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EP 2 268 528 B9 |
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KORRIGIERTE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis: Bibliographie entspricht dem neuesten Stand |
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Korrekturinformation: |
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Korrigierte Fassung Nr. 1 (W1 B1) |
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Korrekturen, siehe Beschreibung |
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Corrigendum ausgegeben am: |
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06.11.2013 Patentblatt 2013/45 |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.08.2013 Patentblatt 2013/33 |
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Anmeldetag: 12.03.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2009/052941 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2009/112555 (17.09.2009 Gazette 2009/38) |
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VERFAHREN UND SYSTEM ZUM ERKENNEN DES KONTAKTIERUNGSZUSTANDES VON STECKERN
METHOD AND SYSTEM FOR RECOGNISING THE STATE OF CONNECTION OF CONNECTORS
PROCÉDÉ ET SYSTÈME DE RECONNAISSANCE DE L'ÉTAT DE CONNEXION DE FICHES ÉLECTRONIQUES
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
13.03.2008 DE 102008014573
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.01.2011 Patentblatt 2011/01 |
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Patentinhaber: Jost-Werke GmbH |
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63263 Neu-Isenburg (DE) |
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Erfinder: |
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- ALGÜERA, José Manuel
63739 Aschaffenburg (DE)
- EIERMANN, Michael
64319 Pfungstadt (DE)
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| (74) |
Vertreter: Mehler Achler |
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Patentanwälte
Bahnhofstraße 67 65185 Wiesbaden 65185 Wiesbaden (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 580 043 DE-A-102007 017 659 US-A- 5 421 600
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DE-A-102004 047 492 GB-A- 2 425 760 US-A- 5 477 207
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein System zum Erkennen des Kontaktierungszustandes zwischen
einer ersten Steckerhälfte eines Zugfahrzeugs und einer zweiten Steckerhälfte eines
Anhängerfahrzeugs gemäß den im Oberbegriff des Anspruchs 1 stehenden Merkmalen.
[0002] Unter einem Zugfahrzeug wird insbesondere eine Sattelzugmaschine und unter einem
Anhängerfahrzeug ein Sattelauflieger verstanden. Die Steckerhälften dienen dazu, die
Versorgungsleitungen von Zugfahrzeug und Anhängerfahrzeug zu verbinden, über welche
das Anhängerfahrzeug mit Elektrizität und Druckluft, insbesondere für den pneumatischen
Bremskreislauf versorgt wird. Unmittelbar nach dem Verbinden der Versorgungsleitungen
strömt die Druckluft von dem Zugfahrzeug in den pneumatischen Bremskreislauf bis zum
Erreichen eines vorgesehenen Druckniveaus. Erst nach Erreichen eines vorgegebenen
Druckniveaus, welcher von einem Drucksensor erfasst wird, lassen sich die Bremsen
des Anhängerfahrzeugs lösen. Ein vorstehend beschriebenes Verfahren und ein entsprechendes
Energieübertragungssystem sind beispielsweise der
DE 10 2004 047 492 A1 zu entnehmen.
[0003] Das bekannte Energieübertragungssystem der
DE 10 2004 047 492 A1 dient dazu, das Steckkupplungssystem zu entlasten, indem die Energie aus dem Energieversorgungsstrang
in den Energieverteilungsstrang lediglich geregelt und deshalb nur temporär übertragen
wird. Dadurch wiederum werden die Steckerhälften auch nur temporär mit einem Stromfluss
oder mit Druckluft beaufschlagt, wodurch deren Verschleiß erheblich gemindert wird.
Die Regelung des Energieübertragungssystems findet ohne Eingreifen des Fahrers statt.
Ebenso wenig erhält der Fahrer Informationen über die funktionsbereite Kontaktierung
der Steckerhälften, so dass er in der Regel das Fahrzeug verlassen muss, um sich vom
ordnungsgemäßen Kontakt der Steckerhälften durch Inaugenscheinnahme zu vergewissern.
[0004] Einen gattungsgemäßen Stand der Technik bildet die
EP 1 580 043 A1 mit einer Wegfahrverhinderung für ein Zugfahrzeug und ein Anhängegerät, wobei das
Anhängegerät über eine elektronische und/oder hydraulische und/oder pneumatische Verbindungsleitung
an das Zugfahrzeug anschließbar ist. Mithilfe eines druckabhängigen Sensors im Bereich
der hydraulischen oder pneumatischen Versorgungsleitung soll ein Systemdruck bzw.
Systemfluss detektiert werden. Solange ein voreinstellbarer Systemdruck bzw. Systemfluss
vorliegt bzw. detektiert wird, kann dann ein entsprechendes Signal erzeugt werden.
Die Wegfahrverhinderung hat sich jedoch als unzureichend gezeigt, um den ordnungsgemäßen
Kontaktierungszustand der Steckerhälften während des Fahrbetriebes zu erfassen. Die
bekannte Vorrichtung ist insbesondere nicht in der Lage zu unterscheiden, ob ein Druckabfall
im Bremskreis des Anhängegerätes aus Bremsungen bei Bergabfahrten oder einem undichten
Kontakt der Steckerhälften resultiert. Einen weiteren Nachteil stellt auch im Hinblick
auf den Kontaktierungszustand der Steckerhälften die große Anzahl der Einzelstecker
dar, welche an unterschiedlichen Positionen des Zugfahrzeugs angreifen und daher optisch
mit einem Blick nicht zu erfassen sind.
[0005] Demzufolge liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein System bereitzustellen,
welches eine optische Kontrolle der ordnungsgemäßen Kontaktierung der Steckerhälften
entbehrlich macht und auch während des Fahrbetriebes zuverlässig funktioniert.
[0006] Die Aufhabe wird erfindungsgemäß durch ein System mit den im kennzeichnenden Teil
des Anspruchs 1 stehenden Merkmalen gelöst Die Signaleinrichtung kann dabei den Kontaktierungszustand
unmittelbar anzeigen oder dem Fahrer beispielsweise das Durchführen weiterführender
Prozessschritte anbieten, wie das Einfahren der Stützwinden.
[0007] Das Bereitstellen des Druckniveaus auf dem Anhängerfahrzeug wird erfasst, um auf
eine einwandfreie Verbindung der Steckerhälften zu schließen. Für den Fall, dass die
Steckerhälften nicht in Wirkeingriff gelangen, zum Beispiel weil eine der Steckerhälften
beschädigt ist, bleibt das Erreichen des vorgegebenen Druckniveaus aus.
[0008] Das erfindungsgemäße System umfasst ein an dem Zugfahrzeug angeordnetes und mit dem
Anhängersteuergerät verbundenes Steuergerät, welches das elektronische Signal verarbeitet,
und eine Signaleinrichtung, welche dem Fahrer den Kontaktierungzustand anzeigt.
[0009] Gemäß einer vorteilhaften Ausführugsform ist das Anhängersteuergerät und/oder das
Zugfahrzeugseitige Steuergerät ein Bauelement des elektronischen Bremssystems (EBS)
des Gliederzugs. Die Abfrage des Druckniveaus auf dem Anhängerfahrzeug erfolgt bei
modernen Fahrzeugen in der Regel über das elektronische Bremssystem.
[0010] Das Anhängersteuergerät stellt das elektronische Signal auf den Datenbus, wobei das
über den Datenbus übertragene elektronische Signal von dem Steuergerät am Zugfahrzeug
abgreifbar ist. Über den Datenbus wird unter anderem das Bremsdrucksignal elektronisch
zum Anhängerfahrzeug übermittelt. Bei dem Datenbus handelt es sich insbesondere um
einen CAN-Bus.
[0011] Das Steuergerät des Zugfahrzeugs vergleicht das eingehende elektronische Signal des
Anhängersteuergerätes mit dem eingespeisten Bremsdrucksignal. Hierdurch wird eine
erhöhte Betriebssicherheit erreicht, da nicht nur der Druckaufbau des Bremsdrucks
sondern auch der Datenbus mit den dazugehörigen Steuergeräten und die ordnungsgemäße
Kontaktierung der Pole des Datenbusses in die Überprüfung eingeschlossen sind.
[0012] An der ersten und zweiten Steckerhälfte sind Kontakte zur Übertragung des Datenbus-Signals
vorgesehen. Derzeit existieren bei Zugfahrzeugen und Sattelaufliegern 7polige Steckerhälften
nach ISO 7638 als vorgeschriebener Standard, bei denen die Pole 1 bis 5 zur Energieübertragung
und für eine Warnleuchtenansteuerung belegt sind. Die zwei weiteren Pole sind für
die Übertragung des Datenbus-signals nach ISO 11992 vorgesehen.
[0013] Sofern ein automatisches Kupplungssystem für Sattelzüge zum Einsatz kommt, sollte
die erste Steckerhälfte unmittelbar unterhalb der Einfahröffnung einer Sattelkupplung
angeordnet sein. Die zweite Steckerhälfte kann an einem schwenkbar um einen Königszapfen
gelagerten Ausrichtkeil bereitgehalten sein, wobei die äußere Kontur des Ausrichtkeils
komplementär zu der Einfahröffnung einer Sattelkupplung ausgebildet ist. Beim Aufsatteln
des Sattelaufliegers gelangen zeitgleich die Steckerhälften von Zugfahrzeug und Auflieger
in Wirkeingriff miteinander. Dieses geschieht in einem von außen kaum einsehbaren
Bereich unterhalb der Einfahröffnung der Sattelkupplung. Aus diesem Grund ist der
Einsatz des erfindungsgemäßen Systems bei Sattelzügen mit einem automatischen Kupplungssystem
besonders vorteilhaft, da die bisher vorgeschriebene Sichtkontrolle aufgrund der unzugänglichen
Einbaulage kaum durchzuführen ist. Sobald die Steckerhälften von Zugfahrzeug und Anhängerfahrzeug
miteinander verbunden sind, wird das Druckniveau auf dem Auflieger über den Drucksensor
ausgelesen und an das Anhängersteuergerät weitergegeben. Das Aufliegersteuergerät
stellt ein entsprechendes Signal auf den Datenbus, welches von dem zugfahrzeugseitigen
Steuergerät ausgelesen und als vorhandenes Druckniveau am Auflieger identifiziert
wird.
[0014] Vorzugsweise ist die Signaleinrichtung im Fahrerhaus angeordnet. Die Signaleinrichtung
gibt die Information über eine ordnungsgemäße Kontaktierung der Steckerhälften an
den Fahrer weiter, ohne dass dieser das Fahrerhaus verlassen muss.
[0015] Zum besseren Verständnis wird die Erfindung nachfolgend anhand von zwei Figuren näher
erläutert. Es zeigen die:
- Fig. 1:
- eine Seitenansicht auf einen Sattelzug mit einem Zugfahrzeug und einem Anhängerfahrzeug
sowie
- Fig. 2:
- einen schematischen Funktionsplan wesentlicher Komponenten des erfindungsgemäßen Systems.
[0016] Die Figur 1 zeigt in einer Seitenansicht ein Zugfahrzeug 1 mit einem daran mechanisch
verbundenen Anhängerfahrzeug 2 in Form eines Sattelaufliegers. Zum Ankuppeln des Sattelaufliegers
2 fährt das Zugfahrzeug 1 rückwärts gegen den stehenden Sattelauflieger 2, so dass
ein an der Unterseite des Sattelaufliegers 2 angebrachter Königszapfen 12 (siehe Figur
2) zunächst in eine konisch zulaufende Einfahröffnung 10 einer Sattelkupplung 11 gelangt
und dort zwangsgeführt bis in seine Endposition innerhalb der Sattelkupplung 11 geführt
wird.
[0017] Die Übertragung von Energie- und Steuersignalen erfolgt nicht wie üblich über Spiralkabel
des Zugfahrzeugs 1 zu dem Sattelauflieger 2, sondern über ein Kupplungssystem 19.
[0018] Das Kupplungssystem 19 umfasst seitens des Zugfahrzeugs 1 eine unterhalb der Einfahröffnung
10 ortsfest angeordnete erste Steckerhälfte 3 mit Kontakten 9, die neben einer nicht
weiter gezeigten Stromquelle an einen Kompressor 20 zur Druckluftversorgung angeschlossen
sind. Darüber hinaus ist die erste Steckerhälfte 3 mit einem Steuergerät 8 des Zugfahrzeugs
1 verbunden, welches über einen Datenbus mit den auf dem Sattelauflieger 2 befindlichen
Komponenten kommuniziert und Bestandteil des elektronischen Bremssystems ist.
[0019] Das Steuergerät 8 ist an eine im Fahrerhaus 14 des Zugfahrzeugs 1 angeordnete Signaleinrichtung
15 angeschlossen, welche den Fahrer über eine ordnungsgemäße Verbindung der ersten
und zweiten Steckerhälfte 3, 4 informiert.
[0020] Das Kupplungssystem 19 umfasst außerdem einen um den Königszapfen 12 schwenkbaren
Ausrichtkeil 13 (siehe Figur 2), dessen äußere Form komplementär zu der Geometrie
der Einfahröffnung 10 ausgebildet ist. Auf der Unterseite des Ausrichtkeils 13 befindet
sich eine zweite Steckerhälfte 4, wie ebenfalls besonders gut in der Figur 2 zu erkennen
ist. Beide Steckerhälften 3, 4 werden beim Ankuppeln des Königszapfens 12 an die Sattelkupplung
11 zusammengeführt. Auch die zweite Steckerhälfte 4 weist Kontakte 9 auf, die bereits
vor der Kontaktierung mit der ersten Steckerhälfte 3 den darin befindlichen Kontakten
9 gegenüberstehen.
[0021] Auf der Rückseite des Ausrichtkeils 13 treten die Versorgungsleitungen heraus, zu
denen die pneumatische Bremssignalleitung 18a und die Steuerleitung 18b des Bremskreislaufs
5 gehören.
[0022] Die pneumatische Bremssignalleitung 18a erstreckt sich auf dem Sattelauflieger 2
von dem Ausrichtkeil 13 bis zu den Bremsen des jeweiligen Rades 16. Innerhalb der
pneumatischen Bremssignalleitung 18a wird der pneumatische Druck mittels eines Drucksensors
6 erfasst, welcher an ein Anhängersteuergerät 7 des elektronischen Bremssystems (EBS)
angeschlossen ist.
[0023] Die Steuerleitung 18b verläuft von dem Ausrichtkeil 13 ebenfalls zu dem Anhängersteuergerät
7. Über einen weiteren Leitungszweig kann außerdem von dem Anhängersteuergerät 7 ein
Bremsventil 17 angesteuert sein.
[0024] Mit dem Ankuppeln des Sattelaufliegers 2 an das Zugfahrzeug 1 sind auch die erste
und zweite Steckerhälfte 3, 4 des Kupplungssystems 19 miteinander verbunden. Die ordnungsgemäße
Überwachung erfolgt anstatt durch eine Sichtkontrolle des Fahrers nunmehr systemimmanent,
indem der nach der Kontaktierung in der pneumatischen Bremssignalleitung 18a vorherrschende
Druck von dem darin angeordneten Drucksensor 6 gemessen und innerhalb des Anhängersteuergeräts
7 in den Datenbus eingespeist wird. Nur wenn eine ordnungsgemäße Kontaktierung der
ersten Steckerhälfte 3 mit der zweiten Steckerhälfte 4 vorliegt, findet ein Druckaufbau
innerhalb der pneumatischen Bremssignalleitung 18a statt und auch nur dann findet
eine Signalübertragung des Datenbus über die erste und zweite Steckerhälfte 3, 4 statt,
die vom Steuergerät 8 des Zugfahrzeugs 1 erkannt wird.
[0025] Sofern das Steuergerät 8 auf eine ordnungsgemäße Kontaktierung der Steckerhälften
3, 4 schließt, wird dieses dem Fahrer über die Signaleinrichtung 15 innerhalb des
Fahrerhauses 14 angezeigt.
[0026] Gegenüber einer optischen Kontrolle des Verbindungszustandes der ersten und zweiten
Steckerhälfte 3, 4 bietet das erfindungsgemäße System den Vorteil, dass gleichzeitig
die Funktion des Bremskreislaufs 5 geprüft wird, da andernfalls kein positives Signal
über den Datenbus zu dem Steuergerät 8 des Zugfahrzeugs 1 übertragen werden würde.
Bezugszeichenliste
[0027]
- 1
- Zugfahrzeug
- 2
- Anhängerfahrzeug, Sattelauflieger
- 3
- erste Steckerhälfte
- 4
- zweite Steckerhälfte
- 5
- pneumatischer Kreis, Bremskreislauf
- 6
- Drucksensor
- 7
- Anhängersteuergerät
- 8
- Steuergerät Zugfahrzeug
- 9
- Kontakte
- 10
- Einfahröffnung
- 11
- Sattelkupplung
- 12
- Königszapfen
- 13
- Ausrichtkeil
- 14
- Fahrerhaus
- 15
- Signaleinrichtung
- 16
- Rad Auflieger
- 17
- Bremsventil
- 18a
- pneumatische Bremssignalleitung
- 18b
- Steuerleitung
- 19
- Kupplungssystem
- 20
- Kompressor
1. System zum Erkennen des Kontaktierungszustandes zwischen einer ersten Steckerhälfte
(3) eines Zugfahrzeugs (1) und einer zweiten Steckerhälfte (4) eines Anhängerfahrzeugs
(2), bei dem das Anhängerfahrzeug (2) mindestens einen pneumatischen Bremskreis (5)
und einen darin angeordneten Bremsdrucksensor (6) aufweist, welcher dem Zugfahrzeug
(1) mittels eines Anhängersteuergerätes (7) ein dem Druckniveau entsprechendes elektronisches
Bremsdrucksignal bereitstellt, wobei an dem Zugfahrzeug (1) ein mit dem Anhängersteuergerät
(7) verbundenes Steuergerät (8) angeordnet ist, welches das elektronische Bremsdrucksignal
verarbeitet, das Anhängersteuergerät (7) das elektronische Bremsdrucksignal des Bremsdrucksensors
(6) auf einen Datenbus stellt und der Datenbus dieses Bremsdrucksignal an das Zugfahrzeug
(1) überträgt und das über den Datenbus übertragene elektronische Bremsdrucksignal
von dem zugfahrzeugseitigen Steuergerät (8) am Zugfahrzeug (1) abgreifbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass an dem Zugfahrzeug (1) eine Signaleinrichtung (15) angeordnet ist, die dem Fahrer
den ordnungsgemäßen Kontaktierungszustand der ersten und zweiten Steckerhälfte (3,
4) anzeigt,
dass das Steuergerät (8) des Zugfahrzeugs (1) so ausgestaltet ist, daß das eingehende
elektronische Bremsdrucksignal des Anhängerteuergerätes (7) mit einem eingespeisten
Bremsdrucksignal verglichen wird, wobei der Druckaufbau des Bremsdrucks, der Datenbus
mit den zugehörigen Steuergeräten (7, 8) und die ordnungsgemäße Kontaktierung der
Kontakte des Datenbusses in den Steckerhälften (3, 4) in die Überprüfung eingeschlossen
werden, und
dass jede Steckerhälfte (3, 4) Kontakte (9) zur Übertragung des Datenbus-Signals und zur
Druckluftübertragung aufweist.
2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Anhängersteuergerät (7) und/oder das zugfahrzeugseitige Steuergerät (8) ein Bauelement
des elektronischen Bremssystems (EBS) sind.
3. System nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Steckerhälfte (3) unmittelbar unterhalb der Einfahröffnung (10) einer Sattelkupplung
(11) angeordnet ist.
4. System nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Steckerhälfte (4) an einem schwenkbar um einen Königszapfen (12) gelagerten
Ausrichtkeil (13) angeordnet ist, dessen äußere Kontur komplementär zu der Einfahröffnung
(10) einer Sattelkupplung (11) ausgebildet ist.
5. System nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Signaleinrichtung (15) innerhalb des Fahrerhauses angeordnet ist.
1. System for detecting the connection status between a first connector half (3) of a
towing vehicle (1) and a second connector half (4) of a trailer vehicle (2), in which
the trailer vehicle (2) has at least one pneumatic brake circuit (5) and, arranged
therein, a brake pressure sensor (6) which supplies to the towing vehicle (1) by means
of a trailer control device (7) an electronic brake pressure signal corresponding
to the pressure level, wherein there is arranged on the towing vehicle (1) a control
device (8) which is connected to the trailer control device (7) and processes the
electronic brake pressure signal, the trailer control device (7) places the electronic
brake pressure signal of the brake pressure sensor (6) on a data bus, and the data
bus transmits the brake pressure signal to the towing vehicle (1), and the electronic
brake pressure signal transmitted by way of the data bus can be read at the towing
vehicle (1) by the control device (8) on the towing vehicle,
characterised in that
there is arranged on the towing vehicle (1) a signalling device (15) which indicates
to the driver the correct connection status of the first and second connector halves
(3, 4), in that the control device (8) of the towing vehicle (1) is so equipped that the incoming
electronic brake pressure signal of the trailer control device (7) is compared with
a stored brake pressure signal, wherein the check includes the pressure build-up of
the brake pressure, the data bus with the associated control devices (7, 8), and the
correct connection of the contacts of the data bus in the connector halves (3, 4),
and
in that each connector half (3, 4) has contacts (9) for transmitting the data bus signal
and for the transfer of compressed air.
2. System according to claim 1, characterised in that the trailer control device (7) and/or the control device (8) on the towing vehicle
is/are a structural element of the electronic braking system (EBS).
3. System according to claim 1 or 2, characterised in that the first connector half (3) is arranged immediately beneath the entry opening (10)
of a fifth wheel coupling (11).
4. System according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the second connector half (4) is arranged on an alignment wedge (13) that is mounted
to be pivotable about a kingpin (12) and the outer contour of which is complementary
to the entry opening (10) of a fifth wheel coupling (11).
5. System according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the signalling device (15) is arranged inside the driver's cab.
1. Système de détection de l'état de connexion entre une première moitié de connecteur
(3) d'un véhicule tracteur (1) et une deuxième moitié de connecteur (4) d'un véhicule
remorqué (2), lequel véhicule remorqué (2) présente au moins un circuit de freinage
pneumatique (5) et un capteur de pression de freinage (6) disposé dans celui-ci, lequel
fournit au véhicule tracteur (1), au moyen d'un appareil de commande de remorque (7),
un signal électronique de pression de freinage correspondant au niveau de pression,
un appareil de commande (8) relié à l'appareil de commande de remorque (7) étant disposé
sur le véhicule tracteur (1), lequel traite le signal électronique de pression de
freinage, l'appareil de commande de remorque (7) mettant le signal électronique de
pression de freinage du capteur de pression de freinage (6) sur un bus de données
et le bus de données transmettant ce signal de pression de freinage au véhicule tracteur
(1) et le signal électronique de pression de freinage transmis sur le bus de données
pouvant être prélevé sur le véhicule tracteur (1) par l'appareil de commande (8) côté
véhicule tracteur,
caractérisé en ce
que sur le véhicule tracteur (1) est disposé un dispositif de signalisation (15) qui
indique au conducteur l'état de connexion correct des première et deuxième moitiés
de connecteur (3, 4),
que l'appareil de commande (8) du véhicule tracteur (1) est équipé de façon que le signal
électronique de pression de freinage arrivant de l'appareil de commande de remorque
(7) soit comparé avec un signal de pression de freinage injecté, l'augmentation de
la pression de freinage, le bus de données avec les appareils de commande associés
(7, 8) et la connexion correcte des contacts du bus de données dans les moitiés de
connecteur (3, 4) étant inclus dans la vérification, et
que chaque moitié de connecteur (3, 4) présente des contacts (9) pour la transmission
du signal de bus de données et pour la transmission d'air comprimé.
2. Système selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'appareil de commande de remorque (7) et/ou l'appareil de commande (8) côté véhicule
tracteur sont un composant du système de freinage électronique (EBS).
3. Système selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la première moitié de connecteur (3) est disposée immédiatement sous l'ouverture
de positionnement (10) d'une sellette d'attelage (11).
4. Système selon une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la deuxième moitié de connecteur (4) est disposée sur un cône d'alignement (13) qui
est monté pivotant autour d'un pivot d'attelage (12) et dont le contour extérieur
est conformé de façon complémentaire à l'ouverture de positionnement (10) d'une sellette
d'attelage (11).
5. Système selon une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le dispositif de signalisation (15) est disposé à l'intérieur de la cabine de conduite.

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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