(19)
(11) EP 2 260 904 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
15.12.2010  Patentblatt  2010/50

(21) Anmeldenummer: 09007804.9

(22) Anmeldetag:  13.06.2009
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A61Q 15/00(2006.01)
G05D 11/02(2006.01)
B01F 15/04(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL BA RS

(71) Anmelder: Gavrilovic, Rade
40476 Düsseldorf (DE)

(72) Erfinder:
  • Spikker, Helmut
    59229 Ahlen (DE)

(74) Vertreter: Behrendt, Arne 
Schneiders & Behrendt, Rechts- und Patentanwälte Huestrasse 23
44787 Bochum
44787 Bochum (DE)

   


(54) Verfahren zum Mischen von Parfüm


(57) Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Mischen eines individuell auf einen Kundenwunsch abgestimmten Parfüms unter Auswahl einer Grundduftkomponente aus einer Mehrzahl von Grundduftkomponenten sowie wenigstens einer Zusatzduftkomponente aus einer Mehrzahl von Zusatzduftkomponenten. Um bei einem derartigen Verfahren eine große Variationsbreite und eine gute Reproduzierbarkeit zu erreichen, schlägt die Erfindung vor, dass zur Herstellung von 100 Vol.-Teilen die Grundduftkomponente in einer Teilmenge X mit Y gleichgroßen Inkrementen von Zusatzduftkomponenten gemischt wird, wobei die Teilmenge X 50 bis 90 Vol.-Teilen, vorzugsweise 70 bis 90 Vol.-Teilen beträgt, und Y eine ganze Zahl von 4 bis 20 ist, und wobei jede Zusatzduftkomponente in Inkrementen von

Vol.-Teilen oder einem ganzzahligen Vielfachen davon eingesetzt wird, mit der Randbedingung, dass

ist.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Mischen eines individuell auf einen Kundenwunsch abgestimmten Parfüms unter Auswahl einer Grundduftkomponente aus einer Mehrzahl von Grundduftkomponenten sowie wenigstens einer Zusatzduftkomponente aus einer Mehrzahl von Zusatzduftkomponenten.

[0002] Parfüm als Wohlgeruch dient in erster Linie dem persönlichen Wohlbefinden und der Selbstdarstellung. Es soll einerseits dem Benutzer gefallen und andererseits nach außen hin die Persönlichkeit und den besonderen Stil des Benutzers unterstreichen. Ein Problem besteht darin, dass sich jede Duftnote auf der Haut von verschiedenen Menschen unterschiedlich entwickelt. Aus diesem Grund ist es außerordentlich schwierig, ohne Probe oder sogar für dritte Personen ein in jeder Hinsicht passendes Parfüm zu finden.

[0003] Wegen dieser Schwierigkeit verwendet man im Handel oft Testflakons mit geringem Inhalt, die dem Kunden zum Ausprobieren zur Verfügung gestellt werden. In Anbetracht der Vielzahl der als Bausteine für ein Parfüm geeigneten natürlichen oder synthetischen Riechstoffe ist es aber nahezu ausgeschlossen, solche Proben in der theoretisch denkbaren Variationsbreite bereit zu halten.

[0004] Als Basis für die Herstellung von Parfüm stehen zur Zeit etwa 200 natürliche Essenzen und etwa 2000 synthetische Duftstoffe zur Verfügung, die an Blüten, Früchte, Gewürze, Holz, Rinde und Harz, Blätter, Gräser, Moos, Beeren, Wurzeln, tierische Sekrete und charakteristische Nahrungsmittel erinnern und in Alkohol (ca. 80%) und Wasser gelöst werden.

[0005] In Anbetracht dieser Vielzahl hat es nicht an Versuchen gefehlt, eine geeignete Klassifizierung zu finden. So gibt es z. B. eine Einteilung nach sogenannten Duftnoten (Kopfnote, Herznote, Basisnote), die sich daran orientieren, wie der Dufteindruck des betreffenden Parfüms auf der Haut abklingt. Und zwar ist die Kopfnote in erster Linie in den ersten Minuten nach dem Auftragen des Parfüms auf die Haut wahrnehmbar. Die Herznote ist demgegenüber erst nach Stunden wahrnehmbar, nachdem sich die Kopfnote verflüchtigt hat. Die Basisnote ist demgegenüber die letzte Stufe des Duftabbaus und enthält im Wesentlichen die zuletzt verdunsteten Bestandteile.

[0006] Daneben benutzt man zur Klassifizierung sogenannte Duftfamilien, die jeweils Gemische von Riechstoffen mit ähnlichen Duftnoten enthalten. Diese Einteilung ist allerdings umstritten und teilweise auch willkürlich.

[0007] Nach dem Stand der Technik (vgl. US 2003/0014324 A1) ist es bekannt, für jeden Kunden ein individuell auf den Kundenwunsch abgestimmtes Parfüm zu mischen. Dabei wird den Wünschen des Kunden im Hinblick auf den gewünschten Duft dadurch Rechnung getragen, dass der Kunde durch einen persönlichen Kontakt mit einem Berater oder über Internet, Telefon oder dergleichen seine Wünsche mitteilt und nach seinen Angaben ein individuelles Parfüm gemischt wird.

[0008] In Anbetracht der oben diskutierten Ungenauigkeit in der Klassifizierung und der Vielzahl der möglichen Ingredienzien, die in unterschiedlichen Mengen und Konzentrationen verwendet werden können, ist es natürlich außerordentlich schwierig, die verschiedenen Kundenwünsche in großer Variationsbreite und insbesondere bei komplexen Mischungen auf einfache Weise abwickeln zu können. Hierfür benötigt man normalerweise einen geübten Experten, nämlich einen sogenannten Parfümeur.

[0009] Bei dem aus der US 2003/0014324 A1 bekannten Verfahren wird eine gewisse Variationsbreite dadurch erreicht, dass man den Kunden in einem ersten Schritt eine seinen Wünschen entsprechende Grundduftkomponente, nach Kopfnote, Herznote und Basisnote und dann in einem zweiten Schritt eine seinen weiteren Wünschen entsprechende Zusatzkomponente nach Kopfnote, Herznote und Basisnote aussuchen lässt und anschließend diese Grundduftkomponente mit der Zusatzduftkomponente vermischt.

[0010] Die auf diese Weise erreichbare Variationsbreite ist indessen gering. Außerdem ist aufgrund der unbestimmten Mengen und Konzentrationsverhältnisse die Reproduktion schwierig.

[0011] Es ist Aufgabe der Erfindung, das Verfahren der eingangs genannten Art dahingehend weiterzubilden, dass das auf Kundenwunsch abgestimmte Parfüm auf einfach Weise in einer sehr großen Variationsbreite und mit genauer Reproduzierbarkeit gemischt werden kann. Dabei soll es insbesondere auf einfache Weise möglich sein, eine genau bestimmte Zielmenge eines individuell an Kundenwünsche angepassten Parfüms mit reproduzierbarer Zusammensetzung aus einer Vielzahl von Duftkomponenten zusammenzustellen, ohne dabei auf die Kunstfertigkeit eines geübten Parfümeurs angewiesen zu sein. Das individuell angepasste Parfüm soll nämlich insbesondere im Direktvertrieb beim Kunden vor Ort vom Verkäufer aus einem mitgebrachten Satz von Grundduftkomponenten und Zusatzduftkomponenten hergestellt werden und später anhand von diesen Angaben reproduziert werden.

[0012] Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Mischen eines individuell auf einen Kundenwunsch abgestimmten Parfüms unter Auswahl einer Grundduftkomponente aus einer Mehrzahl von Grundduftkomponenten sowie wenigstens einer Zusatzduftkomponente aus einer Mehrzahl von Zusatzduftkomponenten, welches dadurch gekennzeichnet ist,
dass zur Herstellung einer Zielmenge von 100 Vol.-Teilen Parfum eine Grundduftkomponente in einer Teilmenge X mit Y gleichgroßen Inkrementen von Zusatzduftkomponenten gemischt wird, wobei
die Teilmenge X 50 bis 90 Vol.-Teile, vorzugsweise 70 bis 90 Vol.-Teile beträgt und
Y eine ganze Zahl von 4 bis 20 ist
und wobei jede Zusatzduftkomponente in Inkrementen

Vol.-Teilen oder einem ganzzahligen Vielfachen davon eingesetzt wird, mit der Randbedingung, dass



[0013] Bei Einhaltung dieser Mischungsregel lässt sich Parfüm in einer außerordentlichen Variationsbreite mit der Zielmenge 100 Vol.-Teile exakt reproduzierbar aus Grundduftkomponenten und eine Anzahl von Zusatzduftkomponenten mischen. Dadurch, dass der jeweils gewählten Grundduftkomponente die bis zum Erreichen der Zielmenge zuzusetzenden Zusatzduftkomponenten in untereinander gleichen Inkrementen oder ganzzahligen Vielfachen von solchen Inkrementen zugesetzt werden, kann auf einfache Weise durch einfaches Abzählen der zugesetzten Inkremente in großer Variationsbreite eine große Zahl von individuellen Mischungen hergestellt und reproduziert werden. Die Reproduktion ist insofern besonders einfach, als man dafür lediglich den jeweils verwendeten Grundduft und die Anzahl von Inkrementen der ausgewählten und verwendeten Zusatzduftnoten kennen muss. Das Verfahren gemäß der Erfindung eignet sich deshalb auch insbesondere für Vertriebssysteme, bei denen das individuelle Parfüm zusammen mit dem Kunden vor Ort vorgenommen wird, um es anschließend in einer zentralen Produktionsstätte reproduzieren zu lassen.

[0014] Eine bevorzugte Ausführungsform des Verfahren gemäß der Erfindung sieht vor, dass eine aus einer Auswahl von sechs oder mehr Grundduftkomponenten kombiniert mit bis zu vierzehn, vorzugsweise ein bis drei, Zusatzduftkomponenten eingesetzt wird. Es hat sich herausgestellt, dass mit einer solchen Kombination von Grundduftkomponenten und Zusatzduftkomponenten eine enorm große Anzahl von individuellen Parfüms gemischt werden kann.

[0015] Gegenstand der Erfindung ist weiterhin eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung, gekennzeichnet durch
  • ein Mischgefäß zur Aufnahme der Zielmenge von 100 Vol.-Teilen an Parfüm,
  • mehrere Vorratsbehälter für die Grundduftkomponenten jeweils versehen mit einer Makro-Dosiervorrichtung zur Abgabe einer Teilmenge von X Vol.-Teilen der jeweiligen Grundduftkomponente und
  • mehrere Vorratsbehälter für die Zusatzduftkomponenten jeweils versehen mit einer Mikro-Dosiervorrichtung zur Abgabe von Y gleichgroßen Inkrementen der einzelnen Zusatzduftkomponenten, wobei jedes Inkrement

    Vol.-Teilen entspricht, mit der Randbedingung, dass

    ist.


[0016] Eine solche Vorrichtung kann vom Berater mitgeführt werden, so dass der Berater zusammen mit dem Kunden das Parfüm vor Ort zusammenstellen kann.

[0017] Noch besser ist es, wenn der Berater einen vorkonfektionierten Baukasten mit den verschiedenen Duftkomponenten mit sich führt. Ein solcher Baukasten ist zweckmäßig gekennzeichnet durch
  • ein Mischgefäß zur Aufnahme einer Zielmenge von 100 Vol.-Teilen Parfüm,
  • mehreren große Behältern für sechs oder mehr verschiedene Grundduftkomponenten jeweils mit einer Füllmenge von X Vol.-Teilen pro großem Behälter
  • und einer Vielzahl von kleinen Behältern, die jeweils ein Inkrement in der Größe von

    Vol.-Teilen pro kleinem Behälter von 14 unterschiedlichen Zusatzduftkomponenten enthalten.


[0018] Mit einem solchen Baukasten lassen sich ebenfalls vor Ort auf einfache Weise und leicht reproduzierbar die verschiedensten Parfüms herstellen, indem zunächst eine der in den großen Behältern vorrätig gehaltenen Grundduftkomponenten in das Mischgefäß eingefüllt wird und sodann das Mischgefäß mit dem Inhalt einer Anzahl von kleinen Behältern bis zur Zielmenge aufgefüllt und durchmischt wird. Dabei sind bei der Zugabe der Zusatzduftkomponenten aus den kleinen Behältern natürlich die oben diskutierten Regeln und Randbedingungen des Verfahrens einzuhalten.

[0019] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1
einen Mischbaukasten zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung;
Figur 2
eine Mischvorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung.


[0020] In der Figur 1 ist ein Mischgefäß mit dem Bezugszeichen 1 bezeichnet. Dieses Mischgefäß ist zur Aufnahme und zum Mischen einer Zielmenge von 100 Vol.-Teilen Parfüm geeignet und mit einem Rührwerk 2 versehen, welches zum Rühren der Bestandteile dient.

[0021] Weiterhin umfasst der Mischbaukasten sechs große Behälter 3 für sechs verschiedene Grundduftkomponenten A, B, C, D, E und F. Bei diesen Grundduftkomponenten handelt es sich um vorgemischte Akkorde aus Kopfnote, Herznote und Basisnote, deren besondere Charakteristik durch bestimmte Namen angedeutet wird. Zu diesen Namen können dem auswählenden Kunden ggf. noch weitere Informationen gegeben werden.

[0022] Beim Ausführunsbeispiel der Figur 1 enthält jeder große Behälter 3 die Teilmenge X = 70 Vol.-Anteile der herzustellenden Zielmenge von 100 Vol.-Teilen. Abweichend davon kann die Teilmenge X auch 50 bis 90 Vol.-Teile, vorzugsweise 70 bis 90 Vol.-Teile betragen.

[0023] Die genannte Teilmenge X einer der genannten Grundduftkomponenten A bis F, das heißt der gesamte Inhalt einer der drei großen Behälter 3, wird in das Mischgefäß 1 eingefüllt.

[0024] Das verbleibende Volumen bis zur Zielmenge des Mischgefäßes beträgt 100-X, d. h. beim Ausführungsbeispiel 30 Vol.-Teile. Dieses verbleibende Volumen, welches anschließend mit Zusatzduftkomponenten aufgefüllt werden muss, ist nach der Lehre der Erfindung in Y gleichgroße Inkremente unterteilt. Beim Ausführungsbeispiel beträgt die Anzahl der Inkremente 10, kann aber auch davon abweichen und 4 bis 20 betragen. Dabei entspricht die Teilmenge jedes Inkrementes

Vol.-Teile, d. h. beim Ausführungsbeispiel 3 Vol.-Teile.

[0025] Die einzelnen Zusatzduftkomponenten a, b, c, d, e, f, g, h, i, j, k, l, m und n werden jeweils in kleinen Behältern 4 bereitgehalten, wobei jeder kleine Behälter die Teilmenge eines Inkrements, d. h. beim Ausführungsbeispiel eine Teilmenge von 3 Vol.-Teilen enthält. Bei den einzelnen der insgesamt 14 Zusatzduftkomponenten handelt es sich auch wieder um vorgemischte Akkorde bestehend aus Kopfnote, Herznote und Basisnote, deren besondere Charakteristik durch Adjektive angedeutet wird, die dem Kunden bei der Auswahl Anhaltspunkte bieten sollen und dem Namen der Grundduftkomponente hinzugefügt werden können.

[0026] Das in dem Mischgefäß 1 verbleibende Volumen 100-X wird nun mit dem Inhalt von ausgewählten kleine Behältern 4 bis zur Zielmenge 100 aufgefüllt, wobei die Zusatzduftkomponenten nur in den Teilmengen der Inkremente oder einem ganzzahligen Vielfachen davon zugegeben werden. Sobald das Mischgefäß auf diese Art und Weise bis zur Zielmenge aufgefüllt ist, wird das Parfüm mit Hilfe des Rührwerks 2 vermischt und ist für den Einsatz fertig.

[0027] Für die Reproduktion benötigt man lediglich die jeweils gewählte Grundstoffkomponente und die Anzahl der jeweils verwendeten Inkremente der verschiedenen Zusatzduftkomponenten. Beim Ausführungsbeispiel ist das beispielsweise die Grundduftkomponente C mit den Zusatzduftkomponenten 1 • a + 2 • b + 1 • f + 2 • h + 3 • k + 1 • j. Diese einfache Information kann nach Mischung des Parfüms zusammen mit dem Kunden vor Ort an eine Zentrale gegeben werden, so dass nach den gleichen Mischungsregeln das Parfüm hergestellt und verpackt kartoniert und beschriftet an den Kunden ausgeliefert werden kann.

[0028] Abweichend vom in Figur 1 dargestellten Mischbaukasten kann das Verfahren gemäß der Erfindung auch mit der in Figur 2 dargestellten Mischvorrichtung durchgeführt werden. Auch diese Mischvorrichtung enthält ein Mischgefäß 11, welches zur Aufnahme der Zielmenge von 100 Vol.-Teilen Parfüm geeignet ist und mit einem Rührwerk 12 versehen ist, welches zum Vermischen der Bestandteile dient.

[0029] Die Grundduftkomponenten A bis F werden hier in großen Vorratsbehältern 13 bereitgehalten, denen jeweils eine Makro-Dosiervorrichtung 13a zur dosierten Abgabe der jeweils richtigen Teilmenge X der jeweiligen Grundduftkomponente zugeordnet ist. Weiterhin werden die Zusatzduftkomponenten a bis n in kleinen Vorratsbehältern 14 bereitgehalten, denen jeweils eine Mikro-Dosiervorrichtung 14a zur Abgabe von Inkrementen der verschiedenen Zusatzduftkomponenten zugeordnet sind.

[0030] Der Mischvorgang verläuft analog zum Mischvorgang mit dem oben erläuterten Mischbaukasten ab, mit dem Unterschied, dass hier die Teilmenge X der jeweiligen Grundduftkomponente und die jeweils gewünschte Anzahl an Inkrementen Y der verschiedenen Zusatzduftkomponenten mit Hilfe der Makro-Dosiervorrichtungen 13a bzw. der Mikro-Dosiervorrichtungen 14a durchgeführt werden. Ggf. können diese Makro-Dosiervorrichtungen 13a und Mikro-Dosiervorrichtungen 14a auch rechnergesteuert betätigt werden.


Ansprüche

1. Verfahren zum Mischen eines individuell auf einen Kundenwunsch abgestimmten Parfüms unter Auswahl einer Grundduftkomponente aus einer Mehrzahl von Grundduftkomponenten sowie wenigstens einer Zusatzduftkomponente aus einer Mehrzahl von Zusatzduftkomponenten, dadurch gekennzeichnet, dass zur Herstellung einer Zielmenge von 100Vol.-Teilen Parfüm eine Grundduftkomponente in einer Teilmenge X mit Y gleich großen Inkrementen von Zusatzduftstoffkomponenten gemischt wird, wobei
die Teilmenge X 50 bis 90 Vol.-Teile, vorzugsweise 70 bis 90 Vol.-Teile beträgt
und Y eine ganze Zahl von 4 bis 20 ist
und wobei jede Zusatzduftkomponente in Inkrementen von

Vol.-Teilen oder einem ganzzahligen Vielfachen davon eingesetzt wird,
mit der Randbedingung, dass


 
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine von sechs oder mehr Grundduftkomponenten kombiniert mit bis zu vierzehn, vorzugsweise ein bis drei Zusatzduftkomponenten eingesetzt wird.
 
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch

- ein Mischgefäß (11) zur Aufnahme einer Zielmenge von 100 Vol.-Teilen an Parfüm,

- mehrere Vorratsbehälter (13) für die Grundduftkomponenten, jeweils versehen mit einer Makro-Dosiervorrichtung (13a) zur Abgabe einer Menge von X Vol.-Teilen der jeweiligen Grundduftkomponente,

- mehrere Vorratsbehälter (14) zur Abgabe von für die Zusatzduftkomponenten jeweils versehen mit einer Mikro-Dosiervorrichtung (14a) zur Abgabe von Y gleichgroßen Inkrementen der einzelnen Zusatzduftkomponenten, wobei jedes Inkrement

Vol.-Teilen entspricht, mit der Randbedingung, dass


 
4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Mischbaukasten enthaltend

- ein Mischgefäß (1) zur Aufnahme der Zielmenge von 100 Vol.-Teilen an Parfüm,

- mehrere große Behälter (3) für sechs oder mehr verschiedene Grundduftkomponenten, jeweils mit einer Füllmenge von X Vol.-Teilen pro großem Behälter (3)

- und eine Vielzahl kleine Vorratsbehälter (4) für verschiedene Zusatzduftkomponenten, die jeweils ein gleich großes Inkrement in der Größe von

-Teilen pro kleinem Behälter (4) enthalten.


 




Zeichnung










Recherchenbericht










Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente