| (19) |
 |
|
(11) |
EP 2 258 952 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
11.08.2021 Patentblatt 2021/32 |
| (22) |
Anmeldetag: 02.06.2010 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
|
| (54) |
Pneumatischer Stellungsregler mit piezopneumatischer Ventileinheit
Pneumatic positioner with Piezo-pneumatic valve unit
Positionneur pneumatique doté d'une unité de soupape piézopneumatique
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
03.06.2009 DE 102009023706
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
08.12.2010 Patentblatt 2010/49 |
| (73) |
Patentinhaber: HOERBIGER Flow Control GmbH |
|
86972 Altenstadt (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Schrobenhauser, Max
86971 Peiting (DE)
- Grödl, Marcus
87640 Altdorf (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Grättinger Möhring von Poschinger
Patentanwälte Partnerschaft mbB |
|
Wittelsbacherstrasse 2b 82319 Starnberg 82319 Starnberg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 0 822 344 US-A1- 2002 007 727
|
US-A- 5 362 141
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Bausatz zur Herstellung einer piezopneumatischen
Ventileinheit mit den Merkmalen von Anspruch 1. Ferner betrifft die Erfindung einen
Bausatz zur Herstellung eines pneumatischen Stellungsreglers mit einem pneumatischen
Arbeitsglied und einer auf dieses wirkenden piezopneumatischen Ventileinheit, wobei
dieser Bausatz ein pneumatisches Arbeitsglied und den Bausatz zur Herstellung einer
piezopneumatischen Ventileinheit enthält. Außerdem betrifft die Erfindung ein Verfahren
zur Einstellung bzw. Abänderung des Fail-Safe-Verhaltens einer solchen piezopneumatischen
Ventileinheit. unter Verwendung des Bausatzes zur Herstellung einer piezopneumatischen
Ventileinheit.
[0002] Stellungsregler dienen in vorteilhafter Weise zur Verschiebung oder Verschwenkung
eines mit dem Arbeitsglied verbundenen Stellglieds, um hierdurch z.B. eine Ventil-
oder Klappenstellung zu regeln.
[0003] Bekannte Stellungsregler sind in der Regel so aufgebaut, dass das Arbeitsglied bei
einem Ausfall der elektrischen (Hilfs-)Energie in eine ausgewählte Endlage verfahren
wird, wobei die Endlage des Arbeitsglieds durch die konstruktiv vorgegebene strömungstechnische
Verschaltung der Ventile und deren Aufbau definiert ist. Stellungsregler mit unterschiedlichem
Fail-Safe-Verhalten sind daher insgesamt durch einen unterschiedlichen konstruktiven
Aufbau gekennzeichnet. Dies erweist sich insbesondere dann als aufwendig bzw. problematisch,
wenn in einem Produktsortiment mehrere Stellungsregler der eingangs genannten Art
mit verschiedenem Fail-Safe-Verhalten angeboten werden sollen oder wenn das Fail-Safe-Verhalten
eines bestimmten Stellungsreglers abgeändert werden soll.
[0004] Aus der
EP 0 822 344 A2 ist ein Stellungsregler der eingangs genannten Art mit zwei pneumatisch gekoppelten
piezopneumatischen Ventilen bekannt, bei dem ein zusätzliches, den beiden piezopneumatischen
Ventilen ausgangsseitig nachgeschaltetes und dem pneumatischen Arbeitsglied vorgeschaltetes
Verblockventil vorgesehen ist, mit welchem im Sinne eines definierten Fail-Safe-Verhaltens
die Arbeitskammer des Arbeitsgliedes bei Ausfall einer elektrischen Hilfsenergie verschlossen
werden kann, so dass das Arbeitsglied in diesem Fall in seiner letzten Stellung verbleibt.
Auch dieser Stellungsregler, der in nachteiliger Art auf ein zusätzliches Verblockventil
angewiesen ist, erlaubt wiederum nur ein bestimmtes, vordefiniertes Fail-Safe-Verhalten
des dargestellten Stellungsreglers.
[0005] Die
US 2002/0007727 A1 offenbart einen Stellungsregler mit einem Arbeitsglied und einer auf dieses wirkenden,
zwei miteinander pneumatisch gekoppelte piezopneumatisehe Ventile umfassenden piezopneumatischen
Ventileinheit, welche einen Signaleingang für ein elektrisches Steuersignal sowie
einen Versorgungseingang, einen Arbeitsausgang und einen Entlüftungsausgang für das
Arbeitsmedium aufweist. Dabei sind zwei identische Leistungsventile mit jeweils einem
den Ventilsitz umfassenden Gehäuse und einem (über ein zugeordnetes Pilotventil) pneumatisch
verstellbaren Ventilkörper vorgesehen.
[0006] Ferner ist aus dem US-Patent
US 5,362,141 ein nicht für pneumatische Anwendungen geeignetes Hydraulikventil bekannt, bei welchem
zwei verschiedene funktionsspezifische Ventileinsätze unter Anwendung einer irreversiblen
"Memory-Shape-Funktion", also nicht austauschbar, in ein Ventilgehäuse eingesetzt
sind.
[0007] Vor diesem Hintergrund ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Stellungsregler
bzw. eine piezopneumatische Ventileinheit der eingangs genannten Art derart weiterzubilden,
dass er bzw. sie auf möglichst einfache und kostengünstig Art und Weise an ein spezielles
Fail-Safe-Verhalten anpassbar ist. Entsprechend soll mit der vorliegenden Erfindung
ein auf möglichst einfache und kostengünstige Weise durchführbares Verfahren zur Einstellung
bzw. Abänderung des Fail-Safe-Verhaltens eines solchen pneumatischen Stellungsreglers
bzw. einer solchen piezopneumatischen Ventileinheit bereitgestellt werden.
[0008] Diese Aufgabe wird durch die Merkmalskombination des Anspruchs 1 gelöst.
[0009] Dabei ist - neben den bereits eingangs genannten Merkmalen - erfindungsgemäß vorgesehen,
dass die Ventile jeweils ein Ventilgehäuse und einen in einen Aufnahmehohlraum des
betreffenden Ventilgehäuses dichtend einsetzbaren funktionsspezifischen Ventileinsatz
mit einer durchströmten Schalteinheit aufweisen, wobei der Ventilsitz und der mit
diesem zusammenwirkende, mittels eines Verstellantriebs verstellbare Ventilkörper
an der Schalteinheit des Ventileinsatzes vorgesehen sind und wobei in dem Ventilgehäuse
angeordnete Strömungskanäle dergestalt in den zugeordneten Aufnahmehohlraum münden,
dass bei identischem Ventilgehäuse durch Austausch des Ventileinsatzes unterschiedliche
Funktionscharakteristiken des betreffenden Ventils realisierbar sind.
[0010] Im erfindungsgemäßen Sinne ist unter unterschiedlichen Funktionscharakteristiken
also ein unterschiedliches Fail-Safe-Verhalten des betreffenden Ventils, im Sinne
eines vordefinierten Schaltzustands des Ventils, der sich bei Ausfall der elektrischen
Energie oder bei Druckabfall am Versorgungseingang des Stellungsreglers einstellt,
zu verstehen.
[0011] Zwei mit dem erfindungsgemäßen Bausatz hergestellte pneumatische Stellungsregler
mit verschiedenen Fail-Safe-Verhalten unterscheiden sich somit ausschließlich dadurch,
dass wenigstens einer der Aufnahmehohlräume der beiden Ventilgehäuse des einen Stellungsreglers
- gegenüber dem betreffenden Aufnahmehohlraum des anderen Stellungsreglers - mit einem
unterschiedlichen funktionsspezifischen Ventileinsatz bestückt ist, was durch die
erfindungsgemäße Ausgestaltung des Stellungsreglers erst ermöglicht wird.
[0012] Insoweit ist zur möglichst einfachen Erzielung des gewünschten Erfolges also von
Bedeutung, dass die funktionsspezifischen Ventileinsätze derart in den Aufnahmehohlraum
des betreffenden Ventils einsetzbar sind, dass sie jeweils durch einen anderen funktionsspezifischen
Ventileinsatz austauschbar sind. Jeder Ventileinsatz weist dabei zumindest eine -
den Ventilsitz und den Ventilkörper des jeweiligen Ventils umfassende bzw. beinhaltende
- Schalteinheit auf, deren Strömungsanschlüsse bei bestimmungsgemäßer Montage in einem
Aufnahmehohlraum des Ventilgehäuses mit in den Aufnahmehohlraum mündenden Strömungskanälen
des Ventilgehäuses verbunden sind. Verschiedene funktionsspezifische Ventileinsätze
sind daher vorteilhaft durch eine unterschiedliche Verschaltung von Strömungskanälen
innerhalb der Schalteinheit bzw. eine unterschiedlichen Anordnung bzw. Lage von Ventilkörper
und Ventilsitz gekennzeichnet. Ferner ist im Sinne der vorliegenden Erfindung vorgesehen,
dass die von jedem Ventilgehäuse ausgebildeten Aufnahmehohlräume, die darin mündenden
Strömungskanäle sowie verschiedene funktionsspezifische Ventileinsätze derart aneinander
angepasst sind, dass zur Erzielung einer unterschiedlichen Funktionscharakteristik
des betreffenden Ventils in jedem Aufnahmehohlraum verschiedene funktionsspezifische
Ventileinsätze dichtend aufgenommen werden können.
[0013] Die Ventilgehäuse beider Ventile sind zusammen mit den in ihren Aufnahmehohlraum
mündenden Strömungskanälen bevorzugt insoweit identisch aufgebaut, dass ein funktionsspezifischer
Ventileinsatz gleichermaßen in jedem der beiden Ventilgehäuse verwendbar ist. Die
in beiden Ventilgehäusen vorgesehenen Strömungskanäle münden also bevorzugt jeweils
an gleicher Stelle in einen für beide Ventile identisch ausgestalteten Aufnahmehohlraum.
Durch bloßen Austausch eines ersten funktionsspezifischen Ventileinsatzes durch einen
zweiten funktionsspezifischen Ventileinsatz (anderer Bauart bzw. Funktion) lässt sich
damit die Funktionscharakteristik des betreffenden Ventils und hierüber im Ergebnis
das Fail-Safe-Verhalten des gesamten Stellungsreglers auf einfache Weise einstellen
bzw. abändern.
[0014] Vorteilhaft kann im Rahmen der vorliegenden Erfindung vorgesehen sein, dass ein mit
dem erfindungsgemäßen Bausatz herstellbarer Stellungsregler zwei verschiedene - je
eine andere Funktionscharakteristik für das damit bestücktes Ventil definierende -
funktionsspezifische Ventileinsätze aufweist, die in einer ersten Einbau-Konfiguration
(Ventileinsatz A in Ventil I; Ventileinsatz B in Ventil II) ein erstes Fail-Safe-Verhalten
des Stellungsreglers definieren, während sie in der zweiten möglichen Einbau-Konfiguration
(Ventileinsatz B in Ventil I; Ventileinsatz A in Ventil II) ein zweites Fail-Safe-Verhalten
für den Stellungsregler definieren, welches sich vom ersten Fail-Safe-Verhalten unterscheidet.
Die beiden genannten Einbau-Konfigurationen unterscheiden sich dabei lediglich durch
eine Vertauschung der beiden funktionsspezifischen Ventileinsätze.
[0015] Mit der vorliegenden Erfindung wird jedoch nicht nur die Umrüstung eines bestehenden
Stellungsreglers im Hinblick auf ein geändertes Fail-Safe-Verhalten erleichtert, sondern
es wird auch im Falle der Herstellung eines Stellungsreglers, also im Falle der Erstbestückung
der betreffenden Aufnahmehohlräume mit funktionsspezifischen Ventileinsätzen, eine
besonders einfache Anpassung des Stellungsreglers an den gewünschten Einsatzzweck
erlaubt. Eine mit der vorliegenden Erfindung realisierbare Baureihe von Stellungsreglern
mit verschiedenem Fail-Safe-Verhalten ist daher durch einen - mit Ausnahme der Ventileinsätze
- identischen Aufbau aller Stellungsregler der Baureihe gekennzeichnet.
[0016] Bei den verschiedenen Funktionscharakteristiken der beteiligten Ventile, die im Rahmen
der vorliegenden Erfindung durch verschiedene in das Gehäuse einzusetzende Ventileinsätze
realisiert werden, handelt es sich um eine erste Funktionscharakteristik, bei der
das betreffende Ventil im Falle eines Energieausfalls selbsttätig in seine Schließstellung
überführt wird (z.B. durch eine den Ventilkörper in Richtung des Ventilsitzes vorspannende
Feder), und eine zweite Funktionscharakteristik, bei der das betreffende Ventil im
Falle eines Energieausfalls selbsttätig in seine Öffnungsstellung überführt wird (z.B.
durch eine den Ventilkörper in seine vom Ventilsitz beabstandete Öffnungsstellung
vorspannende Feder). Es werden im Rahmen der vorliegenden Erfindung also wenigstens
zwei verschiedene funktionsspezifische Ventileinsätze bereitgestellt, die gleichermaßen
in die Aufnahmehohlräume der Ventilgehäuse beider Ventile einsetzbar sind und durch
die funktionsspezifisch angepasste Ausgestaltung ihrer Schalteinheit die vorstehend
erwähnte Funktionalität bereitstellen.
[0017] Die zwei piezopneumatischen Ventile eines Stellungsreglers werden mittels geeigneter
elektrischer Stellsignale auf piezoelektrische Weise separat betätigt, wodurch gleichzeitig
ein möglichst energieeffizienter Betrieb des Stellungsreglers sichergestellt ist.
Insoweit werden aus dem am Signaleingang des Stellungsreglers eingehenden elektrischen
Steuersignal unter Zuhilfenahme einer an eine Energieversorgung angeschlossenen Steuer-
bzw. Regelelektronik (z.B. eines Mikrocontrollers) auf geeignete und bekannte Weise
zwei verschiedene Stellsignale für die beiden Verstellantriebe der beiden piezopneumatischen
Ventile berechnet und entsprechend bereit gestellt.
[0018] Bezüglich des konkreten Aufbaus der piezopneumatischen Ventile sei auf die insoweit
aus dem Stand der Technik bekannten Arten piezopneumatischer Ventile verwiesen, wobei
im Rahmen der vorliegenden Erfindung in einer ersten bevorzugten Weiterbildung der
Erfindung vorgesehen ist, dass der Verstellantrieb in Form einer piezopneumatischen
Vorstufe, also in Form eines piezopneumatischen Pilotventils, welches mittelbar oder
unmittelbar auf den Ventilkörper einer nachgeschalteten Ventilstufe einwirkt, ausgeführt
ist.
[0019] Damit sind die (wenigstens) zwei Ventile eines erfindungsgemäßen Stellungsreglers
in Art eines zweistufigen Ventils ausgebildet, bei dem das als Vorstufe dienende und
piezoelektrisch betätigbare Pilotventil, welches seinerseits mit einer Druckgasversorgung
verbunden ist, als (pneumatischer) Verstellantrieb für den Ventilkörper einer nachgeschalteten
Booster-Stufe (BoosterVentil) fungiert.
[0020] Pilotventil und Boosterventil können bevorzugt an die gleiche, am Versorgungseingang
des Stellungsreglers anliegende Druckgasversorgung angeschlossen sein, wobei dem Pilotventil
bevorzugt ein Druckbegrenzer vorgeschaltet ist, so dass etwaige Schwankungen des Drucks
in der Druckgasversorgung keinen oder einen deutlich verminderten Einfluss auf die
Stell- bzw. Antriebsfunktion des Pilotventils haben. Der in den Aufnahmehohlraum des
Ventilgehäuses eingesetzte Ventileinsatz umfasst somit die Schalteinheit des (Booster-)Ventils,
dessen Ventilkörper durch das als Vorstufe fungierende piezopneumatische Pilotventil
verstellt wird.
[0021] Ferner sei darauf hingewiesen, dass das pneumatische Arbeitsglied eines Stellungsreglers
Teil eines "einfach wirkenden" Systems mit einer - an den Arbeitsausgang der piezopneumatischen
Ventileinheit angeschlossenen - Arbeitskammer sein kann. Das Arbeitglied wird hierbei
bevorzugt mittels einer Druckbeaufschlagung der Arbeitskammer gegen die Kraft einer
Feder verschoben. Die Ventileinheit bildet in diesem Fall ein 3/3-Wegesystem und weist
hierfür zwei pneumatisch gekoppelte Ventile auf.
[0022] Gleichfalls kommt für die vorliegende Erfindung jedoch in Betracht, dass das mittels
der Ventileinheit verstellbare Arbeitsglied Teil eines "doppelt wirkenden" Systems
ist, bei welchem auf das Arbeitsglied von verschiedenen Seiten zwei individuell mit
Druck beaufschlagbare Arbeitskammern zu dessen Verstellung einwirken. Es versteht
sich, dass die Ventileinheit eines Stellungsreglers in diesem Fall zwei getrennte
Arbeitsausgänge für jede Arbeitskammer des Arbeitsglieds aufweist und dass in einem
solchen Fall insgesamt vier piezopneumatische Ventile vorzusehen sind, von denen jeweils
zwei Ventile pneumatisch miteinander gekoppelt und einem Arbeitsausgang der Ventileinheit
zugeordnet sind. Die Ventileinheit bildet hier ein 5/3-Wegesystem, wobei erfindungsgemäß
vorgesehen ist, dass jedes der vier Ventile einen - wie bereits zuvor erläutert -
austauschbar in einen Aufnahmehohlraum des jeweiligen Ventilgehäuses dichtend einsetzbaren
funktionsspezifischen Ventileinsatz aufweist, wodurch die Funktionscharakteristik
jedes der vier Ventile und damit das Fail-Safe-Verhalten des Stellungsreglers in besonders
einfacher Weise an den gewünschten Einsatzzweck des Stellungsreglers anpassbar ist.
[0023] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung kann in einer ersten Variante vorgesehen sein,
dass der Verstellantrieb jedes Ventils und die Schalteinheit des zugehörigen Ventileinsatzes
eine gemeinsame, als ganzes austauschbare Baugruppe bilden. Verschiedene funktionsspezifisehe
Ventileinsätze umfassen dann als austauschbare Baugruppe auch den Verstellantrieb
des betreffenden Ventils.
[0024] Alternativ hierzu kann in einer zweiten Variante der Erfindung vorgesehen sein, dass
der Verstellantrieb jedes Ventils und die Schalteinheit des zugehörigen Ventileinsatzes
getrennte Baugruppen bilden, wodurch zur Erzielung einer verschiedenen Funktionscharakteristik
des betreffenden Ventils nur die Schalteinheit (mit Ventilkörper und Ventilsitz) des
Ventils, nicht jedoch der Verstellantrieb des betreffenden Ventils ausgetauscht werden
muss.
[0025] Beide vorgenannten Varianten können sich - je nach der konkreten Ausgestaltung des
Verstellantriebs und seiner Anbindung an den Ventilkörper - als vorteilhaft und einfacher
zu realisieren erweisen.
[0026] In einer bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass
die die unterschiedliche Funktionscharakteristiken des betreffenden Ventils bewirkenden
verschiedenen Ventileinsätze sich nur im Umfang der jeweiligen Schalteinheit unterscheiden,
wodurch insbesondere auch der Verstellantrieb zu verschiedenen funktionsspezifischen
Ventileinsätzen baugleich ausgestaltet sein kann.
[0027] Ferner ist im Rahmen einer abermals bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung
vorgesehen, dass bei den Ventileinsätzen jeweils der auf den Ventilkörper einwirkende
Verstellantrieb und die Schalteinheit gastechnisch durch ein mittels einer Membran
von der Schalteinheit abgetrenntes pneumatisches Volumen entkoppelt sind, wodurch
eine Entkopplung der verstellantriebsseitig und schalteinheitsseitig vorherrschenden
Betriebsmedien und -drücke realisiert ist. Ferner kann mit einer solchen, bevorzugt
mit dem Ventilkörper der Schalteinheit gekoppelten Membran eine zusätzliche (Rückstell-)Kraft
auf den Ventilkörper ausgeübt werden, was eine selbsttätige Stabilisierung des Stellungsreglers
gegenüber kurzfristigen eingangs-, antriebs- oder ausgangseitige Druckschwankungen
befördert.
[0028] In besonders bevorzugter Art und Weise können die im Rahmen der vorliegenden Erfindung
vorgesehenen Ventilgehäuse der wenigstens zwei Ventile durch ein gemeinsames Ventilgehäuse
gebildet sein. Dabei bietet es sich zur Erzielung einer besonders kompakten und robusten
Bauweise insbesondere an, das gemeinsame Ventilgehäuse in Form eines - wenigstens
zwei Aufnahmehohlräume aufweisenden - Ventilgehäuseblocks mit mindestens einem Gehäusedeckel
auszubilden. Der wenigstens eine Gehäusedeckel verschließt bevorzugt die in dem Ventilgehäuseblock
vorgesehenen Aufnahmehohlräume für die Ventileinsätze, wodurch nach Abnahme des wenigstens
einen Gehäusedeckels bzw. vor dessen Montage ein geeigneter Zugang zu dem Aufnahmehohlraum
besteht. Besonders bevorzugt kann hierbei in einer nochmaligen Weiterbildung der Erfindung
vorgesehen sein, dass sich der jedem Ventil zugeordnete Aufnahmehohlraum jeweils sowohl
in den Ventilgehäuseblock als auch in den Deckel hinein erstreckt, wobei dann in nochmals
bevorzugter Weise vorgesehen sein kann, dass der einem Ventil zugeordnete Verstellantrieb
- zumindest teilweise - in dem in den Deckel hineinragenden Bereich des betreffenden
Aufnahmehohlraumes untergebracht ist. Durch Abnahme des Gehäusedeckels mitsamt dem
darin untergebrachten Verstellantrieb wird somit der Aufnahmehohlraum zum Einsatz
oder Austausch eines funktionsspezifischen Ventileinsatzes zugänglich.
[0029] Bezüglich der pneumatischen Kopplung der beiden Ventile und der Verschaltung der
Ventileinheit ist vorteilhaft vorgesehen, dass der Arbeitsausgang der Ventileinheit
mit einem die beiden Aufnahmehohlräume miteinander verbindenden Strömungskanal kommuniziert,
d.h. mit diesem strömungstechnisch verbunden ist.
[0030] Es ist festzustellen, dass sich die zur Realisierung des erfindungsgemäßen Erfolgs
notwendigen Merkmale - beinahe ausschließlich - in der beschriebenen Ausgestaltung
der piezopneumatischen Ventileinheit manifestieren. Daher ist es gerechtfertigt, die
vorliegende Erfindung auf einen Bausatz für eine in Übereinstimmung mit den vorgenannten
Merkmalen ausgestaltete piezopneumatisehe Ventileinheit für einen pneumatischen Stellungsregler
zu beziehen. Eine mit dem erfindungsgemäßen Bausatz herstellbare Ventileinheit umfasst
zwei miteinander pneumatisch gekoppelte piezopneumatische Ventile, wobei die Ventileinheit
einen Signaleingang für ein elektrisches Steuersignal sowie einen an eine Druckgasversorgung
anschließbaren Versorgungseingang, einen an das pneumatische Arbeitsglied des Stellungsreglers
anschließbaren Arbeitsausgang und einen Entlüftungsausgang für das Arbeitsmedium aufweist.
Die Ventileinheit ist dabei ferner dadurch gekennzeichnet, dass die Ventile jeweils
ein Ventilgehäuse und einen in einen Aufnahmehohlraum des betreffenden Ventilgehäuses
dichtend einsetzbaren funktionsspezifischen Ventileinsatz mit einer durchströmten
Schalteinheit aufweisen, wobei der Ventilsitz und der mit diesem zusammenwirkende,
mittels eines Verstellantriebs verstellbare Ventilkörper an der Schalteinheit des
Ventileinsatzes vorgesehen sind und wobei in dem Ventilgehäuse angeordnete Strömungskanäle
dergestalt in den zugeordneten Aufnahmehohlraum münden, dass bei identischem Ventilgehäuse
durch Austausch des Ventileinsatzes unterschiedliche Funktionscharakteristiken des
betreffenden Ventils realisierbar sind.
[0031] Ersichtlich gelten bezüglich der Vorteile einer solchen Ventileinheit alle vorstehend
genannten Aspekte in gleicher Weise, so dass insoweit zur Vermeidung von Wiederholungen
auf die vorstehenden Ausführungen verwiesen sei.
[0032] Und schließlich betrifft die vorliegende Erfindung das in Anspruch 14 beschriebene
Verfahren zur Einstellung bzw. Abänderung des Fail-Safe-Verhaltens eines pneumatischen
Stellungsreglers bzw. einer piezopneumatischen Ventileinheit.
[0033] Ersichtlich gelten bezüglich der Vorteile dieses Verfahrens wie auch bezüglich bevorzugter
Weiterbildungen desselben alle vorstehend genannten Aspekte in gleicher Weise, so
dass insoweit zur Vermeidung von Wiederholungen auf die vorstehenden Ausführungen
verwiesen sei.
[0034] Nachfolgend sind verschiedene Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung anhand
der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt:
- Fig. 1
- eine Schaltskizze eines Ausführungsbeispiels eines pneumatischen Stellungsreglers
mit einer piezopneumatischen Ventileinheit, die jeweils mit einem erfindungsgemäßen
Bausatz herstellbar sind,
- Fig. 2
- einen Schnitt durch den Gehäuseblock der in Fig. 1 dargestellten Ventileinheit,
- Fig. 3
- einen Schnitt durch den Gehäuseblock der bereits in den Fig. 1 und 2 dargestellten
Ventileinheit mit vertauschten Ventileinsätzen,
- Fig. 4
- einen Schnitt durch den Gehäuseblock eines weiteren Ausführungsbeispiels einer Ventileinheit
und
- Fig. 5
- einen Schnitt durch das Ventilgehäuse des in Fig. 2 links teilweise dargestellten
Ventils.
[0035] Der in Fig. 1 schematisch dargestellte pneumatische Stellungsregler 1 umfasst eine
piezopneumatische Ventileinheit 2, die auf ein pneumatisches Arbeitsglied 3 einwirkt.
An der Ventileinheit 2 ist ein an eine Druckgasversorgung anschließbarer Versorgungseingang
4, ein mit dem Arbeitglied 3 verbundener Arbeitsausgang 5 sowie ein mit der Atmosphäre
verbundener oder geeignet gefasster Entlüftungsausgang 6 vorgesehen.
[0036] Das vorliegend als einfach wirkendes System ausgestaltete pneumatische Arbeitsglied
3 des pneumatischen Stellungsreglers 1 umfasst einen innerhalb eines Zylinders 7 gegen
die Kraft einer Feder 8 verschiebbaren Kolben 9, mit welchem z.B. eine - nicht dargestellte
- Klappe oder ein Ventil betätigt werden kann. Zur Verstellung des - prinzipiell auch
auf andere Weise ausgestaltbaren - pneumatischen Arbeitsgliedes 3 ist dessen Arbeitskammer
10 an dem Arbeitsausgang 5 der piezoelektrischen Ventileinheit 2 angeschlossen.
[0037] Die piezopneumatische Ventileinheit 2 umfasst ferner zwei piezopneumatische Ventile
11, 12, die pneumatisch miteinander gekoppelt und mit dem Arbeitsausgang 5 der Ventileinheit
2 verbunden sind. Das links dargestellte Ventil 11 dient durch seine Verbindung mit
dem Versorgungseingang 4 der Ventileinheit 2 dem Druckaufbau in der Arbeitskammer
10 des Arbeitsglieds 3, während das rechts dargestellte Ventil 12 durch seine Verschaltung
mit dem Entlüftungsausgang 6 dem Druckabbau in der Arbeitskammer 10 dient.
[0038] Jedes der beiden Ventile 11, 12 weist genau einen funktionsspezifischen Ventileinsatz
13, 14 auf, wobei sich die Ventileinsätze 13, 14 hinsichtlich der funktionsspezifischen
Ausgestaltung ihrer jeweiligen Schalteinheit 15, 16 unterscheiden, wie dies den Fig.
1 und 2 zu entnehmen ist und weiter unten noch näher erläutert wird.
[0039] Die piezopneumatischen Ventile 11, 12 umfassen je eine als Verstellantrieb 17, 18
fungierende und für beide Ventile 11, 12 identisch ausgebildete piezopneumatischen
Vorstufe 19, 20, mit denen die jeweilige Schalteinheit 15, 16 (bzw. der darin angeordnete
Ventilkörper 21, 22; vgl. Fig. 2) betätigt wird, wie dies durch die gestrichelten
Pfeile 23, 24 angedeutet ist. Jedes piezopneumatische Pilotventil 19, 20 ist über
einen gemeinsamen Druckbegrenzer 25 eingangsseitig mit der am Versorgungseingang 4
der Ventileinheit 2 anliegenden Druckgasversorgung verbunden und wird über ein piezoelektrisches
Element 27, 28, das seinerseits mit einem elektrischen Regelschaltkreis in Form eines
programmierbaren Mikrocontrollers 26 verbunden ist, betätigt.
[0040] Der Mikrocontroller 26 ist an den Signaleingang 29 für ein elektrisches Steuersignal
sowie eine nicht dargestellte elektrische Energie- bzw. Spannungsversorgung angeschlossen.
Er berechnet abhängig von dem einen Sollwert für die Stellgröße repräsentierenden
Steuersignal und dem Istwert der Stellgröße geeignete Stellsignale für die beiden
piezoelektrischen Elemente 27, 28.
[0041] Als Stell- bzw. Regelgröße für den dargestellten Stellungsregler 1 kann beispielsweise
die am Arbeitsglied 3 mittels eines geeigneten Sensors üblicher Bauart bestimmbare
Lage des Kolbens 9 oder der mittels eines Drucksensors bestimmbare Druck in der Arbeitskammer
10 des Arbeitsglieds 3 bzw. am Arbeitsausgang 5 der Ventileinheit 2 dienen. Ein hierfür
zur Verwendung kommender und der besseren Übersichtlichkeit halber nicht dargestellter
Sensor ist bevorzugt ebenfalls mit dem Mikrocontroller verbunden, um aus dem vom Sensor
bestimmten Istwert der Stellgröße ein geeignetes Stellsignal für die Verstellantriebe
17, 18 der beiden piezopneumatischen Ventile 11, 12 zu berechnen.
[0042] Fig. 2 zeigt einen Schnitt durch den gestrichelt angedeuteten Ventilgehäuseblock
30 der piezopneumatischen Ventileinheit 2 aus Fig. 1. Der einteilige Ventilgehäuseblock
30 bildet die beiden Ventilgehäuse 31, 32 zur Aufnahme der Ventileinsätze 13, 14 der
Ventile 11, 12 aus. Jeder Ventileinsatz 13, 14 ist in einem identischen Aufnahmehohlraum
33, 34 dichtend aufgenommen. In die Aufnahmehohlräume 33, 34 münden Strömungskanäle
35, 36, 37 derart, dass sie mit den Anschlüssen korrespondierender Strömungskanäle
der Schalteinheiten 15, 16 der Ventileinsätze 13, 14 verbunden sind. Die Ventile 11,
12 sind dabei über den Strömungskanal 36, der gleichzeitig mit dem Arbeitsausgang
5 der Ventileinheit 2 kommuniziert, pneumatisch gekoppelt.
[0043] Beide linearverschiebbaren Ventilkörper 21, 22 der Ventile 11, 12 sind jeweils mittels
einer - in Fig. 2 nicht dargestellten - Feder 38, 39 in die in Fig. 2 dargestellte
und den Fail-Safe-Zustand bei Ausfall der elektrischen Energie definierende Schaltstellung
vorgespannt und können durch den (in Fig. 2 nicht dargestellten und gemäß der Pfeile
V1 und V2 mittelbar auf den Ventilkörper 21 bzw. 22 einwirkenden) piezopneumatischen
Verstellantrieb 17, 19, 23 bzw. 18, 20, 24 entgegen der jeweiligen Federkraft F
feder verstellt werden. Die durch die piezoelektrischen Pilotventile 19, 20 gebildeten
Verstellantriebe 17, 18 beider Ventile 11, 12 sind vorliegend derart an die Ventilkörper
angekoppelt, dass bei einem Ausfall der elektrischen Energie von diesen keine Kraft
mehr auf die Ventilkörper 21 bzw. 22 ausgeübt wird.
[0044] Dabei ist der Ventilkörper 21 des links dargestellten Ventileinsatzes 13 durch die
Federkraft F
feder gegen seinen Ventilsitz 40, also in eine Schließstellung, vorgespannt, während der
Ventilkörper 22 des rechts dargestellten Ventileinsatzes 14 durch die Federkraft F
feder in eine von seinem Ventilsitz 41 beabstandete Öffnungsstellung vorgespannt ist. Das
links dargestellte Ventil 11 besitzt somit eine sich bei Energieausfall schließende
Funktionscharakteristik (="normal geschlossen (NG)"), während das rechts dargestellte
Ventil 12 eine sich bei Energieausfall öffnende Funktionscharakteristik (="normal
offen (NO)") aufweist. Für den in Fig. 1 insgesamt dargestellten Stellungsregler 1
bedeutet dies, dass bei Ausfall der elektrischen Energie der Arbeitsausgang 5 über
das sich öffnende Ventil 12 mit dem Entlüftungsausgang 6 verbunden und durch das sich
schließende Ventil 11 von der am Versorgungseingang 4 anliegenden Druckgasversorgung
entkoppelt wird, wodurch die Arbeitskammer 10 des Arbeitsglieds 3 entlüftet wird.
Der Kolben 9 des Arbeitsglieds 3 nimmt somit unter Einwirkung der Feder 8 die bei
druckloser Arbeitskammer 10 vorgegebene Endlage ein.
[0045] Fig. 3 zeigt nun einen Schnitt durch den Gehäuseblock 30 der bereits in den Fig.
1 und 2 dargestellten Ventileinheit mit vertauschten Ventileinsätzen 13, 14. Es wird
sofort klar, dass nun bei einem Ausfall der elektrischen Energie das linke Ventil
11 die dargestellte Öffnungsstellung einnimmt (=Funktionscharakteristik "NO"), während
das rechte Ventil 12 seine Schließstellung einnimmt (=Funktionscharakteristik "NG").
Im Ergebnis wird der Arbeitsausgang 5 der Ventileinheit 2 mit der am Versorgungseingang
4 anliegenden Druckgasversorgung verbunden und von dem Entlüftungsausgang 6 entkoppelt,
wodurch der Druck am Arbeitsausgang 5 steigt, so dass der Kolben 9 des Arbeitglieds
3 gegen die Kraft der Feder 8 die gegenüber dem Ausführungsbeispiel aus den Fig. 1
und 2 entgegengesetzte Endlage seines maximalen Verfahrweges einnimmt.
[0046] Fig. 4 zeigt einen Schnitt durch den Ventilgehäuseblock 30 eines weiteren mit dem
erfindungsgemäßen Bausatz herstellbaren Ausführungsbeispiels, bei dem wiederum der
Stellungsregler 1 bzw. die Ventileinheit 2 als solche - mit Ausnahme der zur Verwendung
kommenden Ventileinsätze 13 - identisch ausgestaltet sind.
[0047] Hier sind für die beiden Ventile 11, 12 zwei identische funktionsspezifische Ventileinsätze
13 gewählt, deren Schalteinheiten 15 bei Energieausfall beide in eine das betreffende
Ventil 11, 12 schließende Stellung überführt werden. Somit wird die Arbeitskammer
10 eines an den Arbeitsausgang 5 der Ventileinheit angeschlossenen Arbeitsglieds 3
sowohl vom Versorgungseingang 4 als auch vom Entlüftungsausgang 6 der Ventileinheit
2 entkoppelt, so dass sich der Druck in der Arbeitskammer 10 nicht ändert, also gleich
bleibt. Das Arbeitsglied 3 bzw. dessen Kolben 9 behält damit seine vor dem Energieausfall
eingenommene Position bei.
[0048] Figur 5 zeigt schließlich noch einen Schnitt durch das Ventilgehäuse 31 des in Fig.
2 links dargestellten Ventils 11. Dabei umfasst das Ventilgehäuse 31 einen Ventilgehäuseblock
30 und einen den Ventileinsatz 13 abdeckenden Gehäusedeckel 42, in denen ein das gesamte
Ventil 11 (inkl. Pilotventil 19) aufnehmender Aufnahmehohlraum 33 ausgebildet ist,
wobei das den Verstellantrieb 17 bildende Pilotventil 19 vollständig in dem in den
Gehäusedeckel 42 hineinragenden Bereich des Aufnahmehohlraumes 33 untergebracht ist.
Der Doppelpfeil P kennzeichnet die lineare Verschiebbarkeit der mit dem Ventilkörper
21 verbundenen Ventilbestandteile.
[0049] Das als Verstellantrieb 17 fungierende Pilotventil 19 ist durch ein mittels der Membran
43 von der Schalteinheit 15 des Ventileinsatzes 13 abgetrenntes und stets entlüftetes
pneumatisches Volumen 44 von der Schalteinheit 15 entkoppelt. Die Membran 43 ist dabei
mittelbar mit dem Ventilkörper 21 verbunden und übt auf diesen, sobald er gegen die
Kraft F
feder der innerhalb des Strömungskanals 35 abgestützten Feder 38 verschoben wird, eine
Rückstellkraft F
rück auf den Ventilkörper aus, die - wie auch eine sich aus der Geometrie des Boosterventils
ergebende Kraft F
sitz - der Stellkraft F
st des Pilotventils 19 entgegengerichtet ist. Das sich hierbei zu jedem Zeitpunkt einstellende
Kräftegleichgewicht wirkt selbststabilisierend für das gesamte System gegenüber Systemschwankungen
aller Art.
[0050] Die nachfolgenden Tabellen 1 und 2 zeigen die bei verschiedener Bestückung der Ventile
11, 12 mit den vorstehend erläuterten Ventileinsätzen 13, 14 realisierbaren Funktionscharakteristiken
der betreffenden Ventile 11, 12 in Abhängigkeit vom Betätigungszustand des Pilotventils
19, 20 des jeweiligen Ventils bzw. das sich hieraus ergebende Fail-Safe-Verhalten
einer vorstehend anhand der Figuren 1 - 4 im Grundsatz erläuterten Ventileinheit 2.
Tabelle 1
| Ausführung der (Booster-)Ventile 11, 12 |
Änderung des Drucks am Arbeitsausgang |
| funktionsspez. Ventileinsatz in Ventil 11 (Funktionscharakteristik) |
Betätigungszustand Pilot 19 |
funktionsspez. Ventileinsatz in Ventil 12 (Funktionscharakteristik) |
Betätigungszustand Pilot 20 |
|
| 13 (NG) |
aus |
14 (NO) |
aus |
sinkt |
| aus |
ein |
keine Änderung |
| ein |
aus |
undefiniert |
| ein |
ein |
steigt |
| 14 (NO) |
aus |
13 (NG) |
aus |
steigt |
| aus |
ein |
undefiniert |
| ein |
aus |
keine Änderung |
| ein |
ein |
sinkt |
| 13 (NG) |
aus |
13 (NG) |
aus |
keine Änderung |
| aus |
ein |
sinkt |
| ein |
aus |
steigt |
| ein |
ein |
undefiniert |
| 14 (NO) |
aus |
14 (NO) |
aus |
undefiniert |
| aus |
ein |
steigt |
| ein |
aus |
sinkt |
| ein |
ein |
keine Änderung |
Tabelle 2
| Funktionscharakteristik der Ventile |
Verhalten des Ausgangsdrucks bei Ausfall |
| Ventil 11 |
Ventil 12 |
elektrische Energie |
Druckgasversorgung |
| NG |
NO |
sinkt |
sinkt |
| NO |
NG |
steigt |
sinkt |
| NG |
NG |
keine Änderung |
sinkt |
| NO |
NO |
undefiniert |
sinkt |
[0051] Und schließlich zeigt Tabelle 3 das funktionscharakteristikabhängige Fail-Safe-Verhalten
eines weiteren mit einem erfindungsgemäßen Bausatz herstellbaren Stellungsreglers,
der in an sich bekannter Art an ein doppelt wirkendes Arbeitsglied angeschlossen ist
und hierzu vier piezopneumatische Ventile A1, A2, B1, B2 der erläuterten Art aufweist.
Die Ventile A1, B1 dienen zur Steuerung des Drucks in einer ersten, mit einem ersten
Arbeitsausgang der Ventileinheit verbundenen Arbeitskammer des Arbeitsglieds, während
die Ventile A2, B2 zur Steuerung des Drucks in einer zweiten, mit einem zweiten Arbeitsausgang
der Ventileinheit verbundenen Arbeitskammer dienen.
Tabelle 3
| Funktionscharakteristik der Ventile |
Verhalten des Ausgangsdrucks bei Ausfall |
| A1 |
A2 |
B1 |
B2 |
elektrische Energie |
Druckgasversorgung |
| |
|
|
|
Kammer 1 |
Kammer 2 |
Kammer 1 |
Kammer 2 |
| NG |
NG |
NO |
NO |
sinkt |
sinkt |
sinkt |
sinkt |
| NO |
NO |
NG |
NG |
steigt |
steigt |
sinkt |
sinkt |
| NG |
NG |
NG |
NG |
k. Änd. |
k. Änd. |
sinkt. |
sinkt. |
| NO |
NO |
NO |
NO |
undef. |
undef. |
sinkt |
sinkt |
| NG |
NO |
NO |
NG |
sinkt |
steigt |
sinkt |
sinkt |
| NO |
NG |
NG |
NO |
steigt |
sinkt |
sinkt |
sinkt |
1. Bausatz zur Herstellung einer piezopneumatischen Ventileinheit (2) für einen pneumatischen
Stellungsregler (1), die piezopneumatische Ventileinheit (2) umfassend zwei miteinander
pneumatisch gekoppelte piezopneumatische Ventile (11, 12) mit einer Mehrzahl an unterschiedlichen,
funktionsspezifischen Ventileinsätzen (13, 14), wobei die Ventileinheit (2) einen
Signaleingang (29) für ein elektrisches Steuersignal sowie einen an eine Druckgasversorgung
anschließbaren Versorgungseingang (4), einen an ein pneumatisches Arbeitsglied des
Stellungsreglers (1) anschließbaren Arbeitsausgang (5) und einen Entlüftungsausgang
(6) für das Arbeitsmedium aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die piezopneumatischen Ventile (11, 12) jeweils ein Ventilgehäuse (31, 32) und einen
in einen Aufnahmehohlraum (33, 34) des betreffenden Ventilgehäuses (31, 32) dichtend
einsetzbaren funktionsspezifischen Ventileinsatz (13, 14) mit einer durchströmten
Schalteinheit (15, 16) aufweisen, wobei jeder Ventileinsatz (13, 14) aus der Mehrzahl
an unterschiedlichen Ventileinsätzen (13, 14) auswählbar ist, wobei der Ventilsitz
(40, 41) und der mit diesem zusammenwirkende, mittels eines Verstellantriebs (17,
18) verstellbare Ventilkörper (21, 22) des jeweiligen piezopneumatischen Ventils (11,
12) an der Schalteinheit (15, 16) des Ventileinsatzes (13, 14) vorgesehen sind und
wobei in dem Ventilgehäuse (31, 32) angeordnete Strömungskanäle (35, 36, 37) dergestalt
in den zugeordneten Aufnahmehohlraum (33, 34) münden, dass bei identischem Ventilgehäuse
(31, 32) durch Austausch des Ventileinsatzes (13, 14) unterschiedliche Funktionscharakteristiken
des betreffenden Ventils (11, 12) realisierbar sind, wobei unter unterschiedlichen
Funktionscharakteristiken ein unterschiedliches Fail-Safe-Verhalten des betreffenden
Ventils zu verstehen ist und wobei im Falle eines Energieausfalls das betreffende
Ventil mit einer ersten Funktionscharakteristik selbsttätig in seine Schließstellung
überführt wird und das betreffende Ventil mit einer zweiten Funktionscharakteristik
selbsttätig in seine Öffnungsstellung überführt wird.
2. Bausatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventileinsätze (13, 14) austauschbar in dem dem jeweiligen Ventil (11, 12) zugeordneten
Aufnahmehohlraum (33, 34) einsetzbar sind.
3. Bausatz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass der Verstellantrieb (17, 18) in Form einer piezopneumatischen Vorstufe (19, 20) ausgeführt
ist.
4. Bausatz nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
dass der Verstellantrieb (17, 18) jedes Ventils (11, 12) und die Schalteinheit (15, 16)
des zugehörigen Ventileinsatzes (13, 14) eine gemeinsame, als ganzes austauschbare
Baugruppe bilden.
5. Bausatz nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
dass der Verstellantrieb (17, 18) jedes Ventils (11, 12) und die Schalteinheit (15, 16)
des zugehörigen Ventileinsatzes (13, 14) getrennte Baugruppen bilden.
6. Bausatz nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die die unterschiedliche Funktionscharakteristiken des betreffenden Ventils (11,
12) bewirkenden verschiedenen Ventileinsätze (13, 14) sich nur im Umfang der jeweiligen
Schalteinheit (15, 16) unterscheiden.
7. Bausatz nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass bei den Ventileinsätzen (13, 14) jeweils der Verstellantrieb (17, 18) und die Schalteinheit
(15, 16) gastechnisch durch ein mittels einer Membran (43) von der Schalteinheit (15,
16) abgetrenntes pneumatisches Volumen (44) entkoppelt sind.
8. Bausatz nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass für die beiden Ventile (11, 12) ein gemeinsames Ventilgehäuse (30, 42) vorgesehen
ist.
9. Bausatz nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das gemeinsame Ventilgehäuse (30, 42) einen Ventilgehäuseblock (30) und mindestens
einen Gehäusedeckel (42) umfasst.
10. Bausatz nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Aufnahmehohlraum (33, 34) jeweils sowohl in den Ventilgehäuseblock (30)
als auch in den Gehäusedeckel (42) hinein erstreckt.
11. Bausatz nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass
der Verstellantrieb (17, 18) in dem in den Gehäusedeckel (42) hineinragenden Bereich
des Aufnahmehohlraumes (33, 34) untergebracht ist.
12. Bausatz nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass der Arbeitsausgang (5) mit einem die beiden Aufnahmehohlräume (33, 34) miteinander
verbindenden Strömungskanal (36) kommuniziert.
13. Bausatz zur Herstellung eines pneumatischen Stellungsreglers (1) mit einem pneumatischen
Arbeitsglied (3) und einer auf dieses wirkenden piezopneumatischen Ventileinheit (2),
wobei der Bausatz aus einem pneumatischen Arbeitsglied (3) und einem Bausatz gemäß
einem der Ansprüche 1 bis 12 besteht.
14. Verfahren zur Einstellung bzw. Abänderung des Fail-Safe-Verhaltens einer aus einem
Bausatz nach Anspruch 1 hergestellten piezopneumatischen Ventileinheit oder eines
aus einem Bausatz nach Anspruch 13 hergestellten pneumatischen Stellungsreglers
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
A) Vorgabe eines gewünschten Fail-Safe-Verhaltens für den pneumatischen Stellungsregler
bzw. die piezopneumatische Ventileinheit entsprechend dem gewünschten Einsatzzweck
des Stellungsreglers bzw. der Ventileinheit
B) Auswahl zweier zur Erzielung des gewünschten Fail-Safe-Verhaltens geeigneter Ventileinsätze
aus der Mehrzahl an verschiedenen, funktionsspezifischen Ventileinsätzen des Bausatzes
nach Anspruch 1, mit denen die unterschiedlichen Funktionscharakteristiken im Sinne
des unterschiedlichen Fail-Safe-Verhalten des betreffenden Ventils erzielbar sind
C) Entweder Erstbestückung der Aufnahmehohlräume mit den gemäß Schritt B) ausgewählten
Ventileinsätzen oder Austausch von bereits in den Aufnahmehohlräumen vorhandenen Ventileinsätzen
durch die gemäß Schritt B) ausgewählten Ventileinsätze.
1. Kit for producing a piezo-pneumatic valve unit (2) for a pneumatic positioner (1),
the piezo-pneumatic valve unit (2) comprising two piezo-pneumatic valves (11, 12)
pneumatically coupled with one another having a plurality of different, function-specific
valve inserts (13, 14), wherein the valve unit (2) has a signal input (29) for an
electrical control signal as well as a supply input (4), which can be connected to
a compressed gas supply, a working output (5), which can be connected to a pneumatic
working member of the positioner (1), and a ventilation outlet (6) for the working
medium,
characterized in that
the piezo-pneumatic valves (11, 12) respectively have a valve housing (31, 32) and
a function-specific valve insert (13, 14), which can be inserted in a sealing manner
in a receiving cavity (33, 34) of the valve housing (31, 32) in question, having a
switching unit (15, 16) through which the flow passes, wherein each valve insert (13,
14) can be selected from the plurality of different valve inserts (13, 14), wherein
the valve seat (40, 41) and the valve body (21, 22) of the respective piezo-pneumatic
valve (11, 12), which valve body (21, 22) cooperates with the valve seat (40, 41)
and can be adjusted by means of an adjusting drive (17, 18), are provided on the switching
unit (15, 16) of the valve insert (13, 14) and wherein flow channels (35, 36, 37)
arranged in the valve housing (31, 32) open into the associated receiving cavity (33,
34) in such a way that different functional characteristics of the affected valve
(11, 12) can be achieved with an identical valve housing (31, 32) by replacing the
valve insert (13, 14), wherein different functional characteristics should be understood
as different fail-safe behaviour of the affected valve and wherein if there is a power
failure, the affected valve with a first functional characteristic is automatically
moved to its closed position and the affected valve with a second functional characteristic
is automatically moved to its open position.
2. Kit according to Claim 1, characterized in that the valve inserts (13, 14) can be inserted interchangeably in the receiving cavity
(33, 34) associated with the respective valve (11, 12).
3. Kit according to Claim 1 or 2, characterized in that the adjusting drive (17, 18) is designed in the form of a piezo-pneumatic preliminary
stage (19, 20).
4. Kit according to Claim 1, 2 or 3, characterized in that the adjusting drive (17, 18) of each valve (11, 12) and the switching unit (15, 16)
of the associated valve insert (13, 14) form a common assembly that can be replaced
as a whole.
5. Kit according to Claim 1, 2 or 3, characterized in that the adjusting drive (17, 18) of each valve (11, 12) and the switching unit (15, 16)
of the associated valve insert (13, 14) form separate assemblies.
6. Kit according to one of the preceding claims, characterized in that the different valve inserts (13, 14) which bring about the different functional characteristics
of the affected valve (11, 12) only differ in the scope of the respective switching
unit (15, 16).
7. Kit according to one of the preceding claims, characterized in that, in the case of the valve inserts (13, 14), the adjusting drive (17, 18) and the
switching unit (15, 16) are respectively de-coupled in terms of gas by a pneumatic
volume (44) separated from the switching unit (15, 16) by means of a diaphragm (43).
8. Kit according to one of the preceding claims, characterized in that a common valve housing (30, 42) is provided for the two valves (11, 12).
9. Kit according to Claim 8, characterized in that the common valve housing (30, 42) comprises a valve housing block (30) and at least
one housing cover (42).
10. Kit according to Claim 9, characterized in that the receiving cavity (33, 34) respectively extends into both the valve housing block
(30) and the housing cover (42) .
11. Kit according to Claim 10, characterized in that the adjusting drive (17, 18) is accommodated in the region of the receiving cavity
(33, 34) projecting into the housing cover (42).
12. Kit according to one of the preceding claims, characterized in that the working output (5) communicates with a flow channel (36) connecting the two receiving
cavities (33, 34) to one another.
13. Kit for producing a pneumatic positioner (1) having a pneumatic working member (3)
and a piezo-pneumatic valve unit (2) acting on it, wherein the kit consists of a pneumatic
working member (3) and a kit according to one of Claims 1 to 12.
14. Method for adjusting or modifying the fail-safe behaviour of a piezo-pneumatic valve
unit produced from a kit according to Claim 1 or of a pneumatic positioner produced
from a kit according to Claim 13
characterized by the following steps:
A) specifying desired fail-safe behaviour for the pneumatic positioner or piezo-pneumatic
valve unit according to the desired purpose of the positioner or valve unit
B) selecting two valve inserts suitable for achieving the desired fail-safe behaviour
from the plurality of different, function-specific valve inserts of the kit according
to Claim 1, with which the different functional characteristics in terms of the different
fail-safe behaviour of the affected valve can be achieved
C) either initially fitting the receiving cavities with the valve inserts selected
according to step B) or replacing valve inserts already present in the receiving cavities
by the valve inserts selected according to step B).
1. Ensemble à monter destiné à la réalisation d'une unité de soupape piézopneumatique
(2) pour un positionneur pneumatique (1), l'unité de soupape piézopneumatique (2)
comprenant deux soupapes piézopneumatiques (11, 12) couplées pneumatiquement l'une
à l'autre avec une pluralité de garnitures de soupape (13, 14) différentes, spécifiques
au fonctionnement, sachant que l'unité de soupape (2) comporte une entrée de signal
(29) pour un signal de commande électrique ainsi qu'une entrée d'alimentation (4)
raccordable à une alimentation de gaz comprimé, une sortie fonctionnelle (5) raccordable
à un organe fonctionnel du positionneur (1) et une sortie d'évacuation d'air (6) pour
le fluide de travail,
caractérisé en ce que
les soupapes piézopneumatiques (11, 12) comportent respectivement un boîtier de soupape
(31,32) et une garniture de soupape (13, 14) spécifique au fonctionnement insérable
de façon étanche dans un compartiment creux de réception (33, 34) du boîtier de soupape
(31, 32) concerné avec une unité de connexion (15, 16) traversée, sachant que chaque
garniture de soupape (13, 14) peut être sélectionnée à partir d'une pluralité de garnitures
de soupape (13, 14) différentes, sachant que le siège de soupape (40, 41) et le corps
de soupape (21, 22) coopérant avec celui-ci de la soupape piézopneumatique (11, 12)
respective, réglable au moyen d'un mécanisme de réglage (17, 18) sont prévus sur l'unité
de connexion (15, 16) de la garniture de soupape (13, 14) et sachant que des conduits
d'écoulement (35, 36, 37) disposés dans le boîtier de soupape (31, 32) débouchent
dans le compartiment creux de réception (33, 34) de telle manière que pour un boîtier
de soupape (31, 32) identique, des caractéristiques fonctionnelles différentes de
la soupape concernée (11, 12) peuvent être réalisées en échangeant la garniture de
soupape (13, 14), sachant que par caractéristiques fonctionnelles différentes, on
entend un comportement à sécurité intégré différent de la soupape concernée et sachant
qu'en cas d'une panne d'énergie, la soupape concernée passe automatiquement avec une
première caractéristique fonctionnelle dans sa position de fermeture et la soupape
concernée est transférée avec une deuxième caractéristique fonctionnelle automatiquement
dans sa position d'ouverture.
2. Ensemble à monter selon la revendication 1, caractérisé en ce que les garnitures de soupape (13, 14) peuvent être insérées de façon interchangeable
dans le compartiment creux de réception (33, 34) attribué à la soupape respective
(11, 12).
3. Ensemble à monter selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le mécanisme de réglage (17, 18) est exécuté sous la forme d'un étage d'entrée piézopneumatique
(19, 20).
4. Ensemble à monter selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé en ce que le mécanisme de réglage (17, 18) de chaque soupape (11, 12) et l'unité de connexion
(15, 16) de l'élément interne de soupape correspondant (13, 14) forment un module
commun échangeable en tant que tel.
5. Ensemble à monter selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé en ce que le mécanisme de réglage (17, 18) de chaque soupape (11, 12) et l'unité de connexion
(15, 16) de la garniture de soupape correspondante (13, 14) forment des modules séparés.
6. Ensemble à monter selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les différentes garnitures de soupape (13, 14) mettant en œuvre les différentes caractéristiques
fonctionnelles de la soupape concernée (11, 12) ne se différencient que par l'importance
de l'unité de connexion respective (15, 16).
7. Ensemble à monter selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que concernant les garnitures de soupape (13, 14), le mécanisme de réglage (17, 18) et
l'unité de connexion (15, 16) sont respectivement techniquement découplés eu égard
au gaz par un volume (44) pneumatique séparé de l'unité de connexion (15, 16) au moyen
d'une membrane (43) .
8. Ensemble à monter selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu' un boîtier de soupape commun (30, 42) est prévu pour les deux soupapes (11, 12).
9. Ensemble à monter selon la revendication 8, caractérisé en ce que, le boîtier de soupape commun (30, 42) comprend un bloc de boîtier de soupape (30)
et au moins un couvercle de boîtier (42).
10. Ensemble à monter selon la revendication 9, caractérisé en ce que le compartiment creux de réception (33, 34) s'étend respectivement, vers l'intérieur,
tant dans le bloc de boîtier de soupape (30) que dans le couvercle de boîtier (42).
11. Ensemble à monter selon la revendication 10, caractérisé en ce que le mécanisme de réglage (17, 18) est placé dans la zone du compartiment creux de
réception (33, 34), faisant saillie intérieure dans le couvercle de boîtier (42).
12. Ensemble à monter selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la sortie fonctionnelle (5) communique avec un conduit d'écoulement (36) reliant
entre eux les deux compartiments creux de réception (33, 34).
13. Ensemble à monter destiné à la réalisation d'un positionneur pneumatique (1) avec
un organe fonctionnel pneumatique (3) et une unité de soupape piézopneumatique (2)
agissant sur celui-ci, sachant que l'ensemble à monter est composé d'un organe fonctionnel
pneumatique (3) et d'un ensemble à monter selon l'une quelconque des revendications
1 à 12.
14. Procédé destiné au réglage ou à la modification du comportement à sécurité intégrée
d'une unité de soupape piézopneumatique réalisé à partir d'un ensemble à monter selon
la revendication 1 ou d'un positionneur pneumatique réalisé à partir d'un ensemble
à monter selon la revendication 13,
caractérisé par les étapes suivantes :
A) prédéfinition d'un comportement à sécurité intégrée souhaité pour le positionneur
pneumatique ou l'unité de soupape piézopneumatique correspondant au but d'utilisation
souhaité du positionneur ou de l'unité de soupape,
B) sélection de deux garnitures de soupape adaptées à l'objectif du comportement à
sécurité intégrée souhaité à partir de la pluralité de garnitures de soupape spécifiques
au fonctionnement différentes de l'ensemble à monter selon la revendication 1 avec
lesquelles les différentes caractéristiques fonctionnelles peuvent être obtenues au
sens du comportement à sécurité intégrée différent de la soupape concernée,
C) soit premier équipement des compartiments creux de réception avec les garnitures
de soupape sélectionnées selon l'étape B) soit échange des garnitures de soupape déjà
présentes dans les compartiments creux de réception par des garnitures de soupape
sélectionnées selon l'étape B) .
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente