichen.
[0037] Fig. 2 zeigt, dass die Gelenkpfanne 24, aber auch der Gelenkkopf 30 im Wesentlichen
halbkreisförmig ausgebildet ist. Damit ergibt sich für das Drehlager eine Drehachse
36, und die Schwenkbewegung der Kappe 12 gegen den Grundkörper 14 lässt sich in der
gewünschten Weise durch Anschläge 16 und 18 begrenzen.
[0038] Dies ist aus Fig. 3 und Fig. 4 ersichtlich, die das Drehlager 26 in vergrößerter
Darstellung zeigen. Wie ersichtlich ist, bildet die Stirnfläche 16 auf der Stirnfläche
18 eine Abstützung im Bereich der Schürze 32, so dass die Schwenkbeweglichkeit der
Kappe 12 gegenüber dem Grundkörper 14 auf etwa 30 Grad von der Vertikalen beschränkt
ist.
[0039] Fig. 5 zeigt eine modifizierte Ausgestaltung der Ampullenbrechhilfe 10, wobei auch
die Aufnahme der Glasampulle 40 in der Ampullenbrechhilfe 10 dargestellt ist. Die
Glasampulle 40 weist einen Kopfabschnitt 42 und einen Nutzabschnitt 44 auf, die aneinander
einstückig verbunden sind. Die Verbindung erfolgt über eine Sollbruchstelle 46, die
in an sich bekannter Weise durch eine Einführung gebildet ist, die an sich beispielsweise
angeritzt sein kann. Eine Glasampulle 40, die - ohne Ampullenbrechhilfe -, abgeknickt
wird, bricht typischerweise an genau der Sollbruchstelle und hinterlässt damit zwei
getrennte Teile, nämlich den Kopfabschnitt 42 und den Nutzabschnitt 44.
[0040] Die exakte Ausgestaltung der Glasampulle 40 lässt sich in weiten Bereichen an die
Erfordernisse anpassen. Es ist jedoch bevorzugt, dass der Nutzabschnitt 44 wesentlich
größer als der Kopfabschnitt ist, beispielsweise das 3- bis 50-fache Volumen aufweist.
[0041] Der Kopfabschnitt 42 wird sicher in der Kappe 12 geführt und der Nutzabschnitt 44
wird sicher in den Grundkörper 40 geführt. Hierzu ist die Innenfläche der betreffenden
Teile der Ampullenbrechhilfe 10 je an die Außenfläche der beiden Abschnitte 42 und
44 angepasst. Damit erfolgt auch eine Höhenfestlegung der Abschnitte relativ zu der
Ampullenbrechhilfe, so dass die Sollbruchstelle 46 exakt auf der Drehachse 36 liegt,
die in Fig. 5 zudem schematisch angedeutet ist.
[0042] Der Grundkörper 14 weist auch einen Vorsprung 48 auf, der die Höhenfestlegung für
den Nutzabschnitt 44 und damit die Glasampulle 40 erlaubt. Die Befüllung der Ampullenbrechhilfe
10 mit der Glasampulle 40 erfolgt so, dass bei abgenommener Kappe 12 die Ampulle 40
kurzerhand in den Grundkörper 14 eingedrückt wird, und dass dann der Kopfabschnitt
12 aufgesetzt wird, so dass er den Kopfabschnitt 42 übergreift.
[0043] Der Nutzabschnitt 44 ist in dem Grundkörper 14 kraftschlüssig oder mit einer hier
nicht dargestellten Rastnase sicher aufgenommen. Gleiches gilt für die Aufnahme des
Kopfabschnitts 42 in der Kappe 12.
[0044] Wie aus Fig. 5 ebenfalls ersichtlich ist, ist seitlich in dem Grundkörper 14 ein
Sichtschlitz 50 ausgebildet, der es ermöglicht, die Füllhöhe des Nutzabschnitts 44
von außen festzustellen. Der Grundkörper 14 weist darüber hinaus unten eine vergrößerte
Aufstandsfläche 52 auf, die dazu dient, sicherzustellen, dass der mit Flüssigkeit
gefüllte Nutzabschnitt 44 nicht versehentlich umkippt. Hierbei kommt der erfindungsgemäßen
Ampullenbrechhilfe 10 auch die insgesamt konische Ausgestaltung der beiden Teile der
Ampullenbrechhilfe 10 zugute.
[0045] Aus Fig. 6 ist ersichtlich, in welcher Weise ein Brechen der Ampulle 40 an der Sollbruchstelle
46 erfolgt. Durch seitliches Abknicken der Kappe 12 gegenüber dem Grundkörper 14 bricht
die Ampulle 40 an der Sollbruchstelle 46, wobei zugleich die Kappe 12 gegenüber dem
Grundkörper 14 an dem Drehlager 26 abrollt.
[0046] Aus Fig. 7 ist ersichtlich, in welcher Weise über elastische Vorsprünge 54 der Kopfabschnitt
52 (vergleiche Fig. 5) in der Kappe 12 gehalten werden kann. Zusätzlich kann ein eingelegter
Dichtring 56 vorgesehen sein, der ebenfalls eine elastische Lagerung für den Kopfabschnitt
und damit die Glasampulle 40 bietet.
[0047] Fig. 8 zeigt, dass ein ähnlicher Dichtring 58 auch im unteren Bereich des Grundkörpers
14 realisiert sein kann. Durch einen derartigen Dichtring, der beispielsweise aus
Kunststoff oder Kautschuk bestehen kann, wird ein elastischer Reibschluss erzeugt,
der sicher verhindert, dass die Glasampulle 44 in ihren beiden Abschnitten je aus
der Ampullenbrechhilfe herausrutscht.
[0048] Aus Fig. 9 ist ersichtlich, dass sich der Sichtschlitz 50 über nahezu die gesamte
Höhe des Grundkörpers 14 erstrecken kann. Die Aufstandsfläche 52 weist eine Breite
auf, die nahezu der Höhe des Grundkörpers 14 entspricht.
[0049] Fig. 10 zeigt, in welcher Weise eine Ampulle 40 mit einem wesentlich keinen Kopfabschnitt
42 erfindungsgemäß aufgenommen werden kann. Die Kappe 12 ist in diesem Ausführungsbeispiel
ebenfalls deutlich verkleinert und die Sollbruchstelle ist knapp unterhalb des oberen
Endes der Glasampulle 40 angeordnet.
[0050] Die Ampullenbrechhilfe kann auch als Ampullenschutz bezeichnet werden.
1. Ampullenbrechhilfe für eine Glasampulle, die eine vorgegebene Sollbruchstelle zwischen
einem Kopfabschnitt und einen Nutzabschnitt aufweist, mit einem den Nutzabschnitt
aufnehmenden Grundkörper und einer den Kopfabschnitt übergreifenden Kappe, dadurch gekennzeichnet, dass die Kappe (12) an dem Grundkörper (14) abgestützt ist, insbesondere unverbunden abgestützt
ist, und Kappe (12) und Grundkörper (14), insbesondere an den einander zugewandten
Stirnflächen (16, 18), ein Drehlager (26) ausbilden, das eine Drehachse (36) aufweist,
die im Wesentlichen die Sollbruchstelle (46) durchtritt.
2. Ampullenbrechhilfe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehlager (26) durch zueinander passende Bogenabschnitte an den Stirnflächen
(16, 18) von Kappe (12) und Grundkörper (14) gebildet ist, wobei der konvexe Bogenabschnitt
insbesondere an dem Grundkörper (14) ausgebildet ist.
3. Ampullenbrechhilfe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kappe (12) und der Grundkörper (14) an ihren einander zugewandten Stirnflächen
(16, 18) Stützflächen aufweisen, die die Drehbewegung des Drehlagers (26) begrenzen,
und dass die Schwenkbeweglichkeit des Lagers, insbesondere auf weniger als +/- 30°,
bevorzugt weniger als +/- 20° und besonders bevorzugt auf etwa +/- 10° beschränkt
ist.
4. Ampullenbrechhilfe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (14) und/oder die Kappe (12) aus einem elastischeren und insbesondere
auch weicheren Material als die Glasampulle (40), insbesondere aus elastisch eingestelltem
Kunststoff, gebildet ist.
5. Ampullenbrechhilfe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (14) eine Standfläche aufweist, über welche die in der Ampullenbrechhilfe
(10) aufgenommene Glasampulle (40) sicher steht, auch bei abgebrochenem Kopfabschnitt
(42), und dass der Grundkörper (14) insbesondere von der Standfläche ausgehend zum
Drehlager (26) hin sich konisch zulaufend verjüngt.
6. Ampullenbrechhilfe nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Standfläche einen nach außen weisenden Vorsprung (52), insbesondere einen umlaufenden
Wulst, aufweist.
7. Ampullenbrechhilfe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopfabschnitt (42) und der Nutzabschnitt (44) an dem Drehlager (26) miteinander
übereinstimmende Innenkonturen und Außenkonturen aufweisen.
8. Ampullenbrechhilfe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (14) und/oder die Kappe (12) an ihren einander zugewandten Stirnflächen
(16, 18) Schürzen (32, 34) aufweisen, die der Abstützung von Grundkörper (14) und
Kappe (12) aneinander quer zur Richtung der Drehachse (36) des Drehlagers (26) dienen.
9. Ampullenbrechhilfe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Nutzabschnitt (44) in dem Grundkörper (14) bodenseitig und seitlich insbesondere
spielfrei abgestützt ist und durch Reibschluss in diesem gehalten ist, so dass der
Nutzabschnitt (44) beim Ausschütten einer in den Nutzabschnitt (44) aufgenommenen
Flüssigkeit in dem Grundkörper (14) verbleibt.
10. Ampullenbrechhilfe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (14) eine Füllstandsanzeige, insbesondere einen vertikalen Sichtschlitz
(50) aufweist, der den Flüssigkeitsspiegel der in dem Nutzabschnitt (44) aufbewarten
Nutzflüssigkeit zeigt.
11. Ampullenbrechhilfe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopfabschnitt (42) in der Kappe (12) insbesondere reibschlüssig aufgenommen ist,
und dass die Kappe (12) eine insbesondere konisch zulaufende Innenkontur aufweist.
12. Ampullenbrechhilfe nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Kappe (12) mindestens einen radial nach einwärts weisenden Vorsprung (54) für
die Abstützung des Kopfabschnitts (42) aufweist.
13. Ampullenbrechhilfe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (14) und die Kappe (12) die Glasampulle (40) vollständig, ggf. unter
Belassung von Fenstern, umgibt.
14. Ampullenbrechhilfe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (14) und die Kappe (12) zweiteilig ausgebildet sind und in aufgebrochenem
Zustand der Glasampulle (40) sowohl der Nutzabschnitt (44) in den Grundkörper (14)
als auch der Kopfabschnitt (42) in der Kappe (12) je versenkt aufgenommen sind, so
dass die Sollbruchstelle (46) der Glasampulle (40) gegenüber den Stirnflächen (16,
18) von Kappe (12) und Grundkörper (14) im Wesentlichen je versenkt angeordnet ist.
15. Ampullenbrechhilfe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein von der Ampullenbrechhilfe (10) zur Glasampulle (40) hin weisender Vorsprung
(48) vorgesehen ist, der die Glasampulle (40) abstützt und die relative Höhe der Ampulle
in der Ampullenbrechhilfe (10) festlegt.