[0001] Die Erfindung betrifft ein Unterwasserförderaggregat mit einer Pumpe und einer Antriebseinrichtung,
bei der die Antriebseinrichtung gegenüber dem umgebenden Wasser und gegenüber einem
Prozessmedium abgedichtet ist. Die Erfindung ist insbesondere geeignet und dafür vorgesehen,
Multiphasen-Gemische zu fördern.
[0002] Die
DE 37 21 398 A1 beschreibt ein Förderaggregat aus einer Pumpe mit einer Antriebseinrichtung, wobei
die Pumpe allseits von einem Pumpengehäuse umschlossen ist, das einen Saugraum mit
einer Ansaugöffnung und einen Druckraum mit einer Auslassöffnung aufweist. Das Pumpengehäuse
ist wasserdicht ausgebildet und mit einem ebenfalls wasserdicht ausgebildeten, die
Antriebseinrichtung aufnehmenden Motorgehäuse verbunden, das einen die gekapselte
Antriebseinheit umgebenden Motorraum einschließt, der gegenüber dem Saugraum flüssigkeitsdicht
abgeteilt ist. Der Motorraum ist mit einem Sperrmedium, vorliegend mit Öl, gefüllt,
das zur Schmierung der Lager, etwaiger Zahnräder oder dergleichen dient und die Dichtungen
beaufschlagt sowie die Wärme über das Motorgehäuse an dessen Umgebung abgibt. Solche
Unterwasserfördereinrichtungen werden zur Förderung von Kohlenwasserstoffen im Meer
eingesetzt.
[0003] Bei der Erdöl- und Erdgasproduktion im Meer werden Vorkommen in immer größeren Wassertiefen
erschlossen, Wassertiefen bis 4000 m sind hierbei keine Seltenheit. Dementsprechend
steigen auch die Anforderungen an die Rohrleitungssysteme und Förderaggregate bezüglich
der Widerstandsfähigkeit gegen hydrostatische Drücke von außen durch die Wassersäule
und innen durch den Reservoir-Druck durch Erdöl und Erdgas. Üblicherweise werden Rohrleitungssysteme
bei Tiefseeförderung für einen Überdruck von innen in Höhe von 300 bis 500 bar ausgelegt
und müssen einen Überdruck von außen in Höhe von bis zu 400 bar standhalten, je nach
Wassertiefe.
[0004] Als zusätzliche Herausforderungen sind die Temperaturen des umgebenden Wassers und
die des Förder- oder Prozessmediums unterschiedlich, während die Wassertemperatur
zwischen 1 und 4°C liegt, wird das Prozessmedium bis über 100°C warm werden, so dass
entsprechend hohe thermische Belastungen auftreten. Alle Komponenten, die in ein Fördersystem
integriert werden, müssen zumindest die oben aufgeführten Belastungen aushalten können.
[0005] Pumpensysteme zur Förderung von Kohlenwasserstoffen in der Tiefsee werden in der
Regel so ausgeführt, dass die Pumpe und die Antriebseinrichtung wie Motor und Kupplung
in einem gemeinsamen Gehäuse installiert sind. Hierdurch kann auf eine technisch kritische
Wellendurchführung von Pumpengehäuse zum Motorgehäuse verzichtet werden. Dabei gibt
es einen vom Prozessmedium gefüllten Bereich, nämlich der Saugraum, die Förderkammern
der Pumpe sowie der Druckraum, und einen nicht vom Prozessmedium gefüllten Bereich
mit Motor, Lager und Kupplung. Die beiden Bereiche sind durch Wellendichtung voneinander
getrennt; der nicht mit dem Prozessmedium gefüllte Bereich mit Motor, Lager und Kupplungsraum
ist mit einem Sperrmedium gefüllt, üblicherweise mit Wasser oder Öl.
[0006] Nachteilig an diesem Konzept ist eine enge Verknüpfung zwischen dem drucktragenden
Gehäuse und den für den Betrieb notwendigen engen Tolleranzen für rotierende Elemente
und dichtende Bauteile. Verformungen durch die auftretenden Drücke von + 350 bis -500
bar und Temperaturschwankungen von 1°C bis über 100°C müssen an mehreren, auf Form-
und Lageänderungen sensibel reagierenden Stellen, wie z. B. Lager, Wellendichtungen
und Motorspalt, aufgenommen werden können. Hierzu kommen große Viskositätsschwankungen
im Sperrmedium, sofern dieses als Öl ausgeführt ist. Ist keine Förderphase vorhanden,
kühlen sich im Stillstand der Motor und die Pumpe auf die Umgebungstemperatur ab;
im Betrieb heizen sie sich durch die Temperatur des Prozessmediums sowie durch Reibung
auf 60°C bis 80°C auf. Die sich hierdurch verändernden Sperrölviskositäten von ca.
100 cSt bei einem kalten System und bis weniger als 2 cSt bei heißem System erfordern
besondere Maßnahmen im Sperrölsystem. Die Schmier- und Tragfähigkeit des Sperröls
muss sowohl im kalten als auch im warmen Zustand erhalten bleiben. Im kalten Zustand
müssen zudem hohe hydraulische Reibungsverluste z. B. im Motor überwunden werden.
[0007] Die Anzahl der Dichtstellen zur Umgebung sind bei einem Unterwasserförderaggregat
möglichst zu minimieren, da Dichtstellen eine potentielle Fehlerquelle darstellen
und zu Undichtigkeiten neigen und die Erkennung einer kleinen Leckage sehr schwer
möglich ist, aus Umweltschutzgründen jedoch jegliche Leckage vermieden werden sollte.
[0008] Die gemeinsame Förderung von Erdöl und Erdgas bedeutet, dass Flüssigkeiten und Gase
nebeneinander transportiert werden. Bei der Erdöl/Erdgasförderung wird ein sogenanntes
Multiphasengemisch gefördert, das eine hohe Wahrscheinlichkeit für die temporäre Anwesenheit
von nur einer Phase aufweist, also dass über beträchtliche Zeiträume nur Flüssigkeiten
oder nur gasförmige Komponenten gefördert werden. Darüber hinaus schwankt die Zusammensetzung
des Multiphasengemisches über einen weiten Bereich und über größere Zeiträume, so
dass hier besondere Anforderungen an die Pumpentechnologie gestellt werden.
[0009] Die
DE 100 81 956 T1 beschreibt eine Vibrationspumpe mit einer Rahmengruppe und einem in der Rahmengruppe
untergebrachten Antriebssolenoid. Eine Übertragungsgruppe mit einem axial zu der Rahmengruppe
schwingenden Element ist vorgesehen, wobei das schwingende Element mit einem Ende
an dem Antriebsolenoid angebracht ist. Die Pumpe ist als eine Tauchpumpe mit einem
am unteren Ende stirnseitig angeordneten Einlass ausgebildet. Über eine Hilfspumpkammer
und davon abgehende Pumpenauslässe wird das zu fördernde Medium durch einen ringartigen
Durchlass zu dem Pumpenauslass gefördert. Eine solche Pumpe ist bevorzugt als eine
Schachtpumpe vorgesehen.
[0010] WO 92/06299 betrifft eine Druckpumpe für Wasser mit einem Gehäuse, das Wasserkammern und einen
oberen Druckauslass aufweist. Eine Saugeinrichtung wird durch ein glockenförmiges
Gehäuseteil ausgebildet, das die Pumpe in sich aufnimmt und eine obere Öffnung aufweist.
Zusammen mit der äußeren Oberfläche der Pumpe bildet das glockenförmige Gehäuse eine
ringförmige Hilfssaugkammer. Von der Pumpe wird das angesaugte Medium durch Löcher
in einer Wandung in den ringförmigen Zwischenraum und von dort aus durch den Auslass
weggepumpt.
[0011] Die
EP 719 940 A1 betrifft eine Seitenströmungspumpe mit einem Außenzylinder und einem darin aufgenommenen
Motor, der einen an einem Motorrahmen angeordneten Stator und einen an einer Hauptwelle
montierten Rotor aufweist. Der Außenzylinder definiert einen ringförmigen Raum, der
um den Motorrahmen herum definiert ist, wobei der Außenzylinder einen Sauganschluss
zum Einführen des Fördermediums in den ringförmigen Raum aufweist. Ein Auslass ist
in dem Außenzylinder ausgebildet, um das Fluid wegzupumpen. Eine Pumpeinheit mit einem
Laufrad ist an einem Ende der Hauptwelle angeordnet. Ein Ausstoßgehäuse ist an einer
äußeren Umfangsfläche des Außenzylinders montiert und mit einem Ausstoßanschluss für
das Ausstoßen des gepumpten Strömungsmittels versehen.
[0012] Die
EP 634 827 A1 beschreibt einen gekapselten Motor zum Einsatz in einer Pumpe mit einem Stator an
einem Rahmengehäuse und einer drehbar in dem Stator angeordneten Welle, auf der ein
Rotor angeordnet ist. Ein Zylinder aus Metallblech ist um das Rahmengehäuse herum
mit einem Ringraum dazwischen ausgebildet, wobei der Zylinder ein Paar Flansche aufweist.
Eine Vielzahl von Pumpeinheiten mit jeweils mindestens einem Laufrad ist vorgesehen.
[0013] Die
WO 98/00643 beschreibt eine Pumpe mit einem Gehäuse mit einem Einlass und einem Auslass, einem
Motor und einem Flügelrad zum Fördern der Flüssigkeit, die durch den Auslass hindurchgedrückt
wird. Der Motor wird vorteilhafterweise durch die gepumpte Flüssigkeit gekühlt, während
er gleichzeitig gegenüber der gepumpten Flüssigkeit abgedichtet ist.
[0014] Die
DE 22 14 653 B1 beschreibt eine Pump- und Abscheidevorrichtung, die über eine Ansaugleitung mit dem
im Erdboden angeordneten Vorratstank verbunden ist. Die Pump- und Abscheidevorrichtung
besteht aus einer Pumpe, die mit der Ansaugleitung verbunden ist und die eine gleichmäßige
Leistung hat. Die Pumpe ist mit einer Luftabscheidevorrichtung versehen und insbesondere
für Benzintanksäulen geeignet. Sie weist eine Ansaugpumpe, einen Luftabscheider und
ein Pumpenrücklaufventil auf, das unterhalb des Luftabscheiders angeordnet ist. Über
eine solche Pumpe und Luftabscheidevorrichtung wird verhindert, dass bei der Mengenmessung
geförderte Luft mit berücksichtigt wird.
[0015] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Unterwasserförderaggregat für
Kohlenwasserstoffe bereitzustellen, das zuverlässig arbeitet und die Gefahr von Umweltschäden
aufgrund von Undichtigkeiten vermindert, ohne dass die Funktionsfähigkeit und Zuverlässigkeit
beeinträchtigt wird.
[0016] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Unterwasserfördergerät mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung
sind in den Unteransprüchen ausgeführt.
[0017] Das erfindungsgemäße Unterwasserförderaggregat mit einer Pumpe und einer Antriebseinrichtung,
bei der die Antriebseinrichtung gegenüber dem umgebenden Wasser und gegenüber einem
Prozessmedium abgedichtet ist, sieht vor, dass die Pumpe und die Antriebseinrichtung
zu einem Modul in einem Modulgehäuse zusammengefasst und in einem Druckgehäuse angeordnet
sind, wobei das Druckgehäuse mit dem Prozessmedium während des Betriebs gefüllt ist
und das Modulgehäuse umgibt. Durch das Anordnen von Pumpe und Antriebseinrichtung
innerhalb eines Modulgehäuses wird die Pumpe und die Antriebseinrichtung sowie die
üblicherweise vorzusehenden Getriebeeinrichtungen oder Kupplungen sowie Steuereinrichtungen
vollständig von dem Umgebungsdruck und der Temperatur durch die Wassersäule entkoppelt.
Durch den aktiven Druckausgleich des Modul-Innendruckes auf einen konstanten Überdruck
bezüglich des umgebenden Prozessmediums werden Druckwechsellasten auf das Modulgehäuse,
im Gegensatz zu herkömmlichen Lösungen, vollständig vermieden. Aufgrund des modularen
Aufbaus des Förderaggregates mit der Pumpe und der Antriebseinrichtung in einem Modulgehäuse
werden alle rotierenden und toleranzkritischen Bauteile zu einer Einheit zusammengefasst,
wobei das für die Formänderung verantwortliche Modulgehäuse konstante Druckkräfte
erfährt und von dem Außendruck, der auf das Druckgehäuse lastet, entkoppelt ist. Durch
das Prozessmedium wird ein unmittelbarer Kontakt des Modulgehäuses mit dem Umgebungswasser
verhindert, was zu einer Vergleichmäßigung der Betriebstemperatur und einem geringeren
Temperaturgradienten führt, so dass die Pumpe und der Antrieb geringeren thermischen
Belastungen ausgesetzt sind. Insgesamt kann das Modulgehäuse auf im Wesentlichen konstante
Kräfte hin ausgelegt werden, was eine Reduzierung des konstruktiven Aufwandes bedeutet
und gleichzeitig eine höhere Effektivität der Pumpe bei gleichzeitig geringerer Ausfallwahrscheinlichkeit
zur Folge hat. Innerhalb des Druckgehäuses und/oder innerhalb des Modulgehäuses sind
Separationseinrichtungen zur Trennung einer Flüssigkeitsphase und einer Gasphase eines
Multiphasengemisches angeordnet sein, beispielsweise in Gestalt von Umleiteinrichtungen
oder Beruhigungszonen oder gezielten Strömungsquerschnittserhöhungen, um die Strömungsgeschwindigkeiten
zu verringern und eine schwerkraftbedingte Trennung von Flüssigkeitsphase und Gasphase
zu bewirken. Die getrennte Flüssigkeitsphase kann dann entweder innerhalb des Modulgehäuses
oder von dem Druckgehäuse zurück in den Saugraum der Pumpe geleitet werden, um eine
Rezirkulation der separierten Flüssigkeitsphase zu bewirken, sofern dies notwendig
ist, wenn z.B. über einen längeren Zeitpunkt ausschließlich Gasphase gefördert wird.
Die Rezirkulation dient der Aufrechterhaltung der Spaltabdichtung sowie der Kühlung
der Förderelemente. Eine Rezirkulation ist von dem Druckraum der Pumpe zu dem Saugraum
der Pumpe vorgesehen, um eine separierte Flüssigkeitsphase dem Saugraum dosiert zuzuleiten.
Die Separation und die Speicherfähigkeit der separierten Flüssigkeitsphase können
dabei unabhängig von der Orientierung des Druckgehäuses bzw. der Pumpe und der Antriebseinrichtung
erfolgen, so dass sowohl bei einem horizontalen als auch bei einem vertikalen Einbau
eine Separation von Flüssigkeitsphase und Gasphase erfolgen kann.
[0018] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass das Modulgehäuse unter Ausbildung
eines Ringraumes in dem Druckgehäuse gelagert ist, so dass das Modulgehäuse vollständig
von dem Prozessmedium umgeben werden kann, mit Ausnehme der notwendigen Lagerstellen
des Modulgehäuses innerhalb des Druckgehäuses. Der Ringraum dient dabei gleichzeitig
als eine Separationseinrichtung, über die eine Flüssigkeitsphase von einer Gasphase
getrennt werden kann. Der Ringraum kann als ein Rückhalteraum für eine Flüssigkeitsphase
eingesetzt werden, sofern dieser saugseitig angeordnet ist, um separierte Flüssigkeitsphase
bei Bedarf dem Saugraum der Pumpe zuzuführen, um die in der Regel als Schraubenspindelpumpe
ausgeführte Pumpe mit einem ausreichenden Maß an Flüssigkeitsphase zu versorgen, um
einerseits eine Spaltabdichtung der Bewegungsspalte der parallel zueinander angeordneten
Schraubenspindeln zu gewährleisten und anderseits eine Schmierung und Kühlung zu bewirken.
Sollte der Ringraum druckseitig angeordnet sein, kann er als Separationsraum dienen
und über eine Kurzschlussleitung in den Ansaugraum der Pumpe eine Rezirkulierung von
bereits geförderter Flüssigkeitsphase ermöglichen.
[0019] Zur mechanischen Entkopplung ist vorgesehen, dass das Modulgehäuse zumindest an einer
Lagerstelle in dem Druckgehäuse verschieblich gelagert ist, so dass durch eine Loslagerung
in Axialrichtung die notwendige Entkopplung des Moduls bzw. des Modulgehäuses von
thermischen oder hydrostatischen Verformungen des Druckgehäuses gewährleistet wird.
Bevorzugt ist das Modulgehäuse zylindrisch ausgebildet, um eine hohe Druckstabilität
zu gewährleisten, wobei das Druckgehäuse bevorzugt konzentrisch um das Modulgehäuse
herum angeordnet ist.
[0020] Das Modulgehäuse ist vorzugsweise innerhalb des Druckgehäuses an einem Punkt in einem
Festlager gelagert, wobei das Festlager vorzugsweise mit Durchführungen durch das
Druckgehäuse ausgestattet ist, um beispielsweise elektrische oder hydraulische Versorgungsleitungen
zu dem Modulgehäuse und der Antriebseinrichtung zu führen. Die Durchführungen können
einfach und sicher statisch abgedichtet werden.
[0021] In dem Druckgehäuse und/oder in dem Modulgehäuse kann saugseitig ein Rückhalteraum
für die Flüssigkeitsphase vorgesehen sein, um einen ausreichenden Vorrat für Gasphasenförderzeiträume
zu haben.
[0022] Die Einlassseite und die Auslassseite des Unterwasserförderaggregates kann durch
zumindest ein Rückschlagventil miteinander verbunden sein, das einen freien Durchgang
des Prozessmediums in eine Richtung durchlässt und in andere Richtung sperrt, so dass
ein freier Durchgang des Prozessmediums auch bei nicht aktivierter Pumpe gewährleistet
ist und ein freier Austausch sichergestellt werden kann.
[0023] Weiterhin ist möglich, dass Einrichtungen zur Aufbereitung des Prozessmediums, zur
Feststoffabscheidung und/oder zur Zufuhr von Zuschlagsstoffen, wie z. B Chemikalien
usw. vorgesehen sind, so dass das Prozessmedium optimal gefördert und aufbereitet
werden kann.
[0024] Zur Minderung von Geräuschemissionen können alle Kontaktstellen zwischen dem Druckgehäuse
und dem Modulgehäuse mit Schwingungsdämpfern versehen sein. Bei einer Lagerung des
Modulgehäuses in dem Druckgehäuse mit einem axial freien Loslager kann das Loslager
auch als Einlassstutzen für das Prozessmedium genutzt werden, so dass durch die Loslagerstelle
in dem Druckgehäuse das Prozessmedium in den Saugraum der Pumpe und von dort aus in
den Ringraum des Druckgehäuses gefördert wird. Von dem Druckraum aus wird das Prozessmedium
über eine entsprechende Rohrleitung abtransportiert.
[0025] Die Ausgestaltung des Moduls aus Pumpe und Antriebseinrichtung in einem gemeinsamen
Modulgehäuse hat den Vorteil, dass das mechanisch aktive Element vollständig vorgefertigt
und getestet werden kann und nur noch in ein umschließendes Druckgehäuse eingeführt
werden muss. Keine mechanisch beweglichen Teile müssen gegenüber der Umgebung abgedichtet
werden, vielmehr können auch Undichtigkeiten innerhalb der Pumpe unschädlich sein,
da Leckagen in dem vollständig geschlossenen Druckgehäuse aufgenommen werden. Lediglich
der Wirkungsgrad kann sich dadurch verringern. Die mechanisch einfache Bauform des
Druckgehäuses mit der Minimierung der Schnittstellen sowie form- bzw. kraftschlüssigen
Lagerstellen zwischen dem Modulgehäuse und dem Druckgehäuse erlauben eine sehr freie
Wahl hinsichtlich des Materials, des Fertigungsprozesses und der Druckstufe des Druckgehäuses.
Die Anzahl der Dichtungen zu Umgebungen wird minimiert und auf nicht rotierende Dichtungen
eingeschränkt. Der Einbauraum für die Dichtungen ist dabei weitgehend frei wählbar.
[0026] Alle mechanischen Funktionen des Unterwasserförderaggregats sind in dem Modulgehäuse
enthalten. Zum Testen der Funktion wird alleine das Modulgehäuse benötigt. Da das
Modulgehäuse die Druckkräfte der Wassersäule und des absoluten Prozessdruckes nicht
länger aufnehmen muss, können die Abmessungen und das Gewicht reduziert und die Zugänglichkeit
von Komponenten vereinfacht werden. Auch hierdurch wird ein vollständiger Funktionstest
des Moduls mit verringertem Aufwand möglich.
[0027] Die Auslegung des Druckgehäuses erfolgt unabhängig von konstruktiven Gegebenheiten
der Pumpe nur hinsichtlich des maximalen Außen- und Innendruckes, sowie der Prozess-
und Umgebungstemperatur und der chemischen Zusammensetzung des Prozessmediums, wohingegen
das Modulgehäuse eine ausreichende Formstabilität für die mechanischen Belastungen
sowie ein gegenüber dem konstanten Modulüberdruck ausreichend druckausgeglichenes
und den Temperaturschwankungen hinreichend widerstandsfähiges Gehäuse ausbilden muss,
das von den Verformungen des Druckgehäuses und den von außen wirkenden Belastungen
weitgehend entkoppelt ist.
[0028] Das Modulgehäuse kann in dem Druckgehäuse über schwingungsdämpfende Lagerstellen
gelagert sein, beispielsweise Gummi-Metall-Lager, um keine Schallemissionen aus dem
Modulgehäuse auf das Druckgehäuse zu übertragen oder die Übertragung möglichst zu
verhindern. Dadurch wird eine Schallemission von dem Druckgehäuse an die Umgebung
verringert, da bei einer Förderung von Mehrphasengemischen der Ringraum, der um das
Modulgehäuse befindlich ist, durch den Gasgehalt im Fördermedium bereits als ein wenig
Schall übertragender Raum ausgebildet ist. Alle Kontaktstellen des Modulgehäuses zu
dem Druckgehäuse können schwingungsisoliert ausgebildet oder mit Schwingungsdämpfern
ausgestattet sein.
[0029] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der einzigen Figur
näher erläutert.
[0030] Die Figur zeigt eine schematische Schnittdarstellung eines Förderaggregates.
[0031] In der Figur ist ein Unterwasserförderaggregat 1 mit einem äußeren Druckgehäuse 2,
das aus zwei Gehäuseteilen 21, 22 besteht, sowie einem darin angeordneten Modulgehäuse
3 besteht, wobei das Modulgehäuse 3 eine Pumpe 31 sowie eine Antriebseinrichtung 32
mit einer Kupplung 33 aufnimmt. Die Antriebseinrichtung 32 und die Kupplung 33 sind
über ein Sperrmedium gegenüber einem Eindringen eines Prozessmediums abgedichtet.
Das Modulgehäuse 3 ist an seinem rechten Ende in einem Festlager 24 des zweiten Druckgehäuseteils
22 gelagert und mit Durchführungen für elektrische und hydraulische Zuleitungen 5
versehen. Auf der linken Seite ist das Druckgehäuse 31 in einem Einlassstutzen 25
axial verschieblich gelagert, so dass das linke Ende des Modulgehäuses 3 als Loslager
ausgebildet ist. An dem Druckgehäuse 2 sind zwei Flansche 23, 26 angeordnet, über
die eine Verbindung zu Rohrleitungssystem hergestellt werden kann.
[0032] Das Modulgehäuse 3 ist so in dem Druckgehäuse 2 angeordnet, dass ein Ringraum 6 um
das Modulgehäuse 3 entsteht, der mit Prozessmedium gefüllt wird. Durch den Einlassstutzen
25 wird das Prozessmedium in den Saugraum 311 der Pumpe 31 gefördert und von dort
durch den Druckraum 312 in den Ringraum 6 gepumpt, wie durch die Pfeile angedeutet.
Von dem Ringraum 6 wird das Prozessmedium dann durch den Auslassstutzen 26 abtransportiert.
[0033] Auf die Wandung des Druckgehäuses 2 wirken von innen der Förderdruck und von außen
die Wassersäule, während auf das Modulgehäuse 3 von außen der Förderdruck und von
innen der Druck des Sperrmediums wirkt, wobei der Druck des Sperrmediums gezielt auf
die Betriebsbedingungen eingestellt wird. Üblicherweise wird ein geringer konstanter
Überdruck, üblicherweise zwischen 1 und 25 bar vom Sperrmedium zum Prozessmedium im
Druckgehäuse 2 angestrebt. Hierdurch wird eine konstante Druckkompensation des gesamten
Moduls gegenüber dem umgebenden Prozessdruck sowie eine vollständige Entkopplung von
dem Umgebungsdruck, also dem Druck der Wassersäule erreicht. Die mechanische Auslegung
des Modulgehäuses 3 kann hierdurch auf geringe, vor allen Dingen auf konstante Kräfte
ausgerichtet werden.
[0034] Innerhalb des Ringraumes 6 können Separationseinrichtungen, wie Umleitelemente, Labyrinthe
oder gezielte Querschnittsvergrößerungen vorgesehen sein, um einen verbesserten Separationswirkungsgrad
bereitzustellen. Von dem Ringraum 6 kann eine Kurzschlussleitung zu dem Saugraum 311
der Pumpe 31 geführt werden, um eine Rezirkulation einer separierten Flüssigkeitsphase
zu ermöglichen.
[0035] Durch das Anordnen eines im Wesentlichen konzentrischen Ringraumes 6 um das Modulgehäuse
3 durch die Ausbildung eines entsprechend ausgebildeten Druckgehäuses 2 ist es möglich,
eine thermische Isolierung zwischen dem Modulgehäuse 3 und der Umgebung, also dem
Meer, zur Verfügung zu stellen, so dass bei Stillstand der Pumpe 31 nur eine langsame
Auskühlung stattfindet. Ebenfalls können Rückschlagventile angeordnet sein, die beim
Stillstand der Pumpe 31 einen kontinuierlichen Austausch des Prozessmediums von den
Einlassstutzen 25 zum Auslass 26 ermöglichen, so dass die Temperatur des Modulgehäuses
3 und damit die Temperatur der Pumpe 31 und der Antriebseinrichtung 32 im Wesentlichen
konstant gehalten werden können, da ein kontinuierlicher Austausch des Prozessmediums
erfolgt.
1. Unterwasserförderaggregat mit einer Pumpe (31) und einer Antriebseinrichtung (32),
bei der die Antriebseinrichtung (32) gegenüber dem umgebenden Wasser und gegenüber
einem Prozessmedium abgedichtet ist, die Pumpe (31) und die Antriebseinrichtung (32)
zu einem Modul mit einem Modulgehäuse (3) zusammengefasst und in einem Druckgehäuse
(2) angeordnet sind und das Druckgehäuse (2) mit dem Prozessmedium gefüllt ist und
das Modulgehäuse (3) umgibt, dadurch gekennzeichnet, dass das Prozessmedium einen unmittelbaren Kontakt des Modulgehäuses (2) mit dem Umgebungswasser
verhindert, dass innerhalb des Druckgehäuses (2) und/oder Modulgehäuses (3) Separationseinrichtungen
zur Trennung einer Flüssigkeitsphase und einer Gasphase eines Multiphasengemisches
angeordnet sind und eine Rezirkulationsleitung von dem Druckraum (312) der Pumpe (3)
oder dem Druckgehäuse (2) zu dem Saugraum (311) der Pumpe (31) vorgesehen ist, durch
die separierte Flüssigkeitsphase dem Saugraum (311) dosiert zugeleitet wird.
2. Unterwasserförderaggregat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Modulgehäuse (3) unter Ausbildung eines Ringraumes (6) in dem Druckgehäuse (2)
gelagert ist.
3. Unterwasserförderaggregat nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Modulgehäuse (3) an zumindest einer Lagerstelle (25) verschieblich in dem Druckgehäuse
(2) gelagert ist.
4. Unterwasserförderaggregat nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Modulgehäuse (3) innerhalb des Druckgehäuses (2) in einem Festlager (24) gelagert
ist, das mit Durchführungen durch das Druckgehäuse (2) ausgestattet ist.
5. Unterwasserförderaggregat nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Druckgehäuse (2) und/oder dem Modulgehäuse (3) saugseitig ein Rückhalteraum
für eine Flüssigkeitsphase vorgesehen ist.
6. Unterwasserförderaggregat nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlassseite (23) und die Auslassseite (26) des Unterwasserförderaggregates (1)
durch zumindest ein Rückschlagventil verbunden sind, das einen freien Durchgang des
Prozessmediums auch bei nicht aktivierter Pumpe (31) gewährleistet.
7. Unterwasserförderaggregat nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Einrichtungen zur Aufbereitung des Prozessmediums, zur Feststoffabscheidung und/oder
zur Zufuhr von Zuschlagstoffen vorgesehen sind.
8. Unterwasserförderaggregat nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Modulgehäuse (3) in dem Druckgehäuse (2) schwingungsgedämpft gelagert ist.
1. Underwater delivery unit having a pump (31) and a drive device (32), in which the
drive device (32) is sealed from the surrounding water and from a process medium,
the pump (31) and the drive device (32) are combined to form a module with a module
housing (3) and are arranged in a pressure housing (2), wherein the pressure housing
(2) is filled with the process medium and surrounds the module housing (3), characterized In that the process medium prevents direct contact between the module housing (2) and the
surrounding water, that separation devices are arranged within the pressure housing
(2) and/or the module housing (3) in order to separate a liquid phase and a gas phase
of a multiphase mixture and a recirculation line is provided from the pressure area
(312) of the pump (3) or the pressure housing (2) to the suction area (311) of the
pump (31), through which separated liquid phase is passed in a metered manner to the
suction area (311).
2. Underwater delivery unit as claimed in claim 1, characterized in that the module housing (3) is mounted in the pressure housing (2) forming an annular
area (6).
3. Underwater delivery unit as claimed in claim 1 or 2, characterized in that the module housing (3) is mounted at at least one bearing point (25) such that it
can move in the pressure housing (2).
4. Underwater delivery unit as claimed in one of the preceding claims, characterized in that the module housing (3) is mounted within the pressure housing (2) in a fixed bearing
(24) which is equipped with bushings through the pressure housing (2).
5. Underwater delivery unit as claimed in one of the preceding claims, characterized in that a hold-back area for a liquid phase is provided on the suction side in the pressure
housing (2) and/or the module housing (3).
6. Underwater delivery unit as claimed in one of the preceding claims, characterized in that the inlet side (23) and the outlet side (26) of the underwater delivery unit (1)
are connected by at least one non-return valve, which ensures that the process medium
can pass through freely even when the pump (31) is not activated.
7. Underwater delivery unit as claimed in one of the preceding claims, characterized in that devices are provided for preprocessing the process medium, for solids deposition
and/or for supplying additives.
8. The underwater delivery unit as claimed in one of the preceding claims, characterized In that the module housing (3) is mounted with oscillation damping in the pressure housing
(2).
1. Groupe transporteur sous-marin comprenant une pompe (31) et un système d'entraînement
(32), dans lequel le système d'entraînement (32) est étanché vis-à-vis de l'eau environnante
et vis-à-vis d'un milieu de process, la pompe (31) et le système d'entraînement (32)
sont regroupés en un module avec un boîtier de module (3) et sont agencés dans un
boîtier à pression (2) et le boîtier à pression (2) est rempli avec le milieu de process
et entoure le boîtier de module (3), caractérisé en ce que le milieu de process empêche un contact direct du boîtier de module (2) avec l'eau
environnante, en ce que des moyens de séparation destinés à séparer une phase liquide et une phase gazeuse
d'un mélange à plusieurs phases sont agencés à l'intérieur du boîtier à pression (2)
et/ou du boîtier de module (3), et un conduit de recirculation est prévu depuis la
chambre à pression (312) de la pompe (3) ou depuis le boîtier à pression (2) vers
l'espace d'aspiration (311) de la pompe (31), conduit au moyen duquel la phase liquide
séparée est amenée de manière dosée à l'espace d'aspiration (311).
2. Groupe transporteur sous-marin selon la revendication 1, caractérisé en ce que le boîtier de module (3) est monté dans le boîtier à pression (2) en réalisant un
espace annulaire (6).
3. Groupe transporteur sous-marin selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le boîtier de module (3) est monté avec possibilité de translation dans le boîtier
à pression (2) en au moins un emplacement formant palier (25).
4. Groupe transporteur sous-marin selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le boîtier de module (3) est monté à l'intérieur du boîtier à pression (2) dans un
palier fixe (21) qui est doté de traversées à travers le boîtier à pression (2).
5. Groupe transporteur sous-marin selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu une chambre de retenue pour une phase liquide du côté aspiration dans
le boîtier à pression (2) et/ou dans le boîtier de module (3).
6. Groupe transporteur sous-marin selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le côté entrée (23) et le côté sortie (26) du groupe transporteur sous-marin sont
reliés par au moins un clapet antiretour qui assure une traversée libre du milieu
de process également lorsque la pompe n'est pas activée (31).
7. Groupe transporteur sous-marin selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu des moyens pour la préparation du milieu de traitement, pour la séparation
des matières solides et/ou pour l'amenée de produits additifs.
8. Groupe transporteur sous-marin selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le boîtier de module (3) est monté avec amortissement des vibrations dans le boîtier
à pression (2).