Beschreibung
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Tiegelboden mit einer im Wesentlichen rechteckigen
Oberseite zum Garen von Gargut und einer im Wesentlichen rechteckigen Unterseite,
an der mehrere, individuell einstellbare Heizelemente, flächig anliegen, ein Gargerät
mit einem solchen Tiegelboden und ein Verfahren zum Betreiben eines Gargeräts mit
einem solchen Tiegelboden.
[0002] Aus der
DE 197 05 677 A1 ist ein Kochgefäß bekannt, das aus einem Metallkörper mit einem sehr dünnen Boden
hergestellt ist. In eine vom Gefäßmantel nach unten vorspringende Aufnahme ist eine
Keramikplatte geschrumpft, so dass sie unter Druckspannung und der Gefäßboden unter
Zugspannung steht. Die Keramikplatte ermöglicht eine ebene Bodenfläche mit guten Wärmeübertragungseigenschaften.
[0003] In der
DE 44 15 409 A1 ist ein elektrisch beheiztes Gargerät beschrieben, das einen Topf aufweist, dessen
Wandung ein Zweischicht-Verbundmaterial mit einer inneren Edelstahlschicht und einer
äußeren Wärmeleitschicht, die mit einem Rohrheizkörper verbunden ist, aufweist.
[0004] Ein gattungsgemäßer Tiegelboden eines Gargeräts ist aus der
WO 2005/032214 A2 bekannt. Das dort beschriebene Gargerät weist eine Vielzahl von einzelnen, flächigen
Heizelementen auf, die an dem Tiegelboden angebracht sind. Die Heizelemente umfassen
jeweils zu der direkten oder indirekten elektrischen Erwärmung zumindest eines Garguts
eine Trägerschicht, eine zumindest Abschnittsweise daran anliegende Heizelementschicht
und mindestens ein elektrisches Kontakt- oder Leiterelement mit federelastischem Arretierelement.
Um eine hohe Flexibilität zu erreichen, wird mit der
WO 2005/032214 A2 vorgeschlagen, eine sehr große Anzahl von Heizelementen zu verwenden, wodurch diese
sehr klein aufgebaut werden müssen, was teuer in der Herstellung ist.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt somit die Aufgabe, zugrunde, den gattungsgemäßen
Tiegelboden derart weiterzuentwickeln, dass er Probleme des Stands der Technik überwindet.
Insbesondere sollen die Herstellungskosten für ein Gargerät reduziert und gleichzeitig
die Vorteile, die aus der Verwendung einer Vielzahl von Heizelementen entstehen, sowie
die Vorteile, die die Verwendung einer gut wärmeleitfähigen Schicht bietet, miteinander
kombiniert werden können.
[0006] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Anordnung der Heizelemente den Tiegelboden
in sechs gleich große rechteckige Heizzonen unterteilt.
[0007] Dabei kann vorgesehen sein, dass jede Heizzone durch ein rechteckiges Heizelement
oder zwei dreieckige Heizelemente gebildet ist.
[0008] Auch kann vorgesehen sein, dass die Länge des Tiegelbodens in einem Bereich von 500
bis 550 mm, vorzugsweise bei 530 oder 546 mm, und die Breite des Tiegelbodens in einem
Bereich von 300 bis 350 mm, vorzugsweise bei 325 oder 334,5 mm, liegt, wobei die rechteckigen
Heizzonen vorzugsweise 176 oder 180 mm lang und 162 oder 165 mm breit sind.
[0009] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass jedem Heizelement eine eigene
Sandwichbodenstruktur, umfassend eine stark wärmeleitende, insbesondere metallische
Schicht zugeordnet ist.
[0010] Die Erfindung schlägt des Weiteren ein Gargerät mit einem solchen Tiegelboden vor,
bei dem eine Steuer- oder Regeleinrichtung, mit der die Heizelemente einzeln steuerbar
oder regelbar sind, in Abhängigkeit von einem Garprogramm und/oder einer Anwendereinstellung
vorgesehen ist.
[0011] Dabei kann zumindest eine Temperatursensiereinrichtung am oder im Tiegelboden, vorzugsweise
zur Erfassung der Aufheizung durch jedes der Heizelemente vorgesehen sein.
Auch kann vorgesehen sein, dass die Temperatursensiereinrichtung zumindest ein Thermoelement
umfasst, wobei ein erster Thermokontakt des Thermoelements thermisch an die Oberseite
des Tiegelbodens angekoppelt ist, ein zweiter Thermokontakt thermisch an die der Unterseite
des Tiegelbodens zugewandte Seite der Heizelemente angekoppelt ist, insbesondere zwischen
den Heizelementen und den Sandwichbodenstrukturen angeordnet.
[0012] Mit der Erfindung wird auch ein Verfahren zum Betreiben eines solchen Gargeräts vorgeschlagen
bei dem vorgesehen ist, dass die Heizelemente derart einzeln angesteuert werden, dass
die Temperatur und/oder der Energieeintrag, den die einzelnen Heizelemente an den
Tiegelboden abgeben, zum Bereitstellen von Temperatur- und/oder Energieeintragszonen
am Tiegelboden eingestellt wird bzw. werden.
[0013] Die der Erfindung zugrunde liegende überraschende Erkenntnis besteht also darin,
die Größe und Geometrie von flächigen Heizelementen auf die Fläche eines Tiegelbodens
abzustimmen, so dass bei einer Tiegelgröße von 1/1 Gastronorm (325mm x 530mm) genau
sechs gleichgroße rechteckige Heizzonen, bspw. jeweils durch Anbringung einer rechteckigen
Dünnschichtheizplatte, zur Verfügung gestellt werden. Die Aufteilung der Heizflächen
in sechs gleichgroße Teile von 1/1 Gastronorm ist deshalb besonders geeignet, da die
Größe 1/6 Gastronorm einerseits ideal für die Größe eines Steaks ist und andererseits
keine zu kleinen Heizzonen bzw. Heizelemente bereitstellt werden müssen, die individuell
angesteuert werden müssen, so dass eine Optimierung zwischen Kostenaufwand bei Fertigung
und Montage der Heizelemente einerseits und Flexibilität beim Garen andererseits vorliegt.
Die Größe von 1/6 Gastronorm reicht nämlich für die meisten Anwendungen aus, während
noch kleinere Heizelemente in Fertigung und Montage am Tiegelboden sehr teuer sind
und keine entscheidenden zusätzlichen Vorteile bringen.
[0014] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die sechs gleichgroßen Heizzonen mit jeweils zwei
dreieckigen Heizelementen betrieben werden und so in dreieckige Teilbereiche unterteilbar
sind. Die dreieckigen Teilbereiche ermöglichen die Anpassung der Geometrie des aufgeheizten
Bereichs an eine große Vielzahl von Gargütern. Beispielsweise kann es nützlich sein,
die Ecken des Tiegelbodens nicht zu beheizen, und zwar jeweils im Bereich eines dreieckigen
Teilbereichs, um dort bereits fertig angebratene Lebensmittel zwischenzulagern, ohne
dass diese übergart werden. Auch ist es dadurch möglich, eine Überhitzung von Gargut
in den Ecken des Tiegels zu verhindern. Dies ermöglicht es beispielsweise, durch den
erfindungsgemäßen Tiegelboden einen Wok zu simulieren.
[0015] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung,
in der Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand 13 schematischer Zeichnungen im Einzelnen
erläutert werden. Dabei zeigt:
- Figur 1
- die Draufsicht auf einen Tiegelboden eines erfindungsgemäßen Gargeräts, der in sechs
gleichgroße Heizzonen unterteilt ist;
- Figur 2
- eine Draufsicht auf den Tiegelboden nach Figur 1, bei dem fünf verschiedene Temperaturzonen
eingestellt sind;
- Figur 3
- eine Draufsicht auf den Tiegelboden nach Figur 1, bei dem vier verschiedene Energieeintragszonen
eingestellt sind;
- Figur 4
- eine Draufsicht auf den Tiegelboden nach Figur 1, bei dem drei verschiedene Temperaturzonen
eingestellt sind;
- Figur 5
- eine Draufsicht auf den Tiegelboden nach Figur 1, bei dem zwei verschiedene Temperatur-
oder Energieeintragszonen eingestellt sind;
- Figur 6
- eine Draufsicht auf den Tiegelboden nach Figur 1, bei dem drei verschiedene Temperatur-
oder Energieeintragszonen eingestellt sind;
- Figur 7
- eine Draufsicht auf den Tiegelboden nach Figur 1, bei dem zwei von sechs Heizzonen
durch jeweils zwei dreieckige Heizelemente gebildet werden und bei dem sieben verschiedene
Temperatur- oder Energieeintragszonen einge- stellt sind;
- Figur 8
- eine Draufsicht auf den Tiegelboden nach Figur 1, mit einer gleichmäßigen Temperatur-
oder Energieeintragsverteilung;
- Figur 9
- eine Draufsicht auf einen Tiegelboden nach Figur 1 oder 7, der in zwei Tempe- ratur-
oder Energieeintragszonen unterteilt ist;
- Figur 10
- eine Draufsicht auf einen alternativen Tiegelboden eines erfindungsgemäßen Gargeräts,
der in zwei Temperatur- oder Energieeintragszonen aufgeteilt ist;
- Figur 11
- eine Draufsicht auf den Tiegelboden nach Figur 7, der in drei Temperatur- oder Energieeintragszonen
aufgeteilt ist;
- Figur 12
- eine Draufsicht auf einen Tiegelboden nach Figur 7, der in zwei Temperatur- oder Energieeintragszonen
aufgeteilt ist; und
- Figur 13
- eine Draufsicht auf einen weiteren alternativen Tiegelboden eines erfindungs- gemäßen
Gargeräts, der in drei Temperatur- oder Energieeintragszonen aufge- teilt ist.
[0016] Figur 1 zeigt einen Tiegelboden 1 eines erfindungsgemäßen Gargeräts, der in sechs
verschieden Heizzonen 10, 11, 12, 13, 14, 15 unterteilt ist. Auf der Unterseite des
Tiegelbodens 1 sind zu diesem Zweck flächige Heizelemente (nicht gezeigt) angebracht,
die die Heizzonen 10, 11, 12, 13, 14, 15 separat beheizen und, wie in der
WO 2005/032214 A2 beschrieben, ausgeführt sein können. Jeder Heizzone 10, 11, 12, 13, 14, 15 ist bzw.
sind dabei ein rechteckiges Heizelement oder zwei dreieckige Heizelemente zugeordnet.
Für den Fall zweier dreieckiger Heizelemente pro Heizzone 10, 11, 12, 13, 14, 15 sind
diese vorzugsweise so angeordnet, dass zumindest jeder Ecke des Tiegelbodens 1 eines
der dreieckigen Heizelemente zugeordnet ist, so dass die Diagonale, die die beiden
dreieckigen Heizelemente trennt und die die Heizzonen unterteilt, nicht die Ecken
des Tiegelbodens 1 schneidet.
[0017] Der Tiegelboden 1 hat vorzugsweise eine Fläche von 1/1 Gastronorm (325 mm x 530 mm).
Die Größe der sechs Heizzonen 10, 11, 12, 13, 14, 15 entspricht dann einem Sechstel
der Fläche von 1/1 Gastronorm. Jedem der rechteckigen bzw. dreieckigen Heizelemente
kann ein eigener vorgespannter Sandwichboden im Sinne der
WO 2005/032214 A2 zugeordnet sein, mit dem Wärme vom Heizelement auf die gesamte Fläche der jeweiligen
rechteckigen Heizzone 10, 11, 12, 13, 14, 15, bzw. auf deren dreieckige Hälften (nicht
gezeigt) übertragbar ist. Eine solche Sandwichbodenstruktur ist als Teil des Tiegelbodens
1 aufzufassen. Sie ist daher getrennt von den Heizelementen, auch wenn die Heizelemente
an den Sandwichbodenstrukturen des Tiegelbodens 1 anliegen können. Die verschiedenen
Heizelemente sind den Sandwichbodenstrukturen zugeordnet. Eine gut wärmeleitfähige
Schicht der Sandwichbodenstruktur, die in ihrer Geometrie den Heizzonen 10, 11, 12,
13, 14, 15 angepasst ist, bewirkt, dass die Wärme auch von einem flächigen Heizelement,
das kleiner als 1/6 Gastronorm bzw. die Hälfte davon ist, auf die gesamte Fläche der
Heizzonen 10, 11, 12, 13, 14, 15 bzw. der Hälfte davon verteilt wird. Wird ein Tiegelboden
1 mit einer größeren Fläche, bspw. 2/1 Gastronorm (650 mm x 530 mm), verwendet, ist
eine Unterteilung in 12 Heizzonen von 1/6 Gastronorm oder in 6 Heizzonen 10, 11, 12,
13, 14, 15 von 1/3 Gastronorm zweckmäßig.
[0018] Die Heizelemente der Heizzonen 10, 11, 12, 13, 14, 15 sind mit einer Steuerung (nicht
gezeigt) des Gargeräts verbunden. Sie sind dazu geeignet, einzeln angesteuert zu werden,
d. h. unabhängig voneinander zu heizen und damit Energie in Form von Wärme, also Wärmeenergie,
an den Tiegelboden 1 abzugeben. Die Steuerung ist so in der Lage, abhängig von einer
Anwendereingabe oder von den Einstellungen eines automatischen Garprogramms oder eines
automatischen Garprozesses, ein bestimmtes Temperaturprofil bzw. ein gewünschtes Profil
eines Wärmeeintrags bzw. Energieeintrags am Tiegelboden 1 im Inneren eines Tiegels
zu erzeugen.
[0019] Durch eine geeignete Ansteuerung der Heizelemente sind verschiedene Bereiche am Tiegelboden
1 erzeugbar. Benachbarte Heizelemente, die mit gleicher Leistung betrieben werden
oder die auf die gleiche Temperatur geregelt werden, ergeben dann Bereiche gleicher
Temperatur bzw. gleichen Energieeintrags. Gleichbedeutend mit einem Energieeintrag
ist insbesondere die Leistung, mit der die verschiedenen Heizelemente betrieben werden.
Unter einem Energieeintrag im Sinne der vorliegenden Erfindung ist aber auch der Eintrag
an Wärmeenergie in das Innere des Tiegels durch die Heizzonen 10, 11, 12, 13, 14,
15 zu verstehen, da beispielsweise die Heizelemente in Abhängigkeit von der Temperaturdifferenz
zwischen der Oberseite und der Unterseite der Heizzonen 10, 11, 12, 13, 14, 15 geregelt
werden können. Ein Messaufbau hierzu kann z. B. dadurch realisiert werden, dass ein
erster Thermokontakt eines Thermoelements (nicht gezeigt) an der Tiegelbodeninnenseite
angebracht ist, und ein damit verbundener zweiter Thermokontakt zwischen dem Heizelement
der Unterseite des Tiegelbodens 1 bzw. des Heizelements, insbesondere der Unterseite
der Sandwichbodenstruktur des Heizelements, angeordnet ist.
[0020] Figur 2 zeigt den Tiegelboden 1 von Figur 1 mit einer Aufteilung der grundsätzlich
sechs möglichen Heizzonen in fünf verschiedene Temperaturzonen 20, 21, 22, 23, 24.
Die in Figur 2 gezeigten unterschiedlichen Temperaturzonen 20, 21, 22, 23, 24 des
Tiegelbodens 1 entstehen dadurch, dass die den verschiedenen Heizzonen 10, 11, 12,
13, 14, 15 zugeordneten Heizelemente durch die elektronische Steuerung auf unterschiedliche
Temperaturen geregelt werden, und zwar derart, dass die Heizelemente der Heizzonen
10 und 13 auf die gleiche Temperatur geregelt werden, während die Heizelemente der
Heizzonen 11, 12, 14 und 15 auf andere, unterschiedliche Temperaturen geregelt werden.
[0021] Ein analoges Bild ergäbe sich auch für die Regelung auf unterschiedliche Energieeinträge.
[0022] Eine Verteilung unterschiedlicher Energieeinträge in den Innenraum des Tiegels über
den Tiegelboden 1 ist in Figur 3 dargestellt. Der Tiegelboden 1 wird dabei derart
betrieben, dass über die Heizelemente der unterschiedlichen Heizzonen 10, 11, 12,
13, 14, 15 verschiedene Leistungen an die Heizzonen 10, 11, 12, 13, 14, 15 übertragen
werden. Dadurch bilden sie verschiedene Energieeintragszonen 30, 31, 32, 33 am Tiegelboden
1 aus.
[0023] Beispielsweise ist es möglich, über ein rechteckiges Heizelement der Heizzone 10
eine Leistung von 90 Watt in die Energieeintragszone 30 einzubringen, indem bei einem
herstellerseitig bekannten Energieverlust von 5 % das Heizelement der Heizzone 10
mit 100 Watt betrieben wird. Vier dreieckige Heizelemente der Heizzonen 11 und 12
können dabei so betrieben werden, dass an der Energieeintragszone 31 eine Leistung
von 400 Watt abgegeben wird, also jedes der dreieckigen Heizelemente der Heizzonen
11 und 12 mit einer Leistung von 105,3 Watt betrieben wird, um den fünfprozentigen
Energieverlust auszugleichen, also 100 Watt Wärme von jedem der vier dreieckigen Heizelemente
an die Heizzonen 11 und 12 abgegeben wird. Dies bedeutet, dass für jede der Heizzonen
11 und 12 eine Leistung von 200 Watt übertragen wird. Die Leistungsdichte bezogen
auf die Fläche wäre dann in der Energieeintragszone 31 mehr also doppelt so hoch verglichen
mit der der Energieeintragszone 30. Zwei dreieckige Heizelemente der Heizzone 13 können
so betrieben werden, dass sie gemeinsam nur 50 Watt Leistung an den Tiegelboden 1
abgeben, so dass der Energieeintrag in die Energieeintragszone 32 nur 50 Watt beträgt.
Schließlich können zwei rechteckige Heizelemente der Heizzonen 14 und 15 derart betrieben
werden, dass sie eine Leistung von jeweils 150 Watt an den Tiegelboden 1 abgeben,
wodurch eine gemeinsame Energieeintragszone 33 entsteht, die einen Energieeintrag
von 300 Watt aufweist, also 150 Watt pro 1/6 Gastronormfläche.
[0024] Figur 4 zeigt die Aufteilung des Tiegelbodens 1, der in sechs verschiedene Heizzonen
10, 11, 12, 13, 14, 15 aufgeteilt ist, in drei verschiedene Temperaturzonen 40, 41,
42. Um Temperaturzonen an der Stelle von Energieeintragszonen auszubilden, ist es
notwendig, die Temperatur an der Oberseite des Tiegelbodens 1 zu messen. Dies geschieht
beispielsweise indem Thermoelemente, die in gutem thermischen Kontakt mit der Tiegelbodenoberseite
stehen, deren Temperatur messen. Als Alternative können auch Strahlungstemperatursensoren
verwendet werden, die die von den Oberseiten des Tiegelbodens 1 abgegebene Infrarotstrahlung
messen und so deren Temperatur bestimmen. Ist die Temperatur der Oberseite des Tiegelbodens
1 gemessen, kann mit einer Steuerung, die die an die Heizelemente angelegte Leistung
der verschiedenen Heizzonen 10, 11, 12, 13, 14, 15 steuert, die Temperatur der Heizzonen
10, 11, 12, 13, 14, 15 geregelt werden. So lässt sich eine Vielzahl verschiedener
Temperaturverteilungen auf der Oberfläche des Tiegelbodens 1 erzeugen.
[0025] Beispielhaft ist in Figur 4 eine Temperaturverteilung der verschiedenen Heizzonen
10, 11, 12, 13, 14, 15 gezeigt, bei der die Heizzonen 11, 12, 14, 15 auf eine einheitliche
Temperatur geregelt werden, während die Temperaturen der Heizzonen 10 und 13 auf andere
jeweils unterschiedliche Temperaturen geregelt werden. So entsteht an der Heizzone
10 die Temperaturzone 40, an den Heizzonen 11, 12, 14 und 15 die Temperaturzone 41
und an der Heizzone 13 die Temperaturzone 42.
[0026] Ein weiteres Ausführungsbeispiel, das die Vielfältigkeit der Möglichkeiten der Heizzonen-Anordnung
nach Figur 1 zeigt, ist in Figur 5 dargestellt. Dort ist der Tiegelboden nach Figur
1 in zwei unterschiedliche Temperatur- oder Energieeintragszonen 50 und 51 unterteilt.
Dazu müssen lediglich die Heizzonen 10 und 13 einerseits sowie die Heizzonen 11, 12,
14 und 15 andererseits auf jeweils die gleiche Temperatur geregelt bzw. mit jeweils
der gleichen Leistung betrieben werden.
[0027] Eine Aufteilung des Tiegelbodens 1 in drei verschiedene Temperaturzonen oder drei
verschiedene Energieeintragszonen 60, 61, 62 ist in Figur 6 dargestellt. In diesem
Fall müssen die Heizzonen 10 und 13 gleichartig betrieben werden, um die Temperatur-
oder Energieeintragszone 60 zu bilden, die Heizzonen 11 und 12 gemeinsam betrieben
werden, um die Temperatur- oder Energieeintragszone 61 zu bilden, und die Heizzonen
14 und 15 gleichartig betrieben werden, um die Temperatur- oder Energieeintragszone
62 zu bilden.
[0028] Wenn die verschiedenen Heizzonen 10 bis 15 des Tiegelbodens 1 nicht mit rechteckigen,
sondern mit dreieckigen Heizelementen betrieben werden, ist es möglich, eine feinere
Unterteilung und vor allem eine andere Geometrie der Temperaturzonen oder Energieeintragszonen
am Tiegelboden 1 zu erzeugen. Eine solche Anordnung ist in Figur 7 dargestellt. Der
Tiegelboden 1 ist dort in sieben unterschiedliche Temperatur- oder Energieeintragszonen
70, 71, 72, 73, 74, 75, 76 unterteilt. Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden,
dass die beiden dreieckigen Heizelemente der Heizzone 10 bei der gleichen Leistung
betrieben werden bzw. auf die gleiche Temperatur geregelt werden. Gleiches gilt für
die beiden dreieckigen Heizelemente der Heizzone 12 sowie für die dreieckigen Heizelemente
der Heizzonen 14 und 15, während die beiden dreieckigen Heizelemente der Heizzonen
11 und 13 auf jeweils unterschiedliche Temperaturen geregelt werden bzw. mit unterschiedlichen
Leistungen betrieben werden.
[0029] Selbstverständlich kann ein erfindungsgemäßes Gargerät mit dem Tiegelboden 1 auch
so betrieben werden, dass nur eine einzige Temperatur bzw. Energieeintragszone 80
entsteht, der gesamte Tiegelboden 1 also bei einer Temperatur bzw. bei einem Energieeintrag
betrieben wird, wie in Figur 8 gezeigt. Dazu müssen die unterschiedlichen Heizzonen
10, 11, 12, 13, 14, 15 lediglich gleichartig betrieben werden. In dem gesamten Bereich
des Tiegelbodens 1 herrscht dann nur eine Temperatur und ein Energieeintrag, also
Wärmeeintrag.
[0030] Figur 9 zeigt den Betrieb des erfindungsgemäßen Gargeräts mit einer Aufteilung des
Tiegelbodens 1 in sechs Heizzonen 10, 11, 12, 13, 14, 15 nach Figur 1, bei dem jedoch
nur zwei unterschiedliche Temperatur- oder Energieeintragszonen 90, 91 am Tiegelboden
1 erzeugt werden. Dazu werden die Heizzonen 10, 11 und 12 bei einer Temperatur- oder
Leistungseinstellung und die Heizzonen 13, 14 und 15 bei einer anderen Temperatur-
bzw. Leistungseinstellung betrieben.
[0031] Figur 10 zeigt zwei Temperatur- bzw. Energieeintragszonen 100, 101 eines Tiegelbodens
1' eines alternativen erfindungsgemäßen Gargeräts, wobei sechs verschiedenen Heizzonen
auf zwei Spalten, und nicht auf zwei Zeilen gemäß Figur 1, aufgeteilt sind. Durch
diese Aufteilung der Heizzonen ist eine andere Aufteilung des Tiegelbodens 1' in unterschiedliche
Temperatur- bzw. Energieeintragszonen möglich. Die beiden Temperatur- bzw. Energieeintragszonen
100, 101 werden dabei also durch drei jeweils nebeneinander liegende Heizzonen (nicht
gezeigt) gebildet. Diese jeweils drei Heizzonen lassen sich so betreiben, dass die
beiden Temperatur- bzw. Energieeintragszonen 100, 101 am Tiegelboden 1' ausgebildet
werden.
[0032] Figur 11 zeigt wieder den Tiegelboden 1 nach Figur 1, der nun in drei verschiedene,
gleichgroße Temperatur- oder Energieeintragszonen 110, 111, 112 aufgeteilt ist. Eine
solche Anordnung der Temperatur- oder Energieeintragszonen 110, 111, 112 lässt sich
mit einem Tiegelboden 1 nach Figur 1 dadurch erzeugen, dass die Heizelemente der Heizzonen
10 und 13 für die Temperatur- bzw. Energieeintragszone 110, die Heizelemente der Heizzonen
11 und 14 für die Temperatur- bzw. Energieeintragszone 111 und die Heizelemente der
Heizzonen 12 und 15 für die Temperatur- bzw. Energieeintragszone 112 jeweils gleichartig
betrieben werden.
[0033] Eine weitere mögliche Anordnung von Temperatur- oder Energieeintragszonen 120, 121
des Tiegelbodens 1 mit seinen Heizzonen 10, 11, 12, 13, 14, 15 ist in Figur 12 dargestellt.
Dabei sind die Heizzonen 10, 11 und 13 gleichartig betrieben, um eine Temperatur-
oder Energieeintragszone 120 zu erzeugen, und die Heizzonen 12, 14 und 15 werden gleichartig
betrieben, um eine andere Temperatur- bzw. Energieeintragszone 121 zu erzeugen.
[0034] Figur 13 zeigt drei verschiedene Temperatur- oder Energieeintragszonen 130, 131,
132 eines Tiegelbodens 1 " eines weiteren alternativen erfindungsgemäßen Gargeräts,
bei dem sechs unterschiedlichen Heizzonen mit jeweils zwei dreieckigen Heizelementen
(nicht gezeigt) betrieben werden. Dadurch lässt sich die Aufteilung in die Temperatur-
bzw. Energieeintragszonen 130, 131, 132, wie in Figur 13 gezeigt, erzeugen. Im Unterschied
zu den Heizelementen der Heizzonen 10, 11, 12, 13, 14, 15 der Figur 1 schneidet im
Falle der Ausführungsform nach Figur 13 die Diagonale zweier dreieckiger Heizelemente
eine Tiegelbodenecke.
[0035] Die in der vorstehenden Beschreibung, den Figuren und Ansprüchen offenbarten Merkmale
der Erfindung können sowohl einzeln, als auch in jeder beliebigen Kombination für
Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen wesentlich sein.
[0036] Es sind zahlreiche alternative Aufteilungen eines Tiegelbodens eines erfindungsgemäßen
Gargeräts auf Grund der Aufteilung in bspw. sechs oder zwölf Heizzonen denkbar, so
dass eine hohe Flexibilität entsteht, die ein portioniertes Garen hoher Qualität ermöglicht.
Bezugszeichenliste
[0037]
- 1, 1', 1"
- Tiegelboden
- 10, 11, 12, 13, 14, 15
- Heizzonen
- 20,21,22,23,24
- Temperaturzonen
- 30, 31, 32, 33
- Energieeintragszonen
- 40,41,42
- Temperaturzonen
- 50, 51
- Temperatur- oder Energieeintragszonen
- 60, 61, 62
- Temperatur- oder Energieeintragszonen
- 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76
- Temperatur- oder Energieeintragszonen
- 80
- Temperatur- oder Energieeintragszone
- 90, 91
- Temperatur- oder. Energieeintragszonen
- 100, 101
- Temperatur- oder Energieeintragszonen
- 110, 111, 112
- Temperatur- oder Energieeintragszonen
- 120, 121
- Temperatur- oder Energieeintragszonen
- 130, 131, 132
- Temperatur- oder Energieeintragszonen
1. Tiegelboden (1) mit einer im Wesentlichen rechteckigen Oberseite zum Garen von Gargut
und einer im Wesentlichen rechteckigen Unterseite, an der mehrere, individuell einstellbare
Heizelemente flächig anliegen, dadurch gekennzeichnet, dass
die Anordnung der Heizelemente den Tiegelboden (1) in sechs gleich große rechteckige
Heizzonen (10, 11, 12, 13, 14, 15) unterteilt.
2. Tiegelboden nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
jede Heizzone (10, 11, 12, 13, 14, 15) durch ein rechteckiges Heizelement oder zwei
dreieckige Heizelemente gebildet ist.
3. Tiegelboden nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die Länge des Tiegelbodens (1) in einem Bereich von 500 bis 550 mm, vorzugsweise bei
530 oder 546 mm, und die Breite des Tiegelbodens (1) in einem Bereich von 300 bis
350 mm, vorzugsweise bei 325 oder 334,5 mm, liegt, wobei
die rechteckigen Heizzonen vorzugsweise 176 oder 180 mm lang und 162 oder 165 mm breit
sind.
4. Tiegelboden nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Heizelement eine eigene Sandwichbodenstruktur, umfassend eine stark wärmeleitende,
insbesondere metallische Schicht zugeordnet ist.
5. Gargerät mit einem Tiegelboden nach einem der vorangehenden Ansprüche gekennzeichnet durch
eine Steuer- oder Regeleinrichtung, mit der die Heizelemente einzeln steuerbar oder
regelbar sind, in Abhängigkeit von einem Garprogramm und/oder einer Anwendereinstellung.
6. Gargerät nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch
zumindest eine Temperatursensiereinrichtung am oder im Tiegelboden (1), vorzugsweise
zur Erfassung der Aufheizung durch jedes der Heizelemente.
7. Gargerät nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass
die Temperatursensiereinrichtung zumindest ein Thermoelement umfasst, wobei ein erster
Thermokontakt des Thermoelements thermisch an die Oberseite des Tiegelbodens (1) angekoppelt
ist, ein zweiter Thermokontakt thermisch an die der Unterseite des Tiegelbodens (1)
zugewandte Seite der Heizelemente angekoppelt ist, insbesondere zwischen den Heizelementen
und den Sandwichbodenstrukturen angeordnet.
8. Verfahren zum Betreiben eines Gargeräts nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass
die Heizelemente derart einzeln angesteuert werden, dass die Temperatur und/oder der
Energieeintrag, den die einzelnen Heizelemente an den Tiegelboden abgeben, zum Bereitstellen
von Temperatur- und/oder Energieeintragszonen am Tiegelboden eingestellt wird bzw.
werden.