[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Verringerung zumindest eines
Schadstoffanteils im Abgas von Verbrennungsmaschinen, umfassend ein Gehäuse mit zumindest
einem eine Durchströmungsrichtung definierenden Fluidkanal, der sich von einem Fluideinlass
zu einem Fluidauslass erstreckt, und wenigstens einen Zinn als Legierungsbestandteil
aufweisenden Legierungskörper, der derart in dem Fluidkanal angeordnet ist, dass er
mit einem durch diesen geleiteten Treibstoff in Kontakt kommt. Ferner betrifft die
vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Verringerung zumindest eines Schadstoffanteils
im Abgas von Verbrennungsmaschinen, bei dem ein Treibstoff vor dessen Eintritt in
die Verbrennungsmaschine zumindest teilweise mit wenigstens einem Zinn als Legierungsbestandteil
aufweisenden Legierungskörper in Kontakt gebracht wird.
[0002] Eine Vorrichtung der eingangs genannten Art ist in der
US-A-5,307,779 beschrieben. Die Vorrichtung umfasst ein längliches hohlzylindrisches Gehäuse, das
einen einzelnen sich von einem Fluideinlass zu einem Fluidauslass erstreckenden Fluidkanal
definiert. In Durchströmungsrichtung sind in dem Fluidkanal aufeinanderfolgend zwei
Legierungskörper, ein Magnet und ein Federelement angeordnet, wobei sich das Federelement
gegen das Gehäuse abstützt und die beiden Legierungskörper sowie den Magneten vorspannt,
um Relativbewegungen zwischen den Bauteilen zu verhindern. Die Legierungskörper haben
einen zahnradartigen Aufbau und umfassen einen sich in Durchströmungsrichtung erstreckenden
Nabenabschnitt sowie mehrere sich in einem Winkel zur Durchströmungsrichtung erstreckende
Flügelabschnitte, die mit dem Nabenabschnitt fest verbunden sind und sich im Wesentlichen
radial auswärts von diesem erstrecken. Die beiden Legierungskörper umfassen als Legierungsbestandteile
Amalgam, Zinn, Quecksilber und Blei. Ferner kann Antimon als Legierungsbestandteil
vorgesehen sein. Die beiden freien Enden des Gehäuses sind mit entsprechenden Gehäusedeckeln
verschlossen, die jeweils mit einem Anschluss zum Anschließen eines flexiblen Bereiches
einerTreibstoffleitung versehen sind. Insbesondere zur Leistungssteigerung und zur
Verringerung des Treibstoffverbrauchs einer Verbrennungsmaschine wird die in der
US-A-5,307,779 beschriebene Vorrichtung in die zur Verbrennungsmaschine führende Treibstoffleitung
eingebaut, und zwar in einer Position unmittelbar vor der Treibstoffeinleitung in
die Verbrennungsmaschine. Entsprechend strömt der zur Verbrennungsmaschine geleitete
Treibstoff durch das Gehäuse und passiert nacheinander die beiden Legierungskörper,
wobei letztere Spurenelemente der Legierungsbestandteile an den Treibstoff abgeben.
Anschließend wird der Treibstoff dem von den Magneten erzeugten Magnetfeld ausgesetzt,
woraufhin der Treibstoff aus dem Gehäuse austritt und der Einspritzanlage der Verbrennungsmaschine
zugeführt wird. Die Anreicherung des Treibstoffes mit Spurenelementen der Legierungsbestandteile
der Legierungskörper und das Versehen des Treibstoffes mit einer elektrischen Ladung
führen zu einer Verbesserung der Verbrennungseigenschaften des Treibstoffes innerhalb
der Verbrennungsmaschine, wodurch insbesondere eine verbesserte Leistung und ein verringerter
Treibstoffverbrauch erzielt werden. Auch soll sich die Konditionierung des Treibstoffes
in der zuvor beschriebenen Art und Weise verringernd auf die Schadstoffanteile im
Abgas der Verbrennungsmaschine auswirken. Diesbezüglich konnten sich bislang allerdings
nur sehr geringe Verbesserungen nachweisen lassen, weshalb sich zur Reduzierung der
Schadstoffanteile im Abgas von Verbrennungsmaschinen andere Vorrichtungen durchgesetzt
haben, wie beispielsweise Katalysatoren, Rußpartikelfilter oder dergleichen, die zur
Abgasnachbehandlung eingesetzt werden. Ein wesentlicher Nachteil von Fahrzeugkatalysatoren
und Rußpartikelfiltern besteht allerdings dahingehend, dass diese konstruktiv sehr
aufwendig und teuer sind.
[0003] Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
eine Vorrichtung und ein Verfahren der eingangs genannten Art zu schaffen, mit denen
Schadstoffanteile im Abgas, insbesondere Rußpartikel, drastisch reduziert werden können.
Dabei sollen der Aufbau der Vorrichtung bzw. die Durchführung des Verfahrens einfach
und preiswert sein. Zudem soll sich die Vorrichtung bequem und in kürzester Zeit nachrüsten
lassen.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe schafft die vorliegende Erfindung eine Vorrichtung zur
Verringerung zumindest eines Schadstoffanteils im Abgas von Verbrennungsmaschinen,
umfassend ein Gehäuse mit zumindest einem eine Durchströmungsrichtung definierenden
Fluidkanal, der sich von einem Fluideinlass zu einem Fluidauslass erstreckt, und wenigstens
einen Zinn als Legierungsbestandteil aufweisenden Legierungskörper, der derart in
dem Fluidkanal angeordnet ist, dass er mit einem durch diesen geleiteten Treibstoff
in Kontakt kommt,
dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Legierungskörper Silber als Legierungsbestandteil aufweist.
[0005] Mit anderen Worten wendet sich die vorliegende Erfindung von der derzeit vielversprechendsten
Technik zur Verringerung von Schadstoffanteilen im Abgas von Verbrennungsmaschinen
in Form von Katalysatoren und Rußpartikelfiltern ab und greift die in der
US-A-5,307,779 beschriebene Technik auf, die vornehmlich zur Leistungssteigerung und Treibstoffverringerung
entwickelt wurde. Die Modifizierung der Legierungsanteile des Legierungskörpers insbesondere
durch das Element Silber anstelle von Amalgam und Quecksilber führte dabei zu einer
überraschend starken Schadstoffverringerung im Abgas. Insbesondere der Rußpartikelanteil
im Abgas von Dieselfahrzeugen konnte erheblich verringert werden, was nachfolgend
unter Bezugnahme auf ein Ausführungsbeispiel noch näher erläutert wird.
[0006] Der Zinnanteil des Legierungskörpers liegt bevorzugt im Bereich von 69 - 72 Gew.-%.
Dieser Bereich hat sich im Rahmen von Versuchen als besonders vorteilhaft herausgestellt.
[0007] Der Silberanteil des Legierungskörpers liegt bevorzugt im Bereich von 8,5 - 9,5 Gew.-%,
da in diesem Bereich besonders gute Ergebnisse erzielt werden konnten.
[0008] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist der Legierungskörper
Antimon als Legierungsbestandteil auf, bevorzugt mit einem Anteil im Bereich von 15
- 19 Gew.-%.
[0009] Alternativ oder zusätzlich kann der Legierungskörper Blei als Legierungsbestandteil
aufweisen, bevorzugt mit einem Anteil im Bereich von 2,85 - 3,5 Gew.-%.
[0010] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist im Fluidkanal wenigstens
ein Magnet angeordnet, der den durch den Fluidkanal strömenden Treibstoff einem Magnetfeld
aussetzt, wobei der Magnet bevorzugt ein anisotroper Magnet ist. Anisotrope Magneten
zeichnen sich insbesondere dadurch aus, dass sie eine Vorzugsrichtung der Magnetisierung
aufweisen. Gegenüber isotropen Magneten ist die Energiedichte um ein Vielfaches höher.
[0011] Der Legierungskörper und/oder der Magnet können innerhalb des Fluidkanals mit einem
Federelement vorgespannt sein, um eine Bewegung der Bauteile innerhalb des Gehäuses
zu verhindern. Bevorzugt weist der Legierungskörper eine oder mehrere Durchgangsöffnungen
auf, durch die der Treibstoff hindurchströmt. Auf diese Weise wird eine große Kontaktfläche
erzeugt, mit der der Treibstoff in Berührung kommen kann.
[0012] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist der Legierungskörper
einen sich im Wesentlichen in Durchströmungsrichtung erstreckenden Nabenabschnitt
und mehrere sich im Wesentlichen in Durchströmungsrichtung erstreckende Flügelabschnitte
auf, die mit dem Nabenabschnitt fest verbunden sind und sich im Wesentlichen radial
auswärts von diesem erstrecken. Die Flügelabschnitte können sich in einem Winkel zur
Durchströmungsrichtung erstrecken und/oder in einer Ebene quer zur Durchströmungsrichtung
gebogen sein. Auf diese Weise wird zum einen die mit dem Treibstoff in Kontakt kommende
Fläche des Legierungskörpers vergrößert. Zum anderen findet eine Verwirbelung des
Treibstoffes beim Passieren des Legierungskörpers statt, wodurch die Kontaktierung
des Treibstoffes mit dem Legierungskörper verbessert wird.
[0013] Bevorzugt weist das Gehäuse im Bereich des Fluideinlasses und des Fluidauslasses
jeweils einen Anschluss zum Anschließen eines flexiblen Bereiches einer Treibstoffleitung
auf. Derartige Anschlüsse können den Einbau der erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer
Treibstoffleitung wesentlich erleichtern.
[0014] Ferner schafft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Verringerung zumindest
eines Schadstoffanteils im Abgas von Verbrennungsmaschinen, bei dem ein Treibstoff
vor dessen Eintritt in die Verbrennungsmaschine zumindest teilweise mit wenigstens
einem Zinn als Legierungsbestandteil aufweisenden Legierungskörper in Kontakt gebracht
wird,
dadurch gekennzeichnet, dass der Legierungskörper ferner Silber als Bestandteil aufweist.
[0015] Der Zinnanteil des Legierungskörpers liegt bevorzugt im Bereich von 69 - 72 Gew.-%.
[0016] Der Silberanteil des Legierungskörpers liegt bevorzugt im Bereich von 8,5 - 9,5 Gew.-%.
[0017] Vorteilhaft weist der Legierungskörper zudem Antimon als Legierungsbestandteil auf,
bevorzugt mit einem Anteil im Bereich von 15 - 19 Gew.-%.
[0018] Alternativ oder zusätzlich kann der Legierungskörper Blei als Legierungsbestandteil
aufweisen, bevorzugt mit einem Anteil im Bereich von 2,85 - 3,5 Gew.-%.
[0019] Vorteilhaft wird der Treibstoff in einem weiteren Schritt, bevorzugt nachdem er den
wenigstens einen Legierungskörper passiert hat, einem Magnetfeld ausgesetzt, um dem
Treibstoff vor dessen Eintritt in die Einspritzanlage der Verbrennungsmaschine zumindest
temporär eine vorbestimmte elektrische Ladung zu verleihen.
[0020] Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend anhand
einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung unter Bezugnahme auf die
beiliegende Zeichnung genauer beschrieben, darin ist
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht einer Vorrichtung zur Verringe- rung zumindest eines
Schadstoffanteils im Abgas von Ver- brennungsmaschinen gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, wobei Teile des Gehäuses weg- gebrochen sind, um das Innenleben
der Vorrichtung darzu- stellen;
- Fig. 2
- eine Längsschnittansicht der in Figur 1 dargestellten Vor- richtung;
- Fig. 3
- eine vergrößerte perspektivische Ansicht eines von zwei Le- gierungskörpern, die in
der in den Figuren 1 und 2 gezeigten Vorrichtung angeordnet sind; und
- Fig. 4
- eine Vorderansicht des in Figur 3 gezeigten Legierungskör- pers.
[0021] Die Figuren 1 bis 4 zeigen eine Vorrichtung 10 gemäß der vorliegenden Erfindung,
die zur Verringerung zumindest eines Schadstoffanteils im Abgas von Verbrennungsmaschinen
dient. Die Vorrichtung 10 wird in einer Treibstoffleitung 12 eingebaut, die zu einer
nicht dargestellten Verbrennungsmaschine führt, wie beispielsweise ein Fahrzeugmotor
oder dergleichen. Die Positionierung der Vorrichtung 10 erfolgt nach Möglichkeit in
einem Abschnitt der Treibstoffleitung 12 unmittelbar vor der Einspritzanlage der Verbrennungsmaschine.
[0022] Die Vorrichtung 10 umfasst ein Gehäuse 14, das im Wesentlichen aus einem rohrartig
ausgebildeten Gehäuseabschnitt 16 mit kreisförmigem Querschnitt, der einen Fluidkanal
18 definiert, und zwei Gehäusedeckeln 20 besteht, die die einander gegenüberliegenden
freien Enden des Gehäuseabschnittes 16 fluiddicht verschließen. Die Gehäusedeckel
20 sind jeweils mit einer Bohrung versehen, die einen Fluideinlass 22 und einen Fluidauslass
24 der Vorrichtung 10 bilden. Jeder Gehäusedeckel umfasst eine äußere Schulter 26,
die an dem Ende des Gehäuseabschnittes 16 anliegt, und einen Umfangsabschnitt 28,
der in dem Gehäuseabschnitt 16 aufgenommen und über einen in eine Ringnut 30 eingesetzten
O-Ring 32 gegenüber dem Gehäuseabschnitt 16 abgedichtet ist. Zur Befestigung eines
Gehäusedeckels an dem rohrartig ausgebildeten Gehäuseabschnitt 16 ist der Gehäusedeckel
20 umfänglich an der mit der Bezugsziffer 34 gekennzeichneten Position radial einwärts
gecrimpt, bevorzugt kaltgecrimpt, wobei die Position 34 im Bereich des O-Rings 32
liegt. Entsprechend erfolgt nicht nur eine Fixierung des Gehäusedeckels 20 an dem
Gehäuseabschnitt 16, sondern es wird auch die Dichtwirkung zwischen diesen Bauteilen
durch die Wahl der Crimp-Position 34 verbessert.
[0023] Die Gehäusedeckel 20 umfassen jeweils ein Innengewinde 35 zur Aufnahme eines Verbindungselementes
36 zum Anschließen der Vorrichtung an die Treibstoffleitung 12, wobei die Verbindungselemente
36 an ihren zur Vorrichtung 10 weisenden freien Enden mit einem entsprechenden Außengewinde
38 versehen sind. Ferner umfassen die Verbindungselemente 36 einen Schraubkopf 40
am gegenüberliegenden Ende, an dem ein Schraubenschlüssel während des Befestigens
des Verbindungselementes 36 an der Vorrichtung 10 angreifen kann. Die Verbindungselemente
sind an ihrem nach außen weisenden Ende jeweils mit einem Anschluss 42 versehen, über
den ein freies Ende 44, 46 der Treibstoffleitung 12 gestülpt werden kann. Die Sicherung
der freien Enden 44, 46 an den Anschlüssen 42 erfolgt bevorzugt über entsprechende
Schlauchklemmen 48. Jedes Verbindungselement 36 ist mit einer Durchgangsbohrung 50
versehen, durch die Treibstoff hindurchfließen kann. Zur Abdichtung der Verbindung
zwischen den Verbindungselemente 36 und der Vorrichtung 10 ist zwischen diesen Bauteilen
jeweils ein O-Ring 52 vorgesehen, der vorliegend in einer dafür vorgesehenen Aussparung
54 angeordnet ist. Innerhalb des rohrartig ausgebildeten Gehäuseabschnittes 16 sind
in Durchströmungsrichtung, die durch die mit dem Bezugszeichen A gekennzeichneten
Pfeile angedeutet ist, zwei baugleiche Legierungskörper 56, ein anisotroper Magnet
58 und ein Federelement 60 angeordnet. Das Federelement 60 spannt dabei die Legierungskörper
56 und den Magneten 58 gegen das Gehäuse 14 vor. Die Legierungskörper 56 umfassen
jeweils einen sich in Durchströmungsrichtung A erstreckenden Nabenabschnitt 62, und
mehrere sich in einem Winkel α zur Durchströmungsrichtung A erstreckende Flügelabschnitte
64, die mit dem Nabenabschnitt 62 fest verbunden sind und sich radial auswärts von
diesem erstrecken. Die Abmessungen der Legierungskörper 56 sind derart gewählt, dass
diese gleitend im Fluidkanal 18 des rohrartig ausgebildeten Gehäuseabschnittes 16
aufgenommen sind. Dabei definieren jeweils zwei Flügelabschnitte 64 eines Legierungskörpers
56 und die Innenwandung des rohrartig ausgebildeten Gehäuseabschnittes 16 Durchgangsöffnungen
66, durch die der durch die Vorrichtung 10 geleitete Treibstoff die Legierungskörper
56 passiert.
[0024] Die Legierungskörper 56 sind jeweils aus einer Legierung hergestellt, die etwa 70
Gew.-% Zinn, 18 Gew.-% Antimon, 8,95 Gew.-% Silber und 3,15 Gew.-% Blei aufweist.
[0025] In die Vorrichtung 10 eingeleiteter Treibstoff passiert zunächst die Durchgangsöffnungen
66 der Legierungskörper 56, wobei aufgrund des Kontaktes zwischen dem Legierungskörper
56 und dem Treibstoff Spurenelemente der Legierungsbestandteile der Legierungskörper
56 an den Treibstoff abgegeben werden. Die Anordnung der Flügelabschnitte 64 der Legierungskörper
56 in einem Winkel α zur Durchströmungsrichtung A führt dabei zu einer Verwirbelung
des Treibstoffes, wodurch die Anreicherung des Treibstoffs mit den Spurenelementen
gefördert wird. Anschließend passiert der Treibstoff das Magnetfeld des anisotropen
Magneten 48, so dass er mit einer vorbestimmten elektrischen Ladung versehen wird.
Daraufhin tritt der Treibstoff aus der Vorrichtung 10 aus und wird direkt der Einspritzanlage
der Verbrennungsmaschine zugeführt.
[0026] Es hat sich herausgestellt, dass die Konditionierung von Treibstoff durch die Zugabe
von Spurenelementen der Legierung der Legierungskörper 56 und durch Versehen des Treibstoffes
mit einer vorbestimmten elektrischen Ladung die Verbrennungseigenschaften des Treibstoffes
verbessert.
[0027] Versuchsweise wurde ein Dieselfahrzeug, das weder mit einem Katalysator noch mit
einem Rußpartikelfilter ausgestattet war, beim TÜV Nord einer Abgasuntersuchung unterzogen,
und zwar einmal vor dem Einbau der unter Bezugnahme auf die Figuren 1 und 4 beschriebenen
Vorrichtung 10 und einmal nach dem Einbau einer solchen Vorrichtung 10. Dabei stellte
sich heraus, dass der Rußpartikelanteil im Abgas um nahezu 70 % verringert werden
konnte. Positive Ergebnisse wurden zudem auch in Bezug auf andere Schadstoffanteile
im Abgas erzielt.
[0028] Es sollte klar sein, dass anstelle von zwei Legierungskörpern 56 auch ein einzelner
Legierungskörper oder auch drei Legierungskörper und mehr verwendet werden können.
Auch können mehr als ein Magnet in der Vorrichtung 10 aufgenommen sein.
Bezugszeichenliste
[0029]
- 10
- Vorrichtung
- 12
- Treibstoffleitung
- 14
- Gehäuse
- 16
- Rohrartig ausgebildeter Gehäuseabschnitt
- 18
- Fluidkanal
- 20
- Gehäusedeckel
- 22
- Fluideinlass
- 24
- Fluidauslass
- 26
- Schulter
- 28
- Umfangsabschnitt
- 30
- Nut
- 32
- O-Ring
- 34
- Position
- 35
- Innengewinde
- 36
- Verbindungselement
- 38
- Außengewinde
- 40
- Schraubkopf
- 42
- Anschluss
- 44
- freies Ende
- 46
- freies Ende
- 48
- Schlauchklemme
- 50
- Durchgangsbohrung
- 52
- O-Ring
- 54
- Aussparung
- 56
- Legierungskörper
- 58
- anisotroper Magnet
- 60
- Federelement
- 62
- Nabenabschnitt
- 64
- Flügelabschnitt
- 66
- Durchgangsöffnung
1. Vorrichtung (10) zur Verringerung zumindest eines Schadstoffanteils im Abgas von Verbrennungsmaschinen,
umfassend ein Gehäuse (14) mit zumindest einem eine Durchströmungsrichtung (A) definierenden
Fluidkanal (18), der sich von einem Fluideinlass (22) zu einem Fluidauslass (24) erstreckt,
und wenigstens einen Zinn als Legierungsbestandteil aufweisenden Legierungskörper
(56), der derart in dem Fluidkanal (18) angeordnet ist, dass er mit einem durch diesen
geleiteten Treibstoff in Kontakt kommt, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Legierungskörper (56) Silber als Legierungsbestandteil aufweist.
2. Vorrichtung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zinnanteil des Legierungskörpers (56) im Bereich von 69 - 72 Gew.-% liegt.
3. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Silberanteil des Legierungskörpers (56) im Bereich von 8,5 - 9,5 Gew.-% liegt.
4. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Legierungskörper (56) Antimon als Legierungsbestandteil aufweist, bevorzugt mit
einem Anteil im Bereich von 15 - 19 Gew.-%.
5. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Legierungskörper (56) Blei als Legierungsbestandteil aufweist, bevorzugt mit
einem Anteil im Bereich von 2,85 - 3,5 Gew.-%.
6. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Fluidkanal (18) wenigstens ein Magnet (58) angeordnet ist, der den durch den Fluidkanal
(18) strömenden Treibstoff einem Magnetfeld aussetzt.
7. Vorrichtung (10) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Magnet (58) ein anisotroper Magnet ist.
8. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Legierungskörper (56) und/oder der Magnet (58) innerhalb des Fluidkanals (18)
mit einem Federelement (60) vorgespannt ist.
9. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Legierungskörper (56) eine oder mehrere Durchgangsöffnungen (66) aufweist, durch
die der Treibstoff hindurchströmt.
10. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Legierungskörper (56) einen sich im Wesentlichen in Durchströmungsrichtung (A)
erstreckenden Nabenabschnitt (62) und mehreren sich im Wesentlichen in Durchströmungsrichtung
(A) erstreckende Flügelabschnitte (64) aufweist, die mit dem Nabenabschnitt (62) fest
verbunden sind und sich im Wesentlichen radial auswärts von diesem erstrecken.
11. Vorrichtung (10) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Flügelabschnitte (64) in einem Winkel α zur Durchströmungsrichtung (A) erstrecken
und/oder in einer Ebene quer zur Durchströmungsrichtung (A) gebogen sind.
12. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (14) ein rohrartig ausgebildetes und den Fluidkanal (18) definierendes
Gehäuseelement (16) aufweist, dessen freien Enden mit einem den Fluideinlass (22)
bildenden ersten Gehäusedeckel (20) einerseits und einem den Fluidauslass (24) bildenden
zweiten Gehäusedeckel (20) andererseits verschlossen sind.
13. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (14) im Bereich des Fluideinlasses (22) und des Fluidauslasses (24) einen
Anschluss (42) zum Anschließen eines flexiblen Bereiches einer Treibstoffleitung (12)
aufweist.
14. Verfahren zur Verringerung zumindest eines Schadstoffanteils im Abgas von Verbrennungsmaschinen,
bei dem ein Treibstoff vor dessen Eintritt in die Verbrennungsmaschine zumindest teilweise
mit wenigstens einem Zinn als Legierungsbestandteil aufweisenden Legierungskörper
(56) in Kontakt gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Legierungskörper (56) ferner Silber als Bestandteil aufweist.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Zinnanteil des Legierungskörpers (56) im Bereich von 69 - 72 Gew.-% liegt.
16. Verfahren nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Silberanteil des Legierungskörpers (56) im Bereich von 8,5 - 9,5 Gew.-% liegt.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Legierungskörper (56) Antimon als Legierungsbestandteil aufweist, bevorzugt mit
einem Anteil im Bereich von 15 - 19 Gew.-%.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Legierungskörper (56) Blei als Legierungsbestandteil aufweist, bevorzugt mit
einem Anteil im Bereich von 2,85 - 3,5 Gew.-%.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Treibstoff in einem weiteren Schritt, bevorzugt nachdem er den Legierungskörper
(56) +passiert hat, einem Magnetfeld ausgesetzt wird.