[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Werkstückhalter für eine Planschleifmaschine,
insbesondere einen Planschleifmaschinen-Werkstückhalter, mit einer zentrischen Werkstückhalterachse,
um welche der Werkstückhalter drehbar antreibbar ist, und mit mindestens einer Werkstückaufnahme
zur Aufnahme mindestens eines Werkstücks.
[0002] Werkstückhalter für Planschleifmaschinen haben die Aufgabe, ein Werkstück zu halten
und aus einem Bestückungsbereich einer Planschleifmaschine in einen Bearbeitungsbereich
einer Planschleifmaschine zu überführen. In dem Bearbeitungsbereich einer Planschleifmaschine
steht mindestens ein Schleifwerkzeug in planschleifendem Eingriff mit einer Oberfläche
des an oder in der Werkstückaufnahme des Werkstückhalters aufgenommenen Werkstücks.
[0003] Da das Werkstück gemeinsam mit dem Werkstückhalter in einen Schleifspalt hineinbewegt
wird, welcher vergleichsweise klein sein kann, beispielsweise weniger als ungefähr
3 cm beträgt, werden hohe Anforderungen an die Stabilität des relativ flachen Werkstückhalters
gestellt. Daher werden Werkstückhalter der eingangs genannten Art üblicherweise aus
einem vergleichsweise harten Material gefertigt, um auch bei niedrigen Materialstärken
des Werkstückhalters einen relativ hohen Verformungswiderstand zu erreichen. Für eine
hochgenaue planschleifende Bearbeitung eines Werkstücks ist es jedoch erforderlich,
das mindestens eine Werkstück möglichst spielfrei an der Werkstückaufnahme zu lagern.
Dies führt dazu, dass auch die Werkstückaufnahme mit niedrigen Toleranzen gefertigt
werden muss und die Herstellung bekannter Werkstückhalter entsprechend aufwendig und
teuer ist.
[0004] Infolge der vorstehenden Zusammenhänge werden auch an die Toleranzen noch unbearbeiteter
Werkstücke hohe Anforderungen gestellt, damit diese möglichst spielfrei mit einer
Werkstückaufnahme eines Werkstücks zusammenwirken können.
[0005] Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Werkstückhalter
zu schaffen, mit welchem vorstehend erläuterte Nachteile vermieden werden.
[0006] Diese Aufgabe wird bei einem Werkstückhalter der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
gelöst durch mindestens zwei relativ zueinander bewegbare Halterteile, welche gemeinsam
die mindestens eine Werkstückaufnahme begrenzen und welche mittels einer Verbindungseinrichtung
relativ zueinander fixierbar sind.
[0007] Der erfindungsgemäße Werkstückhalter ermöglicht eine variable Begrenzung mindestens
einer Werkstückaufnahme, so dass die Werkstückaufnahme an die Form eines Werkstücks
anpassbar ist. Dies ermöglicht es, Toleranzen von unbearbeiteten Werkstücken auszugleichen.
Darüber hinaus ist es aber besonders vorteilhaft, dass die variable Begrenzung einer
Werkstückaufnahme es ermöglicht, unterschiedlich große Werkstücke aufzunehmen, so
dass der erfindungsgemäße Werkstückhalter für unterschiedlich große Werkstücke geeignet
ist. Dies hat zur Folge, dass für unterschiedlich große Werkstücke nicht mehr, wie
aus dem Stand der Technik bekannt, jeweils spezifische Werkstückhalter bereitgestellt
werden müssen. Vielmehr kann der erfindungsgemäße Werkstückhalter genutzt werden,
um dessen mindestens eine Werkstückaufnahme zu verwenden, um unterschiedlich große
Werkstücke an oder in dieser Werkstückaufnahme befestigen zu können. Außerdem kann
die Anzahl der in einem Fertigungsbereich bereitzuhaltenden Werkstückhalter minimiert
werden. Hierdurch werden Beschaffungskosten reduziert, und der Aufwand zur Lagerung
von Werkstückhaltern kann verkleinert werden.
[0008] Darüber hinaus ermöglicht es der erfindungsgemäße Werkstückhalter, diesen für eine
erste Werkstückgröße zu verwenden, dann in einem montierten Zustand an einer Planschleifmaschine
zu belassen und an eine zweite Werkstückgröße anpassen zu können. Hierdurch werden
während des Betriebs einer Planschleifmaschine die Nebenzeiten reduziert.
[0009] Der Werkstückhalter umfasst mindestens zwei relativ zueinander bewegbare Halterteile,
welche jeweils mindestens einen Teil der Begrenzung mindestens einer Werkstückaufnahme
bilden. Durch Bewegung der Halterteile relativ zueinander wird die Form und/oder Größe
der Werkstückaufnahme verändert. Wenn die Form und Größe der Werkstückaufnahme durch
Bewegung der Halterteile relativ zueinander für ein zu bearbeitendes Werkstück optimal
eingestellt ist, können die Halterteile in diesem Zustand mittels einer Verbindungseinrichtung
relativ zueinander fixiert werden.
[0010] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Halterteile relativ zueinander verdrehbar
sind, wodurch eine besonders einfache Anpassung der Größe und der Form einer Werkstückaufnahme
ermöglicht ist.
[0011] In vorteilhafter Weise sind die Halterteile jeweils um die zentrische Werkstückhalterachse
drehbar, so dass die Halterteile konzentrisch zueinander angeordnet werden können
und insbesondere in zueinander parallelen Halterebenen relativ zueinander bewegbar
sind.
[0012] In vorteilhafter Weise begrenzen die Halterteile jeweils eine Mehrzahl von Werkstückaufnahmen,
so dass eine Mehrzahl von Werkstücken an dem Werkstückhalter aufgenommen werden kann.
Hierbei werden die unterschiedlichen Werkstückaufnahmen hinsichtlich ihrer Form und
ihrer Größe durch Bewegung der Halterteile gleichzeitig an eine vorgegebene Werkstückgröße
angepasst.
[0013] Nach einer Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass zumindest zwei der
Mehrzahl von Werkstückaufnahmen in zu der Werkstückachse radialer Richtung identisch
beabstandet sind. Dies ermöglicht es, an den Werkstückaufnahmen gehaltene Werkstücke
entlang derselben Bewegungsbahn durch einen Bearbeitungsbereich einer Planschleifmaschine
zu führen.
[0014] Wenn die Werkstückaufnahmen in Umfangsrichtung relativ zueinander identisch beabstandet
sind, kann der Werkstückhalter für eine gleichmäßige Bearbeitung aller an dem Werkstückhalter
gehaltenen Werkstücke gleichmäßig in Drehrichtung angetrieben werden, beispielsweise
kontinuierlich oder im Schrittbetrieb.
[0015] Nach einer Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass mindestens eines der
Halterteile eine umfangsseitig geschlossene Werkstückaufnahmenbegrenzung aufweist.
Hierdurch wird die mechanische Stabilität dieses Halterteils erhöht.
[0016] Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist mindestens eines der Halterteile
eine umfangsseitig offene Werkstückaufnahmenbegrenzung auf, wodurch ein besonders
einfaches Anpassen der Größe und der Form der Werkstückaufnahme insbesondere für Werkstücke
mit runden Geometrien ermöglicht ist.
[0017] Wenn die umfangsseitig offene Werkstückaufnahmenbegrenzung nach radial außen weist,
kann diese Werkstückaufnahmenbegrenzung verwendet werden, um das Werkstück nach radial
außen gegen eine nach radial innen weisende Werkstückaufnahmenbegrenzung eines anderen
Halterteils zu drücken. Dies ermöglicht ein besonders zuverlässiges Halten eines Werkstücks
an dem Werkstückhalter mit einem gewünschten radialen Abstand zu der Werkstückhalterachse.
[0018] Bevorzugt ist es, wenn sich die Halterteile in zueinander parallelen Bewegungsebenen
erstrecken, so dass die Halterteile jeweils als relativ einfach herzustellende Scheibenkörper
ausgebildet sein können. Insbesondere ist es vorteilhaft, wenn die Halterteile aneinander
anliegen, so dass eine gegenseitige Parallelführung der Halterteile ermöglicht wird.
[0019] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass mindestens eines der Halterteile
mindestens ein Werkstückaufnahmenbegrenzungselement aufweist, welches in eine Bewegungsebene
eines anderen Halterteils hineinragt. Dies ermöglicht eine Vergrößerung der Wirkfläche
einer Werkstückaufnahmenbegrenzung, wodurch eine Verringerung von lokal auftretenden
Kontaktkräften zwischen einer Werkstückaufnahmenbegrenzung und einem an dem Werkstückhalter
gehaltenen Werkstück erreicht wird.
Außerdem wirkt das mindestens eine Werkstückaufnahmenbegrenzungselement als Verschleißschutz.
[0020] Das mindestens eine Werkstückaufnahmebegrenzungselement kann beispielsweise einstückig
mit dem Halterteil ausgebildet sein oder aber separat vorgesehen sein. Ein solches
separates Werkstückaufnahmebegrenzungselement ist insbesondere lösbar mit dem Halterteil
verbunden, insbesondere mit Hilfe einer Schraubverbindung, so dass das mindestens
eine Werkstückaufnahmeelement entfernt und gegen ein Werkstückaufnahmenbegrenzungselement
identischer Größe und/oder Form oder mit abweichender Größe und/oder Form ausgetauscht
werden kann.
[0021] Vorteilhaft ist es ferner, wenn die Halterteile aneinander gelagert sind, so dass
mögliche Relativlagen zwischen den Halterteilen vorgegeben sind.
[0022] Ferner ist es bevorzugt, wenn die Verbindungseinrichtung kollinear zu der Werkstückhalterachse
angeordnet ist. Dies ermöglicht eine Fixierung der Halterteile relativ zueinander
im Bereich der zentrischen Werkstückhalterachse. Dies ermöglicht eine zuverlässige
Fixierung insbesondere bei dünnen, scheibenförmigen Halterteilen.
[0023] Ferner ist es bevorzugt, wenn die Verbindungseinrichtung mittels einer Befestigungseinrichtung
zur Befestigung des Werkstückhalters an einer Drehantriebseinrichtung einer Planschleifmaschine
gebildet ist. Hierdurch kann auf eine separat vorgesehene Verbindungseinrichtung verzichtet
und eine an einer Planschleifmaschine bereits vorhandene Befestigungseinrichtung zur
Befestigung eines Werkstückhalters genutzt werden.
[0024] Die Erfindung betrifft ferner eine Planschleifmaschine, insbesondere eine Doppelplanschleifmaschine,
mit einem vorstehend beschriebenen Werkstückhalter.
[0025] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung sind Gegenstand der nachfolgenden Beschreibung
und der zeichnerischen Darstellung bevorzugter Ausführungsbeispiele.
[0026] In den Zeichnungen zeigen:
- Figur 1
- eine Draufsicht einer Ausführungsform eines Werkstückhalters für eine Planschleifmaschine;
- Figur 2
- eine Seitenansicht des Werkstückhalters gemäß Figur 1 längs einer in Figur 1 mit II-II
bezeichneten Schnittebene;
- Figur 3
- eine geschnittene Seitenansicht einer Verbindungseinrichtung, mittels welcher Halterteile
des Werkstückhalters gemäß Figur 1 relativ zueinander fixierbar sind;
- Figur 4
- eine Draufsicht einer weiteren Ausführungsform eines Werkstückhalters für eine Planschleifmaschine;
und
- Figur 5
- eine Seitenansicht des Werkstückhalters gemäß Figur 4 längs einer in Figur 4 mit V-V
bezeichneten Schnittebene.
[0027] In der Figur 1 ist eine Ausführungsform eines insgesamt mit dem Bezugszeichen 10
bezeichneten Werkstückhalters dargestellt. Der Werkstückhalter 10 weist eine zentrische
Werkstückhalterachse 12 auf, um welche der Werkstückhalter 10 rotierend antreibbar
ist. Der Werkstückhalter 10 weist einen Befestigungsabschnitt 14 zur Befestigung des
Werkstückhalters an einer Drehantriebseinrichtung einer Planschleifmaschine auf. Der
Befestigungsabschnitt 14 ist insbesondere in Form eines konzentrisch zu der Werkstückhalterachse
12 angeordneten Durchbruchs ausgebildet.
[0028] Der Werkstückhalter 10 weist eine Scheibenform auf, insbesondere eine Kreisscheibenform.
Der Durchmesser des Werkstückhalters 10 beträgt beispielsweise mindestens ungefähr
50 cm. Demgegenüber ist eine in Figur 2 mit 16 bezeichnete Dicke des Werkstückhalters
10 klein und beträgt beispielsweise höchstens ungefähr 2 cm.
[0029] Der Werkstückhalter 10 weist zwei scheibenförmige Halterteile auf, nämlich ein erstes
Halterteil 18 und ein zweites Halterteil 20. Das Halterteil 18 ist in Gebrauchslage
des Werkstückhalters 10 beispielsweise oben angeordnet und das zweite Halteteil 20
unten.
[0030] Die Halterteile 18 und 20 erstrecken sich in zueinander parallelen Bewegungsebenen
22 beziehungsweise 24. Die Halterteile 18 und 20 sind in ihren zugeordneten Bewegungsebenen
22 und 24 um die Werkstückhalterachse 12 drehbar.
[0031] Wenn, wie in Figur 2 dargestellt, das untere Halterteil 20 eine größere Materialstärke
aufweist als das obere Halterteil 18, weist das untere Halterteil 20 einen höheren
Verformungswiderstand auf und bildet somit ein flächiges Auflager für ein dünneres
oberes Halterteil 18.
[0032] Der Werkstückhalter 10 weist eine Mehrzahl von Werkstückaufnahmen 26 auf, welche
relativ zu der Werkstückhalteachse 12 denselben radialen Abstand aufweisen. Die Werkstückaufnahmen
26 sind darüber hinaus in Umfangsrichtung identisch relativ zueinander beabstandet.
[0033] Die Halterteile 18 und 20 weisen jeweils Werkstückaufnahmenbegrenzungen auf, welche
mittels Durchbrüchen in den Halterteilen 18 und 20 gebildet sind. Das erste Halterteil
18 weist umfangsseitig geschlossene Werkstückaufnahmenbegrenzungen 28 auf, welche,
wie in der Zeichnung dargestellt, beispielsweise ringsegmentförmig sind. Das zweite
Halterteil 20 weist ebenfalls eine Mehrzahl von Werkstückaufnahmebegrenzungen 30 auf,
welche vorzugsweise ebenfalls im Wesentlichen ringsegmentförmig ausgebildet sind.
[0034] Die Werkstückaufnahmenbegrenzungen 28 und 30 überlappen einander, so dass in einem
Überlappungsbereich in der Draufsicht des Werkstückhalters 10 gesehen ein Durchbruch
entsteht, in welchem ein in Figur 1 schraffiert angedeutetes Werkstück 32 aufnehmbar
ist. Das Werkstück 32 erstreckt sich in einer zu der Werkstückhalterachse 12 parallelen
Richtung zumindest über eines der Halterteile 18 und 20 hinaus.
[0035] Durch die Verdrehbarkeit der Halterteile 18 und 20 relativ zueinander ist die Größe
der durch die Werkstückaufnahmenbegrenzungen 28 und 30 gemeinsam gebildeten Werkstückaufnahmen
26 stufenlos einstellbar.
[0036] Das erste Halterteil 18 weist ferner ein Werkstückaufnahmenbegrenzungselement 33
auf, welches in die Bewegungsebene 24 des zweiten Halterteils 20 hineinragt und sich
in einen durch die Werkstückaufnahmenbegrenzung 30 umgrenzten Raum hinein erstreckt.
Das Werkstückaufnahmenbegrenzungselement 33 ist über eine Verbindung 34 in Form einer
Schraubverbindung 36 lösbar mit dem ersten Halterteil 18 verbunden.
[0037] Das Werkstückaufnahmenbegrenzungselement 33 dient dazu, einen Begrenzungsabschnitt
38 der Werkstückaufnahmenbegrenzung 28 des ersten Halteteils 18 in zu der Werkstückhalterachse
12 paralleler Richtung zu verlängern. Hierfür weist das Werkstückaufnahmenbegrenzungselement
33 eine Begrenzungsfläche 40 auf.
[0038] In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Position des Werkstückaufnahmenbegrenzungselements
33 durch eine Bohrung 42 in dem ersten Halterteil 18 vorgegeben. Bei einer alternativen,
in der Zeichnung nicht dargestellten Ausführungsform ist die Position des Werkstückaufnahmenbegrenzungselements
33 relativ zu dem ersten Halterteil 18 einstellbar, beispielsweise durch Verwendung
von Langlöchern.
[0039] Die Werkstückaufnahmenbegrenzung 30 des zweiten Halterteils 20 weist einen Aufnahmeabschnitt
44 auf, welcher der Form des Werkstückaufnahmenbegrenzungselements 33 angepasst ist.
[0040] In dem Aufnahmeabschnitt 44 kann das Werkstückaufnahmenbegrenzungselement 33 aufgenommen
werden, wenn die Halterteile 18 und 20 so relativ zueinander eingestellt werden, dass
die Größe der Werkstückaufnahmen 26 maximiert ist.
[0041] Die Halterteile 18 und 20 sind mit Hilfe einer in Figur 3 dargestellten Verbindungseinrichtung
46 relativ zueinander fixierbar. Die Befestigungseinrichtung 46 ist vorzugsweise in
Form einer Befestigungseinrichtung 48 ausgebildet, mittels welcher der Werkstückhalter
10 drehfest mit einer Drehantriebseinrichtung 50 einer Planschleifmaschine verbunden
ist.
[0042] Die Drehantriebseinrichtung 50 umfasst eine Antriebswelle 52, welche über eine Klemmeinrichtung
54 mit einem Gehäuseteil 56 drehfest verbunden ist. Die Antriebswelle 52 ist über
einen Gewindeabschnitt 58 mit einem Bolzen 60 verbunden, welcher den Befestigungsabschnitt
14 des Werkstückhalters 10 durchragt. Der Bolzen 60 ist an seinem der Drehantriebseinrichtung
50 abgewandten Ende mit einer hydraulischen Spannmutter 62 verbunden. Die Spannmutter
62 wirkt über eine Spannlocke 64 und über einen Distanzring 66 auf eine Oberseite
des Halterteils 18.
[0043] Das Gehäuseteil 56 weist einen schulterförmigen Absatz 68 auf, auf welchem ein Distanzring
70 gelagert ist. Auf dem Distanzring 70 ist ein weiterer Distanzring 72 gelagert.
[0044] Der Werkstückhalter 10 mit seinen Halterteilen 18 und 20 ist zwischen den auf einander
gegenüberliegenden Seiten des Werkstückhalters angeordneten Distanzelementen 66 und
72 eingeklemmt. Hierdurch kann einerseits eine Drehbewegung der Antriebswelle 52 auf
den Werkstückhalter 10 übertragen werden. Andererseits kann hierdurch eine Fixierung
der Halterteile 18 und 20 relativ zueinander erreicht werden.
[0045] Um zu erreichen, dass die Drehachse der Antriebseinrichtung 50 mit der Werkstückhalterachse
12 fluchtet, ist ein Zentrierring 74 vorgesehen, welcher an der Spannglocke 64 gelagert
ist und in Anlage mit dem Befestigungsabschnitt 14 des Werkstückhalters 10 steht.
[0046] Zum Schutz der Klemmeinrichtung 54 ist ferner ein ringförmiges Abdichtelement 76
vorgesehen.
[0047] In den Figuren 4 und 5 ist eine weitere Ausführungsform eines Werkstückhalters 10
dargestellt. Der Werkstückhalter 10 gemäß Figuren 4 und 5 weist im Unterschied zu
dem vorstehend beschriebenen Werkstückhalter 10 ein drittes Halterteil 78 auf, welches
ebenfalls scheibenförmig ausgebildet ist. Das dritte Halterteil 78 ist beispielsweise
zwischen dem ersten Halterteil 18 und dem zweiten Halterteil 20 angeordnet.
[0048] Die Halterteile 18, 20 und 78 sind relativ zueinander um eine zentrische Werkstückhalterachse
12 drehbar. Die Halterteile 18 und 78 sind an dem Halterteil 20 gelagert. Hierfür
weist das Halterteil 20 eine taschenförmige, kreisförmige Vertiefung 82 auf, in welcher
die Halterteile 18 und 78 aufgenommen sind.
[0049] Das zweite Halteteil 20 weist umfangsseitig geschlossene Werkstückaufnahmenbegrenzungen
30 auf. Das zweite Halterteil 18 weist nach radial außen weisende, umfangsseitig offene
Werkstückaufnahmenbegrenzungen 28 auf, welches sich in der Draufsicht des Werkstückhalters
10 gesehen nutförmig in Richtung auf die Werkstückhalterachse 12 erstrecken.
[0050] Das dritte Halterteil 78 weist ebenfalls eine nach radial außen weisende und umfangsseitig
offene Werkstückaufnahmeraumbegrenzung 80 auf.
[0051] Die Werkstückaufnahmeraumbegrenzungen 28, 30 und 80 erstrecken sich in bezogen auf
die Werkstückhalterachse 12 zueinander versetzten Ebenen. Die genannten Werkstückaufnahmeraumbegrenzungen
bilden gemeinsam jeweils eine Werkstückaufnahme 26. In jeder Werkstückaufnahme kann
insbesondere genau ein Werkstück 32 mit einer runden Außengeometrie zuverlässig befestigt
werden. Hierbei liegt das Werkstück 32 mit unterschiedlichen Werkstückabschnitten
an allen Werkstückaufnahmenbegrenzungen 28, 30 und 80 an. Hierbei wird das Werkstück
32 mit Hilfe der Werkstückaufnahmenbegrenzungen 28 und 80 nach radial außen gegen
einen nach radial innen weisenden Abschnitt der Werkstückaufnahmenbegrenzung 30 gedrückt.
[0052] Im Übrigen wird für den mit Bezug auf die Figuren 4 und 5 beschriebenen Werkstückhalter
10 auf die vorstehende Beschreibung des Werkstückhalters 10 gemäß Figuren 1 und 3
Bezug genommen.
[0053] Der Werkstückhalter 10 gemäß Figuren 1 bis 3 eignet sich besonders gut für eckig
begrenzte Werkstücke 32, beispielsweise rechteckige oder quadratische Teile. Der in
den Figuren 4 und 5 dargestellte Werkstückhalter 10 eignet sich besonders gut zum
Halten runder Teile.
[0054] Es ist möglich, dass ein Werkstückhalter 10 nicht nur zwei oder drei Halterteile,
sondern vier oder auch mehr Halterteile aufweist.
1. Werkstückhalter (10) für eine Planschleifmaschine, mit einer zentrischen Werkstückhalterachse
(12), um welche der Werkstückhalter (10) drehbar antreibbar ist, und mit mindestens
einer Werkstückaufnahme (26) zur Aufnahme mindestens eines Werkstücks (32), gekennzeichnet durch mindestens zwei relativ zueinander bewegbare Halterteile (18, 20, 78), welche gemeinsam
die mindestens eine Werkstückaufnahme (26) begrenzen und welche mittels einer Verbindungseinrichtung
(46) relativ zueinander fixierbar sind.
2. Werkstückhalter (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterteile (18, 20, 78) relativ zueinander verdrehbar sind.
3. Werkstückhalter (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterteile (18, 20, 78) jeweils um die Werkstückhalterachse (12) drehbar sind.
4. Werkstückhalter (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterteile (18, 20, 78) jeweils eine Mehrzahl von Werkstückaufnahmen (26) begrenzen.
5. Werkstückhalter (10) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei der Mehrzahl von Werkstückaufnahmen (26) in zu der Werkstückhalterachse
(12) radialer Richtung identisch beabstandet sind.
6. Werkstückhalter (10) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkstückaufnahmen (26) in Umfangsrichtung relativ zueinander identisch beabstandet
sind.
7. Werkstückhalter (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Halterteile (18, 20) eine umfangsseitig geschlossene Werkstückaufnahmenbegrenzung
(28, 30) aufweist.
8. Werkstückhalter (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Halterteile (78) eine umfangsseitig offene Werkstückaufnahmenbegrenzung
(80) aufweist.
9. Werkstückhalter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die umfangsseitig offene Werkstückaufnahmenbegrenzung (80) nach radial außen weist.
10. Werkstückhalter (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterteile (18, 20) sich in zueinander parallelen Bewegungsebenen (22, 24) erstrecken.
11. Werkstückhalter (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Halterteile (18) mindestens ein Werkstückaufnahmenbegrenzungselement
(33) aufweist, welches in eine Bewegungsebene (24) eines anderen Halterteils (20)
hineinragt.
12. Werkstückhalter (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterteile (18, 20, 78) aneinander gelagert sind.
13. Werkstückhalter (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungseinrichtung (46) kollinear zu der Werkstückhalterachse (12) angeordnet
ist.
14. Werkstückhalter (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungseinrichtung (46) mittels einer Befestigungseinrichtung (48) zur Befestigung
des Werkstückhalters (10) an einer Drehantriebseinrichtung (50) einer Planschleifmaschine
gebildet ist.
15. Planschleifmaschine, umfassend einen Werkstückhalter (10) nach einem der voranstehenden
Ansprüche.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Werkstückhalter (10) für eine Planschleifmaschine, mit einer zentrischen Werkstückhalterachse
(12), um welche der Werkstückhalter (10) drehbar antreibbar ist, und mit mindestens
einer Werkstückaufnahme (26) zur Aufnahme mindestens eines Werkstücks (32), mit mindestens
zwei relativ zueinander bewegbaren Halterteilen (18, 20, 78), welche gemeinsam die
mindestens eine Werkstückaufnahme (26) begrenzen und welche mittels einer Verbindungseinrichtung
(46) relativ zueinander fixierbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Halterteile (18) mindestens ein Werkstückaufnahmenbegrenzungselement
(33) aufweist, welches in eine Bewegungsebene (24) eines anderen Halterteils (20)
hineinragt.
2. Werkstückhalter (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterteile (18, 20, 78) relativ zueinander verdrehbar sind.
3. Werkstückhalter (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterteile (18, 20, 78) jeweils um die Werkstückhalterachse (12) drehbar sind.
4. Werkstückhalter (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterteile (18, 20, 78) jeweils eine Mehrzahl von Werkstückaufnahmen (26) begrenzen.
5. Werkstückhalter (10) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei der Mehrzahl von Werkstückaufnahmen (26) in zu der Werkstückhalterachse
(12) radialer Richtung identisch beabstandet sind.
6. Werkstückhalter (10) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkstückaufnahmen (26) in Umfangsrichtung relativ zueinander identisch beabstandet
sind.
7. Werkstückhalter (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Halterteile (18, 20) eine umfangsseitig geschlossene Werkstückaufnahmenbegrenzung
(28, 30) aufweist.
8. Werkstückhalter (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Halterteile (78) eine umfangsseitig offene Werkstückaufnahmenbegrenzung
(80) aufweist.
9. Werkstückhalter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die umfangsseitig offene Werkstückaufnahmenbegrenzung (80) nach radial außen weist.
10. Werkstückhalter (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterteile (18, 20) sich in zueinander parallelen Bewegungsebenen (22, 24) erstrecken.
11. Werkstückhalter (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterteile (18, 20, 78) aneinander gelagert sind.
12. Werkstückhalter (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungseinrichtung (46) kollinear zu der Werkstückhalterachse (12) angeordnet
ist.
13. Werkstückhalter (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungseinrichtung (46) mittels einer Befestigungseinrichtung (48) zur Befestigung
des Werkstückhalters (10) an einer Drehantriebseinrichtung (50) einer Planschleifmaschine
gebildet ist.
14. Planschleifmaschine, umfassend einen Werkstückhalter (10) nach einem der voranstehenden
Ansprüche.