[0001] Die Erfindung betrifft einen Brausekopf einer Sanitärbrause.
[0002] Brauseköpfe von Sanitärbrausen sind häufig als so genannte Massagebrausen ausgebildet,
bei denen Strahlaustrittsöffnungen in sehr schneller Folge geöffnet und geschlossen
werden. Dadurch entsteht ein pulsierender Strahl, der beim Auftreffen auf der Haut
eine Massagewirkung erzeugt.
[0003] Ebenfalls bekannt ist ein Brausekopf, bei dem ein Strahlaustrittskörper gegenüber
dem Brausekopfgehäuse periodisch bewegt wird. Hierzu dient eine Turbine, die mit dem
Strahlaustrittskörper über ein Untersetzungsgetriebe verbunden ist (
EP 676241).
[0004] Ebenfalls bekannt ist eine Brauseeinrichtung mit einer Strahlaustrittsscheibe, die
eine exzentrische Bewegung ausführt, ohne sich zu verdrehen. Die als Hülsen aus elastischem
Material bestehenden Strahlaustrittselemente vollführen dabei eine Bewegung, wobei
alle Strahlaustrittselemente parallel zueinander verbleiben (
WO00/10720).
[0005] Weiterhin ist ein Brausekopf mit einem Gehäuse und mindestens zwei Gruppen von Strahlaustrittsöffnungen
bekannt, aus denen pulsierende Strahlen austreten. Hierzu sind Turbinen mit Ventilschließkörpern
vorgesehen (
DE 10393869 T5).
[0006] Ebenfalls bekannt ist eine Sprühdüse, bei der eine durch das strömende Wasser angetriebene
Turbine die Öffnungen in einer Strahlscheibe abwechselnd öffnet und schließt. Dabei
liegt die von der Turbine angetriebene kreissektorförmige Scheibe flächig auf der
die Strahlöffnungen enthaltenden Strahlscheibe auf (
DE 2329258).
[0007] Bekannt ist ebenfalls ein Brausekopf mit 2 Gruppen von Strahlaustrittsöffnungen,
mit denen ein Ventilschließkörper zusammenwirkt, der von einer Turbine angetrieben
wird (
US 2006/0049279 A1).
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen Brausekopf zu schaffen, der auch
bei einer großflächigen Abstrahlung ohne zusätzlichen Wasserverbrauch kräftige Strahlen
ermöglicht und dadurch ein für den Benutzer sichtbar interessantes Strahlbild erzeugt.
[0009] Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung einen Brausekopf mit den im Anspruch
1 genannten Merkmalen vor. Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand von Unteransprüchen.
[0010] Der Brausekopf nach der Erfindung enthält also mindestens zwei Gruppen von Strahlaustrittsöffnungen
in einer Strahlaustrittsscheibe. Jede Gruppe enthält mindestens eine Strahlaustrittsöffnung,
vorzugsweise aber mehrere Strahlaustrittsöffnungen. Für jeweils zwei Gruppen von Strahlaustrittsöffnungen
ist mindestens ein Ventilschließkörper vorgesehen, der alle Strahlaustrittsöffnungen
einer Gruppe gemeinsam öffnet und schließt, wobei der Antrieb dafür sorgt, dass dies
kontinuierlich geschieht. Das für den Benutzer sichtbare Strahl bild zeigt also, dass
alle Strahlaustrittsöffnungen in einer Gruppe eingeschaltet und wieder ausgeschaltet
werden. Das Austreten von Brausestrahlen aus der einen Gruppe von Strahlaustrittsöffnungen
kann synchron, insbesondere abwechselnd zu dem Austreten von Brausestrahlen aus der
anderen Gruppe von Strahlaustrittsöffnungen gestaltet werden. Durch das Abschalten
ganzer Gruppen von Strahlaustrittsöffnungen wird der Durchfluss durch die Brause erniedrigt
und dadurch der Druck innerhalb der Brause erhöht. Dies führt zu kräftigen Wasserstrahlen.
[0011] Wenn es zwei Ventilschließkörper für jeweils zwei Gruppen von Strahlaustrittsöffnungen
gibt, kann jeder Ventilschließkörper nur für eine Gruppe zuständig sein, oder auch
für beide Gruppen. Dadurch gibt es eine größere Gestaltungsmöglichkeit für die Art
des Musters der aus den Strahlaustrittsöffnungen austretenden Brausestrahlen. Es ist
auch möglich, dass ein Ventilschließkörper nur mit einer Gruppe von Strahlaustrittsöffnungen
und der andere Ventilschließkörper mit beiden Gruppen von Strahlaustrittsöffnungen
zusammenwirkt.
[0012] Falls die unterschiedlichen Gruppen von Strahlaustrittsöffnungen auch unterschiedliche
Strahlrichtungen haben, kann die Hauptstrahlrichtung durch die Verstelleinrichtung
beeinflusst werden.
[0013] In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Brausekopf eine manuell
betätigbare Verstelleinrichtung zum Ändern der Zuordnung zwischen Ventilschließkörpern
und den Gruppen von Strahlaustrittsöffnungen aufweist. Diese Verstelleinrichtung kann
auch dazu dienen, die Beziehung eines Ventilschließkörpers zu der Gruppe von Strahlaustrittsöffnungen
zu ändern, für die er zuständig ist. Mit der Verstelleinrichtung ist es möglich, dass
ein Benutzer das von dem Brausekopf abgegebene Strahlbild in seinem Erscheinungsbild
selbst ändern kann. Diese Änderung kann insbesondere stufenios geschehen.
[0014] Damit alle Strahlaustrittsöffnungen einer Gruppe gleichzeitig mit Wasser versorgt
werden können, und damit auch das Abschalten dieser Strahlaustrittsöffnungen gleichzeitig
geschehen kann, kann erfindungsgemäß in Weiterbildung vorgesehen sein, dass jede Gruppe
von Strahlaustrittsöffnungen mindestens eine Ventilöffnung aufweist, mit der der jeweilige
Ventilschließkörper zusammenwirkt.
[0015] Erfindungsgemäß kann in Weiterbildung vorgesehen sein, dass mehr als zwei Gruppen
von Strahlaustrittsöffnungen vorhanden sind, wobei diese Gruppen insbesondere paarweise
zusammengefasst sind, so dass für jedes Paar von Strahlaustrittsöffnungen mindestens
ein, vorzugsweise aber zwei Ventilschließkörper vorhanden sind, die diesen Strahlaustrittsöffnungen
zugeordnet sind.
[0016] Die Verstelleinrichtung ist dabei vorzugsweise derart ausgebildet, dass sie die Zuordnung
zwischen den Ventilschließkörpern und den Strahlaustrittsöffnungen, denen die Ventilschließkörper
zugeordnet sind, gemeinsam ändern kann.
[0017] In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass in dem Brausekopf ein Ventilraum
ausgebildet ist, in dem die Ventilschließkörper angeordnet sind und aus dem die Ventilöffnungen
zu den Strahlaustrittsöffnungen führen.
[0018] Der Ventilraum ist an die Form der Ventilschließkörper angepasst.
[0019] Insbesondere kann der Ventilraum, in dem die Ventilschließkörper angeordnet sind,
kreiszylindrisch ausgebildet sein. Die Ventilschließkörper sind dann als Scheiben
ausgebildet, die längs mindestens eines Teils ihres Umfangs an den Wänden des Ventilraums
anliegen. Wenn sie längs des gesamten Umfangs an den Wänden anliegen, können sie zusätzlich
die Funktion einer Abdichtung unterschiedlicher Teile des Ventilraums übernehmen.
[0020] Wenn die Ventilschließkörper als Scheiben ausgebildet sind, besteht eine Möglichkeit
ihrer Bewegung zum Öffnen und Schließen der Strahlaustrittsöffnungen darin, dass sie
um eine gemeinsame Achse rotierend angetrieben werden.
[0021] Es kann vorgesehen sein, dass die als Scheiben ausgebildeten Ventilschließkörper
eine Breite aufweisen, die mindestens so groß ist wie der Durchmesser der zu den Strahlaustrittsöffnungen
führenden Ventilöffnung beziehungsweise Ventilöffnungen.
[0022] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Ventilschließkörper an einer hohlen wasserdurchströmten
Stange angeordnet sind, die beispielsweise verdreht oder auch verschoben werden kann.
Dann kann das Wasser durch die hohle Stange in bestimmte Bereiche des Ventilraums
strömen, von dem es zu den Ventilöffnungen gelangt.
[0023] In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass mindestens ein Ventilschließkörper
als schräg gegenüber einer Rotationsachse der Stange angeordnete Scheibe ausgebildet
ist. Bei einer Verdrehung einer solchen Scheibe wandert die Berührungsfläche der Scheibe
mit der Wand des Ventilraums in axialer Richtung hin und her und kann dadurch zum
Öffnen und Schließen einer in der Wand mündenden Ventilöffnung dienen.
[0024] In Weiterbildung der Erfindung kann ebenfalls vorgesehen sein, dass mindestens ein
Ventilschließkörper als senkrecht gegenüber einer Rotationsachse der Stange angeordnete
ebene Scheibe ausgebildet ist. Hier bleibt die Scheibe dann, wenn die Stange nicht
verschoben wird, immer an der gleichen Stelle.
[0025] Es ist ebenfalls möglich, dass ein Ventilschließkörper als senkrecht gegenüber einer
Rotationsachse der Stange angeordnete, aber nicht ebene Scheibe ausgebildet ist. Auch
hierdurch kann die Stelle der Berührung zwischen dem Rand der Scheibe und der Wand
des Ventilraums in gewissem Ausmaß verändert werden.
[0026] Es ist nicht nur möglich, dass eine Scheibe längs ihres gesamten Umfangs an der Wand
des Ventilraums anliegt, sondern auch, dass eine Scheibe an ihrem Umfang eine Lücke
aufweist, so dass dort ein Bereich gegeben ist, an dem sie nicht an der Wand anliegt.
Die Umfangslänge der Lücke kann unterschiedlich groß sein. Auch auf diese Weise ist
ein Öffnen und Schließen einer Ventilöffnung in der Wand des Ventilraums möglich.
[0027] In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Verstelleinrichtung
derart weit betätigbar ist, dass die Ventilschließkörper überhaupt nicht mehr mit
den Strahlaustrittsöffnungen zusammenwirken, so dass eine vollständige Öffnung aller
Strahlaustrittsöffnungen erreicht wird.
[0028] Eine weitere Möglichkeit der Verstelleinrichtung besteht darin, dass sie die Frequenz
des Öffnens und Schließens der Strahlaustrittsöffnungen verändert, ohne dass der Antrieb
geändert wird.
[0029] Erfindungsgemäß kann in Weiterbildung vorgesehen sein, dass die hohle Stange zwischen
je zwei Ventilschließkörpern eine Austrittsöffnung aufweist.
[0030] Es ist aber ebenfalls möglich, das die hohle Stange nicht zwischen allen Ventilschließkörpern
eine Austrittsöffnung aufweist, so dass auf diese Weise das Wasser nur zu bestimmten
Stellen des Ventilraums geleitet werden kann.
[0031] Wenn die Ventilschließkörper um eine gemeinsame Achse verdreht werden, kann erfindungsgemäß
die Verstelleinrichtung derart ausgebildet sein, dass sie beispielsweise die hohle
Stange, die die Achse bildet, in Längsrichtung verschiebt.
[0032] Erfindungsgemäß kann der Antrieb eine Turbine und ein Untersetzungsgetriebe aufweisen.
[0033] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorzüge der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen
und der Zusammenfassung, deren beider Wortlaut durch Bezugnahme zum Inhalt der Beschreibung
gemacht wird, der folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung
sowie anhand der Zeichnung. Hierbei zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht einer Brause von oben;
- Figur 2
- schematisch das Innenleben der Brause der Figur 1;
- Figur 3
- einen Schnitt durch die Brause;
- Figur 4
- einen weiteren Schnitt durch die Brause;
- Figur 5 bis 10
- der Figur 3 entsprechende Schnitte in einer jeweils anderen Stellung der Verstelleinrichtung;
- Figur 11
- eine der Figur 2 entsprechende Darstellung einer Brause nach einer zweiten Ausführungsform;
- Figur 12 bis 16
- den Figuren 5 bis 10 entsprechende Darstellungen bei der Brause der Figur 11.
[0034] Die in Figur 1 vereinfacht dargestellte Brause enthält einen Brausekopf mit einem
flachzylindrischen Brausekopfgehäuse 1, das auf einer in Figur 1 unteren Seite eine
Strahlscheibe 2 aufweist. In der Strahlscheibe 2 sind mehrere parallel zueinander
verlaufende Reihen von Strahlaustrittsöffnungen 3 angeordnet. An einer Seite weist
das Brausekopfgehäuse 1 einen Einlassstutzen 4 auf, der zum Anschluss des Brausekopfgehäuses
an eine Zuleitung dient. Auf der gegenüberliegenden Seite ragt aus dem Brausekopfgehäuse
1 ein weiterer Ansatz 5 heraus, in den ein Betätigungselement 6 gelagert ist. Das
Betätigungselement 6 kann von einem Benutzer ergriffen und verdreht werden.
[0035] Die Brause der Figur 1 ist nur als schematisches Modell zu sehen, sie kann auch andere
Formen und Größen aufweisen.
[0036] Figur 2 zeigt nun schematisch das Innenleben dieser Brause von der gegenüberliegenden
Seite, in Figur 1 also von oben. Dabei ist das Innere des Brausekopfgehäuses teilweise
weggebrochen. Durch das Brausekopfgehäuse 1 verläuft eine hohle Stange 7, die koaxial
zu dem kreiszylindrischen Einlassstutzen 4 und dem Ansatz 5 angeordnet ist und verläuft.
Die Stange 7 ist drehbar gelagert und weist Paare von Ventilschließkörpern 8 auf.
Diese Ventilschließkörper 8 sind in einem angedeuteten Ventilraum 9 untergebracht.
Sie liegen mit ihrem Rand, genauer gesagt ihrer Umfangsfläche 10, an der Wand dieses
Ventilraums 9 an. Das in Figur 2 gerade noch zu sehende rechte Ende der Stange 7 ist
mit einer Außenverzahnung 11 versehen. Die Stange 7 weist mehrere Öffnungen 12 auf,
von denen in Figur 2 eine Öffnung 12 zu sehen ist. Das aus dem Ansatz 5 herausragende
Betätigungselement 6 weist ein Außengewinde 13 auf, mit dem es in den Ansatz 5 eingeschraubt
ist. Das Betätigungselement 6 kann also von einem Benutzer verdreht werden.
[0037] Bevor auf die Figur 3 eingegangen wird, soll zunächst einmal mit Verweis auf die
Figur 4 die Anordnung der Strahlaustrittsöffnungen 3 erläutert werden. Figur 4 zeigt
einen Schnitt durch das Brausekopfgehäuse, wobei der Schnitt in einer Ebene parallel
zur Strahlscheibe 2 gelegt ist. In der Strahlscheibe 2 beziehungsweise dem Strahlboden
gibt es eine Vielzahl von Kanälen 14, die geradlinig verlaufen und mit den Strahlaustrittsöffnungen
3 in Verbindung stehen. Aus dem Ventilraum 9 führt jeweils eine einzige hier angedeutete
Ventilöffnung 15 in einem solchen Kanal 14. Aus Figur 4 ist auch zu entnehmen, dass
der Ventilraum 9 als zylindrischer Kanal ausgebildet ist.
[0038] Nun zu Figur 3. Die Stange 7 ist an ihrem linken Ende in einer Öffnung in der Mantelwand
des Brausekopfgehäuses 1 gelagert. Die Stirnseite der Stange 7 ragt durch diese Öffnung
hindurch, so dass sie von der Spitze 16 der das Betätigungselement 6 bildenden Schraube
berührt werden kann. Die Stange 7 ist, wie bereits erwähnt, hohl, nicht aber ihr linkes
Ende. Sie enthält also in ihrem Inneren ein Sackloch 17. Dieses Sackloch 17 ist also
auf die ihr dem Betätigungselement 6 abgewandten Seite offen. Auf der Stange 7 sind
die bereits angesprochenen Ventilschließkörper 8 befestigt oder einstückig mit ihr
ausgebildet. Jeweils ein Ventilschließkörper 8 ist als senkrecht zur Drehachse der
Stange 7 verlaufende Scheibe 18 ausgebildet, die längs ihrer gesamten Umfangsfläche
an der Innenwand des Ventilraums 9 anliegt. Diese Scheibe 18 dichtet gleichzeitig
das Innere des Ventilraums in zwei Teile ab. Neben jeder senkrecht zur Stange 7 verlaufenden
Scheibe 18 ist eine schräg zur Längsachse verlaufende Scheibe 19 angeordnet. Auch
diese Scheibe 19 liegt längs ihrer gesamten Umfangsfläche an der Innenwand des Ventilraums
9 an.
[0039] An der Unterseite des Ventilraums 9 sind die Eingangsöffnungen 15 für die Kanäle
14 angeordnet, die zu den Strahlaustrittsöffnungen 3 führen.
[0040] Wie bereits erwähnt, ist das außerhalb des Brausekopfgehäuses 1 in dem Einlassstutzen
4 angeordnete Ende der Stange 7 mit einer Außenverzahnung 11 versehen. Dies kann man
auch aus Figur 4 entnehmen. Mit der Außenverzahnung 11 der Stange 7 kämmt ein Getriebe
20, das von einer Turbine 21 angetrieben wird. Die Turbine 21 wird von dem durch Einlassschlitze
22 im Anschlussstutzen 4 eintretende Wasser in Drehung versetzt. Es handelt sich um
ein Untersetzungsgetriebe, so dass die Stange 7 relativ langsam verdreht wird. Dass
die Turbine 21 antreibende Wasser tritt dann in das Innere der Stange 7 und von dort
aus durch die Öffnungen 12 in den Ventilraum 9. Gleichzeitig beaufschlagt das Wasser
die am weitesten rechts angeordnete Scheibe 18, so dass die Stange 7 bis in Kontakt
mit der Spitze 16 des Betätigungselements 6 gedrückt wird.
[0041] In der in Figur 3 dargestellten Position sind alle Ventilöffnungen 15 geöffnet. Das
aus den Auslassöffnungen 12 der Stange 7 in den Ventilraum 9 gelangende Wasser strömt
also in alle Kanäle 14 und aus allen Strahlaustrittsöffnungen 3 heraus.
[0042] Wird nun das Betätigungselement 6 verdreht, so dass sich die Stange 7 nach links
bewegt, entsteht die Figur 5 dargestellte Position. Die Einlassöffnungen 15 zu jeweils
einer Gruppe von Strahlaustrittsöffnungen 3 sind von den Scheiben 19 und 18 frei.
Die Scheiben 18 wirken dagegen mit den jeweils anderen Ventilöffnungen 15 der Kanäle
14 zusammen. In der Position, die die Figur 5 zeigt, sind diese Öffnungen verschlossen.
Bei einer Verdrehung wandert die Umfangsfläche der schrägen Scheiben 19 dann nach
rechts, so dass die Öffnungen geöffnet werden, und anschließend wieder in die dargestellte
Position. In der Position der Figur 5 tritt also aus den jeweils linken Strahlaustrittsöffnungen
der Kanäle Wasser aus, während die jeweils rechten Strahlaustrittsöffnungen ein und
ausgeschaltet werden.
[0043] Bei der in Figur 6 dargestellten Position, in der die Stange 7 ein Stück weiter nach
links verschoben ist, wirken die schrägen Scheiben 19 wiederum nur mit den rechten
Strahlaustrittsöffnungen der Gruppen von Strahlaustrittsöffnungen zusammen, und zwar
in einer Weise, dass die Umfangsfläche von links über die Ventilöffnung 15 nach rechts
und wieder zurück läuft. Hier wird also das Wasser in einer gegenüber der Position
der Figur 5 verdoppelten Frequenz aus den jeweils rechten Strahlaustrittsöffnungen
austreten.
[0044] In Figur 7 ist die Stange 7 wiederum ein Stück weiter nach links verschoben worden.
Die schrägen Scheiben 19 wirken sowohl mit den linken als auch mit den rechten Ventilöffnungen
15 zusammen, und zwar abwechselnd. Der Position der Figur sieben ist gerade die Linke
Einlassöffnung geschlossen und die Rechte Einlassöffnung 15 geöffnet. Nach einer halben
Umdrehung ist dies gerade umgekehrt.
[0045] Nun zu Figur 8. Während die rechtwinklig zur Stange 7 verlaufenden Ventilscheiben
bislang nur zum Abteilen des Ventilraums 9 gedient haben, wirken sie nun in der Position
der Figur 8 auch als Ventilschließkörper mit. Denn in Figur 8 verschließen die senkrechten
Scheiben 18 jeweils die rechte Ventilöffnung 15, während die schrägen Scheiben 19
die jeweils linke Ventilöffnung öffnen und schließen, und zwar pro Umdrehung zweimal.
[0046] In Figur 9 ist die Stange 7 nochmals weiter nach links verdreht worden, so dass die
schrägen Scheiben 19 die linke Ventilöffnung 15 wieder einmal pro Umdrehung öffnen
und schließen, während die rechten Ventilöffnungen 15 jetzt in dem anderen Abteil
zwischen den Ventilschließkörpern 8 angeordnet sind.
[0047] Bei der Position der Figur 10 sind die linken Ventilöffnungen 15 immer geschlossen
und die rechten Ventilöffnungen immer geöffnet.
[0048] Aus dem Vergleich der verschiedenen Figuren ergibt sich, dass es mithilfe der Verstelleinrichtung,
die durch das Betätigungselement 6 bedient wird, möglich wird, die Änderung des Strahlmusters
in unterschiedlichsten Arten durchzuführen und unterschiedliche Strahlmuster einzustellen.
[0049] Während die bislang behandelte Ausführungsform Scheiben verwendete, die längs ihrer
gesamten Umfangsfläche an der Innenwand des Ventilraums 9 anliegen, verwendet die
jetzt zu behandelnde Ausführungsform Scheiben, die quer zur Stange 7 verlaufen, sich
aber nicht über den gesamten Umfang erstrecken. Dies kann man aus der Figur 11 entnehmen,
die eine der Figur 2 entsprechende schematische Darstellung bildet. Es gibt wieder
drei Gruppen von Ventilschließkörpern, wobei jede Gruppe aus zwei Ventilschließkörpern
besteht, die wiederum dann zwei Gruppen von Strahlaustrittsöffnungen 3 zugeordnet
sind. Einzelheiten gehen aus den Figuren 12 bis 16 hervor, auf die jetzt Bezug genommen
wird.
[0050] Da man bei dieser Ausführungsform nicht mehr schrägen Scheiben und senkrechte Scheiben
unterscheiden kann, wird hier von linken Scheiben 27 und rechten Scheiben 28 gesprochen.
Alle Scheiben erstrecken sich nicht über den gesamten Umfang, so dass eine Lücke frei
bleibt.
[0051] In der Position der Figur 12 sind alle Einlassöffnungen 15 zu allen Strahlaustrittsöffnungen
3 geöffnet. Das Rotieren der Stange 7 ist am Strahlbild nicht zu erkennen.
[0052] Bei der Position der Figur 13 ist dies genauso.
[0053] In der Position der Figur 14 sind die linken Scheiben 27 und die rechten Scheiben
28 an der Stelle der Ventilöffnungen 15 positioniert, so dass jetzt die Ventilöffnungen
15 abwechselnd geöffnet und geschlossen werden. Dies gilt für beide Gruppen von Strahlaustrittsöffnungen
3.
[0054] In der Position 15 sind wiederum alle Ventilöffnungen 15 ständig geöffnet.
[0055] Bei der Position der Figur 16 sind die linken Ventilöffnungen 15 durch die rechten
Scheiben 28 abwechselnd geöffnet und geschlossen, während die rechten Ventilöffnungen
15 ständig geöffnet sind.
1. Brausekopf mit
- einem von einer Strahlaustrittsscheibe (2) abgeschlossenen Gehäuse (1),
- einem Wassereinlass in das Gehäuse (1),
- mindestens zwei Gruppen von Strahlaustrittsöffnungen (3) in der Strahlaustrittsscheibe
(2),
- Ventileinrichtungen für die Strahlaustrittsöffnungen (3), wobei die Ventileinrichtungen
für mindestens zwei Gruppen von Strahlaustrittsöffnungen (3) mindestens einen, vorzugsweise
zwei, Ventilschließkörper (8) aufweisen, und
- einem Antrieb zum kontinuierlichen Betätigen der Ventileinrichtungen, dadurch gekennzeichnet, dass
- ein zylindrischer Ventilraum (9) vorgesehen ist, aus dem mindestens eine Ventilöffnung
(15) zu einer zugeordneten Gruppe von Strahlaustrittsöffnungen (3) führt, und
- der mindestens eine Ventilschließkörper (8) als Scheibe (19, 18, 27, 28) ausgebildet
und in dem Ventilraum (9) angeordnet ist, wobei er längs mindestens eines Teils seines
Umfangs an den Wänden des Ventilraums (9) anliegt und mit seinen Umfangsflächen mit
der aus dem Ventilraum (9) herausführenden Ventilöffnung (15) zusammenwirkt.
2. Brausekopf nach Anspruch 1, mit einer manuell betätigbaren Verstelleinrichtung (6)
zum Ändern der Zuordnung zwischen mehreren Ventilschließkörpern (8) und den Gruppen
von Strahlaustrittsöffnungen (3).
3. Brausekopf nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit mehreren Paaren von Gruppen
von Strahlaustrittsöffnungen (3), wobei für jedes Paar zwei Ventilschließkörper (8)
vorgesehen sind.
4. Brausekopf nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem mehrere Ventilschließkörper
(8) um eine gemeinsame Achse rotierend angetrieben sind.
5. Brausekopf nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der mindestens eine Ventilschließkörper
(8) an einer hohlen wasserdurchströmten Achse (7) angeordnet ist.
6. Brausekopf nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der mindestens eine Ventilschließkörper
als schräg oder rechtwinklig gegenüber einer Drehachse angeordnete Scheibe (19) ausgebildet
ist.
7. Brausekopf nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der mindestens eine als
Scheibe (19, 18) ausgebildete Ventilschließkörper längs seines gesamten Umfangs an
der Wand des Ventilraums (9) anliegt und/oder im Bereich seines Umfangs eine Öffnung
aufweist.
8. Brausekopf nach einem der Ansprüche 2 bis 7, bei dem die Verstelleinrichtung derart
betätigbar ist, dass die Ventileinrichtung alle Strahlaustrittsöffnungen (3) geöffnet
lässt.
9. Brausekopf nach einem der Ansprüche 2 bis 8, bei dem die Verstelleinrichtung derart
betätigbar ist, dass die Frequenz des Öffnens und Schließens der Strahlaustrittsöffnungen
(3) veränderbar ist.
10. Brausekopf nach einem der Ansprüche 3 bis 9, bei dem die Ventilschließkörper (8) alle
Paare von Gruppen von Strahlaustrittsöffnungen gleichwirkend gemeinsam öffnend und
schließend angeordnet sind.
11. Brausekopf nach einem der Ansprüche 5 bis 10, bei dem die hohle Achse (7) zwischen
je zwei Ventilschließkörpern eine Öffnung (12) aufweist.
12. Brausekopf nach einem der Ansprüche 4 bis 11, bei dem die Verstelleinrichtung auf
die gemeinsame Achse zu deren Verschiebung einwirkt.
13. Brausekopf nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der Antrieb eine von dem
Wasser angetriebene Turbine (21) und ein Untersetzungsgetriebe (20) aufweist.
1. Shower head, comprising
- a housing (1) closed off by a jet outlet disc (2),
- a water inlet into the housing (1),
- at least two groups of jet outlet openings (3) in the jet outlet disc (2),
- valve devices for the jet outlet openings (3), which valve devices have at least
one, preferably two, valve closure elements (8) for at least two groups of jet outlet
openings (3), and
- a drive for continuously actuating the valve devices, characterized in that
- a cylindrical valve space (9) is provided, out of which at least one valve opening
(15) leads to a corresponding group of jet outlet openings (3), and
- the at least one valve closure element (8) is formed as a disc (19, 18, 27, 28)
and arranged in the valve space (9), wherein it bears, around at least part of its
circumference, against the walls of the valve space (9) and cooperates via its circumferencial
surfaces with the valve opening (15) leading out of the valve space.
2. Shower head according to claim 1, comprising an adjustment device (6) which can be
actuated manually to modify the relative arrangement between the valve closure elements
(8) and the groups of jet outlet openings (3).
3. Shower head according to any one of the preceding claims, comprising a plurality of
pairs of groups of jet outlet openings (3), wherein two valve closure elements (8)
are provided for each pair.
4. Shower head according to any one of the preceding claims, wherein a plurality of valve
closure elements (8) are driven to be rotatable about a common axis.
5. Shower head according to any one of the preceding claims, wherein the at least one
valve closure element (8) is arranged on a hollow shaft (7) through which water can
flow.
6. Shower head according to any one of the preceding claims, wherein the at least one
valve closure element is designed as a disc (19) arranged obliquely or with respect
to an axis of rotation.
7. Shower head according to any one of the preceding claims, wherein the at least one
valve closure element formed as a disc (19, 18) bears around all its circumference
against the wall of the valve space (9) and/or has an opening in the region of its
circumference.
8. Shower head according to any one of claims 2 to 7, wherein the adjustment device can
be actuated such that the valve device allows all the jet outlet openings (3) to be
opened.
9. Shower head according to any one of claims 2 to 8, wherein the adjustment device can
be actuated such that the frequency of the opening and closing of the jet outlet openings
(3) can be altered.
10. Shower head according to any one of claims 3 to 9, wherein the valve closure elements
(8) are arranged so as to have an equal common opening and closing action on all the
pairs of groups of jet outlet openings.
11. Shower head according to any one of claims 5 to 10, wherein the hollow shaft (7) has
an opening (12) between every two valve closure elements.
12. Shower head according to any one of claims 4 to 11, wherein the adjustment device
acts on the common axis to displace it.
13. Shower head according to any one of the preceding claims, wherein the drive comprises
a turbine (21), which is driven by the water, and a reduction gear (20).
1. Pommeau de douche, comprenant
- un boîtier (1) fermé par un disque de sortie de jet (2),
- une entrée d'eau dans le boîtier (1),
- au moins deux groupes d'ouvertures de sortie de jet (3) dans le disque de sortie
de jet (2),
- des dispositifs de soupape pour les ouvertures de sortie de jet (3), les dispositifs
de soupape comprenant au moins un, de préférence deux, corps de fermeture de soupape
(8) pour au moins deux groupes d'ouvertures de sortie de jet (3), et
- un entraînement pour actionner continuellement les dispositifs de soupape,
caractérisé en ce que
- un espace de soupape cylindrique (9) est prévu, hors duquel au moins une ouverture
de soupape (15) mène jusqu'à un groupe associé d'ouvertures de sortie de jet (3),
et
- l'au moins un corps de fermeture de soupape (8) est réalisé sous forme de disque
(19, 18, 27, 28) et est disposé dans l'espace de soupape (9), l'au moins un corps
de fermeture de soupape s'appliquant contre les parois de l'espace de soupape (9)
le long d'au moins une partie de sa périphérie et coopérant, par ses surfaces périphériques,
avec l'ouverture de soupape (15) menant hors de l'espace de soupape (9).
2. Pommeau de douche selon la revendication 1, comprenant un dispositif de réglage (6)
pouvant être actionné manuellement pour modifier l'association entre plusieurs corps
de fermeture de soupape (8) et les groupes d'ouvertures de sortie de jet (3).
3. Pommeau de douche selon l'une quelconque des revendications précédentes, comprenant
plusieurs paires de groupes d'ouvertures de sortie de jet (3), deux corps de fermeture
de soupape (8) étant prévus pour chaque paire.
4. Pommeau de douche selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel
plusieurs corps de fermeture de soupape (8) sont entraînés en rotation autour d'un
axe commun.
5. Pommeau de douche selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel
l'au moins un corps de fermeture de soupape (8) est disposé sur un axe creux (7) parcouru
par de l'eau.
6. Pommeau de douche selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel
l'au moins un corps de fermeture de soupape est réalisé sous forme de disque (19)
disposé de manière inclinée ou perpendiculaire par rapport à un axe de rotation.
7. Pommeau de douche selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel
l'au moins un corps de fermeture de soupape réalisé sous forme de disque (19, 18)
s'applique contre la paroi de l'espace de soupape (9) le long de toute sa périphérie
et/ou comprend une ouverture dans la région de sa périphérie.
8. Pommeau de douche selon l'une quelconque des revendications 2 à 7, dans lequel le
dispositif de réglage peut être actionné de telle sorte que le dispositif de soupape
laisse toutes les ouvertures de sortie de jet (3) ouvertes.
9. Pommeau de douche selon l'une quelconque des revendications 2 à 8, dans lequel le
dispositif de réglage peut être actionné de telle sorte que la fréquence d'ouverture
et de fermeture des ouvertures de sortie de jet (3) peut être modifiée.
10. Pommeau de douche selon l'une quelconque des revendications 3 à 9, dans lequel les
corps de fermeture de soupape (8) de toutes les paires de groupes d'ouvertures de
sortie de jet sont disposés de manière à s'ouvrir et se fermer ensemble en ayant le
même effet.
11. Pommeau de douche selon l'une quelconque des revendications 5 à 10, dans lequel l'axe
creux (7) comprend une ouverture (12) entre deux corps de fermeture de soupape respectifs.
12. Pommeau de douche selon l'une quelconque des revendications 4 à 11, dans lequel le
dispositif de réglage agit sur l'axe commun en vue de son déplacement.
13. Pommeau de douche selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel
l'entraînement comprend une turbine (21) entraînée par l'eau et un réducteur (20).