[0001] Die Erfindung betrifft ein Türscharnier für Kraftfahrzeugtüren, mit
- einer an einem Kraftfahrzeug anschlagbaren Säulenkonsole,
- einer mit der Kraftfahrzeugtür verbindbaren Türkonsole,
- einem an der einen von Türkonsole und Säulenkonsole verdrehfest und gegenüber der
anderen von Türkonsole und Säulenkonsole verdrehbar angeordneten und die Türkonsole
und die Säulenkonsole drehgelenking miteinander verbindenden Scharnierstift und
- einer an der anderen von Türkonsole und Säulenkonsole angeordneten Arretierungseinheit.
[0002] Ein Türscharnier mit einer als Rastierungseinheit ausgebildeten Arretierungseinheit
ist beispielsweise aus der
DE 196 33 462 A1 bekannt. Die Rastierungseinheit des in dieser Druckschrift beschriebenen Türscharniers
weist als Brems- und Haltekörper ausgebildete Rastkörper auf, welche durch eine an
einem Scharnierstift abgestützte Feder belastet sind. Die Feder gewährleistet dabei
ein Zusammenwirken der Rastkörper mit den Rastmarken, die den zu arretierenden Öffnungspositionen
der Kraftfahrzeugtür entsprechend an einem Rastierungselement angeordnet sind.
[0003] Nachteilig an diesem Scharnier ist, neben einer nur in vorgegebenen Öffnungspositionen
möglichen Arretierung, dass es erforderlich ist, für jeden einzelnen Brems- und Haltekörper,
ein diesem zugeordnetes Federelement zu verwenden. Im Betrieb auftretende unterschiedliche
Belastungsprofile der einzelnen Federn führen jedoch dazu, dass diese schon nach kurzer
Betriebszeit voneinander abweichende Federwerte aufweisen. Dies hat zur Folge, dass
eine an dem Türscharnier angeordnete Kraftfahrzeugtür mit voneinander abweichenden
Kräften in den zu arretierenden Öffnungspositionen arretiert. Dies kann letztlich
dazu führen, dass einzelne Öffnungspositionen mit einer nur noch sehr geringen Federkraft
arretiert werden, wohingegen andere Öffnungspositionen einer äußerst hohen Federkraftarretierung
unterliegen.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Türscharnier bereitzustellen, das eine
Festlegung der Kraftfahrzeugtür in beliebigen Öffnungspositionen ermöglicht und bei
dem die wirkende Federkraft im Wesentlichen gleichbleibend ist.
[0005] Die Erfindung löst die Aufgabe durch ein Türscharnier gemäß Anspruch 1. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüche angegeben.
[0006] Kennzeichnend für das erfindungsgemäße Türscharnier ist die gegenüber der Scharnierstiftachse
verschiebbare und gleichzeitig jedoch gegenüber dieser verdrehsichere Anordnung des
Arretierungselements an der anderen von Türkonsole und Säulenkonsole, wobei der Scharnierstift
und das Arretierungselement dabei derart ausgebildet und verbunden sind, dass ein
Verdrehen des Scharnierstifts eine Verstellung des Arretierungselements gegenüber
einem Druckelement bewirkt.
[0007] Die grundsätzliche Funktion der Arretierungseinheit des Türscharniers setzt voraus,
dass das eine Reibfläche aufweisende Arretierungselement bei einem Verschwenken einer
mit der Türkonsole verbundenen Kraftfahrzeugtür gegenüber einer mit der Säulenkonsole
verbundenen Fahrzeugkarosserie mit dem Druckelement in Eingriff gelangt, bzw. in Eingriff
befindlich ist, so dass aufgrund der zwischen dem Druckelement und der Reibfläche
bestehenden Reibung eine Festlegung der Kraftfahrzeugtür in beliebigen Winkelpositionen
möglich ist. Über die Reibung bestimmt sich dabei die zur Betätigung erforderliche
Kraft sowie die Haltekraft, mit der die Kraftfahrzeugtür arretiert ist. Diese kann
u. a. über die Ausgestaltung der Reibpaarung eingestellt werden.
[0008] Beim erfindungsgemäßen Türscharnier erfolgt die Umwandlung der Schwenkbewegung der
Tür in eine Verstellbewegung des Arretierungselements über eine entsprechende Kopplung
des Scharnierstifts mit dem Arretierungselement, so dass eine Verstellung des Scharnierstifts
eine Verschiebung des Arretierungselements entlang der Scharnierstiftachse bewirkt.
[0009] Hierzu ist der Scharnierstift in der einen von Türkonsole oder Säulenkonsole verdrehfest
und gegenüber der anderen von Türkonsole und Säulenkonsole verdrehbar angeordnet.
Die Auswahl der Konsole, an der der Scharnierstift verdrehfest angeordnet ist, ist
dabei grundsätzlich frei wählbar. Bevorzugt wird jedoch die verdrehsichere Anordnung
an der Türkonsole, so dass ein Verschwenken der Türkonsole unmittelbar ein Verdrehen
des Scharnierstifts gegenüber der Säulenkonsole bewirkt. Nachfolgend wird bei den
Erläuterungen des erfindungsgemäßen Türscharniers auf diese bevorzugte Anordnung Bezug
genommen, ohne dass der Schutz hierauf beschränkt ist.
[0010] Zur Umwandlung der Rotationsbewegung des Scharnierstifts in eine Translationsbewegung
des Arretierungselements entlang der Scharnierstiftachse ist das Arretierungselement
sowohl gegenüber der Arretierungseinheit als auch gegenüber der Scharnierstiftachse
verdrehsicher an der mit der Säulenkonsole verbundenen Arretierungseinheit angeordnet,
wobei die Verdrehsicherung aus einem Zusammenwirken mit dem Druckelement und/oder
aus der Ausgestaltung und Anordnung an der Arretierungseinheit resultieren kann. Gleichzeitig
ist die Verbindung zwischen dem Scharnierstift und dem Arretierungselement der Gestalt,
dass die Rotationsbewegung des Scharnierstifts eine Translationsbewegung des Arretierungselements
bewirkt.
[0011] Während dieser Translationsbewegung, die durch die einer Schließposition der Tür
sowie einer maximalen Öffnungsstellung der Tür zugeordneten Position begrenzt ist,
befindet sich das Druckelement im abschnittsweisen oder ständigen Eingriff mit dem
Arretierungselement, wobei das Arretierungselement entlang des Druckelements verschoben
wird. Die an dem Arretierungselement angeordnete Reibfläche verschiebt sich dabei
entlang dem Druckelement.
[0012] Durch das Zusammenwirken der Reibfläche mit dem Druckelement kann die Kraftfahrzeugtür
in beliebiger Öffnungsposition arretiert werden. Zum Weiterverschwenken bzw. Rückverschwenken
der Tür aus einer arretierten Position ist es zunächst erforderlich, eine Betätigungskraft
aufzubringen, mit der die Haftreibung zwischen Druckelement und Reibfläche überwunden
wird. Anschließend kann aufgrund der dann vorliegenden Gleitreibung die Kraftfahrzeugtür
mit einer geringeren Kraft bis in eine Endposition oder eine weitere Öffnungsposition
verschwenkt werden. Unter anderem über die Geometrie der Kontaktfläche des Druckelements
sowie der Reibfläche und über den Anpressdruck lässt sich das Arretierungsverhalten
über den gesamten Schwenkbereich in beliebiger Weise festlegen.
[0013] Die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Türscharniers ermöglicht es, ein Kraftfahrzeugtürscharnier
bereitzustellen, das bei einem nur sehr geringem Raumbedarf eine zuverlässige Arretierung
einer Kraftfahrzeugtür in beliebigen Öffnungspositionen bietet. Die Geometrie des
Druckelements und der zugeordneten Reibfläche erlaubt darüber hinaus eine besonders
einfache Festlegung der gewünschten Haltemomente.
[0014] Die Kopplung des Scharnierstifts mit dem Arretierungselement derart, dass die Rotationsbewegung
des Scharnierstifts in eine Translationsbewegung des Arrretierungselements umgewandelt
wird, kann grundsätzlich beliebig erfolgen. Verwendbar sind dabei bspw. alle Arten
von Gewinden, die die gewünschte Verschiebung entlang der Scharnierstiftachse bewirken.
[0015] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist der Scharnierstift jedoch
einen Verbindungsabschnitt mit mindestens einem sich schraubenförmig um eine zylindrische
Oberfläche des Scharnierstifts erstreckenden Gewindesteg auf und das Arretierungselement
ist mit einer korrespondierend zu dem Abschnitt ausgebildeten Durchgangsöffnung an
dem Verbindungsabschnitt angeordnet.
[0016] Der Verbindungsabschnitt des Scharnierstifts ist dabei der Bereich, entlang dem das
Arretierungselement gegenüber dem Scharnierstift verschiebbar ist. Der Gewindesteg
erstreckt sich entlang des Verbindungsabschnitts oder zumindest entlang eines Teils
des Verbindungsabschnitts. Zur Umwandlung der Rotationsbewegung des Scharnierstifts
ist dabei der Gewindesteg schraubenförmig um den Scharnierstift angeordnet.
[0017] Das Arretierungselement weist eine an die zylindrische Oberfläche angepasste zylindrische
Durchgangsöffnung mit einer in die Innenwand der Durchgangsöffnung eingebrachten Ausnehmung
auf, die wiederum an den Querschnitt des Gewindestegs angepasst ist. Aufgrund der
verdrehsicheren Anordnung des Arretierungselements in der Arretierungseinheit, aufgrund
des Zusammenwirkens mit dem Druckelement und/oder durch die Ausgestaltung und Anordnung
in der Arretierungseinheit wird durch ein Verdrehen des Scharnierstifts, in Abhängigkeit
von der Drehrichtung, das Arretierungselement analog zu einem Schraubvorgang entlang
des Scharnierstifts verschoben.
[0018] Obgleich bereits durch einen Gewindesteg die Funktion des Türscharniers gewährleistet
ist, kann der Scharnierstift bspw. auch mit zwei diametral angeordneten oder mehreren
weiteren Gewindestegen versehen sein. Die Auswahl sowie deren Anordnung kann dabei
in Abhängigkeit von den konstruktiven Rahmenbedingungen erfolgen und ermöglicht damit
eine optimale Anpassung des Türscharniers.
[0019] Die verdrehsichere Anordnung des Scharnierstifts an der Türkonsole ist grundsätzlich
in beliebiger Weise ausgestaltbar. Nach einer Weiterbildung der Erfindung weist der
Scharnierstift in einem Verbindungsbereich mit der Türkonsole jedoch einen sich in
deren Richtung verjüngenden Steg und die Türkonsole eine entsprechende Ausnehmung
auf. Im montierten Zustand, in dem der Steg in der Ausnehmung angeordnet ist, ist
der Scharnierstift formschlüssig und somit besonders zuverlässig verdrehsicher mit
der Türkonsole verbunden. Die sich in Richtung auf die Türkonsole verjüngende Ausgestaltung
des Steges bei gleichzeitiger entsprechender Ausgestaltung der Ausnehmung gewährleistet
dabei zusätzlich eine spielfreie Verbindung des Scharnierstifts mit der Türkonsole.
[0020] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist der Steg an einem den Verschiebungsabschnitt
von dem Verbindungsbereich mit der Türkonsole abgrenzenden Flansch des Scharnierstifts
angeordnet. Der Flansch ermöglicht eine zuverlässige Anordnung des Steges an dem Scharnierstift
und dessen Abstützung gegenüber dem Scharnierstift. Gleichzeitig dient der Flansch
zur Abgrenzung des Bereichs der Arretierungseinheit, in dem das Arretierungselement
gegenüber dem Scharnierstift verschiebbar ist. Hierdurch ist die Arretierungseinheit
des Türscharniers besonders zuverlässig gegen äußere Einflüsse, bspw. Verschmutzung
geschützt, wodurch sich die Zuverlässigkeit in ergänzender Weise erhöht.
[0021] Besonders vorteilhafterweise sind zwei sich verjüngende Stege diametral an einen
Zapfen angrenzend an dem Flansch angeordnet. Eine derartige Ausgestaltung des Verbindungsbereichs
des Scharnierstifts mit der Türkonsole gewährleistet zusätzlich eine zentrierte Anordnung
des Scharnierstifts an der Türkonsole. Der Zapfen ist dabei im montierten Zustand
in einer entsprechenden Öffnung in der Türkonsole angeordnet, wobei sich die Ausnehmung
zur Aufnahme der Stege radial von der Öffnung weg nach außen erstreckt.
[0022] Die Ausgestaltung des Zapfens mit einem Innengewinde nach einer weiteren Ausgestaltung
der Erfindung, ermöglicht eine besonders zuverlässige Fixierung des Scharnierstifts
an der Türkonsole. Hierzu dient eine Befestigungsschraube, die von einer dem Scharnierstift
gegenüberliegenden Seite der Türkonsole in das Innengewinde des Zapfens einschraubbar
ist. Darüber hinaus bietet diese Ausgestaltung eine einfache Möglichkeit der Demontage
des Türscharniers, nämlich der Trennung der Türkonsole von der Säulenkonsole, ohne
dass hierfür eine Demontage der Arretierungseinheit erforderlich ist.
[0023] Die verdrehsichere Anordnung des Arretierungselements an der Arretierungseinheit,
bzw. der Säulenkonsole kann grundsätzlich in beliebiger Weise erfolgen. Denkbar ist
bspw. eine im Querschnitt polygonale Ausgestaltung des Arretierungselements und eine
entsprechende Ausgestaltung einer ersten Aufnahme der Arretierungseinheit. Nach einer
Weiterbildung der Erfindung weist das Arretierungselement jedoch einen abschnittweise,
nämlich im an die Reibfläche angrenzenden Bereich, kreisförmigen Querschnitt und an
seiner Umfangsfläche mindestens einen, vorzugsweise drei von der Umfangsfläche vorstehende
Führungselemente auf, die in einer in eine Innenwand einer zylindrischen ersten Aufnahme
für das Arretierungselement und den Scharnierstift angeordneten Führungsnut geführt
sind.
[0024] Diese Ausgestaltung der Erfindung ermöglicht in einfacher Weise die Herstellung der
ersten Aufnahme für das Arretierungselement. Gleichzeitig ist auch die Herstellung
des Arretierungselements kostengünstig durchführbar. Die Führungselemente gewährleisten
aufgrund ihrer Anordnung in den Führungsnuten eine Verdrehsicherung des Arretierungselements
gegenüber der Arretierungseinheit und dem Scharnierstift. Die Ausgestaltung der Führungselemente
ist dabei ebenfalls frei wählbar, wobei bspw. vorstehende Zapfen oder Nocken denkbar
sind.
[0025] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist das Führungselement jedoch als
sich parallel zur Scharnierstiftachse erstreckender Vorsprung ausgebildet. Diese Ausgestaltung
der Erfindung zeichnet sich durch, insbesondere bei der Verwendung von vorzugsweise
drei Führungselementen, eine besonders hohe Zuverlässigkeit aus, wobei einem Verkanten
oder Verklemmen des Arretierungselements in besonderer Weise vorgebeugt wird.
[0026] Zur Gewährleistung der Funktion des erfindungsgemäßen Türscharniers weist das Arretierungselement
in seinem dem Druckelement zugewandten Bereich die mit dem Druckelement in Eingriff
bringbare Reibfläche auf. Die Reibfläche kann dabei direkt durch eine Oberfläche des
Arretierungselements gebildet sein, wobei die Ausgestaltung des Arretierungselements
in dem dem Druckelement zugewandten Bereich grundsätzlich frei wählbar ist. Vorteilhafterweise
bildet jedoch ein abgeflachter Bereich des Arretierungselements die Reibfläche, so
dass die für die zum Zusammenwirken mit dem Druckelement zur Verfügung stehende Fläche
besonders groß ausgebildet ist.
[0027] Besonders vorteilhafterweise weist die Reibfläche mindestens zwei mit dem Druckelement
in Eingriff bringbare Bereiche auf, die einen unterschiedlichen Abstand zur Längsachse
der Durchgangsöffnung des Arretierungselements aufweisen. Demnach weist die Reibfläche
mindestens eine Stufe auf, die die beiden Bereiche verbindet. Aufgrund der sich aus
dem Abstand zum Druckelement ergebenden abweichenden Reibung können unterschiedliche
Haltekräfte des Türscharniers für unterschiedliche Öffnungswinkel erzielt werden.
[0028] Zusätzlich bietet das Druckelement die Möglichkeit über dessen Geometrie, insbesondere
über die Ausgestaltung der mit der Reibfläche in Eingriff bringbaren Wirkfläche die
Bediencharakteristik festzulegen. So kann bspw. die Wirkfläche einen gebogenen oder
gekrümmten Verlauf aufweisen, der insbesondere mit der Stufe im Falle der zuvor beschriebenen
Ausgestaltung mit zwei unterschiedlichen Bereichen der Reibfläche korrespondiert.
[0029] Um ein zuverlässiges Zusammenwirken des Druckelements mit dem Arretierungselement
zu gewährleisten, ist das Druckelement gemäß einer Weiterbildung der Erfindung in
der Arretierungseinheit in Richtung auf das Arretierungselement vorgespannt. Hierdurch
wird besonders zuverlässig im gesamten Schwenkbereich ein Zusammenwirken des Druckelements
mit dem Arretierungselement und somit ein Anliegen des Druckelements an der Reibfläche
gewährleistet.
[0030] Das Druckelement kann grundsätzlich direkt mit einem dieses in Richtung auf das Arretierungselement
vorspannenden Element verbunden sein. Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung
ist das Druckelement jedoch an einem Druckelementträger angeordnet. Dieser steht vorzugsweise
nicht mit dem Arretierungselement in Eingriff.
[0031] Die Entkopplung des Druckelements von einem Vorspannelement, vorzugsweise einem Federelement,
besonders vorteilhafterweise einer Schraubendruckfeder, die auf der dem Druckelement
abgewandten Seite des Druckelementträgers an diesem anliegt, gewährleistet die Funktion
des Arretierungselements frei von Einflüssen, die das Federelement direkt auf den
Druckelementträger ausübt. Insbesondere wird dadurch in besonders zuverlässiger Weise
gewährleistet, dass eine gleichbleibende Anlage an der Reibfläche erfolgt.
[0032] Die Richtung der Translationsbewegung des Arretierungselements hängt von der Richtung
der Schwenkbewegung der Tür ab. Eine Öffnungsbewegung der Tür hat eine entsprechende
Öffnungsbewegung des Arretierungselements zur Folge, die entgegengesetzt einer Schließbewegung
des Arretierungselements bei einer Schließbewegung der Tür ist.
[0033] Die Anordnung des Druckelements oder Druckelementträgers mit dem Druckelement in
der Arretierungseinheit kann grundsätzlich in beliebiger Weise erfolgen, sofern ein
Zusammenwirken mit dem Arretierungselement bzw. der Reibfläche gewährleistet ist.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung sind das Druckelement und/oder der Druckelementträger
derart in der Arretierungseinheit, vorzugsweise einer zweiten Aufnahme angeordnet,
dass das Arretierungselement und das Druckelement in Teilbereichen der Öffnungs- bzw.
Schleißbewegung des Arretierungselements, insbesondere im Bereich um die Schließposition
im Abstand voneinander angeordnet sind. Gemäß dieser Ausgestaltung der Erfindung kann
ein Türscharnier bereitgestellt werden, welches in Teilbereichen frei, d. h. ohne
das Erfordernis die Reibung zwischen dem Druckelement und der Reibfläche zu überwinden,
verschwenkt werden kann. Insbesondere im Bereich um die Schließlage erleichtert diese
Ausbildung die Bedienung einer Kraftfahrzeugtür, welche sich aufgrund der in diesem
Bereich in der Regel nicht erforderlichen Arretierung nicht negativ auf den Bedienkomfort
auswirkt.
[0034] Die Ausgestaltung, nach der im Bereich um die Schließposition das Arretierungselement
im Abstand von dem Druckelement angeordnet ist, kann frei gewählt werden. Vorteilhafterweise
weist das Druckelement und/oder Druckelementträger ein im Bereich um die Schließposition
mit einem Absatz der zweiten Aufnahme zusammen wirkendes Anschlagelement, insbesondere
einen umlaufenden Steg auf. Durch diese Ausbildung wird der Bewegungsbereich des Druckelements
bzw. Druckelementträgers in Richtung auf das Arretierungselement begrenzt. Bei einer
entsprechenden Ausgestaltung des Arretierungselements kann somit in einfacher Weise
ein Bereich geschaffen werden, in dem das Druckelement im Abstand von der Reibfläche
angeordnet ist.
[0035] Grundsätzlich können die Endstellungen des Türscharniers, d. h. die Schließstellung
der Tür sowie die maximale Öffnungsstellung der Tür durch separate Anschlagelemente
oder dergleichen festgelegt werden. Auch besteht in diesem Fall die Möglichkeit, die
Öffnungsbewegung bzw. Schließbewegung der Tür im Bereich um ihre Endlagen durch geeignete
Vorrichtungen zu dämpfen, um Beschädigungen vorzubeugen.
[0036] Nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist jedoch eine Öffnungsbewegung
des Arretierungselements im Bereich um eine maximale Öffnungsposition des Türscharniers
gedämpft. Diese Ausgestaltung der Erfindung bewirkt, dass das analog zur Verschwenkbewegung
der Tür verstellte Arretierungselement die Schwenkbewegung der Tür im Bereich um die
maximale Öffnungsposition dämpft, so dass auch bei erhöhten Belastungen durch häufiges
Türöffnen Schäden besonders zuverlässig vermieden werden können. Die Dämpfung der
Öffnungsbewegung über das Arretierungselement kann dabei sowohl in Alleinstellung
als auch zusätzlich zu weiteren Dämpfungen an dem Türscharnier vorgesehen sein.
[0037] Die Ausgestaltung der Dämpfung der Öffnungsbewegung des Arretierungselements im Bereich
um die maximale Öffnungsposition des Türscharniers kann grundsätzlich in beliebiger
Weise erfolgen. Nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kommt
das Arretierungselement jedoch im Bereich um die maximale Öffnungsposition des Türscharniers
mit einem in der Arretierungseinheit angeordneten Dämpfungselement in Eingriff. Das
Zusammenwirken des Arretierungselements mit dem Dämpfungselement beschränkt sich hierbei
auf den Bereich, den das Arretierungselement einnimmt, wenn die Tür ihre maximale
Öffnungsposition erreicht hat. In den übrigen Bereichen kann das Arretierungselement
ohne Einfluss durch das Dämpfungselement verstellt werden, so dass dieses die Bewegungsfreiheit
des Arretierungselements und die Funktionsweise des derart weitergebildeten Türscharniers
nicht einschränkt.
[0038] Das Dämpfungselement ist dabei innerhalb der Arretierungseinheit, in der es vor äußeren
Einflüssen besonders gut geschützt ist, vorteilhafterweise koaxial zum Scharnierstift
angeordnet. Eine derartige Anordnung gewährleistet eine besonders hohe Positionssicherheit
des Dämpfungselements, wodurch die Funktionssicherheit in ergänzender Weise gesteigert
werden kann. Bei einer entsprechenden Ausgestaltung des Scharnierstifts kann dieser
dabei nicht nur zur radialen Positionierung sondern auch zur axialen Positionierung
des Dämpfungselementes verwendet werden, nämlich dann, wenn das Dämpfungselement,
in axialer Richtung des Scharnierstifts gesehen, formschlüssig mit diesem verbunden
ist.
[0039] Die Ausgestaltung des Dämpfungselements ist grundsätzlich entsprechend der bestehenden
Anforderungen frei wählbar. Nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
ist das Dämpfungselement jedoch durch einen elastisch verformbaren Kunststoffkörper
oder ein Federelement, insbesondere eine Tellerfeder oder Schraubendruckfeder gebildet.
Derartige Dämpfungselemente zeichnen sich durch ihre besonders niedrigen Kosten sowie
vielfältigen Ausgestaltungsmöglichkeiten aus, die es ermöglichen, in einfacher Weise
eine zuvor festgelegte Dämpfungseigenschaft zu erreichen. Neben der bloßen Form und
der Abmessung kann darüber hinaus auch über eine geeignete Materialwahl das erforderliche
Dämpfungsverhalten bestimmt werden.
[0040] Auch die Anordnung des Dämpfungselements, insbesondere innerhalb der Arretierungseinheit
gemäß der zuvor beschriebenen Weiterbildung der Erfindung ist grundsätzlich frei wählbar,
sofern gewährleistet ist, dass die Öffnungsbewegung des Arretierungselements im Bereich
um die maximale Öffnungsposition des Türscharniers gedämpft ist. Nach einer Weiterbildung
der Erfindung ist das Dämpfungselement jedoch an einer dem Flansch gegenüberliegenden
Stirnseite der ersten zylindrischen Aufnahme angeordnet. Diese Ausgestaltung zeichnet
sich insbesondere dadurch aus, dass das Dämpfungselement mit seiner dem Arretierungselement
abgewandten Seite flächig innerhalb der Arretierungseinheit angeordnet werden kann,
so dass ein besonders zuverlässiges und gleichbleibendes Dämpfungsverhalten gewährleistet
wird.
[0041] Die Anordnung des Druckelements derart, dass er mit dem Arretierungselement in Eingriff
gelangt, kann grundsätzlich in beliebiger Weise erfolgen. Nach einer besonders vorteilhaften
Ausgestaltung der Erfindung ist das Druckelement, der Druckelementträger, das Federelement
und/oder ein Verschlusselement jedoch in einer sich im wesentlichen senkrechten zur
zylindrischen ersten Aufnahme für das Arretierungselement verlaufenden zweiten Aufnahme
angeordnet. Die Anordnung der ersten Aufnahme und der zweiten Aufnahme zueinander
gemäß dieser Weiterbildung ermöglicht in einfacher Weise die Herstellung der zuvor
beschriebenen Arretierungseinheit. Die Verwendung des Verschlusselements, an welchem
besonders vorteilhafterweise das Federelement mit seinem dem Druckelement gegenüberliegenden
Ende abgestützt ist, erlaubt in Abhängigkeit von der Einschub- oder Einschraubtiefe
in die zweite Aufnahme die Federkraft festzulegen, mit welcher das Druckelement mit
dem Arretierungselement in Eingriff befindlich ist.
[0042] Grundsätzlich kann die Arretierungseinheit in einem separaten, an der Säulenkonsole
anordbaren Gehäuse ausgebildet sein. Nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung
der Erfindung sind die Aufnahmen jedoch einstückig mit der Türkonsole ausgebildet.
Hierdurch werden die benötigten Bauteile zur Herstellung des erfindungsgemäßen Türscharniers
in ergänzter Weise reduziert. Darüber hinaus verringert sich der Montageaufwand bei
der Herstellung des Türscharniers. Die Herstellung der Aufnahmen kann in einfachster
Weise durch das Einbringen von entsprechenden Bohrungen erfolgen, was die Herstellungskosten
in ergänzender Weise reduziert.
[0043] Nachstehend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung mit Bezug auf die Zeichnungen
näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht eines Türscharniers, teilweise als Schnittdarstellung;
- Fig. 2
- eine Seitenansicht eines Scharnierstifts eines Arretierungselements und eines vorgespannten
Druckelementträgers mit Druckelement des Türscharniers von Fig. 1;
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht des Druckelementträgers mit Druckelement des Türscharniers
von Fig. 1;
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht des Arretierungselements von Fig. 1;
- Fig. 5
- eine Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform eines Türscharniers, teilwei- se
als Schnittdarstellung;
- Fig. 6
- eine Seitenansicht des Scharnierstifts des Arretierungselements und des vorge- spannten
Druckelementträgers mit Druckelement des Türscharniers von Fig. 5 und
- Fig. 7
- eine perspektivische Ansicht des Druckelementträgers mit Druckelement des Türscharniers
von Fig. 5.
[0044] Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht eines Türscharniers 1 mit einer an einer hier nicht
dargestellten Fahrzeugkarosserie anordbaren Säulenkonsole 3 und einer an einer hier
ebenfalls nicht dargestellten Tür anordbaren Säulenkonsole 2. Die Türkonsole 2 und
die Säulenkonsole 3, welche zur Anordnung an der Fahrzeugkarosserie bzw. der Fahrzeugtür
jeweils eine Grundplatte 4, 5 aufweisen sind über einen Scharnierstift 15 drehgelenkig
und zur Montage trennbar miteinander verbunden.
[0045] Zur Arretierung der Fahrzeugtür in vorgegebenen Öffnungspositionen weist das Türscharnier
1 eine an der Säulenkonsole 3 angeordnete Arretierungseinheit 7 auf, welche über den
Scharnierstift 15 mit der Schwenkbewegung der Tür gekoppelt ist. Die Arretierungseinheit
7 weist dabei als wesentliche Bestandteile ein Druckelement 8 sowie ein Arretierungselement
9 auf, welche während der gesamten Schwenkbewegung der Türkonsole 2 gegenüber der
Säulenkonsole 3 miteinander in Eingriff befindlich sind (vgl. Fig. 2).
[0046] Zur Arretierung der Fahrzeugtür gegenüber der Fahrzeugkarosserie, bzw. der Türkonsole
2 gegenüber der Säulenkonsole 3 weist das Arretierungselement 9 eine Reibfläche 10
auf, die im Wesentlichen senkrecht zur Scharnierstiftachse an einer dem Druckelement
8 zugewandten Oberfläche des Arretierungselements 9 angeordnet ist. Die Reibfläche
10 ist dabei an einer mit dem Arretierungselement 9 verbundenen Reibplatte 11 angeordnet,
die eine fahrzeugspezifisch ausgebildete Kontur der Reibfläche 10 aufweist. Die Trennbarkeit
der Reibfläche 10 von dem Arretierungselement 9 erlaubt eine kostengünstige und einfache
Anpassung des Türscharniers 1 an die fahrzeugherstellerseitig geforderte Haltecharakteristik
des Türscharniers 1. Bei einer Translationsbewegung des Arretierungselements 9 entlang
des Scharnierstifts 15 reibt das Druckelement 8 über die Reibfläche 10. Die sich nach
einem Ende einer Schwenkbewegung einstellende Haftreibung arretiert die Tür (vgl.
Fig. 4).
[0047] Das Druckelement 8 ist zur Sicherung der Funktion und zur Erzeugung einer Haft- und
Gleitreibung in Richtung auf das Arretierungselement 9 vorgespannt. Hierzu ist der
Druckkörper 8 einstückig mit einem Druckelementträger 12 ausgebildet, welcher an seiner
dem Druckelement 8 abgewandten Seite durch ein Tellerfederpaket 13 belastet ist. Das
Tellerfederpaket 13 ist seinerseits mit seinem dem Druckelement 8 gegenüberliegenden
Ende an einem Verschlusselement 14 abgestützt, welches in eine zweite Aufnahme 18
der Säulenkonsole 3 einschraubbar ist. In der zweiten Aufnahme 18 sind ferner das
Druckelement 8, der Druckelementträger 12 und das Tellerfederpaket 13 verschiebbar
angeordnet. Zur besonders zuverlässigen Anordnung des Tellerfederpakets 13 an dem
Druckelementträger 12 weist dieser dabei einen sich in Richtung auf das Tellerfederpaket
13 erstreckenden Zapfen 29 auf, der eine koaxiale Anordnung des Tellerfederpakets
13 ermöglicht. Die Kontur der mit der Reibfläche 10 in Kontakt stehenden Fläche des
Druckelements 8 ist an die zweistufige Kontur der Reibfläche 10 angepasst, so dass
ein komfortabler Übergang zwischen den beiden Bereichen der Reibfläche 10 möglich
ist, die einen unterschiedlichen Abstand gegenüber dem Scharnierstift 11 aufweisen
(vgl. Fig. 3).
[0048] Senkrecht zur Aufnahme 18 und mit dieser in Verbindung stehend ist eine erste Aufnahme
17 für den Scharnierstift 15 und das daran angeordnete Arretierungselement 9 in der
Säulenkonsole 3 angeordnet. Die Verstellbarkeit des Arretierungselements 9 ist auf
eine Längsverschiebbarkeit entlang des Scharnierstifts 15 beschränkt. Eine Verdrehbewegung
des Arretierungselements 9 wird durch das Zusammenwirken des Druckelements 8 verhindert,
welches quer zur Längsachse des Scharnierstifts 15 verlaufend auf der Reibfläche 10
anliegt.
[0049] Zur Umwandlung der Rotationsbewegung des Scharnierstifts 15 in eine Translationsbewegung
des Arretierungselements 9 weist der Scharnierstift 15 im Verbindungsbereich mit dem
Arretierungselement 9 an seiner zylindrischen Oberfläche mehrere sich schraubenförmig
um die Umfangsfläche erstreckende Gewindekörper 16 auf.
[0050] Das Arretierungselement 9 weist seinerseits eine entsprechend diesem Verbindungsbereich
ausgestaltete Durchgangsöffnung 30 auf, die eine koaxiale Anordnung des Arretierungselements
9 an dem Scharnierstift 15 ermöglicht, wobei in der Innenwand der Durchgangsöffnung
30 Ausnehmungen 31 angeordnet sind, die an die Gewindekörper 16 angepasst sind.
[0051] Im Falle eines Verschwenkens der Türkonsole 2 gegenüber der Säulenkonsole 3 wird
der Scharnierstift 15 aufgrund seiner verdrehfesten Verbindung mit der Türkonsole
2 in der Aufnahme 17 verdreht. Die verdrehsichere Anordnung des Arretierungselements
9 in der ersten Aufnahme 17 hat dabei zur Folge, dass durch die sich einstellende
"Schraubbewegung" des Gewindekörpers 16 des Scharnierstifts 15 das Arretierungselement
9 entlang des Scharnierstifts 15 und dabei gegenüber dem Rastkörper 8 verschoben wird.
[0052] Beim Verschwenken der Türkonsole 2 verschiebt sich das Arretierungselement 9 dabei
relativ gegenüber dem Druckelementträger 12, wobei das Druckelement 8 auf der Reibfläche
10 reibt und die Haftreibung die Tür in beliebigen Öffnungspositionen arretiert.
[0053] Die Position des Scharnierstifts 15 an der Säulenkonsole 3, bzw. in der Aufnahme
17 ist einerseits durch einen auf einem Rand der Aufnahme 17 aufliegenden Flansch
22 und andererseits durch eine ein Ende des Scharnierstifts 15 umgreifende Sicherungsscheibe
19 festgelegt. Der Flansch 22 grenzt dabei an einen Absatz 24 an, der den Verbindungsabschnitt
des Scharnierstifts 15 mit dem Arretierungselement 9 von dem Verbindungsbereich mit
der Türkonsole 2 abgrenzt. Zur spielfreien Anordnung des Scharnierstifts 15 in der
Aufnahme 17 ist der Absatz 24 innerhalb der Aufnahme 17 angeordnet.
[0054] Zur Verbindung, bzw. zur Übertragung der Drehbewegung der Türkonsole 3 beim Verschwenken
der Tür auf den Scharnierstift 15 weist der Flansch 22 des Scharnierstifts 15 an seiner
einem Ausleger 6 der Türkonsole 2 zugewandten Seite zwei diametral zu einem zentralen
Zapfen 27 angeordnete, sich in Richtung auf den Ausleger 6 verjüngende Stege 23 auf,
welche im montierten Zustand in einer entsprechend ausgebildeten Ausnehmung 21 an
einer dem Scharnierstift 15 zugewandten Unterseite des Auslegers 6 angeordnet ist.
[0055] Zur Arretierung des Scharnierstifts 15 an dem Ausleger 6 weist dieser eine Durchgangsbohrung
auf. Dies ermöglicht es, von der dem Scharnierstift 15 gegenüberliegenden Seite des
Auslegers 6 diesen an dem Ausleger 6 durch Einschrauben einer Schraube 20 in ein Innengewinde
des Zapfens 27 an der Türkonsole 2 zu arretieren. Die verjüngte Ausbildung der Stege
23 gewährleistet dabei eine spielfreie Anordnung des Scharnierstifts 15 an dem Ausleger
6.
[0056] Als Endanschlag dient ein sich von dem Ausleger 6 erstreckender, hier nicht dargestellter
Vorsprung, der in der maximalen Öffnungsposition an der Säulenkonsole 3 anliegt. Die
auf den Druckelementträger 12, bzw. das Druckelement 8 wirkende Federkraft ist durch
Variirung der Einstelltiefe des Verschlusselements 14 in der zweiten Aufnahme 18 einstellbar.
In der in Fig. 1 dargestellten Position des Türscharniers 1 befindet sich dieses in
einer Schließposition, d. h. in einer der geschlossenen Stellung der Fahrzeugtür zugeordneten
Position.
[0057] Ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Türscharniers 1a ist in Fig. 5 dargestellt.
Dieses unterscheidet sich von dem in Fig. 1 bis 4 dargestellten Türscharnier 1 durch
die Ausgestaltung des Druckelementträgers 12a und der Aufnahme 18a. Im Gegensatz zum
Türscharnier 1 weist der Druckelementträger 12a einen Vorsprung 25 und die Aufnahme
18a einen korrespondierend angeordneten Anschlag 34 auf. Diese sind dabei derart angeordnet,
dass in der in Fig. 5 dargestellten Schließposition des Arretierungselements 9 die
Reibfläche 10 im Abstand von dem Druckelement 8 angeordnet ist und erst der im entfernten
Abstand von dem Scharnierstift 15 verlaufende Bereich der Reibfläche 10 mit dem Druckelement
8 in Eingriff bringbar ist. Im Bereich um die Schließposition liegt somit kein Zusammenwirken
des Druckelements 8 mit der Reibfläche 10 vor, so dass ein einfaches Öffnen der Fahrzeugtür
möglich ist.
[0058] Beim Verschwenken der Säulenkonsole 2 aus den in Fig. 1 und 5 dargestellten Schließpositionen
in eine maximale Öffnungsposition, wobei sich das Arretierungselement 9 in Richtung
auf den Ausleger 6 bewegt, kommt das Arretierungselement 9, 9a mit einem als elastischer
Kunststoffkörper ausgebildeten Dämpfungselement 40 in Eingriff, welches an einer dem
Flansch 22 gegenüberliegenden Stirnseite der ersten zylindrischen Aufnahme 17 koaxial
zum Scharnierstift 15 angeordnet ist. Durch eine Komprimierung des Dämpfungselements
40 wird die Bewegung der Türkonsole 2 in Richtung auf die maximale Öffnungsposition
gedämpft. Alternativ zu der Verwendung eines Kunststoffdämpfungselements 40 kann das
Dämpfungselement aus einer Tellerfeder gebildet sein, welche in analoger Weise die
Öffnungsbewegung dämpft.
1. Türscharnier für Kraftfahrzeugtüren, mit
- einer an einem Kraftfahrzeug anschlagbaren Säulenkonsole,
- einer mit der Kraftfahrzeugtür verbindbaren Türkonsole,
- einem an der einen von Türkonsole und Säulenkonsole verdrehfest und gegenüber der
anderen von Türkonsole und Säulenkonsole verdrehbar angeordneten und die Türkonsole
und die Säulenkonsole drehgelenkig miteinander verbindenden Scharnierstift und
- einer an der anderen von Türkonsole und Säulenkonsole angeordneten Arretierungseinheit,
dadurch gekennzeichnet, dass die Arretierungseinheit ein mindestens eine Reibfläche aufweisendes Arretierungselement
und mindestens ein mit der Reibfläche in Eingriff bringbares Druckelement aufweist,
wobei das Arretierungselement (9) entlang der Scharnierstiftachse verschiebbar und
gegenüber dieser verdrehsicher an der anderen von Türkonsole (2) und Säulenkonsole
(3) angeordnet ist und wobei der Scharnierstift (15) und das Arretierungselement (9)
derart ausgebildet und aneinander angeordnet sind, dass ein Verdrehen des Scharnierstifts
(15) eine Verstellung des Arretierungselements (9) gegenüber dem Druckelement (8)
bewirkt.
2. Türscharnier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Scharnierstift (15) einen Verstellabschnitt mit mindestens einem sich schraubenförmig
um eine zylindrische Oberfläche des Scharnierstifts (15) erstreckenden Gewindesteg
(16) aufweist und das Arretierungselement (9) mit einer korrespondierend zu dem Verstellabschnitt
ausgebildeten Durchgangsöffnung (30) an diesem angeordnet ist.
3. Türscharnier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Arretierungselement (9) einen abschnittsweise kreisförmigen Querschnitt und an
seiner Umfangsfläche mindestens einen, vorzugsweise drei von der Umfangsfläche vorstehende
Führungselemente aufweist, die in einer in eine Innenwand einer im Querschnitt zylindrischen
ersten Aufnahme (17) für das Arretierungselement (9) und den Scharnierstift (15) angeordneten
Führungsnut geführt sind.
4. Türscharnier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement als sich parallel zur Scharnierstiftachse erstreckender Vorsprung
ausgebildet ist.
5. Türscharnier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein dem Druckelement (8) zugewandter abgeflachter Bereich des Arretierungselements
(9) die Reibfläche (10) bildet.
6. Türscharnier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibfläche (10) mindestens zwei mit dem Druckelement (8) in Eingriff bringbare
Bereiche aufweist, die einen unterschiedlichen Abstand zur Längsachse der Durchgangsöffnung
(31) des Arretierungselements (9) aufweisen.
7. Türscharnier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckelement (8) in Richtung auf das Arretierungselement (9) vorgespannt und
verschiebbar in einer zweiten Aufnahme (18, 18a) angeordnet ist.
8. Türscharnier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckelement (8) an einem verschiebbar in der zweiten Aufnahme (18, 18a) angeordneten
Druckelementträger (12) angeordnet ist.
9. Türscharnier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckelement (8) und/oder der Druckelementträger (12a) derart ausgebildet und
in der Arretierungseinheit (7), vorzugsweise der zweiten Aufnahme (18a) angeordnet
ist, dass das Arretierungselement (9) und das Druckelement (8) in mindestens einem
Teilbereich der Öffnungs- und/oder Schließbewegung des Arretierungselements (9), bevorzugt
im Bereich um eine Schließposition im Abstand voneinander angeordnet sind.
10. Türscharnier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckelement (8) und/oder der Druckelementträger (12a) ein im Bereich um die
Schließposition mit einem Absatz (34) der zweiten Aufnahme (18a) zusammen wirkendes
Anschlagelement, insbesondere einen umlaufenden Steg (25) aufweist.
11. Türscharnier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckelementträger (12, 12a) an seiner dem Druckelement (8) gegenüberliegenden
Seite durch ein Federelement, vorzugsweise eine Schraubendruckfeder, insbesondere
ein Tellerfederpaket (13) in Richtung auf das Arretierungselement (9) vorgespannt
ist.
12. Türscharnier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (13) mit seinem dem Druckelement (8) gegenüberliegenden Ende an
einem im Abstand zum Druckelement (8) verstellbaren Verschlusselement (14) anliegt.
13. Türscharnier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Öffnungsbewegung des Arretierungselements (9) im Bereich um eine maximale Öffnungsposition
gedämpft ist.
14. Türscharnier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Arretierungselement (9) im Bereich um die maximale Öffnungsposition mit einem
in der Arretierungseinheit (7) angeordneten Dämpfungselement (40) in Eingriff kommt,
das vorzugsweise koaxial zum Scharnierstift (15) angeordnet ist.
15. Türscharnier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Dämpfungselement durch einen elastisch verformbaren Kunststoffkörper (40) oder
ein Federelement, insbesondere eine Tellerfeder oder Schraubendruckfeder gebildet
ist.
16. Türscharnier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die für den Scharnierstift (15) und das Arretierungselement (9) vorgesehene erste
Aufnahme (17) und die für das Druckelement (8), den Druckelementträger (12, 12a),
das Federelement (13) und /oder das Verschlusselement (14) vorgesehene zweite Aufnahme
(18, 18a) einstückig mit der anderen von Säulenkonsole (3) und Türkonsole (2) ausgebildet
sind.