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(11) |
EP 2 266 874 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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18.01.2017 Patentblatt 2017/03 |
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Anmeldetag: 18.05.2010 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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UNTERSEEBOOT
SUBMARINE
SOUS-MARIN
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
20.06.2009 DE 102009025700
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.12.2010 Patentblatt 2010/52 |
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Patentinhaber: ThyssenKrupp Marine Systems GmbH |
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24143 Kiel (DE) |
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Erfinder: |
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- Andree, Michael
24999 Wees (DE)
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Vertreter: ThyssenKrupp Intellectual Property GmbH |
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ThyssenKrupp Allee 1 45143 Essen 45143 Essen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
GB-A- 580 493
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US-A- 1 352 992
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Unterseeboot mit den im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen
Merkmalen.
[0002] Militärische Unterseeboote werden dazu eingesetzt, ein Einsatzgebiet in Tauchfahrt
unbemerkt zu erreichen und dann in diesem Einsatzgebiet ebenfalls unbemerkt zu operieren.
Zur Beobachtung des Raums oberhalb der Wasseroberfläche während der Tauchfahrt weisen
diese Unterseeboote üblicherweise zumindest ein Sehrohr auf, bei dem an einem bei
Einsatz des Sehrohrs oberhalb der Wasseroberfläche befindlichen Endabschnitt ein Beobachtungsfenster
angeordnet ist.
[0003] Durch eine starke Wasserverschmutzung und insbesondere durch auf der Wasseroberfläche
treibendes Öl kann die Einsatzfähigkeit von Sehrohren stark beeinträchtigt werden,
nämlich dann, wenn sich die im Wasser befindlichen Verunreinigungen auf dem Beobachtungsfenster
des Sehrohrs absetzen und auf diese Weise einen klaren Durchblick durch das Beobachtungsfenster
verhindern.
[0004] Aus
US 1,352,992 A ist ein bemannter Beobachtungstank bekannt, der von einem Unterseeboot an die Wasseroberfläche
abgelassen werden kann, wo er derart schwimmt, dass lediglich ein an dem Beobachtungstank
vorgesehenes Sehrohr aus dem Wasser herausragt. Zur Reinigung eines Beobachtungsfensters
des Sehrohrs wird ein Gemisch aus Alkohol und Luft über eine außenseitig des Sehrohrs
angeordnete Versorgungsleitung zu dem Beobachtungsfenster geleitet und auf dieses
versprüht.
[0005] In
GB 580,493 A ist ein Sehrrohr für ein Unterseeboot beschrieben. Zum Entfernen von Kondenswasser
an einem Beobachtungsfensters des Sehrrohrs ist eine Reinigungsvorrichtung vorgesehen,
die zwei oberhalb des Beobachtungsfensters an dem Sehrohr angeordnete Düsen aufweist,
über die Luft auf das Beobachtungsfenster geblasen wird.
[0006] Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Unterseeboot
zu schaffen, das auch in stark verunreinigten Gewässern einen unbeeinträchtigten Sehrohreinsatz
ermöglicht.
[0007] Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Unterseeboot mit den in Anspruch 1 angegebenen
Merkmalen. Vorteilhafte Weiterbildungen dieses Unterseeboots ergeben sich aus den
Unteransprüchen, der nachfolgenden Beschreibung sowie der Zeichnung. Hierbei können
gemäß der Erfindung die Merkmale der Unteransprüche jeweils für sich aber auch in
Kombination die erfindungsgemäße Lösung gemäß Anspruch 1 weiter ausgestalten.
[0008] Das erfindungsgemäße Unterseeboot weist in üblicher Weise einen Druckkörper auf.
Darüber hinaus ist dieses Unterseeboot mit mindestens einem Sehrohr ausgestattet,
das ein Beobachtungsfenster aufweist. Bei dem Sehrohr kann es sich sowohl um ein optisches
Teleskop als auch um ein optoelektronisch arbeitendes Sehrohr handeln, bei dem im
Inneren des Sehrohrs vor dem Beobachtungsfenster Bildsensoren z.B. in Form eines CCD-
oder CMOS-Chips angeordnet sind. Des Weiteren kann das Sehrohr durch den Druckkörper
des Unterseeboots geführt und verfahrbar sein oder es kann, falls es sich um ein optoelektronisches
Sehrohr handelt, vollständig außerhalb des Druckkörpers beispielsweise in einem Ausfahrgerät
gelagert sein.
[0009] Um vor dem Einsatz des Sehrohrs ggf. auf der Außenseite dessen Beobachtungsfensters
befindliche Verunreinigungen, wie z.B. Ölschlieren, entfernen zu können, weist das
erfindungsgemäße Unterseeboot eine Vorrichtung zum Reinigen des Beobachtungsfensters
auf, sodass auch in stark verschmutzten Gewässern eine klare Sicht durch das Beobachtungsfenster
des Sehrohrs gewährleistet ist.
[0010] Die Vorrichtung zum Reinigen des Beobachtungsfensters weist eine Druckreinigungsvorrichtung
auf oder ist durch eine solche gebildet. Dementsprechend ist eine Vorrichtung vorgesehen,
mit der ein Reinigungsmittel vorzugsweise unter hohem Druck auf das Beobachtungsfenster
des Sehrohrs gesprüht wird, wodurch sich auch ansonsten nur schwer zu entfernende
Verunreinigungen von der Außenseite des Beobachtungsfensters beseitigen lassen. Die
Druckreinigungsvorrichtung kann sowohl zur Verwendung eines flüssigen als auch zur
Verwendung eines dampfförmigen Reinigungsmittels ausgebildet sein, wobei aber bevorzugt
wird, mit der Druckreinigungsvorrichtung ein Flüssigkeitsgemisch aus Wasser und einem
Reinigungsmittel auf das Beobachtungsfenster zu sprühen.
[0011] Das erfindungsgemäße Unterseeboot ist bevorzugt ein solches Unterseeboot, bei dem
ein oder mehrere Sehrohre in einem oberhalb des Druckkörpers angeordneten Turm angeordnet
sind. Die Druckreinigungsvorrichtung weist einen Sprühkopf zum Besprühen des Beobachtungsfensters
des Sehrohrs auf, der bevorzugt in einem oberen Bereich des Turms und vorzugsweise
in einem direkt an die obere Turmspitze angrenzenden Bereich angeordnet ist. Dies
ist insofern vorteilhaft, als die Druckreinigungsvorrichtung typischerweise nur bei
einem oberhalb der Wasseroberfläche befindlichen Sprühkopf eingesetzt werden kann.
Durch die Anordnung des Sprühkopfs direkt unterhalb der Turmspitze wird vorteilhaft
bewirkt, dass das Unterseeboot zum Reinigen des Beobachtungsfensters des Sehrohrs
nur soweit auftauchen muss, dass lediglich ein geringer Teil des Turms aus dem Wasser
herausragt, sodass nur eine sehr geringe Gefahr besteht, dass das Unterseeboot entdeckt
wird.
[0012] Erfindungsgemäß sind das Sehrohr und der Sprühkopf der Druckreinigungsvorrichtung
relativ zueinander bewegbar ausgebildet, wodurch sich bei der Reinigung des Beobachtungsfensters
eine besonders gute Reinigungswirkung erzielen lässt. In diesem Zusammenhang können
Relativbewegungen zwischen dem Sehrohr und dem Sprühkopf vorgesehen sein, bei denen
der aus dem Sprühkopf austretende Reinigungsmittelstrahl bezogen auf die Längsachse
des Sehrohrs in Richtung dieser Längsachse und/oder quer dazu über das Beobachtungsfenster
wandert und/oder bei denen sich der Auftreffwinkel des Reinigungsmittelstrahls auf
dem Beobachtungsfenster ändert. Hierbei ist es grundsätzlich beliebig, ob das Sehrohr,
der Düsenkopf oder ob das Sehrohr und der Düsenkopf dementsprechend bewegbar ausgebildet
sind.
[0013] Da die in dem Turm eines Unterseeboots angeordneten Sehrohre in der Regel per se
aus dem Turm ausfahrbar ausgebildet sind, erweist es sich als konstruktiv günstig,
den Sprühkopf der Druckreinigungsvorrichtung, wie es bevorzugt vorgesehen ist, in
dem Turm derart ortsfest anzuordnen, dass das Beobachtungsfenster beim Ausfahren des
Sehrohres durch den aus dem Sprühkopf austretenden Reinigungsmittelstrahl geführt
wird.
[0014] Prinzipiell kann die Vorrichtung zum Reinigen des Beobachtungsfensters des Sehrohres
vollständig außerhalb des Druckkörpers, z.B. in dem Turm angeordnet sein. Hierbei
ist die Vorrichtung jedoch bei Tauchfahrten in größerer Tiefe einer sehr hohen Druckbeanspruchung
ausgesetzt, sodass zumindest für Teilbestandteile der Vorrichtung in aufwendiger Weise
eine Druckkapselung oder eine entsprechend druckfeste Ausgestaltung vorzusehen ist.
Dies erweist sich insbesondere dann als problematisch, wenn die Vorrichtung zum Reinigen
des Beobachtungsfensters eine Druckreinigungsvorrichtung ist. In diesem Fall ist es
vorteilhafter, wenn der vorzugsweise im Bereich der Turmspitze angeordnete Sprühkopf
mit einem in dem Druckkörper angeordneten Reinigungsmitteltank leitungsverbindbar
ist.
[0015] Dieser Reinigungsmitteltank ist vorteilhaft als ein Druckbehälter ausgebildet, wobei
Mittel zur Druckbeaufschlagung des in dem Reinigungsmitteltank befindlichen Reinigungsmittels
vorgesehen sind. Zum Aufbau des Drucks in dem Reinigungsmitteltank kann dem Reinigungsmitteltank
beispielsweise eine Pumpe vorgeschaltet sein, die das Reinigungsmittel unter Aufbau
eines Drucks in den Reinigungsmitteltank fördert. Bevorzugt ist der Reinigungsmitteltank
aber mit einem Druckluftversorgungssystems des Unterseeboots leitungsverbindbar, sodass
Druckluft von dem Druckluftversorgungssystem in den Reinigungsmitteltank geleitet
werden kann, wodurch ein Druck auf das in dem Reinigungsmitteltank befindliche Reinigungsmittel
ausgeübt wird.
[0016] Zum Betätigen der Vorrichtung zum Reinigen des Beobachtungsfensters des Sehrohrs
weist diese vorteilhafterweise entsprechende Steuermittel auf. Bei einer Druckreinigungsvorrichtung
können diese Steuermittel z.B. Absperrventile sein, die in einer Zufuhrleitung von
dem Druckluftversorgungssystem des Unterseeboots zu dem Reinigungsmitteltank und/oder
in der Leitungsverbindung von dem Reinigungsmitteltank zu dem Düsenkopf angeordnet
sind. Bevorzugt sind diese Ventile manuell betätigbar order steuerbar ausgebildet.
[0017] Nachfolgend ist die Erfindung anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. In den Zeichnungen zeigt:
- Fig. 1
- einen in einem Turm eines Unterseeboots angeordneten Abschnitt eines ersten Sehrohrs
in schematischer Darstellung,
- Fig. 2
- einen in einem Turm eines Unterseeboots angeordneten Abschnitt eines zweiten Sehrohrs
in schematischer Darstellung und
- Fig. 3
- eine Druckreinigungsvorrichtung in einer stark vereinfachten Symboldarstellung.
[0018] In einem Turm eines Unterseeboots sind ein in Fig. 1 abschnittsweise dargestelltes
Sehrohr 2 und ein in Fig. 2 abschnittsweise dargestelltes Sehrohr 4 angeordnet. In
den Figuren 1 und 2 ist der besseren Übersichtlichkeit halber auf eine Darstellung
des Turms verzichtet worden, wobei lediglich ein oberes Ende 6 des Turms durch eine
gestrichelt gezeichnete Linie angedeutet ist. Bei dem in Fig. 1 gezeigten Sehrohr
2 handelt es sich um ein Sehrohr 2, das zur Beobachtung eines möglichen Angriffsziels
des Unterseeboots dient. Das in Fig. 2 dargestellte Sehrohr 4 ist zur allgemeinen
Beobachtung des Raums oberhalb der Wasseroberfläche bei Tauchfahrt eines Unterseeboots
in Sehrohrtiefe vorgesehen. Sowohl das Sehrohr 2 als auch das Sehrohr 6 sind in dem
Turm des Unterseeboots in vertikaler Richtung verfahrbar angeordnet.
[0019] In einem oberen Endabschnitt weist das Sehrohr 2 ein Beobachtungsfenster 8 auf. Dieses
Beobachtungsfenster 8 ist im Wesentlichen parallel zu einer Längsachse A des Sehrohrs
2 ausgerichtet. Auch das Sehrohr 6 weist in einem oberen Endabschnitt ein Beobachtungsfenster
10 auf. Im Gegensatz zu dem Beobachtungsfenster 8 des Sehrohrs 2 ist das Beobachtungsfenster
10 des Sehrohrs 4 allerdings schräg zu einer Längsachse B des Sehrohrs 4 ausgerichtet.
[0020] In seinem Inneren weist der Turm des Unterseeboots eine Tragstruktur 12 auf, die
lediglich in Fig. 2 dargestellt ist. An dieser Tragstruktur 12 sind ein Sprühkopf
14 und ein Sprühkopf 16 angeordnet, wobei der Sprühkopf 14 in Fig. 1 lediglich symbolisch
in Form eines Pfeils 14 und der Sprühkopf 16 in Fig. 2 symbolisch in Form eines Pfeils
16 dargestellt sind. Die Sprühköpfe 14 und 16 sind beide Teil einer in Fig. 3 dargestellten
Druckreinigungsvorrichtung, wobei der Sprühkopf 14 zum Reinigen des Beobachtungsfensters
8 des Sehrohrs 2 vorgesehen ist und der Sprühkopf 16 zum Reinigen des Beobachtungsfensters
10 des Sehrohrs 4 dient. Die Reinigung der Beobachtungsfenster 8 und 10 erfolgt mittels
eines jeweils aus den Sprühköpfen 14 und 16 austretenden Reinigungsmittelstrahls,
der auf das Beobachtungsfenster 8 bzw. auf das Beobachtungsfenster 10 gerichtet ist.
[0021] Die Sprühköpfe 14 und 16 sind jeweils mit einem in dem Inneren des Druckkörpers 18
des Unterseeboots angeordneten Reinigungsmitteltank 20 leitungsverbindbar. Hierzu
ist eine in das Innere des Reinigungsmitteltanks 20 führende Rohrleitung 22 vorgesehen,
die soweit in den Reinigungsmitteltank 20 reicht, dass sie in einer dort befindlichen
Reinigungsflüssigkeit unterhalb eines Flüssigkeitsspiegels 24 endet. Direkt unterhalb
einer oberen Wandung des Druckkörpers 18 ist in der Rohrleitung 22 eine T-förmige
Leitungsverzweigung 26 vorgesehen, von welcher ein Leitungsstrang 22a zu dem Sprühkopf
14 und ein Leitungsstrang 22b zu dem Sprühkopf 16 durch den Druckkörper 18 führt.
[0022] Die Leitungsstränge 22a und 22b können innerhalb des Druckkörpers 18 jeweils mittels
zweier in Reihe angeordneter Absperrventile 42 und 44 verschlossen bzw. geöffnet werden.
Um die in dem Reinigungsmitteltank 20 befindliche Reinigungsflüssigkeit ggf. in dem
Druckkörper 18 des Unterseeboots ablassen zu können, weist der Reinigungsmitteltank
20 einen Ablass 46 auf.
[0023] Die Befüllung des Reinigungsmitteltanks 20 mit der Reinigungsflüssigkeit erfolgt
über einen Flüssigkeitseinlass 28. Hierzu ist der Flüssigkeitseinlass 28 mit der in
den Reinigungsmitteltank 20 führenden Rohrleitung 22 über eine weitere in der Rohrleitung
22 vorgesehene T-förmige Leitungsverzweigung 30 und eine daran angeschlossene Rohrleitung
32 leitungsverbunden. Während des Befüllens des Reinigungsmitteltanks 20 über den
Flüssigkeitseinlass 28 kann die Rohrleitung 22 mittels eines zwischen den Leitungsverzweigungen
30 und 26 angeordnetes Absperrventil 34 verschlossen werden. Auch an der Rohrleitung
32 ist ein Absperrventil 36 angeordnet, mit dem die Rohrleitung 32 geöffnet oder verschlossen
werden kann.
[0024] In dem Reinigungsmitteltank 20 wird die darin befindliche Reinigungsflüssigkeit mit
Druck beaufschlagt. Diese Druckbeaufschlagung erfolgt mittels in den Reinigungsmitteltank
20 eingeleiteter Druckluft. Diese Druckluft wird von einem in Fig. 3 nicht dargestelltem
Druckluftversorgungssystem des Unterseeboots über eine in den Reinigungsmitteltank
20 geführte Rohrleitung 37 zur Verfügung gestellt. Zum Verschließen bzw. Öffnen der
Rohrleitung 37 sind an dieser ein Absperrventil 38 und ein Kugelventil 40 vorgesehen.
[0025] Die Funktionsweise der Druckreinigungsvorrichtung des erfindungsgemäßen Unterseeboots
ist wie folgt:
Zunächst wird der Reinigungsmitteltank 20 mit der Reinigungsflüssigkeit gefüllt. Diese
Füllung erfolgt über den Flüssigkeitseinlass 28 bei geöffnet gestelltem Absperrventil
36, während die Rohrleitung 22 zwischen den Leitungsverzweigungen 30 und 26 durch
das dort schließend gestellte Absperrventil 34 verschlossen wird. Sobald sich genügend
Reinigungsflüssigkeit in dem Reinigungsmitteltank 20 befindet, wird das Absperrventil
36 schließend gestellt, sodass keine weitere Reinigungsflüssigkeit von dem Flüssigkeitseinlass
28 zu dem Reinigungsmitteltank 20 fließen kann.
[0026] Anschließend wird in dem Reinigungsmitteltank 20 ein auf die dort befindliche Reinigungsflüssigkeit
wirkender Druck erzeugt. Hierzu werden das Absperrventil 38 und das Kugelventil 40
öffnend gestellt, sodass Druckluft von dem Druckluftversorgungssystem des Unterseeboots
über die Rohrleitung 37 in den Reinigungsmitteltank 20 strömen kann.
[0027] Bei Erreichen eines ausreichenden Druckniveaus in dem Reinigungsmitteltank 20, was
mittels eines an der Rohrleitung 32 angeschlossenen Manometers 50 festgestellt werden
kann, wird das Absperrventil 34 öffnend gestellt, sodass die Reinigungsflüssigkeit
von dem Reinigungsmitteltank 20 in die Leitungsstränge 22a und 22b der Rohrleitung
22 strömen kann. In den Leitungssträngen 22a und 22b wird die Reinigungsflüssigkeit
zunächst jeweils von den schließend gestellten Absperrventilen 42 und 44 an einem
Weiterströmen zu den Sprühköpfen 14 und 16 gehindert.
[0028] Je nachdem welches der Sehrohre 2 oder 4 aus dem Turm des Unterseeboots ausgefahren
werden soll, werden die entsprechenden Absperrventile 42 und 44 des dem betreffenden
Sehrohr 2 oder 4 zugeordneten Leitungsstrang 22a bzw. 22b geöffnet, sodass die Reinigungsflüssigkeit
zu dem betreffenden Sprühkopf 14 bzw. 16 weiterströmen kann und dort in Form eines
Reinigungsflüssigkeitsstrahls, der in den Figuren 1 und 2 jeweils von zwei von dem
Sprühkopf 14 bzw. 16 ausgehenden Pfeilen angedeutet ist, austritt.
[0029] Nun wird das betreffende Sehrohr 2 oder 4 ausgefahren, wobei das an dem Sehrohr 2
bzw. 4 angeordnete Beobachtungsfenster 8 bzw. 10 durch den aus den Sprühkopf 14 bzw.
16 austretenden Reinigungsflüssigkeitsstrahl geführt wird und auf diese Weise gereinigt
wird. Sobald sich das Beobachtungsfenster 8 bzw. 10 wieder außerhalb des Reinigungsmittelstrahls
befindet, ist der Reinigungsvorgang des Beobachtungsfensters 8 bzw. 10 abgeschlossen
und die Absperrventile 40 und 42 sowie das Absperrventil 34 können wieder schließend
gestellt werden, um ein weiteres Ausströmen der Reinigungsflüssigkeit aus dem Reinigungsmitteltank
20 zu verhindern. Die Kontrolle erfolgt durch Sicht durch das Sehrohr.
Bezugszeichenliste
[0030]
- 2
- Sehrohr
- 4
- Sehrohr
- 6
- Ende
- 8
- Beobachtungsfenster
- 10
- Beobachtungsfenster
- 12
- Trags-truktur
- 14
- Sprühkopf, Pfeil
- 16
- Sprühkopf, Pfeil
- 18
- Druckkörper
- 20
- Reinigungsmitteltank
- 22
- Rohrleitung
- 22a, 22b
- Leitungsstrang
- 24
- Flüssigkeitsspiegel
- 26
- Leitungsverzweigung
- 28
- Flüssigkeitseinlass
- 30
- Leitungsverzweigung
- 32
- Rohrleitung
- 34
- Absperrventil
- 36
- Absperrventil
- 37
- Rohrleitung
- 38
- Absperrventil
- 40
- Kugelventil
- 42
- Absperrventil
- 44
- Absperrventil
- 46
- Ablass
- 48
- Manometer
- A
- Längsachse
- B
- Längsachse
1. Unterseeboot mit einem Druckkörper (18) mit zumindest einem Sehrohr (2, 4) mit einem
Beobachtungsfenster (8, 10), und mit einer Vorrichtung zum Reinigen des Beobachtungsfensters
(8, 10), welche eine Druckreinigungsvorrichtung mit einem Sprühkopf (14, 16) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass das Sehrohr (2, 4) und der Sprühkopf (14, 16) relativ zueinander bewegbar sind.
2. Unterseeboot nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sprühkopf (14, 16) in einem oberen Bereich eines Turms des Unterseeboots angeordnet
ist.
3. Unterseeboot nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sprühkopf (14, 16) in dem Turm derart ortsfest angeordnet ist, dass das Beobachtungsfenster
(8, 10) beim Ausfahren des Sehrohrs (2, 4) durch einen aus dem Sprühkopf (14, 16)
austretenden Reinigungsmittelstrahl geführt wird.
4. Unterseeboot nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sprühkopf (14, 16) mit einem in dem Druckkörper (18) angeordneten Reinigungsmitteltank
(20) leitungsverbindbar ist.
5. Unterseeboot nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Reinigungsmitteltank (20) als ein Druckbehälter ausgebildet ist und Mittel zur
Druckbeaufschlagung des in dem Reinigungsmitteltank (20) befindlichen Reinigungsmittels
vorgesehen sind.
6. Unterseeboot nach einem der vorangehenden Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Reinigungsmitteltank (20) mit einem Druckluftversorgungssystem des Unterseeboots
leitungsverbindbar ist.
7. Unterseeboot nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zum Reinigen des Beobachtungsfensters (8, 10) Steuermittel aufweist.
1. Submarine having a pressure hull (18) with at least one periscope (2, 4) with an observation
window (8, 10), and having an apparatus for cleaning the observation window (8, 10),
which apparatus has a pressure cleaning apparatus with a spray head (14, 16), characterized in that the periscope (2, 4) and the spray head (14, 16) can be moved relative to one another.
2. Submarine according to Claim 1, characterized in that the spray head (14, 16) is arranged in an upper region of a conning tower of the
submarine.
3. Submarine according to either of the preceding claims, characterized in that the spray head (14, 16) is arranged in the conning tower in a stationary manner such
that, when the periscope (2, 4) is extended, the observation window (8, 10) is guided
through a cleaning agent jet which exits from the spray head (14, 16).
4. Submarine according to one of the preceding claims, characterized in that the spray head (14, 16) can be line-connected to a cleaning agent tank (20) which
is arranged in the pressure hull (18).
5. Submarine according to Claim 4, characterized in that the cleaning agent tank (20) is configured as a pressure vessel, and means are provided
for pressurizing the cleaning agent which is situated in the cleaning agent tank (20).
6. Submarine according to either of the preceding Claims 4 and 5, characterized in that the cleaning agent tank (20) can be line-connected to a compressed air supply system
of the submarine.
7. Submarine according to one of the preceding claims, characterized in that the apparatus for cleaning the observation window (8, 10) has control means.
1. Sous-marin comprenant un corps de pression (18) avec au moins un périscope (2, 4)
avec une fenêtre d'observation (8, 10), et avec un dispositif de nettoyage de la fenêtre
d'observation (8, 10) qui présente un dispositif de nettoyage sous pression avec une
tête de pulvérisation (14, 16), caractérisé en ce que le périscope (2, 4) et la tête de pulvérisation (14, 16) peuvent être déplacés l'un
par rapport à l'autre.
2. Sous-marin selon la revendication 1, caractérisé en ce que la tête de pulvérisation (14, 16) est disposée dans une région supérieure d'une tourelle
du sous-marin.
3. Sous-marin selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la tête de pulvérisation (14, 16) est disposée de manière fixe dans la tourelle de
telle sorte que la fenêtre d'observation (8, 10), lors de la sortie du périscope (2,
4), soit guidée à travers un jet d'agent de nettoyage sortant de la tête de pulvérisation
(14, 16).
4. Sous-marin selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la tête de pulvérisation (14, 16) peut être connectée par une conduite à un réservoir
d'agent de nettoyage (20) disposé dans le corps de pression (18).
5. Sous-marin selon la revendication 4, caractérisé en ce que le réservoir d'agent de nettoyage (20) est réalisé sous forme de réservoir sous pression
et des moyens sont prévus pour solliciter en pression l'agent de nettoyage se trouvant
dans le réservoir d'agent de nettoyage (20).
6. Sous-marin selon l'une quelconque des revendications précédentes 4 ou 5, caractérisé en ce que le réservoir d'agent de nettoyage (20) peut être connecté par une conduite à un système
d'alimentation en air comprimé du sous-marin.
7. Sous-marin selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de nettoyage de la fenêtre d'observation (8, 10) présente des moyens
de commande.
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