[0001] Die Erfindung betrifft ein Biegewerkzeug m einem Messelement gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1 sowie eine Biegemaschine gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches
17.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind bereits Biegewerkzeuge für Biegemaschinen, insbesondere
Abkantpressen bekannt, die ein Messelement aufweisen, mit dem insbesondere Informationen
über ein zu biegendes oder bereits gebogenes Werkstück erfasst werden und an eine
Steuervorrichtung der Biegemaschine weitergeleitet werden können. Aufgrund der vielfach
unterschiedlichen Werkstückgeometrie sind dabei Biegewerkzeuge im Einsatz, bei denen
verschiedene Messelemente gegeneinander ausgewechselt werden können, um auch bei verschiedensten
Werkstückgeometrien relevante Werkstückeigenschaften erfassen zu können. Bei den Messelementen
kann es sich dabei bspw. um Tastelemente handeln, mit denen die Schenkel eines bereits
gebogenen Werkstückes angetastet werden und aufgrund bekannter Beziehungen zwischen
Verschiebung der Tastelemente und gemessener Position der Tastelemente beim Antastvorgang
ein Biegewinkel des Werkstücks ermittelt werden kann.
[0003] Wenn nun in einem Biegwerkzeug verschiedene Messelemente zum Einsatz kommen können,
ist es für eine korrekte Auswertung der Messwerte erforderlich, dass die Eigenschaften
des jeweils verwendeten Messelements in die Interpretation bzw. Berechnung oder Auswertung
der Messergebnisse eingehen, weshalb Informationen über das Messelement, bspw. Geometriedaten
des Tastelements oder elektrische Daten eines elektrischen Messgebers, entweder am
Messelement oder in der Steuervorrichtung der Biegemaschine enthalten bzw. gespeichert
sind, wobei bei in der Steuervorrichtung gespeicherten Parametern der verwendeten
Messelemente zumindest eine eindeutige Identifizierung des Messelements erforderlich
ist.
[0004] Aus dem Stand der Technik ist es bekannt, die Identifizierung eines Messelements
dadurch zu ermöglichen, dass an den unterschiedlichen Messelementen unterschiedliche
elektrische Widerstände angebracht werden, die über eine berührende Schnittstelle
zwischen Messelement und Biegwerkzeug ausgemessen werden und dadurch den konkreten
Widerstandswerten jeweils ein konkretes Messelement zugeordnet werden kann. Die für
die Identifizierung notwendige Widerstandsmessung mit elektrischer Kontaktierung zwischen
Messelement und Biegewerkzeug unterliegt jedoch vielen Störeinflüssen, insbesondere
einer möglichen Verschmutzung der elektrischen Kontakte bei rauen Einsatzbedingungen,
wodurch mit diesem System keine zuverlässige Identifizierung der verschiedenen Messelemente
gewährleistet ist. Die eingesetzten Widerstandselemente zur Werkstückidentifizierung
sind dabei teilweise durch SMD-Widerstände gebildet, die auch auf kleinen Messelementen
angebracht werden können.
[0005] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Biegewerkzeug bereitzustellen, bei dem
Identifizierungsmerkmale eines Messelements oder direkt für die Messauswertung erforderliche
Parameter des Messelements dauerhaft angebracht bzw. gespeichert sind und auf zuverlässige
Weise auslesbar sind. Weiters sollte die Information auch auf Messelementen mit kleinen
Abmessungen anbringbar sein.
[0006] Die Aufgabe der Erfindung wird durch ein Biegewerkzeug mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst, wonach es ein Messelement sowie eine Elementaufnahme zur lösbaren Verbindung
des Messelements mit dem Biegewerkzeug aufweist, wobei das Messelement einen Informationsträger
aufweist und am Biegewerkzeug, insbesondere an der Elementaufnahme, eine Sensoranordnung
zum berührungslosen Erfassen zumindest einer im Informationsträger enthaltenen Information,
insbesondere eines dauerhaften Identifizierungsmerkmals des Messelements angeordnet
ist.
[0007] Durch den Übergang auf eine berührungslose Erfassung der Messelementinformationen
mittels einer geeigneten Sensoranordnung ist der Nachteil der fehleranfälligen mechanischen
Kontaktierung zur Identifizierung des Messelements beseitigt und können verschiedene
in die Elementaufnahme eingesetzte Messelemente von der Steuervorrichtung ohne eigens
dafür nötige manuelle Dateneingabe zuverlässig erkannt werden.
[0008] Der Informationsträger kann dabei durch einen Abschnitt des Messelements gebildet
sein oder auch nachträglich am Messelement angebracht sein.
[0009] Für eine berührungslose Erfassung der im Informationsträger enthaltenen Informationen
stehen aufgrund der fortschreitenden Sensortechnik verschiedene zuverlässige Verfahren
zur
[0010] Verfügung, die auch bei sehr kleinem, vorhandenem Raum an Messelementen kleiner Abmessungen
eingesetzt werden können.
[0011] Eine mögliche Ausführung des Biegewerkzeugs besteht darin, dass der Informationsträger
zumindest einen Dauermagneten umfasst und die Sensoranordnung zumindest einen Hall-Sensor
umfasst. Ein zum Messen von magnetischen Feldstärken geeigneter Hall-Sensor kann dazu
herangezogen werden, das Vorhandensein, die Positionierung oder die Orientierung eines
am Messelement angeordneten Dauermagneten zu erfassen, wodurch ein Dauermagnet als
Teil des Informationsträgers am Messelement genutzt werden kann. Insbesondere kann
ein Teil der Information des Informationsträger durch die Position des Dauermagneten
relativ zu einem Bezugspunkt am Messelement verkörpert sein, wodurch der Hall-Sensor
oder mehrere Hall-Sensoren je nach der Position des Dauermagneten am Messelement unterschiedliche
Magnetfeldstärken messen und bestimmten Messwerten der Magnetfeldstärke bestimmte
Positionen bzw. Anordnungen eines oder mehrerer Dauermagneten zugrundeliegen, die
Ausbildungen des Messelements zugeordnet sind, und dadurch eine Identifizierung möglich
ist.
[0012] Der Hall-Sensor kann weiters als Hall-Winkelsensor ausgebildet sein, wodurch auch
die Orientierung bzw. die magnetische Ausrichtung des Dauermagneten erfasst werden
kann und dadurch die Möglichkeit besteht, an verschiedenen Messelementen Dauermagnete
in verschiedener Orientierung anzubringen und dadurch eine Identifizierung zu ermöglichen.
[0013] Insbesondere kann zumindest ein Teil der Information des Informationsträgers durch
die magnetische Ausrichtung des Dauermagneten relativ zu einer Bezugsrichtung des
Messelements verkörpert sein. Der Hall-Winkelsensor kann dabei eine aus mehreren einzelnen
Hall-Sensoren zusammengesetzte Einheit sein, die bei kleiner Baugröße problemlos acht
oder mehr magnetische Ausrichtungen des Dauermagneten und damit auch acht oder mehr
unterschiedliche Arten von Messelementen unterscheiden kann.
[0014] Um die äußeren Abmessungen des Messelements durch die Anbringung des Dauermagneten
nicht zu vergrößern und den Dauermagnet vor mechanischen Beanspruchungen möglichst
zu schützen, ist es von Vorteil, wenn der Dauermagnet zumindest teilweise in einer
Ausnehmung oder einem Durchbruch am Messelement eingesetzt ist. Dies kann insbesondere
durch Einpressen in die Ausnehmung oder den Durchbruch erfolgen.
[0015] Der Dauermagnet kann alternativ oder zusätzlich auch durch eine Klebeschicht mit
dem Messelement verbunden sein, wobei die Klebeschicht insbesondere aus chemisch weitgehend
resistenten Klebstoffen, bspw. auf Kunstharzbasis besteht.
[0016] Eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Biegewerkzeugs kann darin bestehen,
dass der Informationsträger eine optisch auslesbare Information umfasst und die Sensoranordnung
zumindest einen optoelektronischen Sensor umfasst. Gegenüber der zuvor beschriebenen
Verwendung von Magnetfeldern als Identifizierungsmerkmal dient bei dieser Ausführungsform
Licht als Medium für das Auslesen der im oder am Informationsträger enthaltenen Information.
[0017] Um die zuverlässige Erfassung der optischen Information auch bei verschiedensten
Lichtverhältnissen zu gewährleisten ist es von Vorteil, wenn die Sensoranordnung zumindest
einen Lichtemitter zur Beleuchtung der optisch auslesbaren Information umfasst. Dieser
Lichtemitter kann vorteilhaft durch eine LED, also eine Leuchtdiode, gebildet sein,
die geringen Strombedarf besitzt und dank kleiner Abmessungen auch bei sehr beengten
Platzverhältnissen im Biegewerkzeug untergebracht werden kann.
[0018] Eine Möglichkeit die optisch auslesbare Information zu kodieren besteht darin, dass
diese durch zumindest eine Farbmarkierung an der Oberfläche des Messelements gebildet
ist und die Sensoranordnung zumindest einen Farbsensor umfasst. Verschiedene Farben
der Farbmarkierungen können somit benutzt werden unterschiedliche Ausführungsformen
des Messelements zu kennzeichnen. Insbesondere ist bei dieser Ausführungsform die
Beleuchtung mit einem eigenen Lichtemitter bekannter Lichtzusammensetzung von Vorteil.
Der für die Sensoranordnung eingesetzte Farbsensor weist dabei eine ausreichende Farbauflösung
auf, um eine ausreichende Anzahl von unterschiedlichen Farbmarkierungen und damit
auch von unterschiedlichen Messelementen erfassen zu können. Als Farbmesssystem kann
dabei bspw. das CIE-Lab-System eingesetzt werden und der Farbsensor kann mehrere selektive
Teilsensoren umfassen, mit denen die einzelnen Farbkomponenten des vom Farbcode abgestrahlten
Lichts gemessen werden können. Die Selektivität der Teilsensoren kann dabei z.B. mittels
Farbfiltern erreicht werden.
[0019] Alternativ oder zusätzlich kann die optisch auslesbare Information einen eindimensionalen
oder zweidimensionalen Strichcode an der Oberfläche des Messelements umfassen und
die Sensoranordnung eine optoelektronische Strichcode-Leseanordnung umfassen. Diese
aus der Warenkennzeichnung oder auch Werkzeugidentifizierung bekannte Kodierung mittels
Strichcode ist auch bei kleinen Abmessungen der Messelemente einsetzbar und ermöglicht
ebenfalls eine zuverlässige berührungslose Erfassung der am Messelement enthaltenen
Informationen bzw. eine Identifizierung desselben.
[0020] Die optisch auslesbare Information kann weiters ein aus zumindest einer Ausnehmung
oder einem Durchbruch in der Oberfläche des Messelements gebildetes Lochmuster umfassen,
das ebenfalls mit einem oder mehreren optoelektronischen Sensoren erfassbar ist. Eine
derartige Markierung durch ein Lochmuster kann bspw. direkt bei der Herstellung des
Messelements etwa durch Laserbearbeitung oder Laserschneiden aufgebracht werden und
bildet einen sehr robusten und dauerhaften Informationsträger.
[0021] Der optoelektronische Sensor der Sensoranordnung kann insbesondere zumindest eine
Fotozelle umfassen, mit der vom Messelement bzw. dem darauf angeordneten Informationsträger
reflektiertes oder von diesem durch einen Durchbruch durchgelassenes Licht Messströme
in der Fotozelle beeinflusst und dadurch das Lochmuster erkannt und somit das Messelement
identifiziert werden kann.
[0022] Der optoelektronische Sensor kann weiters durch einen analogen oder diskreten optischen
Positionssensor (PSD) gebildet sein, mit dem bspw. eine Position eines von der Rückseite
mit einer Lichtquelle beleuchteten Durchbruchs am Informationsträger bzw. am Messelement
gemessen werden kann und mittels dieses Messergebnisses die Identifizierung des Messelements
durchgeführt werden kann. Ein derartiger Sensor stellt eine von der Position einer
Lichteinstrahlung abhängige Spannung zur Verfügung von der auf die Einstrahlposition
geschlossen werden kann.
[0023] In einer weiteren Ausführungsform umfasst der optoelektronische Sensor eine Bicolor-LED
zur Emission von Licht auf die Ausnehmung oder den Durchbruch in der Oberfläche des
Messelements und zur gleichzeitigen Detektion des von der Oberfläche reflektierten
Lichts. Derartige Bicolor-LED's sind mit sehr kleinen Baugrößen erhältlich und können
daher Lochmuster auch auf sehr kleinen Messelementen detektieren.
[0024] Eine weitere Ausführungsform des Biegewerkzeugs besteht darin, dass der Informationsträger
einen die Information in binärer Kodierung enthaltenden integrierten Schaltkreis umfasst.
Die heute bereits möglichen hohen Speicherdichten derartiger integrierter Schaltkreise
machen es möglich, die für eine Identifizierung notwendigen Informationen aber auch
die für die Messung erforderlichen Parameter des Messelements auf kleinstem Raum zu
speichern.
[0025] Die berührungslose Übertragung der Informationen kann dabei so erfolgen, dass der
integrierte Schaltkreis mittels kapazitiver Kopplung zwischen einer elektrisch leitenden
Fläche an dem Messelement und einer elektrisch leitenden Fläche an der Elementaufnahme
mit der Sensoranordnung datenverbunden ist. Die beiden Flächen am Messelement und
an der Messaufnahme, die vorzugsweise einander direkt in geringem Abstand gegenüberliegen,
wirken dabei wie ein Kondensator, über den hochfrequente Wechselstromsignale weitergeleitet
werden können und dadurch ein berührungsloser Auslesevorgang durchgeführt werden kann.
[0026] Alternativ dazu kann der integrierte Schaltkreis auch mittels induktiver Kopplung
zwischen einer Spulenanordnung am Messelement und einer Spulenanordnung an der Elementaufnahme
mit der Sensoranordnung datenverbunden sein, wobei der berührungslose Auslesevorgang
ebenfalls durch Wechselstromsignale erfolgt, die zwischen den beiden Spulenanordnungen,
die insbesondere einander direkt in geringem Abstand gegenüberliegen, in Form von
Magnetfeldänderungen übertragen werden.
[0027] Insbesondere kann bei den beiden zuvor genannten Ausführungsformen der Informationsträger
ein RFID-Element und die Sensoranordnung eine RFID-Leseeinheit umfassen. Derartige
Elemente für berührungslose Datenübertragunge sind bereits aus dem Bereich der Warenlogistik
bekannt und sind entsprechende Elemente bzw. Leseeinheiten auch in sehr kleinen Baugrößen
erhältlich.
[0028] Während das in die Elementaufnahme am Biegewerkzeug einsetzbare Messelement die gesamte
Messvorrichtung zur Erfassung von Werkstückinformationen bilden kann, ist es auch
möglich, dass das Messelement einen Bestandteil einer am Biegewerkzeug angeordneten
Messanordnung bildet, die nicht austauschbare Teile am Biegewerkzeug sowie das in
der Elementaufnahme austauschbare Messelement umfasst.
[0029] So kann das Messelement bspw. als mechanisches Tastelement zur Ermittlung einer geometrischen
Werkstückposition oder Werkstückdimension ausgebildet sein, wobei die Antastpositionen
des Tastelements durch die am Biegewerkzeug fix angeordneten Bestandteile der Messanordnung
erfasst werden.
[0030] Das Tastelement kann dabei eine zwei Schenkel des zu biegenden Werkstücks berührende
Tastkontur aufweisen, bspw. eine kreisförmige Tastscheibe umfassen, bei der die Position
der Tastscheibe innerhalb des zu messenden, abgewinkelten Werkstückes für die Ermittlung
des Biegewinkels herangezogen wird.
[0031] Weiters kann insbesondere durch die Verwendung von zwei Messelementen in Form von
Tastelementen, beispielsweise zweier Tastscheiben mit unterschiedlichen Abmessungen
die Genauigkeit der Biegewinkelmessung zusätzlich erhöht werden. Eine derartige Ausbildung
bzw. Verwendung von Tastelementen ist etwa aus
WO 96/41690 derselben Anmelderin bekannt.
[0032] Ein zuverlässiges, berührungsloses Auslesen der im Informationsträger enthaltenen
Information wird erzielt, wenn der Informationsträger und die Sensoranordnung zueinander
einen Abstand ausgewählt aus einem Bereich mit einer unteren Grenze von 0,1 mm und
einer oberen Grenze von 10 mm aufweisen. Ein möglichst geringer Abstand ist dabei
insbesondere für das kapazitive oder induktive berührungslose Übertragen der Information
beim Auslesen eines am Messelement angeordneten integrierten Schaltkreises von Vorteil,
während größere Abstände für das optische Auslesen von einem Strichcode oder die Messung
einer Farbmarkierung möglich sind.
[0033] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Biegewerkzeugs besteht
darin, dass am Biegewerkzeug eine Schnittstelle zur Übertragung der von der Sensoranordnung
erfassten Information an eine elektronische Steuervorrichtung einer Biegemaschine
ausgebildet ist. (Anmerkung: Eine Ausführung ohne dieses Merkmal erscheint wahrscheinlich
gar nicht sinnvoll technisch realisierbar, der entsprechende Unteranspruch wird wahrscheinlich
zu streichen sein).
[0034] Über die vorgenannte Schnittstelle können vorteilhaft zusätzlich von Messelement
generierte Messsignale an die elektronische Steuervorrichtung übertragbar sein. Die
Schnittstelle wird dadurch sowohl für die Weiterleitung des Identifizierungsmerkmals
des Messelements als auch für die Übertragung der mittels des Messelements erfassten
Messdaten oder Messsignale genutzt.
[0035] Insbesondere kann diese Schnittstelle elektrische Kontaktelemente am Biegewerkzeug
umfassen, die mit entsprechenden Kontaktelementen an einer Werkzeugaufnahme an einer
Biegemaschine zusammenwirken.
[0036] Die Erfindung betrifft weiters eine Biegemaschine, insbesondere Abkantpresse, umfassend
eine Werkzeugaufnahme, zumindest ein mit der Werkzeugaufnahme koppelbares Biegewerkzeug
und eine Steuervorrichtung, wobei das Biegewerkzeug erfindungsgemäß ausgebildet ist.
Bei einer derartigen Biegemaschine kann das jeweils im Biegewerkzeug eingesetzte Messelement
von der Steuervorrichtung zuverlässig und selbstständig identifiziert werden, wodurch
Messfehler die durch die Verrechnung falscher Messelement-Parameter verursacht werden,
weitgehend verhindert sind.
[0037] Mit der Erfindung durchführbar ist ein Verfahren zur Identifizierung eines mit einer
Elementaufnahme an einem Biegewerkzeug mechanisch koppelbaren Messelements, wobei
erfindungsgemäß das Messelement einen Informationsträger umfasst und zumindest eine
in diesem enthaltene Information mittels einer Sensoranordnung, insbesondere an der
Elementaufnahme berührungslos erfasst wird. Diese Information ist in Folge an eine
Steuervorrichtung einer Biegemaschine übertragbar.
[0038] Dieses Verfahren zur Identifizierung weist gegenüber dem eingangs erwähnten bisherigen
Verfahren der Identifizierung eines in ein Biegewerkzeug einsetzbaren Messelements
eine wesentlich höhere Zuverlässigkeit auf und vermeidet dadurch das Auftreten von
Messfehlem. Obwohl es möglich ist, dass die von der Sensoranordnung erfasste Information
über das eingesetzte Messelement direkt durch eine im Biegewerkzeug angeordnete Messanordnung
verarbeitet wird und die Aufbereitung der Messdaten im Biegewerkzeug erfolgt, ist
für das Verfahren weiters vorteilhaft möglich, dass die von der Sensoranordnung erfasste
Information über eine Schnittstelle am Biegewerkzeug an eine Steuervorrichtung der
Biegemaschine übertragen wird, da aufgrund des beengten Raumangebots für eine Auswerteeinheit
innerhalb des Biegewerkzeugs eine Auswertung der erfassten Messdaten in vielen Fällen
in der Steuervorrichtung der Biegemaschine erfolgt und nicht direkt im Biegewerkzeug.
[0039] Das Verfahren kann auch so angewendet werden, dass die Information des Informationsträgers
während einer Relativbewegung zwischen Messelement und Elementaufnahme beim Einsetzen
des Messelements von der Sensoranordnung erfasst wird. Dadurch ist es möglich, dass
der Informationsträger mit seiner Gesamtabmessung durch die Relativbewegung an einem
einzigen Punkt, in dem ein Sensorelement angeordnet ist ausgelesen werden kann, während
bei einem Auslesevorgang im eingesetzten Zustand eventuell mehrere Sensorelemente
erforderlich sind, um die über die Abmessungen des Informationsträgers verteilten
Informationen in ihrer Gesamtheit zu erfassen.
[0040] Neben den zuvor erwähnten Möglichkeiten einer berührungslosen Übertragung der im
Informationsträger enthaltenen Information betreffend das Messelement ist weiter möglich,
die Information durch eine mechanisch abtastbare Kontur am Messelement zu verkörpern,
die beispielsweise durch mechanisch betätigbare, an der Elementaufnahme angeordnete
Mikroschalter erfasst wird. Bei jedem Schalter sind dabei zumindest zwei Schaltzustände
möglich die durch die Kontur des Messelements bewirkt werden, wodurch etwa eine Anordnung
von vier Mikroschaltern die Möglichkeit bietet, sechzehn unterschiedliche Messelemente
zu indentifizieren. Auch durch dieses Verfahren der Identifizierung eines Messelements
kann die fehleranfällige elektrische Kontaktierung vermieden werden.
[0041] Die Erfindung wird im nachfolgenden anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele
näher erläutert.
[0042] Es zeigen jeweils in vereinfachter schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- eine Biegemaschine in Form einer Abkantpresse mit einem erfindungsgemäßen Biegewerkzeug;
- Fig. 2
- einen Schnitt durch ein erfindungsgemäßes Biegewerkzeug;
- Fig. 3
- ein Detailausschnitt aus dem Biegewerkzeug gemäß Fig. 2 mit einem Informationsträger
und einer diesem zugeordneten Sensoranordnung;
- Fig. 4
- eine mögliche Ausführungsform mit einem Informationsträger in Form eines Dauermagneten
und einer Sensoranordnung mit einem Hall-Winkelsensor;
- Fig. 5
- eine weitere Ausführungsform mit einem Informationsträger in Form eines Lochmusters
und einer Sensoranordnung mit einem optoelektronischen Sensor, etwa einer Bicolor-LED;
- Fig. 6
- eine Ausführungsform mit einem Informationsträger in Form eines Strichcodes oder Farbcodes
und einer Sensoranordnung mit einer Strichcode-Leseeinheit bzw. einem Farbsensor;
- Fig. 7
- eine Ausführungsform mit einem Informationsträger in Form eines Durchbruchs und einer
Sensoranordnung mit einem PSD-Sensorelement;
- Fig. 8
- eine Ausführungsform mit einem Informationsträger in Form eines integrierten Schaltkreises
mit kapazitiver Kopplung an die Sensoranordnung;
- Fig. 9
- eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Biegewerkzeuges mit einem Informationsträger
in Form eines integrierten Schaltkreises mit induktiver Kopplung an die Sensoranordnung,
insbesondere mit RFID-Technologie.
[0043] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen
werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß
auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen
werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben,
unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen
und sind bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen. Weiters
können auch Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen aus den gezeigten und beschriebenen
unterschiedlichen Ausführungsbeispielen für sich eigenständige, erfinderische oder
erfindungsgemäße Lösungen darstellen.
[0044] Sämtliche Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beschreibung sind so zu verstehen,
dass diese beliebige und alle Teilbereiche daraus mit umfassen, z.B. ist die Angabe
1 bis 10 so zu verstehen, dass sämtliche Teilbereiche, ausgehend von der unteren Grenze
1 und der oberen Grenze 10 mitumfasst sind, d.h. sämtliche Teilbereich beginnen mit
einer unteren Grenze von 1 oder größer und enden bei einer oberen Grenze von 10 oder
weniger, z.B. 1 bis 1,7, oder 3,2 bis 8,1 oder 5,5 bis 10.
[0045] Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Biegemaschine 1 in Form einer Abkantpresse 2 umfassend
ein Maschinengestell 3, das einen feststehenden unteren Presstisch 4 aufweist und
an dem ein etwa in vertikaler Richtung verstellbar gelagerter oberer Pressbalken 5
angeordnet ist. Presstisch 4 und/oder Pressbalken 5 weisen eine Werkzeugaufnahme 6
auf, in der zumindest ein Biegewerkzeug 7 eingesetzt werden kann. Beim dargestellten
Ausführungsbeispiel einer Abkantpresse 2 ist das Biegewerkzeug 7 am Presstisch 4 durch
ein Unterwerkzeug 8 in Form einer V-Matrize 9 gebildet, das am Pressbalken 5 angeordnete
Biegewerkzeug 7 ist durch ein Oberwerkzeug 10 in Form eines Biegestempels 11 gebildet.
Unterwerkzeug 8 und Oberwerkzeug 10 bilden zusammen einen Biegewerkzeugsatz mit dem
bspw. ein Freibiegeverfahren, ein Prägebiegeverfahren oder ein 3-Punktbiegeverfahren
ausgeführt werden kann.
[0046] Die vertikale Verstellbewegung des Pressbalkens 5 erfolgt durch eine Verstellvorrichtung
12, die einen Verstellantrieb, bspw. einen oder mehrere Fluidzylinder sowie eine Führung
am Maschinengestell 3 umfasst, wobei die Verstellbewegung durch eine programmierbare
elektrische Steuervorrichtung 13 gesteuert wird.
[0047] Die Werkzeugaufnahmen 6 am Presstisch 4 bzw. am Pressbalken 5 ermöglichen das Einsetzen
von Biegewerkzeugen 7 unterschiedlicher Art, wobei wie in Fig. 1 angedeutet, dass
Oberwerkzeug 10 bzw. das Unterwerkzeug 8 jeweils aus mehreren Biegewerkzeugen 7 zusammengesetzt
sein kann. Das Oberwerkzeug 10 umfasst im dargestellten Ausführungsbeispiel auch ein
erfindungsgemäßes Biegewerkzeug 14, das mit einem in Fig. 1 nicht dargestellten Messelement
ausgestattet ist, und das zur Erfassung einer für einen Biegevorgang relevanten Messgröße,
insbesondere Messgrößen an einem zu biegenden oder bereits gebogenen Werkstück geeignet
ist. Die von dem Messelement im Biegewerkzeug 14 erfassten Messsignale bzw. Messwerte
werden an die Steuervorrichtung 13 übertragen und können dabei zur Ermittlung von
Einstellparametern der Biegemaschine 1 oder zur Nachanalyse von bereits durchgeführten
Biegevorgängen benutzt werden. Die Übertragung der Messsignale vom Biegewerkzeug 14
an die Steuervorrichtung 13 ist in Fig. 1 durch eine strichlierte Verbindungsleitung
15 angedeutet, wobei natürlich auch drahtlose Übertragung möglich ist.
[0048] Fig. 2 zeigt eine Schnittdarstellung eines in eine Werkzeugaufnahme 6 eingesetzten
erfindungsgemäßen Biegewerkzeugs 14. Fig. 2 zeigt ein Oberwerkzeug 10, die erfindungsgemäßen
Merkmale können selbstverständlich auch an einem Biegewerkzeug 14, das als Unterwerkzeug
8 (siehe Fig. 1) eingesetzt ist, vorhanden sein. In der dargestellten Ausführungsform
des Biegewerkzeugs 14 besitzt dieses die gleiche Querschnittsform wie ein herkömmliches
Biegewerkzeug 7, und ist mit einem Befestigungsfortsatz 16 in eine Befestigungsnut
der Werkzeugaufnahme 6 eingesetzt. Das Biegewerkzeug 14 besitzt eine Elementaufnahme
18, hier in Form einer vertikal in Richtung der Biegeebene 19 verlaufenden Aufnahmebohrung
20. In die Elementaufnahme 18 ist ein auswechselbares Messelement 21 eingesetzt, das
in diesem Ausführungsbeispiel als Messtaster 22 ausgeführt ist. Dieser umfasst ein
außenliegendes Hülsenelement 23, in dem ein Tastelement 24 in Richtung des Doppelpfeils
25 verstellbar gelagert ist. Das Tastelement 24 besitzt eine Tastkontur hier in Form
einer Tastscheibe 26, mit der ein gebogenes, nicht dargestelltes Werkstück angetastet
werden kann und daraus ein Biegewinkel am Werkstück ermittelt werden kann. Die dazu
erforderlichen Messsensoren sind im Messelement 21 enthalten, und werden an dieser
Stelle nicht näher erläutert.
[0049] Im Fall des hier dargestellten Messtasters 22 handelt es sich dabei um ein Wegmesssystem
oder Positionsmesssystem, mit dem eine Verschiebung des Tastelements 24 relativ zum
Hülsenelement 23 gemessen werden kann. Das Messelement 21 ist etwa gegen ein anderes
Messelement 21' austauschbar, das eine andere Tastscheibe 26' mit einer geänderten
Abmessung aufweist und bspw. für andere Biegewinkel-Messbereiche geeignet ist.
[0050] Die Messsignale werden vom Messelement 21 mittels einer strichpunktiert angedeuteten
Verbindungsleitung 27 zu einer zwischen Biegwerkzeug 14 und Werkzeugaufnahme 6 bestehenden
Schnittstelle 28 geführt und von dieser mittels einer weiteren Verbindungsleitung
29 zur Steuervorrichtung 13 übertragen, von der die Messsignale ausgewertet werden.
Selbstverständlich ist anstelle der dargestellten Verbindungsleitungen 27, 29 auch
eine drahtlose Übertragung von Messsignalen an die Steuervorrichtung 13 möglich.
[0051] Am Messelement 21 ist ein Informationsträger 30 angeordnet, der entweder durch einen
Teilabschnitt des Messelements 21 selbst oder durch einen nachträglich an diesem angebrachten
Bauteil gebildet ist. Dieser Informationsträger 30 trägt eine Information, die für
eine richtige Auswertung der Messsignale des Messelements 21 erforderlich ist, und
umfasst insbesondere ein Identifizierungsmerkmal 31, anhand dessen die Steuervorrichtung
13 erkennen kann, welches Messelement 21 in der Elementaufnahme 18 des Biegewerkzeugs
14 eingesetzt ist.
[0052] Damit die im Informationsträger 30 enthaltene Information nicht manuell von einem
Benutzer in die Steuerungsvorrichtung 13 eingegeben werden muss, ist am Biegewerkzeug
14, hier an der Elementaufnahme 18 eine berührungslos arbeitende Sensoranordnung 32
angeordnet, die die am Informationsträger 30 enthaltene Information berührungslos
auslesen kann. Diese Information wird in Folge über die strichpunktiert angedeutete
Verbindungsleitung 33 an die Schnittstelle 28 übertragen, über die die Information
an die Steuervorrichtung 13 übermittelt wird.
[0053] In Fig. 2 ist die Sensoranordnung 32 am Biegewerkzeug 14 so angeordnet, dass diese
bei vollständig eingesetztem Messelement 21 dem Informationsträger 30 in geringem
Abstand gegenüberliegt, wodurch der berührungslose Auslesevorgang nicht über eine
große Distanz erfolgen muss und daher mit geringen Störeinflüssen erfolgen kann. Es
ist jedoch auch eine Positionierung der Sensoranordnung 33 in größerer Distanz zum
Informationsträger 30 denkbar, wenn die Wirkungsweise der berührungslosen Informationsübertragung
auch größere Abstände zulässt.
[0054] Fig. 3 zeigt in einem vergrößerten Ausschnitt das obere Ende des Messelements 21
gemäß Fig. 2, woraus erkennbar ist, dass zwischen dem Informationsträger 30 und der
Sensoranordnung 32 ein Abstand 34 vorhanden ist, und keine Berührung mittels Kontakten
oder ähnlichem stattfindet. Durch die berührungslose Arbeitsweise der Sensoranordnung
32 kann jedoch trotzdem der mit einem Pfeil 35 angedeutete Auslesevorgang durchgeführt
werden und bspw. das im Informationsträger 30 enthaltene Identifizierungsmerkmal 31
an die Steuervorrichtung 13 übertragen werden. Im geschnitten dargestellten unteren
Teilbereich des Messelements 21 ist das äußere Hülsenelements 23 und das darin in
Richtung des Doppelpfeils 25 verstellbar gelagerte Tastelement 24 erkennbar, dessen
Position wie hier angedeutet, mit einem Messsensor 36, insbesondere einem Wegaufnehmer
37 erfasst werden kann. Die Weiterleitung dieser Messsignale an die Schnittstelle
28 kann dabei wie in Fig. 3 dargestellt, über eine eigene zwischen dem Messelement
21 und dem Biegewerkzeug 14 ausgebildete Messschnittstelle 38 erfolgen die bspw. auch
elektrische Kontakte umfasst, es kann die Übertragung der Messsignale jedoch auch
über die Sensoranordnung 32 erfolgen, wenn mit dem Messsensor 36 auch berührungslos
auslesbare Messsignale generiert werden können, die in Folge mittels der Sensoranordnung
32 erfasst und an die Steuervorrichtung 14 weitergeleitet werden können.
[0055] Nachfolgend werden mehrere Ausführungsbeispiele für Informationsträger 30 und damit
zusammenwirkende Sensoranordnungen 32 beschrieben, wobei allen beschriebenen Ausführungsformen
das berührungslose Auslesen der im Informationsträger 30 enthaltenen Information mittels
der Sensoranordnung 32 gemeinsam ist.
[0056] Fig. 4 zeigt das Prinzip der berührungslosen Informationsübertragung vom Informationsträger
30 zur Sensoranordnung 32 mit Hilfe eines Magnetfeldes. Dabei umfasst der Informationsträger
30 einen Dauermagneten 39 und die Sensoranordnung 32 einen Magnetfeldsensor 40. Mittels
des Magnetfeldssensor 40 kann das Vorhandensein oder eine Position oder eine Ausrichtung
des durch den Dauermagneten 39 bewirkten Magnetfeldes erfasst und dadurch die Anordnung,
Positionierung oder Ausrichtung eines oder mehrerer Dauermagnete 39 die am Informationsträger
30 des Messelements 21 enthaltene Information bspw. ein Identifizierungsmerkmal 31
bilden. Der Magnetfeldsensor 40 kann dazu z.B. als magnetoresistiver Sensor (AMR-Typ)
ausgebildet sein, dessen elektrischer Widerstand durch das Vorhandensein und/oder
die Stärke und/oder die Ausrichtung eines Magnetfelds des Dauermagneten 39 beeinflusst
wird und dadurch zur Identifizierung benutzt werden kann. Auch wenn der Magnetfeldsensor
40 nur das Vorhandensein eines Dauermagneten 39 erfassen kann, können mehrere unterschiedliche
Arten von Messelementen 21 erkannt werden, wenn eine Kombination aus mehreren Dauermagneten
und mehreren Magnetfeldsensoren 40 verwendet wird.
[0057] In einer anderen Ausführungsform ist der Magnetfeldsensor 40 als Hall-Sensor-Anordnung
41 ausgebildet, mit der ebenfalls das Vorhandensein, die Positionierung oder die Ausrichtung
eines durch den Dauermagneten 39 bewirkten Magnetfelds erfasst werden kann. In einer
stromdurchflossenen Hall-Sensor 42 der Hall-Sensor-Anordnung 41 wird durch ein senkrecht
dazu verlaufendes Magnetfeld eine Ausgangsspannung bewirkt, die proportional zum Produkt
aus der Stromstärke und der magnetischen Feldstärke ist. Bei bekannter Stromstärke
kann somit auf die magnetische Feldstärke gerechnet werden und daraus das Vorhandensein,
die Position oder die Ausrichtung eines Dauermagneten 39 erfasst werden.
[0058] Die Hall-Sensor-Anordnung 41 umfasst im dargestellten Ausführungsbeispiel vier Hall-Sensoren
42 die durch eine entsprechende elektrische Schaltung und eine Auswertelogik einen
zwischen einer Bezugsrichtung 43 und einer Magnetfeldausrichtung 44 bestehenden Winkel
45 ermitteln können. Derartige, mehrere Hall-Sensoren 42 umfassende Einheiten können
einen Hall-Winkelsensor 46 bilden, der auch in sehr kleinen Abmessungen von wenigen
mm
2 verfügbar ist. Durch die hohe Winkelauflösung derartiger Hall-Winkelsensoren 46 kann
alleine mit einem Dauermagnet 39 eine Anzahl von zumindest acht oder mehr unterschiedlichen
Magnetfeldausrichtungen 44 und damit auch unterschiedlichen Ausführungsformen des
Messelements 21 zuverlässig berührungslos ermittelt werden. Durch die Verwendung von
mehreren Hall-Sensoren 42 und eine Auswertelogik kann auch ein störender Einfluss
von Fremdmagnetfeldern auf die Sensoranordnung 32 weitgehend unterbunden werden.
[0059] Fig. 4 zeigt weiters, dass alternativ oder zusätzlich zu einem Winkel 45 der Magnetfeldausrichtung
44 auch eine Position 47 bezogen auf einen Bezugspunkt 48, das auf den oder die Hall-Sensoren
42 einwirkende Magnetfeld beeinflusst und daher auch die Position 47 des Dauermagneten
39 am Informationsträger 30 bzw. dem Messelement 21 als Identifizierungsmerkmal 31
dienen kann.
[0060] Zur Erfassung des Magnetfelds können alternativ zur Verwendung von Hall-Effekt-basierten
Sensoren auch Reed-Kontakte, die unter Einwirkung eines Magnetfelds Schaltfunktionen
ausführen können als Teil der Sensoranordnung 32eingesetzt werden.
Ein weiteres Wirkungsprinzip der berührungslosen Übertragung der im Informationsträger
gespeicherten Information an die Sensoranordnung besteht darin, dass der Informationsträger
30 eine optisch auslesbare Information umfasst und die Sensoranordnung 32 zumindest
einen optoelektronischen Sensor umfasst.
[0061] Fig. 5 zeigt ein mögliches Beispiel einer derartigen Ausführungsform, bei der im
Bereich der Elementaufnahme 18 zwei optoelektronische Sensoren 49 Bestandteil der
Sensoranordnung 32 sind. Der Informationsträger 30 enthält die Information über das
Messelement 21 in Form eines Lochmusters an seiner Oberfläche, das durch eine oder
mehrere Ausnehmungen 50 oder Durchbrüche im Informationsträger 30 gebildet ist. Die
berührungslose Erfassung der derart gebildeten Information erfolgt, indem vom optoelektronischen
Sensor 49 von einem Lichtemitter 51 in Richtung der Oberfläche 52 des Informationsträgers
30 Licht abgestrahlt wird und mittels einer Fotozelle 53 von der Oberfläche 52 reflektiertes
Licht erfasst wird. Dies ist in Fig. 5 beim oberen optoelektronischen Sensor 49 der
Fall, da sich in diesem Bereich keine Ausnehmung 50 an der Oberfläche 52 des Informationsträgers
30 befindet. Beim in Fig. 5 unteren optoelektronischen Sensor 49 hingegen wird das
vom Lichtemitter 51 abgestrahlte Licht aufgrund der im Informationsträger 30 ausgebildeten
Ausnehmung 50 nicht oder nur in sehr geringem Masse reflektiert und kann daher mittels
der Fotozelle 53 das Vorhandensein der Ausnehmung 50 erfasst werden.
[0062] Als optoelektronischer Sensor 49 kann insbesondere jeweils eine Bicolor-LED 54 verwendet
werden, von der eine LED als Lichtemitter 51 dient und die zweite LED als Fotozelle
53 eingesetzt wird. In Fig. 5 sind nur zwei optoelektrische Sensoren 49 vorgesehen,
mit denen sich jeweils zwei Zustände - Ausnehmung 50 vorhanden oder Ausnehmung 50
nicht vorhanden - erfassen lassen. Somit können mit der dargestellten Sensor-Anordnung
32 vier verschiedene Lochmuster erkannt werden und daher auch vier verschiedene Messelemente
21 berührungslos identifiziert werden. Selbstverständlich kann diese Anzahl erhöht
werden, in dem eine größere Anzahl an optoelektrischen Sensoren 49 und ein daran angepasstes
erweitertes Lochmuster eingesetzt wird.
[0063] Bei der Verwendung von Durchbrüchen im Informationsträger 30 kann anstelle des von
der Oberfläche 52 reflektierten Lichts auch den Informationsträger 30 durchstrahlendes
Licht verwendet werden, wenn Lichtemitter 51 und Fotozelle 53 an gegenüberliegenden
Enden eines Durchbruchs angeordnet sind.
[0064] Der lichtdurchlässige Durchbruch im Informationsträger 30 kann selbstverständlich
mit einem lichtdurchlässigen Material gefüllt sein, wodurch der Durchbruch nicht durch
Schmutzablagerungen in seinem Inneren lichtundurchlässig werden kann.
[0065] Fig. 6 zeigt eine weitere mögliche Ausführungsform mit optischem Auslesen der im
Informationsträger 30 enthaltenen Information, bei dem der Informationsträger 30 an
seiner Oberfläche 52 einen optisch auslesbaren Strichcode 55 aufweist und die Sensoranordnung
32 am Biegewerkzeug 14 bzw. der Elementaufnahme 18 eine optoelektronische Strichcode-Leseanordnung
56 umfasst. Diese kann dabei so angeordnet sein, dass sie den Strichcode 55 im eingesetzten
Zustand des Messelements 21 erfasst oder aber auch den Strichcode 55 während dem Vorbeibewegen
in Bewegungsrichtung 57 während des Einsetzen des Messelements 21 in die Elementaufnahme
18 erfassen kann. Auch bei den anderen dargestellten Ausführungsformen der berührungslosen
Erfassung der im Informationsträger enthaltenen Information kann der Auslesevorgang
während einer Relativbewegung zwischen Messelement 21 und Elementaufnahme 18 beim
Einsetzen des Messelements 21 von der Sensoranordnung 32 erfasst werden.
[0066] In Fig. 6 ist beispielhaft ein eindimensionaler Strichcode dargestellt, selbstverständlich
können jedoch auch zweidimensionale Strichcodes verwendet werden.
[0067] Fig. 7 zeigt eine weitere Ausführungsform mit optischem Auslesen der im Informationsträger
30 enthaltenen Information, bei der die Information durch einen Abstand 47 eines Durchbruchs
58 am Informationsträger 30 bezogen auf einen Bezugspunkt 48 verkörpert ist. Die Erfassung
dieser Position 47 erfolgt durch Bestrahlung des Informationsträgers 30 mittels eines
langgestreckten Lichtemitters 51 auf einer ersten Seite des Durchbruchs 58 und Messung
des den Durchbruch 58 passierenden Lichtstrahlbündels mittels eines optoelektronischen
Sensors 49 in Form eines optischen Positionssensors 59 (PSD - position sensitive device),
der je nach der Position 47, an der das Lichtstrahlenbündel auftrifft, ein bestimmtes
Spannungssignal, das an die Steuervorrichtung oder eine Auswertelogik übertragen wird
ausgibt. Der in Fig. 7 länglich dargestellte Lichtemitter 51 kann selbstverständlich
auch durch mehrere punktförmige Lichtquellen gebildet sein, wenn die am Informationsträger
30 möglichen Positionen 47 des Durchbruchs 58 daran angepasst sind.
[0068] Fig. 8 zeigt einen Ausschnitt aus einem erfindungsgemäßen Biegewerkzeug 14 mit einem
in einer Elementaufnahme 18 eingesetzten Messelement 21, dass einen Informationsträger
in Form eines integrierten Schaltkreises 60 aufweist, in dem die Information über
das Messelement 21, insbesondere ein Identifizierungsmerkmal 31 in einem strichliert
angedeuteten Speicherelement 61 abgelegt ist. Das Speicherelement 61 kann dabei vorteilhaft
ein nicht flüchtiger Speicher sein, wodurch auf eine Stromversorgungsquelle im Messelement
21 zur Erhaltung der Information verzichtet werden kann. Die berührungslose Erfassung
der im Speicherelement 61 enthaltenen Information durch die Sensoranordnung 32 erfolgt
in diesem Ausführungsbeispiel mittels kapazitiver Kopplung zwischen zwei am Messelement
21 angeordneten elektrisch leitenden Flächen 62 und zwei am Biegewerkzeug 14 bzw.
der Elementaufnahme 18 angeordneten ebenfalls elektrisch leitenden Flächen 62', die
den Flächen 62 in einem geringen Abstand gegenüberliegen. Die beiden gegenüberliegenden
Flächen 62, 62' sind durch den dazwischen liegenden Luftspalt 63 elektrisch voneinander
isoliert und wirken wie Kondensatorflächen und sind somit zur Übertragung von elektrischen,
insbesondere hochfrequenten, Wechselfeldern geeignet. Auf diese Weise kann das Sensorelement
32 mittels kapazitiver Kopplung die im integrierten Schaltkreis 60, insbesondere im
Speicherelement 61 enthaltenen Informationen auslesen und auf diese Weise eine Identifizierung
des Messelements 21 erfolgen.
[0069] Fig. 9 zeigt eine weitere mögliche Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Biegewerkzeugs
14, bei dem der Informationsträger 30 ebenfalls durch einen integrierten Schaltkreis
60 mit einem Speicherelement 61 gebildet ist bzw. einen solchen umfasst und der Luftspalt
63 zwischen Messelement 21 und Biegewerkzeug 14 mittels induktiver Kopplung überbrückt
wird. Dazu ist der integrierte Schaltkreis 60 mit einer ersten Spulenanordnung 64
verbunden und die Sensoranordnung 32 umfasst eine zweite Spulenanordnung 65 zwischen
denen über den Luftspalt 63 mittels hochfrequenter elektromagnetischer Schwingungen
die im Informationsträger 30 in Form eines integriertem Schaltkreises 60 enthaltene
Information berührungslos übertragen werden kann. Anstatt der Spulenanordnungen 64
und 65 kann selbstverständlich andere, gleichwirkende Antennenanordnungen vorgesehen
sein. Insbesondere können der integrierte Schaltkreis 60 und die Spulenanordnung 64
zu einem RFID-Element 66 zusammengefasst sein, das im Bereich der Logistik und Warenkennzeichnung
bereits länger Stand der Technik ist. In diesem Fall ist die Sensoranordnung 32 als
RFID-Leseeinheit 67 ausgeführt, wodurch die im RFID-Element 66 enthaltene Information
berührungslos ausgelesen werden kann.
[0070] In der Ausführung gemäß Fig. 6 kann weiters anstelle des Strichcodes 55 als Informationsträger
eine Farbmarkierung 68 verwendet werden, wobei die Sensoranordnung 32 in diesem Fall
zumindest einen Farbsensor 69 umfasst, mit dem die Farbe des von der Farbmarkierung
68 ausgestrahlten Lichts gemessen wird und daraus mittels eines vordefinierten Farbcodes
auf die Art des eingesetzten Messelements 21 geschlossen werden kann. Um zuverlässige
Farbmesswerte zu erhalten ist auch in dieser Ausführungsform der Einsatz eines speziellen
Lichtemitters 51 (siehe Fig. 5) mit bekannter Licht-Farbzusammensetzung von Vorteil.
[0071] Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten des Biegewerkzeugs,
wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass die Erfindung nicht auf die speziell dargestellten
Ausführungsvarianten desselben eingeschränkt ist, sondern vielmehr auch diverse Kombinationen
der einzelnen Ausführungsvarianten untereinander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit
aufgrund der Lehre zum technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können
des auf diesem technischen Gebiet tätigen Fachmannes liegt. Es sind also auch sämtliche
denkbaren Ausführungsvarianten, die durch Kombinationen einzelner Details der dargestellten
und beschriebenen Ausführungsvariante möglich sind, vom Schutzumfang mit umfasst.
[0072] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis
des Aufbaus des Biegewerkzeugs dieses bzw. dessen Bestandteile teilweise unmaßstäblich
und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden.
[0073] Die den eigenständigen erfinderischen Lösungen zugrundeliegende Aufgabe kann der
Beschreibung entnommen werden.
[0074] Vor allem können die einzelnen in den Fig. 1; 2, 3; 4; 5; 6; 7; 8; 9 gezeigten Ausführungen
den Gegenstand von eigenständigen, erfindungsgemäßen Lösungen bilden. Die diesbezüglichen,
erfindungsgemäßen Aufgaben und Lösungen sind den Detailbeschreibungen dieser Figuren
zu entnehmen
[0075] Bezugszeichenaufstellung
- 1
- Biegemaschine
- 2
- Abkantpresse
- 3
- Maschinengestell
- 4
- Presstisch
- 5
- Pressbalken
- 6
- Werkzeugaufnahme
- 7
- Biegewerkzeug
- 8
- Unterwerkzeug
- 9
- V-Matrize
- 10
- Oberwerkzeug
- 11
- Biegestempel
- 12
- Verstellvorrichtung
- 13
- Steuervorrichtung
- 14
- Biegewerkzeug
- 15
- Verbindungsleitung
- 16
- Befestigungsfortsatz
- 17
- Befestigungsnut
- 18
- Elementaufnahme
- 19
- Biegeebene
- 20
- Aufnahmebohrung
- 21
- Messelement
- 22
- Messtaster
- 23
- Hülsenelement
- 24
- Tastelement
- 25
- Doppelpfeil
- 26
- Tastscheibe
- 27
- Verbindungsleitung
- 28
- Schnittstelle
- 29
- Verbindungsleitung
- 30
- Infomiationsträger
- 31
- Identifizierungsmerkmal
- 32
- Sensoranordnung
- 33
- Verbindungsleitung
- 34
- Abstand
- 35
- Pfeil
- 36
- Messsensor
- 37
- Wegaufnehmer
- 38
- Messschnittstelle
- 39
- Dauermagnet
- 40
- Magnetfeldsensor
- 41
- Hall-Sensor-Anordnung
- 42
- Hall-Sensor
- 43
- Bezugsrichtung
- 44
- Magnetfeldausrichtung
- 45
- Winkel
- 46
- Hall-Winkelsensor
- 47
- Position
- 48
- Bezugspunkt
- 49
- optoelektronischer Sensor
- 50
- Ausnehmung
- 51
- Lichtemitter
- 52
- Oberfläche
- 53
- Fotozelle
- 54
- Bicolor-LED
- 55
- Strichcode
- 56
- Strichcode-Leseanordnung
- 57
- Bewegungsrichtung
- 58
- Durchbruch
- 59
- optischer Positionssensor
- 60
- integrierter Schaltkreis
- 61
- Speicherelement
- 62
- Fläche
- 63
- Luftspalt
- 64
- Spulenanordnung
- 65
- Spulenanordnung
- 66
- RFID-Element
- 67
- RFID-Leseeinheit
- 68
- Farbmarkierung
- 69
- Farbsensor
1. Biegewerkzeug (14), umfassend ein Messelement (21) und eine Elementaufnahme (18) zur
lösbaren Verbindung des Messelements (21) mit dem Biegewerkzeug (14), dadurch gekennzeichnet, dass das Messelement (21) einen Informationsträger (30) aufweist und am Biegewerkzeug
(14), insbesondere an der Elementaufnahme (18), eine berührungslos arbeitende Sensoranordnung
(32) zum Erfassen zumindest einer im Informationsträger (30) enthaltenen Information,
insbesondere eines dauerhaften Identifizierungsmerkmals (31) des Messelements (21)
angeordnet ist.
2. Biegewerkzeug (14) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Informationsträger (30) zumindest einen Dauermagneten (39) umfasst und die Sensoranordnung
(32) zumindest einen Magnetfeldsensor (40), insbesondere einen Hall-Sensor (42) umfasst.
3. Biegewerkzeug (14) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil der Information des Informationsträgers (30) durch die Position
(47) des Dauermagneten (39) relativ zu einem Bezugspunkt (48) am Messelement (21)
verkörpert ist.
4. Biegewerkzeug (14) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Magnetfeldsensor (40) als Hall-Winkelsensor (46) ausgebildet ist.
5. Biegewerkzeug (14) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil der Information des Informationsträgers (30) durch eine Magnetfeldausrichtung
(44) des Dauermagneten (39) relativ zu einer Bezugsrichtung (43) am Messelement (21)
verkörpert ist.
6. Biegewerkzeug (14) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Informationsträger (30) eine optisch auslesbare Information umfasst und die Sensoranordnung
(32) zumindest einen optoelektrischen Sensor (49) umfasst.
7. Biegewerkzeug (14) nach Anspruch 6 dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoranordnung (32) zumindest einen Lichtemitter (51) zur Beleuchtung der optisch
auslesbaren Information umfasst.
8. Biegewerkzeug (14) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die optisch auslesbare Information zumindest eine Farbmarkierung (68) an der Oberfläche
(52) des Messelements (21) umfasst und die Sensoranordnung (32) zumindest einen Farbsensor
(69) umfasst.
9. Biegewerkzeug (14) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Informationsträger (30) als optisch auslesbare Information einen eindimensionalen
oder zweidimensionalen Strichcode (55) an der Oberfläche (52) des Messelements (21)
umfasst und die Sensoranordnung (32) eine optoelektronische Strichcode-Leseanordnung
(56) umfasst.
10. Biegewerkzeug (14) nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet dass die optisch auslesbare Information ein aus zumindest einer Ausnehmung (50) oder einem
Durchbruch in der Oberfläche (52) des Messelements (21) gebildetes Lochmuster umfasst.
11. Biegewerkzeug (14) nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der optoelektrische Sensor (49) durch einen analogen oder diskreten optischen Positionssensor
(PSD) (59) gebildet ist.
12. Biegewerkzeug (14) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der optoelektrische Sensor (49) eine Bicolor-LED (54) zur Emission von Licht auf
die Ausnehmung (50) oder den Durchbruch in der Oberfläche (52) des Messelements (21)
und zur gleichzeitigen Detektion des von der Oberfläche (52) reflektierten Lichts
umfasst.
13. Biegewerkzeug (14) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Informationsträger (30) einen die Information in binärer Kodierung enthaltenden
integrierten Schaltkreis (60) umfasst.
14. Biegewerkzeug (14) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Messelement (21) einen Bestandteil einer am Biegewerkzeug (14) angeordneten Messanordnung
bildet.
15. Biegewerkzeug (14) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Messelement (21) ein mechanisches Tastelement (24) zur Ermittlung einer geometrischen
Werkstückposition oder Werkstückdimension umfasst.
16. Biegewerkzeug (14) nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass am Biegewerkzeug (14) eine Schnittstelle (28) zur Übertragung der von der Sensoranordnung
(32) erfassten Information an eine elektronische Steuervorrichtung (13) einer Biegemaschine
(1) ausgebildet ist.
17. Biegemaschine (1), insbesondere Abkantpresse (2), umfassend eine Werkzeugaufnahme
(6), zumindest ein mit der Werkzeugaufnahme (6) koppelbares Biegewerkzeug (14) und
eine Steuervorrichtung (13), dadurch gekennzeichnet, dass das Biegewerkzeug (14) nach einem der Ansprüche 1 bis 16 ausgebildet ist.
1. Bending tool (14) comprising a measuring element (21) and an element holder (18) for
releasably connecting the measuring element (21) to the bending tool (14), characterised in that the measuring element (2) has a data carrier (30), and a sensor arrangement (32)
operating without contact is disposed on the bending tool (14), in particular on the
element holder (18), for detecting at least one item of data contained in the data
carrier (30), in particular a permanent identification characteristic (31) of the
measuring element (21).
2. Bending tool (14) as claimed in claim 1, characterised in that the data carrier (30) comprises at least one permanent magnet (39) and the sensor
arrangement (32) comprises at least one magnetic field sensor (40), in particular
a Hall-effect sensor (42).
3. Bending tool (14) as claimed in claim 2, characterised in that at least some of the data of the data carrier (30) is represented by the position
(47) of the permanent magnet (39) relative to a reference point (48) on the measuring
element (21).
4. Bending tool (14) as claimed in claim 2 or 3, characterised in that the magnetic field sensor (40) is a Hall-effect angle sensor (46).
5. Bending tool (14) as claimed in claim 4, characterised in that at least some of the data of the data carrier (30) is represented by a magnetic field
orientation (44) of the permanent magnet (39) relative to a reference direction (43)
on the measuring element (21).
6. Bending tool (14) as claimed in one of the preceding claims, characterised in that the data carrier (30) contains optically readable data and the sensor arrangement
(32) comprises at least one optoelectric sensor (49).
7. Bending tool (14) as claimed in claim 6, characterised in that the sensor arrangement (32) comprises at least one light emitter (51) for illuminating
the optically readable data.
8. Bending tool (14) as claimed in claim 6 or 7, characterised in that the optically readable data comprises at least a coloured mark (68) on the surface
(52) of the measuring element (21) and the sensor arrangement (43) comprises at least
one colour sensor (69).
9. Bending tool (14) as claimed in claim 6 or 7, characterised in that the data carrier (30) contains a one-dimensional or two-dimensional bar code (55)
on the surface (52) of the measuring element (21) as the optically readable data and
the sensor arrangement (32) comprises an optoelectronic bar code reader arrangement
(56).
10. Bending tool (14) as claimed in one of claims 6 to 9, characterised in that the optically readable data is a perforated pattern comprising at least one cut-out
(50) or orifice in the surface (52) of the measuring element (21).
11. Bending tool (14) as claimed in one of claims 6 to 10, characterised in that the optoelectric sensor (49) is an analogue or discrete optical position sensor (PSD)
(59).
12. Bending tool (14) as claimed in claim 10, characterised in that the optoelectric sensor (49) is a bi-colour LED (54) for emitting light onto the
cut-out (50) or orifice in the surface (52) of the measuring element (21) and for
simultaneously detecting the light reflected by the surface (52).
13. Bending tool (14) as claimed in one of claims 1 to 12, characterised in that the data carrier (30) comprises an integrated circuit (60) containing the data in
binary code.
14. Bending tool (14) as claimed in one of claims 1 to 13, characterised in that the measuring element (21) is part of a measuring arrangement disposed on the bending
tool (14).
15. Bending tool (14) as claimed in claim 14, characterised in that the measuring element (21) comprises a mechanical momentary-contact element (24)
for determining a geometric workpiece position or workpiece dimension.
16. Bending tool (14) as claimed in one of claims 1 to 15, characterised in that an interface (28) is provided on the bending tool ((14) for transmitting the data
detected by the sensor arrangement (32) to an electronic control device (13) of a
bending machine (1).
17. Bending machine (1), in particular a press brake (2), comprising a tool holder (6),
at least one bending tool (14) which can be coupled with the tool holder (6) and a
control device (13), characterised in that the bending tool (14) is as claimed in one of claims 1 to 16.
1. Outil de pliage (14), comprenant un élément de mesure (21) et un logement d'élément
(18) pour la liaison amovible de l'élément de mesure (21) avec l'outil de pliage (14),
caractérisé en ce que l'élément de mesure (21) présente un support d'information (30), et qu'il est disposé
à l'outil de pliage (14), en particulier au logement d'élément (18), un agencement
de capteurs (32) fonctionnant sans contact pour la détection d'au moins une information
se trouvant dans le support d'information (30), en particulier d'une caractéristique
d'identification durable (31) de l'élément de mesure (21).
2. Outil de pliage (14) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le support d'information (30) comprend au moins un aimant permanent (39), et l'agencement
de capteurs (32) comprend au moins un capteur de champ magnétique (40), en particulier
un capteur de Hall (42).
3. Outil de pliage (14) selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'au moins une partie de l'information du support d'information (30) est formée par
la position (47) de l'aimant permanent (39) relativement à un point de référence (48)
à l'élément de mesure (21).
4. Outil de pliage (14) selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que le capteur de champ magnétique (40) est réalisé comme capteur d'angle de Hall (46).
5. Outil de pliage (14) selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'au moins une partie de l'information du support d'information (30) est formée par
une orientation de champ magnétique (44) de l'aimant permanent (39) relativement à
une direction de référence (43) à l'élément de mesure (21).
6. Outil de pliage (14) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le support d'information (30) comprend une information lisible optiquement, et l'agencement
de capteurs (32) comprend au moins un capteur opto-électrique (49).
7. Outil de pliage (14) selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'agencement de capteurs (32) comprend au moins un émetteur de lumière (51) pour
éclairer l'information lisible optiquement.
8. Outil de pliage (14) selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que l'information lisible optiquement comprend au moins un marquage en couleur (68) à
la surface (52) de l'élément de mesure (21), et l'agencement de capteurs (32) comprend
au moins un capteur de couleur (69).
9. Outil de pliage (14) selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que le support d'information (30), en tant qu'information lisible optiquement, comprend
un code à barres (55) unidimensionnel ou bidimensionnel à la surface (52) de l'élément
de mesure (21), et l'agencement de capteurs (32) comprend un agencement de lecture
de code à barres opto-électronique (56).
10. Outil de pliage (14) selon l'une des revendications 6 à 9, caractérisé en ce que l'information lisible optiquement comprend un motif à trous formé par au moins un
évidement (50) ou un perçage dans la surface (52) de l'élément de mesure (21).
11. Outil de pliage (14) selon l'une des revendications 6 à 10, caractérisé en ce que le capteur opto-électrique (49) est formé par un capteur de position optique analogique
ou discret (PSD) (59).
12. Outil de pliage (14) selon la revendication 10, caractérisé en ce que le capteur opto-électrique (49) comprend une DEL bicolore (54) pour l'émission de
lumière sur l'évidement (50) ou le perçage dans la surface (52) de l'élément de mesure
(21) et pour la détection simultanée de la lumière réfléchie par la surface (52).
13. Outil de pliage (14) selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que le support d'information (30) comprend un circuit intégré (60) contenant l'information
en codage binaire.
14. Outil de pliage (14) selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que l'élément de mesure (21) fait partie d'un agencement de mesure disposé à l'outil
de pliage (14).
15. Outil de pliage (14) selon la revendication 14, caractérisé en ce que l'élément de mesure (21) comprend un élément de tâtage mécanique (24) pour la détermination
d'une position géométrique de la pièce ou d'une dimension de la pièce.
16. Outil de pliage (14) selon l'une des revendications 1 à 15, caractérisé en ce qu'est réalisé à l'outil de pliage (14) une interface (28) pour la transmission de l'information
détectée par l'agencement de capteurs (32) à un dispositif de commande électronique
(13) d'une machine de pliage (1).
17. Machine de pliage (1), en particulier presse de pliage (2), comprenant un logement
d'outil (6), au moins un outil de pliage (14) apte à être couplé avec le logement
d'outil (6) et un dispositif de commande (13), caractérisée en ce que l'outil de pliage (14) est réalisé selon l'une des revendications 1 à 16.