(19)
(11) EP 2 267 358 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
29.12.2010  Patentblatt  2010/52

(21) Anmeldenummer: 10164902.8

(22) Anmeldetag:  04.06.2010
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
F21S 8/00(2006.01)
H05B 6/64(2006.01)
F21Y 101/02(2006.01)
F24C 15/00(2006.01)
F21W 131/307(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME RS

(30) Priorität: 16.06.2009 DE 102009026954

(71) Anmelder: BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH
81739 München (DE)

(72) Erfinder:
  • Herbolsheimer, Jochen
    83308 Trostberg (DE)
  • Kellermann, Peter
    84489 Burghausen (DE)
  • Lohr, Markus-Günter
    83313 Siegsdorf (DE)
  • Mallinger, Peter
    83301 Traunreut (DE)

   


(54) Beleuchtungseinrichtung für den Behandlungsraum von Hausgeräten


(57) Eine Beleuchtungseinrichtung für den Behandlungsraum (4) von Hausgeräten, insbesondere von Backöfen, ist versehen mit wenigstens einer Lichtquelle und mit damit verbundenen Leuchtstellen (11) für die Ausleuchtung des Behandlungsraums (4).
Gemäß der Erfindung ist die mindestens eine Leuchtstelle als den Behandlungsraum (4) in mindestens einer Ausdehnung durchziehende Leuchtfläche (11) ausgebildet.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Beleuchtungseinrichtung für den Behandlungsraum von Hausgeräten, insbesondere von Backöfen, mit wenigstens einer Lichtquelle und mit damit verbundenen Leuchtstellen für die Ausleuchtung des Behandlungsraumes.

[0002] Bei einem bekannten Backofen (DE 43 45 923 A1) ist eine durch mehrere Licht emittierende Elemente gebildete Beleuchtungseinrichtung vorgesehen für einen durch eine Backofentür verschließbaren Garraum, der durch in verschiedenen Ebenen in den Garraum einschiebbare Gargutträger (Backbleche) in mehrere Teilräume unterteilbar ist.

[0003] Zur Ausleuchtung des Behandlungsraums eines Backofens mit mehreren Einschubebenen, d.h. Teilräumen, ist aus DE 10 2006 061 739 A1 bekannt, unterhalb und oberhalb der durch die Gargutträger gebildeten Teilräume z.B. als stabförmige Lichtleiter ausgebildete Lichtelemente anzuordnen, die individuell aktivierbar sind.

[0004] Aus EP 1 598 682 A2 ist bezüglich der Innenbeleuchtung von Hausgeräten bekannt, an den Innenwänden verteilte punktförmige Leuchtstellen eines flexiblen faseroptischen Faserbündels in Form dessen Lichtaustrittsenden anzuordnen, dessen Lichtquelle vom Nutzungsbereich des Geräteinnenraums entfernt platziert ist.

[0005] Der vorliegenden Erfindung ist die Aufgabe gestellt, eine Beleuchtungseinrichtung der eingangs genannten Art derart auszubilden, dass die gleichmäßige Ausleuchtung eines auch durch mehrere Teilräume unterteilten Behandlungsraums gemeinsam durch eine oder durch nur wenige Leuchtstellen erfolgen kann.

[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die mindestens eine Leuchtstelle als den Behandlungsraum in mindestens einer Ausdehnung durchziehende Leuchtfläche ausgebildet ist. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform durchzieht die mindestens eine Leuchtfläche den Behandlungsraum in der senkrechten Ausdehnung. Durch die erfindungsgemäße Maßnahme wird - je nach Gestaltung und Belegung des Behandlungsraums - dieser Behandlungsraum großflächig und/oder großvolumig und insbesondere lückenlos ausgeleuchtet mit idealerweise nur einer Leuchtstelle oder einem Leuchtstellen-Paar bzw. mit nur wenigen Leuchtstellen, die vorzugsweise einen homogenen Lichtaustritt aufweisen.

[0007] Eine großflächige bzw. großvolumige und homogene Ausleuchtung des Behandlungsraums bei geringem Einsatz von aufwendigen Lichtquellen wird erhalten, wenn die mindestens eine Leuchtfläche als Austrittsstelle eines Lichtleiters ausgebildet ist, der mit einer entfernt zugeordneten Lichtquelle außerhalb des Beleuchtungsraums verbunden ist. Die z.B. einzige, thermisch stark belastete Lichtquelle kann außerhalb des Behandlungsraums beispielsweise außerhalb der den Garraum eines Backofens umgebenden Isolierbeschichtung, also in einem thermisch wenig belasteten Bereich, angeordnet sein.

[0008] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die mindestens eine Lichtquelle als LED- und/oder als Halogen-Lichtelement ausgebildet. Auf diese Weise können für die Ausleuchtung des Behandlungsraums Leuchtkörper handelsüblicher Bauart verwendet werden anstelle von speziellen, anwendungsspezifisch ausgebildeten Leuchtkörpern, z.B. von konventionellen Glühheizkörpern. Damit ergeben sich Vorteile hinsichtlich der Energieersparnis, der Ausfallrate, der Ersatzbeschaffung und dergleichen.

[0009] Erfindungsgemäße Leuchtflächen können gebildet sein durch z. B. stabförmige Lichtleiter mit großflächigem, homogenem Lichtaustritt mit einer gemeinsamen Lichtquelle oder durch mehrere in der Leuchtfläche enthaltene Lichtquellen z.B. LED-Lichtelemente.

[0010] Die Erfindung ist anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen nachstehend erläutert.

[0011] Es zeigt:

Figur 1 die vereinfachte, perspektivische Darstellung eines Hausgeräts in Form eines Backofens,

Figur 2 und 3 entsprechend der Figur 1, aber vereinfacht dargestellte Behandlungsräume von Backöfen mit unterschiedlich ausgebildeten und angeordneten Beleuchtungseinrichtungen.



[0012] Figur 1 zeigt in Umrissen die quaderförmige Ofenmuffe 1 eines Backofens, deren Beschickungsöffnung 2 durch eine drehbare Ofentür 3 verschließbar ist. Im Behandlungsraum 4 bzw. Garraum dieser Ofenmuffel 1 sind beispielsweise drei Gargutträger 9 in übereinanderliegenden Ebenen angeordnet, die zwischen sich und den oberen und unteren Begrenzungswänden des Behandlungsraums 4 Teilräume 5, 6, 7, 8 bilden, die zur Wärmebehandlung von Lebensmitteln beheizbar sind, z.B. durch elektrische Heizkörper, die ober- und unterhalb des Behandlungsraums 4 angeordnet sind und/oder durch eine erhitzte Umluftströmung, die ausgehend von einem im rückwärtigen Bereich des Behandlungsraums 4 angeordneten Heißluftgebläse in allen Teilräumen 5-8 eine vorbestimmte Gartemperatur erzeugt.

[0013] Zur Ausleuchtung aller Teilräume 5-8 dienen zwei in den rückseitigen Ecken des Behandlungsraums 4 angeordnete Leuchtstellen 10, die die senkrechte Ausdehnung des Behandlungsraums 4 durchziehende Leuchtflächen 11 bilden. Diese Leuchtflächen 11 können mit rückseitigen Reflektoren versehen sein, die im Beispiel diagonal zum Behandlungsraum 4 gerichtet sind, so dass sie alle Teilräume 5-8 ausleuchten.

[0014] Beim Ausführungsbeispiel gemäß Figur 2 sind an gegenüberliegenden Seitenwänden 12 jeweils zwei Leuchtflächen angeordnet mit Reflektorelementen 13, die eine breite Lichtausstrahlung im Behandlungsraum 4 bewirken. Auch diese Leuchtflächen 11 erstrecken sich über die gesamte senkrechte Dimension des Behandlungsraums 4.

[0015] Dem gegenüber sind in Figur 3 jeweils zwei Leuchtflächen 14 waagerecht und übereinanderliegend an gegenüberliegenden Seitenwänden 12 des Behandlungsraums 4 angeordnet, die ebenfalls mit Reflektorelementen ausgestattet sein können und die jeweils mehrere Lichtquellen 15 z.B. in Form von LED-Lichtelementen enthalten und jeweils insgesamt einen homogenen Lichtaustritt über die gesamte Tiefe des Behandlungsraums 4 bewirken.

[0016] Selbstverständlich sind im Rahmen der Erfindung noch andere Anordnungen von Leuchtflächen möglich, z.B. an der Ofentür des Behandlungsraums.

[0017] Die Leuchtflächen können bevorzugt als Austrittsstellen von langgestreckten Lichtleitern ausgebildet sein, welche Lichtleiter z.B. mit einer einzigen oder nur wenigen Lichtquellen Licht leitend verbunden sein können, die als LED- oder Halogen-Lichtelemente ausgebildet an einer geeigneten, thermisch wenig belasteten Stelle außerhalb des Behandlungsraums 4 angeordnet sein können.


Ansprüche

1. Beleuchtungseinrichtung für den Behandlungsraum (4) von Hausgeräten, insbesondere von Backöfen, mit wenigstens einer Lichtquelle und mit damit verbundenen Leuchtstellen für die Ausleuchtung des Behandlungsraums (4), dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Lichtstelle als den Behandlungsraum (4) in mindestens einer Ausdehnung durchziehende Leuchtfläche (11, 14) ausgebildet ist.
 
2. Beleuchtungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Leuchtfläche (11) den Behandlungsraum (4) in der senkrechten Ausdehnung durchzieht.
 
3. Beleuchtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Leuchtfläche (11, 14) einen homogenen Lichtaustritt aufweist.
 
4. Beleuchtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Leuchtfläche (11, 14) als Austrittsstelle eines Lichtleiters ausgebildet ist, der mit einer entfernt zugeordneten Lichtquelle außerhalb des Behandlungsraums (4) verbunden ist.
 
5. Beleuchtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Lichtquelle als LED- und/oder Halogen-Lichtelement ausgebildet ist.
 
6. Beleuchtungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Leuchtfläche (14) mehrere, insbesondere durch LED- und/oder Halogen-Lichtelemente gebildete Lichtquellen (15) aufweist.
 




Zeichnung








Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente