[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anordnung zur Lichtabgabe mit Leuchtelementen,
insbesondere LEDs, und einem mit den Leuchtelementen gekoppelten Kühlsystem.
[0002] Über die reine Erzeugung von sichtbarem Licht, veränderbarer Lichtfarbe oder über
die Einflußnahme auf Helligkeitsverteilung und Abstrahlungseigenschaften hinaus, nimmt
die Anordnung mit Leuchtelementen, gerade mit LEDs, einen stetig wachsenden Stellenwert
bei der raumästhetischen Gestaltung von Gebäuden ein. Vorstehend kommen großflächige
Anordnungen zur Beleuchtung zum Einsatz, wozu sogenannte Flächenleuchten, Lichtkacheln,
Lichtdecken, Lichtwände und Lichtbänder gehören. Bei vorgenannter Gattung der Flächenleuchten
rücken für den Betrachter die einzelnen LED-Lichtquellen eng zusammen. Ein homogener
zusammenhängender und flächenhafter Lichteindruck im Sinne einer Licht- bzw. Leuchtfläche
liegt vor.
[0003] In Bürogebäuden, Räumen, Verkaufshallen und Produktionshallen ist oftmals erforderlich,
je nach umbautem Volumen eine hohe Lichtleistung bereitzustellen, um die gewünschte
Helligkeit zu gewährleisten. Gerade bei Warenauslagen müssen zur Ausleuchtung teils
ganz erhebliche Lichtleistungen dimensioniert werden.
[0004] Die Arbeitsweise einer LED-Leuchte, bei der in vorstehender Weise hohe Lichtströme
erzielt werden sollen, bedingt nun, dass erhebliche Mengen an Wärme effektiv, schnell
und zuverlässig abzuführen sind, um den Betrieb der Leuchten bzw. Leuchtmittel sicher
zu stellen.
[0005] Im Fall von LED-Anordnungen zur Lichtabgabe, kann die erzeugte Wärme hauptsächlich
nur durch Wärmeleitung von der Wärmequelle weggeführt werden. Meist wird die Wärme
von einem Kühlkörper, der thermisch mit der LED-Anordnung gekoppelt ist und der oft
am besten unsichtbar sein sollte, in die Umgebung mehr oder weniger abgestrahlt.
[0006] Einer kleinen, flachen und kompakten Bauform steht die erforderliche räumliche Überdimensionierung
von Kühlkörpern unter der Berücksichtigung von Sicherheitsfaktoren oftmals im Wege.
Zudem kann es vorkommen, dass die Wärme nur mittelbar bzw. unkontrolliert im Raum
verteilt wird.
[0007] Bei LEDs besteht eine starke Temperaturabhängigkeit der Lichtausbeute, zumal der
Wirkungsgrad bei der Umsetzung der elektrischen Versorgungsenergie in Lichtabstrahlung
in Ansehung der kleinräumigen Abmessungen noch verbessert werden kann.
[0008] Im Ergebnis ist problematisch, wie bzw. wohin mit herkömmlichen Ansätzen zielführend
die Ableitung von Verlustwärme bei großflächigen Leuchtbändern funktionieren soll.
Allerdings wird Vorstehendes noch schwieriger, wenn die Anforderungen an die Lichtintensität
bzw. eine Leuchtdichte über eine Fläche weiter erhöht werden sollen, die eingebetteten
LEDs entsprechend leistungsfähiger dimensioniert werden und ein ganzer Raum gleichmäßig
hell auszuleuchten ist.
[0009] Demgemäß wäre wünschenswert, eine Anordnung derart zu schaffen, dass eine Lichtabgabe
durch niedrige Arbeitstemperaturen erhöht und die Wärmeabgabe unter Vermeidung der
obengenannten Nachteile wirkungsvoll verbessert werden kann.
[0010] Diese Aufgabe wird durch eine Anordnung zur Lichtabgabe mit Leuchtelementen gemäß
dem Anspruch 1 und durch ein Verfahren zur Kühlung zur Verwendung für eine Anordnung
zur Lichtabgabe mit Leuchtelementen gemäß dem Anspruch 12 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen
sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0011] Demgemäß ist nach einem ersten Aspekt eine Anordnung zur Lichtabgabe mit Leuchtelementen
vorgesehen, insbesondere LEDs, und einem thermisch mit mindestens einem Leuchtelement
gekoppelten Kühlsystem. Die Anordnung zur Lichtabgabe und das Kühlsystem sind derart
ausgestaltet, dass die Abwärme der Leuchtelemente einer Anordnung zur Raumheizung
und/oder zur Warmwasseraufbereitung zur Verfügung steht bzw. gestellt wird.
[0012] Indem das Kühlsystem geeignet mit der LED thermisch gekoppelt ist und beispielsweise
eine Anordnung von Kanälen, Kühlkanälen oder Kühlschlangen die LED-Anordnung zur Wärmeabführung
durchzieht (unter Berücksichtigung der Bauart der Leuchtenanordnung und der Größe
der eingesetzten LED oder LED-Verbände), wird eine zuverlässige Möglichkeit der Bereitstellung
der Verlustwärme für die Verwendung in einer Anordnung zur Raumheizung ermöglicht.
[0013] Weiter gelingt zuverlässig, die zunächst eher punktförmig, gerichtet und konzentriert
entstehende Abwärme der LED sicher und schnellst möglich abzuleiten. Bei Verwendung
von wärmetragfähigen Kühlflüssigkeiten, einschließlich kompressiblen Medien oder Flüssigkeiten,
erhöht sich die Leistungsfähigkeit jedes einzelnen Elements der Beleuchtungsanordnung
erheblich. Die Risiken einer starken Temperaturtrift entfallen. Die Dimensionierung
der Kühlung gelingt zuverlässig und haltbar.
[0014] Weiters kann die Wärmeableitung auch in an sich gewohnter Weise über die Leiterplatte
bzw. Platine über Metallisierungen als auch angeflanschte Kühlkörper erfolgen, die
Flüssigkeitskanäle oder -Rohre aufweisen oder mit entsprechenden Leitungen des Kühlsystems
thermisch verbunden sind und die Anordnung zur Lichtabgabe durchziehen.
[0015] Die Leiterplatte, die die LEDs trägt und umfangreiche Aufgaben zu bewerkstelligen
hat, wird von ihrer hohen thermischen Verantwortung für die Anordnung mit Leuchtelementen
entlastet und in ihrer Herstellung vereinfacht. Die besonders gute Kühlung durch zirkulierende
Kühlmedien erlaubt es, die erreichbaren Lichtströme pro Flächeneinheit erheblich zu
erhöhen, unter Beibehaltung der gewohnten Zuverlässigkeit und Sicherheitsabschläge.
Vorstehende LED-Anordnung besitzt damit in jeder Hinsicht eine hohe Verfügbarkeit
und Einsatzfähigkeit und kann mit einer großen Strahlungsleistung günstig und einfach
hergestellt werden.
[0016] Hinsichtlich der Einbautiefe der Anordnung zur Lichtabgabe können flache bauliche
Abmessungen erreicht werden, bei denen die Leistungsfähigkeit der Anordnung dezent
in Erscheinung treten kann. Weiterhin ist die Kompatibilität zu üblichen Fertigungsprozessen
der Leiterplatten- und Elektronikfertigung gewährleistet.
[0017] Nach vorstehendem ersten Aspekt der Erfindung wird in bemerkenswerter Weise die von
der LED-Einheit erzeugte, unter Umständen sehr hohe Verlustleistung im thermischen
Spektralbereich abgeführt und von anderen Baugruppen wie zum Beispiel dem Lichtaustrittelement
oder einer Optik ferngehalten, gerade wenn alternative Optiken mit flexiblen Werkstoffen
eingesetzt werden, die niedrigere Temperaturen bevorzugen. Hohe Lichtleistungen können
sicher bereitgestellt, übertragen und wirkungsvoll gesteuert, z.B. gedimmt, werden.
[0018] Im Ergebnis kann demgemäß der Betrieb der Anordnung mit Leuchtelementen durch das
Kühlsystem so verbessert werden, dass ein synergetischer Effekt über mehrere Systemebenen
hindurch in der Optimierung der Gesamtenergiebilanz eintritt.
[0019] Vorstehend ist die Anordnung der Leuchtelemente im Energiekreislauf des Gebäudes
als aktiver Bestandteil harmonisch in ein Gesamtsystem für ein angenehmes Raumklima
eingebunden. Vorstehend kann also auch derjenige Fall vermieden werden kann, dass
eine Klimaanlage gegen die von den Leuchtelementen abgegebene thermische Verlustleistung
arbeiten müsste. Stattdessen liegen gleichgerichtete Interessen vor. Damit sinken
alle Kosten für den Energieverbrauch und auch für die Kühlung merklich. Das Leuchtmittel,
insbesondere jede einzelne LED, wird wohltemperiert im optimalen Arbeitsbereich gehalten.
Die Abwärme kann besonders vorteilhaft zur Raumheizung, zur Warmwasseraufbereitung,
für Prozesswasser oder sanitäre Zwecke verwendet werden.
[0020] Nach einem zweiten Aspekt ist die vorliegende Anordnung zur Lichtabgabe
dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlsystem mindestens einen Wärmetauscher oder einen Drucktauscher aufweist und
derart ausgestaltet ist, dass der Wärmetauscher oder Drucktauscher mit einem Kühlmittelkreislauf
und einem Warmwasserkreislauf gekoppelt ist.
[0021] Zunächst ist unter dem Wärmetauscher, in an sich bekannter Weise, eine Einheit zu
verstehen, bei der zwei getrennte Kreise thermisch gekoppelt werden, beispielsweise
eine Anordnung aus nebeneinander oder koaxial verlaufenden Rohren. Thermische Energie
wechselt von einem Kreis in den anderen Kreis, in dem Bestreben, ein thermisches Gleichgewicht
auszubilden. Die Wärmetauscher können auch als zwei mit einander korrespondierende,
ineinander verkämmte oder stoffschlüssig aneinander stoßende Enden von Kühlkörpern
ausgeführt sein, die wiederum kühlmitteldurchströmte Kühlkanäle aufweisen. Der Abstand
der in Eingriff befindlichen Enden der Kühlkörper kann variiert werden, dazwischen
kann ein Kühlmittel vorliegen (variante Kopplung).
[0022] Bei einem Drucktauscher werden Drücke von einem Fluid auf ein anderes übertragen.
Vorliegend kann der im Kühlkreislauf herrschende Druck in den Wärmekreislauf übertragen
werden.
[0023] Nach einem dritten Aspekt ist die Anordnung zur Lichtabgabe gemäß dem zweiten Aspekt
dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlmittelkreislauf ein Kühlmittel aufweist und derart ausgestaltet ist, dass
das Kühlmittel zwischen mindestens einer Anordnung zur Lichtabgabe und dem Wärmetauscher
beweglich ist.
[0024] Das wärmetragende Mittel oder die Kühlflüssigkeit wird durch die Temperaturdifferenzen
zwischen Quelle und Senke und durch die Erdanziehung im Kreis transportiert. Als Kühlflüssigkeit
kommen typischerweise Wasser, Öl, spezielle flüssige bzw. kondensierte Kühlmittel,
Gemische oder Kohlenwasserstoffe zur Anwendung. Allerdings kann auch ein gasförmiges
Kühlmittel wie CO
2 verwendet werden oder ein Plasma wie Luft.
[0025] Nach einem vierten Aspekt ist die Anordnung zur Lichtabgabe gemäß dem zweiten bis
dritten Aspekt
dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlkreislauf eine Pumpe für das Kühlmittel aufweist. Die Pumpe treibt also das
Kühlmittel durch den Kühlkreislauf und kann über die Reglung der Fördermenge den Grad
der Abkühlung an den Einspeisepunkten der Verlustwärme von der LEDs-Anordnung mitbestimmten.
[0026] Nach einem fünften Aspekt ist die Anordnung zur Lichtabgabe gemäß dem zweiten bis
vierten Aspekt
dadurch gekennzeichnet, dass der Warmwasserkreislauf ein Teil einer Heizungsanlage mit einem zirkulierenden Warm-
bzw. Heißwasser ist, wobei die Heizungsanlage mindestens eine Anordnung zur Raumheizung
zur Wärmeabgabe, insbesondere einen Radiator, aufweist. Im Rahmen einer Heizungsanlage
bietet es sich an, die LED-Anordnung in eine Heizungs- oder Kühlungsanlage für die
Raumtemperierung einzubinden und in an sich bekannter Weise Konvektoren vorzusehen,
um die Wärme gerichtet, definiert und kontrolliert von den LED-Elementen abzuführen
und später bzw. an anderer Stelle in gewünschter Weise abzugeben.
[0027] Nach einem sechsten Aspekt ist die Anordnung zur Lichtabgabe gemäß dem zweiten bis
fünften Aspekt
dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmetauscher einen Warmwasserdurchlauf zur Entnahme von Warmwasser aufweist
und ein Brauchwasserdurchlauf vorgesehen ist. Der Wärmetauscher kann dabei durch mehrere
Kreisläufe oder Kammern aufgebaut sein, so dass die Abwärme der LED-Anordnung zur
Warmwasseraufbereitung oder der Anwärmung von Prozesswasser verwendet werden kann.
[0028] Nach einem siebten Aspekt ist die Anordnung zur Lichtabgabe gemäß dem sechsten Aspekt
dadurch gekennzeichnet, dass die Heizungsanlage bzw. Anordnung zur Raumheizung in Kombination mit einer Fußbodenheizung,
einer Deckenheizung oder einer Klimaanlage ausgebildet ist. Im Rahmen der Heizungsanlagen,
in denen die LED-Anordnung als Wärmequelle eingebunden ist, kann anstatt von Radiatoren,
die typischerweise unter einer Fensterbank angebracht werden auch, eine andere Art
der Wärmeabgabe oder eine Mischung verschiedener Arten vorgesehen sein, je nach örtlichen
Gegebenheiten. Beispielsweise kann auch ein Radiator in einem Boden realisiert werden,
bei dem an Rohren Kühllamellen angebracht sind, die die Wärme flächig abgeben.
[0029] Nach einem achten Aspekt ist die Anordnung zur Lichtabgabe gemäß dem siebten Aspekt
dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlsystem aus einem Kühlkreislauf mit einem Kühlmittel und einem Kühlkörper
besteht, der eine Anordnung zur Raumheizung, insbesondere einen Radiator oder Wärmetauscher
aufweist, der eine Oberflächenprofilierung oder Kühllamellen aufweist.
[0030] Bei der LED-Anordnung der vorliegenden Erfindung ist nach einer bevorzugten Ausführungsform
die thermische Kopplung der LEDs mit einer Raumheizung im weitesten Sinne vorgesehen.
Wie obenstehend schon im ersten Aspekt angesprochen erlaubt die Eingliederung der
Beleuchtung in die Heizung und umgekehrt, auf den ersten Blick völlig wesensverschiedene
Teile der Infrastruktur eines Gebäude, Vorteile bei der Energieverteilung.
[0031] Im Ergebnis wird die LED-Anordnung zur Lichtabgabe mit Leuchtelementen in die Lage
versetzt, hohe Lichtleistungen umzusetzen, ohne eine einhergehende unkontrollierbare
Erwärmung des Gebäudes zu bewirkten. Die LED-Anordnung wird sogar zuverlässiger, über
lange Zeit noch wartungsfreier und vor vorzeitiger Alterung und plötzlichem Betriebsausfall
wegen Überhitzung bewahrt. Nachfolgend soll die Erfindung anhand der beiliegenden
Zeichnung näher erläutert werden. Es zeigen:
- Fig. 1
- die Ansicht einer erfindungsgemäßen Anordnung zur Lichtabgabe mit verbundenem Kühlsystem.
[0032] In Fig. 1 ist eine Anordnung zur Lichtabgabe 10 mit Leuchtelementen, insbesondere
LEDs 1, entsprechend der Ausführungsform der vorliegenden Erfindung von der Seite
dargestellt, die mit einem Kühlsystem 100 gekoppelt ist.
[0033] Im Rahmen des Quellkreises als dem Kühlkreislauf 30 liegen neben der Anordnung zur
Lichtabgabe 10, in Fig. 1 als Flächenleuchte bzw. großflächige Beleuchtungsanordnung
dargestellt, weitere Flächenleuchten 10a und 10b als nächste Nachbarn vor.
[0034] Die Anordnungen 10, 10a und 10b zur Beleuchtung können übrigens ein Ausschnitt aus
einer großen Anordnung zur Lichtabgabe sein, beispielsweise einer sequentiellen Anreihung
von dimmbaren Elementen, die eine leuchtende Decke aus LED-Kacheln in einem Kaufhaus
bilden.
[0035] Die Anordnungen 10, 10a und 10b sind miteinander über Verbindungen, beispielsweise
über flexible und lösbare Mittel wie Rohrleitungen 33, 33a, und 33b verbunden, vorliegend
in Reihe geschaltet. Die Flächenleuchten und die Verbindungen sind Teil des Kühlkreislaufes
30.
[0036] In den Rohrleitungen 33 ff. ist ein flüssiges oder gasförmiges Kühlmittel befindlich.
Anschaulich ist die Bewegung des Kühlmittels innerhalb des Kühlkreislaufs 30 durch
die Pfeile auf den Zwischenverbindungen der Anordnungen 10, 10a und 10b dargestellt.
Zur Orientierung im Kühlkreislauf 30 zeigt am Beispiel der Rohrleitung 33 die Spitze
des Pfeils am Punkt 34 in Flußrichtung also stromabwärts. Das oberhalb von Punkt 34
liegende Pfeilende befindet sich in Bezug auf die Spitze bzw. Punkt 34 stromaufwärts.
Die Bewegung des Kühlmittels erfolgt entlang der Pfeilrichtung durch den Kühlkreislauf
30.
[0037] Für die Temperatur des Kühlmittels wird vereinfacht angenommen, (ebenso werden zunächst
gleiche Verlustleistungen der Anordnungen 10, 10a und 10b angenommen), dass die Kühlmitteltemperatur
an einem Punkt stromaufwärts, etwa am Punkt 34, gegenüber einem Punkt stromabwärts,
etwa am Punkt 34b hinter der Anordnung 10b niedriger ist. Umgekehrt hat das Kühlmittel
stromabwärts schon mehr Flächenleuchten bzw. Leuchtelemente durchflossen und mehr
Verlustwärme aufgenommen, die Temperatur des Kühlmittels ist stromabwärts entsprechend
höher als stromaufwärts.
[0038] Die Flächenleuchten können ferner auch über eine gemeinsame Zuführung versorgt, also
parallel geschaltet sein. Daneben kann auch eine Mischung oder Kombination aus Parallel-
und Reihenschaltung vorliegen. Die Anordnungen 10, 10a und 10b können also auch vernetzt
angeordnet sein. Vorstehendes kann relevant werden, wenn in Abwandlung einer der obigen
Annahmen unterschiedliche Flächenleuchten vorliegen, unterschiedliche oder unterschiedlich
hohe Verlustwärmen erzeugt werden. Falls beispielsweise die in Fig. 1 links eingezeichnete
Anordnung 10 viel Verlustwärme abgibt, die anderen beiden Flächenleuchten 10a, 10b
aber wenig Verlustwärme abgeben, kann entweder eine Parallelschaltung angezeigt sein,
dass heißt, alle Anordnungen zur Lichtabgabe werden aus einer Zuführung aufgeteilt
gespeist, oder kann vorgesehen sein, zuerst bzw. stromaufwärts die Flächenleuchten
10a und 10b mit der geringen Verlustwärme anzuordnen und dann die Anordnung 10 folgen
zu lassen.
[0039] Weiterhin ist im Kühlkreislauf 30 ein Wärmetauscher 20 angeordnet. Der Wärmetauscher
20 ist vorliegend durch einen als Zylinder vereinfacht dargestellten Kessel bzw. Warmwasserspeicher
aufgebaut. Im Wärmetauscher steht die für den Wärmeaustausch erforderliche Flüssigkeit,
hier zu erwärmendes Wasser als Medium, bereit, das zum Zielkreislauf bzw. dem Warmwasserkreislauf
40 gehört. Weiter im Kühlkreislauf 30 verläuft im bzw. durch den Wärmetauscher 20
eine Rohrschlange 35. Die Rohrschlange 35 kann eine Art Stapel an gefalteten oder
wie bei einer elektrischen Spulenwicklung bzw. mechanische Feder (beides übrigens
induktive Energiespeicher) gewindeartig radial aufsteigenden Rohren mit bevorzugt
erweiterter Oberfläche durch zusätzliche Lamellen für den Wärmeaustausch sein. Die
Rohrschlange 35 ist von dem Medium des Warmwasserkreislaufes 40 umgeben, oder in das
Medium eingetaucht.
[0040] Schließlich ist für eine Zirkulation des Kühlmediums im Kühlkreislauf 30 ein Apparat
zur Förderung fluider Medien, eine allgemeine Pumpe 32 eingebaut. Die Pumpe 32 kann
neben der Druckbeaufschlagung des Kühlmediums im Kühlkreis 30 im Fall eines kompressiblen
Kühlmediums auch zur Verdichtung herangezogen werden. Die Pumpe kann (außerhalb der
Zeichnung) auch an einem Drucktausch beteiligt sein, bei zwischen thermischer, mechanischer
und hydraulischer Energie gewandelt wird.
[0041] In der Anordnung 10 als Flächenleuchte befinden sich eine Mehrzahl von Leuchtelementen
1. Als Leuchtmittel können neben den bevorzugten LEDs auch eine Mischung mit länglichen
oder kreisförmigen Gasendladungsröhren, Leuchtröhren oder -ringröhren mit einem Glühfaden,
Röhrenlampen, Glühbirnen mit einem Leuchtfaden, Kopfspiegellampen, Halogenglühlampen,
mehrwändige Glühbirnen mit eingebauten Halogenglühlampen oder Glühbirnen mit eingebauten
Leuchtdioden in Standardfassungen vorliegen, die für eine Printmontage und thermisch
koppelfähig geeignet gesockelt sind. Die Leuchtelemente 1 sind auf einem Träger, beispielsweise
auf einer Platine oder Leiterplatte 3 montiert, beispielsweise verlötet.
[0042] Die Leiterplatte 3 übernimmt neben der Energieversorgung die Ableitung der thermischen
Verlustleistung bzw. Abwärme der Anordnung zur Lichtabgabe. Um die Abwärme dem Kühlkreislauf
30 zuzuführen, sind an der Leiterplatte 3 mindestens ein Kupferrohr oder ein Verbund
von Leitungen angebracht. Über das Kühlmittel, das in den mit der Leiterplatte 3 thermisch
gekoppelten Rohren fließend fortbewegt wird, sich also in die Anordnung 10 hinein
und hindurch erstreckt, wird der Abtransport der Wärme zügig und zuverlässig bewerkstelligt.
[0043] Die Anordnung zur Lichtabgabe 10 wird also gemäß vorliegender Erfindung über Bestandteile
wie Gehäuse, Lichtaustrittselement und Leuchtenraster bzw. Reflektorgitter, Halterung
für die Leuchtmittel hinaus erweitert. Zur Leiterplatte 3 mit den Leuchtelementen
1 kommt eine Einrichtung für eine Kühlvorrichtung, die mit der Leiterplatte in thermisch
koppelender, mechanisch lösbarer Verbindung steht, hinzu.
[0044] Im Ergebnis liegt eine Anordnung zur Lichtabgabe 10 vor, die neben den elektrischen
Anschlüssen für die Energieversorgung auch Anschlüsse für die Einbindung in den Kühlkreislauf
30 aufweist, einen Einlass 12 und einen Auslass 14 für Rohre 33, 33a und 33b zum Transport
des Kühlmittels durch die Anordnung zur Lichtabgabe.
[0045] Die Anschlüsse 12 und 14 können mit einem Schraubgewinde und einer flüssigkeitsdichten
Dichtung oder einer Kupplung mit einem Hahn ausgestattet sein. Vorstehend soll ein
einfaches Einfügen oder Herausnehmen der Anordnung zur Lichtabgabe 10 aus dem Kühlkreislauf
30 ermöglicht sein. Bei der Wartung einer Anordnung zur Lichtabgabe sollte auch eine
Möglichkeit vorgesehen sein, die Rohre in der Anordnung, gerade bei Rohrschlangen
spülen zu können. Durch die geeignete Auslegung der Anschlüsse bei geeigneten Rohrquerschnitten
ist zuverlässige Wartungsfähigkeit und hohe Lebensdauer der Rohrleitungen gegeben,
ein Funktionsverlust der LED-Einheiten ausgeschlossen und erhebliche Kosten auch für
neue Rohrverbindungen bzw. Leitungen entfallen. In vielfältiger Weise können auch
dünnwandige Kupferrohre, wie sie im Heizungsbau oder Klimaanlagenbau üblich sind,
verwendet werden und durch lösbare Verbindungen in den Kühlkreislauf 30 einfügend
miteinander verbunden werden.
[0046] Im Zielkreislauf bzw. dem Warmwasserkreislauf 40 ist eine Anordnung zur Raumheizung
42 vorgesehen. Als Raumheizungsanordnung dient nach Fig. 1 ein Radiator mit Lamellen
44 als Beispiel. Der Wärmetauscher 20 ist mit dem Radiator über Leitungen in üblicher
Weise verbunden.
[0047] Im Warmwasserkreislauf 40 ist weiterhin eine Pumpe 46 vorgesehen, mit deren Hilfe
das Wasser umgewälzt wird und im Warmwasserkreislauf 40 zirkuliert. Neben der Pumpe
kann wiederum, neben einer Entlüftung der Leitungen, eine Möglichkeit vorgesehen sein,
die Leitungen zu reinigen, um zu vermeiden, dass der Rohrdurchmesser im Laufe der
Zeit durch Ablagerungen an den Innenwänden wie Kalk oder Schlamm geringer wird.
[0048] Der Wärmetauscher 20, die Leitungen für den Warmwasserkreislauf 40 und der Radiator
bilden einer Heizungsanlage 50 oder sind Bestandteil einer Heizungsanlage.
[0049] Alternativ kann neben dem Kreislauf für die Raumheizung bzw. Heizungszwecke auch
ein Durchlauf (etwa ein Wärmetauscher als Gegenstromkühler oder ein meist ausgeschalteter
Durchlauferhitzer) zur Erzeugung und Bereitstellung von Warmwasser für sanitäre Zwecke
vorgesehen sein.
[0050] Im Betrieb der Anlage überträgt der Kühlkreislauf 30 die von den Leuchtelementen
stammende Abwärme an den Warmwasserkreislauf 40 durch die jeweiligen, in beiden Kreisen
30 und 40 zirkulierenden Trägermedien, wobei der Wärmeaustausch über den Wärmetauscher
zwischen den Kreisen alternativ mit einem varianten Kopplungsgrad vermittelt werden
kann.
[0051] Gemäß der vorliegenden Erfindung wird also die Abwärme aus der Beleuchtung (Flächenleuchten,
Lichtkacheln, Lichtdecken, Lichtbänder, etc.) über einen Wärmetauscher an das Brauch-
oder Heizwassersystem übergeben, um diese Energie zur Warmwasserbereitung und/oder
für Heizzwecke zu nutzen. Gleichzeitig ergibt sich der Vorteil der besseren Lichtausbeute,
durch besser gekühlte LED Lichtquellen. Außerdem können die Bauteile in die Decke
versenkt, in den Wänden verbaut oder auch im Fußboden versteckt werden. Von den auftretenden
Temperaturen her bietet sich sogar die Anwendung in Kombination mit einer Fußbodenheizung
an, die üblicherweise eine niedrige Vorlauftemperatur besitzt. Ein weiterer Vorteil
ist der zeitlich passende Anfall der Wärmeenergie, nämlich gerade dann, wenn in der
dunklen Jahreszeit am meisten Heizleistung gebraucht wird. Außerdem existieren meist
in solchen Gebäuden schon die notwendigen Installationen, oder werden ohnedies erstellt,
und können also solche Anordnungen zur Lichtabgabe und Leuchten, die nach vorstehender
Erfindung für einen Kühlmitteldurchfluß konzipiert sind, in das bestehende System
besonders günstig eingefügt werden.
[0052] Mit der vorliegenden Erfindung wird somit eine einfache, elegante und wirkungsvolle
Möglichkeit geschaffen, einen wohltemperierten Bereich einer LED-Anordnung, insbesondere
einer Leuchte mit einzelnen LED-Leuchtelementen einer LED-Leuchte zu fördern, eine
optisch ästhetische Gesamterscheinung für den Betrachter zu erzeugen, die Kosten für
die Gebäudekühlung oder -erwärmung zu reduzieren und darüberhinaus sogar einen Beitrag
für den Schutz von Klima und Ressourcen zu leisten.
[0053] Darüber hinaus sind die Möglichkeiten bei der Lichtabgabe der LED-Anordnung durch
die flächenartigen Beleuchtungsanordnungen auch unter hohen Lichtströmen so gut, dass
LED-Einheiten aufgrund der mit geringem Aufwand gut dimensionierbaren Kühlreserven
selbst bei hohen Umgebungstemperaturen und maximalen Lichtleistungen bei optimalen
Temperaturen betrieben und in ihren Eigenschaften in Verbänden als Array aus LED-Arrays
optimal organisiert werden können. Eindrucksvoll kann gerade mittels des Kühlmittelkreislaufes
die LED-Anordnung auch soweit heruntergekühlt werden, wie die Anwendung oder der Anwender
verlangt.
[0054] Schließlich liegt durch die Abgabe der Wärme mittels Radiator für die Raumheizung
eine kontrollierte Wärmeabgabe vor, die die LED-Anordnung bei erhöhter Lichtausgabe
geeignet entlastet und nach allem ein optimiertes Gebäude zum Besten des Ganzen erschafft.
1. Anordnung zur Lichtabgabe (10) mit Leuchtelementen, insbesondere LEDs, und einem thermisch
mit den Leuchtelementen (1) gekoppelten Kühlsystem (100), dadurch gekennzeichnet,
dass das Kühlsystem (100) eine Anordnung zur Raumheizung und/oder zur Warmwasserbereitung
(42) aufweist, der die Abwärme der Leuchtelemente (1) zugeführt wird.
2. Anordnung zur Lichtabgabe (10) gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kühlsystem mindestens einen Wärmetauscher (20) oder einen Drucktauscher aufweist
und derart ausgestaltet ist, dass der Wärmetauscher (20) oder Drucktauscher einen
Kühlmittelkreislauf (30) und einen Warmwasserkreislauf (40) koppelt.
3. Anordnung zur Lichtabgabe (10) gemäß Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Kühlmittelkreislauf (30) ein Kühlmittel aufweist und derart ausgestaltet ist,
dass das Kühlmittel zwischen mindestens einer Anordnung zur Lichtabgabe (10) und dem
Wärmetauscher (20) beweglich ist.
4. Anordnung zur Lichtabgabe (10) Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das der Kühlkreislauf (30) eine Pumpe (32) für das Kühlmittel aufweist.
5. Anordnung zur Lichtabgabe gemäß einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Warmwasserkreislauf (40) ein Teil einer Heizungsanlage (50) mit einem zirkulierenden
Heißwasser ist, wobei die Heizungsanlage (50) mindestens eine Anordnung zur Raumheizung
(42) zur Wärmeabgabe, insbesondere einen Radiator, aufweist.
6. Anordnung zur Lichtabgabe (10) gemäß einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Wärmetauscher (20) einen Warmwasserdurchlauf zur Entnahme von Warmwasser aufweist
und ein Brauchwasserdurchlauf vorgesehen ist.
7. Anordnung zur Lichtabgabe (10) gemäß Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Heizungsanlage (50) bzw. Anordnung zur Raumheizung (42) in Kombination mit einer
Fußbodenheizung, einer Deckenheizung oder einer Klimaanlage ausgebildet ist.
8. Anordnung zur Lichtabgabe (10) gemäß Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kühlsystem (100) aus einem Kühlkreislauf (30) mit einem Kühlmittel und einem
Kühlkörper besteht, der eine Anordnung zur Raumheizung (42), insbesondere einen Radiator
(42) oder Wärmetauscher (20) aufweist, der eine Oberflächenprofilierung oder Kühllamellen
(44) aufweist.