[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Beleuchtungseinrichtung für den Behandlungsraum
von Hausgeräten, insbesondere von Backöfen, mit wenigstens einer Lichtquelle und mit
damit verbundenen Leuchtstellen für die Ausleuchtung des Behandlungsraumes.
[0002] Bei einem bekannten Backofen (
DE 43 45 923 A1) ist eine durch mehrere Licht emittierende Elemente gebildete Beleuchtungseinrichtung
vorgesehen für einen durch eine Backofentür verschließbaren Garraum, der durch in
verschiedenen Ebenen in den Garraum einschiebbare Gargutträger (Backbleche) in mehrere
Teilräume unterteilbar ist.
[0003] Zur Ausleuchtung des Behandlungsraums eines Backofens mit mehreren Einschubebenen,
d.h. Teilräumen, ist aus
DE 10 2006 061 739 A1 bekannt, unterhalb und oberhalb der durch die Gargutträger gebildeten Teilräume z.B.
als stabförmige Lichtleiter ausgebildete Lichtelemente anzuordnen, die individuell
aktivierbar sind.
[0004] Aus
EP 1 598 682 A2 ist bezüglich der Innenbeleuchtung von Hausgeräten bekannt, an den Innenwänden verteilte
punktförmige Leuchtstellen eines flexiblen faseroptischen Faserbündels in Form dessen
Lichtaustrittsenden anzuordnen, dessen Lichtquelle vom Nutzungsbereich des Geräteinnenraums
entfernt platziert ist.
[0005] Der vorliegenden Erfindung ist die Aufgabe gestellt, eine Beleuchtungseinrichtung
der eingangs genannten Art derart auszubilden, dass die gleichmäßige Ausleuchtung
eines auch durch mehrere Teilräume unterteilten Behandlungsraums gemeinsam durch eine
oder durch nur wenige Leuchtstellen erfolgen kann.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die mindestens eine Leuchtstelle
als den Behandlungsraum in mindestens einer Ausdehnung durchziehende Leuchtfläche
ausgebildet ist. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform durchzieht die mindestens
eine Leuchtfläche den Behandlungsraum in der senkrechten Ausdehnung. Durch die erfindungsgemäße
Maßnahme wird - je nach Gestaltung und Belegung des Behandlungsraums - dieser Behandlungsraum
großflächig und/oder großvolumig und insbesondere lückenlos ausgeleuchtet mit idealerweise
nur einer Leuchtstelle oder einem Leuchtstellen-Paar bzw. mit nur wenigen Leuchtstellen,
die vorzugsweise einen homogenen Lichtaustritt aufweisen.
[0007] Eine großflächige bzw. großvolumige und homogene Ausleuchtung des Behandlungsraums
bei geringem Einsatz von aufwendigen Lichtquellen wird erhalten, wenn die mindestens
eine Leuchtfläche als Austrittsstelle eines Lichtleiters ausgebildet ist, der mit
einer entfernt zugeordneten Lichtquelle außerhalb des Beleuchtungsraums verbunden
ist. Die z.B. einzige, thermisch stark belastete Lichtquelle kann außerhalb des Behandlungsraums
beispielsweise außerhalb der den Garraum eines Backofens umgebenden Isolierbeschichtung,
also in einem thermisch wenig belasteten Bereich, angeordnet sein.
[0008] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die mindestens eine Lichtquelle als LED-
und/oder als Halogen-Lichtelement ausgebildet. Auf diese Weise können für die Ausleuchtung
des Behandlungsraums Leuchtkörper handelsüblicher Bauart verwendet werden anstelle
von speziellen, anwendungsspezifisch ausgebildeten Leuchtkörpern, z.B. von konventionellen
Glühheizkörpern. Damit ergeben sich Vorteile hinsichtlich der Energieersparnis, der
Ausfallrate, der Ersatzbeschaffung und dergleichen.
[0009] Erfindungsgemäße Leuchtflächen können gebildet sein durch z. B. stabförmige Lichtleiter
mit großflächigem, homogenem Lichtaustritt mit einer gemeinsamen Lichtquelle oder
durch mehrere in der Leuchtfläche enthaltene Lichtquellen z.B. LED-Lichtelemente.
[0010] Die Erfindung ist anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
nachstehend erläutert.
[0011] Es zeigt:
Figur 1 die vereinfachte, perspektivische Darstellung eines Hausgeräts in Form eines
Backofens,
Figur 2 und 3 entsprechend der Figur 1, aber vereinfacht dargestellte Behandlungsräume
von Backöfen mit unterschiedlich ausgebildeten und angeordneten Beleuchtungseinrichtungen.
[0012] Figur 1 zeigt in Umrissen die quaderförmige Ofenmuffe 1 eines Backofens, deren Beschickungsöffnung
2 durch eine drehbare Ofentür 3 verschließbar ist. Im Behandlungsraum 4 bzw. Garraum
dieser Ofenmuffel 1 sind beispielsweise drei Gargutträger 9 in übereinanderliegenden
Ebenen angeordnet, die zwischen sich und den oberen und unteren Begrenzungswänden
des Behandlungsraums 4 Teilräume 5, 6, 7, 8 bilden, die zur Wärmebehandlung von Lebensmitteln
beheizbar sind, z.B. durch elektrische Heizkörper, die ober- und unterhalb des Behandlungsraums
4 angeordnet sind und/oder durch eine erhitzte Umluftströmung, die ausgehend von einem
im rückwärtigen Bereich des Behandlungsraums 4 angeordneten Heißluftgebläse in allen
Teilräumen 5-8 eine vorbestimmte Gartemperatur erzeugt.
[0013] Zur Ausleuchtung aller Teilräume 5-8 dienen zwei in den rückseitigen Ecken des Behandlungsraums
4 angeordnete Leuchtstellen 10, die die senkrechte Ausdehnung des Behandlungsraums
4 durchziehende Leuchtflächen 11 bilden. Diese Leuchtflächen 11 können mit rückseitigen
Reflektoren versehen sein, die im Beispiel diagonal zum Behandlungsraum 4 gerichtet
sind, so dass sie alle Teilräume 5-8 ausleuchten.
[0014] Beim Ausführungsbeispiel gemäß Figur 2 sind an gegenüberliegenden Seitenwänden 12
jeweils zwei Leuchtflächen angeordnet mit Reflektorelementen 13, die eine breite Lichtausstrahlung
im Behandlungsraum 4 bewirken. Auch diese Leuchtflächen 11 erstrecken sich über die
gesamte senkrechte Dimension des Behandlungsraums 4.
[0015] Dem gegenüber sind in Figur 3 jeweils zwei Leuchtflächen 14 waagerecht und übereinanderliegend
an gegenüberliegenden Seitenwänden 12 des Behandlungsraums 4 angeordnet, die ebenfalls
mit Reflektorelementen ausgestattet sein können und die jeweils mehrere Lichtquellen
15 z.B. in Form von LED-Lichtelementen enthalten und jeweils insgesamt einen homogenen
Lichtaustritt über die gesamte Tiefe des Behandlungsraums 4 bewirken.
[0016] Selbstverständlich sind im Rahmen der Erfindung noch andere Anordnungen von Leuchtflächen
möglich, z.B. an der Ofentür des Behandlungsraums.
[0017] Die Leuchtflächen können bevorzugt als Austrittsstellen von langgestreckten Lichtleitern
ausgebildet sein, welche Lichtleiter z.B. mit einer einzigen oder nur wenigen Lichtquellen
Licht leitend verbunden sein können, die als LED- oder Halogen-Lichtelemente ausgebildet
an einer geeigneten, thermisch wenig belasteten Stelle außerhalb des Behandlungsraums
4 angeordnet sein können.
1. Beleuchtungseinrichtung für den Behandlungsraum (4) von Hausgeräten, insbesondere
von Backöfen, mit wenigstens einer Lichtquelle und mit damit verbundenen Leuchtstellen
für die Ausleuchtung des Behandlungsraums (4), dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Lichtstelle als den Behandlungsraum (4) in mindestens einer Ausdehnung
durchziehende Leuchtfläche (11, 14) ausgebildet ist.
2. Beleuchtungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Leuchtfläche (11) den Behandlungsraum (4) in der senkrechten
Ausdehnung durchzieht.
3. Beleuchtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Leuchtfläche (11, 14) einen homogenen Lichtaustritt aufweist.
4. Beleuchtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Leuchtfläche (11, 14) als Austrittsstelle eines Lichtleiters
ausgebildet ist, der mit einer entfernt zugeordneten Lichtquelle außerhalb des Behandlungsraums
(4) verbunden ist.
5. Beleuchtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Lichtquelle als LED- und/oder Halogen-Lichtelement ausgebildet
ist.
6. Beleuchtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Leuchtfläche (14) mehrere, insbesondere durch LED- und/oder Halogen-Lichtelemente
gebildete Lichtquellen (15) aufweist.