Gebiet der Erfindung
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Gasgerät, insbesondere auf einen Gasherd
als Haushaltsgerät.
Technischer Hintergrund
[0002] Der Begriff "Gasherd" umfasst im Folgenden sowohl Standherde mit mindestens einer
Gaskochstelle, als auch separate Gaskochstellen, wie beispielsweise Gaskochmulden.
Bei den aus dem Stand der Technik bekannten Gasherden erfolgt das Zünden des Gases
in der Regel durch eine elektrische Zündung mittels Zündelektroden. Diese stellen
eines der wichtigsten Stellglieder für die Zündung dar und als Zündelektrode wird
meistens eine Piezo-Elektrode eingesetzt. Eine derartige Zündelektrode besteht üblicherweise
aus der eigentlichen Elektrode und einer isolierenden Keramikschicht, die unter hohen
Temperaturen auf die Außenseite der Elektrode aufgetragen wird. Die Zündelektrode
ist über elektrische Leitungen mit der Steuereinheit des Gasherdes verbunden. Bei
herkömmlichen Gasherden sind die Zündelektroden oft unmittelbar an die jeweiligen
Einbauplätze angeschlossen, wobei sich die Einbauplätze fast alle innerhalb eines
Brenners des Gasherdes in der Nähe des jeweiligen Gasaustritts befinden. Zum Reinigen
der Brennerumgebung wird der Brenner gewöhnlich aus seiner Betriebsposition entfernt
und nach der Reinigung wieder eingebaut. Bei ausgebautem Brenner ragen die Zündelektroden
ungeschützt aus der Herdoberfläche hervor und können dann durch schwere Gegenstände
oder während Ausbau und Wiedereinbau des Brenners von diesem angestoßen werden. Um
jedoch eine ausreichende Haltbarkeit des Brenners unter realen Einsatzbedingungen
wie z.B. hohen Temperaturen zu gewährleisten, sind Brenner für Gasherde meistens aus
Messing oder ähnlichem Metall hergestellt und sind infolgedessen sowohl hart als auch
schwer. Dies kann möglicherweise eine Beschädigung oder sogar die Ablösung der isolierenden
Keramikschicht verursachen. Löst sich die keramische Isolierschicht ab, so werden
außer den ursprünglich freiliegenden Elektrodenteilen noch weitere Teile exponiert.
Dadurch kann sich bei der elektrischen Zündung die Stelle, an der die Funken erzeugt
werden sollen, verschieben, was zu einem Zündaussetzer führt.
Darstellung der Erfindung
[0003] Um den oben genannten Problemen im Stand der Technik zu begegnen, bietet die vorliegende
Erfindung einen Gasherd mit einer verbesserten Zündelektroden-Verbindungsstruktur
an.
[0004] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch einen Gasherd gelöst, der eine Deckplatte
mit einer ersten Zündelektrodenöffnung, einen Verbindungssockel, welcher sich unterhalb
der Deckplatte befindet und mit zumindest einem Aufnahmeteil zur Aufnahme einer Zündelektrode
versehen ist und eine Zündelektrode, welche einen isolierenden Keramikmantel und mindestens
einen Elektroden-Verbindungsteil aufweist und mit Hilfe einer Verbindung von Aufnahmeteil
und Elektroden-Verbindungsteil mit dem Verbindungssockel verbunden ist, umfasst. Ein
derartiger Gasherd ist durch eine Federvorrichtung zwischen dem Aufnahmeteil und dem
Elektroden-Verbindungsteil gekennzeichnet. Beim erfindungsgemäßen Gasherd wird durch
diese, zwischen dem Zündelektroden-Verbindungssockel und der Zündelektrode vorgesehene,
Federvorrichtung die Gefahr einer Beschädigung bzw. Zerstörung des isolierenden Keramikmantels
der Zündelektrode durch von außen einwirkende Stoßkräfte erheblich reduziert.
[0005] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der erfindungsgemäße
Gasherd durch eine Druckfeder als Federvorrichtung gekennzeichnet. Bei der Verwendung
von Druckfedern als erfindungsgemäße Federvorrichtung können Normteile eingesetzt
und somit die Herstellungskosten gesenkt werden.
[0006] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der erfindungsgemäße
Gasherd
dadurch gekennzeichnet, dass der Elektroden-Verbindungsteil als Verbindungs- und Positionierkragen und der Verbindungssockel
als Brennerfassung ausgebildet sind, dass der Aufnahmeteil mindestens eine zweite
Verbindungs- und Positioniernut umfasst und dass die Druckfeder zwischen der unteren
Oberfläche des Verbindungs- und Positionierkragens und der zweiten Verbindungs- und
Positioniernut angeordnet ist. Diese Ausführungsform erweist sich hinsichtlich der
Bearbeitung und Herstellung sowie der Auswahl der Bauelemente als leicht ausführbar.
[0007] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist der erfindungsgemäße Gasherd
dadurch gekennzeichnet, dass sich von der Unterseite des Verbindungs- und Positionierkragens
des isolierenden Keramikmantels aus ein Verlängerungsabschnitt erstreckt, der vom
oberen Teil der Druckfeder umgeben wird. Technisch ist dieser Verlängerungsabschnitt
vorgesehen, um eine mögliche Verschiebung der Druckfeder an ihrer Montageposition
zu vermeiden, d.h. um der Druckfeder eine stabile Stütze zu gewähren.
[0008] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist der erfindungsgemäße Gasherd
dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmeteil zusätzlich mindestens eine, sich am
Verbindungssockel ausbildende, erste Verbindungs- und Positioniernut umfasst, die
oberhalb der zweiten Verbindungs- und Positioniernut die Druckfeder umschließt und
deren innerer Umfang A größer ist als der äußere Umfang B des Verbindungs- und Positionierkragens.
Hiermit wird eine bevorzugte, strukturelle Ausgestaltung für Fälle mit einer Druckfeder
als Federvorrichtung geliefert. So kann zum Beispiel durch die zweite Verbindungs-
und Positioniernut ein stabiler Anschlag für den unteren Teil der Druckfeder ermöglicht
werden. Durch Vorsehung einer ersten Verbindungs- und Positioniernut und Festlegung
des Abmessungsverhältnisses zwischen dieser und dem Positionierkragen lassen sich
darüber hinaus entlang des Umfangs des Positionierkragens der Zündelektrode Spielräume
für eine radiale Verschiebung sowie für eine freie Drehung der Zündelektrode um ihre
Achse schaffen.
[0009] Um der Zündelektrode einen größeren Verschiebungsspielraum zu ermöglichen, ist in
einer weiteren Ausführungsform der Erfindung der erfindungsgemäße Gasherd
dadurch gekennzeichnet, dass die Länge C der Diagonale des Mittelquerschnitts des Verbindungs- und Positionierkragens
kleiner ist als der innere Umfang A der ersten Verbindungs- und Positioniernut.
[0010] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist der erfindungsgemäße Gasherd
dadurch gekennzeichnet, dass die Abmessung der Zündelektrodenöffnung kleiner ist als
der äußere Umfang B des Verbindungs- und Positionierkragens. Dies ermöglicht, dass
die Deckplatte ohne eine zusätzliche Positionsanzeige der Zündelektrode nach oben
hin die Funktion eines Begrenzungselements hinsichtlich einer Bewegung der Zündelektrode
nach oben übernimmt.
[0011] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist der erfindungsgemäße Gasherd
dadurch gekennzeichnet, dass sich ein elektrischer Leiter der Zündelektrode durch
eine Leiteröffnung unterhalb der zweiten Verbindungs- und Positioniernut unter den
Verbindungssockel erstreckt und dass am, sich unterhalb des Verbindungssockels befindenden,
Leiterabschnitt ein Federring greift, welcher zugleich eng am Verbindungssockel anliegt.
Bei dieser Ausgestaltung dient der Federring zur Vorpositionierung der Zündelektrode,
d.h. es kann die Höhe der Zündelektrode vor der Montage der Deckplatte voreingestellt
werden, indem die Reibungskraft zwischen Federring und Leiter der Zündelektrode vorbestimmt
wird. Auf diese Weise lässt sich beim Einbau der Deckplatte die Fluchtung von Zündelektrode
und Zündelektrodenöffnung leichter realisieren. Dies gilt insbesondere für Gasherde
mit zwei oder mehr Zündelektrodenöffnungen.
[0012] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist der erfindungsgemäße Gasherd
dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmkraft zwischen Federring und Leiter ungefähr
3N beträgt. Mit dieser Ausgestaltung kann bei einer gleichmäßigen Auslegung des gesamten
Zündelektrodensystems zwischen Federring und Leiter eine Reibungskraft von ungefähr
3N erzeugt werden, d.h. es entsteht keine relative Verschiebung zwischen Federring
und Leiter, wenn die Reibungskraft zwischen den beiden 3N, die größtmögliche Federkraft
der Druckfeder, nicht übersteigt. Z.B. kann, wenn die Einbaulage der Zündelektrode
tiefer ist, als deren voreingestellte Lage, durch einen zu großen Druck auf die Druckfeder,
eine Federkraft von mehr als 3N erzeugt werden. Dies hat zur Folge, dass auf die Zündelektrode
eine Kraft nach oben ausgeübt wird, so dass der Federring nicht mehr stabil gegenüber
dem Leiter bleibt und nach unten verschoben wird. Dehnt sich die Druckfeder bis zu
einer voreingestellten Länge aus, so erreicht die Zündelektrode die vorbestimmte Gleichgewichtslage
gegenüber dem Verbindungssockel, in welcher sich der Federring nicht mehr verschiebt.
[0013] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist der erfindungsgemäße Gasherd
durch einen Federring aus Gummimaterial gekennzeichnet. Gummi bietet als Werkstoff
für Federelemente Vorteile wie geeignete Eigenschaften, einfache Herstellbarkeit und
niedrige Kosten.
[0014] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist der erfindungsgemäße Gasherd
dadurch gekennzeichnet, dass die erste und die zweite Verbindungs- und Positioniernut
und die Leiteröffnung gemeinsam ein Durchgangsloch bilden, das über eine schmale Ausnehmung
mit der Außenseite des Verbindungssockels in Verbindung steht. Mit dieser Ausgestaltung
kann eine bereits mit einer Druckfeder bestückte Zündelektrode mit ihrem Leiter durch
die schmale Ausnehmung in ihre Einbauposition gebracht werden, indem die Zündelektrode
so nach unten gezogen wird, dass sie in die voreingestellte Position gelangt und in
den Federring greift. Für Zündelektroden mit längerem Leiter erweist sich diese Ausgestaltung
als besonders montagefreundlich.
[0015] In einer alternativen Ausführungsform der Verbindungsstruktur der Zündelektrode des
erfindungsgemäßen Gasherdes ist der erfindungsgemäße Gasherd
dadurch gekennzeichnet, dass eine, sich an der Unterseite der Zündelektrode befindende, Rastausnehmung als Elektroden-Verbindungsteil
dient und die Feder zwischen dem Aufnahmeteil und der Rastausnehmung angeordnet ist.
Bei dieser Ausgestaltung werden die erfindungsgemäße Federvorrichtung und die Zündelektrode
mit der festen Struktur des vorhandenen Brenners kombiniert und damit die Bearbeitungskosten
gesenkt.
Darstellung der Abbildungen
[0016] Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung anhand von beigefügten Zeichnungen und
Ausführungsbeispielen näher erläutert. Dabei zeigen:
- FIG. 1
- eine Schnittdarstellung einer Verbindungsstruktur für die Zündelektroden eines Gasherdes
entsprechend dem Stand der Technik,
- FIG. 2
- einen schematischen Teilaufbau eines erfindungsgemäßen Gasherdes,
- FIG. 3
- einen Teilschnitt eines ersten Ausführungsbeispiels einer Verbindungsstruktur einer
Federvorrichtung eines erfindungsgemäßen Gasherdes,
- FIG. 4
- eine dreidimensionale schematische Darstellung einer Zündelektrode eines erfin- dungsgemäßen
Gasherdes,
- FIG. 5
- einen dreidimensionalen Ausschnitt eines Verbindungssockels in einem ersten Ausführungsbeispiel
einer Verbindungsstruktur einer Federvorrichtung eines er- findungsgemäßen Gasherdes,
- FIG. 6
- einen Teilschnitt der konstruktiven Ausgestaltung eines Verbindungssockels in einem
ersten Ausführungsbeispiel einer Verbindungsstruktur einer Federvorrich- tung eines
erfindungsgemäßen Gasherdes,
- FIG. 7
- eine dreidimensionale Explosionsansicht eines ersten Ausführungsbeispiels einer Verbindungsstruktur
einer Federvorrichtung eines erfindungsgemäßen Gasher- des und
- FIG. 8
- einen Teilschnitt eines zweiten Ausführungsbeispiels einer Verbindungsstruktur einer
Federvorrichtung eines erfindungsgemäßen Gasherdes.
[0017] In FIG. 2 bis 7 ist ein erfindungsgemäßer Gasherd 30 mit einem Verbindungssockel
6 dargestellt, wobei der Verbindungssockel 6 mit mindestens einem Aufnahmeteil 10
oder 23 zur Aufnahme einer Zündelektrode 4 versehen ist. Die Zündelektrode 4 weist
einen isolierenden Keramikmantel 3 und mindestens einen Elektroden-Verbindungsteil
8 auf und ist durch eine Verbindung von Aufnahmeteil 10 oder 23 und Elektroden-Verbindungsteil
8 mit dem Verbindungssockel 6 verbunden. Zwischen dem Aufnahmeteil 10 oder 23 und
dem Elektroden-Verbindungsteil 8 befindet sich eine Federvorrichtung 24. Beim erfindungsgemäßen
Gasherd wird durch diese, zwischen dem Zündelektroden-Verbindungssockel und der Zündelektrode
vorgesehene, Federvorrichtung die Gefahr einer Beschädigung bzw. Zerstörung des isolierenden
Keramikmantels der Zündelektrode durch von außen einwirkende Stoßkräfte erheblich
reduziert. In einem in FIG. 3 dargestellten ersten Ausführungsbeispiel einer Verbindungsstruktur
einer Zündelektrode des erfindungsgemäßen Gasherdes ist die Deckplatte 5 an einer
der Zündelektrode 4 zugeordneten Stelle mit einer Zündelektrodenöffnung 9 versehen.
Die Deckplatte 5 ist mittels nicht dargestellter Verbindungselemente, wie beispielsweise
Schrauben, an einer als Verbindungssockel 6 dienenden Brennerfassung angebracht. Der
Verbindungssockel 6 befindet sich unterhalb der Deckplatte 5 und ist durch einen Verbindungsarm
37 an einem unteren Gehäuseteil (nicht dargestellt) des Gasherdes befestigt. Beim
Elektroden-Verbindungsteil handelt es sich um einen Verbindungs- und Positionierkragen
8 und der Aufnahmeteil umfasst mindestens eine zweite Verbindungs- und Positioniernut
23. Zwischen der Unterseite des Verbindungs- und Positionierkragens und der zweiten
Verbindungs- und Positioniernut 23 befindet sich die Federvorrichtung in Form einer
Druckfeder 24. Im Rahmen der konstruktiven Gestaltung der vorliegenden Erfindung erweist
sich eine Ausbildung der Federvorrichtung als Druckfeder als leicht ausführbar. Von
der Unterseite des Verbindungs- und Positionierkragens 8 des isolierenden Keramikmantels
3 aus erstreckt sich ein Verlängerungsabschnitt 27, der vom oberen Teil der Druckfeder
24 umgeben wird. Technisch ist dieser Verlängerungsabschnitt vorgesehen, um eine mögliche
Verschiebung der Druckfeder an ihrer Montageposition zu vermeiden, d.h. um der Druckfeder
eine stabile Stütze zu bieten. Wie aus FIG. 3 ersichtlich ist, umfasst der Aufnahmeteil
zusätzlich mindestens eine, sich am Verbindungssockel 6 ausbildende, erste Verbindungs-
und Positioniernut 10, die oberhalb der zweiten Verbindungs- und Positioniernut 23
die Druckfeder 24 umschließt und deren innerer Umfang A größer ist als der äußere
Umfang B des Verbindungs- und Positionierkragens 8. Bisher wurden strukturelle, bevorzugte
Ausgestaltungen für Fälle mit einer Druckfeder als Federvorrichtung beschrieben.
[0018] So kann zum Beispiel durch die zweite Verbindungs- und Positioniernut 23 ein stabiler
Anschlag für den unteren Teil der Druckfeder geschaffen werden. Durch Vorsehen einer
ersten Verbindungs- und Positioniernut 10 und Festlegung des Abmessungsverhältnisses
zwischen dieser und dem Positionierkragen 8 lassen sich darüber hinaus entlang des
Umfangs des Positionierkragens 8 der Zündelektrode Spielräume für eine radiale Verschiebung
sowie für eine freie Drehung der Zündelektrode um ihre Achse schaffen. Um der Zündelektrode
einen größeren Verschiebungsspielraum zu ermöglichen, ist vorgesehen, dass die Länge
C der Diagonale des Mittelquerschnitts des Verbindungs- und Positionierkragens 8 kleiner
ist als der innere Umfang A der ersten Verbindungs- und Positioniernut 10. Ferner
ist die Abmessung der Zündelektrodenöffnung kleiner als der äußere Umfangs B des Verbindungs-
und Positionierkragens 8. Dies ermöglicht, dass die Deckplatte ohne eine zusätzliche
Positionsanzeige der Zündelektrode nach oben hin die Funktion eines Begrenzungselements
hinsichtlich einer Bewegung der Zündelektrode nach oben übernimmt. Darüber hinaus
verfügt die Zündelektrode über einen elektrischen Leiter 36, der sich durch eine Leiteröffnung
unterhalb der zweiten Verbindungs- und Positioniernut 23 unter den Verbindungssockel
6 erstreckt. Am sich unterhalb des Verbindungssockels 6 befindenden Leiterabschnitt
greift ein Federring 28, welcher zugleich eng am Verbindungssockel anliegt. Dieser
Federring 28 dient zur Vorpositionierung der Zündelektrode, d.h. die Höhe der Zündelektrode
kann vor der Montage der Deckplatte voreingestellt werden, indem die Reibungskraft
zwischen Federring 28 und Leiter 36 der Zündelektrode vorbestimmt wird. Auf diese
Weise lässt sich beim Einbau der Deckplatte die Fluchtung von Zündelektrode und Zündelektrodenöffnung
leichter realisieren. Dies gilt insbesondere für Gasherde mit zwei oder mehr Zündelektrodenöffnungen.
Die Klemmkraft zwischen Federring 28 und Leiter 36 beträgt ungefähr 3N. Bei einer
gleichmäßigen Auslegung des gesamten Zündelektrodensystems wird zwischen Federring
und Leiter eine Reibungskraft von ungefähr 3N erzeugt, d.h. es entsteht keine relative
Verschiebung zwischen Federring und Leiter, wenn die Reibungskraft zwischen den beiden
3N, die größtmögliche Federkraft der Druckfeder, nicht übersteigt. Z.B. kann, wenn
die Einbaulage der Zündelektrode tiefer ist, als deren voreingestellte Lage, durch
einen zu großen Druck auf die Druckfeder eine Federkraft von mehr als 3N erzeugt werden.
Dies hat zur Folge, dass auf die Zündelektrode eine Kraft nach oben ausgeübt wird,
so dass der Federring nicht mehr stabil gegenüber dem Leiter bleibt und sich nach
unten verschiebt. Gleichzeitig dehnt sich die Druckfeder aus und, wenn sich die Druckfeder
bis zu einer Länge entsprechend der voreingestellten Reibungskraft von 3N zwischen
Leiter und Federring dehnt, erreicht die Zündelektrode die vorbestimmte Gleichgewichtslage
gegenüber dem Verbindungssockel, in welcher sich der Federring nicht mehr verschiebt.
Der Federring 28 besteht aus Gummimaterial. Gummi als Werkstoff für Federelemente
bietet Vorteile wie geeignete Eigenschaften, einfache Herstellbarkeit und niedrige
Kosten. Alternativ können aber auch andere elastische Werkstoffe, wie beispielsweise
Silikagel oder Kunststoffverbundwerkstoffe, eingesetzt werden. Die erste und die zweite
Verbindungs- und Positioniernut 23 und die Leiteröffnung münden ineinander und bilden
somit ein durch den Verbindungssockel hindurch verlaufendes Durchgangsloch, das über
eine schmale Ausnehmung 29 mit der Außenseite des Verbindungssockels 6 in Verbindung
steht. Auf diese Weise kann eine bereits mit einer Druckfeder bestückte Zündelektrode
mit ihrem Leiter durch die schmale Ausnehmung in ihre Einbauposition gebracht werden,
indem die Zündelektrode so nach unten gezogen wird, dass sie in die voreingestellte
Position gelangt und in den Federring greift. Für Zündelektroden mit längerem Leiter
erweist sich diese Ausgestaltung als besonders montagefreundlich.
FIG. 8 zeigt eine alternative Ausführungsform der Verbindungsstruktur der Zündelektrode
des erfindungsgemäßen Gasherdes, welche sich von der ersten Ausführungsform dadurch
unterscheidet, dass eine, sich am Verbindungs- und Positionierkragen 8' an der Unterseite
der Zündelektrode befindende, Rastausnehmung 26 als Elektroden-Verbindungsteil dient
und sich die Feder 24' zwischen dem Aufnahmeteil 23 und dieser Rastausnehmung 26 befindet.
Bei dieser Ausgestaltung werden die erfindungsgemäße Federvorrichtung und die Zündelektrode
mit der festen Struktur des vorhandenen Brenners kombiniert und damit die Bearbeitungskosten
gesenkt.
Ergänzend ist anzumerken, dass die genannten Ausführungsformen der Erfindung inhaltlich
Bezug aufeinander nehmen können. So versteht es sich, dass die vorliegende Erfindung
nicht nur auf die oben beschriebene(n) Ausführungsform(en) beschränkt ist, sondern
alle möglichen Varianten einschließt, die den Patentansprüchen und der Beschreibung
der vorliegenden Patentanmeldung zu entnehmen sind.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0019]
- 3
- Isolierender Keramikmantel
- 4
- Zündelektrode
- 5
- Deckplatte
- 6
- Verbindungssockel
- 8
- Verbindungs- und Positionierkragen
- 8'
- Verbindungs- und Positionierkragen
- 9
- Zündelektrodenöffnung
- 10
- Erste Verbindungs- und Positioniernut
- 23
- Zweite Verbindungs- und Positioniernut
- 24
- Federelement/Druckfeder
- 24'
- Federelement
- 26
- Rastausnehmung
- 27
- Verlängerungsabschnitt
- 28
- Federring
- 29
- Schmale Ausnehmung
- 30
- Gasherd
- 31
- Brenner
- 32
- Thermoelement
- 33
- Schalter
- 34
- Ventil
- 35
- Gaszuleitung
- 36
- Elektrischer Leiter
- 37
- Verbindungsarm
- 38
- Erste Zündelektrodenöffnung
1. Gasherd (30), umfassend
- eine Deckplatte (5) mit einer ersten Zündelektrodenöffnung (9),
- einen Verbindungssockel (6), welcher sich unterhalb der Deckplatte (5) befindet
und mit mindestens einem Aufnahmeteil (10, 23) zur Aufnahme einer Zündelektrode (4)
versehen ist, und
- eine Zündelektrode (4), welche einen isolierenden Keramikmantel (3) und mindestens
einen Elektroden-Verbindungsteil (8, 27) aufweist und durch die Verbindung von Aufnahmeteil
(10, 23) und Elektroden-Verbindungsteil (8, 27) mit dem Verbindungssockel (6) verbunden
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Aufnahmeteil (10, 23) und dem Elektroden-Verbindungsteil (8, 27) eine
Federvorrichtung (24, 24') vorgesehen ist.
2. Gasherd (30) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Federvorrichtung eine Druckfeder (24, 24') ist.
3. Gasherd (30) gemäß Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Elektroden-Verbindungsteil als Verbindungs- und Positionierkragen (8) und der
Verbindungssockel (6) als Brennerfassung ausgebildet sind,
- der Aufnahmeteil mindestens eine zweite Verbindungs- und Positioniernut (23) umfasst,
- die Druckfeder (24) zwischen der Unterseite des Verbindungs- und Positionierkragens
und der zweiten Verbindungs- und Positioniernut (23) angeordnet ist.
4. Gasherd (30) gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich von der Unterseite des Verbindungs- und Positionierkragens (8) des isolierenden
Keramikmantels (3) aus ein Verlängerungsabschnitt (27) erstreckt, der vom oberen Teil
der Druckfeder (24) umgeben wird.
5. Gasherd (30) gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmeteil zusätzlich mindestens eine, sich am Verbindungssockel ausbildende,
erste Verbindungs- und Positioniernut (10) umfasst, die oberhalb der zweiten Verbindungs-
und Positioniernut (23) die Druckfeder (24) umschließt und deren innerer Umfang A
größer ist als der äußere Umfang B des Verbindungs- und Positionierkragens (8).
6. Gasherd (30) gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge C der Diagonale des Mittelquerschnitts des Verbindungs- und Positionierkragens
(8) kleiner ist als der innere Umfang A der ersten Verbindungs- und Positioniernut
(10).
7. Gasherd (30) gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Abmessung D der Zündelektrodenöffnung kleiner ist als der äußere Umfang B des
Verbindungs- und Positionierkragens (8).
8. Gasherd (30) gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass sich ein elektrischer Leiter (36) der Zündelektrode durch eine Leiteröffnung unterhalb
der zweiten Verbindungs- und Positioniernut (23) unter den Verbindungssockel erstreckt,
und dass am, sich unterhalb des Verbindungssockels befindenden, Leiterabschnitt ein
Federring (28) greift, welcher zugleich eng am Verbindungssockel anliegt.
9. Gasherd (30) gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibungskraft zwischen dem Federring (28) und dem Leiter (36) ungefähr 3N beträgt.
10. Gasherd (30) gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Federring (28) aus Gummimaterial besteht.
11. Gasherd (30) gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und die zweite Verbindungs- und Positioniernut (23) und die Leiteröffnung
gemeinsam ein Durchgangsloch bilden, das über eine schmale Ausnehmung (29) mit der
Außenseite des Verbindungssockels in Verbindung steht.
12. Gasherd (30) gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine, sich an der Unterseite der Zündelektrode befindende, Rastausnehmung (26) als
Elektroden-Verbindungsteil dient und sich die Feder (24) zwischen dem Aufnahmeteil
(23) und der Rastausnehmung (26) befindet.