TECHNISCHES GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Haarergänzung mit den Merkmalen
des Oberbegriffs des unabhängigen Patentanspruchs 1.
[0002] Eine solche Vorrichtung kann beispielsweise verwendet werden, um das natürliche Haar
einer Person oder auch die Haare einer Perücke um eine andersfarbige Strähne zu ergänzen.
Eine solche Vorrichtung kann aber auch eingesetzt werden, um das vorhandene Haar im
Sinne einer Verlängerung zu ergänzen. Man spricht dann von Haarverlängerung oder auch
im Deutschen von "Hair Extension". Wozu die Vorrichtung zur Haarergänzung eingesetzt
wird, ist für die vorliegende Erfindung nicht entscheidend.
STAND DER TECHNIK
[0003] Als Vorrichtung zur Haarergänzung sind zu Bündeln zusammengefasste natürliche oder
Kunsthaare bekannt, die mit einem thermoplastischen Klebstoff an den natürlichen Haaren
einer Person zu befestigen sind. Das sichere und dennoch unauffällige Anbringen einer
solchen Vorrichtung zur Haarergänzung ist nur durch Fachpersonal mit großem Zeitaufwand
möglich.
[0004] Es sind auch Vorrichtungen zur Haarergänzung mit einem Träger bekannt, von dem die
einzelnen Haare der Haarergänzung quer abstehen und der durch einen Näh- oder Knüpfvorgang
mit den natürlichen Haaren einer Person zu verbinden ist. Auch diese Verbindung kann
sicher und unauffällig nur durch Fachpersonal mit großem Zeitaufwand vorgenommen werden.
Ferner ist es bekannt, eine Haarergänzung dadurch vorzunehmen, dass zusätzliche Haare
und natürliche Haare einer Person gemeinsam durch einen Klemmring geführt und durch
Zusammenquetschen dieses Klemmrings aneinander fixiert werden. Auch diese Art der
Haarergänzung erfordert zur sicheren und unauffälligen Anbringung Fachpersonal und
großen Zeitaufwand.
[0005] Aus der
DE 20 2005 010 845 U ist eine Vorrichtung zur Haarergänzung bekannt, die die Merkmale des Oberbegriffs
des unabhängigen Patentanspruchs 1 aufweist. Dabei ist die Anbringung dieser Vorrichtung
an den natürlichen Haaren einer Person so vorgesehen, dass zwei mit Haaren besetzte
Abschnitte des bandförmigen Trägers unter Zwischenordnung einer Strähne des natürlichen
Haars der Person mit ihren Klebeflächen gegeneinander geklebt werden, wodurch die
beiden Abschnitte des Trägers aneinander und an den natürlichen Haaren fixiert werden.
Insbesondere werden die natürlichen Haare dabei zwischen den Klebeflächen hermetisch
eingeschlossen, was eine dauerhafte Befestigung der beiden Abschnitte des Trägers
an der Strähne sicherstellt. Gleichzeitig ist diese bekannte Vorrichtung zur Haarergänzung
im angebrachten Zustand sehr unauffällig, da sie beidseitig auch im Bereich des Trägers
Haare zeigt, die hier parallel zueinander auf dem Träger befestigt sind und unter
einer matten aber durchsichtigen Abdeckung liegen. Der Träger selbst besteht bei der
bekannten Vorrichtung zur Haarergänzung im wesentlichen aus einem doppelseitigen Klebeband,
das auf der einen Seite die Klebefläche ausbildet, während auf der anderen Seite die
Haare an dem Klebeband festgelegt sind. Die Anbringung dieser bekannten Vorrichtung
zur Haarergänzung ist deutlich einfacher als bei den zuvor vorgestellten Vorrichtungen
zur Haarergänzung, verlangt aber in der Regel doch den Einsatz von Fachpersonal.
[0006] Der Einsatz von Fachpersonal, der nicht nur mit Kosten verbunden ist, sondern auch
erfordert, dass die an einer Haarergänzung interessierte Person derartiges Fachpersonal
für längere Zeit aufsucht, wird beim Einsatz so genannter Kämmchen-Clipse mit daran
angebrachten Haarbandabschnitten zur Haarergänzung vermieden. Die Kämmchen-Clipse
tragen aber erheblich auf und erlauben der Person insbesondere nicht das Liegen auf
den entsprechenden Stellen des Kopfes, ohne dass sich die Kämmchen-Clipse unangenehm
in die Kopfhaut drücken.
AUFGABE DER ERFINDUNG
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Haarergänzung mit
dem Merkmal des Oberbegriffs des unabhängigen Patentanspruchs 1 aufzuzeigen, die zur
sicheren und unauffälligen Anbringung keines Fachpersonals bedarf und möglichst sogar
durch die Person, die die Haarergänzung wünscht, selbst angebracht werden kann.
LÖSUNG
[0008] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Vorrichtung zur Haarergänzung mit den
Merkmalen des unabhängigen Patentanspruchs 1 gelöst. Die unabhängigen Patentansprüche
2 bis 14 betreffen bevorzugte Ausführungsformen der neuen Vorrichtung. Der abhängige
Anspruch 15 betrifft eine bevorzugte Verwendung der neuen Vorrichtung.
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
[0009] Bei der neuen Vorrichtung zur Haarergänzung ist der Träger, an dem die Haare angebracht
sind, fortschreitend plastisch verformbar, bis zwei Teillängen des Trägers unter Zwischenordnung
ihrer Anteile an der Klebefläche flach aneinander anliegen. Dadurch kann der Träger
zunächst in eine Form gebracht werden, bei der die beiden Teillängen V-förmig zueinander
ausgerichtet sind. In das derart gebildete "Maul" der Vorrichtung kann eine Strähne
des natürlichen Haars einer Person eingebracht werden, um die herum dann die beiden
Teillängen der Trägers zusammengedrückt werden. Dabei werden die natürlichen Haare
zwischen den Anteilen der Klebefläche der beiden Teillängen des Trägers eingeschlossen
und der Träger und damit die an ihm befestigten Haare an den natürlichen Haaren der
Person festgelegt. Diese Art des Vorgehens, die mit bekannten Vorrichtungen zur Haarergänzung
nicht realisierbar ist, erfordert kein Fachpersonal und kann selbst mit wenig Geschick
von der an einer Haarergänzung interessierten Person selbst ausgeführt werden.
[0010] Dass der Träger
fortschreitend plastisch verformbar ist, bedeutet, dass er zumindest in die V-förmige Anordnung
der Teillängen des Trägers verformbar ist und diese Anordnung zumindest im wesentlichen
beibehält und dass er auch nach dem Zusammendrücken der beiden Teillängen des Trägers
unter Zwischenordnung ihrer Anteile an der Klebefläche nicht dazu neigt, wieder aufzuspringen
sondern vorzugsweise sogar eine gewisse Klemmkraft auf die zwischen den Teillängen
des Trägers angeordneten natürlichen Haare der jeweiligen Person aufbringt.
[0011] Realisierbar ist eine derartige plastische Verformbarkeit am einfachsten durch eine
plastisch verformbare metallische Einlage. So kann in den Träger ein verformbarer
Metalldraht in Form einer oder mehrerer paralleler Spuren eingebettet sein. Bevorzugt
ist jedoch eine bandförmige metallische Einlage. Diese metallische Einlage kann nahezu
den gesamten Träger ausbilden, d. h. bis auf die Klebefläche auf der einen Seite und
das Material zur Anwendung der Haare auf der anderen Seite. Auch eine bandförmige
metallische Einlage kann aber in ein doppelseitiges Klebeband als Träger eingebettet
sein, indem beispielsweise zwei Lagen des doppelseitigen Klebebands unter Zwischenordnung
der metallischen Einlage aneinandergeklebt werden. In jedem Fall erweist es sich als
vorteilhaft, wenn sich die plastisch verformbare metallische Einlage über die wesentliche
Länge des Trägers erstreckt, um den Träger in allen Funktionsstellungen über seine
gesamte Länge hinweg in seiner jeweils gewünschten Raumform zu stabilisieren. Zudem
erlaubt eine sich über die gesamte Länge des Trägers erstreckende plastisch verformbare
metallische Einlage auch eine Anpassung der Vorrichtung zur Haarergänzung an Rundungen
des Kopfes der an der Haarergänzung interessierten Person, indem die aneinanderliegenden
Teillängen des Trägers entsprechend plastisch gekrümmt werden.
[0012] Grundsätzlich muss der Träger jedoch nur eine einzige Sollbiegestelle aufweisen,
um die herum er unter plastischer Verformung umbiegbar ist. Außerhalb dieser Sollbiegestelle,
die die beiden Teillängen des Trägers hintereinander verbindet, kann der Träger auch
ausgesteift sein und beispielsweise aus einem Kunststoff bestehen, der im Bereich
der Sollbiegestelle ein Filmscharnier mit der metallischen Einlage ausbildet.
[0013] Grundsätzlich können die Haare der neuen Vorrichtung zur Haarverlängerung über die
gesamte Länge des Trägers an diesem festgelegt sein. Vorzugsweise sind die Haare aber
nur über eine der Teillängen des Trägers an dem Träger festgelegt, während die Klebefläche
sich auch über die andere, nicht mit Haaren versehene Teillänge des Trägers erstreckt.
Hierdurch wird das Anbringen der neuen Vorrichtung zur Haarverlängerung noch weiter
erleichtert.
[0014] In jedem Fall kann jede der beiden Teillängen eine Hälfte der Länge des Trägers ausmachen.
Es ist aber auch möglich, eine mit Haaren besetzte mittlere Teillänge des Trägers
mit zwei nur halb so langen äußeren und jeweils über eine Sollbiegestelle mit der
mittleren Teillänge verbundene Teillängen zu kombinieren.
[0015] Vor der Verwendung der neuen Vorrichtung ist deren Klebefläche vorzugsweise von einer
abziehbaren Abdeckfolie abgedeckt. Dabei kann die Klebefläche über jede der Teillängen
des Trägers mit einem separaten Abschnitt der Abdeckfolie abgedeckt sein, so dass
die Klebefläche über den einzelnen Teillängen selektiv freilegbar ist. Der Träger
der neuen Vorrichtung zur Haarverlängerung kann aber auch mit seiner Klebefläche abziehbar
auf einen Warenverkaufsträger aufgeklebt sein. Dieser Warenverkaufsträger kann für
eine einzelne Vorrichtung zur Haarverlängerung oder auch für mehrere gleiche oder
unterschiedliche Vorrichtungen zur Haarverlängerung vorgesehen sein.
[0016] Die Haare der neuen Vorrichtung zur Haarverlängerung sind vorzugsweise wie nach dem
Stand der Technik gemäß der
DE 20 2005 010 845 U parallel nebeneinander liegend an dem Träger befestigt. Dabei können die Haare in
mindestens einer nicht-natürlichen Farbe eingefärbt sein, um als Haarergänzung in
Form einer farbigen Strähne eingesetzt zu werden. Die Haare der neuen Vorrichtung
können insbesondere aus Kostengründen aber auch zur Förderung ihrer sicheren Verankerung
an dem Träger sowie zur leichteren Handhabung durch Nicht-Fachpersonal Kunsthaare
sein, die im Gegensatz zu Echthaaren keine Schuppen aufweisen und entsprechend weniger
zum Verfilzen neigen.
[0017] Die erfindungsgemäße Verwendung einer neuen Vorrichtung zur Haarergänzung wurde bereits
im Rahmen der Erläuterung der Vorrichtung selbst beschrieben. Zu ergänzen ist an dieser
Stelle, dass die neue Vorrichtung vorzugsweise nahe der Kopfhaut der Person, die die
Haarergänzung wünscht, an den natürlichen Haaren der Person angebracht werden sollte,
um besonders unauffällig zu bleiben. Insbesondere ist dies sinnvoll, wenn die Haare
der Vorrichtung zur Haarergänzung gemeinsam mit den natürlichen Haaren der Person
gekämmt werden sollen. Wenn die neue Vorrichtung zur Haarergänzung ordnungsgemäß angebracht
wurde, was ohne großes Geschick auch von Nicht-Fachpersonal bewerkstelligt wird, hält
sie problemlos über mehrere Wochen. Sie kann aber zum Beispiel durch Anlösen des Klebstoffs
mit Alkohol auch sehr kurzfristig wieder entfernt werden.
[0018] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Patentansprüchen,
der Beschreibung und den Zeichnungen. Die in der Beschreibungseinleitung genannten
Vorteile von Merkmalen und von Kombinationen mehrerer Merkmale sind lediglich beispielhaft
und können alternativ oder kumulativ zur Wirkung kommen, ohne dass die Vorteile zwingend
von erfindungsgemäßen Ausführungsformen erzielt werden müssen. Weitere Merkmale sind
den Zeichnungen - insbesondere den dargestellten Geometrien und den relativen Abmessungen
mehrerer Bauteile zueinander sowie deren relativer Anordnung und Wirkverbindung -
zu entnehmen. Die Kombination von Merkmalen unterschiedlicher Ausführungsformen der
Erfindung oder von Merkmalen unterschiedlicher Patentansprüche ist ebenfalls abweichend
von den gewählten Rückbeziehungen der Patentansprüche möglich und wird hiermit angeregt.
Dies betrifft auch solche Merkmale, die in separaten Zeichnungen dargestellt sind
oder bei deren Beschreibung genannt werden. Diese Merkmale können auch mit Merkmalen
unterschiedlicher Patentansprüche kombiniert werden. Ebenso können in den Patentansprüchen
aufgeführte Merkmale für weitere Ausführungsformen der Erfindung entfallen.
KURZBESCHREIBUNG DER FIGUREN
[0019] Die neue Vorrichtung zur Haarergänzung wird im Folgenden anhand konkreter Ausführungsbeispiele
unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert und beschrieben.
- Fig. 1
- ist eine Draufsicht auf eine erste Ausführungsform der neuen Vorrichtung zur Haarergänzung
von der Seite, an der die Haare der Vorrichtung an deren Träger befestigt sind.
- Fig. 2
- ist eine Draufsicht auf die Vorrichtung gemäß Fig. 1 auf die Seite des Trägers, an
der dessen Klebefläche vorgesehen ist.
- Fig. 3
- zeigt einen Träger einer anderen Ausführungsform der neuen Vorrichtung zur Haarergänzung
in einer Draufsicht.
- Fig. 4
- zeigt einen Träger noch einer anderen Ausführungsform der neuen Vorrichtung zur Haarergänzung
in einer Draufsicht.
- Fig. 5
- ist eine Seitenansicht der Ausführungsform der neuen Vorrichtung zur Haarergänzung
mit dem Träger gemäß Fig. 4.
- Fig. 6
- ist ein vergrößertes Detail eines Längsschnitts durch die Vorrichtung gemäß Fig. 5.
- Fig. 7 und Fig. 8
- skizzieren die Verwendung der neuen Vorrichtung in der Ausführungsform gemäß den Fig.
1 und 2 oder 5 und
- Fig. 9
- skizziert die Verwendung einer weiteren Ausführungsform der neuen Vorrichtung zur
Haarergänzung.
FIGURENBESCHREIBUNG
[0020]
Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Vorrichtung 1 weist einen bandförmigen Träger 2 auf, der an seiner einen
Seite (Fig. 2) mit einer Klebefläche 3 abgedeckt ist. Auf seiner anderen Seite (Fig.
1) sind an dem Träger 2 über eine Teillänge 4 Haare 5 befestigt, in dem sie parallel
zueinander und quer zu dessen Haupterstreckungsrichtung an den Träger 2 angeklebt
sind. In den Fig. 1 und 2 ist weder die Mehrzahl der Haare 5 noch deren Länge vollständig
wiedergegeben. Sie erstrecken sich jeweils gleichförmig verteilt über die Teillänge
4 und können eine Länge von einigen Zentimetern bis einigen Dezimetern aufweisen.
Über eine zweite Teillänge 5, die genauso lang ist wie die Teillänge 4, weist der
Träger 2 hier keine abstehenden Haare auf. Der Träger 2 besteht hier im Wesentlichen
aus zwei Lagen eines doppelseitigen Klebebands, zwischen denen eine plastisch verformbare
metallische Einlage 7 vorgesehen ist, die sich über die wesentliche Länge des Trägers
2 erstreckt. Die metallische Einlage 7 ist hier eine bandförmige Einlage 8 und bildet
eine Sollbiegestelle 18 des Trägers 2 zwischen den Teillängen 4 und 6 aus. Die Funktionsweise
der Vorrichtung 1 wird im Zusammenhang mit den Fig. 7 und 8 noch erläutert werden.
Der in Fig. 3 skizzierte Träger einer anderen Ausführungsform der Vorrichtung 1 weist statt einer
bandförmigen eine plastisch verformbare metallische Einlage 7 in Form eines Drahtes
9 auf. Ansonsten entspricht diese zweite Ausführungsform der Vorrichtung derjenigen
gemäß den Fig. 1 und 2.
Der in Fig. 4 skizzierte Träger 2 weist einen Grundkörper 10 aus einem Kunststoff auf, der im Bereich
der Teillängen 4 und 6 vergleichsweise steif ist, aber dazwischen ein Filmscharnier
11 als Sollbiegestelle 18 ausbildet. Über dieses Filmscharnier 11 hinweg erstreckt
sich in den Grundkörper 10 die metallische Einlage 7 in Form eines kurzen Metallbandabschnitts
12. Die metallische Einlage 7 sorgt hier dafür, dass ein Umbiegen des Trägers 2 um
das Filmscharnier 11 in eine V-förmige Raumform stabilisiert wird, wie im Zusammenhang
mit Fig. 7 noch näher erläutert werden wird.
Fig. 5 zeigt die Ausführungsform der Vorrichtung 1 mit dem Träger 2 gemäß Fig. 4 in einer
Seitenansicht.
Fig. 6 gibt ein Detail dieses Aufbaus in vergrößertem Längsschnitt wieder. Hier ist zu sehen,
dass auf den Grundkörper 10 eine Klebeschicht 13 aufgebracht ist, um die Klebefläche
3 auszubilden, die hier noch mit einer Abdeckfolie 14 abgedeckt ist. Auf der anderen
Seite des Grundkörpers 10 sind die Haare 5 der Vorrichtung 1 in ein Verbindungsmaterial
15 eingebettet festgelegt.
Fig. 7 zeigt, wie der Träger 2 der Vorrichtung 1 gemäß den Fig. 1 und 2 oder 5 und 6 zwischen
den Teillängen 4 und 6 so V-förmig umgebogen ist, dass die Anteile der Klebefläche
3 der Teillängen 4 und 6 einander gegenüberliegen. So wird die Vorrichtung 1 gegenüber
natürlichen Haaren 16 einer Person, die eine Haarergänzung wünscht, angeordnet, d.
h. eine Strähne 17 aus diesen Haaren wird in die V-förmige Vorrichtung 1 eingebracht.
Dann werden die Teillängen 4 und 6 vollständig aneinandergedrückt, wie in Fig. 8 gezeigt ist, wodurch die natürlichen Haare 16 der Strähne 17 zwischen den Teillängen
4 und 6 des Trägers 2 verklebt werden. Auf diese Weise wird die Vorrichtung 1 an der
Strähne 17 fixiert. Dabei trägt die Vorrichtung 1 mit den ergänzten Haaren 5 gegenüber
den natürlichen Haaren 16 kaum auf. In der Ausführungsform gemäß den Fig. 1 und 2
kann der Träger 2 der Vorrichtung 1 auch plastisch an eine Krümmung des Kopfes in
dem Bereich der Anbringung angepasst werden.
Fig. 9 zeigt eine Variante der Vorrichtung 1 zur Haarergänzung, die in folgenden Details
von den bisher beschriebenen Ausführungsformen abweist. Die Teillänge 6, die mit Ihrem
Anteil der Klebefläche 3 gegen den Anteil der Teillänge 4 an der Klebefläche 3 geklebt
wird, um die natürlichen Haare 16 einzuschließen und die Vorrichtung 1 an diesen natürlichen
Haaren 16 zu fixieren, ist in zwei getrennte Teillängen 6' und 6" an beiden Enden
des Trägers 2 aufgeteilt. So ergeben sich zwei Sollbiegestellen 18 zwischen den Teillängen
4, 6' und 6". Zudem sind auch im Bereich der Teillängen 6' und 6" Haare 5 der Vorrichtung
1 an dem Träger 2 vorgesehen, was die Handhabung der Vorrichtung 1 etwas erschwert
aber die Menge der ergänzten Haare 5 erhöht. Übereinstimmendes Merkmal der Ausführungsform
der Vorrichtung 1 aller Figuren ist die plastische Verformbarkeit des Trägers 2 im
Bereich zumindest einer Sollbiegestelle 18.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0021]
- 1
- Vorrichtung
- 2
- Träger
- 3
- Klebefläche
- 4
- Teillänge
- 5
- Haar
- 6
- Teillänge
- 7
- Einlage
- 8
- bandförmige Einlage
- 9
- Draht
- 10
- Grundkörper
- 11
- Filmscharnier
- 12
- Metallbandabschnitt
- 13
- Klebstoff
- 14
- Abdeckfolie
- 15
- Verbindungsmaterial
- 16
- natürliches Haar
- 17
- Strähne
- 18
- Sollbiegestelle
1. Vorrichtung (1) zur Haarergänzung mit einem bandförmigen Träger (2), der auf einer
Seite eine Klebefläche (3) aufweist, und mit einer Mehrzahl von Haaren (5), die jeweils
mit einem Ende an dem Träger (2) festgelegt sind und sich quer zu diesem von diesem
weg erstrecken, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (2) fortschreitend plastisch verformbar ist, bis zwei Teillängen (4, 6)
des Trägers (2) unter Zwischenordnung ihrer Anteile an der Klebefläche (3) flach aneinanderliegen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (2) eine plastisch verformbare metallische Einlage (7) aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlage (7) bandförmig ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Einlage (7) über die gesamte Länge des Trägers (2) erstreckt.
5. Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (2) außerhalb mindestens einer Sollbiegestelle (18) versteift ist.
6. Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nur über eine (4) der Teillängen Haare an dem Träger (2) festgelegt sind, während
die Klebefläche (3) auch über der anderen (6) der Teillängen vorgesehen ist.
7. Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jede der beiden Teillängen (4, 6) eine Hälfte der Länge des Trägers (2) ausmacht.
8. Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebefläche (3) mit einer abziehbaren Abdeckfolie (14) versehen ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebefläche (3) über jeder der Teillängen (4, 6) mit einem separaten Abschnitt
der Abdeckfolie (14) abgedeckt ist.
10. Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche 1 ist 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebefläche (3) abziehbar auf einen Warenverkaufsträger aufgeklebt ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) zusammen mit anderen gleichen oder unterschiedlichen Vorrichtungen
(1) auf denselben Warenverkaufsträger aufgeklebt ist.
12. Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Haare (5) parallel nebeneinander liegend an dem Träger (2) befestigt sind.
13. Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Haare (5) in mindestens einer nicht-natürlichen Farbe eingefärbt sind.
14. Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Haare (5) Kunsthaare sind.
15. Verwendung einer Vorrichtung (1) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Teillängen (4, 6) unter plastischer Verformung des Trägers (2) V-förmig
zueinander ausgerichtet werden, wobei die Anteile der Klebefläche (3) der beiden Teillängen
(4, 6) einander gegenüber liegen, dass eine Strähne (17) aus natürlichen Haaren (16)
einer Person zwischen die beiden Teillängen (4, 6) des Trägers (2) eingebracht wird
und dass die beiden Teillängen (4, 6) unter Einschluss der Strähne (17) zwischen den
Anteilen der Klebefläche (3) aneinander gedrückt werden.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Vorrichtung (1) zur Haarergänzung mit einem bandförmigen Träger (2), der auf einer
Seite eine Klebefläche (3) aufweist, und mit einer Mehrzahl von Haaren (5), die jeweils
mit einem Ende an der die Klebefläche (3) nicht aufweisenden anderen Seite des Trägers
(2) festgelegt sind und sich quer zu diesem von diesem weg erstrecken, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (2) fortschreitend plastisch verformbar ist, bis zwei Teillängen (4, 6)
des Trägers (2) unter Zwischenordnung ihrer Anteile an der Klebefläche (3) flach aneinanderliegen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (2) eine plastisch verformbare metallische Einlage (7) aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlage (7) bandförmig ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Einlage (7) über die gesamte Länge des Trägers (2) erstreckt.
5. Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (2) außerhalb mindestens einer Sollbiegestelle (18) versteift ist.
6. Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nur über eine (4) der Teillängen Haare an dem Träger (2) festgelegt sind, während
die Klebefläche (3) auch über der anderen (6) der Teillängen vorgesehen ist.
7. Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jede der beiden Teillängen (4, 6) eine Hälfte der Länge des Trägers (2) ausmacht.