[0001] Die Erfindung betrifft einen auf ein Führungselement montierbaren Handlauf für Fahrsteige,
Fahrtreppen oder dergleichen der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Gattung.
[0002] Derartige Handläufe sind bereits bekannt (
EP 0530944A1,
DE 1756354A,
DE 1939241A und
DE 2129582A). Dabei hat sich gezeigt, dass sich die Querschnittsmaße der Handläufe über die Lebensdauer
im Betrieb an den Fahrtreppen, Fahrsteigen und dergleichen durch dynamische Belastungen
infolge abwechselnder positiver und negativer Biegungen des Handlaufs während des
Durchlaufs durch Fahrtreppen, Fahrsteige oder dergleichen aufgrund von insbesondere
Schrumpf- und Verzugserscheinungen ändern. Um diese Probleme zu vermeiden, ist es
bekannt, solche Materialien und Einlagen einzubauen, die das Schwundmaß innerhalb
kleiner Grenzen halten. Derartige Handläufe verlangen jedoch ein ausreichendes Spiel
in Bezug zu den Flächen der Führungselemente und dessen Führungssockels, damit die
Reibung und somit die Antriebskräfte für das Fortbewegen der Handläufe auf dem Führungselement
nicht zu groß werden. Darüber hinaus ist auch darauf zu achten, dass Spalte, in welche
Personen beim Benutzen von Fahrtreppen am Handlauf eingreifen könnten, nicht zu Verletzungen
führen. das dokument
JP11255459A offenbart einen handlauf für fahrsteige und fahrtreppen nach dem oberbedriff des
ansprunchs 1. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Handlauf dahingehend zu
verbessern, dass über die gesamte Lebensdauer ein sicherer und normgerechter Betrieb
unter Beachtung von Sicherheitsbestimmungen möglich ist, ohne dass zu hohe Antriebskräfte
zum Antrieb des Handlaufs aufgewendet werden müssen. Diese Aufgabe soll möglichst
auch mit geringem Materialaufwand gelöst werden können. Die Erfindung ist im Anspruch
1 gekennzeichnet und in den Unteransprüchen sind weitere Ausbildungen der Erfindung
beansprucht.
[0003] In der Zeichnung ist eine bevorzugte Ausbildungsform der Erfindung schematisch dargestellt.
[0004] Bei der Erfindung wird der lichte Abstand C der Enden der gebogenen Ränder des Handlaufs,
der aus dem gesamten Spaltmaß C1 + C2 zuzüglich der Breite X des Führungssockels an
der betreffenden Stelle besteht, derart gewählt, dass das gesamte Spaltmaß C1 + C2
unter Berücksichtigung der Toleranzen der Breite X des Führungssockels und der sich
im Betrieb des Handlaufs ergebenden Schrumpf - und Verzugserscheinungen 8 mm nicht
überschreitet. Die lichte Weite A der gebogenen Ränder 4 soll derart um ein gesamtes
Spaltmaß A1 + A2 größer gewählt sein als die Breite Y des Führungselements an dessen
seitlichen Rippen, dass das gesamte Spaltmaß A1 + A2 unter Berücksichtigung der Toleranzen
der Breite Y des Führungselements an den Enden der Rippen und der sich im Betrieb
des Handlaufs ergebenden Schrumpf- und Verzugserscheinungen 8 mm nicht überschreitet.
[0005] Bei der erfindungsgemäßen Bemessung des Handlaufs wird zunächst vom Querschnitt des
Führungselements und dessen Führungssockels ausgegangen. Die Anpassung des Handlaufs
an das Führungselement bedingt in der Produktion die Beherrschung und Reproduzierbarkeit
aller den Querschnitt des Handlaufs beeinflussenden Schrumpf- und Verzugsvorgänge.
Der betreffende Handlauf wird daher an die jeweilige Konfiguration des Führungselements
und dessen Führungssockels angepasst. Die Querschnitte der Produktionswerkzeuge sowie
die Halbzeuge werden derart abgestimmt, dass eine reproduzierbare Formgebung mit engen
Toleranzen sichergestellt wird. Dies gilt insbesondere für Press-, insbesondere Strangpress-
und Extrudierverfahren.
[0006] Dabei sind auch die Konturen des Handlaufs sowie die Änderung der Konturen des Handlaufs
im Betrieb im Rahmen von Prüfstandsversuchen und/oder - Berechnungen zu berücksichtigen;
desgleichen spielen die Materialeigenschaft und die Art der Beanspruchung im Betrieb
eine Rolle, was durch Vorversuche optimiert werden kann.
[0007] Im Falle konstanter oder zunehmender Spaltmaße während des Betriebs wird der vom
Handlauf umschlossene Querschnitt von der Außenkontur des Führungselements und dessen
Führungssockels vorgegeben. Die obere Toleranzgrenze des Führungselements gibt die
untere Toleranzgrenze der Innenkontur des Handlaufs vor. Damit wird sichergestellt,
dass der Handlauf nicht auf dem Führungselement festsitzt, sondern leicht bewegt werden
kann. Der Handlauf ist dann so ausgelegt, dass die Änderung des Spaltmaßes im Laufe
des Betriebs, das heißt während der Lebensdauer des Handlaufs, durch das gesamte Spaltmaß
C1 + C2 begrenzt ist.
[0008] Falls sich das Spaltmaß während des Betriebs verringert, definiert sich die Innenkontur
des Handlaufs durch die obere Toleranzgrenze des lichten Abstands C in Verbindung
mit der unteren Toleranzgrenze des Führungselements und dessen Führungssockels. Das
gesamte Spaltmaß C1 + C2 soll dabei einen Wert von 8 mm nicht überschreiten.
[0009] Der Handlaufquerschnitt ist dabei so aufzubauen, dass über die gesamte Lebensdauer
der Handlauf nicht am Führungselement festsitzen, sondern leicht ohne übermäßig großen
Kraftaufwand bewegt werden kann.
[0010] In beiden Fällen ist für ausreichende Sicherheit im Betrieb und insbesondere bei
der Benutzung durch Personen Sorge getragen.
[0011] Gemäß der Erfindung kann daher der Handlauf gezielt an kundenspezifische Führungselemente
angepasst werden, ohne dass besonders massive Handläufe verwendet werden müssen. Eine
Preisreduzierung bei der Herstellung ist daher gleichfalls ein positives Ergebnis
der Erfindung.
[0012] Nach einer Weiterbildung der Erfindung können die seitlichen Rippen des Führungselements
unter einem Winkel α gegenüber der Ebene der Gleitfläche des Handlaufs geneigt oder
hoch gebogen sein; die gebogenen Ränder des Handlaufs sind gleichfalls um etwa einen
solchen Winkel nach innen in Richtung zur Gleitfläche gebogen. Hierdurch ergibt sich
eine zusätzliche Abstützfunktion gegenüber einem seitlichen Abrutschen des Handlaufs
vom Führungselement. Die seitlich vorstehenden Rippen des Führungselements können
dann etwas kürzer als bei nicht abgewinkelter Anordnung ausgebildet sein. Das Spaltmaß
B1 zwischen der Unterseite der Rippen und der nach innen eingebogenen Endteile der
seitlichen Ränder sollte geringer als 6 mm sein.
[0013] Natürlich ist auch bei der Erfindung die Verwendung innerer Verstärkungsmittel im
Handlauf möglich, um eine gewisse Quersteifigkeit sicherzustellen.
[0014] In der Zeichnung ist ein schematischer Querschnitt einer erfindungsgemäßen Ausbildung
gezeigt.
[0015] Der den äußeren Konturen nach gewölbte Handlauf 1 aus elastomerem bzw. gummielastischem
Material, z.B. vernetzte Elastomere, wie SBR, CSM, EPDM, CR, NR, sowie thermoplastische
Elastomere, wie TPE und TPU, sitzt an seiner Unterseite in diesem Fall im wesentlichen
flächig auf der Gleitfläche 2 des Führungselements 3 derart auf, dass der Handlauf
1 in Längsrichtung, das heißt senkrecht auf die Querschnittsdarstellung gleitend oder,
im Falle der Verwendung von Rollen, auch rollbar entlang bewegt werden kann. Das Führungselement
3 weist seitliche, das heißt sich auch in Längsrichtung hinziehende Rippen 5 auf,
die unter einem Winkel α in Richtung nach unten, das heißt zum Führungssockel 7, abgewinkelt
sein können. Die Breite Y des Führungselements 3 an den äußeren Rändern 8 der seitlichen
Rippen 5 ist etwas geringer als die lichte Weite A des Handlaufs 1 an derjenigen Stelle,
an der die Ränder 4 um die Rippen 5 bis zu den Endteilen 10 herumgebogen sind. Dabei
ergeben sich an den Seiten die Spaltmaße A1 und A2.
[0016] Die lichte Weite C der inneren Enden 6 des Handlaufs 1 ist um das gesamte Spaltmaß
C1 + C2 größer als die Breite X des Führungssockels 7. Hierdurch entstehen zwischen
den inneren Enden 6 des Handlaufs 1 und dem Führungssockel 7 jeweils ein Spalt gemäß
der Spaltmaße C1 und C2.
[0017] Der Abstand der am weitesten nach unten gezogenen Teile der Rippen 5 von der oberen
Gleitfläche 2 des Führungselements 1 ist mit Z bezeichnet, so dass sich das Spaltmaß
B1 aus dem Abstand der inneren Endteile 10 des Handlaufs 1 von den um den Winkel α
schräg gestellten und nach unten weisenden Seiten 9 der Rippen 5 ergibt.
[0018] Der Handlauf 1 weist die Gesamtbreite B auf. Diese beträgt beispielsweise 70 mm.
[0019] Der Handlauf kann insbesondere in seinem Mittelteil mit inneren Verstärkungsmitteln
11 versehen sein, um die Quersteifigkeit und Zugfestigkeit zu verbessern, ohne die
Bewegbarkeit in Transportrichtung über das Führungselement 3 hinweg zu beeinträchtigen.
[0020] Bevorzugte Maße bei diesem Ausführungsbeispiel sind
| A1 = |
57 mm |
| A1 + A2 = |
2 mm |
| B= |
70mm |
| B1 = |
1 mm |
| C= |
38mm |
| C1+C2= |
2mm |
| Y = |
55mm |
| Z = |
8mm |
| α = |
15° |
[0021] Das Verhältnis des gesamten Spaltmaßes C1 + C2 zum gesamten Spaltmaß A1 + A2 sollte
zwischen 0,125 und 8 betragen.
[0022] Der Winkel α sollte zwischen -45° und +45° betragen.
[0023] Der Abstand Z sollte zwischen 4 und 12 mm betragen.
[0024] Das Verhältnis Y:X sollte zwischen 1,1 und 5 betragen.
1. Auf ein Führungselement montierbarer Handlauf für Fahrsteige, Fahrtreppen oder dergleichen,
bei dem sich eine innere Gleitfläche (2) des Handlaufes (1) auf dem Führungselement
(3) gleit- bzw. rollbar abstützt und mit seitlich gebogenen Rändern (4), die seitlich
ausladende gerade oder um einen Winkel α geneigte oder hoch gebogene Rippen (5) des
Führungselements (3) soweit umgreifen, dass sich die Enden (6) der gebogenen Ränder
(4) in einem lichten Abstand C voneinander und je im Abstand - (C1 bzw. C2) - vom
Führungssockel (7) des Führungselements (3) befinden,
wobei der lichte Abstand C der Enden (6) der gebogenen Ränder (4) des Handlaufs (1)
dem gesamten Spaltmaß C1 + C2 plus einer Breite X des Führungssockels (7) an der betreffenden
Stelle entspricht und derart gewählt ist, dass das gesamte Spaltmaß C1 + C2 unter
Berücksichtigung der Toleranzen der Breite X des Führungssockels (7) und der sich
im Betrieb des Handlaufs (1) ergebenden Schrumpf- und Verzugserscheinungen 8 mm nicht
überschreitet,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine lichte Weite A der gebogenen Ränder (4) um ein gesamtes Spaltmaß A1 + A2 derart
größer gewählt ist als die Breite Y des Führungselements (3) an den Enden (8) der
seitlich ausladenden Rippen (5), dass das gesamte Spaltmaß A1 + A2 unter Berücksichtigung
der Toleranzen der Breite (Y) des Führungselements (3) an den Enden (8) der Rippen
(5) und der sich im Betrieb des Handlaufs (1) ergebenden Schrumpf- und Verzugserscheinungen
8 mm nicht überschreiten, und
dass das Spaltmaß B1 zwischen der Unterseite (9) der Rippen (5) und den nach innen eingebogenen
Endteilen (10) der seitlichen Ränder (4) entlang der gesamten Führungselemente geringer
ist als 6 mm.
2. Handlauf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rippen (5) des Führungselements (3) unter einem Winkel α gegenüber der Gleitfläche
(2) des Handlaufs (1) geneigt sind und dass die gebogenen Ränder (4) des Handlaufs
(1) an deren Endteilen (10) gleichfalls in etwa einem solchen Winkel nach innen in
Richtung zur Gleitfläche (2) hochgebogen sind.
3. Handlauf nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Handlauf (1) innere Verstärkungsmittel (11) aufweist, welche dem Handlauf (1)
eine hohe Quersteifigkeit und Zugfestigkeit verleihen.
1. A hand rail mountable on a guiding element, for moving walkways and moving stairs
or the like, wherein an internal sliding surface (2) of handrail (1) is slidingly
and rollably supported on guiding element (3), and having laterally bent edges (4)
encompassing guiding element (3) ribs (5) which are straight and laterally projecting
or tilted at an angle α or upwardly bent such that ends (6) of said bent edges (4)
are spaced apart from each other at a clearance C and each one edge is spaced apart
from guiding element (3) guiding bottom (7) at a distance (C1 and C2, respectively),
wherein the hand rail (1) bent edges (4) end (6) clearance C is equal to the entire
gap width C1+C2 plus any width X of the guiding bottom (7) at the respective site
and is selected such that the entire gap width C1 +C2 will not exceed 8 mm, while
taking into account the tolerances of width X of guiding bottom (7) and the shrinking
and distortion phenomena 8 resulting from the operation of the hand rail (1),
characterised in that,
a clearance A of bent edges (4) is selected such that it will exceed the width Y of
the guiding elements (3) at the ends (8) of the laterally projecting ribs (5) by an
entire gap width A1+A2 so that the entire gap width A1+A2 will not exceed 8 mm, while
taking into account the tolerances of width (Y) of guiding element (3) at the ends
(8) of ribs (5) and the shrinking and distortion phenomena 8 resulting from the operation
of the hand rail (1), and
the gap width B1 between the bottom side (9) of the ribs (5) and the inwardly bent
end portions (10) of the lateral edges (4) along the entire guiding elements is lower
than 6 mm.
2. The hand rail according to claim 1, characterised in that the ribs (5) of guiding elements (3) are tilted by an angle α in relation to the
sliding surface (2) of hand rail (1) and in that the hand rail (1) bent edges (4) are similarly inwardly tilted at the end portions
(10) thereof by approximately such an angle toward the sliding surface (2).
3. The hand rail according to one of the preceding claims, characterised in that hand rail (1) has internal reinforcing means (11) conferring high transverse rigidity
and tensile strength to hand rail (1).
1. Main courante susceptible d'être montée sur un élément de guidage, pour trottoir roulant,
escalier roulant ou similaire, dans laquelle une surface de coulissement intérieure
(2) de la main courante (1) est soutenue en coulissement ou en roulement sur l'élément
de guidage (3) et comprenant des bordures cintrées latéralement (4), qui entourent
des nervures (5), de l'élément de guidage (3), latéralement en porte-à-faux, droites
ou inclinées d'un angle α ou cintrées vers le haut, aussi loin que les extrémités
(6) des bordures cintrées (4) se trouvent à une distance libre C l'une de l'autre
et chacune à une distance (C1, respectivement C2) du socle de guidage (7) de l'élément
de guidage (3), dans laquelle la distance libre C des extrémités (6) des bordures
cintrées (4) de la main courante (1) correspond à la dimension totale de l'intervalle
C1 + C2 plus une largeur X du socle de guidage (7) à l'emplacement concerné, et est
choisie de telle façon que la dimension totale de l'intervalle C1 + C2 ne dépasse
pas 8 mm en tenant compte des tolérances sur la largeur X du socle de guidage (7)
et des phénomènes de rétraction et de déformation qui se produisent en fonctionnement
de la main courante (1),
caractérisée en ce que
une largeur libre A des bordures cintrées (4) est choisie avec une dimension totale
de l'intervalle A1 + A2 plus élevée que la largeur Y de l'élément de guidage (3) aux
extrémités (8) des nervures latéralement en porte-à-faux (5) telle que la dimension
totale de l'intervalle A1 + A2 ne dépasse pas 8 mm en tenant compte des tolérances
sur la largeur Y de l'élément de guidage (3) aux extrémités (8) des nervures (5) et
des phénomènes de rétraction et de déformation qui se produisent en fonctionnement
de la main courante (1), et en ce que la dimension de l'intervalle B1 entre la face inférieure (9) des nervures (5) et
les parties terminales (10) recourbées vers l'intérieur des bordures latérales (4)
le long de la totalité des éléments de guidage est inférieure à 6 mm.
2. Main courante selon la revendication 1,
caractérisée en ce que les nervures (5) de l'élément de guidage (3) sont inclinées sous un angle α par rapport
à la surface de coulissement (2) de la main courante (1), et en ce que les bordures cintrées (4) de la main courante (1) sont cintrées vers le haut au niveau
de leurs parties terminales (10) également approximativement sous un tel angle vers
l'intérieur en direction de la surface de coulissement (2).
3. Main courante selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que la main courante (1) comporte des organes de renforcement intérieurs (11) qui confèrent
à la main courante (1) une haute rigidité transversale et une haute résistance à la
traction.