| (19) |
 |
|
(11) |
EP 2 268 882 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
15.01.2014 Patentblatt 2014/03 |
| (22) |
Anmeldetag: 04.04.2009 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/EP2009/002497 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2009/127335 (22.10.2009 Gazette 2009/43) |
|
| (54) |
MÖBELSCHARNIER
FURNITURE HINGE
CHARNIÈRE DE MEUBLE
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
16.04.2008 AT 5982008
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
05.01.2011 Patentblatt 2011/01 |
| (73) |
Patentinhaber: Grass GmbH & Co. KG |
|
64354 Reinheim (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- KRÜDENER, Boris
64285 Darmstadt (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Fechner, Thomas et al |
|
Hofmann & Fechner
Patentanwälte
Hörnlingerstrasse 3
Postfach 50 6830 Rankweil 6830 Rankweil (AT) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 555 372 WO-A-2008/011955 DE-U1-202006 013 357
|
WO-A-2008/009345 AT-B- 369 112
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Möbelscharnier mit einem Türflügelanschlagteil
zur Befestigung an einem Türflügel und einem damit schwenkbar verbundenen Korpusanschlagteil
zur Befestigung an einem Möbelkorpus und zumindest einer Funktionseinheit, insbesondere
einem Dämpfer, zur Beeinflussung einer Schwenkbewegung zwischen dem Türflügelanschlagteil
und dem Korpusanschlagteil, wobei der Korpusanschlagteil einen ersten Bauteil und
zumindest einen zweiten Bauteil aufweist und der erste Bauteil am zweiten Bauteil
zumindest mittels zumindest einer Verstelleinrichtung, insbesondere Verstellschraube,
gelagert ist und mit der Verstelleinrichtung die relative Lage des ersten Bauteils
zum zweiten Bauteil verstellbar ist und die Funktionseinheit ein erstes Funktionselement
und zumindest ein zweites Funktionselement aufweist, wobei das erste Funktionselement
relativ zum zweiten Funktionselement bewegbar gelagert ist, und das erste Funktionselement
an der Verstelleinrichtung befestigt oder abgestützt ist, wobei das erste Funktionselement
über zumindest ein, insbesondere direkt über genau ein, Gelenk gelenkig an der Verstelleinrichtung
befestigt oder abgestützt ist.
[0002] Möbelscharniere sind beim Stand der Technik in verschiedensten Ausgestaltungsformen
bekannt. Der Türflügelanschlagteil wird häufig von einem Scharniertopf gebildet, der
Korpusanschlagteil häufig von einem sogenannten Scharnierarm. Es sind aber auch andere
Ausführungsformen bekannt, z. B. für Glastüren, bei denen anstelle des Scharniertopfs
Türflügelanschlagteile mit ebenen Klebeflächen zum Einsatz kommen. Um die Schwenkbewegung
zwischen dem Türflügelanschlagteil und dem Korpusanschlagteil beeinflussen zu können,
weisen diese Scharniere heutzutage Funktionseinheiten auf. Diese können z. B. als
Dämpfer zum Dämpfen der Schließ- und/oder Öffnungsbewegung des Türflügelanschlagteils
ausgeführt sein. Es gibt aber auch Funktionseinheiten in Form von Schließfedern oder
Elektromotoren, die zur Beeinflussung der Schwenkbewegung zwischen dem Türflügelanschlagteil
und dem Korpusanschlagteil vorgesehen sind. Als Beispiel für verschiedene Anbindungen
einer Funktionseinheit in Form eines Dämpfers an das Möbelscharnier wird auf die
WO 2008/011955 A1 verwiesen. Dieses Möbelscharnier weist einen Schieber auf, welcher vom Türflügelanschlagteil
bei der Schließbewegung des Möbelscharniers beaufschlagt wird und mit einer Kolbenstange
als Funktionselement des Dämpfers gekoppelt ist. Die Kolbenstange wird in einen Zylinder
eingeschoben, welcher als zweites Funktionselement des Dämpfers ortsfest am Scharnierarm
abgestützt ist. Eine umgekehrte Anordnung ist aus der
WO 2008/009345 bekannt. Hier ist ein Betätigungsteil mit einem der Gelenkhebel des Möbelscharniers
verbunden. Dieser leitet die Bewegung des Gelenkhebels im zweiten Ausführungsbeispiel
dieser Schrift über ein Betätigungsteil auf den Zylinder des Dämpfers, so dass dieser
relativ zum Scharnierarm und zur Kolbenstange bewegt wird.
[0003] Bei den beiden genannten Schriften ist der Dämpfer bzw. die Funktionseinheit im Inneren
des Korpusanschlagteils angeordnet und benötigt dort einen Großteil des Platzes innerhalb
des Korpusanschlagteils. In den genannten Schriften wurde daher auf Verstelleinrichtungen
zur Höhen-, Tiefen- oder Auflagenverstellung des Korpusanschlagteils verzichtet.
[0004] Bei Möbelscharnieren, bei denen auf zumindest eine solche Verstelleinrichtung nicht
verzichtet wird, werden die Dämpfer bzw. sonstige Funktionseinheiten in der Regel
außen am Türflügelanschlagteil oder Korpusanschlagteil angebracht, damit im Korpusanschlagteil
ausreichend Platz für die Verstelleinrichtungen zur Verfügung steht. Gattungsgemäße
Möbelscharniere sind z. B. in der
WO 2005/088052 A1 gezeigt.
[0005] Ein gattungsgemäßes Möbelscharnier ist aus der
AT 369112 B bekannt. In dieser Schrift ist als Funktionseinheit eine Schließfeder an einer Verstellschraube
befestigt. Bei der genannten gattungsgemäßen Schrift muss zwar sichergestellt sein,
dass die Verstellschraube trotz der Anbindung des ersten Funktionselementes drehbar
bleibt. Ansonsten ist aber eine relativ einfache Anbindung möglich, da alle anderen
auf die Funktionseinheit einwirkenden Verschiebungen von der Schließfeder, welche
die Funktionseinheit bildet, automatisch ausgeglichen werden. Die genannten Verschiebungen
kommen z.B. durch die Bewegung der Gelenkhebel bei der Schwenkbewegung zwischen Türflügelanschlagteil
und Korpusanschlagteil zustande.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, gattungsgemäße Möbelscharniere dahingehend weiterzubilden,
dass bei ihnen auch Funktionseinheiten an der Verstelleinrichtung befestigt oder abgestützt
sein können, welche die z.B. durch die Gelenkhebelbewegung auftretenden Verschiebungen
nicht von sich aus ausgleichen können.
[0007] Dies wird erfindungsgemäß erreicht, indem das Gelenk eine Kugelkopfaufnahme und einen
darin bewegbar, vorzugsweise drehbar und/oder schwenkbar, gelagerten Kugelkopf aufweist.
[0008] Auch bei der Erfindung ist vorgesehen, zumindest einer Verstelleinrichtung des Möbelscharniers
eine Doppelfunktion zuzuweisen. So dient beim erfindungsgemäßen Möbelscharnier die
Verstelleinrichtung einerseits ihrer an sich bekannten Funktion z.B. zur Höhen-, Tiefen-
und/oder Auflagenverstellung. Zusätzlich wird die Verstelleinrichtung aber auch als
eine Befestigungseinrichtung verwendet, an der das erste Funktionselement der Funktionseinheit
befestigt oder zumindest abgestützt ist. Es handelt sich dabei bevorzugt um eine möglichst
direkte Verbindung zwischen Funktionselement und Verstelleinrichtung. Dabei ist vorgesehen,
dass das erste Funktionselement über zumindest ein, vorzugsweise direkt über genau
ein, Gelenk gelenkig an der Verstelleinrichtung befestigt oder abgestützt ist Durch
die Verwendung eines Gelenkes mit einer Kugelkopfaufnahme und einem darin bewegbar
gelagerten Kugelkopf wird erreicht, dass nicht nur die Verstelleinrichtung verstellbar
bleibt, sondern auch durch die Schwenkbewegung zwischen Türflügelanschlagteil und
Korpusanschlagteil z.B. über die Gelenkhebel hervorgerufene Bewegungen innerhalb des
Scharniers ausgeglichen werden können. Hierdurch ist es möglich, Funktionseinheiten
an der Verstelleinrichtung zu befestigen oder abzustützen, welche diese Bewegungen
selbst nicht ausgleichen können. Dadurch können auch Funktionseinheiten wie Elektromotoren
oder Dämpfer in der genannten Art an der Verstelleinrichtung befestigt und abgestützt
werden.
[0009] Bevorzugt ist vorgesehen, dass das erste Funktionselement über die bzw. mittels der
Verstelleinrichtung mit dem ersten und/oder zweiten Bauteil des Korpusanschlagteils
verbunden ist.
[0010] Bei der Verstelleinrichtung handelt es sich vorzugsweise um eine Verstellschraube,
die über ein entsprechendes Außengewinde in ein Innengewinde am ersten oder zweiten
Bauteil des Korpusanschlagteils eingedreht wird. Bei der Verstelleinrichtung, bei
der das erste Funktionselement befestigt oder abgestützt ist, kann es sich aber auch
um an sich bekannte Exzenter oder Schnecken, vorzugsweise mit spiralförmiger Führungsbahn,
handeln. Auch an diesen kann, z.B. über einen vorzugsweise entsprechend zentral angeordneten
Fortsatz, das erste Funktionselement befestigt oder abgestützt ist. In den Fällen,
in denen die Verstelleinrichtung bei der Verstellung ihre Lage verändert, also z.
B. im Falle einer Verstellschraube die unterschiedlich weit in zumindest einen der
beiden Bauteile des Korpusanschlagteils eingeschraubt wird, bietet sich die bereits
genannte gelenkige Verbindung zwischen Funktionselement und Verstelleinrichtung an.
[0011] Bei der Funktionseinheit handelt es sich vorzugsweise zunächst einmal um einen Dämpfer,
der die Schließ- und/oder Öffnungsbewegung beim Verschwenken des Türflügelanschlagsteils
relativ zum Korpusanschlagteil dämpft und so insbesondere in der Nähe der Endlagen
für ein sanftes Schließen und/oder Öffnen sorgt. In diesem Sinne kann vorgesehen sein,
dass die Funktionseinheit ein Dämpfer mit einer in einem Zylinder linear geführten
Kolbenstange ist und die Kolbenstange und der Zylinder relativ zueinander linear verschiebbar
sind und das erste Funktionselement die Kolbenstange oder der Zylinder ist.
[0012] Es ist aber grundsätzlich auch möglich, die erfindungsgemäße Art der Anbindung für
Funktionseinheiten wie Schließfedern oder Elektromotoren zum Öffnen und/oder Schließen
zu verwenden. Zum Beispiel kann dann das erste Funktionselement ein Schenkel oder
Stößel einer Schließfeder oder ein Gehäuse eines Motors oder eine relativ zum Gehäuse
des Motors bewegte Welle oder Stange sein. Dabei ist es möglich, dass die erfindungsgemäß
angebundenen Funktionseinheiten eine z. B. von Hand herbeigeführte Öffnungs- oder
Schließbewegung unterstützen oder hemmen, also zusätzlich beschleunigen oder verzögern.
Es ist aber auch denkbar, insbesondere bei Funktionseinheiten in Form von Motoren,
dass diese die Öffnungs- oder Schließbewegung, also die Schwenkbewegung zwischen Türflügelanschlagteil
und Korpusanschlagteil zumindest über einen Teilbereich des Weges oder aber auch für
den gesamten Schwenkwinkel vollständig alleine ausführen. Besonders bevorzugt ist
vorgesehen, dass das zweite Funktionselement, also das nicht an der Verstelleinrichtung
befestigte oder abgestützte Funktionselement direkt oder über einen Zwischenarm und
ggfs. weitere Zusatzzwischenhebel und/oder Zusatzzwischenarmen an einem, den Türflügelanschlagteil
mit dem Korpusanschlagteil verschwenkbar verbindenden Gelenkhebel des Möbelscharniers
angelenkt ist. Es sind aber auch andere Formen der Beaufschlagung des zweiten Funktionselementes
denkbar, z. B. kann hierfür ein vom Türflügelanschlagteil beaufschlagter Schieber
gem. der
WO 2008/011955 vorgesehen sein.
[0013] Durch die erfindungsgemäße Doppelverwendung der Verstelleinrichtung kann auf zusätzliche
Bauteile, welche zur Abstützung oder Befestigung des ersten Funktionselementes dienen,
verzichtet werden. Der hierdurch gewonnene Raum kann insbesondere dazu genutzt werden,
dass die Funktionseinheit zumindest teilweise, vorzugsweise vollständig, in einem
Innenhohlraum des Korpusanschlagteils angeordnet werden kann. Hierdurch wird vermieden,
dass der Benutzer an einer außen am Möbelscharnier angebrachten Funktionseinheit aus
Versehen hängen bleibt. Darüber hinaus wird der optische Eindruck des Möbelscharniers
verbessert. Beim Türflügelanschlagteil kann es sich um einen Scharniertopf handeln.
Der Korpusanschlagteil kann z. B. als ein länglich erstreckter Scharnierarm ausgeführt
sein.
[0014] Weitere Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung
eines bevorzugten Ausführungsbeispiels. Es zeigen:
- Fig. 1 bis 16
- verschiedene Darstellungen zu diesem erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel und
- Fig. 17
- einen Schnitt durch den, in diesem Ausführungsbeispiel verwendeten Dämpfer.
[0015] Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht von außen auf das erfindungsgemäße Möbelscharnier.
Fig. 2 zeigt eine korrespondierende Draufsicht. In diesen beiden Figuren befindet
sich das Möbelscharnier in der vollkommen geöffneten Stellung.
[0016] Der Türflügelanschlagteil 1 dieses Ausführungsbeispiels ist als Scharniertopf ausgebildet,
das Korpusanschlagteil 2 als Scharnierarm. Dies ist eine übliche, aber nicht zwingend
notwendige Ausgestaltung eines Möbelscharniers. Wie an sich bekannt, ist der Türflügelanschlagteil
1 über einen äußeren Gelenkhebel 21 und in diesem Beispiel über mehrere parallel angeordnete,
in den Fig. 1 und 2 nicht zu sehende, innere Gelenkhebel 20 und 20' schwenkbar mit
dem Korpusanschlagteil 2 verbunden. Es handelt sich um ein sogenanntes Vierpunktscharnier,
bei dem vier Gelenkachsen 28 die Gelenkhebel 20,20' und 21 an den Türflügelanschlagteil
1 und an den Korpusanschlagteil 2 anlenken. Der Korpusanschlagteil 2 weist die beiden
Bauteile 4 und 5 auf. Eine erste Verstelleinrichtung ist in Form der Verstellschraube
6 ausgebildet. Diese dient zur Auflagenverstellung, also zur Verstellung des Abstandes
zwischen dem ersten Bauteil 4 und dem zweiten Bauteil 5 in einer der mit Doppelpfeil
15 angezeigten Richtungen normal auf die meist ebene Befestigungsfläche 14, welche
durch die Befestigungslaschen 13 des zweiten Bauteils 5 vorgegeben ist und der Anlage
am Möbelkorpus 37 dient. Zur sogenannten Tiefenverstellung ist in diesem Ausführungsbeispiel
als Verstelleinrichtung ein Exzenter 7 vorgesehen. Dieser ist drehbar im ersten Bauteil
4 gelagert und greift mit seinem Exzenterzapfen in ein entsprechendes Loch im zweiten
Bauteil 5 ein, so dass ein Drehen des Exzenters 7 ein Verschieben des ersten Bauteils
4 relativ zum zweiten Bauteil 5 in einer der Richtungen 16 und damit eine Tiefenverstellung
bewirkt. Dies ist an sich bekannt und muss nicht weiter erläutert werden. Um einerseits
die Tiefenverstellung, andererseits aber auch die Auflagenverstellung zwischen den
beiden miteinander verbundenen Bauteilen 4 und 5 zu ermöglichen, ist eine Führungsachse
30 vorgesehen, die, wie insbesondere in den nachfolgenden Schnitten zu sehen, in einem
Führungsachsenlangloch 31 in den Richtungen 16 parallel zur Befestigungsfläche 14
im zweiten Bauteil 5 verschiebbar gelagert ist. Dies erlaubt es, dass die Führungsachse
30 ein Verschwenken der beiden Bauteile 4 und 5 bei der Auflagenverstellung und damit
eine Verstellung des Abstandes in einer der Richtungen 15 mittels der Verstellschraube
6, aber auch ein Verschieben der beiden Bauteile parallel zur Befestigungsfläche 14
in einer der Richtungen 16 mittels des Exzenters 7 zulässt.
[0017] Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Türflügelanschlagteil 1 am ersten Bauteil
4 des Korpusanschlagsteils 2 schwenkbar angelenkt. Am zweiten Bauteil 5 des Korpusanschlagteils
sind einstückig die Befestigungslaschen 13 zur Befestigung an dem Möbelkorpus 37 befestigt.
Die Befestigungslaschen 13 geben die zur Anlage am Möbelkorpus 37 vorgesehene, vorzugsweise
ebene, Befestigungsfläche 14 vor. Abweichend vom gezeigten Ausführungsbeispiel ist
es natürlich auch möglich, wie an sich bekannt, die Befestigungslaschen 13 für das
Korpusanschlagteil 2 in Form einer vom zweiten Bauteil 5 abnehmbaren Montageplatte
auszubilden. Die Befestigung des zweiten Bauteils 5 kann dann in an sich bekannter
Weise an dieser Befestigungsplatte z. B. über einen Klips- bzw. Schnappmechanismus
erfolgen. Der Vollständigkeit halber wird noch auf die Befestigungslaschen 13' des
Türflügelanschlagteils 1 hingewiesen. Diese sind wie an sich bekannt ausgeführt. Es
können natürlich auch alle anderen beim Stand der Technik bekannten Befestigungsweisen
des Türflügelanschlagteils 1 verwendet werden.
[0018] Die in Fig. 2 zu sehenden Zusatzlöcher 25 im ersten Bauteil 4 und zweiten Bauteil
5 deuten an, dass zusätzlich zu den beiden Verstelleinrichtungen 6 und 7 auch noch
eine dritte, an sich bekannte Verstelleinrichtung zur Höhenverstellung in einer der
Richtungen 16' vorgesehen sein kann, wenn die Befestigungslaschen 13 als separate
Grundplatte ausgeführt sind und der zweite Bauteil 5 auf diesen entsprechend verschiebbar
gelagert ist. Als Verstelleinrichtung könnte hierfür z. B., wie an sich bekannt, eine
Schneckenschraube mit spiralförmiger Führungsbahn vorgesehen sein.
[0019] Fig. 3 zeigt eine Ansicht von hinten auf dieses Ausführungsbeispiel eines Möbelscharniers,
wobei sich das Scharnier in der Schließstellung befindet. Von hinten zugänglich ist
die Einstellschraube 23 des hier als Funktionseinheit 3 vorgesehenen Dämpfers, auf
die am Ende der Beschreibung noch genauer eingegangen wird.
[0020] Fig. 4 zeigt eine Ansicht von unten auf dieses Möbelscharnier und die Schnittlinie
AA. Die Fig. 5 bis 7 zeigen Schnitte entlang dieser Schnittlinie AA, wobei sich in
Fig. 5 der Türflügelanschlagteil 1 in der Schließstellung, in Fig. 6 in einer Zwischenstellung
und in Fig. 7 in der vollständig geöffneten Stellung befindet. Die Fig. 9 bis 11 zeigen
zur Schnittlinie AA parallele Schnitte entlang der Schnittlinie BB. Diese ist in der
Ansicht von unten gem. Fig. 8 eingezeichnet. Fig. 9 zeigt dabei wieder die Schließstellung,
in Fig. 10 ist die vollständig geöffnete Stellung dargestellt. Fig. 11 zeigt den in
Fig. 10 eingekreisten Bereich vergrößert. Fig. 12 zeigt eine Explosionsdarstellung
des erfindungsgemäßen Scharniers.
[0021] Bevor auf die Funktion der einzelnen, in diesen Darstellungen dargestellten Elemente
des Möbelscharniers eingegangen wird, sei darauf hingewiesen, dass nicht in allen
Figuren alle Bezugszeichen eingezeichnet sind, um die Übersichtlichkeit der Darstellung
zu bewahren. Die nun folgende Funktionsbeschreibung basiert auf der Zusammenschau
der Figuren 4 bis 12.
[0022] Die als Verstellschraube ausgebildete Verstelleinrichtung 6 weist ein Außengewinde
34 auf, welches in ein Innengewinde 35 des ersten Bauteils 4 eingreift. Hierdurch
ist die Verstellschraube 6 in den ersten Bauteil 4 ein- und ausschraubbar. Im zweiten
Bauteil 5 ist die Verstellschraube 6 in einem Langloch 38 geführt, dass ein Verschieben
der Verstellschraube 6 in den Richtungen 16 bei der Tiefenverstellung relativ zum
zweiten Bauteil 5 zulässt. Für den Eingriff in das Langloch 38 weist die Verstellschraube
6 eine entsprechende Ringnut auf, mit der sie im Langloch 38 geführt ist. Durch drehen
der Verstellschraube 6 erfolgt, wie bereits dargelegt, eine Auflagenverstellung, indem
der Abstand zwischen erstem Bauteil 4 und zweitem Bauteil 5 in einer der Richtungen
15 im Bereich der Stellschraube 6 vergrößert oder verkleinert wird. Dabei erfolgt
ein Verschwenken der beiden genannten Bauteile relativ zueinander um die Führungsachse
30.
[0023] Erfindungsgemäß ist nun an dieser Verstellschraube 6 zur Auflagenverstellung die
hier als erstes Funktionselement 8 ausgebildete Kolbenstange der als Dämpfer ausgeführten
Funktionseinheit 3 befestigt. Diese Befestigung erfolgt über das Gelenk 10. Dieses
weist eine in Form von zwei Halbschalen ausgebildete Kugelkopfaufnahme 11 auf, in
der ein Kugelkopf 12 bewegbar bzw. drehbar und/oder schwenkbar gelagert ist. Die Kugelkopfaufnahme
11 ist an der Verstellschraube 6 befestigt und der Kugelkopf vorzugsweise einstückig
am ersten Funktionselement 8 des Dämpfers angebracht. Um die Kugelkopfaufnahme 11
nicht mit der Verstellschraube 6 um deren Längsachse mitdrehen zu müssen, ist günstigerweise
vorgesehen, dass die Kugelkopfaufnahme 11 drehbar an der Verstellschraube 6 gelagert
ist. Zur drehbaren Lagerung der Kugelkopfaufnahme 11 ist in diesem Ausführungsbeispiel
der, in Fig. 11 besonders gut sichtbare T-förmige Fortsatz 39 an der Verstellschraube
6 vorgesehen, in den die, hier in Form von zwei miteinander verschraubbaren Halbschalen
ausgebildete, Kugelkopfaufnahme 11 eingreifen kann. Auch diese Form der Anbindung
ist natürlich nur ein Beispiel. Generell ist es jedenfalls günstig, wenn bei, vorzugsweise
um ihre Längsachse, drehbaren Verstelleinrichtungen das Gelenk 10 bzw. die Kugelkopfaufnahme
11, vorzugsweise um diese Längsachse, drehbar an der Verstelleinrichtung gelagert
ist.
[0024] Die in den Figuren gezeigte Anordnung kann auch anders herum ausgebildet sein. Es
ist auch möglich, die Kugelkopfaufnahme 11 direkt am ersten Funktionselement 8, also
hier an der Kolbenstange und den Kugelkopf 12 entsprechend an der Stellschraube 6
vorzusehen. Darüber hinaus ist die direkte Anbindung der genannten Bauteile aneinander
günstig aber nicht unbedingt zwingend. Durch das Gelenk 11 können jedenfalls über
den noch zu erläuternden Hebelmechanismus an der Funktionseinheit bzw. am Dämpfer
vorgenommene geringfügige Verschwenkbewegungen ermöglicht werden.
[0025] Als zweites Funktionselement 9 des Dämpfers bzw. der Funktionseinheit 3 ist hier
der Zylinder 9 ausgebildet. Dieser ist auf der Kolbenstange 8 relativ zur Verstelleinrichtung
6 verschiebbar gelagert. Am Zylinder 9 ist über den Führungszapfen 32 der Zwischenarm
17 verschwenkbar angelenkt, welcher im gezeigten Ausführungsbeispiel wiederum über
die Zusatzzwischenhebel 18, 18' und den Zusatzzwischenarm 19 an den Gelenkhebelfortsätzen
46 der Gelenkhebel 20 des Möbelscharniers schwenkbar angelenkt ist. Der oder die Gelenkhebelfortsätze
46 verlängern den oder die Gelenkhebel über die Gelenkachse 28 hinaus und dienen zur
Aufnahme einer Zwischenhebelachse 29'. Im gezeigten Ausführungsbeispiel handelt es
sich dabei um die inneren Gelenkhebel, welche den Türflügelanschlagteil 1 mit dem
Korpusanschlagteil 2 verschwenkbar verbinden. Der am Zylinder 9 schwenkbar angelenkte
Zwischenarm 17 ist über eine Zwischenhebelachse 29' schwenkbar an den beiden Zusatzzwischenhebeln
18 und 18' angelenkt. Diese sind über die im ersten Bauteil 4 des Korpusanschlagteils
2 gelagerte Zwischenhebelachse 29 verschwenkbar. Die dritte, an den Zusatzzwischenhebeln
18 und 18' angreifende Zwischenhebelachse 29' verbindet die Zusatzzwischenhebei 18
und 18' gelenkig mit dem Zusatzzwischenarm 19, welcher über eine weitere Zwischenhebelachse
29' verschwenk- bzw. drehbar an den Gelenkhebelfortsätzen 46 und damit an den inneren
Gelenkhebeln 20 befestigt ist. Dass der innere Gelenkhebel und die Gelenkhebelfortsätze
mehrteilig aufgebaut sind, ist natürlich nur ein Beispiel. Dasselbe ließe sich z.B.
auch mit einem einteilig ausgebildeten inneren Gelenkhebel und einem einteilig angeformten
Gelenkhebelfortsatz oder auch mit einer entsprechenden Anbindung, z.B. ebenfalls über
einen Fortsatz, an den äußeren Gelenkhebel 21 realisieren.
[0026] Durch das so ausgeführte Hebelwerk wird eine Bewegung des Gelenkhebels 20 beim Öffnen
oder Schließen des Scharniers in eine Verschiebung des Zylinders 9 auf der Kolbenstange
8 umgesetzt, wodurch die hier als Dämpfer ausgeführte Funktionseinheit betätigt wird
und den Schließ- und/oder Öffnungsvorgang des Scharniers entsprechend dämpft. In welchen
Winkelstellungen und wie stark die Dämpfwirkung wirkt, hängt von der Übersetzung des
Hebelmechanismus und von den Eigenschaften des Dämpfers ab. Hierzu existieren beim
Stand der Technik zahlreiche verschiedene Ausgestaltungsformen, die auch bei erfindungsgemäßen
Scharnieren eingesetzt werden können. Der Vollständigkeit halber sei darauf hingewiesen,
dass zur Bewegung des Zylinders 9 nicht zwingend der hier in dem Ausführungsbeispiel
dargestellte Hebelmechanismus notwendig ist. Es ist genauso gut möglich, auf die bereits
vom Stand der Technik bekannten Lösungen zur Übertragung der Bewegung eines Gelenkhebels
oder des Türflügelanschlagteils auf einen Dämpfer zurück zu greifen. Explizit sei
hierzu auf den eingangs erwähnten Stand der Technik verwiesen.
[0027] Auch die, hier zwischen einer der Gelenkachsen 28 und der Zwischenhebelachse 29 angeordnete
und von der drehfest mit dem Innenhebel 20, 20' verbundenen Kulisse 26 betätigte,
Schließfeder 27 ist an sich bekannt und muss hier nicht weiter erläutert werden.
[0028] In den Fig. 13 bis 16 ist das bereits diskutierte Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Scharniers noch einmal in der Schließstellung zu sehen, wobei in den Figuren 13 und
14 der Abstand zwischen dem Türflügel 36 und dem Möbelkorpus 37 mittels des Exzenters
minimal und in den Figuren 15 und 16 maximal eingestellt ist. In den Fig. 13 und 15
ist noch einmal ein Längsschnitt gezeigt. Besonders gut zu sehen, ist die Führung
des Führungszapfens 32 des Zylinders 9 des Dämpfers im Führungszapfenlangloch 33 des
zweiten Bauteils 5 und die bereits erwähnte Führung der Führungsachse 30 im Führungsachsenlangloch
31.
[0029] Die teilweise aufgebrochene Darstellung der Fig. 14 und 16 zeigt, wie die Verstellschraube
6 bei der Tiefenverstellung mittels des Exzenters 7 im Langloch 38 verschoben wird.
[0030] Fig. 17 zeigt nun noch einen Längsschnitt durch den im ersten Ausführungsbeispiel
verwendeten Dämpfer. Die Kolbenstange 8 und die Einstellschraube 23 sind am Kolben
22 des Dämpfers befestigt. Bei der Dämpfbewegung wird der Zylinder 9 über die Führungszapfen
32 relativ zu der Kolbenstange 8 und der Einstellschraube 23 verschoben. Die Abdichtung
der Stellschraube 23 und der Kolbenstange 8 erfolgt, wie an sich bekannt, über Dichtungen,
die nicht weiter erläutert werden müssen. Der Kolben 22 teilt den inneren Hohlraum
24 des Zylinders 9 in zwei Arbeitsräume, welche mit dem Dämpfungsmedium 40, z.B. einem
entsprechenden Öl, gefüllt sind. Fig. 17 zeigt die Stellung vor Beginn des Dämpfungshubes.
Beim Dämpfungshub selbst muss das Dämpfungsmedium 40 durch den ersten Strömungskanal
42 hindurch vom unteren Arbeitsraum in den oberen Arbeitsraum durch den Kolben 22
hindurchströmen, was durch den im Kolben 22 verengten Strömungsquerschnitt zum gewünschten
Dämpfungseffekt führt. Der erste Strömungskanal 42 ist im Bereich des Zapfens 41 der
Einstellschraube 23 als kanalförmige Längsnut im Zapfen ausgeführt. Beim Übergang
auf den konischen
[0031] Fortsatz des Zapfens 41 muss das Dämpfungsmedium 40 den Ringraum 43 passieren, um
am konischen Fortsatz vorbei in den oberen Arbeitsraum zu strömen. Der Zapfen 41 trägt
ein Außengewinde, das in den Kolben eingeschraubt ist. Durch Drehen der Einstellschraube
23 wird der Ringraum 43 vergrößert oder verkleinert, wodurch sich der Durchströmquerschnitt
verändert, womit die Dämpfungseigenschaften eingestellt werden können. Ein zweiter
Strömungskanal 45 ist im Kolben 22 parallel zur Kolbenstange 8 vorgesehen. Dieser
ist beim Dämpfungshub durch die Rückschlagscheibe 44 verschlossen und dient lediglich
dazu, beim Rückstellhub in die in Fig. 17 dargestellte Stellung, den Strömungsquerschnitt
durch den Kolben zu vergrößern. Der Vollständigkeit halber sei darauf hingewiesen,
dass der hier gezeigte Dämpfer natürlich nur ein Beispiel ist. Es können auch beliebige
andere, beim Stand der Technik bekannte Dämpfer erfindungsgemäß an eine Verstelleinrichtung
eines Möbelscharniers angebunden sein.
[0032] Abschließend sei auch noch darauf hingewiesen, dass die Verstelleinrichtung, an der
das erste Funktionselement 8 der Funktionseinheit 3 befestigt oder abgestützt ist,
nicht zwingend eine Verstellschraube zur Auflagenverstellung sein muss. Es ist z.
B. genauso gut möglich, eine Verstelleinrichtung 7 zur Tiefenverstellung zur Befestigung
oder Abstützung eines Funktionselementes zu verwenden. So wäre es bei einer alternativen
Ausgestaltungsform, basierend auf der dargestellten Ausführungsvariante z. B. möglich,
den Zylinder 9 als erstes Funktionselement an einem vorzugsweise zentrisch am Exzenter
7 angebrachten Fortsatz oder anderweitig am Exzenter 7 gelenkig zu befestigen. Die
Kolbenstange 8 wäre dann das zweite Funktionselement, welches dann über entsprechende
Hebelmechanismen oder dergleichen, von einem der Gelenkhebel oder dem Türflügelanschlagteil
beaufschlagt werden könnte. Diese Anbindung könnte dann z. B., wie in der
WO 2008/011955 gezeigt, über einen vom Türflügelanschlagteil beaufschlagten Schieber oder, wie in
der
WO 2008/009345 im ersten Ausführungsbeispiel gezeigt, über eine entsprechende Anbindung an einen
der Gelenkhebel realisiert werden. Alternativ hierzu sind natürlich auch noch zahlreiche
andere Ausgestaltungsformen der Erfindung möglich. So ist es z. B. auch denkbar, den
im gezeigten Ausführungsbeispiel verwendeten Dämpfer durch einen Elektromotor, vorzugsweise
Linearmotor, zu ersetzen. Die Anbindung des Gehäuses des Elektromotors könnte dann
wie die Anbindung des Zylinders 9 erfolgen. Eine entsprechend längsverschiebbare Stange
des Elektromotors könnte dann in analoger Weise wie im gezeigten Ausführungsbeispiel
an die Verstellschraube 6 angelenkt sein. Entsprechend wäre es auch möglich, den Dämpfer
durch einen Federmechanismus zu ersetzen, um eine andere Form der Funktionseinheit
anzubinden.
Legende
zu den Hinweisziffern:
[0033]
| 1 |
Türflügelanschlagteil |
33 |
Führungszapfenlangloch |
| 2 |
Korpusanschlagteil |
34 |
Außengewinde |
| 3 |
Funktionseinheit |
35 |
Innengewinde |
| 4 |
erstes Bauteil |
36 |
Türflügel |
| 5 |
zweites Bauteil |
37 |
Möbelkorpus |
| 6 |
Verstelleinrichtung |
38 |
Langloch |
| 7 |
Exzenter |
39 |
T-förmiger Fortsatz |
| 8 |
erstes Funktionselement |
40 |
Dämpfungsmedium |
| 9 |
zweites Funktionselement |
41 |
Zapfen |
| 10 |
Gelenk |
42 |
erster Strömungskanal |
| 11 |
Kugelkopfaufnahme |
43 |
Ringraum |
| 12 |
Kugelkopf |
44 |
Rückschlagscheibe |
| 13,13' |
Befestigungslasche |
45 |
zweiter Strömungskanal |
| 14 |
Befestigungsfläche |
46 |
Gelenkhebelfortsatz |
| 15 |
Richtung |
|
|
| 16, 16' |
Richtung |
|
|
| 17 |
Zwischenarm |
|
|
| 18,18' |
Zusatzzwischenhebel |
|
|
| 19 |
Zusatzzwischenarm |
|
|
| 20,20' |
innerer Gelenkhebel |
|
|
| 21 |
äußerer Gelenkhebel |
|
|
| 22 |
Kolben |
|
|
| 23 |
Einstellschraube |
|
|
| 24 |
Innenhohlraum |
|
|
| 25 |
Zusatzlöcher |
|
|
| 26 |
Kulisse |
|
|
| 27 |
Schließfeder |
|
|
| 28 |
Gelenkachsen |
|
|
| 29,29' |
Zwischenhebelachsen |
|
|
| 30 |
Führungsachse |
|
|
| 31 |
Führungsachsenlangloch |
|
|
| 32 |
Führungszapfen |
|
|
1. Möbelscharnier mit einem Türflügelanschlagteil (1) zur Befestigung an einem Türflügel
(36) und einem damit schwenkbar verbundenen Korpusanschlagteil (2) zur Befestigung
an einem Möbelkorpus (37) und zumindest einer Funktionseinheit (3), insbesondere einem
Dämpfer, zur Beeinflussung einer Schwenkbewegung zwischen dem Türflügelanschlagteil
(1) und dem Korpusanschlagteil (2), wobei der Korpusanschlagteil (2) einen ersten
Bauteil (4) und zumindest einen zweiten Bauteil (5) aufweist und der erste Bauteil
(4) am zweiten Bauteil (5) zumindest mittels zumindest einer Verstelleinrichtung (6),
insbesondere Verstellschraube, gelagert ist und mit der Verstelleinrichtung (6) die
relative Lage des ersten Bauteils (4) zum zweiten Bauteil (5) verstellbar ist und
die Funktionseinheit (3) ein erstes Funktionselement (8) und zumindest ein zweites
Funktionselement (9) aufweist, wobei das erste Funktionselement (8) relativ zum zweiten
Funktionselement (9) bewegbar gelagert ist, und das erste Funktionselement (8) an
der Verstelleinrichtung (6) befestigt oder abgestützt ist, wobei das erste Funktionselement
(8) über zumindest ein, insbesondere direkt über genau ein, Gelenk (10) gelenkig an
der Verstelleinrichtung (6) befestigt oder abgestützt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Gelenk (10) eine Kugelkopfaufnahme (11) und einen darin bewegbar, vorzugsweise
drehbar und/oder schwenkbar, gelagerten Kugelkopf (12) aufweist.
2. Möbelscharnier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Funktionselement (8) über die bzw. mittels der Verstelleinrichtung (6)
mit dem ersten und/oder zweiten Bauteil (4, 5) des Korpusanschlagteils (2) verbunden
ist.
3. Möbelscharnier nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass am ersten Funktionselement (8) auftretende Kräfte über die Verstelleinrichtung (6)
in das erste und/oder zweite Bauteil (4, 5) des Korpusanschlagteils (2) einleitbar
sind.
4. Möbelscharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kugelkopfaufnahme (11), vorzugsweise drehbar und/oder direkt, an der Verstelleinrichtung
(6) und der Kugelkopf (12) direkt an dem ersten Funktionselement (8) oder die Kugelkopfaufnahme
(11) direkt an dem ersten Funktionselement (8) und der Kugelkopf (12) direkt an der
Verstelleinrichtung (6) befestigt ist.
5. Möbelscharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Türflügelanschlagteil (1) am ersten Bauteil (4) des Korpusanschlagteils (2) schwenkbar
angelenkt ist und der zweite Bauteil (5) des Korpusanschlagteils (2) direkt oder unter
Zwischenschaltung weiterer Bauteile an zumindest einer Befestigungslasche (13) zur
Befestigung an dem Möbelkorpus (37) befestigt ist, wobei die Befestigungslasche (13)
eine, vorzugsweise ebene, Befestigungsfläche (14) zur Anlage am Möbelkorpus (37) vorgibt
oder aufweist.
6. Möbelscharnier nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Verstelleinrichtung (6), vorzugsweise mit der Verstellschraube, der Abstand
zwischen dem ersten Bauteil (4) und dem zweiten Bauteil (5) in zumindest einer Richtung
(15) normal auf die Befestigungsfläche (14) oder in einer Richtung (16, 16') parallel
zur Befestigungsfläche (14) verstellbar ist.
7. Möbelscharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Funktionselement (9) direkt oder über einen Zwischenarm (17) und gegebenenfalls
zumindest einen zusätzlichen Zusatzzwischenhebel (18, 18') und/oder Zusatzzwischenarm
(19) an einem, den Türflügelanschlagteil (1) mit dem Korpusanschlagteil (2) verschwenkbar
verbindenden, Gelenkhebel (20, 20') des Möbelscharniers angelenkt ist, wobei vorzugsweise
der oder einer der Zusatzzwischenhebel (18, 18') schwenkbar an dem ersten Bauteil
(4) oder schwenkbar an dem zweiten Bauteil (5) angelenkt ist.
8. Möbelscharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionseinheit (3) ein Dämpfer mit einer in einem Zylinder linear geführten
Kolbenstange ist und die Kolbenstange und der Zylinder relativ zueinander linear verschiebbar
sind und das erste Funktionselement (8) die Kolbenstange oder der Zylinder ist, wobei
vorzugsweise das erste Funktionselement (8) die Kolbenstange ist und der Zylinder
als zweites Funktionselement (9) auf der Kolbenstange relativ zur Verstelleinrichtung
(6) verschiebbar gelagert ist.
9. Möbelscharnier nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass am Zylinder ein Zwischenarm (17) verschwenkbar angelenkt ist und der Zwischenarm
(17) direkt oder über einen oder mehrere Zusatzzwischenhebel (18, 18') und/oder Zusatzzwischenarme
(19) an einem, den Türflügelanschlagteil (1) mit dem Korpusanschlagteil (2) verschwenkbar
verbindenden, Gelenkhebel (20, 20') des Möbelscharniers angelenkt ist.
10. Möbelscharnier nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass an der Kolbenstange ein Kolben (22) fixiert ist und am Kolben (22) auf der von der
Kolbenstange entgegengesetzten Seite eine Einstellschraube (23) zur Veränderung des
Dämpfungswiderstandes angeordnet ist.
11. Möbelscharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionseinheit (3) ein Elektromotor ist.
12. Möbelscharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionseinheit (3) zumindest teilweise, vorzugsweise vollständig, in einem
Innenhohlraum (24) des Korpusanschlagteils (2) angeordnet ist.
13. Möbelscharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Türflügelanschlagteil (1) ein Scharniertopf und/oder der Korpusanschlagteil (2)
ein länglich erstreckter Scharnierarm ist.
1. A furniture hinge having a door-leaf attachment-part (1) for securing to a door leaf
(36) and a carcass attachment-part (2), pivotably connected thereto, for securing
to a furniture carcass (37) and at least one functional unit (3), in particular a
damper, for influencing a pivot motion between the door-leaf attachment-part (1) and
the carcass attachment-part (2), wherein the carcass attachment-part (2) has a first
component part (4) and at least one second component part (5) and the first component
part (4) is mounted on the second component part (5) at least by means of at least
one adjustment device (6), in particular adjusting screw, and the relative position
of the first component part (4) to the second component part (5) is adjustable with
the adjustment device (6) and the functional unit (3) has a first functional element
(8) and at least one second functional element (9), wherein the first functional element
(8) is movably mounted relative to the second functional element (9), and the first
functional element (8) is secured to or supported on the adjustment device (6), wherein
the first functional element (8) is secured to or supported on the adjustment device
(6) in an articulated manner via at least one, in particular directly via exactly
one, articulation (10), characterised in that the articulation (10) has a spherical head receiver (11) and a spherical head (12)
movably, preferably rotatably and/or pivotably, mounted therein.
2. A furniture hinge according to claim 1, characterised in that the first functional element (8) is connected to the first and/or second component
part (4, 5) of the carcass attachment-part (2) via or by means of the adjustment device
(6).
3. A furniture hinge according to claim 1 or 2, characterised in that forces arising at the first functional element (8) can be introduced into the first
and/or second component part (4, 5) of the carcass attachment-part (2) via the adjustment
device (6).
4. A furniture hinge according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the spherical head receiver (11) is secured, preferably rotatably and/or directly,
to the adjustment device (6) and the spherical head (12) is secured directly to the
first functional unit (8) or the spherical head receiver (11) is secured directly
to the first functional element (8) and the spherical head (12) is secured directly
to the adjustment device (6).
5. A furniture hinge according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the door-leaf attachment-part (1) is pivotably articulated on the first component
part (4) of the carcass attachment-part (2) and the second component part (5) of the
carcass attachment-part (2) is, directly or with the interposition of further component
parts, secured to at least one securing lug (13) for securing to the furniture carcass
(37), wherein the securing lug (13) provides or has a, preferably plane, securing
surface (14) for contact with the furniture carcass (37).
6. A furniture hinge according to claim 5, characterised in that with the adjustment device (6), preferably with the adjusting screw, the distance
between the first component part (4) and the second component part (5) is adjustable
in at least one direction (15) perpendicular to the securing surface (14) or in a
direction (16, 16') parallel to the securing surface (14).
7. A furniture hinge according to any one of claims 1 to 6, characterised in that the second functional element (9) is articulated, directly or via an intermediate
arm (17) and optionally at least one additional supplementary intermediate lever (18,
18') and/or supplementary intermediate arm (19), on a furniture-hinge articulated
lever (20, 20') pivotably connecting the door-leaf attachment-part (1) to the carcass
attachment-part (2), wherein preferably the or one of the supplementary intermediate
lever(s) (18, 18') is articulated in a pivotable manner on the first component part
(4) or in a pivotable manner on the second component part (5).
8. A furniture hinge according to any one of claims 1 to 7, characterised in that the functional unit (3) is a damper with a piston rod linearly guided in a cylinder
and the piston rod and the cylinder are linearly displaceable relative to one another
and the first functional element (8) is the piston rod or the cylinder, wherein preferably
the first functional element (8) is the piston rod and the cylinder is as a second
functional element (9) mounted on the piston rod so as to be displaceable relative
to the adjustment device (6).
9. A furniture hinge according to claim 8, characterised in that an intermediate arm (17) is pivotably articulated on the cylinder and the intermediate
arm (17) is articulated, directly or via one or a plurality of supplementary intermediate
levers (18, 18') and/or supplementary intermediate arms (19), on a furniture-hinge
articulated lever (20, 20') pivotably connecting the door-leaf attachment-part (1)
to the carcass attachment-part (2).
10. A furniture hinge according to one of claims 8 and 9, characterised in that a piston (22) is fixed on the piston rod and an adjusting screw (23) to alter the
damping resistance is arranged on the piston (22), at the side opposite the piston
rod.
11. A furniture hinge according to any one of claims 1 to 7, characterised in that the functional unit (3) is an electric motor.
12. A furniture hinge according to any one of claims 1 to 11, characterised in that the functional unit (3) is arranged at least partially, preferably completely, in
an inner cavity (24) of the carcass attachment-part (2).
13. A furniture hinge according to any one of claims 1 to 12, characterised in that the door-leaf attachment-part (1) is a hinge pot and/or the carcass attachment-part
(2) is an elongated hinge arm.
1. Charnière de meuble comportant une partie de connexion de battant (1) destinée à être
fixée à un battant (36) et une partie de connexion de corps de meuble (2) reliée à
celle-ci en étant mobile en pivotement et destinée à être fixée à un corps de meuble
(37), ainsi qu'au moins une unité fonctionnelle (3), en particulier un amortisseur
ayant une influence sur le mouvement de pivotement entre la partie de connexion de
battant (1) et la partie de connexion de corps de meuble (2), cette partie de connexion
de corps de meuble (2) comprenant une première pièce (4) et au moins une seconde pièce
(5), et la première pièce (4) étant logée sur la seconde pièce (5) au moins au moyen
d'au moins un dispositif de réglage (6), en particulier une vis de réglage, ce dispositif
de réglage (6) permettant de régler la position relative de la première pièce (4)
par rapport à la seconde pièce (5), et l'unité fonctionnelle (3) comprenant un premier
élément fonctionnel (8) et au moins un second élément fonctionnel (9), le premier
élément fonctionnel (8) étant logé mobile par rapport au second élément fonctionnel
(9) et le premier élément fonctionnel (8) étant fixé ou s'appliquant sur le dispositif
de réglage (6), le premier élément fonctionnel (8) étant articulé ou s'appliquant
sur le dispositif de réglage (6) par l'intermédiaire d'au moins une articulation (10)
en particulier d'exactement une articulation (10),
caractérisée en ce que
l'articulation (10) comporte un logement de réception d'une tête sphérique (11) et
une tête sphérique (12) montée mobile de préférence mobile en rotation et/ ou en pivotement
dans ce logement.
2. Charnière de meuble conforme à la revendication 1,
caractérisée en ce que
le premier élément fonctionnel (8) est relié par l'intermédiaire ou au moyen du dispositif
de réglage (6) avec la première et/ou la seconde pièce (4, 5) de la partie de connexion
de corps de meuble (2).
3. Charnière de meuble conforme à la revendication 1 ou 2,
caractérisée en ce que
les forces s'appliquant sur le premier élément fonctionnel (8) peuvent être transmises
par l'intermédiaire du dispositif de réglage (6) dans la première et/ou dans la seconde
pièce (4, 5) de la partie de connexion de corps de meuble (2).
4. Charnière de meuble conforme à l'une des revendications 1 à 3,
caractérisée en ce que
le logement de réception (11) de la tête sphérique est fixé de préférence en étant
mobile en rotation et/ ou directement sur le dispositif de réglage (6), et la tête
sphérique (12) est fixée directement sur le premier élément fonctionnel (8) ou le
logement de réception (11) de la tête sphérique est fixé directement sur le premier
élément fonctionnel (8) et la tête sphérique (12) est fixée directement sur le dispositif
de réglage (6).
5. Charnière de meuble conforme à l'une des revendications 1 à 4,
caractérisée en ce que
la partie de connexion de battant (1) est articulée en étant mobile en pivotement
sur la première pièce (4) de la partie de connexion de corps de meuble (2) tandis
que la seconde pièce (5) de la partie de connexion de corps de meuble (2) est fixée
directement ou avec interposition d'autres pièces sur au moins une patte de fixation
(13) pour permettre sa fixation sur le corps de meuble (37), la patte de fixation
(13) définissant ou comportant une surface de fixation (14) de préférence plane destinée
à s'appliquer contre le corps de meuble (37).
6. Charnière de meuble conforme à la revendication 5,
caractérisée en ce que
le dispositif de réglage (6), de préférence la vis de réglage permet de régler la
distance entre la première pièce (4) et la seconde pièce (5) dans au moins une direction
(15) perpendiculaire à la surface de fixation (14) ou dans une direction (16, 16')
parallèle à cette surface de fixation (14).
7. Charnière de meuble conforme à l'une des revendications 1 à 6,
caractérisée en ce que
le second élément fonctionnel (9) est articulé directement ou par l'intermédiaire
d'un bras auxiliaire (17) et le cas échéant d'au moins un levier auxiliaire (18, 18')
supplémentaire et/ou d'un bras auxiliaire (19) supplémentaire sur un levier articulé
(20, 20') de la charnière de meuble qui relie la partie de connexion de battant (1)
avec la partie de connexion de corps de meuble (2) de façon mobile en pivotement,
le ou l'un des levier(s) auxiliaire(s) supplémentaire(s) (17, 18) étant de préférence
articulé de façon mobile en rotation sur la première pièce (4) ou de façon mobile
en rotation sur la seconde pièce (5).
8. Charnière de meuble conforme à l'une des revendications 1 à 7,
caractérisée en ce que
l'unité fonctionnelle (3) est un amortisseur comportant une tige de piston guidée
linéairement dans un cylindre, la tige de piston et le cylindre peuvent coulisser
linéairement l'un par rapport à l'autre, et le premier élément fonctionnel (8) est
la tige de piston ou le cylindre, de préférence, le premier élément fonctionnel (8)
étant la tige de piston et le cylindre étant monté mobile en coulissement sur la tige
de piston relativement au dispositif de réglage (6), et constituant le second élément
fonctionnel (9).
9. Charnière de meuble conforme à la revendication 8,
caractérisée en ce que
sur le cylindre est articulé en étant mobile en pivotement un bras intermédiaire (17),
et le bras intermédiaire (17) est articulé directement ou par l'intermédiaire d'un
ou de plusieurs levier(s) intermédiaire(s) supplémentaire(s) (18, 18') et/ou de bras
intermédiaires supplémentaires (19) sur un levier articulé (20, 20') de la charnière
de meuble qui relie de manière mobile en pivotement la partie de connexion de battant
(1) avec la partie de connexion de corps de meuble (2).
10. Charnière de meuble conforme à l'une des revendications 8 et 9,
caractérisée en ce qu'
un piston (22) est fixé sur la tige de piston, et sur le piston (22), du côté opposé
à la tige de piston est montée une vis de réglage (23) pour permettre de modifier
la résistance d'amortissement.
11. Charnière de meuble conforme à l'une des revendications 1 à 7,
caractérisée en ce que
l'unité fonctionnelle (3) est un moteur électrique.
12. Charnière de meuble conforme à l'une des revendications 1 à 11,
caractérisée en ce que
l'unité fonctionnelle (3) est montée au moins partiellement, de préférence en totalité
dans une chambre interne creuse (24) de la partie de connexion de corps de meuble
(2).
13. Charnière de meuble conforme à l'une des revendications 1 à 12,
caractérisée en ce que
la partie de connexion de battant (1) est une coupelle de charnière et/ou la partie
de connexion de corps de meuble (2) est un bras de charnière s'étendant longitudinalement.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente