| (19) |
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(11) |
EP 2 268 457 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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09.08.2017 Patentblatt 2017/32 |
| (22) |
Anmeldetag: 19.03.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2009/053224 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2009/127489 (22.10.2009 Gazette 2009/43) |
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VERBINDUNGSEINRICHTUNG-GEHÄUSE-KOMBINATION FÜR EINE WERKZEUGMASCHINE, INSBESONDERE
FÜR EINE HANDWERKZEUGMASCHINE
CONNECTING DEVICE/HOUSING COMBINATION FOR A MACHINE TOOL, IN PARTICULAR FOR A HANDHELD
MACHINE TOOL
COMBINAISON D'UN DISPOSITIF DE LIAISON ET D'UN BOÎTIER POUR UNE MACHINE-OUTIL, NOTAMMENT
POUR UN OUTIL ÉLECTROPORTATIF
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
18.04.2008 DE 102008001254
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.01.2011 Patentblatt 2011/01 |
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Patentinhaber: Robert Bosch GmbH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- SCHULLER, Marcus
72135 Dettenhausen (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 369 208 EP-A- 1 657 457 WO-A-2007/121534 US-A1- 2008 047 150
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EP-A- 1 378 324 EP-A- 1 714 748 US-A1- 2004 148 789
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Verbindungseinrichtung-Gehäuse-Kombination für
eine Werkzeugmaschine, insbesondere für eine Handwerkzeugmaschine, mit einem mindestens
zwei separate Gehäuseteile umfassenden Gehäuse, wobei die separaten Gehäuseteile über
eine Verbindungseinrichtung zu verbinden sind.
Stand der Technik
[0002] Elektromotorisch betriebene Handwerkzeugmaschinen wie z.B. Winkelschleifer besitzen
als Antrieb einen Elektromotor, der in einem Motorgehäuse der Handwerkzeugmaschine
angeordnet ist, mit dem ein Handgriffgehäuse verbunden ist, bestehend aus zwei Griffhalbschalen.
Die Verbindung zwischen dem Handgriffgehäuse und dem Motorgehäuse erfolgt über eine
Verbindungseinrichtung, die ggf. aus ergonomischen Gründen ein Drehlager umfassen
kann, welches eine Verdrehmöglichkeit zwischen dem Handgriffgehäuse und dem Motorgehäuse
erlaubt. Hierbei ist darauf zu achten, dass auch bei einem längeren Betrieb die Funktionalität
trotz einer erheblichen Belastung mit abrasiven Schmutzpartikel nicht beeinträchtigt
wird, die sich auch im Bereich des Drehlagers zwischen Griff- und Motorgehäuse absetzen
können.
[0003] Aus der
EP 1 714 738 A2 ist eine Handwerkzeugmaschine mit einem Motorgehäuse bekannt, mit dem ein Griffgehäuse
drehbar verbunden ist. Die Drehbarkeit des Griffgehäuses gegenüber dem Motorgehäuse
wird mithilfe eines Rotationslagers bewerkstelligt, das einen sphärischen Abschnitt
am Motorgehäuse und einen konkaven Abschnitt am Griffgehäuse umfasst. Der konkave
Abschnitt weist radial nach innen weisende Rippen auf, die an dem sphärischen Abschnitt
123 anliegen. Zwischen benachbarten Rippen erstreckt sich ein Ringraum, in den ein
radialer Fortsatz verrastend einragt, welcher einteilig mit dem sphärischen Abschnitt
ausgebildet ist. Aus dem Ringraum können keine Schmutzpartikel abgeleitet werden.
[0004] Aus der
US 2004/0148789 A1 ist es bekannt, die Relativdrehlage zwischen zwei Gehäuseteilen verstellen zu können.
An der Stirnseite eines Gehäuseteiles befindet sich eine umlaufende, ringförmige Nut,
die im montierten Zustand von einem Ring mit einem radial nach innen weisenden Vorsprung
übergriffen wird, wobei der Ring an der Stirnseite eines weiteren Gehäuseteils angeordnet
ist. In die Nut sind Ausnehmungen eingebracht, die sich in Radialrichtung erstrecken,
jedoch nicht bis zum radial innen liegenden Gehäuseinnenraum. Die Ausnehmungen dienen
zur Aufnahme eines Klemmteils.
Offenbarung der Erfindung
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Verbindungseinrichtung-Gehäuse-Kombination
für eine Werkzeugmaschine, insbesondere für eine Handwerkzeugmaschine, mit einfachen
konstruktiven Maßnahmen so auszubilden, dass zwischen verschiedenen Gehäuseteilen
eine über einen langen Betriebszeitraum funktionstüchtige Verdrehmöglichkeit gegeben
ist.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Die
Unteransprüche geben zweckmäßige Weiterbindungen an.
[0007] Die erfindungsgemäße Verbindungseinrichtung-Gehäuse-Kombination kann in einer Werkzeugmaschine
eingesetzt werden, bei der es sich bevorzugt um eine Handwerkzeugmaschine wie z.B.
einen Winkelschleifer handelt. Das Gehäuse ist mindestens zweigeteilt, wobei die beiden
Gehäuseteile vorzugsweise ein Griffgehäuse, an dem die Werkzeugmaschine von der Bedienperson
gehalten wird, und ein Motorgehäuse zur Aufnahme eines Antriebsmotors sind. Die Verbindungseinrichtung
zwischen den beiden Gehäuseteilen umfasst ein Rotationslager, so dass die beiden Gehäuseteile
relativ zueinander um die Drehachse des Lagers verdreht werden können. Des Weiteren
ist vorgesehen, dass in mindestens ein Gehäuseteil ein zum Rotationslager führender
Ableitungskanal für Schmutzpartikel eingebracht ist.
[0008] Über den Ableitungskanal, der zum Rotationslager geführt ist, werden Schmutzpartikel
abgeleitet, die sich im Bereich des Rotationslagers abgesetzt haben. Dies betrifft
insbesondere die Schmutzpartikel, die sich in der Kontaktfläche zwischen den relativ
zueinander verdrehbaren Lagerteilen des Rotationslagers abgesetzt haben und somit
die Rotation unmittelbar beeinträchtigen; der Ableitungskanal ist dementsprechend
vorzugsweise bis zu dem Kontaktbereich zwischen den beiden relativ zueinander verdrehbaren
Lagerteilen geführt. Durch die Relativverdrehung im Betrieb der Werkzeugmaschine gelangen
die Schmutzpartikel in den Bereich des Ableitungskanals und können über diesen abgeführt
werden. Dadurch wird ein Selbstreinigungseffekt realisiert, für den keine aktiven
Maßnahmen erforderlich sind, sondern der allein durch die Relativbewegung zwischen
den Gehäuseteilen und damit verbunden über die Relativbewegung zwischen den Lagerteilen
funktioniert. Diese Relativbewegung genügt, um abgesetzte Schmutzpartikel zwischen
den Lagerteilen in Umfangsrichtung bis zu dem Ableitungskanal zu transportieren und
anschließend aus dem Bereich der Kontaktflächen zwischen den Lagerteilen wegzuführen.
Durch den Selbstreinigungseffekt bleibt die Funktionalität der Verbindungseinrichtung,
insbesondere die Verdrehmöglichkeit über einen langen Betriebszeitraum gewährleistet.
[0009] Der Ableitungskanal verläuft vorzugsweise in Radialrichtung, zumindest jedoch mit
einer Komponente in Radialrichtung, also ggf. mit einem Winkel zur Radialrichtung,
um die Schmutzpartikel in dieser Richtung aus dem Bereich des Rotationslagers abzuleiten.
Der Ableitungskanal ist zweckmäßigerweise nach innen in das Gehäuseinnere geführt,
wobei grundsätzlich auch eine Verbindung nach außen über den Ableitungskanal in Betracht
kommt, so dass die Schmutzpartikel über den Ableitungskanal nach außen geführt und
in die Umgebung entlassen werden. Führt der Ableitungskanal dagegen nach innen, so
ist es zweckmäßig, dafür zu sorgen, dass im Inneren die Schmutzpartikel weitergeführt
werden, um eine Ablagerung im Gehäuseinneren zu verhindern. Vorzugsweise ist der Ableitungskanal
bis zu einem Strömungskanal durch das Gehäuse geführt, der einen Kühlluftstrom zur
Kühlung des Motors und sonstiger Bauteile der Werkzeugmaschine durch das Gehäuse führt.
Mündet der Ableitungskanal in diesen Strömungskanal für die Kühlluft, so werden die
Schmutzpartikel, welche über den Ableitungskanal vom Rotationslager abgeleitet werden,
in den Kühlluftstrom geführt und von diesem über eine Gehäuseaustrittsöffnung aus
dem Gehäuse herausgeführt. Hierbei erweist es sich als vorteilhaft, dass der Kühlluftstrom
eine Sogwirkung auf den Ableitungskanal ausübt, so dass die Schmutzpartikel, welche
sich im Ableitungskanal befinden, durch den Sog in den Kühlluftstrom befördert werden.
[0010] Gegebenenfalls weist der Ableitungskanal zwei radial sich in Gegenrichtung erstreckende
Abschnitte auf, von denen ein erster Abschnitt nach innen in das Gehäuseinnere und
der zweite Abschnitt nach außen geführt ist. Die beiden Abschnitte des Ableitungskanals
sind in diesem Fall zweckmäßigerweise den jeweiligen, relativ zueinander verdrehbaren
Lagerteilen zugeordnet, so dass ein Teil der Schmutzpartikel radial nach außen direkt
in die Umgebung geführt und ein Teil der Schmutzpartikel radial nach innen vom Rotationslager
weggeführt wird. Es ist auch möglich, dass die nach innen und nach außen geführten
Abschnitte des Ableitungskanals nicht koaxial zueinander liegen, sondern versetzt
zueinander, so dass es sich faktisch um verschiedene Ableitungskanäle handelt.
[0011] Gemäß einer weiteren zweckmäßigen Ausführung ist vorgesehen, dass über den Umfang
verteilt eine Mehrzahl von Ableitungskanälen angeordnet ist, die sich zweckmäßigerweise
alle nach innen erstrecken, wobei ggf. auch hier die Möglichkeit besteht, dass sich
die Ableitungskanäle alle nach außen erstrecken oder ein Teil der Ableitungskanäle
nach innen und ein Teil nach außen. Die Ableitungskanäle können gleichmäßig über den
Umfang verteilt angeordnet sein, oder aber, gemäß bevorzugter Ausführung, ungleichmäßig,
wodurch konstruktiven Gegebenheiten Rechnung getragen werden kann.
[0012] Grundsätzlich reicht es aus, den Ableitungskanal nur in einem der beiden zu verbindenden
Gehäuseteile vorzusehen, wobei es auch möglich ist, den Ableitungskanal im Bereich
der aneinandergrenzenden Stirnflächen der beiden Gehäuseteile sowohl in das erste
als auch in das zweite Gehäuseteil einzubringen, oder aber, gemäß weiterer Ausführung,
verschiedene Ableitungskanäle vorzusehen, die zum Teil in dem einen und zum Teil in
dem anderen Gehäuseteil angeordnet sind. Gemäß vorteilhafter Ausführung befindet sich
der Ableitungskanal an der Stirnseite eines Gehäuseteils und ist zur freien Stirnseite
hin offen ausgebildet, wobei diese freie Stirnseite im zusammengebauten Zustand vom
zweiten Gehäuseteil verschlossen ist, wodurch eine eindeutige Ableitungsrichtung der
Schmutzpartikel über den Ableitungskanal definiert ist.
[0013] Zweckmäßigerweise ist der Ableitungskanal als Aussparung ausgebildet, die in die
Stirnseite eines Gehäuseteils eingebracht ist und sich radial zwischen der Kontaktfläche
des Drehlagerteiles diese Gehäuseteiles und dem Gehäuseinneren erstreckt.
[0014] Das Rotationslager ist beispielsweise als Rastvorsprung an jedem Gehäuseteil ausgeführt,
wobei die Rastvorsprünge an den Gehäuseteilen in eine Rastposition zu bringen sind,
derart, dass in Achsrichtung der Gehäuseteile bzw. des Rotationslagers ein wirksamer
Formschluss gegeben ist, zugleich aber eine Relativverdrehmöglichkeit um die Längs-
bzw. Rotationsachse des Rotationslagers realisiert ist. Der Ableitungskanal erstreckt
sich in Radialrichtung bis zur Kontaktfläche zwischen den Rastvorsprüngen an den miteinander
zu verbindenden Gehäuseteilen, wobei in Achsrichtung der Ableitungskanal vorzugsweise
nur eine Erstreckung aufweist, die der axialen Länge eines Rastvorsprunges entspricht,
selbst wenn zwei oder mehr Rastvorsprünge axial hintereinander angeordnet sind.
[0015] Weitere Vorteile und zweckmäßige Ausführungen sind den weiteren Ansprüchen, der Figurenbeschreibung
und den Zeichnungen zu entnehmen. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht auf ein Gehäuse einer Handwerkzeugmaschine, bestehend
aus einem Motorgehäuse und einem Griffgehäuse,
- Fig. 2
- eine vergrößerte Darstellung aus dem Bereich der Verbindung zwischen Motorgehäuse
und Griffgehäuse, wobei die Verbindung als Rotationslager ausgeführt ist und Ableitungskanäle
zur Abfuhr von Schmutzpartikeln aus dem Rotationslager vorgesehen sind,
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht der Stirnseite des Motorgehäuses mit in Radialrichtung
verlaufenden Ableitungskanälen,
- Fig. 4
- eine Seitenansicht des Motorgehäuses,
- Fig. 5
- eine Griffhalbschale als Bestandteil des Griffgehäuses in einer detaillierten Darstellung.
[0016] In den Figuren sind gleiche Bauteile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
[0017] Die in Fig. 1 dargestellte Handwerkzeugmaschine 1, bei der es sich beispielhaft um
einen Winkelschleifer handelt, weist ein mehrteiliges Gehäuse 2 auf, von dem ein Motorgehäuse
3 sowie ein zweiteiliges Griffgehäuse 4 mit den beiden Griffhalbschalen 4a und 4b
gezeigt sind. Im Motorgehäuse 3 ist ein elektrischer Antriebsmotor 5 aufgenommen,
der über eine symbolisch eingezeichnete Antriebsverbindung 6 eine drehbar gelagerte
Werkzeugwelle 7 antreibt, an der ein Werkzeug 8 befestig ist. Das Motorgehäuse 3 und
das Griffgehäuse 4 sind über eine Verbindungseinrichtung 9 miteinander verbunden.
[0018] Die Verbindungseinrichtung 9 umfasst, wie Fig. 2 zu entnehmen, Rast- bzw. Verbindungsteile
10 und 11 an einem der Gehäuseteile, die in zugeordnete, entsprechend ausgebildete
Rast- bzw. Verbindungsteile 12 und 13 verrastend eingreifen. Die Rast- bzw. Verbindungsteile
10, 11, 12, 13 sind zahnähnlich mit radialen Vorsprüngen und Ausnehmungen ausgebildet
mit Zahnspitzen und einem zwischenliegenden Zahngrund und erstrecken sich in Umfangsrichtung.
In Richtung der Verbindungs- und Löserichtung 14 zwischen den Gehäuseteilen 3 und
4 sind die Rast- bzw. Verbindungsteile 10, 11 am Gehäuseteil 4 und die entsprechenden
Rast- bzw. Verbindungsausnehmungen 12, 13 am Gehäuseteil 3 axial hintereinander liegend
angeordnet, wobei sich die zahnähnlichen Vorsprünge und die entsprechenden Ausnehmungen
quer zur Verbindungs- bzw. Löserichtung 14 und damit in Radialrichtung erstrecken.
[0019] Wie Fig. 2 weiter zu entnehmen, sind an der dem Griffgehäuse 4 zugewandten Stirnseite
des Motorgehäuses 3 mehrere Ableitungskanäle 15 eingebracht, die zur Stirnseite hin
offen sind und sich in Achsrichtung, also in Verbindungs- bzw. Löserichtung 14, bis
zu dem der Stirnseite unmittelbar benachbarten, sägezahnähnlichen und umlaufenden
Zahngrund zwischen den parallel verlaufenden Verbindungsteilen 12 und 13 erstrecken.
Somit kommunizieren die Ableitungskanäle 15, die als Aussparungen im Motorgehäuse
3 ausgebildet sind, mit der Verbindungseinrichtung 9 zwischen den Gehäuseteilen 3
und 4. Auf Grund der Rotationssymmetrie von den Verbindungsvorsprüngen 10, 11 und
den zugeordneten Verbindungsausnehmungen 12 und 13 erlaubt die Verbindungseinrichtung
9 auch eine Rotation um die Achse, die parallel zur Verbindungs- bzw. Löserichtung
14 liegt; die Verbindungseinrichtung 9 stellt somit zugleich ein Rotationslager dar,
das eine Relativdrehmöglichkeit zwischen den zu verbindenden Gehäuseteilen 3 und 4
schafft.
[0020] Bei einer Rotation der beiden Gehäuseteile 3 und 4 relativ zueinander bewegen sich
die Verbindungsvorsprünge 10, 11 und die Verbindungsausnehmungen 12 und 13 relativ
zueinander in Umfangsrichtung mit dem Effekt, dass sich Schmutzpartikel, welche sich
im Bereich der Kontaktfläche zwischen den Verbindungsvorsprüngen und den Verbindungsausnehmungen
abgesetzt haben, in Richtung der Ableitungskanäle 15 transportiert und über diese
aus der Verbindungseinrichtung bzw. dem Rotationslager abgeleitet werden. Dadurch
ist ein Selbstreinigungseffekt in der Verbindungseinrichtung bzw. dem Rotationslager
9 realisiert. Zur Unterstützung dieses Effekts kann an einem Zahnvorsprung oder im
Bereich eines Zahngrundes eine Lippe oder ein sonstiger Vorsprung angeordnet sein,
die bzw. der abgesetzte Schmutzpartikel in Richtung des Ableitungskanals transportiert.
[0021] Wie Fig. 3 zu entnehmen, erstrecken sich die als Aussparungen ausgebildeten Ableitungskanäle
15 zumindest im Wesentlichen in Radialrichtung, und zwar sowohl radial nach außen
bis zur Außenseite der zahnförmigen Verbindungselemente am Gehäuseteil 3 als auch
radial nach innen bis zum Gehäuseinneren. Schmutzpartikel, welche sich im Bereich
der Kontaktflächen zwischen den ineinandergreifenden, zahnförmigen Verbindungselementen
zwischen den Gehäuseteilen 3 und 4 ablagern, können über die Ableitungskanäle 15 radial
nach innen transportiert werden. Die Ableitungskanäle 15 kommunizieren zweckmäßig
mit einem Strömungskanal, welcher im Gehäuse ausgebildet ist und in Achsrichtung verläuft
und in dem Kühlluft zur Kühlung des Motors strömt. Die über die Ableitungskanäle 15
nach innen geführten Schmutzpartikel werden von dem Kühlluftstrom erfasst und mit
diesem über Abströmöffnungen im Gehäuse nach außen abgeleitet.
[0022] Über den Umfang verteilt können mehrere Ableitungskanäle 15 angebracht sein. Hierbei
ist es sowohl möglich, gleiche Abstände zwischen den Ableitungskanälen vorzusehen
als auch ungleichmäßige Abstände, so wie dies auch in Fig. 3 dargestellt ist.
[0023] Der vergrößerten Darstellung nach Fig. 4 ist deutlich zu entnehmen, dass sich der
Ableitungskanal 15 in Achsrichtung gesehen bis zu dem Zahngrund zwischen benachbarten,
radial überstehenden Verbindungsvorsprüngen erstreckt. Zweckmäßigerweise reicht der
Ableitungskanal 15 in Achsrichtung nur bis zum ersten Zahngrund, nicht jedoch bis
zu dem zweiten Zahngrund, welcher in größerem axialen Abstand zur freien Stirnseite
liegt. Gleichwohl kann es zweckmäßig sein, die axiale Erstreckung des Ableitungskanales
so groß auszuführen, dass auch der zweite Zahngrund bzw. weitere folgende Zahngründe
erreicht werden.
[0024] In Fig. 5 ist ein Detail aus dem Griffgehäuse 4 im Bereich der Verbindungseinrichtung
dargestellt, die zugleich das Rotationslager bildet. Zu erkennen sind die zahnförmig
ausgebildeten, sich in Radialrichtung erstreckenden Verbindungsvorsprünge 10 und 11,
denen aber auf Seiten des Griffgehäuses kein Ableitungskanal zugeordnet ist.
[0025] Gemäß einer weiteren Ausführung kann es aber zweckmäßig sein, zusätzlich oder alternativ
auch im Griffgehäuse zumindest einen oder auch mehrere derartige Ableitungskanäle
vorzusehen.
1. Verbindungseinrichtung-Gehäuse-Kombination für eine Werkzeugmaschine, insbesondere
für eine Handwerkzeugmaschine, wobei das Gehäuse (2) zwei separate Gehäuseteile (3,
4) aufweist, die über die Verbindungseinrichtung (9) miteinander verbunden sind, wobei
die Verbindungseinrichtung (9) als Rotationslager (9) mit einer Relativdrehmöglichkeit
zwischen den zu verbindenden Gehäuseteilen (3, 4) ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass in mindestens ein Gehäuseteil (3) ein zum Rotationslager (9) führender Ableitungskanal
(15) für Schmutzpartikel eingebracht ist, wobei der Ableitungskanal (15) zumindest
im Wesentlichen in Radialrichtung verläuft und in einen Strömungskanal für Kühlluft
im Gehäuse mündet.
2. Verbindungseinrichtung-Gehäuse-Kombination nach Anspruch 1 oder 1,
dadurch gekennzeichnet, dass über den Umfang verteilt mehrere Ableitungskanäle (15) vorgesehen sind.
3. Verbindungseinrichtung-Gehäuse-Kombination nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Ableitungskanäle (15) ungleichmäßig über den Umfang verteilt sind.
4. Verbindungseinrichtung-Gehäuse-Kombination nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass der Ableitungskanal (15) als Aussparung ausgeführt ist, die in das Gehäuseteil (3)
eingebracht ist.
5. Verbindungseinrichtung-Gehäuse-Kombination nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass der Ableitungskanal (15) an der Stirnseite des Gehäuseteils (3) angeordnet ist.
6. Verbindungseinrichtung-Gehäuse-Kombination nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass das Rotationslager (9) an den Gehäuseteilen (3, 4) jeweils mindestens einen Rastvorsprung
(10, 11, 12, 13) umfasst, wobei die Rastvorsprünge in eine Rastposition mit einem
in Achsrichtung der Gehäuseteile (3, 4) wirksamen Formschluss zu verbringen sind.
7. Verbindungseinrichtung-Gehäuse-Kombination nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass an den Gehäuseteilen (3, 4) jeweils mindestens zwei axial hintereinander angeordnete
Rastvorsprünge (10, 11; 12, 13) angeordnet sind.
8. Verbindungseinrichtung-Gehäuse-Kombination nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass der Ableitungskanal (15) in Achsrichtung sich nur über die axiale Länge eines Rastvorsprunges
(10, 12) erstreckt.
9. Werkzeugmaschine, insbesondere Handwerkzeugmaschine, mit einer Verbindungseinrichtung-Gehäuse-Kombination
nach einem der Ansprüche 1 bis 8.
1. Connecting device/housing combination for a power tool, in particular for a portable
power tool, wherein the housing (2) has two separate housing parts (3, 4) which are
connected together via the connecting device (9), wherein the connecting device (9)
is in the form of a rotary bearing (9) that is capable of relative rotation between
the housing parts (3, 4) to be connected,
characterized in that a discharging channel (15) for dirt particles that leads to the rotary bearing (9)
has been introduced into at least one housing part (3), wherein the discharging channel
(15) extends at least substantially in a radial direction and leads into a flow duct
for cooling air in the housing.
2. Connecting device/housing combination according to Claim 1 or 1,
characterized in that a plurality of discharging channels (15) are provided in a manner distributed around
the circumference.
3. Connecting device/housing combination according to Claim 2,
characterized in that the discharging channels (15) are distributed irregularly around the circumference.
4. Connecting device/housing combination according to one of Claims 1 to 3,
characterized in that the discharging channel (15) is embodied as a cutout which has been introduced into
the housing part (3).
5. Connecting device/housing combination according to one of Claims 1 to 4,
characterized in that the discharging channel (15) is arranged on the end side of the housing part (3).
6. Connecting device/housing combination according to one of Claims 1 to 5,
characterized in that the rotary bearing (9) on the housing parts (3, 4) comprises in each case at least
one latching protrusion (10, 11, 12, 13), wherein the latching protrusions are intended
to be brought into a latching position with a form fit acting in an axial direction
of the housing parts (3, 4).
7. Connecting device/housing combination according to Claim 6,
characterized in that in each case at least two latching protrusions (10, 11; 12, 13) that are arranged
axially one behind the other are arranged on the housing parts (3, 4).
8. Connecting device/housing combination according to Claim 7,
characterized in that the discharging channel (15) extends in an axial direction only along the axial length
of a latching protrusion (10, 12).
9. Power tool, in particular portable power tool, having a connecting device/housing
combination according to one of Claims 1 to 8.
1. Combinaison d'un dispositif de liaison et d'un boîtier pour une machine-outil, notamment
pour un outil électroportatif, le boîtier (2) comportant deux parties de boîtier (3,
4) séparées reliées entre elles via le dispositif de liaison (9), le dispositif de
liaison (9) étant réalisé sous la forme d'un palier tournant (9) avec une possibilité
de rotation relative entre les parties de boîtier (3, 4) à relier, caractérisée en ce qu'un canal d'évacuation (15) pour particules de crasse menant au palier tournant (9)
est amené dans au moins une partie de boîtier (3), le canal d'évacuation (15) s'étendant
au moins pour l'essentiel dans la direction radiale et débouchant dans un canal d'écoulement
pour air de refroidissement dans le boîtier.
2. Combinaison d'un dispositif de liaison et d'un boîtier selon la revendication 1 ou
1, caractérisée en ce que plusieurs canaux d'évacuation (15) sont prévus de façon répartie sur toute la périphérie.
3. Combinaison d'un dispositif de liaison et d'un boîtier selon la revendication 2, caractérisée en ce que les canaux d'évacuation (15) sont répartis de façon irrégulière sur toute la périphérie.
4. Combinaison d'un dispositif de liaison et d'un boîtier selon l'une quelconque des
revendications 1 à 3, caractérisée en ce que le canal d'évacuation (15) est réalisé sous la forme d'un évidement amené dans la
partie de boîtier (3).
5. Combinaison d'un dispositif de liaison et d'un boîtier selon l'une quelconque des
revendications 1 à 4, caractérisée en ce que le canal d'évacuation (15) est disposé au niveau du côté avant de la partie de boîtier
(3).
6. Combinaison d'un dispositif de liaison et d'un boîtier selon l'une quelconque des
revendications 1 à 5, caractérisée en ce que le palier tournant (9) comprend respectivement au moins une saillie d'arrêt (10,
11, 12, 13) au niveau des parties de boîtier (3, 4), les saillies d'arrêt devant être
amenées dans une position d'arrêt avec une complémentarité de formes agissant dans
la direction axiale des parties de boîtier (3, 4).
7. Combinaison d'un dispositif de liaison et d'un boîtier selon la revendication 6, caractérisée en ce qu'au moins deux saillies d'arrêt (10, 11 ; 12, 13) disposées l'une derrière l'autre
dans le plan axial sont respectivement disposées au niveau des parties de boîtier
(3, 4).
8. Combinaison d'un dispositif de liaison et d'un boîtier selon la revendication 7, caractérisée en ce que le canal d'évacuation (15) s'étend dans la direction axiale seulement sur toute la
longueur axiale d'une saillie d'arrêt (10, 12).
9. Machine-outil, notamment outil électroportatif, avec une combinaison d'un dispositif
de liaison et d'un boîtier selon l'une quelconque des revendications 1 à 8.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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