[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Leuchte, insbesondere für ein zumindest zwei
Leuchten aufweisendes Lichtband. Die Erfindung betrifft außerdem ein mit zumindest
zwei solchen Leuchten ausgestattetes Lichtband. Ferner betrifft die Erfindung eine
Endkappe für eine solche Leuchte bzw. für ein solches Lichtband.
[0002] Als Lichtband wird beispielsweise eine bandartige Aneinanderreihung von einzelnen
Leuchten bezeichnet. Hierbei weist ein Lichtband zum Beispiel eine Länge ab 3 m auf.
Innerhalb eines Lichtbands ist auch die Verkabelung für die Energieversorgung von
Leuchtmitteln der einzelnen Leuchten vorgesehen. Eine durchgehende Verkabelung ermöglicht
es, lediglich an einer Stelle das Lichtband mit Energie zu versorgen, indem die Verkabelung
an eine Gebäudeenergieversorgung angeschlossen wird.
[0003] Die einzelnen Leuchten, die innerhalb eines derartigen Lichtbands in ihrer Längsrichtung
aufeinanderfolgen, weisen üblicherweise jeweils eine Tragschiene auf, die einen U-förmigen
Schienenquerschnitt besitzt. Hierzu weist die Tragschiene ein Basisprofil und zwei
davon abstehende Stegprofile auf, wobei das Basisprofil einer offenen Seite des Schienenprofils
gegenüberliegt und mit Hilfe eines Geräteträgers verschließbar ist. An diesem Geräteträger
können sich dann zumindest ein Leuchtmittel oder ein anderes, insbesondere elektrisches,
Gerät befinden. Über die Tragschiene erfolgt üblicherweise die Aufhängung bzw. Abhängung
der jeweiligen Leuchte bzw. des Lichtbands an einer Gebäudedecke.
[0004] Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, für eine Leuchte bzw.
für ein damit ausgestattetes Lichtband eine verbesserte Ausführungsform anzugeben,
die sich insbesondere dadurch auszeichnet, dass sie eine erhöhte Betriebssicherheit
besitzt.
[0005] Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche
gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0006] Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, in der Tragschiene ein Stromführungsprofil
anzuordnen, das bezüglich der Tragschiene ein separates Bauteil darstellt und das
mehrere von einem Trägerabschnitt abstehende Stegabschnitte aufweist. Dabei sind diese
Stegabschnitte am Trägerabschnitt so angeordnet, dass sie unter Ausbildung von Lücken
zueinander beabstandet sind und zueinander parallel verlaufen. Wenigstens einer dieser
Stegabschnitte trägt wenigstens einen elektrischen Leiter, der zu einer der Lücken
seitlich freistehend oder offen, also kontaktierbar ist. Ein derartiges Stromführungsprofil
kann besonders preiswert als Endlosmaterial hergestellt werden. Durch Ablängen des
Endlosmaterials lassen sich die Stromführungsprofile vereinzeln, derart, dass sie
in die jeweilige Tragschiene einsetzbar sind. Problematisch kann dabei der Umstand
sein, dass an den axialen Enden des Stromführungsprofils die elektrischen Leiter frei
oder offen sind. Dies widerspricht den üblichen Sicherheitsbestimmungen und kann bei
unsachgemäßer Montage zu einem Kurzschluss oder zu einer Gefahrenquelle für den jeweiligen
Monteur führen. Um dies zu vermeiden, ist das Stromführungsprofil erfindungsgemäß
zumindest an einem seiner Längsenden mit einer Endkappe versehen. Diese ist bezüglich
des Stromführungsprofils als separates Bauteil konzipiert und dementsprechend an das
Stromführungsprofil angebaut. Ferner ist die jeweilige Endkappe so konzipiert, dass
sie den wenigstens einen elektrischen Leiter axial abdeckt. Die vorstehend genannten
Gefahren sind dadurch signifikant vermindert. Die Endkappe ist hierzu elektrisch isolierend
ausgestaltet. Zweckmäßig besteht sie aus einem elektrisch isolierenden Material, wie
zum Beispiel Kunststoff.
[0007] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform kann die Endkappe für den jeweiligen von
ihr axial abgedeckten elektrischen Leiter einen Ausweichraum aufweisen, in den der
jeweilige elektrische Leiter axial eintauchen kann, wenn er sich thermisch bedingt
stärker ausdehnt als das übrige Stromführungsprofil. Üblicherweise wird das Stromführungsprofil
aus Kunststoff hergestellt, zum Beispiel durch Extrusion oder Strangpressen. Im Unterschied
dazu sind die davon aufgenommenen elektrischen Leiter aus Metall, vorzugsweise aus
Kupfer bzw. aus einer Kupferlegierung, hergestellt. Während des Betriebs der jeweiligen
Leuchte bzw. des jeweiligen Lichtbands kann es zu einer signifikanten Temperaturerhöhung
im Stromführungsprofil kommen. Einerseits besitzen Kunststoff und Metall stark unterschiedliche
thermische Ausdehnungskoeffizienten. Andererseits kann das einzelne Stromführungsprofil
innerhalb der jeweiligen Leuchte eine vergleichsweise große Länge aufweisen. In der
Folge kann es bei den üblichen Temperaturzunahmen dazu kommen, dass sich der jeweilige
elektrische Leiter an den axialen Enden des Stromführungsprofils deutlich herausbewegt,
also aus dem Kunststoffkörper des Stromführungsprofils axial herausragt. Durch die
hier vorgeschlagene Modifikation der Endkappe taucht der sich axial aus dem Kunststoffkörper
des Stromführungsprofils herausbewegende Leiter in besagten Ausweichraum ein, wodurch
weiterhin die elektrisch isolierende Abdeckung durch die Endkappe gewährleistet ist.
Gleichzeitig wird durch diese Konstruktion der Endkappe sichergestellt, dass der sich
ausdehnende elektrische Leiter die Endkappe nicht vom Kunststoffkörper des Strömungsprofils
wegdrücken oder trennen kann.
[0008] Besonders vorteilhaft ist hierbei eine Weiterbildung, bei welcher die Endkappe für
jeden von ihr axial abgedeckten elektrischen Leiter einen separaten Ausweichraum aufweist.
Hierdurch wird vermieden, dass bei mehreren axial aus dem Kunststoffkörper des Stromführungsprofils
abstehenden elektrischen Leitern eine direkte Kontaktierung benachbarter Leiter auftritt.
[0009] Gemäß einer anderen vorteilhaften Ausführungsform kann die Endkappe zumindest einen
Zapfen aufweisen, der axial in eine der Lücken des Stromführungsprofils einsteckbar
ist und durch Kraftschluss und/oder Reibschluss an den Stegabschnitten fixiert ist.
Diese Bauweise vereinfacht die Montage der Endkappe am Stromführungsprofil, da die
Endkappe lediglich auf das jeweilige axiale Ende des Stromführungsprofils aufgesteckt
werden muss.
[0010] Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen,
aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
[0011] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0012] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt
und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen
auf gleiche oder ähnliche oder funktional gleiche Bauteile beziehen.
[0013] Es zeigen, jeweils schematisch
- Fig. 1
- eine stark vereinfachte Seitenansicht eines Abschnitts eines Licht- bands,
- Fig. 2
- eine perspektivische, auseinandergezogene Darstellung einer Leuchte,
- Fig. 3
- eine Axialansicht eines Stromführungsprofils,
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht des Stromführungsprofils im Bereich eines Längsendes
vor dem Anbringen einer Endkappe,
- Fig. 5
- eine Ansicht wie in Fig. 4, jedoch nach dem Anbringen der Endkap- pe,
- Fig. 6
- eine Draufsicht eines Längsendes des Stromführungsprofils bei an- gebrachter Endkappe,
- Fig. 7
- eine Seitenansicht des mit der Endkappe versehenen Längsendes des Stromführungsprofils,
- Fig. 8
- eine Axialansicht der Endkappe,
- Fig. 9
- eine Draufsicht der Endkappe,
- Fig. 10
- eine Seitenansicht der Endkappe.
[0014] Entsprechend Fig. 1 umfasst ein nur teilweise dargestelltes Lichtband 1 zumindest
zwei Leuchten 2, die in einer durch einen Doppelpfeil angedeuteten Längsrichtung 3
des Lichtbands 1 bzw. der jeweiligen Leuchte 2 unmittelbar aufeinanderfolgen. Diese
Längsrichtung 3 definiert dabei gleichzeitig eine Axialrichtung oder Achsrichtung
des Lichtbands 1 sowie der jeweiligen Leuchte 2 und deren Komponenten. Dabei stoßen
benachbarte Leuchten 2 innerhalb des Lichtbands 1 stirnseitig bzw. axial aneinander.
Entsprechende Stoßgrenzen sind in Fig. 1 mit 4 bezeichnet. Es ist klar, dass die Übergänge
benachbarter Leuchten 2 bzw. diese Stoßgrenzen 4 bei fertiggestelltem Lichtband 1
mit entsprechenden Dichtmitteln staubdicht und/oder feuchtigkeitsdicht ausgestaltet
sein können. Im Bereich dieser Stoßgrenzen 4 erstreckt sich jeweils ein, durch eine
geschweifte Klammer gekennzeichneter Verbindungsbereich, in dem die benachbarten Leuchten
aneinander befestigt sind.
[0015] Entsprechend Fig. 2 umfasst eine solche Leuchte 2 eine Tragschiene 6, an der zumindest
ein Geräteträger 7 befestigbar ist. Die Tragschiene 6 und der Geräteträger 7 sind
langgestreckt, d. h., sie sind deutlich, also mindestens dreimal oder mindestens fünfmal
länger als breit und hoch. Der Geräteträger 7 ist außerdem flach, d. h., er ist deutlich,
also mindestens dreimal oder mindestens fünfmal breiter und länger als hoch. Im Beispiel
besitzt der Geräteträger 7 die gleiche Länge wie die Tragschiene 6. Hierdurch ist
die jeweilige Leuchte 2 auch als Einzelleuchte außerhalb des Lichtbands 1 verwendbar.
Ebenso ist es denkbar, an einer Tragschiene 6 mehrere Geräteträger 7 zu befestigen.
Sofern die Leuchte 2 in einem solchen Lichtband 1 verwendet wird, ist es auch möglich,
Geräteträger 7 zu verwenden, die länger sind als die einzelnen Tragschienen. Innerhalb
des Lichtbands 1 können einzelne Geräteträger 7 auch gleichzeitig an mehreren Tragschienen
6 befestigt sein.
[0016] Im gezeigten Beispiel der Fig. 2 weist der Geräteträger 7 an einer der Tragschiene
6 zugewandten Oberseite eine elektrische Kontakteinrichtung 8 sowie zumindest eine
elektronische Baugruppe 9 auf. An einer von der Tragschiene 6 abgewandten Unterseite
sind am Geräteträger 7 hier zwei elektrische Anschlüsse 10 vorgesehen, über die ein
hier nicht dargestelltes Leuchtmittel an den Geräteträger 7 angebaut und elektrisch
angeschlossen werden kann.
[0017] Entsprechend Fig. 2 kann die Tragschiene 6 beispielsweise als U-förmiger Profilkörper
ausgestaltet sein und dementsprechend einen U-förmigen Schienenquerschnitt 11 besitzen.
Dieser Schienenquerschnitt 11 bzw. der Profilkörper der Tragschiene 6 umfasst zum
Beispiel ein Basisprofil 12, von dem seitlich zwei Stegprofile 13 abstehen. Eine dem
Basisprofil 12 gegenüberliegende Seite bildet eine offene Seite 14 des Schienenquerschnitts
11. In der Tragschiene 6, also in einem Innenraum 15 der Tragschiene 6 bzw. der Leuchte
2 kann ein Stromführungsprofil 16 angeordnet sein. Dieses kann sich z. B. bandförmig
im Wesentlichen über die gesamte Länge der Tragschiene 6 erstrecken und kann die Stromversorgung
sowie die elektrische Ansteuerung elektrischer Verbraucher der Leuchte 2 ermöglichen.
Das Stromführungsprofil 16 ist dabei zweckmäßig im Bereich des Basisprofils 12 untergebracht.
Es bildet bezüglich der Tragschiene 6 ein separates Bauteil und ist zweckmäßig flach.
[0018] Entsprechend den Fig. 3 bis 7 umfasst das Stromführungsprofil 16 einen Körper 17,
der durch einen Trägerabschnitt 18 und mehrere Stegabschnitte 19 gebildet ist. Die
Stegabschnitte 19 stehen dabei vom Trägerabschnitt 18 ab, und zwar vorzugsweise senkrecht.
Die Stegabschnitte 19 sind am Trägerabschnitt 18 so angeordnet, dass sie zueinander
parallel verlaufen und zueinander beabstandet sind, wodurch sie zwischen sich Lücken
20 ausbilden. Zweckmäßig ist der Körper 17 des Stromführungsprofils 16 aus einem elektrisch
isolierenden Material hergestellt, zum Beispiel aus Kunststoff. Im Folgenden wird
der Körper 17 auch als Kunststoffkörper 17 bezeichnet. Zweckmäßig ist dieser Kunststoffkörper
17 als Strangpressprofil oder Extrusionsprofil konzipiert. Im Beispiel weist das Stromführungsprofil
16 sechs Stegabschnitte 19 auf, nämlich zwei äußere Stegabschnitte 19 und vier mittlere
oder innere Stegabschnitte 19. Dementsprechend sind fünf Lücken 20 vorhanden. Es ist
klar, dass auch eine andere Anzahl an Stegabschnitten 19 und Lücken 20 vorgesehen
sein kann.
[0019] Zumindest einer der Stegabschnitte 19 trägt zumindest einen elektrischen Leiter 21
bzw. 22. Der jeweilige Leiter 21, 22 besteht in üblicher Weise aus Metall, z. B. Kupfer
bzw. eine Kuperlegierung. Im Beispiel sind fünf elektrische Leiter 21, 22 vorgesehen.
Erkennbar sind an den Stegabschnitten 19 weitere Aufnahmen 23 zum Aufnehmen weiterer
elektrischer Leiter 21 vorgesehen. Dementsprechend ist auch eine andere Anzahl an
Leitern 21, 22 denkbar. Die mit 21 bezeichneten elektrischen Leiter sind an den Stegabschnitten
19 so angeordnet, dass sie jeweils zu einer der Lücken 20 seitlich freistehend sind.
Hierdurch sind diese elektrischen Leiter 21 innerhalb der jeweiligen Lücke 20 seitlich
elektrisch kontaktierbar. Im Unterschied dazu ist der mit 22 bezeichnete elektrische
Leiter, der an einem der äußeren Stegabschnitte 19 angeordnet ist, an einer von den
Lücken 20 abgewandten Seite vorgesehen. Dieser Leiter wird im Folgenden auch als elektrischer
Schutzleiter 22 bezeichnet. Während besagter Schutzleiter 22 durch die Schutzleitungsfunktion
belegt ist, können die anderen Leiter 21 zur Stromversorgung und/oder zur Ansteuerung
elektrischer Komponenten bzw. Geräte genutzt werden, die am jeweiligen Geräteträger
7 angeordnet sind.
[0020] Entsprechend den Fig. 4 bis 7 ist das Stromführungsprofil 16 zumindest an einem seiner
Längsenden 24, die auch als axiale Enden 24 bezeichnet werden können, mit einer Endkappe
25 versehen. Es ist klar, dass zweckmäßig beide Längsenden 24 des Stromführungsprofils
16 jeweils mit einer solchen Endkappe 25 versehen sein können. Die jeweilige Endkappe
25 bildet bezüglich des Stromführungsprofils 16 ein separates Bauteil und ist entsprechend
den Fig. 5 bis 7 im fertiggestellten Zustand des Stromführungsprofils 16 an dieses
axial angebaut. Dabei ist die Endkappe 25 so konzipiert, dass sie den wenigstens einen
elektrischen Leiter 21 axial abdeckt. Wie den Fig. 5 bis 7 entnehmbar ist, lassen
sich die von der Endkappe 25 abgedeckten elektrischen Leiter 21 nicht mehr axial kontaktieren,
wodurch ein effizienter Schutz realisiert wird.
[0021] Die Endkappe 25 ist aus einem elektrisch isolierenden Werkstoff hergestellt. Bevorzugt
wird dabei Kunststoff. Insbesondere handelt es sich bei der Endkappe 25 um ein Spritzgussteil.
[0022] Bemerkenswert ist nun, dass die Endkappe 19 nur diejenigen elektrischen Leiter 21
axial abdeckt, die zu einer der Lücken 20 freistehen. Im Unterschied dazu deckt die
Endkappe 25 den elektrischen Schutzleiter 22, der an einem der außenliegenden Stegabschnitte
19 an der Außenseite 26 freistehend angeordnet ist, axial nicht ab. Hierdurch kann
die Schutzleiterfunktion auch bei montierter Endkappe 25 gewährleistet werden. Da
sich der Schutzleiter 22 nur an einem der außenliegenden Stegabschnitte 19 befindet,
gibt es für den Fall, dass das Stromführungsprofil 16 an beiden Längsenden 24 jeweils
mit einer solchen Endkappe 25 versehen sein soll, zwei verschiedene Ausführungsformen
für die Endkappe 25, nämlich eine für das "linke" Längsende 24 und eine für das "rechte"
Längsende 24. Die linke und die rechte Endkappe 25 sind zweckmäßig bezüglich einer
Querschnittsebene spiegelsymmetrisch ausgestaltet.
[0023] Entsprechend den Fig. 8 bis 10 kann die Endkappe 25 für den jeweiligen von ihr axial
abgedeckten elektrischen Leiter 21 einen Ausweichraum 27 aufweisen. Grundsätzlich
kann bis auf den Schutzleiter 22 für alle Leiter 21 ein gemeinsamer Ausweichraum 27
vorgesehen sein. Bevorzugt wird jedoch die hier gezeigte Ausführung, die für jeden
Leiter 21 einen separaten Ausweichraum 27 aufweist. Da die Endkappe 25 alle elektrischen
Leiter 21 bis auf den Schutzleiter 22 abdeckt, sind im Beispiel zumindest vier Ausweichräume
27 vorhanden. Da das Stromführungsprofil 16 unter Berücksichtigung der noch freien
Aufnahmen 23, von denen gemäß Fig. 3 sechs vorhanden sind, im Beispiel insgesamt elf
Leiter 21 aufweisen kann, weist die Endkappe 25 zweckmäßig zumindest elf derartige
Ausweichräume 27 auf, die je einem solchen elektrischen Leiter 21 zugeordnet sind.
Dabei sind die einzelnen Ausweichräume 27 voneinander getrennt. Die Ausweichräume
27 fluchten im montierten Zustand axial zu dem jeweils zugeordneten elektrischen Leiter
21. Auf diese Weise kann der jeweilige Leiter 21 axial in den zugehörigen Ausweichraum
27 eintauchen, wenn er sich thermisch bedingt stärker ausdehnt als das übrige Stromführungsprofil
16, also wenn er sich stärker ausdehnt als der Kunststoffkörper 17. Entsprechend Fig.
8 besitzt die Endkappe 25 in einem Bereich 28, der im montierten Zustand axial zum
Schutzleiter 22 fluchtet, eine Ausnehmung 29, wodurch kein Ausweichraum 27 für den
Schutzleiter 22 vorgesehen ist.
[0024] Entsprechend den Fig. 8 bis 10 ist die Endkappe 25 mit wenigstens einem Zapfen 30
ausgestattet. Im Beispiel sind genau fünf Zapfen 30 vorgesehen. Die Anzahl der Zapfen
30 entspricht zweckmäßig der Anzahl der Lücken 20. Zum Montieren der Endkappe 25 wird
der jeweilige Zapfen 30 axial in eine der Lücken 20 eingesteckt. Dabei ist der jeweilige
Zapfen 30 so auf die jeweilige Lücke 20 abgestimmt, dass sich durch den Steckvorgang
eine kraftschlüssige bzw. reibschlüssige Fixierung des jeweiligen Zapfens 30 und somit
der Endkappe 25 an den Stegabschnitten 19 und somit am Stromführungsprofil 16 ergibt.
[0025] Wie sich insbesondere Fig. 9 entnehmen lässt, können benachbarte Zapfen 30 unterschiedliche
axiale Längen aufweisen. Im gezeigten Beispiel sind drei kürzere Zapfen 30 und zwei
längere Zapfen 30 vorgesehen, die sich abwechseln. Hierdurch kann die Montage der
Endkappe 25 vereinfacht werden. Beim Einstecken der längeren Zapfen 30 in die zugehörigen
Lücken 20 können die betroffenen Stegabschnitte 19 noch seitlich ausweichen, wodurch
das Einstecken vereinfacht ist und außerdem eine Vorfixierung der Endkappe 25 am Stromführungsprofil
16 erzielbar ist. Gleichzeitig ergibt sich hierdurch bereits eine Führungswirkung,
die das Einführen der verbleibenden kürzeren Zapfen 30 in die übrigen Lücken 20 vereinfacht.
[0026] Um die reibschlüssige bzw. kraftschlüssige Fixierung zwischen Endkappe 25 und Stromführungsprofil
16 zu begünstigen, kann der jeweilige Zapfen 30 entsprechend den Fig. 9 und 10 an
seiner mit den Stegabschnitten 19 zusammenwirkenden Oberfläche eine reibungserhöhende
Struktur 31 aufweisen. Im Beispiel ist diese reibungserhöhende Struktur 31 als Wiederhakenstruktur
oder Dübelstruktur konzipiert. Es ist klar, dass auch andere reibungserhöhende Strukturen
21 realisierbar sind.
[0027] Um ein ordnungsgemäßes Positionieren der Endkappe 25 am Axialende 24 des Stromführungsprofils
16 zu vereinfachen, können die Stegabschnitte 19 gemäß Fig. 3 in Bereichen 32 zur
jeweiligen Lücke 20 hin konkav geformt sein. In diesen Bereichen 32 dringt der jeweilige
Zapfen 30 in die jeweilige Lücke 20 ein. Die konkave Formgebung ist im gezeigten Beispiel
gestuft. Ebenso ist eine abgerundete Formgebung denkbar. Um die Fixierung zwischen
Endkappe 25 und Stromführungsprofil 16 signifikant zu verbessern, kann es möglich
sein, für die Herstellung der Endkappe 25 einen härteren Werkstoff zu verwenden als
für den Körper 17 des Stromführungsprofils 16. Insbesondere kann daher die Endkappe
25 aus einem härteren Kunststoff hergestellt sein als der Kunststoffkörper 17. Hierdurch
kann sich die reibungserhöhende Struktur 31 seitlich in die Stegabschnitte 19 eingraben,
wodurch zusätzlich ein gewisser Formschluss realisiert wird.
[0028] Die Zapfen 30 sind zweckmäßig als Hohlkörper ausgestaltet. Die Rückwand 34 ist geschlossen,
wodurch auch die Ausweichräume 27 an einer vom Stromführungsprofil 16 abgewandten
Seite verschlossen sind. Die Zapfen 30 weisen im Anschluss an ihre reibungserhöhende
Struktur 31 einen zylindrischen Abschnitt 39 auf, von dem die Stege 33 abstehen. Die
Zapfen 30 bzw. deren zylindrische Abschnitte 39 erstrecken sich bis zur Rückwand 34.
[0029] Im Beispiel ist die Endkappe 25 entsprechend den Fig. 9 und 10 an jedem Zapfen 30
mit zwei Stegen 33 ausgestattet. Bezüglich des zugehörigen Zapfens 30 stehen die Stege
33 von diesem radial ab. Dabei liegen sich die beiden Stege 33 am jeweiligen Zapfen
30 diametral gegenüber. Ferner sind sie an der Endkappe 25 so positioniert, dass sie
beim Montieren der Endkappe 25 in die dem zugehörigen Zapfen 30 zugeordnete Lücke
20 eintauchen. Die Stege 33 beginnen dabei axial versetzt zum freien Ende der Zapfen
30 und enden an einer Rückwand 34 der Endkappe 25. Außerdem sind die Stege 33 so dimensioniert,
dass sie sich bis zu einer seitlichen Wand 35 der Endkappe 25 erstrecken. Dementsprechend
trennen die Stege 33 innerhalb dieser seitlichen Wand 35 benachbarte Ausweichräume
27 voneinander. Gleichzeitig wird die Endkappe 25 durch diese Stege 33 sehr steif
und formstabil.
[0030] Die Endkappe 25 kann außerdem mit einer Stoßkante 36 ausgestattet sein. Sie ist zweckmäßig
durch eine dem Stromführungsprofil 16 zugewandte axiale Stirnseite der seitlichen
Wand 35 gebildet. Im montierten Zustand kommt diese Stoßkante 36 an der der Endkappe
25 zugewandten axialen Stirnseite des Trägerabschnitts 18 des Stromführungsprofils
16 axial zur Anlage. Dabei kann die seitliche Wand 35 der Endkappe 25 im Wesentlichen
die gleiche Dicke wie der Trägerabschnitt 18 des Stromführungsprofils 16 besitzen.
Dementsprechend kann sich die Endkappe 25 im montierten Zustand flächenbündig an die
Außenkontur des Stromführungsprofils 16 anschließen.
[0031] Die axiale Kontur der Endkappe 25 ist zweckmäßig an die axiale Kontur des Stromführungsprofils
16 bzw. des Körpers 17 angepasst. Beispielsweise besitzt das Stromführungsprofil 16
gemäß Fig. 3 an seinem Kunststoffkörper 17 an einem der außenliegenden Stegabschnitte
19 einen seitlich nach außen abstehenden Steg 37. Komplementär dazu ist auch die Endkappe
25 an ihrer seitlichen Wand 35 mit einem seitlich nach außen abstehenden Steg 38 versehen,
der im montierten Zustand axial an den Steg 37 des Stromführungsprofils 16 anstößt.
Dies ist zum Beispiel den Fig. 5 bis 7 entnehmbar.
[0032] Das Stromführungsprofil 16 besitzt im Beispiel der Fig. 3 an den seitlichen Enden
des Tragabschnitts 18 angeformte Federstege 40, die im montierten Zustand des Stromführungsprofils
16 formschlüssig an einer entsprechenden Kontur der Tragschiene 6 bzw. des Basisprofils
12 einrasten.
1. Leuchte, insbesondere für ein zumindest zwei solche Leuchten (2) aufweisendes Lichtband
(1),
- mit einer Tragschiene (6) und mit einem an der Tragschiene (6) befestigbaren Geräteträger
(7),
- mit einem Stromführungsprofil (16), das bezüglich der Tragschiene (6) ein separates
Bauteil ist und in der Tragschiene (6) angeordnet ist,
- wobei das Stromführungsprofil (16) mehrere von einem Trägerabschnitt (18) abstehende,
unter Ausbildung von Lücken (20) zueinander beabstandete und zueinander parallel verlaufende
Stegabschnitte (19) aufweist, von denen zumindest einer wenigstens einen elektrischen
Leiter (21) zu einer der Lücken (20) seitlich freistehend trägt,
- wobei das Stromführungsprofil (16) zumindest an einem seiner Längsenden (24) mit
einer Endkappe (25) versehen ist, die bezüglich des Stromführungsprofils (16) ein
separates Bauteil ist, die an das Stromführungsprofil (16) angebaut ist und die wenigstens
einen solchen elektrischen Leiter (21) axial abdeckt.
2. Leuchte nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Endkappe (25) für den jeweiligen von ihr axial abgedeckten elektrischen Leiter
(21) einen Ausweichraum (27) aufweist, in den der jeweilige elektrische Leiter (21)
axial eintauchen kann, wenn er sich thermisch bedingt stärker ausdehnt als das übrige
Stromführungsprofil (16).
3. Leuchte nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Endkappe (25) für jeden von ihr axial abgedeckten elektrischen Leiter (21) einen
separaten Ausweichraum (27) aufweist.
4. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Stromführungsprofil (16) an einem außenliegenden Stegabschnitt (19) einen elektrischen
Schutzleiter (22) an einer von den Lücken (20) abgewandten Außenseite (26) seitlich
freistehend trägt.
5. Leuchte nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Endkappe (25) alle elektrischen Leiter (21) des Stromführungsprofils (16) bis
auf den Schutzleiter (22) axial abdeckt.
6. Leuchte nach Anspruch 2 oder 3 sowie nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Endkappe (25) für alle elektrischen Leiter (21) des Stromführungsprofils (16)
bis auf den Schutzleiter (22) einen Ausweichraum (27) aufweist.
7. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Endkappe (25) zumindest einen Zapfen (30) aufweist, der axial in eine der Lücken
(20) einsteckbar ist und im eingesteckten Zustand durch Kraftschluss und/oder Reibschluss
an den Stegabschnitten (19) fixiert ist.
8. Leuchte nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Endkappe (25) für jede Lücke (20) einen derartigen Zapfen (30) aufweist.
9. Leuchte nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass benachbarte Zapfen (30) unterschiedliche axiale Längen aufweisen.
10. Leuchte nach einem der Ansprüche 7 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass der jeweilige Zapfen (30) an seiner mit den Stegabschnitten (19) zusammenwirkenden
Oberfläche eine reibungserhöhende Struktur (31), insbesondere eine Wiederhakenstruktur
oder Dübelstruktur, aufweist.
11. Leuchte nach einem der Ansprüche 7 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Stegabschnitte (19) in Bereichen (32), in welche der jeweilige Zapfen (30) eindringt,
zur jeweiligen Lücke (20) hin konkav geformt sind.
12. Leuchte nach einem der Ansprüche 7 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Endkappe (25) an jedem Zapfen (30) zwei Stege (33) aufweist, die sich am jeweiligen
Zapfen (30) diametral gegenüberliegen und die in die jeweilige Lücke (20) eintauchen
und benachbarte Ausweichräume (27) voneinander trennen.
13. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Endkappe (25) eine Stoßkante (36) aufweist, die am Trägerabschnitt (18) axial
anstößt.
14. Endkappe für eine Leuchte (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 13.
15. Lichtband mit mindestens zwei in ihrer Längsrichtung (3) hintereinander angeordneten
Leuchten (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 13.