[0001] Die Erfindung betrifft eine Palette zum Transportieren von Gegenständen mittels eines
Gabelstaplers nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Sogenannte Slave-Paletten werden zum Be- und Entladen sowie zum innerbetrieblichen
Transport von Luftfracht-Ladungseinheiten (ULD's) benutzt. Sie bestehen aus einer
begehbaren Plattform mit nicht angetriebenen Rollen. Sie sind mittels eines Gabelstaplers
transportierbar. Auf der Plattform können die Luftfracht-Ladungseinheiten von Hand
verschoben werden, beispielsweise in ein Regal oder einen Dolly. Der zu transportierende
Gegenstand ist dabei beim Transport über verstellbare Sperren gegen Herunterfallen
gesichert.
[0003] Das Problem bei diesen bekannten Slave-Paletten besteht darin, daß das Verschieben
der Ware sehr anstrengend, arbeitsintensiv und mit mechanischen Gefährdungen verbunden
ist.
[0004] Weitere bekannte Paletten weschen nachfolgend beschrieben.
[0005] US 3726242 zeigt eine Palette zum Transportieren von Gegenständen mittels eines Gabelstaplers.
Dabei ist diese Palette separat vom Gabelstapler ausgebildet. Denn sie besitzt Aufnahmeprofile
für die Gabeln eines Gabelstaplers. Die Palette weist zum
[0006] Transportieren der Gegenstände zwei Rollen auf, welche sich an den beiden Enden der
Palette befinden. Diese Rollen sind antreibbar, und zwar entweder durch eine Handkurbel
oder alternativ durch einen Elektromotor. Damit die auf der Palette befindlichen Gegenstände
nicht herunterrollen können, ist eine Rastvorrichtung für die Rollen 16 vorgesehen.
[0007] US 3735885 zeigt eine Plattform zum Beladen von Flugzeugen. Diese Plattform ist fest und dauerhaft
an einem Fahrzeug mit einer gabelstaplerähnlichen Hubeinrichtung angeordnet. Das Grundprinzip
dieser Plattform besteht darin, daß das Plattenfeld mit frei drehbaren Kugeln bestückt
ist, auf welchen die Gegenstände gleiten können. Um die Gegenstände nicht von Hand
verschieben zu müssen, sind antreibbare Transportrollen vorgesehen. Die Transportrollen
werden mittels eines Elektromotors angetrieben.
[0008] GB2416527 zeigt eine Palette mit handbetätigten Sperren gegen ein Herunterrollen der Gegenstände.
Diese Sperren sind dabei als verschwenkbare Klappen ausgebildet.
[0009] EP1880974 zeigt eine Materialtransporteinrichtung welche an einem Auslegearm eines Fahrzeugs
angeordnet ist. Die Betätigung der Vorrichtung erfolgt dabei mittels einer Funkfernsteuerung.
[0010] US 3292804 zeigt eine an einem Gabelstapler anordenbare Transportbandeinrichtung. Diese Transportbandeinrichtung
wird auf die beiden Gabeln des Gabelstaplers aufgelegt. Um endseitige Rolle ist bei
dieser Einrichtung ein endlos umlaufendes Förderband gelegt. Der Antrieb dieser Förderbandtransporteinrichtung
erfolgt mittels der Hydraulik des Gabelstaplers.
[0011] Davon ausgehend liegt daher der Erfindung die
Aufgabe zugrunde, eine Palette zum Transportieren von Gegenständen mittels eines Gabelstaplers
der eingangs angegebenen Art zu schaffen, bei welcher das Verschieben des Gegenstandes
weniger anstrengend, weniger arbeitsintensiv und sicherer ist.
[0012] Die technische
Lösung ist gekennzeichnet durch die Merkmale im Kennzeichen des Anspruchs 1.
[0013] Dadurch ist eine Palette zum Transportieren von Gegenständen mittels eines Gabelstaplers
in Form einer sogenannten Slave-Palette geschaffen, bei welcher das Verschieben der
Ware weniger anstrengend und weniger arbeitsintensiv ist. Erfindungsgemäß wird dies
dadurch erreicht, daß sämtliche oder - vorzugsweise - nur ein Teil der Rollen angetrieben
sind. Somit ist mit der erfindungsgemäßen Palette die körperliche Arbeit wesentlich
erleichtert. Außerdem ist ein sicheres, kontrolliertes Transportieren der Ware möglich.
Beschädigungen an LKW's und anderweitigem Equipment werden somit wesentlich reduziert.
Erfindungsgemäß handelt es sich somit um eine Slave-Palette mit Antrieben, die im
Zusammenhang mit herkömmlichen, schweren Gabelstaplern oder externer Leistungsversorgung
eine Vielzahl von Funktionsmöglichkeiten besitzt. So ist eine sichere Be- und Entladung
von LKW's mit Luftfracht-Ladungseinheiten (ULD's) möglich. Weiterhin ist ein problemloser
innerbetrieblicher Transport von Luftfracht-Ladungseinheiten möglich, außerdem eine
angetriebene Be- und Entladung von sogenannten Dollies. Weiterhin gestattet die erfindungsgemäße
Slave-Palette einen Ersatz von sogenannten Transfer-Vehikels (TV). Weiterhin kann
eine angetriebene Einlagerung von ULD's in ein Regal ermöglicht werden. Schließlich
dient die erfindungsgemäße Slave-Palette als Übergabegerät von/an stationären Anlagen.
Somit entfällt insgesamt das gefährliche Handling von Luftfrachteinheiten durch ein
kontrolliertes, angetriebenes Transportieren der ULD's. Dabei kann die Slave-Palette
so dimensioniert sein, daß eine 10-ft-Luftfrachteinheit mit einer Last von 7.000 kg
transportiert werden kann. Die erfindungsgemäße Slave-Palette kann dabei so konzipiert
sein, daß ein geeigneter Gabelstapler sie aufnehmen kann.
[0014] Die Erfindung 2 schlägt vor, daß die Plattform zur Sicherung des Gegenstandes auf
der Palette gegen Herunterrollen nach oben bewegliche Sperren aufweist. Der Vorteil
dieser Sperren besteht darin, daß diese in ihrer oberen Sperrposition insbesondere
während der Fahrt des Gabelstaplers mit den Containern diese auf der Plattform der
Palette sichern und ein Herunterrollen verhindern. Diese Sperren befinden sich dabei
vorzugsweise am Anfang sowie am Ende der durch die Rollen definierten Rollbahn und
definieren gewissermaßen beidseitige Anschläge.
[0015] Gemäß des Erfindung sind die Sperren mittels eines Antriebs betätigbar. Der Vorteil
eines derartigen motorischen Antriebs besteht darin, daß es beim Be- und Entladen
der Container nicht notwendig ist, daß der Gabelstaplerfahrer vom Gerät absteigt und
die Sperren betätigt oder daß gar eine zweite Person hierzu benötigt wird. Vielmehr
kann der Antrieb zum Betätigen der Sperren vom Gabelstapler aus betätigt werden.
[0016] So wird als Energieversorgung die Hydraulik des Gabelstaplers genutzt. Hierzu es
lediglich erforderlich, die Hydraulik des Gabelstaplers über Schläuche mit den entsprechenden
Antrieben der Palette zu verbinden, beispielsweise an einen Hydraulikzylinder der
Sperren. Dies bedeutet, daß die Hydraulik des Gabelstaplers mit verwendet wird, um
die Rollen und/oder die Sperren zu betätigen.
[0017] Die Weiterbildung gemäß Anspruch 2 schlägt schließlich vor, daß die Ansteuerung der
Antriebsrollen und/oder der Sperren vom Gabelstapler aus oder über eine Fernsteuerung
durchführbar ist. Die Antriebsrollen und/oder die Sperren sind somit vom Gabelstapler
aus durch den Fahrer steuerbar. Beim Be- und Entladen der Container ist es somit nicht
notwendig, daß der Gabelstaplerfahrer von seinem Gerät absteigt, um beispielsweise
die Sperren zu betätigen. Auch wird keine zweite Person hierzu benötigt. Vielmehr
kann der Gabelstaplerfahrer von seinem Gabelstapler aus die Antriebsrollen ansteuern
sowie die Sperren betätigen.
[0018] Ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Palette zum Transportieren von Gegenständen
mittels eines Gabelstaplers wird nachfolgend anhand der Zeichnungen beschrieben. In
diesen zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht der Palette;
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf die Palette in Fig. 1 mit Gabelstapler;
- Fig. 3
- eine Ansicht der Palette in Fig. 2 von rechts;
- Fig. 4
- eine Ansicht der Palette in Fig. 2 von oben;
- Fig. 5
- einen Schnitt entlang der Linie C-C in Fig. 2;
- Fig. 6
- ein Detailausschnitt aus Fig. 5;
- Fig. 7
- ein Detailausschnitt aus Fig. 4.
[0019] Die Palette 1 in Form einer sogenannten Slave-Palette zum Transport von Luftfracht-Ladungseinheiten
ULD's weist eine Plattform 2 auf. Diese weist unterseitig Aufnahmen 3 für einen Gabelstapler
4 auf.
[0020] Die Plattform 2 der Palette 1 ist mit einem Feld von Rollen 5 versehen. Konkret sind
drei Reihen von Rollen vorgesehen. Es können aber auch mehr als drei Reihen von Rollen
vorgesehen sein, beispielsweise fünf Reihen. Irgendwelche auf den Rollen 5 aufgelagerte
Gegenstände können dabei auf diesen Rollen 5 verfahren werden.
[0021] Während die Mehrzahl der Rollen 5 nicht angetrieben ist, ist ein Teil dieser Rollen
5 angetrieben und definieren somit Antriebsrollen 6. Es sind dies insgesamt vier Antriebsrollen
6 in der mittleren Reihe. Auch hier können mehr als vier Antriebsrollen 6 vorgesehen
sein, beispielsweise sechs Antriebsrollen 6. Auch ist die Anordnung der Antriebsrollen
6 nicht nur auf die mittlere Reihe beschränkt.
[0022] Jeder dieser Antriebsrollen 6 ist ein Antrieb 7 zugeordnet. Diese Antriebe 7 sind
als Hydraulikmotoren ausgebildet. Der Antrieb erfolgt über den Gabelstapler 4, und
zwar über entsprechende Schläuche 8. Diese gehen vom Gabelstapler 4 aus und sind dort
an dessen Hydrauliksystem angeschlossen. In Fig. 6 ist erkennbar, wie diese Schläuche
8 über Hydraulikkupplungen an die Palette 1 angeschlossen sind. In Fig. 7 ist weiterhin
erkennbar, wie ausgehend von diesen Hydraulikleitungen der Anschluß an die Antriebsrollen
6 erfolgt.
[0023] Schließlich weist die Palette 1 Sperren 9 auf. Diese befinden sich am Anfang und
am Ende der durch die Rollen 5 definierten Rollbahn auf der Plattform 2. Diese Sperren
6 können von Hand betätigbar sein, aber auch über einen Hydraulikzylinder betätigbar
sein. Zum Betätigen dieser Hydraulikzylinder wird die Hydraulik des Gabelstaplers
verwendet, indem entsprechend wie bei den Antrieben 7 Schläuche zwischen der Hydraulik
des Gabelstaplers 4 und der Haydraulik der Palette 1 angeschlossen werden.
[0024] Die Funktionsweise ist wie folgt:
[0025] Der zu transportierende Gegenstand wird auf die Palette 1 aufgefahren. Für den Antrieb
der Gegenstände dienen die Antriebsrollen 6, während die nicht angetriebenen Rollen
5 lediglich der Auflagerung dienen. Die Antriebsrollen 6 werden dabei vom Gabelstabler
4 aus durch den Fahrer betätigt.
[0026] Nachdem der Gegenstand seine Position erreicht hat, werden die Sperren 9 betätigt.
Diese verhindern, daß der Gegenstand von der Plattform 2 herunterrollen kann. Die
Betätigung der Sperren 6 erfolgt dabei gleichermaßen auch vom Gabelstabler 4 aus durch
den Fahrer.
[0027] Wenn der Gabelstapler 4 seine Position erreicht hat und der Gegenstand wieder von
der Palette 1 heruntergefahren werden soll, werden zunächst die Sperren 9 entriegelt.
Anschließend werden die Antriebsrollen 9 mittels der Hydraulik des Gabelstaplers 4
in Bewegung versetzt, so daß der Gegenstand die entsprechende Verfahrbewegung auf
der Plattform 2 ausführt.
Bezugszeichenliste
[0028]
- 1
- Palette
- 2
- Plattform
- 3
- Aufnahme
- 4
- Gabelstapler
- 5
- Rolle
- 6
- Antriebsrolle
- 7
- Antrieb
- 8
- Schlauch
- 9
- Sperre
1. Palette (1) zum Transportieren von Gegenständen mittels eines Gabelstaplers (4), wobei
die Palette (1) separat vom Gabelstabler (4) ausgebildet ist, jedoch von dem Gabelstabler
(4) aufgenommen werden kann,
mit einer Plattform (2) sowie
mit in der Plattform (2) angeordneten Rollen (5), auf denen der Gegenstand aufliegt
und auf denen der Gegenstand verfahrbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß drei oder mehr Reihen von Rollen (5) vorgesehen sind,
daß ein Teil dieser Rollen (5) als angetriebene Antriebsrollen (6) ausgebildet ist,
daß zur Sicherung des Gegenstandes auf der Palette (1) gegen Herunterrollen die Plattform
(2) endseitig nach oben bewegliche, mittels eines Antriebs betätigbare Sperren (9)
aufweist und
daß der Antrieb (7) für die Antriebsrollen (6) sowie der Antrieb für die Sperren (9)
als Energieversorgung die Hydraulik des Gabelstaplers (4) verwenden.
2. Palette nach dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ansteuerung der Antriebsrollen (6) und/oder der Sperren (9) vom Gabelstapler
(4) aus oder über eine Fernsteuerung durchführbar ist.
1. Pallet (1) for transporting objects by means of a forklift truck (4), wherein the
pallet (1) is formed separate from the forklift truck (4) but can be received by the
forklift truck (4),
with a platform (2) and
with rollers (5) arranged in the platform (2) on which the object rests and on which
the object can be moved,
characterised in that
three or more rows of rollers (5) are provided,
that some of these rollers (5) are formed as driven drive rollers (6),
that to secure the object on the pallet (1) against rolling off, the platform (2)
at the end comprises upwardly movable barriers (9) which can be activated by means
of a drive, and
in that the drive (7) for the drive rollers (6) and the drive for the barriers (9) use the
hydraulics of the forklift truck (4) as an energy supply.
2. Pallet according to the preceding claim, characterised in that the drive rollers (6) and/or the barriers (9) can be controlled from the forklift
truck (4) or by way of a remote control.
1. Palette (1) dévolue au transport d'objets au moyen d'une empileuse à fourche (4),
ladite palette (1) étant réalisée distinctement de l'empileuse à fourche (4), mais
pouvant toutefois être reçue par ladite empileuse à fourche (4),
comprenant une plate-forme (2), ainsi que
des rouleaux (5) intégrés dans ladite plate-forme (2), sur lesquels l'objet repose,
et sur lesquels ledit objet peut être déplacé,
caractérisée
par la présence de rangées de rouleaux (5) au nombre de trois ou plus,
par le fait qu'une partie de ces rouleaux (5) est réalisée sous la forme de rouleaux
d'entraînement (6) menés,
que la plate-forme (2) est munie d'éléments de blocage (9) mobiles vers le haut à
leurs extrémités et pouvant être actionnés au moyen d'un entraînement, en vue d'empêcher
l'objet de rouler vers le bas sur la palette (1), et
que l'entraînement (7) dédié aux rouleaux d'entraînement (6), ainsi que l'entraînement
affecté aux éléments de blocage (9), utilisent le système hydraulique de l'empileuse
à fourche (4) en tant que système d'alimentation en énergie.
2. Palette selon la revendication précédente,
caractérisée par le fait
que l'activation des rouleaux d'entraînement (6), et/ou des éléments de blocage (9),
peut être opérée à partir de l'empileuse à fourche (4) ou par l'intermédiaire d'une
commande à distance.