| (19) |
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(11) |
EP 2 260 210 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.03.2012 Patentblatt 2012/12 |
| (22) |
Anmeldetag: 25.01.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2009/000463 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2009/112121 (17.09.2009 Gazette 2009/38) |
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| (54) |
STEUERGERÄT SOWIE DESSEN VERWENDUNG
CONTROLLER AND THE USE THEREOF
APPAREIL DE COMMANDE ET SON UTILISATION
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
12.03.2008 DE 102008013849
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.12.2010 Patentblatt 2010/50 |
| (73) |
Patentinhaber: Weber-Hydraulik GmbH |
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4460 Losenstein (AT) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- INFANGER, Stefan
A-4443 Neustift (AT)
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| (74) |
Vertreter: Säger, Manfred |
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Säger & Partner
Patent- und Rechtsanwaltskanzlei (GbR)
P.O. Box 505 9004 St. Gallen 9004 St. Gallen (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 2 856 805 GB-A- 1 439 193 JP-U- 2 012 036
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DE-A1- 3 609 399 GB-A- 2 118 241 US-A- 4 024 711
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein gattungsgemässes Steuergerät nach dem Oberbegriff des
Hauptanspruchs.
[0002] Ein solches Stevesgesät ist aus
DE 36 09399 bekannt.
[0003] Hydrauliksysteme finden heute bei der Bereitstellung großer Kräfte, zum Beispiel
zur Betätigung von Werkzeugen, vielseitige Anwendung. Insbesondere Werkzeuge in der
Rettungs- und Bergetechnik wie Spreizer, Pressen oder Scheren setzen hier auch die
Mobilität solcher Hydrauliksysteme voraus. Da an diesen vielseitigen und unbestimmten
Einsatzorten in der Regel keine Energieversorgung bereitsteht, muss auch der mechanische
Antrieb der Pumpen der Hydrauliksysteme durch mobile Antriebe erfolgen, wie beispielsweise
durch Verbrennungsmotoren oder batteriebetriebene Elektromotoren (
DE-9412147-U).
[0004] Gerade bei mobilen Systemen kann jedoch eine hohe Energieeffizienz von Bedeutung
sein, da unter Umständen die eingesetzten Energieträger am Einsatzort nur stark eingeschränkt
verfügbar sind. Ferner ist beim Aufbau der Hydrauliksysteme bzw. während dem Anschluss
der jeweiligen hydraulischen Werkzeuge an das Hydrauliksystem oft ein möglichst schneller
und einfacher Aufbau bzw. Anschluss erwünscht, da jeder zusätzlich erforderliche Handgriff
Zeit kostet und/oder weitere Fehlerquellen in sich birgt. Gerade im Rettungsdienst
besteht oft keine Zeit und Kapazität, sich um einen besonders effizienten oder emissionsarmen
Betrieb des Rettungsgeräts zu kümmern. Ausserdem wird die hydraulische Pumpe durch
das angeschlossene hydraulische Werkzeug in dem Sinne gesteuert, dass bei dessen Betätigung
der Antrieb aus dem Leerlauf in höhere Drehzahlen hochgefahren wird.
[0005] Dies geschieht beim Stand der Technik durch einen an dem Werkzeug vorgesehenen elektischen
Schalter (
DE-9412147-U), der aber über eine gesonderte elektrische Leitung mit dem Motor verbunden werden
muss, die aber unerwünscht ist.
[0006] Es ist im Stand der Technik auch ein hydraulisches Steuergerät nach dem Oberbegriff
des Hauptanspruchs, vorbenutzt worden, bei dem die durch den Fluss der Hydraulikflüssigkeit
bewirkten Auslenkung eines gewissermassen schwimmend gelagerten Kolbens durch einen
elektrischen Näherungsschalter festgestellt wird, wodurch ein elektrisches Signal
an die Antriebssteuerung abgegeben wird. Dadurch wird die Drehzahl des Verbrennungsmotors
über eine an diesem vorgesehenen Vergaser mittels eines elektrischen Stellmotors verändert.
Weder der anfällige Näherungsschalter, noch der zusätzliche Stellmotor am Vergaser
sind insbesondere im Rettungswesen erwünscht, weil sie die Geräte nur unnötig verkomplizieren
und für den harten Einsatz in Notfällen nicht immer ausreichend robust sind.
[0007] Ausserdem weisen die mobilen Hydraulikaggregate in aller Regel zumindest zwei voneinander
unabhängige Hydraulikkreise auf. Wenn alle diese Hydraulikkreise auch gesteuert werden
sollen, so sind zumindest zwei weitere, bekannte Steuergeräte erforderlich, was noch
weniger wünschenswert ist.
[0008] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein verbessertes, insbesondere für
den Betrieb von solchen Pumpen geeignetes Steuergerät bereitzustellen, die zumindest
zwei voneinander unabhängige Hydraulikkreise aufweisen.
[0009] Diese Aufgabe wird durch ein Steuergerät gemäss Anspruch 1 sowie durch die Verwendung
eines solshen Steuergeräts gemäss Anspruch 8 gelöst.
[0010] Befinden sich die Kolben in der Ruhelage, so bewirkt das Ende der angeschlossenen
Stange oder des Zuges, dass der Verbrennungsmotor im Leerlauf dreht. Steigt infolge
der Betätigung von einem der zumindest zwei oder von zwei angeschlossenen Werkzeuge
der Druck der Hydraulikflüssigkeit an, so wird der eine oder beide Kolben aus der
Ruhelage in die Schaltlage bewegt. Infolgedessen wird auch das Ende der Stange oder
des Zuges bewegt und bewirkt das Anheben zu der Maximaldrehzahl des Verbrennungsmotors
aus dessen Leerlauf heraus und damit auch für eine grössere Leistungsabgabe der von
diesem Verbrennungsmotor angetriebenen hydraulischen Pumpe. Es wird gewissermassen
hydraulisch Gas gegeben, ohne dass es einer gesonderten bspw. elektrischen Leitung
von dem Werkzeug zu dem Verbrennungsmotor bedarf. Wird das Werkzeug nicht mehr betätigt,
fällt der Druck und der Kolben gelangt wieder unter gleichzeitiger Zurückbewegung
des Endes der Stange oder des Zuges in seine Ruhelage, wodurch der Verbrennungsmotor
wieder in den Leerlauf gelangt.
[0011] Somit ist es nach Lehre der Erfindung mit Vorteil möglich, mit einem einzigen erfindungsgemässen
Steuergerät auf jeden Fall zwei gleichzeitig an entsprechend ausgestaltete Pumpen
angeschlossene Werkzeuge zu steuern; es wirkt wie ein eingangsseitig fluidisch angesteuertes
ODER-Glied mit mechanischem Ausgang.
[0012] Zweckmässigerweise ist die hydraulische Pumpe, deren Saugseite und Druckseite über
einen Rücklauf bzw. Vorlauf in Form von Hydraulikleitungen verbunden sind, an ein
über einen Handschalter eines Ventils betätigbares hydraulisches Werkzeug anschliessbar,
welches Ventil vorzugsweise eine den Vorlauf mit dem Rücklauf verbindende Schaltstellung
aufweist, in der die von dem Antrieb angetriebene hydraulische Pumpe die Hydraulikflüssigkeit
im Leerlauf des Antriebes von der Saugseite zu der Druckseite in das der Pumpe im
Kreis fördert.
[0013] Besonders einfach gestaltet sich das Steuergerät, wenn der Zug des Steuergerätes
als Bowdenzug ausgebildet ist und wenn dass für den Antrieb eine mit Vorteil als Vergaser
des Verbrennungsmotors ausgebildete Antriebssteuerung vorgesehen ist, die mit dem
Ende der Stange oder des Zuges verbunden ist.
[0014] Weitere zweckmässige Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den
restlichen Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0015] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend unter Bezugnahme auf
die Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigt:
- Figur 1
- ein Steuergerät, in schematischer verschalteter Darstellung;
- Figur 2
- das Steuergerät gemäss Figur 1, in Seitenansicht;
- Figur 3
- das Steuergerät gemäss Figur 1, in Vorderansicht und
- Figur 4
- einen Schnitt IV-IV gemäss Figur 2, in grösserem Massstab.
[0016] Die Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Hydrauliksystems der vorliegenden
Erfindung. Demgemäß umfasst ein Hydrauliksystem 4 eine Pumpe 10, einen mechanischen
Antrieb 20, ein Steuergerät 30 und einen Tank 40, der Hydraulikflüssigkeit 400, wie
beispielsweise ein Hydrauliköl, bereitstellt bzw. aufnehmen kann. An das Hydrauliksystem
4 ist des Weiteren ein hydraulisches Werkzeug 60 anschliessbar, das hier beispielhaft
als Handwerkzeug in Form eines hydraulischen Schneidewerkzeugs dargestellt ist.
[0017] Hierbei ist ein Steuergerät 30 zum Messen des Drucks der Hydraulikflüssigkeit 400
in jeder der zumindest zwei druckseitigen Anschlüsse 12 der Pumpe 10 eingeschaltet.
Die hydraulische Pumpe, deren Saugseite 11 und Druckseite 12 über einen Rücklauf 51
bzw. Vorlauf 52 in Form von Hydraulikleitungen an das über einen Handschalter 610
eines Ventils 600 betätigbares hydraulisches Werkzeug 60 angeschlossen sind, ist zwischen
dem Steuergerät 30 und dem die Hydraulikflüssigkeit aufnehmenden Tank 40 angeordnet
und von dem als Verbrennungsmotor M ausgebildeten Antrieb 20 angetrieben.
[0018] Das Steuergerät 30 ist ferner mit einer als Vergaser ausgebildeten Antriebssteuerung
21 über einen Bowdenzug 35 verbunden, wodurch die Drehzahl des Antriebs 20 gesteuert
werden kann. Der Antrieb 20 stellt eine mechanische Antriebsleistung vermittels einer
Kraftübertragung 22, wie beispielsweise einer Welle, an die Pumpe 10 bereit. Die Antriebssteuerung
21 stellt die Antriebsleistung des Antriebs 20 von dem Steuergerät 30 gesteuert ein.
[0019] Das Ventil 600 weist eine den Vorlauf 52 mit dem Rücklauf 51 verbindende Schaltstellung
601 auf, in der die von dem Antrieb 20 angetriebene hydraulische Pumpe 10 die Hydraulikflüssigkeit
im Leerlauf des Antriebes von der Saugseite 11 zu der Druckseite 12 in das Gehäuse
der Pumpe 10 im Kreis fördert. Das Werkzeug 60 ist mit einer doppelt wirkenden Kolben-Zylinder-Anordnung
620 mit einem eigentlichen Zylinder 624 und einem eine Kolbenstange 623 aufweisenden
Kolben sowie einem Schneidewerkzeug 630 versehen. Die Druckseite 12 der Pumpe 10 ist
über den Vorlauf 52 mit dem hydraulischen Werkzeug 60 und die Saugseite 11 der Pumpe
über den Rücklauf 51 mit dem hydraulischen Werkzeug verbunden. Lösbare Kupplungen
71,72 sowie 640 können auf der Seite des Hydrauliksystems 4 und/oder auf der Seite
des hydraulischen Werkzeugs 60 vorgesehen sein, um einen Werkzeugwechsel zu ermöglichen.
[0020] Das Ventil 600, das über einen mechanischen, manuellen oder elektrischen Betätiger
610 von außen verstellbar ist, weist ferner eine erste Ventilstellung 601, eine zweite
Ventilstellung 602 und eine dritte Ventilstellung 603 auf. In der zweiten Ventilstellung
602 verbindet das Ventil 600 den Vorlauf 52 und damit die Druckseite 12 der Pumpe
10 über die Leitung 621 mit dem Zylinderraum und den Rücklauf 51 und damit die Saugseite
11 der Pumpe über die Leitung 622 mit dem Kolbenstangenraum. Die Pumpe 10 fördert
in diesem Zustand Hydraulikflüssigkeit 400 in den Zylinderraum, wodurch die Kolbenstange
623 ausgefahren und dabei das Werkzeug 60 entsprechend betätigt wird.
[0021] In der dritten Ventilstellung 603 verbindet das Ventil 600 den Vorlauf 52 und damit
die Druckseite 12 der Pumpe 10 über die Leitung 622 mit dem Kolbenstangenraum und
den Rücklauf 51 und damit die Saugseite 11 der Pumpe über die Leitung 621 mit dem
Zylinderraum. Die Pumpe 10 fördert in diesem Zustand Hydraulikflüssigkeit 400 in den
Kolbenstangenraum, wodurch das hydraulische Werkzeug 60 in umgekehrter Richtung bewegt
wird.
[0022] Sowohl in der zweiten als auch in der dritten Ventilstellung 602 bzw. 603, wird die
Hydraulikflüssigkeit 400 von dem Tank 40 nachgefördert. Während der Betätigung des
hydraulischen Werkzeugs 60 bzw. während das hydraulische Werkzeug 60 Arbeit verrichtet,
wird also in vorteilhafter Weise die Drehzahl des Antriebs 20 automatisch über den
Positionsschalter und die Antriebssteuerung 21 gegenüber dem Leerlauf zu der maximalen
Drehzahl erhöht.
[0023] Des Weiteren verbindet in der ersten Ventilstellung 601 das Ventil 600 den Vorlauf
52 mit dem Rücklauf 51 und ermöglicht damit einen Kreislauf der Hydraulikflüssigkeit
400.
[0024] Das eigentliche Steuergerät 30 ist in den Figuren 2 bis 4 näher dargestellt. Es weist
beim wiedergegeben Ausführungsbeispiel zwei Eingänge 31,32 (Figur 4) auf. Jeder dieser
Eingänge ist genau mit einem Druckraum 310,320 verbunden und jeder derselben ist mit
einem bei Druckbeaufschlagung aus einer Ruhelage (Figur 4, unten) entgegen der Kraft
einer Feder 312, 322 in eine Schaltlage (Figur 4, oben) bewegbaren Kolben 313,323
versehen, der eine Kolbenstange 311,321 aufweist. Die Kolbenstange 311,321 greift
in der Schaltlage mittelbar an dem Ende 34 einer Stange oder eines Zuges 35 an und
betätigt diesen, was im Detail später näher beschrieben wird. In dem Druckraum 310,320
ist eine die Kolbenstange 311,321 von ihrer Ruhelage in die Schaltlage führende Kolbenstangenführung
314,324 vorgesehen.
[0025] Befinden sich die Kolben 313,323 in der Ruhelage so bewirkt das Ende 34 des angeschlossenen
Bowdenzuges 35, dass der Verbrennungsmotor M im Leerlauf dreht. Wenn infolge der Betätigung
von einem der zwei angeschlossenen Werkzeuge 60 der Druck der Hydraulikflüssigkeit
400 an, so wird der eine Kolben 313 der beiden Kolben 313,323 aus der Ruhelage (Figur
4, unten) in die Schaltlage (Figur 4, oben) bewegt. Infolgedessen wird auch das Ende
34 des Bowdenzuges 35 bewegt und bewirkt das Anheben der Leerlaufdrehzahl zu der Maximaldrehzahl
des Verbrennungsmotors M und damit auch eine grössere Leistungsabgabe der von diesem
angetriebenen hydraulischen Pumpe 10. Wird das Werkzeug nicht mehr betätigt, fällt
der Druck und der Kolben 313 gelangt wieder unter gleichzeitiger Zurückbewegung des
Endes 34 des Bowdenzuges in seine Ruhelage, wodurch der Verbrennungsmotor M wieder
in den Leerlauf gelangt.
[0026] Die Kolbenstangen 311,321 des Steuergerätes 30 reichen in einen gesonderten, von
dem Druckraum 310,320 abgegrenzten sowie die Federn 312,322 aufnehmenden zylinderförmigen
Raum 318,328 und liegen an dem rückwärtigen Boden eines tassenförmigen Kolbens 319,329
an. Dem, diesem rückwärtigen Boden gegenüberliegenden Grund des tassenförmigen Kolbens
319,329 liegt das eine Ende der Feder 312,322 an.
[0027] Dabei reicht bei dem Steuergerät 30 das Ende 34 des Bowdenzuges 35 in den Bewegungsweg
jedes tassenförmigen Kolbens 319,329 und wird von diesen bei dessen Bewegung in die
Schaltlage parallel dazu im Sinne einer Betätigung des Vergasers 21 als Antriebssteuerung
des Verbrennungsmotors M oder 20 verschoben, wodurch dieser aus dem Leerlauf auf seine
maximale Drehzahl gefahren wird. Somit greift die Kolbenstange 311,321 in der Schaltlage
über den tassenförmigen Kolben 319,329 mittelbar an dem Ende 34 der Stange oder des
Zuges 35 an und betätigt diesen und damit den Vergaser als Antriebssteuerung 21 des
Verbrennungsmotors.
[0028] Das andere Ende der Feder 312,322 ist dabei zum Zwecke der Verstellung in einem ebenfalls
tassenförmigen Kolben 402 gelagert, der von aussen über eine Stellschraube 401 verstellbar
ist. Auf diese Weise kann die Vorspannung der Feder und damit auch der Verstellweg
des Bowdenzuges und damit die Antriebssteuerung eingestellt werden.
1. Steuergerät (30) zum Steuern der Drehzahl einer von einem Verbrennungsmotor (M) angetriebenen
hydraulischen Pumpe (10) mit zumindest zwei Eingängen (31,32) für eine Hydraulikflüssigkeit
(400), wobei zumindest zwei, mit je einem der Eingänge (31,32) verbundene Druckräume
(310,320) vorgesehen sind, wobei jeder derselben mit einem bei Druckbeaufschlagung
aus einer Ruhelage (Figur 4, unten) entgegen der Kraft einer Feder (312,322) in eine
Schaltlage (Figur 4, oben) bewegbaren Kolben (313,323) versehen ist und wobei dessen
Kolbenstange (311,321) in der Schaltlage an dem Ende (34) einer Stange oder eines
Zuges (35) angreift, dadurch gekennzeichnet, dass die Kolbenstangen (311,321) in einen gesonderten, von dem Druckraum abgegrenzten
sowie die Federn(312,322) aufnehmenden zylinderförmigen Raum (318,328) reichen und
an dem rückwärtigen Boden je eines tassenförmigen Kolbens (319,329) anliegen.
2. Steuergerät (30) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Druckraum (310,320) eine die Kolbenstange (311,321) von der Ruhelage in die
Schaltlage (311,321) führende Kolbenstangenführung (314,324) vorgesehen ist.
3. Steuergerät (30) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (313,323) einen grösseren Durchmesser als die Kolbenstangenführung (314,324)
aufweist.
4. Steuergerät (30) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem dem rückwärtigen Boden gegenüberliegenden Grund des tassenförmigen Kolbens
(319,329) die Feder (322) anliegt.
5. Steuergerät (30) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Zug (35) als Drahtzug oder Kunststoffseil ausgebildet ist.
6. Steuergerät (30) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der als Drahtzug (35) ausgebildete Zug als Bowdenzug ausgebildet ist.
7. Steuergerät (30) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ende (34) der Stange oder des Zuges (35) in den Bewegungsweg jedes tassenförmigen
Kolbens (319,329) reicht und von diesen bei dessen Bewegung in die Schaltlage parallel
dazu verschoben wird.
8. Verwendung eines Steuergerätes (30) nach einem der Ansprüche 1 bis 7 durch Anordnen
in den zwei druckseitigen Anschlüssen (12) der von dem Antrieb (20) angetriebenen
hydraulischen Pumpe (10).
1. A control device (30) for controlling the rotational speed of a hydraulic pump (10)
driven by a combustion engine (M) with at least two inputs (31, 32) for a hydraulic
fluid (400), wherein at least two compression chambers (310, 320), each connected
to one of the inputs (31, 32), are provided, wherein each of the same is provided
with a piston (313, 323) capable of being displaced, subject to the supply of a pressure,
from a resting position (Figure 4, bottom) against the force of a spring (312, 322)
into a switching position (Figure 4, top), and wherein its piston rod (311, 321) engages
in the switching position with the end (34) of a rod or a cord (35),
characterised in that
the piston rods (311, 321) extend into a separate cylindrical chamber (318, 328) separated
from the compression chamber and accommodating the springs (312, 322), and are each
in contact with the rear-side of the base of a cup-shaped piston (319, 329).
2. The control device (30) according to claim 1,
characterised in that
a piston rod guide (314, 324) guiding the piston rod (311, 321) from the resting position
into the switching position (311, 321) is provided in the compression chamber (310,
320).
3. The control device (30) according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the piston (313, 323) provides a larger diameter than the piston rod guide (314, 324).
4. The control device (30) according to claim 1,
characterised in that
the spring (322) is in contact with the floor of the cup-shaped piston (319, 329)
disposed opposite to the rear-side of the base.
5. The control device (30) according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the cord (35) is embodied as a wire cord or a synthetic material rope.
6. The control device (30) according to claim 5,
characterised in that
the cord embodied as a wire cord (35) is embodied as a Bowden wire.
7. The control device (30) according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the end (34) of the rod or cord (35) extends into the movement path of each cup-shaped
piston (319, 329) and is displaced by the latter parallel to it when it is moved into
the switching position.
8. A use of a control device (30) according to any one of claims 1 to 7 by arranging
the hydraulic pump (10) driven by the drive (20) in the two compression-side connections
(12).
1. Appareil de commande (30) destiné à commander la vitesse de rotation d'une pompe hydraulique
(10) entraînée par un moteur à combustion interne (M), comprenant au moins deux entrées
(31, 32) pour un liquide hydraulique (400), dans lequel il est prévu au moins deux
chambres de pression (310, 320) reliées chacune à une des entrées (31, 32), chacune
d'elles étant munie d'un piston (313, 323) qui, en présence d'une sollicitation de
pression, peut être déplacé d'une position de repos (Figure 4, en bas) à une position
de manoeuvre (Figure 4, en haut) à l'encontre de la force d'un ressort (312, 322)
et la tige de piston (311, 321) de ce piston attaquant l'extrémité (34) d'une barre
ou d'une commande à câble (35) dans la position de manoeuvre, caractérisé en ce que les tiges de piston (311, 321) sont engagées dans une chambre cylindrique distincte
(318, 328), séparée de la chambre de pression et qui renferme les ressorts (312, 322),
et prennent appui contre un plateau arrière d'un piston en forme de godet (319, 329)
.
2. Appareil de commande (30) selon la revendication 1, caractérisé en ce que, dans la chambre de pression (310, 320), est prévu un guide de tige de piston (314,
324) qui guide la tige de piston (311, 321) de la position de repos à la position
de manoeuvre (311, 321).
3. Appareil de commande (30) selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le piston (313, 323) présente un plus grand diamètre que le guide de tige de piston
(314, 324).
4. Appareil de commande (30) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le ressort (322) est appuyé sur le fond du piston (319, 329) en forme de godet qui
est à l'opposé du plateau arrière.
5. Appareil de commande (30) selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la commande à câble (35) est constituée par une commande à fil métallique ou par
un câble en matière plastique.
6. Appareil de commande (30) selon la revendication 5, caractérisé en ce que la commande à câble formée d'une commande à fil métallique (35) constitue un câble
Bowden.
7. Appareil de commande (30) selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'extrémité (34) de la barre ou de la commande à câble (35) est engagée sur le trajet
de chaque piston en forme de godet (319, 329) et est entraînée par ce dernier lors
de son mouvement aboutissant à la position de manoeuvre, parallèlement à ce mouvement.
8. Utilisation d'un appareil de commande (30) selon une des revendications 1 à 7, par
montage de cet appareil dans les deux raccords (12) côté pression de la pompe hydraulique
(10) entraînée par l'entraînement (20).


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