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(11) |
EP 2 257 690 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.09.2011 Patentblatt 2011/38 |
| (22) |
Anmeldetag: 18.03.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2009/001994 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2009/115307 (24.09.2009 Gazette 2009/39) |
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| (54) |
KORROSIONSGESCHÜTZTER SELBSTBOHRANKER SOWIE ANKERTEILEINHEIT UND VERFAHREN ZU DESSEN
HERSTELLUNG
CORROSION-PROTECTED SELF-DRILLING ANCHOR AND ANCHOR SUBUNIT AND METHOD FOR THE PRODUCTION
THEREOF
CHEVILLE AUTOFOREUSE PROTÉGÉE CONTRE LA CORROSION, ET BLOC D'ÉLÉMENTS DE CHEVILLE,
ET LEUR PROCÉDÉ DE FABRICATION
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
18.03.2008 DE 102008014700
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.12.2010 Patentblatt 2010/49 |
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Patentinhaber: Dywidag-Systems International GmbH |
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80796 München (DE) |
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Erfinder: |
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- SCHMIDT, Frank
81735 München (DE)
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| (74) |
Vertreter: Patentanwälte Bitterich, Dr. Keller, Schwertfeger |
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Westring 17 76829 Landau 76829 Landau (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
CH-A5- 693 934 DE-C1- 4 211 334
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DE-A1- 19 512 122
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Technisches Gebiet:
[0001] Die Erfindung betrifft einen korrosionsgeschützten Selbstbohranker gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1, ein Verfahren zu dessen Herstellung gemäß dem unabhängigen
Patentanspruch 10 sowie eine vorgefertigte Ankerteileinheit gemäß dem unabhängigen
Patentanspruch 15.
Stand der Technik:
[0002] Erd- und Felsanker sowie Pfähle werden im Tiefbau immer dann eingesetzt, wenn es
darum geht, Kräfte im Bereich des Anker- beziehungsweise Pfahlkopfs in tiefer liegende
Bodenschichten einzuleiten. Dies gilt gleichermaßen für auf Zug belastete Anker und
Nägel sowie auf Druck oder Zug belastete Pfähle. Zu diesem Zweck weisen Anker, Nägel
oder Pfähle ein Tragglied auf, das in einem Bohrloch mit dem umgebenden Untergrund
in kraftschlüssigen Verbund gebracht und am luftseitigen Ende im Bereich des Kopfes
verankert wird. Da die Tragglieder im Regelfall aus Stahl bestehen, sind sie gegenüber
Korrosion empfindlich.
[0003] Dabei wird zwischen Traggliedern für den temporären Einsatz und Traggliedern für
den dauerhaften Einsatz unterschieden, wobei letztgenannter Einsatz eine zum Schutz
vor Korrosion geeignete konstruktive Ausbildung voraussetzt. Von einem doppelten oder
erhöhten Korrosionsschutz wird dann gesprochen, wenn eine Passivierung der Stahloberfläche
des Tragglieds durch Injizieren eines Zementmörtels gewährleistet ist und ein zusätzliches,
den Anker umhüllendes Kunststoffrohr eine Diffusionssperre für Flüssigkeiten darstellt.
[0004] Einen Sonderfall unter den Ankern stellt der Selbstbohranker dar, dessen Anwendungsgebiete
vor allem in der Herstellung von Bodennägeln, Mikropfählen und Temporärankem liegen.
Selbstbohranker wie aus der
CH 693 934, die als nächstliegender Stand der Technik gilt, bekannt, bestehen im Wesentlichen
aus einer Anzahl von Ankerstangen mit einem durchgehenden axialen Hohlraum. Am Ende
der ersten Ankerstange ist eine Bohrkrone mit Spüldüsen angeordnet, die über den durchgehenden
axialen Hohlraum mit einer Bohr- und Injiziereinrichtung am luftseitigen Ankerende
verbunden sind. Die Verlängerung des Selbstbohrankers nach dem Einbohren einer jeweiligen
Ankerstange erfolgt durch Ausbildung eines Muffenstoßes. Hat ein Selbstbohranker seine
vorbestimmte Länge erreicht, so wird durch den axialen Hohlraum das entstandene Bohrloch
mit Zementmörtel injiziert und gegebenenfalls nach Erhärten des Injektionsgutes der
Anker gespannt.
[0005] Die Vorteile eines derartigen Ankers liegen zunächst in dem schnellen Baufortschritt,
der durch das Bohren und Versetzen des Ankers sowie das Injizieren des Bohrloches
in einem Arbeitsgang erreicht wird. Es ist also kein gesonderter Ankereinbau sowie
kein Verrohrungs- und Gestängeausbau notwendig. Die Konstruktionsweise eines Selbstbohrankers
sowie das davon bestimmte Herstellungsverfahren erlauben jedoch nicht die Umsetzung
eines erhöhten Korrosionsschutzes, der für ein dauerhaft geschütztes Tragglied Voraussetzung
ist.
Darstellung der Erfindung:
[0006] Vor diesem Hintergrund liegt die Aufgabe der Erfindung darin, bekannte Selbstbohranker
weiter zu entwickeln, um sie für einen dauerhaften Einsatz auch in korrosionsgefährdeter
Umgebung zu ertüchtigen. Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren
sowie vorgefertigte Ankerteileinheiten zur Herstellung eines solchen Ankers anzugeben.
[0007] Diese Aufgabe wird durch einen Selbstbohranker mit den Merkmalen des unabhängigen
Patentanspruchs 1, durch ein Verfahren mit den Merkmalen des unabhängigen Patentanspruchs
10 sowie vorgefertigte Ankerteileinheiten den Merkmalen des unabhängigen Patentanspruchs
15 gelöst.
[0008] Vorteilhafte Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0009] Bis zur Erfindung galt es in der Fachwelt als unmöglich, Selbstbohranker mit einem
doppelten Korrosionsschutz auszustatten. Einerseits bestanden Befürchtungen darin,
dass die werkseitig vorinjizierte und bereits erhärtete Korrosionsschutzmasse, im
Regelfall ein zement- oder kunstharzgebundener Mörtel oder Suspension, zwischen Hüllrohr
und Ankerstab beim Bohrvorgang Risse bekommt und der Korrosionsschutz dadurch Schaden
nimmt, andererseits gab es keine zufriedenstellende Lösung, den Korrosionsschutz auch
im Stoßbereich zweier Hohlstäbe zu gewährleisten. Dem Selbstbohranker blieb daher
die Anwendung in stark korrosionsgefährdeter Umgebung versagt.
[0010] Es ist das Verdienst der Erfindung dieses Vorurteil überwunden zu haben und einen
Selbstbohranker bereitzustellen, der auch den Anforderungen eines erhöhten Korrosionsschutzes
genügt. Zu diesem Zweck stellt die Erfindung eine Lösung bereit, die den Korrosionsschutz
sowohl im Bereich der Hohlstäbe als auch des Stoßbereiches sicherstellt. Erreicht
wird dies durch eine axial durchgängige Kombination aus Hüllrohren und Muffenrohren,
die eine erste Barriere gegen von außen kommende, Korrosion verursachende Stoffe darstellen.
Der dabei gebildete Hohlraum zum Hohlstabelement ist jeweils mit einer Korrosionsschutzmasse
verfüllt, die die zweite Barriere gegen Korrosion bildet, weswegen auch von einem
doppelten Korrosionsschutz gesprochen wird. Ein erfindungsgemäßer Anker vereint daher
erstmals die Vorteile eines Selbstbohrankers mit den Vorteilen eines doppelt korrosionsgeschützten
Ankers oder Pfahls.
[0011] Im Bereich des Hüllrohrs ist der Hohlraum von einer ersten Korrosionsschutzmasse
aufgefüllt, die aus einem erhärtbaren Material besteht, beispielsweise aus einem Mörtel
oder einer Suspension auf Zement- oder Kunstharzbasis. Im Bereich des Muffenrohres,
also im Stoßbereich, besteht die Hohlraumauffüllung aus einer zweiten Korrosionsschutzmasse,
die sich in ihrer Art von der ersten Korrosionsschutzmasse unterscheidet und beispielsweise
aus einem plastisch verformbaren Material wie Fett und dergleichen besteht.
[0012] Gemäß einer besonderen Ausführungsform der Erfindung ist jeweils ein Adapter an den
Enden des Hüllrohrs vorgesehen, die bereits beim Herstellen der vorgefertigten Ankerteileinheiten
die stirnseitigen Öffnungen der Hüllrohre dicht gegenüber dem Hohlstab abschließen
und gleichzeitig einen dichten Anschluss des Muffenrohrs ermöglicht. Hierzu weist
der Adapter bevorzugterweise einen zylindrischen Sitz auf, auf den das Muffenrohr
axial aufsteckbar ist, wobei im Einsteckbereich Mittel zur Lagesicherung und Dichtung
des Muffenrohrs angeordnet sein können, beispielsweise in Form eines umlaufenden Wulstes.
Um dabei den Außendurchmessers des Selbstbohranker nicht zu vergrößern ist es vorteilhaft
im Bereich des zylindrischen Sitzes zur Aufnahme des Muffenrohrs einen radialen Rücksprung
vorzusehen.
[0013] Das Hüllrohr und die Adapter bilden also einen den Hohlstab umgebenden, dicht abgeschlossenen
Hohlraum, wodurch es möglich ist, durch werkseitiges Vorinjizieren dieses Hohlraums
mit einer erhärtbaren Korrosionsschutzmasse Ankerteileinheiten serienmäßig vorzufertigen.
Im Rahmen der Erfindung liegt aber auch eine Herstellungsart der Ankerteileinheiten,
bei der anstelle der Adapter, die wie eine verlorene Schalung wirken, die Stirnseiten
des Hohlraums nur temporär für den Injiziervorgang und bis zum Erhärten der Suspension
verschlossen werden.
[0014] Die werkseitige Herstellung dieser Ankerteileinheiten bietet den großen Vorteil,
dass unter gleichbleibend optimalen Bedingungen und unabhängig von klimatischen Einflüssen
produziert werden kann. Damit ist eine konstant hohe Qualität der so erzeugten Ankerteileinheiten
möglich mit entsprechendem Qualitätsgewinn beim fertigen Selbstbohranker. Darüber
hinaus kann die Korrosionsschutzmasse innerhalb des Hüllrohrs ohne Rücksichtnahme
auf das spätere Verpressen des Bohrlochs speziell an die Erfordernisse eines optimalen
Korrosionsschutzes angepasst werden, beispielsweise durch seine besondere Zusammensetzung
und die Art seiner Einbringung. Für das Verpressen des Bohrloches nachdem der Anker
eingebaut worden ist, kann dann ein ebenfalls für diesen Verwendungszweck optimierter
Zementmörtel verwendet werden.
[0015] Eine weiter bevorzugte Ausführungsform der Erfindung besitzt zudem eine Bohrkrone
mit einer Düse mit in Bohrrichtung schräg nach vorne weisenden Austrittsöffnungen.
Der aus der Düse austretende Druckstrahl lockert den vor der Düse liegenden Untergrund
auf und kann diesen bei Anwendung hoher Drücke sogar lösen und zerkleinern. Zum gleichen
Zweck kann alternativ oder kumulativ die Anordnung einer Düse mit radialer Austrittsöffnung
vorgesehen sein. Daraus ergibt sich der Vorteil, dass sich der aufgelockerte Untergrund
für die Bohrkrone leichter lösen lässt, so dass ein weitestgehend erschütterungsfreier
Vortrieb möglich ist. Damit wird die Gefahr einer Rissbildung im Bereich des vorinjizierten
Korrosionsschutzes des Hohlstabankers minimiert.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen:
[0016] Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels
erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- eine Seitenansicht auf einen erfindungsgemäßen Selbstbohranker, zum Teil aufgebrochen,
- Fig. 2
- eine Teilansicht des in Fig. 1 dargestellten Selbstbohrankers im Bereich des Muffenstoßes
in größerem Maßstab, zum Teil aufgebrochen,
- Fig. 3
- einen Querschnitt durch die in Fig. 1 dargestellte Teileinheit B entlang der dortigen
Linie III - III,
- Fig. 4
- einen Querschnitt durch die in Fig. 1 dargestellte Teileinheit B entlang der dortigen
Linie IV - IV,
- Fig. 5
- einen Längsschnitt durch den in Fig. 1 dargestellten Selbstbohranker im Bereich der
Bohrkrone,
- Fig. 6
- eine Seitenansicht auf einen erfindungsgemäßen Selbstbohranker als Pfahl, zum Teil
aufgebrochen, und die
- Figuren 7 a-f
- die verschiedenen Verfahrensschritte zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Ankers.
Wege zur Ausführung der Erfindung und gewerbliche Verwertbarkeit:
[0017] In Fig. 1 ist in einer Übersicht ein erfindungsgemäßer Selbstbohranker 1 dargestellt,
wie er vorteilhaft in injizierbaren Böden zur Anwendung kommen kann. Der Anker 1 besteht
im vorliegenden Beispiel aus zwei werkseitig vorgefertigten im Wesentlichen gleich
aufgebauten Teileinheiten A und B, die entlang der Ankerlängsachse 2 kraftschlüssig
miteinander gestoßen sind. Die Länge der Einheiten A und B kann je nach Erfordernis
zwischen 1 m und 6 m variieren. Durch Aneinanderreihung einer vorbestimmten Anzahl
von Teileinheiten A, B mit jeweils vorbestimmter Länge ist ein erfindungsgemäßer Anker
1 in der gewünschten Gesamtlänge herstellbar.
[0018] Der konstruktive Aufbau der Teileinheiten A, B geht zudem aus den Figuren 2, 3 und
4 hervor. Man sieht ein Hohlstabelement 3, das über seine gesamte Länge mit einem
Außengewinde 4 versehen ist und das im Bereich seiner Längsachse 2 eine axiale Durchgangsbohrung
5 besitzt. Das Hohlstabelement 3 ist bis auf seine Endabschnitte 3', 3" über seine
gesamte Länge mit einem gerippten Hüllrohr 6 in lichtem Abstand umgeben. Die beiden
Enden des gerippten Hüllrohrs 6 sind mittels der Adapter 7 dicht an den Hohlstab 3
angeschlossen. Zu diesem Zweck besitzt der Adapter 7 einen Anschlussstutzen 8, auf
den das Hüllrohr 6 axial aufgeschoben wird und in Richtung des einen Endabschnitts
3' einen zylindrischen Sitz 9, dessen Mantelfläche einen umlaufenden Wulst aufweist.
Der sich auf diese Weise ergebende allseits geschlossene Hohlraum zwischen dem Hüllrohr
6 und dem Hohlstabelement 3 ist werkseitig vollständig mit einer ersten Korrosionsschutzmasse
10, beispielsweise mit einem aushärtbaren Injektionsmörtel ausgefüllt.
[0019] Auf diese Weise ergeben die diffusionsdichten Materialeigenschaften des Hüllrohrs
6 zusammen mit den die Passivierung der Stahloberfläche erreichenden Eigenschaften
des Injektionsmörtels 10 einen doppelten Korrosionsschutz.
[0020] Durch kraftschlüssiges axiales Aneinanderfügen einer Vielzahl derart vorgefertigter
Teileinheiten A, B können Anker 1 beliebiger Länge hergestellt werden. Für das Aneinanderfügen
ist ein Muffenstoß vorgesehen, dessen konstruktive Ausbildung zur Erzielung eines
Korrosionsschutzes vor allem aus Fig. 2 hervorgeht. Dort sieht man die freien Endabschnitte
3' zweier sich axial gegenüberliegenden Hohlstabelemente 3, die mittels einer Schraubmuffe
8 zug- und druckfest miteinander verbunden sind.
[0021] Der Stoßbereich wird zudem über die gesamte Länge der Endabschnitte 3' von einem
Muffenrohr 12 umgeben, das mit seinen Enden unter Einhaltung eines geringfügigen axialen
Spiels dicht am zylindrischen Sitz 9 des Adapters 7 anliegt. Der Hohlraum zwischen
dem Muffenrohr 12 und den Endabschnitten 3' der Hohlstäbe 3 bzw. der Schraubmuffe
11 ist mit einer zweiten Korrosionsschutzmasse 13, beispielsweise mit einem Fett aufgefüllt.
[0022] Somit ist auch im Stoßbereich ein doppelter Korrosionsschutz vorhanden, der einerseits
von dem diffusionsdichten Muffenrohr 12 und andererseits von der Korrosionsschutzmasse
13 gebildet wird. Über die Länge eines erfindungsgemäßen Ankers ergibt sich somit
eine wechselnde Abfolge von Längsabschnitten, bei denen einmal das mit der ersten
Korrosionsschutzmasse 10 vorinjizierte Hüllrohr 6 den Korrosionsschutz bietet und
einmal das mit der zweiten Korrosionsschutzmasse 13 gefüllte Muffenrohr 12.
[0023] Die Teileinheit A bildet den Anfang eines erfindungsgemäßen Ankers 1, wobei deren
dem Bohrlochgrund zugeordneter Endabschnitt 3" nicht zur Ausbildung eines Muffenstoßes,
sondern zur Aufnahme einer Bohrkrone 14 bestimmt ist. Aus diesem Grund weist der am
Ende 3" angeordnete modifizierte Adapter 7' keinen zylindrischen Sitz 9 auf.
[0024] Der konstruktive Aufbau der Bohrkrone 14 geht aus Fig. 5 hervor, wonach diese einen
zylindrischen Körper 15 besitzt, an den sich zur einen Seite eine Kegelspitze 16 anschließt.
Von der Mantelfläche der Kegelspitze 16 erstrecken sich in radialer Richtung Schaufeln
17 mit Schneiden 18 zum Lösen und Fördern des Untergrunds. Von der anderen Seite des
zylindrischen Körpers 15 ausgehend bis in den Übergangsbereich zwischen zylindrischem
Körper 15 und Kegelspitze 16 erstreckt sich in der Längsachse 2 eine Sackbohrung 19
mit Innengewinde, in die das Hohlstabelement 3 der Teileinheit A mit seinem Ende 3"
eingeschraubt wird.
[0025] Die Bohrkrone 14 besitzt eine erste Injektionsdüse 20, die sich von einer Bohrung
senkrecht zur Kegelmantelfläche bis in die Sackbohrung 19 erstreckt, und eine zweite
Düse 21, die von einer Bohrung senkrecht zur Zylindermantelfläche des Körpers 15,
also radial, gebildet wird. Auf diese Weise ergibt sich zusammen mit dem Hohlraum
5 der einzelnen Hohlstabelemente 3 ein durchgehender Hohlraum über die gesamte Länge
des Ankers 1 bis hin zu den Düsen 20 und 21.
[0026] Die Teileinheit B bildet das luftseitige Ende des Ankers 1, so dass auch hier deren
freies Ende 3" des Hohlstabes 3 nicht zur Ausbildung eines Muffenstoßes, sondern zur
Ausbildung der luftseitigen Verankerung dient.
[0027] Auf den Endabschnitt 3" ist dazu eine Ankerplatte 22 gesteckt, die zur Abstützung
gegenüber dem Untergrund 25 bestimmt ist. Ein Dichtrohr 23 ist fest mit der Unterseite
der Ankerplatte 22 verbunden und umgreift das Ripprohr 6 in radialem Abstand. Auf
den Endabschnitt 3" ist schließlich eine Kalottenmutter 24 geschraubt, die sich mit
ihrer balligen Umfangsfläche auf der Ankerplatte 22 abstützt und so ein Spannen des
Ankers 1 ermöglicht. Zur Vervollständigung des doppelten Korrosionsschutzes ist auch
hier der Hohlraum zwischen Dichtrohr 23 und Endabschnitt 3" des Hohlstabelements 3
mit einem Zementmörtel injiziert.
[0028] Bei Ankern mit mehr als zwei Teileinheiten werden zwischen die Teileinheiten A und
B weitere Teileinheiten zwischengeschoben, deren Aufbau im wesentlichen dem der Teileinheiten
A und B entspricht, mit dem Unterschied, dass die weiteren Teileinheiten beidseitig
Enden aufweisen, die den Enden 3' der Teileinheiten A und B entsprechen und somit
beidseitig die Ausbildung eines Muffenstoßes ermöglichen.
[0029] Das Verfahren zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Ankers 1 wird nachfolgend anhand
der Figuren 7a bis 7f näher erläutert.
[0030] Fig. 7a zeigt den Beginn der Herstellung eines erfindungsgemäßen Ankers 1. Dazu wird
eine Teileinheit A umfassend ein Hohlstabelement 3 mit einer Bohrkrone 14 und einem
dahinter angeordneten Korrosionsschutz, bestehend im Wesentlichen aus dem Ripprohr
6 und der darin bereits werkseitig eingebrachten, erhärteten Korrosionsschutzmasse
10, mit einer nicht weiter dargestellten Bohrausrüstung in den Untergrund eingebohrt.
Gleichzeitig wird unter hohem Druck Spülluft oder Spülflüssigkeit durch die Durchgangsbohrung
5 zu den Düsen 20 und 21 an der Spitze des Ankers 1 transportiert, um den Untergrund
zu lockern und zu lösen. Das gelöste Material wird dann zwischen Hüllrohr 6 und Bohrlochwandung
nach außen gespült.
[0031] Fig. 7b zeigt einen Zustand, bei dem das Bohrloch eine Tiefe erreicht hat, bei der
die Teileinheit A im Wesentlichen nur noch mit ihrem Ende 3' aus dem Bohrloch übersteht.
Ist dieser Zustand erreicht, wird eine Schraubmuffe 11 mit ihrer halben Länge auf
das Ende 3' aufgeschraubt, so dass die andere Hälfte der Schraubmuffe 11 zur Aufnahme
des Hohlstabes 3 einer weiteren Teileinheit B zur Verfügung steht.
[0032] Um den Korrosionsschutz im Stoßbereich zu gewährleisten, wird jedoch zuvor eine Korrosionsschutzmasse
13, beispielsweise in Form von Fett, auf die Muffe 11 sowie auf die freiliegenden
Bereiche des Endes 3' des Hohlstabelements 3 großzügig aufgetragen, was in Fig. 7c
dargestellt ist.
[0033] Anschließend wird, wie in Fig. 7d gezeigt, das Muffenrohr 12 über die Schraubmuffe
11 geschoben, bis es mit seinem Ende auf dem zylindrischen Sitz 9 des Adapters 7 sitzt.
[0034] Nun kann eine neue Teileinheit, beispielsweise die vorstehend beschriebene Teileinheit
B, in das so vorbereitete Ende der Teileinheit A eingeschraubt werden. Die weitere
Teileinheit besitzt ebenfalls einen bereits werkseitig hergestellten Korrosionsschutz
im Bereich des Hüllrohrs 6, wie oben beschrieben. Um den Korrosionsschutz im Bereich
des Muffenstoßes zu vervollständigen, wird vorher auf das freie Ende 3' des Hohlstabelements
3 der Teileinheit B ebenfalls eine Korrosionsschutzmasse 13 aufgebracht und dann in
die Schraubmuffe 11 eingeschraubt. Dabei schiebt sich das Muffenrohr 12 mit seinem
freien Rand über den zylindrischen Sitz 9 des Adapters 7 und bildet auf diese Weise
eine durchgehende und dichte Verbindung der gerippten Hüllrohre 6 der beiden Teileinheiten
A und B.
[0035] Nach Komplettierung des Ankers 1 mit der Teileinheit B kann das Bohrloch, wie bereits
unter Figur 7a beschrieben, weiter vorgetrieben werden. Dieser Zustand ist in Fig.
7e dargestellt.
[0036] Nach Erreichen der vorbestimmten Bohrlochtiefe wird am Ende des Ankers 1 die Verankerung
aufgebracht. Dazu wird eine Ankerplatte 22 mit daran befestigtem Dichtrohr 23 auf
das Ende 3" des Hohlstabelements 3 der Teileinheit B aufgeschoben, bis die Ankerplatte
22 flächig am Untergrund 25 anliegt. Anschließend wird eine Kalottenmutter 24 auf
das Ende 3" aufgeschraubt, bis diese mit ihrer balligen Unterseite an der Ankerplatte
22 anliegt. Die Fertigstellung des Ankers 1 geschieht durch Verpressen des Bohrlochs,
das heißt des Ringspalts zwischen Hüllrohr 6 und Bohrlochwandung mit einem Zementmörtel
und gegebenenfalls durch Spannen des Ankers 1 nachdem der Zementmörtel erhärtet ist.
[0037] Figur 6 zeigt die Verwendung eines erfindungsgemäßen Selbstbohrankers 26 als Pfahl
30. Bis auf die luftseitige Verankerung des Pfahls 30 besitzt der Pfahl 30 einen identischen
Aufbau zu dem unter den Figuren 1 bis 5 beschriebenen Anker 1, so dass für gleiche
Merkmale gleiche Bezugszeichen Verwendung finden und zur Vermeidung von Wiederholungen
auf den dortigen Teil der Beschreibung verwiesen wird.
[0038] Da der Pfahl 30 dazu bestimmt ist, mit seinem luftseitigen Ende in eine - nicht dargestellte
- Pfahlkopfplatte aus Beton einzubinden, wird eine Ankerplatte 27 zwischen einer Mutter
28 und einer Kontermutter 29 in vorbestimmter Lage fixiert. Da dieser Bereich zu einem
späteren Zeitpunkt vollständig vom Beton der Pfahlkopfplatte umschlossen ist, kann
auf ein Dichtrohr verzichtet werden.
1. Korrosionsgeschützter Selbstbohranker (1, 30) zur Anordnung innerhalb eines Bohrloches,
umfassend eine Anzahl von Ankerteileinheiten (A, B) mit jeweils einem Hohlstabelement
(3), die untereinander durch Ausbildung eines axialen Muffenstoßes zu einem zusammenhängenden
Zug- und Druckglied miteinander verbunden sind, wobei die erste Teileinheit (A) eine
Bohrkrone (14) aufweist und die letzte Teileinheit (B) mit einer Bohr- und Injiziereinrichtung
drehfest verbindbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Hohlstabelement (3) bis auf seine Endabschnitte (3', 3") von einem Hüllrohr
(6) umgeben ist und der Ringspalt zwischen Hüllrohr (6) und Hohlstabelement (3) mit
einer ersten Korrosionsschutzmasse (10) verpresst ist und dass ein Muffenrohr (12)
im Bereich des Muffenstoßes dicht an die Hüllrohre (6) der beiden am Muffenstoß beteiligten
Hohlstabelemente (3) anschließt, wobei der Hohlraum zwischen Muffenrohr (12) und Hohlstabelementen
(3) mit einer zweiten Korrosionsschutzmasse (13) verfüllt ist.
2. Selbstbohranker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an jedem Ende des Hüllrohrs (6) einer Teileinheit (A, B) jeweils ein auf dem Hohlstabelement
(3) sitzender Adapter (7, 7') angeordnet ist, an den das Muffenrohr (12) mit seinen
Enden anschließbar ist.
3. Selbstbohranker nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter (7, 7') den Hohlraum zwischen Hüllrohr (6) und Hohlstabelement (3) an
den Stirnseiten jeweils dicht abschließt.
4. Selbstbohranker nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter (7) einen zylinderischen Sitz (9) für das Muffenrohr (12) aufweist.
5. Selbstbohranker nach Anspruch 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass in der Kontaktfläche zwischen Adapter (7) und Muffenrohr (12) zumindest eine umlaufende
Wulst angeordnet ist.
6. Selbstbohranker nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter (7) im Überlappungsbereich mit dem Muffenrohr (12) einen radialen Rücksprung
zur Ankerlängsachse (2) hin aufweist, der vorzugsweise der Dicke des Muffenrohrs (12)
entspricht.
7. Selbstbohranker nach einem der Ansprüche 1 bis Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrkrone (14) eine Düse (20) besitzt, deren Austrittsöffnung einen schräg nach
vorne gerichteten Austrittsstrahl erzeugt.
8. Selbstbohranker nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrkrone eine Düse (21) besitzt, deren Austrittsöffnung einen radialen Austrittsstrahl
erzeugt.
9. Selbstbohranker nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum zwischen Hüllrohr (6) und Bohrlochwandung mit Zementmörtel verpresst
wird, der sich in seiner Art von der ersten Korrosionsschutzmasse (10) unterscheidet.
10. Verfahren zur Herstellung eines korrosionsgeschützten Selbstbohrankers (1, 30),
gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:
a) Vorbereiten einer Anzahl von Ankerteileinheiten (A, B) durch Aufbringung eines Hüllrohrs (6) auf ein Hohlstabelement (3) und Injizieren des Hohlraums
zwischen Hüllrohr (6) und Hohlstabelement (3) mit einer ersten aushärtbaren Korrosionsschutzmasse
(10),
b) Anbringen einer Bohrkrone (14) auf das eine Ende (3") des ersten Hohlstabelements
(3) und Bohren des ersten Teileinheit (A) in den Untergrund (25) unter gleichzeitigem
Spülen durch das Hohlstabelement (3) mit einem Fluid, bis sich die erste Teileinheit (A) über
den größten Teil ihrer Länge im Bohrloch befindet,
c) Herstellen eines Muffenstoßes zwischen dem Hohlstabelement (3) einer ersten Ankerteileinheit
(A) und dem Hohlstabelement (3) einer weiteren vorbereiteten zweiten Ankerteileinheit
(B),
d) Verbinden der Hüllrohre (6) der beiden Ankerteileinheiten (A, B) durch Aufbringen eines Muffenrohres (12) im Bereich des Muffenstoßes,
e) Fortsetzen des Bohrvorgangs unter Spülen mit einem Fluid, bis sich die zweite Teileinheit
(B) über den größten Teil ihrer Länge im Bohrloch befindet,
f) Wiederholen der Verfahrensschritte c), d) und e), bis der Selbstbohranker (1, 30)
seine bestimmungsgemäße Länge erreicht hat,
g) Herstellen der luftseitigen Verankerung,
h) Injizieren des Hohlraums zwischen Hüllrohr (6) und Bohrlochwandung mit Zementmörtel.
11. Verfahren nach Anspruch 10 dadurch gekennzeichnet, dass Verfahrensschritt d) ausgeführt wird zunächst durch Anschließen eines Muffenrohrs
(12) an das luftseitige Ende des Hüllrohrs (6) der ersten Teileinheit (A) vor Herstellung
des Muffenstoßes und dann durch Anschließen des Hüllrohrs (6) der weiteren Teileinheit
(B) an das Muffenrohr (12) nach Herstellung des Muffenstoßes,
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum zwischen Hüllrohr (6) und Hohlstabelemente (3) im Bereich des Muffenstoßes
mit einer zweiten Korrosionsschutzmasse (10) aufgefüllt wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Untergrund (25) während des Bohrens im Bereich vor und/oder seitlich der Bohrkrone
(14) aufgelockert wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflockerung des Untergrunds (25) durch Jet-Grouting erfolgt.
15. Vorgefertigte Ankerteileinheit (A, B) zur Herstellung eines korrosionsgeschützten
Selbstbohrankers (1), mit einem Hohlstabelement (3), dadurch gekennzeichnet, dass es bis auf seine beiden Enden von einem koaxial angeordneten Hüllrohr (6) umgeben
ist, wobei der Ringraum zwischen Hüllrohr (6) und Hohlstabelement (3) mit einer ausgehärteten
Korrosionsschutzmasse (10) aufgefüllt ist.
1. A corrosion-protected, self-boring anchor (1,30) to be arranged within a borehole,
comprising a plurality of anchor subunits (A,B), each having a hollow rod element
(3) which can be joined together by forming an axial socket joint to form a coherent
tension and pressure member, wherein the first subunit (A) has a boring head (14)
and the last subunit (B) can be connected in a manner precluding relative rotation
to a drilling and injection device, characterised in that each hollow rod element (3) is surrounded by a sheathing tube (6) except for its
end sections (3,3'), and the annular gap between the sheathing tube (6) and the hollow
rod element (3) is pressure-grouted with a first corrosion protection compound, and
in that a socket tube (12) provided in the vicinity of the socket joint abuts fluidtightly
against the sheathing tubes (6) of the two hollow rod elements (3) which are part
of the socket joint, wherein the hollow space between the socket tube (12) and the
hollow rod elements (3) is filled with a second corrosion protection compound (13).
2. A self-boring anchor according to Claim 1, characterised in that at each end of the sheathing tube (6) of a subunit (A,B) there is provided a respective
adapter (7,7') seated on the hollow rod element (3) and to which the socket tube (12)
can be connected at its ends.
3. A self-boring anchor according to Claim 2, characterised in that the adapter (7,7') respectively seals fluidtightly the hollow space between the sheathing
tube (6) and the hollow rod element (3) at their end faces.
4. A self-boring anchor according to Claim 2 or 3, characterised in that the adapter (7) has a cylindrical seat (9) for the socket tube (12).
5. A self-boring anchor according to Claim 2 or 4, characterised in that at least one annular bead is arranged in the contact surface between the adapter
(7) and the socket tube (12).
6. A self-boring anchor according to any one of Claims 2 to 5, characterised in that the adapter (7) in the overlap region with the socket tube (12) has a radial recess
towards the anchor longitudinal axis (2), which preferably corresponds to the thickness
of the socket tube (12).
7. A self-boring anchor according to any one of Claims 1 to 6, characterised in that the boring head (14) has a nozzle (20) whose outlet opening produces an outlet jet
which is directed obliquely forwards.
8. A self-boring anchor according to any one of Claims 1 to 7, characterised in that the boring head has a nozzle (21) whose outlet opening produces a radial outlet jet.
9. A self-boring anchor according to any one of Claims 1 to 8, characterised in that the hollow space between the sheathing tube (6) and the borehole wall is pressure-grouted
with cement grout which differs in its type from the first corrosion protection compound
(10).
10. A method for producing a corrosion-protected, self-boring anchor (1,30),
characterised by the following method steps:
a) preparing a plurality of anchor subunits (A,B) by applying a sheathing tube (6)
to a hollow rod element (3) and injecting the hollow space between the sheathing tube
(6) and the hollow rod element (3) with a first curable corrosion protection compound,
b) attaching a boring head (14) to one end (3") of the first hollow rod element (3)
and drilling the first subunit (A) into the ground with simultaneous flushing through
the hollow rod element (3) with a fluid until the first subunit (A) is situated in
the borehole over the majority of its length,
c) creating a socket joint between the hollow rod element (3) of a first anchor subunit
(A) and the hollow rod element (3) of another prepared second anchor subunit (B),
d) connecting the sheathing tubes (6) of the two anchor subunits (A,B) by applying
a socket tube (12) in the vicinity of the socket joint,
e) continuing the boring process by flushing with a fluid until the second subunit
(B) is situated in the borehole over the majority of its length,
f) repeating the method steps c),d) and e) until the self-boring anchor (1,3) has
reached its intended length,
g) producing the air-side anchoring,
h) injecting the hollow space between the sheathing tube (6) and borehole wall with
cement grout.
11. A method according to Claim 10, characterised in that step d) is carried out firstly by connecting a socket tube (12) to the air-side end
of the sheathing tube (6) of the first subunit (A) before creating the socket joint
and then by connecting the sheathing tube (6) of the further subunit (B) to the socket
tube (12) after creating the socket joint.
12. A method according to Claim 10 or 11, characterised in that the hollow space between the sheathing tube (6) and the hollow rod element (3) in
the vicinity of the socket joint is filled with a corrosion protection compound (10).
13. A method according to any one of Claims 10 to 12, characterised in that the during the boring the ground is broken up in the area in front of and/or to the
side of the boring head (14).
14. A method according to Claim 13, characterised in that the breaking up of the ground is effected by jet grouting.
15. A prefabricated anchor subunit (A,B) for producing a corrosion-protected, self-boring
anchor (1), with a hollow rod element (3), characterised in that it is surrounded at both of its ends by a coaxially arranged sheathing tube (6),
wherein the annular space between the sheathing tube (6) and the hollow rod element
(3) is filled with a cured corrosion protection compound (10).
1. Cheville autoforeuse (1, 30) protégée contre la corrosion, conçue pour être placée
à l'intérieur d'un trou foré et comprenant un certain nombre d'unités partielles d'ancrage
(A, B) qui sont respectivement pourvues d'un élément (3) du type tige creuse et sont
reliées les unes aux autres, en formant une zone d'aboutement tubulaire axial, pour
constituer un organe cohérent résistant à la traction et à la pression, la première
unité partielle (A) présentant une couronne de perçage (14) et la dernière unité partielle
(B) pouvant être reliée à un dispositif de perçage et d'injection, avec verrouillage
rotatif, caractérisée par le fait que chaque élément (3) du type tige creuse est entouré par un tube d'enveloppement (6),
hormis sur ses tronçons d'extrémité (3', 3"), et l'interstice annulaire, entre ledit
tube d'enveloppement (6) et ledit élément (3) du type tige creuse, est comblé sous
pression par une première masse (10) de protection anticorrosion ; et par le fait qu'une manchette (12) se rattache de manière étanche, dans la région de la zone d'aboutement
tubulaire, aux tubes d'enveloppement (6) des deux éléments (3) du type tige creuse
formant associativement ladite zone d'aboutement tubulaire, sachant que la cavité,
située entre la manchette (12) et les éléments (3) du type tige creuse, est emplie
d'une seconde masse (13) de protection anticorrosion.
2. Cheville autoforeuse selon la revendication 1, caractérisée par le fait qu'un adaptateur (7, 7') respectivement implanté sur l'élément (3) du type tige creuse,
et auquel la manchette (12) peut être rattachée pas ses extrémités, est disposé à
chaque extrémité du tube d'enveloppement (6) d'une unité partielle (A, B).
3. Cheville autoforeuse selon la revendication 2, caractérisée par le fait que l'adaptateur (7, 7') assure respectivement, aux faces extrêmes, l'obturation étanche
de la cavité située entre le tube d'enveloppement (6) et l'élément (3) du type tige
creuse.
4. Cheville autoforeuse selon la revendication 2 ou 3, caractérisée par le fait que l'adaptateur (7) offre un siège cylindrique (9) dédié à la manchette (12).
5. Cheville autoforeuse selon la revendication 2 ou 4, caractérisée par le fait qu'au moins un bourrelet périphérique se trouve dans la surface de contact entre l'adaptateur
(7) et la manchette (12).
6. Cheville autoforeuse selon l'une des revendications 2 à 5, caractérisée par le fait que l'adaptateur (7) présente dans la zone de chevauchement avec la manchette (12), en
direction de l'axe longitudinal (2) de ladite cheville, un retrait radial correspondant,
de préférence, à l'épaisseur de ladite manchette (12).
7. Cheville autoforeuse selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée par le fait que la couronne de perçage (14) comporte une buse (20), dont l'orifice de sortie engendre
un jet de sortie dirigé à l'oblique vers l'avant.
8. Cheville autoforeuse selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée par le fait que la couronne de perçage comporte une buse (21), dont l'orifice de sortie engendre
un jet radial de sortie.
9. Cheville autoforeuse selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée par le fait que la cavité située entre le tube d'enveloppement (6) et la paroi du trou foré est comblée,
sous pression, par du mortier au ciment dont la nature diffère de celle de la première
masse (10) de protection anticorrosion.
10. Procédé de fabrication d'une cheville autoforeuse (1, 30) protégée contre la corrosion,
caractérisé par les étapes opératoires suivantes :
a) pré-apprêtage d'un certain nombre d'unités partielles d'ancrage (A, B) par mise
en place d'un tube d'enveloppement (6) sur un élément (3) du type tige creuse et par
injection, dans la cavité située entre ledit tube d'enveloppement (6) et ledit élément
(3) du type tige creuse, d'une première masse durcissable (10) de protection anticorrosion,
b) mise en place d'une couronne de perçage (14) sur l'une (3") des extrémités du premier
élément (3) du type tige creuse et encastrement, par forage, de la première unité
partielle (A) dans la structure sous-jacente (25), avec rinçage concomitant dudit
élément (3) du type tige creuse à l'aide d'un fluide, jusqu'à ce que ladite première
unité partielle (A) soit logée dans le trou foré par la majeure partie de sa longueur,
c) instauration d'une zone d'aboutement tubulaire entre l'élément (3) du type tige
d'une première unité partielle d'ancrage (A), et l'élément (3) du type tige d'une
seconde unité partielle supplémentaire d'ancrage (B) pré-apprêtée,
d) liaison des tubes d'enveloppement (6) des deux unités partielles d'ancrage (A,
B), par mise en place d'une manchette (12) dans la région de ladite zone d'aboutement
tubulaire,
e) poursuite de l'opération de forage, avec rinçage à l'aide d'un fluide, jusqu'à
ce que ladite seconde unité partielle (B) soit logée dans le trou foré par la majeure
partie de sa longueur,
f) réitération des étapes opératoires c), d) et e), jusqu'à ce que la cheville autoforeuse
(1, 30) ait atteint la longueur conforme à sa destination,
g) instauration de l'ancrage du côté librement apparent,
h) injection de mortier au ciment dans la cavité située entre le tube d'enveloppement
(6) et la paroi du trou foré.
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé par le fait que l'étape opératoire d) est tout d'abord exécutée par rattachement d'une manchette
(12) à l'extrémité librement apparente du tube d'enveloppement (6) de la première
unité partielle (A), avant instauration de la zone d'aboutement tubulaire, puis par
rattachement du tube d'enveloppement (6) de l'unité partielle supplémentaire (B),
à ladite manchette (12), après instauration de ladite zone d'aboutement tubulaire.
12. Procédé selon la revendication 10 ou 11, caractérisé par le fait que la cavité, située entre le tube d'enveloppement (6) et les éléments (3) du type tige
creuse, est emplie d'une masse (10) de protection anticorrosion dans la région de
la zone d'aboutement tubulaire.
13. Procédé selon l'une des revendications 10 à 12, caractérisé par le fait que la structure sous-jacente (25) est ameublie, au cours du forage, dans la région située
devant la couronne de perçage (14) et/ou latéralement par rapport à cette dernière.
14. Procédé selon la revendication 13, caractérisé par le fait que l'ameublissement de la structure sous-jacente (25) est effectué par projection de
jets pressurisés.
15. Unité partielle d'ancrage (A, B) préfabriquée, destinée à la fabrication d'une cheville
autoforeuse (1) protégée contre la corrosion, pourvue d'un élément (3) du type tige
creuse et caractérisée par le fait que ledit élément est entouré, hormis sur ses deux extrémités, par un tube d'enveloppement
(6) disposé coaxialement, sachant que l'espace annulaire, entre ledit tube d'enveloppement
(6) et ledit élément (3) du type tige creuse, est empli d'une masse durcie (10) de
protection anticorrosion.
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