[0001] Die Erfindung betrifft ein Einhausungssystem für Bauwerkhüllen.
[0002] Einhausungssysteme für Bauwerkhüllen finden insbesondere Anwendung bei Bauwerken
wie Gebäuden oder Raumfachwerken. Beispielsweise ist es bekannt, an der zur Bauwerkhülle
zählenden Fassade eines Gebäudes Abschattungs-, Isolations- oder Lärmschutzelemente
anzubringen, derart, dass diese der Fassade vorgeschaltet sind. Die bekannten Einhausungssysteme
stellen sozusagen eine "Zweite-Haut-Fassade" des Gebäudes dar, wodurch eine mehrschalige
Fassade ausgebildet wird. Ein Nachteil der bekannten Einhausungssysteme ist, dass
diese in der Regel eine beschränkte Funktionalität aufweisen.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, die Nachteile nach dem Stand der Technik zu beseitigen.
Es soll insbesondere ein multifunktionelles Einhausungssystem angegeben werden. Ferner
soll ein Einhausungssystem angegeben werden, welches zur Einhausung einer Bauwerkhülle
in einfacher Weise an verschiedenste Gegebenheiten und Zwecke angepasst werden kann.
Ferner soll ein Bauwerk mit einem derartigen Einhausungssystem angegeben werden.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die Merkmale der Ansprüche 1 und
14. Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen 2 bis 13 und 15.
[0006] Ein erster Aspekt der Erfindung betrifft ein Einhausungssystem für Bauwerkhüllen.
Dabei zählen im Rahmen der Erfindung zur Bauwerkhülle insbesondere Dach, Außenwandungen,
insbesondere Fassaden und Fassadenteile und Überdachungen. Das Einhausungssystem umfasst
zumindest ein der Bauwerkhülle zumindest abschnittsweise vorgeschaltetes Einhausungselement.
Das Einhausungselement kann dabei eine, z. B. an die Form der Fassade des Bauwerks
angepasste, insbesondere planare, gekrümmte oder sonstige Form aufweisen. Bei dem
Einhausungselement kann es sich insbesondere um ein in der internationalen Patentanmeldung
PCT/EP2008/000675 oder in der deutschen Gebrauchsmusteranmeldung
DE 20 2008 001 320.8 beschriebenes Fertigbauelement bzw. Fertigbauelementsystem handeln. Der Offenbarungsgehalt
dieser Anmeldungen wird hier ausdrücklich mit eingeschlossen.
[0007] Das Einhausungssystem umfasst ferner eine Verschiebeeinrichtung. Die Verschiebeeinrichtung
ist mit dem Einhausungselement derart gekoppelt, dass das Einhausungselement als solches
entlang der Bauwerkhülle in zumindest einer Dimension relativ zur Bauwerkhülle verschoben
werden kann. Das bedeutet insbesondere, dass das Einhausungselement als Ganzes entlang
eines durch die Verschiebeeinrichtung vorgegebenen Wegs und eine durch den Weg vorgegebene
Stelle verschoben werden kann.
[0008] Zwar sind an sich bekannte Jalousien, Rouleaus und dgl. z. B. Fenster- und Türelementen
eines Gebäudes vorgeschaltet, jedoch sind derartige Elemente den Fenster- bzw. Türelementen
fest zugeordnet, und sind im Rahmen der Erfindung insoweit der Bauwerkhülle zuzuordnen.
[0009] Der Vorteil des durch die Verschiebeeinrichtung entlang der Bauwerkhülle verschiebbaren
Einhausungselements besteht darin, dass dieses entsprechend den jeweiligen Gegebenheiten
und Anforderungen an einer im Wesentlichen beliebigen Stelle der Bauwerkhülle positionierbar
ist. So ist es beispielsweise möglich, das Einhausungselement bei thermischer Belastung,
insbesondere infolge von Sonneneinstrahlung oder vergleichsweise kalter Umgebungsluft,
bei Lärmbelastung und anderen, von außen auf die Bauwerkhülle einwirkenden Belastungen
so zu verschieben, dass der Belastung zumindest entgegengewirkt werden kann. Analoges
gilt für Belastungen, welche von dem Bauwerk selbst ausgehen, wie z. B. Lärm, Licht
usw.
[0010] Durch die im Rahmen der Verschiebeeinrichtung möglichen Verschiebbarkeit und Positionierbarkeit
des Einhausungselements ist das Einhausungssystem besonders flexibel und multifunktionell
verwendbar. Beispielsweise kann mit primär zur Abschattung vorgesehenen Einhausungselementen
gleichzeitig eine Lärmschutz- und/oder eine Wärmeisolationswirkung erreicht werden.
[0011] Die erfindungsgemäß vorgesehene Verschiebeeinrichtung weist ein motorisches Antriebssystem
zum Verschieben des oder der Einhausungselemente auf. Das Antriebssystem kann z. B.
auf Räder eines Räder-Laufweg- bzw. Räder-Schienen-Systems wirken, wie es nachfolgend
beschrieben wird. Zusätzlich oder alternativ kommen auch Antriebssysteme mit Zahnrad-Zahnstangen-Antrieben
oder Seilzugsystemen in Betracht. Ein motorisches Antriebssystem ermöglicht ein automatisches
Verschieben der Einhausungselemente. Zusätzlich kann das Antriebssystem auch als händisches
Antriebssystem ausgebildet sein, was eine Verschiebung der Einhausungselemente auch
bei Stromausfall ermöglicht.
[0012] Das motorische Antriebssystem umfasst eine elektronische Steuerung, mit welcher eine
Verschiebung des oder der Einhausungselemente in Abhängigkeit zumindest eines Parameters
möglich ist. Bei dem Parameter, d. h. einer veränderlichen bzw. veränderbaren Größe,
kann es sich - ohne Beschränkung der Allgemeinheit - um eine die Sonneneinstrahlung,
die auf die Bauwerkhülle einwirkende oder davon ausgehende Schallintensität, die Temperatur,
insbesondere die Umgebungstemperatur oder die Temperatur in einem Zwischenraum zwischen
Einhausungselementen und Bauwerkhülle, oder den Rauchgasanteil in der Umgebungsluft
der Bauwerkhülle, z. B. im Zwischenraum, beschreibende Größe handeln. Zur automatischen,
insbesondere vollautomatischen Steuerung der Verschiebung kann es von Vorteil sein,
wenn der Parameter in oder für ein vorgegebenes Zeitfenster erfasst ist oder wird.
[0013] Der Ausdruck "für ein vorgegebenes Zeitfenster" ist dabei weit zu verstehen und umfasst
insbesondere eine zeitlich kontinuierliche Erfassung eines oder mehrerer Parameter,
insbesondere zur Echtzeitsteuerung der Verschiebung des oder der Einhausungselemente
zu dem jeweils gewünschten Zweck. Beispielsweise können die Einhausungselemente bei
einer durch Sonneneinstrahlung verursachten Temperaturerhöhung an der Bauwerkhülle
derart verschoben werden, dass die jeweiligen Bereiche der Bauwerkhülle abgeschattet
werden. Auch ist es möglich, die Einhausungselemente dem Sonnenstand nachzufahren,
was z. B. bei einer Bestückung mit Solarzellenmodulen von Vorteil ist. Als weiteres
Beispiel sei eine Überwachung des Rauchgasanteils im Zwischenraum zwischen Einhausungselementen
und der Bauwerkhülle erwähnt. Hierbei kann es sich bei dem Sensor z. B. um einen Rauchmelder
und dgl. handeln. Bei einer festgestellten zu hohen bzw. erhöhten Rauchgaskonzentration,
z. B. im Brandfall, können die Einhausungselemente beispielsweise so verschoben werden,
dass der Brandentwicklung bzw. der Rauchgasentwicklung entgegengewirkt werden kann.
[0014] Insbesondere zur automatischen Erfassung des Parameters kann das Antriebssystem zumindest
einen Sensor zum Erfassen des zumindest einen Parameters umfassen. Vorzugsweise ist
für verschiedene zu erfassende Parameter jeweils ein separater Sensor vorgesehen.
Es ist jedoch auch möglich, dass kombinierte Sensoren verwendet werden.
[0015] Nach einer Variante nach dem ersten Aspekt kann das Einhausungssystem, insbesondere
zumindest ein Einhausungselement, zumindest eine Energiewandlungseinheit zum Wandeln
von Solar- und/oder Lichtenergie in elektrische Energie umfassen. Mit einer Energiewandlungseinheit
zur Wandlung von Solarenergie kann die bei Tageslicht auf die Bauwerkhülle einfallende
Sonnenenergie in elektrische Energie gewandelt werden. Damit einhergehend kann die
Bauwerkhülle abgeschattet werden, wodurch einer, insbesondere während der Sommermonate,
stattfindenden Aufheizung der Bauwerkhülle, oder auch des Bauwerkinneren, entgegengewirkt
werden kann. Bei einer der Bauwerkhülle zugewandten Energiewandlungseinheit zur Wandlung
von Lichtenergie in elektrische Energie kann, insbesondere in Wintermonaten, eine
von der Bauwerkhülle, z. B. durch Innenbeleuchtungen, abgestrahlte Lichtenergie in
elektrische Energie gewandelt werden. Mit der Energiewandlungseinheit kann die Energiebilanz
des Bauwerks deutlich verbessert werden.
[0016] Bei der Energiewandlungseinheit kann es sich um ein an sich bekanntes Solarzellenmodul
handeln, mit welchem einfallende Sonnenenergie in elektrische Energie gewandelt werden
kann. In analoger Weise können zur Wandlung der vom Bauwerk ausgehenden Lichtenergie
in elektrische Energie ausgebildete Photowandlermodule verwendet werden.
[0017] Das Solarzellenmodul und/oder das Photowandlermodul kann/können zumindest teilweise
transparent ausgebildet sein. Transparent soll dabei bedeuten, dass zumindest ein
Teil des Sonnenlichts bzw. des von der Bauwerkhülle ausgehenden Lichts das Einhausungselement
durchdringen kann. Im Falle einer im Wesentlichen vollständigen Bestückung der Einhausungselemente
mit Solarzellenmodulen, und einer vollständigen oder weitgehenden Überdeckung der
Bauwerkhülle mit Einhausungselementen kann damit erreicht werden, dass noch ausreichend
Tageslicht zur Bauwerkhülle dringt. In diesem Zusammenhang ist es insbesondere möglich,
dass der Grad an Transparenz veränderbar ist, so dass ein für die Energiebilanz des
Bauwerks günstiger Kompromiss zwischen Gewinnung von Solarenenergie einerseits und
Verbrauch von Heiz- und/oder Beleuchtungsenergie im Bauwerkinneren andererseits erzielt
werden kann. Unter analogen Gesichtspunkten und vorteilhaften Wirkungen kann das Einhausungssystem,
insbesondere zumindest ein Einhausungselement, zusätzlich - oder alternativ - auch
zumindest eine weitere Energiewandlungseinheit zum Wandeln von Solar- oder Lichtenergie
in Wärme umfassen.
[0018] Das Einhausungselement des erfindungsgemäßen Einhausungssystems kann - ohne Beschränkung
der Allgemeinheit - zumindest abschnittsweise aus einem Kunststoff, insbesondere einem
Thermoplasten, aus Glas und/oder aus einem Metall hergestellt sein. Auch kommen andere
Materialien und Kombinationen der vorgenannten Materialien in Frage. Unter anderem
können bei der Wahl der Materialien und Materialkombinationen Gesichtspunkte wie Stabilität,
Leichtbauweise, Beständigkeit, insbesondere gegenüber äußeren Einwirkungen, z. B.
Witterungseinflüssen wie Hagel, Sturm, sowie Langlebigkeit und/oder bauliche Anforderungen
in Betracht gezogen werden.
[0019] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung umfasst die Verschiebeeinrichtung ein Räder-Laufweg-System,
entlang welchem das oder die Einhausungselemente verschiebbar sind. Das Räder-Laufweg-System
kann insbesondere gummierte oder Luft gefüllte Räder umfassen. Solche Räder ermöglichen
ein besonders erschütterungsarmes und vergleichsweise geräuscharmes Verschieben der
Einhausungselemente, z. B. auf betonierten Flächen oder Stahlträgern und dgl. Zur
Führung entlang des Laufwegs können Führungselemente, wie z. B. Rinnen, Furchen und
dgl. vorgesehen sein. An Stelle des Räder-Laufweg-Systems, oder zusätzlich, kann die
Verschiebeeinrichtung ein Räder-Schienen-System umfassen. Das Räder-Schienen-System
kann z. B. eine Metallschiene und ein oder mehrere darauf geführte, z. B. in die Metallschiene
eingreifende oder diese ein- oder zweiseitig übergreifende, Führungsräder oder Führungsrollen
umfassen. Bei einem derartig ausgebildeten Räder-Schienen-System ist ein geführtes
Verschieben entlang der Schienen möglich, so dass, zumindest soweit das Räder-Schienen-System
als solches betroffen ist, zusätzliche Führungselemente nicht zwingend erforderlich
sind. Das Räder-Laufweg- und/oder Räder-Schienensystem kann vom Grundniveau durch
Abstandselemente beabstandet sein. Es ist zusätzlich oder alternativ auch möglich,
dass die Einhausungselemente vom Räder-Laufweg- und/oder Räder-Schienensystem durch
Abstandselemente beabstandet sind. Bei den Abstandselementen kann es sich z. B. um
am Grundniveau verankerte Stützen und dgl. handeln, mit welchen die Einhausungselemente
oder das Räder-Laufweg- bzw. das Räder-Schienen-System in einer vorgegebenen Höhe
über dem Grundniveau sicher getragen werden können/kann.
[0020] Die Verschiebeeinrichtung, insbesondere das Räder-Laufweg- oder das Räder-Schienen-System,
kann derart ausgebildet sein, dass das Einhausungselement in zumindest einer Dimension
entlang eines zumindest teilweise linearen Wegs verschiebbar ist. Insbesondere unter
Berücksichtigung verschiedenster Formen von Bauwerkhüllen ist es auch möglich, dass
die Verschiebeeinrichtung derart ausgebildet ist, dass das Einhausungselement entlang
eines zumindest teilweise gekrümmten Wegs verschiebbar ist. Durch eine kurvenartige
Schienenführung kann z. B. erreicht werden, dass das Einhausungselement an einem abgewinkelten
oder eckigen Fassadenteil eines Gebäudes vorbei geführt werden kann. Bei einer kuppelartigen
Bauwerkhülle mit z. B. kreisförmigem Grundriss ist es z. B. möglich, die Verschiebeeinrichtung
so auszugestalten, dass das oder die Einhausungselemente auf kreisförmigen Wegen entlang
der Bauwerkhülle, bzw. an der Bauwerkhülle vorbei, geführt werden kann/können.
[0021] Die Verschiebeeinrichtung kann auch derart ausgebildet sein, dass eine Verschiebung
des oder der Einhausungselemente in zwei Dimensionen, z. B. in einer Fläche parallel
zur Bauwerkhülle, möglich ist. Dadurch stehen mehr Möglichkeiten zur Positionierung
der Einhausungselemente zur Verfügung.
[0022] Die Verschiebeeinrichtung kann ferner derart ausgebildet sein, dass ein Abstand zwischen
Einhausungselement und Bauwerkhülle veränderbar ist. Bei der vorweg bereits erwähnten
zweidimensionalen Verschiebbarkeit wäre das Einhausungselement dann in drei Dimensionen
verschiebbar. D. h. das Einhausungselement wäre - zumindest in einem Abschnitt der
Bauwerkhülle — sowohl parallel als auch senkrecht zur Bauwerkhülle verschiebbar. Eine
Veränderung des Abstands zur Bauwerkhülle kann z. B. dadurch erreicht werden, dass
ein entsprechendes Schienen- bzw. Laufwegsystem zum Verschieben auf die Bauwerkhülle
hin oder davon weg vorhanden ist. Auch ist es möglich, dass ein Schienen- bzw. Laufweg-System
mit Schienen bzw. Laufwegen in unterschiedlichen oder variierenden bzw. variablen
Abständen zur Bauwerkhülle verwendet wird.
[0023] In einer Weiterbildung der Verschiebeeinrichtung ist erfindungsgemäß vorgesehen,
dass mehrere, zumindest jedoch zwei, Einhausungselemente kachelartig nebeneinander,
bzw. aneinander, oder in zumindest teilweiser überlappender Anordnung positionierbar
sind. Damit ist es möglich, einen von den Einhausungselementen überdeckten Abschnitt
der Bauwerkhülle zu variieren. Durch eine kachelartige Nebeneinanderanordnung der
Einhausungselemente kann eine größtmögliche, zusammenhängende Fläche der Bauwerkhülle
überdeckt werden. Diese Fläche kann durch überlappendes Positionieren, z. B. durch
hintereinanderfahren, der Einhausungselemente entsprechend dem Überlappungsgrad verkleinert
werden.
[0024] Nach einer Variante der Erfindung kann zumindest eines der Einhausungselemente relativ
zur Bauwerkhülle um zumindest eine Kippachse gekippt, d. h. relativ zur Bauwerkhülle
verkippt, werden. Bei mehreren kachelartig aneinander liegenden Einhausungselementen
können durch Verkippung eines oder mehrerer Einhausungselemente Öffnungen bzw. Schlitze
zwischen den Einhausungselementen erzeugt werden, über welche eine Be- bzw. Entlüftung
des zwischen den Einhausungselementen und der Bauwerkhülle gelegenen Zwischenraums
erfolgen werden kann. Eine Verkippung kann auch dann von Vorteil sein, wenn das Einhausungselement
zu Abschattungszwecken zumindest teilweise opak ist. In diesem Fall kann das Einhausungselement
derart verkippt werden, dass die Bauwerkhülle vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt
ist, und dass dennoch ausreichend Tageslicht zur Bauwerkhülle dringt. Eine Verkippung
ist auch dann von Vorteil, wenn das Einhausungselement eine Energiewandlungseinheit
zum Wandeln von Solarenergie in elektrische Energie und/oder Wärme umfasst. Bei geeigneter
Anordnung einer oder mehrerer Kippachsen kann die Energiewandlungseinheit dann durch
Verkippung des Einhausungselements derart ausgerichtet werden, dass unter den jeweils
gegebenen Umständen ein maximaler Wirkungsgrad erreicht werden kann.
[0025] Das Einhausungssystem, insbesondere eines der Einhausungselemente, kann zumindest
eine, vorzugsweise motorisch verstellbare, Klappe aufweisen, welche eine Be- und/oder
Entlüftung des Zwischenraums ermöglicht. Zur motorischen Verstellung kann ein Elektromotor
vorgesehen sein. Bei der Klappe kann es sich insbesondere um eine Rauch- und Wärmeabzugsklappe,
eine sog. RWA-Klappe, handeln.
[0026] Zur effektiven Be- und/oder Entlüftung des Zwischenraums kann das Einhausungssystem
des Weiteren eine Lüftereinheit umfassen. Auf die Lüftereinheit wird weiter unten
im Rahmen der Figurenbeschreibung noch genauer eingegangen.
[0027] Nach einer weiteren Variante der Erfindung kann das Einhausungssystem ferner ein
Abdichtungssystem mit zumindest einem Dichtelement umfassen, mit welchem der Zwischenraum
zwischen dem oder den Einhausungselementen und der Bauwerkhülle abgedichtet werden
kann. Dabei kann jedes Einhausungselement auf der der Bauwerkhülle zugewandten Seite
ein randseitig umlaufendes Dichtelement, z. B. eine Dichtlippe o. ä. umfassen, welches
an die Bauwerkhülle formschlüssig anlegbar ist. Sofern mehrere Einhausungselemente
zu einer Einheit zusammengefasst sind, kann auch lediglich ein einziges, randseitig
der Einheit verlaufendes Dichtelement vorgesehen sein. Durch das Dichtelement kann
z. B. die Effizienz der Be- und Entlüftung mittels der Lüftereinheit gesteigert werden,
wodurch z. B. der Zwischenraum noch besser klimatisiert werden kann. Das ist insbesondere
bei vergleichsweise hohen Umgebungstemperaturen, z. B. in Sommermonaten und/oder bei
starker Sonneneinstrahlung, von Vorteil. Abgesehen davon kann durch Abdichtung des
Zwischenraums eine Wärmeisolationswirkung erreicht werden. Letzteres ist insbesondere
bei vergleichsweise niedrigen Umgebungstemperaturen, z. B. in Wintermonaten, von Vorteil.
[0028] Im Rahmen der vorgenannten Variante der Erfindung ist es ferner möglich, dass das
Abdichtungssystem des Weiteren eine, vorzugsweise motorisch automatisiert getriebene,
Stelleinheit umfasst, mit welcher das oder die Einhausungselemente zur Bauwerkhülle
hin oder davon weg bewegt werden kann/können, und/oder mit welcher das oder die Dichtelemente
in deren Form derart veränderbar sind, dass das Dichtelement in einer Konfiguration
an der Bauwerkhülle anliegt und in einer anderen Konfiguration davon beabstandet ist.
Diese Möglichkeit zum An- bzw. Abdocken des oder der Dichtelemente an/von der Bauwerkhülle
ist insbesondere dann von Vorteil, wenn das oder die Einhausungselemente verschoben
werden sollen. Ferner kann durch An- oder Abdocken eines oder mehrerer Dichtelemente
z. B. die Frischluftzirkulation im Zwischenraum verändert werden.
[0029] Im Rahmen der Erfindung kann die Bauwerkhülle eine im Wesentlichen beliebige Form
aufweisen. Insbesondere eignet sich das Einhausungssystem für kuppelartige Bauwerkhüllen.
Bei dem Bauwerk kann es sich im Grunde um ein beliebiges Bauwerk handeln. Insbesondere
eignet sich das Einhausungssystem für Bauwerke wie Gebäude, Raumfachwerke, Lichtkuppeln,
Wintergärten oder Verkehrswege. Das Einhausungssystem ist also universell verwendbar.
[0030] Ein zweiter Aspekt der Erfindung betrifft ein Bauwerk mit einer Bauwerkhülle, welcher
zumindest abschnittsweise ein Einhausungssystem nach dem ersten Aspekt der Erfindung
vorgeschaltet ist. Bei dem Bauwerk kann es sich insbesondere um die vorgenannten Bauwerke,
oder um Kombinationen derselben handeln. Bei einem als Raumfachwerk ausgebildeten
Gebäude kann es sich insbesondere um Raumfachwerke der Firma MERO-TSK International
GmbH & Co. KG mit Sitz in Würzburg handelt. Solche Raumfachwerke können beispielsweise
Stahlrohre und so genannte Meroknoten als Verbindungselemente umfassen, die gewisse
Winkeleinstellungen bei der Konstruktion vorgeben. Als Materialien für Raumfachwerkkonstruktionselemente
kommen Stahl, Aluminium, GFK (Glasfaserverstärkter Kunststoff) und/oder CFK (Kohlenstofffaserverstärkter
Kunststoff), sowie andere Kunststoffe in Betracht.
[0031] Wegen Vorteilen und vorteilhaften Wirkungen zum zweiten Aspekt der Erfindung wird
auf die Ausführungen zum ersten Aspekt der Erfindung verwiesen.
[0032] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den beigefügten schematischen Zeichnungen
dargestellt. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine erste Ausgestaltung eines Einhausungssystems nach dem ersten Aspekt der Erfindung;
- Fig. 2
- eine zweite Ausgestaltung eines Einhausungssystems nach dem ersten Aspekt der Erfindung;
- Fig. 3
- in Aufsicht eine Variante der Ausgestaltung der Fig. 2;
- Fig. 4
- eine dritte Ausgestaltung eines Einhausungssystems nach dem ersten Aspekt der Erfindung;
- Fig. 5
- eine vierte Ausgestaltung eines Einhausungssystems nach dem ersten Aspekt der Erfindung;
- Fig. 6
- eine fünfte Ausgestaltung eines Einhausungssystems nach dem ersten Aspekt der Erfindung;
[0033] In den Figuren werden gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit gleichen Bezugszeichen
bezeichnet. Die Figuren sind nicht zwingend maßstabsgetreu und Maßstäbe zwischen den
Figuren können variieren. Es versteht sich, dass die Figuren Ausführungsbeispiele
der Erfindung darstellen und insoweit nicht einschränkend anzusehen sind. Zu Zwecken
der Übersichtlichkeit und Klarheit der Figuren kann es sein, dass darin nicht alle,
sondern lediglich die jeweils maßgeblichen Elemente wiedergegeben und bezeichnet sind.
Im Lichte der Beschreibung wird der Fachmann die jeweils fehlenden Elemente ohne Weiteres
ergänzen oder erkennen. Ausdrücklich sei darauf hingewiesen, dass auch beliebige Kombinationen
und Unterkombinationen der im Rahmen der Erfindung möglichen Elemente und Merkmale
mit eingeschlossen sind, selbst dann, wenn diese Kombinationen und Unterkombinationen
als solche nicht in den Figuren dargestellt sind.
[0034] Fig. 1 zeigt eine erste Ausgestaltung eines Einhausungssystems 1 nach dem ersten
Aspekt der Erfindung. Das Einhausungssystem 1 ist zusammen mit einer Bauwerkhülle
2 eines nicht näher gezeigten Bauwerks dargestellt, wobei die Bauwerkhülle 2 in Fig.
1 schematisch durch ein strichliniertes Rechteck angedeutet ist.
[0035] Bei dem Bauwerk 2 kann es sich im Wesentlichen um ein beliebiges Bauwerk handeln.
Insbesondere kann es sich um ein Gebäude, ein Raumfachwerk, eine Lichtkuppel, einen
Wintergarten und/oder einen Verkehrsweg handeln. Die Bauwerkhülle 2 kann insbesondere
Dach, Außenwandungen, Fassadenteile und dgl. des Bauwerks umfassen.
[0036] Das Einhausungssystem 1 umfasst mehrere der Bauwerkhülle 2 vorgeschaltete Einhausungselemente
3. Ferner umfasst das Einhausungssystem 1 eine Verschiebeeinrichtung für die Einhausungselemente
3. Die Verschiebeeinrichtung umfasst im vorliegenden Ausführungsbeispiel mehrere horizontal
und vertikal verlaufende Schienen 4. Ferner umfasst die Verschiebeeinrichtung an den
Einhausungselementen 3 angebrachte Räder 5. Die Schienen 4 und die Räder 5 bilden
ein Räder-Schienen-System, durch welches die Einhausungselemente 3 mit der Verschiebeeinrichtung
derart gekoppelt sind, dass die Einhausungselemente entlang der Bauwerkhülle 2 verschiebbar
sind. Im Rahmen der Erfindung liegt es auch, wenn für die mit dem Bezugszeichen 4
bezeichneten Schienen, welche im weitesten Sinne ein Traggestell für die Einhausungselemente
3 bilden, ein Räder-Schienen-System und/oder Räder-Laufweg-System vorgesehen ist,
so dass das Traggestell als solches ebenfalls entlang der Bauwerkhülle 2 verschiebbar
ist.
[0037] Anstelle oder zusätzlich zu dem Räder-Schienen-System kommen auch beliebige andere
Systeme in Betracht, insbesondere die weiter oben beschriebenen Räder-Laufweg-Systeme,
mit welchen eine Verschiebung der Einhausungselemente 3 entlang der Bauwerkhülle 2
möglich ist.
[0038] Die Anzahl der im Beispiel der Fig. 1 gezeigten Einhausungselemente 3 und deren Größe
relativ zur Ausdehnung der Bauwerkhülle 2 sind lediglich beispielhaft und als nicht
einschränkend anzusehen. Die Einhausungselemente 3 können relativ zur Ausdehnung der
Bauwerkhülle 2 größer oder kleiner sein. Ferner kann ein größerer oder kleinerer Abschnitt
der Bauwerkhülle 2 durch Einhausungselemente 3 überdeckt sein.
[0039] Die Einhausungselemente 3 sind im vorliegenden Ausführungsbeispiel rechtreckförmig
ausgebildet. Insbesondere in Abhängigkeit der Form der Bauwerkhülle 2 können die Einhausungselemente
3 auch andere Formen aufweisen und z. B. zumindest teilweise rund, oval, wabenförmig
usw. ausgebildet sein, und/oder zumindest abschnittsweise Formen beliebiger Vielecke
aufweisen.
[0040] Die Schienen 4 der Verschiebeeinrichtung sind vorliegend für einen beschränkten Abschnitt
der Bauwerkhülle 2 vorgesehen. Es soll bemerkt werden, dass die Schienen 4 für im
Wesentlichen beliebige, insbesondere beliebig große, Abschnitte der Bauwerkhülle 2
vorgesehen sein können.
[0041] Die Einhausungselemente 3 sind im vorliegenden Beispiel entlang der Bauwerkhülle
2 in zwei Dimensionen verschiebbar, d. h. in horizontaler und vertikaler Richtung,
was durch Doppelpfeile angedeutet ist.
[0042] Die Einhausungselemente 3 sind vorliegend entlang eines dem Verlauf der Bauwerkhülle
2 angepassten linearen Wegs verschiebbar. Denkbar, und durchaus im Rahmen der Erfindung
gelegen, sind auch gekrümmte Wege sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Richtung.
[0043] Eine lediglich eindimensionale Verschiebbarkeit in horizontaler oder vertikaler Richtung,
sowie eine Verschiebbarkeit in einer dritten Dimension senkrecht zur Zeichenebene
der Fig.1 liegen ebenfalls im Rahmen der Erfindung. Eine Verschiebbarkeit senkrecht
zur Zeichenebene bedeutet insbesondere, dass die Verschiebeeinrichtung derart ausgebildet
ist, dass ein Abstand zwischen den Einhausungselementen 3 und der Bauwerkhülle 2 veränderbar
ist. Durch die Verschiebbarkeit können die Einhausungselemente 3, je nach Bedarf,
an durch die Verschiebeeinrichtung vorgegebenen Stellen positioniert werden. Beispielsweise
können die Einhausungselemente 3 derart verschoben und/oder, z. B. kachelartig, nebeneinander
positioniert werden, dass diese einem jeweils gewünschten Abschnitt der Bauwerkhülle
2 vorgeschaltet sind und diesen im Wesentlichen überdecken. Falls die Einhausungselemente
3 z. B. als Abschattungselemente verwendet werden können, so ist es möglich, die Einhausungselemente
3 an denjenigen Stellen der Bauwerkhülle 2 zu positionieren, welche der Sonneneinstrahlung
am stärksten ausgesetzt sind. Fig. 2 zeigt eine zweite Ausgestaltung eines Einhausungssystems
1 in einer Schnittdarstellung mit, bezüglich Fig. 1, vertikaler Schnittebene. Die
Bauwerkhülle 2 der zweiten Ausgestaltung ist kuppelartig oder kuppelförmig ausgebildet.
Ein einzelnes Einhausungselement 3, oder eine Vielzahl aneinander gereihter Einhausungselemente
3, was in Fig. 2 nicht näher dargestellt ist, überspannt/en die Bauwerkhülle 2 vollständig.
Entsprechend der Form der Bauwerkhülle 2 ist/sind das oder die Einhausungselemente
3 kuppelartig gekrümmt ausgebildet. Bei anderen Formen der Bauwerkhülle 2 kann/können
das/die Einhausungselemente in deren Form entsprechend angepasst sein. Zum Verschieben
des/der Einhausungselemente 3 umfasst die Verschiebeeinrichtung bodenseitig verankerte
Schienen 4 und einhausungselementseitig angebrachte Räder 5. Mittels der derart ausgebildeten
Verschiebeeinrichtung können das oder die Einhausungselemente 3 um eine Achse 6 gedreht
werden, und so auf einem kreisförmig gekrümmten Weg um die Bauwerkhülle 2 bewegt werden.
Bei der vorliegenden Ausgestaltung können das oder die Einhausungselemente 3 lokal
verschiedene Eigenschaften aufweisen. Beispielsweise ist es bei entsprechender Ausgestaltung
der Einhausungselemente 3 möglich, dass ein Bereich der kuppelartigen Bauwerkhülle
vor Sonneneinstrahlung geschützt wird, während in einem davon verschiedenen, nicht
einer direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzten Bereich ein Einfall von Tageslicht
möglich ist.
[0044] Fig. 3 zeigt eine Variante des Einhausungssystems der Fig. 2 in einer Schnittdarstellung
mit horizontaler Schnittebene. Bei dieser Variante überspannen das oder die Einhausungselemente
3 die Bauwerkhülle 2 lediglich teilweise. Mittels der Verschiebeeinrichtung, bei welcher
eine um die Bauwerkhülle 2 umlaufende Schiene 4 punktiert angedeutet ist, kann/können
das/die Einhausungselemente 3 um die Achse 6 auf einem kreisförmigen Weg um die Bauwerkhülle
2 geführt werden, was durch den gekrümmten Doppelpfeil angedeutet ist. Bei Bauwerkhüllen
mit nicht kreisförmigem Grundriss kommen auch andere, insbesondere teilweise gekrümmte,
Wege in Betracht, welche derart ausgebildet sind, dass eine Verschiebung der Einhausungselemente
3 entlang oder um die Bauwerkhülle 2 möglich ist. Bei solchen Wegen ist es durchaus
möglich, dass sich der Abstand der Einhausungselemente 3 zur Bauwerkhülle 2 beim Verschieben
verändert.
[0045] Die bezüglich Fig. 2 und Fig. 3 mögliche Drehung des oder der Einhausungselemente
3 kann einhergehend mit der sich im Tagesverlauf ändernden Sonneneinstrahlung erfolgen,
so dass die Bauwerkhülle 2 stets in gewünschter Weise durch das oder die zur Abschattung
vorgesehenen Einhausungselemente 3 abgeschattet wird. Je nach Ausgestaltung und Zweck
des oder der Einhausungselemente 3 kann/können diese auch dorthin verschoben werden,
wo die Bauwerkhülle 2 vor anderweitigen äußeren Einflüssen geschützt werden soll.
Sind die oder einige der Einhausungselemente 3 z. B. zu Schallschutzzwecken vorgesehen,
so können diese so positioniert werden, dass die Lärmbeeinträchtigung für das Bauwerk
zumindest verringert werden kann. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen,
dass das Einhausungssystem Einhausungselemente mit jeweils unterschiedlichen Funktionalitäten
aufweisen kann.
[0046] In Fig. 3 ist ferner ein weiteres Ausgestaltungsmerkmal des Einhausungssystems dargestellt.
Das Einhausungssystem weist Dichtelemente 7 auf, mit welchen ein Zwischenraum 8 zwischen
dem oder den Einhausungselementen 3, z. B. gas- oder flüssigkeitsdicht, abdichtbar
ist. Durch Abdichten des Zwischenraums 8 kann mit dem Einhausungssystem beispielsweise
eine wärmedämmende Wirkung für die Bauwerkhülle erreicht werden, was insbesondere
bei niedrigeren Umgebungstemperaturen von Vorteil ist. Auch ist es dadurch möglich,
die Schallschutzwirkung zu verbessern. Insbesondere die Anzahl und Form der Dichtelemente
7 kann je nach Gegebenheiten, wie z. B. Form und Oberflächenstruktur der Bauwerkhülle
2 und der Einhausungselemente 3, im Wesentlichen beliebig variiert werden. Die Dichtelemente
7 können an den der Bauwerkhülle 2 und/oder an den Einhausungselementen zugewandten
Seiten, hier nicht gezeigte, vorzugsweise flexible, Dichtlippen aufweisen. Solche
Dichtlippen ermöglichen einen besonders gut abdichtenden Formschluss zur Bauwerkhülle
2 bzw. zu dem jeweiligen Einhausungselement 3. Die Dichtelemente 7 können separat
von Bauwerkhülle 2 oder Einhausungselementen 3 angebracht sein. Jedoch ist es beispielsweise
auch möglich, dass die Dichtelemente 7 an den Einhausungselementen 3 angebracht sind.
[0047] Insbesondere beim Verschieben der Einhausungselemente 3 relativ zur Bauwerkhülle
2 und zur Veränderung der Abdichtungswirkung der Dichtelemente 7 ist es von Vorteil,
wenn das Abdichtungssystem des Weiteren eine Stelleinheit umfasst, mit welcher das
oder die Einhausungselemente 3 zur Bauwerkhülle hin oder davon weg bewegt werden können.
Eine Abdichtung des Zwischenraums 8 kann dann durch eine Bewegung der Einhausungselemente
3 zur Bauwerkhülle 2 hin erfolgen, wodurch die Dichtelemente 7 formschlüssig abdichtend
an die Bauwerkhülle 2 angefahren werden. Umgekehrt kann die Abdichtung aufgehoben
werden, indem die Einhausungselemente 3 von der Bauwerkhülle 2 weg bewegt werden.
Alternativ oder zusätzlich ist es auch möglich, die Dichtelemente 7 formveränderbar
auszugestalten, so dass die Dichtelemente 7 in einer abdichtenden Konfiguration an
der Bauwerkhülle 2 anliegen und in einer nicht abdichtenden Konfiguration davon beabstandet
sind. Dazu kann das Dichtelement 7 beispielsweise zur Bauwerkhülle hin dehn-, streck-
oder ausfahrbar ausgebildet sein. Bei einem dehnbaren Dichtelement 7 kann dieses z.
B. einen Hohlraum aufweisen, welcher zur Einstellung der abdichtenden Konfiguration
mit einem Fluid, z. B. Luft, gefüllt werden kann. Die nicht abdichtende Konfiguration
kann dann durch entfernen von Fluid aus dem Hohlraum erreicht werden. In oder an dem
Dichtelement 7 können auch Elemente zum Strecken oder Stauchen desselben angeordnet
sein, durch welche bei den Dichtelementen 7 eine Formänderung zur Einstellung der
abdichtenden und nicht abdichtenden Konfiguration erreicht werden kann.
[0048] Fig. 4 zeigt, in analoger Darstellungsweise zu Fig. 3, eine dritte Ausgestaltung
eines Einhausungssystems. Im Unterschied zu Fig. 3 werden das oder die Einhausungselemente
3 von tragenden Stützen 9 getragen. An den Stützen 9 sind die Räder 5 angebracht,
welche im Eingriff mit den Schienen 4 sind. Bei dieser Ausgestaltung sind dem unteren
Abschnitt der Bauwerkhülle 2 keine Einhausungselemente 3 vorgeschaltet. Lediglich
dem oberen Abschnitt der Bauwerkhülle 2 sind Einhausungselemente 3 vorgeschaltet,
so dass beispielsweise der der Sonneneinstrahlung in Sommermonaten am stärksten ausgesetzte
obere Abschnitt abgeschattet werden kann, während der untere Abschnitt einen Durchtritt
von Tageslicht zur Bauwerkhülle ermöglicht. Fig. 4 zeigt, in Analogie zu Fig. 3, ferner
Dichtelemente 7, welche im vorliegenden Beispiel formveränderlich ausgebildet sind.
In der dargestellten abdichtenden Konfiguration sind die Dichtelemente 7 derart ausgefahren
oder gedehnt, dass diese an den Einhausungselementen 3 und der Bauwerkhülle 2 formschlüssig
abdichtend anliegen.
[0049] Es soll noch erwähnt werden, dass es abweichend oder zusätzlich zu Fig. 4 auch möglich
ist, dass Stützen 9 zwischen Grundniveau 10 und den Schienen 4 angeordnet sind. Die
Stützen 9 können am Grundniveau 10 fest verankert sein. Hinsichtlich der Anordnung
der Schienen 4 und Räder 5 relativ zu den Einhausungselementen 3 kann sich ein zur
Darstellung der Fig. 2 analoges Bild ergeben.
[0050] Fig. 5 zeigt eine vierte Ausgestaltung des Einhausungssystems im Querschnitt, wobei
die Schnittebene im Hinblick auf Fig. 1 sowohl horizontal als auch vertikal liegen
kann. Bei der vorliegenden Ausgestaltung ist die Verschiebeeinrichtung derart ausgebildet,
dass mehrere Einhausungselemente 3 in zumindest teilweiser Überlappung hintereinander
positionierbar sind. Dazu weist die Verschiebeeinrichtung ein Traggestell 11 auf,
welches z. B. mehrere Schienen 4 und weitere Trägerelemente umfassen kann. Das Traggestell
11 kann, insbesondere bei vertikaler verlaufender Schnittebene, analog zur Darstellung
der Fig. 2 mittels eines Räder-Schienen-Systems relativ zur Bauwerkhülle 2 verschiebbar
gelagert sein. An dem Traggestell 11 sind die Einhausungselemente 3 verschiebbar angebracht,
was in Fig. 5 durch horizontale Linien zwischen den Einhausungselementen 3 und dem
Traggestell 11 lediglich andeutungsweise dargestellt ist. Die Einhausungselemente
3 sind an dem Traggestell 11 derart angebracht, dass diese hintereinander gefahren
werden können. Insoweit ist es bei dieser Ausgestaltung möglich, die Einhausungselemente
3 kachelartig nebeneinander zu positionieren, so dass eine maximal mögliche Fläche
der Bauwerkhülle 2 durch die Einhausungselemente 3 überdeckt ist. Ferner ist es durch
Hintereinanderfahren der Einhausungselemente 3 möglich, den Grad der Überdeckung der
Bauwerkhülle 2 zu verändern. Die Überdeckung kann somit für jeweilige Bedürfnisse
besonders flexibel gestaltet werden.
[0051] Vorteilhaft ist es bei den obigen Ausgestaltungen insbesondere, wenn die Verschiebeeinrichtung
ein nicht näher dargestelltes motorisches Antriebssystem zum Verschieben des/der Einhausungselemente
3 oder des Traggestells 11 umfasst. Dabei können z. B. an den Einhausungselementen
3, an den Stützen 9 oder an dem Traggestell 11 angebrachte Räder 5 mittels Elektromotoren
angetrieben werden. Neben, oder an Stelle, eines motorischen Antriebskonzepts ist
auch ein manuelles Antriebskonzept denkbar, so dass die Einhausungselemente 3 unabhängig
von einer Versorgung mit Strom verschiebbar sind. Das manuelle Antriebskonzept kann
auch ein Notsystem sein, so dass Einhausungselemente bzw. das Einhausungssystem auch
im Falle eines Stromausfalls verschiebbar ist. Beispielsweise können an den Einhausungselementen
bzw. am Einhausungssystem ein oder mehrere mechanische Verbindungselemente vorgesehen
sein, z.B. Haken, die mit einer externen Bewegungseinrichtung, beispielsweise einem
Kraftfahrzeug oder einer Seilwinde, verbindbar sind, beispielsweise über ein Seil.
[0052] Das Antriebssystem kann eine nicht gezeigte elektronische Steuerung umfassen, welche
eine Verschiebung des/der Einhausungselemente in Abhängigkeit zumindest eines, vorzugsweise
in oder für ein vorgegebenes Zeitfenster erfassten, Parameters ermöglicht. Der Parameter
kann z. B. mittels eines Sensors erfasst werden. Je nach Verwendungszweck der Einhausungselemente
3, wie z. B. zur Abschattung, zum Schallschutz, zur Klimatisierung oder zur Be- bzw.
Entlüftung, kann es sich bei dem Parameter um eine die Sonneneinstrahlung, die Schallintensität,
die Temperatur, insbesondere Umgebungstemperatur oder den Rauchgasanteil im Zwischenraum
8 beschreibende Größe handeln.
[0053] Im Beispiel der Fig. 5 können die Einhausungselemente 3, z. B. in Abhängigkeit des
Parameters für Sonneneinstrahlung, bei starker Sonneneinstrahlung nebeneinander gefahren
werden, so dass die Bauwerkhülle 2 optimal abgeschattet wird. Bei weniger starker
Sonneneinstrahlung können die Einhausungselemente 3 hintereinander gefahren werden,
wodurch insbesondere der Einfall von Tageslicht verbessert wird, was nicht nur in
Wintermonaten durchaus erwünscht sein kann.
[0054] Hintereinander gefahrene Einhausungselemente 3 haben für äußere Einwirkungen, wie
z. B. Hagel oder Sturm, ferner eine geringere Angriffsfläche, so dass zumindest ein
Teil der Einhausungselemente 3 besser geschützt werden kann.
[0055] Fig. 6 zeigt in einer Querschnittsdarstellung eine fünfte Ausgestaltung des Einhausungssystems.
In Fig. 6 sind nicht zwingend erforderliche Elemente nicht dargestellt, was jedoch
nicht bedeuten soll, dass diese bei der vorliegenden Ausgestaltung nicht in Frage
kommen. Das in Fig. 6 dargestellte Einhausungselement 3 ist um eine Kippachse 12 relativ
zum Traggestell 11, und damit relativ zur Bauwerkhülle 2 kippbar gelagert. Das Einhausungselement
3 ist in Fig. 6 in zwei Positionen dargestellt. Eine vertikale Position ist mit durchgehenden
Linien, und eine dagegen verkippte Position ist mit gestrichelten Linien dargestellt.
[0056] Die Kippachse 12 kann auch anders liegen. Ferner ist es möglich, dass mehrere Kippachsen
12 vorgesehen sind, um welche das Einhausungselement 3 kippbar ist.
[0057] In der vertikalen Position kann bei einer z. B. kachelartigen Überdeckung der Bauwerkhülle
2 eine maximale Abschattung, oder ggf. Wärmeisolationswirkung, erreicht werden. Durch
Verkippen des Einhausungselements 3 in die verkippte Position kann, insbesondere bei
weiterer Abschattung der Bauwerkhülle 2, eine Be- bzw. Entlüftung des Zwischenraums
8 erreicht werden. Weitere Vorteile der Verkippbarkeit sind im Zusammenhang mit den
weiter oben genannten Verwendungszwecken des Einhausungssystems denkbar.
[0058] Zur Be- bzw. Entlüftung des Zwischenraums 8 kann das Einhausungssystem ferner eine,
vorzugsweise motorisch verstellbare, Klappe 13 aufweisen, welche in Fig. 2 mit durchgehenden
Linien in einer geschlossenen Position, und mit gestrichelten Linien einer offenen
Position dargestellt ist. Bei der Klappe 13 kann es sich insbesondere um eine sog.
RWA-Klappe handeln. Die Klappe 13 kann z. B. Bestandteil eines Einhausungselements
3 sein. Im Beispiel der Fig. 2 ist die Klappe 13 an der Kuppelspitze des Einhausungssystems
angeordnet. Auf diese Weise ist, z. B. durch eine sich einstellende kaminartige Strömung
im Zwischenraum 8, ein Abzug von verbrauchter Luft oder Rauchgas möglich. Durch die
Klappe 13 kann, analog zur Verkippung eines Einhausungselements 3 im Zusammenhang
mit Fig. 6, also insbesondere eine Be- und Entlüftung des Zwischenraums 8 in einfacher
Weise erfolgen.
[0059] Eine automatisch-motorische Verstellmöglichkeit der Klappe 13 ist für schlecht zugängliche
Klappen 13, wie z. B. der der Fig. 2, besonders von Vorteil. Jedoch ist es auch oder
zusätzlich möglich, dass zum Öffnen und Schließen der Klappe 13 ein mechanisch-händischer
Verstellmechanismus vorgesehen ist, so dass die Klappe 13 auch bei Stromausfall und
in Notsituationen schnell und problemlos geöffnet bzw. geschlossen werden kann.
[0060] Zur besseren Be- und Entlüftung kann das Einhausungssystem des Weiteren eine Lüftereinheit
zum Be- und/oder Entlüften des Zwischenraums 8 umfassen. Die Lüftereinheit ist in
Fig. 2 schematisch dargestellt und mit dem Bezugszeichen 14 bezeichnet. Mittels der
Lüftereinheit 14 kann Luft in den Zwischenraum 8 gepumpt oder daraus abgesaugt werden.
Im Beispiel der Fig. 2 kann damit ein durch die punktierte Linie angedeuteter Luftstrom
zwischen der Lüftereinheit 14 und der Klappe 13 erreicht werden. Nicht zuletzt kann
dadurch eine Klimatisierung des Bauwerks erfolgen. Die Lüftereinheit 14 kann auch
im Bereich der Klappe 13 angeordnet sein. Insbesondere kann die Lüftereinheit 14 einen
in die Öffnung der Klappe 13 integrierten Ventilator aufweisen.
[0061] Nach einer weiteren Ausgestaltung des Einhausungssystems umfasst dieses zumindest
eine Energiewandlungseinheit zum Wandeln von Solar- und/oder Lichtenergie in elektrische
Energie. Eine solche Energiewandlungseinheit kann z. B. zumindest ein Solarzellenmodul
15 umfassen, welches in Fig. 1 beispielhaft für ein einzelnes Einhausungselement 3
dargestellt ist. Das Solarzellenmodul 15 kann im oder am Einhausungselement 3 angebracht,
oder damit integriert ausgebildet sein. Bei dem Solarzellenmodul 15 kann es sich um
ein teilweise transparentes Solarzellenmodul handeln, so dass bei z. B. vollständiger
Eindeckung der Einhausungselemente 3 mit Solarzellenmodulen dennoch Tageslicht zur
Bauwerkhülle gelangen kann.
[0062] Das Einhausungssystem kann nach einer noch weiteren Ausgestaltung auch zumindest
eine weitere Energiewandlungseinheit zum Wandeln von Solarenergie in Wärme umfassen.
Eine solche weitere Energiewandlungseinheit kann z. B. zumindest ein Solarmodul 16
umfassen, welches in Fig. 1 beispielhaft für ein Einhausungselement 3 dargestellt
ist. Das Solarmodul 16 kann ebenfalls im oder am Einhausungselement 3 angebracht,
oder damit integriert ausgebildet sein.
[0063] Im Zusammenhang mit den Energiewandlungseinheiten ist insbesondere eine kippbare
Ausgestaltung der Einhausungselemente 3, wie es in Fig. 6 dargestellt ist, von Vorteil.
Durch verkippen der Einhausungselemente 3 um eine, oder ggf. mehrere, Kippachsen 12
können die Energiewandlungseinheiten entsprechen dem jeweils günstigsten Sonneneinstrahlungswinkel
ausgerichtet werden, so dass ein Maximum an Energie gewonnen werden kann.
[0064] Die weitere Energiewandlungseinheit kann auch einen mit der Lüftereinheit 14 zusammenwirkenden
Wärmetauscher und dgl. umfassen, mit welchem der aus dem Zwischenraum 8 abgepumpten,
z. B. durch Sonneneinstrahlung, erwärmten, Luft Wärme entzogen werden kann.
[0065] Das Einhausungselement 3, insbesondere der vorbeschriebenen Ausgestaltungen, kann
zumindest abschnittsweise aus einem Kunststoff, insbesondere einem Thermoplasten hergestellt
sein. Ein Vorteil dabei ist die vergleichsweise leichte Bauweise. Je nach Anforderungen
an Gewicht und Stabilität sind jedoch auch Materialien wie Glas oder Materialkombinationen
mit Glas und Metall denkbar.
[0066] Insbesondere aus den im Zusammenhang mit den Figuren beschriebenen Ausgestaltungen
wird deutlich, dass das Einhausungssystem multifunktionell verwendbar ist, und in
einfacher Weise an verschiedenste Anforderungen und Gegebenheiten bei der Einhausung
von Bauwerken angepasst werden kann.
Bezugszeichenliste
[0067]
- 1
- Einhausungssystem
- 2
- Bauwerkhülle
- 3
- Einhausungselement
- 4
- Schiene
- 5
- Rad
- 6
- Achse
- 7
- Dichtelement
- 8
- Zwischenraum
- 9
- Stütze
- 10
- Grundniveau
- 11
- Traggestell
- 12
- Kippachse
- 13
- Klappe
- 14
- Lüftereinheit
- 15
- Solarzellenmodul
- 16
- Solarmodul
1. Einhausungssystem (1) für Bauwerkhüllen (2), umfassend zumindest ein der Bauwerkhülle
(2) zumindest abschnittsweise vorgeschaltetes Einhausungselement (3) und eine Verschiebeeinrichtung
(4, 5), welche mit dem Einhausungselement (3) derart gekoppelt ist, dass das Einhausungselement
(3) entlang der Bauwerkhülle (2) in zumindest einer Dimension relativ zur Bauwerkhülle
(2) verschiebbar ist, wobei
die Verschiebeeinrichtung (4, 5) ein motorisches Antriebssystem zum Verschieben des
oder der Einbausungselemente (3) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass
das motorische Antriebssystem eine elektronische Steuerung umfasst, welche eine Verschiebung
des Einhausungselements (3) in Abhängigkeit zumindest eines Parameters ermöglicht.
2. Einhausungssystem (1) nach Anspruch 1, wobei der Parameter in einem oder für ein vorgegebenes
Zeitfenster erfasst wird.
3. Einhausungssystem (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei es sich bei dem Parameter um eine
die Sonneneinstrahlung, die Schallintensität, die Temperatur oder den Rauchgasanteil
zwischen Bauwerkhülle (2) und Einhausungselement/en (3) beschreibende Größe handelt.
4. Einhausungssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das Antriebssystem zumindest
einen Sensor zum Erfassen des zumindest einen Parameters umfasst.
5. Einhausungssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das Einhausungssystem
(1) zumindest eine Energiewandlungseinheit zum Wandeln von Solar- und/oder Lichtenergie
in elektrische Energie umfasst.
6. Einhausungssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Verschiebeeinrichtung
ein Räder-Laufweg- und/oder Räder-SchienenSystem (4, 5) umfasst, entlang welchem/n
das oder die Einhausungselemente (3) verschiebbar sind.
7. Einhausungssystem (1) nach Anspruch 6, wobei das Räder-Laufwegund/oder Räder-Schienensystem
(4, 5) vom Grundniveau (10) und/oder die Einhausungselemente (3) vom Räder-Laufwegund/oder
Räder-Schienensystem (4, 5) durch Abstandselemente (9) beabstandet ist/sind.
8. Einhausungssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Verschiebeeinrichtung
derart ausgebildet ist, dass ein Abstand zwischen Einhausungselement (3) und Bauwerkhülle
(2) veränderbar ist.
9. Einhausungssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die Verschiebeeinrichtung
derart ausgebildet ist, dass mehrere, zumindest jedoch zwei, Einhausungselemente (3)
kachelartig nebeneinander, oder in zumindest teilweiser überlappender Anordnung positionierbar
sind.
10. Einhausungssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei zumindest ein Einhausungselement
(3) relativ zur Bauwerkhülle (2) um zumindest eine Kippachse (12) kippbar ist.
11. Einhausungssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, umfassend des Weiteren eine
Lüftereinheit (14) zum Be- und/oder Entlüften des zwischen dem oder den Einhausungselementen
(3) und der Bauwerkhülle (2) ausgebildeten Zwischenraums (8).
12. Einhausungssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, umfassend des Weiteren ein
Abdichtungssystem mit zumindest einem Dichtelement (7), mit welchem der Zwischenraum
(8) zwischen dem oder den Einhausungselementen (3) und der Bauwerkhülle (2) abdichtbar
ist.
13. Einhausungssystem (1) nach Anspruch 12, wobei das Abdichtungssystem des Weiteren eine
Stelleinheit umfasst, mit welcher das oder die Einhausungselemente (3) zur Bauwerkhülle
(2) hin oder davon weg bewegbar ist/sind, und/oder mit welcher das oder die Dichtelemente
(7) in deren Form derart veränderbar sind, dass das Dichtelement (7) in einer Konfiguration
an der Bauwerkhülle (7) anliegt und in einer anderen Konfiguration davon beabstandet
ist.
14. Bauwerk mit einer Bauwerkhülle (2),
dadurch gekennzeichnet, dass
der Bauwerkhülle (2) zumindest abschnittsweise ein Einhausungssystem (1) nach einem
der Ansprüche 1 bis 13 vorgeschaltet ist.
15. Bauwerk nach Anspruch 14, ausgewählt aus folgender Gruppe: Gebäude, Raumfachwerk,
Lichtkuppel, Wintergarten, Verkehrsweg.
1. Encasing system (1) for building shells (2) comprising at least one encasing element
(3) mounted at least in sections in front of the building shell and a movement device
(4, 5) which is coupled with the encasing element (3) such that the encasing element
(3) can be moved along the building shell (2) in at least one dimension relative to
the building shell (2), wherein the movement device (4, 5) comprises a motorised drive
system for moving the encasing element(s) (3),
characterised in that
the motorised drive system has an electronic control system which allows the movement
of the encasing element (3) as a function of at least one parameter.
2. Encasing system (1) according to claim 1, wherein the parameter is detected in or
for a prespecified time window.
3. Encasing system (1) according to claim 1 or 2, wherein the parameter is a value describing
solar irradiation, sound intensity, temperature or flue gas content between the building
shell (2) and the encasing element(s) (3).
4. Encasing system (1) according to any of claims 1 to 3, wherein the drive system comprises
at least one sensor for detecting the at least one parameter.
5. Encasing system (1) according to any of claim 1 to 4, wherein the encasing system
(1) comprises at least one energy conversion unit for converting solar and/or light
energy into electrical energy.
6. Encasing system (1) according to any of claims 1 to 5, wherein the movement device
is a wheel-runner and/or wheel-rail system (4, 5) along which the encasing element(s)
(3) can be moved.
7. Encasing system (1) according to claim 6, wherein the wheel-runner and/or wheel-rail
system (4, 5) is/are spaced from the ground level (10) and/or the encasing elements
(3) is/are spaced from the wheel-rail and/or wheel-runner system (4, 5) by spacer
elements (9).
8. Encasing system (1) according to any of claims 1 to 7, wherein the movement device
is formed such that a distance between the encasing element (3) and building shell
(2) can be modified.
9. Encasing system (1) according to any of claims 1 to 8, wherein the movement device
is formed such that several, but at least two, encasing elements (3) can be positioned
tile-like next to each other or in at least partly overlapping arrangement.
10. Encasing system (1) according to any of claims 1 to 9, wherein at least one encasing
element (3) can be tilted relative to the building shell (2) about at least one tilt
axis (12).
11. Encasing system (1) according to any of claims 1 to 10, comprising furthermore a fan
unit (14) for air supply to and/or extraction from the cavity (8) formed between the
encasing element(s) (3) and the building shell (2).
12. Encasing system (1) according to any of claims 1 to 11, comprising furthermore a sealing
system with at least one sealing element (7) with which the cavity (8) between the
encasing element(s) (3) and the building shell (2) can be sealed.
13. Encasing system (1) according to claim 12, wherein the sealing system furthermore
comprises an adjustment unit with which the encasing element(s) (3) can be moved towards
or away from the building shell (2) and/or with which the sealing element(s) (7) can
be modified in form such that the sealing element (7) in one configuration lies against
the building shell (7) and in another configuration is spaced therefrom.
14. Building with a building shell (2)
characterised in that
mounted in front of the building shell (2) at least in sections is an encasing system
(1) according to any of claims 1 to 13.
15. Building according to claim 14, selected from the following group: building, space
framework, light dome, winter garden, transport route.
1. Système de couverture (1) pour des habillages d'ouvrage (2), comprenant au moins un
élément de couverture (3), monté au moins par zones devant l'habillage d'ouvrage (2),
et un dispositif de coulissement (4, 5) couplé à l'élément de couverture (3) de telle
sorte que l'élément de couverture (3) peut coulisser le long de l'habillage d'ouvrage
(2) dans au moins une dimension par rapport à l'habillage d'ouvrage (2), le dispositif
de coulissement (4, 5) comportant un système d'entraînement à moteur pour faire coulisser
l'élément de couverture ou les éléments de couverture (3),
caractérisé en ce que
le système d'entraînement à moteur comprend une commande électronique permettant un
coulissement de l'élément de couverture (3) en fonction d'au moins un paramètre.
2. Système de couverture (1) selon la revendication 1, dans lequel le paramètre est détecté
dans une fenêtre de temps prédéfinie ou pour une fenêtre de temps prédéfinie.
3. Système de couverture (1) selon la revendication 1 ou 2, dans lequel le paramètre
est une grandeur définissant le rayonnement solaire, l'intensité sonore, la température
ou la teneur en fumées entre l'habillage d'ouvrage (2) et un ou des éléments de couverture
(3).
4. Système de couverture (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, dans lequel
le système d'entraînement comprend au moins un capteur pour détecter ledit au moins
un paramètre.
5. Système de couverture (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, dans lequel
le système de couverture (1) comprend au moins une unité de transformation d'énergie
pour transformer l'énergie solaire et/ou l'énergie lumineuse en énergie électrique.
6. Système de couverture (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, dans lequel
le dispositif de coulissement comprend un système de voie de roulement pour roues
et/ou un système de rails pour roues (4, 5), le long duquel ou desquels l'élément
de couverture ou les éléments de couverture (3) peut/peuvent coulisser.
7. Système de couverture (1) selon la revendication 6, dans lequel le système de voie
de roulement pour roues et/ou le système de rails pour roues (4, 5) est/sont écartés
du niveau de base (10) par des éléments écarteurs (9) et/ou les éléments de couverture
(3) sont écartés du système de voie de roulement pour roues et/ou du système de rails
pour roues (4, 5) par des éléments écarteurs (9).
8. Système de couverture (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, dans lequel
le dispositif de coulissement est conçu de manière à pouvoir modifier une distance
entre l'élément de couverture (3) et l'habillage d'ouvrage (2).
9. Système de couverture (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, dans lequel
le dispositif de coulissement est conçu de manière à pouvoir positionner plusieurs,
néanmoins au moins deux, éléments de couverture (3) les uns à côté des autres en forme
de surface carrelée ou en se chevauchant au moins en partie.
10. Système de couverture (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, dans lequel
au moins un élément de couverture (3) peut basculer par rapport à l'habillage d'ouvrage
(2) autour d'au moins un axe de basculement (12).
11. Système de couverture (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, comprenant,
en outre, une unité de ventilation (14) pour l'admission d'air ou la purge d'air dans
l'espace intermédiaire (8) formé entre l'élément de couverture ou les éléments de
couverture (3) et l'habillage d'ouvrage (2).
12. Système de couverture (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, comprenant,
en outre, un système d'étanchéité avec au moins un élément d'étanchéité (7) permettant
de rendre étanche l'espace intermédiaire (8) formé entre l'élément de couverture ou
les éléments de couverture (3) et l'habillage d'ouvrage (2).
13. Système de couverture (1) selon la revendication 12, dans lequel le système d'étanchéité
comprend, en outre, une unité de réglage permettant de déplacer l'élément de couverture
ou les éléments de couverture (3) pour le/les rapprocher ou écarter de l'habillage
d'ouvrage (2), et/ou permettant de modifier la forme de l'élément d'étanchéité ou
des éléments d'étanchéité (7) de telle sorte que, dans une configuration, l'élément
d'étanchéité (7) est en appui contre l'habillage d'ouvrage (2) et, dans une autre
configuration, est écarté de l'habillage d'ouvrage (2).
14. Ouvrage avec un habillage d'ouvrage (2),
caractérisé en ce qu'un
système de couverture (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 13 est monté
au moins par zones devant l'habillage d'ouvrage (2).
15. Ouvrage selon la revendication 14 choisi dans le groupe suivant: bâtiment, treillis
tridimensionnel, coupole vitrée, jardin d'hiver, voie de circulation.